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Hamburg

Offener Brief: Niedersachsen soll sicherer Hafen werden!

VEN Niedersachsen - 22. Juni 2020 - 12:27

 

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Flüchtlingsrat und Seebrücke Niedersachsen und vielen weiteren mitzeichnenden Organisationen, Landrät*innen und Bürgermeister*innen fordert der VEN, dass Niedersachsen sicherer Hafen für Geflüchtete wird. Niedersachsen muss wie schon Berlin und Thüringen mit einem eigenen Landesaufnahmeprogramm die Aufnahme von Menschen aus höchster Not ermöglichen.

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Pressemitteilung

AgrarKoordination - 22. Juni 2020 - 11:21
Die neue landwirtschaftliche Strategie der Europäischen Kommission „Farm to Fork" („Vom Hof auf den Tisch") kann nur die gewünschte nachhaltige Wirkung entfalten, wenn der bestehende Vorschlag zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Europäischen Union überarbeitet wird. Die Ausstellung der Agrar Koordination „Land und Wirtschaft – wer erntet?" zeigt, dass die bisherige landwirtschaftliche Förderpolitik auf dem Holzweg ist.

Die neue Strategie der Europäischen Kommission „Vom Hof auf den Tisch", die am 20. Mai diesen Jahres veröffentlicht wurde, enthält viele gute Ideen und ist in ihrem Ansatz zu begrüßen. So beinhaltet sie das Ziel, einer Pestizidreduktion bis 2030 um 50 Prozent. Auch synthetische Düngemittel sollen laut Strategie bis 2030 um 20 Prozent reduziert werden. Außerdem sind mit der Strategie eine Reduktion der Nutzung von Antibiotika bei der Tierhaltung bis 2030 um 50 Prozent und eine Ausweitung der Ökologischen Landwirtschaft auf 25 Prozent der europaweit landwirtschaftlich genutzten Fläche bis 2030 verbunden. All diese Zielvorgaben kommen gut an in einer Zeit, in der verstärkt über Wechselwirkungen zwischen Mensch und Tier, funktionierende Ökosysteme und Versorgungsketten nachgedacht wird.

Nicht nur die Herausforderungen des Klimawandels, sondern auch die Auswirkungen aufgrund der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise machen deutlich, dass wir eine gesunde resiliente Lebensmittelerzeugung brauchen. Allerdings darf sich dies nicht in Strategien erschöpfen, sondern muss rechtsverbindlich in der neuen EU-Agrarreform wiederzufinden sein. Dafür sind anders als in den bisherigen Reformentwürfen für die Förderperiode nach 2020/2021 klare ökologische Förderbedingungen nötig, die EU-weit verbindlich in allen Mitgliedstaaten gelten und Landwirte belohnen, die den Weg einer nachhaltigen enkeltauglichen Landwirtschaft einschlagen.

Die Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?" der Agrar Koordination zeigt, dass das bisherige System der EU-Agrarsubventionen nicht zu einer gesunden und nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland und der EU geführt hat. Ökologische Landwirtschaft und deren landwirtschaftliche Forschung werden nicht in dem Maße gefördert, wie die Zielsetzung der neuen Kommissionstrategie es fordert. Kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe kämpfen um ihr Überleben.

„Es gibt unseren Hof nur noch, weil er so vielfältig ist", sagt die in der Ausstellung porträtierte Demeter-Bäuerin Claudia Gerster. Der Betrieb mit eigenen kleinen Hofladen konnte auch deshalb überleben, weil alle Familienmitglieder mit anpacken. Ähnlich ergeht es dem Landwirt und Milchviehhalter Arne Traupe bei Göttingen, bei dem noch drei Generationen auf dem Hof mitarbeiten und der auf heimisches Futter setzt. Würde man hier jede Arbeitsstunde berechnen, hätte er bei dem niedrigen Milchpreis ein negatives Betriebsergebnis.

„Die Ausstellung der Agrar Koordination zeigt, dass eine europäische Landwirtschaft der Zukunft nur möglich ist, wenn die europäischen Fördergelder eine Landwirtschaft belohnen, die Rücksicht nimmt auf Biodiversität, Boden- und Klimaschutz" sagt Sandra Blessin, Bildungsreferentin bei der Agrar Koordination. Die Kommissionsstrategie hätte diese Wirkung, wenn sie in verbindliche Gesetze und Förderrichtlinien gegossen würde. Daher ist ein neuer ambitionierterer Entwurf für eine zukunftsfähige EU-Agrarpolitik unumgänglich.

