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Hamburg

Globales Open-Air Kino im Lernort KulturKapelle

AgrarKoordination - 15. August 2021 - 21:29

Auch diesen Sommer laden wir zu fünf Filmabenden rund um das Thema „Taking care!? – Mitgefühl und globale Solidarität“ ein, draußen auf der Wiese neben der KulturKapelle. In Kurzvorträgen vor den Filmen und anschließendem Publikumsgespräch sind alle Interessierten eingeladen, sich zu informieren und Projekte kennenzulernen. Bei Regen werden die Filme in der KulturKapelle gezeigt.

Zeit: 11. bis 15. August 2021, jeweils 20 Uhr Kurzvortrag und 21 Uhr Filmvorführung
Ort: Lernort KulturKapelle, Georg-Wilhelm-Straße 162, 21107 Hamburg 
Eintritt: 3€ ermäßigt | 5€ regulär | 7€ Soli-Preis 
Anmeldung: buchen(at)lernort-kulturkapelle.de
Kino im Inselpark: Weitere Termine im BUND Naturerlebnisgarten unter: www.bund-hamburg.de

Programm

11.08. Mittwoch
20 Uhr Kurzvortrag: Mobilizing Vulnerability
21 Uhr Film: Woman (2020) 12.08. Donnerstag 
20 Uhr Kurzvortrag: Kinderrechte in Lateinamerika in Zeiten der Corona-Pandemie
21 Uhr Film: 7 oder Warum ich auf der Welt bin (2010) 13.08. Freitag
20 Uhr Kurzvortrag: Welternährung und Klimawandel
21 Uhr Dokumentation: One Word (2020) in Kooperation mit der Agrar Koordination e.V. 14.08. Samstag
20 Uhr Kurzvortrag: Glück ein globales Entwicklungsziel
21 Uhr Dokumentation: What Happiness is (2012) 15.08. Sonntag
20 Uhr Kurzvortrag: Mitgefühl & Globale Solidarität 
21 Uhr Dokumentation: Youth Unstoppable (2020) Wir freuen uns auf Ihr Kommen und teilen Sie gerne die Veranstaltungsankündigung auf Facebook!
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Schnackschmiede 2021

AgrarKoordination - 14. August 2021 - 9:04
Wir öffnen den Raum für gemeinsamen Austausch, Begegnung und Vernetzung, und wollen Euch und Eure Initiativen kennenlernen! Samstag, 14.08.2021, ab 10 Uhr Lernort KulturKapelle, Inselpark Wilhelmsburg Anmeldungen sind bis zum 05.08 über diesen Link möglich. Veranstaltungsflyer mit allen Infos
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Stefanie Buchacher: Geschichten mit Substanz

Sustainability Management - 22. Juli 2021 - 13:55

Emotionen, Bindung, Austausch – wie Geschichten wirken und für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation eingesetzt werden können, ist das Spezialgebiet von MBA-Alumna Stefanie Buchacher. Sie treibt den Wandel in der Modebranche als Selbstständige und angestellte CSR-Managerin voran. Im Interview zeigt sie, dass es bei „Storytelling for Sustainability“ nicht um „nette Geschichtchen“ geht und wie man Menschen für Nachhaltigkeit gewinnt. In Ihrer Masterarbeit haben Sie sich mit „Storytelling for Sustainability“ als ein Instrument für eine effektive Unternehmenskommunikation in der Bekleidungsbranche auseinandergesetzt. Was steckt dahinter? Wir lieben Geschichten: Gute-Nacht-Geschichten, Liebesgeschichten, Science Fiction. Über die Handlung können wir mit der Protagonistin miterleben und mitempfinden. Durch das Verknüpfen der eigenen Erfahrungen mit denen der Protagonistin entsteht eine Wirkung. Konflikte, Rückschläge und Fortschritte tragen zu dieser Wirkung bei und dabei braucht es nicht zwingend ein Happy End. Storytelling ist der strategische Einsatz von Geschichten und beim “Storytelling for Sustainability” geht es darum, mithilfe einer emotionalen Bindung zwischen Unternehmen und Stakeholder das unternehmerische Nachhaltigkeitsengagement wirksam zu kommunizieren und durch Partizipation einen Wandel Richtung Nachhaltigkeit zu fördern. Was sind die Potentiale und Grenzen von …

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HCD 2021 – Early Bird Vorteil sichern

Sustainability Management - 21. Juli 2021 - 11:42

Am 10. und 11. September ist es wieder soweit, die jährlichen Home Coming Days (HCD) finden statt. Neben Studierenden, Absolvent*innen und Lehrenden des MBA Sustainability Management, sind auch Bewerber*innen eingeladen, die sich früh für den MBA entscheiden. Heute für morgen managen – und für übermorgen netzwerken. Das macht den MBA Sustainability Management aus. Die jährlichen Home Coming Days (HCD) im September bieten neben einer Fachkonferenz zum Thema „Nachhaltigkeit in der Lieferkette – Problemfelder, Lösungen und Zukunftsprognosen” auch Gelegenheit zum Kennenlernen und Netzwerken. Coronabedingt werden die HCD als Stay Home Coming Days 2021 im virtuellen Raum als digitales Format stattfinden. Studierende, Absolvent*innen und Lehrende können sich jetzt anmelden. Auch Interessent*innen, die sich bis zur Early-Bird-Frist bewerben, sind herzlich eingeladen, am 10. September bei der Fachkonferenz dabei zu sein. Early-Bird-Vorteil sichern – so funktioniert’s: Online bis zum 15.08.2021 für einen Platz im 19. Jahrgang des MBA Sustainability Management bewerben  … und für die HCD anmelden: Das Anmeldeformular ausfüllen und bei der Fachkonferenz  am 10. September 2021 spannende Impulse zum Thema Nachhaltigkeit in der Lieferkette bekommen – und …

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Wie geht digital in normal? Digitale Methoden in Präsenzveranstaltungen zum Fairen Handel

#hamburg mal fair - 21. Juli 2021 - 7:25
Wie geht digital in normal? Digitale Methoden in Präsenzveranstaltungen zum Fairen Handel

19. November 2021 von 15:00 bis 17:30 Uhr, online

Digitale Quiz und Rallyes sind cool und machen vor allem jüngeren Menschen Spaß. Aber wie können diese Elemente in normal – also in Präsenzveranstaltungen – integriert werden?

In dieser Online-Fortbildung stellen wir digitale Bildungsformate und Tools vor, die nicht nur digitale Veranstaltungen auflockern, sondern auch Präsenzveranstaltungen multimedial bereichern und die Zielgruppen auf vielen Ebenen ansprechen. Alle Methoden und Anregungen drehen sich rund um den Fairen Handel und können in der eigenen Bildungsarbeit eingesetzt werden.

Du bist Bildungsaktive*r in einem Weltladen, Referent*in im Globalen Lernen oder interessiert an Digitalem und Globalem Lernen? Dann melde dich an. Die Veranstaltung wird über das Videokonferenztool Zoom stattfinden. Den Zugangslink erhalten die Angemeldeten vor der Veranstaltung.

Referentinnen: Larissa Gumgowski (Medienpädagogin, Heinrich-Böll Stiftung), Friederike Lang (hamburg mal fair)

Veranstalter: Weltladendachverband und hamburg mal fair

Anmeldung bis 17.11.2021 bei Saskia Führer: s.fuehrer@weltladen.de

Kosten: 18 €, 13 € für Mitglieder im Weltladen-Dachverband

Kategorien: Hamburg

Welthungerhilfe zum UN-Gipfel zu Ernährungssystemen in Rom 26.-28.07.21

SID Blog - 19. Juli 2021 - 23:19

19.07.2021 | Policy Brief

Gutes Essen ist ein Menschenrecht:
Welthungerhilfe fordert vor UN Welternährungsgipfel in Rom eine Reform der Ernährungssysteme von Grund auf

Weltweit werden mehr Lebensmittel produziert als je zuvor. Trotzdem ist die Zahl der Menschen, die Hunger leiden, zuletzt dramatisch gestiegen – auf bis zu 811 Millionen Menschen im Jahr 2020. Das globale Ernährungssystem leistet zu wenig zur Überwindung des Hungers, es verhindert nicht, dass Menschen fehl- oder überernährt sind und es gefährdet unsere Lebensgrundlagen.

