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Hamburg

NEU! „Mensch, Sei Mensch!“ – Menschenrechte im Stadtraum

Globales Lernen in Hamburg - 19. April 2021 - 11:34

Projekttage für alltagsbezogene Menschenrechtsbildung im Stadtraum

In öffentlichen und schulischen Diskursen stehen häufig die Implementierung von Menschenrechten und ihre Verletzungen außerhalb Europas im Fokus. Deutschland selbst wird oft nicht als relevanter Ort der Verteidigung oder Implementierung von Menschenrechten gesehen. Das führt dazu, dass besonders Schülerinnen und Schüler Menschenrechte nicht als wichtigen Teil ihrer einzufordernden Rechte verstehen, bzw. ihre eigenen Rechte als schon implementiert, garantiert und bewahrt wahrnehmen. Diese Wahrnehmung wirkt sich auch auf ihre Handlungsweisen aus: Ohne sich den eigenen Rechten bewusst zu sein, kann auch nicht für diese eingestanden werden.

Durch den Projekttag „Mensch, sei Mensch!“ soll dieses Narrativ aufgebrochen werden. Indem die praktische Bedeutung der Menschenrechte und speziell der Kinderrechte im Umfeld der Teilnehmenden in den Vordergrund gestellt werden, kann Inklusion im menschenrechtlichen Sinne thematisiert und bearbeitet werden. Mit den Teilnehmenden sollen nicht nur ihre Rechte und damit einhergehende Werte ausgearbeitet werden – diese sollen auch in ihrem Alltag und damit auch in ihrem Kiez, ihrer Umgebung, ihrem Umfeld wiedergefunden und sichtbar gemacht werden.

Auf welche Menschenrechte treffen wir unmittelbar in unserem Alltag und somit auch StadtRaum? Ob nun das Recht auf Sauberkeit, das Recht auf Wohnen, das Recht auf Wasser, das Recht auf Ernährung oder das Recht auf soziale Sicherheit – alle Rechte können sichtbar gemacht werden. Werden diese Rechte in Berlin wirklich umgesetzt?

Diesen Fragen gehen Teilnehmende auf die Spur. Die erkundeten und von den Teilnehmer*innen beschriebene Orte werden in dieser digitalen Verortungskarte festgehalten und so auch für andere Menschen sichtbar gemacht.

Kategorien: Hamburg

Europas Zukunft entscheidet sich in Europas Handlungsfähigkeit – Einwurf von Generalsekretär Christian Moos

Europa-Union Hamburg - 19. April 2021 - 11:06
Die Konferenz über die Zukunft Europas wird am 9. Mai eröffnet, so feierlich, wie das angesichts einer aufsteigenden dritten Pandemiewelle möglich ist. Bereits heute geht die Internetseite der Konferenz online, über die jedefrau und jedermann sich an der Zukunftsdebatte beteiligen kann. Ganz gewiss wird die überparteiliche Europa-Union Deutschland sich beteiligen.
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Klimawandel sorgt für chaotischen Monsun in Indien

SID Blog - 16. April 2021 - 22:57
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Neue Studie zeigt, dass Sommermonsun-Regenfälle in Indien stärker und unberechenbarer werden
  • Für jedes Grad Celsius Erwärmung werden die Monsunregenfälle wahrscheinlich um etwa 5% zunehmen
  • Seit 1980 ist die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung der entscheidende Treiber für stärkere und unbeständigere Monsunperioden

14.04.2021

Klimawandel sorgt für chaotischen Monsun in Indien 

Wenn die globale Erwärmung ungebremst weitergeht, werden die Sommermonsun-Regenfälle in Indien stärker und unberechenbarer. Das ist das zentrale Ergebnis einer Analyse eines deutschen Forscherteams, das mehr als 30 aktuelle Klimamodelle aus aller Welt verglichen hat. Die Studie sagt für die Zukunft mehr extrem nasse Jahre voraus – mit potenziell schwerwiegenden Folgen für das Wohlergehen, die Wirtschaft und das Nahrungsmittelsystem von mehr als einer Milliarde Menschen.

„Wir haben robuste Beweise für eine exponentielle Abhängigkeit gefunden: Für jedes Grad Celsius Erwärmung werden die Monsunregenfälle wahrscheinlich um etwa 5% zunehmen", sagt Erstautorin Anja Katzenberger vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). „Damit konnten wir frühere Studien bestätigen und zusätzlich zeigen, dass die globale Erwärmung die Monsun-Regenfälle in Indien noch stärker erhöht als bisher angenommen. Sie dominiert die Monsun-Dynamik im 21. Jahrhundert."

Zu viel Niederschlag schadet Reispflanzen

Mehr Niederschlag ist nur bedingt gut für die Landwirtschaft in Indien und die Nachbarländer. Wie Co-Autorin Julia Pongratz von der LMU erklärt: „Nutzpflanzen brauchen vor allem in der ersten Wachstumsperiode Wasser, aber zu viel Regen in den anderen Wachstumsstadien kann den Pflanzen schaden – auch dem Reis, von dem sich ein Großteil der indischen Bevölkerung ernährt. Das macht die indische Wirtschaft und das Nahrungsmittelsystem sehr empfindlich gegenüber schwankenden Monsunmustern."

Ein Blick in die Vergangenheit unterstreicht, dass menschliches Verhalten hinter der Intensivierung der Regenfälle steckt. Seit den 1950er Jahren haben menschengemachte Einflüsse begonnen, die langsamen natürlichen Veränderungen, die über viele Jahrtausende hinweg stattfanden, zu überholen. Zunächst führten hohe, das Sonnenlicht blockierende Aerosol-Belastungen zu einer gedämpften Erwärmung und damit zu einem Rückgang der Niederschläge, doch seit 1980 ist die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung der entscheidende Treiber für stärkere und unbeständigere Monsunperioden.

Eine Bedrohung für das Wohlergehen des indischen Subkontinents

 „Wir sehen mehr und mehr, dass es beim Klimawandel um unvorhersehbare Wetterextreme und deren schwerwiegende Folgen geht", kommentiert Gruppenleiter und Co-Autor Anders Levermann vom PIK und der Columbia University, New York/USA, die Ergebnisse der in der Zeitschrift Earth System Dynamics veröffentlichten Studie. „Denn was wirklich auf dem Spiel steht, ist das sozioökonomische Wohlergehen des indischen Subkontinents. Eine chaotischere Monsunzeit stellt eine Bedrohung für die Landwirtschaft und Wirtschaft in der Region dar und sollte ein Weckruf für die Politik sein, die Treibhausgasemissionen weltweit drastisch zu reduzieren."

Artikel: Anja Katzenberger, Jacob Schewe, Julia Pongratz, Anders Levermann: Robust increase of Indian monsoon rainfall and its variability under future warming in CMIP-6 models. Earth System Dynamics. DOI: 10.5194/esd-2020-80.

Weblink zum Artikel: https://esd.copernicus.org/articles/12/367/2021/

Online Dialogreihe "Ernährung & Demokratie"

AgrarKoordination - 16. April 2021 - 22:56
FREITAG, 18. JUNI 2021 VON 11:00-17:00 UHR Städtische Ernährungssysteme demokratisch gestalten – Ein Austausch zwischen Lokalpolitik, Wissenschaft und Bürger*innen. Mit Vorträgen und anschließenden...
Kategorien: Hamburg

Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen

SID Blog - 16. April 2021 - 22:56
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Die geeignete Fläche für hochwertige Kaffeesorten in Äthiopien könnte signifikant schrumpfen, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht.
  • Gleichzeitig könnte die Fläche zunehmen, die für durchschnittlich schmeckenden Kaffee geeignet ist.
  • Im schlimmsten Fall könnten einzelne hochwertige Kaffeesorten bis zum Ende des 21. Jahrhunderts bis zu 40 % ihrer Anbaufläche in Äthiopien verlieren.

14.04.2021

Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen 

Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie eines internationalen Forschungsteams, das die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrikas größtes Anbaugebiet für Kaffee untersucht hat. Ihre Ergebnisse sind sowohl für die Millionen von Kleinbauern des Landes, die mit Spezialitätenkaffee mehr verdienen als mit normalem Kaffee, als auch für Baristas und Kaffeegenießer auf der ganzen Welt relevant.

„Der Klimawandel hat widersprüchliche Auswirkungen auf die Kaffeeproduktion in Äthiopien. Die Fläche, die für durchschnittlichen Kaffee geeignet ist, könnte nach unseren Computersimulationen bis in die 2090er Jahre tatsächlich allmählich zunehmen", sagt Erstautor Abel Chemura vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Doch mehr ist nicht unbedingt besser. Denn auf der anderen Seite wird die geeignete Fläche für hochwertige Spezialitätenkaffeesorten, die für ihre blumigen, fruchtigen und würzigen Noten geschätzt werden, wahrscheinlich schrumpfen, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht. Das ist nicht nur ein Problem für Kaffee-Liebhaber, sondern vor allem auch für die lokale landwirtschaftliche Wertschöpfung."

Die geeigneten Flächen in Äthiopien für Spezialitätenkaffee schrumpfen

In verschiedenen Szenarien untersuchten die Forscher, wie sich insgesamt 19 Klimafaktoren auf den Anbau von fünf verschiedenen Kaffeespezialitäten in der Zukunft auswirken werden, darunter die mittlere Temperatur, die jährliche Niederschlagsmenge und die Saisonalität. Wird es zum Beispiel wärmer, reift die Kaffeekirsche schneller als die Entwicklung der Bohne, was wiederum zu qualitativ schlechterem Kaffee führt. Erhöhte Niederschläge wiederum begünstigen die Kaffeeproduktion im Allgemeinen, sind aber für einzelne Kaffeespezialitäten nicht unbedingt von Vorteil.