Die Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?" kann bei der Agrar Koordination ausgeliehen werden. Im Zusammenhang mit der Ausstellung besteht die Möglichkeit eine Bildungsveranstaltung für Jugendgruppen oder für die Erwachsenenbildung zu buchen. Weitere Informationen unter: www.agrarkoordination.de/projekte/land-und-wirtschaft/

Kontakt:
Agrar Koordination (Forum für internationale Agrarpolitik e.V.)
Sandra Blessin
Tel: 0177-97 28275

E-Mail: sandra.blessin@agrarkoordination.de Hier die Pressemitteilung als PDF
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Webinar "Agrarökologie macht Schule

AgrarKoordination - 22. Juni 2020 - 9:15
Was ist Agrarökologie? Was sind ökologisch verträgliche und sozialgerechte Formen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion? Und wie passt Agrarökologie in den Schulunterricht? Themen wie Klimawandel, Artenschwund und soziale Ungerechtigkeit sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Während die Mühlen der Politik langsam mahlen, wächst eine Jugendbewegung, die eine ungewisse Zukunft für ihre Generation nicht hinnehmen will und jetzt konkrete Veränderungen fordert. Hier sieht PAN Germany dringenden Handlungsbedarf – auch im Bildungsbereich. Denn Alternativen zur chemie-intensiven Landwirtschaft und ressourcenverschwendenden Lebensmittelindustrie bestehen: Die Prinzipien und Praktiken der Agrarökologie sind keine Utopien. Bäuer*innen, Landarbeiter*innen, regionale Verarbeiter*innen und Vermarkter*innen beweisen tagtäglich, dass es anders geht. Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, erläutert eingangs, warum Agrarökologie mehr als nur eine Anbaumethode ist, was hinter dem Konzept steht, und welche Bedeutung Agrarökologie für das Klima, die Biodiversität und unser Ernährungssystem hat. Anschließend stellt Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany, die neuen Unterrichtsmaterialien „Agrarökologie macht Schule“ vor und erläutert, wie diese einen konkreten Beitrag zur Ergänzung des schulischen Bildungsbereichs leisten können. Dieses Webinar richtet sich an Lehrer*innen, Bildungsträger, Referent*innen aus dem schulischen und außerschulischen Bildungsbereich und alle Interessierte, die sich über Agrarökologie informieren möchten. Die Unterrichtsmaterialien wurden in erster Linie für die Sekundarstufe II entwickelt. Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany: tamara.gripp@pan-germany.org Bitte melden Sie sich mit diesem Link für das Webinar an: https://register.gotowebinar.com/register/4536134583976833547
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Biopoli-Seminar am Samstag, 20.6.20 in Hamburg (neuer Termin!)

AgrarKoordination - 20. Juni 2020 - 10:07
Hier geht es zum Programm als pdf. Die Dozentin Marie Heitfeld ist Psychologin und arbeitet bei Germanwatch als Referentin für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Sie ist Mitautorin der Broschüre „Wandel mit Hand und Fuß“zu beziehen unter https://germanwatch.org/de/1204 Die Teilnahmegebühr beträgt 20 €. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, damit wir die Abstände zueinander im Veranstaltungs-Raum einhalten können. Programm:  
Samstag, 20.6.2020
Ab 9:00 Uhr Ankunft 10:00 Uhr Workshopbeginn „Handwerkszeug für Zukunftshandeln“ - Die Idee des Hand Prints im Kontext Nachhaltige Landwirtschaft mit Marie Heitfeld (Germanwatch)
12:30 Uhr Mittagessen mit Pause
13:30 bis 18:00 Uhr Fortsetzung des Workshops
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Eine virtuelle (Rad-)Tour vom Hamburger Hafen in die landwirtschaftlich geprägten Vier- und Marschlande

AgrarKoordination - 18. Juni 2020 - 14:00
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/2283325418578362892 Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)

