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Nachhaltige Ziele für Hamburg umsetzen
Aktualisiert: vor 1 Stunde 46 Minuten

6. Mai: Zukunftsdialog über den „Geist von Paris“

27. April 2021 - 12:24

Der nächste Zukunftsdialog von Hamburger Klimawoche, Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie der Bucerius Law School findet im Rahmen des EuropaCamps digital am 6. Mai 2021 ab 19 Uhr zum Thema „Paris revisited: Internationale Kooperation in der Klimapolitik“ statt. Das Pariser Abkommen ist mittlerweile über fünf Jahre alt und auch wenn es in nationalen Diskussionen viel bemüht wird, ist von ausgeprägter internationaler Kooperation wenig zu spüren. Im Gegenteil: Der internationale „Geist von Paris“ scheint sich verflüchtigt zu haben. An seine Stelle ist ein Flickenteppich nationalstaatlicher Maßnahmen getreten. So mangelt es auch dem Internationalen Klimafonds noch immer an den versprochenen Mitteln, um hilfsbedürftige Länder bei der ökologischen Transformation zu unterstützen. Doch die Klimakrise lässt sich in rein nationalen Kontexten nicht eindämmen; sie erfordert eine international koordinierte Kraftanstrengung.

Bei Zukunftsdialog diskutieren:

  • Michael Bloss, klimapolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament
  • Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes
  • Carla Reemtsma, Fridays for Future
  • Charlotte Streck, Gründerin Climate Focus und vormals Senior Legal Counsel bei der Weltbank

Moderation: Philipp Eschenhagen, Doktorand an der Bucerius Law School

Anmeldung bitte über diesen Link.

Foto: flickr.com

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Kategorien: Hamburg

Was massive Investitionen in die Energiewende bringen würden

27. April 2021 - 9:43

Das Energiesystem Deutschlands kann bis 2035 nahezu CO2-emissionsfrei werden. Der dazu erforderliche Um- und Ausbau der Energieversorgung ist schon jetzt technisch möglich, finanziell machbar und sozialverträglich umsetzbar. In einem neuen Diskussionsbeitrag zeigen die Scientists for Future (S4F) auf, dass die Haupthemmnisse für die Energiewende nicht in der mangelnden Finanzierbarkeit oder technologischen Umsetzung liegen, sondern großteils strukturell bedingt sind.

Zunächst die Zahlen: Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, ist in Deutschland ein zusätzlicher und ambitionierter Ausbau vor allem für die Photovoltaik (PV) und die Windkraft erforderlich. Nach Abschätzungen der S4F sind für den Ausbau 150 Gigawatt (GW) Windenergie und 350 GW PV als Zwischenziel bis 2030 erforderlich. Derzeit sind aber lediglich 91 GW Wind und 100 GW Photovoltaik vorgesehen. Damit kann Deutschland seinen Teil zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels nicht beitragen. Um die Pariser Verträge einzuhalten, muss sich Deutschland ab sofort auf eine nahezu vollständige Umstellung der Energie-versorgung auf erneuerbare Energien bis 2035 orientieren. Das ist umsetzbar, braucht aber u.a. eine Versechsfachung der heutigen Ausbaugeschwindigkeit von Wind- und Solarkraftwerken.

Strukturelle Hindernisse

Wesentliche Hindernisse für eine schnelle und effiziente Energiewende sehen die Scientists for Future in den rechtlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen, denn technisch kann der Energiebedarf Deutschlands mit heutigen Möglichkeiten über Wind-, Solarenergie- und Biomassenutzung sowie durch Geothermie und Umweltwärme vollständig gedeckt werden. „Dieheutigen rechtlichen Rahmenbedingungen schränken die technischen Erzeugungs- und Zubaupotenziale signifikant ein und müssen daher schnellstmöglich angepasst werden,“ sagt der Erstautor der Studie, Scientist-Mitglied Christoph Gerhards, und Ko-Autor Peter Klafka ergänzt: „Mit einer Mischung aus Ordnungsrecht und einer wirkungsvollen Bepreisung sowohl von Emissionen als auch von Naturzerstörung kann die Energiewende marktwirtschaftlich und kosteneffizient umgesetzt werden. Ein Warten auf klimaverträgliche Importe ist kontraproduktiv.“

Beispiel Kraft-Wärme-Kopplung KWK: durch die derzeitige Form der Subventionen im KWK-Gesetz werden mit fossilen Brennstoffen betriebene KWK-Anlagen bevorteilt. Insgesamt bewirken die gesetzlichen Regelungen eine Marktverzerrung, welche klimafreundliche, erneuerbare Lösungen gegenüber mit fossilen Brennstoffen betriebenen KWK-Anlagen benachteiligen.

