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Hamburg

Wir suchen Unterstützung in der Buchhaltung & Büroorganisation für unsere Geschäftsstelle

AgrarKoordination - 20. August 2021 - 8:00
Die Agrar Koordination engagiert sich als gemeinnütziger Verein seit 40 Jahren für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und klimafreundliche Ernährungsweise. Mit entwicklungspolitischer Bildungs-, Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit setzen wir uns für die Förderung nachhaltiger Landwirtschafts- und Ernährungssysteme ein – von der Produktion, über den Handel bis zum Konsum. Zusammen mit anderen Organisationen wirken wir auf eine faire Agrarpolitik hin, um Hunger und Armut zu beenden. Das Team der Agrar Koordination verzichtet auf formale Hierarchien und arbeitet konsensorientiert. Für unsere Geschäftsstelle in Hamburg Ottensen (fußläufig vom Bahnhof Altona) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Mitarbeiterin Buchhaltung & Büroorganisation (m/w/d) für 5 Std./Woche  Deine Aufgaben und Verantwortlichkeiten
  • Rechnungsstellung, Rechnungsprüfung, Mahnwesen
  • Abwicklung des ZahlungsverkehrsBuchungen mit Hilfe von Tabellenkalkulation
  • Vorbereitung von Jahresabschlüssen und Betriebsprüfungen
  • Vorbereitung von Lohnbuchhaltung und Gehaltsabrechnungen
  • Meldungen an Sozialversicherungsträger und Berufsgenossenschaft
  • Vergabe von Aufträgen an Dienstleister*innen
  • Versand von Materialien des Vereins
  • Mitglieder- und Abonnentenverwaltung 
Das bringst Du mit
  • Berufserfahrung im Bereich Finanzen oder Buchhaltung
  • Sehr gute Kenntnisse der Tabellenkalkulation
    (LibreOffice-Calc/Microsoft-Excel)
  • Umfassende Erfahrungen im digitalen Arbeiten
  • Eigenverantwortliche und strukturierte Arbeitsweise
  • Hands-on-Mentalität und Spaß an der Arbeit in einem engagierten Team 
Wir bieten
  • Eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit viel Gestaltungsspielraum
  • Flexible Arbeitszeiten mit Möglichkeit zum mobilen Arbeiten
  • Eine vertrauensvolle Arbeits- und Teamatmosphäre mit flachen Hierarchien
  • Vergütung in Anlehnung an TvöD-Bund 9a, Stufe 2
    (derzeit 444 €/Monat Arbeitnehmer-Brutto bei 5 Std./Woche)
Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann sende uns bitte Deine Bewerbungsunterlagen bis zum 19. September 2021 per E-Mail an Jana Zotschew, jana.zotschew@agrarkoordination.de. Für Rückfragen steht Hannes Heise (Finanzreferent) zur Verfügung. Schreibe an hannes.heise@agrarkoordination.de und gib an, ob du eine Mail erhalten oder angerufen werden möchtest.   Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!
Kategorien: Hamburg

UNICEF-Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder

SID Blog - 20. August 2021 - 4:26
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UNICEF: Eine Milliarde Kinder durch die Auswirkungen des Klimawandels „extrem stark gefährdet"

Erster Klima-Risiko-Index für Kinder von UNICEF: Junge Menschen in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad und in Nigeria am stärksten bedroht

Im November 2020 wurde Nicaragua von zwei heftigen Tropenstürmen getroffen. © UNICEF/UN0372815/Ocon/AFP-Services

New York/ Köln, 20. August 2021, 02.01 Uhr // Kinder, die in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, in Nigeria, Guinea und Guinea-Bissau leben, sind am stärksten durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet. Der Klimawandel und Umweltbelastungen bedrohen die Gesundheit, Bildung und den Schutz der Kinder und setzen sie tödlichen Krankheiten aus. Dies geht aus dem ersten Klima-Risiko-Index für Kinder von UNICEF hervor, der heute gemeinsam mit Fridays for Future zum dritten Jahrestag der globalen Klimastreikbewegung veröffentlicht wurde. Deutschland liegt in der Rangliste auf Platz 142 von insgesamt 163 analysierten Ländern. Kinder hierzulande sind demzufolge im Weltvergleich weniger stark durch die Folgen von klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen betroffen.

Der Bericht „Die Klimakrise ist eine Krise der Kinderrechte: Einführung des Klima-Risiko-Index für Kinder" ist die erste umfassende Analyse von Klimarisiken aus der Perspektive von Kindern. Die Auswertung aktuellster Daten zeigt in einer globalen Rangliste, in welchen Ländern und in welchem Maße Kinder klima- und umweltbedingten Schocks wie Wirbelstürmen und Hitzewellen ausgesetzt sind. Dazu wurde auch ihre Verletzlichkeit gegenüber diesen Gefahren untersucht, basierend auf ihrem Zugang zu einer Grundversorgung.

Weltweit leben danach etwa eine Milliarde Kinder – fast die Hälfte der 2,2 Milliarden Mädchen und Jungen weltweit – in einem der 33 Länder, die aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels als „extrem stark gefährdet" gelten. Kinder sind dort mehreren klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen ausgesetzt und zudem besonders verletzlich aufgrund der unzureichenden Grundversorgung in den Bereichen Wasser und Sanitär, Gesundheit und Bildung. Die Ergebnisse spiegeln die aktuelle Situation der Kinder wider. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahlen noch verschlechtern, wenn sich die Auswirkungen des Klimawandels beschleunigen.

„Das Leben der heutigen Kinder wird in erschreckend vielen Ländern bereits stark durch die Klimakrise bestimmt", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Es ist klar, dass nur die konsequente Senkung der Treibhausgas-Emissionen den Klimawandel stoppen kann. Doch der Bremsweg ist selbst bei raschen Entscheidungen lang. Es muss daher sofort und dringend mehr in die Anpassung der Lebensbedingungen von Kindern an die Veränderungen in ihrer Umwelt investiert werden. Wir müssen ihre Widerstandskraft stärken, indem wir ihre Grundversorgung verbessern und ihnen ermöglichen, zu verstehen, was mit der Erde passiert – auch, um selbst handeln zu können." 

Der Klima-Risiko-Index für Kinder („Children's Climate Risk Index", CCRI) zeigt:

  • 240 Millionen Kinder in Küstenregionen sind stark betroffen von Überschwemmungen,
  • 330 Millionen Kinder an Flüssen sind stark betroffen von Überschwemmungen,
  • 400 Millionen Kinder sind stark betroffen von Wirbelstürmen (Zyklone),
  • 600 Millionen Kinder sind stark betroffen von Krankheiten, die in Folge der Erderwärmung zunehmen, wie Malaria
  • 815 Millionen Kinder sind stark betroffen von Bleivergiftungen,
  • 820 Millionen Kinder sind stark betroffen von Hitzewellen,
  • 920 Millionen Kinder sind stark betroffen von Wasserknappheit und 
  • 1 Milliarde Kinder sind stark betroffen von extrem hoher Luftverschmutzung (>35µg/m3)

Während fast jedes Kind weltweit von mindestens einer dieser klima- und umweltbedingten Gefahren bedroht ist, zeigen die Daten, dass die Kinder in den am stärksten betroffenen Ländern mit mehreren und sich oft überschneidenden Schocks konfrontiert sind. Dies gefährdet Entwicklungsfortschritte und droht die Not von Kindern zu verschärfen.

