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Hamburg

weltwechsel Niedersachsen – Eine Erfolgsgeschichte

VEN Niedersachsen - 23. November 2020 - 17:17

In mehr als 40 Veranstaltungen vom 2. bis 22. November diskutierten die Menschen in Niedersachsen – trotz Corona –, wie wir gemeinsam eine global gerechte Welt erschaffen können. „Das zeugt von einer starken, lebendigen Zivilgesellschaft, die Antworten auf aktuelle Fragen und Herausforderungen hat“, erklärt Annika Härtel, Projektkoordinatorin von weltwechsel Niedersachsen.

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Regierungen und Stiftungen starten gemeinsam die South East Asia Energy Transition Partnership

SID Blog - 20. November 2020 - 16:16
Das Bundesumweltministerium hat heute mit weiteren staatlichen und philanthropischen Förderern auf dem ASEAN-Energiewirtschaftsforum die „South East Asia Energy Transition Partnership" (ETP) ins Leben gerufen. Ziel der Partnerschaft ist es, die nachhaltige Energiewende in Südostasien im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei zunächst auf Indonesien, Vietnam und den Philippinen; alles Länder mit einem erheblichen Kohleanteil bei der Energieerzeugung. In den kommenden Monaten wird ein technischer Beirat eingerichtet, der sowohl internationales als auch lokales Fachwissen und Ländervertreter vereint, um die Partnerschaft bei ihrer technischen Arbeit zu beraten. Mit dem heutigen Startschuss beginnt die ETP ihre erste fünfjährige Implementierungsphase mit dem United Nations Office for Project Services (UNOPS) als Fondsmanager und Sekretariatssitz.

 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Energy Transition Partnership vereint Regierungen und Stiftungen bei der Unterstützung der Energiewende in Südostasien. Mit dem innovativen Ansatz der ETP werden die Mittel und Projekte ihrer Mitglieder gebündelt und aufeinander abgestimmt und damit ihre Wirkung maximiert. Die neue Partnerschaft treibt als Forum den Austausch und die Koordination mit engagierten Akteuren voran. Aus diesen Gründen haben wir die Partnerschaft von Anfang an als Gründungsmitglied unterstützt."
 

Rémy Rioux, CEO der Agence Française de Développement: „Die AFD Gruppe ist stolz darauf, Teil der südostasiatischen Energy Transition Partnership zu sein, welche die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Gebern und privaten Stiftungen fördert, um die Energiewende in Südostasien im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu beschleunigen."

"Durch die Vereinigung verschiedener Stakeholder, die bereit sind, Indonesien, Vietnam und die Philippinen gemeinsam zu unterstützen und ihr Potenzial an erneuerbaren Energien zu erschließen, baut diese Koalition auch auf dem "Finance in Common"-Gipfel auf und fördert partnerschaftsorientierte Initiativen zum Aufwuchs grüner Finanzmittel."
 

Kate Hampton, CEO der Children's Investment Fund Foundation: „Asiatische Länder, die sich zu Netto-Null-Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts verpflichten, haben die globale Klimadynamik wieder in Schwung gebracht. Die Südostasiatische Energy Transition Partnership (ETP) ist eine mutige Initiative in einer entscheidenden Phase. Sie wird den politischen Entscheidungsträgern in Vietnam, Indonesien und den Philippinen die Sachlage und das Fachwissen liefern, die für den ersten Schritt zu einem Netto-Nullpunkt erforderlich sind: den Übergang zu sauberen Energien. Dieser Übergang wird grüne Arbeitsplätze, billigeren Strom und sauberere Luft nach Südostasien bringen. Wir von CIFF freuen uns, Teil der ETP zu sein – wir glauben, dass diese Partnerschaft den Wohlstand und das Wohlergehen der südostasiatischen Nationen für die kommenden Jahrzehnte fördern wird."
 

Samina Kadwani, UNOPS-Direktorin für Thailand, Indonesien und den Pazifik: „Ich spreche den Gebern der Energy Transition Partnership meine Anerkennung dafür aus, dass sie eine neue und zukunftsorientierte, dynamische und agile Plattform geschaffen haben, um Südostasien bei den Bemühungen zu unterstützen Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. UNOPS ist stolz darauf, als Fondsmanager und Sekretariat an der Partnerschaft beteiligt zu sein, und ist gut positioniert, um die Ziele der Partnerschaft voranzubringen."
 

Die „South East Asia Energy Transition Partnership" (ETP)  wurde erstmals auf dem „One Planet Summit 2018" von einem Konsortium aus philanthropischen Stiftungen, wie der Children's Investment Fund Foundation (CIFF) und der High Tide Foundation sowie Regierungsvertretern wie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), der kanadischen Regierung, dem britischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie (BEIS), Bloomberg Philanthropies und der französischen Entwicklungsagentur (AFD) angekündigt. Seitdem haben die Partner erheblich in die Gestaltung dieser einzigartigen Partnerschaft investiert, die den öffentlichen und den privaten Sektor zusammenführt, wie auf dem Klimagipfel des Generalsekretärs der Vereinten Nationen 2019 hervorgehoben wurde.

Das Wirtschaftswachstum Südostasiens hat den Lebensstandard für viele Menschen in der Region erhöht. Das Wachstum geht allerdings einher mit einem enormen Anstieg des Verbrauchs fossiler Brennstoffe, was zu steil ansteigenden Treibhausgasemissionen, anhaltender Umweltverschmutzung, lokalen Gesundheitsrisiken und einer Verschärfung der weltweiten klimabedingten Risiken führt. Die ETP hat sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit Regierungen und Institutionen das enorme ungenutzte Potenzial erneuerbarer Energien Südostasiens zu heben und sie in den Energiemix zu integrieren, um den rasch wachsenden Energiebedarf in der Region zu decken.

Die ETP wird sich auch mit Energieeffizienzmaßnahmen befassen sowie mit den sozioökonomischen Chancen und positiven Auswirkungen, die mit einem nachhaltigen und gerechten Energiewandel in Südostasien verbunden sind. Mit finanzieller Unterstützung für technische Kooperationsprojekte, zusammen mit entsprechend ausgerichteten laufenden Programmen in der Region, wird die ETP Unterstützungspakete und Koordinierung, Dialog und Wissensausbau anbieten, um die Finanzierung der Energiewende in der Region signifikant voranzubringen und so zur Erreichung des Übereinkommens von Paris und der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) beizutragen.

Die Multi-Geber-Partnerschaft möchte weiter wachsen. Die Mitglieder der ETP laden daher interessierte Geber ein, sich der Initiative anzuschließen, um durch eine beschleunigte Energiewende in Südostasien dem globalen Klimaschutz zu dienen.
           



