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Hamburg

Jugendkonferenz Take V

Europa-Union Hamburg - 1. Juli 2022 - 13:00

Bereits seit 2010 treffen sich junge Menschen, um mit Gleichaltrigen und mit Politiker*innen jugendrelevante Themen zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln. Wir erwarten ca. 100 junge Leute aus den fünf norddeutschen Bundesländern.

Dieses Jahr kann die Konferenz wieder stattfinden:

 

Jugendkonferenz Take V

01.07. - 03.07.2022

Jugendakademie Bad Segeberg

 

Anmeldung unter www.take-v.eu. Mehr Infos zu dem Projekt findet ihr hier.

Take V ist ein Netzwerk von Landesjugendringen und Jugendorganisationen (unter anderem dem Europa JUGEND Büro) sowie den Landesjugendbehörden aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

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Für eine Ernährungswende in öffentlich finanzierten Einrichtungen!

AgrarKoordination - 28. Mai 2022 - 11:00
Zum Anlass der bevorstehenden Koalitionsverhandlungen wenden wir und 18 weitere zivilgesellschaftliche Organisationen uns gemeinsam an die zukünftige Landesregierung und fordern, dass sie Maßnahmen für eine nachhaltige Ernährung in öffentlich finanzierten Einrichtungen wie zum Beispiel Kitas und Schulen ergreift. Unsere Kernforderungen an die Landesregierung: 1. Bestandsaufnahme zur Verpflegung in öffentlich finanzierten Einrichtungen 2. Gesetzliche Verankerung von Mindeststandards für eine nachhaltige Verpflegung • Mehr Tier-, Klima- und Gesundheitsschutz • Faire Lieferketten • Novellierung des Vergabegesetzes 3. Entwicklung einer Ernährungsstrategie für öffentlich finanzierte Einrichtungen • 100% Bio-Lebensmittel bis 2030  • Halbierung der Abfälle bis 2030 • Faire Preise und Bezuschussung des Essens an Kitas und Schulen 4. Förderprogramm „Bildung und Beratung für nachhaltige Verpflegung“ starten 5. Erfolgskontrolle einplanen PDF-Download Positionspapier Zu den Forderungen
Kategorien: Hamburg

Wir sind auf dem Heldenmarkt (Kopie 1)

AgrarKoordination - 28. Mai 2022 - 11:00
Wir machen globale Zusammenhänge sichtbar und informieren darüber, was mit unserer täglichen Ernährung verbunden ist. In einem Quiz könnt Ihr Euer Wissen über globale Ernährung, Landwirtschaft und Klima testen und an einer Verlosung teilnehmen. Wir freuen uns auf Euren Besuch und spannende Gespräche mit Euch! Samstag, 28. Mai 10:00 – 19:00 Uhr
Sonntag, 29. Mai 10:00 – 18:00 Uhr Tickets und Infos: https://heldenmarkt.de/hamburg/
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Dialogabende Globale Gesundheit

#hamburg mal fair - 18. Mai 2022 - 12:34
DIALOGREIHE zum Thema Globale Gesundheit

Mai bis September 2022 im Lernort KulturKapelle im Wilhelmsburger Inselpark

Bei globaler Gesundheit geht es um mehr als den Grat zwischen Gesundheit und Krankheit. Beispiele wie die Corona-Pandemie und die Klimakrise zeigen uns, dass es für Wohlbefinden, neben psychischer und körperlicher Gesundheit, auch gerechte, soziale Strukturen und eine gesunde Umwelt braucht.

Um Visionen zu entwickeln, wie wir globale Gesundheit neu denken können, brauchen wir Dialog. An vier Abenden möchten wir deswegen mit unseren Dialogabenden Raum schaffen um gemeinsam zu überlegen, welche Ungleichheiten es in Hinblick auf globale Gesundheit gibt, welche Rolle unser Verhältnis zur Natur spielt und wie eine solidarische globale Gesundheitsversorgung aussehen kann.

Programm

30.05.22 (19-21 Uhr): Ungleichheit – Gesundheit – Gerechtigkeit
„Das wirksamste Mittel gegen Krankheit und Tod wären ‚Impfungen‘ gegen Armut, Unterernährung, geringe Bildung und gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen.“ – Prof. Dr. Dr. Jens Holst
Gesundheit ist mehr als nur eine medizinische Versorgung und hat viel mit gesellschaftlichen Bedingungen und Ungleichheiten zu tun. Beim Umgang mit den (globalen) gesundheitlichen Herausforderungen stehen naturwissenschaftliche und medizinische Ansätze im Vordergrund, während die gesellschaftlichen Einflüsse auf die Gesundheit der Menschen trotz ihrer großen Bedeutung wenig Beachtung finden. Um zu verstehen und zu besprechen, wie Gesundheit und soziale Ungleichheiten miteinander verbunden sind, haben wir für diesen Dialogabend Prof. Dr. Dr. Jens Holst von der Hochschule Fulda und Tobias Filmar von der Poliklinik Hamburg eingeladen. Wir wollen von ihnen hören, wie Gesundheitspolitik global und lokal, hier in Hamburg, anders zu denken ist um Ungleichheiten angemessen zu berücksichtigen und zu verringern.

16.06.22 (19-21 Uhr): Mangos für die seelische Gesundheit – Kinderrechte mit Fairem Handel auf den Philippinen schützen
Bei den Philippinen denken viele an Traumstrände, tropische Vegetation oder Südfrüchte, wie den Mangos. Doch ein Großteil der Touristen kommt wegen Sex´. Oft sind die Sexarbeitenden minderjährig. Die Kinderschutzorganisation Preda ist Anlaufstelle und Therapiezentrum für sexuell missbrauchte sowie ehemals inhaftierte Kinder. Durch den fairen Handel mit Mangos durchbricht die Organisation den Armutskreislauf von Familien und finanziert ihre sozialen Programme. Im Gespräch mit dem Preda Freundeskreis e.V. gehen wir den Fragen nach, wie die Arbeit des philippinischen Teams aussieht, welche Erfolge und Misserfolge es gibt und wie auch aktuelle Ereignisse, wie Klimafolgen oder Corona die Arbeit der Organisation beeinflussen.

