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Nachhaltigkeit in der indischen Modeindustrie – Drei Podcast-Berichte

#hamburg mal fair - 20. April 2020 - 14:11
Nachhaltigkeit in der indischen Modeindustrie – Drei Podcast-Berichte

Der Fabrikeinsturz von Rana Plaza jährt sich in dieser Woche zum siebten Mal. Über 1.000 Menschen, meist junge Näherinnen, verloren am 24. April 2013 ihr Leben. Die Fashion Revolution Week nimmt dies zum Anlass, um ein Umdenken in der Modeindustrie und mehr Transparenz in den Produktionsketten einzufordern.

Die Soziologin Jorinde Bartels ist aktiv in der Kampagne für Saubere Kleidung und der Fashion Revolution Bewegung. Sie forschte zu Produktionsbedingungen in Indien entlang der gesamten textilen Lieferkette und sprach vor Ort mit Modemarken, Fabrikbesitzern, Gewerkschaften und NGOs. In unserem dreiteiligen Podcast unterhält sich Jorinde mit Maike Strietholt und berichtet von ihren Erfahrungen und Eindrücken aus Indien und ihrem Engagement in Hamburg. Beide sind als Bildungsreferentinnen für hamburg mal fair tätig.

Erster Teil

Bild: Jorinde Bartels

Jorinde Bartels hat für ein deutsch-indisches Forschungsprojekt verschiedene Stationen der textilen Produktionskette besucht. Im ersten Teil unseres Podcasts berichtet Jorinde über ihre unterschiedlichen Erfahrungen, die sie bei ihren Begegnungen mit verantwortlichen Akteuren, NGOs und Gewerkschaften entlang der gesamten Kette gemacht hat. Welche sozialen und ökologischen Probleme und Herausforderungen gibt es? Wie steht es um die Arbeitsbedingungen und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern? Was bewirken Sozial- und Umweltstandards? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft vor Ort? Hört euch den ersten Teil unseres Podcasts an und erfahrt, was Jorinde zu diesen Fragen erfahren hat!

http://hamburgmalfair.de/wp-content/uploads/2020/04/Podcast-Jorinde-Teil-1-niedrig.mp3

 

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Lernstoff – online

Globales Lernen in Hamburg - 18. April 2020 - 10:23

Von Arbeitsblättern, Themenvideos, über Quiz und  “Do it yourself” Anleitungen haben in den letzten Wochen mehrere Hamburger Projekte zum Globalen Lernen / BNE eine bunte Sammlung von “Lernstoff”  auf ihren Webseiten veröffentlicht. Es sind Angebote vom Grundschulalter bis zur Sekundarstufe II.

Die Open School 21 hat online Angebote thematisch und nach Jahrgangsstufen sortiert. Zu finden sind die Angebote hier.

Das Projekt hamburg mal fair hat “Lern-snacks” zu nachhaltigem Konsum erstellt – z.B. Indoor Rallyes zu Elelektronik, Textilien und Schokolade, ein Quiz zu Fußbällen und eine Mindmap zu Schokolade. Mehr dazu hier.

Um Klimagerechtigkeit im digtitalen Unterricht geht es beim Projekt CreaACTiv der KinderKulturKarawane, u.a. mit Quiz und Memoryspiel. Weitere Infos hier.

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Interaktives Quiz zu fairen Fußbällen

#hamburg mal fair - 17. April 2020 - 8:46
Interaktives Quiz zu fairen Fußbällen

Für unseren digitalen Lernsnack in dieser Woche nutzen wir ein Tool mit ähnlichem Namen: Die Anwendung Learning Snacks (learningsnacks.de). Hiermit lassen sich kurze Quizze in einem interaktiven Dialogsystem erstellen. Die Optik erinnert an Messenger-Dienste. Die kurzen Lerneinheiten werden mit Fotos, Multiple Choice-Aufgaben, Videos und Umfragen gefüllt und können zur Wiederholung, zur Festigung oder zum Einstieg eines Themas  eingesetzt werden.

Unser Learning Snack-Quiz haben wir rund um das Thema Fußball und Fairer Handel gestaltet. Woher kommen eigentlich unsere Fußbälle, wie werden sie hergestellt, wer macht die Arbeit und können diese Menschen gut davon leben? Steigt ein in unseren Lernsnack und testet euer Wissen. Die Anwendung ist für das Spielen auf dem Smartphone konzipiert, lässt sich aber auch vom Computer aus spielen.

