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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Aktualisiert: vor 9 Stunden 20 Minuten

7 Fragen – 7 Antworten zu Armutskrankheiten

17. Januar 2022 - 16:45
1. Was sind vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten?

Vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten (im Englischen poverty-related and neglected diseases – PRNDs) sind Krankheiten, die vor allem in Entwicklungsländern auftreten und bei denen es an Diagnostika, Impfstoffen, Medikamenten und Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten fehlt. Sie sind eine der größten Herausforderungen der globalen Gesundheit.

2. Welche vernachlässigten Armutskrankheiten gibt es?

Den meisten bekannt sind wohl die drei am häufigsten verbreiteten Armutskrankheiten Aids, Malaria und Tuberkulose. Hinzu kommen die vernachlässigten Tropenkrankheiten. Aus zahlreichen tropischen Krankheiten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 20 Krankheiten ausgewählt, die besonders viele Menschen betreffen, schwerwiegende Folgen haben und für die dringender Handlungsbedarf besteht. Dazu gehören zum Beispiel das Dengue-Fieber, Lepra und die Schlafkrankheit, die durch Viren, Bakterien beziehungsweise Parasiten übertragen werden. Die größte Gruppe jedoch stellen Wurmkrankheiten wie Drakunkulose, Flussblindheit und Bilharziose.

3. Wer ist von vernachlässigten Armutskrankheiten betroffen?

2,8 Milliarden Menschen leiden weltweit an vernachlässigten Armutskrankheiten. Die Krankheiten kommen vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern vor. Wegen der oft schlechten hygienischen Bedingungen und unzureichender medizinischer Versorgung ist es schwierig, die Krankheiten in Griff zu bekommen. Besonders häufig sind die ärmsten Teile der Bevölkerung betroffen – gerade in ländlichen Regionen – und hier wiederum insbesondere die Frauen, da sie weniger verdienen, oft die Hauptpflegepersonen sind, auch der älteren Menschen, und dabei schlechten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. .

4. Welche Folgen haben diese Krankheiten?

Vernachlässigte Armutskrankheiten haben oft schwerwiegende Folgen für die Betroffenen.
Foto: AMISOM/Tobin Jones (CC0 1.0)

Allein an den drei großen Armutskrankheiten Aids, Malaria und Tuberkulose sterben weltweit jede Minute sechs Menschen. Viele weitere Millionen Menschen müssen mit den gesundheitlichen Folgen einer Erkrankung leben und sind nicht mehr voll arbeitsfähig. Vernachlässigte Armutskrankheiten können zu Erblindung, Entstellungen und Behinderungen führen, arbeitsunfähig machen und sie können tödlich sein. Häufig werden die Erkrankten auch von ihren Gemeinden ausgeschlossen und sozial isoliert.

Vernachlässigte Armutskrankheiten waren laut Gesundheitsökonomen im Jahr 2013 für den Verlust von insgesamt 353 Millionen gesunden Lebensjahren (DALYs) in Entwicklungsländern verantwortlich. Der geschätzte wirtschaftliche Schaden geht in die Billionen Euro.

Wenn Betroffene überhaupt Zugang zu einer medizinischen Behandlung haben, müssen sie und ihre Familien die hohen Kosten dafür oftmals selbst tragen. Dadurch wird es für sie umso schwieriger, der Armutsfalle zu entkommen.

5. Wo sind die Hürden im Kampf gegen vernachlässigte Armutskrankheiten?

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Doch noch immer fehlt vielen Menschen der Zugang zu einer allgemeinen Gesundheitsversorgung. Deshalb müssen die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder gestärkt werden. Durch eine bessere Versorgung können Krankheiten frühzeitig erkannt, eine entsprechende Behandlung eingeleitet und weitere Verbreitung verhindert werden. Die Eindämmung von vernachlässigten Armutskrankheiten ist außerdem eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die nachhaltigen Entwicklungsziele im Gesundheitsbereich erreicht werden.

Für viele der vernachlässigten Armutskrankheiten gibt es keine oder nur veraltete und unzuverlässige Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente. Da die betroffenen Regionen und ihre Bewohner über wenig Kaufkraft verfügen, fehlen der Pharmaindustrie die finanziellen Anreize, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Die diesbezüglich bereits laufenden Verfahren werden nun auch noch durch den  Ausbruch der Covis-19-Pandemie erheblich beeinträchtigt; Infrastrukturen und Personalressourcen genutzt um die Pandemie zu bekämpfen. Auch die Behandlung insbesondere von HIV- und Tuberkulosepatienten gerät bedrohlich ins Hintertreffen, wurde teilweise über Monate ausgesetzt, obwohl es sich um überlebenswichtige Routinemaßnahmen handelt. Experten schätzen, dass hier die Sterblichkeitsraten wieder auf das Niveau von vor zehn oder sogar 20 Jahren ansteigen könnten.

Eine weitere Bedrohung, die in den letzten Jahren immer stärker zugenommen hat, sind die antimikrobiellen Resistenzen. Krankheitserreger sind gegen herkömmliche Behandlungsmethoden mit Antibiotika resistent, wodurch eigentlich behandelbare Krankheiten wieder zu einer tödlichen Bedrohung werden. Zwar gibt es spezielle Antibiotika für einfach- oder multiresistente Erreger, doch die Behandlung ist langwierig, teuer und oft mit extremen Nebenwirkungen wie Erblindung oder Hörverlust verbunden.

6. Was kann und muss gegen vernachlässigte Armutskrankheiten getan werden?

Viele Armutskrankheiten sind sehr ein­fach und güns­tig zu behan­deln. Eine ein­fa­che Behand­lung, die mit vier Pil­len vor sie­ben vernachlässigten Tropenkrankheiten schützt, kos­tet pro Per­son etwa 50 Cent im Jahr.
Foto: globalnetwork.org

Alle Menschen sollten Zugang zu bezahlbaren und wirksamen Medikamenten und Gesundheitsdiensten haben. Dafür braucht es mehr Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente. Außerdem brauchen die Gesundheitssysteme ausreichend wirksame Medikamente und geschultes Personal.

Um vernachlässigte Armutskrankheiten wirksam zu bekämpfen, müssen die betroffenen Länder ihre Investitionen in Gesundheit erhöhen. Außerdem sollten Regierungen von Industriestaaten und Pharmaunternehmen mehr Forschungsprogramme aufsetzen und günstige oder kostenlose Impfungen und Medikamente bereitstellen. Die Covid-19-Pandemie darf hier nicht zur Konkurrenz werden. Im Gegenteil: hier sollten die weitreichenden Forschungsnetzwerke und Erfahrungen von Produktentwicklungspartnerschaften genutzt werden, um wertvolle Synergieeffekte zu generieren.

Ebenfalls wichtig ist die Bekämpfung der Krankheitsüberträger selbst – allen voran die verschiedenen Arten von Stechmücken. Dazu gehören imprägnierte Bettnetze und Vermeidung von stehenden Wasserplätzen rund um Siedlungen, wo Stechmücken sonst ihre Larven ablegen könnten. Darüber hinaus müssen die hygienischen Bedingungen verbessert werden. Das beinhaltet den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Anlagen.

7. Welche Instrumente gibt es?

Es bestehen bereits öffentlich-private Partnerschaften, internationale Fonds und Allianzen, die sich die Verbesserung der globalen Gesundheit zum Ziel gesetzt haben. Zum Beispiel die Impfallianz Gavi und der Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM). Außerdem hat sich Anfang 2017 die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) gegründet, mit dem Ziel, die Entwicklung von Impfstoffen gegen neu auftretende Infektionskrankheiten zu beschleunigen und für deren gerechte Verteilung zu Sorgen. Die Covid-19-Pandemie hat auf dramatische Weise gezeigt, wie alternativlos und wichtig die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet ist. Die staatliche Förderung solcher Programme trägt entscheidend zum Erfolg im Kampf gegen vernachlässigte Armutskrankheiten bei.

Deutschland fördert seit 2011 über das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Forschung und Entwicklung zu vernachlässigten Armutskrankheiten in Form von Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs). Dabei handelt es sich um internationale Not-for-Profit-Organisationen, die akademische Institute, öffentliche Forschungseinrichtungen, Pharmafirmen und Nichtregierungsorganisationen zusammenbringen, um Forschungslücken zu schließen. Bei ihrer Arbeit sind sie auf öffentliche und private Geldgeber angewiesen.