Der UN-Gipfel zu Ernährungssystemen (UN Food Systems Summit) im September muss eine Transformation einleiten, die es zukünftig auch zehn Milliarden Menschen ermöglicht, sich gesund zu ernähren, ohne die Natur und das Klima zu zerstören. Auf dem vorbereitenden UN-Gipfel, der vom 26. bis 28. Juli in Rom stattfindet, müssen die Weichen dafür gestellt werden. Nur wenn Lebensmittel vom Acker bis zum Teller gerecht und nachhaltig produziert werden, kann Hungerbekämpfung erfolgreich sein.

Was die Bundesregierung auf dem Gipfel tun muss, lesen Sie in unserem aktuellen Policy Brief.

Weitere Informationen zum Thema Ernährungssysteme finden Sie auf unserer Webseite und in diesem Fact Sheet.

Lisa Maria Klaus, Referentin für Landwirtschafts- und Ernährungspolitik, nimmt als Mitglied der deutschen Delegation am vorbereitenden UN-Gipfel zu Ernährungssystemen teil und steht als Gesprächspartnerin zur Verfügung.

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





Dramatische Entwicklung der Corona-Todeszahlen in Afrika

SID Blog - 18. Juli 2021 - 2:53
Minister Müller: „Dramatische Entwicklung der Corona-Todeszahlen in Afrika muss uns aufrütteln"

 

Berlin – In Afrika sind die Todesfälle wegen einer COVID-19-Erkrankung innerhalb einer Woche um 43 Prozent gestiegen. Dazu Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

 

„Die Entwicklung der Corona-Todeszahlen in Afrika ist dramatisch und muss uns aufrütteln. Viele Krankenhäuser sind an ihrer Belastungsgrenze. Das alles zeigt: Die Pandemie ist grausam, und sie ist erst dann vorbei, wenn sie weltweit beendet ist. Deutschland leistet dafür seit Beginn der Krise einen wichtigen Beitrag. Wir beteiligen uns an der medizinischen Reaktion der Weltgemeinschaft auf COVID-19 durch das Programm ACT-A mit 2,2 Milliarden Euro. Damit finanzieren wir Diagnostik, Forschung an Virus-Varianten oder auch Schutzkleidung für medizinisches Personal. Das Impfprogramm COVAX ist Teil dieser Initiative. Dadurch werden bis Anfang 2022 rund 30 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländern eine Impfung erhalten. Außerdem beteiligt sich Deutschland am Aufbau einer Impfstoff-Produktion in Entwicklungsländern. Wir werden dafür 50 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit Südafrika und 20 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit Senegal bereitstellen.

 

Das alles reicht aber nicht, wir müssen noch viel mehr tun. Das Programm ACT-A ist immer noch unterfinanziert, die Lücke beträgt mindestens 16 Milliarden US-Dollar. Es fehlt an Tests, Schutzkleidung und an medizinischem Sauerstoff. Wenn wichtige Geberländer nicht endlich ebenfalls ihren Beitrag leisten, wird die Dramatik in Afrika und anderen Region weiter zunehmen."

 

Neben der medizinischen Antwort durch ACT-A leistet das Bundesentwicklungsministerium seit dem Start der Corona-Pandemie wichtige Beiträge zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise. Durch das Corona-Sofortprogramm des BMZ werden die Entwicklungsländer mit insgesamt 4,7 Milliarden Euro unterstützt.

 

Hier ausgewählte Beispiele der deutschen Entwicklungszusammenarbeit:

 

  • 1 Million Menschen in 11 Ländern erhalten Hilfe zur Ernährungssicherung und verbesserten Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung, gemeinsam mit der Welthungerhilfe

 

  • Fast 3 Millionen Menschen im Bürgerkriegsland Jemen erhalten Unterstützung in Form von Schulmahlzeiten, Beschäftigungsförderung und berufsbildende Trainings, zusammen mit dem Welternährungsprogramm

 

  • In Libanon und Jordanien wird für 51.000 Flüchtlingskinder im Kontext der Syrienkrise trotz Schulschließungen die Grundschulbildung aufrechterhalten, gemeinsam mit UNRWA

 

  • Mehr als 2.700 Unternehmen in Afrika mit rund 120.000 Mitarbeitern werden beim Job-Erhalt in der Corona-Krise unterstützt, v.a. kleine und mittlere Unternehmen in Marokko, Tunesien, Ghana, Senegal, Äthiopien und Elfenbeinküste, u.a. wird die Umstellung der Produktion auf Masken, Desinfektionsmittel und andere Schutzartikel für die Pandemie-Bekämpfung gefördert

 

  • In Indien erhalten Millionen von Menschen, die in der Krisen ihren Job verloren haben, Nahrungsmittel und finanzielle Hilfen, v.a. die stark betroffenen

Wanderarbeiter; dies geschieht durch die Unterstützung des nationalen Programms „Soziale Sicherung" mit einem zinsverbilligten Kredit

 

  • Unterstützung überlasteter nationaler Gesundheitssysteme durch die Kooperation mit Unternehmen: Zum Beispiel haben wir in Brasilien zusammen mit Mercedes-Benz do Brasil mobile Gesundheitsstationen eingerichtet, die an verschiedenen Orten des Landes unentgeltlich fast eine Viertelmillion Menschen behandeln sollen

 



UN-Nachhaltigkeitsforum: Deutschland plädiert für nachhaltigen und klimafreundlichen Wiederaufbau nach Corona-Pandemie auf Basis der 2030-Agenda

SID Blog - 16. Juli 2021 - 17:47
Im Rahmen des jährlich stattfindenden Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung (HLPF) hat die Bundesregierung ihren zweiten freiwilligen Staatenbericht zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung virtuell vorgestellt. Der Bericht legt die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) in, mit und in Partnerschaft mit Deutschland dar.

Nach einer Videobotschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel betonten Maria Flachsbarth (Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - BMZ) und Rita Schwarzelühr-Sutter (Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - BMU), dass sie die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als Kompass beim Weg aus der COVID-19-Pandemie ansehen.

Maria Flachsbarth (BMZ) appellierte, dass die von den Vereinten Nationen ausgerufene Aktionsdekade für nachhaltige Entwicklung gerade auch angesichts der Corona-Pandemie für einen nachhaltigen Wandel genutzt werden sollte: „Wenn wir jetzt nicht massiv umsteuern, dann droht uns eine verlorene Dekade für nachhaltige Entwicklung. Nach Corona darf nicht vor Corona sein, sonst erreichen wir die SDGs nie! Wir müssen die Globalisierung endlich nachhaltig ausgestalten und jetzt kraftvoll in den sozialen und ökologischen Wandel investieren - bei uns in Deutschland und weltweit."

Rita Schwarzelühr-Sutter (BMU) hob den dringenden Handlungsbedarf bei drei Krisen hervor, welche von der Pandemie noch verstärkt werden, nämlich der Klimakrise, der Biodiversitätskrise und der zunehmenden Vermüllung der Meere: „Die extremen Hitzewellen in vielen Teilen der Welt und die derzeitigen Hochwasser in Westeuropa führen uns gerade dramatisch vor Augen, dass unser bisheriges Handeln bei weitem nicht ausreicht, um einen nachhaltigen Entwicklungspfad einzuschlagen. Die planetaren Belastungsgrenzen sind erreicht und teilweise überschritten. Der Freiraum für gutes Leben und der Erfolg der nächsten Generationen müssen jetzt gesichert werden. Daher haben wir unser deutsches Klimaziel kräftig nachgeschärft: Klimaneutralität wollen wir bereits bis 2045 erreichen."

