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Hunger im Jemen: Familien so verzweifelt wie nie

SID Blog - 4. März 2021 - 0:47
12,4 Millionen Kinder im Jemen brauchen dringend Hilfe – das ist fast jedes Kind im Land. Experten warnen vor einer Hungersnot. UNICEF hilft vor Ort. Liebe UNICEF-Freundin, lieber UNICEF-Freund,

vielleicht haben Sie es gestern Abend in den Nachrichten verfolgt: Die Lage im Jemen ist katastrophal wie nie. Das Land steht am Rande des Zusammenbruchs. Eine Hungersnot droht. 12,4 Millionen Kinder brauchen dringend humanitäre Hilfe – das sind fast alle Kinder im Jemen.
UNICEF ist eine der wenigen Hilfsorganisationen vor Ort. Hier fasse ich die Lage für Sie zusammen:

Wie ist die Situation im Jemen?
Seit sechs Jahren herrscht Bürgerkrieg. Tausende Familien sind auf der Flucht. Die Hälfte aller Krankenhäuser ist geschlossen, viele sind zerstört. Die Wirtschaft liegt am Boden. Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel sind kaum zu bezahlen. Millionen Menschen hungern.

Bei einer internationalen Geberkonferenz kamen gestern 1,7 Milliarden Euro für die Nothilfe im Jemen zusammen. Was nach viel Geld klingt, reicht nach Einschätzung unserer Experten nicht, um das Überleben der Familien zu sichern. 
Ich möchte helfen Was bedeutet das für die Kinder?
Der Krieg zwingt Eltern jeden Tag dazu, furchtbare Entscheidungen zu treffen: Kaufen sie für ihre Kinder etwas zu essen oder Trinkwasser? Hunderttausende Kinder leben unter Bedingungen, die einer Hungersnot gleichkommen. Unsere Kollegen melden, dass derzeit etwa 400.000 Mädchen und Jungen lebensbedrohlich unterernährt sind – so viele wie nie zuvor. 

Zudem werden immer wieder Kinder bei Gefechten verletzt, andere verlieren ihre Eltern oder Geschwister durch Angriffe. Schon vor der Corona-Pandemie gingen zwei Millionen Kinder nicht zur Schule, heute sind es 5,8 Millionen.

Was tut UNICEF?
Wir konzentrieren uns insbesondere darauf, akut mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung zu behandeln und so ihr Leben zu retten. Zudem helfen wir, eine minimale Gesundheitsversorgung im Land zu sichern, impfen Kinder und verteilen unter anderem Corona-Schutzkleidung an Ärzte. Wir versorgen die Menschen auch mit Trinkwasser und kümmern uns um traumatisierte Kinder.

Kann ich helfen?
Ja. Helfen Sie mit Ihrer Spende den Kindern im Jemen. Dabei zählt jeder Beitrag. Zwei Erste-Hilfe-Pakete mit Verbandszeug, Medikamenten und Mikronährstoffen etwa kosten 72 Euro, 300 Päckchen Erdnusspaste kosten 150 Euro. Jetzt helfen Vielen Dank!
Ihre Laura Sandgathe UNICEF Deutschland Über uns |Spenden |UNICEF-Pate werden |Grußkartenshop Deutsches Komitee für UNICEF e.V. | Höninger Weg 104 | 509 69 Köln, Vereinsregisternummer: VR 50 68 | USt-Id-Nr.: DE 123 049 237 Zuständiges Gericht: Amtsgericht Köln | Vorstandsvorsitzender: Georg Graf Waldersee Geschäftsführer: Christian Schneider Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
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Veröffentlichung in der JZ

Europa Kolleg #Hamburg - 3. März 2021 - 18:36

Prof. Dr. Markus Kotzur und Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Häberle

Der Ausbruch Corona-Pandemie Anfang 2020 forderte die politische Gemeinschaft in ihren Grundfesten heraus. Um Infektionsketten zu brechen und das Virus unter Kontrolle zu bekommen, reagierte die Politik mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Eine Ausnahme bildeten diejenigen Bereiche, die zur Systemerhaltung beitragen und insofern unverzichtbar sind. Doch was relevant und unverzichtbar ist, unterliegt der politischen Diskussion und zeigt sich erst in der Krise.

Besonders deutlich wird dies im Kulturbereich, der während des Lockdowns komplett zum Erliegen kam. Ein Leerlauf, der nicht nur Konzerte und Festivals betraf, sondern „ebenso Museen, Schulen, Universitäten und viele weitere Kultureinrichtungen, kurz: die gesamte Kulturlandschaft, das gesamte kulturelle Leben und damit die „Kultur“ als Teil der Zivilgesellschaft„.

In ihrem kürzlich in der JZ veröffentlichten Beitrag „Der schmerzvolle Leerlauf des vielgestaltigen Kulturverfassungsrechts in Corona-Zeiten“ leuchten die Autoren Prof. Dr. Markus Kotzur und Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Häberle, die Systemrelevanz der Kultur verfassungsrechtlich aus.

Sie argumentieren, dass Kultur ein Medium ist, welches Möglichkeiten zur politischen Kommunikation schafft und daher dieselbe Systemrelevanz hat, wie eine zukunftsfähige Wirtschaft und ein funktionierendes Institutionengefüge.

Der Beitrag ist am 12.02.2021 in der JuristenZeitung (JZ), Jahrgang 76 (2021), Heft 4, S. 161-166 erschienen.

Der Beitrag Veröffentlichung in der JZ erschien zuerst auf Europa-Kolleg Hamburg.

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Zukunftsdialog: Wie wird der Welthandel klimafreundlich?

Klimawoche - 3. März 2021 - 13:29

Wie kann die Schifffahrt ihren Beitrag leisten, damit der Transportsektor klimafreundlicher wird? Um diese Frage ging es beim Zukunftsdialog, der am 2. März 2021 zum ersten Mal in Kooperation von Hamburger Klimawoche, der Bucerius Law School und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius stattgefunden hat. 

Es diskutierten vor mehr als 80 Teilnehmer*innen Stephan Gollasch (Gründer von GoConsult sowie Berater des Verkehrsministeriums für das Maritime Environmental Protection Committee der International Maritime Organization, IMO), Pierre C. Sames (Senior Vice President, Group Technology and Research Director, DNV) und Otto Schacht (Executive Vice President Sea Logistics, Kühne + Nagel). Die Moderation hatten Martje Köppen und Henrik Bousset, Studierende der Bucerius Law School.

Der Logistiker Kühne + Nagel stellt auf seiner Internetplattform Sea Explorer die Emissionen eines Schiffes dar. Die Kunden seien begeistert von dieser Transparenz, sagt Otto Schacht. Und seien auch bereit, mehr zu bezahlen. Denn anfangs wird die Dekarbonisierung, also die Umstellung auf eine Wirtschaftsweise, die den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) nachhaltig reduziert und kompensiert, den Transport verteuern. „Ich kann alle in der Schifffahrt nur motivieren“, so Schacht, ihren Anteil zu leisten.

Otto Schacht verdeutlichte, wie sich beispielsweise der Einsatz von Biokraftstoffen auf den Endpreis eines Produktes auswirken würde. Bei Wein, der von Chile nach Hamburg importiert wird, würde sich der Preis pro Flasche um 5 bis 7 Cent erhöhen. Schacht: „Die Dekarbonisierung wird mehr Kosten, aber nicht sehr viel mehr.“

Damit saubere Brennstoffe eine Chance auf dem Markt haben, plädierte Schacht für eine hohe CO2-Steuer. Bei Hapag Lloyd fahren die neuesten Schiffe der Flotte mit LNG (Flüssigerdgas) und könnten auch mit anderen Brennstoffen betrieben werden. Die dänische Reederei Maersk will in zwei Jahren ein kleines Containerschiff in Betrieb nehmen, das CO2-neutral betrieben werden kann.

Das Problem sei, dass alternative Brennstoffe heute nur in geringen Mengen verfügbar sind, so Pierre C. Sames. Das gelte auch für Flüssiggas oder synthetische Brennstoffe. Denkbar sei auch die Verwendung von Gasen aus Kläranlagen, aber auch hier ist die Verfügbarkeit und Logistik nur auf lokalem Niveau realistisch. Und auch für Bio-Brennstoffe der dritten Generation, wie zum Beispiel jenen, die aus Algen produziert werden, gelten diese Herausforderungen.

Stephan Gollasch machte deutlich, dass „Vorreiter“ für nachhaltige Maßnahmen in der Seeschifffahrt benötigt werden, damit andere nachziehen. Und er lenkte die Diskussion noch auf das Ballastwasser und den damit verbundenen Eintrag von invasiven Arten. Die Schäden durch die Einschleppung von Tieren durch die Schifffahrt, oder auch bei Pflanzen durch Gartencenter und andere, würde weltweit in die Milliarden gehen. Jedoch habe die International Maritime Organization gezeigt, dass internationale Zusammenarbeit funktioniert und die Länder nun gemeinsam gegen die Einschleppung vorgehen. Daher sei die Gremienarbeit und Kooperation zwischen Ländern unabdingbar für globale Herausforderungen wie etwa die Verbreitung invasiver Arten als auch eine CO2-neutrale Seeschifffahrt.

In der Diskussion ging es aber auch um Brennstoffzellen und Batterien, die besonders bei lokal operierenden Schiffen zum Einsatz kämen, so Sames. Diese seien oft Vorreiter für neue Technologien, da die Bereitstellung und Reichweite sich im Kleinen besser einfacher erproben ließe. Und auch der Einsatz erneuerbarer Energien wie beispielsweise Wind sei bei lokaler Anwendung oder bestimmten Schiffstypen als Zusatzantrieb Schiffstypen denkbar – so bei Schiffen mit flachem Deck. Aber auch bei Autotransportern, Fähren oder Kreuzfahrschiffen sei der Einsatz geplant.

Die vollständige Video der Veranstaltung könnt ihr hier auf YouTube sehen.

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Europa in der Welt: 25 Jahre ASEM

Europa-Union Hamburg - 2. März 2021 - 18:00
Eine Zwischenbilanz zur EU-Asien-Kooperation
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A Global Call for our Right to a Healthy Environment

World Future Council - 2. März 2021 - 16:45
A Global Call for our Right to a Healthy Environment  

The right to a healthy environment is constitutionally protected in over 100 countries. Another 62 countries refer in their constitutions to a healthy environment, but do not make it a right. Similarly, there is no mention of this right as such in international human rights instruments, like the Universal Declaration of Human Rights, the International Covenant on Civil and Political Rights, and the International Covenant on Economic, Social and Cultural Rightsor even the Convention on the Rights of the Child.

The Special Rapporteur for Human Rights and the Environment, David Boyd, wrote that this is because “society’s awareness of the magnitude, pace, and adverse consequences of environmental degradation was not sufficiently advanced during the era when these agreements were drafted to warrant the inclusion of ecological concerns”.1

Indeed, the first formal recognition of this right was in Principle 1 of the Stockholm Declaration of 1972:

Man has the fundamental right to freedom, equality and adequate conditions of life, in an environment of a quality that permits a life of dignity and well-being, and he bears a solemn responsibility to protect and improve the environment for present and future generations. 

Today, however, about 60 years after the Covenants were written, science is clear. There is sufficient evidence of the harm caused to the Earth and humankind by man-made climate change. Ecosystems and biodiversity across the world show a rapid decline. We must act now, for the sake of our children and future generations.

The right to a healthy environment calls for recognition of exactly this: that our environment should be safe, clean, healthy, and sustainable. Any action should follow the “do no harm” principle and abide by the principle of intergenerational equity. These principles require that natural resources and ecosystems are protected so that present and future generations can fully enjoy their human rights, and in order to achieve the Sustainable Development Goals.

For this purpose, an international coalition of civil society organisations, social movements, local communities, and Indigenous Peoples has come together to call on the United Nations Human Rights Council to recognize without delay the human right to a safe, clean, healthy, and sustainable environment. This has the result of increasing protection for the most vulnerable, like women, children, and Indigenous Peoples.

The United Nations Human Rights Council meets every year in September. The first letter by this coalition was sent on September 10, 2020 and has been signed by 1,097 organisations so far. The World Future Council is a signatory to the letter. New organisations can sign the letter here.

“A healthy environment is essential for human life and dignity. The air we breathe, the water we drink, the food we eat and the life-sustaining climate we enjoy, all are dependent on healthy, diverse, integral and functioning ecosystems. In view of the global environmental crisis that currently violates and jeopardizes the human rights of billions of people on our planet, global recognition of this right is a matter of utmost urgency. As we all know, there are no human rights on a dead planet.” 

(From the Letter

In October 2020, the Human Rights Council passed Resolution 45/30 on Rights of the child: realizing the rights of the child through a healthy environment. In it, it

4. Urges States to take the necessary measures to ensure the full enjoyment by children of all their human rights and fundamental freedoms, and to protect them from the effects of environmental harm through effective regulation and enforcement mechanisms, including by:

(c) Considering recognizing a right to a healthy environment in national legislation in order to promote justiciability, strengthen accountability and facilitate greater participation, improving environmental protection and performance and ensuring rights for present and future generations;

This is an historic resolution, which underlines the need for States to take measures to protect the rights of children and future generations in the face of environmental harm!

