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Hamburg

LHÜ-Info Februar 2020

SID Blog - 28. Februar 2020 - 14:52

Nachhaltigkeit im Sport am Beispiel fairer Bälle

#hamburg mal fair - 27. Februar 2020 - 15:53
Nachhaltigkeit im Sport am Beispiel fairer Bälle

Montag 27.4.2020, 16-19 Uhr, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Felix-Dahn-Straße 3

Im Rahmen eines Thementages zu SDGs im Schulunterricht bieten hamburg mal fair, die Fair Trade Stadt Hamburg und das Landesinstitut für Lehrerbildung einen Workshop zu „Nachhaltigkeit im Sport am Beispiel Fairer Bälle“ an. Diese Veranstaltung richtet sich vor allem an Sportlehrer*innen- und Fachbereichsleitungen.

Nach einer vorangehenden Einführung zu den SDGs (Nachhaltigkeitsziele der UN) stehen in unserem Workshop der Fußball und andere Sportbälle im Fokus. Fair Play spielt im Sport eine wichtige Rolle, aber dass die Produktionsbedingungen von Bällen und Sportequipment oft menschenunwürdig und gesundheitsgefährdend sind ist den wenigsten bekannt.

Michael Jopp von der Kampagne „Berliner Sport – Rund um Fair!“ und der bundesweiten Kampagne #Sporthandeltfair gibt Einblicke in die Einkaufs- und Beschaffungsmöglichkeiten von fair gehandelten Bällen. hamburg mal fair stellt Bildungsmaterialien zu Sportartikelproduktion aus dem Lernkoffer „Fußball“ vor. Nach dem Input können in einer Praxisphase fair gehandelte Fuß-, Hand- und Volleybälle getestet werden. Wer weiß: Vielleicht statten Sie bald auch Ihre Schule mit Fairen Bällen aus!

Unser Material können Sie zum einen im Sport aber auch in gesellschaftspolitischen Unterrichtseinheiten nutzen. Bitte Sportschuhe mitbringen.

Wir freuen uns auf Ihre verbindliche Teilnahme.

Bitte teilen Sie diesen Termin mit Kolleg*innen und in Ihren Netzwerken.

Hier finden Sie mehr Infos und Anmeldedaten auf TIS: https://tis.li-hamburg.de/web/guest/catalog/detail?tspi=52964_ (Veranstaltungs-Nr.: 2014N1102)

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Frisch aus dem Druck: Mitgliedszeitschrift Europa aktiv 1-2020

Europa-Union Hamburg - 26. Februar 2020 - 21:19
Nun ist sie also da, die erste Post-Brexit Europa aktiv. Wir blicken nach vorne nach diesem traurigen 31. Januar und rüsten uns dafür, Europa stärker zu machen - auch finanziell, wofür der Protest-Flashmob vor dem Kanzleramt am 19. Februar vor dem Brüsseler Sondergipfel trotz Regenwetters farbenfroh und eindrucksvoll eintrat. Um Europa handlungs- und gestaltungsfähig zu erhalten, müssen nach dem Austritt der Briten alle mehr beisteuern.
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Studentische Hilfskraft (m/w/d) – 30h/Monat

Europa Kolleg #Hamburg - 26. Februar 2020 - 17:09

Am Europa-Kolleg HamburgInstitute for European Integration ist zum 1.04.2020 folgende Stelle zu besetzen:

Studentische Hilfskraft (m/w/d)

Fachbereiche Rechts-, Wirtschafts-/Sozialwissenschaften

30 Stunden pro Monat (Vergütung: 11€/Stunde)

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • redaktionelle Mitarbeit und Pflege der Website (WordPress)
  • Social Media Redaktion (insbes. Twitter, Facebook)
  • druckreife Bearbeitung von wissenschaftlichen Publikationen
  • Mitarbeit an Forschungsprojekten durch Materialrecherchen und andere unterstützende Tätigkeiten
  • Unterstützung bei Publikums-Veranstaltungen
  • Datenpflege

Was Sie auszeichnet:

  • Überdurchschnittliche Studienleistungen
  • Erste Arbeitserfahrungen/ Praktika erwünscht
  • fließende Deutsch- und Englischkenntnisse
  • gute EDV-Kenntnisse (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Content-Management Systeme, idealerweise WordPress, Affinität für Social Media)
  • redaktionelle Erfahrung, stilsicheres Texten erwünscht

Was wir Ihnen bieten:

Das Institute for European Integration ist eine wissenschaftliche Einrichtung an der Universität Hamburg, und ein interdisziplinäres Forschungsinstitut, das sich mit Fragen der europäischen Integration beschäftigt. Wir bieten Ihnen ein vielfältiges Aufgabenspektrum sowie flexible Arbeitszeiten in einem kleinen Team mit gutem Arbeitsklima.