Wir können nicht verhindern, dass neue Krankheiten entstehen. Aber wir können verhindern, dass sie sich ausbreiten, und wir können dafür sorgen, dass die Folgen für die Betroffenen so gering wie möglich bleiben.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 21.09.2015

Weiterlesen:

  • Die jährlich erscheinende G-Finder-Studie untersucht Investitionen, Trends und Muster in der Erforschung und Entwicklung neuer Produkte für vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten
PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids PRND Steckbrief HIV und Aids ( window.MSReady = window.MSReady || [] ).push( function( $ ) { "use strict"; var masterslider_8e9d = new MasterSlider(); // slider controls masterslider_8e9d.control('arrows' ,{ autohide:true, overVideo:true }); masterslider_8e9d.control('thumblist' ,{ autohide:false, overVideo:true, dir:'h', speed:17, inset:false, arrows:false, hover:false, customClass:'', align:'bottom',type:'thumbs', margin:5, width:127, height:137, space:5, fillMode:'fill' }); masterslider_8e9d.control('scrollbar' ,{ autohide:false, overVideo:true, dir:'h', inset:true, align:'top', color:'#3D3D3D' , margin:10 , width:4 }); // slider setup masterslider_8e9d.setup("MS61e607d3d8e9d", { width : 500, height : 500, minHeight : 0, space : 0, start : 1, grabCursor : true, swipe : true, mouse : true, keyboard : false, layout : "boxed", wheel : false, autoplay : false, instantStartLayers:false, mobileBGVideo:false, loop : true, shuffle : false, preload : 0, heightLimit : true, autoHeight : false, smoothHeight : true, endPause : false, overPause : true, fillMode : "fill", centerControls : true, startOnAppear : false, layersMode : "center", autofillTarget : "", hideLayers : false, fullscreenMargin: 0, speed : 20, dir : "h", responsive : true, tabletWidth : 768, tabletHeight : null, phoneWidth : 480, phoneHeight : null, sizingReference : window, parallaxMode : 'swipe', view : "focus" }); window.masterslider_instances = window.masterslider_instances || []; window.masterslider_instances.push( masterslider_8e9d ); });

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Drei Lehren für zukünftige Pandemien

17. Januar 2022 - 15:24

Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur weltweit großes menschliches Leid und wirtschaftliche Verluste verursacht, sondern auch uns allen einmal mehr gezeigt: Gesundheit ist nicht selbstverständlich!

Pandemien wird es immer geben. Covid-19 ist nicht die erste Pandemie und wird auch nicht die letzte sein. Es gibt mehrere hundert verschiedene bekannte Viren, die die nächste Pandemie auslösen könnten – und viele weitere, die wir noch nicht kennen. In den letzten Jahrzehnten kam es häufiger zu lokal begrenzten Krankheitsausbrüchen – auch Epidemien genannt. Die letzte große Epidemie, an die wir uns alle erinnern, war der Ebola-Ausbruch in Westafrika 2014/2015. Schon damals hat die Staatengemeinschaft Erfahrungen ausgewertet und wichtige Lehren gezogen, um Krankheiten effektiv einzudämmen. Die Corona-Pandemie zeigt, dass diese Lehren nun auch konsequent umgesetzt werden müssen. Um weitere Pandemien zu verhindern, müssen wir drei Dinge umgehend angehen:

1. Mehr Fördermittel für Impfstoffe gegen neu auftretende Infektionskrankheiten bereitstellen

Ein wesentlicher Bestandteil der Pandemievorsorge ist die Forschung zu und Entwicklung von Impfstoffen gegen neu auftretende Infektionskrankheiten. Das ist eine Lehre, die auch schon aus der Ebola-Epidemie gezogen und sogar mit einer neuen Organisation umgesetzt wurde: Im Jahr 2017 wurde die internationale, öffentlich-private Partnerschaft ‘Coalition for Epidemic Preparedness Innovations’ (kurz: CEPI) gegründet. CEPI ist ein Bindeglied zwischen Regierungen, der Pharmaindustrie, Regulierungsbehörden, Universitäten, philanthropischen Stiftungen und globalen Gesundheitsorganisationen. Ihre Aufgabe ist es, die Entwicklung von Impfstoffen gegen neu auftretende Infektionskrankheiten zu beschleunigen. Außerdem soll CEPI dazu beitragen, dass die Bevölkerung bei Ausbrüchen einen gerechten Zugang zu diesen Impfstoffen hat.

Der Schlüssel zum Erfolg von CEPI sind wie so oft Fördergelder. Um beispielsweise Notimpfstoffe schnell entwickeln zu können, muss man schon vorab in Prototype von Impfstoffkandidaten investieren, bevor eine Krankheit ausbricht. Mit diesen Prototypen kann die Zeit zwischen einem Ausbruch und der Verfügbarkeit des nächsten Impfstoffs erheblich verkürzt werden. Dafür braucht CEPI jetzt genug Geld: insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar für die nächsten fünf Jahre. Das hört sich viel an, ist aber im Vergleich zu den Auswirkungen einer Pandemie eine lohnende Investition – das hat die Corona gezeigt. Um die verheerenden Folgen von Ausbrüchen einzudämmen, braucht es ausreichend Fördermittel für Impfstoffe gegen neue Infektionskrankheiten.

Auch wenn wir uns mit Impfstoffen vor Pandemien schützen und sie bekämpfen, dürfen Medikamente und Tests nicht vergessen werden. Diese müssen parallel entwickelt und ergänzend zu den Impfstoffen eingesetzt werden.

2. Gesundheitssysteme stärken – nicht nur für Notfallsituationen

Wenn es dann geeignete, wirksame und sichere Impfstoffe, aber auch Tests und Medikamente, gegen einen neuen Erreger gibt, müssen sie auch alle Menschen weltweit erreichen. Das erfordert starke, funktionierende und wirksame Gesundheitssysteme. Die Stärkung der Gesundheitssysteme ist das Kernstück der Pandemievorsorge – doch sollten diese nicht nur für solche Notfallsituationen ausgelegt sein.

Denn die medizinische Grundversorgung muss ebenso hohe Priorität haben wie die Notfallversorgung. Während der Ebola-Epidemie und auch der Covid-19-Pandemie brachen andere Gesundheitsdienste zusammen und es herrschte weltweit großer Personalmangel. Die Folgen waren katastrophal: schlechterer Zugang zur Behandlung, mehr Todesfälle durch andere Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und steigende Mütter- und Kindersterblichkeit besonders in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Impfstoffe gegen neu auftretende Infektionskrankheiten und stärkere Gesundheitssysteme sind unerlässlich, aber auch kostspielig und erfordern politischen Willen und politisches Handeln.

3. Politisches Engagement und Zusammenhalt vertiefen

Spätestens jetzt sollte eines klar sein: Gesundheit geht uns alle an. Egal, wie alt wir sind, in welchem Land wir leben oder welche Partei wir wählen. Für Regierungen und Parlamente bedeutet dies, dass sie schon jetzt mehr dafür tun müssen, um sich auf Pandemien vorzubereiten und um ihre Folgen für alle Menschen – egal ob reich oder arm – so gering wie möglich zu halten. Ohne internationale Zusammenarbeit und Solidarität auch innerhalb von Gesellschaften wird das nicht gehen.

Jetzt ist der beste Zeitpunkt, die Weichen dafür zu stellen! Die neue Bundesregierung, die 2022 auch den Vorsitz der G7-Gruppe übernommen hat, kann das Momentum der Covid-19-Pandemie nutzen, um eine bessere, koordinierte, globale Pandemiereaktion voranzutreiben. So könnte beispielsweise ein internationaler Pandemievertrag zu einer besseren Zusammenarbeit und klaren Regeln bei künftigen Pandemien beitragen.

Deutschland sollte sein Engagement für globale Gesundheit ausbauen und gleichzeitig andere Geberländer – auch während der G7-Präsidentschaft – dazu inspirieren, ebenfalls starke Finanzzusagen in die Pandemievorsorge zu machen. Der Erfolg hängt auch vom Engagement der einzelnen Länder ab, denn klar ist: mehr Geld = bessere Pandemievorsorge = schnellerer Fortschritt!