24.08.22 (19-21 Uhr): Gesundheit von Mensch und Planet – Die Planetare Diät
Eine unausgewogene Ernährung ist weltweit eine der Hauptursachen für Krankheiten und Todesfälle. Um eine gesundheitsfördernde und umweltgerechte Ernährung für eine wachsende Weltbevölkerung zu sichern, ist eine grundlegende Veränderung unserer Ernährungsweise und der globalen Lebensmittelerzeugung nötig. An diesem Abend beleuchten wir die Zusammenhänge zwischen klimafreundlicher Ernährung, verbesserter Gesundheit und nachhaltiger Landwirtschaft innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen der Erde. Dieser Abend wird in Kooperation mit der Agrar Koordination gestaltet.

09.09.22 (19-21 Uhr): Politische Heilungsprozesse in Guatemala
„Feminismo Comunitario“ ist ein feministisches Konzept indigener Frauen in Guatemala, das einen Ansatz für politische Heilungsprozesse vor dem Hintergrund der Verflochtenheit der Natur („territorio-tierra“) und des Frauenkörpers („territorio-cuerpo“) anbietet. In Körpern von Frauen, Kindern, dem Körper von Mutter Erde, Tieren und Pflanzen („territorio-cuerpo-tierra“) manifestiert sich die multiple Gewalt und Oppression des rassistischen, patriarchalen, neokolonialen kapitalistischen Systems. Gleichzeitig stellen die pluralen Körper auch den Ausgangspunkt für den Widerstand gegen diese Unterdrückungen dar und sind die Quelle für Emanzipation, „rebeldía“ („rebellisch sein“) und „sanación“ (Heilung). Der Abend gibt Einblicke in die Philosophie des Feminismo Comunitario, sowie die Aktivitäten der Frauenorganisation Asociación de mujeres indígenas Xinkas de Santa Maria Xalapán (AMISMAXAJ) zur Heilung und Verteidigung des „territorio-cuerpo-tierra“. Anschließend wird ein Raum des gemeinsamen Austausches und der Reflektion geöffnet, in dem direkte Fragen an die Aktivistinnen von AMISMAXAJ gestellt werden können, die uns während des gesamten Abends live aus Guatemala zugeschaltet sein werden. Weitere Informationen zu AMISMAXAJ unter: pbi Guatemala

Format: Dialog heißt für uns, die eigenen Ideen und Perspektiven mit anderen zu teilen und Raum zu haben um Neues zu lernen. Erlebe einen Abend im Lernort KulturKapelle in Wilhelmsburg in netter Atmosphäre und mit interessanten Impulsen von unterschiedlichen Expert*innen und mit Gesprächen mit anderen Teilnehmenden.

Zielgruppe: Die Dialogabende sollen auch für Menschen sein, die noch nicht so viel zum Thema wissen. Deswegen wird es neben Kleinvorträgen auch viel Raum geben, um ins Gespräch zu kommen und eigene Fragen zu erforschen.

Eintritt: 5 € ermäßigt, 8 € regulär, 10 € Soli-Preis

Anmeldung: buchen@lernort-kulturkapelle.de

Veranstalter: Lernort KulturKapelle, Globales Lernen Harburg und hamburg mal fair

 

Kategorien: Hamburg

Oxfam: G7 müssen Maßnahmen gegen Armut und Ungleichheit ergreifen

SID Blog - 18. Mai 2022 - 5:14
G7-Treffen der Minister*innen für Finanzen, Entwicklung und Gesundheit vom 18.-20. Mai

Oxfam fordert: G7 müssen Maßnahmen gegen Armut und Ungleichheit ergreifen

Berlin, 17.05.2022. Durch Corona, Klimakrise und Krieg drohen in diesem Jahr bis zu einer Viertelmilliarde Menschen in extreme Armut zu stürzen, die weltweite Ungleichheit droht massiv zu steigen. Die G7 und besonders die Bundesregierung als Gastgeberin müssen auf den anstehenden Treffen substanzielle Maßnahmen gegen diese Gefahr einleiten. Konkret geht es erstens um finanzielle Entlastungen durch Schuldenerlass und höhere Entwicklungsausgaben. Zweitens müssen die Patente für Impfstoffe und Medikamente gegen COVID-19 freigegeben werden, damit die Pandemie endlich beendet werden kann. Drittens müssen die G7 und insbesondere die Bundesregierung ihre Zusagen bei der Entschärfung der Klimakrise im Globalen Süden einhalten.

Tobias Hauschild, Leiter Soziale Gerechtigkeit bei Oxfam Deutschland, erklärt: „Pandemie und Klimakrise haben die ohnehin dramatische Ungleichheit weltweit noch verschärft. Hinzu kommt nun der Krieg in der Ukraine, der in manchen Ländern Grundnahrungsmittel fast unerschwinglich macht. Die G7-Staaten müssen ihre Zusagen einhalten und ausweiten, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit nicht vollends verspielen wollen."

Entlastung einkommensschwacher Länder

Um einkommensschwache Länder zu entlasten, ist ein Schuldenerlass unabdingbar. Die Länder mit den geringsten Einkommen weltweit müssen in diesem Jahr Schulden in Höhe von 43 Milliarden US-Dollar zurückzahlen, viele stehen kurz vor der Zahlungsunfähigkeit und sind sogar gezwungen, Lebensmittelimporte auszusetzen. Außerdem müssen die G7-Länder die internationale Zielvorgabe, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklung zu investieren endlich konsequent umsetzen. Beispielsweise drohen in Deutschland ab 2023 deutliche Kürzungen bei den Entwicklungsausgaben. Die G7-Staaten sollten sich deshalb für den Verzicht auf Schuldenrückzahlungen von Ländern mit einem kritischen Verschuldungsniveau aussprechen und zur Einhaltung der 0,7-Prozent-Vorgabe verpflichten.