Über UNOPS:

Die Mission von UNOPS besteht darin Menschen zu helfen ein besseres Leben aufzubauen und Ländern zu helfen Frieden und nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Wir helfen den Vereinten Nationen, Regierungen und anderen Partnern bei der Verwaltung von Projekten und bei der Bereitstellung nachhaltiger Infrastruktur und Beschaffung auf effiziente Weise. Lesen Sie mehr: www.unops.org

Über die AFD:

Die Agence Française de Développement Gruppe (AFD) ist eine öffentliche Institution, welche die französische Politik in den Bereichen Entwicklung und internationale Solidarität umsetzt: Klima, Biodiversität, Frieden, Bildung, Stadtplanung, Gesundheit, Regierungsführung usw. Unsere Teams sind aktiv beteiligt an mehr als 4.000 Projekten mit hohen sozialen und ökologischen Wirkungen in den französischen Übersee- Departements und Gebieten und in 115 Ländern. Damit leisten wir einen Beitrag zum Engagement Frankreichs und des französischen Volkes für die Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs).

Über CIFF:

Die Children's Investment Fund Foundation ist eine unabhängige philanthropische Organisation mit Büros in Addis Abeba, Peking, London, Nairobi und Neu-Delhi. CIFF arbeitet mit einem breiten Spektrum von Partnern zusammen, die sich bemühen, das Leben armer und gefährdeter Kinder in Entwicklungsländern zu verändern, mit dem letztendlichen Ziel, scheinbar unlösbare Herausforderungen zu lösen, um sicherzustellen, dass alle Kinder die Chance haben, zu überleben und zu gedeihen. CIFF will eine katalytische Rolle als Geldgeber und Einflussnehmer spielen, um dringende und systemische Veränderungen in großem Maßstab voranzutreiben. Das Klimaportfolio des CIFF wird von der Vision einer klimasicheren Zukunft für die Kinder von heute und für künftige Generationen getragen, die auch die Vorteile sauberer Luft, Energiesicherheit und nachhaltiger Arbeitsplätze mit sich bringt. Mehr Informationen unter: www.ciff.org .

Teilnehmende Regierungen (in alphabetischer Reihenfolge):

Deutschland: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) - Ansprechpartner für die Presse: Unterabteilungsleiterin Presse und Kommunikation: Regine Zylka, E-Mail: presse@bmu.bund.de

Frankreich: Agence Française de Développement (AFD)

Kanada: The Government of Canada

Vereinigtes Königreich: Department for Business, Energy and Industrial Strategy

Teilnehmende Philanthropen (in alphabetischer Reihenfolge):

Bloomberg Philanthropies

Children's Investment Fund Foundation (UK) Press Contact: Alex Bos Abos@ciff.org, und Abbi Knell Aknell@ciff.org

High Tide Foundation

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, United Nations Office for Project Services (UNOPS), Children's Investment Fund Foundation (CIFF), Agence Française de Développement (AFD)

7. Deutschen SDSN-Versammlung

#Nachhaltigkeit - 20. November 2020 - 0:00
Am Montag, den 23. November 2020 von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr findet die 7. Deutsche SDSN-Versammlung mit dem Thema "Noch auf 2030-Kurs? Nachhaltige Entwicklung inmitten von Covid-19 und Geopolitik" statt.

Foto: geralt/Pixabay

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Gesucht: Projektkoordination zum 1.1.2021

VEN Niedersachsen - 19. November 2020 - 14:49

Für unser laufendes Projekt „Niedersachsen macht mobil für Unternehmensverantwortung“ – einer Kampagne zur Umsetzung von Menschenrechten in globalen Lieferketten in Niedersachsen – suchen wir eine geeignete Projektkoordination. Mit Start zum 1.1.2021 ist die Stelle zunächst befristet bis zum 30.11.2021. Es besteht die Möglichkeit für ein Folgeprojekt. Wir bieten ein interessantes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld auf 33 Wochenstunden mit Möglichkeiten zur eigenen Gestaltung von Schwerpunkten. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TVL 11. Dienstort ist Hannover. Einsendeschluss ist der 2.12.2020. Hier geht es zur Stellenausschreibung.

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On the occasion of World Children’s Day, the Word Future Council demands: Protect children from hazardous chemicals

World Future Council - 19. November 2020 - 12:27
On the occasion of World Children’s Day, the Word Future Council demands: Protect children from hazardous chemicals

Press release: November 19 2021

Hamburg, 19.11.2020 On the occasion of the anniversary of the UN Convention on the Rights of the Child on 20 November 2020, the World Future Council warns that the rights of children embedded in the Convention are still not realized everywhere and that the health of girls and boys in particular is endangered by environmental pollution, climate change and hazardous chemicals.

31 years ago, on 20 November 1989, children’s rights were first specifically protected in the Convention on the Rights of the Child by the United Nations General Assembly. This means that the community of states is obliged to guarantee all children worldwide the rights of children under international law and to invest in the health, education, protection and participation of children. Art. 24 of the UN Convention on the Rights of the Child recognizes the right to the highest attainable standard of health.

There are around 40,000-60,000 chemicals worldwide and we come into contact with chemicals every day. Many of them are a danger to humans and the environment, and children and women are exceptionally affected. Particularly problematic are chemicals that end up in the food chain and our drinking water during production, use or disposal, and thus accumulate in our bodies. Protection against hazardous chemicals is therefore the topic of the Future Policy Award 2021!

“Therefore, the World Future Council dedicates its renowned Future Policy Award 2021 to the issue of protection against hazardous chemicals,” says Alexandra Wandel Executive Director of the World Future Council. “The award honors laws that promote better living conditions for present and future generations. We are looking for exemplary policies that protect girls and boys from the dangers of lead in paint, pesticides and exploitative work in gold mines where mercury is improperly used”.

„Due to the COVID-19 pandemic, many countries imposed partial or total lockdowns and closed kindergartens and schools. This means that large numbers of children are now spending more time at home. Here they might be exposed to harmful materials contained in toys and other items they play with. In some countries, they might also be at risk of exposure to peeling or flaking wall paint which can contain lead, causing irreversible harm to children’s health and early development if ingested. Other toxins, such as those in aggressive cleaning products, can also be ingested accidentally“, states María Fernanda Espinosa Garcés, Councillor of the World Future Council and President of the 73rd General Assembly.

“Children are not little adults. Their bodies react more sensitively to pollutants and absorb them more than adults. Exposure to hazardous chemicals begins in the womb. Children have weaker defense mechanisms because their bodies are in the process of building up. Allergies, growth disorders, brain and nerve damage, learning difficulties, low IQ development or aggressive behavior can be the consequences,” says Prof. Dr. Michael Otto, co-founder and Honorary Councillor of the World Future Council and Chairman of the Supervisory Board of Otto GmbH & Co KG. “A good chemicals policy is needed here, and I am pleased that the Future Policy Award 2021 is addressing this issue and drawing attention to children’s health”.

The Foundation will present the Future Policy Award for the most effective laws to protect against harmful chemicals at the 5th International Conference on Chemicals Management from July 5-9, 2021.

