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Hamburg

NACHHALTIGE KITA- UND SCHULVERPFLEGUNG - EINE POLITISCHE AUFGABE

AgrarKoordination - 20. April 2021 - 16:03
Was wir essen, hat große Auswirkungen – auf unsere Gesundheit, auf die Umwelt, auf das Klima und auch auf das globale Ernährungssystem. Kita- und Schulverpflegung spielt eine wichtige Rolle für einen Systemwechsel, weil sie große Mengen an Nahrungsmitteln umsetzt. Um den Systemwandel einer nachhaltigen Verpflegung zu beschleunigen, ist Engagement auch von Seiten der Politik gefragt. Wie können kommunalpolitische Beschlüsse bewirken, dass die Kita- und Schulverpflegung nachhaltiger gestaltet wird? Sollte der DGE-Qualitätsstandard auf kommunaler Ebene verbindlich für die Kita- und Schulverpflegung vorgegeben werden? Wie steht es um die Legitimität und Akzeptanz politischer Vorgaben für die Verpflegung an Kitas und Schulen? Wir laden Euch ein, diese und weitere Fragen mit verschiedenen Akteur*innen und Politiker*innen zu diskutieren. Anmeldung per E-Mail: gutes-essen-macht-schule[at]agrarkoordination.de Weitere Infos unter: www.agrarkoordination.de/projekte/gutes-essen-macht-schule/unser-angebot/online-dialogreihe/online-dialog-1-nachhaltige-kita-und-schulverpflegung-eine-politische-aufgabe/
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Stellenausschreibung Eine Welt-Regional-Promotor*in

VEN Niedersachsen - 19. April 2021 - 13:30

Der Verein Fair in Braunschweig ist in der Stadt Braunschweig und seinem Umland seit der Gründung 2013 in vielfältiger Weise in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit tätig. Er ist Mitglied im Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen und ein Anstellungsträger im bundesweiten Eine Welt-Promotor*innen Programm.

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Stellenausschreibung Eine Welt-Regional-Promotor*in

VEN Niedersachsen - 19. April 2021 - 13:30

Der Verein Fair in Braunschweig ist in der Stadt Braunschweig und seinem Umland seit der Gründung 2013 in vielfältiger Weise in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit tätig. Er ist Mitglied im Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen und ein Anstellungsträger im bundesweiten Eine Welt-Promotor*innen Programm.

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NEU! „Mensch, Sei Mensch!“ – Menschenrechte im Stadtraum

Globales Lernen in Hamburg - 19. April 2021 - 11:34

Projekttage für alltagsbezogene Menschenrechtsbildung im Stadtraum

In öffentlichen und schulischen Diskursen stehen häufig die Implementierung von Menschenrechten und ihre Verletzungen außerhalb Europas im Fokus. Deutschland selbst wird oft nicht als relevanter Ort der Verteidigung oder Implementierung von Menschenrechten gesehen. Das führt dazu, dass besonders Schülerinnen und Schüler Menschenrechte nicht als wichtigen Teil ihrer einzufordernden Rechte verstehen, bzw. ihre eigenen Rechte als schon implementiert, garantiert und bewahrt wahrnehmen. Diese Wahrnehmung wirkt sich auch auf ihre Handlungsweisen aus: Ohne sich den eigenen Rechten bewusst zu sein, kann auch nicht für diese eingestanden werden.

Durch den Projekttag „Mensch, sei Mensch!“ soll dieses Narrativ aufgebrochen werden. Indem die praktische Bedeutung der Menschenrechte und speziell der Kinderrechte im Umfeld der Teilnehmenden in den Vordergrund gestellt werden, kann Inklusion im menschenrechtlichen Sinne thematisiert und bearbeitet werden. Mit den Teilnehmenden sollen nicht nur ihre Rechte und damit einhergehende Werte ausgearbeitet werden – diese sollen auch in ihrem Alltag und damit auch in ihrem Kiez, ihrer Umgebung, ihrem Umfeld wiedergefunden und sichtbar gemacht werden.

Auf welche Menschenrechte treffen wir unmittelbar in unserem Alltag und somit auch StadtRaum? Ob nun das Recht auf Sauberkeit, das Recht auf Wohnen, das Recht auf Wasser, das Recht auf Ernährung oder das Recht auf soziale Sicherheit – alle Rechte können sichtbar gemacht werden. Werden diese Rechte in Berlin wirklich umgesetzt?

Diesen Fragen gehen Teilnehmende auf die Spur. Die erkundeten und von den Teilnehmer*innen beschriebene Orte werden in dieser digitalen Verortungskarte festgehalten und so auch für andere Menschen sichtbar gemacht.