Impfstoffgerechtigkeit

Während wohlhabende Länder gerade Booster-Impfungen gegen Omikron planen, sind auf dem afrikanischen Kontinent erst 17 Prozent der Bevölkerung grundimmunisiert. Um sicherzustellen, dass alle Menschen einen gerechten Zugang zu Covid-19-Technologien erhalten, sollten die G7-Staaten alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Produktion und Versorgung mit Impfstoffen und Therapeutika zu erleichtern und zu diversifizieren. Dafür müssen sie auch den von Südafrika und Indien 2020 bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingebrachten so genannten TRIPS-Waiver unterstützen, der von der Bundesregierung und wenigen anderen wohlhabenden Nationen blockiert wird, obwohl ihn über 100 Länder unterstützen. Der derzeit diskutierte Neuentwurf der EU würde kaum Verbesserung bringen, weil er Medikamente und Diagnostika ausschließt und in seiner bisherigen Fassung keine Rechtsicherheit brächte. Um zu gewährleisten, dass die lokale Produktion von Impfstoffen schnellstmöglich beginnen kann, müssen sich die Regierungen der G7-Länder zudem für einen sofortigen und umfassenden Technologietransfer einsetzen und den mRNA-Hub der WHO finanziell stärker unterstützen.

Bekämpfung der Klimakrise

2009 haben sich die Industrienationen als Hauptverursacher der Klimakrise auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen dazu verpflichtet, ihre Unterstützung für Klimaschutz in den einkommensschwachen Ländern bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Das Ziel ist nicht erreicht worden und es gibt bisher kaum Anzeichen, dass es in naher Zukunft erreicht werden könnte – auch die deutsche Unterstützung soll den Plänen des Bundesfinanzministers zufolge entgegen der deutschen Zusage vom G7-Gipfel 2021 in den kommenden Jahren nicht steigen. Zudem verweigern die wohlhabenden Länder bisher kategorisch Unterstützung bei der Bewältigung von Zerstörungen infolge des Klimawandels, auch aus Angst vor Entschädigungsforderungen. Die G7-Staaten diskutieren nun über ein „Global Climate Risk Shield" für die Ausweitung von Frühwarnsystemen und Klimarisikoversicherungen. Hierbei ist es entscheidend, dass diese die betroffenen Länder nicht zusätzlich belasten dürfen, etwa durch Prämienzahlungen für Unwetterversicherungen.

 

Mehr unter www.oxfam.de


       

Afrikanische Start-ups setzen Impulse für nachhaltige Entwicklung

SID Blog - 18. Mai 2022 - 5:13
BMZ weitet Förderung auf Ghana und Tansania aus

Berlin - Mit develoPPP Ventures bietet das Bundesentwicklungsministerium ein Förderinstrument speziell für Start-ups in Afrika an. Nach erfolgreichem Start in Kenia wird das Programm nun auf Ghana und Tansania ausgeweitet. Junge Unternehmen, die in diesen Ländern mit ihren Geschäftsmodellen einen besonders wirksamen Beitrag zur Entwicklung vor Ort leisten, können sich ab dem 15. Mai für eine lokale Investitionsförderung von bis zu 100.000 Euro bewerben.

Den städtischen Verkehr elektrifizieren, entlegene Gebiete mit Strom und Wasser versorgen, Bäuerinnen und Bauern digital mit potenziellen Abnehmern vernetzen – die Lösungen, an denen afrikanische Start-ups arbeiten, sind vielfältig. Gleichzeitig haben sie das Potenzial, wichtige, entwicklungsrelevante Probleme zu lösen und dabei hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.

Aus diesem Grund unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit dem Förderinstrument develoPPP Ventures junge Unternehmen in Afrika bei der Skalierung von Geschäftsmodellen, die einen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Beitrag vor Ort leisten. Nachdem das Programm im vergangenen Jahr erfolgreich in Kenia gestartet ist, bringt das BMZ es nun auch nach Ghana und Tansania.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze: „Start-ups können bei vielen Herausforderungen Teil der Lösung sein. Darum helfen wir jungen Unternehmen in Afrika Lösungen für nachhaltige Entwicklung groß zu machen. Wichtig ist uns dabei, auch und gerade Unternehmerinnen zu stärken. Darauf werden wir bei der Förderung achten."

Ab jetzt können sich Start-ups in Ghana, Tansania und Kenia um eine Investitionsförderung von bis zu 100.000 Euro bewerben. Der Ideenwettbewerb läuft bis zum Sommer (30. Juni). Voraussetzungen zur Teilnahme sind unter anderem, dass das Unternehmen ein für das Land innovatives Geschäftsmodell verfolgt und damit bereits erste Umsätze erwirtschaftet hat und dass es in einem der drei Länder registriert ist oder plant, sich vor der zu fördernden Wachstumsinvestition dort zu registrieren. Das eröffnet auch deutschen Start-ups mit entsprechenden Wachstumsplänen die Möglichkeit zur Teilnahme.

Weitere Informationen

www.develoPPP.de/ventures

Über develoPPP

develoPPP Ventures ist eine Komponente unter dem Förderprogramm develoPPP des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit develoPPP fördert das BMZ privatwirtschaftliche Vorhaben dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitisches Potenzial zusammentreffen. Unternehmen, die nachhaltig in einem Entwicklungs- oder Schwellenland investieren und ihre operative Tätigkeit vor Ort ausbauen wollen, können im Rahmen des Programms finanzielle und fachliche Unterstützung erhalten. Voraussetzung für eine Förderung sind ein langfristiges betriebswirtschaftliches Interesse im Land und ein nachhaltiger entwicklungspolitischer Nutzen für die Menschen vor Ort.

Mit den beiden Instrumenten develoPPP Classic und develoPPP Ventures bietet das Programm maßgeschneiderte Fördermöglichkeiten für bereits etablierte Unternehmen sowie aufstrebende Start-ups.

Umgesetzt wird develoPPP von zwei erfahrenen Partnern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit: DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH und Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.