The Future Policy Award is presented in partnership with the United Nation Environment Programme (UNEP), the Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM), the International Labour Organisation (ILO), the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) and the United Nations Institute for Training and Research (UNITAR), United Nations Development Programme (UNDP), and with the support of the German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, and Nuclear Safety (BMU), the German Environment Agency (UBA), the Michael Otto Foundation and the Jua Foundation.

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UNICEF: Eine verlorene Covid-19 Generation verhindern

SID Blog - 19. November 2020 - 12:10
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UNICEF: Eine verlorene Covid-19 Generation verhindern

Aktueller Report / Jede neunte Covid-19-Infektion trifft ein Kind oder einen Jugendlichen

© UNICEF/Panjwani

Köln/New York, 19.11.2020 // UNICEF warnt vor erheblichen und wachsenden negativen Folgen der Covid-19-Pandemie für Kinder. Anlässlich des Internationalen Tags der Kinderrechte ruft UNICEF dazu auf, eine verlorene Covid-19-Generation zu verhindern.

In dem Report „Averting a Lost Covid Generation" dokumentiert das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen die schweren Konsequenzen der sich weiter ausbreitenden Pandemie für Kinder weltweit. Während die gesundheitlichen Symptome bei Kindern bislang mild sind, steigen die Infektionszahlen weiter. Die langfristigen Auswirkungen auf Bildung, Ernährung und Wohlbefinden einer ganzen Generation von Kindern und jungen Menschen können deren ganzes Leben nachhaltig prägen.

„Während der Covid-19-Pandemie hält sich bis heute die Vorstellung, dass Kinder kaum von der Krankheit betroffen sind. Nichts könnte weniger zutreffen", erklärte UNICEF Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Kinder können erkranken und das Virus verbreiten. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs der Pandemie. Die Unterbrechung lebenswichtiger Hilfen und Dienstleistungen sowie steigende Armutsraten sind die größten Bedrohungen für Kinder. Je länger die Krise andauert, so gravierender sind ihre Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden der Kinder. Die Zukunft einer ganzen Generation ist in Gefahr".

Die Auswertung von Daten aus 87 Ländern, für die entsprechende Informationen vorliegen, zeigt, dass Anfang November elf Prozent der zu diesem Zeitpunkt 25,7 Millionen Covid-19-Infektionen auf Kinder und Heranwachsende unter 20 Jahren entfielen. Dies bedeutet, dass jede neunte Covid-19-Infektion ein Kind oder einen Jugendlichen trifft. Weitere aussagekräftige, nach Alter differenzierte Daten über Infektionen, Todesfälle und Tests sind notwendig, um die Folgen für besonders verletzliche Kinder besser zu verstehen und Maßnahmen zu planen.

Kinder können zwar das Virus untereinander und auf Erwachsene übertragen. Aber es gibt starke Belege dafür, dass bei Beachtung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen die Vorteile, Schulen geöffnet zu halten, die Nachteile von Schulschließungen mehr als aufwiegen – so der UNICEF-Bericht. Schulen sind in den Gemeinden nicht die Haupttreiber einer Verbreitung des Virus. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder sich anstecken, ist außerhalb schulischer Zusammenhänge höher.

Die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen treffen Kinder schwer 

Die Unterbrechung lebensnotwendiger Gesundheitsversorgung und sozialer Dienste für Kinder stellen die schwerste Bedrohung für Kinder dar. UNICEF-Daten aus 140 Ländern zeigen:

  • Rund ein Drittel der Länder verzeichneten einen Rückgang der Zahl der Kinder, die mit medizinischen Maßnahmen wie Routineimpfungen, ambulanter Behandlung von ansteckenden Infektionskrankheiten sowie durch Betreuungsangebote vor, während und nach der Geburt erreicht werden. Hauptgrund für den Rückgang ist Angst vor Ansteckung.
  • In 135 Ländern werden 40 Prozent weniger Kinder und Frauen durch Ernährungshilfen und entsprechende Beratung erreicht. Ende Oktober erhielten immer noch 265 Millionen Mädchen und Jungen keine Schulspeisungen. Über 250 Millionen Kleinkinder unter fünf Jahren bekommen keine lebenswichtigen Vitamin-A-Tabletten.
  • 65 Länder berichten von einem Rückgang von Hausbesuchen durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Vergleich zum Vorjahr.

Der UNICEF-Report zeigt weitere alarmierende Fakten auf:

  • Im November 2020 sind 572 Millionen Mädchen und Jungen von landesweiten Schulschließungen betroffen – das sind 33 Prozent aller Schülerinnen und Schüler weltweit.
  • Durch die Unterbrechung lebenswichtiger Dienstleistungen und zunehmender Mangelernährung könnten in den kommenden zwölf Monaten zwei Millionen Kinder zusätzlich sterben und die Zahl der Todgeburten um 200.000 zunehmen. 
  • In 2020 werden zusätzlich sechs bis sieben Millionen Kinder unter fünf Jahren an Auszehrung oder akuter Mangelernährung leiden, eine Zunahme um 14 Prozent. Vor allem in den Ländern Afrikas südlich der Sahara und in Südasien werden hierdurch jeden Monat 10.000 Kinder zusätzlich sterben.
  • Weltweit sind bis Mitte des Jahres schätzungsweise 150 Millionen Kinder zusätzlich in mehrdimensionale Armut gerutscht - ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Nahrung, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen.

"Wir müssen den Bedürfnissen von Kindern Vorrang einräumen." 

UNICEF ruft Regierungen und Partner dazu auf, alles zu tun, um die Krise zu stoppen, und dafür zu sorgen, dass:

  • alle Kinder lernen können und die digitale Kluft geschlossen wird;
  • der Zugang zu Nahrung und Gesundheitsversorgung gewährleistet ist und Impfungen weltweit bezahlbar und zugänglich sind;
  • die psychische Gesundheit von Kindern und Heranwachsenden unterstützt und geschützt wird. Misshandlung, geschlechtsspezifische Gewalt und Vernachlässigung von Kindern müssen aufhören.
  • der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygiene verbessert und gegen Umweltzerstörung und Klimawandel vorgegangen wird;
  • der Trend zu steigender Kinderarmut umgekehrt wird. Die Erholung von den ökonomischen und sozialen Folgen der Krise muss inklusiv gestaltet sein und darf kein Kind zurücklassen.
  • Schutz und Unterstützung für Kinder und Familien, die in Konflikt- und Krisengebieten leben oder ihre Heimat verlassen mussten, verstärkt wird.

„An diesem internationalen Tag der Kinderrechte rufen wie dazu auf, Kindern zuzuhören und ihren Bedürfnissen Vorrang einzuräumen", sagte Henrietta Fore. „Wenn wir an die Zukunft denken und nach vorne schauen in eine Welt nach der Pandemie, müssen wir als erstes an die Kinder denken."