Besondere Bedeutung kommt dem Ausbau der Netze, der Sektorenkopplung, der Marktintegration von Speichern und flexiblen Verbrauchern zu. Der Aus- und Umbau des europäischen Stromnetzes reduziert Speicherbedarf und Kosten erheblich. Als Grundlage einer solchen Reform müssten zuerst auch die hier aktuell bestehenden politischen und rechtlichen Hemmnisse bei der Umgestaltung der Energieversorgung aus dem Weg geräumt werden.

Die Energiewende schafft Arbeitsplätze

Nicht zufällig zum Earth Day (22./23. April) hatte US-Präsident Biden vierzig Staats- und Regierungschefs zu einem Weltklimagipfel eingeladen, um ein global wirkendes Investitionsprogramm zur Klimaneutralität aufzulegen. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist darin der zentrale Ankerpunkt. Auch ökonomisch, so zeigt die S4F-Studie, ist der Weg zur Nachhaltigkeit sinnvoll. Scientist-Mitglied Urban Weber schätzt die Wirkung so ab: „Durch den bis 2030 notwendigen Zubau an Erzeugungskapazitäten um ca. 300 GW Photovoltaik und ca. 85 GW On- und Offshore-Windkraft kann mit einer Zunahme um mindestens 250 000 Arbeitsplätze allein für Aufbau, Betrieb und Wartung gerechnet werden..“ Dies wird wegfallende Arbeitsplätze in der fossilen Energiebranche mehr als kompensieren. Produktion, Forschung und Entwicklung, sowie indirekte Arbeitsmarkteffekte sind hier noch nicht einbezogen.

Die Energiewende gelingt nur systemisch, betonen die Scientists for Future. In ihren 16 Orientierungspunkten werden daher die Rollen von Energieimporten, Biomasse, Energieeinsparung, Suffizienz, grünem Wasserstoff, Speichern und Stromnetzen in einer klimaverträglichen Energieversorgung ebenso beleuchtet wie die Umgestaltung der Sektoren Mobilität und Wärmeversorgung. Der schnelle Umbau des Energiesystems ist weniger eine technische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Der volle Text der Studie findet unter „Klimaverträgliche Energieversorgung für Deutschland – 16 Orientierungspunkte“.

An der Studie haben 29 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen mitgearbeitet.
(Quelle: Pressemitteilung Scientists for Future, 22.4.2021; Foto: Pixabay).

Scientists For Future (S4F) ist ein überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenschluss von Wissenschaftler:innen, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren. Scientists for Future bringt als Graswurzelbewegung den aktuellen Stand der Wissenschaft in wissenschaftlich fundierter und verständlicher Form aktiv in die gesellschaftliche Debatte um Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung ein. Hier gibt es mehr Informationen.

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Kategorien: Hamburg

Der neue Schirmherr: Dr. Eckart von Hirschhausen

6. April 2021 - 15:51

„Unsere Mutter Erde ist krank, sie hat hohes Fieber und das steigt weiter. Sie gehört auf die Intensivstation mit ‚Multiorganversagen‘, wenn man die Symptome zusammenzählt, ein echter Notfall“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, der anlässlich des Weltgesundheitstages der WHO am 7. April die Schirmherrschaft für die 13. Hamburger Klimawoche, Europas größter Klimaveranstaltung, übernimmt. „Denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Wir haben lange die Klimathemen viel zu abstrakt verhandelt, so als wäre es eine Frage von Atmosphärenchemie, Eisbären und Meeresspiegel“, sagt von Hirschhausen. Der Arzt, Moderator, Autor und Wissenschaftsjournalist setzt sich seit 2018 für eine medizinisch und wissenschaftlich fundierte Klimapolitik ein. Er ist Mitglied der „Scientists for Future“ und Unterstützer der „Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit“ (KLUG). Zudem hat er die Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ gegründetEckart von Hirschhausen bringt es zusammengefasst auf die Formel: „Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.“