Ostafrika: Oxfam und Save the Children veröffentlichen neuen Bericht und fordern sofortige Hilfe

SID Blog - 18. Mai 2022 - 5:12


Ostafrika: Oxfam und Save the Children untersuchen die Versäumnisse seit den letzten großen Dürren – und fordern sofortige Hilfe

Neue Studie „Dangerous Delay 2" veröffentlicht / Vorstellung bei virtueller PK

Berlin/London/Genf, 18. Mai 2022 – In den von extremer Dürre geplagten Ländern Äthiopien, Kenia und Somalia stirbt Schätzungen zufolge alle 48 Sekunden ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Dies geht aus dem Bericht „Dangerous Delay 2: The Cost of Inaction" hervor, den Oxfam und Save the Children heute veröffentlicht haben und der das wiederholte Versagen der Weltgemeinschaft bei der Abwendung dieser vermeidbaren Katastrophe am Horn von Afrika aufzeigt.

Rund ein Jahrzehnt nachdem in der großen Dürre von 2011 allein in Somalia fast 260.000 Menschen starben – die Hälfte von ihnen Kinder unter fünf Jahren – scheint es der internationalen Staatengemeinschaft erneut nicht zu gelingen, durch rasche und umfassende Hilfe Leben zu retten. Die Zahl der Menschen, die in Somalia, Kenia und Äthiopien unter extremem Hunger leiden, hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt: von zehn Millionen auf heute über 23 Millionen. Die bisher zugesagten Gelder reichen bei Weitem nicht. Andere Krisen wie der Krieg in der Ukraine verschärfen die Situation zusätzlich.

Der Bericht „Dangerous Delay 2: The Cost of Inaction" ist die Neuauflage einer bahnbrechenden Studie von Oxfam und Save the Children aus dem Jahr 2012 – nach dem beschämenden Versagen der internationalen Gemeinschaft angesichts der tödlichen Dürre in Somalia im Vorjahr. Der aktuelle Bericht entstand in Zusammenarbeit mit der Jameel Observatory in Nairobi, die sich mit der Vorhersage und Bewältigung klimabedingter Ernährungsunsicherheit befasst. Er untersucht die Veränderungen im System der humanitären Hilfe seit der Dürre 2011 und kommt zu dem Schluss, dass die betroffenen Länder und die internationale Staatengemeinschaft trotz mancher Fortschritte im Kampf gegen Dürren und Hunger immer noch zu zögerlich handeln.

„Die Menschen in Ostafrika hungern nicht, weil es der Welt an Nahrung oder Geld mangelt, sondern weil es an politischem Mut fehlt", sagt Gabriella Bucher, Geschäftsführerin von Oxfam International. „Obwohl es immer mehr Alarmsignale gab, haben führende Politiker zu spät und zu verhalten reagiert, so dass jetzt Millionen Menschen mit einer Katastrophe konfrontiert sind. Hunger ist die Folge politischen Versagens." Die schnellen und umfassenden Reaktionen auf Krisen wie den Krieg in der Ukraine oder COVID-19 zeigten, dass die Staatengemeinschaft erfolgreich Ressourcen mobilisieren könne, um Leid zu mindern – „aber nur, wenn sie den festen Willen dazu hat", betont Bucher.

„Die Uhr tickt, und jede Minute, die verstreicht, bringt hungernde Kinder dem Tod näher", sagt Kijala Shako, Regionale Sprecherin für das östliche und südliche Afrika bei Save the Children. „Die Zahlen sind erschreckend: 5,7 Millionen Kinder sind derzeit akut unterernährt, darunter sind mehr als 1,7 Millionen Mädchen und Jungen mit schwerer akuter Unterernährung. Die Vereinten Nationen warnen, dass mehr als 350.000 Kinder in Somalia sterben könnten, wenn wir jetzt nicht handeln. Wie können wir damit leben, wenn wir es wieder geschehen lassen?"

„Ich habe diese für Kinder lebensbedrohliche Situation mit eigenen Augen gesehen, und das tut weh", sagt Save the Children-Geschäftsführer Florian Westphal, der im März in Ostafrika war. „Ich habe die verendeten Rinder und Kamele am Straßenrand gesehen und mit Menschen gesprochen, die durch die Dürre alles verloren haben und nun auf der Suche nach Wasser und Weidegrund in provisorischen Zeltlagern hausen, wo sie nur das Nötigste erhalten – wenn überhaupt. Viele Kinder sind bereits völlig unterernährt. Wir können nicht zulassen, dass sich die Katastrophe von 2011 wiederholt. Wir stehen bereit."

Oxfam und Save the Children analysieren in ihrem Bericht die anhaltenden Versäumnisse von Geberländern, internationalen und nationalen Hilfsorganisationen und der betroffenen Staaten selbst. Ihr Fazit: Verkrustete Bürokratien und eigennützige politische Entscheidungen verhindern auch weiterhin eine schnelle globale Reaktion auf Hungerkrisen – trotz verbesserter Warnsysteme und intensiver Bemühungen lokaler Akteure.

Die Organisationen fordern:  

  • Um jetzt Leben zu retten, müssen die Staats- und Regierungschefs der G7 und des Westens sofort Gelder bereitstellen, um dem Nothilfe-Aufruf der Vereinten Nationen in Höhe von 4,4 Milliarden US-Dollar für die Länder am Horn von Afrika nachzukommen. Sie müssen außerdem sicherstellen, dass die Mittel flexibel genug sind, um dort eingesetzt zu werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
  • Die Geber müssen garantieren, dass mindestens 25 Prozent der Mittel an lokale Helfer*innen gehen, die im Mittelpunkt aller Maßnahmen stehen müssen.
  • Die Regierungen von Kenia, Äthiopien und Somalia müssen ihre sozialen Sicherungssysteme ausbauen. Sie sollten mindestens zehn Prozent ihres Haushalts für die Landwirtschaft bereitstellen, mit besonderem Fokus auf Kleinbauern und -bäuerinnen, wie dies in der Malabo-Erklärung der Afrikanischen Union für Investitionen in die Landwirtschaft 2014 vereinbart wurde.
  • Auf frühe Warnungen muss besser reagiert werden. Regierungen sollten schneller den nationalen Notstand ausrufen, Ressourcen zu Bedürftigen umleiten und in Maßnahmen investieren, die die Resilienz der Menschen gegen klimabedingte Krisen stärkt.
  • Als Treiber des Klimawandels müssen die Industrienationen Ostafrika für seine klimabedingten Verluste entschädigen. Sie müssen Kenia, Äthiopien und Somalia darüber hinaus ihre Schulden der Jahre 2021-2022 erlassen, damit Mittel frei werden, um die Bevölkerung bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, zum Beispiel durch die Stärkung der Sozialsysteme.