» Der vollständige, englischsprachige Bericht ist hier auf unserer Webseite verlinkt.


Weltkindertag: Kinder vor gefährlichen Chemikalien schützen

SID Blog - 19. November 2020 - 12:09
Anlässlich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20.11.2020 mahnt der World Future Council, dass die in der Konvention verbrieften...

Die Stiftung Word Future Council fordert zum Weltkindertag: Kinder vor schädlichen Chemikalien schützen
Hamburg, 19.11.2020 Anlässlich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 20.11.2020 mahnt der World Future Council, dass die in der Konvention verbrieften Kinderrechte immer noch nicht überall realisiert werden.  Besonders ist die Gesundheit von Mädchen und Jungen durch Umweltverschmutzung, Klimawandel und gefährlichen Chemikalien gefährdet.
 
Vor 31 Jahren, am 20. November 1989, wurden Kinderrechte erstmals von der Vollversammlung der Vereinten Nationen in der Konvention über die Rechte des Kindes festgeschrieben. Damit ist die Staatengemeinschaft verpflichtet, allen Kindern weltweit die völkerrechtlich verbindlichen Kinderrechte zuzusichern und in Gesundheit, Bildung, Schutz sowie Beteiligung von Kindern zu investieren. Art. 24 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes erkennt das Recht auf das Höchstmaß an Gesundheit an.
 
Weltweit gibt es rund 40.000 - 60.000 Chemikalien. Mit manchen dieser Chemikalien kommen wir täglich in Berührung.  Viele von ihnen sind eine Gefahr für Mensch und Umwelt, Kinder und Frauen sind oft besonders betroffen. Besonders problematisch sind Chemikalien, die bei der Herstellung, Verwendung oder Entsorgung in der Nahrungskette und unserem Trinkwasser landen und sich so in unserem Körper ansammeln.  Schutz vor gefährlichen Chemikalien ist daher das Thema des Future Policy Awards 2021!
 
„Wir haben erst kürzlich in einer Studie gesehen, dass ein Fünftel aller untersuchten deutschen Kinder so hohe Konzentration von Perfluoroktansäure im Blut hat, dass wir gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausschließen können. Die Chemikalie gehört zu den PFAS, langlebige Chemikalien aus der Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen, die zum Beispiel Outdoor-Jacken wasser- und schmutzabweisend machen. Das Beispiel zeigt, dass noch viel beim Umgang mit Chemikalien zu verbessern ist, damit sie ihr Potential zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele voll entfalten können", so Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes.
 
„Der World Future Council hat daher seinen renommierten Future Policy Award 2021 dem Thema Schutz vor gefährlichen Chemikalien gewidmet", so Alexandra Wandel, Vorstandsvorsitzende des World Future Councils. „Der Preis zeichnet Gesetze aus, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Wir suchen nach vorbildlichen politischen Maßnahmen, die Mädchen und Jungen vor den Gefahren in Blei in Farbe, in Pestiziden sowie vor ausbeuterischer Arbeit in den Goldminen, wo Quecksilber unsachgemäß verwendet wird, schützen."
 
„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Ihre Körper reagieren empfindlicher auf Schadstoffe und nehmen diese auch verstärkter auf als Erwachsene. Schon im Mutterleib beginnt die Belastung mit gefährlichen Chemikalien. Kinder haben schwächere Abwehrmechanismen, da sich ihr Körper im Aufbau befindet. Allergien, Wachstumsstörungen, Gehirn- und Nervenschäden, Lernstörungen, geringe IQ Entwicklung oder aggressives Verhalten können die Folgen sein", so Prof. Dr. Michael Otto, Mitgründer und Ehrenratsmitglied des World Future Councils und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto GmbH & Co KG. „Hier ist eine gute Chemiekalienpolitik gefragt, und ich freue mich, dass sich der Future Policy Award 2021 dieses Thema annimmt und die Aufmerksamkeit auf die Gesundheit von Kindern lenkt."
 
Hinweis für die Presse: Ein Pressebriefing bei WFC Botschafterin Alexandra von Rehlingen-Prinz und Prof. Dr. Matthias Prinz, Mitglied des Aufsichtsrats wird aufgrund der Coronapandemie auf den 25.1.21 verlegt (Weltbildungstag).
 
Die Stiftung wird bei der 5. Internationalen Konferenz zu Chemikalienmanagement vom 5.-9. Juli 2021 in Bonn den Future Policy Award an die effektivsten Gesetze zum Schutz vor schädlichen Chemikalien vergeben.
 
Der Future Policy Award wird in Partnerschaft mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), dem Strategischer Ansatz zum Internationalen Chemikalienmanagement (SAICM), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen (UNITAR) und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD),  sowie mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), des Umweltbundesamts (UBA), der Michael Otto Stiftung und der Jua Foundation verliehen.
 
Dieses Projekt wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.


  Über die Stiftung World Future Council
Der World Future Council (WFC) verfolgt das Ziel, unseren Kindern und Enkeln einen gesunden, nachhaltigen Planeten mit gerechten und friedlichen Gesellschaften zu übergeben. Um dies zu erreichen, identifizieren, entwickeln, beleuchten und verbreiten wir zukunftsgerechte Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der Menschheit und fördern deren Umsetzung weltweit. Der Rat besteht aus 50 internationalen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kultur. Jakob von Uexküll, der Gründer des Alternativen Nobelpreises, hat den World Future Council 2007 ins Leben gerufen. Wir sind als gemeinnützige Stiftung in Hamburg registriert und finanzieren unsere Arbeit über Spenden und institutionelle Partnerschaften. 

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Unterernährt, übergewichtig, vergeudet: Neue Studie zeigt Folgen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte

SID Blog - 19. November 2020 - 12:08
Unterernährt, übergewichtig, vergeudet:

Neue Studie zeigt Folgen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte

Nur eine Handvoll Reis und Bohnen – ein Teil unserer Welt hungert. Pizza Hawaii und Eiscreme - ein anderer Teil unserer Welt ist übersättigt. Diese Kluft wird sich voraussichtlich vergrößern, während Lebensmittelverschwendung und der Druck auf die Umwelt zunehmen: Das ist das Ergebnis der neuen Studie eines Teams des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte, von spärlichen, auf Stärke basierenden Mahlzeiten hin zu tierischen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln; ihre Berechnungen fassen erstmals Schätzungen für Unter- und Übergewicht, Ernährungszusammensetzung und Essensabfälle zusammen. Die Ergebnisse sind alarmierend: Bis 2050 könnten mehr als 4 Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Weltbevölkerung – übergewichtig sein, davon 1,5 Milliarden fettleibig. Gleichzeitig würden weiterhin 500 Millionen Menschen an Untergewicht leiden.