So gehen die Forscher davon aus, dass die Anbauflächen für vier von fünf Kaffeespezialitäten zurückgehen werden, wobei einige stärker betroffen sind als andere. Der berühmte Yirgacheffe beispielsweise, eine der ältesten und begehrtesten Kaffeesorten der Welt, die im Südwesten Äthiopiens angebaut wird, könnte im schlimmsten Fall bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mehr als 40 % ihrer Anbaufläche verlieren.

Ein Schlag für Äthiopiens Wirtschaft

Davon wären nicht nur die Kaffeetrinker weltweit betroffen, welche anspruchsvolle Mischungen bevorzugen – es hätte auch Folgen für Äthiopiens Wirtschaft. „Wenn eine oder mehrere Kaffeeregionen aufgrund des Klimawandels ihren Spezialitätenstatus verlieren, hat das potenziell schwerwiegende Folgen für die Kleinbauern in der Region", sagt Co-Autor Christoph Gornott vom PIK und der Universität Kassel. „Wenn sie gezwungen wären, auf den Anbau konventioneller, weniger schmackhafter und eher bitterer Kaffeesorten umzusteigen, würden sie plötzlich mit industriellen Produktionssystemen konkurrieren, die anderswo effizienter sind. Für das Äthiopien, in dem der Kaffeeexport etwa ein Drittel aller Agrarexporte ausmacht, könnte sich das als fatal erweisen."

Allerdings gibt es Möglichkeiten, diesen Trend zu stoppen. „Da die verschiedenen Kaffeespezialitäten stark von unterschiedlichen lokalen klimatischen, räumlichen und bodenbezogenen Faktoren beeinflusst werden, braucht es Anpassungsmaßnahmen, die auf die jeweilige Region zugeschnitten sind", ergänzt Christoph Gornott. „Unsere Studie unterstreicht die Bedeutung einer lokalisierten Anpassungsplanung und -reaktion. Wir zeigen, wie sich der Klimawandel ganz konkret auf die Verfügbarkeit und den Geschmack eines der beliebtesten Getränke der Welt auswirkt und – was noch wichtiger ist – auf die Wirtschaft der lokalen Gemeinden des globalen Südens."

Artikel: Abel Chemura, Bester Mudereri, Amsalu Woldie Yalew & Christoph Gornott (2021): Climate change and specialty coffee potential in Ethiopia. Nature Scientific Reports.

Link zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s41598-021-87647-4

Die Studie wurde im Rahmen des Agrica Projekts durchgeführt.

Einladung zu den Entwicklungspolitischen Diskussionstagen 2021

SID Blog - 16. April 2021 - 22:53
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie/Euch auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zu den
Entwicklungspolitischen Diskussionstagen (EPDT) von SLE und Heinrich-Böll-Stiftung
einladen. Die EPDTs finden vom 25.-26. Mai 2021 statt und feiern ihr 20-jähriges
Jubiläum! Aus gegebem Anlass findet die Veranstaltung als Online-Podiumsdiskussion und
erstmals auf Deutsch und Englisch statt (Simultanübersetzung).

Das Programm hier auf einen Blick:

Dienstag, 25. Mai 2021 (09.30 - 11.30 Uhr, CET)
Partners in climate? Die Rolle afrikanischer Energiepartnerschaften im Europäischen
Green Deal

Dienstag, 25. Mai 2021 (15.00 - 17.00 Uhr, CET)
Spielball oder Sprungbrett - Digitalisierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft in
Subsahara-Afrika

Mittwoch, 26. Mai 2021 (09.30 - 11.30 Uhr, CET)
Des Kaisers faire Kleider - Mit Siegeln und Sorgfaltspflicht zu mehr Nachhaltigkeit?

Nähere Informationen entnehmen Sie/entnehmt Ihr bitte dem beigefügten
Veranstaltungsflyer. Unter finden
https://calendar.boell.de/de/event/tag1-entwicklungspolitische-diskussionstage-2021-1
ist der Link zur kostenfreien Anmeldung zur ersten Online-Podiumsdiskussionen.

Mit den besten Grüßen
Simone Aubram


Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE)
Humboldt-Universität zu Berlin
Hessische Straße 1-2
10115 Berlin
Tel.: 030-2093 46890
www.sle-berlin.de
www.facebook.com/sleBerlin

weltwärts trotz(t) Corona

SID Blog - 16. April 2021 - 22:50

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Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist die Entscheidung für weltwärts eine gute. Denn die Hoffnung bleibt groß, dass im Laufe des Jahres wieder vermehrt Freiwilligendienste stattfinden können – sowohl in Deutschland als auch im Globalen Süden.

Marie und Edgar haben ihren Freiwilligendienst 2018/2019 in einem Schildkrötenschutzprojekt in Vietnam absolviert. Foto: Engagement Global

Bonn, 16. April 2021. Die seit nun mehr als einem Jahr grassierende Corona-Pandemie hat das Leben und den Alltag vieler Menschen weltweit fest im Griff. Auch das weltwärts-Programm stand und steht immer noch unter dem Eindruck der Pandemie. Nach der erfolgreichen Rückholaktion aller Nord-Süd-Freiwilligen im letzten Jahr ist die Maßgabe weiterhin, weltwärts aufrecht zu erhalten – trotz geschlossener Grenzen, Reisewarnungen sowie hoher Infektionszahlen in Deutschland und weltweit.

Dies ist im letzten Jahr im Rahmen des Möglichen gut gelungen: Zwar mussten die allermeisten Freiwilligen ihren Dienst abbrechen oder absagen, und auch für die zivilgesellschaftlichen Organisationen ist die Situation – nicht nur finanziell –  äußerst herausfordernd. Es wurde jedoch vieles dafür getan, weltwärts weiter möglich zu machen – wenn auch etwas anders als üblich. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich früh sehr deutlich für eine Weiterführung des Programms ausgesprochen und mit verschiedenen Maßnahmen die beteiligten Organisationen unterstützt. Viele Freiwillige haben zudem die extra geschaffene Möglichkeit in Anspruch genommen, ihren Dienst in Deutschland zu beginnen. Sie haben sich hierzulande bis zu sechs Monate entwicklungspolitisch engagiert, während sie auf die Ausreise gewartet haben. Außerdem konnten Süd-Nord-Freiwillige den Dienst in Deutschland verlängern, wenn eine Rückreise in ihre Herkunftsländer nicht möglich war.

Es geht voran – mit kleinen Schritten

Seit Dezember 2020 können wieder Nord-Süd-Freiwillige ausreisen: Mit Ruanda, Uganda und Thailand sind es aktuell drei Länder, in denen sich weltwärts-Freiwillige aktuell engagieren. „Die Hoffnung, dass es im Laufe der nächsten Monate deutlich mehr werden, ist groß. Auch Einreisen internationaler Freiwilliger nach Deutschland finden wieder statt – genau wie die Ausreisen der Freiwilligen aus Deutschland unter strengsten Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen. Dass die Sicherheit und Gesundheit der Freiwilligen dabei immer an erster Stelle steht und Freiwilligendienste nur dort stattfinden, wo es die Lage zulässt, ist selbstverständlich", sagt Astrid Neumann, Abteilungsleiterin der Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global.

Für den aktuellen Jahrgang wird alles dafür getan, dass so viele Freiwilligendienste wie möglich stattfinden können. Auch in diesem Jahr wird es für die Nord-Süd Freiwilligen die Option geben, ihren Dienst in Deutschland zu beginnen, wenn sich – bedingt durch das Infektionsgeschehen – die Ausreise verzögern sollte. Das Interesse an einem weltwärts-Freiwilligendienst ist ungebrochen groß: Viele Organisationen berichten von hohen Bewerbungszahlen.  

Entsendeorganisationen helfen weiter

Es gilt also weiterhin für alle Interessierten, dass es auch „trotz Corona" eine gute Idee ist, sich über die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes zu informieren. Dafür sind die weltwärts-Entsendeorganisationen die beste Ansprechstelle und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Über weltwärts

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren, die für eine längere Zeit im Ausland leben und sich engagieren möchten. Globales Lernen, interkultureller Austausch und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung stehen dabei im Vordergrund. weltwärts wird als Gemeinschaftswerk von rund 160 gemeinwohlorientierten Trägern in Deutschland und circa 2.000 Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien umgesetzt. Die Beratung und Unterstützung der beteiligten Akteure sowie die administrative und finanzielle Koordination verantwortet die Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global. Gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Zu den weltwärts-Entsendeorganisationen

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ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Schulen, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Wir qualifizieren bedarfsgerecht, verbinden Menschen und Institutionen miteinander, unterstützen zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.

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ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

Sitz der Gesellschaft: Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 40
53113 Bonn
Telefon +49 228 20 717-0
Telefax +49 228 20 717-2150

info@engagement-global.de
www.engagement-global.de


Stoppt den Krieg in der Westsahara

BeN #Bremen - 16. April 2021 - 11:39

Nach einem fast 30 Jahre währenden Waffenstillstand zwischen Marokko und der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) herrscht seit November 2020 wieder Krieg in den völkerrechtwidrig von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara. Zusammen mit anderen NGOs aus Deutschland hat das BeN den offenen Brief an den aktuellen Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrates Dang Dingh Quy mit Forderungen zur Beilegung des Konflikts und der Dekolonisierung Westsaharas unterzeichnet.

Kategorien: Hamburg

Stoppt den Krieg in den Westsahara

BeN #Bremen - 16. April 2021 - 11:39

Nach einem fast 30 Jahre währenden Waffenstillstand zwischen Marokko und der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) herrscht seit November 2020 wieder Krieg in den völkerrechtwidrig von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara. Zusammen mit anderen NGOs aus Deutschland hat das BeN den offenen Brief an den aktuellen Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrates Dang Dingh Quy mit Forderungen zur Beilegung des Konflikts und der Dekolonisierung Westsaharas unterzeichnet.