 

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Eine neue Aufgabe mit positiven Perspektiven: Angela Bähr in Vorstand von VENRO gewählt

14. Januar 2022 - 15:10

Es ist bereits ihre dritte Wiederwahl in den Vorstand von VENRO (Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V.), doch erstmals als deren stellvertretende Vorsitzende: Angela Bähr freut sich sehr auf diese neue Aufgabe. In dem Verband, dem 140 private und kirchliche Organisationen angehören, war die stellvertretende Geschäftsführerin und Direktorin der Programme der DSW bislang vor allem für die Bereiche Gender, Safeguarding und Wirkungsorientierung zuständig. „Ich freue mich besonders, in dieser neuen Funktion an der neuen Strategie des Verbands mitarbeiten zu können, als auch an der Gestaltung der entwicklungpolitischen Lobbyarbeit angesichts der neuen Regierung.“ Dass diese nicht nur eines ihrer Herzensthemen, die Geschlechtergleichheit, prominent im entwicklungspolitischen Teil des Koalitionsvertrages verankert hat, sondern mit sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte (SRGR) eines der Kernthemen der DSW explizit erwähnt, lässt Angela Bähr optimistisch auf diese künftige Zusammenarbeit blicken. Auch sieht sie speziell die Themen der Frauenförderung bei der neuen Bundesministerin für Entwicklung und Zusammenarbeit, Svenja Schulze, in guten Händen.

Neben Angela Bähr wurde auch Carsten Montag von der Kindernothilfe zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Den Vorstandsvorsitz nimmt in der neuen Zusammensetzung erstmals eine Doppelspitze  wahr: Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe und Martina Schaub, Vorständin von OroVerde – Die Tropenwaldstiftung. Letztere versprach nach ihrer Wahl: „Wir werden nicht nachlassen, die Politik im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation mitzugestalten.“

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5 Fragen – 5 Antworten zu weiblicher Genitalverstümmelung

14. Januar 2022 - 9:05

Der 6. Februar ist der internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit 200 Millionen beschnittene Mädchen und Frauen leben. Was hat es mit der Praxis auf sich? Hat sie etwas mit Religion zu tun? Und was kann man dagegen tun? Hier sind fünf Fragen und fünf Antworten zum Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung.

1. Warum Verstümmelung und nicht Beschneidung?

Bis in die 80er Jahre hinein wurde noch häufig von weiblicher Beschneidung gesprochen. Entwicklungsorganisationen und Aktivist*innen drängten jedoch darauf, den Begriff durch „Genitalverstümmelung“ zu ersetzen. Das Argument:
Bei der Beschneidung von Jungen oder Männern wird die Vorhaut des Penis abgetrennt. Bei Mädchen und Frauen hingegen ist das gesamte äußere Genital betroffen. So wäre das männliche Pendant zur weiblichen Genitalverstümmelung näher an der Kastration als an der Beschneidung. Die Verwendung des Begriffs Genitalverstümmelung soll zudem klar zeigen, dass bei dem Eingriff das Menschenrecht der körperlichen Unversehrtheit verletzt wird.

Wenn es nicht um die grausame Praktik selbst, sondern um ihre Opfer geht, sprechen wir aus Respekt vor jenen, die den Eingriff erleben mussten, von beschnittenen und nicht verstümmelten Frauen.

2. Was passiert bei der Genitalverstümmelung?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, denn es gibt viele Formen der Genitalverstümmelung (siehe Abbildung), die auch unterschiedlich durchgeführt werden. Die schmerzhafteste und mit Abstand gefährlichste Form ist die pharaonische Genitalverstümmelung, die normalerweise von traditionellen Beschneiderinnen durchgeführt wird.

Meist sind die Mädchen jünger als 15 Jahre, wenn ihnen mit einem unsterilisierten Messer oder einer Glasscherbe der Genitalbereich abgeschnitten wird. Eine Betäubung bekommen die Meisten nicht. Nachdem die Wunde vernäht wurde, bleibt ihnen nur eine kleine Öffnung für Urin und Menstruationsblut. Für etwa einen Monat werden ihnen die Beine verbunden, damit die Wunde heilen kann. Viele Mädchen und Frauen verbluten dabei oder sterben später an den Folgen, wie beispielsweise Wundstarrkrampf oder Tetanus. Doch auch wer den Eingriff überlebt, leidet meist unter schweren körperlichen Folgen wie Fistelbildung, Inkontinenz, Schmerzen beim Wasserlassen, Infektion der Harnwege oder des Reproduktionstrakts und vieles mehr. Nicht zuletzt erhöht sich auch das Risiko einer HIV-Infektion.

Es gibt auch weniger gefährliche Methoden: In Ägypten, wo 87 Prozent der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren beschnitten sind, wird fast die Hälfte aller Eingriffe von Ärzt*innen vorgenommen. Die­ser „medi­zi­ni­sche“ Ein­griff redu­ziert zwar das Ster­be­ri­siko und ver­min­dert die Neben­wir­kun­gen für die Mäd­chen und Frauen. Eine Men­schen­rechts­ver­let­zung bleibt es aber dennoch. Neben den körperlichen Beschwerden haben die Frauen oft ein Leben lang mit den psychischen Folgen zu kämpfen.

3. Ist Genitalverstümmelung eine islamische Praxis?

Häufig heißt es, Genitalverstümmelung komme aus dem Islam. Diese Behauptung stimmt jedoch nicht. Im Koran heißt es in Sure 95,4: „Wahrlich, wir haben den Menschen in bester Form erschaffen.“ Im vorwiegend christlichen Äthiopien sind ca. 65 Prozent und in Sierra Leone sogar 86 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren beschnitten. Die Religion wird zwar oft als Grund vorgeschoben, auch von den religiösen Meinungsführer*innen selbst, doch es ist vielmehr eine traditionelle Praktik, die vor allem in Ländern Afrikas und des Mittleren Ostens durchgeführt wird und älter ist als Islam oder Christentum. Dies belegen unter anderem mumifizierte Körper pharaonischer Prinzessinnen.

4. Warum wird die Genitalverstümmelung durchgeführt?

Weibliche Genitalverstümmelung ist Teil eines Übergangsrituals vom Mädchen zur Frau. Es passiert jedoch nicht immer im Jugendalter. Denn damit sich die Mäd­chen nicht dazu äußern können oder sogar von den vielerorts bestehenden Gesetzen Gebrauch machen, wer­den sie häu­fig schon in ganz jun­gen Jah­ren beschnitten.

Es  ist eine Tradition, die tief in den Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit verwurzelt ist. Unter der Ostafrikanischen Volksgruppe Massai gelten unbeschnittene Frauen beispielsweise als unrein und damit für den Heiratsmarkt als wertlos. Und noch ein Aspekt spielt eine wichtige Rolle: Da der Geschlechtsverkehr für die meisten beschnittenen Frauen große Schmerzen mit sich bringt, soll es sie davor „schützen“ ihren Ehemann zu betrügen.

Wenn die Rolle der Ehefrau für ein Mädchen die einzige Perspektive ist, ist die Heiratsfähigkeit (und damit die Beschneidung) für Eltern auch eine Form der Absicherung ihrer Tochter. Für die Fortführung dieser Begründung spielen die Frauen in den Gemeinde eine wichtige Rolle: Der Eingriff wird unter Ausschluss von Männern durchgeführt und häufig von der eigenen Mutter forciert.

5. Was kann man dagegen tun?

Aufklärung! Und außerdem: Frauen stärken, Frauen stärken und nochmals Frauen stärken. Denn wenn Frauen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilnehmen, ihr eigenes Einkommen verdienen und damit auch finanziell unabhängig sind, wird dieser Tradition eine wichtige Grundlage genommen. Wenn ihr Recht auf Unversehrtheit sowie körperliche und sexuelle Selbstbestimmung gewahrt wird, können sie sich entfalten und zu Fürsprecherinnen ihrer eigenen Bedürfnisse werden.

Hierfür müssen sich auch die lokalen Autoritäten wie Dorfvorsteher, religiöse Meinungsführer*innen und Gesundheitspersonal stark machen. Informationen, Diskussionen und kritische Reflexion gehören also genauso dazu, wie der Erlass von Gesetzen. Das kann sich auch in alternativen Zeremonien für Mädchen ausdrücken, die zwar den Übergang zum Erwachsenwerden markieren, aber die Mädchen nicht verletzen.

Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist auch die Beschneiderin: Zum einen verdient sie ihren Lebensunterhalt mit der Durchführung dieser Zeremonie. Zum anderen ist sie hierdurch ein angesehenes Mitglied ihrer Gemeinschaft. Wenn sie Zugang zu anderer Arbeit sowie zu Informationen über Genitalverstümmelung bekommt, kann sie zu einer wirkungsvollen Advokatin gegen die Praktik werden.