Beim HLPF erklärte die deutsche Delegation, dass es im Rahmen von Wiederaufbauprogrammen während und nach der Pandemie von strategischer Bedeutung ist, die Weichen hin zu einer nachhaltigeren, klimaneutralen und damit zukunftssicheren Gesellschaft zu stellen. Politische Lösungen und Programme in Reaktion auf die Corona-Krise müssen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene an der Agenda 2030 und den darin festgelegten Nachhaltigkeitszielen (SDG) ausgerichtet werden und dabei den Grundsatz, dass niemand zurückgelassen werden darf, als Handlungsmaxime verstehen. Neben Deutschland legten 41 weitere Staaten dieses Jahr einen Staatenbericht vor. Das HLPF steht dieses Jahr unter dem Motto des nachhaltigen Wiederaufbaus nach der Pandemie. Die nächste umfassende Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist für 2023/2024 geplant. 

Weitere Informationen

Im September 2015 haben sich alle Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (kurz: Agenda 2030) beschlossen.

Das diesjährige Hochrangige Politische Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen fand vom 6. bis zum 15. Juli 2021 als vorwiegend virtuelle Veranstaltung statt. Es hat sich als zentrales Gremium für die Agenda 2030 und deren 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals -SDGs) etabliert.

Mehr als 170 Staaten, d.h. 87% aller Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, haben bereits einen freiwilligen Staatenbericht vorgelegt, um über ihre Umsetzung der Agenda 2030 Rechenschaft abzulegen. Deutschland gehört bei Berichterstattung zu den Vorreitern und legte nun nach 2016 bereits seinen zweiten Bericht vor.

Agenda 2030: https://www.bmu.de/themen/europa-internationales-nachhaltigkeit-digitalisierung/nachhaltige-entwicklung/2030-agenda/?2030-Agenda=&cHash=b7d7bce550f756ac98ccdab26fdc3559

 

 Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit   

 




Schokoladenwerkstatt

#hamburg mal fair - 16. Juli 2021 - 13:13
Schokoladenwerkstatt

Herbstferienprogramm 2021 für Kinder zwischen 7 und 11 Jahren

Wer isst sie nicht gerne: Schokolade! Gemeinsam gehen wir auf die lange Reise der Kakaobohne von der Plantage bis zur fertigen Schokolade. Mit kleinen Spielen, einem Bildertheater und Anschauungsobjekten erkunden wir die Schokoladenwelt. Dabei darf das Naschen und selber Schokolade herstellen natürlich nicht zu kurz kommen.

Wann? 11. – 13.10.21 (3 Tage) / täglich 10 bis 15 Uhr (ab 9:30 Uhr Betreuung mögl.)

Wo? Kulturkapelle im Inselpark, Wilhelmsburg

Wer? Kinder zwischen 7 und 11 Jahren

Kosten (inkl. tägliches Mittagessen): 15 € ermäßigt | 30 € regulär | 40 € Soli-Preis //  Geschwister 50% ermäßigt

Informationen: info@hamburgmalfair.de
Anmeldung: ferienwoche@lernort-kulturkapelle.de

 

Weitere Programme im Lernort KulturKapelle in den Herbstferien:

Erfindungen für eine bessere Welt

Du bastelst und tüftelst gerne? Dann bist du in dieser Ferienwoche genau richtig! In den vier Tagen wird es kreativ: Ihr könnt eure Idee sprudeln lassen und an eigenen fantasievollen Erfindungen arbeiten. Ihr werdet von spannende Menschen hören, deren Erfindungen die Welt verändert haben. Ihr könnt selbst überlegen welche Probleme noch gelöst werden sollten und erfinden, was es dafür bräuchte. Spiel und Spaß werden in unserer gemeinsam Zeit natürlich nicht zu kurz kommen!

Herbstferien 1 | 4. – 7.10.21 (4-Tage) / täglich 10 bis 15 Uhr (ab 9 Uhr Betreuung mögl.) / 10 bis 12 Jahren / Kosten* (inkl. tägliches Mittagessen): 20 € ermäßigt | 40 € regulär | 50 € Soli-Preis // *Geschwister 50% ermäßigt

Kategorien: Hamburg

Millionen Kinder verpassen wichtige Impfungen | UNICEF und WHO

SID Blog - 16. Juli 2021 - 0:25
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WHO und UNICEF: Millionen Kinder verpassen wichtige Impfungen

23 Millionen Kinder haben im vergangenen Jahr Routineimpfungen verpasst / 

Höchststand seit 2009 und 3,7 Millionen mehr als 2019

© UNICEF/UN0399469/Bukhari

Genf/New York/Köln, den 15. Juli 2021 // Laut aktueller Erhebungen von WHO und UNICEF haben im Jahr 2020 23 Millionen Kinder grundlegende Routineimpfungen verpasst – 3,7 Millionen Kinder mehr als 2019. Die aktuellen Zahlen, die die globalen Unterbrechungen von Impfprogrammen im Zuge der Covid-19-Pandemie widerspiegeln, zeigen, dass die Mehrheit der Länder im vergangenen Jahr einen Rückgang der Impfraten bei Kindern verzeichnete.

Besorgniserregend ist, dass ein Großteil der Kinder – bis zu 17 Millionen – im vergangenen Jahr wahrscheinlich gar keine Impfung erhielten und dies die ohnehin schon großen Ungleichheiten beim Zugang zu Impfstoffen noch vergrößert. Die meisten der ungeimpften Kinder leben in Konfliktgebieten, entlegenen Gegenden, informellen oder marginalisierten Umgebungen, wo sie von vielfältigen Benachteiligungen betroffen sind, einschließlich des eingeschränkten Zugangs zu grundlegender Gesundheitsversorgung und wichtigen sozialen Dienstleistungen. 

"Während sich die Länder bemühen, Covid-19-Impfdosen zu erhalten, haben wir bei anderen Impfungen Rückschritte gemacht, so dass Kinder gefährdet sind, an verheerenden, aber vermeidbaren Krankheiten wie Masern, Polio oder Meningitis zu erkranken", sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Der Ausbruch verschiedener Krankheiten zugleich wären für die Gemeinden und Gesundheitssysteme, die bereits mit Covid-19 zu kämpfen haben, katastrophal. Es ist dringender denn je, in die Impfung von Kindern zu investieren und dafür zu sorgen, dass jedes Kind erreicht wird."

In allen Regionen stieg die Zahl der Kinder, die lebenswichtige erste Impfdosen verpassten

Im vergangen Jahr kam es zu zahlreichen Unterbrechungen bei Routineimpfungen - Südostasien und die Region Östliches Mittelmeer waren am stärksten betroffen. Aufgrund des eingeschränkten Zugangs zu Gesundheitsdiensten und Impfprogrammen stieg die Zahl der Kinder, die gar nicht geimpft wurde, in allen Regionen. Im Vergleich zum Vorjahr erhielten 3,5 Millionen mehr Kinder nicht einmal die erste Dosis des Impfstoffs gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (DTP-1) und drei Millionen weitere Kinder nicht ihre erste Impfdosis gegen Masern.

"Diese Zahlen sollte eine klare Warnung sein. Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Unterbrechungen haben dazu geführt, dass wir an Boden verloren haben – die Konsequenzen werden diejenigen mit ihrem Leben und ihrem Wohlergehen tragen, die am verletzlichsten sind", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. "Schon vor der Pandemie gab es alarmierende Anzeichen dafür, dass wir bei der Immunisierung von Kindern gegen vermeidbare Kinderkrankheiten an Boden verlieren, unter anderem mit den weit verbreiteten Masernausbrüchen vor zwei Jahren. Die Pandemie hat die Situation weiter verschlimmert. Jetzt, wo wir die gerechte Verteilung der Covid-19-Impfstoffen im Hinterkopf haben, müssen wir daran denken, dass die Verteilung von Impfstoffen schon immer ungerecht war, aber nicht sein muss."