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Virtual Event: 100 Tage Biden Administration

Europa Kolleg #Hamburg - 15. April 2021 - 13:55

Am Donnerstag, 29. April 2021, um 17 Uhr veranstaltet das Europa-Kolleg Hamburg in Kooperation mit der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung eine virtuelle Diskussionsrunde zum Thema:


100 Tage Biden Administration – Neustart für die transatlantischen Beziehungen?

Nicht weniger als eine Neuausrichtung der zuletzt doch recht angespannten transatlantischen Beziehungen hatte Joe Biden versprochen. Und tatsächlich ist seit seiner Amtsübernahme ein deutlich freundlicherer Tonfall aus dem Weißen Haus zu vernehmen. Aber wie steht es um die Inhalte?

Kein Mangel herrscht nach wie vor an transatlantischen Konfliktfeldern: Handelspolitik und Strafzölle, 5G-Netz und China-Kurs, NATO-Finanzierung, Iran-Deal und – aus deutscher Perspektive besonders relevant: Nordstream II und das Verhältnis zu Russland. Lassen sich hier mit der neuen US-Regierung tatsächlich wieder mehr Gemeinsamkeiten und Kompromisse finden? Welche Spielräume hat die neue amerikanische Regierung aus innenpolitischer Perspektive und wo sollten die Europäer den USA entgegenkommen?

Darüber wollen wir diskutieren mit der Amerikanistin Prof. Dr. Astrid Böger von der Universität Hamburg, Dr. Meik Woyke, Geschäftsführer der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt Stiftung und mit David Scott Zeller, Präsident des American Club of Hamburg e.V.

Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Markus Kotzur, Präsident des Europa-Kolleg Hamburg.

Wie können Sie live dabei sein?
Wir empfehlen die Teilnahme via Zoom (keine Installation erforderlich). Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie umgehend Ihren Teilnahme-Link per E-Mail: Zur Anmeldung.

Alternativ können Sie unseren Livestream via Facebook verfolgen. Zeitversetzt wird das Gespräch auch über unseren YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg.

Der Beitrag Virtual Event: 100 Tage Biden Administration erschien zuerst auf Europa-Kolleg Hamburg.

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Europa und die Umwelt: Landwirtschaft und Umweltschutz auf (k)einem grünen Zweig?

Europa-Union Hamburg - 14. April 2021 - 19:00
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU und der Grüne Deal
Kategorien: Hamburg

Trägervereine gesucht

BeN #Bremen - 14. April 2021 - 12:40


Im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innenprogramms „Bremen entwickeln für Eine Welt“ werden für den Zyklus vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 drei Trägervereine aus Bremen für Fachpromotor*innen-Stellen und ein Trägerverein aus Bremerhaven für eine Regionalpromotor*instelle in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit gesucht. 

Kategorien: Hamburg

Trägervereine gesucht

BeN #Bremen - 14. April 2021 - 12:40


Im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innenprogramms „Bremen entwickeln für Eine Welt“ werden für den Zyklus vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 drei Trägervereine aus Bremen für Fachpromotor*innen-Stellen und ein Trägerverein aus Bremerhaven für eine*n Regionalpromotor*in-Stelle in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit gesucht. 

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Online-Dialogreihe "Ernährung & Demokratie"

AgrarKoordination - 14. April 2021 - 9:58
Gerecht, gesund, global - Unsere Ernährungssysteme mitgestalten Die Zahl der Hungernden auf der Welt wächst. Gleichzeitig nehmen Übergewicht und Fettleibigkeit weltweit zu und erhöhen das Krankheits- und Sterberisiko. Zusätzlich dazu beschleunigen die menschgemachte Klima- und Biodiversitätskrise die Umweltzerstörung und bedrohen die Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen. Und die Covid-19-Pandemie treibt die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Ein Umsteuern in der Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren und was wir essen, ist daher dringend notwendig!  Vor diesem Hintergrund planen die Vereinten Nationen im Herbst 2021 einen GLOBALEN GIPFEL ZU ERNÄHRUNGSSYSTEMEN. Doch bislang deutet wenig darauf hin, dass die Konferenz eine Neuausrichtung unseres Ernährungssystems anstrebt. Zu stark dominiert die Privatwirtschaft, allen voran die großen Agrar-, Chemie und Lebensmittelkonzerne, die vom derzeitigen System pro­fitieren. Die Zivilgesellschaft findet dabei kein ausreichendes Gehör. Doch es sind die Erzeuger*innen, Arbeiter*innen und marginalisierte Gruppen, die besonders stark unter den Problemen des Ernährungssystems leiden. Auf der anderen Seite sind seit einigen Jahren positive Entwicklungen zu beobachten – auch hier in Deutschland. Die Menschen interessieren sich wieder stärker für Ernährung und Landwirtschaft. Jedes Jahr schließen sich tausende Menschen zur „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin zusammen und fordern mehr Mitsprache und Demokratisierung unserer Landwirtschafts- und Ernährungspolitik. Auch eine Vielzahl von alternativen landwirtschaftlichen Organisationsformen, Aktionsgruppen, Netzwerken und Kooperationen sind in diesen Jahren entstanden.  Das zeigt: Es geht auch anders! Unsere Idee: Wir nehmen den Welternährungsgipfel zum Anlass und laden euch ein, mit uns die Zukunft eines nachhaltigen Ernährungssystems zu entwerfen. Wir möchten lokale, regionale und bundesweite Initiativen, Aktivist*innen und Akteur*innen zusammenbringen, um Erfahrungen auszutauschen und über die Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme zu diskutieren. Welche Initiativen funktionieren? Warum? Wo hat die lokale Politik solche Initiativen erfolgreich unterstützt, wo gibt es Barrieren?  In drei digitalen Dialogforen öffnen wir den Raum für den Austausch von Ideen und Erfahrungen sowie für die Vernetzung von Initiativen und Akteur*innen. Hier gibt es die Einladung mit allen Infos als PDF-Datei. Die Dokumentation der ersten Online-Veranstaltung findet sich hier.  Die Anmeldung für den 2. Online-Dialog ist noch möglich, dieser findet statt am: MITTWOCH, 14. APRIL 2021 VON 17:00-20:00 UHR
Wir freuen uns auf die Inputbeiträge von:
  • Prof. Dr. Antonio Andrioli über die agrarökologischen Bewegung in Südbrasilien
  • Prof. Dr. Stefan Selke mit der Ankündigung: "Utopien sind nichts für Weicheier"
Sowie bislang folgenden Initiativen:
  • Lea Burwitz von der lokalen Initiative "Siegen isst bunt"
  • Benjamin Luig von der "Initiative Faire Landarbeit"
  • Ernährungsrat Münster mit dem Projekt "Münsterländer Bauernbox"
  • Slow Food Youth
ANMELDUNG: bit.ly/gerecht-gesund-global-april Der dritte Online-Dialog findet statt am: FREITAG, 18. JUNI 2021 VON 11:00-17:00 UHR
Mit Vorträgen und anschließenden Austausch Städtische Ernährungssysteme demokratisch gestalten – Ein Austausch zwischen Lokalpolitik, Wissenschaft und Büger*in ANMELDUNG: Link folgt WOLLT IHR MITWIRKEN?

Wir freuen uns über Einblicke in Eure Arbeit, Erfahrungen oder Standpunkte!
Meldet euch bei:
Jana Zotschew (ernaehrungssysteme[at]agrarkoordination.de) Auf unserer digitalen Pinnwand könnt Ihr ab sofort Eure Vorschläge für die Stärkung lokaler Ernährungssysteme eintragen.  Für weitere Infos schaut Euch unser Video an: "Gerecht, gesund, global - unser Ernährungssystem mitgestalten" Die Online-Dialoge werden veranstaltet von: Agrar Koordination, Ernährungsdemokratie jetzt! Netzwerk der Ernährungsräte, FIAN Deutschland, Forum Umwelt und Entwicklung und Inkota Netzwerk.

Kategorien: Hamburg

Deutschland darf die 0,7-Marke auch nach der Pandemie nicht reißen

SID Blog - 13. April 2021 - 20:56
Oxfam zu den OECD-Zahlen zur Entwicklungszusammenarbeit

Berlin, 13.04.2021. Laut den heute von der OECD veröffentlichten Zahlen zur weltweiten Entwicklungszusammenarbeit 2020 hat die Bundesregierung zum zweiten Mal in 50 Jahren das Ziel erreicht, 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens für Entwicklung auszugeben (2019: 0,61 Prozent, 2020: 0,73 Prozent). Dies erklärt sich aus einem Anstieg der Entwicklungsgelder von 24,2 Milliarden US-Dollar (2019) auf 27,5 Milliarden US-Dollar (2020) - allerdings auch aus dem Rückgang des Bruttonationaleinkommens im Zuge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr. Oxfam fürchtet eine Kürzung des Entwicklungsetats bereits ab dem nächsten Jahr und warnt davor, die Länder des globalen Südens mit den Auswirkungen der Pandemie alleinzulassen.

Tobias Hauschild, Oxfams Experte für Entwicklungsfinanzierung, kommentiert:

„Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Ländern des Globalen Südens drohen die Erfolge in der Armutsbekämpfung zunichte zu machen. Das verlangt ein entschiedenes Handeln seitens der Industrieländer. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr richtig reagiert und zusätzliche Gelder für Entwicklung bereitgestellt.