At a recent High-Level event, Inger Anderson, Executive Director of UNEP, pointed to the three large and inter-related crises, which can be addressed through this Right to A Healthy Environment and integrated specific actions: the climate crisis, the biodiversity and nature crisis, the pollution and waste crisis. She reinforced the Global Call by the coalition by adding that recognition of this right will also help translate the environmental laws into actions on the ground which leads to better environmental outcomes.

Why is it important that the Human Rights Council recognises the right to a healthy environment? The Human Rights Council is vested with a unique responsibility to address threats to humans and their rights. A recognition of this right by the Human Rights Council would emphasise the urgent need for effective climate action and pave the way for strengthened international cooperation to address environmental degradation, including by providing technical assistance, capacity-budling, and guidance, while also reinforcing existing efforts against climate change.

By describing this right as one to a safe, clean, healthy, and sustainable environment, the UN Human Rights Council will build on these developments and lead towards a common ground among States that will facilitate the exchange of experiences and the clarification of obligations deriving from environmental and human rights law. 

(From the Letter

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What are Solar Home Systems?

World Future Council - 2. März 2021 - 16:22
What are Solar Home Systems?

Imagine you live in a house that has no access to the energy grid. It is challenging to follow any activities after the sun has set without light, you cannot charge your phone or use any device that requires electricity. The national government might have promised to enlarge the energy grid; however, this will take several years. What can be done to solve this dilemma? How can you gain access to some of the most basic functions billions of people have already access to? Solar Home Systems can be a solution.

The solution is to foster one’s own off-grid energy. But how to do that? Solar home systems offer an excellent option for off-grid energy supply. Especially in rural areas of low-income countries solar home systems (SHS) are gaining more and more popularity within the population. Bangladesh has been a pioneer of the solar home system movement and had tremendous success in rural electrification.

What are Solar Home Systems?

This is how they work: Solar Home Systems basically consist of solar panels which are built on the roof of one’s house. The energy gained through the solar panels then directly feeds into the electric circuit of the house. Typically, one SHS can power between three to eight devices for up to five hours per day, for instance one LED lamp, one smart phone charger and one rice cooker. The amount of energy depends on the capacity of the solar panel(s). A SHS can cost between 300 and 1000€ depending on its size, quality and the country it is sold in (Bright Green Energy Foundation, 2016 (worldfuturecouncil.org)).

Learning from Bangladesh

In Bangladesh, SHS are already supplying over 25 million people with energy, and more than 4 million SHS have been installed since the beginning of the century (Jones and Warren, 2020). As one of the most populous countries in the world with a rapidly growing population, cramped in a comparatively small-sized country, Bangladesh has been facing increased energy poverty and lack of economic opportunities. The exceptional growth in SHS has mitigated some of these effects the country has been facing since the end of the 20th century. The energy generation of the country could not keep up with its demand. Especially rural areas were affected, because an extension of the energy grid would have been to cost-intensive for the government at the time. To satisfy most of the energy demand has led to an increase in imports, which were often cheaper than extending the grid. Therefore, considering an extension of the energy grid was not seriously considered in the past. SHSs became interesting because an extension of the energy grid could be avoided while providing the rural population with stable energy access (What Tanzania can learn from Bangladesh on energy access (worldfuturecouncil.org).

A central government agency was set into place that distributed funding – in the form of microcredits – to smaller local NGOs and enterprises, which in turn organized the installation and maintaining of the SHSs.

What made the SHSs especially successful also within the rural population was the pricing model. Normally, a SHS would cost maybe around 1000€ – a price hardly affordable by most of Bangladesh’s population – , however the local NGOs and enterprises offered an instalment-model: A down-payment of 25% to 50% had to be made, the remaining amount could be paid in monthly instalments (Bright Green Energy Foundation, 2016 (worldfuturecouncil.org). Over the years SHS became more and more popular, leading to their current success in Bangladesh and contributing to the energy access of many parts of the country’s rural population. After having paid off the instalments, the SHS is owned completely and usually supplies energy for the next 20 years, virtually without ongoing costs except maintenance. That means the owner of the SHS is independent of the national energy grid.

Why are Solar Home Systems important?

The access to energy provided by the SHS had many advantages for the rural population: It enabled local businesses to have longer opening hours which could therefore make more profit. Children were able to study longer in the evening and improve their access to education. LED lamps could be installed, therefore making the health detriment kerosine lamps become obsolete and jobs were created aplenty (What Tanzania can learn from Bangladesh on energy access (worldfuturecouncil.org)).

SHS also impact the general social infrastructures of a region. This is most evident in the creation of green jobs. The SHS have to be installed and maintained by someone, thus creating jobs at the local level within the area of renewable energy. Moreover, SHS contribute to the empowerment of both youth and women. Women are able to work in a wider range of professions both from home and within the sector of renewable energy. Generally speaking, energy is essential to development (Lessons learned from the development of 100% RE roadmaps (worldfuturecouncil.org)).

The development of SHSs should be actively pursued. In order for it to consistently grow, rural populations need financial assistance, for instance in form of micro-credits, as well as affordable prices and fair conditions for the purchase of a SHS. Workforce for installation and maintenance needs to be trained, in the best case the workforce comes from the respective communities using SHSs. Moreover, the benefits of SHSs need to be promoted to a wider population and actors across different sectors.

If you want to know more, here are some articles that might interest you:

What Tanzania can learn from Bangladesh on energy access (worldfuturecouncil.org)

Seizing the Solar Energy Revolution in Tanzania (worldfuturecouncil.org)

Bright Green Energy Foundation, 2016 (worldfuturecouncil.org)

Lessons learned from the development of 100% RE roadmaps (worldfuturecouncil.org)

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Was die GIZ aus der Corona-Pandemie gelernt hat

SID Blog - 2. März 2021 - 12:26

Aktuelles Interview mit GIZ-Arbeitsdirektor Thorsten Schäfer-Gümbel

Mobiles Arbeiten, strenge Hygieneregeln, ein regelmäßig tagender Krisenstab und psychologische Beratungsangebote: Vor einem Jahr (März 2020) begann der erste Lockdown in Deutschland. Wie die Auswirkungen der Pandemie die Arbeitsabläufe der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH prägen und die Entwicklung zu "New Work" beschleunigen, erklärt Arbeitsdirektor Thorsten Schäfer-Gümbel.

Herr Schäfer-Gümbel, die GIZ ist in 120 Ländern aktiv, beschäftigt weltweit mehr als 22.000 Menschen. Wie hat die Corona-Pandemie deren Arbeit beeinflusst?

Schon im Februar 2020 haben wir einen Krisenstab eingerichtet, der regelmäßig - zwischenzeitlich drei Mal pro Woche - zusammenkommt, um aktuelle Entwicklungen zu besprechen und Entscheidungen zu treffen. Dazu gehörte auch, dass wir entsandtem Personal entlang unserer Risikoeinschätzungen angeboten haben, zeitweise die Einsatzländer zu verlassen. Die Arbeit ging und geht auch während der Pandemie weiter: In Hochzeiten der Pandemie waren wir mit knapp 60 Prozent der mehr als 2.500 entsandten Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Inzwischen sind es wieder 88 Prozent und damit - Urlaube und Dienstreisen eingerechnet - ist es fast Normalzustand. Immer vor Ort sind zudem mehr als 15.000 nationale Beschäftigte, so dass es möglich war, trotz Pandemie in den Ländern weiterzuarbeiten. Allerdings teils unter herausfordernden Bedingungen, etwa Ausgangssperren. Wir haben eine ganze Reihe von Standorten, an denen unsere Teams teilweise seit mehr als 300 Tagen nicht ins Büro konnten.

Wie hat das funktioniert?

Natürlich waren und sind es teilweise belastende Situationen. Und der Dreh- und Angelpunkt ist eine engagierte Belegschaft; es ist wirklich beeindruckend, was vor Ort geschafft wird! Als Unternehmen machen wir gleichzeitig viele Angebote und suchen auf vielen Ebenen den Austausch mit den Mitarbeitenden. Wir haben zum Beispiel eine interne psycho-soziale Beratungseinheit, Sicherheitsberaterinnen und -berater in den Einsatzländern sowie in Deutschland. Über offene Beratungsrunden oder bei sehr akuten Fällen auch per Krisentelefon erhalten die Mitarbeitenden Hilfe oder Rat. Auch als Vorstand sind wir mit regelmäßigen digitalen Formaten weltweit präsent. Das wird gut angenommen.

Das Stichwort ist "digital": Wie arbeiten die Beschäftigten der GIZ während der Pandemie?

Wir hatten schon vor der Pandemie eine Gesamtbetriebsvereinbarung, die den Beschäftigten an mindestens zwei Tagen pro Woche mobiles Arbeiten ermöglichte. Die technische Ausstattung war in fast allen Bereichen schon vorhanden und wurde dort, wo es nötig war, schnell erweitert. Geholfen hat, dass wir alle schon geübt waren im Umgang mit digitalen Formaten. Aber natürlich kommt man auch hier an seine Grenzen: Wir haben gemerkt, dass es gut funktioniert, bestehende Kontakte zu pflegen und auszubauen. Neue Kontakte - etwa zu Umsetzungspartnern in den Ländern vor Ort - zu knüpfen und Vertrauen aufzubauen, ist digital deutlich schwieriger.

Verändert die Pandemie Arbeitsweisen dauerhaft?

Davon bin ich überzeugt. Als Arbeitsdirektor habe ich intern eine Debatte zur digitalen Arbeitswelt der Zukunft angestoßen. Die Beschäftigten sehen im mobilen Arbeiten viele Chancen, können zum Beispiel Beruf und Familie besser in Einklang bringen. Wir werden nicht in den Zustand vor der Pandemie zurückkehren, es wird aber auch anders sein als in der Pandemie. Dass die GIZ ein ausschließlich mobil arbeitendes Unternehmen wird, sehe ich allerdings nicht. Wohl aber, dass das mobile Arbeiten ausgeweitet wird. Durch die Pandemie sind Arbeitswege und Dienstreisen weggefallen, was sich auf die CO2-Bilanz der GIZ auswirkt. Auch das wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen: Wann ist eine Reise wirklich nötig, wann kann digital gearbeitet werden?

Insofern hat die Pandemie einen bei der GIZ bereits angestoßenen "New Work"-Prozess also beschleunigt?

Die Pandemie hat noch einmal vor Augen geführt, wie bedeutend Digitalisierung ist. Auch wir haben einen Schub erfahren. Wichtig ist, dass wir dabei keine Gräben schaffen, weil zum Beispiel die Arbeitsbedingungen in den Außenstrukturen in unseren Partnerländern andere sind als in Deutschland. Wir müssen alle Kolleginnen und Kollegen einbeziehen. Etwa durch die technische Ausstattung oder Fortbildungen. Die Pandemie hat uns gezeigt, dass die digitale Zusammenarbeit vieles möglich macht, was analog teilweise schwieriger war: Der Austausch über Bereichs-, Projekt- und Ländergrenzen funktioniert virtuell unkomplizierter. Insgesamt hat sich die Pandemie als Verstärker für eine unternehmensinterne Kulturveränderung erwiesen - nicht nur auf technischer Ebene, sondern auch im Miteinander.

Mobiles Arbeiten gewinnt an Bedeutung. Wie passt damit zusammen, dass die GIZ an ihrem Unternehmensstandort in Eschborn einen neuen Campus plant?

Das widerspricht sich nicht, sondern zeigt, dass sich die GIZ flexibel auch auf die neue Arbeitswelt einstellt. In dem neuen Gebäude wird es zum Beispiel bewegliche Systemstellwände geben, so dass sich die Räume an neue Arbeitsbedingungen anpassen lassen, Co-Working erfordert mehr und flexiblen Platz. Auf einer Fläche von künftig insgesamt 80.500 Quadratmetern entsteht für die derzeit rund 3.000 Beschäftigten in Eschborn ein moderner Campus, der den Anforderungen an zeitgemäßes Arbeiten entspricht.

Was nehmen Sie persönlich mit?

Dass die besten Ideen aus den Teams heraus und unter den unterschiedlichsten Bedingungen entstanden sind. Ich finde beeindruckend, wie kreativ und hilfsbereit die Kolleginnen und Kollegen trotz der schwierigen Umstände waren und sind. Das gilt nicht nur für die Projektarbeit - zum Beispiel wurden in Timor-Leste Landwirte per Videochat angeleitet, wie sie gewisse Feldarbeiten erledigen können. Sondern auch dadurch, dass sie sich durch gegenseitige digitale Fitnesskurse, kurze digitale Tee- und Kaffeerunden oder auch abendliche Quizformate motiviert und den Teamgeist gestärkt haben. (presseportal.de)

Digitale Premiere: Abschlussworkshop bei der GLS Bank

Sustainability Management - 2. März 2021 - 12:00
Eine Bank, die bereits seit 45 Jahren konsequent nachhaltig ausgerichtet ist, noch nachhaltiger machen: Vor dieser Aufgabe standen 35 Studierende bei der GLS Bank. Im Rahmen des Abschlussworkshops erarbeiteten sie eine Woche lang Zukunftslösungen mit und für das Unternehmen – und anders als sonst fand die gesamte Woche digital statt. Die GLS Bank setzt bereits seit 1974 auf ein sozial-ökologisches Bankgeschäft. Nachhaltigkeit ist tief im Kerngeschäft der Genossenschaftsbank verankert – und trotzdem gibt es zahlreiche Stellschrauben, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein, Schwächen des eigenen Geschäfts rechtzeitig zu erkennen und die Stärken auszubauen. Genau darauf fokussierten sich die 35 Studierenden des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana bei der GLS Bank und arbeiteten digital eine Woche lang intensiv an Ansätzen und Handlungsempfehlungen für das Unternehmen. Am Ende der Woche präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse online einer Jury des Unternehmens. Diese Woche findet die digitale Projektwoche der @leuphana x GLS Bank statt! 🎓 Die Studierenden (MBA Sustainability Management) beschäftigen sich mit Themen mit Nachhaltigkeitsbezug (Wirkungstransparenz, Diversity, Chancengleichheit, usw.).#ShareDichDrum #LeuphanaUniversität pic.twitter.com/CJhi27NumJ — GLS Bank …
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EWIK Newsletter März: BNE digital - was hat sich bewährt?