Schätzungsweise 850 Millionen Kinder – jedes dritte Kind weltweit – leben in Gebieten, in denen sich mindestens vier dieser klima- und umweltbedingten Schocks überschneiden. Bis zu 330 Millionen Kinder – 1 von 7 Kindern weltweit – leben in Gebieten, die von mindestens fünf schweren Schocks betroffen sind.

Der Bericht zeigt ein Missverhältnis zwischen den Ländern, in denen Treibhausgas-Emissionen erzeugt werden, und solchen, in denen Kinder unter den stärksten klimabedingten Auswirkungen leiden. Die 33 „extrem risikoreichen" Länder emittieren zusammen nur 9 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Umgekehrt verursachen die zehn Länder mit den höchsten Emissionen zusammen fast 70 Prozent der weltweiten Emissionen. Nur Indien aus dem Kreis dieser Länder wird im Index als „extrem risikoreich" eingestuft.

„Der Klimawandel ist zutiefst ungerecht. Obwohl Kinder für den Anstieg der globalen Temperaturen nicht verantwortlich sind, werden sie den höchsten Preis dafür zahlen", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Aber es ist noch Zeit zu handeln. Wenn wir den Zugang von Kindern zur Grundversorgung verbessern, beispielsweise zu Wasser und sanitären Einrichtungen, zur Gesundheitsversorgung und Bildung, kann sich auch ihre Fähigkeit, Klimagefahren zu überleben, erheblich verbessern. UNICEF fordert Regierungen und Unternehmen nachdrücklich dazu auf, Kindern zuzuhören und Maßnahmen zu priorisieren, die Kinder vor den Auswirkungen des Klimawandels schützen, und gleichzeitig die Anstrengungen zur drastischen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen zu beschleunigen."

Ohne die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen werden Kinder weiterhin am stärksten unter den Folgen des Klimawandels und Umweltbelastungen leiden. Im Vergleich zu Erwachsenen benötigen Kinder mehr Nahrung und Wasser pro Kilogramm des Körpergewichts, sind weniger in der Lage, extreme Wetterereignisse zu überleben und sind unter anderem anfälliger für giftige Chemikalien, Temperaturschwankungen und Krankheiten.

In ihrem Vorwort zu dem Bericht erklären Farzana Faruk Jhumu (Bangladesch), Eric Njuguna (Kenia), Adriana Calderón (Mexiko) und Greta Thunberg (Schweden) von Fridays for Future: „Die Bewegungen junger Klimaaktivist*innen werden weiter zunehmen, weiterhin wachsen und für das Richtige kämpfen, weil wir keine andere Wahl haben. Wir müssen anerkennen, wo wir stehen, den Klimawandel wie eine Krise behandeln und mit aller notwendigen Dringlichkeit handeln, um sicherzustellen, dass die Kinder von heute einen lebenswerten Planeten erben."

UNICEF fordert von Regierungen, Unternehmen und relevanten Akteur*innen:

1. Investitionen in die Klimaanpassung und Widerstandsfähigkeit von zentralen Dienstleistungen für Kinder erhöhen. Um Kinder, besonders schutzbedürftige Menschen und Gemeinden vor den schlimmsten Auswirkungen des sich bereits ändernden Klimas zu schützen, müssen wichtige Dienstleistungen angepasst werden, unter anderem in den Bereichen Wasser, Sanitär und Hygiene sowie Gesundheit und Bildung.

2. Treibhausgas-Emissionen reduzieren. Um die drastischsten Folgen der Klimakrise zu verhindern, sind umfassende und dringende Maßnahmen erforderlich. Die Länder müssen ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 45 Prozent (gegenüber dem Niveau von 2010) reduzieren, um die Erwärmung auf nicht mehr als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

3. Kindern Kenntnisse im Bereich Klima und Umweltschutz vermitteln. Dies ist für die Anpassung an und die Vorbereitung auf die Auswirkungen des Klimawandels entscheidend. Kinder und Jugendliche müssen mit den verheerenden Folgen der Klimakrise und der Wasserunsicherheit leben, obwohl sie am wenigsten dafür verantwortlich sind. 

4. Junge Menschen in alle nationalen, regionalen und internationalen Klimaverhandlungen und -entscheidungen einbeziehen, auch auf der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow in diesem Herbst.

5. Sicherstellen, dass die Erholung von den ökonomischen und sozialen Folgen der COVID-19-Pandemie umweltfreundlich, kohlenstoffarm und inklusiv erfolgt, damit die Fähigkeit künftiger Generationen, die Klimakrise zu bewältigen und auf sie zu reagieren, nicht beeinträchtigt wird.

Eine an Kinderrechten orientierte Umwelt- und Klimapolitik ist eine zentrale Forderung von UNICEF Deutschland zur Bundestagswahl.

» Eine deutschsprachige Zusammenfassung des Berichts steht hier zum Download bereit.

» Der englischsprachige Bericht ist hier abrufbar.

» Bild- und Videomaterialien stehen hier zur Verfügung.

Der Klima-Risiko-Index für Kinder wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern entwickelt, darunter Data for Children Collaborative, ein gemeinsames Projekt von UNICEF, der schottischen Regierung und der Universität Edinburgh. Um den Bericht jungen Menschen weltweit zugänglich zu machen, hat UNICEF auch mit Climate Cardinals zusammengearbeitet, einer internationalen gemeinnützigen Jugendorganisation, die Forschungsberichte und Informationen zum Klimawandel übersetzt, um damit so viele Jugendliche und Entscheider*innen wie möglich erreichen zu können.

Bundesumweltministerium unterstützt entwaldungsfreie Lieferketten für Agrarrohstoffe

SID Blog - 19. August 2021 - 14:21
Online-Atlas soll Unternehmen Möglichkeiten aufzeigen, ihre Agrarlieferketten nachhaltiger zu gestalten

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat heute in Bonn einen Förderscheck an das Projekt „ELAN: Entwaldungsfreie Lieferketten – Ein Online-Atlas für Nachhaltigkeit in Unternehmen" überreicht. Das Verbundvorhaben soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre Lieferketten auf Entwaldungsrisiken zu überprüfen und entsprechend gegenzusteuern. Wo genau kommen importierte Rohstoffe wie Palmöl, Soja, Kautschuk, Kaffee oder Kakao her? Wurden für deren Anbau Wälder gerodet? Und was sind geeignete Maßnahmen zum besseren Klimschutz und Erhalt der Artenvielfalt? Diese Fragen soll ein Online-Atlas beantworten, den die„Global Nature Foundation" und „OroVerde – die Tropenwaldstiftung" in den nächsten drei Jahren erarbeiten. Das Projekt wird innerhalb des Förderaufrufes für innovative Klimaschutzprojekte der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) mit rund 465.000 Euro gefördert.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wälder speichern große Mengen Kohlenstoff. Sie sind die Lunge unseres Planeten. Die fortschreitende globale Entwaldung trägt daher maßgeblich zum Klimawandel bei. Weltweit wird Wald gerodet, um Platz für landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Die dort produzierten Nahrungsmittel landen über teils komplizierte Umwege auch auf unseren Tellern. Das nun geförderte Projekt wird deutschen Unternehmen Möglichkeiten aufzeigen, ihre Lieferketten entwaldungsfrei zu gestalten und so zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen."