Die aktuellen Daten zeigen, dass in Ländern mit mittlerem Einkommen der Anteil der Kinder zunimmt, die zumindest einige Impfungen verpassen. Besonders stark ist der Rückgang in Indien – dort sank die DTP-3-Durchimpfungsrate von 91 Prozent auf 85 Prozent.

Aufgrund von Finanzierungsengpässen, Fehlinformationen über Impfstoffe, Instabilität und anderen Faktoren sinkt die Durchimpfungsrate auch in Lateinamerika und der Karibik. Nur 82 Prozent der Kinder sind vollständig gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten geimpft, 2016 waren es noch 91 Prozent.

Es drohen vermeidbare Krankheitsausbrüche

Die globale Impfrate gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern und Kinderlähmung stagnierte bereits vor der Covid-19-Pandemie bei rund 86 Prozent. Diese Impfrate liegt damit weit unter den von der WHO empfohlenen 95 Prozent zum Schutz vor Masern – häufig die erste Krankheit, die wieder ausbricht, wenn Kinder nicht mit Impfstoffen erreicht werden. Sie ist ebenfalls unzureichend, um andere Krankheiten zu verhindern, die durch Impfungen vermieden werden können.

In vielen Teilen der Welt kam es wegen der Pandemie zu Unterbrechungen von Impfprogrammen, weil das Gesundheitspersonal und viele Ressourcen für den Kampf gegen Covid-19 eingesetzt wurden. In einigen Ländern wurden Gesundheitszentren geschlossen oder standen nur eingeschränkt zur Verfügung, während gleichzeitig Gesundheitsdienste womöglich aufgrund fehlender Transportmöglichkeiten oder Bewegungseinschränkungen sowie Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nicht wahrgenommen wurden.

"Die Zahlen sind alarmierend und deuten darauf hin, dass die Pandemie jahrelange Fortschritte bei Routineimpfungen zunichtemacht und Millionen Kinder der Gefahr ausgesetzt, sich mit tödlichen, vermeidbaren Krankheiten anzustecken", sagte Dr. Seth Berkley, CEO der Impfallianz Gavi. "Dies ist ein Weckruf – wir dürfen es nicht zulassen, dass in Folge von Covid-19 Masern, Polio und andere tödliche Krankheiten wieder ausbrechen. Wir müssen zusammenarbeiten, um Ländern dabei zu helfen, sowohl Covid-19 zu besiegen, indem wir einen globalen, gerechten Zugang zu Impfdosen sicherstellen, als auch die Routineimpfprogramme wieder auf Kurs zu bringen. Die Gesundheit und das Wohlergehen von Millionen von Kindern und ihren Gemeinschaften auf der ganzen Welt hängen davon ab."  

Auch die ohnehin schon niedrigen Raten bei Impfungen gegen humane Papillomviren (HPV) – die Mädchen vor Gebärmutterhalskrebs im späteren Leben schützen – wurden durch Schulschließungen stark beeinträchtigt. In den Ländern, die den HPV-Impfstoff bisher eingeführt haben, erhielten im vergangenen Jahr etwa 1,6 Millionen Mädchen keine HPV-Impfung. Weltweit wurden nur 13 Prozent der Mädchen gegen HPV geimpft, verglichen mit 15 Prozent im Jahr 2019.

Routineimpfungen muss Priorität eingeräumt werden

UNICEF, WHO und Partner wie die Impfallianz Gavi unterstützen Länder dabei, Kindern lebensrettende Impfungen zu ermöglichen. Dazu gehört es: 

  • Gesundheitsdienste und Impfkampagnen wiederaufzunehmen, um Routineimpfungen auch während der Covid-19-Pandemie sicher durchzuführen;
  • das Gesundheitspersonal dabei zu unterstützen, Eltern über die Wichtigkeit von Impfungen aufzuklären; 
  • Impf- und Immunitätslücken zu schließen;
  • sicherzustellen, dass die Bereitstellung von Covid-19-Impfdosen unabhängig geplant und finanziert wird und nicht auf Kosten von Kinderimpfungen geht;
  • nationale Pläne zur Vorbeugung und Bekämpfung von Ausbrüchen von vermeidbaren Krankheiten umzusetzen und Impfprogramme zu stärken. 

UNICEF und WHO arbeiten mit Ländern und Partnern zusammen, um die ehrgeizigen Ziele der globalen Impfagenda 2030 zu erreichen. Zu den Zielen gehört es, 90 Prozent der Kinder mit lebensrettenden Impfungen zu erreichen und die Zahl der ungeimpften Kinder zu halbieren.

Service

» Bild- und Videomaterialien stehen hier zur Verfügung

» Die Datensätze stehen hier zur Verfügung, ein Dashboard hier. 

Weitere Informationen

Die offiziellen WHO- und UNICEF-Schätzungen der nationalen Durchimpfungsraten basieren auf Länderdaten und stellen den weltweit größten Datensatz zu Trends bezüglich der Immunisierung durch Impfungen gegen 13 Krankheiten dar, die im Rahmen des regulären Gesundheitssystems verabreicht werden – üblicherweise in Kliniken oder Gesundheitszentren oder bei Besuchen von Gesundheitspersonal. Für 2020 wurden Daten aus 160 Ländern ausgewertet.

Weltweit sank die globale Impfrate mit drei Impfdosen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (DTP-3) von 86 Prozent im Jahr 2019 auf 83 Prozent im Jahr 2020 – 22,7 Millionen Kinder erhielten nicht den vollen Impfschutz.

Die Impfrate mit der ersten Impfdose gegen Masern sank von 86 auf 84 Prozent – 22,3 Millionen Kinder erhielten nicht ihre erste Impfdosis gegen Masern. Die Impfrate für die zweite Dosis lag 2020 bei 71 Prozent, verglichen mit 70 Prozent im Vorjahr. Um Masern zu bekämpfen und Ausbrüche zu verhindern, ist ein Impfrate von 95 Prozent bei der erforderlichen ersten und zweiten Impfdosis erforderlich. Länder, die diese Rate nicht erreichen können, sind auf periodische landesweite Impfkampagnen angewiesen, um die Lücken zu schließen.

Zusätzlich zu den Unterbrechungen der Routineimpfungen gibt es momentan in 66 Ländern 57 verschobene Impfkampagnen gegen Masern, Polio, Gelbfieber und andere Krankheiten.


Covid-19 als Chance für eine neue Partnerschaft zwischen EU und Afrika

SID Blog - 16. Juli 2021 - 0:24


Pressemitteilung:

Covid-19 als Chance für eine neue Partnerschaft zwischen Europäischer Union und Afrika

Bonn, 15.07.2021 - Positive Meldungen über sinkende Corona-Inzidenzen prägen zurzeit die Nachrichten in den reichen Ländern des Globalen Nordens. Trotz neuer Virus-Varianten steigt die Hoffnung, dass das Schlimmste überwunden ist. Doch in den meisten Ländern des Globalen Südens sind die großen Wellen noch nicht abgeebbt.  Berichten der World Health Organization (WHO) zufolge steigen die Infektionszahlen in diesen Ländern zum Teil rasant an. Besonders gravierend ist die Lage in Afrika. SÜDWIND zeigt in einer neuen Studie auf, warum die EU eine starke wirtschaftliche Entwicklung in Afrika zum Ziel der Zusammenarbeit nach Covid-19 machen muss.

Inzidenzzahlen gehen zurück, Impfquoten steigen und die Einschränkungen werden vielerorts aufgehoben. Die Menschen in Deutschland freuen sich auf den lang ersehnten Urlaub in einem risikoarmen Land. Doch von dem neuen Tourismusboom werden die Länder Afrikas nicht profitieren. Im Gegenteil: Die Pandemie hat bereits bestehende Krisen wie den Klimawandel, die Gesundheitskrise und die Schuldenkrise vieler Staaten weiter verschärft. Für die meisten afrikanischen Länder könnte die Pandemie die mäßigen Wachstumserfolge der letzten zehn Jahren zunichtemachen. Das ist der Hintergrund, vor dem sich die neue Partnerschaft zwischen der Europäischen und der Afrikanischen Union wird bewähren müssen. Ihre Schwerpunkte sind in der „Umfassenden Strategie mit Afrika" bereits 2020 definiert worden.