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Europas Zukunft entscheidet sich in Europas Handlungsfähigkeit – Einwurf von Generalsekretär Christian Moos

Europa-Union Hamburg - 19. April 2021 - 11:06
Die Konferenz über die Zukunft Europas wird am 9. Mai eröffnet, so feierlich, wie das angesichts einer aufsteigenden dritten Pandemiewelle möglich ist. Bereits heute geht die Internetseite der Konferenz online, über die jedefrau und jedermann sich an der Zukunftsdebatte beteiligen kann. Ganz gewiss wird die überparteiliche Europa-Union Deutschland sich beteiligen.
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Klimawandel sorgt für chaotischen Monsun in Indien

SID Blog - 16. April 2021 - 22:57
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Neue Studie zeigt, dass Sommermonsun-Regenfälle in Indien stärker und unberechenbarer werden
  • Für jedes Grad Celsius Erwärmung werden die Monsunregenfälle wahrscheinlich um etwa 5% zunehmen
  • Seit 1980 ist die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung der entscheidende Treiber für stärkere und unbeständigere Monsunperioden

14.04.2021

Klimawandel sorgt für chaotischen Monsun in Indien 

Wenn die globale Erwärmung ungebremst weitergeht, werden die Sommermonsun-Regenfälle in Indien stärker und unberechenbarer. Das ist das zentrale Ergebnis einer Analyse eines deutschen Forscherteams, das mehr als 30 aktuelle Klimamodelle aus aller Welt verglichen hat. Die Studie sagt für die Zukunft mehr extrem nasse Jahre voraus – mit potenziell schwerwiegenden Folgen für das Wohlergehen, die Wirtschaft und das Nahrungsmittelsystem von mehr als einer Milliarde Menschen.

„Wir haben robuste Beweise für eine exponentielle Abhängigkeit gefunden: Für jedes Grad Celsius Erwärmung werden die Monsunregenfälle wahrscheinlich um etwa 5% zunehmen", sagt Erstautorin Anja Katzenberger vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). „Damit konnten wir frühere Studien bestätigen und zusätzlich zeigen, dass die globale Erwärmung die Monsun-Regenfälle in Indien noch stärker erhöht als bisher angenommen. Sie dominiert die Monsun-Dynamik im 21. Jahrhundert."

Zu viel Niederschlag schadet Reispflanzen

Mehr Niederschlag ist nur bedingt gut für die Landwirtschaft in Indien und die Nachbarländer. Wie Co-Autorin Julia Pongratz von der LMU erklärt: „Nutzpflanzen brauchen vor allem in der ersten Wachstumsperiode Wasser, aber zu viel Regen in den anderen Wachstumsstadien kann den Pflanzen schaden – auch dem Reis, von dem sich ein Großteil der indischen Bevölkerung ernährt. Das macht die indische Wirtschaft und das Nahrungsmittelsystem sehr empfindlich gegenüber schwankenden Monsunmustern."

Ein Blick in die Vergangenheit unterstreicht, dass menschliches Verhalten hinter der Intensivierung der Regenfälle steckt. Seit den 1950er Jahren haben menschengemachte Einflüsse begonnen, die langsamen natürlichen Veränderungen, die über viele Jahrtausende hinweg stattfanden, zu überholen. Zunächst führten hohe, das Sonnenlicht blockierende Aerosol-Belastungen zu einer gedämpften Erwärmung und damit zu einem Rückgang der Niederschläge, doch seit 1980 ist die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung der entscheidende Treiber für stärkere und unbeständigere Monsunperioden.

Eine Bedrohung für das Wohlergehen des indischen Subkontinents

 „Wir sehen mehr und mehr, dass es beim Klimawandel um unvorhersehbare Wetterextreme und deren schwerwiegende Folgen geht", kommentiert Gruppenleiter und Co-Autor Anders Levermann vom PIK und der Columbia University, New York/USA, die Ergebnisse der in der Zeitschrift Earth System Dynamics veröffentlichten Studie. „Denn was wirklich auf dem Spiel steht, ist das sozioökonomische Wohlergehen des indischen Subkontinents. Eine chaotischere Monsunzeit stellt eine Bedrohung für die Landwirtschaft und Wirtschaft in der Region dar und sollte ein Weckruf für die Politik sein, die Treibhausgasemissionen weltweit drastisch zu reduzieren."

Artikel: Anja Katzenberger, Jacob Schewe, Julia Pongratz, Anders Levermann: Robust increase of Indian monsoon rainfall and its variability under future warming in CMIP-6 models. Earth System Dynamics. DOI: 10.5194/esd-2020-80.