Ziel des Projektes ist es, Unternehmen aber auch Verbraucher*innen den Beitrag entwaldungsfreier Lieferketten zum Klimaschutz zu verdeutlichen, die Herkunft einzelner Rohstoffe transparent zu machen und gezielt Gegenmaßnahmen anzuregen. Entwaldungsfreie Lieferketten stellen sicher, dass für den Anbau von Agrar- und anderer importierter Rohstoffe keine Wälder zerstört werden und reduzieren damit die Emission von Treibhausgasen. Am Anfang des Projektes steht gemeinsam mit Unternehmen eine Bestandsaufnahme von Risikorohstoffen, bestehenden Selbstverpflichtungen und bereits verfügbaren Tools. Der Online-Atlas soll Lösungen aufzeigen, die in einer Pilotphase von ausgewählten Unternehmen umgesetzt werden. So kann Entwaldung zum Beispiel durch die gezielte Auswahl der Zulieferer und Beschaffungsregionen, die Forderung nach Einhaltung bestimmter Standards in der Zusammenarbeit mit Zulieferern oder die Substitition von Risikorohstoffen verhindert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend mit Unternehmen, politischen Entscheidungsträger*innen und Expert*innen besprochen. Insbesondere kleinere Unternehmen, die die Komplexität von Lieferketten in einer globalisierten Welt vor große Herausforderungen stellen kann, sollen von der Unterstützung profitieren.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung Leitlinien zur Förderung von entwaldungsfreien Lieferketten von Agrarrohstoffen veröffentlicht, im Juni dieses Jahres hat der Deutsche Bundestag ein Lieferkettengesetz verabschiedet. Voraussichtlich zum Ende des Jahres wird außerdem die Europäische Kommission einen Gesetzesvorschlag zu entwaldungsfreien Lieferketten vorlegen. Dabei soll Sorgfaltspflichten für Unternehmen eine große Bedeutung zukommen.

Das Bundesumweltministerium beteiligt sich zudem im Vorfeld der 26. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention an einer Dialogreihe zwischen Produzenten- und Konsumentenländern für Agrarrohstoffe mit dem Ziel, die globale Entwaldung zu reduzieren.

Das Förderprogramm:

Im Rahmen des Förderaufrufes für innovative Klimaschutzprojekte der Nationalen Klimaschutzinitiative werden innovative nicht-investive Klimaschutzprojekte aus den Bereichen Kommunen, Wirtschaft, Verbraucher und Bildung gefördert, die in klimarelevanten Handlungsfeldern substanzielle Beiträge zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und eine bundesweite Sichtbarkeit aufweisen.  Seit 2011 hat das Bundesumweltministerium bundesweit bereits rund 300 innovative Klimaschutzvorhaben im Rahmen des Förderaufrufes mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 198 Millionen Euro bewilligt.

Bis zum 30. September 2021 können innovative Projektskizzen für die bundesweite Verbreitung bereits pilothaft erprobter Klimaschutzmaßnahmen (Modul 2) eingereicht werden. Die besten Projekte werden in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.

Weitere Informationen stehen unter https://www.klimaschutz.de/innovative-klimaschutzprojekte  zur Verfügung.


 


EU-Regierungen müssen Schutz für Afghan*innen sicherstellen

SID Blog - 19. August 2021 - 14:20
Oxfam fordert Evakuierung aller gefährdeten Menschen aus Afghanistan

Berlin, 18.08.2021. Als Reaktion auf die aktuelle Situation in Afghanistan und das heutige Treffen der EU-Innenminister appelliert Oxfam an die europäischen Regierungen, rasch Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um so viele Menschen wie möglich zu schützen.

Raphael Shilhav, Experte für Migration im Oxfam-Büro in Brüssel, sagt:

„Wir sind zutiefst besorgt über die Krise, die sich zurzeit in Afghanistan abspielt und die für die afghanische Bevölkerung, insbesondere für Frauen und Mädchen, eine große Bedrohung darstellt. Wir fordern die EU und die europäischen Regierungen auf, dringend die Evakuierung aller gefährdeten Menschen aus Afghanistan sicherzustellen, die das Land auf sicherem Wege verlassen möchten.

Die Nachbarländer in der Region werden ohnehin die größte Zahl von Flüchtlingen aufnehmen. Deutschland und die anderen europäischen Ländern stehen in der Verantwortung, ihnen dringend Unterstützung zu gewähren, um den Schutz aller Menschen zu gewährleisten, die vor Kämpfen oder Verfolgung fliehen. Menschen in Afghanistan dürfen nicht daran gehindern werden, sich in Sicherheit zu bringen. Ihnen muss ihnen geholfen werden, wo immer dies möglich ist. Alle europäischen Regierungen haben die Pflicht, jede Form erzwungener Rückkehr nach Afghanistan zu unterlassen und afghanischen Staatsangehörigen auf der Flucht Schutz zu gewähren."

 


Futur 2 NachhaltigkeitsTalks „Energie“ am 27. August 2021

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 19. August 2021 - 9:15

Am Freitag, dem 27. August 2021 laden die Futur 2 NachhaltigkeitsTalks von 13 bis 15 Uhr nach der Sommerpause wieder zu einem Online-Vortrag ein. Das Thema in diesem Monat ist “Energie”, die Referenten sind Björn Hansen und Ole Hering vom Futur 2 Festival. Das Futur 2 Festival in Hamburg ist das erste komplett energieautarke Festival. …

Futur 2 NachhaltigkeitsTalks „Energie“ am 27. August 2021 Weiterlesen »

Der Beitrag Futur 2 NachhaltigkeitsTalks „Energie“ am 27. August 2021 erschien zuerst auf STADTKULTUR HAMBURG.

Menschen in Afghanistan, Menschen in Hamburg

Globales Lernen in Hamburg - 19. August 2021 - 0:49

Zu Entwicklungen in Afghanistan gibt es nicht nur Bilder, sondern eine lange Geschichte der Mitverantwortung. Hier eine kurze Sammlung von Beiträgen und Aufrufen, die diese verdeutlichen:

medico international: „Schande über die ganze Welt“ (13.08.2021)

https://www.medico.de/blog/schande-ueber-die-ganze-welt

Seehofers 69 – ein vierteiliger Podcast über 69 Menschen, die 2018 nach Afghanistan abgeschoben wurden (11.07.2021)

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast5102.html#items

Süddeutsche Zeitung: Wie Bürokratie das Ausfliegen von Ortskräften verhinderte (18.08.2021)

https://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-flucht-ortskraefte-1.5385870

Presseerklärung des Flüchtlingsrat Hamburg (18.09.2021)

https://www.fluechtlingsrat-hamburg.de/content/PE_180821_Afghanistan.pdf

AUFRUF von Seebrücke (17.08.2021)

Demonstrationen in ganz Deutschland – Luftbrücke aus Afghanistan jetzt!