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen werden bis zum 15.03.2020 erbeten an:

Martin Lieberich
m-lieberich@europa-kolleg-hamburg.de

Bitte fassen Sie alle Unterlagen in einem Dateianhang (PDF-Format) zusammen.

Der Beitrag Studentische Hilfskraft (m/w/d) – 30h/Monat erschien zuerst auf Europa Kolleg Hamburg.

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Stadt der Zukunft – Stadtentwicklung und nachhaltiges Management

Event in #Hamburg - 26. Februar 2020 - 15:08
Sprache Deutsch Termin:  Sonntag, 20.09.2020 bis Donnerstag, 24.09.2020

Info/ Anmeldung: Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED),  Ansprechpartnerin: Susanne Berlich de Arroyo, Tel. 0511 353749-34, berlich[at]ked-niedersachsen.de, www.ked-niedersachsen.de/02_arbeitsbereiche/02-04_stube

20095 HamburgDeutschland Preview Text: 

Info/ Anmeldung: Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED),  Ansprechpartnerin: Susanne Berlich de Arroyo, Tel. 0511 353749-34, berlich[at]ked-niedersachsen.de, www.ked-niedersachsen.de/02_arbeitsbereiche/02-04_stube

Kategorien: Hamburg

Anmeldephase für die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit 2020 gestartet

#Nachhaltigkeit - 26. Februar 2020 - 1:00

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ruft ab sofort bundesweit zur Beteiligung an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit (DAN) 2020 auf. Die Aktionstage finden, dieses Jahr zum neunten Mal, vom 30. Mai bis 05. Juni 2020 statt und tragen dazu bei, auf die Umsetzung der globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) hinzuweisen.

Ziel der Aktionstage
Die Aktionstage machen nachhaltiges Engagement in ganz Deutschland sichtbar. Ziel ist es, zu motivieren, zu inspirieren und zum Mitmachen anzuregen: die Vielzahl an Aktionen soll die Bandbreite der Möglichkeiten zum nachhaltigen Engagement aufzeigen, um immer mehr Menschen zu einem nachhaltigen Handeln zu bewegen.

Wer kann sich beteiligen?
Teilnehmen können alle, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren möchten. Egal ob Privatperson, Verein, Stiftung, Schulklasse, Universität, Kirche, soziale Einrichtung oder Unternehmen. In diesem Sinne richten sich die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit an alle Menschen in Deutschland.

Welche Aktionen können angemeldet werden?
Der Aktionsart sind keine Grenzen gesetzt: Von Baumpflanzaktion und kreativer Resteküche über Kleidertauschpartys bis hin zu betriebsinternen Nachhaltigkeitsfesten ist jede Aktion möglich. Einzige Voraussetzung ist, dass die Aktion einen Bezug zu den globalen Zielen für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hat und nicht kommerziell motiviert ist. Um möglichst vielen Menschen eine Teilnahme zu ermöglichen, werden auch Aktionen im Zeitraum vom 25. Mai bis inklusive 10. Juni 2020 berücksichtigt.

Die Anmeldung ist ab sofort über die Website www.tatenfuermorgen.de möglich.

Foto: Rat für Nachhaltige Entwicklung

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Konferenz „Nachhaltigkeit bei Klima und Stadtentwicklung – wo bleiben Gleichberechtigung und Emanzipation?“ am 25. April

#Nachhaltigkeit - 26. Februar 2020 - 0:00

Der Marie-Schlei-Verein lädt ein zur Nachhaltigkeitskonferenz „Nachhaltigkeit bei Klima und Stadtentwicklung – wo bleiben Gleichberechtigung und Emanzipation?“ am 25.04.2020. Der Verein legt seinen Fokus auf Entwicklungsprojekte für Frauen.