Weblink zum Artikel: https://esd.copernicus.org/articles/12/367/2021/

Online Dialogreihe "Ernährung & Demokratie"

AgrarKoordination - 16. April 2021 - 22:56
FREITAG, 18. JUNI 2021 VON 11:00-17:00 UHR Städtische Ernährungssysteme demokratisch gestalten – Ein Austausch zwischen Lokalpolitik, Wissenschaft und Bürger*innen. Mit Vorträgen und anschließenden...
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Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen

SID Blog - 16. April 2021 - 22:56
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Die geeignete Fläche für hochwertige Kaffeesorten in Äthiopien könnte signifikant schrumpfen, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht.
  • Gleichzeitig könnte die Fläche zunehmen, die für durchschnittlich schmeckenden Kaffee geeignet ist.
  • Im schlimmsten Fall könnten einzelne hochwertige Kaffeesorten bis zum Ende des 21. Jahrhunderts bis zu 40 % ihrer Anbaufläche in Äthiopien verlieren.

14.04.2021

Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen 

Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie eines internationalen Forschungsteams, das die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrikas größtes Anbaugebiet für Kaffee untersucht hat. Ihre Ergebnisse sind sowohl für die Millionen von Kleinbauern des Landes, die mit Spezialitätenkaffee mehr verdienen als mit normalem Kaffee, als auch für Baristas und Kaffeegenießer auf der ganzen Welt relevant.

„Der Klimawandel hat widersprüchliche Auswirkungen auf die Kaffeeproduktion in Äthiopien. Die Fläche, die für durchschnittlichen Kaffee geeignet ist, könnte nach unseren Computersimulationen bis in die 2090er Jahre tatsächlich allmählich zunehmen", sagt Erstautor Abel Chemura vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Doch mehr ist nicht unbedingt besser. Denn auf der anderen Seite wird die geeignete Fläche für hochwertige Spezialitätenkaffeesorten, die für ihre blumigen, fruchtigen und würzigen Noten geschätzt werden, wahrscheinlich schrumpfen, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht. Das ist nicht nur ein Problem für Kaffee-Liebhaber, sondern vor allem auch für die lokale landwirtschaftliche Wertschöpfung."

Die geeigneten Flächen in Äthiopien für Spezialitätenkaffee schrumpfen

In verschiedenen Szenarien untersuchten die Forscher, wie sich insgesamt 19 Klimafaktoren auf den Anbau von fünf verschiedenen Kaffeespezialitäten in der Zukunft auswirken werden, darunter die mittlere Temperatur, die jährliche Niederschlagsmenge und die Saisonalität. Wird es zum Beispiel wärmer, reift die Kaffeekirsche schneller als die Entwicklung der Bohne, was wiederum zu qualitativ schlechterem Kaffee führt. Erhöhte Niederschläge wiederum begünstigen die Kaffeeproduktion im Allgemeinen, sind aber für einzelne Kaffeespezialitäten nicht unbedingt von Vorteil.

So gehen die Forscher davon aus, dass die Anbauflächen für vier von fünf Kaffeespezialitäten zurückgehen werden, wobei einige stärker betroffen sind als andere. Der berühmte Yirgacheffe beispielsweise, eine der ältesten und begehrtesten Kaffeesorten der Welt, die im Südwesten Äthiopiens angebaut wird, könnte im schlimmsten Fall bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mehr als 40 % ihrer Anbaufläche verlieren.

Ein Schlag für Äthiopiens Wirtschaft

Davon wären nicht nur die Kaffeetrinker weltweit betroffen, welche anspruchsvolle Mischungen bevorzugen – es hätte auch Folgen für Äthiopiens Wirtschaft. „Wenn eine oder mehrere Kaffeeregionen aufgrund des Klimawandels ihren Spezialitätenstatus verlieren, hat das potenziell schwerwiegende Folgen für die Kleinbauern in der Region", sagt Co-Autor Christoph Gornott vom PIK und der Universität Kassel. „Wenn sie gezwungen wären, auf den Anbau konventioneller, weniger schmackhafter und eher bitterer Kaffeesorten umzusteigen, würden sie plötzlich mit industriellen Produktionssystemen konkurrieren, die anderswo effizienter sind. Für das Äthiopien, in dem der Kaffeeexport etwa ein Drittel aller Agrarexporte ausmacht, könnte sich das als fatal erweisen."

Allerdings gibt es Möglichkeiten, diesen Trend zu stoppen. „Da die verschiedenen Kaffeespezialitäten stark von unterschiedlichen lokalen klimatischen, räumlichen und bodenbezogenen Faktoren beeinflusst werden, braucht es Anpassungsmaßnahmen, die auf die jeweilige Region zugeschnitten sind", ergänzt Christoph Gornott. „Unsere Studie unterstreicht die Bedeutung einer lokalisierten Anpassungsplanung und -reaktion. Wir zeigen, wie sich der Klimawandel ganz konkret auf die Verfügbarkeit und den Geschmack eines der beliebtesten Getränke der Welt auswirkt und – was noch wichtiger ist – auf die Wirtschaft der lokalen Gemeinden des globalen Südens."

