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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Aktualisiert: vor 10 Stunden 21 Minuten

Jede zweite HIV-Infektion trifft eine Frau

30. November 2022 - 10:38
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Bundesregierung darf im Kampf gegen Aids nicht nachlassen

Jede Minute stirbt ein Mensch in Verbindung mit Aids, jede zweite Minute wird eine junge Frau mit HIV infiziert. „In Afrika südlich der Sahara ist die Gefahr, sich mit HIV zu infizieren, für Mädchen und junge Frauen fast dreimal so hoch wie für Jungen und Männer“, erklärt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Die Folgen der Covid-19-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine haben die Bekämpfung von HIV und Aids weltweit ins Stocken gebracht. Wichtige Behandlungs- und Präventionsdienste sind unterbrochen. Darüber hinaus sind insbesondere in Subsahara-Afrika die Zahlen der Teenagerschwangerschaften und geschlechtsspezifischer Gewalt erheblich gestiegen, Frauen und Mädchen entsprechend einem besonders hohen Risiko ausgesetzt: sie machen dort 63 Prozent aller HIV-Neuinfektionen aus.

Der Fortschritt hat sich deutlich verlangsamt

Mit 3,6 Prozent verzeichnen die Vereinten Nationen den geringsten Rückgang der HIV-Neuinfektionen seit 2016. In den bevölkerungsreichsten Regionen der Welt, in Asien und dem Pazifikraum, steigt die Zahl der Neuinfektionen, wo sie zuvor rückläufig waren, im östlichen und südlichen Afrika hat sich der Fortschritt der letzten Jahre deutlich verlangsamt. Auch die Zahl der Menschen, die eine HIV-Behandlung erhalten, wuchs 2021 so langsam wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr: Zwar haben drei Viertel aller HIV-Infizierten Zugang zu einer antiretroviralen Therapie, aber etwa 10 Millionen Betroffene haben ihn nicht und nur die Hälfte der 1,7 Millionen Kinder, die mit HIV leben, können mit lebensrettenden Medikamenten behandelt werden.

Deutschland steht in der Verantwortung

Gleichzeitig ist die ausländische Entwicklungsfinanzierung von anderen bilateralen Gebern als den USA in den letzten 10 Jahren um 57 Prozent gesunken. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat in ihrem Haushalt für das kommende Jahr die Gelder für UNAIDS um 1,25 Millionen Euro gekürzt und nur noch 3,75 Millionen zugesagt. „Die Bundesregierung sendet hier ein fatales Signal. Für eine Regierung, die eine Stärkung der globalen Gesundheitsarchitektur in den Koalitionsvertrag geschrieben hat, wären 25 Millionen Euro ein im Verhältnis zur deutschen Wirtschaftskraft angemessener Beitrag“, unterstreicht Jan Kreutzberg die Forderung der Zivilgesellschaft. „Wir dürfen im Kampf gegen Aids nicht nachlassen, und zwar auf allen Gebieten: Die medizinische Forschung und Versorgung muss genauso vorangetrieben werden, wie die Aufklärung und Ausbildung insbesondere der jungen Mädchen. Deutschland steht in der internationalen Verantwortung. “

 

 

Weitere Informationen

5 Fragen – 5 Antworten zu HIV und Aids

Grafik: Menschen die mit HIV leben

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5 Fragen – 5 Antworten zu HIV und Aids

29. November 2022 - 16:00

Aids gehört mit Malaria und Tuberkulose zu den drei großen Armutskrankheiten. Die Krankheit verbreitete sich in den 1980er Jahren rasend schnell und ist heute eine der drängendsten Herausforderungen für die globale Gesundheit. Darauf wird jedes Jahr insbesondere am 1. Dezember – dem Welt-Aids-Tag – aufmerksam gemacht.

Durch die aktuelle Corona-Pandemie, die zu Versorgungsengpässen bei Medikamenten und Gesundheitsservices sowie weniger HIV-Tests führt, erfahren die großen Fortschritte der vergangenen Jahre in der Bekämpfung von Aids und HIV aktuell einen Rückschlag. Es darf jedoch nicht zugelassen werden, dass die Eindämmung von HIV und Aids auf das Abstellgleis gerät.

 

1. Was ist der Unterschied zwischen HIV und Aids?

HIV ist das Virus, das die Krankheit Aids auslösen kann. HIV steht dabei für die Abkürzung Human Immunodeficiency Virus, also das menschliche Immunschwäche-Virus. Wer sich mit dem HI-Virus angesteckt hat, ist nicht sofort krank. Ein gesundes Immunsystem kann das Virus anfangs meist noch erfolgreich bekämpfen und der Infizierte bleibt beschwerdefrei. Doch das Virus verschwindet nicht, sondern vermehrt sich weiter und schwächt das Immunsystem bis zu dem Punkt, an dem es den Körper nicht mehr vor anderen Infektionen schützen kann und die Krankheit ausbricht. Dann kann selbst eine harmlose Erkältung zur tödlichen Bedrohung werden. Ab diesem Moment spricht man von Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome), dem erworbenen Immundefektsyndrom.

2. Wo ist das Virus verbreitet und wer ist besonders gefährdet?

HIV ist mittlerweile weltweit verbreitet. Im Jahr 2021 trugen 38,4 Millionen Menschen das HI-Virus in sich, rund 1,5 Millionen Menschen weltweit haben sich neu mit dem Virus angesteckt. Das Vorurteil, dass HIV und Aids vor allem homosexuelle Männer betreffen, ist widerlegt: 49 Prozent der Neuansteckungen betreffen Frauen.

Rund zwei Drittel der mit HIV Infizierten leben in Afrika südlich der Sahara, vor allem die junge Bevölkerung ist betroffen. Sexualaufklärung ist in Entwicklungsländern oftmals nicht im Lehrplan vorgesehen und außerschulische Aufklärungsangebote sind Mangelware. Es fehlt auch an frühzeitiger und altersgerechter Aufklärung. Zudem ist das Thema in der Gesellschaft ein Tabu. Dadurch entstehen teils gefährliche Mythen zu Sexualität und Verhütung. Außerdem fehlt Jugendlichen oft der Zugang zu entsprechenden Verhütungsmitteln. Das ist für die jungen Menschen lebensgefährlich: Aids ist die häufigste Todesursache bei Jugendlichen in Afrika.

Für Mädchen und Frauen in Afrika südlich der Sahara ist das Risiko, sich mit HIV anzustecken, besonders groß. In der Altersgruppe der 15-19jährigen betreffen sechs von sieben Neuansteckungen Mädchen. In der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre ist die Wahrscheinlichkeit, das HI-Virus in sich zu tragen, bei Frauen doppelt so hoch wie bei ihren männlichen Altersgenossen. Einer der Hauptgründe: Durch geschlechtsbasierte und sexualisierte Gewalt, Frühverheiratungen und die Ungleichheit der Geschlechter ist es für viele Mädchen und Frauen schwieriger Sex zu verweigern oder die Verwendung von Kondomen einzufordern.

3. Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Am häufigsten wird HIV durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Deshalb ist es auch so wichtig, ein Kondom zu benutzen. Außerdem erhielt vor einigen Jahren ein Vaginalring eine positive Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und steht somit nach 16 Jahren Forschung kurz vor der Markteinführung. Durch den Ring, der ein Mikrobizid auf antiretroviraler Basis mit dem Wirkstoff Dapivirine enthält, lässt sich das HIV-Infektionsrisiko beim Geschlechtsverkehr um 35 Prozent senken. Im nächsten Schritt soll der Ring durch ein Kontrazeptivum ergänzt werden. So können sich Frauen – vor allem in Entwicklungsländern – auch mit dem Vaginalring vor einer ungewollten Schwangerschaft und einer HIV-Infektion schützen.