„In Subsahara-Afrika stellt die Corona-Pandemie noch immer eine enorme regionale Herausforderung dar – nicht nur für die Gesundheitssysteme vor Ort, sondern auch für die öffentlichen Finanzen und für die Wirtschaft im Allgemeinen", sagt Dr. Pedro Morazán wissenschaftlicher Mitarbeiter am SÜDWIND-Institut und Autor der Studie. Afrika ist besonders anfällig, weil 56 Prozent der städtischen Bevölkerung in überfüllten und schlecht versorgten Slumwohnungen leben und 86 Prozent der Arbeitskräfte informell beschäftigt sind, die meisten von ihnen ohne Chance auf Homeoffice.

Hinzu kommt, dass Impfprogramme in vielen Ländern des Kontinents fast zum Stillstand gekommen sind; in anderen sind sie noch nicht gestartet. Die Quote der Erstimpfungen in Afrika liegt gegenwärtig bei unter drei Prozent. Rund die Hälfte der 80 ärmsten Länder der Welt verfügt über keinerlei Impfstoff, warnt die WHO; die meisten davon liegen in Afrika. „Deswegen fordert das SÜDWIND-Institut neben einer Aufstockung der EU-Hilfen zur Deckung des humanitären Bedarfs auch eine Anpassung der umfassenden Strategie an diese neuen Herausforderungen".

SÜDWIND-Publikation
Chancen für eine Partnerschaft auf Augenhöhe? Die EU-Afrika Strategie nach der Corona-Pandemie



SÜDWIND setzt sich für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit ein – weltweit. Wir recherchieren, decken ungerechte Strukturen auf, machen sie öffentlich und bieten Handlungsalternativen. Wir verbinden entwicklungspolitische Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Seit 30 Jahren.




„Ein handlungsfähiges Europa im Dienst der Bürgerinnen und Bürger“ – Gemeinsame Erklärung der EUD-Parlamentariergruppe zur Bundestagswahl

Europa-Union Hamburg - 15. Juli 2021 - 21:38
Bald beginnt der Bundestagswahlkampf. Wir wollen im politischen Wettbewerb um die besten Ideen für Deutschland streiten. Als Europa besonders verbundene Politikerinnen und Politiker ist es unsere Aufgabe, die Bedeutung Europas auch für diese nationale Wahl zu vermitteln. Europäische Themen spielen im Bundestagswahlkampf eine wichtige Rolle, denn Europa hat unser politisches Leben mittlerweile tief durchdrungen. Wohin Europa gehen soll, ist deshalb eine der Zukunftsentscheidungen, die auch durch die Wahl getroffen werden.
Kategorien: Hamburg

Lobbyparadies Brüssel?! Braucht es mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie in Europa?

Europa-Union Hamburg - 15. Juli 2021 - 18:00
ONLINE EUROPAGESPRÄCH mit Dr. Patrick Breyer MdEP, Piratenpartei
Kategorien: Hamburg

Das Lieferkettengesetz Perspektiven und Diskussionen zur Umsetzung in Bremen und umzu

BeN #Bremen - 15. Juli 2021 - 11:01

Fachkonferenz Für Vertreter*innen Bremer Unternehmen sowie interessierte Personen aus Politik,
Wissenschaft und Zivilgesellschaft

 

Kategorien: Hamburg

Highlights von den Eine Welt-Promotor*innen: Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

SID Blog - 14. Juli 2021 - 18:58
Die aktuelle Ausgabe der Highlights widmet sich der Zusammenarbeit mit wirtschaftlichen Akteur*innen
Highlights aus dem Eine Welt-Promotor*innen-Programm 2021 THEMA: Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Liebe Eine Welt-Engagierte und Interessierte,

am 11.06.2021 hat der Bundestag das Lieferkettengesetz beschlossen – ein großer Schritt für Menschenrechte und Umwelt in den globalen Lieferketten! Ob es auch langfristig einen Grund zur Freude gibt, erzählt uns Markus Schwarz in dieser Ausgabe.

Wirtschaftliche Akteur*innen zu adressieren, gehört verstärkt zu den Aufgaben der Eine Welt-Promotor*innen. Für ihre gute Zusammenarbeit gibt es viele Beispiele, von denen wir in dieser Ausgabe exemplarisch einige vorstellen.

Sommerliche Grüße,
Michaela Zischek, Fachstelle Social Media und Digitalisierung in der Eine Welt-Arbeit
     
PS: Die Printversion der Highlights steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung:
https://einewelt-promotorinnen.de/highlights „Markus, wird mit dem neuen Lieferkettengesetz globale Unternehmensverantwortung künfitg zum neuen Standard?

„Das Lieferkettengesetz ist ein großer Erfolg für alle, die sich seit langem für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz entlang der Lieferkette einsetzen.

Darauf haben wir als zivilgesellschaftliche Eine Welt-Akteur*innen beharrlich hingewirkt. Auch viele Unternehmen forderten ein Gesetz, um Wettbewerbsgleichheit bei sozial verantwortlichen Handelspraktiken herzustellen.

Leider wird das aktuelle Lieferkettengesetz nur wenige deutsche Unternehmen verpflichten, ihre Sorgfaltspflichten einzuhalten. Weil es schwächer ausgestattet ist als erhofft, müssen wir weiter Konsument*innen und Produzent*innen für die globalen Auswirkungen ihres Handelns sensibilisieren. Neben dem Privaten bleibt zentral, dass der öffentliche Einkauf seine Marktmacht einsetzt.

Dennoch: das Gesetz ist ein wichtiger Schritt."

Markus Schwarz Bundeskoordinator für öko-sozialen Konsum, Produktion und Lieferketten arbeitet bei Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) NORDRHEIN-WESTFALEN:
www.eine-welt-netz-nrw.de Modebranche: Mit Nachhaltigkeit aus der Krise?

„Fast Fashion" ist in der Krise. Nachhaltige Modelabels und öko-faire Concept Stores berichteten der Wirtschaftsförderung verschiedener Kommunen von ihren mutmachenden Erfahrungen. Promotor*innen organisierten den Austausch. zum Praxisbeispiel BERLIN
www.eineweltstadt.berlin

Die Fanshops im Fußball: Fair produziertes Merchandise

Zu den Milliardenumsätzen der Fußballvereine trägt auch der Verkauf von Merchandise-Artikeln bei. Eine Welt-Promotor Michael Jopp diskutierte mit Unternehmen und Fußballclubs welchen Beitrag die Profivereine zum Fairen Handel leisten können.

zum Praxisbeispiel HESSEN
www.epn-hessen.de IHK Darmstadt: Nachhaltiger Einkauf im Betrieb

Viele Unternehmen beschäftigt aktuell die Frage, welche Verantwortung sie in einer globalisierten Gesellschaft haben. Beim digitalen ‚Tag der Nachhaltigkeit' der IHK Darmstadt gab Eine Welt-Promotorin Maria Tech Anregungen für faire Beschaffung im Betrieb. zum Praxisbeispiel SACHSEN:
www.einewelt-sachsen.de Rohstoffabbau in Bolivien: Forschungsprojekte sensibilisieren

Die Nachfrage nach Lithium für Elektroauto-Batterien steigt immer stärker an. Eine Welt-Promotor Oscar Choque sensibilisiert Forschungsprojekte und Unternehmen in Sachsen für die Problematik der Ressourcengerechtigkeit. zum Praxisbeispiel NIEDERSACHSEN
www.ven-nds.de

Leerstehende Gewerbeflächen: Die „Eine Welt-Sch(l)aufenster"

In Kooperation mit lokalen Einzelhändler*innen und Produzent*innen entstanden in Niedersachsen die „Eine Welt-Sch(l)aufenster". In leerstehenden Schaufenstern zeigte eine Ausstellung am Beispiel Ernährung globale Zusammenhänge auf.

zum Praxisbeispiel Das Eine Welt-Promotor*innen-Programm wird getragen von einem Konsortium aus
           
Gefördert von Engagement Global im Auftrag des
    gemeinsam mit allen 16 Bundesländern.