„Unser Körper ist ein guter Lehrmeister, um uns zu zeigen, wie schnell wir bei einer steigenden Außentemperatur buchstäblich zusammenbrechen. Hitzewellen und Hitzetote sind aber nur eine der vielen Auswirkungen. Allergien nehmen zu, Feinstaubteilchen aus Abgasen gehen durch die Lunge direkt ins Blut und tragen zu Herzinfarkt, Schlaganfall und sogar zu Diabetes bei, weil unser Körper sich in einem permanenten Abwehrmechanismus befindet“, sagt Eckart von Hirschhausen. „Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Wir müssen alles tun, was dem Planeten guttut – und gleichzeitig auch unserer eigenen Gesundheit.“

„Dr. Eckart von Hirschhausen ist ein ganz exzellenter Schirmherr, denn Gesundheit und Klima hängen direkter zusammen, als wir glauben“, sagt Frank Schweikert, Initiator und Kurator der Hamburger Klimawoche. „Eckart von Hirschhausen schafft es wie kaum ein anderer, die breite Bevölkerung für wissenschaftliche Themen zu begeistern – und das trotz der teils dramatischen Nachrichten, denen wir uns beim Arten-, Habitat- und Klimaschutz gegenüber sehen.“ Der Weltgesundheitstag der WHO macht uns gerade im zweiten Jahr der Corona-Pandemie überdeutlich, wie untrennbar der Kampf gegen ökologische und gesundheitlicher Gefahren ist. „Der Klimawandel wird einen wesentlich größeren Einfluss auf uns alle und unsere Gesundheit haben, als Corona“, sagt Schweikert. „Und der Klimawandel zerstört jeden Tag mehr Leben als diese Corona-Pandemie.“

Am 18. Mai erscheint Eckart von Hirschhausens neues Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben.“ Es geht um die großen Themen unserer Zeit in überraschenden Zusammenhängen: Klima, Killerviren und Koalas. In diesem „subjektiven“ Sachbuch begibt sich Eckart von Hirschhausen auf die Suche nach guten Ideen für eine bessere Welt.

Die 13. Hamburger Klimawoche wird auch in diesem Jahr wieder aus zahlreichen spannenden Veranstaltungen von Klimawoche e.V., einem Bildungsprogramm für Schüler*innen und Kita-Kindern sowie dem Themenpark Green World Tour bestehen. Um die Gesundheit der Besucher*innen zu gewährleisten, werden wie schon 2020 die Diskussionen, Interviews und Vorträge im Internet gestreamt. Ein breites Netzwerk aus Organisationen, Initiativen und Vereinen wird zudem ab dem 19. September zu vielfältigen Veranstaltungen rund um den Klimaschutz und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in den Stadtteilen einladen.

Die 13. Hamburger Klimawoche im Überblick

  • Diskussionen, Vorträge, Interviews: 19.-26. September 2021
  • Bildungsprogramm: 20.-24. September 2021
  • Green World Tour (Nachhaltigkeitsmesse): 25.+26. September rund um dieHauptkirche St. Petri
  • Informationen: www.klimawoche.de

Foto: (c) Julian Engels

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Kategorien: Hamburg

18.3.: Wir sprechen über lebendige Stadtentwicklung

17. März 2021 - 14:57

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Was ist lebendige Stadt? Diese Fragen stellen sich die Referent*innen, darunter Frank Schweikert, Gründer der Hamburger Klimawoche, bei der Veranstaltungsreihe „Geschichten von der Zukunft“ der WAS TUN! Stiftung. Mit ihren unkonventionellen Projekten ermuntern die Gäste uns alle, Veränderung kreativ mitzugestalten und die Chancen einer umweltgerechten Lebensweise zu nutzen.

Es diskutieren:

  • Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer, Vorstandsmitglied der Bundesarchitektenkammer, Architektin, Stadtplanerin und Partnerin der LRW Architekten und Stadtplaner PartG mbB
  • Frank Schweikert, Journalist, Wissenschaftler, Umweltaktivist, Autor, Netzwerker, Gründungsmitglied und Vorstand der Deutschen Meeresstiftung und Initiator der Hamburger Klimawoche und des Forschungsschiffes ALDEBARAN
  • Frank Engelbrecht, Pastor der St. Katharinen Gemeinde in Hamburg, Theologe, Unterstützer der Stadtquartiere Altstadt, HafenCity und Speicherstadt, Mitbegründer der Initiative „Altstadt für alle!“
  • Almut Siewert, Geografin, Dozentin für Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung, Projektleiterin der Klimainitiative STADTGEMÜSE in Hamburg.