Bisher gibt es keine Möglichkeit, sich gegen HIV impfen zu lassen. Es wird an verschiedenen Impfstoffen geforscht, die teilweise bereits an Menschen getestet wurden, doch der durchschlagende Erfolg steht noch aus. Umso wichtiger ist es, die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs voranzutreiben. Ganz vorne mit dabei ist die Produktentwicklungspartnerschaft International AIDS Vaccine Initiative (IAVI).

Derzeit gibt es eine sogenannte Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Das sind Medikamente, mit denen sich gefährdete Personen vor einer Ansteckung schützen können. In einigen Ländern sind die Medikamente bereits verfügbar, allerdings sind sie extrem teuer.

4. Ist Aids behandelbar?

Die Behandlungsmöglichkeiten für HIV-positive Menschen haben sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Dennoch bekamen im Jahr 2021 nur 75 Prozent der HIV-Infizierten eine sogenannte antiretrovirale Therapie (ART). Damit haben Betroffene fast so eine lange Lebenserwartung wie Menschen, die nicht von HIV betroffen sind.

5. Was ist zu tun, damit HIV und Aids bald der Vergangenheit angehören?

Um die Verbreitung des Virus einzudämmen und Aids zu beseitigen, muss dringend in weitere Forschung und Entwicklung investiert werden. Und zwar in allen Bereichen, welche die Diagnose, Vorbeugung und Behandlung einer HIV-Infektion und der Krankheit Aids betreffen: Dazu gehören umfassende Aufklärung, HIV-Schnelltests, Verhütungsmöglichkeiten, Prophylaxen, Medikamente und Impfstoffe.

Besonders Investitionen in die Vorbeugung zahlen sich für die Gesundheitssysteme der Länder aus. Denn wenn Neuinfektionen reduziert werden, entfallen die Kosten für langwierige und teure Therapien.

Alles gemerkt? Dann teste Dein Wissen in unserem Quiz.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 18.05.2017

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8 Milliarden Menschen – 8 Milliarden Möglichkeiten

10. November 2022 - 9:55
Neue Ausstellung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) im Erlebniszoo Hannover

Hannover, 10.November 2022. Am 15. November wird die neugestaltete Weltbevölkerungsuhr am Erlebnis-Zoo Hannover 8 Milliarden anzeigen. So viele Menschen leben dann nach Berechnungen der Vereinten Nationen auf der Erde – was eine große Herausforderung, aber auch viele Möglichkeiten bedeutet. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat aus diesem Anlass nicht nur die Uhr, sondern unter dem Titel „Starke Jugend – starke Zukunft“ gemeinsam mit dem Erlebnis-Zoo Hannover auch eine Ausstellung in der Themenwelt Sambesi des Zoos neugestaltet. DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg und Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff stellten die Installation heute bei einem Rundgang vor.

„Südlich der Sahara lebt die größte Jugendgeneration aller Zeiten“, sagt DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg anlässlich der Wiedereröffnung. „43 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Diese Jugendlichen zu stärken, damit sie mit sich selbst aber natürlich auch ihrer Umwelt verantwortungsbewusst umgehen, darin liegt eine der zentralen Aufgaben der DSW“, erklärt Kreutzberg. „Dieses wichtige Engagement zu dokumentieren, dafür ist die Sambesi-Themenwelt doch geradezu wie geschaffen“, ergänzt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Als neue Attraktion kann nun jeder Zoo-Gast gleich neben dem Einstieg zur Bootsfahrt herausfinden, als der wievielte Mensch er auf die Welt gekommen ist. Unter dem Motto „What‘s your number?“ zeigt der Bevölkerungszähler nach Eingabe des Geburtsdatums die persönliche Zahl. Infografiken geben Aufschluss darüber, wie sich die eigene Lebenszeit in die Entwicklung der Weltbevölkerung einordnen lässt.

Darüber hinaus dokumentiert die Ausstellung die Arbeit der DSW in Subsahara Afrika, jener Weltregion, in der die Bevölkerung bis zum heutigen Tage mit am schnellsten wächst. Im Zentrum dieser Arbeit steht die sexuelle Aufklärung und Bildung insbesondere für Mädchen, um ihnen eine Chance auf Erwerbstätigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen. Der besondere Ansatz der DSW ist dabei, dass den Jugendlichen nicht erwachsene Respektspersonen gegenüberstehen, sondern Gleichaltrige, denen sie sich ohne hohe Hemmschwelle öffnen können. Von der DSW ausgebildete Jugendberaterinnen und -berater vermitteln anderen Jugendlichen im Alter von zehn bis 24 Jahren Grundwissen zum Thema Sexualität und beraten sie in Gesundheits- und Alltagsfragen. Wirtschaftliche und unternehmerische Fähigkeiten werden ebenso geschult, wie die politische Mitsprache. Die kleine Näherei in der Ausstellung geht auf dieses weitere Engagement der Stiftung ein: Die Jugendlichen erhalten Schulungen im Bereich Kleingewerbemanagement und lernen so, ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften und ihr Leben mit Rücksicht auf die Natur selbst in die Hand zu nehmen. 295 Jugendklubs und 40 Jugendförderzentren sind Teil dieses Netzwerks, das sich über Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda erstreckt. Mehr als 100 der Jugendklubs befinden sich in Schulen und arbeiten dort eng mit dem Lehrpersonal zusammen.

„Die Sexualaufklärung und Bildung sind essentiell, damit die Mädchen und Jungen verantwortungsvoll mit ihrem eigenen Körper umgehen und selbst über ihre Zukunft entscheiden können: ob, wann und mit wem sie wie viele Kinder bekommen wollen“, sagt Jan Kreutzberg.  „Sie müssen in die Lage versetzt werden, ihr Leben und ihre Familienplanung selbst zu bestimmen und die Gesellschaft mit zu gestalten. Denn nur, wenn hier ein Umdenken stattfindet, gibt es eine Chance für eine nachhaltig gestaltete Zukunft.“ Vor acht Jahren wurde die jetzt aktualisierte Ausstellung über die Arbeit der DSW im Zoo eröffnet und ist seitdem ein fester Bestandteil der Sambesi-Landschaft geworden: „Denn es braucht genau diese Nachhaltigkeit, um den Lebensraum für Mensch und Tier zu erhalten“, unterstreicht Andreas Casdorff die Bedeutung des gemeinsamen Engagements.

Mehr zu unseren Aktivitäten zum „Tag der acht Milliarden“ finden Sie hier.

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Panel: 8 Milliarden Menschen – 8 Milliarden Chancen

3. November 2022 - 9:00
„Eine feministische Entwicklungspolitik ist der Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft der Weltbevölkerung“, sagt Dr. Bärbel Kofler, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Laut Berechnungen der Vereinten Nationen hat die Weltbevölkerung die Schwelle von acht Milliarden erreicht. Damit leben so viele Menschen auf der Erde wie nie zuvor. Doch die Dynamik hat sich verändert. Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen liegt das Bevölkerungswachstum unter einem Prozent pro Jahr und wird in Zukunft weiter zurückgehen. Wie sich die Weltbevölkerung nach der achten Milliarde weiter entwickeln wird, hängt vor allem von der Entwicklung in Ländern mit einem hohen Bevölkerungswachstum ab. „Subsahara Afrika wird nach aktuellen Prognosen noch deutlich weiterwachsen. Ein Großteil des künftigen Wachstums der Weltbevölkerung wird in dieser Region und in einigen Ländern in Asien stattfinden“, so Dr. Frank Swiaczny vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Der Höhepunkt der Weltbevölkerung wird mit rund 10,4 Milliarden Menschen in den 2080er Jahren prognostiziert. Mit einer weiter steigenden globalen Bevölkerung gehen Chancen, aber auch Herausforderungen einher.