Dieser Beitrag ist  erstmals am 04.02.2019 erschienen und wurde aktualisiert.

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Referatsleiter*in Personal & Verwaltung (m/w/d) in Vollzeit

6. Januar 2022 - 14:33

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referatsleiter*in Personal & Verwaltung (m/w/d) in Vollzeit

mit Dienstort Hannover.

Ihr Aufgabengebiet:
  • Leitung & Verantwortung bei der Umsetzung strategischer Themen sowie bei der Einführung und stetigen Weiterentwicklung von HR-Prozessen und Instrumenten
  • Administrative Büroleitung des Hannoveraner Büros
  • Beratung der Geschäftsführung und Führungskräfte (Standorte Berlin, Brüssel & Hannover) bei der Personalentwicklung und Bindung von Mitarbeitenden sowie arbeitsrechtlichen Fragestellungen
  • Personalverantwortung für Mitarbeitende in der Abteilung Personal & Verwaltung
  • Schnittstelle zu den Länderbüros in Äthiopien, Kenia und Tansania für Angelegenheiten aus den Bereichen Personal und Verwaltung sowie die Koordination/Abstimmung von stiftungsweiten Regularien
  • Funktion der*des Ausbilders*in für den Ausbildungsberuf „Kauffrau*mann für Büromanagement“
  • Gesamtverantwortung für eine effektive Personalplanung sowie für die effiziente und rasche Besetzung von offenen Stellen
  • Verantwortung für Themen des Datenschutzes (DSGVO)
  • Verantwortung für den IT-Bereich im Zusammenarbeit in dem externen IT-Dienstleister
  • Verantwortung und Mitarbeit bei Aufgaben aus dem Tagesgeschäft sowie Erstellung von Auswertungen, Statistiken und Berichten
Ihr Profil:
  • Studium der Rechts-, Wirtschafts-, Verwaltungs- oder Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Personal oder ähnliche Qualifikation z. B. abgeschlossene kfm. Berufsausbildung mit Weiterbildung zum*zur Personalfachkaufmann*frau
  • Ausbildereignungsschein der IHK oder die Bereitschaft, diese zu erwerben
  • Min. fünf Jahre fundierte Berufserfahrung im Bereich Personal und Berufserfahrung im Bereich Verwaltung
  • Sehr gute Anwendungskenntnisse im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Hohes Maß an Führungskompetenz, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, unternehmerisches Denken und Handeln
  • Gewinnende und überzeugende Persönlichkeit mit ausgezeichneten Kommunikationsfähigkeiten
  • Vielseitige EDV-Kenntnisse (Word, Excel, Outlook)
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift), Kenntnisse weiterer Fremdsprachen (z. B. Französisch) sind von Vorteil
  • Bereitschaft zu nationalen und internationalen Dienstreisen, Arbeitserfahrung im internationalen Kontext ist wünschenswert
Wir bieten Ihnen:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_2 Referatsleitung Personal & Verwaltung” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org.

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2022_2 Referatsleitung Personal & Verwaltung” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Bewerbungsschluss ist der 30. Januar 2022.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Referent*in Personal & Verwaltung (m/w/d) in Vollzeit, Teilzeit möglich 

6. Januar 2022 - 14:18

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in Personal & Verwaltung (m/w/d) in Vollzeit, Teilzeit möglich 

mit Dienstort Hannover.

In dieser Rolle sind Sie zentrale*r Ansprechpartner*in für alle Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Personalfragestellungen. Sie unterstützen unser HR & Verwaltungs-Team in operativen Personalangelegenheiten sowie im Tagesgeschäft und stellen somit als Team-Member eine erfolgreiche serviceorientierte Personalarbeit sicher.

Ihr Aufgabengebiet:
  • Umfassende Personalbetreuung der Mitarbeitenden und Führungskräfte am Standort Berlin & Hannover, enge Zusammenarbeit mit der Personalsachbearbeitung am Standort Brüssel
  • Eigenständige Bearbeitung und Betreuung aller Personalvorgänge von der Einstellung bis zum Ausscheiden der Mitarbeitenden
  • Mitwirkung bei der Umsetzung strategischer Themen sowie bei der Einführung und stetigen Weiterentwicklung von HR-Prozessen und Instrumenten
  • Ansprechpartner*in für die Mitarbeitenden und Führungskräfte zu allen personalwirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen Themen
  • Verantwortung für Themen des Gesundheitsmanagements
  • Verantwortung für einen effektiven und effizienten Arbeitsablauf im Verwaltungsbereich, dazu gehören u. a. Kontakt zu Dienstleistern im Rahmen der Büroorganisation, Organisation von internen Veranstaltungen, die Betreuung der Telefonzentrale und der allgemeinen E-Mail-Adresse, Postbearbeitung, Beschaffung von Bürobedarf, etc.
Ihr Profil:
  • Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung idealerweise mit Weiterbildung zum*zur Personalfachkaufmann*frau oder Studium der Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Personal, oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung als Personalsachbearbeiter*in in vergleichbarer Position
  • Min. zwei Jahre Arbeitserfahrung im Personal als auch im Verwaltungsbereich
  • Ausbildereignungsschein der IHK wünschenswert
  • Gute Anwendungskenntnisse im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten, selbstständiges Handeln. Weiterhin müssen Sie in der Lage sein, auch in Stresssituationen den Überblick zu behalten und Prioritäten zu setzen.
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen, Freude an der Arbeit im Team, ein adressatengerechtes Auftreten sowie einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen
  • Vielseitige EDV-Kenntnisse (Word, Excel, Outlook)
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
Wir bieten Ihnen:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
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Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_1 Referent*in Personal & Verwaltung” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org.

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2022_1 Referent*in Personal & Verwaltung” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Der Vertrag ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

Bewerbungsschluss ist der 30. Januar 2022.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

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Weltbevölkerung zum Jahreswechsel 2021/2022: 7.920.278.000 Menschen leben auf der Erde

22. Dezember 2021 - 8:00

Hannover, 22.12.2021. In der Nacht zum 1. Januar 2022 leben 7.920.278.000 Menschen auf der Erde. Damit ist die Weltbevölkerung im Jahr 2021 um etwa 82 Millionen Menschen reicher geworden. Das teilt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zum Jahresende mit. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) wächst die Weltbevölkerung aktuell jedes Jahr um etwa 1,09 Prozent. Damit hat sich das relative Wachstum in den letzten 50 Jahren beinahe halbiert. Mit einem jährlichen Zuwachs von 2,05 Prozent hatte es zwischen 1965 und 1970 seinen Höchststand erreicht und befindet sich seitdem im Rückgang. Grund dafür sind die gesunkenen Fertilitätsraten: Weltweit liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei 2,3. Bei einer Fertilitätsrate von 2,1 würde die Weltbevölkerung nicht weiterwachsen.

Höhere Fertilitätsraten in Ländern mit vielen Teenagerschwangerschaften

Vor allem in Weltregionen mit vielen Teenagerschwangerschaften wächst die Bevölkerung jedoch weiterhin stark. Das gilt etwa für Afrika südlich der Sahara, wo Frauen durchschnittlich 4,7 Kinder bekommen. Gründe für solch hohe Fertilitätsraten sind unter anderem eine unzureichende und meist jugendferne Sexualaufklärung, der erschwerte Zugang zu modernen Verhütungsmitteln und patriarchalische Gesellschaftsstrukturen, die mit einem traditionellen Rollenverständnis von Mädchen und Frauen sowie mangelnder Geschlechtergerechtigkeit einhergehen. Viele Frauen bekommen deshalb bereits sehr früh ihr erstes Kind und insgesamt mehr Kinder, als sie sich selbst wünschen. Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW warnt vor den Folgen für Mädchen und Frauen: „Eine Teenagerschwangerschaft ist von Mädchen selbst eigentlich nie gewollt, ist aber mit extrem hohen gesundheitlichen Risiken verbunden und hat dazu noch gravierende Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. Viele Jugendliche geraten in eine Armutsspirale, wenn sie früh Eltern werden. Ich appelliere an die Entwicklungsministerin, Sexualaufklärung, Verhütung und Geschlechtergerechtigkeit ganz oben auf die Agenda zu setzen.”