Artikel: Abel Chemura, Bester Mudereri, Amsalu Woldie Yalew & Christoph Gornott (2021): Climate change and specialty coffee potential in Ethiopia. Nature Scientific Reports.

Link zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s41598-021-87647-4

Die Studie wurde im Rahmen des Agrica Projekts durchgeführt.

Einladung zu den Entwicklungspolitischen Diskussionstagen 2021

SID Blog - 16. April 2021 - 22:53
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie/Euch auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zu den
Entwicklungspolitischen Diskussionstagen (EPDT) von SLE und Heinrich-Böll-Stiftung
einladen. Die EPDTs finden vom 25.-26. Mai 2021 statt und feiern ihr 20-jähriges
Jubiläum! Aus gegebem Anlass findet die Veranstaltung als Online-Podiumsdiskussion und
erstmals auf Deutsch und Englisch statt (Simultanübersetzung).

Das Programm hier auf einen Blick:

Dienstag, 25. Mai 2021 (09.30 - 11.30 Uhr, CET)
Partners in climate? Die Rolle afrikanischer Energiepartnerschaften im Europäischen
Green Deal

Dienstag, 25. Mai 2021 (15.00 - 17.00 Uhr, CET)
Spielball oder Sprungbrett - Digitalisierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft in
Subsahara-Afrika

Mittwoch, 26. Mai 2021 (09.30 - 11.30 Uhr, CET)
Des Kaisers faire Kleider - Mit Siegeln und Sorgfaltspflicht zu mehr Nachhaltigkeit?

Nähere Informationen entnehmen Sie/entnehmt Ihr bitte dem beigefügten
Veranstaltungsflyer. Unter finden
https://calendar.boell.de/de/event/tag1-entwicklungspolitische-diskussionstage-2021-1
ist der Link zur kostenfreien Anmeldung zur ersten Online-Podiumsdiskussionen.

Mit den besten Grüßen
Simone Aubram


Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE)
Humboldt-Universität zu Berlin
Hessische Straße 1-2
10115 Berlin
Tel.: 030-2093 46890
www.sle-berlin.de
www.facebook.com/sleBerlin

weltwärts trotz(t) Corona

SID Blog - 16. April 2021 - 22:50

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Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist die Entscheidung für weltwärts eine gute. Denn die Hoffnung bleibt groß, dass im Laufe des Jahres wieder vermehrt Freiwilligendienste stattfinden können – sowohl in Deutschland als auch im Globalen Süden.

Marie und Edgar haben ihren Freiwilligendienst 2018/2019 in einem Schildkrötenschutzprojekt in Vietnam absolviert. Foto: Engagement Global

Bonn, 16. April 2021. Die seit nun mehr als einem Jahr grassierende Corona-Pandemie hat das Leben und den Alltag vieler Menschen weltweit fest im Griff. Auch das weltwärts-Programm stand und steht immer noch unter dem Eindruck der Pandemie. Nach der erfolgreichen Rückholaktion aller Nord-Süd-Freiwilligen im letzten Jahr ist die Maßgabe weiterhin, weltwärts aufrecht zu erhalten – trotz geschlossener Grenzen, Reisewarnungen sowie hoher Infektionszahlen in Deutschland und weltweit.

Dies ist im letzten Jahr im Rahmen des Möglichen gut gelungen: Zwar mussten die allermeisten Freiwilligen ihren Dienst abbrechen oder absagen, und auch für die zivilgesellschaftlichen Organisationen ist die Situation – nicht nur finanziell –  äußerst herausfordernd. Es wurde jedoch vieles dafür getan, weltwärts weiter möglich zu machen – wenn auch etwas anders als üblich. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich früh sehr deutlich für eine Weiterführung des Programms ausgesprochen und mit verschiedenen Maßnahmen die beteiligten Organisationen unterstützt. Viele Freiwillige haben zudem die extra geschaffene Möglichkeit in Anspruch genommen, ihren Dienst in Deutschland zu beginnen. Sie haben sich hierzulande bis zu sechs Monate entwicklungspolitisch engagiert, während sie auf die Ausreise gewartet haben. Außerdem konnten Süd-Nord-Freiwillige den Dienst in Deutschland verlängern, wenn eine Rückreise in ihre Herkunftsländer nicht möglich war.