 

Hinweise

  • Den Link zum neuen Bericht „Dangerous Delay 2: The Cost of Inaction" werden wir Ihnen zeitnah zusenden. Eine Zusammenfassung finden Sie hier (bitte beachten Sie die Sperrfrist).
  • Der Vorgänger-Bericht „A Dangerous Delay: The cost of late response to early warnings in the 2011 drought in the Horn of Africa" (2012) ist hier zu finden.

UNICEF: Immer mehr schwer mangelernährte Kinder brauchen Hilfe

SID Blog - 18. Mai 2022 - 5:09
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„Eine Frage von Leben und Tod" 

UNICEF: Immer mehr schwer mangelernährte Kinder brauchen Hilfe. Doch die Kosten für lebensrettende Erdnusspaste steigen um 16 Prozent.

© UNICEF/UN0602381/Ralaivita

Köln/ New York, den 17. Mai 2022 // Die Zahl der Kinder mit schwerer akuter Mangelernährung stieg bereits vor dem Krieg in der Ukraine. Jetzt droht die Welt noch tiefer in eine Ernährungskrise zu fallen, warnt UNICEF. 

Der aktuelle UNICEF-Bericht "Schwere akute Mangelernährung: Eine tödliche Gefahr für Kinder" ("Severe wasting: An overlooked child survival emergency") warnt, dass sowohl die Zahl der betroffenen Kinder als auch die Kosten für therapeutische Zusatznahrung, die für ihre Behandlung benötigt werden, steigen. In dieser Situation gefährden auch noch Mittelkürzungen von Regierungen lebenswichtige Hilfe für die bedrohten Kinder.

"Bereits vor dem Krieg in der Ukraine hatten viele Familien aufgrund von Konflikten, Klimaschocks und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie Schwierigkeiten, ihre Kinder zu ernähren", erklärte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell. Sie hatte sich zuletzt ein Bild von der dramatischen Lage am Horn von Afrika gemacht. "Die Welt wird mit Blick auf den Kampf gegen die Kindersterblichkeit und das Leid schwer mangelernährter Kinder immer mehr zu einem unkontrollierbaren Risiko." 

Bereits heute erhalten mindestens 10 Millionen Kinder weltweit – zwei von drei betroffenen Mädchen und Jungen – nicht die lebensrettende Behandlung mit therapeutischer Zusatznahrung, die sie für ihr Überleben benötigen. UNICEF warnt, dass das Zusammenwirken mehrerer Schocks die weltweite Ernährungssicherheit von Familien und Kindern bedroht. Dazu gehören die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die schwierige wirtschaftliche Erholung nach der Covid-19-Pandemie sowie anhaltende klimabedingte Dürreperioden in manchen Ländern. 

Die Kosten für lebensrettende therapeutische Zusatznahrung werden laut Prognosen in den kommenden sechs Monaten um bis zu 16 Prozent steigen, da die Preise wichtiger Zutaten in die Höhe schießen. Hierdurch könnte weiteren 600.000 Kindern pro Jahr der Zugang zu lebensrettender Behandlung verwehrt bleiben. Auch die Transport- und Lieferkosten werden voraussichtlich hoch bleiben.

"Für Millionen von Kindern pro Jahr bedeutet die lebensrettende Erdnusspaste einen Unterschied zwischen Leben und Tod. Eine sechzehnprozentige Preiserhöhung mag im Kontext der globalen Lebensmittelmärkte überschaubar klingen. Doch am Ende der Lieferkette steht die Verzweiflung eines mangelernährten Kindes ", sagte Catherine Russell.

Wenn ein Kind im Verhältnis zu seiner Größe zu dünn ist und ein geschwächtes Immunsystem hat, spricht man von schwerer akuter Mangelernährung. Dies ist die unmittelbarste, sichtbarste und lebensbedrohlichste Form der Mangelernährung. Weltweit sind rund 13,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren davon betroffen. Einer von fünf Todesfällen von Kindern in dieser Altersgruppe kann darauf zurückgeführt werden. 

Die Gesamtzahl der betroffenen Kinder ist nach wie vor am höchsten in Südasien. Rund eines von 22 Kindern ist dort betroffen, doppelt so viele Mädchen und Jungen wie in Afrika südlich der Sahara. Doch auch in anderen Regionen sind die Fallzahlen mancherorts so hoch wie noch nie. In Afghanistan beispielsweise werden in diesem Jahr voraussichtlich 1,1 Millionen Kinder an schwerer akuter Mangelernährung leiden, fast doppelt so viele wie im Jahr 2018. Die Dürre am Horn von Afrika bedeutet, dass die Zahl der betroffenen Kinder in der Region von 1,7 Millionen auf zwei Millionen ansteigen könnte. In der Sahelregion droht ein Anstieg um 26 Prozent im Vergleich zu 2018. 

Laut dem Bericht haben die Fallzahlen selbst in relativ stabilen Ländern wie Uganda seit 2016 um rund 40 Prozent oder mehr zugenommen. Zu den Ursachen gehören wachsende Armut sowie die unsichere Ernährungssituation vieler Familien, die dazu führt, dass sich die Qualität und die Menge der Nahrung für Kinder und Schwangere verschlechtert hat. Auch klimabedingte Schocks wie schwere Dürren und fehlender Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen tragen hierzu bei.