Die UN-Nachhaltigkeits-Agenda will gesellschaftlichen Wandel durch ökologische, soziale und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung, die nach Ziel 5 geschlechtergerecht verlaufen muss. Die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt in den Städten, hier konzentrieren sich Potenziale und Herausforderungen einer globalen Entwicklung. Welche nachhaltigen Siedlungskonzepte gibt es aus Frauensicht? Auch Klimafragen sind nicht geschlechtsneutral – wie sieht eine geschlechtergerechte Klimapolitik aus?

Generation Gleichheit in der Nachhaltigkeit, Prof. Dr. h.c. Randzio-Plath, Vorsitzende Marie-Schlei-Verein Herausforderungen der Urbanisierung und Geschlechtergerechtigkeit, Dr.-Ing. Nadine Appelhans, Technische Universität Dortmund Klimawandel und Geschlechtergerechtigkeit, Patricia Bohland, LIFE – Education, Sustainability, Equality Moderation Dr. Anke Butscher, Anke Butscher Consult

Wann?
Samstag, 25. April 2020, Einlass 10 Uhr, Beginn 10.30 Uhr

Wo?
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Anmeldung?
Um Anmeldung bis zum 20. April 2020 per Telefon 040 - 4149 6992 oder per E-Mail wird gebeten.

Die Einladung mit weiteren Details finden Sie hier im PDF-Format.

Foto: CC0-Lizenz: Pexels (Markus Spiske)

Kategorien: Hamburg

Stellungnahme zur Fortschreibung der deutschen Rohstoffstrategie

VEN Niedersachsen - 25. Februar 2020 - 15:24

Am 15. Januar 2020 beschloss das Bundeskabinett seine aktualisierte Rohstoffstrategie, die eine Fortschreibung der Rohstoffstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 ist. Die neue Grundausrichtung hat sich dabei gegenüber der Vorgängerstrategie nicht verändert. „Die Wettbewerbsfähigkeit der [deutschen] Industrie zu stärken und die Arbeitsplätze in der Industrie zu erhalten“ (Seite 2), steht weiterhin im Zentrum. Trotz der Kritik und vielen Vorschlägen von Umweltverbänden und Menschenrechts- sowie Entwicklungsorganisationen werden Nachhaltigkeit und Menschenrechte auch in der neuen Strategie vernachlässigt. Eine ausführliche, vom VEN mitgezeichnete, Stellungnahme des AK Rohstoffe zeigt weitere Knackpunkte auf.

Kategorien: Hamburg

Stellungnahme zur Fortschreibung der deutschen Rohstoffstrategie

VEN Niedersachsen - 25. Februar 2020 - 15:24

Am 15. Januar 2020 beschloss das Bundeskabinett seine aktualisierte Rohstoffstrategie, die eine Fortschreibung der Rohstoffstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 ist. Die neue Grundausrichtung hat sich dabei gegenüber der Vorgängerstrategie nicht verändert. „Die Wettbewerbsfähigkeit der [deutschen] Industrie zu stärken und die Arbeitsplätze in der Industrie zu erhalten“ (Seite 2), steht weiterhin im Zentrum. Trotz der Kritik und vielen Vorschlägen von Umweltverbänden und Menschenrechts- sowie Entwicklungsorganisationen werden Nachhaltigkeit und Menschenrechte auch in der neuen Strategie vernachlässigt. Eine ausführliche, vom VEN mitgezeichnete, Stellungnahme des AK Rohstoffe zeigt weitere Knackpunkte auf.

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Projekt Nachhaltigkeit 2020 gestartet

#Nachhaltigkeit - 25. Februar 2020 - 0:00
Projekt Nachhaltigkeit geht in die nächste Runde - noch bis zum 23.3.2020 können sich Nachhaltigkeitsprojekte und Initiativen für den Wettbewerb online bewerben.

Foto: Projekt Nachhaltigkeit/ RENN.nord

Kategorien: Hamburg

17. Jahrgang startet mit 58 Studierenden

Sustainability Management - 24. Februar 2020 - 9:45

Heute für morgen managen. Damit fängt der 17. Jahrgang des MBA Sustainability Management jetzt an. 58 angehende Nachhaltigkeitmanager*innen sind im Februar ins Studium gestartet.