Das Erreichen der 0,7-Prozent-Marke darf keine historisch bedingte Ausnahme bleiben. Vielmehr muss es selbstverständlich sein, dass Deutschland seinem internationalen Versprechen auch nach der Pandemie nachkommt. Es ist angesichts der Corona-Herausforderungen für wirtschaftlich benachteiligte Länder daher ein fatales Signal, dass der Entwicklungsetat laut dem jüngsten Eckwertbeschluss des Kabinetts schon ab dem kommenden Jahr sinken und bis 2024 um rund ein Viertel gekürzt werden soll. Statt bei den Ärmsten zu sparen, muss die Bundesregierung die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren konsequent aufstocken, um auch zukünftig ihren internationalen Verpflichtungen nachzukommen und den weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen."

Oxfam fordert die 0,7-Prozent-Marke durch die Erhöhung der Investitionen in Gesundheits-, Bildungs- und soziale Sicherungssysteme im Globalen Süden langfristig zu halten und dafür unter anderem die Mittel aus der lange geplanten Finanztransaktionssteuer zu nutzen. 


Mehr unter www.oxfam.de

BMZ: Deutschland erfüllt internationales 0,7-Prozent-Ziel, aber drastischer Einbruch in nächsten Jahren muss verhindert werden

SID Blog - 13. April 2021 - 20:55
Minister Müller zu neuen OECD-Zahlen: „Deutschland erfüllt internationales 0,7-Prozent-Ziel, aber drastischer Einbruch in nächsten Jahren muss verhindert werden"

 

Paris/Berlin, 13. April 2021 – Voraussichtlich bei 0,73 Prozent liegt Deutschlands Anteil der öffentlichen Entwicklungsleistungen (ODA) am Bruttonationaleinkommen im Jahr 2020. Ohne Berücksichtigung der Inlandsflüchtlingskosten beträgt der Anteil 0,66 Prozent. Damit bleibt Deutschland hinter den USA der zweitgrößte Geber weltweit. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen der OECD hervor.

 

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Deutschland kommt seinen internationalen Verpflichtungen nach und hat 2020 das 0,7-Prozent-Ziel für Entwicklung zum zweiten Mal erreicht. Damit unterstützen wir weltweit die Eindämmung der Pandemie, die Versorgung von Flüchtlingen, insbesondere im Krisenbogen um Syrien und den Kampf gegen den Klimawandel. Jeder Euro kommt direkt den Menschen zu Gute, erzielt ein Vielfaches an Wirkung und schafft Perspektiven, gerade für die jungen Menschen vor Ort.

Allerdings droht in den nächsten Jahren ein dramatischer Einbruch: Die vom Finanzministerium vorgelegte Finanzplanung sieht für die kommende Jahre einen Rückgang der Entwicklungsmittel um rund ein Viertel vor. Die weltweiten Folgen der Pandemie können wir so nicht bewältigen. Denn Corona wird im nächsten Jahr nicht vorbei sein. Wir müssen konsequent eine weltweite Impfkampagne umsetzen. Nach Angaben der WHO wurden bislang fast 90 Prozent der weltweiten Impfungen in reichen Ländern verabreicht. Um mindestens 20 Prozent der Bevölkerung in ärmeren Ländern zu impfen und mit Therapeutika zu versorgen, fehlen noch immer über 22 Mrd. Dollar. Eine weltweite Impfkampagne darf nicht am Geld scheitern – aus humanitären Gründen, aber auch aus unserem eigenen Interesse. Sonst kommt das Virus im nächsten Flieger zurück, vielleicht noch gefährlicher."

„Zudem hat der Virus eine dramatische Wirtschafts- und Hungerkrise ausgelöst", so Müller weiter. „130 Millionen Menschen sind zusätzlich in Hunger und Armut zurückgefallen. 300 Millionen Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren. Und weil Medikamente nicht mehr ankommen, etwa für Aids, Tuberkulose oder Malaria, werden in Afrika voraussichtlich mehr Menschen an den Folgen des Lockdowns sterben, als am Virus selbst. Es ist zu befürchten, dass viele Länder um Jahre in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden."

 

Mit den heute von der OECD vorgelegten Zahlen erreicht Deutschland zum zweiten Mal nach 2016 das von den Vereinten Nationen vereinbarte Ziel, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Leistungen zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Entwicklungsländern einzusetzen. Insgesamt haben Bund, Länder und Kommunen 2020 rund 25 Milliarden Euro für diese sogenannten ODA-Leistungen aufgebracht.




AUSSCHREIBUNG zur Teilnahme am Bildungsprogramm „CREACTIV für Klimagerechtigkeit“

Globales Lernen in Hamburg - 7. April 2021 - 16:18

Für die Dauer eines Schuljahres befassen sich Hamburger Schüler:innen dabei im Austausch mit jungen Künstler:innen aus Ländern des Globalen Südens mit den weltweiten Auswirkungen des Klimawandels. Gemeinsam entwickeln sie künstlerische Präsentationen und kreative Aktionen zum Thema Klimagerechtigkeit. Jährlicher Höhepunkt des Projekts ist der einwöchige Besuch der jungen Künstler:innen an der Schule (im Schuljahr 2021 / 2022 aus Uganda und El Salvador). Das bereits mehrfach ausgezeichnete Bildungsangebot versteht sich in seiner neuen Struktur ab dem kommenden Schuljahr als ein wesentlicher und integrativer Baustein, um das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in der Schule zu verankern. Bis zu zehn interessierte Schulen können sich ab sofort für die Teilnahme am Projekt anmelden.

Weitere Informationen, Kontakte und Anmeldung unter: https://klimaretter.hamburg/infos-zur-teilnahme/

 

 

Kategorien: Hamburg

EWIK Newsletter April: Kompetenzorientiertes Lernen: Projekte und Unterrichtsbeispiele

SID Blog - 6. April 2021 - 20:53
Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe April 2021: Kompetenzorientiertes Lernen: Projekte und Unterrichtsbeispiele

Liebe Leserinnen und Leser,

bei der Konzeption und Umsetzung von Unterricht stellen sich für die Lehrkräfte die komplexen Fragen nach der Intention (wozu?), nach der Gestaltung des Lernprozesses (wie?) und nach der Auswahl des Themas (was?). Das Wichtigste sind dabei die Akteure, d.h. die Lernenden, ihre bereits erworbenen Kompetenzen, ihre zunehmend selbstbestimmte Partizipation, ihre Kommunikation mit den Lehrkräften und MitschülerInnen. Sie sollen frühzeitig eine zentrale Rolle spielen bei der Beantwortung der Fragen nach dem Sinn des Vorhabens (Projekts), wie es gemeinsam umgesetzt werden soll und um welche Herausforderungen und Verknüpfungen mit ihrer Lebenswelt es geht.

Angesichts der Vielzahl der für wichtig gehaltenen Lerninhalte und der Komplexität derzeitiger und zukünftiger Herausforderungen sowie der didaktischen Möglichkeiten, ihnen zu begegnen, kann es zuversichtlich stimmen, dass die Zahl erforderlicher Kompetenzen überschaubar bleibt. Sie sind daher bei allen Lernprozessen, denen es – wie in Schule – nicht um den Erwerb von spezialisierten und einem zeitlichen Verfall ausgesetzten Fähigkeiten und Fertigkeiten geht, von grundlegender Bedeutung. Kompetenzorientiertes Lernen kann gelernt und zunehmend wirkungsvoll gestaltet werden, wenn es bei dem Bemühen, Lösungsansätze für zukunftsfähiges Handeln zu finden, nicht ausschließlich um Wissenserwerb geht, sondern das eigene werteorientierte Handeln stets mit in den Blick kommt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Kompetenz vage als Fähigkeit verstanden, etwas zu bewerkstelligen. Die Erziehungswissenschaft hat daraus einen Fachbegriff gemacht, der dabei helfen soll, eine Leistung zu messen. Kompetenzen sind allerdings nicht nur outcome-orientiert, sondern haben in ihrer Ergebnisorientierung auch Bedeutung für die Themenauswahl und die Unterrichtsgestaltung. Sie verbinden nach dem Entwicklungspsychologen F.E. Weinert bereits erworbene und erlernbare kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten, um sich stellende Probleme zu lösen. Kompetenzen sind darüber hinaus aber auch mit emotionalen und sozialen Bereitschaften verbunden, um Herausforderungen verantwortungsvoll begegnen zu können. Das wiederrum kann nur zu zielgerichtetem nachhaltigem Handeln führen, wenn von den Individuen – oder in diesem Fall von der Lerngruppe – Kompetenzen werteorientiert auf das Handeln ausgerichtet sind.

BNE-Kompetenzen werden im Orientierungsrahmen Globale Entwicklung (2016, S. 95) auf 11 Kernkompetenzen begrenzt. Es geht um 11 komplementäre Teilkompetenzen einer holistischen Idee (nachhaltige Entwicklung), wobei im Lernprozess verschiedene Teilkompetenzen zu einer umfassenden Gestaltungskompetenz akkumuliert werden. Da BNE-Kompetenzen ihrem Charakter nach fächerübergreifend sind, sollten sie – wie das im Orientierungsrahmen Globale Entwicklung geschieht – mit Fachkompetenzen verbunden werden. Für die unterrichtliche Praxis genügt es allerdings nicht, z.B. die Kernkompetenz Perspektivenwechsel und Empathie mit der geographischen Fachkompetenz eigene und fremde Wertvorstellungen bei der Analyse von Räumen und Entwicklungsproblemen zu kombinieren. Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern muss eine Spezifische Kompetenz formuliert werden, die der Herausforderung des gewählten thematischen Schwerpunkts gerecht wird. Sie entspricht in der Regel der Aufgabenstellung des Vorhabens (Projekts). Dabei ist eine Visualisierung der gemeinsam formulierten Aufgabenstellung/ Spezifischen Kompetenz empfehlenswert.