Für den Inhalt sind allein die Herausgeberinnen (agl e.V. und SNSB) verantwortlich. Bildquellen:
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Fairer Handel: Solidarisch durch die Krise - Entschlossen in die Zukunft

SID Blog - 14. Juli 2021 - 18:57
Berlin, 14.07.2021 – Nach über einer Dekade im Aufwind ist der Umsatz mit fairen Produkten in Deutschland infolge der Corona-Pandemie erstmalig zurückgegangen. Doch die Fair-Handels-Bewegung ist es gewohnt, gegen den Strom zu schwimmen. „Fair-Handels-Unternehmen wollen mit ihren Handelspartnern durch die Krise kommen, nicht auf deren Kosten", erklärt Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel (FFH). „Dass die deutschen Supermärkte und Discounter in der Corona-Krise Rekordgewinne eingefahren haben, verdeutlicht, woran das System krankt", kritisiert Fiedler anlässlich der Jahrespressekonferenz des FFH. „Viele der Menschen, die uns ernähren, kämpfen täglich um ihr Überleben, weil sie Preise akzeptieren müssen, die nicht einmal die Produktionskosten decken", erklärt Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des FFH. Deswegen fordert das FFH anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Berlin ein Verbot von Dumpingpreisen für Lebensmittel. Das wäre ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer sozial-ökologischen, zukunftsfähigen Wirtschaft. Was die wirtschaftliche Entwicklung des Fairen Handels in Deutschland betrifft, gibt die aktuelle Verbraucher*innenbefragung zum Fairen Handel Anlass zu Optimismus: Denn immer mehr Menschen in Deutschland greifen zu fairen Produkten.

 

Umsatzentwicklungen im Corona-Jahr 2020

Im Geschäftsjahr 2020 gaben die Verbraucher*innen in Deutschland 1,8 Milliarden Euro für Produkte aus Fairem Handel aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Umsatzrückgang von 2,9 %. Im Durchschnitt gaben die Verbraucher*innen in Deutschland pro Kopf 21,63 Euro für faire Lebensmittel und Handwerksprodukte aus. 78 % des Umsatzes wurden mit fairen Lebensmitteln generiert, alleine 30 % davon mit Kaffee.

Die anerkannten Fair-Handels-Unternehmen vertrieben im vergangenen Jahr fair gehandelte Waren im Wert von 207 Millionen Euro (- 8,4 %). Dieser Rückgang hängt vor allem mit geringeren Verkäufen in den Weltläden infolge von Lockdowns sowie Umsatzeinbrüchen im Außer-Haus-Bereich zusammen.

In den Weltläden, den Fachgeschäften des Fairen Handels, wurden Waren im Wert von 72 Millionen Euro verkauft (- 13,3 %). Die Einbußen gegenüber dem Vorjahr sind vor allem mit Ladenschließungen und leeren Innenstädten infolge der Pandemie zu erklären. Insgesamt sind die Weltläden als wichtige Pfeiler des 100 % Fairen Handels jedoch gut durch die Krise gekommen – Geschäftsaufgaben ließen sich verhindern.

Wie auch in den Vorjahren wurde der größte Teil des Umsatzes mit Fairtrade-gesiegelten Produkten generiert (1,45 Milliarden, - 3,2 %). Diese Produkte sind häufiger in Supermärkten und auch Discountern verfügbar, was die geringeren Umsatzrückgänge erklärt. Hingegen setzte der „Faire Handel im Norden" 2020 seinen Erfolgskurs fort. Der Umsatz mit fair gehandelten Produkte aus Europa belief sich auf 136 Millionen Euro, was einem Plus von 13 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Im Fairen Handel stehen immer Menschen und Umwelt vor dem Profit. Das hat sich natürlich auch in Krisenzeiten nicht geändert", erklärt Matthias Fiedler. „Und so sind Fair-Handels-Akteure 2020 an die wirtschaftliche Schmerzgrenze gegangen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Dass unser derzeitiges Wirtschaftssystem dies nicht honoriert, sondern menschenrechtliche Sorgfalt und nachhaltiges Wirtschaften zum strukturellen Nachteil werden lässt, ist ein Skandal, der durch die Corona-Krise nochmal deutlicher hervortritt", kritisiert Fiedler.

 

Licht und Schatten – fair und konventionell: Blick auf einzelne Produkte

In Folge von Lockdowns und Homeoffice wurde in Deutschland 2020 mehr Fair Trade Kaffee zuhause getrunken. Im Geschäftsjahr 2020 ist der Absatz von fair gehandeltem Kaffee im Vergleich zum Vorjahr auf 27.394 Tonnen gestiegen (+ 4,6 %). Der Marktanteil von Kaffee aus Fairem Handel liegt weiterhin bei über 6 %.

Erstmalig seit 1999 verzeichen Fairtrade-gesiegelte Bananen in 2020 einen Absatzverlust

(- 14 %). Dieser ist vornehmlich auf den extremen Preiskampf der großen Discounter zurückzuführen. Die soziale, ökologische und ökonomische Rechnung für diesen Unterbietungswettlauf bezahlen die Bananen-Produzent*innen im Globalen Süden.

Positiv hat sich der Absatz fairer Schokolade in Deutschland entwickelt: 4.598 Tonnen wurden 2020 verkauft, was einem Absatzplus von über 32 % entspricht. Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, da die Bedingungen im konventionellen Kakaosektor – den langjährigen Lippenkenntnissen der Industrie zum Trotz – bitter sind. Insbesondere auf westafrikanischen Kakaofarmen ist ausbeuterische Kinderarbeit nach wie vor weit verbreitet. Um die Kinderarbeit im konventionellen Kakaosektor abzuschaffen, braucht es flächendeckende Strategien zur Erzielung von existenzsichernden Einkommen für Kakaohaushalte. Im Fairen Handel wird dies sehr ernst genommen. So hat Fairtrade International Ende 2019 seinen Kakaopreis angehoben und einen Fairtrade Living Income Reference Price für Kakao berechnet. Fair-Handels-Unternehmen gehen häufig noch einen Schritt darüber hinaus.

 

Dumpingpreise zügig verbieten

Obwohl auf dem konventionellen Kaffee-, Bananen- und Kakaomarkt Milliardenerträge erwirtschaftet werden, sind die Einkommen der Erzeuger*innen nicht existenzsichernd. Daraus folgen in vielen Fällen Hungerlöhne und schlechte Arbeitsbedingungen von angestellten Arbeiter*innen auf den Feldern sowie ausbeuterische Kinderarbeit. Um existenzsichernde Einkommen und Löhne am Anfang von Agrarlieferketten zu ermöglichen, muss dringend die Preisfrage adressiert werden. Hierbei darf die unterschiedliche Machtverteilung in globalen Lieferketten nicht übersehen werden. Denn durch ihre Vormachtstellung können Unternehmen am Ende vieler Lieferketten Liefer- und Markteintrittskonditionen sowie Preise diktieren. Mit dem "Gesetz zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich", welches im Mai 2021 verabschiedet wurde, wurden einige der gravierendsten unlauteren Handelspraktiken entlang globaler Lieferketten im Agrar- und Lebensmittelhandel verboten. Das ist ein Fortschritt, doch was fehlt, ist u. a. ein Verbot von Dumpingpreisen. „Immerhin hat der Bundestag beschlossen, ein gesetzliches Verbot des Einkaufs von Lebensmitteln unterhalb der Produktionskosten zu prüfen. Die neue Bundesregierung sollte diese Prüfung nun zügig durchführen und ein Verbot schnellstmöglich umsetzen, um den regelmäßigen Preiskämpfen der großen Lebensmitteleinzelhändler entgegenzuwirken", fordert Andrea Fütterer im Namen des FFH. Laut der aktuellen Verbraucher*innenbefragung zum Fairen Handel befürworten 77,5 % der Menschen in Deutschland ein Verbot von Preisen, die nicht die Produktionskosten decken.