SID Blog - 1. März 2021 - 13:24

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe März 2021: BNE digital - was hat sich bewährt?

Liebe Leserinnen und Leser,

die letzten Monate haben einen rasanten Schub für digitale Materialien, Veranstaltungen und Programme der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gebracht. Die Palette reicht vom Einsatz digitaler Satellitenbilder, um Fragen des Klimawandels zu diskutieren, über den Aufbau der Online-Nachhilfeinitiative „Haydee!" für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen bis hin zur derzeit stattfindenden Finalisierung der Strategie zu Open Educational Resources (OER) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

An die Stelle von Klassenräumen, Tagungsstätten oder außerschulischen BNE-Lernorten rückten in den letzten Monaten oftmals Videokonferenzsysteme und digitale Plattformen als Lern- und Begegnungsräume der BNE in der Pandemie. Dabei sind neue Ideen und Erfahrungen der Zusammenarbeit im digitalen Raum entstanden, die uns auch langfristig bereichern werden. Für das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen hat sich die seit September 2019 bestehende interne Kommunikationsplattform zum Austausch von Ideen, Materialien und guter Praxis sehr bewährt. Die Nutzung vielfältiger digitaler Plattformen und Arbeitsmittel, um kollaborativ und partizipativ miteinander arbeiten zu können, ist ein wesentliches Merkmal neuer Lernkulturen. Hierzu gehört auch das vermehrte Auftreten neuer projekt- und produktionsorientierter Aufgabenstellungen, die auf die digitale Entwicklung und Produktion von Kunstwerken, Podcasts, Videoclips und Webseiten zu aktuellen Fragen – von Kinderrechten bis zu Black Lives Matter – zielen.

BNE fördert in dieser Weise die Gestaltungskompetenzen und die Digitalkompetenzen aller Beteiligten. Wir erleben dies unter anderem in der Zusammenarbeit mit den Schulen unseres Netzwerks, die – gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt – auf dem Weg sind, ihr Nachhaltigkeitsprofil im Sinne des Whole School Approach systematisch zu entwickeln und zum Beispiel die Gründung und Entwicklung von Schüler- und Klimaparlamenten auch virtuell vorantreiben. Ein weiterer wichtiger Bereich gegenwärtiger Bildungsarbeit betrifft die Erlangung kritischer Medienkompetenzen, um Falschinformationen und Hetze wirksam entgegentreten zu können. Im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen haben wir hierfür beispielsweise ein virtuelles Camp für Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit Desinformation und Verschwörungstheorien und eine entsprechende Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte gemeinsam mit der Berghof Foundation durchgeführt.

Die aktuelle Frage nach der Gestaltung des technologischen Wandels wird durch das UNESCO-Programm „ESD for 2030" mit Blick auf das Ziel der nachhaltigen Entwicklung reflektiert. Im Sinne der Zukunftsfähigkeit muss der BNE eine Orientierungsfunktion für die Ausrichtung der Prozesse der Digitalisierung zukommen. Dabei lenkt sie das Augenmerk neben den Fragen der pädagogischen Gestaltung und Qualität insbesondere auf die Aspekte der Partizipation und Chancengerechtigkeit sowie der Nachhaltigkeit. Alle drei Bereiche – die nachhaltige Gestaltung digitaler Infrastrukturen sowie entsprechende Innovationen, die Entwicklung tragfähiger Programme und Strukturen für mehr Chancengerechtigkeit und Partizipation für Kinder und Jugendliche und die pädagogische Qualitätsfrage – sind hierbei von entscheidender Bedeutung.

Die weltweite, digitale Verbundenheit, die wir über alle Hürden hinweg in den vergangenen Monaten immer wieder erlebt haben, bedeutete Ermutigung und Bestärkung. Wir sind sicher, dass auch von den deutschlandweiten BNE-Wochen im Mai und von der virtuellen BNE-Weltkonferenz vom 17. bis 19. Mai 2021 wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Bildungsarbeit ausgehen werden.
Der gegenseitige Austausch und das gemeinsame Lernen und Handeln für eine nachhaltige Zukunft sind dabei auch weiterhin unverzichtbar. Wir freuen uns darauf und wünschen Ihnen in diesem Sinne eine gewinnbringende Zeit für die vielfältigen Hinweise, Informationen und Anregungen dieses Newsletters.

Klaus Schilling und Kathrin Hanke
Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen
Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

EWIK-Kooperationspartner
Aktuelles

Ideencafé Globales Lernen und Schule

Das „Ideencafé Globales Lernen und Schule" des Landesarbeitskreises Bildung für Eine Welt Baden-Württemberg bietet ein digitales Austauschformat für alle, die Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schule umsetzen. Nach einem ersten Durchlauf im Herbst 2020 wird ab April 2021 in Baden-Württemberg erneut an drei Terminen das Ideencafé seine virtuellen Türen für alle Interessierten (Lehrkräfte, Bildungsreferent*innen u. a.) öffnen. Das Ideencafé bietet ein digitales Austauschformat für alle, die Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schule umsetzen.

BNE-Wochen im Mai zum Auftakt von „BNE 2030"

In diesem Jahr startet das neue, auf zehn Jahre angelegte UNESCO-Programm „BNE 2030". Rund um die Zeit der Konferenz bieten die BNE-Wochen vom 1. bis 31. Mai 2021 nationalen Akteurinnen und Akteuren die Chance, einen Monat lang ihr Engagement für Nachhaltigkeit öffentlich sichtbar zu machen und mit einer Veranstaltung einen offiziellen Beitrag zum Rahmenprogramm der Konferenz zu leisten. Gleichzeitig sind die BNE-Wochen eine Chance für deutsche BNE-Akteurinnen und -Akteure, einen lokalen Auftakt zum neuen Programm zu organisieren und BNE deutschlandweit sichtbar zu machen. Ziel ist es, den nationalen Auftakt des Programms bundesweit erlebbar zu machen.

Methodenhandreichung für Multiplikator*innen zum Thema Wasser

Im Rahmen des Projekts Eine Welt = Deine Welt des arche noVa e.V. wurde eine Handreichung für Multiplikator*innen erarbeitet, die bei der Bearbeitung des Themenkomplexes Wasser mit verschiedenen Methoden, Materialien und Hintergrundinformationen ab der 3. Klasse bis zur Oberstufe unterstützen soll. Aufgeteilt in die Module „Wasser allgemein", „Virtuelles Wasser", „WASH-Wasser, Sanitär und Hygiene", „Menschenrecht Wasser" und „Konflikte um Wasser" unterstützt die Handreichung dabei, das Thema Wasser und einzelne Vertiefungsschwerpunkte für die Teilnehmenden vorzubereiten und mit ihnen durchzuführen.

FairActivists

Der Verein TransFair startet ein neues Programm für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Die FairActivists gestalten das Jahresprogramm von TransFair aktiv mit, erhalten ein Training zu Fairem Handel, treffen interessante Persönlichkeiten aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, führen Aktionen auf Social Media und vor Ort durch und erhalten exklusive Einblicke in die Arbeit von Fairtrade weltweit. Eine Bewerbung ist ab dem 26. Februar 2021 unter www.fairactivists.de möglich.

Selbstevaluation in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Eine zertifizierte Seminarreihe in Modulen

Wer Angebote der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit (Globales Lernen) durchführt und herausfinden möchte, was daran gut funktioniert und was Potenzial für Weiterentwicklung hat, den dürfte diese Veranstaltung interessieren. Selbstevaluation ist in vielen Bereichen zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags geworden. Aber wie umsetzen? An diese Frage knüpft diese Seminarreihe von Brot für die Welt und dem Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung von ENGAGEMENT GLOBAL an. Unter Einbezug von Projektbeispielen der Teilnehmenden werden Arbeitsschritte einer Selbstevaluation in einzelnen Modulen erprobt.

Handreichung „Globales Lernen im Wandel" und Qualifizierungsreihe

Die Handreichung „Globales Lernen im Wandel" der Fachstelle Globales Lernen des Verbands Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) geht dem transformativen Potential von Lernprozessen in der Bildungsarbeit des Globalen Lernens und in der Bildung für nachhaltige Entwicklung nach und experimentiert damit. Die Handreichung eignet sich für Multiplikator*innen und Referent*innen in der außerschulischen Bildungsarbeit und für Lehrkräfte (ab Klasse 7) sowie für experimentierfreudige Pionier*innen des Wandels. Von Mai bis Oktober bietet der VEN außerdem eine Qualifizierungsreihe „Referent*in für Globales Lernen im Wandel" in vier Modulen an, in der das transformative Potential in Lernprozessen im Vordergrund steht. Ab März läuft die Bewerbungsphase.

Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm 2021 der AWO International: Fortbildungen und Online-Kurse

Das entwicklungspolitische Bildungsangebot der AWO International e. V. nimmt Herausforderungen und Chancen der Globalisierung in den Blick und gibt Impulse für ein werteorientiertes, nachhaltiges Handeln. Dazu bietet die AWO Fortbildungen und Online-Kurse zu den Themen Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship Education an. Das Fortbildungsangebot erklärt methodisch-didaktische Hintergründe, regt Pädagog*innen zur Selbstreflexion und Zielsetzung an und vermittelt konkrete Methoden, wie globale Themen teilnehmer*innen-orientiert vermittelt werden können.

Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien
Fokus: Globales Lernen zu Hause

Aufgrund der veränderten Bildungssituation waren auch die Akteur*innen im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung in den letzten Monaten am Ergänzen, Anpassen und Neugestalten von Materialien. Insofern gibt es mittlerweile eine Fülle von Online-Bildungsangeboten und anderer digitaler Formate für´s Globale Lernen zuhause, eine Auswahl stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor. Viele weitere finden sich - unterteilt nach Altersstufen -  in einem eigenen Fokus auf dem Portal Globales Lernen zum Weiterstöbern.
"Corona global" - Lernbausteine für das Distanzlernen und den Präsenzunterricht

Die Corona-Pandemie hat das Leben in Deutschland und weltweit auf den Kopf gestellt. Fast alle Bereiche des Alltags haben tiefe Einschnitte erfahren und Gesellschaften mussten ein neues Miteinander einüben. Insbesondere Menschen des Globalen Südens waren und sind von den Folgen der Corona-Pandemie stark betroffen. Das Unterrichtsmaterial „Corona Global" von Misereor bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit ausgewählten Themen aus einer globalen Perspektive auseinander zu setzen.
Arbeitsblatt zum Einsatz des global-corona.blog im Unterricht

Der global-corona.blog des Eine Welt Netzwerk Thüringen (EWTN) will der Krise ein Gesicht geben und Menschen aus dem Globalen Süden und Norden zu Wort kommen lassen. Er bietet eine Plattform für persönliche Geschichten in Form von Video- und Textbeiträgen, in denen bisher 37 Menschen aus 21 Ländern unter anderem über ihren Alltag in Pandemiezeiten, die aktuelle Situation im Land und Eindämmungsmaßnahmen sprechen, aber auch über ihre Hoffnungen und Ängste in Bezug auf eine global nachhaltige Entwicklung. Für den Einsatz im Unterricht hat das EWNT zu dem Blog ein Arbeitsblatt entwickelt. Dieses kann in Gänze, aber auch in Ausschnitten verwendet werden und eignet sich für die asynchrone Anwendung in Einzelarbeit im Rahmen des Homeschooling.
170 Unterrichtsmodule für Globales Lernen / BNE - auch für Homeschooling

Auf der Plattform www.globales-lernen-schule-nrw.de finden Lehrkräfte 170 neue oder aktualisierte Unterrichtsmodule zum Globalen Lernen und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung für alle Schulformen und verschiedene Fächer. Die Module beinhalten Hintergrundinformationen, Vorschläge für das unterrichtliche Vorgehen, Hinweise auf weitere didaktische Materialien und Medien sowie Arbeitsblätter. Die Angebote können frei genutzt und für die eigenen Bedarfe verändert werden.

Digitale LearnSteps zu Nachhaltigkeitsthemen

Die digitalen LearnSteps zu Nachhaltigkeitsthemen sind ein Angebot des Eine Welt Forums Aachen und eignen sich als kleine Aufgaben zum Einstieg oder zur Vertiefung von Nachhaltigkeitsthemen für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 - gerade auch im Homeschooling. Jeder LearnStep besteht aus einem kurzen Video und Informationen, die in kurze Einheiten gegliedert sind. Am Ende können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen mit einem Quiz oder einer Aufgabe testen.