Kompetenzen gewinnen an Wert und Wirkung, wenn ihr Erwerb von den Lernenden (z.B. mit Hilfe eines einfachen Selbstbewertungsbogens) beurteilt wird und diese Selbstbewertung Grundlage der Feedbackkultur mit den Lehrkräften wird.

In diesem Newsletter werden aktuelle Materialien, Unterrichtsentwürfe und weitere Bildungsressourcen vorgestellt, die sich explizit auf die Kompetenzentwicklung im Sinne des Orientierungsrahmens beziehen. Schwerpunktunabhängige Meldungen und Veranstaltungshinweise runden das Angebot ab. Anregende Lektüre!
 
Jörg-Robert Schreiber

Mitautor des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung

EWIK-Kooperationspartner
Aktuelles
Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele – Lernsnacks für Lehrkräfte"

Sie suchen Impulse, wie Sie die 17 Nachhaltigkeitsziele in Ihren Unterricht einbinden können? Vom 21. April bis zum 16. Juni 2021 bietet ein Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen, die sich in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und für das Globale Lernen engagieren, die digitale Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" an. Sie richtet sich an Lehrer*innen aller Schulformen und Jahrgangsstufen und weitere Interessierte. Jede Woche werden dienstags oder mittwochs zwei Lernsnacks à 60 Minuten zu je einem Nachhaltigkeitsziel angeboten. Das Themenspektrum der methodenreichen Lernsnacks ist so breit wie die Nachhaltigkeitsziele selbst. Es umfasst unter anderem Aspekte hinsichtlich Armut, Hunger, Klimawandel, Energie, Fairer Handel, Bildung, Gesundheit oder Frieden.

Ausbeutung von Mensch und Umwelt für die Palmöl-Produktion in Guatemala

Das Video „Ein Modell des Todes – Palmölplantagen in Guatemala" der Christlichen Initiative Romero (CIR) zeigt, warum es in Deutschland ein starkes Lieferkettengesetz braucht, das robuste Sorgfaltspflichten für den Schutz von Menschenrechten und Umwelt in der gesamten Lieferkette vorschreibt: Aktivist*innen und Betroffene aus Guatemala prangern im Video die rücksichtslose Ausbeutung von Menschen und Natur durch Palmölplantagen-Betreiber an.

Weltklasse-Aktion der Globale Bildungskampagne vom 26. April bis 26. September 2021

Homeschooling, Wechselunterricht, abgehängte Schüler*innen – die Corona-Pandemie zieht eine noch nie dagewesene Bildungskrise nach sich. Zeitweise konnten laut UNESCO 1,6 Mrd. Schüler*innen weltweit nicht zur Schule gehen. Die Situation stellt ein reiches Land wie Deutschland vor große Herausforderungen. Ärmere Länder im Globalen Süden haben es ungleich schwerer. So führen Schulschließungen und Lockdown oft direkt in die Kinderarbeit. Bildungschancen werden zerstört – in vielen Fällen für immer. Mit der Weltklasse!-Schulaktion 2021 will die Globale Bildungskampagne auf globale Bildungsungleichheit aufmerksam machen und lädt Schulen bundesweit ein, sich für Bildungschancen weltweit einzusetzen.
Online Escape Game "Exit Klimakrise"

In einer Welt, in der wirtschaftliche Interessen und gedankenloser Konsum im Zentrum stehen, will die Geheimorganisation „Next Level Society" die Balance wiederherstellen und das Klima retten. Eine Task Force aus jungen Agent*innen wird sich nun dieser Herausforderung stellen. Auf die Spielerinnen und Spieler wartet eine spannende Schnitzeljagd durch das Internet und vielseitige Rätsel: Wie viele Kilometer legt ein T-Shirt zurück, wenn es produziert wird? Wie ressourcenaufwändig ist unser Fleischkonsum? Und was hat Videostreaming mit Nachhaltigkeit zu tun? Das kostenlose Online-Spiel ist im Rahmen der Klimakampagne 1Planet4All entstanden und eignet sich für Schüler*innen ab 14 Jahren.

Publikation: Weltwerkstatt – Utopien. Kunst. Globales Lernen.

Wie könnten wir in Zukunft leben? Wie kommen wir dorthin? Für eine global gerechte und ökologische Welt brauchen wir positive Zukunftsbilder. Im vergangenen Jahr fand in dem außerschulischen Lernort, der Weltwerkstatt im EPiZ, die fünfteilige Veranstaltungsreihe „Weltwerkstatt – grenzenlos kreativ die Welt von morgen bauen" statt. Sie zielte darauf ab, gemeinsam Utopien zu erproben und diese dann im (Bildungs-) Alltag umzusetzen. In einer eigenen Publikation werden die Idee und der Aufbau der Veranstaltungsreihe nun dargestellt. Fotos, Interviews, ­Methodenbeschreibungen und interaktive Elemente geben Einblicke in die Umsetzung und sollen dazu anregen, auch an anderen Orten Utopien zu entwickeln und neue Wege einzuschlagen.

#excitingedu DIGITAL 2021

Auf der #excitingedu DIGITAL, dem Online-Kongress für die digitale Schule, wird es zahlreiche Sessions zu digitalem Fachunterricht, Methoden für den Fern- und Präsenzunterricht, Tools für das kollaborative Arbeiten,  Medienentwicklungsplanung und auch zum Thema BNE & digitaler Bildung geben. Der Online-Kongress richtet sich an Schulleitungen, Lehrkräfte und Vertretende der Bildungsadministrationen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

ökoRAUSCH Wissenswelt - Ausstellung zu zukunftsfähigen Lebensstilen und Gesellschaftsentwürfen

Die partizipative Wissensausstellung, erstmals auf dem ökoRAUSCH Festival für Design und Nachhaltigkeit 2020 gezeigt, knüpft an den Themenkomplex des nachhaltigen Designs an und macht ökologische und soziale Hintergründe greifbar. Warum ist es nötig, einen neuen, ressourcenschonenden Umgang mit Materialien zu entwickeln? Weshalb engagieren wir uns für Gender-Gerechtigkeit? Mit welchen Instrumenten lässt sich die Umsetzung von gesellschaftlichen Visionen in die Realität befördern? Positive Alternativen für eine nachhaltige Zukunft öffnen die Gedanken dafür, dass auch andere Lebens-, Konsum-, Produktions-, Wirtschafts-, und Politikkonzepte möglich sind, die ein gutes, ökologisch und sozial verantwortungsvolles Leben für alle ermöglichen können. Die Ausstellung wird an Vereine, Einrichtungen, Museen oder Veranstaltungen NRW-weit verliehen.

Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien
Indigene Wege – Wandel-Erfahrungs-Geschichten indigener Gemeinschaften zu den nachhaltigen Entwicklungszielen

Die ‚Wandel-Erfahrungs-Geschichten' zu den 17 SDGs informieren über das Engagement indigener Gemeinschaften für nachhaltige Entwicklung und den Umgang mit lokalen Auswirkungen der weltweiten sozial-ökologischen Krise. Ihre in der kulturellen Identität verankerten und wertebasierten Vorstellungen und Praktiken von Nachhaltigkeit können auf der Suche nach Lösungen Orientierung bieten. Die dargestellten globalen Zusammenhänge zeigen die Verknüpfungen zwischen dem Handeln von Menschen in Deutschland mit der Situation indigener Völker auf. Sie eröffnen Gestaltungsspielräume für solidarisch motivierte Weltbürger*innen und alle, die sich für nachhaltige Veränderungen auf den Weg machen möchten. Zur Publikation gibt es zusätzlich ein Begleitheft für die Sekundarstufe mit Handreichungen zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen für die Bildungsarbeit.

Critical Literacy am Beispiel von Nachrichten zum Klimawandel

Das Workshop-Konzept zu Medienkompetenz und Klimawandelleugnung des Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum e.V. (EPIZ Berlin) ist für Schüler*innen ab der 10. Klasse geeignet. Sie lernen, wie Meinungen entstehen, welche Interessen damit verbunden sein können, wie Quellenkritik geht, und welche Informationskanäle sich für welche Botschaften eignen. Das Workshop-Konzept zielt darauf, Texte, Filme sowie die Rolle der sozialen Medien zum Thema Klimawandel zu analysieren und auf politische Standpunkte, Strategien und verborgene Botschaften hin zu hinterfragen.
Aktualisiert: OR-Teilveröffentlichung Geografie

Die Orientierungsrahmen-Teilausgaben sind praxisorientierte Ergänzungen zum gleichnamigen Fachkapitel des KMK/BMZ Orientierungsrahmens Globale Entwicklung und richten sich insbesondere an Lehrkräfte.
Die jetzt aktualisiert vorliegende Teilausgabe Geografie veranschaulicht die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in diesem Unterrichtsfach. Sie enthält neben einem einführenden Teil das unveränderte Fachkapitel aus dem OR mit dem jeweiligen kompetenzorientierten Unterrichtsbeispiel.
Teilausgaben zum OR liegen für insgesamt neun Fächer vor und stehen zum Download zur Verfügung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Ausbildungs- und Berufsvorbereitung

Diese Handreichung ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse, der Erfahrungen und den Unterrichtskonzepten aus dem Projekt „Fit für MORGEN – Ausbildungs- und Berufsvorbereitung unter Einbeziehung von Bildung für nachhaltige Entwicklung". Fit für MORGEN ist eine gemeinsame Länderinitiative der Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit dem Ziel, die Umsetzung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung in der Schulpraxis zu unterstützen. In drei beruflichen Schulen in den genannten Bundesländern wurden von 2017 bis 2020 Unterrichtsmodelle für den Bereich der Ausbildungs- bzw. Berufsvorbereitung (BVJ, AVSH) entwickelt und erprobt.