„Wenn der beobachtete Ernährungswandel weiter anhält, werden wir das Ziel der Vereinten Nationen nicht erreichen, den Hunger weltweit zu besiegen", erklärt Benjamin Bodirsky vom PIK, Hauptautor der in Scientific Reports veröffentlichten Studie. „Gleichzeitig wird unsere Zukunft von Übergewicht und Fettleibigkeit in einem extremen Ausmaß geprägt sein", so Bodirsky. Bis 2050 könnten 45 Prozent der Weltbevölkerung übergewichtig und davon 16 Prozent fettleibig sein – im Vergleich zu etwa 29 und 9 Prozent im Jahr 2010. Diese Entwicklung ist auf die unzureichende globale Verteilung von Nahrungsmitteln zurückzuführen sowie auf die Verlagerung der Ernährung von pflanzlicher, wenig verarbeiteter Kost hin zu unausgewogenen, hochverarbeiteten Speisen; Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte werden durch tierisches Eiweiß, Zucker und Fett verdrängt.

Und das ist noch nicht alles, wie Bodirsky betont: „Die zunehmende Verschwendung von Nahrungsmitteln und der steigende Konsum von tierischem Eiweiß führen dazu, dass wir die Umweltfolgen unseres Agrarsystems nicht mehr beherrschen können. Ob Treibhausgase, Stickstoffverschmutzung oder Entwaldung: Wir gehen an die Belastungsgrenzen unseres Planeten – und darüber hinaus."

Agrarsystem als wesentlicher Faktor für Treibhausgasemissionen

Acker- und Weideland für die Nahrungsmittelerzeugung bedecken rund ein Drittel der globalen Landfläche; unser Ernährungssystem verursacht fast ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen. Die neue Studie zeigt, dass – wenn die derzeitigen Trends anhalten – die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln zwischen 2010 und 2050 um etwa 50 Prozent steigen wird, und die Nachfrage nach tierischen Produkten wie Fleisch und Milch wird sich ungefähr verdoppeln – eine Entwicklung, die immer mehr Land erfordern würde.

„Mit der gleichen Landfläche könnten wir aber viel mehr pflanzliche Nahrungsmittel für den Menschen produzieren als tierische", erklärt Ko-Autor Alexander Popp, Leiter der Forschungsgruppe Landnutzungsmanagement am PIK. „Einfach gesagt: Wenn immer mehr Menschen immer mehr Fleisch essen, gibt es weniger pflanzliche Nahrung für die anderen – und wir brauchen mehr Land für die Nahrungsmittelproduktion, was dazu führen kann, dass Wälder abgeholzt werden. Die vermehrte Tierhaltung erhöht in der Folge den Ausstoß von Treibhausgasen."

Globale Nahrungsmittelnachfrage: Verteilung und Bildung als Kernprobleme

Die Studie bietet erstmalig einen konsistenten Langzeitüberblick über einen anhaltenden globalen Ernährungswandel von 1965 bis 2100. Unter Verwendung eines Open-Source-Modells prognostizieren die Forschenden, wie viel des Nahrungsmittelbedarfs auf Faktoren wie Bevölkerungswachstum, Alterungsprozesse, zunehmende Körpergröße, wachsenden Body-Mass-Index, abnehmende körperliche Aktivität und zunehmende Nahrungsmittelabfälle zurückzuführen ist.

Ko-Autor Prajal Pradhan vom PIK erklärt: „Es gibt genug Nahrung auf der Welt – das Problem ist, dass die armen Menschen auf unserem Planeten sich diese nicht leisten können. Und in den reichen Ländern spüren die Menschen die wirtschaftlichen und ökologischen Folgen der Verschwendung von Nahrungsmitteln nicht." Aber Umverteilung allein würde nicht ausreichen, denn sowohl ärmere als auch reichere Bevölkerungsschichten ernähren sich mangelhaft – es fehlt an Wissen über eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise.

Wie weckt man Appetit auf Veränderung?

„Ungesunde Ernährung ist das weltweit größte Gesundheitsrisiko", erklärt Ko-Autorin Sabine Gabrysch, Leiterin der Forschungsabteilung Klimaresilienz am PIK. „Viele Länder in Asien und Afrika kämpfen derzeit noch mit Unterernährung und den damit verbundenen Gesundheitsproblemen. Gleichzeitig sind sie zunehmend auch mit Übergewicht und in der Folge mit einer steigenden Belastung durch Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs konfrontiert", so Gabrysch. Die neue Studie biete hier wertvolle Orientierung über den möglichen Entwicklungspfad verschiedener Länder und Regionen. Sie könne auch die dringend benötigte proaktive Politik hin zu einer nachhaltigen und gesunden Ernährung befördern.

„Wir brauchen dringend politische Maßnahmen, um eine Ernährungsumgebung zu schaffen, die gesundes Essverhalten fördert", erklärt Gabrysch. „Dazu könnten verbindliche Vorschriften gehören, welche die Werbung für ungesunde Snacks regulieren sowie nachhaltige und gesunde Mahlzeiten in Schulen, Krankenhäusern und Kantinen sicherstellen. Eine stärkere Konzentration auf Ernährungsbildung ist ebenfalls wichtig, von der Früherziehung im Kindergarten bis zur Beratung durch Ärzte und Krankenschwestern. Was wir essen ist von entscheidender Bedeutung – sowohl für unsere eigene Gesundheit als auch für die unseres Planeten."

Artikel: Benjamin Leon Bodirsky, Jan Philipp Dietrich, Eleonora Martinelli, Antonia Stenstad, Prajal Pradhan, Sabine Gabrysch, Abhijeet Mishra, Isabelle Weindl, Chantal Le Mouël, Susanne Rolinski, Lavinia Baumstark, Xiaoxi Wang, Jillian L. Waid, Hermann Lotze‐Campen, Alexander Popp (2020): The ongoing nutrition transition thwarts long-term targets for food security, public health and environmental protection. Scientific Reports. [DOI: 10.1038/s41598-020-75213-3]

Weblink zum Artikel: www.nature.com/articles/s41598-020-75213-3

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, 18.11.2020


Wer wir sind: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist eines der weltweit führenden Institute in der Forschung zu globalem Wandel, Klimawirkung und nachhaltiger Entwicklung. Natur- und Sozialwissenschaftler erarbeiten hier interdisziplinäre Einsichten, welche wiederum eine robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darstellen. Das PIK ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Jeder Sechste hält Ohrfeigen in der Erziehung für angebracht | Aktuelle Studie

SID Blog - 19. November 2020 - 12:07
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Jeder Sechste hält Ohrfeigen in der Erziehung für angebracht

Internationaler Tag der Kinderrechte am 20. November/ Neue repräsentative Studie zu Einstellungen zu Körperstrafen und elterlichem Erziehungsverhalten in Deutschland 

Köln/Berlin/Ulm, den 19. November 2020// Vor 20 Jahren, am 8. November 2000, trat in Deutschland das Recht jedes Kindes auf gewaltfreie Erziehung in Kraft. Dieser Schritt hat dazu beigetragen, die Einstellungen zu Körperstrafen in der Erziehung zu verändern und körperliche und psychische Gewalt gegen Kinder zurückzudrängen. Doch trotz dieser positiven Entwicklung sehen viele Menschen in Deutschland körperliche Bestrafung weiter als angebracht an.