Der Bericht hebt hervor, dass die Ausgaben zur Prävention und Bekämpfung von schwerer Mangelernährung sehr niedrig sind und in den kommenden Jahren weiter gekürzt werden könnten. Im pessimistischsten Szenario werden sie bis 2028 nicht wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen. Die Ausgaben für solche Programme im Rahmen der weltweiten Entwicklungshilfe machen lediglich 2,8 Prozent der Gesamtausgaben für den Gesundheitssektor und 0,2 Prozent der gesamten Ausgaben für die internationale Zusammenarbeit aus. 

UNICEF ruft deshalb dazu auf:

  • Die Regierungen sollten die weltweite öffentliche Entwicklungshilfe im Kampf gegen schwere Mangelernährung um mindestens 59 Prozent im Vergleich zu 2019 erhöhen, um jedes Kind in 23 Risikoländern zu erreichen.
  • Länder sollten die Behandlung schwerer Mangelernährung in ihre Finanzierungspläne für Gesundheits- und langfristige Entwicklungsprogramme aufnehmen, um alle betroffenen Kinder zu erreichen, nicht nur diejenigen in humanitären Krisensituationen. 
  • Die von Geberländern zur Bewältigung der aktuellen Hungerkrise bereitgestellten Mittel sollten spezifische finanzielle Zusagen für therapeutische Spezialnahrung und andere Maßnahmen enthalten, um schwer akut mangelernährter Kinder zu retten. 
  • Geber und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen der flexiblen und langfristigen Finanzierung von Programmen zur Bekämpfung schwerer Mangelernährung mehr Priorität einräumen.

Service für die Redaktionen

Therapeutische Zusatznahrung, auch „Erdnusspaste" genannt, besteht vor allem aus Erdnüssen, Öl, Zucker und Milchpulver und wird in einzelnen Päckchen verpackt. Sie ist lange haltbar, auch ungekühlt. UNICEF ist weltweit der Hauptlieferant der Erdnusspaste. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen beschafft und liefert schätzungsweise 75-80 Prozent des weltweiten Angebots von mehr als 20 Herstellern aus aller Welt. 

» Der englischsprachige Bericht steht nach Veröffentlichung hier zur Verfügung

» Eine deutsche Zusammenfassung wird hier veröffentlicht. 



Healthy Planet, Healthy Children: Success Factors for a Future without Toxics

World Future Council - 17. Mai 2022 - 12:30

With this event in the lead-up to Stockholm+50, we want to bring together people that wish to discuss how and where at policy level we need advance and that interact with policy- and decisionmakers in order to realize a tomorrow without toxics.

The post Healthy Planet, Healthy Children: Success Factors for a Future without Toxics appeared first on World Future Council.

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Das Junge Europa-Forum 2022

Europa-Union Hamburg - 17. Mai 2022 - 11:16

2022 ist das „Europäische Jahr der Jugend“. In diesem Jahr soll insbesondere die Jugend in Europa die Chance bekommen, ihre Interessen auf europäischer Ebene einzubringen. Aber was genau sind die Wünsche und Forderungen junger Menschen an die Europäische Union? Beim Jungen Europa-Forum 2022 habt ihr Gelegenheit, euch in Workshops mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, erfahrt, wie eure Ideen in Entscheidungsfindungsprozesse eingebracht werden können und tauscht euch mit europapolitisch aktiven Personen aus.

Wenn du dazu mitreden möchtest, ist unser Online-Thementag genau das richtige für dich:

 

Das Junge Europa-Forum 2022

im Europäischen Jahr der Jugend

Dienstag, 17. Mai 2022 | 08.30 -13.30 Uhr

Online über Zoom

 

Gemeinsam mit anderen Hamburger Schülerinnen und Schülern erarbeitet ihr in einem Workshop zu einem Thema deiner Wahl eure Zukunftsvision für Europa.

 

Klimaschutz – erste Priorität?

Migration – Europa für alle?

Die EU als Friedensprojekt – und nun?

Jugend von heute – eure Zukunft in Europa?

Mobilität – Europa erleben?

 

Zur Anmeldung geht es hier.

 

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Veranstaltungsrückblick: Europas Rolle in der Welt

VEN Niedersachsen - 17. Mai 2022 - 9:14

Am 12. Mai haben sich Bernd Lange (Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzender des Handelsausschusses im EP), Katrin Beckedorf (Geschäftsführerin des VEN) und Dr. Stephan Klingebiel (Leiter inter- und transnationale Kooperation, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik) im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Frage nach internationalen Kooperationen vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine gestellt.

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Hamburger Klimawoche-Werkstatt

Klimawoche - 13. Mai 2022 - 15:10

Der Klimawandel ist bei uns angekommen. Um dem entgegenzuwirken, wird aus der bisherigen Hamburger Klimawoche der bislang größte zivilgesellschaftliche co-kreative Prozess in einer europäischen Metropole, so dass unzählige Nachhaltigkeitsinitiativen und Ideen in der Metropolregion Erfolgsgeschichten als Hamburger Klimawoche-Werkstatt schreiben werden.

Der Beitrag Hamburger Klimawoche-Werkstatt erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

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Halbfinale Green Events: Ergebnispräsentation der Pilotphase am 18. Mai 2022 im Resonanzraum

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 13. Mai 2022 - 9:00

Am Mittwoch, den 18. Mai ab 15 Uhr werden im Resonanzraum an der Feldstraße die Ergebnisse und Learnings der letzten Jahre im Zuge des Projekts „Zukunft veranstalten – 101 Maßnahmen für nachhaltige Veranstaltungen“ vorgestellt. Seit 2019 entwickelt Green Events Hamburg im Projekt „Zukunft veranstalten – 101 Maßnahmen für nachhaltige Veranstaltungen“ gemeinsam mit der Hamburger Umweltbehörde …

Halbfinale Green Events: Ergebnispräsentation der Pilotphase am 18. Mai 2022 im Resonanzraum Weiterlesen »

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NGOs rufen zur Großdemonstration zum G7-Gipfel in München auf

SID Blog - 12. Mai 2022 - 22:21
Großdemonstration zum G7-Gipfel in München – Klimakrise, Artensterben, Ungleichheit: Gerecht geht anders!