History of Food – Unsere Nahrung und ihre globalen Wurzeln – Unterrichtsmaterial zur Ausstellung www.historyoffood.de

Alle Nahrungsmittel, alle Pflanzen, alle Produkte, die wir kaufen und konsumieren, können wir aus globaler und auch aus machtkritischer Perspektive betrachten. Heutige globale Produktionsverhältnisse sind nicht neutral oder gar geschichtslos. Im Gegenteil: Weltweite Produktionsverhältnisse und Handelsströme sind bis heute geprägt von kolonialer Besetzung und Ausbeutung und im Zuge dessen von Industrialisierung und Globalisierung. Das multimediale Bildungsprojekt „HI [STORY] OF FOOD – Unsere Nahrung und ihre globalen Wurzeln" diskutiert vor diesem Hintergrund die globale Geschichte der Nutzung von Nahrungsmitteln. In multimedialen Angeboten – Wanderausstellung, Website mit Videos, interaktiven Karten und Texten, Bildungsmaterial und Workshops – geht das Projekt Fragen zur Globalgeschichte von ausgewählten Nutzpflanzen nach.
FAIR macht Schule!

Die Unterrichtsmaterialien des Projektes "FAIR macht Schule!" widmen sich nachhaltigem Konsum und weltweiten Zusammenhängen von Produktion, Handel und Konsum. Dabei sollen Schüler*innen lernen, in diesen Themenbereichen Problematiken zu erkennen und schließlich selbst Handlungsoptionen zu entwickeln. Ver Produktgruppen bilden das Herzstück der Materialien: Handys, Steine, Textilien und Kakao. Geeignet sind sie für die Fächer Geografie, Gemeinschafts-/Sozialkunde, Wirtschaft, Ethik/Religionslehre und Geschichte.
Dilemmata bearbeiten. Dilemmata-Kompetenz vermitteln.

Spiele und alltagsnahe Arbeitsaufträge werfen im Themenheft der Tropenwaldstiftung OroVerde immer wieder die Frage auf: "Wie soll ich mich entscheiden?". Beispiele aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Umweltschutz vermitteln Jugendlichen, was moralisch Handeln bedeutet, und wie sie mutig wertbasierte Entscheidungen treffen können. Erkenntnisse aus der Hirnforschung und der Spieltheorie zeigen auf, wie einfach Fehlschlüsse oder kognitive Dissonanz entstehen können. Gleichzeitig werden Methoden erarbeitet, mit denen die Jugendlichen handlungsfähig bleiben können. Das Heft steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Inklusives Unterrichtsmaterial für die Grundschule zum Thema „Nachhaltiger Konsum von Erdbeeren"

Im Rahmen der Umsetzung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung (OR) entstehen Lern- und Lehrmaterialien für alle Fächer des OR und zur Grundschule. In Zusammenarbeit zwischen Engagement Global und der Organisation Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev) wird aktuell das Unterrichtsmaterial „Her mit der Erdbeere – Inklusive Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Grundschule" erstellt.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung Sachsen: Unterrichtsbeispiele Gymnasium

Das Material umfasst zwölf ausgewählte Unterrichtsbeispiele zu aktuellen globalen Herausforderungen für verschiedene Fächer. Die Unterrichtsbeispiele wurden von Themenexperten und -expertinnen entwickelt, an den sächsischen Lehrplänen ausgerichtet und durch das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) geprüft. Sie bieten Lehrkräften die Möglichkeit, Themen wie „Globalisierung von Wirtschaft und Arbeit", „Migration und Integration" oder „Kommunikation im globalen Kontext" mit geringem Aufwand in ihren regulären Unterricht einzubeziehen und damit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) schulartspezifisch umzusetzen. Die Unterrichtsbeispiele sind natürlich auch in allen anderen Bundesländern uneingeschränkt anwendbar.
Zum Schwerpunkt: Multimediales

Planspiel zum Thema Palmöl für Berufsschüler*innen

Ob Brotaufstrich, Waschmittel oder Shampoo: Palmöl ist ein vielseitiger Rohstoff und steckt in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens. Doch der steigende Konsum hat massive Folgen. Beim vom WILA Bonn entwickelten "Planspiel Palmöl" schlüpfen Berufsschüler*innen für den Einzelhandel in die Rollen von Kund*innen, Verkäufer*innen und Einkäufer*innen. Sie diskutieren Maßnahmen, um den Handel mit Produkten, in denen Palmöl enthalten ist, nachhaltig und fair zu gestalten.

taraxacum. - Impulskartenspiel mit Fragen und Aufgaben für eine Welt im Wandel 

Querbeet denken, Klartext reden, nachhaltig handeln - das ist das Motto des neuen Impulskartenspiels von Ökohaus e.V. Mit den Karten können wichtige Fragen des sozialökologischen Wandels spielerisch entdeckt werden. Die Spielenden kommen leicht ins Gespräch - von philosophischen Fragen über Experimente und Bewegungsaufgaben bis hin zu konkreten Handlungsmöglichkeiten. taraxacum. eignet sich perfekt für den Einsatz in der Schule - ob als Einstieg in ein Unterrichtsthema oder auch in einer Vertretungsstunde.
Aber auch unter Freunden oder in der Familie bringt es eine Menge Spaß, mit den Karten über Fragen unserer aller Zukunft nachzudenken und zu diskutieren.

Planspiele bei der bpb

Planspiele gewinnen als handlungsorientierte Methode in der schulischen und außerschulischen Bildung für die Vermittlung komplexer Zusammenhänge in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat eine Übersicht über die Methodik der Planspiele zusammengestellt und pflegt eine Datenbank mit Planspielen in der politischen Bildung, darunter auch zahlreiche zu den Themenfeldern Entwicklungspolitik und Ökologie / Nachhaltigkeit.

Immer dem Essen nach! Immer dem Essen nach! – Digitale Schnitzeljagd zu weltweiter Ernährung

Die Schnitzeljagd „Immer dem Essen nach" wird mit der App Actionbound gespielt. Die Spieler*innen besuchen einen Supermarkt, einen Bioladen und ihre Schulkantine, bekommen Informationen zu weltweiter Ernährung, berechnen den Fußabdruck ihres Essen und diskutieren zum Beispiel über die Frage, ob es weiterhin Werbung für ungesunde Nahrungsmittel geben sollte. In der Version für Zuhause gehen sie in ihrer Küche auf Entdeckungstour. Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte und Multiplikator*innen ab der 6. Klasse und eignet sich für mindestens zwei Schulstunden.

Zum Schwerpunkt: Aktionen, Angebote, Fortbildungen
FAIR macht Schule! – Aktionstage für Schulklassen in Baden-Württemberg rund um Sozial- und Umweltstandards

Unter dem Titel "FAIR macht Schule!" bietet der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) Aktionstage für Schulen an, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen rund um nachhaltigen Konsum und Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen und in der kommunalen Beschaffung auseinandersetzen und dazu bei einer Stadtrallye in Dialog mit verschiedenen öffentlichen und privaten Akteuren vor Ort treten. Das Angebot richtet sich an Schulklassen und Projektgruppen aller Schularten in Baden-Württemberg ab Klasse 8 und wird auch als digitales Format angeboten.

Multiplikator*innenschulung „Fit für faires globales Handeln"

Der Fußball aus Pakistan, die Schokolade mit Kakao aus Ghana oder das T-Shirt aus Bangladesch - das sind alles global gehandelte Konsumgüter, die auf unterschiedlichste Weise produziert werden und bei uns im Geschäft landen. Aber wie wurden diese Waren produziert, wie steht es um die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette, welche Unternehmen sind beteiligt und handeln sie nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit? In der Multiplikator*innenschulung von hamburg mal fair wird diesen Fragen nachgegangen und ein Einstieg in die Bildungsarbeit für Faires Globales Handeln ermöglicht. Die Fortbildung richtet sich an junge Erwachsene, die Kindern und Jugendlichen globale Zusammenhänge begreifbar machen möchten und neugierig auf kreative Methoden in der Bildungsarbeit sind.

Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen

Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung

Der "Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung" (OR) im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Er hilft dabei, Bildung für nachhaltige Entwicklung mit globaler Perspektive fest in Schule und Unterricht zu verankern. Der konzeptionelle Ansatz des OR ist weltweit bislang einmalig. Der OR benennt elf Kernkompetenzen in den Bereichen Erkennen – Bewerten – Handeln, auf die sich die Teil-Kompetenzen der Fächer beziehen (S. 95ff).
Aktuell wird der OR auf die Gymnasiale Oberstufe erweitert. Der OR steht auf dem Portal Globales Lernen in Lang- und Kurzversion, in Fächer-Teilausgaben sowie in fremdsprachigen Versionen zum Download zur Verfügung und kann kostenfrei beim Cornelsen-Verlag bestellt werden.

Globales Lernen. Eine Einführung: Lerneinheit zum Thema Coffee-to-go Einwegbecher

Wie viele andere Organisationen hat auch der Verein Vamos e.V. seit März 2020 die Zunahme von digitalen Angeboten des Globalen Lernens beobachtet und selbst Ideen entwickelt. Im Projekt „welt.weit.virtuell - Globales Lernen mit digitalen Medien", das im November 2020 gestartet ist, beschäftigen sich die Autor*innen u. a. mit der Frage, was mögliche Anderswerte digitalen Globalen Lernens bzw. des Lernens mit digitalen Medien sein können. Im Projekt wird also versucht, genauer auf die Lernprozesse zu schauen, die durch digitale Medien anders gestaltet werden können: Inwieweit und in welchen Bereichen können digitale Elemente Bildungsangebote des Globalen Lernens / BNE ergänzen, verbessern, neugestalten oder sogar neue Lernformen ermöglichen?
Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik "Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.