Es geht voran – mit kleinen Schritten

Seit Dezember 2020 können wieder Nord-Süd-Freiwillige ausreisen: Mit Ruanda, Uganda und Thailand sind es aktuell drei Länder, in denen sich weltwärts-Freiwillige aktuell engagieren. „Die Hoffnung, dass es im Laufe der nächsten Monate deutlich mehr werden, ist groß. Auch Einreisen internationaler Freiwilliger nach Deutschland finden wieder statt – genau wie die Ausreisen der Freiwilligen aus Deutschland unter strengsten Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen. Dass die Sicherheit und Gesundheit der Freiwilligen dabei immer an erster Stelle steht und Freiwilligendienste nur dort stattfinden, wo es die Lage zulässt, ist selbstverständlich", sagt Astrid Neumann, Abteilungsleiterin der Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global.

Für den aktuellen Jahrgang wird alles dafür getan, dass so viele Freiwilligendienste wie möglich stattfinden können. Auch in diesem Jahr wird es für die Nord-Süd Freiwilligen die Option geben, ihren Dienst in Deutschland zu beginnen, wenn sich – bedingt durch das Infektionsgeschehen – die Ausreise verzögern sollte. Das Interesse an einem weltwärts-Freiwilligendienst ist ungebrochen groß: Viele Organisationen berichten von hohen Bewerbungszahlen.  

Entsendeorganisationen helfen weiter

Es gilt also weiterhin für alle Interessierten, dass es auch „trotz Corona" eine gute Idee ist, sich über die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes zu informieren. Dafür sind die weltwärts-Entsendeorganisationen die beste Ansprechstelle und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Über weltwärts

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren, die für eine längere Zeit im Ausland leben und sich engagieren möchten. Globales Lernen, interkultureller Austausch und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung stehen dabei im Vordergrund. weltwärts wird als Gemeinschaftswerk von rund 160 gemeinwohlorientierten Trägern in Deutschland und circa 2.000 Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien umgesetzt. Die Beratung und Unterstützung der beteiligten Akteure sowie die administrative und finanzielle Koordination verantwortet die Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global. Gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Zu den weltwärts-Entsendeorganisationen

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ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Schulen, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Wir qualifizieren bedarfsgerecht, verbinden Menschen und Institutionen miteinander, unterstützen zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.

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ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

Sitz der Gesellschaft: Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 40
53113 Bonn
Telefon +49 228 20 717-0
Telefax +49 228 20 717-2150

info@engagement-global.de
www.engagement-global.de


Stoppt den Krieg in der Westsahara

BeN #Bremen - 16. April 2021 - 11:39

Nach einem fast 30 Jahre währenden Waffenstillstand zwischen Marokko und der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) herrscht seit November 2020 wieder Krieg in den völkerrechtwidrig von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara. Zusammen mit anderen NGOs aus Deutschland hat das BeN den offenen Brief an den aktuellen Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrates Dang Dingh Quy mit Forderungen zur Beilegung des Konflikts und der Dekolonisierung Westsaharas unterzeichnet.

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Stoppt den Krieg in den Westsahara

BeN #Bremen - 16. April 2021 - 11:39

Nach einem fast 30 Jahre währenden Waffenstillstand zwischen Marokko und der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) herrscht seit November 2020 wieder Krieg in den völkerrechtwidrig von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara. Zusammen mit anderen NGOs aus Deutschland hat das BeN den offenen Brief an den aktuellen Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrates Dang Dingh Quy mit Forderungen zur Beilegung des Konflikts und der Dekolonisierung Westsaharas unterzeichnet.

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Virtual Event: 100 Tage Biden Administration

Europa Kolleg #Hamburg - 15. April 2021 - 13:55

Am Donnerstag, 29. April 2021, um 17 Uhr veranstaltet das Europa-Kolleg Hamburg in Kooperation mit der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung eine virtuelle Diskussionsrunde zum Thema:


100 Tage Biden Administration – Neustart für die transatlantischen Beziehungen?

Nicht weniger als eine Neuausrichtung der zuletzt doch recht angespannten transatlantischen Beziehungen hatte Joe Biden versprochen. Und tatsächlich ist seit seiner Amtsübernahme ein deutlich freundlicherer Tonfall aus dem Weißen Haus zu vernehmen. Aber wie steht es um die Inhalte?

Kein Mangel herrscht nach wie vor an transatlantischen Konfliktfeldern: Handelspolitik und Strafzölle, 5G-Netz und China-Kurs, NATO-Finanzierung, Iran-Deal und – aus deutscher Perspektive besonders relevant: Nordstream II und das Verhältnis zu Russland. Lassen sich hier mit der neuen US-Regierung tatsächlich wieder mehr Gemeinsamkeiten und Kompromisse finden? Welche Spielräume hat die neue amerikanische Regierung aus innenpolitischer Perspektive und wo sollten die Europäer den USA entgegenkommen?