 

Entschlossen in die Zukunft

„Das jüngst verabschiedete Lieferkettengesetz und das Verbot von unlauteren Handelspraktiken sind erste Schritte auf dem Weg zu einem Handel, der Arbeits- und Menschenrechte schützt", betont Andrea Fütterer. „Auch wenn beide Gesetze dringend nachgebessert werden müssen, bestätigen und bestärken sie das politische Engagement der Fair-Handels-Bewegung", so Fütterer weiter. „Der Faire Handel hat in Folge der Pandemie einen wirtschaftlichen Dämpfer erhalten, er geht jedoch politisch stärker und entschiedener daraus hervor", betont Fütterer. Die aktuelle Verbraucher*innenbefragung zum Fairen Handel zeigt, dass die politischen Forderungen des FFH für eine faire sozial-ökologische Transformation insgesamt große Zustimmung genießen. So spricht sich eine Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen dafür aus, mächtige Unternehmen zu regulieren, wenn diese Lieferanten zunehmend unter Druck setzen und Preise drücken (85,4 %). Doch auch, was die wirtschaftliche Zukunft des Fairen Handels in Deutschland betrifft, gibt die Verbraucher*innenbefragung Grund zur Zuversicht: Inzwischen kaufen 71 % der Befragten fair gehandelte Produkte (2018 waren es 69 %). Seit der ersten Erhebung in 2009 hat sich der Anteil der Menschen, die zu fairen Produkte greifen, stetig erhöht. 

 

Service

Die Broschüre „Aktuelle Entwicklungen im Fairen Handel 2021", das Factsheet „Auf einen Blick: Aktuelle Entwicklungen im Fairen Handel" sowie Infografiken zur honorarfreien Verwendung stehen Ihnen am 14.07. ab ca. 10:30 Uhr unter www.forum-fairer-handel.de/presse als Download zur Verfügung.

 


Generalsekretär Mathias Mogge zum aktuellen Welternährungsbericht

SID Blog - 13. Juli 2021 - 21:10

13.07.2021 | Statement

Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, erklärt anlässlich der Vorstellung der neuen Hunger-Zahlen für 2020 durch die Vereinten Nationen in New York:

„Der Hunger ist weltweit weiter auf dem Vormarsch. Die Zahl der Unterernährten ist laut UN-Bericht innerhalb eines Jahres um bis zu 161 Millionen Menschen gestiegen. Das ist mehr als in den fünf Vorjahren zusammen. Für die Weltgemeinschaft muss der Anstieg auf insgesamt bis zu 811 Millionen unterernährte Menschen ein Weckruf sein, denn für die betroffenen Menschen ist es eine lebensbedrohende Katastrophe. Schon vor der Corona-Pandemie haben bestehende Krisen, insbesondere der Klimawandel und bewaffnete Konflikte den Hunger in vielen Weltregionen verschärft. Die Corona-Krise hat diese Tendenzen massiv verschärft, Corona ist zum Hungervirus mutiert.

Um den Trend des zunehmenden Hungers umzukehren, muss die Staatengemeinschaft jetzt schnell und entschlossen handeln: gegen COVID-19, Konflikte und Klimakrise und für ein gerechtes und nachhaltiges Ernährungssystem. Die Corona-Pandemie besiegen wir nur gemeinsam oder gar nicht, deshalb brauchen wir globale Impfgerechtigkeit und müssen diejenigen unterstützen, die in der Folge der Pandemie ihre Existenzgrundlage verloren haben. Kriege und Konflikte wiederum, wie bspw. in Syrien oder in Äthiopien, müssen politisch gelöst werden, sonst bleiben sie Hungertreiber. Außerdem haben Menschen nur dort eine Existenzgrundlage, wo die Klimakrise nicht die Früchte der Landwirtschaft zerstört.

Auch wo die Ernährung nicht von den Folgen von Krieg und Klimawandel bedroht ist, müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, mit denen sich alle Menschen gesund ernähren können, ohne die Natur und das Klima zu zerstören. Denn nur, wenn Lebensmittel vom Acker bis zum Teller gerecht und nachhaltig produziert werden, kann Hungerbekämpfung erfolgreich sein.“

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





UN-Bericht: Pandemiejahr verschärft Hunger weltweit

SID Blog - 13. Juli 2021 - 21:08
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UN-Bericht: Pandemiejahr verschärft Hunger weltweit

Afrika verzeichnet größten Anstieg / Die Welt ist an einem kritischen Wendepunkt und muss jetzt handeln, um den Hunger bis 2030 zu beenden

Gemeinsamer Bericht von FAO, IFAD, UNICEF, WFP und WHO

© UNICEF/UN0343155/Pazos

Rom/New York/Köln, den 12. Juli 2021 // Wie die Vereinten Nationen heute mitteilten, hat sich der Hunger weltweit im Jahr 2020 dramatisch verschlimmert – ein Großteil davon hängt wahrscheinlich mit den Folgen von Covid-19 zusammen. Laut dem UN-Bericht war im vergangenen Jahr schätzungsweise ein Zehntel der Weltbevölkerung – bis zu 811 Millionen Menschen – unterernährt. Diese Zahl lässt ahnen, dass enorme Anstrengungen nötig sein werden, um den weltweiten Hunger bis 2030 zu beenden.

Die diesjährige Ausgabe des UN-Berichts „Die Situation der Nahrungsunsicherheit und Ernährung in der Welt" ist die erste globale Studie dieser Art in der Zeit der Pandemie. Der Bericht wird gemeinsam von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), dem UN-Welternährungsprogramm (WFP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht.

Die UN-Organisationen hatten bereits in vorherigen Berichten davor gewarnt, dass die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen – darunter viele Kinder – auf dem Spiel steht. „Leider legt die Pandemie immer wieder Schwachstellen in unseren Ernährungssystemen offen, die das Leben und die Lebensgrundlagen von Menschen auf der ganzen Welt bedrohen", schreiben die Leiter*innen der fünf UN-Organisationen in ihrem Vorwort.

Sie warnen vor einem „kritischen Wendepunkt", setzen jedoch Hoffnung auf verstärkte diplomatische Anstrengungen. „Dieses Jahr bietet mit dem bevorstehenden UN Food Systems Summit, dem Nutrition for Growth Summit und der UN-Klimakonferenz COP26 eine einmalige Gelegenheit, die Ernährungssicherheit und den Ernährungszustand durch die Umgestaltung der Ernährungssysteme zu verbessern. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen werden die zweite Hälfte der UN-Dekade für Ernährung prägen", so die Leiter*innen der fünf UN-Organisationen.

Die Zahlen im Detail

Seit Mitte der 2010er-Jahre ist die Zahl der an Hunger leidenden Menschen kontinuierlich angestiegen und hat die Hoffnung auf einen bleibenden Rückgang zunichtegemacht. Besonders besorgniserregend ist, dass die Zahl der an Hunger leidenden Menschen im vergangenen Jahr sowohl absolut als auch proportional angestiegen ist – und das schneller als die Bevölkerung zunahm: Schätzungsweise 9,9 Prozent aller Menschen waren im vergangenen Jahr unterernährt, verglichen mit 8,4 Prozent im Jahr 2019.

Mehr als die Hälfte der unterernährten Menschen (418 Millionen) leben in Asien, mehr als ein Drittel (282 Millionen) in Afrika und ein kleinerer Anteil (60 Millionen) in Lateinamerika und der Karibik. Prozentual gesehen verzeichnet Afrika den stärksten Anstieg von Hunger – mit schätzungsweise 21 Prozent ist der Anteil der unterernährten Menschen dort mehr als doppelt so hoch wie in jeder anderen Region.