So ist jeder Zweite noch immer der Auffassung, dass ein Klaps auf den Hintern noch keinem Kind geschadet habe. Jeder Sechste hält es sogar für angebracht, ein Kind zu ohrfeigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Studie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm, UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderschutzbund. 

Gemeinsam fordern der Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut Prof. Dr. Jörg M. Fegert, UNICEF Deutschland und der Deutsche Kinderschutzbund, das Bewusstsein für alltägliche Gewalt gegen Kinder zu schärfen und das Recht auf gewaltfreie Erziehung auf allen Ebenen der Gesellschaft zu stärken und umzusetzen. Insbesondere das Ausmaß und die negativen Folgen psychischer Gewalt gegen Kinder werden bis heute weitgehend unterschätzt.

Seit der Jahrtausendwende ist der Anteil der Menschen, die Gewalt anwenden bzw. als angebracht ansehen, insgesamt gesunken. Gaben in einer Befragung aus dem Jahr 2005 noch rund drei Viertel der Befragten an, einen „Klaps auf den Hintern" als Erziehungsmethode verwendet zu haben, hielten im Jahr 2016 nur noch 44,7 Prozent und im Jahr 2020 nur noch 42,7 Prozent diese Strafe für angebracht. Gaben im Jahr 2005 noch 53,7 Prozent der Befragten an, schon einmal eine „leichte Ohrfeige" als Erziehungsmethode eingesetzt zu haben, hielten dies im Jahr 2016 nur noch 17 Prozent und im Jahr 2020 17,6 Prozent für angebracht. In den Jahren von 2016 bis 2020 stagnierten die Zahlen somit. Die Akzeptanz von körperlicher Bestrafung hat damit ein Plateau erreicht. Insbesondere leichtere Körperstrafen bleiben bei einem erschreckenden Teil der deutschen Bevölkerung weiter verbreitet.

Weitere Ergebnisse der Studie

  • Die Zustimmung zu Körperstrafen bei Kindern ist bei Männern größer als bei Frauen. So stimmen Männer dem Klaps auf den Hintern mit 57,8 Prozent häufiger zu als Frauen mit 47,1 Prozent.
  • Je älter die Befragten sind, desto seltener lehnen sie Körperstrafen ab. So lehnen 55,4 Prozent der Befragten unter 31 Jahren den Klaps auf den Hintern ab, verglichen mit 34,7 Prozent der Befragten über 60 Jahren.
  • Wer Gewalt erfahren hat, akzeptiert sie eher in der Erziehung. Teilnehmende, die selbst als Kind Körperstrafen und emotionale Gewalt erlebt haben, stimmen Körperstrafen in der Erziehung eher zu als Menschen, die ohne Gewalt groß geworden sind. So ist die Wahrscheinlichkeit, der Aussage „Ein Klaps auf den Hintern hat noch keinem Kind geschadet" zuzustimmen, bei der Gruppe, die selbst Körperstrafen in der Kindheit erlebt hat, fast 16-mal so hoch wie bei Menschen, die keine Körperstrafen erlebt haben. Haben sie emotionale Gewalt erfahren, ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch. 

„Die Verankerung des Rechts auf gewaltfreie Erziehung hat wesentlich dazu beigetragen, einen neuen Tiefstand bei der Akzeptanz körperlicher Strafen zu erreichen", sagt Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm. „Doch darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Denn noch immer verharmlosen zu viele Menschen körperliche Übergriffe wie Ohrfeigen. Auch psychische Gewalt, die häufigste Form der Misshandlung, wird viel zu häufig tabuisiert. Unsere Gesellschaft muss akzeptieren, dass Gewalt viele Gesichter hat und Kindern immer schadet." 

„Gewalt gegen Kinder, ganz gleich in welcher Form, hinterlässt bei Kindern Spuren und untergräbt ihre Würde", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Gerade psychische Gewalt bleibt häufig im Verborgenen. Wir müssen das gesellschaftliche Schweigen endlich brechen. Mit unserer Kampagne #NiemalsGewalt möchten wir einen Beitrag zu Prävention und Sensibilisierung leisten." 

„20 Jahre nach der Gesetzesänderung bleiben Herausforderungen", sagt Ekin Deligöz, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes. „Denn das Recht jedes Kindes auf gewaltfreie Erziehung geht weit über den Verzicht auf körperliche Bestrafungen hinaus. Es ist eine Frage der gesellschaftlichen Haltung. Die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ist ein längst überfälliger Schritt, um die Rechte der Kinder auf Schutz, Förderung und Beteiligung zu stärken."

Folgende drei Ansätze sind dringend notwendig, um Kinder nachhaltig vor Gewalt zu schützen: 

Kinderrechte stärken: Durch die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz würden Kinder als eigene Träger von Grundrechten gestärkt und die Rahmenbedingungen für einen wirksamen Kinderschutz verbessert. So würden Kinderrechte in Gerichts- und Verwaltungsverfahren konsequenter berücksichtigt und Kinder müssten in Verfahren, die sie betreffen, angehört werden. Darüber hinaus muss die Grundlage für eine flächendeckend bessere Ausstattung der Kinder- und Jugendhilfe geschaffen werden. 

Über das Ausmaß und die Folgen jeglicher Form von Gewalt gegen Kinder aufklären: Dass Gewalt niemals hingenommen werden darf, muss als Daueraufgabe unserer gesamten Gesellschaft etabliert werden. Insbesondere das Bewusstsein für psychische Gewalt und ihre gravierenden Folgen muss geschärft werden. Dazu sind nachhaltige Aufklärungskampagnen und gezielte Prävention notwendig.  

Die Datenlage zu Gewalt gegen Kinder in der Erziehung verbessern: Eine systematische Datenerhebung ist das Fundament für wirksame Prävention und InterventionNur so kann das tatsächliche Ausmaß der Gewalt erkannt werden und Handlungsdruck entstehen.

Hintergrund zur Studie

Im Auftrag von UNICEF Deutschland und dem Kinderschutzbund hat ein Forschungsteam der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm im Frühjahr 2020 2.500 repräsentativ ausgewählte Personen zu ihren Einstellungen zu Körperstrafen in der Erziehung befragt. Die aktuelle Studie baut auf bestehenden Arbeiten zur Akzeptanz von Körperstrafen auf und untersucht, wie sich Einstellungen seit Inkrafttreten des Rechts auf eine gewaltfreie Erziehung im Jahr 2000 verändert haben.

» Die vollständige Studie zu Einstellungen zu Körperstrafen und elterlichem Erziehungsverhalten steht hier zur Verfügung.