Darüber wollen wir diskutieren mit der Amerikanistin Prof. Dr. Astrid Böger von der Universität Hamburg, Dr. Meik Woyke, Geschäftsführer der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt Stiftung und mit David Scott Zeller, Präsident des American Club of Hamburg e.V.

Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Markus Kotzur, Präsident des Europa-Kolleg Hamburg.

Wie können Sie live dabei sein?
Wir empfehlen die Teilnahme via Zoom (keine Installation erforderlich). Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie umgehend Ihren Teilnahme-Link per E-Mail: Zur Anmeldung.

Alternativ können Sie unseren Livestream via Facebook verfolgen. Zeitversetzt wird das Gespräch auch über unseren YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg.

Der Beitrag Virtual Event: 100 Tage Biden Administration erschien zuerst auf Europa-Kolleg Hamburg.

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Europa und die Umwelt: Landwirtschaft und Umweltschutz auf (k)einem grünen Zweig?

Europa-Union Hamburg - 14. April 2021 - 19:00
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU und der Grüne Deal
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Trägervereine gesucht

BeN #Bremen - 14. April 2021 - 12:40


Im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innenprogramms „Bremen entwickeln für Eine Welt“ werden für den Zyklus vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 drei Trägervereine aus Bremen für Fachpromotor*innen-Stellen und ein Trägerverein aus Bremerhaven für eine Regionalpromotor*instelle in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit gesucht. 

Kategorien: Hamburg

Trägervereine gesucht

BeN #Bremen - 14. April 2021 - 12:40


Im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innenprogramms „Bremen entwickeln für Eine Welt“ werden für den Zyklus vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2024 drei Trägervereine aus Bremen für Fachpromotor*innen-Stellen und ein Trägerverein aus Bremerhaven für eine*n Regionalpromotor*in-Stelle in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit gesucht. 

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Online-Dialogreihe "Ernährung & Demokratie"

AgrarKoordination - 14. April 2021 - 9:58
Gerecht, gesund, global - Unsere Ernährungssysteme mitgestalten Die Zahl der Hungernden auf der Welt wächst. Gleichzeitig nehmen Übergewicht und Fettleibigkeit weltweit zu und erhöhen das Krankheits- und Sterberisiko. Zusätzlich dazu beschleunigen die menschgemachte Klima- und Biodiversitätskrise die Umweltzerstörung und bedrohen die Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen. Und die Covid-19-Pandemie treibt die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Ein Umsteuern in der Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren und was wir essen, ist daher dringend notwendig!  Vor diesem Hintergrund planen die Vereinten Nationen im Herbst 2021 einen GLOBALEN GIPFEL ZU ERNÄHRUNGSSYSTEMEN. Doch bislang deutet wenig darauf hin, dass die Konferenz eine Neuausrichtung unseres Ernährungssystems anstrebt. Zu stark dominiert die Privatwirtschaft, allen voran die großen Agrar-, Chemie und Lebensmittelkonzerne, die vom derzeitigen System pro­fitieren. Die Zivilgesellschaft findet dabei kein ausreichendes Gehör. Doch es sind die Erzeuger*innen, Arbeiter*innen und marginalisierte Gruppen, die besonders stark unter den Problemen des Ernährungssystems leiden. Auf der anderen Seite sind seit einigen Jahren positive Entwicklungen zu beobachten – auch hier in Deutschland. Die Menschen interessieren sich wieder stärker für Ernährung und Landwirtschaft. Jedes Jahr schließen sich tausende Menschen zur „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin zusammen und fordern mehr Mitsprache und Demokratisierung unserer Landwirtschafts- und Ernährungspolitik. Auch eine Vielzahl von alternativen landwirtschaftlichen Organisationsformen, Aktionsgruppen, Netzwerken und Kooperationen sind in diesen Jahren entstanden.  Das zeigt: Es geht auch anders! Unsere Idee: Wir nehmen den Welternährungsgipfel zum Anlass und laden euch ein, mit uns die Zukunft eines nachhaltigen Ernährungssystems zu entwerfen. Wir möchten lokale, regionale und bundesweite Initiativen, Aktivist*innen und Akteur*innen zusammenbringen, um Erfahrungen auszutauschen und über die Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme zu diskutieren. Welche Initiativen funktionieren? Warum? Wo hat die lokale Politik solche Initiativen erfolgreich unterstützt, wo gibt es Barrieren?  In drei digitalen Dialogforen öffnen wir den Raum für den Austausch von Ideen und Erfahrungen sowie für die Vernetzung von Initiativen und Akteur*innen. Hier gibt es die Einladung mit allen Infos als PDF-Datei. Die Dokumentation der ersten Online-Veranstaltung findet sich hier.  Die Anmeldung für den 2. Online-Dialog ist noch möglich, dieser findet statt am: MITTWOCH, 14. APRIL 2021 VON 17:00-20:00 UHR
Wir freuen uns auf die Inputbeiträge von:
  • Prof. Dr. Antonio Andrioli über die agrarökologischen Bewegung in Südbrasilien
  • Prof. Dr. Stefan Selke mit der Ankündigung: "Utopien sind nichts für Weicheier"
Sowie bislang folgenden Initiativen:
  • Lea Burwitz von der lokalen Initiative "Siegen isst bunt"
  • Benjamin Luig von der "Initiative Faire Landarbeit"
  • Ernährungsrat Münster mit dem Projekt "Münsterländer Bauernbox"
  • Slow Food Youth
ANMELDUNG: bit.ly/gerecht-gesund-global-april Der dritte Online-Dialog findet statt am: FREITAG, 18. JUNI 2021 VON 11:00-17:00 UHR
Mit Vorträgen und anschließenden Austausch Städtische Ernährungssysteme demokratisch gestalten – Ein Austausch zwischen Lokalpolitik, Wissenschaft und Büger*in ANMELDUNG: Link folgt WOLLT IHR MITWIRKEN?