Das Wachstum der Weltbevölkerung mit nachhaltiger Entwicklung in Einklang zu bringen, ist eine der wichtigsten Zukunftsfragen für Mensch und Umwelt. „Mehr Menschen bedeuten dabei nicht zwangsläufig auch einen größeren ökologischen Fußabdruck“, betont Swiaczny. Fast die Hälfte der globalen CO2-Emissionen werden von den zehn Prozent der Weltbevölkerung mit dem höchsten Einkommen verursacht, während der Beitrag der ärmsten Hälfte zu vernachlässigen ist. Bei anhaltendem Bevölkerungswachstum die weitere Steigerung des Index menschlicher Entwicklung vom ökologischen Fußabdruck zu entkoppeln, ist eine gemeinsame globale Herausforderung.

Die größte Jugendgeneration aller Zeiten

Besondere Bedeutung kommt dabei der Unterstützung von Ländern in Subsahara Afrika zu, denn dort lebt die größte Jugendgeneration aller Zeiten, 43 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre alt. In diesen jungen Menschen steckt ein großes Potenzial, das, wie einst in den ostasiatischen Tigerstaaten, zu einer demografischen Dividende und damit wirtschaftlichem Aufschwung führen könnte. Voraussetzung dafür wäre aber ein deutlich schnellerer Rückgang der Geburtenraten, als das bislang in den meisten afrikanischen Staaten südlich der Sahara der Fall ist.

„Fehlende sexuelle Aufklärung, Zugang zu Sekundarbildung für Mädchen und der Mangel an Verhütungsmitteln führen dazu, dass die Frauen in vielen Regionen sehr viel mehr Kinder gebären, als sie sich wünschen und vor allem auch versorgen können“, erklärt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Gerade in den benachteiligten Regionen gelten Kinder immer noch als Altersversicherung. Hinzu kommen traditionell und patriarchalisch geprägte Familienstrukturen, in welchen die Mädchen auf die Rolle der Mutter reduziert werden und oft schon im Teenageralter die ersten Kinder bekommen. Spätestens dann werden sie in der Regel von der Schule ausgeschlossen und die Armutsspirale ist programmiert. Zahlreiche Studien belegen, dass Mädchen mit Sekundarbildung in der Regel nur noch zwei bis drei Kinder zur Welt bringen und nicht vier bis fünf, wie es im afrikanischen Durchschnitt immer noch der Fall ist. „Den Frauen kommt bei der Entwicklung Afrikas eine zentrale Rolle zu“, unterstreicht Kreutzberg. „Sie müssen in die Lage versetzt werden, ihr Leben und ihre Familienplanung selbst zu bestimmen und die Gesellschaft mit zu gestalten. Denn nur, wenn hier ein Umdenken stattfindet, gibt es überhaupt die Chance auf eine demografische Dividende.“

Investitionen in die Zukunft

„Mit einer gezielten Demografiepolitik und Investitionen in die Gesundheitsversorgung, Mädchenbildung und Familienplanung können afrikanische Staaten den Bevölkerungswandel weiter vorantreiben,“ meint auch Catherina Hinz, Direktorin des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 2,5 Milliarden Menschen in Afrika leben. „Dies mag dramatisch klingen, doch in den letzten Jahrzehnten hat sich das Bevölkerungswachstum in Afrika bereits verlangsamt. Länder wie Äthiopien, Senegal und Tunesien haben große Fortschritte in Sachen Gesundheit, Bildung und Gleichberechtigung gemacht, was auch dazu geführt hat, die Geburtenrate zu senken.“

Der Aufbau sozialer Grundsicherungssysteme ist eine weitere wichtige bevölkerungspolitische Maßnahme, die verspricht, die Bedürftigsten aus der Armut zu heben, Fortschritte bei der Ernährung, Gesundheit und Bildung zu beschleunigen und den demografischen Wandel voranzutreiben. „Angesichts der großen Jugendgeneration, die jetzt auf den Arbeitsmarkt strömt, sollten afrikanische Regierungen vor allem Sozialversicherungen für junge Erwerbstätige stärker in den Blick nehmen“, fordert Hinz. Ein Großteil der jungen Menschen arbeitet im informellen Sektor – ohne jegliche Absicherung. „Ob sie sich bei Krankheit, Verlust des Jobs oder im Alter absichern können, wird sich nicht nur auf ihre Zukunftschancen, sondern auch auf ihre Familienplanung auswirken.“

Starke Frauen sind der Schlüssel

„Acht Milliarden Menschen sind acht Milliarden Chancen“, sagt Dr. Bärbel Kofler, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Damit alle ihr Potenzial entfalten und sich für ihre Gesellschaften einbringen können, brauchten sie Zugang zu Gesundheitsleistungen, Bildung, Beschäftigung und sozialer Sicherung. Das gelte insbesondere für Frauen und Mädchen, so Kofler: „Starke und selbstbestimmte Frauen sind der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung ganzer Gesellschaften.“ Aus diesem Grund verfolge das BMZ eine feministische Entwicklungspolitik und investiere über die bilaterale Initiative „Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit“ im Schnitt 100 Millionen Euro jährlich in die sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte von Frauen und Mädchen.

Weitere Informationen und Materialien: Kontaktinformationen für Presseanfragen:

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Lilian Beck, beck@berlin-institut.org, Tel.: 030 – 31 01 73 24

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)
Dr. Frank Swiaczny, frank.swiaczny@bib.bund.de, Tel. 0611 754506

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Nicole Langenbach, nicole.langenbach@dsw.org, Tel. 0511 94 373 20

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Stephanie v. Ehrlich, Stephanie.Ehrlich-Treuenstaett@bmz.bund.de, Tel. 030 185352674

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist ein unabhängiger Thinktank, der sich mit Fragen regionaler
und globaler demografischer Veränderungen beschäftigt. Das Institut wurde 2000 als gemeinnützige Stiftung gegründet und hat die Aufgabe, das Bewusstsein für den demografischen Wandel zu schärfen, nachhaltige Entwicklung zu fördern, neue Ideen in die Politik einzubringen und Konzepte zur Lösung demografischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten. In seinen Studien, Diskussions- und Hintergrundpapieren bereitet das Berlin-Institut wissenschaftliche Informationen für den politischen Entscheidungsprozess auf.