Voneinander lernen. Virtuelle Projektbesuche

Mit dem Bildungsmaterial „Virtuelle Reisen" von Brot für die Welt kann mit Schülerinnen und Schülern klimafreundlich und kostenfrei um die ganze Welt gereist und dabei Projekte kennengelernt werden. Kinder und Jugendliche im Alter der Schülerinnen und Schüler erzählen, wie sie soziale Ungerechtigkeit erleben, wie sie damit umgehen und was die Projekte in ihrem Leben bewirken.
Zum Schwerpunkt: Multimediales

Planet N: Nachhaltig<keit> lernen - eine Website zur Integration von BNE in den Unterricht

Die Website Planet-N soll Lehrkräfte dabei unterstützen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung in ihren Unterricht zu integrieren. Die Lernangebote sind direkt auf der Seite erreichbar, kostenfrei und auf allen digitalen Endgeräten nutzbar. Folglich bietet die Plattform eine Chance, dass BNE trotz coronabedingten Homeschoolings nicht in den Hintergrund gerät.

Globales Schulkino goes Online

Das Bildungsprojekt Globales Schulkino reagiert auf die pandemiebedingten Einschränkungen und entwickelt sowohl Online-Veranstaltungen als auch Unterstützungsangebote für Lehrkräfte. Das Globale Schulkino ist ein Bildungsangebot des Vereins Motivés e.V. zur Unterrichtsergänzung und für den Nachmittagsbereich. Es richtet sich an Schulen und Bildungsträger in Mittelhessen und arbeitet mit jungen Menschen. Im Rahmen des Bildungsangebots werden Filmvorführungen, Filmgespräche und Workshops zu ausgesuchten entwicklungspolitischen Dokumentar- und Spielfilmen von zwei Schulkino-Teamer*innen moderiert.

Digitale Echtzeit-Bildungsangebote

Die Website „Globales Lernen in Berlin" zeigt auf einen Blick aktuelle Angebote, Aktionskoffer und mobile Ausstellungen zum Globalen Lernen zur Buchung und Ausleihe. Neben analogen Angeboten gibt es auch eine Übersicht über digitale Echtzeit-Bildungsangebote verschiedener Berliner Organisationen, etwa Onlineseminare, bei denen Schüler*innen über ein Angebot von EPIZ Berlin virtuelle Planspiele zu den Auswirkungen des Kupferabbaus oder den Arbeitsbedingungen in der Smartphoneproduktion in China durchführen.

Videos zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globalem Lernen

In der Mediathek der Website „Globale Entwicklung in der Schule" werden aktuelle Lern- und Lehrmaterialien zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung veröffentlicht. Zu diesen gehören u. a. Erklärvideos zu Themen der nachhaltigen Entwicklung. Aktuell sind die Themen Klimawandel (Mittelstufe) sowie Verkehr und Transport (Oberstufe) verfügbar. Die Videos stehen unter einer offenen Lizenz und können so leicht weiterverwendet bzw. in eigenen Materialien eingebunden werden, zum Beispiel im Unterricht oder auch in Fort- und Weiterbildungen.

Inklusion voll digital! Digitales Material ohne zusätzliche Apps

Digitale Angebote gibt es - verstärkt durch die Pandemie - in vielfältigen Ausführungen. Damit Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler jedoch nicht erst diverse Apps installieren müssen, um mit einem Material zu arbeiten, funktioniert das digitale Unterrichtsmaterial der Christoffel-Blindenmission (CBM) über den eigenen Internetbrowser. Mittels interaktiver Aufgaben und Tools lernen Schülerinnen und Schüler mit dem digitalen Lernbaustein zum Thema Inklusion, was ein respektvolles Miteinander bedeutet und wie sie sich dafür einsetzen können. Eigenverantwortliches Arbeiten auf dem eigenen Lernniveau wird dabei unterstützt.

Das Weltspiel goes online

Das Weltspiel ist ein Aktionsspiel für Gruppen, das die Verteilung der Bevölkerung, des Einkommens und mehr weltweit abzubilden versucht, um auf globale Verhältnisse und Zusammenhänge hinzuweisen. Die Vorstellung von großen Zahlen fällt uns meistens schwer. Durch die Darstellung auf einer großen Weltkarte gelingt es mit dem Weltspiel, die Verhältnisse anschaulich aufzuzeigen und begreifbar zu machen. Auf einer digitalen Weltkarte können Icons, die z. B. für die Weltbevölkerung oder das Welteinkommen stehen, verteilt werden. Mehrere Personen können gleichzeitig aktiv werden, diskutieren und gemeinsam globale Zusammenhänge erkunden.

„Actionbound"-Unterrichtsmaterial zur Fastenaktion 2021 für die Sek. I

Das Unterrichtsmaterial ist als Begleitmaterial zu einem Bound der App „Actionbound" zu verstehen. Anhand von Quizfragen, Aufgaben und Informationsseiten werden die Themen der MISEREOR-Fastenaktion 2021 „Es geht! Anders." spielerisch behandelt. Der Bound kann von einem oder mehreren Spieler*innen (Einzelbound oder Gruppenbound) gespielt werden und eignet sich daher sowohl für den Präsenzunterricht als auch für den Fernunterricht. Der Bound ist für die gesellschaftlichen Fächer und für das Fach Geografie der Sekundarstufe I konzipiert worden. Das Begleitmaterial umfasst u. a. eine Einführung, Bezüge zu Kernlehrplänen, eine Anleitung, wie der Bound genutzt und gespielt werden kann sowie Vorschläge für die Unterrichtsgestaltung im Präsenz- und Fernunterricht.

Bildung trifft Entwicklung: Globales Lernen online

Diese herausfordernde Zeit hat auch bei Bildung trifft Entwicklung (BtE) eine Anpassung des Angebots erfordert. Viele der Referentinnen und Referenten bieten ihre Themen nun als Online-Workshops an. Durch die starke Vernetzung des Programms entstanden viele Medien, die digital für die Bildungsarbeit nutzbar sind, vom Podcast Pangea Talk bis zu Interviews mit Menschen weltweit oder global-corona.blog. Sie geben Einblicke in Belastungen und Privilegien, welche durch die Corona-Pandemie hervorgerufen oder verstärkt wurden und ermöglichen den Perspektivwechsel.

Kreative BNE in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat Bildungsaktive weltweit vor große Herausforderungen gestellt. Wie können Schülerinnen und Schüler zuhause erreicht werden? Wie können Formate, die eigentlich vom persönlichen Austausch leben, virtuell angeboten werden? Viele Akteurinnen und Akteure, die sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einsetzen, haben aller Einschränkungen zum Trotz beeindruckende Antworten auf diese Fragen gefunden. Von Online-Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Deutschland, Indien und Peru über Fair Trade-Grüße an Seniorenheime bis hin zu Satellitenbildern, die uns etwas über die Corona-Pandemie verraten: Auf der Website „Kreative BNE in Zeiten von Covid-19" berichten BNE-Initiativen, die von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet wurden, von ihren Erfahrungen.

Zum Schwerpunkt: Aktionen, Angebote, Fortbildungen

Globales Lernen im digitalen Raum - Ein Zwischenfazit

Seit März 2020 führen die coronabedingten Lockdowns in Deutschland zu einer (rasant ansteigenden) Verschiebung des Globalen Lernens in den digitalen Raum. Ein Jahr nach dieser Umstellung soll ein Zwischenfazit gezogen werden. Im Forum Globales Lernen NRW soll mit Bildungs- und Nachhaltigkeitsakteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen besprochen werden, ob und wie sich das Bildungskonzept Globales Lernen pädagogisch und methodisch im digitalen Raum umsetzen lässt.

Internationale (Schul-)Partnerschaften Nord-Süd: Was tun, wenn es keine Begegnungen (erstmal) mehr gibt?

Peer-Leader-International entwickelt seit Beginn der Pandemie digitale Tools, um auch mit Partner*innen im Globalen Süden im Austausch zu bleiben und weiter gemeinsam an Themen der Nachhaltigkeit und der Corona-Folgen auf die SDGs zu arbeiten. Dabei wurde eine Online-Seminar-Reihe mit sechs Sitzungen gestaltet, die es Schüler*innen Deutschlands und des Globalen Südens ermöglicht, sich gemeinsam den zentralen Themen zu nähern. Sie können Strategien zum Aufbau von Peer-2-Peer-Teams in den Schulen entwickeln und sich mit diesen einzelnen selbst gewählten Schwerpunkten mit Engagement widmen.

Online-Kurs "MUT MACHEN" zur Umsetzung der SDGs

Der Kurs des Jane Goodall Instituts informiert über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und zeigt, wie mithilfe des Roots & Shoots Programms zu deren Umsetzung beitragen werden kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Kurses lernen, wie sie mit Jugendlichen eine Projektidee entwickeln und verwirklichen können, die hilft lokale Probleme zu lösen und damit Teil einer globalen Veränderung sein kann. Der Online-Kurs ist bis Anfang April 2021 freigeschaltet.

Act4change – das Aktionsprogramm des Weltfriedensdienst e.V. goes digital

Durch act4change bietet der Weltfriedensdienst e.V. Workshops, Aktionstage und Jobdays für Schüler*innen zu den Themen Ressourcengerechtigkeit und Wasserraub an. Dabei werden Schüler*innen selbst aktiv, indem sie entweder über Lösungen für fairere Ressourenverteilung nachdenken oder sogar selbst einen Tag arbeiten, um damit den Weltfriedensdienst e.V. und eine Partnerorganisationen zu unterstützen. Aktuell können einige Workshops auch als 60-90 minütige Online-Inputs mit abwechslungsreichen und interaktiven Methoden gebucht werden.

Corona und SDGs – Was macht die Pandemie mit unserer Zukunft?

Peer-Leader-International entwickelt seit Beginn der Corona-Krise fortlaufend sogenannte „Peerinare", von jungen Peer-Leadern moderierte oder moderierbare Online-Impulse zu vielen Nachhaltigkeitsthemen in verschiedenen Formaten. Die jungen Mitarbeitenden des Vereines versuchen in diesen „Peerinaren" nicht Unterricht zu ersetzen, sondern motivierend zu ermöglichen. Zusätzlich hat Peer-Leader-International für das Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) ein digitales Tool entwickelt, mit dem sich Schülerinnen und Schüler mit den Nachhaltigkeitszielen und der Pandemie auseinandersetzen können.

Workshops zu „Alles egal? Warum nachhaltige Ernährung global wichtig ist"

Die vier Bildungsmodule zum Thema nachhaltige Ernährung im globalen Kontext richten sich an Lehrkräfte und Multiplikator*innen ab der 6. Klasse. Behandelt werden Themen wie: Konventionelle versus ökologische Landwirtschaft, Schulverpflegung, Einkaufen in der Stadt und Superfoods. Das Bildungsmaterial eignet sich je nach Thema für mindestens zwei Schulstunden und kann auch im Fernunterricht eingesetzt werden. Ziel dabei ist, dass die Schüler*innen die Handlungen verschiedener Akteure aus dem Globalen Süden und in Beziehung dazu ihre eigenen Handlungen reflektieren. Dabei sollen sie Stellung zu verschiedenen Standpunkten beziehen und die erschlossenen Informationen in bekannte politische und ökonomische Strukturen einordnen.

Fragebogen: Fit für die digitale BNE?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und digital – geht das zusammen und wenn ja, wie? Im österreichischen Forum Umweltbildung läuft aktuell eine Umfrage, in der der Frage nachgegangen wird, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Digitales zusammenpassen, und was Bildungsgestalter*innen brauchen, um digitale BNE umsetzen zu können. Das Ausfüllen dauert max. 10 Minuten, unter allen Teilnehmer*innen werden tolle Gewinne verlost.

Digitale Bildungsmaterialien und OER - ein Live-Talk

Wie können Sie Bildungsangebote digital gestalten? Was sind Open Educational Resources (OER) und freie Lizenzen und wie können Sie dieses Format für Ihre Organisation bzw. Ihr Bildungsmaterial nutzen? In einem Live-Talk stellt GEMEINSAM FÜR AFRIKA die eigenen digitalen Bildungsmaterialien sowie aktuellen Kampagnenangebote vor und geht auf das Konzept der OER und offener Lizenzen ein.
Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen

Erfahrungsbericht: Informations- und Bildungsarbeit neu erfinden?!

Das Jahr 2020 hat allen vielfältige Herausforderungen beschert, denen sich auch die Akteur*innen der entwicklungspolitischen Inlands- und Bildungsarbeit stellen mussten. Auch die Arbeit im Eine Welt Netzwerk Thüringen, zusammen mit Partner*innen und Freund*innen, wurde durch die Pandemie, mit allen verbundenen Einschränkungen, zunächst aus der Bahn geworfen. Damit in Zukunft möglichst viele Akteur*innen von Erfahrungen mit onlinebasierten Formaten profitieren können, wurden vielfältige Erfahrungsberichte zusammengetragen - als Einladung, als Anregung, als Inspiration und auch für neue Fragestellungen, die in den kommenden Jahren weiter auftauchen werden.