 

Moderiert von Matthias Wolk, Vorstand WAS TUN! Stiftung für gesellschaftliches Engagement

Wie kann man den Wandel zu einer zukunftsfähigen, sozial und ökologisch gerechten Gesellschaft mit gestalten? Mit ihren persönlichen Geschichten zeigen die Gäste der Veranstaltungsreihe „Geschichten von der Zukunft“ der WAS TUN! Stiftung für gesellschaftliches Engagement, wie sie tatkräftig mit Optimismus und gesundem Menschenverstand die Brücken zwischen Herkunft und Zukunft bauen.

Mit einem Klick auf einen der nachstehenden Links seid ihr am 18.3.2021 ab 19.30 Uhr live dabei:
www.facebook.com/WasTunStiftung
www.youtube.com/WasTunStiftung

Foto: Javier Acevedo (LU’UM)

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Kategorien: Hamburg

Zukunftsdialog: Wie wird der Welthandel klimafreundlich?

3. März 2021 - 13:29

Wie kann die Schifffahrt ihren Beitrag leisten, damit der Transportsektor klimafreundlicher wird? Um diese Frage ging es beim Zukunftsdialog, der am 2. März 2021 zum ersten Mal in Kooperation von Hamburger Klimawoche, der Bucerius Law School und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius stattgefunden hat. 

Es diskutierten vor mehr als 80 Teilnehmer*innen Stephan Gollasch (Gründer von GoConsult sowie Berater des Verkehrsministeriums für das Maritime Environmental Protection Committee der International Maritime Organization, IMO), Pierre C. Sames (Senior Vice President, Group Technology and Research Director, DNV) und Otto Schacht (Executive Vice President Sea Logistics, Kühne + Nagel). Die Moderation hatten Martje Köppen und Henrik Bousset, Studierende der Bucerius Law School.

Der Logistiker Kühne + Nagel stellt auf seiner Internetplattform Sea Explorer die Emissionen eines Schiffes dar. Die Kunden seien begeistert von dieser Transparenz, sagt Otto Schacht. Und seien auch bereit, mehr zu bezahlen. Denn anfangs wird die Dekarbonisierung, also die Umstellung auf eine Wirtschaftsweise, die den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) nachhaltig reduziert und kompensiert, den Transport verteuern. „Ich kann alle in der Schifffahrt nur motivieren“, so Schacht, ihren Anteil zu leisten.

Otto Schacht verdeutlichte, wie sich beispielsweise der Einsatz von Biokraftstoffen auf den Endpreis eines Produktes auswirken würde. Bei Wein, der von Chile nach Hamburg importiert wird, würde sich der Preis pro Flasche um 5 bis 7 Cent erhöhen. Schacht: „Die Dekarbonisierung wird mehr Kosten, aber nicht sehr viel mehr.“

Damit saubere Brennstoffe eine Chance auf dem Markt haben, plädierte Schacht für eine hohe CO2-Steuer. Bei Hapag Lloyd fahren die neuesten Schiffe der Flotte mit LNG (Flüssigerdgas) und könnten auch mit anderen Brennstoffen betrieben werden. Die dänische Reederei Maersk will in zwei Jahren ein kleines Containerschiff in Betrieb nehmen, das CO2-neutral betrieben werden kann.

Das Problem sei, dass alternative Brennstoffe heute nur in geringen Mengen verfügbar sind, so Pierre C. Sames. Das gelte auch für Flüssiggas oder synthetische Brennstoffe. Denkbar sei auch die Verwendung von Gasen aus Kläranlagen, aber auch hier ist die Verfügbarkeit und Logistik nur auf lokalem Niveau realistisch. Und auch für Bio-Brennstoffe der dritten Generation, wie zum Beispiel jenen, die aus Algen produziert werden, gelten diese Herausforderungen.