Wir freuen uns über Einblicke in Eure Arbeit, Erfahrungen oder Standpunkte!
Meldet euch bei:
Jana Zotschew (ernaehrungssysteme[at]agrarkoordination.de) Auf unserer digitalen Pinnwand könnt Ihr ab sofort Eure Vorschläge für die Stärkung lokaler Ernährungssysteme eintragen.  Für weitere Infos schaut Euch unser Video an: "Gerecht, gesund, global - unser Ernährungssystem mitgestalten" Die Online-Dialoge werden veranstaltet von: Agrar Koordination, Ernährungsdemokratie jetzt! Netzwerk der Ernährungsräte, FIAN Deutschland, Forum Umwelt und Entwicklung und Inkota Netzwerk.

Kategorien: Hamburg

Deutschland darf die 0,7-Marke auch nach der Pandemie nicht reißen

SID Blog - 13. April 2021 - 20:56
Oxfam zu den OECD-Zahlen zur Entwicklungszusammenarbeit

Berlin, 13.04.2021. Laut den heute von der OECD veröffentlichten Zahlen zur weltweiten Entwicklungszusammenarbeit 2020 hat die Bundesregierung zum zweiten Mal in 50 Jahren das Ziel erreicht, 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens für Entwicklung auszugeben (2019: 0,61 Prozent, 2020: 0,73 Prozent). Dies erklärt sich aus einem Anstieg der Entwicklungsgelder von 24,2 Milliarden US-Dollar (2019) auf 27,5 Milliarden US-Dollar (2020) - allerdings auch aus dem Rückgang des Bruttonationaleinkommens im Zuge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr. Oxfam fürchtet eine Kürzung des Entwicklungsetats bereits ab dem nächsten Jahr und warnt davor, die Länder des globalen Südens mit den Auswirkungen der Pandemie alleinzulassen.

Tobias Hauschild, Oxfams Experte für Entwicklungsfinanzierung, kommentiert:

„Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Ländern des Globalen Südens drohen die Erfolge in der Armutsbekämpfung zunichte zu machen. Das verlangt ein entschiedenes Handeln seitens der Industrieländer. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr richtig reagiert und zusätzliche Gelder für Entwicklung bereitgestellt.

Das Erreichen der 0,7-Prozent-Marke darf keine historisch bedingte Ausnahme bleiben. Vielmehr muss es selbstverständlich sein, dass Deutschland seinem internationalen Versprechen auch nach der Pandemie nachkommt. Es ist angesichts der Corona-Herausforderungen für wirtschaftlich benachteiligte Länder daher ein fatales Signal, dass der Entwicklungsetat laut dem jüngsten Eckwertbeschluss des Kabinetts schon ab dem kommenden Jahr sinken und bis 2024 um rund ein Viertel gekürzt werden soll. Statt bei den Ärmsten zu sparen, muss die Bundesregierung die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren konsequent aufstocken, um auch zukünftig ihren internationalen Verpflichtungen nachzukommen und den weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen."

Oxfam fordert die 0,7-Prozent-Marke durch die Erhöhung der Investitionen in Gesundheits-, Bildungs- und soziale Sicherungssysteme im Globalen Süden langfristig zu halten und dafür unter anderem die Mittel aus der lange geplanten Finanztransaktionssteuer zu nutzen. 