Was ist der Anderswert von digitalem Globalen Lernen? Vamos Projekt „welt.weit.virtuell - Globales Lernen mit digitalen Medien"

Wie viele andere Organisationen hat auch der Verein Vamos e.V. seit März 2020 die Zunahme von digitalen Angeboten des Globalen Lernens beobachtet und selbst Ideen entwickelt. Im Projekt „welt.weit.virtuell - Globales Lernen mit digitalen Medien", das im November 2020 gestartet ist, beschäftigen sich die Autor*innen u. a. mit der Frage, was mögliche Anderswerte digitalem Globalen Lernens bzw. des Lernens mit digitalen Medien sein können. Im Projekt wird also versucht, genauer auf die Lernprozesse zu schauen, die durch digitale Medien anders gestaltet werden können: Inwieweit und in welchen Bereichen können digitale Elemente Bildungsangebote des Globalen Lernens / BNE ergänzen, verbessern, neugestalten oder sogar neue Lernformen ermöglichen?

Handreichung Globales Lernen im virtuellen Raum"

Diese Handreichung gibt Tipps zur Durchführung von digitalen Formaten des Globalen Lernens. Erstellt wurde sie von Bildung trifft Entwicklung / Eine-Welt-Netz NRW e.V. Darin wird sowohl auf Kriterien einer Online-Veranstaltung des Globalen Lernens eingegangen (beispielsweise Barrierefreiheit, Vorwissensaktivierung oder Partizipationsmöglichkeiten...) als auch konkrete Formate benannt, welche auf die Kompatibilität mit den genannten Kriterien untersucht werden. Außerdem werden die Voraussetzungen, die Referent*innen mitbringen sollten, erläutert.

Bildung für nachhaltige Entwicklung als Weg aus der Corona-Krise

Die Nationale Plattform BNE fordert in einer Resolution anlässlich der Corona-Pandemie die Stärkung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sie macht sich stark für mehr Bildungsgerechtigkeit und ein zukunftsfähiges Bildungssystem für alle. Um Fragen zu Bildung, Chancengerechtigkeit und einem widerstandsfähigen Bildungssystem zu beantworten, müssen gemeinsam Antworten gefunden werden. BNE bietet ein lösungsorientiertes Bildungskonzept für eine solche resiliente und partizipative Bildung.

Studie Smart, aber fair": Wie Digitalisierung alle mitnehmen kann

Mit dem vorliegenden Bericht wird die Diskussion über nachhaltige Digitalisierung bereichert und auf dringenden Handlungsbedarf der Politik aufmerksam gemacht. Dafür wurden verschiedene Autorinnen und Autoren eingeladen, aus ihren jeweiligen Perspektiven den Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung näher zu beleuchten. Zudem werden Praxisbeispiele zivilgesellschaftlicher Initiativen vorgestellt, bei denen digitale Tools erfolgreich eingesetzt werden.

Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik "Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.


GermanZero

GermanZero ist eine deutsche Klimaschutzorganisation, die sich dafür einsetzt, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird. So soll die völkerrechtliche Verpflichtung aus dem Pariser Weltklimaabkommen von 2015 eingehalten werden, welches eine Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad festlegt. Für dieses Ziel wird ein konkreter Klimaplan und die notwendigen Gesetzesentwürfe erarbeitet, um dann durch kommunale Klimaentscheide von Bürgerinnen und Bürgern mit diesem Gesetz die Demokratie von unten zu beleben und das Paket 2022 in den Bundestag einzubringen.

eineinhalbGrad - Das Klimaprojekt im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Das Projekt eineinhalbGrad wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz von der KOOPERATIVE BERLIN umgesetzt. eineinhalbGrad nimmt die gegenwärtigen Sorgen, Fragen und Ideen junger Menschen rund um das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf und schafft Denk- und Aktionsräume. Neben Events und Workshops gibt es auch einen interaktiven Instagram-Kanal, der zum Hinterfragen und Mitmachen aufruft. In Anlehnung an die Veranstaltungen und digitalen Inhalte sind vielfältige Materialien sowohl für Lehrende als auch Bilder*innen offener Bildungsangebote entstanden.

"Digitalisierung weltweit fair gestalten" Jahresfokus 2021

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet weltweit voran. Im Bereich der entwicklungspolitischen Bildung gibt es bereits eine Vielzahl neuer Lern- und Kommunikationsformate, die im Jahresfokus 2021 auf der Website der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd vorgestellt werden. Reflektiert wird, wie sich Alltagshandeln und politische Interaktion durch die digitalen Prozesse verändern. Diese und viele andere Fragen stellen sich zum Beispiel in Deutschland auch angesichts der in diesem Jahr anstehenden Bundestags- und Landtagswahlen.

Flucht und Digitalisierung

Dem Thema Digitalisierung im Asylverfahren widmete sich das F3_kollektiv in einem interaktiven Video mit Tareq Alaows (Berater für Asyl- und Aufenthaltsrecht) und Lea Beckmann (Gesellschaft für Freiheitsrechte). Dabei geht es um die Rolle von Smartphones auf der Flucht und was mit den Handydaten im Asylverfahren passiert. Die neuen OER eigenen sich für Online- und Präsenz-Veranstaltungen.

Projekt EinBlick" von EPiZ: 17 Stimmen über die Chancen und Grenzen einer Pandemie

Die heutigen Zeiten sind geprägt von Kontaktbeschränkungen und häuslichem Rückzug. Dadurch verliert man schnell aus dem Blick, was andere Menschen in anderen Orten der Welt in dieser Krise durchmachen. Dem will das Videoprojekt „EinBlick" vom EPiZ entgegensteuern. In 17 Interviews stellen BtE-Referent*innen Menschen aus dem Globalen Süden Fragen zu Auswirkungen der Krise auf ihren Alltag. Persönliche Einblicke wie auch allgemeine Erzählungen zeigen, welche Chancen und Grenzen die Corona-Krise birgt.
Neues vom Blog EineWeltBlaBla



EineWeltBlaBla im Februar 2021

Um in den bildschirm-geprägten Alltag ein wenig Abwechslung zu bringen, haben wir einen Beitrag zu der analogen Alternative des Bücher-Entdeckens verfasst und darin drei tolle Frauen, die drei tolle Bücher geschrieben haben, vorgestellt: Margarete Stokowski, Bernardine Evaristo und Margaret Atwood.

Weiter wurde anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar auf die weltweiten Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen aufmerksam gemacht. Außerdem haben wir die Konzeptidee des Berliner Startups Infarm des Indoor-Farmings vorgestellt und erklärt wie diese Idee der Kräuterschränke funktioniert und welche Vorteile sie mit sich bringt.

Auch die aktuelle Situation der Flüchtenden im Camp Lipa im Norden von Bosnien und Herzegowina war ein wichtiges Thema in diesem Monat. Denn vor allem die Problematik der Zuständigkeitsregelung verschluckt die sehr deutlichen und klaren Forderungen von Menschrechtsorganisation, wie Pro Asyl, die Menschen sofort nach Europa zu evakuieren.

Um ein bisschen Input für eigene Projekte im Kontext von Nachhaltigkeit zu liefern, haben wir drei Wettbewerbe vorgestellt: den Future Fiction Kreativwettbewerb, den Ausgepackt – Co2-Verpackungsfrei-Wettbewerb und den „Dein Song für eine Welt"-Wettbewerb. Auch die Klimaschutzorganisation GermanZero, die sich dafür einsetzt, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird, hat Platz auf unserem Blog gefunden, um darüber zu informieren, wie sie dabei vorgehen und wie jede*r selbst aktiv mithelfen kann dieses Ziel zu erreichen. Zum Schluss haben wir noch einen Blick auf das START-Stipendium geworfen, das sich an Jugendliche richtet, die die Zukunft aktiv mitgestalten möchten.

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Hier gelangen Sie zu einer Zusammenstellung aktueller Bildungsmaterialien.

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema BNE digital - was hat sich bewährt?"

Die Datenbank Eine Welt Medien hat zum Schwerpunkt dieses Newsletters eine Empfehlungsliste mit Filmen zum Thema Digitalisierung im Bildungsbereich zusammengestellt. Außerdem dort zu finden: Informationen zu Fragen von Urheberrechten und Nutzungsbedingungen von Filmen für die Bildungsarbeit sowie Hinweise auf Verleihadressen.
Veranstaltungen
Online-Workshop: Arbeiten in den Grenzen des Wachstums. Unsere Arbeitswelt(en) aus Perspektive der imperialen Lebensweise02.03.2021 online SELBSTOPTIMIERUNG - NEIN, DANKE?! Von den (Un)Möglichkeiten (un)produktiv zu sein. Zusammenhänge zwischen selbstoptimierenden Mechanismen und gesellschaftlichen Zwängen verstehen und hinterfragen
04.03.2021 online
Regionale Wertschöpfungsketten für landwirtschaftliche Produkte
05.03.2021 - 06.03.2021 online
Online-Workshop „Transformative Learning – Global Citizenship Education for Radical Change" 09.03.2021 - 11.03.2021 online
Online-Seminar „Wirkungsorientierung bei Materialien der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit" 11.03.2021 online Dirty Capitalism": Politische Ökonomie (in) der politischen Bildung
12.03.2021 - 13.03.2021 online
BerufsKlima-Workcamps - Berufsorientierung für „grüne" Jobs und Nachhaltigkeit im Beruf
12.03.2021 - 13.03.2021 online
Digitale Bildungsmaterialien und OER - ein Live-Talk
17.03.2021 online
Machtkritische Perspektiven auf Digitalisierung
19.03.2021 online
Online-Seminar: Umgang mit Vorurteilen, Macht und Diskriminierung in der Bildungsarbeit
19.03.2021 - 20.03.2021 online
Und wenn es auch anders möglich wäre? Bildung zu einer sozial-ökologischen Transformation gestalten 20.03.2021 - 21.03.2021 Welthaus Aachen Globales Lernen im digitalen Raum - Ein Zwischenfazit
22.03.2021 online
Woher kommt der Strom fürs Internet?
24.03.2021 online
ONLINE-Workshop: Klima-Rundgang auch in Deiner Stadt ?!
25.03.2021 online
Fortbildung: Den digitalen Fuß- und Fingerabdruck verstehen und gestalten
25.03.2021 - 09.04.2021 online
Vorschau Ausgabe April 2021: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende März 2021 zum Thema

Kompetenzorientiertes Lernen: Modelle und Beispiele

Zusendungen sind bis zum 24. März 2021 willkommen.
EWIK-Umfrage: Bitte bewerten Sie uns! Ihre Meinung ist gefragt:
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  November 2020 SDG 1 - Armut in jeder Form
und überall beenden

Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
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www.globaleslernen.de

Dr. Kambiz Ghawami (V. i. S. d. P)

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des
über den


 


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geben nicht den Standpunkt von Engagement Global gGmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder.


UNICEF Deutschland: „Die lautlose Tragödie der Kinder im Jemen stoppen“

SID Blog - 1. März 2021 - 13:23
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UNICEF Deutschland zur internationalen Hilfskonferenz für den Jemen am 1. März 2021

© UNICEF/UNI341937

Köln, den 1. März 2021 // Anlässlich der internationalen Hilfskonferenz für den Jemen am 1. März appelliert UNICEF an Regierungen und Öffentlichkeit, die lautlose Tragödie der Kinder in dem Land zu stoppen. Abseits der Weltöffentlichkeit steht der Jemen nach fast sechs Jahren Krieg am Rande einer Hungersnot. Nach letzten Schätzungen sind heute allein 2,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren von akuter Mangelernährung bedroht – 400.000 von ihnen sind so schwer mangelernährt, dass sie jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Fast alle Kinder im Jemen, mehr als 12 Millionen Mädchen und Jungen insgesamt, benötigen humanitäre Hilfe.

„Für Kinder im Jemen ist die Situation unerträglich geworden. Sie brauchen ein Ende der Gewalt. Wir müssen alles tun, um Leben zu retten, sie zu schützen und ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben", sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland anlässlich der am Montag stattfindenden internationalen Hilfskonferenz für den Jemen. UNICEF benötigt für 2021 rund 576,9 Millionen US-Dollar, um lebensrettende Hilfe für Kinder im Jemen zu leisten. 

Die Wirtschaft des Jemen liegt in Trümmern, grundlegende öffentliche Dienstleistungen, Schulen sowie die Trinkwasser- und Sanitärversorgung, sind vielerorts zusammengebrochen. Nur die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen ist noch funktionsfähig. Gleichzeitig erschüttert die Covid-19-Pandemie das Land. 

Gewalt, Hunger und Not prägen die Kindheit von Millionen Mädchen und Jungen. Seit Beginn des Konflikts wurden fast 3.200 Kinder nachweislich getötet und über 6.200 Kinder verletzt – die tatsächlichen Zahlen sind vermutlich viel höher.

Mindestens zwei Millionen Kinder gingen schon vor Beginn der Covid-19-Pandemie nicht zur Schule – wegen der Pandemie wurde der Unterricht von 5,8 Millionen weiteren Kindern unterbrochen.

Trotz der schwierigen Bedingungen leistet UNICEF umfangreiche Hilfe, um so viele Kinder wie möglich vor dem Verhungern zu retten, sie vor Krankheiten zu schützen und Familien Hoffnung zu geben. Seit 2017 wurden zum Beispiel 1,5 Millionen bedürftige Familien mit kleinen finanziellen Beiträgen unterstützt, damit sie sich beispielsweise Nahrungsmittel kaufen können. Mit Hilfe von Solaranlagen versorgt UNICEF eine Millionen Menschen mit Trinkwasser. Im Rahmen einer Impfkampagne konnten zuletzt fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren gegen Polio geimpft werden.