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) untersucht die Ursachen und Folgen des demografischen Wandels und hat die Aufgabe, die Bundesregierung und Bundesministerien auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung zu beraten. Dazu gehört auch die Unterstützung der Bundesregierung bei der internationalen Zusammenarbeit in Bevölkerungsfragen im Rahmen der Vereinten Nationen. Die Information der Öffentlichkeit über den demografischen Wandel und die Forschungsergebnisse ist eine weitere wichtige Aufgabe. Das Institut ist eine Ressortforschungseinrichtung des Bundes und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist innerhalb der Bundesregierung
für die deutsche Entwicklungspolitik zuständig. Den Rahmen für unser Handeln bilden die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen sowie das Pariser Klimaabkommen. Im Mittelpunkt steht dabei das Engagement gegen Armut und Hunger und für gesunde Menschen in einer gesunden Umwelt. Das BMZ versteht sich als Transformationsministerium, das weltweit den Umbau hin zu einer nachhaltigen, klima- und naturverträglichen Wirtschaftsweise voranbringt und zugleich Frieden, Freiheit und Menschenrechte stärkt. Dazu stimmen wir die bilaterale Zusammenarbeit mit unseren Partnerländern weltweit ab und fördern einen starken, an den SDGs orientierten Multilateralismus. Wir wollen im respektvollen Miteinander Strukturen in den Partnerländern und global so verändern, dass ein besseres Leben für alle Menschen möglich ist.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

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Referent*in (w/m/d) für den Bereich Institutionelle Geber und Partnerschaften

11. Oktober 2022 - 7:38

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in (w/m/d) für den Bereich Institutionelle Geber und Partnerschaften

mit Dienstort Berlin

Du wirst an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung mitwirken. Du wirst das Referat „Institutionelle Geber und Partnerschaften“ vor allem bei der Kontaktpflege und Antragsentwicklung mit institutionellen Gebern unterstützen. Du wirst als Mitglied der Abteilung Programme und Projekte eng mit den Teams Monitoring und Evaluierung, Projektmanagement und der Finanzabteilung zusammenarbeiten.

Deine Aufgaben:
  • Mitarbeit bei der Identifizierung und Analyse von Finanzierungsinstrumenten auf deutscher und internationaler Ebene;
  • Entwicklung von Projektanträgen für die Stiftung und Beratung der Antragsentwicklung in den afrikanischen Projektländern;
  • Mitarbeit beim Aufbau von strategischen Partnerschaften und Kooperationen
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Pflege von internen Instrumenten der Ressourcenmobilisierung;
  • Kapazitätenstärkung von Mitarbeiter*innen der Stiftung und afrikanischen Partnern im Bereich von Antragsprozessen und Schulungen

 

Dein Profil:
  • Hochschulabschluss in Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften, internationalen Beziehungen, Development Studies, Public Health oder vergleichbare Qualifikation;
  • Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mit entwicklungspolitischem Bezug;
  • Erfahrungen bei der Planung und Antragsstellung von Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit;
  • Erfahrungen im Bereich Monitoring & Evaluation und Kenntnisse in den Bereichen Sexuelle und Reproduktive Gesundheit, Jugend und Gender sind vorteilhaft;
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch
    (in Wort und Schrift);
  • Interkulturelle Sensibilität und kommunikative Kompetenzen, strukturierte Arbeitsweise sowie Freude an der Arbeit im Team;
  • Bereitschaft zu Dienstreisen (national und international).

 

Wir bieten:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad Leasing, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen und motivierten Team

 

Bewerbungsverfahren:

Bist du interessiert? Dann sende uns deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “Referent*in für den Bereich Institutionelle Geber und Partnerschaften“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Die Funktion kann Vollzeit besetzt werden und ist befristet bis zum 30.06.2024.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung kannst du gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben.

Wir freuen uns auf deine Zusendungen! Für mehr Informationen besuche uns auf www.dsw.org.

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Unsichere Schwangerschaftsabbrüche sind eine der häufigsten Todesursachen bei jungen Frauen

27. September 2022 - 10:53
Mit der Legalisierung sinkt die Müttersterblichkeit – die Abtreibungsrate steigt aber nicht an

Hannover, 27. September 2022. Weltweit sind Komplikationen bei Schwangerschaft und Entbindung die häufigste Todesursache bei 15- bis 19-jährigen Mädchen, oft in Folge eines unsicheren Schwangerschaftsabbruchs. Jedes Jahr unterziehen sich fast 4 Millionen Mädchen in dieser Altersgruppe unsicheren Schwangerschaftsabbrüchen; über alle Altersgruppen hinweg sind es 19 Millionen Frauen, ein Großteil davon im globalen Süden, wo 13 Prozent den Eingriff nicht überleben. Anlässlich des Safe Abortion Day am 28. September weist die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) darauf hin, dass die Müttersterblichkeit in Ländern, in denen der Abbruch einer Schwangerschaft verboten oder nur sehr eingeschränkt möglich ist, erheblich höher liegt, als in Ländern, die ihn legalisiert haben. In Äthiopien beispielsweise ist die Müttersterblichkeit seit der Legalisierung im Jahr 2005 von 31 auf ein Prozent gesunken.

Schon vor 19 Jahren beschloss die Afrikanische Union im Maputo-Protokoll, dass Schwangerschaftsabbrüche unter bestimmten Bedingungen legal sein müssen: um das Leben der Frau zu retten, um ihre physische und psychische Gesundheit zu schützen, nach Vergewaltigungen und bei befürchteten schweren Schäden des Kindes. Bis heute haben 42 der 55 Mitgliedsstaaten das Protokoll ratifiziert, darunter Äthiopien mit diesbezüglich inzwischen einer der liberalsten Gesetzgebungen. Aktuell leben neun von zehn afrikanischen Frauen im reproduktiven Alter in Ländern, die Abtreibung gänzlich verbieten oder nur zulassen, wenn das Leben der Frau in Gefahr ist. In diesen Ländern ist nur einer von vier Schwangerschaftsabbrüchen sicher. In Ländern, in denen ein Abbruch weitgehend legal ist, sind es neun von zehn.

Dabei hat der rechtliche Status keinen Einfluss auf die Abtreibungsrate: In Ländern, die den Abbruch einer Schwangerschaft aus irgendeinem Grund verbieten oder nur zur Rettung des Lebens der Frau zulassen, liegt sie bei 37 pro 1.000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren, verglichen mit einer Rate von 34 pro 1.000 Frauen in Ländern, in denen die Abtreibung ohne Einschränkung hinsichtlich des Grundes erlaubt ist. „Frauen entscheiden sich für einen Schwangerschaftsabbruch aus einer wie auch immer gearteten Not heraus und nicht, weil es per Gesetz erlaubt ist“, sagt Jan

Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW. „Wenn aber die Möglichkeit des medizinisch sicheren Eingriffs nicht gewährleistet ist, begeben sich die Frauen in Lebensgefahr.“ Insofern sende die jüngste Entscheidung des obersten amerikanischen Gerichtshofes weltweit ein fatales Signal, da sie auch auf dem afrikanischen Kontinent Bewegungen bestärke, die junge Frauen in einen unsicheren Schwangerschaftsabbruch mit erheblichen gesundheitlichen Risiken treiben.

 

Die Zahlen entstammen der Broschüre des Population Reference Bureau: „Abortion. Facts & Figures“

sowie dem UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2022

 

Grafiken

Globale Gesetze zur Abtreibung

Betreute Geburten und Müttersterblichkeit in ausgewählten Ländern

Diese Pressemitteilung als PDF

 

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Ein globales Netzwerk für die sexuelle Aufklärung

23. September 2022 - 13:08
Vor 15 Jahren wurde in Deutschland der Weltverhütungstag ins Leben gerufen – Ein Interview mit der Initiatorin

 Hannover, 23. September 2022. Jedes Kind, das in diese Welt geboren wird, sollte gewollt und geliebt sein. Dieses große Ziel war und ist der Grundgedanke des Weltverhütungstages, den Heike Prinz 2007 in ihrer damaligen Rolle in der Frauengesundheitssparte mit initiiert hat und der seit dem jedes Jahr am 26. September begangen wird. Was wurde in den 15 Jahren, die seitdem vergangen sind, erreicht und was nicht? Wo liegen die Herausforderungen für die Zukunft? Über diese und andere Fragen sprach die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), seit 2009 offizielle Partnerin des World Contraception Day (WCD), mit Heike Prinz, heute beim Pharmakonzern Bayer verantwortlich für die Märkte in Europa, den Mittleren Osten und Afrika, und ihrem Kollegen Claus Runge, Leiter für Markteinführungen, Öffentliche Beziehungen und Nachhaltigkeit.