Mehr unter www.oxfam.de

BMZ: Deutschland erfüllt internationales 0,7-Prozent-Ziel, aber drastischer Einbruch in nächsten Jahren muss verhindert werden

SID Blog - 13. April 2021 - 20:55
Minister Müller zu neuen OECD-Zahlen: „Deutschland erfüllt internationales 0,7-Prozent-Ziel, aber drastischer Einbruch in nächsten Jahren muss verhindert werden"

 

Paris/Berlin, 13. April 2021 – Voraussichtlich bei 0,73 Prozent liegt Deutschlands Anteil der öffentlichen Entwicklungsleistungen (ODA) am Bruttonationaleinkommen im Jahr 2020. Ohne Berücksichtigung der Inlandsflüchtlingskosten beträgt der Anteil 0,66 Prozent. Damit bleibt Deutschland hinter den USA der zweitgrößte Geber weltweit. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen der OECD hervor.

 

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Deutschland kommt seinen internationalen Verpflichtungen nach und hat 2020 das 0,7-Prozent-Ziel für Entwicklung zum zweiten Mal erreicht. Damit unterstützen wir weltweit die Eindämmung der Pandemie, die Versorgung von Flüchtlingen, insbesondere im Krisenbogen um Syrien und den Kampf gegen den Klimawandel. Jeder Euro kommt direkt den Menschen zu Gute, erzielt ein Vielfaches an Wirkung und schafft Perspektiven, gerade für die jungen Menschen vor Ort.

Allerdings droht in den nächsten Jahren ein dramatischer Einbruch: Die vom Finanzministerium vorgelegte Finanzplanung sieht für die kommende Jahre einen Rückgang der Entwicklungsmittel um rund ein Viertel vor. Die weltweiten Folgen der Pandemie können wir so nicht bewältigen. Denn Corona wird im nächsten Jahr nicht vorbei sein. Wir müssen konsequent eine weltweite Impfkampagne umsetzen. Nach Angaben der WHO wurden bislang fast 90 Prozent der weltweiten Impfungen in reichen Ländern verabreicht. Um mindestens 20 Prozent der Bevölkerung in ärmeren Ländern zu impfen und mit Therapeutika zu versorgen, fehlen noch immer über 22 Mrd. Dollar. Eine weltweite Impfkampagne darf nicht am Geld scheitern – aus humanitären Gründen, aber auch aus unserem eigenen Interesse. Sonst kommt das Virus im nächsten Flieger zurück, vielleicht noch gefährlicher."

„Zudem hat der Virus eine dramatische Wirtschafts- und Hungerkrise ausgelöst", so Müller weiter. „130 Millionen Menschen sind zusätzlich in Hunger und Armut zurückgefallen. 300 Millionen Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren. Und weil Medikamente nicht mehr ankommen, etwa für Aids, Tuberkulose oder Malaria, werden in Afrika voraussichtlich mehr Menschen an den Folgen des Lockdowns sterben, als am Virus selbst. Es ist zu befürchten, dass viele Länder um Jahre in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden."

 

Mit den heute von der OECD vorgelegten Zahlen erreicht Deutschland zum zweiten Mal nach 2016 das von den Vereinten Nationen vereinbarte Ziel, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Leistungen zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Entwicklungsländern einzusetzen. Insgesamt haben Bund, Länder und Kommunen 2020 rund 25 Milliarden Euro für diese sogenannten ODA-Leistungen aufgebracht.




AUSSCHREIBUNG zur Teilnahme am Bildungsprogramm „CREACTIV für Klimagerechtigkeit“

Globales Lernen in Hamburg - 7. April 2021 - 16:18

Für die Dauer eines Schuljahres befassen sich Hamburger Schüler:innen dabei im Austausch mit jungen Künstler:innen aus Ländern des Globalen Südens mit den weltweiten Auswirkungen des Klimawandels. Gemeinsam entwickeln sie künstlerische Präsentationen und kreative Aktionen zum Thema Klimagerechtigkeit. Jährlicher Höhepunkt des Projekts ist der einwöchige Besuch der jungen Künstler:innen an der Schule (im Schuljahr 2021 / 2022 aus Uganda und El Salvador). Das bereits mehrfach ausgezeichnete Bildungsangebot versteht sich in seiner neuen Struktur ab dem kommenden Schuljahr als ein wesentlicher und integrativer Baustein, um das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) in der Schule zu verankern. Bis zu zehn interessierte Schulen können sich ab sofort für die Teilnahme am Projekt anmelden.

Weitere Informationen, Kontakte und Anmeldung unter: https://klimaretter.hamburg/infos-zur-teilnahme/

 

 

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