„How To Eine Welt-Sch(l)aufenster“ - Broschüre

VEN Niedersachsen - 26. Februar 2021 - 13:28

Die Broschüre „How To Eine Welt-Sch(l)aufenster“ ist letzte Woche in den Druck gegangen. Die Web-Variante steht aber schon jetzt zur Verfügung.

Die Broschüre ist Bestandteil der Ausstellung, die man mitsamt der Materialien bei unserer Geschäftsstelle und den Regionalpromotor*innen ausleihen kann.

Die Regionalpromotor*innen helfen auch bei der Umsetzung vor Ort.

Kategorien: Hamburg

International Criminal Court continues series of judgments condemning crimes against child soldiers

World Future Council - 26. Februar 2021 - 12:14
International Criminal Court continues series of judgments condemning crimes against child soldiers

With its judgment on 4 February 2021 against Dominic Ongwen, the International Criminal Court (ICC), based in The Hague, Netherlands, adds its third trial judgment to a series of findings that condemn crimes against children. These crimes include the use, conscription or enlisting of children in armed conflicts. Ongwen, once a child soldier himself, faced trial for 70 counts of crimes against humanity and war crimes committed during his time in the Lord’s Resistance Army (LRA) in Northern Uganda between July 2002 and December 2005.

In a trial that lasted a little over four years – the trial began on 6 December 2016 – judges heard from the Prosecution, Defence, and victim representatives, who each called witnesses to give evidence. At the end of the judges’ deliberations, Ongwen was found guilty of 61 of the 70 counts in the indictment. The sentencing judgment is yet to be rendered following sentencing hearings, and each party may also appeal the judgment within 30 days from 4 February 2021.

The Ongwen trial judgment is the third in a series of convictions for crimes against children that started with the first conviction by the ICC in the Lubanga case. (Two defendants in one other case, Mathieu Ngudjolo Chui and Germain Katanga, were acquitted of crimes against children because the evidence did not suffice to establish their personal responsibility for those acts).

In 2012, Thomas Lubanga Dyilo, former President of the Union des Patriotes Congolais/Forces Patriotiques pour la Libération du Congo (UPC/FPLC) of the Democratic Republic of the Congo (DRC), was found guilty of the war crimes of enlisting and conscripting of children under the age of 15 years and using them to participate actively in hostilities. His conviction was confirmed on appeal in 2014, and he was sentenced to 14 years’ imprisonment. In 2017, another trial chamber, having received 473 applications on behalf of all of the victims which may potentially be eligible for reparations, concluded that a total amount of USD 10,000,000 should be paid in collective reparations for Mr Lubanga’s liability to the 425 who were “most likely direct or indirect victims of the crimes of which Mr Lubanga was convicted”. However, the chamber also noted that, based on the evidence received, hundreds or thousands of additional victims were affected by Mr Lubanga’s crimes.

The second case resulting in an ICC conviction for crimes against children focused on the acts allegedly committed by Bosco Ntaganda, also from the DRC. In fact, Ntaganda served as Lubanga’s subordinate during the period concerned. As the Former Deputy Chief of Staff and commander of operations of the FPLC, he faced 13 counts of war crimes and 5 counts of crimes against humanity for acts which took place in 2002-2003 in the Ituri district of the DRC. An appeal against his conviction is currently ongoing, with a judgment expected soon. The reparations process is also underway.

The number of children and the terrifying despair caused to those who are forcibly recruited into armed groups and forced to commit crimes is vast – as many as 300,000 children worldwide according to reports of Reliefweb in 2017. Once part of an armed group, children often endure terrible acts of violence and forced labour other than being forced to carry weapons or participate in combat: for example, espionage, scouting, abuse as sex slaves and/or as cooks. According to the Child Soldiers World Index, only 168 out of 197 UN Member States have ratified the Optional Protocol to the Convention on the Rights of the Child on the involvement of children in armed conflict (OPAC). This provides theoretical legal protection, but the Optional Protocol cannot be directly enforced and at least 46 States still recruit children under the age of 18 into their armed forces, including the DRC. The Index also reveals that, since 2016, children have been used in at least 18 conflict situations. This shows how adequate protections are severely lacking, resulting in immense trauma and psychological damage to the affected children. The Ongwen case is a stark reminder of what happens when children soldier on – ICC Prosecutor, Fatou Bensouda, even said in her opening statement of the case that “cruel men can do kind things and kind men can be cruel”. (See also this article by Jackline Atingo, who was herself abducted by the LRA, on how the verdict against Ongwen was received by some of the surviving victims of enforced marriage).

Due to the lack of protection that could prevent the use of children in armed conflicts, for many the ICC is often a means and remedy of last resort after such crimes were already committed. This is explicitly acknowledged in the Prosecutor’s Policy on Children, which recognizes “the  importance  of  the  effective  investigation  and  prosecution  of crimes  against  or affecting  children”. As several crimes under the Court’s mandate “disproportionately affect  children,  such  as the  war  crime  of attacks on buildings dedicated to education and healthcare”, the Prosecutor and her staff will at all times consider in its activities the child’s best interests, rights and well-being. However, while the Prosecutor’s Children Policy “considers ‘children’ to be persons who have not yet attained the age of eighteen” – and so does the OPAC which prohibits the conscription into the military of children below 18 – the ICC crime of using, enlisting and conscripting child soldiers only protects child soldiers up to 15 years of age. This results in an impunity gap for ‘child soldier’ crimes committed against children aged between 15 and 18 years.

Indubitably, the interests of children are best served when they can grow up in an environment free of violence, and of war and despair – and instead, grow up with access to education, time to play, and time to develop to become the best versions of themselves. Recruitment into an armed group deprives many children of an otherwise safe and normal childhood. It is to their credit that so many find a way to move on. Therefore, it is pivotal that all States sign and ratify the Optional Protocol to the Convention on the Rights of the Child on the involvement of children in armed conflict, and – most of all – abide by its provisions. It is also crucial that current child soldiers are freed and reunited with their families. And, when all else fails, amending the ICC crimes relating to child soldiers to enhance the scope of protection should be a priority.

The International Criminal Court is the first permanent international court that adjudicates on the criminal responsibility of individuals who are accused of crimes that deeply shock the conscience of humanity: crimes against humanity, genocide, war crimes, and the crime of aggression. Its founding document, the Rome Statute, was negotiated and agreed upon in Rome in 1998, and the Court started operating in 2002. It has jurisdiction – the legal mandate to administer justice – in 123 states across the globe, if they are unwilling or unable to do so themselves.

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Kategorien: Hamburg

Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung veröffentlicht Abschlussbericht

SID Blog - 25. Februar 2021 - 21:04
Heute legt der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung seinen Abschlussbericht „Shifting the Trillions – Ein nachhaltiges Finanzsystem für die Große Transformation" vor. Die zuständigen Staatssekretäre des Bundesministeriums für Finanzen, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nehmen ihn für die Bundesregierung mit großem Dank entgegen. 

Finanzstaatssekretär Dr. Kukies: „Mein Dank gehört allen, die in den letzten eineinhalb Jahren die Diskussion mit großem Engagement bereichert haben. Wir haben nun zahlreiche Impulse für die Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung. Aber nicht nur der Staat ist gefordert: Jeder Akteur im Finanzsystem muss sich fragen, ob die Nachhaltigkeitsrisiken erkannt sind und alle Chancen der Transformation genutzt wurden."

Die Bundesregierung hat den Sustainable Finance-Beirat bei seiner Gründung bewusst heterogen und interdisziplinär besetzt und damit der Breite und Vielfalt des Themas Rechnung getragen. Die Arbeit des Beirats ist zudem in einem sehr dynamischen Umfeld erfolgt. Gerade in jüngster Zeit haben wir auf der globalen, der europäischen und auch der nationalen Ebene wichtige Fortschritte erreicht. Auch immer mehr Unternehmen und Finanzmarktakteure in Deutschland und Europa berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte bei ihren Investitionsentscheidungen.

Umweltstaatssekretär Flasbarth: „Ich bin überzeugt, dass nachhaltiges Handeln von Unternehmen und Finanzmarktakteuren einen großen Anteil am Erfolg und der Zukunftsfähigkeit unserer Volkswirtschaft hat. Hieran wollen wir gemeinsam weiter arbeiten und die geeigneten Strukturen und Rahmenbedingungen in Deutschland schaffen und weiterentwickeln. Der Beirat hat damit maßgeblich zu einem Bewusstseinswandel in der öffentlichen Debatte in Deutschland beigetragen und deutlich aufgezeigt, wo Umsetzungs- und Anpassungsbedarf besteht. Der Abschlussbericht markiert daher auch kein „Ende der Diskussion", sondern ist für uns Motivation und Ansporn."

Der Beirat hat nun über 30 Empfehlungen erarbeitet, die wir sorgsam prüfen und bei der anstehenden Erarbeitung der Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung berücksichtigen. Die Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung wird im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, um Politikkohärenz zu ermöglichen. Sie wird sich auf ambitionierte, aber auch praktikable Handlungsoptionen insbesondere in der Finanzmarktpolitik fokussieren. Zentral ist dabei, die finanziellen Risiken der anstehenden Transformation zu kontrollieren und gleichzeitig die immensen Chancen zu nutzen, die sich ergeben.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Nußbaum: "Die Arbeit des Beirats macht die Bedeutung von Sustainable Finance für Öffentlichkeit und Unternehmen deutlich. Wichtig ist dabei, dass alle Akteure mit an Bord genommen werden, damit das gemeinsame Ziel gelingt, Deutschland zu einem führenden Sustainable Finance-Standort zu machen. Dazu sind klare Rahmenbedingungen und ambitionierte sowie realistisch umsetzbare Empfehlungen entscheidend"

Im Februar 2019 hat der Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung beschlossen, einen Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung einzusetzen, der u.a. Empfehlungen für die Sustainable Finance-Strategie erarbeiten soll.

Mehr Informationen unter: www.sustainable-finance-beirat.de

 im Juni 2019 hat die Bundesregierung den Sustainable Finance-Beirat eingesetzt, um Empfehlungen für diesen Bereich auszuarbeiten. In diesem Moment stellt das Gremium seine Arbeitsergebnisse vor. In seinem Abschlussbericht präsentiert der Beirat vielfältige und konkrete Empfehlungen für ein nachhaltigeres Finanzsystem in Deutschland. Die Vorschläge gliedern sich in fünf Bereiche: einen verlässlichen Politikrahmen, Berichterstattung, Wissensaufbau, Finanzprodukte und die Verstetigung der Beiratsarbeit.

 

Finanzwende-Vorstand Gerhard Schick ist neben weiteren Akteuren aus Zivilgesellschaft, Finanzbranche und Wissenschaft Mitglied dieses Beirats. Aus seiner Sicht sind die Empfehlungen des Beirats ein wichtiger Impuls, um die Finanzmärkte in Deutschland zum Hebel für Umwelt- und Klimaschutz zu machen. Er betont: „Jetzt ist die Bundesregierung am Zug: Sie muss eine überzeugende Sustainable Finance-Strategie vorlegen und noch vor der Bundestagswahl erste Maßnahmen umsetzen.“ Auf Initiative von Finanzwende empfiehlt der Beirat, dass öffentliche Kapitalanlagen wie die der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen investiert werden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll zu einem Transformationsfonds weiterentwickelt werden. Der öffentliche Sektor steht laut Finanzwende besonders in der Pflicht, als Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit zu agieren. Gerhard Schick sieht auch bei Sparkassen großen Nachholbedarf: „Es ist ein Unding, dass viele Sparkassen im Jahr 2021 noch keinerlei Strategie im Umgang mit Klimarisiken haben. Zu Recht fordert der Beirat, den Gemeinwohlauftrag der Sparkassen klarer zu fassen und ihn so mit Blick auf Nachhaltigkeit greifbarer zu machen.“ So erfreut sich der überparteiliche Verein mit vielen Ergebnissen des Beirats zeigte, so kritisch blickt er auf die Rolle der Branchenverbände: „Die Interessenverbände waren zwar offiziell nur Beobachter des Beirats, konnten aber mit ihren großen Ressourcen massiv bremsen. Das muss der Bundesregierung eine Lehre sein: Eine erfolgreiche Sustainable Finance-Strategie wird nur möglich sein, wenn man nicht auf die Lobbyverbände hört.“

 Eine umfassendere Einordnung der Ergebnisse finden Sie hier: https://www.finanzwende.de/index.php?id=763

Den Bericht des Beirats hier: https://sustainable-finance-beirat.de 


Golfstrom-System schwächer als je zuvor im vergangenen Jahrtausend

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:37
Noch nie in über 1000 Jahren war die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC), auch als Golfstrom-System bekannt, so schwach wie in den letzten Jahrzehnten: Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern aus Irland, Großbritannien und Deutschland. Die Forscher stellten sogenannte Proxydaten zusammen, die hauptsächlich aus natürlichen Archiven wie Ozeansedimenten oder Eisbohrkernen stammen und mehrere Hundert Jahre zurückreichen, um die Strömungsgeschichte der AMOC Strömung zu rekonstruieren. Sie fanden solide Belege dafür, dass die Abschwächung im 20. Jahrhundert im vergangenen Jahrtausend beispiellos war - sie ist wahrscheinlich eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels. Die gigantische Ozeanzirkulation AMOC ist für Wetterlagen in Europa und den regionalen Meeresspiegel in den USA bedeutsam; ein wichtiger Hinweis auf ihre Verlangsamung ist eine in den letzten Jahrzehnten entstandene „Kälteblase" im nördlichen Atlantik.
Neue internationale Übersichtsstudie bestätigt AMOC-Stärke auf Rekordtief seit über 1000 Jahren.