Weitere Informationen Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

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Ampelparteien geben NGO-Forderungen eine Zusage

7. Dezember 2021 - 8:00
Ampel-Regierung will jährlich mindestens 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung in Entwicklungszusammenarbeit investieren

Berlin, 7. Dezember 2021. SPD, Grüne und FDP haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, jedes Jahr mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Zusätzlich dazu sollen die Mittel für die internationale Klimafinanzierung weiter aufwachsen.  Im Laufe der Koalitionsverhandlungen hatten Entwicklungsorganisationen hinter der Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln die Parteien immer wieder aufgefordert, eine zuverlässige Entwicklungsfinanzierung im Koalitionsvertrag zu verankern.  „Die Covid-19-Pandemie hat einmal mehr verdeutlicht, dass der Weg zu globaler Gerechtigkeit noch lang ist. Wir freuen uns, dass die neue Bundesregierung im Bereich Entwicklungspolitik Fahrt aufnehmen will. Nun müssen den Worten Taten folgen: Der Bundeshaushalt für 2022 ist die Feuerprobe. Der BMZ-Etat darf nicht unter die 12,4 Milliarden-Marke sinken. Das Geld wird dringend benötigt um die Folgen der Corona-Pandemie im globalen Süden abzufedern, Gesundheit zu fördern und Armut nachhaltig zu reduzieren“, erklären die Entwicklungsorganisationen.

Deutschland erreichte 0,7-Prozent-Ziel bisher nur zweimal

Gemessen werden die Ausgaben für Entwicklungsfinanzierung mit der sogenannten ODA-Quote (Official Development Assistance, ODA). Deutschland hat im Jahr 1970 bei einer UN-Generalversammlung das Versprechen gegeben, jährlich mindestens 0,7 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung dauerhaft in öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Zwar erreichte Deutschland das 0,7-Prozent-Ziel im Jahr 2020, allerdings nur dank der umfassenden Sonderprogramme der Bundesregierung zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Zuvor war die Quote erst einmal im Jahr 2016 erreicht worden, und das auch nur durch die Anrechnung der Kosten für Geflüchtete im Inland.

“Eine dauerhafte Entwicklungsfinanzierung von 0,7 Prozent der jährlichen Wirtschaftskraft ist unerlässlich – etwa um weltweit eine allgemeine Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Denn den Preis für lückenhafte Gesundheitssysteme zahlen meist die Schwächsten einer Gesellschaft: Zum Beispiel Schwangere, die keine Vorsorgeuntersuchungen erhalten oder Menschen mit HIV, denen der Zugang zu lebensrettenden Medikamenten verwehrt bleibt”, warnt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW).

13 NGOs fordern: #ZusammenWeiterEntwickeln für mehr globale Gerechtigkeit

Im Rahmen der Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln haben sich 13 NGOs für eine zuverlässige Entwicklungsfinanzierung und gegen ein Absenken des Etats des Bundesentwicklungsministeriums eingesetzt. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hatte die Kampagne ins Leben gerufen. Unterstützt wurde sie von folgenden Entwicklungsorganisationen: Aktionsbündnis gegen AIDS, CARE Deutschland, CBM Christoffel-Blindenmission, Friends of the Global Fund Europe, die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE Deutschland, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children Deutschland, SOS-Kinderdörfer weltweit und World Vision Deutschland.

Weitere Informationen Pressekontakte

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Monika Schröder: 0511/94 37 338, presse@dsw.org
www.dsw.org

Aktionsbündnis gegen Aids
Peter Wiessner: 030/2790 9998,  0163/45 68 514, wiessner@aids-kampagne.de
www.aids-kampagne.de

CARE Deutschland
Stefan Brand: 0170/74 48 600, brand@care.de
www.care.de

CBM Christoffel-Blindenmission
Marion Muhalia: 06251/13 12 41, marion.muhalia@cbm.org
www.cbm.de

Friends of the Global Fund Europe
Sergius Seebohm: 0162/2030 777, sergiusseebohm@afmeurope.org
www.theglobalfund.org/en/friends/

Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen
Donald Sandmann, 030/206 711 46, d.sandmann@stiftung-gegm.de
stiftung-gegm.de/

Global Citizen
Rick Nagelschmidt: 0177/576 95 69, presse@globalcitizen.org
www.globalcitizen.org

ONE
Scherwin Saedi: 0152/03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org
www.one.org/onevotede/

Oxfam Deutschland
Steffen Küßner, 0177/880 99 77, skuessner@oxfam.de
www.oxfam.de

Plan International Deutschland
Sascha Balasko: 040/607 716 146, sascha.balasko@plan.de
www.plan.de

Save the Children
Claudia Kepp: 0170/785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de
www.savethechildren.de

SOS-Kinderdörfer weltweit
Boris Breyer: 089/179 14 287, boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

World Vision Deutschland
Iris Manner, Christian Kage; Pressestelle: 06172/763-151, -153, -155, presse@wveu.org
www.worldvision.de

 

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Menschen mit HIV haben kaum Zugang zu Covid-19-Impfung

30. November 2021 - 9:00
Zwei Drittel der HIV-Infizierten leben in Ländern mit besonders niedrigen Impfquoten

Hannover, 30. November 2021. Menschen mit HIV haben ein doppelt so hohes Risiko an einer Covid-19-Infektion zu sterben wie Menschen ohne HIV. Trotzdem hat der Großteil der Menschen mit HIV keinen Zugang zu Covid-19-Impfstoffen. Das geht aus dem neuen UNAIDS-Bericht hervor. Zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen, die mit HIV leben, leben in Subsahara-Afrika. Aktuellen Berechnungen zufolge waren bis November etwa vier Prozent der Menschen in Subsahara-Afrika vollständig geimpft. Besonders gefährdet sind Frauen und Mädchen: Zwei von drei HIV-Infektionen (63 Prozent) in Subsahara-Afrika entfallen auf diese Gruppe. Jede vierte neue HIV-Infektion in Afrika südlich der Sahara betrifft Mädchen und Frauen zwischen 15 und 24 Jahren. Das Risiko, sich mit HIV anzustecken, ist für sie doppelt so hoch wie für Jungen und Männer derselben Altersgruppe. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember aufmerksam.

„Menschen mit HIV haben ein erheblich höheres Risiko schwer an Covid-19 zu erkranken und daran zu sterben – vor allem in ärmeren Ländern mit niedrigen Impfquoten. Die neue Regierung ist aufgefordert, sich nach der Regierungsbildung unverzüglich der Bekämpfung von HIV und Covid-19 anzunehmen. Für beides müssen sofort ausreichend Gelder bereitgestellt werden, denn jeden Tag sind Covid-19 und HIV eine doppelte Bedrohung für viele tausend Menschenleben“, erklärt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW).

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Weitere Informationen

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Sachbearbeiter*in Personal & Verwaltung (m/w/d) in Vollzeit, Teilzeit möglich

23. November 2021 - 11:00

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Sachbearbeiter*in Personal & Verwaltung (m/w/d) in Vollzeit, Teilzeit möglich 

mit Dienstort Hannover.

In dieser Rolle sind Sie zentrale*r Ansprechpartner*in für alle Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Personalfragestellungen. Sie unterstützen unser HR-Team in operativen Personalangelegenheiten sowie im Tagesgeschäft und stellen somit als Team-Member eine erfolgreiche serviceorientierte Personalarbeit sicher.

Ihr Aufgabengebiet:
  • die Bearbeitung sämtlicher arbeitsrechtlicher Änderungen im laufenden Beschäftigungsverhältnis (Einstellungsprozess, Beendigungsprozess, Arbeitszeitveränderungen, Überstunden/Mehrarbeit, Dienstjubiläen etc.)
  • die Beratung der Mitarbeiter*innen sowie der Führungskräfte in personalrechtlichen Fragestellungen
  • Organisation und Durchführung von Stellenbesetzungsverfahren
  • Mitarbeit für einen effektiven und effizienten Arbeitsablauf im Verwaltungsbereich dazu gehören u. a. die Betreuung der Telefonzentrale, Postbearbeitung, Beschaffung von Bürobedarf, Kontakt zu Dienstleistern im Rahmen der Büroorganisation, Organisation von internen Veranstaltungen etc.
Ihr Profil:
  • Eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder Studium mit dem Schwerpunkt Personal oder ähnliche Qualifikation
  • zwei Jahre fundierte Berufserfahrung in Bereich Personal, Berufserfahrung im Verwaltungsbereich wünschenswert
  • Es handelt sich um einen Arbeitsplatz, der insbesondere eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten, selbstständiges Handeln sowie Kollegialität erfordert. Weiterhin müssen Sie in der Lage sein, auch in Stresssituationen den Überblick zu behalten und Prioritäten zu setzen.
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • vielseitige EDV-Kenntnisse (Word, Excel, Outlook)
  • Ein adressatengerechtes Auftreten sowie einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
  • Verschwiegenheit und Sensibilität im Umgang mit persönlichen Daten und den Vorgängen im Bereich der Personalsachbearbeitung
Wir bieten Ihnen:
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen und motivierten Team
  • Eine faire Vergütung und Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2021_11 Sachbearbeiter*in Personal & Verwaltung” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org.