Stephan Gollasch machte deutlich, dass „Vorreiter“ für nachhaltige Maßnahmen in der Seeschifffahrt benötigt werden, damit andere nachziehen. Und er lenkte die Diskussion noch auf das Ballastwasser und den damit verbundenen Eintrag von invasiven Arten. Die Schäden durch die Einschleppung von Tieren durch die Schifffahrt, oder auch bei Pflanzen durch Gartencenter und andere, würde weltweit in die Milliarden gehen. Jedoch habe die International Maritime Organization gezeigt, dass internationale Zusammenarbeit funktioniert und die Länder nun gemeinsam gegen die Einschleppung vorgehen. Daher sei die Gremienarbeit und Kooperation zwischen Ländern unabdingbar für globale Herausforderungen wie etwa die Verbreitung invasiver Arten als auch eine CO2-neutrale Seeschifffahrt.

In der Diskussion ging es aber auch um Brennstoffzellen und Batterien, die besonders bei lokal operierenden Schiffen zum Einsatz kämen, so Sames. Diese seien oft Vorreiter für neue Technologien, da die Bereitstellung und Reichweite sich im Kleinen besser einfacher erproben ließe. Und auch der Einsatz erneuerbarer Energien wie beispielsweise Wind sei bei lokaler Anwendung oder bestimmten Schiffstypen als Zusatzantrieb Schiffstypen denkbar – so bei Schiffen mit flachem Deck. Aber auch bei Autotransportern, Fähren oder Kreuzfahrschiffen sei der Einsatz geplant.

Die vollständige Video der Veranstaltung könnt ihr hier auf YouTube sehen.

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Kategorien: Hamburg

Wie werde ich Akteur*in im Bildungsprogramm der Hamburger Klimawoche?

12. Februar 2021 - 14:16

Ihr kennt das Format schon? Dann könnt ihr euch bis zum 11. April direkt über dieses online Formular dafür anmelden!

Ihr wart noch nie dabei? Dann verschafft euch hier einen Überblick! Den folgenden Text mit Fragen und Antworten zum Mitmachen beim Bildungsprogramm gibt es auch als PDF zum Download.

ÜBERBLICK

Das kostenlose Bildungsprogramm für Schulklassen und Kita-Gruppen ist ein wichtiger Bestandteil der Hamburger Klimawoche. Gemeinsam leisten wir hiermit einen Beitrag zum Schutz des Erdklimas und unserer Umwelt und fördern ein friedliches, gerechtes und diskriminierungsfreies gesellschaftliches Klima.

Das Bildungsprogramm lebt, genau wie die Hamburger Klimawoche selbst, von den vielen engagierten Akteur*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, die in diesem Rahmen kostenlose Workshops, Exkursionen und Konferenzen für Kita- Kinder und Schüler*innen anbieten. Diese drehen sich rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN .

Die Exkursionen führen an eindrucksvolle Lernorte und spannende Workshop- Schauplätze, wie die schwimmenden Klassenzimmer am Jungfernstieg, machen das Bildungsprogramm zu einem ganz besonderen Erlebnis. Einige Angebote finden auch in den Schulen und Kitas selbst statt.

Auf den folgenden Seiten haben wir euch alles zusammengestellt, was ihr als Akteur*in des Bildungsprogramms wissen müsst. Wir freuen wir uns sehr, dass Ihr dabei sein wollt!

ORGANISATORISCHES

 Wer kann Akteur*in werden?
Alle in Hamburg ansässigen Akteur*innen aus dem Bereich Nachhaltigkeit sind eingeladen, Bildungsveranstaltungen, wie Vorträge, Workshops, Exkursionen, Konferenzen und Ähnliches anzubieten. Hierbei darf kein kommerzieller Zweck verfolgt werden. Auch Nachhaltigkeitsakteur*innen aus dem gesamten Bundesgebiet können Angebote in Hamburg veranstalten, sofern sie einen geeigneten in Hamburg ansässigen Partner oder Veranstaltungsort finden.

 Angebotsformate und -zeiten
Das Bildungsprogramm richtet sich zunächst an Schulklassen aller Altersstufen und Kita- Gruppen. Als Veranstaltungsformate bieten sich Ausstellungen, Diskussionsrunden, Vorträge, Workshops, Führungen, Exkursionen, Konferenzen sowie digitale Rundgänge und Webinare an. Themen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit mit Anschluss an die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN sollen hier praxisnah vermittelt werden. Die Angebote sind für die teilnehmenden Kitas und Schulen grundsätzlich kostenfrei.