Das Webinar findet statt am Donnerstag, den 18. Juni 2020,  17:00 - 18:30 Uhr

Ein Blick vor die eigene Haustür lohnt sich. Kommen Sie mit auf eine virtuelle Rad-Tour – raus aus der Stadt, rein in den landwirtschaftlich geprägten Süd-Osten Hamburgs und darüber hinaus. Gemeinsam entdecken wir die Agrarlandschaft und erfahren Wissenswertes über Pestizide und über Agrarökologie. Der virtuelle Startpunkt liegt zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt nahe des Hafens. Den Elbblick
verbinden wir mit einem Blick auf den Export von Pestiziden. Susan Haffmans, Referentin für Pestizide und Tierarzneimittel bei PAN
Germany, gibt einen Überblick über die Toxizität von Pestiziden und zeigt auf, was der Export hochgefährlicher Pestizide für die Menschen
in den Importländern bedeutet und was sich ändern muss. Weiter entlang des Elberadwegs in Richtung Kirchwerder erkunden wir verschiedene
Strukturen der Agrarlandschaft und beobachten, was wir sehen und was wir nicht sehen. Wie wird das Land bewirtschaftet, was wird angebaut? Wo
fühlen sich Bienen, Schmetterlinge und heimische Vögel wohl? Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany,
erläutert den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und die Bedeutung der Landnutzung für die biologische Vielfalt weltweit.
Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, gibt eine Einführung darüber, was Agrarökologie ist und welche Bedeutung das Konzept für die notwendigen Veränderungen in unserem Ernährungssystem hat. Denn Agrarökologie ist weit mehr als nur
eine Anbaumethode. Agrarökologie ist durch Vielfalt geprägt und zeigt sich in unterschiedlichen Formen.

Dieses Webinar richtet sich an alle Interessierte, die Freude daran haben, das Hamburger Umland zu erkunden und sich über zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Lebensmittelproduktion informieren wollen. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur Teilnahme am Webinar.Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)


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Webinar: Heute gehört und morgen vergessen? Entwicklungspolitische Inhalte bedürfnisorientiert vermitteln

BeN #Bremen - 18. Juni 2020 - 11:24

Veranstaltungen so zu gestalten, dass die Inhalte auch nachhaltig in Erinnerung bleiben und im Alltag angewendet werden, ist eine große Herausforderung. Mit welcher Erwartung besuchen Teilnehmer*innen eure Veranstaltungen? Welche Kenntnisse bringen sie mit? Wie können sie das gelernte sicher in den Arbeitsalltag hinüberretten? 


Wir laden euch zu einem 4 + 2 stündigen Workshop ein, in dem wir euch Inhalte zum -digitalen- Lernen (Didaktik) und verschiedene Möglichkeiten der Vermittlung (Methodik) an die Hand geben, die ihr bereits in den ersten 4 Stunden ausprobieren könnt. Am Ende der vier Stunden seid ihr in der Lage, bedürfnisorientierte Veranstaltungen zu konzipieren - von der Planung bis zur Evaluation. 

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Virtuelles Memory Spiel zu den Grundsätzen des Fairen Handels

#hamburg mal fair - 17. Juni 2020 - 10:15
Virtuelles Memory Spiel zu den Grundsätzen des Fairen Handels

Der Faire Handel setzt sich zum Ziel Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in internationalen Handelsstrukturen umzusetzen. Durch einen gerechten Welthandel sollen alle Beteiligten einen angemessenen Lebensstandard erhalten. Die World Fair Trade Organisation (WFTO) hat zum Erreichen dieser Ziele 10 Grundsätze festgelget, die ihr hier nachlesen könnt.

In unserem Lernsnack #11 bieten wir euch eine Runde Gedächtnistraining! In Anlehnung an die Grundsätze der WFTO haben wir ein Memory Spiel erstellt, mit dem ihr diese erkunden könnt. Die 12 Kartenpaare bestehen dabei immer aus einem Piktogram und einem dazugehörigen Begriff. Wie schnell schafft ihr es alle Paare offenzulegen? Ihr werdet sehen, das ist gar nicht so einfach!
Wie schon beim Lernsnack #2 haben wir das Memory Spiel mit dem open source Tool H5P erstellt. Es ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu einem beliebigen Thema in einem Spieleformat, das alle kennen!

Viel Spaß beim Spielen!

Die Nutzung von H5P generell, wie auch die von uns umgesetzte Einbettung auf Webseiten, ist kostenlos. H5P weist jedoch darauf hin, dass diese Dienste in Kürze kostenpflichtig werden. Weitere Infos auf www.h5p.org. Unsere Lernsnacks werden in Zusammenarbeit mit unserer Referentin Larissa Gumgowski erstellt. Ihre Einschätzungen zum Tool H5P lassen sich in der Besprechungn zu Lernsnack 2 nachlesen.