Auch andere Indikatoren für 2020 zeichnen ein düsteres Bild: Insgesamt hatten mehr als 2,3 Milliarden Menschen (oder 30 Prozent der Weltbevölkerung) nicht das ganze Jahr über Zugang zu angemessener Nahrung. 2020 ist die Prävalenz von moderater oder schwerer Ernährungsunsicherheit so stark angestiegen wie in den vergangenen fünf Jahren zusammen. Zudem nahmen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu: Auf 10 Männer, die unter Nahrungsunsicherheit litten, kamen 11 Frauen (verglichen mit 10,6 im Jahr 2019). 

Mangelernährung in all ihren Formen bleibt weiterhin verbreitet – Kinder zahlen dafür einen hohen Preis: Im Jahr 2020 waren schätzungsweise 149 Millionen Kinder unter fünf Jahren wachstumsverzögert (engl. „stunted"), das heißt zu klein für ihr Alter; mehr als 45 Millionen waren ausgezehrt (engl. "wasted") und hatten ein zu geringes Gewicht für ihre Körpergröße. Weitere 39 Millionen Kinder waren übergewichtig.

Drei Milliarden Menschen konnten sich im Jahr 2020 nicht gesund ernähren, größtenteils, weil Nahrungsmittel zu teuer und damit nicht erschwinglich waren. Fast ein Drittel der Frauen im gebärfähigen Alter litt an Blutarmut. Trotz einiger Fortschritte ist die Welt nicht auf dem Weg, die nachhaltigen Entwicklungsziele zur Beendigung von Hunger zu erreichen.

Weitere Ursachen für Hunger und Mangelernährung

In vielen Teilen der Welt hat die Pandemie schwere Rezessionen ausgelöst und den Zugang zu Nahrung erschwert. Doch schon zuvor litten immer mehr Menschen an Hunger und die Fortschritte bei der Bekämpfung der Mangelernährung kamen nur langsam voran. Dies gilt umso mehr für Länder, die von Konflikten, Klimaextremen oder weiteren wirtschaftlichen Herausforderungen betroffen sind oder gegen große Ungleichheiten ankämpfen.

Laut dem UN-Bericht wird die internationale Gemeinschaft bei aktuellen Trends Ziel 2 der nachhaltigen Entwicklungsagenda um rund 660 Millionen Menschen verfehlen. 30 Millionen davon könnten auf die Auswirkungen der Pandemie zurückzuführen sein.

Aufruf zum Handeln

Wie bereits im UN-Bericht des Vorjahres dargelegt müssen Ernährungssysteme umgestaltet werden, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und allen Menschen eine gesunde Ernährung zu ermöglichen. Der diesjährige Bericht skizziert sechs „Transformationspfade". Diese, so die Autoren, beruhen auf einer „kohärenten Reihe von politischen Maßnahmen und Investitionen", um den Ursachen von Hunger und Mangelernährung entgegenzuwirken.

Abhängig von den Ursachen von Hunger in dem jeweiligen Land fordert der Bericht die Regierungen dazu auf:

  • Humanitäre, entwicklungspolitische und friedensfördernde Maßnahmen in Konfliktgebieten zu integrieren: Soziale Sicherungsprogramme etwa sollen verhindern, dass Familien ihren geringen Besitz für Nahrungsmittel verkaufen müssen;
  • Die Klimaresilienz im gesamten Nahrungssystem zu erhöhen: So sollte zum Beispiel Kleinbauern ein breiter Zugang zu Klima-Risikoversicherungen und prognosebasierter Finanzierung ermöglicht werden;
  • Die Widerstandsfähigkeit der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen in wirtschaftlichen Notlagen zu stärken: So können Bargeldhilfen die Auswirkungen von Schocks oder Preisschwankungen verringern;
  • Interventionen entlang der Versorgungsketten zu fördern, um die Kosten für nahrhafte Lebensmittel zu senken: Zum Beispiel sollen der Anbau von biofortifizierten Nutzpflanzen gefördert oder der Marktzugang für Obst- und Gemüsebauern erleichtert werden;
  • Armut und strukturelle Ungleichheiten zu bekämpfen: So sollten beispielsweise Lebensmittel-Wertschöpfungsketten in armen Gemeinden durch Technologietransfer und Zertifizierungsprogramme gefördert werden;
  • Das Ernährungsumfeld zu stärken und das Verbraucherverhalten zu ändern: So sollten Salz- oder Zuckergehalt in Lebensmitteln reduziert und Kinder vor negativen Auswirkungen des Lebensmittelmarketings geschützt werden.

Der Bericht fordert darüber hinaus ein unterstützendes Umfeld aus Steuerungsmechanismen und Institutionen, die diesen wichtigen Wandel ermöglichen. Er fordert von Regierungen, sich umfassend zu beraten, Frauen und junge Menschen zu stärken sowie Daten und neue Technologien zugänglich zu machen. Vor allem aber müsse die Welt sofort handeln – oder zusehen, wie die Ursachen von Hunger und Mangelernährung in den kommenden Jahren mit zunehmender Intensität zurückkehren, lange nachdem der Schock der Pandemie vorüber ist.

Service für Redaktionen:

Der vollständige Bericht auf Englisch steht hier zur Verfügung.


Welthungerhilfe zur Entscheidung des UN-Sicherheitsrats über Syrien-Hilfe

SID Blog - 13. Juli 2021 - 21:07

09.07.2021 | Statement

Die Entscheidung des UN-Sicherheitsrats über die Offenhaltung des letzten verbleibenden Grenzübergangs für UN-Hilfsgüter von der Türkei nach Syrien kommentiert Konstantin Witschel, Syrien-Koordinator der Welthungerhilfe:

„Wir sind erleichtert, dass der UN-Sicherheitsrat nach zähem Ringen entschieden hat, einen Grenzübergang von der Türkei nach Syrien für Hilfsgüter der Vereinten Nationen offen zu halten. Das eine wichtige Entscheidung, mit der eine humanitäre Katastrophe zunächst abgewendet wurde – zumindest bis die Resolution erneut ausläuft.

Rund 2,7 Millionen Binnenvertriebene sitzen im Nordwesten Syriens an der Grenze zur Türkei unter teilweise katastrophalen Bedingungen fest. Fehlende Einkommensmöglichkeiten und steigende Preise für Brot, Gemüse und Früchte verschärfen den Hunger unter den Bürgerkriegsopfern. Mehr als eine Million Menschen ist von der grenzüberschreitenden Nahrungsmittelhilfe der Vereinten Nationen abhängig, auch die Impf-Kampagne gegen COVID-19 in der Region stand auf dem Spiel. Es ist bedauerlich, dass der Sicherheitsrat sich nicht zur Wiederöffnung weiterer Grenzübergänge für humanitäre Hilfe durchringen konnte, denn im zehnten Jahr des Konflikts kann die humanitäre Hilfe kaum mit dem wachsenden Bedarf von immer mehr notleidenden Menschen in ganz Syrien Schritt halten.

Um künftig zu vermeiden, dass die Menschen in Nordwest-Syrien erneut in den Abgrund blicken müssen, sollten Nichtregierungsorganisationen finanziell gestärkt werden, die unabhängig von der Resolution arbeiten können, denn es ist klar, dass wir im kommenden Jahr erneut in der gleichen Situation sein werden“, sagt Konstantin Witschel, Syrien-Koordinator der Welthungerhilfe.

Die Welthungerhilfe hilft in Syrien sowie in den Nachbarländern Türkei und Libanon Menschen, die vor dem Krieg in Syrien geflohen sind. Im Jahr 2020 unterstützte die Welthungerhilfe in Syrien über 600.000 Menschen größtenteils durch Nahrungsmittelhilfe, z.B. Nahrungsmittelgutscheine, Mehllieferungen für Bäckereien und Saatgut, Dünger und Werkzeuge für die landwirtschaftliche Produktion.

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Herausgeber:

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