Veranstaltungsreihe zur möglichen Nutzungvon Buschbiomasse aus Namibia

AgrarKoordination - 19. November 2020 - 9:38

Das Netzwerk hamburg.global, das Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit (ZMÖ), die  Hamburger Universität für angewandte Wissenschaften (HAW) und der Zukunftsrat Hamburg laden zu einer dreiteiligen Online-Veranstaltungsreihe ein, um durch Referent*innen aus Namibia und Deutschland die Hintergründe und grundsätzlichen Ziele einer möglichen Partnerschaft zwischen Namibia und Hamburg auf Basis sogenannter Buschbiomasse vorzustellen. Dabei soll auch über den Stand der Diskussionen in den Arbeitsgruppen des von der Behörde für Umwelt, Energie, Klima und Agrarwirtschaft (BUKEA) durchgeführten Prüfprozesses zu dieser Partnerschaft berichtet und zu einer öffentlichen Diskussion angeregt werden. Teil I    Das „Biomasse-Namibia-Projekt“- Einführung zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten (Do, 26. November 17:00 – 20:00) Teil II   Energietechnik und CO2  Bilanz der Lieferkette (Di, 1. Dezember, 17:00 – 20:00)   Teil III  Entwicklungspartnerschaft mit Namibia? Postkolonialismus, Landfrage, menschenwürdige Arbeit (Di, 8. Dezember  17:00 – 20:00)

Diese Ankündigung dient als „save the date“. Sie haben aber heute schon die Möglichkeit, sich über die folgende Registrierungsseite zu den einzelnen Abenden anzumelden: https://www.eventbrite.de/e/namibia-bush-thinning-registration-128783746653
Sie können sich für alle drei oder einzelne Abende anmelden. Die genaue Agenda für die einzelnen Abende wird demnächst veröffentlicht. Wenn Sie sich angemeldet haben, wird Ihnen die Tagesordnung zusammen mit den Zugangsdaten für die Konferenz automatisch per email zugesendet. Flyer zur Veranstaltungsreihe


Kategorien: Hamburg

Freiwilligendienst mit weltwärts wieder möglich

SID Blog - 18. November 2020 - 14:22

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In Länder, für die keine Reisewarnungen oder Einreisebeschränkungen vorliegen, können Freiwillige, unter Beachtung strenger Kriterien, mit weltwärts wieder ausreisen. Zudem besteht für Freiwillige die Möglichkeit, ihren Dienst in Deutschland zu beginnen.

Lea hat 2018/2019 einen Freiwilligendienst in einer Einrichtung für Menschen mit Beinträchtigung in Vietnam gemacht. Foto: Engagement Global

Bonn, 18. November 2020. Das Auswärtige Amt hat seine generelle internationale Reisewarnung zum 1. Oktober 2020 aufgehoben. Somit ist ein Freiwilligendienst mit weltwärts vereinzelt wieder möglich. Erste Ausreisen sind für Dezember geplant.

Angesichts des weltweiten Infektionsgeschehens sind Ausreisen für Freiwillige nur für Länder ohne landesspezifische Reisewarnung und unter Beachtung strenger Kriterien realisierbar. Die Kriterien orientieren sich beispielsweise an dem lokalen Zugang zum Gesundheitssystem, der Versorgungslage vor Ort, den Quarantänebedingungen im Gastland oder auch der Verfügbarkeit von Flugverbindungen. Zudem darf auch von den Freiwilligen keine Ansteckungsgefahr ausgehen. Alle weltwärts-Organisationen sind verpflichtet, genau zu prüfen, ob die Entsendung und der Aufenthalt von Freiwilligen unter diesen Kriterien vertretbar ist.

Für Sebastian Bolle geht es im Dezember als einer der ersten Freiwilligen mit weltwärts und der Organisation Friends of Ruanda e.V. in eine Schule im Osten Ruandas. „Der größte Teil meines Umfeldes hatte nicht mehr an eine Ausreise geglaubt, ich kenne aber niemanden, der wegen Corona seine Meinung zu meinem Freiwilligendienst geändert hat", sagt der Abiturient. „Ich persönlich freue mich, dass ich Ausreisen kann und mich trotz Corona mit Leuten aus anderen Kulturen austauschen kann."

Sofern eine Ausreise vorerst nicht möglich sein sollte, können Freiwillige bis zu sechs Monate ihres Dienstes in Deutschland leisten und hier einer gemeinnützigen Tätigkeit nachgehen. „Meine Organisation hat den Freiwilligen angeboten, ihren Freiwilligendienst schon in Deutschland anfangen zu können und eventuell im Ausland fortzuführen", erzählt Sarah Eikermann, die eigentlich auch nach Ruanda ausreisen wollte. „Dieses Angebot habe ich angenommen und arbeite seit Anfang September in einer Sekundarschule im Kreis Minden. Ich freue mich auf die nächsten Monate und bin gespannt, was noch alles passieren wird und welche Erfahrungen ich noch sammeln werde."

Über weltwärts
Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren können sich über den staatlich geförderten Dienst in Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa oder Ozeanien bzw. in Deutschland engagieren. Ziele von weltwärts sind, dass die Teilnehmenden eine andere Lebensweise kennenlernen sowie Impulse für ein solidarisches Engagement nach der Rückkehr mitnehmen. Die Koordinierung des Programms liegt im Auftrag des BMZ bei Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen.

Weitere Informationen

Zur Internetseite von welwärts
Zur Facebook-Seite von weltwärts
Zur Instagram-Seite von weltwärts


Quelle: ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

Digitale Europasprechstunde

Europa-Union Hamburg - 18. November 2020 - 11:04
Online-Diskussion mit MdEP, Niclas Herbst, zum Mehrjährigen Finanzrahmen
Kategorien: Hamburg

United in Diversity - A Europe of Sustainability

#Nachhaltigkeit - 18. November 2020 - 0:00
Virtual conference featuring EU-Commissioner Mariya Gabriel and ERC-President Prof. Jean-Pierre Bourguignon on 19/20 November 2020.