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2021_11 Sachbearbeiter*in Personal & Verwaltung” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Der Vertrag ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

Bewerbungsschluss ist der 12. Dezember 2021.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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NGO-Aufruf an die Ampel-Koalitionäre: “Das Entwicklungsministerium muss bleiben”

15. November 2021 - 12:41
Protestaktion vor Landesvertretung Hamburg in Berlin zum Auftakt der Hauptverhandlungsrunde heute um 10 Uhr NGOs fordern ein starkes Bekenntnis für globale Gerechtigkeit im Koalitionsvertrag

Berlin, 15. November 2021. Heute kommt die Hauptverhandlungsgruppe der SPD, Grünen und FDP zum ersten Mal zusammen. Zu diesem Anlassfordern 13 Entwicklungsorganisationen vor der Hamburger Landesvertretung in Berlin die Verhandler*innen der Ampel-Koalition auf, sich im Koalitionsvertrag zu einer eigenständigen und ausreichend finanzierten Entwicklungspolitik auf Augenhöhe mit Deutschlands Partnerstaaten zu bekennen. Es steht zur Diskussion, dass das Entwicklungsministerium aufgelöst bzw. mit einem anderen zusammengelegt werden kann.

Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE Deutschland, sagt: „Angesichts der massiven globalen Herausforderungen wie der Klimakrise oder der Corona-Pandemie muss ein eigenständiges Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit auch in Zukunft seinen Platz am Kabinettstisch behalten. Es ist dringend notwendig, dass die nächste Bundesregierung ihre Klimaausgaben erhöht. Das darf allerdings unter keinen Umständen auf Kosten der Entwicklungspolitik passieren. Außerdem muss Deutschland weiterhin mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe aufbringen, um auch künftig erfolgreich Entwicklungspolitik zu betreiben. Deshalb muss das 0,7-Prozent-Ziel dringend im nächsten Koalitionsvertrag landen!”

Im letzten Koalitionsvertrag von Union und SPD hatte man sich darauf geeinigt, auf dieses Ziel hinzuarbeiten. 2016 hatte die Bundesregierung dieses Ziel erstmalig erreicht, allerdings auch weil die Kosten zur Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland hinzugerechnet werden konnten. Erst 2020, hier aufgrund der umfassenden Sonderprogramme der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, hat die Bundesregierung das Ziel erneut erreicht.

Exo-Kreischer unterstreicht außerdem die massiven Rückschläge durch die Pandemie: „Die Corona-Pandemie hat innerhalb weniger Monate 25 Jahre des globalen Fortschritts im Kampf gegen Armut und Ungleichheit zunichte gemacht. Schätzungsweise 150 Millionen Menschen wurden in die extreme Armut getrieben. 137 Millionen mehr Menschen leiden durch Corona an Hunger. Deutschland muss seine internationale Verantwortung wahrnehmen und ein verlässlicher Partner für die Länder des Globalen Südens bleiben!”

 

Weitere Informationen für Journalist*innen:
  • Fotos der Aktion finden Sie ab 12 Uhr hier: https://bit.ly/bmz_bleibt
  • Stephan Exo-Kreischer steht gerne als Interviewpartner zur Verfügung und erklärt, warum es auch in Zukunft ein eigenständiges Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit geben muss.
  • Mehr Informationen zu den Folgen der Corona-Pandemie in Afrika finden Sie in ONEs Africa Covid-19 Tracker: https://bit.ly/2AFozOU

Die Aktion ist Teil der Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln, an der folgende Entwicklungsorganisationen beteiligt sind: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Aktionsbündnis gegen AIDS, CARE Deutschland, CBM Christoffel-Blindenmission, Friends of the Global Fund Europe, die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE Deutschland, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children Deutschland, SOS-Kinderdörfer weltweit und World Vision Deutschland. 

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

 

Pressekontakt:

ONE:
Scherwin Saedi: 0152/03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org
Corinna Robertz: 0157/ 38 246 021, corinna.robertz@one.org

Pressekontakte Partnerorganisationen:

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Monika Schröder: 0511/94 37 338, presse@dsw.org
www.dsw.org

Aktionsbündnis gegen Aids
Peter Wiessner: 030/2790 9998,  0163/45 68 514, wiessner@aids-kampagne.de
www.aids-kampagne.de

CARE Deutschland
Stefan Brand: 0170/74 48 600, brand@care.de
www.care.de

CBM Christoffel-Blindenmission
Marion Muhalia: 06251/13 12 41, marion.muhalia@cbm.org
www.cbm.de

Friends of the Global Fund Europe
Sergius Seebohm: 0162/2030 777, sergiusseebohm@afmeurope.org
www.theglobalfund.org/en/friends/

Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen
Donald Sandmann: 030/206 711 46, d.sandmann@stiftung-gegm.de
stiftung-gegm.de/

Global Citizen
Rick Nagelschmidt: 0177/576 95 69, presse@globalcitizen.org
www.globalcitizen.org

Oxfam Deutschland
Steffen Küßner: 0177/880 99 77, skuessner@oxfam.de
www.oxfam.de

Plan International Deutschland
Sascha Balasko: 040/607 716 146, sascha.balasko@plan.de
www.plan.de

Save the Children
Claudia Kepp: 0170/785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de
www.savethechildren.de

SOS-Kinderdörfer weltweit
Boris Breyer: 089/179 14 287, boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

World Vision Deutschland
Iris Manner: Christian Kage; Pressestelle: 06172/763-151, -153, -155, presse@wveu.org
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Entwicklungspolitische*r Referent*in

4. November 2021 - 10:10

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Entwicklungspolitische*n Referent*in

mit Dienstort Berlin.

Der*die Entwicklungspolitische Referent*in wird an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung arbeiten. Er*sie wird das Referat Entwicklungspolitik Deutschland bei der Entwicklung und Implementierung politischer Aktivitäten im Bereich globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten unterstützen. Der*die entwicklungspolitische Referent*in wird mit entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen, insbesondere mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Mitgliedern des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung zusammenarbeiten.

Ihre Aufgaben:
  • Sekretariat des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung
  • Planung und Durchführung von entwicklungspolitischen Veranstaltungen wie: Treffen des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung, nationale und internationale Netzwerktreffen, Podiumsdiskussionen, Konferenzen, etc.
  • Beobachtung und Analyse entwicklungspolitischer Prozesse im Deutschen Bundestag
  • Verfassen von Positionspapieren, Empfehlungen, Sprechzetteln, etc.
  • Vertretung der DSW gegenüber entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen
Wir erwarten:
  • Hochschulabschluss in Politikwissenschaften, Internationale Beziehungen, Development Studies, Public Health oder vergleichbare Qualifikation
  • Mindestens drei Jahre Berufserfahrung mit (entwicklungs-)politischem Bezug sowie Erfahrungen in der Arbeit mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages
  • Erfahrung mit der Organisation politischer Veranstaltungen
  • Sehr gute Kenntnisse der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Akteure mit den Schwerpunkten Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten
  • Einen selbstständigen, lösungsorientierten Arbeitsstil
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • Bereitschaft zu Dienstreisen (national und international)
Wir bieten:
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen und motivierten Team
  • Eine faire Vergütung und Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2021_10 Entwicklungspolitische*r Referent*in” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org.

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2021_10 Entwicklungspolitische*r Referent*in” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Der Vertrag ist zunächst bis August 2022 befristet, mit Aussicht auf Verlängerung.

Bewerbungsschluss ist der 21. November 2021.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Geburtenrate sinkt: Weltbevölkerung wächst langsamer

1. November 2021 - 8:00
Höhere Geburtenraten in Ländern mit vielen Teenagerschwangerschaften

Hannover, 1. November 2021. Weltweit bekommen Frauen im Laufe ihres Lebens immer weniger Kinder. Seit dem Jahr 1990 sank die Geburtenrate von durchschnittlich 3,2 Kindern pro Frau auf heute 2,3 Kinder. Das Wachstum der Weltbevölkerung hat sich damit in den letzten 30 Jahren um etwa ein Drittel verringert. Das gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich der Veröffentlichung des DSW-Datenreports 2021 bekannt. Die Geburtenraten der einzelnen Länder und Regionen variieren dabei stark. Die höchste Geburtenrate verzeichnet Afrika südlich der Sahara, die ärmste Region der Erde, mit 4,7 Kindern pro Frau. Länder mit hohem Einkommen verzeichnen eine durchschnittliche Geburtenrate von 1,8. Aktuell liegt die Weltbevölkerung bei etwa 7,9 Milliarden Menschen.