 

Kategorien: Hamburg

Deutsch-Baltischer Jugenddialog im Livestream am 26. August 2021, 11 Uhr

Europa-Union Hamburg - 18. August 2021 - 12:51
Erster Bürgerdialog nach der Sommerpause! Seid am 26. August um 11 Uhr im Livestream dabei, wenn junge Menschen aus Deutschland und dem Baltikum sich mit unseren Gästen über die Zukunft Europas und die deutsch-baltischen Beziehungen austauschen.
Kategorien: Hamburg

Tag der humanitären Hilfe: Operationen des UNHCR in Afghanistan unterfinanziert

SID Blog - 18. August 2021 - 11:46
Lage in Afghanistan dramatisch

 

Anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe (19.8.) erinnert die UNO-Flüchtlingshilfe an das Engagement tausender Helfer*innen weltweit: sie setzen sich für Menschen auf der Flucht ein, um ihnen eine neue Perspektive für ein selbstbestimmtes und freies Leben zu geben – und riskieren dabei oft ihr eigenes Leben. So wie ganz aktuell in Afghanistan: dort droht eine humanitäre Krise. Im ersten Halbjahr 2021 wurden mehr Frauen und Kinder getötet und verwundet als in jedem Jahr seit 2009. Seit Januar 2021 wurden bereits rund 550.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben, insgesamt sind mehr als 3,5 Millionen Menschen in Afghanistan auf der Flucht.

 

„Die Menschen in Afghanistan leben seit mehr als vier Jahrzehnten in einem Konflikt. Generationen von Menschen haben nie Frieden erlebt. Dort sowie weltweit sind unsere UNHCR-Kolleg*innen tagtäglich, rund um die Uhr für die über 82 Millionen Menschen auf der Flucht im Einsatz – oftmals als einzige Hoffnung", so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR.

 

Operationen des UNHCR unterfinanziert

Trotz der komplexen und schwierigen Sicherheitslage vor Ort ist der UNHCR vorbereitet, weiterhin humanitäre Hilfe und Unterstützung für die afghanische Bevölkerung zu leisten. Zusätzliche Unterstützung ist jedoch dringend nötig, da bisherige Hilfspläne unterfinanziert blieben und der Bedarf weiterwächst. Neben der Nothilfe ist es den Menschen eine Perspektive zu geben, denn etwa 65 % der afghanischen Bevölkerung - innerhalb und außerhalb Afghanistans - sind Kinder und Jugendliche. Von den 2,6 Millionen afghanischen Flüchtlingen leben fast 90 Prozent als registrierte Flüchtlinge in den Nachbarländern Pakistan und dem Iran. Mehr als 1 Million afghanische Flüchtlinge in Pakistan und Iran sind Kinder unter 14 Jahren. Drei Viertel der Flüchtlinge dort sind unter 25 Jahre alt. „Die Tragödie in Afghanistan verdeutlicht uns, wie wichtig die Unterstützung für die Einsätze des UNHCR ist", erinnert Ruhenstroth-Bauer.

 

Der Welttag der humanitären Hilfe ist all denen gewidmet, die weltweit Menschen in Not helfen. Er erinnert an den Angriff auf das UN-Hauptquartier in Bagdad 2003, bei dem 22 UN-Mitarbeitende starben. Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, ist mit mehr als 82 Millionen Menschen so hoch wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Für den UNHCR sind mehr als 18.000 Menschen in 135 Ländern im Einsatz, 90 Prozent von ihnen in Krisengebieten und direktem Kontakt mit Geflüchteten.

 

Weitere Informationen unter: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/hilfe-weltweit/afghanistan


 

 


Programm und Tickets ENGAGEMENT WELTWEIT

SID Blog - 18. August 2021 - 11:45
Programm und Tickets ENGAGEMENT WELTWEIT #outlook a { padding:0; }body { margin:0;padding:0;-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%; }table, td { border-collapse:collapse;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt; }img { border:0;height:auto;line-height:100%; outline:none;text-decoration:none;-ms-interpolation-mode:bicubic; }p { display:block;margin:13px 0; } .moz-text-html .mj-column-per-67 { width:67% !important; max-width: 67%; }.moz-text-html .mj-column-per-33 { width:33% !important; max-width: 33%; }.moz-text-html .mj-column-per-100 { width:100% !important; max-width: 100%; } [owa] .mj-column-per-67 { width:67% !important; max-width: 67%; }[owa] .mj-column-per-33 { width:33% !important; max-width: 33%; }[owa] .mj-column-per-100 { width:100% !important; max-width: 100%; }

Inge Bauman-May (CFI), Bei einem Monitoring Besuch während ihrer Tätigkeit als Beraterin für Mutter und Kindgesundheit in Nepal, 2018. Foto des Monats August, www.agdd.de

Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT 2021

 Liebe Interessierte an der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, liebe Organisationen, Freund*innen, Universitäten und Studierende,

 

wir möchten Sie und Euch hiermit auf die Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT 2021 aufmerksam machen, die am 23. Oktober 2021 in Siegburg stattfindet und deren Ticketverkauf ab sofort geöffnet ist. Auch für Aussteller*innen ist es noch nicht zu spät - es sind noch einige wenige Messestände frei. 

 

Haiti, Afghanistan, Ahrweiler - die aktuellen globalen und lokalen Entwicklungen haben uns in den letzten Tagen und Wochen erneut vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass Menschen weltweit zusammenstehen, voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.  Angesichts der aktuellen und zukünftigen politischen, sozialen und klimatischen Krisen ist das Engagement eines Jeden gefragter denn je. 

 

Ständig neue und unvorhersehbare Entwicklungen sowie deren Konsequenzen wirken sich auch auf die Internationalen Personellen Zusammenarbeit (IPZ) aus. Nicht selten wird dabei die internationale Gemeinschaft in ihrer Integrität auf die Probe gestellt. Der Diskurs um Fragen rund um Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit darf dabei auch in Krisensituationen nicht in den Hintergrund rücken. Wie gehen Entwicklungsorganisationen, Partner*innen, Entwicklungshelfer*innen und int. Freiwillige damit um? Welche Krisenmanagementmethoden haben sich bewährt? Und was bedeuten derartige Krisen für zukünftige Fachkräfte? Diese und viele weiter Fragen wollen wir im Rahmen der diesjährigen Fachmesse diskutieren.

 

Mehr als 35 namhafte Organisationen der personellen Entwicklungszusammenarbeit, der Not- und Katastrophenhilfe und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit werden Ihnen in der Rhein-Sieg-Halle Rede und Antwort stehen. ENGAGEMENT WELTWEIT bietet eine ideale Gelegenheit für interessierte Fach- und Führungskräfte, aber auch Hochschulabsolvent*innen, Berufseinsteigeri*nnen und Quereinsteiger*innen, sich direkt und umfassend über ein berufliches Engagement im Ausland, die verschiedenen Arbeitsfelder, Qualifizierungsangebote sowie Entwicklungen und Trends in der personellen Entwicklungszusammenarbeit zu informieren.