München, 10. Mai 2022. Mehr als 15 zivilgesellschaftliche Organisationen rufen für den 25. Juni 2022 unmittelbar vor Beginn des G7-Gipfels zu einer Großdemonstration in München auf. Das breite Bündnis fordert die Staats- und Regierungschef:innen der G7-Staaten auf, Konsequenzen aus dem russischen Krieg gegen die Ukraine zu ziehen und die Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle zu beenden. Die G7-Mitglieder müssen endlich entschlossen gegen die Klimakrise und das Artensterben handeln und Hunger, Armut und Ungleichheit bekämpfen. Das Bündnis erwartet viele tausend Demonstrierende aus dem gesamten Bundesgebiet und anderen Teilen Europas.

Die G7-Staaten tragen mit ihrem Handeln und Wirtschaften Verantwortung dafür, dass sich die Klimakatastrophe und ein gigantisches Artensterben dramatisch zuspitzen. Wir leben im letzten Jahrzehnt, in dem wir die schlimmsten Folgen dieser Katastrophen noch abwenden können. Deswegen müssen die G7-Staaten jetzt das Ruder rumreißen. Sie müssen jetzt aus den fossilen Energien Kohle, Öl und Gas aussteigen und die Zerstörung von Natur und Artenvielfalt beenden. Damit leisten sie gleichzeitig einen entscheidenden Schritt für den Frieden.

Die G7-Staaten müssen ihren Ressourcenhunger drastisch zügeln. Statt der Abhängigkeit von fossilen Importen braucht es einen möglichst dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zum Erhalt und der Wiederherstellung der Natur, sind die G7-Staaten in der Pflicht, sich für ein verbindliches Weltnaturabkommen einzusetzen. Die Belastungsgrenzen unseres Planeten sind weit überschritten und damit steigt die soziale Ungleichheit weltweit.

Armuts- und Hungerbekämpfung standen bei G7-Gipfeln häufig auf der Tagesordnung. Die Bilanz jedoch ist ernüchternd: Weltweit hungern 811 Millionen Menschen. Mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine steigen die Lebensmittelpreise weltweit an, worunter die Ärmsten am stärksten leiden und der Hunger in der Welt weiter zunimmt. Gleichzeitig landen noch immer Nahrungsmittel im Tank und werden als Futter eingesetzt, statt Menschen zu ernähren. Bäuer:innen weltweit brauchen faire Preise und einen gerechten Zugang zu Land und Saatgut, um mit gesunden und klimaschonenden Lebensmitteln Menschen satt zu machen. Hier müssen die Staats- und Regierungschef:innen umsteuern.

Die Corona-Pandemie hat erneut deutlich gemacht, wie ungleich globale Krisen Menschen treffen: Während mehr als 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut stürzten, verdoppelte sich das Vermögen der zehn reichsten Milliardär:innen. Die Staats- und Regierungschef:innen der G7-Staaten müssen Hunger, Armut und Ungleichheit entschieden bekämpfen und einen fairen Ausgleich für die Bevölkerung im Globalen Süden umsetzen.

Viele tausend Menschen aus Deutschland und Europa werden am Samstag, den 25. Juni, in München auf die Straße gehen und für eine klimafreundliche und gerechte Politik der G7-Staaten eintreten. Die Großdemonstration reiht sich ein in die vielfältigen Proteste rund um den G7-Gipfel im Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen. Dort empfängt die Bundesregierung vom 26. bis 28. Juni Staats- und Regierungschef:innen großer Industriestaaten zum G7-Gipfel.

Trägerkreis
Aktion gegen den Hunger, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Attac, Brot für die Welt, Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Bund Naturschutz in Bayern (BN), Campact, Greenpeace, IG Nachbau, MISEREOR, Naturschutzbund Deutschland (NABU), NaturFreunde Deutschlands, Oxfam Deutschland, Welthungerhilfe und WWF Deutschland.

www.g7-demo.de  

Konstituierung der Europa-Union Parlamentariergruppe im 20. Deutschen Bundestag

Europa-Union Hamburg - 12. Mai 2022 - 16:54

Die neue Realität eines Krieges in Europa gab der Neukonstituierung der interfraktionellen Gruppe ein besonderes Gewicht. Die anwesenden Abgeordneten waren sich einig, dass das politische und gesellschaftliche Engagement für Europa vor dem Hintergrund der neuen weltpolitischen Lage noch entscheidender sei.

Yannick Bury sieht in der aktuellen Situation auch eine „Chance für Europa“, die es zu ergreifen gelte. Dafür müsse über Parteigrenzen hinweg intensiv an europapolitischen Positionen gearbeitet werden. Auch auf die neue Initiative des französischen Präsidenten müsse eine gemeinsame Antwort gefunden werden.

„Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine ist ein Game Changer, nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa. Umso wichtiger ist es, dass es unter den grundgesetztreuen Parteien über Fraktionsgrenzen hinweg eine klare Orientierung für ein handlungsfähiges Europa gibt“, betonte EUD-Generalsekretär Christian Moos mit Blick auf die Neukonstituierung.

„Die interfraktionelle Parlamentariergruppe unserer überparteilichen Vereinigung ist ein lebendiger Beweis für den Europakompass aller verantwortungsbewussten politischen Kräfte in unserem Land. Das hat sie in den vergangenen Legislaturperioden eindrücklich bewiesen“, so Moos. Er dankte den Mitgliedern des letzten Vorstands und insbesondere dem ehemaligen Vorsitzenden Manuel Sarrazin (Bündnis 90/Die Grünen), der der Gruppe seit 2010 vorstand.