Frau Prinz, wie ist die Idee zum ersten WCD 2007 entstanden?

Heike Prinz: Am Anfang stand die Erkenntnis, dass wir zwar immer mehr und modernere Verhütungsmethoden entwickelten, sich bestimmte Statistiken aber nicht entsprechend veränderten, allen voran die der Teenagerschwangerschaften. Diese Zahl blieb viel zu hoch, und dies auch in Ländern, wo der Zugang zu Verhütungsmitteln eigentlich kein Problem darstellte. Offenkundig mangelte es also an Aufklärung, und zwar weltweit. Bei der Überlegung, wie man denn eine entsprechend umfassende Kampagne organisieren könnte, kamen wir auf das Modell des Welttages.

Wie schwierig war die Umsetzung?

H.P.: Es gab schon eine ganze Anzahl von Graswurzelbewegungen in den Ländern, die dann auf die globale Ebene gehoben und ausgebaut wurden, das war eigentlich gar nicht so schwierig. Angefangen haben wir auch ganz klein, mit einem Presse-Event, dass dann von Jahr zu Jahr immer größer wurde. Es kamen recht schnell immer mehr Partner dazu, schon 2009 zum Beispiel die DSW.

Claus Runge: Es ist uns gelungen, eine ganze Reihe von Partnerschaften in diesem Familienplanungsökosystem zu schaffen. Wir kooperieren beim WCD und allen Aktivitäten drum herum mit renommierten NGOs, der Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen, USAID und verschiedenen Ärztegesellschaften, was ja auch zeigt, dass dieses Vehikel geeignet erscheint, um die Aufklärungsziele zu verwirklichen. Inzwischen erreichen wir rund 200 Millionen Menschen. Am WCD kulminiert die Kampagne, die wir über das Jahr hinweg unterstützen. Dabei sind wir bemüht, die jungen Menschen da abzuholen, wo sie sich aufhalten. Das ist in zunehmendem Maße der Bereich der sozialen Medien. Entscheidend ist die „Your Life“-Kampagne, mit der wir auf allen gängigen Kanälen die Jugendlichen abseits aller kulturellen Beschränkungen erreichen. Man kann gar nicht genug herausstreichen, was das jetzt für eine Reichweite bekommen hat.

Trotzdem gibt es noch sehr viele unbeabsichtigte Schwangerschaften, laut Weltbevölkerungsbericht jede zweite, trotz der Existenz von Verhütungsmitteln. Da scheint es also noch ein großes Leck zu geben.

C.R.: Trotz aller Möglichkeiten der Information stoßen wir auf vielschichtige kulturelle Normen: wie gehen die Familien oder Partner mit dem Thema um? In vielen Regionen wird eine Vielzahl von Kindern noch als Altersversicherung betrachtet, insbesondere, weil soziale Sicherungssysteme im Alter fehlen. Das Ansehen einer Frau wird dann auch daran bemessen, wie viele Kinder sie zur Welt bringt und aufzieht.

H.P.: Ein Teil der Antwort ist auch, dass es nicht die One-size-fits-all-Solution gibt. Wo noch viel Raum nach oben ist: die richtige Anwendung von Verhütungsmethoden sicherzustellen. Der Unterschied zwischen klinischen Studien im kontrollierten Umfeld und der Anwendung, wie man so schön sagt, „im wirklichen Leben“ ist ja doch relativ groß. Und genau da sind Initiativen wie der WCD und richtige Informationen ganz wichtig. Man kann das Thema Kontrazeption auch nicht losgelöst sehen von dem jeweiligen Gesundheitssystem oder der Infrastruktur. Manche Form der Verhütung bedarf der ärztlichen Versorgung, manche sind noch nicht mal von der Frau alleine anzuwenden – oder vom Mann, in der Zukunft.

Wie wichtig ist es, dass auch der Mann als Konsument beim WCD in die Kommunikation eingeschlossen wird?

H.P.: Es gibt viele gesellschaftliche Tabus und jede Frau befindet sich in einem bestimmten sozialen Umfeld. Wir haben damals schon gesagt, die Zielgruppe sind nicht weibliche Teenager, sondern allgemein Teenager und junge Erwachsene. Das Thema Sexualität ist nun mal ein Thema zwischen den Geschlechtern und beide Partner haben Verantwortung zu tragen, genauso wie die reproduktive Gesundheit, sexuell übertragbare Krankheiten usw. WCD war nie als eine Initiative gedacht, die sich nur an junge Frauen richtet, sondern immer ein Thema zwischen den Geschlechtern.

Verglichen mit dem Kampf gegen Hunger auf der Welt, wie groß ist die Unterstützung für die Verhütung?

C.R.: Während der Pandemie hat beispielsweise das Vereinigte Königreich seine Unterstützung für UNFPA dramatisch gesenkt. Dann sind aber andere Staaten und NGOs relativ schnell eingesprungen, um die Lücken zu schließen. Nach der Pandemie, die gerade für die Frauen viele Nachteile auf vielen Ebenen bedeutete, sehen wir aber, dass man schnell wieder aufholen und zumindest an den Status von vor der Pandemie wieder anknüpfen möchte. Die International Planned Parenthood Federation hat innerhalb der G7 Ministergespräche geführt, dabei haben insbesondere Kanada und Japan dazu aufgefordert, die Lücken zu schließen und das Thema Familienplanung voranzutreiben.

Wie ist es um die Bereitstellung von Waren und Unterstützung der Ärzteschaften auf dem Afrikanischen Kontinent bestellt?

C.R.: Wenn die Pandemie mit allen ihren negativen Begleiterscheinungen ein Positives hatte, dann, dass viele Regierungen einer Zusammenarbeit mit dem Privatsektor sehr viel aufgeschlossener gegenüberstehen, einfach aus der positiven Erfahrung heraus, dass man sehr eng zusammengearbeitet hat, um diese Pandemie zu bekämpfen. Trotz aller Widrigkeiten haben wir es geschafft, die Zahl der Nutzerinnen von modernen Kontrazeptiva in Ländern mit mittlerem und geringem Einkommen während der Pandemie zu steigern. Eine große Chance, die wir uns jetzt erhalten müssen.

Noch ein Blick voraus: was ist das Ziel für die Zukunft?

H.P.: Wäre es nicht toll, wenn jedes Kind, das in diese Welt geboren wird, gewollt ist und geliebt wird? Dass jede Schwangerschaft ein freudiges Ereignis ist? Das war von Anfang an die große Vision des Weltverhütungstages! Die natürlich längst nicht erfüllt ist. Aber was braucht es? Ein Schlüssel dazu ist Bildung und zuverlässige, faktentreue Information. Es gibt unglaublich viele Mythen und Missverständnisse, die um dieses Thema kursieren. In vielen Gesellschaften kann auch immer noch nicht offen dazu kommuniziert werden. Das große Ziel war es damals und bleibt es für die Zukunft, daran etwas zu ändern.