©Author

 

Unsere Lernsnacks erstellen wir gemeinsam mit unserer Honorarkraft Larissa Gumgowski. Ihre Einschätzung zu Learning Snacks gibt sie hier ab:

  • Learning Snacks ist sehr intuitiv in der Nutzung und es macht Spaß, weil man das Ergebis direkt sieht.
  • Die Funktionen sind sehr simpel und die Möglichkeiten zu individualisieren sehr gering. Dafür ist es aber schnell zu bedienen.
  • Das Tool hakt beim Quiz-Erstellen öfter mal, Bilder werden manchmal nicht beim ersten Versuch geladen oder an der falschen Stelle angezeigt.
  • Mit der Gaming-Funktion kann man eine Gruppe von Menschen auch gegeineinander antreten lassen. Im Klassenzimmer können Schüler*innen oder Teilnehmer*innen eines Workshops eigene Quizze erstellen. Das Tool bietet damit auch die Möglichkeit es während des Unterrichts oder während Workshops einzusetzen.
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Jetzt online: "Land ist unser Leben"

AgrarKoordination - 16. April 2020 - 9:48
Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, war im Oktober 2019 in Paraná und hat in Zusammenarbeit mit Prof. Antônio Inácio Andrioli und Liria Andrioli von der Universität UFFS (Universidade Federal da Fronteira Sul) in Laranjeiras do Sul, Gespräche mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Indigenen und Landlosen geführt. Begleitet wurde sie von Jaine Amorin, die Fotos und Videos erstellt hat. Hier geht es zur Online-Reportage: Land ist unser Leben
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Klimaschutz in der Corona-Krise

Klimawoche - 14. April 2020 - 18:39

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Halle) hat eine dritte Stellungnahme mit Empfehlungen für die Corona-Krise veröffentlicht. In dem 18-seitigen Papier vom 13. April 2020 mit dem Titel „Coronaviris-Pandemie – die Krise nachhaltig überwinden“, das bei Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten eine Rolle spielen soll, mahnen die Experten auch, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

In der dritten Ad-hoc-Stellungnahme beschäftigen sich die Leopoldina-Wissenschaftler*innen mit den sozialen, rechtlichen, psychologischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Aspekten der Pandemie und beschreiben Strategien, die zu einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität beitragen können. Sie appellieren aber auch an die Politik, dass alle politischen Maßnahmen, die nicht der unmittelbaren Rettung von Unternehmen dienen, sich auf nationaler wie internationaler Ebene am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren müssen: „Der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft und eine konsequente Mobilitäts- und Landwirtschaftswende setzen wesentliche Impulse für Innovation und Wachstum. Dazu gehören die umgehende Einführung eines Preises für fossiles CO2, die schnellstmögliche Verabschiedung und Umsetzung der nationalen Wasserstoffstrategie sowie die Neuregelung des Strommarktes. Ziel muss ein starker europäischer ,Green Deal’ bleiben.“

Die Coronavirus-Krise habe „tiefe Spuren“ hinterlassen, „vor allem aber wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben“, schreiben die Wissenschaftler*innen. „Nicht zuletzt gilt es, aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die Vernichtung und Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei.“

Die Leopoldina-Experten*innen fordern dazu auf, die Chance zu nutzen, die jetzt getätigten Investitionen und Programme nachhaltig auszurichten. So entstünde die „Freiheit der Beteiligten, die notwendigen Änderungen auf eine den jeweiligen lokalen und zeitlichen Gegebenheiten angemessene Weise umzusetzen, dringend nötige Technologieoffenheit beispielsweise bei der Energiewende herzustellen, regionale und globale Stoffkreisläufe zu schließen etc. Wird diese Chance vertan, so dürfte auf Grund der Größe der jetzigen Wirtschaftsprogramme ein später nötiges drastischeres Umsteuern extrem schwierig werden. Daher liegt in der Wahrnehmung dieser historischen Chance eine kaum zu überschätzende Verantwortung der Handelnden. Notwendig ist dabei eine transparente Kostendiskussion, die auch die massiven externen Kosten von Klima-, Umwelt- und nicht zuletzt daraus resultierenden Gesundheitsschäden berücksichtigt.“

Zwar ginge es zunächst darum, wirtschaftliche Aktivitäten so anzustoßen, dass die in diesem Jahr unvermeidliche Rezession nicht zu stark ausfällt, die Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt, heißt es in dem Papier. „Dieser sollte allerdings stärker als zuvor von Prinzipien der Nachhaltigkeit bestimmt sein, nicht zuletzt, weil hierin enorme Potentiale für die wirtschaftliche Entwicklung liegen. Dies erfordert ein entschiedenes Handeln von Seiten der Wirtschaftspolitik. Aller Voraussicht nach werden jenseits der jetzt getroffenen Maßnahmen und trotz der im System angelegten automatischen Stabilisatoren (geringere Steuereinnahmen, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen) weitere konjunkturpolitische Maßnahmen erforderlich sein.“

So fordern die Wissenschaftler*innen auf „der Ausgabenseite“ den „Abbau klima- und umweltschädlicher Subventionen. Dabei sollten strukturpolitische Zielsetzungen, etwa im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge und den Schutz von Gemeinschaftsgütern speziell in den Bereichen Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz, vorrangig berücksichtigt werden.“

Foto: Hamburger Hafen / Pixabay

Der Beitrag Klimaschutz in der Corona-Krise erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

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Social Media-Webinar

VEN Niedersachsen - 14. April 2020 - 17:10

Facebook, Whats-App und Instagram erreichen täglich viele Menschen. Wie diese Kanäle für die entwicklungspolitische Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden können, verrät dieses Webinar am Donnerstag, dem 23. April von 17 bis 19 Uhr.