„Das Golfstrom-System funktioniert wie ein riesiges Förderband, das warmes Oberflächenwasser vom Äquator nach Norden transportiert und kaltes, salzarmes Tiefenwasser zurück in den Süden schickt. Es bewegt fast 20 Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde, etwa das Hundertfache des Amazonasstroms", erklärt Stefan Rahmstorf, Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK und Initiator der Studie, die in Nature Geoscience veröffentlicht wurde. Frühere Studien von Rahmstorf und KollegInnen zeigten eine Verlangsamung der Meeresströmung um etwa 15 Prozent seit Mitte des 20. Jahrhunderts und brachten dies mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung in Verbindung. Ein belastbares Bild über die langfristige Entwicklung fehlte jedoch bisher – das liefern die Forscher mit ihrer Übersichtsstudie, welche die Ergebnisse bisheriger Proxy-Daten-Studien vergleicht.

„Wir haben zum ersten Mal eine Reihe von früheren Studien kombiniert und festgestellt, dass sie ein konsistentes Bild der AMOC Entwicklung über die letzten 1600 Jahre liefern", so Rahmstorf. „Die Studienergebnisse legen nahe, dass die AMOC Strömung bis zum späten 19. Jahrhundert relativ stabil war. Mit dem Ende der kleinen Eiszeit um 1850 begann die Meeresströmung schwächer zu werden, wobei seit Mitte des 20. Jahrhunderts ein zweiter, noch drastischerer Rückgang folgte." Bereits im Sonderbericht über den Ozean des Weltklimarats (IPCC) von 2019 wurde mit mittlerem Vertrauensniveau zudem geschlussfolgert, 'dass die atlantische meridionale Umwälzströmung im Vergleich zu 1850-1900 schwächer geworden ist.' „Die neue Studie liefert weitere unabhängige Belege für diese Schlussfolgerung und stellt sie in einen längerfristigen paläoklimatischen Kontext", so Rahmstorf weiter.

Von Temperatur zu Strömungsgeschwindigkeit: Die Kunst, Klimaveränderungen in der Vergangenheit zu rekonstruieren

Da langfristige direkte AMOC-Messungen erst seit 2004 durchgeführt werden, wendeten die Forscher einen indirekten Ansatz an. Sogenannte Proxydaten halfen ihnen dabei, mehr über die langfristige Entwicklung der AMOC herauszufinden. Diese Zeugen der Vergangenheit werden aus natürlichen Umweltarchiven gewonnen, wie zum Beispiel Baumringen, Eisbohrkernen, Ozeansedimenten und Korallen sowie aus historischen Daten, z.B. Schiffslogbüchern.

„Wir haben eine Kombination aus drei verschiedenen Datentypen verwendet, um Informationen über die Ozeanströmungen zu erhalten: die Temperaturänderungen im Atlantik, die Verteilung der Wassermassen und die Korngrößen der Tiefsee-Sedimente, wobei die einzelnen Archive von 100 bis ca. 1600 Jahre zurückreichen. Während einzelne Proxydaten bei der Darstellung der AMOC-Entwicklung unvollkommen sind, ergab die Kombination aller drei ein robustes Bild der Umwälzzirkulation", erklärt Levke Caesar, Teil des Irish Climate Analysis and Research Units an der Maynooth University und Gastwissenschaftlerin am PIK.
Drei verschiedene Arten von Proxydaten aus der Vergangenheit, zum Beispiel aus Ozeansedimenten, stützen das Studienergebnis. Aktuelle Beobachtungen zeigen eine Kälteblase im Nordatlantik.
Proxy-Datensätze sind im Allgemeinen mit Unsicherheiten behaftet. Diese berücksichtigte die Statistikerin Niamh Cahill von der Maynooth University in Irland bei ihren Tests der Robustheit der Ergebnisse. Sie fand heraus, dass in 9 der 11 betrachteten Datensätze die moderne AMOC-Schwächung statistisch signifikant ist: „Wenn wir annehmen, dass die mit den Proxy-Datensätzen gemessenen Prozesse Änderungen in der Strömung widerspiegeln, liefern sie ein konsistentes Bild – und das trotz der Tatsache, dass die Daten an unterschiedlichen Orten aufgenommen wurden und verschiedene Zeitskalen repräsentieren. Die Abschwächung der Strömung ist seit mehr als 1000 Jahren beispiellos", so Cahill.

Warum schwächelt AMOC?

Eine Verlangsamung der Zirkulation wird von Klimamodellen seit langem als Reaktion auf die durch Treibhausgase verursachte globale Erwärmung vorhergesagt – und einer Reihe von Studien zufolge ist dies wahrscheinlich der Grund für die beobachtete Abschwächung. Die atlantische Umwälzung wird durch die von Wissenschaftlern bezeichnete Tiefenkonvektion angetrieben, verursacht durch die Dichteunterschiede im Ozean: Warmes und salzhaltiges Oberflächenwasser bewegt sich von Süden nach Norden, wobei es abkühlt und dadurch dichter wird. Wenn es schwer genug ist, sinkt das Wasser in tiefere Ozeanschichten ab und fließt zurück in den Süden. Die globale Erwärmung stört diesen Mechanismus: Durch vermehrte Niederschläge und das verstärkte Abschmelzen des grönländischen Eisschildes wird dem nördlichen Atlantik Süßwasser zugeführt. Dadurch sinkt dort der Salzgehalt und damit die Dichte des Wassers, was das Absinken hemmt und so die Strömung der AMOC Zirkulation schwächt.

Die Abschwächung wird auch mit einer einzigartigen deutlichen Abkühlung des nördlichen Atlantiks in den letzten hundert Jahren in Verbindung gebracht. Diese sogenannte „Kälteblase" wurde von Klimamodellen als Folge einer sich abschwächenden AMOC vorhergesagt, welche weniger Wärme in diese Region transportiert.
Ursachen: Die AMOC Verlangsamung wird seit langem von Klimamodellen als Folge der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung vorhergesagt.

Die Folgen der AMOC-Abschwächung könnten für die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks vielfältig sein, wie Levke Caesar erklärt: „Die nordwärts fließende Oberflächenströmung der AMOC führt zu einer Ablenkung von Wassermassen nach rechts, weg von der US-Ostküste. Dies ist auf die Erdrotation zurückzuführen, die bewegte Objekte wie Strömungen auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links ablenkt. Wenn sich die Strömung verlangsamt, schwächt sich dieser Effekt ab und es kann sich mehr Wasser an der US-Ostküste aufstauen. Das kann zu einem verstärkten Meeresspiegelanstieg führen." In Europa könnte eine Verlangsamung der AMOC zu mehr extremen Wetterereignissen führen, z.B. durch eine Veränderung der Zugbahn sowie mögliche Verstärkung von Winterstürmen über dem Atlantik. Andere Studien nennen extreme Hitzewellen oder eine Abnahme der Sommerniederschläge als mögliche Folgen. Wie genau sich weitere Konsequenzen gestalten, ist Gegenstand der aktuellen Forschung; die Wissenschaftler wollen auch im Detail klären, welche Teile der AMOC sich wie und aus welchen Gründen verändert haben.

„Wenn wir die globale Erwärmung auch künftig vorantreiben, wird sich das Golfstrom-System weiter abschwächen – um 34 bis 45 Prozent bis 2100, gemäß der neuesten Generation von Klimamodellen", folgert Rahmstorf. „Das könnte uns gefährlich nahe an den Kipppunkt bringen, an dem die Strömung instabil wird."

Artikel: L. Caesar, G. D. McCarthy, D. J. R. Thornalley, N. Cahill, S. Rahmstorf (2020): Current Atlantic Meridional Overturning Circulation weakest in last millennium. Nature Geoscience [DOI: 10.1038/s41561-021-00699-z].

Weblink zum Artikel, sobald er veröffentlicht ist:  https://dx.doi.org/10.1038/s41561-021-00699-z             

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), 25.02.2021

Wasser in der Stadt in Zeiten des Klimawandels | 02. März 2021, 14:00 – 15:30 UHR

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:34


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Online-Seminar-Reihe der
AG Wasser
im Forum Umwelt & Entwicklung

Stadt – Land – Gewässer: 
Wasser für Alle?! Im Rahmen unserer vierteiligen Online-Seminar-Reihe diskutieren wir lokale und globale Perspektiven auf Wassergerechtigkeit im Beziehungsgeflecht von Stadt, Land und Umwelt, zeigen die Verantwortung Deutschlands und der Bundesregierung auf und formulieren und vermitteln Positionen.

Wir laden Sie herzlich zum zweiten Seminar der Reihe ein: Von Überflutung bis Wasserstress: Wasser in der Stadt in Zeiten des Klimawandels

DIENSTAG 02. MÄRZ '21
14:00 BIS 15:30 UHR

Die zweite Veranstaltung der Reihe beschäftigt sich mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auf den Wasserkreislauf in der Stadt. Genauer: Was bedeuten die Veränderungen für das Menschenrecht auf einwandfreies und sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung?

Weltweit wachsen die Städte und damit steigt auch ihr Bedarf an Wasser. Dort zeigt sich, wie wichtig der sichere und stabile Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen für das Überleben und das Wohlergehen der gesamten Menschheit ist – gerade auch in Krisenzeiten. Die Städte sind die größten Treiber für Wasserstress, auf der anderen Seite drohen durch Wetterextreme vermehrte Überflutungen. Zunehmend geraten Städte an ihre Grenzen. Der sogenannte „Day Zero", also der drohende Zusammenbruch der kommunalen Wasserversorgung, wie beispielhaft in Kapstadt 2018, macht dies eindrücklich deutlich. Auf die Städte kommt damit eine große öffentliche Verantwortung zu, die es durch Gemeinwohlorientierung angelehnt an die Menschenrechte auf Wasser und Sanitärversorgung zu meistern gilt. Städte sind zugleich Orte, an denen alternative Ansätze vorgelebt und erprobt werden können. Welche (neuen) Kooperationen und Konzepte sind gefragt, um die Menschenrechte auf Wasser und die Klimaresilienz zu stärken?

UNTER ANDEREM WOLLEN WIR DISKUTIEREN
  • Wie steht es um den Zugang für jede:n angesichts knapper werdender Ressourcen von sauberem Süßwasser der Städte?
  • Wie organisieren die Städte öffentlich zugängliche Trinkbrunnen an belebten Plätzen und in öffentlichen Einrichtungen?
  • Wie kann ein fairer Interessenausgleich zwischen Städten und ihrem Umland gelingen?
  • Wie steht es um klimaresiliente Metropolregionen?
  • Welchen Beitrag leisten Prinzipien wie bspw. die der Blue Communities zur Verwirklichung des Rechts auf Wasser?

INPUTS VON
≈ Dr. Rajendra Singh (Umweltschützer, „Waterman of India" und Gewinner des Stockholmer Wasserpreises)

≈ Andreas Giga (Leiter Service-Organisation der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen", Emschergenossenschaft/Lippeverband)

≈ Christa Hecht (Blue Community)


MODERATION
≈ Samuel Höller (a tip: tap e.V.)
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Programmübersicht
SEMINAR 3 Wasserkraft ― Holzweg für Klimaschutz und Entwicklungspolitik

DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021, 14:00 – 16:00 UHR

SEMINAR 4 Die Rolle Deutschlands beim Schutz des Zugangs zu Wasser hier und weltweit

DONNERSTAG, 18. MÄRZ 2021, 14:00 – 16:00 UHR Anmelden


Forum Umwelt und Entwicklung
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Deutschland

+49306781775920
info@forumue.de
www.forumue.de

 


LHÜ-Info Februar 2021

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:34

LHÜ-INFO Februar 2021

AKLHÜ-Feature Willig, aber nicht gewollt? Hürden, die Incoming-Freiwillige vor Beginn ihres Dienstes meistern müssen

Christina Schulte, Geschäftsführerin von VIA e.V. und AKLHÜ Vorstandsmitglied, berichtet über die Herausforderung und Chancen der Incoming-Dienste, die große Bereicherung, die Incomer*innen sowohl für das Einsatzland Deutschland als auch für das Herkunftsland darstellen sowie die damit verbundene Entstehung interkultureller Lernorte, bei denen unterschiedliche Erfahrungen, Einstellungen und manchmal auch Werte aufeinanderprallen und somit zu mehr Vielfalt und gelebter Toleranz beitragen können.