Mehr Informationen

5  Fragen – 5 Antworten zur Verhütung

Grafiken

Teenagerschwangerschaften weltweit

Geburten pro 1000 Frauen von 15 bis 19 Jahren

Verhütungsmethoden Weltweit

Nutzerinnen von Verhütung nach Methode

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Senior Officer, Project Management (m/w/d)

21. September 2022 - 15:17

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) is an internationally active development organisation. The aim of our work is to contribute to the implementation of the human right to family planning and to sustainable population development. In particular, we support young people in East Africa. At local youth clubs, we educate young people about their sexual health and offer counseling and contraceptives.

At the same time, we are involves at both national and international levels. We engage in policy-making processes in the areas of global health, sexual and reproductive health, rights, gender equality, and research and development on poverty-associated and neglected diseases.

DSW seeks to recruit a

Senior Officer, Project Management (m/w/d)

based in Berlin, Germany or Brussels, Belgium.

The Senior Officer, Project Management supports the Head of Advocacy with the implementation, monitoring, and reporting of advocacy projects. She/he will ensure that advocacy activities of different implementing teams are planned, budgeted and implemented in a coordinated fashion in Germany, Brussels and East Africa. In addition, he/she will be responsible for ensuring compliance with donor requirements and result expectation. The Senior Project Officer must have a results-oriented but also strategic mindset, and apply specialised project-management knowledge to the specific context of health-related advocacy across geographies. This is an exciting opportunity for a passionate individual to make a real difference in global health advocacy.

Areas of responsibility:
  • Ensure the high-quality delivery of expected project results and outputs according to project framework including compliance with project standard processes and guidelines.
  • Ensure timely submission of reports and updates as well as overall controlling of project budget, incl. through coordination of financial reporting
  • Act as a main interlocutor on project coordination to donors and key implementing partners
  • Support the Head of Advocacy and the Executive Director in strategic decisions regarding the execution of the advocacy project
  • Support the resource mobilization efforts for DSW’s advocacy
  • Supervise two staff in a regional function based in East Africa
  • Work closely with team leaders in different offices to coordinate activities, update work plans and organize regular planning meetings
  • Together with DSW’s M&E team, ensure solid results-tracking
Your profile:
  • Masters degree in a relevant topic area (such as political science, international relations etc.)
  • At least 5 years relevant work experience, incl in an international context
  • Fluent written and spoken English as well as fluent written and spoken German
  • Demonstrated ability to coordinate a team on a complex project
  • Good knowledge of development cooperation and Global health discussions, especially Sexual and reproductive health; knowledge of advocacy methods and approaches in different national contexts
  • Strong, persuasive oral and written communication skills
  • Ability to work in an international/intercultural working environment
  • Willingness to travel within the EU and to Africa.
  • Supportive of DSW’s mission, vision, and core values.
We offer:
  • Reconciliation of family, leisure and work through offers such as mobile working, job bike leasing, flexible working hours and the option of two weeks of unpaid vacation per year, in addition to the 30 days of annual leave
  • Employer-funded company pension plan
  • A pleasant working atmosphere within a dynamic department
  • An interesting thematic area and international working environment
  • A competitive salary

 

Application process:

If you are interested, please send your application in English and include a CV and a cover letter. Please reference the email “Senior Project Officer” and send it directly to: jobs.deutschland@dsw.org

Contract duration: Unlimited

Please note: Non-EU applicants must be in possession of a full valid work permit for Belgium or Germany.

DSW is an equal opportunity employer. We look forward to your application! For more information please visit www.dsw.org.

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Entwicklungspolitische*r Referent*in (m/w/d)

21. September 2022 - 15:05

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Entwicklungspolitische*n Referent*in (m/w/d)

Für den fachlichen Schwerpunkt „Forschung & Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten“

mit Dienstort Berlin.

Du wirst an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung arbeiten. Du wirst das Team Politische Arbeit bei der Entwicklung und Implementierung politischer Aktivitäten im Bereich globale Gesundheit unterstützen, sowie am Projektmanagement beteiligt sein. Du arbeitest eng mit entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, insbesondere mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Vertreter*innen der Bundesministerien.

Deine Aufgaben:
  • Politische Arbeit, vor allem im Bereich Globale Gesundheit, insb. Forschung und Entwicklung zu Globaler Gesundheit und zur Bekämpfung armutsassoziierter und vernachlässigter Krankheiten
  • Pflege und Vertiefung der Zusammenarbeit mit entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen, und Netzwerken der Zivilgesellschaft, sowie mit Vertreter*innen akademischer und wissenschaftlicher Institutionen und der Privatwirtschaft
  • Strategische Planung und Durchführung von und Teilnahme an entwicklungspolitischen Veranstaltungen wie nationale/internationale Netzwerktreffen, Podiumsdiskussionen, Konferenzen etc.
  • Verfassen von Strategiepapieren, Empfehlungen, Sprechzetteln etc.
Dein Profil:
  • Hochschulabschluss (Diplom oder Master) in Public Health, Health Economics, Politikwissenschaften, Internationale Beziehungen, oder vergleichbare Qualifikation
  • Mindestens drei Jahre Berufserfahrung mit Bezug auf Gesundheitsforschung oder mit (entwicklungs-)politischem Bezug
  • Sehr gute Kenntnisse der Gesundheitsforschung (öffentlich und/oder privat); Arbeitserfahrung mit privatwirtschaftlichen Akteuren der Gesundheitsforschung von Vorteil.
  • Erfahrung mit entwicklungspolitischer oder forschungspolitischer Interessenvertretung gegenüber Parlament und Regierung.
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • Bereitschaft zu Dienstreisen (national und international)
Wir bieten:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen und motivierten Team
  • Eine faire Vergütung und Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima

 

Bewerbungsverfahren:

Du bist interessiert? Dann sende uns deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) bitte mit dem Verweis „Entwicklunsgpolitische*r Referent*in“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Es handelt sich um ein unbefristetes Anstellungsverhältnis.

Wir freuen uns auf deine Zusendungen! Für mehr Informationen besuche uns auf www.dsw.org.

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Junior Referent*in Entwicklungspolitik und Büromanagement (m/w/d) in Vollzeit

21. September 2022 - 14:44

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Junior Referent*in Entwicklungspolitik und Büromanagement (m/w/d) in Vollzeit

Der Dienstort ist Berlin.

Du hast Spaß daran organisatorische Tätigkeiten zu übernehmen und Arbeitsprozesse reibungslos zu gestalten? Du hast Geschick darin, die kleinen und großen Herausforderungen des Arbeitsalltags standortübergreifend gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem Finanz- und Verwaltungsteam anzupacken? Du freust dich darauf, die entwicklungspolitischen Referent*innen bei kleinen Recherchen und der Organisation von Veranstaltungen zu unterstützen? Dann erwartet dich bei uns eine spannende und sinnstiftende Tätigkeit in einem engagierten Team.