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Nationalakademie Leopoldina zum Klimaschutz in der Corona-Krise

Klimawoche - 14. April 2020 - 15:14

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Halle) hat eine dritte Stellungnahme mit Empfehlungen für die Corona-Krise veröffentlicht. In dem 18-seitigen Papier vom 13. April 2020 mit dem Titel „Coronaviris-Pandemie – die Krise nachhaltig überwinden“, das bei Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten eine Rolle spielen soll, mahnen die Experten auch, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

In der dritten Ad-hoc-Stellungnahme beschäftigen sich die Leopoldina-Wissenschaftler*innen mit den sozialen, rechtlichen, psychologischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Aspekten der Pandemie und beschreiben Strategien, die zu einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität beitragen können. Sie appellieren aber auch an die Politik, dass alle politischen Maßnahmen, die nicht der unmittelbaren Rettung von Unternehmen dienen, sich auf nationaler wie internationaler Ebene am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren müssen: „Der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft und eine konsequente Mobilitäts- und Landwirtschaftswende setzen wesentliche Impulse für Innovation und Wachstum. Dazu gehören die umgehende Einführung eines Preises für fossiles CO2, die schnellstmögliche Verabschiedung und Umsetzung der nationalen Wasserstoffstrategie sowie die Neuregelung des Strommarktes. Ziel muss ein starker europäischer ,Green Deal’ bleiben.“

Die Coronavirus-Krise habe „tiefe Spuren“ hinterlassen, „vor allem aber wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben“, schreiben die Wissenschaftler*innen. „Nicht zuletzt gilt es, aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die Vernichtung und Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei.“

Die Leopoldina-Experten*innen fordern dazu auf, die Chance zu nutzen, die jetzt getätigten Investitionen und Programme nachhaltig auszurichten. So entstünde die „Freiheit der Beteiligten, die notwendigen Änderungen auf eine den jeweiligen lokalen und zeitlichen Gegebenheiten angemessene Weise umzusetzen, dringend nötige Technologieoffenheit beispielsweise bei der Energiewende herzustellen, regionale und globale Stoffkreisläufe zu schließen etc. Wird diese Chance vertan, so dürfte auf Grund der Größe der jetzigen Wirtschaftsprogramme ein später nötiges drastischeres Umsteuern extrem schwierig werden. Daher liegt in der Wahrnehmung dieser historischen Chance eine kaum zu überschätzende Verantwortung der Handelnden. Notwendig ist dabei eine transparente Kostendiskussion, die auch die massiven externen Kosten von Klima-, Umwelt- und nicht zuletzt daraus resultierenden Gesundheitsschäden berücksichtigt.“

Zwar ginge es zunächst darum, wirtschaftliche Aktivitäten so anzustoßen, dass die in diesem Jahr unvermeidliche Rezession nicht zu stark ausfällt, die Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt, heißt es in dem Papier. „Dieser sollte allerdings stärker als zuvor von Prinzipien der Nachhaltigkeit bestimmt sein, nicht zuletzt, weil hierin enorme Potentiale für die wirtschaftliche Entwicklung liegen. Dies erfordert ein entschiedenes Handeln von Seiten der Wirtschaftspolitik. Aller Voraussicht nach werden jenseits der jetzt getroffenen Maßnahmen und trotz der im System angelegten automatischen Stabilisatoren (geringere Steuereinnahmen, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen) weitere konjunkturpolitische Maßnahmen erforderlich sein.“

So fordern die Wissenschaftler*innen auf „der Ausgabenseite“ den „Abbau klima- und umweltschädlicher Subventionen. Dabei sollten strukturpolitische Zielsetzungen, etwa im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge und den Schutz von Gemeinschaftsgütern speziell in den Bereichen Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz, vorrangig berücksichtigt werden.“

Foto: Hamburger Hafen / Pixabay

Der Beitrag Nationalakademie Leopoldina zum Klimaschutz in der Corona-Krise erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

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Burundi vor den Wahlen: Chance für einen Neuanfang?

GIGA Event - 14. April 2020 - 13:11
Online-GIGA Gespräch in Kooperation mit dem Ökumenischen Netz Zentralafrika GIGA Gespräch Referent*innen Gesine Ames (ÖNZ), Dr. Julia Grauvogel (GIGA), Dr. Sonja Kreibich (Auswärtiges Amt), Mgr. Jean Louis Nahimana (Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Erzdiözese Bujumbura) Moderation

Dr. Christian von Soest (GIGA)

Forschungsteams Autoritäre Politik Forschungsschwerpunkte Politische Verantwortlichkeit und Partizipation Regionen GIGA Institut für Afrika-Studien Anmeldung erforderlich

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