Teenagerschwangerschaften treiben Geburtenrate in die Höhe

Besonders hoch sind Geburtenraten in Ländern mit einem ungedeckten Bedarf an modernen Verhütungsmitteln und einer hohen Anzahl an Teeangerschwangerschaften. Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW, warnt vor den Folgen für Mädchen und Frauen: „Wenn Jugendliche nicht wählen können, ob sie ein Kind bekommen – sei es, weil ihnen Sexualaufklärung fehlt oder weil Verhütungsmittel rar sind –, wird ihnen ihr Selbstbestimmungsrecht verwehrt. Wegen früher Schwangerschaften geraten tausende Mädchen jedes Jahr in eine Armutsspirale. Die neue Bundesregierung muss Geschlechtergerechtigkeit in den Fokus ihrer Entwicklungszusammenarbeit stellen.” In Afrika südlich der Sahara hat jede zweite Frau (51 Prozent), die eine Schwangerschaft vermeiden möchte, keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Pro Jahr sind dort 16 Prozent der Geburten auf Teenagerschwangerschaften zurückzuführen. In Deutschland machen Teeangerschwangerschaften jährlich nur ein Prozent aller Geburten aus.

Weitere Informationen Über den DSW-Datenreport

Der DSW-Datenreport bietet aktuelle demografische und sozioökonomische Daten für alle Länder und Regionen der Welt – von den Bevölkerungsprojektionen bis 2050 über die Lebenserwartung bis zur Nutzung von modernen Verhütungsmitteln. Die DSW und das Population Reference Bureau (PRB) kooperieren seit 1997 bei der Veröffentlichung des Datenreports. Der DSW-Datenreport 2021 ist die deutsche Adaption des 2021 World Population Data Sheet.

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Über Das Population Reference Bureau (PRB)

Das PRB informiert weltweit über Bevölkerung, Gesundheit und Umwelt und trägt dazu bei, dass diese Informationen zur Verbesserung des Wohlergehens derzeitiger und künftiger Generationen eingesetzt werden. Das seit 1962 alljährlich veröffentlichte World Population Data Sheet des PRB liefert eine Analyse und Berichterstattung zur Entwicklung der Weltbevölkerung anhand demografischer Indikatoren nach Ländern und Regionen.

 

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Protestaktion: Entwicklungsorganisationen suchen Koalitionspartner*innen für globale Gerechtigkeit

27. Oktober 2021 - 11:00
NGOs fordern von Ampel-Verhandler*innen Zusage zu verlässlicher Entwicklungsfinanzierung im Koalitionsvertrag

Berlin, 27. Oktober 2021. Anlässlich der heutigen Koalitionsverhandlungen haben 13 Entwicklungsorganisationen die Verhandler*innen mit einer öffentlichen Protestaktion zu mehr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe aufgefordert.

Als Ampeln verkleidet machten die NGOs unter dem Motto „Koalitionspartner*innen gesucht“ vor dem Willy-Brandt-Haus auf ihre Ziele aufmerksam. „Wir fordern das Ampelbündnis dazu auf, sich mit einer zuverlässigen Entwicklungsfinanzierung und starker multilateraler Zusammenarbeit für das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele einzusetzen. Wir möchten uns an der Seite der neuen Bundesregierung für mehr globale Gerechtigkeit stark machen, aber dafür braucht es ausreichend Mittel. Aufgrund der Covid-19-Pandemie besteht akuter Handlungsbedarf für die zukünftige Bundesregierung“, erklären die Entwicklungsorganisationen.

Die zentrale Forderung der NGOs ist das Erfüllen der sogenannten ODA-Quote (Official Development Assistance, ODA): Deutschland muss sein Versprechen aus dem Jahr 1970 halten, jährlich mindestens 0,7 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung dauerhaft in öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Dieses 0,7-Prozent-Ziel erreichte Deutschland 2020 dank der umfassenden Sonderprogramme der Bundesregierung zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Zuvor war die Quote erst einmal im Jahr 2016 erreicht worden, und das auch nur durch die Anrechnung der Kosten für Geflüchtete im Inland. Gleichzeitig fordern die Entwicklungsorganisationen, dass der Etat des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) nicht unter das aktuelle Niveau von 12,43 Mrd. Euro fällt.

SPD, Grüne und FDP waren sich im Sondierungspapier einig: Die Ampel-Regierung möchte die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen vorantreiben. „Solange die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung hat und Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt strukturell in ihren Rechten benachteiligt werden, sind reiche Länder wie Deutschland in der Pflicht, diese Missstände durch finanzielle Hilfe anzugehen. Unsere Forderung ist daher ganz klar: Möchte sich die Ampel-Koalition für mehr globale Gerechtigkeit einsetzen, dann muss sie eine feste Zusage zum 0,7-Prozent-Ziel im Koalitionsvertrag verankern“, sagt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), die die Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln ins Leben gerufen hat.

Die Aktion der Entwicklungsorganisationen vor dem Willy-Brandt-Haus, die von einer mobilen Plakataktion im Berliner Regierungsviertel begleitet wurde, ist Teil der von der DSW initiierten Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln. Unterstützt wird sie von diesen Entwicklungsorganisationen: Aktionsbündnis gegen AIDS, CARE Deutschland, CBM Christoffel-Blindenmission, Friends of the Global Fund Europe, die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE Deutschland, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children Deutschland, SOS-Kinderdörfer weltweit und World Vision Deutschland. Weitere Elemente der Kampagne sind z. B.  ein Kampagnenfilm und eine starke Kommunikation in den sozialen Medien unter dem Hashtag #ZusammenWeiterEntwickeln.

Fotos der Aktion zum Download

Fotos der Aktion stehen am 27. Oktober 2021 ab 13 Uhr unter https://www.picdrop.com/dieprojektoren/DSW-MediaStunt-Koalitionsverhandlungen zur Verfügung.

Weitere Informationen

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Pressekontakte

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Monika Schröder: 0511/94 37 338, presse@dsw.org
www.dsw.org

Aktionsbündnis gegen Aids
Peter Wiessner: 030/2790 9998, 0163/45 68 514, wiessner@aids-kampagne.de
www.aids-kampagne.de

CARE Deutschland
Stefan Brand: 0170/74 48 600, brand@care.de
www.care.de

CBM Christoffel-Blindenmission
Marion Muhalia: 06251/13 12 41, marion.muhalia@cbm.org
www.cbm.de

Friends of the Global Fund Europe
Sergius Seebohm: 0162/2030 777, sergiusseebohm@afmeurope.org
www.theglobalfund.org/en/friends/

Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen
Donald Sandmann, 030/206 711 46, d.sandmann@stiftung-gegm.de
stiftung-gegm.de/

Global Citizen
Rick Nagelschmidt: 0177/576 95 69, presse@globalcitizen.org
www.globalcitizen.org

ONE
Scherwin Saedi: 0152/03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org
www.one.org/onevotede/

Oxfam Deutschland
Steffen Küßner, 0177/880 99 77, skuessner@oxfam.de
www.oxfam.de

Plan International Deutschland
Sascha Balasko: 040/607 716 146, sascha.balasko@plan.de
www.plan.de

Save the Children
Claudia Kepp: 0170/785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de
www.savethechildren.de

SOS-Kinderdörfer weltweit
Boris Breyer: 089/179 14 287, boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

World Vision Deutschland
Iris Manner, Christian Kage; Pressestelle: 06172/763-151, -153, -155, presse@wveu.org
www.worldvision.de

 

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Kategorien: Ticker

Presseeinladung zum Fototermin – Protestaktion: 13 NGOs fordern globale Gerechtigkeit im Koalitionsvertrag

26. Oktober 2021 - 8:00

Berlin, 26. Oktober 2021. Mit einer fotogenen Protestaktion zu Beginn der Koalitionsverhandlungen machen 13 Entwicklungsorganisationen auf ein wichtiges Anliegen für die neue Legislatur aufmerksam: Die NGOs fordern von den Koalitionsverhandler*innen von SPD, Grünen und FDP, dass sich die neue Regierung im Koalitionsvertrag zu einer verlässlichen und ausreichenden Finanzierung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe bekennt. 