Nachhaltige Entwicklung in Organisationen vorantreiben und unternehmerisch umsetzen – Fach- und Führungskräfte dafür zu qualifizieren, ist das Ziel das MBA Sustainability Management. 58 neue Studierende arbeiten seit dem letzten Wochenende am Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität darauf hin. Zum Studienstart haben sie sich bei einer zweitägigen Einführungspräsenz auf dem Campus kennengelernt – und sind mit Impulsen zu Nachhaltigkeitsmanagement und nachhaltiger Entwicklung direkt in ihr erstes Fachmodul gestartet.

Viele Welten, ein gemeinsames Ziel

Forstwirtschaft, Investmentbanking, Textilindustrie, Wirtschaftsprüfung, Entwicklungszusammenarbeit, Konzernlogistik – auch in diesem Jahr kommen die Studierenden aus ganz unterschiedlichen Welten. Aus unterschiedlichen Branchen, aus kleinen Unternehmen und großen Konzernen, aber auch aus Verwaltung, Wissenschaft, NGOs und Stiftungen. Gemeinsam haben sie alle, dass sie neben einem ersten Studienabschluss bereits Berufserfahrung mitbringen. Im Jahrgangsdurchschnitt rund zehn Jahre, die Bandbreite reicht jedoch von zwei bis 29 Jahren. Ihr gemeinsames Ziel: Ihr Unternehmen oder ihre Organisation auf Nachhaltigkeitskurs schwenken oder – falls das Unternehmen bereits auf Kurs ist – das Nachhaltigkeitsmanagement professionalisieren.

Eine kleine Auflockerungsübung zwischendurch: Aus den Anfangsbuchstaben der eigenen Namen in kürzester Zeit ein MBA-Motto entwickeln.

Sustainable Entrepreneurship – Enyway als Beispiel

Vom Windrad auf dem Acker direkt in die Steckdose – wie ganz neue Geschäftsmodelle entstehen, wenn man Nachhaltigkeit und Unternehmertum verbindet, zeigte ein Praxisvortrag von Varena Junge, Gründerin von Enyway. Die Plattform verbindet Ökostromerzeuger*innen und Stromverbraucher*innen direkt, als Online-Marktplatz für Energie, der klassische Stromversorger überflüssig macht. Praxisbeispiele wie dieses sind ein wichtiger Teil des MBA-Studiums, um das Gelernte direkt mit der Praxis zu verbinden und zu trainieren, Marktchancen nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen zu erkennen.

Varena Junge stellt ihr Start-Up „Enyway“ vor.

Wissen und Werkzeuge für morgen – Netzwerk für übermorgen

Wie können in bestehenden Unternehmen und mit der Gründung neuer Organisationen soziale und ökologische Herausforderungen auf wirtschaftliche Weise gelöst werden? Auf dem Weg zum MBA-Titel eignen sich die Studierenden im Rahmen des Weiterbildungsstudiums neben umfassendem Wissen – etwa zu CSR-, Nachhaltigkeits- und Managementfragen – auch passende Werkzeuge an – Methodenwissen und Softskills wie Verhandlungsführung, Rhetorik und Präsentation. Der 17. Jahrgang studiert überwiegend berufsbegleitend in Teilzeit. Das Studienkonzept ermöglicht ein räumlich flexibles und überwiegend digitales Lernen im eigenen Tempo, Präsenzphasen vor Ort geben Gelegenheit zum direkten Austausch.

Die neuen Studierenden sind nun Teil des größten Netzwerks zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement, das jetzt über 670 Studierende und Alumni und zahlreiche Praxispartner umfasst. Der Alumni-Verein des MBA Sustainability Management CSM Alumni e. V. sowie das CSM organisieren jedes Jahr vielfältige Möglichkeiten für Erfahrungsaustausch und persönliche Kontakte.

Hintergrund: Der MBA Sustainability Management startet einmal jährlich im Februar. Regulärer Bewerbungsschluss für einen Studienstart 2021 ist der 30. September. Alle Informationen

Gruppenfoto: Leuphana Universität Lüneburg/ Patrizia Jäger

Kategorien: Hamburg

„Hamburg muss das Thema Solar offensiver angehen“

Klimawoche - 19. Februar 2020 - 20:32

Aus der Sonne Strom und Wärme gewinnen. Darum ging es beim 1. Zukunftsdialog 2020 der Hamburger Klimawoche. Und um die zentrale Frage: Warum wird nicht längst auf jedem Hamburger Dach Solarenergie erzeugt? Darüber, über die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und natürlich den Beitrag zum Klimaschutz, den Solaranlagen leisten, diskutierten in der „Nordakademie“ in Altona Matthias Ederhof von der Solaroffensive Hamburg, Bernhard Weyres-Borchert vom Solarzentrum Hamburg und Sebastian Averdung von Averdung Ingenieure & Berater GmbH. Moderiert wurde die Veranstaltung von Frank Schweikert von der Deutschen Meeresstiftung.