 

Die Fachmesse wird von einem interessanten und vielfältigen Rahmenprogramm mit Panels, Diskussionen und Gesprächsrunden begleitet. Thematische Schwerpunkte werden dabei v.a. "Entwicklungszusammenarbeit und Krisenmanagement" und die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sein. Eine Liste der teilnehmenden Organisationen sowie alle weiteren Informationen zum Programm und zur Anreise finden Sie auf unserer Webseite www.engagement-weltweit.de und Instagram (@aklhue_ev) oder FB (@AKLHÜ e.V.) - beides wird laufend aktualisiert. Dort können Sie sich schon jetzt Tickets für die Messe sichern (10€/Ticket oder mit Gruppenrabat von 10%  ab einem Kauf von fünf Tickets). Die Tickets sind begrenzt verfügbar und nur im Vorverkauf erhältlich. Auch für Ihre Sicherheit ist gesorgt. Selbstverständlich haben wir ein aktuelles Hygienekonzept erarbeitet, welches wir dem dynamischen Infektionsgeschehen und den aktuellen Vorgaben der Gesundheitsämter anpassen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Website. 

 

Wir freuen uns sehr auf Ihren und Euren Besuch und den Austausch miteinander. 

 

Mit besten Grüßen aus Bonn,

 

Ihr Projektteam ENGAGEMENT WELTWEIT 2021

 

Zum Ticketverkauf Anmeldung für Organisationen
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Haiti: Soforthilfe nach Erdbeben gestartet

SID Blog - 18. August 2021 - 11:44
Schweres Erdbeben; Hurrikan nähert sich dem Inselstaat

Haiti * Erdbeben * Hurrikan * Nothilfe * Spenden

Berlin, 16.08.2021. Die Diakonie Katastrophenhilfe startet in den kommenden Stunden
Soforthilfe für die Betroffenen des schweren Erdbebens in Haiti. „Wir sind schockiert
über das immense Ausmaß des Erdbebens und werden alles tun, um den Menschen in Haiti
in dieser schweren Zeit beizustehen", sagt Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie
Katastrophenhilfe. Da die Arbeit in dem Inselstaat ein Schwerpunkt des Hilfswerks in
der Region ist, konnten Helferinnen und Helfer direkt nach dem Beben mobilisiert
werden. „Über unsere langjährigen Partner können wir sofort mit den ersten
Verteilungen beginnen. Dafür stellen wir in einem ersten Schritt 200.000 Euro bereit.
Die Menschen brauchen nun vor allem sauberes Trinkwasser und ein Dach über dem Kopf",
sagt Pruin. „Damit wir auch langfristig beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser und
Geschäfte helfen können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen."

Haiti wird aufgrund seiner geographischen Lage immer wieder von schweren
Naturkatastrophen getroffen. Daher unterhält die Diakonie Katastrophenhilfe –
gemeinsam mit anderen internationalen Hilfsorganisationen – ein Büro und Warenlager im
Land. So kann das evangelische Hilfswerk besonders schnell auf Katastrophen reagieren.
„Unser Büro in Port-au-Prince ist nicht betroffen und kann die Hilfe in den kommenden
Tagen und Wochen koordinieren", sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie
Katastrophenhilfe. „Unsere Hilfsprojekte im Land sind so angelegt, dass sie
Möglichkeiten für Soforthilfe bieten. Wir haben Waren vor Ort und werden zügig weitere
Hilfsgüter einkaufen. Dort, wo es möglich ist, verteilen wir Bargeld an die Menschen,
damit sie die größte Not der kommenden Tage überstehen."

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist in großer Sorge vor dem herannahenden Hurrikan
„Grace", der Haiti in den nächsten 24 Stunden erreichen soll. „Neben Wasserfiltern und
Hygiene-Artikeln werden wir deshalb auch Material für provisorische Unterkünfte
verteilen, damit die Menschen sich vor den zu erwartenden schweren Regenfällen
schützen können", sagt Keßler. „Während das genaue Ausmaß der Erdbeben-Schäden noch
unklar ist, geht es in den nächsten Stunden vor allem darum, die Menschen vor der
nächsten Katastrophe zu schützen."

Haiti wurde am Samstag (Ortszeit) von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,2
getroffen. Besonders betroffen ist der Süden des Inselstaats rund um das Departement
Grand'Anse und die Stadt Les Cayes im Department Sud. Nach offiziellen Angaben sind
mindestens 1300 Menschen ums Leben gekommen.

Die Diakonie Katstrophenhilfe ruft zu Spenden auf:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Nothilfe Haiti
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe IBAN: DE88 6602
0500 0202 0202 02 BIC: BFSWDE33KRL
Online unter: www.caritas-international.de


** Updates und Aktuelles via Twitter
https://twitter.com/diakoniekh


# Spenden

** Spendenkonto
Evangelische Bank (EB)
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1

** Online
https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende

UNICEF hilft nach dem schweren Erdbeben in Haiti

SID Blog - 18. August 2021 - 11:44
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Haiti: Kinder im Katastrophengebiet brauchen Notunterkünfte, medizinische Hilfe, Wasser, Nahrung und besonderen Schutz

Köln, 15. August 2021 / Nach dem schweren Erdbeben in Haiti berichten UNICEF-Teams von schweren Schäden an Wohngebäuden und öffentlichen Einrichtungen sowie vielen Verletzten. Sie berichten, dass die Lage sehr ernst ist und das sie überwältigt sind angesichts der Not.

Das Krankenhaus der Stadt Les Cayes, wo Mütter mit ihren verletzten Kindern Hilfe suchen, ist überfüllt.  Die Auswirkungen der erneuten Naturkatastrophe auf die Familien in einem der ärmsten und instabilsten Ländern der Welt stehen noch nicht fest. UNICEF ist sehr besorgt angesichts der großen Armut und Verletzlichkeit der Kinder im Katastrophengebiet.

UNICEF hat mehrere Büros in der betroffenen Region. Die UNICEF-Teams versuchen, den dringendsten Hilfsbedarf zu ermitteln und schieben gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen und den Behörden die Hilfe für die betroffenen Familien an. UNICEF Haiti ruft seit dem Erdbeben die Bevölkerung über soziale Medien dazu auf, in dieser Situation besonders auf die Kinder zu achten. Sie brauchen jetzt Notunterkünfte, medizinische Hilfe, sauberes Wasser und besonderen Schutz.

"Wir sind zutiefst traurig über die Berichte über Todesopfer und schwere Schäden nach dem Erdbeben", sagte Bruno Maes, Leiter von UNICEF in Haiti. "UNICEF arbeitet mit Regierungsbehörden- und Nichtregierungspartnern zusammen, um die betroffenen Gemeinden zu unterstützen. Wir stehen den Familien und Kindern in dieser schwierigen Zeit zur Seite".