Deine Aufgaben:
  • Unterstützung des entwicklungspolitischen Teams bei inhaltlichen Recherchen und bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen
  • Selbständige Organisation von Büroabläufen, zum Beispiel die Beschaffung von Büromaterialien, die Abwicklung von Rechnungen, Datenbankpflege und Versandaktionen
  • Gewährleistung von reibungslosen administrativen und projektbezogenen Abläufen zwischen dem Berliner Büro und unserem Hauptsitz in Hannover, sowie Aufrechterhaltung einer einwandfreien Büroinfrastruktur, einschließlich der IT- und Medieninfrastruktur
  • Zusammenarbeit mit externen Dienstleister*innen, inklusive Angebotseinholung und Rechnungsüberprüfung
Dein Profil:
  • Bachelor in Politikwissenschaften, Verwaltungswissenschaften oder vergleichbarer Studiengang.
  • Sehr gute Computer- und Datenbankkenntnisse sowie Interesse an IT und technischen Herausforderungen
  • 1 Jahr Berufserfahrung, gerne in einem internationalen Team
  • Erste Erfahrung im Bereich Entwicklungszusammenarbeit/ Entwicklungspolitik und in der Durchführung von Veranstaltungen sind von Vorteil
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • Einen eigenverantwortlichen und lösungsorientierten Arbeitsstil
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
Wir bieten:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge
  • Ein spannendes Themenfeld in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine angemessene Vergütung

 

Bewerbungsverfahren:

Haben wir dich überzeugt? Dann sende uns deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse) bitte mit dem Verweis „Junior Referent*in Entwicklungspolitik“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Der Vertrag ist zunächst bis Januar 2026 befristet, mit Aussicht auf Verlängerung.

Wir freuen uns auf deine Zusendungen! Für mehr Informationen besuche uns auf www.dsw.org.

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Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria: Regierung stellt 1,3 Milliarden Euro bereit

7. September 2022 - 17:17

Berlin, 8. September 2022. Deutschland stellt 1,3 Milliarden Euro für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zur Verfügung. Das verkündete Bundesentwicklungsministerin Schulze heute im Rahmen einer von zivilgesellschaftlichen Organisationen einberufenen Pressekonferenz im VKU-Forum in Berlin. Ursprünglich waren im Haushalt 1,2 Milliarden Euro vorgesehen. Mit der Erhöhung des Beitrags kommt die Bundesregierung der Forderung der Zivilgesellschaft nach. Diese hatte im Vorfeld betont, dass es durch die Corona-Pandemie erstmals massive Rückschritte bei der Bekämpfung der drei Krankheiten gegeben habe und die ursprünglichen Finanzierungspläne der Bundesregierung deshalb unzureichend seien. „Der Globale Fonds ist das wichtigste Instrument, um HIV, Tuberkulose und Malaria zu bekämpfen. Die Kurskorrektur der Bundesregierung ist wichtig und richtig. Nur so können Rückschritte, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind, wieder wettgemacht werden“, erklärt die Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW).

Kampf gegen HIV ist durch Covid-19 ins Stocken geraten

Die Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria wird vom 19. bis 21. September in New York stattfinden. Um die Arbeit des Globalen Fonds für die nächsten drei Jahre zu sichern, wird ein Gesamtbetrag von 18 Milliarden US-Dollar benötigt. Die Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, die drei Krankheiten bis zum Jahr 2030 zu beenden. Infolge der Corona-Pandemie ist der Kampf gegen HIV, Tuberkulose und Malaria aber ins Stocken geraten. Grund dafür sind unter anderem weniger Tests und Beratungsgespräche aufgrund von Lockdowns. Im Fall von Tuberkulose nahmen die Neuansteckungen sogar erstmals seit gut 20 Jahren wieder zu.

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Maßnahmen gegen Aids: „Zurück in die Spur!“

7. September 2022 - 8:15

Vor-Entscheidung in Berlin? Internationale Konferenz zur Finanzierung des Globalen Fonds zum Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria in den nächsten drei Jahren. Auf dem Spiel stehen die Erfolge der letzten Jahrzehnte.

Wie können die internationalen Maßnahmen gegen HIV und Aids nach Rückschlägen durch die COVID-Krise und angesichts der Herausforderungen des Krieges in der Ukraine wieder in Fahrt gebracht werden? Wie können die Erfolge der letzten Jahrzehnte gesichert werden und wie lässt sich darauf aufbauen? Diesen Fragen geht morgen unter dem Titel „Get back on track!“ eine internationale Konferenz zivilgesellschaftlicher Organisationen in Berlin nach. Hauptthema ist die Finanzierung des Globalen Fonds zum Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria und dessen Bedeutung für die nachhaltigen Entwicklungsziele der Weltgemeinschaft bis 2030. Die Schirmherrschaft hat WHO-Chef Tedros übernommen.

Die Berliner Konferenz soll den Blick auf die „Wiederauffüllungskonferenz“ des Globalen Fonds Ende September in New York lenken. Als absolutes Minimum müssen 18 Milliarden US-Dollar für die nächsten drei Jahre zusammenkommen, um existierende Behandlungs- und Präventionsprogramme in wirtschaftlich schwächeren Ländern weiterführen zu können und neuen Entwicklungen anzupassen. Dies entspricht einer Erhöhung der Mittel um 30 Prozent.

Was sagt Ministerin Schulze?

Die Entscheidung über die Zukunft fällt dabei nicht nur in New York. Viel hängt davon ab, ob reiche Länder wie Deutschland im Vorfeld mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie Zusagen machen, die ihrer Wirtschaftskraft entsprechen.

Mit Spannung erwartet wird daher bei der morgigen Konferenz in Berlin die Teilnahme der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Svenja Schulze (SPD). Sie trifft dort auf den Exekutiv-Direktor des Globalen Fonds, Peter Sands, sowie Vertreter*innen von UNAIDS, der STOP TB Partnership, zahlreiche Bundestagsabgeordnete, Vertreter*innen internationaler Organisationen sowie Aktivist*innen.

Globaler Fonds unverzichtbar für UN-Ziele

Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen können im Gesundheitsbereich ohne weitere Anstrengungen gegen Aids, Tuberkulose und Malaria nicht erreicht werden. Der Globale Fonds investiert jährlich eine Milliarde Dollar in die Stärkung der Gesundheitssysteme – so viel wie keine andere Organisation. Er schafft damit Strukturen und Ressourcen, die auch bei der Reaktion auf die COVID-19-Pandemie eine wichtige Rolle gespielt haben, etwa flexible Logistiknetze mit verlässlichen Lieferketten und Laborkapazitäten. Nur so konnte für viele Menschen der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten aufrechterhalten werden.

„Angesichts von COVID und Krieg und drohenden Rückschritten muss die Arbeit des Globalen Fonds nicht nur erhalten, sondern dringend weiter ausgebaut werden. Wenn in New York nicht der Mindestbeitrag von 18 Milliarden US-Dollar zusammenkommt, ist das UN-Ziel, Aids, Tuberkulose und Malaria bis 2030 zu beenden in großer Gefahr“, sagt Heidemarie Wieczorek-Zeul, ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Vorstandsmitglied der Freunde des Globalen Fonds Europa.

Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland erklärt:

„Der deutschen Wirtschaftskraft entspricht nach unserer Rechnung ein Beitrag von 1,8 Milliarden Euro. Mit diesem Betrag würde Deutschland seinem Ruf als ‚Champion der globalen Gesundheit‘ gerecht werden. Weniger als 1,3 Milliarden Euro wären ein Armutszeugnis. Es geht jetzt auch darum, international ein Zeichen zu setzen.“

Flexible Hilfe in Kriegszeiten

Dies gilt ganz besonders angesichts der besonderen Herausforderungen durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine:

„Durch ein Nothilfeprogramm und die hohe Flexibilität bestehender Programme konnten seit Beginn des Krieges Leben und Gesundheit Tausender Menschen geschützt werden. Es hätte dramatische Auswirkungen, wenn das Engagement des Globalen Fonds dort eingestellt oder begrenzt werden müsste, sagt Sylvia Urban vom Vorstand des Aktionsbündnis gegen AIDS.