Foto: Universität Göttingen

Kategorien: Hamburg

Film und Gespräch: „Wir sind jetzt hier“

Event in #Hamburg - 17. November 2020 - 9:08
Sprache Deutsch Termin:  Dienstag, 01.12.2020

Info/ Anmeldung: Friedrich-Ebert-Stiftung, Ansprechpartner: Dr. Dietmar Molthagen, Tel. 040 325874-0, dietmar.molthagen[at]fes.de, www.fes.de/veranstaltung/veranstaltung/detail/250800?cHash=10b91b27f6de3eafbd4b39c78f70bf77

Online (Zoom)Deutschland Preview Text: 

Info/ Anmeldung: Friedrich-Ebert-Stiftung, Ansprechpartner: Dr. Dietmar Molthagen, Tel. 040 325874-0, dietmar.molthagen[at]fes.de, www.fes.de/veranstaltung/veranstaltung/detail/250800?cHash=10b91b27f6de3eafbd4b39c78f70bf77

Kategorien: Hamburg

EUD-Präsidiumsmitglied Walter Brinkmann zur „Gesundheitsunion“: Die Vorschläge der EU-Kommission zur Gesundheitspolitik reichen nicht aus

Europa-Union Hamburg - 16. November 2020 - 19:01
„Die Europäische Kommission hat in der letzten Woche drei Regulierungen vorgeschlagen, die Konsequenzen aus den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie ziehen sollen. Sie betreffen die Europäische Arzneimittelagentur (EMA), die Agentur für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Schaffung einer neuen Agentur für Gesundheitsnotfälle. Dies ist unter die Überschrift einer europäischen Gesundheitsunion gestellt – ein gutes Gefäß, das allerdings noch gefüllt werden muss.“
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Bundeskabinett benennt BM Müller als Kandidaten für UNIDO

SID Blog - 16. November 2020 - 16:06
Das Kabinett hat Minister Müller als deutschen Kandidaten für die Leitung der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) benannt.

Die UNIDO ist ein wichtiger Partner Deutschlands für globale Entwicklung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Entwicklungsländern. Diesen Bereich hat die deutsche Entwicklungspolitik unter anderem mit der „Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung" in den letzten Jahren massiv ausgebaut.

Es gibt weitere, starke Bewerber für die Wahl im November 2021. Der Bewerbungsprozess läuft ab jetzt, ist transparent und offen.

Gerd Müller verfügt über langjährige Erfahrung in internationaler Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftlichen Entwicklung: Im Europäischen Parlament war er u.a. Mitglied der parlamentarischen Versammlung der Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks. Von 2005 bis 2013 arbeitete er als Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium zu den Schwerpunkten Welternährung und internationale Agrar-Entwicklungsprojekte. Seit 2013 ist er Bundesentwicklungsminister und hat insbesondere die Zusammenarbeit mit Afrika, Eine Welt ohne Hunger, den internationalen Klimaschutz und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die Berufsausbildung stark ausgebaut. Zuletzt hat das BMZ ein Corona-Soforthilfe-Paket auf den Weg gebracht, das neben der unmittelbaren Pandemiebekämpfung einen Fokus auf den Schutz von Arbeitsplätzen in den Entwicklungsländern legt. Deutschland ist heute - nach den USA - zweitgrößter Geber weltweit. 

Quelle: BMZ Ticker


Media Release: World Future Council calls to end devastating fighting in Ethiopia

World Future Council - 16. November 2020 - 15:46
World Future Council calls to end devastating fighting in Ethiopia

Press release: November 16 2021

As the Ethiopia domestic conflict further escalates, the World Future Council calls upon conflicting parties to end the devastating infighting, to respect international humanitarian law and provide safety for all the country citizens, specifically children, women and the eldery.

The UN has reported considerable concern about military operations and air strikes that have taken place in Tigray and Eritrea impacting on civilians, including women and children. Thousands of citizens have been forced to fleeing from Tigray particularly into neighbouring Sudan, and the refugee camps inside Ethiopia are coming under threat. There have also been reports of mass killings of civilians and ethnically motivated attacks in Tigray. Human rights chief Michelle Bachelet has warned that if the conflicting forces continue down the path they are on, there is a risk this situation will spiral totally out of control, and that if the reports of mass killings of civilians are confirmed, these killings would amount to war crimes.

Ahmedou Ould Abdallah, former UN Under Secretary General, former Special Envoy to Burundi and Somalia and Senior Advisor, World Future Council says: ”to all the dramatic violence now taking place within Ethiopia is a humanitarian as well as an economic and political disaster. We call on all the parties involved, concerned and interested to stop this tragedy so as Ethiopia could renew fast with its political integration, economic growth and leading regional diplomatic and economic roles”.

Alyn Ware, Co-Chair of the Peace and Disarmament Commission and Councillor, World Future Council comments: „We call on the parties of the Ethiopian conflict to adhere to the November 6 appeal of the UN human rights chief for de-escalation and dialogue in the regions of Tigray and Oromia, and on the parties to this and all armed conflicts to agree to the global ceasefire proposal of the UN Secretary General and to make use of the UN Special Envoys and other third party support to negotiate and implement effective peace agreements.“

Alexandra Wandel, Executive Director of the World Future Council said „The World Future Council has recognised the significant efforts of the Federal  and especially Tigray governments of restoring degraded land on a massive scale with its Future Policy Award. The current conflict threatens to reverse the remarkable progress made for people and the environment. We call on all parties to end the conflict and provide a secure future for children, women and men.“

Background:

The World Future Council and the UN Convention to Combat Desertification (UNCCD) have awarded Ethiopa’s Tigray Conservation based Agricultural Development Progamme with the Future Policy Award in Gold as world’s best policy to combat desertification. Thanks to a unique combination of collective action, voluntary labour and the involvement of youth, the people of Tigray have restored land on a massive scale. Ethiopia has been seen as a frontrunner in the fight against desertification. The crisis threatens to throw back the country into a country of war, threating the stability in the region.
See https://news.un.org/en/story/2020/11/1077592

MEDIA CONTACT
Anna-Lara Stehn
Media & Communications Manager
World Future Council
anna-lara.stehn@worldfuturecouncil.org
+49 (0) 40 3070914-19

World Future Council

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Fortbildung: Land und Wirtschaft - wer erntet?

AgrarKoordination - 16. November 2020 - 14:30
Die Veranstaltung geht der Frage nach, ob mit der jetzigen EU-Agrarpolitik und der Ausrichtung der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit wirklich eine bäuerliche und zukunftsfähige Landwirtschaft gestärkt wird. Die EU Agrarreform ist in aller Munde. Jüngst haben sich die Agrarminister auf Reformvorschläge geeinigt, ob diese den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung gerecht werden, muss hinterfragt werden, denn die nächste Förderperiode gilt wieder für 7 Jahren und beschließt über den größten Haushaltstopf in der EU. Dazu hat die Agrar Koordination eine Fotoausstellung mit Porträts von Bäuerinnen und Bauern aus Tansania und Deutschland erstellt, die sich  zu diesen Fragen äußern. Mithilfe eines Quiz werden wir die Ausstellung kennenlernen und uns damit beschäftigen, was die Bäuerinnen und Bauern zu den Herausforderungen in der Landwirtschaft sagen. Die Agrar Koordination entsendet auch Referent*innen zu folgenden Themen an Ihre Schule: ·       Nachhaltige Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit ·       EU-Agrarpolitik auf dem Prüfstand Für Lehrer*nnen und Multiplikator*innen der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit Materialien für Schüler*innen ab 9. Klasse Zeit: 16. November, 16-18.00h Ort: am Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Felix-Dahnstraße 3, 20357 Hamburg, die genaue Raumnummer wird noch bekanntgegeben Referentin: Sandra Blessin (Agrar Koordination)
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