Die JEF-Bundesvorsitzende Clara Föller richtete die Erwartung an die Abgeordneten, dass sie sich für die Einberufung eines europäischen Konvents einsetzten. Der von der Zukunftskonferenz in Gang gesetzte Prozess müsse weitergehen. Dabei müssten die nationalen Regierungen und Parlamente mitziehen. Als Bundesvorsitzende der Jungen Europäischen Föderalisten sei es ihr – insbesondere im europäischen Jahr der Jugend – wichtig, das junge Menschen nicht nur eingeladen, sondern eingebunden würden. Sie freue sich daher auf die Fortführung der Parlamentarischen Europaforen, die die JEF Deutschland seit über 15 Jahre mit der Europa-Union Parlamentariergruppe veranstaltet.

Neben der Kooperation mit der JEF solle auch die die Zusammenarbeit mit der Südosteuropa-Gesellschaft in der aktuellen Legislaturperiode weitergeführt werden, kündigte Christian Moos an. Bereits am 18. Mai 2022 veranstalte die SOE-Gesellschaft in Kooperation mit der Europa-Union Deutschland eine Panel-Diskussion im Bundestag. Das Thema des Abends lautet „Russland als destabilisierender Faktor in Südosteuropa – Die Beispiele Moldau, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina“.

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Eurovision Pub Quiz

Europa-Union Hamburg - 11. Mai 2022 - 18:00

The Joint Baltic Sea Network consisting of the europe directs of Gdansk, Halmstad, Hamburg, Kiel, Mecklenburg-Vorpommern, Odense, Südschleswig, warmly invites you to

 

Eurovision Pub Quiz

Wednesday, May, 11th, 6:00 p.m.

Online

 

Grab yourself a beer or another drink of your choice and enjoy the experience of competing in a funny game on the verge of this year's Eurovision song contest in - where? Right, in Turin, Italy.

 

Get registered here and stay tuned!

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Fortbildung: Es ist Zeit zu handeln! Eine soziodramatische Lernreise zum Thema Klimakrise

Event in #Hamburg - 10. Mai 2022 - 12:41
Termin:  Freitag, 17.06.2022 bis Sonntag, 19.06.2022 Sprache Deutsch

Info/Anmeldung: Bildungsstelle Nord, Brot für die Welt, Tel. 030 652-110, www.brot-fuer-die-welt.de/termin/es-ist-zeit-zu-handeln-eine-soziodramatische-lernreise-zum-thema-klimakrise-419/?no_cache=1

Missionsakademie Hamburg Rupertistraße 67 22607 Hamburg HH Deutschland Preview Text: 

Info/Anmeldung: Bildungsstelle Nord, Brot für die Welt, Tel. 030 652-110, www.brot-fuer-die-welt.de/termin/es-ist-zeit-zu-handeln-eine-soziodramatische-lernreise-zum-thema-klimakrise-419/?no_cache=1

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Welcome to our Anniversary Newsletter!

World Future Council - 10. Mai 2022 - 11:09

Since its founding congress, the World Future Council has made it its mission to identify and spread solutions to global challenges. We are committed to pass on a healthy planet with just and peaceful societies. Because why live with problems that we can solve?

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Press release: Today is the World Future Council’s anniversary

World Future Council - 10. Mai 2022 - 10:53

Hamburg, May 10, 2022 - The World Future Council is committed to a healthy planet with just and peaceful societies now and in the future. To this end, the foundation identifies, develops, highlights and disseminates future-oriented solutions to current challenges that humanity is facing. On May 10, 2022, the Hamburg Foundation turns 15. Since 2009, more than 60 exemplary policies from over 40 countries on 11 urgent challenges in the field of nature and environmental protection, human rights and peace have been recognised and popularised in other countries and regions.

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Petition zum Europatag für die Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips in der EU und die Einberufung eines Europäischen Konvents

Europa-Union Hamburg - 9. Mai 2022 - 17:34

In dem offenen Brief werden Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron, Roberta Metsola und Charles Michel auch dazu aufgerufen, sich für die umgehende Einberufung eines Europäischen Konvents einzusetzen, um die europäischen Verträge an die gestiegenen Herausforderungen der 2020er-Jahre anzupassen. „Nutzen Sie die Chance, die Ergebnisse der Konferenz zur Zukunft Europas in einen europäischen Reformimpuls zu wandeln! Werden Sie Ihrer Aufgabe gerecht, die Wünsche und Vorschläge der europäischen Bürgerinnen und Bürger in konkretes Handeln umzusetzen“, so die Unterzeichnenden.

Das Veto habe sich als Blockadeprivileg nationaler Regierungen entpuppt. Es schwäche die Handlungsfähigkeit der EU, verzwerge den europäischen Einfluss in der Welt und lähme die Entscheidungsfindung innerhalb der EU. Wie die Bürgerbeteiligung in den verschiedenen Phasen der Zukunftskonferenz gleich mehrfach aufgezeigt habe, hätten die Bürgerinnen und Bürger Europas dies erkannt. Sie wünschten sich eine starke, handlungsfähige und demokratische EU.

Folgerichtig habe das Plenum der Konferenz gleich zweimal die Abschaffung des Vetos gefordert (Vorschläge 21 und 39), wobei die einzigen Ausnahmen die EU-Erweiterung und Änderungen der Grundwerte der EU seien. Abgesehen von diesen spezifischen Punkten sage die Konferenz klar: Weg mit dem Veto!

Die Reformblockade der letzten Jahre müsse nun überwunden werden. Dies könne mit einem Europäischen Konvent unter starker Einbindung der europäischen Zivilgesellschaft gelingen.

Unterzeichnet wurde der offene Brief neben EUD-Präsident Rainer Wieland und JEF-Bundesvorsitzenden Clara Föller, von Stephanie Hartung, Stellvertretende Vorsitzende von Pulse of Europe, und Omri Preiss, Geschäftsführer von Alliance4Europe.
Die Europa-Union ruft ihre Mitglieder und alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den offenen Brief als Petition mitzuzeichnen.

Den offenen Brief können Sie hier abrufen.

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