 In diesem Jahr möchten wir zudem das Multiplikator*innen-Modul ausbauen. Dieses umfasst kostenfreie Weiterbildungs-Angeboten für Lehrkräfte und Betreuer*innen, welche verstärkt Nachhaltigkeitsaspekte mit in ihre Bildungsarbeit und ihren Arbeitsalltag einbringen möchten. Anders als die Angebote für Kinder- und Jugendliche, sollten diese vornehmlich am Nachmittag stattfinden.

Angebotsorganisation
Die Akteur*innen planen ihre Angebote selbstständig. Hierbei unterstützt die Klimawoche gern beratend.

 Welches Alter eure Zielgruppe hat, entscheidet ihr selbst. Auch könnt ihr eine Mindest- und Maximalzahl an Teilnehmer*innen vorgeben. Sinnvoll ist es hier, in Klassengrößen zu rechnen, was das den Schulen die Teilnahme-Organisation erleichtert. Ähnliches ist für Kita-Gruppen der Fall.

 Angebotszeiten sollten in den Kernzeiten für Schulen und Kitas liegen, also werktags während der Klimawoche (Montag, 20. bis Freitag, 24. September) zwischen 8 und 14 Uhr. Abweichungen sind möglich, sollten aber gesondert besprochen werden, damit gewährleistet werden kann, dass der Termin auch von der Zielgruppe wahrgenommen werden kann. Es sollte ggf. eine An- und Abfahrtszeit eingeplant werden. Die Angebotslänge ist variabel und hängt davon ab, wie ihr das Angebot ausgestaltet.

 Es wäre toll, wenn wir wieder viele spannende Schauplätze mit ins Programm aufnehmen können und freuen uns, wenn ihr/euer Netzwerk über entsprechende Räumlichkeiten verfügt. Optional können die Angebote auch in den Schulen selbst durchgeführt werden. Wir helfen auch hier gerne bei der Planung. Uns stehen während der Klimawoche in der Zeit von 8.15 bis 9.45 Uhr zudem, dank der Unterstützung der Alster Touristik GmbH, drei Alsterdampfer am Jungfernstieg als „schwimmende Klassenzimmer“ zur Verfügung. Gerne könnt ihr die für eure Workshops nutzen – wir vergeben die Slots hierfür nach der Reihenfolge der Anfragen.

Bewerbung und Buchung der Angebote
Die Hamburger Klimawoche kümmert sich um die Bewerbung und Buchungen des Bildungsprogramms. Wir bewerben das Programm über verschiedene Kanäle, wie Schul- und Kita-Verteiler, Presse, Website, Social Media, etc. Alle Akteur*innen sind zudem aufgerufen, die Einladung zur Teilnehme am Bildungsprogramm auch über ihre eigenen Kanälen breit zu streuen.

Schulklassen und Kita-Gruppen können die Angebote des ab Juni direkt im Online- Buchungstool der Hamburger Klimawoche buchen, welches über die Website der Hamburger Klimawoche zu erreichen ist. Zu diesem Zwecke sammeln wir im Vorfeld alle Rahmendaten von euch ein (s.u.). Sobald euer Angebot gebucht wurde, vernetzen wir euch für mögliche Vorabsprachen mit der verantwortlichen Lehrkraft/Betreuungsperson.

Dabei sein!
Ihr wollt als Akteur*in mit dabei sein? Dann meldet euch ab sofort und bis zum 11. April über dieses online Formular dafür an. Rückfragen können wir gern per Mail, oder telefonisch besprechen!

Umgang mit Corona
Aufgrund der Pandemie-Lage sind kurzfristige organisatorische Anpassungen möglich, bei denen wir uns nach den aktuell geltenden Hygienebestimmungen richten. Während im Vergangenen Jahr alle Veranstaltungen online und in den Schulen/Kitas selbst stattfinden mussten, sind wir zuversichtlich, dass sie in diesem Jahr wieder traditionell an Schauplätzen in der gesamten Metropolregion stattfinden können.

Kontakt
Eure Ansprechpartnerinnen für das Bildungsprogramm sind Carla Wichmann (Koordinatorin des Bildungsprogramms) und Emma Schick (FÖJ): blidung@klimawoche.de, Tel. 040 22 8589 0 60

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