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat Haiti am Samstagmorgen, 14. August, erschüttert. Das Beben war auch in der Hauptstadt Port-au-Prince zu spüren, das Epizentrum lag in den südlichen Teilen des Landes in den Departements Grande Anse, Sud und Sud-Est. Es ist in den kommenden Tagen mit weiteren Nachbeben zu rechnen.

Laut ersten UN-Schätzungen leben allein etwa 234.000 Menschen in 15 Kilometer Entfernung vom Epizentrum des Bebens. Zwei Drittel von ihnen sind extrem arm. Trotz der angespannten Sicherheitslage und der logistischen Herausforderungen versucht UNICEF Hilfsgüter, die in Lagerhäusern im ganzen Land gelagert sind, bereitstellen.



UNICEF ruft zu Spenden für die Kinder in Haiti auf

26. Aug.: Zukunftsdialog über faire Mode

Klimawoche - 17. August 2021 - 17:54

Beim nächsten gemeinsamen Zukunftsdialog von ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Bucerius Law School und Hamburger Klimawoche am 26. August um 19 Uhr geht es um faire Mode. Titel der digitalen Diskussionsrunde: „Fair Fashion – Nachhaltigkeit und Mode, ein Widerspruch?“ Die Anmeldung kann ab sofort hier erfolgen.

Die Globalisierung ermöglicht es Unternehmen, einen Standort mit möglichst geringen Kosten zu wählen. Die niedrigen Preise, die es im Fast Fashion-Bereich seit Jahren gibt, müssen andere jedoch teuer bezahlen: unmenschliche Arbeitsbedingungen in der Produktion, Pestizide, Chemikalien und andere Schadstoffe, die uns und unsere Umwelt belasten, der hohe Energieverbrauch und ein massiver CO2-Ausstoß, der die Klimakrise weiter anheizt. Das sind nur einige Beispiele für die Folgen der ständig neuen Modekollektionen und Trends, auf denen Fast Fashion basiert. 
Langfristig kostet das bei mangelhafter Qualität auch die Verbraucher*innen viel Geld. 

Wie also kann dem entgegengewirkt werden? Was verbirgt sich hinter Fair Fashion und ab wann gilt ein Unternehmen als nachhaltig? Was für Auflagen müssen diese Unternehmen erfüllen? Was ist Greenwashing und wie kann das unterbunden werden? Das sind einige der Fragen, die wir gemeinsam mit Ihnen während des 8. Zukunftsdialogs beantworten möchten. 

Darüber diskutieren:

Madeleine Alizadeh, Gründerin des Labels Dariadeh

Henning Siedentopp, Geschäftsführer Melawear

Viola Wohlgemuth, Kampaignerin bei Greenpeace

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Kategorien: Hamburg

Climate communications workshop

World Future Council - 17. August 2021 - 16:38
Climate communications workshop The Power of Communication: Getting civil society heard in times of Covid-19

Forest fires, flash floods, and the coronavirus pandemic have shown the world that we cannot afford to ignore planetary boundaries any longer. Climate action and eliminating fossil fuels and transitioning to renewables is not a nice-to-have, but imperative to our very survival. The climate crisis has become a central issue in election campaigns around the world. Climate communications play a key role in addressing the challenges that lie ahead.

To advocate for urgently needed system change, we need to communicate the why’s and how’s – but how can we do so efficiently during a pandemic, when face-to-face meetings, workshops, or coordinated actions seem like a distant memory?

We know the climate crisis has not halted even as the pandemic has escalated.
People all over the world have gone zoom (or Google meets!) through the last 18 months. How can civil society organisations, which often lack funding or capacity thrive in this new normal? What are the best tips for resource-scarce non-profits to be heard in the digital noise?

Climate Action Network, together with the World Future Council and Brot für die Welt organised a capacity-building webinar on climate communications to strengthen digital communication skills to enhance climate action and accelerate the renewable energy transition.
Over two two-hour workshops, we had in total 150 people attend from different parts of the world, from Latin America to Africa, to discuss tactics and techniques on communications bespoke to their regional context.

The emphasis of the workshop was to focus on easy-to-use tools that can make for an end-to-end communication strategy starting with building a narrative, identifying target audience groups, designing a social media plan, and executing a media relations plan.



Key take-aways

  • Be human – Our narrative needs to centre around the experiences of people and their lived reality while convening the urgency for action to mitigate climate change and advance the energy transition
  • Be relevant – most people want to stay up-to-date with world events, tag on to current discourses to increase reach
  • Be concise – focusing on a few topics and key messages to have more control over the narrative and strengthen messaging
  • Be social – Adapt your message and channels to your target audience and geography. Every market has its favourite social media channels and best use of online tools.
  • Reach out – media outreach, be it print, broadcast or new media is still a dominant part of communication in many parts of the world. Op-eds for instance can be a great way to position yourself and frame your message

Tools

The training materials are all available online: webinar event page, recordings, slide deck.

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Kategorien: Hamburg

Neumann Kaffee - 20 Jahre Vertreibung in Uganda

SID Blog - 17. August 2021 - 12:33
Heute vor 20 Jahren vertrieb die ugandische Armee mehr als 4.000 Menschen brutal von ihrem Land im Bezirk Mubende. Die Regierung von Uganda hatte die Flächen zuvor an die Kaweri Coffee-Plantation Ltd, eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe aus Hamburg verpachtet. Bis heute sind die Betroffenen nicht entschädigt worden. Viele leiden unter Hunger und extremer Armut.
„Dieser Tag markiert 20 Jahre unserer gewaltsamen Zwangsenteignung und andauernder Ungerechtigkeit gegen uns. Während Menschen weltweit Millionen von Tassen Kaffee genießen, tragen wir weiterhin die Last dieses profitgesteuerten Kaffeeunternehmens, welches uns all unserer Rechte beraubte, um in Würde zu leben", sagt Peter Baleke Kayiira, Sprecher der Vertriebenen.
Am 17. August 2001 hatte das ugandische Militär damit begonnen, Kayiira und etwa 4.000 Bewohner*innen der Dörfer Kitemba, Luwunga, Kijunga und Kiryamakobe brutal zu vertreiben. Insgesamt wurden 2.524 Hektar Land geräumt. Hierdurch wurde der Weg freigemacht für einen 99-jährigen Pachtvertrag an die Kaweri Coffee Plantation Ltd. Diese befindet sich vollständig im Besitz der in Deutschland ansässigen Neumann Kaffee Gruppe, einem weltweit führenden Rohkaffee-Händler.
Während der fünftägigen Zwangsräumung, die bis zum 21. August andauerte, verloren die Vertriebenen ihren gesamten Besitz. Sie wurden bedroht und mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Viele wurden geschlagen. Ihre Häuser wurden abgebrannt, ihr Eigentum geplündert und ihre Ernten zerstört. Die Gesundheitseinrichtungen und Kirchen der vier Dörfer wurden abgerissen, die Grundschule wurde zum Hauptgebäude der Plantage.
Unter den Dorfbewohner*innen kam es nach der Vertreibung zu Todesfällen und vermehrt zu Krankheiten und Hunger. Bis heute werden ihre Rechte auf gesunde Nahrung, Wasser, Gesundheit, Arbeit und Bildung ständig verletzt. Wenn überhaupt finden sie nur Anstellungen als Gelegenheitsarbeiter*innen mit geringsten Löhnen. Dabei werden ihre Rechte durch die Verfassung von Uganda und zahlreiche internationale Abkommen, die das Land ratifiziert hat, garantiert, darunter der UN Sozialpakt.