Ausgrenzung und Ungleichheit entgegentreten

Der Globale Fonds stellt dabei auch politisch und gesellschaftlich wichtige Weichen:

„Es ist von entscheidender Bedeutung, über den Fonds die Gemeinschaften zu stärken, die von HIV, Tuberkulose und Malaria betroffen sind – ihre Beteiligung auf Augenhöhe ist der Schlüssel zur Stärkung der Gesundheitssysteme. Wer Aids bekämpfen will, muss Ausgrenzung überwinden und Menschen den Zugang zu Versorgungssystemen ermöglichen, statt sie an den Rand der Gesellschaft zu drängen“, sagt Stephan Exo-Kreischer, Geschäftsführer ONE Deutschland.

Schlüsselgruppen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft werden in manchen Ländern immer noch verfolgt – etwa Männer, die Sex mit Männern haben, Drogenkonsument*innen oder Sexarbeiter*innen. Beim Globalen Fonds sitzen sie mit am Tisch, wenn Entscheidungen getroffen werden.

Der Globale Fonds und UNAIDS setzen zudem einen Schwerpunkt bei der Überwindung von Ungleichheit und geschlechtsbedingter Benachteiligung. In Afrika südlich der Sahara fallen sechs von sieben HIV-Neuinfektionen auf Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren. Junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren sind doppelt so häufig von HIV betroffen wie junge Männer. Allein eine abgeschlossene Schulausbildung, senkt das HIV-Risiko um 50 Prozent.

„Weil junge Frauen sozial oft benachteiligt sind, tragen sie in vielen Ländern des globalen Südens ein höheres Risiko, sich mit HIV anzustecken. Vulnerable Gruppen müssen bei Programmen zur Bekämpfung von HIV und Aids besonders berücksichtigt werden“, sagt Andreas Hübers von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

 

Link Teilnahme Pressekonferenz 08.09 um 8:45 Uhr: https://dk2wss784le25.cloudfront.net/player/e1662115668094/default/embed

Link Anmeldung Konferenz 08.09. um 10:00 Uhr: https://forms.gle/c9bfxmVit9tyn31cA

Link Konferenzprogram: https://bit.ly/3QwzhZn

Kontaktadressen der teilnehmenden Organisationen

Aktionsbündnis gegen AIDS, Peter Wiessner, wiessner@aids-kampagne.de ; Tel: 0179-82188269

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), monika.schroeder@dsw.org ; Tel: 0511 94 373-38

Freunde des Globalen Fonds, Sergius Seebohm, sergiusseebohm@afmeurope.org ; +49 162 2030777

ONE Deutschland, Scherwin Saedi, scherwin.saedi@one.org ; Tel: + 49 (0)152/ 03 771 429

World Vision Deutschland, Marwin Meier, marwin.meier@wveu.org ; Tel: +49 151 16205884

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Junior Referent*in Personal (m/w/d) in Vollzeit

25. August 2022 - 15:38

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Junior Referent*in Personal (m/w/d) in Vollzeit

mit Dienstort Hannover oder Berlin.

In dieser Rolle bist du zentrale*r Ansprechpartner*in für alle Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Personalfragestellungen. Du unterstützt unser Personal & Verwaltungs-Team in operativen Personalangelegenheiten sowie im Tagesgeschäft und stellst somit als Team-Member eine erfolgreiche, serviceorientierte Personalarbeit sicher.

Deine Aufgaben:
  • Selbständige und eigenverantwortliche Erledigung administrativer Personalprozesse in enger Zusammenarbeit mit dem Personalteam in Deutschland und Brüssel
  • Unterstützung im Bereich Personalsachbearbeitung bei der Erstellung von Arbeitsverträgen, Zeugnissen, etc.
  • Unterstützung beim Personalrecruiting, beispielsweise durch das Schalten von Stellenanzeigen
  • Ansprechpartner*in für die Mitarbeitenden und Führungskräfte zum Tagesgeschäft im Personalbereich
  • Bearbeitung von Aufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Pflege der Personalakten, einschließlich Vertrags- und Lohnanpassungen für die Büros in Hannover, Berlin und Brüssel
  • Vertrags- und Mitarbeitendendokumentation der DSW Länderbüros in Ostafrikaanfordern und ablegen
Dein Profil:
  • Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung mit Weiterbildung zum*zur Personalfachkaufmann*frau oder Bachelorstudium der Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Personal, oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung als Personalsachbearbeiter*in in vergleichbarer Position
  • Min. zwei Jahre Arbeitserfahrung im Personalbereich
  • Eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten, selbstständiges Handeln. Weiterhin müsst du in der Lage sein, auch in Stresssituationen den Überblick zu behalten und Prioritäten zu setzen.
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen, Freude an der Arbeit im Team, ein adressatengerechtes Auftreten sowie einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
Wir bieten:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, Bahn-Card 25, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Bist du interessiert? Dann sende uns deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_09 Junior Referent*in Personal” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachte, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer „DSW2022_09 Junior Referent*in Personal“ in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung kannst du gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Referent*in Finanzen für Projektcontrolling, Entwicklungszusammenarbeit(m/w/d) in Voll- oder Teilzeit

25. August 2022 - 9:11

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an. Gleichzeitig bringt sich die DSW auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Neben ihrem Hauptsitz in Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten. Mehr Informationen unter www.dsw.org.

 

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in Finanzen für Projektcontrolling, Entwicklungszusammenarbeit (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit

mit Dienstort Hannover oder Berlin.

 

Du wirst an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung mitwirken und insbesondere die finanzielle Entwicklung, Begleitung und Abrechnung von Projekten und Programmen übernehmen.

Du wirst als Mitglied der Abteilung Finanzen eng mit den Kolleg*innen aus den Teams Institutionelle Geber und Partnerschaften sowie Projekt Management und den Kolleg*innen in den Partnerländern zusammenarbeiten.

Deine Aufgaben:
  • Unterstützung von Länderbürokolleg*innen und Partnerorganisationen bei der Entwicklung von Projektbudgets
  • Koordination und Abstimmung von Budgetentwicklungen bei Konsortialprojekten
  • Eigenverantwortliche finanzielle Betreuung von zugewiesenen Projekten in engem Austausch mit dem Kollegium in den Länderbüros und Partnerorganisationen
  • Regelmäßiges finanzielles Monitoring von Projekten und Programmen
  • Erstellung und Abstimmung von Finanzberichten und finanziellen Verwendungsnachweisen
  • Regelmäßige Abstimmung der Projektberichterstattungen mit der Buchhaltung
Unser Anforderungsprofil:
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium im Finanzbereich oder vergleichbare Qualifikation (kaufmännische Ausbildung und mehrjährige einschlägige Berufserfahrung)
  • Erfahrung mit der Anwendung von Geldgeberregularien, insbesondere von BMZ und EuropeAid, ist wünschenswert
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Routinierter Umgang mit relevanter Buchungs- und Bürosoftware, insbesondere MS Excel
  • Hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zu Dienstreisen
Wir bieten:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
Bewerbungsverfahren:

Bist du interessiert? Dann sende uns deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_07 Referent*in Finanzen” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org.

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2022_07 Referent*in Finanzen” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden können.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung kannst du gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

Der Beitrag Referent*in Finanzen für Projektcontrolling, Entwicklungszusammenarbeit(m/w/d) in Voll- oder Teilzeit erschien zuerst auf DSW.

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