Online Escape Game: Digital Breakout – Wer rettet das Internet?

Ein Hacker droht, das Internet lahmzulegen! - WELTWEIT! Es gibt nur eine Chance, das Internet zu retten: Die Spielenden müssen einen Weg finden, wie Digitalisierung nachhaltig und gerecht gestaltet werden kann. Werden Sie es schaffen? Die Zeit läuft! Beim Knacken von Rätseln und Codes werden der zunehmende Rohstoffverbrauch, die damit verbundenen Umweltprobleme und die Arbeitsbedingungen im globalen Süden beleuchtet. Und vor allem geht es in dem Spiel darum, Chancen und Handlungsmöglichkeiten zu finden.

Workshop-Reihe für Schulklassen zum Thema „Grenzen des Wachstums"

Das derzeitige Wirtschaften ist auf Wachstum ausgerichtet. Die bereits in den 1970er Jahren vom Club of Rome aufgezeigten Grenzen des Wachstums werden immer stärker sichtbar. Knapper werdende Ressourcen wie fossile Brennstoffe („Peak Oil") oder landwirtschaftliche Nutzfläche („Peak Soil") führen das Wirtschaftswachstum an seine Grenzen. Andere Modelle müssen gefunden und diskutiert werden. Ziel der Workshop-Reihe ist es, dass sich die Schüler*innen mit nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen, ihre Urteilskraft schärfen und eine Verantwortung für die eigene Lebensweise wahrnehmen.

Unsichtbar? Hinter den Kulissen globaler Waren: Inklusive Methoden für den Förderschwerpunkt „Sehen"

Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern, so lautet das vierte der SDGs (Sustainable Development Goals). Sowohl die Nachhaltigen Entwicklungsziele als auch die UN-Behindertenrechtskonvention verdeutlichen, wie wichtig inklusive Bildung ist. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, allen Kindern und Jugendlichen diese Bildung zu ermöglichen. Das vorliegende Konzept des Schul- und Bildungsprojekts êpa! des Marburger Weltladens für Fachkräfte in der pädagogischen Arbeit mit Kindern (7 - 12 Jahre) bietet Methoden und Materialien des Globalen Lernens an, die es sehenden und nichtsehenden Kindern gleichermaßen ermöglichen, an diesem Bildungsangebot teilzuhaben.

Podcast „Klima? Gerecht! Globale Perspektiven auf die Klimakrise"

In der aktuellen Folge des Podcasts „Klima? Gerecht! Globale Perspektiven auf die Klimakrise" der Christlichen Initiative Romero (CIR) geht es um die Stärkung marginalisierter Stimmen im Klima-Diskurs. Unter dem Titel „Von Menschenrechten und Machtverhältnissen" diskutieren die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Norma Sancir aus Guatemala und die Klimaaktivistin Lea Dehning aus Deutschland über systemische Ursachen für die Klimakrise und gehen der Frage nach, welche Rolle dabei Kolonialismus und der Schutz von Menschenrechten spielen.

Neues vom Blog EineWeltBlaBla


EineWeltBlaBla im März 2021

Das Sich-gegenseitige-Verstehen in der eigenen Muttersprache ist manchmal problematisch, im schlechtesten Fall diskriminierend und verletzend. Wie unser Verständnis von Sprache mit dem Begriff Political Correctness zusammenhängt, sind wir in dem Beitrag zu Die Macht der Worte nachgegangen.

Am 3. März war Tag des Artenschutzes - Zeit, um eine Bilanz zu ziehen, haben wir uns gedacht.

Warum fällt uns das mit dem Klimaschutz eigentlich so schwer? Dieser Frage wurde in dem ersten Gastbeitrag dieses Monats nachgespürt und Zusammenhänge zwischen dem Problem des kollektiven Handelns im 21. Jahrhundert, der Verwaltung von öffentlichem Gut und dem Klimawandel erkannt.

Am 8. März war Internationaler Frauentag! In einem ersten Beitrag dazu haben wir uns dem diesjährigen Motto der UN für den Weltfrauentag 2021: Women in leadership: Achieving an equal future in a COVID-19 world gewidmet. In Teil 2 zum feministischen Kampftag gibt es einen Überblick, wie anlässlich des Frauenkampftages weltweit Menschen aktiv geworden sind.

Wie geht es unserer Psyche bei all der Umweltzerstörung? Was bedeuten Begriffe wie Klimaangst, Klimadepression oder Solastalgie? Und wie hängen diese emotionalen Auswirkungen mit der Klimakrise zusammen? Auch damit haben wir uns im März auseinandergesetzt, denn mit diesen Gefühlen steht keine*r alleine da.

Für alle, die es auch vermissen, neue Menschen kennen zu lernen oder ein Gespräch mit einer Person zu führen, über die man noch überhaupt nichts weiß, haben wir die Organisation "Start with a friend" vorgestellt, die Einwander*innen und Locals zusammenführt.

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März hat sich der „a tip: tap" Verein vorgestellt und über sein Engagement und die verschiedenen Projekte zum Thema Leitungswasser berichtet.

Zum Monatsende hin haben wir noch ein wenig den Blick in Richtung kommende Sommermonate schweifen lassen. Denn das Feriencamp Modell morgen verbindet die Fragen der Zukunft mit einer Berufsorientierung der besonderen Art: In den verschiedenen Camps können Jugendliche herausfinden, wie man mit einem sinnvollen Job seinen Lebensunterhalt verdienen und eine zukunftsfähige Welt gestalten kann. Und um einen Eindruck vom letzten Jahr zu bekommen, erzählt eine Teamerin von ihren eigenen Erfahrungen.

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Hier gelangen Sie zu einer Zusammenstellung aktueller Bildungsmaterialien.

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Kompetenz-, werte- und handlungsorientiertes Lernen

Die Datenbank Eine Welt Medien hat zum Schwerpunkt dieses Newsletters eine Empfehlungsliste mit Filmen zusammengestellt. So fördern Filme aus dem Globalen Süden häufig Empathie und die Fähigkeit zum Perspektivenwechsell und schulen ebenso Reflexions- und Urteilsfähigkeit. Alle Filme werden jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen aufgeführt.
Veranstaltungen
Digitale Öffentlichkeitsarbeit - wirkungsvoll für eigene Formate im digitalen Raum werben
13.04.2021 online Afrika, China und Europa: zwischen Abhängigkeit, Konkurrenz und Kooperation
15.04.2021 online Online-Methodenfortbildung zum Thema „Globale Sanitärversorgung und Hygiene" der German Toilet Organization e. V. (GTO)
16.04.2021 online Grenzen des Wachstums - Über Ressourcenknappheit und das Gute Leben
16.04.2021 - 17.04.2021 online Workshop: Transformative Bildungspraxis – auf dem Weg zur sozial-ökologischen Transformation?
17.04.2021 online UrbanArt in der umwelt- und entwicklungspolitischen Bildungsarbeit - sichtbare Zeichen setzen für Veränderung vor Ort
21.04.2021 online Die SDGs in Unterricht und Schule bringen - Auftaktveranstaltung der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" 
21.04.2021 online Podcasts, Erklärvideos und andere Bildungssnacks selbst gemacht
21.04.2021 - 22.04.2021 online Online-Seminar „Wirkungsorientierung bei Multiplikator*innenschulungen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit"
22.04.2021 online Warum Kinderarbeit? Ein Bildungsangebot zum SDG 1. Teil der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" 
27.04.2021 online Klimawandel macht Hunger! Ein digitaler Workshop der Welthungerhilfe zum SDG 2. Teil der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" 
27.04.2021 online Welternährung neu denken. Interaktive Lehrerfortbildung zum weltweiten Ernährungswandel. Ein digitaler Workshop zum SDG 2. Teil der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" 
05.05.2021 online One Health - Gesundheit für alle. Ein digitaler Workshop der DAHW zum SDG 3. Teil der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" 
05.05.2021 online Workshop: Transformative Bildung und Digitalisierung
07.05.2021 online Nachhaltigkeitsziel 4: Bildung für alle – digitale Unterrichtsmaterialien mit offener Lizenz selbst erstellen. Teil der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte"
11.05.2021 online Kinderarbeit und Kinderrechte weltweit. Ein Online-Workshop von Brot für die Welt zum SDG 8. Teil der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" 
11.05.2021 online Vorschau Ausgabe Mai 2021: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende April 2021 zum Thema

Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft  

Zusendungen sind bis zum 23. April 2021 willkommen.
EWIK-Umfrage: Bitte bewerten Sie uns! Ihre Meinung ist gefragt:
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  März 2021 SDG 2 - Hunger beenden

Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
Weitere Informationen und Bestellung Online-Newsletter



 
Der Newsletter informiert monatlich per E-Mail über Neuigkeiten aus dem Bereich der entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit.


Weitere Informationen und Bestellung Redaktion World University Service e.V. –
Eine Welt Internet Konferenz (EWIK)
Goebenstraße 35
65195 Wiesbaden    
                      
Telefon: +49 (0)611-40809694
Fax: +49 (0)611-446489
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www.globaleslernen.de

Dr. Kambiz Ghawami (V. i. S. d. P)

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des
über den


 



Umweltbundesamt unterstützt Vereinte Nationen bei digitaler Nachhaltigkeit

SID Blog - 6. April 2021 - 20:51

"Coalition for Digital Environmental Sustainability" (CODES) gegründet Zur Unterstützung der Roadmap für digitale Zusammenarbeit des UN-Generalsekretärs haben sich das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP, der International Science Council, das Umweltbundesamt, die Regierung von Kenia, Future Earth sowie Sustainability in the Digital Age zusammengeschlossen, und gemeinsam die weltweite Initiative CODES (Coalition for Digital Environmental Sustainability) gegründet.


y Die CODES-Initiative ist ein offener Stakeholder-Zusammenschluss. Sie will Umweltbelange fest in der Roadmap für digitale Zusammenarbeit verankern. Die Initiative will Treffen koordinieren, Diskussionen anstoßen, Berichte erstellen und vor allem dabei helfen, Zusammenarbeit herzustellen für einen Aktionsplan zur Stärkung einer Digitalisierung für ökologische Nachhaltigkeit.