Ein Memory Spiel zu den Grundsätzen des Fairen Handels gibt es auch in einer analogen Variante beim Weltladendachverband zu bestellen!

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Digitaltag 2020: Plötzlich virtuell – (nachhaltiger) Kurswechsel durch Corona?

#Nachhaltigkeit - 17. Juni 2020 - 0:00

Am 19.06.2020 ist der erste bundesweite Digitaltag. Gerade jetzt müssen wir die Digitalisierung an Nachhaltigkeit ausrichten. Welchen Einfluss hat das auf unsere Arbeitswelt? Wie können Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die Krise für nachhaltige Kurskorrekturen nutzen?

nachhaltig.digital greift diese Fragen im Online-Event: „Plötzlich virtuell – (nachhaltiger) Kurswechsel durch Corona?“, das im Rahmen des Digitaltags 2020 stattfindet, auf. 

Wie die Bevölkerung die Folgen der Coronakrise für Umwelt und Digitalisierung einordnet, zeigt der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Alexander Bonde, anhand von Ergebnissen des DBU-Umweltmonitors. Rita Schwarzelühr-Sutter (MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und Kuratoriumsvorsitzende der DBU), Anna Yona (Geschäftsführerin und Gründerin Wildling Shoes) und Alexander Bonde diskutieren mit Carl-Ernst Müller (Koordinator nachhaltig.digital) die Frage, wie unsere Arbeitswelt und Wirtschaft nach Corona aussehen kann – und welche Rolle Digitalisierung und Nachhaltigkeit darin spielen müssen?

Zielgruppe
Das Live-Event richtet sich an Interessierte an den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Mittelstand. KMU erfahren mehr über praktische Ansatzpunkte für Nachhaltigkeit durch digitalen Wandel im Unternehmen.

Wann?              
Am Freitag, den 19.06.2020 von 13:00 -14:00 Uhr

Anmeldung
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Zur Anmeldung geht es über diesen Link.

Zum Digitaltag
Der Digitaltag wird getragen von der Initiative „Digital für alle“, einem Bündnis von mehr als 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand. Erklärtes Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.
Gesamtes Programm des Digitaltags 2020

Foto: nachhaltig.digital/DFA Digital für alle GmbH

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Pressemitteilung: Zivilgesellschaft begrüßt Lieferkettengesetz im Hamburger Koalitionsvertrag

AgrarKoordination - 16. Juni 2020 - 16:15
Pressemitteilung der Hamburger Initiative für ein Lieferkettengesetz von 16.6.2020: Der Koalitionsvertrag der neuen Rot-Grünen Landesregierung in Hamburg erkennt die Notwendigkeit von stärkeren Regeln zur Beachtung von Menschenrechten bei unternehmerischen Aktivitäten an. Für die Hamburger Initiative für ein Lieferkettengesetz gehen viele Vorschläge in die richtige Richtung, sie müssen aber noch konkretisiert werden. Dazu liefert die Initiative Vorschläge und bietet sich den Koalitionspartnern als kritische und konstruktive Gesprächspartnerin an.
Die Hamburger Initiative für ein Lieferkettengesetz (HILG) ist eine Arbeitsgruppe des Netzwerks hamburg.global, in der verschiedene Hamburger NGOs und engagierte Einzelpersonen mitarbeiten. Die Hamburger Initiative ist Teil der bundesweiten Initiative Lieferkettengesetz. Seit 2019 fordert ein breites Bündnis aus Entwicklungs-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren ein deutsches Gesetz für verbindliche Menschenrechtspflichten in den weltweiten Lieferketten von Unternehmen.