→ Zum LHÜ-Feature

   

Personelle Zusammenarbeit (PZ) Personelle Zusammenarbeit: eine Erfolgsgeschichte! - Bundesminister Müller würdigt kirchliche Entwicklungsdienste

Bundesminister Dr. Gerd Müller hat anlässlich des 60-jährigen Bestehens von Brot für die Welt (BfdW) die Arbeit der beiden kirchlichen Entwicklungsdienste und das Engagement der von ihnen vermittelten Fachkräfte in besonderer Weise gewürdigt:

"Ihre Fachkräfte und Freiwillige sind mit großem Engagement in den Einsatzländern, oft unter schwierigsten Lebens- und Arbeitsbedingungen und in Konflikt- und Krisenregionen. - Dafür möchte ich Ihnen allen danken!" schreibt  Bundesminister Dr. Gerd Müller und weiter: "Geleitet von christlichen Werten wie Verantwortung, Nachhaltigkeit und Wertschätzung stellen Sie den Menschen mit seinen Fähigkeiten in den Mittelpunkt und schaffen so Räume für Eigeninitiative und gegenseitiges Lernen: für nachhaltige Entwicklung.".

→ Weiterlesen

  Digitalisierung in der internationalen Personellen Zusammenarbeit

Potenziale und Veränderungen des digitalen Wandels standen im Mittelpunkt der 6. Internationalen Fachtagung zur Personellen Entwicklungszusammenarbeit (PEZA) vom 25. bis 26. Januar mit rund 120 Teilnehmenden aus aller Welt. Veranstalter waren die drei grössten PEZA-Organisationen im deutschsprachigen Raum - AGIAMONDO (Deutschland), Comundo (Schweiz) und HORIZONT3000 (Österreich).

„Die Digitalisierung wird unsere Arbeit grundlegend verändern. Ziel dieses Austauschs ist es, digitale Trends in der PEZ ausfindig zu machen und sich von aktuellen Beispielen und konkreten Projekten inspirieren zu lassen.", so Eric Keller, Geschäftsführer von Comundo.

→ Weiterlesen

  Die Vermessung der Corona-Realität: Externe Evaluierung bestätigt CFI-Engagement

In Anbetracht der weltweiten COVID-19-Pandemie beauftragte Christliche Fachkräfte International (CFI) ein Beraterteam von FAKT, einem anerkannten Evaluierungsinstitut, um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die aktuellen und zukünftigen Entwicklungshelfer*innen-Entsendungen von CFI, sowohl auf konzeptioneller als auch auf der Umsetzungs-Ebene, zu untersuchen.

Der Zwischenbericht verdeutlicht, dass die Arbeit der CFI Entwicklungshelfer*innen (EH) heute gefragter ist denn je. Denn die Corona-Pandemie trifft einige Länder des Globalen Südens besonders hart und verschlechtert die Lebensbedingungen der Menschen zusätzlich.

→ Weiterlesen

  Trotz Corona über 30.000 Beratungen zum Auslandsaufenthalt - Eurodesk veröffentlicht Jahresstatistik 2020

Welche Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt gibt es aktuell? In welche Länder ist eine Ausreise derzeit möglich? Welche Alternativen gibt es? Eurodesk Deutschland und seine regionalen Servicestellen haben im Jahr 2020 über 30.700 Jugendliche, Eltern, Multiplikator*innen sowie Trägerorganisationen beraten und über Mobilitätschancen und Fördermöglichkeiten informiert. Das am häufigste nachgefragte Programmformat waren internationale Freiwilligendienste. 31% der Anfragen bezogen sich auf das Europäische Solidaritätskorps.

→ Weiterlesen

   

Tipps & Termine Globales Lernen und Agenda 2030 - Das AWO International Online-Programm 2021

Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Global Citizenship Education – um sich in diesen Bereichen weiterzubilden, bietet AWO International im Pandemiejahr 2021 neue Onlinefortbildungen und Onlinekurse an.

Das Angebot richtet sich an Trägerorganisationen von Freiwilligendiensten, Träger außerschulischer Jugendarbeit, die Jugendwerke der AWO und die Bereiche Fort- und Erwachsenenbildung in der Freien Wohlfahrtspflege.

→ Mehr Infos

   

IMPRESSUM
Herausgeber: AKLHÜ e.V. – Netzwerk und Fachstelle für Internationale Personelle Zusammenarbeit
Redaktion: Wanja Amling, Tel.: 0228-9089914, aklhue@entwicklungsdienst.de 
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 22.03.2021

Bildnachweis: Oben: VIA e.V., Mitte: Pixabay License, Unten: Unsplash License


Press Release: Forward Thinker Webinar Series launches

World Future Council - 25. Februar 2021 - 16:58
Press Release: Forward Thinker Webinar Series launches

World Future Council to share its expertise in 2021 Forward Thinkers Webinar series to address ecosystem loss, the food crisis, the rights of children and youth, and other urgent challenges

Hamburg, 25 February 2021 – The World Future Council is launching a new webinar series, looking at proven policy solutions to tackle the world’s most urgent challenges. The Forward Thinkers webinar series is designed for decision-makers from the policy level, civil society, science, and business, with World Future Council Members and Future Policy Award winners sharing their expertise. The free online events are going alongside UN international days.

Topics include the loss of ecosystems, the food crisis, rights of children and youth, protection from hazardous chemicals, and peace and disarmament. The first five events of the webinar series, which will stretch over the course of 2021, have been confirmed:

  • 11 March 2021, 11 a.m. CET: Protecting children in Africa from (sexual) violence during the Pandemic – International Women’s Day
  • 18 March 2021, 4 p.m. CET: Covid-19: Forests offering solutions to recovery – International Day of Forests
  • 8 April 2021, 4 p.m. CEST: From children’s health to public health and universal health coverage – World Health Day
  • 20 May 2021, 4 p.m. CEST: Preventing pandemics: Living in Harmony with Nature – International Day on Biodiversity
  • 3 June 2021, 11 a.m. CEST: Preserving diversity. 30% of the oceans by 2030 – International Day of Oceans

More webinars of the series will be announced soon.

High profile speakers, such as Maria Fernanda Espinosa (President of the 73rd Session of the United Nations General Assembly), Wanjira Mathai (Chair, Wangari Maathai Foundation), Julia Marton-Lefèvre (environmentalist, academic and former Director General, IUCN), Jan McAlpine (former Director, UN Forum on Forests), Dr. Nkatha Murungi (Assistant Director of the Centre for Human Rights),  Anna Oposa (Co-Founder, Save Philippines Seas), as well as Baskut Tuncak (Attorney, scientist, former UN Special Rapporteur on human rights and toxics) and Leonardo Trasande (internationally renowned leader in children’s environmental health) have been confirmed.

“Our work is based on the conviction that policy solutions for the most essential challenges to humanity’s future exist”, says Alexandra Wandel, Executive Director of the World Future Council. “In these difficult times, it is important to share solutions that spread hope and optimism. We are very excited to launch this series this month.”

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Media Contact

Miriam Petersen
Media & Communications Manager
World Future Council
miriam.petersen@worldfuturecouncil.org
+49 (0) 178 1018019

About the World Future Council
The World Future Council (WFC) works to pass on a healthy and sustainable planet with just and peaceful societies to our children and grandchildren. To achieve this, we focus on identifying, developing, highlighting, and spreading effective, future-just solutions for current challenges humanity is facing, and promote their implementation worldwide. The Council consists of 50 eminent global change-makers from governments, parliaments, civil societies, academia, the arts, and the business world. Jakob von Uexkull, the Founder of the Alternative Nobel Prize, launched the World Future Council in 2007. We are an independent, non-profit organisation under German law and finance our activities with institutional partnerships and donations.

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EUD-Präsidium: Virus lässt sich nicht durch Grenzkontrollen aufhalten

Europa-Union Hamburg - 25. Februar 2021 - 13:04
Alleingänge und einseitige Grenzkontrollen sind das falsche Mittel, notwendig ist mehr EU-Koordinierung und eine wirksame Teststrategie.
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Heuschreckenplage in Kenia nimmt erneut Fahrt auf

SID Blog - 24. Februar 2021 - 15:11
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16.02.2021 | Pressemitteilung

In Kenia droht neue Heuschreckenplage

Welthungerhilfe unterstützt notleidende Familien

Bonn/Berlin, 16.02.2021. Die Heuschreckenplage am Horn von Afrika nimmt erneut Fahrt auf, da eine neue Generation von Schädlingen brütet und schlüpft. In Ländern wie Äthiopien, Somalia und Kenia ist die nächste Ernte bedroht. So geraten nach jahrelangen Krisen bereits verarmte und geschwächte Familien immer tiefer in eine Abwärtsspirale durch Hunger und Armut.

Laut der UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation (FAO) bedroht die nächste Generation von Heuschrecken die Existenzgrundlage von über 39 Millionen Menschen in Äthiopien, Jemen, Somalia, Sudan und Kenia. In den vergangenen Monaten wurden die Schädlinge am Horn von Afrika auf 1,3 Millionen Hektar Land bereits bekämpft. Doch allein in Nord- und Zentralkenia sind bereits über 15 Bezirke massiv von der zweiten Heuschreckenwelle betroffen, darunter auch viele neue Gebiete. Bereits vorher war die Ernährungslage von rund 1,9 Millionen Menschen prekär, jetzt könnte sie sich nochmals dramatisch verschlechtern.

„Glücklicherweise kommen inzwischen weniger Heuschrecken bei uns an. Dennoch rechnen wir mit dem Schlimmsten, wenn die Brut im März und April schlüpft“, erklärt Kelvin Shingles, Landesdirektor der Welthungerhilfe in Kenia. Vor allem Viehhalter sind in ihrer Existenz bedroht. Nach jahrelangen Dürren, Überschwemmungen und nun der zweiten Heuschreckenplage fehlt ihnen das Futter für ihr Vieh und so auch das überlebensnotwendige Einkommen durch Milch- und Fleischverkauf. Auf diese Weise verschärfen sich Konflikte um Wasser und Land.

„Wir lassen diese Menschen nicht im Stich und bieten ihnen Unterstützung in der Krise an. Dafür sind wir auch auf Spenden angewiesen“, so Shingles. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt die Welthungerhilfe in Kenia Gemeinden, die von der Heuschreckenplage besonders betroffen sind: Sie erhalten Bargeld, neues Saatgut, landwirtschaftliche Beratung und Trainings, um selbst durch den Einsatz umweltverträglicher Methoden die weitere Vermehrung der Heuschrecken besser zu kontrollieren.

Unser Landesdirektor Kelvin Shingles steht für Interviews bereit (Englisch).

Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Ostafrika unter dem Stichwort: „Nothilfe Ostafrika“:
 www.welthungerhilfe.de/heuschreckenplage

Weitere Informationen finden Sie unter www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Herausgeber:

Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Pressestelle
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Ansprechpartner:

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Pressesprecherin
Telefon 0228 / 22 88-132
Mobil 0172 / 2525962
simone.pott@welthungerhilfe.de

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Telefon 030 / 288 749-15
presse@welthungerhilfe.de

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Lieferkettengesetz Ja- Geschlechtergerechtes Lieferketten Gesetz nein!

SID Blog - 24. Februar 2021 - 15:11
Lieferkettengesetz Ja- Geschlechtergerechtes Lieferketten Gesetz nein!

 

Der Marie-Schlei-Verein begrüßt im Interesse der vielen Frauen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen Produkte für den europäischen und deutschen Markt herstellen, das deutsche Lieferkettengesetz. Menschenrechtsschutz und faire Arbeitsbedingungen müssen entlang der gesamten Lieferketten gelten. Das Lieferkettengesetz wird Unternehmen in Zukunft verpflichten, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht im gesamten Produktionsprozess nachzukommen. Die Einhaltung von Menschenrechten ist keine Frage von Freiwilligkeit mehr.

 

Allerdings ist das Gesetz halbherzig, weil es keine gerichtlichen Sanktionen gibt. Außerdem ist das Lieferkettengesetz frauendiskriminierend. Es gibt weder ein Engagement für geschlechtergerechte Lieferketten noch ein Engagement gegen frauendiskriminierende Praktiken in den Produktionsländern. Dabei machen Frauen die Mehrheit der Arbeiterinnen aus und sind Willkür, Lohnungleichheit und Gewalt ausgesetzt - in Asien und Lateinamerika vor allem. Die grauenhaften Brände in Bangladesch sind allen noch bewusst. „Gender Economic Empowerment ist nur möglich, wenn menschenrechtliche gendergerechte Grundwerte respektiert werden.", so Christa Randzio- Plath, Vorsitzende Marie-Schlei-Verein.

Durch die Einrichtung von staatlichen Kontrollbehörden und Vor-Ort-Kontrollen in Unternehmen soll die Umsetzung des Lieferkettengesetzes gewährleistet werden. Bei Verstößen können Buß- und Zwangsgelder verhängt werden, die in einen Fonds zur Stärkung menschenrechtlicher Sorgfalt fließen sollen. NGOs und Gewerkschaften sollen zukünftig die Möglichkeit haben, Betroffene vor Gericht zu vertreten. Unternehmen erhalten durch das Gesetz endlich Rechtssicherheit für ihre unternehmerischen Sorgfaltspflichten. Und wer sich bereits jetzt für Menschenrechtsschutz entlang der Lieferkette einsetzt, wird zukünftig im Wettbewerb nicht mehr benachteiligt. Es ist zu begrüßen, dass die EU-Kommission 2021 auf Vorschlag des Europäischen Parlaments einen Vorschlag für EU-weite gesetzliche Regelungen machen wird, bei dem die Haftung der Unternehmen im Vordergrund stehen wird und Schadensersatzansprüche der Betroffenen durchsetzbar möglich werden sollen.

 

Entwicklungsprojekte für Frauen – MARIE-SCHLEI-VEREIN e. V.

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