Die Roadmap für digitale Zusammenarbeit des UN-Generalsekretärs hebt bereits hervor, wie wichtig digitale Technologien für Umwelt- und Klimaschutz sind: "Die neuesten technologischen Fortschritte werden uns noch besser helfen, den Umweltzustand zu überwachen und die Umwelt zu schützen. Wenn wir diese Technologien richtig nutzen, kann die digitale Revolution helfen, den Klimawandel zu bekämpfen, globale Nachhaltigkeit voranzubringen, und auch das Wohlergehen der Menschen zu fördern."

Die CODES-Initiatoren wollen einen offenen Multi-Stakeholder-Prozess etablieren und anwendungsbasiertes Wissen und Best-Practice zusammenbringen, um die Potenziale der Digitalisierung noch stärker für Nachhaltigkeitstransformationen nutzbar zu machen. Dies beinhaltet: Aufgaben schrittweise priorisieren, ein dezentrales Koordinations-Netzwerk aufbauen, Innovationsförderung und ein gemeinsames Verständnis von Investitionsprioritäten. Ziel ist es, gemeinsam Einfluss zu nehmen darauf, wie der private und der öffentliche Sektor ihre Finanzmittel einsetzen, um einen digitalen nachhaltigen Planeten zu erschaffen. Dabei betrachtet die Initiative den Umgang mit Daten, Standards, Sicherheitsnetzen, Infrastruktur, public-private partnerships und digitalen öffentlichen Gütern. Besonders sollen die Bereiche schnell identifiziert werden, die kommerzielle und nicht-kommerzielle Investitionen in nachhaltige Wirtschaftsformen in Gang bringen.

Um das gemeinsame digitale Nachhaltigkeitsziel zu erreichen, wird CODES in ihrem Aktionsplan weltweite Zielvereinbarungen unterstützen. Die CODES-Initiative wird dazu aufrufen, zählbare und termingerechte Zusagen für Investitionen in digitale Nachhaltigkeit zu tätigen, die dabei helfen sollen, Millionen von Produkten, Milliarden von Konsumenten und Billionen von Geldern zu bewegen CODES-Initiatoren tragen dazu bei, die Fortschritte in Richtung der "Millionen, Milliarden, Billionen"-Ziele zu monitoren und an den UN-Generalsekretär sowie den Technologie-Beauftragten des Generalsekretärs zu berichten.

Als Mit-Initiator der Initiative CODES plant das Umweltbundeamt den Aufbau eines "Anwendungslabors Künstliche Intelligenz und Big-Data", mit dem die Anwendbarkeit von Methoden der KI für das umweltbezogene Monitoring, insbesondere mit globalen Satellitenfernerkundungsdaten, überprüft und konkrete Anwendungen für den Umweltschutz und das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele entwickelt werden sollen. Das Umweltbundesamt unterstützt damit die umweltpolitische Digitalagenda des Bundesumweltministeriums sowie die Umsetzung der EU-Ratsempfehlungen zur Förderung einer nachhaltigen Digitalisierung im Rahmen des Europäischen Green Deals von Dezember 2020.

"Noch sind weniger als die Hälfte der Erdbevölkerung online. Wir wollen bis 2030 alle Menschen ermöglichen, die Vorteile des Internet und der digitalen Welt zu nutzen. Dies wird jedoch die Erde weiter unter Druck setzen", sagte die stellvertretende Generalsekretärin Maria-Francesca Spatolisano, Büro des Technologie-Beauftragten, Vereinte Nationen. "Eine nachhaltigere Zukunft zu erschaffen ist eine zu große Aufgabe für ein einzelnes Land, einen einzelnen Sektor oder Unternehmen. Wir begrüßen daher die CODES-Initiative und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Initiatoren."

Wichtige Meilensteine:
  1. 27. April 2021 (vsl.): Unterstützung der Debatte der UN-Vollversammlung zur digitalen Konnektivität und Zusammenarbeit
  2. Mai 2021: Roundtable "A Digital Planet for Sustainability" zur Diskussion des Berichtsentwurfs und der Agenda der Initiative
  3. 10.-11. Juni 2021: Globale Konferenz "A Digital Planet for Sustainability - Working towards an Acceleration Plan on Digital Environmental Sustainability"
  4. Juli 2021: Roundtable, Besprechung des Plans zur Beschleunigung von Digitalisierung in der ökologischen Nachhaltigkeit
  5. September 2021: Veröffentlichung des "Aktionsplan zur Stärkung einer Digitalisierung für ökologische Nachhaltigkeit: So bewegen wir Millionen von Produkten, Milliarden von Konsumenten und Billionen von Geldern", Input zur 76. UN-Vollversammlung
  6. Einrichtung eines CODES-Programm-Vorstands, um die Beiträge der CODEs-Mitglieder zu überwachen und zu managen und um die CODES-Initiative zu beraten


Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die UN-Plattform SparkBlue oder kontaktieren Sie direkt:

Der neue Schirmherr: Dr. Eckart von Hirschhausen

Klimawoche - 6. April 2021 - 15:51

„Unsere Mutter Erde ist krank, sie hat hohes Fieber und das steigt weiter. Sie gehört auf die Intensivstation mit ‚Multiorganversagen‘, wenn man die Symptome zusammenzählt, ein echter Notfall“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, der anlässlich des Weltgesundheitstages der WHO am 7. April die Schirmherrschaft für die 13. Hamburger Klimawoche, Europas größter Klimaveranstaltung, übernimmt. „Denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Wir haben lange die Klimathemen viel zu abstrakt verhandelt, so als wäre es eine Frage von Atmosphärenchemie, Eisbären und Meeresspiegel“, sagt von Hirschhausen. Der Arzt, Moderator, Autor und Wissenschaftsjournalist setzt sich seit 2018 für eine medizinisch und wissenschaftlich fundierte Klimapolitik ein. Er ist Mitglied der „Scientists for Future“ und Unterstützer der „Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit“ (KLUG). Zudem hat er die Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ gegründetEckart von Hirschhausen bringt es zusammengefasst auf die Formel: „Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.“

„Unser Körper ist ein guter Lehrmeister, um uns zu zeigen, wie schnell wir bei einer steigenden Außentemperatur buchstäblich zusammenbrechen. Hitzewellen und Hitzetote sind aber nur eine der vielen Auswirkungen. Allergien nehmen zu, Feinstaubteilchen aus Abgasen gehen durch die Lunge direkt ins Blut und tragen zu Herzinfarkt, Schlaganfall und sogar zu Diabetes bei, weil unser Körper sich in einem permanenten Abwehrmechanismus befindet“, sagt Eckart von Hirschhausen. „Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Wir müssen alles tun, was dem Planeten guttut – und gleichzeitig auch unserer eigenen Gesundheit.“

„Dr. Eckart von Hirschhausen ist ein ganz exzellenter Schirmherr, denn Gesundheit und Klima hängen direkter zusammen, als wir glauben“, sagt Frank Schweikert, Initiator und Kurator der Hamburger Klimawoche. „Eckart von Hirschhausen schafft es wie kaum ein anderer, die breite Bevölkerung für wissenschaftliche Themen zu begeistern – und das trotz der teils dramatischen Nachrichten, denen wir uns beim Arten-, Habitat- und Klimaschutz gegenüber sehen.“ Der Weltgesundheitstag der WHO macht uns gerade im zweiten Jahr der Corona-Pandemie überdeutlich, wie untrennbar der Kampf gegen ökologische und gesundheitlicher Gefahren ist. „Der Klimawandel wird einen wesentlich größeren Einfluss auf uns alle und unsere Gesundheit haben, als Corona“, sagt Schweikert. „Und der Klimawandel zerstört jeden Tag mehr Leben als diese Corona-Pandemie.“

Am 18. Mai erscheint Eckart von Hirschhausens neues Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben.“ Es geht um die großen Themen unserer Zeit in überraschenden Zusammenhängen: Klima, Killerviren und Koalas. In diesem „subjektiven“ Sachbuch begibt sich Eckart von Hirschhausen auf die Suche nach guten Ideen für eine bessere Welt.

Die 13. Hamburger Klimawoche wird auch in diesem Jahr wieder aus zahlreichen spannenden Veranstaltungen von Klimawoche e.V., einem Bildungsprogramm für Schüler*innen und Kita-Kindern sowie dem Themenpark Green World Tour bestehen. Um die Gesundheit der Besucher*innen zu gewährleisten, werden wie schon 2020 die Diskussionen, Interviews und Vorträge im Internet gestreamt. Ein breites Netzwerk aus Organisationen, Initiativen und Vereinen wird zudem ab dem 19. September zu vielfältigen Veranstaltungen rund um den Klimaschutz und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in den Stadtteilen einladen.

Die 13. Hamburger Klimawoche im Überblick

  • Diskussionen, Vorträge, Interviews: 19.-26. September 2021
  • Bildungsprogramm: 20.-24. September 2021
  • Green World Tour (Nachhaltigkeitsmesse): 25.+26. September rund um dieHauptkirche St. Petri
  • Informationen: www.klimawoche.de

Foto: (c) Julian Engels

Der Beitrag Der neue Schirmherr: Dr. Eckart von Hirschhausen erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

Kategorien: Hamburg

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