Eigentlich ist es völlig unverständlich, warum nicht jedes geeignete Dach in Hamburg für die Produktion von Energie aus Sonne genutzt wird. Denn die Kosten liegen bei einem Ein- oder Zwei-Familienhaus bei 5.000 bis 10.000 Euro. „Nach zehn Jahren ist man in der Gewinnzone“, so Bernhard Weyres-Borchert vom Solarzentrum. Im Kleinanlagenbereich produziert man seinen eigenen Strom für rund 10 Cent die Kilowattstunde. Dass trotzdem so viele Menschen einer Solaranlage skeptisch gegenüber stünden, hat viel mit Vorurteilen zu tun. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass es sich im Norden nicht lohnen würde, die Sonne anzuzapfen. „Die Zahlen sprechen eine andere Sprache“, sagt Weyres-Borchert.

Einig waren sich die Diskussionspartner, dass Hamburg mehr tun könnte, um die Nutzung der Solarenergie voranzutreiben. „Es gibt keine Klimaschutzmaßnahme, die so wenig kostet“, sagt Matthias Ederhof von der Solaroffensive. Und trotzdem ist er sich sicher, dass erst eine gesetzliche Verpflichtung dazu führen würde, dass die Solarenergie einen Boom erfährt. „Leider ist der Bundeswirtschaftsminister nicht dafür“, ärgert sich Ederhof.

Doch auch mit Unterstützung der Hamburger Politik würde mehr gehen. Ab 2023 gibt es für Neubauten in Hamburg eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen. „Ich hätte mir gewünscht, dass Hamburg das Thema Solar offensiver angeht“, sagt Weyres-Borchert. „Wie in Berlin, wo es einen Solarmasterplan gibt.“ Auch Ingenieur Sebastian Averdung, der vor fast einem Jahr zum Vorsitzenden des Cluster Erneuerbare Energien Hamburg gewählt wurde, sagt, dass nun aus dem Willen zum Klimaschutz, ein „Plan entstehen muss“. Er hat in den vergangenen fünf Jahren ein größeres Solarprojekt auf Berlins Dächern begleitet. „Ich bin gespannt, was aus dem Hamburger Klimaschutzplan wird“, so Averdung. „Die Solarenergie ist ein Baustein, um das 1,5-Grad-Ziel beim Klimaschutz zu erreichen“, betont Weyres-Borchert. Dazu müssten andere Maßnahmen kommen, besonders müsste auch über die Massentierhaltung gesprochen werden.

Ob die Solar-Energie in Hamburg einen Boom erfährt, darüber entscheidet auch jede*r einzelne Bürger*in, so die einhellige Meinung der Experten. Und machten Hauseigentümern wie Mietern Mut, sich dafür einzusetzen, dass von dem Dach ihres Wohnhauses Solarenergie gewonnen wird. „Fragen Sie Ihren Vermieter”, sagt Matthias Ederhof, “empfehlen Sie ihm eine Solaranlage.”

Foto: Bernhard Weyres-Borchert (2. v.l., Solarzentrum), Sebastian Averdung (Averdung Ingenieure und Berater), Matthias Ederhof (Solaroffensive). Moderation: Frank Schweikert (l., Deutsche Meeresstiftung)

Weitere Informationen im Internet:
www.solaroffensive-hamburg.de
www.solarzentrum-hamburg.de
www.hamburg.de/energielotsen/
www.meeresstiftung.de

Nächste Zukunftsdialoge:
1. April, 29. April, 17. Juni, 26. August jeweils ab 19 Uhr in der Nordakademie Graduate School, „Dockland“, 6. Stock, Van-der-Smissen-Str. 9 (Altona)

Der Beitrag „Hamburg muss das Thema Solar offensiver angehen“ erschien zuerst auf 11. Hamburger Klimawoche.

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