Die Hamburger Initiative begrüßt, dass Grüne und SPD in ihrem Koalitionsvertrag ankündigen, sich auf Bundesebene für ein Lieferkettengesetz einzusetzen (S. 198). Nach Thüringen ist die Hamburger Regierungskoalition damit die zweite, die sich explizit im Koalitionsvertrag für ein solches Gesetz ausspricht.
Aus Sicht der HILG enthält der Koalitionsvertrag gute Vorschläge, die im Sinne der Initiative Lieferkettengesetz sind, bei denen wir aber noch Konkretisierungen für nötig halten:
• Die Koalitionspartner planen, als Pilotprojekt bei einem öffentlichen Unternehmen Prozesse menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht einzuführen, um das nach einer positiven Evaluierung auf alle öffentlichen Unternehmen auszudehnen (S. 21).
• Die Koalitionspartner wollen gerechte und nachhaltige Arbeits- und Produktionsverhältnisse im Ausland zum Kriterium in der öffentlichen Beschaffung machen (S. 84) und durch eine Reform des Hamburger Vergabegesetzes soziale, beschäftigungspolitische, umwelt- und nachhaltigkeitsbezogene Kriterien in die Beschaffung einführen (S. 117).

Damit fördern die Koalitionspartner das Ziel der Beachtung der Menschenrechte in der öffentlichen und privaten Wirtschaft, so wie es die UN Leitprinzipien und der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte vorsehen. Hamburgs öffentliche und private Unternehmen werden so auf ein zukünftiges Lieferkettengesetz vorbereitet und der positive Einfluss der öffentlichen Hand auf die Menschenrechtslage in ihren Produktionsketten wird gestärkt. Daniel Schönfelder erläutert den aus Sicht der Hamburger Initiative Lieferkettengesetz bestehenden Nachbesserungsbedarf: “Warum nur bei positiver Evaluierung die Einführung von Prozessen menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht bei allen öffentlichen Unternehmen vorgesehen wird, erschließt sich nicht. Denn laut dem Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte sind alle Unternehmen aufgerufen, Prozesse menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht einzuführen.”
“Auch bleibt unklar, wieso im Bereich der öffentlichen Beschaffung nicht direkt die Einhaltung von Prozessen menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in globalen Lieferketten als Kriterium eingefordert wird und stattdessen auf gerechte und nachhaltige Verhältnisse abgestellt wird. Als anerkannter Standard, der zukünftig durch verpflichtende Regeln an Relevanz gewinnen dürfte, wäre eine Orientierung an der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht sinnvoller”, stellt Thomas Dürmeier von Goliathwatch fest.
Die Koalitionspartner bewegen sich mit den genannten Forderungen in die richtige Richtung, damit der Gesetzentwurf der Bundesregierung im Bundesrat eine Zustimmung erfährt. Im Juli soll der Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in den Bundestag eingebracht werden.
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Reinforcing the European Youth Employment Policy through the European Green Deal

World Future Council - 16. Juni 2020 - 11:57
Reinforcing the European Youth Employment Policy through the European Green Deal

In many respects, the world is facing an unprecedented crisis. At the same time, the world is on the brink of a new dawn. While millions of people worldwide, especially young people, are facing unemployment and the challenges of a changing employment market, the current global situation offers a unique opportunity for governments and leaders to bring positive change. 

Within the European Union, the new European Commission Work Programme aims to reinforce the existing Youth Guarantee, which is a commitment by Member States to ensure employment, continued education, and training for all European citizens under the age of 25. For this purpose, the Commission invited civil society to participate in a strategic dialogue on this issue. The Youth Guarantee is seen as an important step towards realising the Green Deal’s aims. 

In response, in collaboration with the project YESclima (as part of the European Climate Initiative “EUKI”), and the BMBF-funded project GRÆDUCATION, the World Future Council proposed reinforcing the Youth Guarantee in light of the European Green Deal. By doing so, the Youth Guarantee could not only allow young people to gain work experience, but also to develop skills for a green, digital economy, and to boost their employability.

The European Youth Guarantee can achieve this aim, for example,

  • by improving vocational training, which should be closely linked to professional practice;
  • by imparting ‘green skills’ and relevant soft skills;
  • by creating and supporting jobs and services related to renewable energies, circular economy, and sustainable development; and
  • by providing for quality education and education for sustainable development.

In this proposal, the World Future Council also highlighted the exemplary achievement of Wales and Scotland, whose policies on youth employment have been shortlisted and awarded at the Future Policy Award 2019, respectively. The focus of the 2019 Future Policy Award was on empowering young people to find ‘green’ jobs that are fit for humans and the future, including the creation of decent and green jobs for a green, decarbonised transformation of economies, and on civic and political participation for sustainable development and peace. Besides these policies from Scotland and Wales, other sustainable policies can also be found on futurepolicy.org

You can download the proposal to the European Commission in English, Greek and Spanish

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