Covid-19 und Lockdowns verschärfen die Probleme Erschwerend kommen aktuell die COVID-Maßnahmen in Uganda hinzu. Mit wenig oder gar keinem Land für den landwirtschaftlichen Anbau und anhaltenden Bewegungseinschränkungen, die zum Verlust der sowieso unzureichenden Einkommen als Gelegenheitsarbeiter*innen führten, wird Hunger zu einem immer größeren Problem. „Kein Land zu besitzen führt in Uganda zu einem Mangel an Nahrungsmitteln. Auf dem Land lebende Familien müssen ihr Essen selbst anbauen. Wir hatten seit der Zwangsräumung viele Probleme, einschließlich Nahrungsmittelknappheit, die durch den Ausbruch von Covid-19 verschärft wurde. Der Hunger wird schlimmer, und das Leben wird immer schwieriger", so Peter Kayiira.
FIAN Uganda zeigt in einem aktuellen Bericht an den UN-Menschenrechtsrat, dass die häusliche Gewalt an vertriebenen Frauen zugenommen hat. FIAN Uganda stellt außerdem einen Anstieg von Teenagerschwangerschaften unter den Vertriebenen fest. Viele Mädchen mussten Männern Sex als Tauschmittel für Essen und Geld anbieten.

Gerichtsverfahren noch ohne Ergebnis Bereits seit 2002 versuchen die Vertriebenen Gerechtigkeit zu erlangen. Ein Jahr nach der Vertreibung hatten sie Klage gegen die Kaweri Coffee Plantation Ltd. und die ugandische Regierung eingereicht. Dennoch sind sie bis heute weder für die Enteignung entschädigt worden, noch haben sie ihr Land zurückbekommen oder anderes Land erhalten. 2019 hat das Gericht ein Mediationsverfahren angeordnet, das bis heute andauert.
Einige Vertriebene sind bereit, das geringe Entschädigungsangebot der Staatsanwaltschaft im Rahmen dieses Verfahrens anzunehmen, obwohl es unklar ist, ob sie tatsächlich entschädigt werden. Die Übrigen möchten das Gerichtsverfahren zu Ende führen. „Einige von uns sind bereits gestorben. Dennoch warten wir immer noch auf Gerechtigkeit", erklärt eine Betroffene.

Regierungen von Uganda und Deutschland dürfen Straffreiheit nicht tolerieren Die Vertriebenen haben ihren Fall auch vor internationale Menschenrechtsgremien gebracht. 2015 forderte der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (CESCR) die ugandische Regierung dazu auf, „sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die Rechte der Mubende-Gemeinschaft sowie aller anderen gewaltsam vertriebenen Gemeinschaften wiederhergestellt werden." Außerdem hielt der Ausschuss den Staat dazu an, „die Entwicklung eines Rechtsrahmens für Zwangsräumungen in Erwägung zu ziehen, welcher Bestimmungen über wirksame und sinnvolle Konsultationen, angemessene Rechtsmittel und Entschädigungen enthält."
2017 empfahl der UN-Frauenrechtsausschuss (CEDAW) der deutschen Regierung, "wirksame Mechanismen zur Untersuchung von Beschwerden einführen, die gegen transnationale Unternehmen eingereicht werden", insbesondere gegen landwirtschaftliche Großbetriebe, die in Deutschland registriert oder ansässig sind, "mit dem Mandat, unter anderem Beschwerden entgegenzunehmen und unabhängige Untersuchungen durchzuführen." Der Ausschuss riet der deutschen Regierung zudem, "konkrete Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich eines Rechtsbehelfsmechanismus, um Frauen, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen geworden sind, den Zugang zur Justiz zu erleichtern." Weder Deutschland, noch Uganda haben die Empfehlungen umgesetzt.
„Das neue deutsche Gesetz über Sorgfaltspflichten in Lieferketten verschafft Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen durch Investitionen deutscher Konzerne im Ausland ausdrücklich keinen Zugang zu deutschen Gerichten", kritisiert Gertrud Falk von FIAN Deutschland den entscheidenden Schwachpunkt des Gesetzes. Valentin Hategekimana, Koordinator für Afrika bei FIAN International, fordert die beiden Regierungen auf, „die langjährige Ungerechtigkeit zu beenden. Die Vertriebenen mussten viel leiden. Leider herrscht bis heute Straffreiheit für die Verantwortlichen. Diese Situation kann nicht länger toleriert werden", so Hategekimana. FIAN Pressemitteilung vom 18. August 2021
 

Globales Open-Air Kino im Lernort KulturKapelle

AgrarKoordination - 15. August 2021 - 21:29

Auch diesen Sommer laden wir zu fünf Filmabenden rund um das Thema „Taking care!? – Mitgefühl und globale Solidarität“ ein, draußen auf der Wiese neben der KulturKapelle. In Kurzvorträgen vor den Filmen und anschließendem Publikumsgespräch sind alle Interessierten eingeladen, sich zu informieren und Projekte kennenzulernen. Bei Regen werden die Filme in der KulturKapelle gezeigt.

Zeit: 11. bis 15. August 2021, jeweils 20 Uhr Kurzvortrag und 21 Uhr Filmvorführung
Ort: Lernort KulturKapelle, Georg-Wilhelm-Straße 162, 21107 Hamburg 
Eintritt: 3€ ermäßigt | 5€ regulär | 7€ Soli-Preis 
Anmeldung: buchen(at)lernort-kulturkapelle.de
Kino im Inselpark: Weitere Termine im BUND Naturerlebnisgarten unter: www.bund-hamburg.de

Programm

11.08. Mittwoch
20 Uhr Kurzvortrag: Mobilizing Vulnerability
21 Uhr Film: Woman (2020) 12.08. Donnerstag 
20 Uhr Kurzvortrag: Kinderrechte in Lateinamerika in Zeiten der Corona-Pandemie
21 Uhr Film: 7 oder Warum ich auf der Welt bin (2010) 13.08. Freitag
20 Uhr Kurzvortrag: Welternährung und Klimawandel
21 Uhr Dokumentation: One Word (2020) in Kooperation mit der Agrar Koordination e.V. 14.08. Samstag
20 Uhr Kurzvortrag: Glück ein globales Entwicklungsziel
21 Uhr Dokumentation: What Happiness is (2012) 15.08. Sonntag
20 Uhr Kurzvortrag: Mitgefühl & Globale Solidarität 
21 Uhr Dokumentation: Youth Unstoppable (2020) Wir freuen uns auf Ihr Kommen und teilen Sie gerne die Veranstaltungsankündigung auf Facebook!
Kategorien: Hamburg

Schnackschmiede 2021

AgrarKoordination - 14. August 2021 - 9:04
Wir öffnen den Raum für gemeinsamen Austausch, Begegnung und Vernetzung, und wollen Euch und Eure Initiativen kennenlernen! Samstag, 14.08.2021, ab 10 Uhr Lernort KulturKapelle, Inselpark Wilhelmsburg Anmeldungen sind bis zum 05.08 über diesen Link möglich. Veranstaltungsflyer mit allen Infos
Kategorien: Hamburg

Notabgabe auf Milliardärs-Gewinne könnte COVID-19-Impfungen weltweit finanzieren

SID Blog - 12. August 2021 - 9:50
Oxfam und weitere Organisationen fordern stärkere Steuern für Superreiche, um wirtschaftliche Folgen der Corona-Pandemie zu mildern

Berlin, 12.08.2021. Mit einer einmaligen Vermögensabgabe von 99 Prozent auf Gewinne, die Milliardär*innen während der Pandemie gemacht haben, ließen sich COVID-19-Impfungen für alle Menschen finanzieren – und jedem*r Arbeitslosen weltweit ein Zuschuss von 20.000 US-Dollar gewähren. Dies zeigt eine Analyse, die Oxfam, die Allianz „Fight Inequality", das „Institute for Policy Studies" und die Initiative „Patriotic Millionaires" heute veröffentlichen. Die Organisationen fordern die Regierungen auf, Superreiche, die von der Pandemiekrise profitiert haben, zur Finanzierung der Krisenkosten stärker zu besteuern.

Die einmalige Steuer würde 5,4 Billionen US-Dollar in die öffentlichen Kassen spülen. Die 2.690 Milliardär*innen, die es auf der Welt derzeit gibt, wären zusammen dann immer noch 55 Milliarden US-Dollar reicher als vor Ausbruch des Virus. Sie verfügten Ende Juli 2021 über ein kollektives Nettovermögen von 13,5 Billionen US-Dollar – acht Billionen mehr als zu Beginn der Pandemie. Das Vermögen von Amazon-Gründer Jeff Bezos stieg während der Pandemie um 79,4 Milliarden US-Dollar auf 192,4 Milliarden. Seit Beginn der Pandemie sind 325 neue Milliardär*innen in den Club der Superreichen hinzugekommen. Das entspricht etwa einem neuen Milliardär pro Tag.

Während vielen, insbesondere einkommensschwachen Ländern, im Zuge der Corona-Pandemie finanziell die Luft ausgeht, besteuern die Regierungen Superreiche und Konzerne viel zu niedrig, was den Kampf gegen COVID-19, Armut und Ungleichheit weiter untergräbt. Die Folge: Weniger als ein Prozent der Menschen in einkommensschwachen Ländern haben bislang eine Impfung erhalten, während die Chefs von Moderna und BioNTech Milliardäre wurden. Die COVID-19-Krise hat mehr als 200 Millionen Menschen in die Armut getrieben und kostete Frauen auf der ganzen Welt im vergangenen Jahr mindestens 800 Milliarden Dollar an Einkommen – mehr als das Bruttonationaleinkommen von 98 Ländern zusammen.

„Der Milliardär Jeff Bezos könnte mit seinem Reichtum persönlich dafür sorgen, dass ausreichend Impfstoff für alle Menschen auf der Welt vorhanden ist. Doch er gibt sein Geld lieber für einen aufregenden Flug ins All aus. Regierungen lassen es zu, dass eine Handvoll Superreicher obszönen Reichtum anhäuft, während Milliarden Menschen um ihre Existenz kämpfen und keinen Zugang zur rettenden COVID-19-Impfung haben", kritisiert Tobias Hauschild, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei Oxfam Deutschland.

Einmalige Solidaritätsabgaben und langfristige Vermögenssteuern für Superreiche, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern, fordern weltweit zahlreiche Politiker*innen, führende Wirtschaftswissenschaftler*innen, Organisationen der Zivilgesellschaft, die Vereinten Nationen, der IWF und die Weltbank. Im Dezember 2020 hat das schuldengeplagte Argentinien eine einmalige Sonderabgabe eingeführt, die rund 2,4 Milliarden Dollar für die Pandemiebekämpfung eingebracht hat.

„Auch in Deutschland muss mehr getan werden, damit sehr Vermögende ihren fairen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten", fordert Hauschild. Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist eine der höchsten in Europa, der Beitrag von sehr Vermögenden zum Allgemeinwohl durch vermögensbezogene Besteuerung im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich. „Die nächste Bundesregierung muss daher die Wiedereinführung der Vermögenssteuer für sehr Reiche vereinbaren und eine Vermögensabgabe für Millionen- und Milliardenvermögen prüfen."

Für eine progressivere Besteuerung setzen sich zunehmend auch sehr Vermögende selbst ein, etwa das vor Kurzem von Millionär*innen gegründete Bündnis „Tax me now".

Hinweise:

  • Die Kosten für die Impfung der erwachsenen Weltbevölkerung wurden wie folgt berechnet: zwei Dosen zu 7 US-Dollar pro Dosis für 5 Milliarden Menschen, also insgesamt 70 Milliarden Dollar. Dabei wurden die durchschnittlichen Kosten pro Dosis zugrunde gelegt. Oxfam lehnt derart hohe Preise für Impfstoffe ab und setzt sich im Rahmen der People's Vaccine Alliance für einen patentfreien Zugang ein, damit Generikahersteller COVID-19-Impfstoffe produzieren können, um die Preise zu senken.
  • Laut dem „World Employment and Social Outlook 2021 Flagship Report" der ILO sind derzeit 220 Millionen Menschen arbeitslos. 114 Millionen davon verloren durch COVID-19 ihre Arbeit. Ein einmaliger Zuschuss von 20.000 Dollar für alle derzeit arbeitslosen Arbeitnehmer*innen würde 4,4 Billionen Dollar kosten.
  • Eine Analyse der Forbes-Reichenlisten (Echtzeit- und Jahreslisten) zeigt, dass die Milliardär*innen ihr Vermögen in den vergangenen 17 Monaten um 5,5 Billionen US-Dollar erhöht haben, von 8 Billionen am 18. März 2020 auf 13,5 Billionen Dollar am 31. Juli 2021. Eine einmalige 99-prozentige Abgabe würde 5,445 Billionen US-Dollar einbringen.
  • Mindestens neun Personen sind seit Beginn der Pandemie zu Milliardär*innen geworden dank der exzessiven Gewinne von Pharmakonzerne, die das Monopol auf COVID-19-Impfstoffe haben.

 


Newsletter July 2021

World Future Council - 11. August 2021 - 13:56

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NachhaltigkeitsTAG.2 im Kulturladen St. Georg am 15. August 2021

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 11. August 2021 - 10:00

Am 15. August 2021 feiert der Kulturladen St. Georg seinen NachhaltigkeitsTAG.2. Hier will der Verein neben einer Kleidertauschparty und einer Unverpackt-Werkstatt sowie Musik auch verschiedenen NGOs die Möglichkeit bieten, sich an Infotischen den Gästen vorzustellen um damit neue Mitstreiter*innen zu gewinnen. Der NachhaltigkeitsTAG.2 ist eine Veranstaltung der Gruppe Nachhaltiges St. Georg, die vom Kulturladen St. …

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