Ziel der Protestaktion: Im Koalitionsvertrag soll festgeschrieben werden, dass, wie international vereinbart, jährlich mindestens 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe bereitgestellt wird. Dabei sollen die Kosten für Geflüchtete im Inland nicht angerechnet werden. 

Unter dem Motto „Wir suchen ab sofort Koalitionspartner*innen (m/w/d)“ laden die beteiligten NGOs die Ampel-Verhandler*innen zum Vorstellungsgespräch auf der Straße ein. In Ampelkostümen machen sie Kandidat*innen ausfindig, mit denen sie auf gemeinsamen Erfolgen aufbauen und sich in der anstehenden Legislaturperiode für mehr globale Gerechtigkeit und ein Ende von Hunger und extremer Armut einsetzen können. Rund um die Aktion machen zwei Lastenfahrräder mit großen Bannern auf die Forderungen der Entwicklungsorganisationen aufmerksam. 

Sie sind herzlich zum Fototermin eingeladen am
27. Oktober, um 11 Uhr
am Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 140 (an der Passage Richtung Stresemannstraße 29), Berlin.

Für Interviews stehen Ihnen vor Ort Vertreter*innen der beteiligten Organisationen zur Verfügung.

Fotos der der Aktion zum Download

Fotos der Aktion stehen am 27. November 2021 ab 13 Uhr unter https://www.picdrop.com/dieprojektoren/DSW-MediaStunt-Koalitionsverhandlungen zur Verfügung.

Weitere Informationen

Kampagnenwebsite: https://www.dsw.org/zusammen-weiter-entwickeln/
Kampagne auf Twitter: https://twitter.com/hashtag/ZusammenWeiterEntwickeln
Kampagnenfilm: https://youtu.be/YCvdNN9a5fc 

Die Aktion ist Teil der von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) initiierten Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln, an der folgende Entwicklungsorganisationen beteiligt sind: Aktionsbündnis gegen AIDS, CARE Deutschland, CBM Christoffel-Blindenmission, Friends of the Global Fund Europe, die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE Deutschland, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children Deutschland, SOS-Kinderdörfer weltweit und World Vision Deutschland.

Diese Einladung als PDF herunterladen.

Kontakt für Fragen und Interviewanfragen vorab:

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Monika Schröder: 0511/943 73 38, presse@dsw.org
www.dsw.org

Pressekontakte Partnerorganisationen:

Aktionsbündnis gegen Aids
Peter Wiessner: 030/2790 9998,  0163/45 68 514, wiessner@aids-kampagne.de
www.aids-kampagne.de

CARE Deutschland
Stefan Brand: 0170/74 48 600, brand@care.de
www.care.de

CBM Christoffel-Blindenmission
Marion Muhalia: 06251/13 13 41, marion.muhalia@cbm.org
www.cbm.de

Friends of the Global Fund Europe
Sergius Seebohm: 0162/2030 777, sergiusseebohm@afmeurope.org
www.theglobalfund.org/en/friends/

Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen
Donald Sandmann, 030/206 711 46, d.sandmann@stiftung-gegm.de
stiftung-gegm.de/

Global Citizen
Rick Nagelschmidt: 0177/576 95 69, presse@globalcitizen.org
www.globalcitizen.org

ONE
Scherwin Saedi: 0152/03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org
www.one.org/onevotede/

Oxfam Deutschland
Steffen Küßner, 0177/880 99 77, skuessner@oxfam.de
www.oxfam.de

Plan International Deutschland
Sascha Balasko: 040/607 716 146, sascha.balasko@plan.de
www.plan.de

Save the Children
Claudia Kepp: 0170/785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de
www.savethechildren.de

SOS-Kinderdörfer weltweit
Boris Breyer: 089/179 14 287, boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

World Vision Deutschland
Iris Manner, Christian Kage; Pressestelle: 06172/763-151, -153, -155, presse@wveu.org
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Stiftungsallianz für Afrika (SAfA) geht an den Start

19. Oktober 2021 - 14:12

Der 17. und 18. August 2021 waren aufregende Tage für die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Ein Eröffnungsworkshop mit Planungssitzung in Bahir Dar, der Hauptstadt der Region Amhara (Äthiopien), setzte den Startschuss für ein neues entwicklungspolitisches Vorhaben: die Stiftungsallianz für Afrika (SAfA) gGmbH. „Die SAfA setzt ambitionierte Ziele, die sich an der Lebensrealität von jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren orientieren. Wir stehen mit vollem Einsatz und zu einhundert Prozent für die Ziele der SAfA ein“, erklärt Feyera Assefa, Direktor im äthiopischen Länderbüro der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in der Eröffnungsrede. In den besonders bevölkerungsreichen Regionen Amhara und Oromia verbessert die SAfA in einem ersten gemeinsamen Projekt die Lebensperspektiven von jungen Menschen. Das Projekt heißt „Enhancing livelihood prospects for young people in Ethiopia” und fasst drei Anknüpfungspunkte ins Auge. Einer ist Gesundheit, körperliche Selbstbestimmung und freiwillige Familienplanung, ein weiterer ist Landwirtschaft und Einkommenssicherung und schließlich liegt ein dritter Schwerpunkt in den Bereichen Bildung und Logistik.  Finanziert wird es vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie den drei Stiftungen, die die SAfA bilden: der Rossmann Stiftung, der Kühne Stiftung, der Max und Ingeburg Herz Stiftung und der Hanns R. Neumann Stiftung. Die Hanns R. Neumann Stiftung Äthiopien, die Elias Melake Stiftung und die DSW Äthiopien setzen das Projekt in den kommenden vier Jahren um.

Warum braucht es eine Allianz aus mehreren Organisationen?

Die Herausforderungen, denen junge Menschen in Äthiopien begegnen, sind vielfältig. Viele finden weder auf dem Land noch in der Stadt die Bedingungen vor, die sie für einen guten Start ins Erwachsenenleben brauchen. Eine einzelne Organisation kann das nicht immer leisten. Beispielsweise fehlen vielen Jugendlichen ausreichende Bildungsangebote. Eine gute Bildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und ein sicheres Einkommen. Um wenigstens Mädchen versorgt zu wissen, verheiraten Eltern ihre Töchter oft bereits im Teenageralter. Was vermeintlich „gut gemeint“ ist, endet für viele Mädchen und junge Frauen in viel zu frühen Ehen, die nicht auf Augenhöhe stattfinden und in denen sie wenig Mitspracherecht haben – zum Beispiel wenn es um die Anzahl ihrer Kinder geht. Oft werden die Mädchen dann auch bereits im Teenageralter schwanger, was auch körperliche Folgen nach sich ziehen kann. Mädchen, die vor ihrem 18. Lebensjahr entbinden, sind zum Beispiel unverhältnismäßig oft von Geburtskomplikationen wie Scheidenfisteln betroffen. Um all diesen Herausforderungen beizukommen, braucht es Bildung, Sexualaufklärung, aber auch Perspektiven für ein regelmäßiges Einkommen. In einer Allianz können all diese Aspekte angegangen werden. Das zeigt das erste Projekt der SAfA.

Das erste SAfA-Projekt „Enhancing livelihood prospects for young people in Ethiopia”

Bildung und Sexualaufklärung führen dazu, dass gängige Geschlechterrollen hinterfragt werden und Frauen und Mädchen selbstbestimmtere Entscheidungen in Bezug auf ihre Partnerwahl und die Anzahl ihrer Kinder treffen. Im Projekt deckt die DSW Äthiopien diese Bereiche ab. Die Hanns R. Neumann Stiftung hingegen bildet die Jugendlichen in der Landwirtschaft aus und unterstützt sie dabei, Businesspläne für landwirtschaftliche Betriebe zu erstellen. Damit haben junge Menschen echte Zukunftsperspektiven und können sich besser vor Armut schützen. Die Elias Melake Stiftung bietet den Jugendlichen Weiterbildungen in den Bereichen Lieferketten und Geschäftsbeziehungen an. Sie bekommen so das nötige Knowhow in die Hand, um ihre Unternehmen auszubauen und Synergien mit anderen Unternehmer*innen zu bilden. „Mit mehrgleisigen Ansätzen haben wir schon bei dem TeamUp-Programm sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Angela Bähr, Programmdirektorin der DSW, „so können wir Programme umsetzen, die die unterschiedliche Bedarfe von zahlreichen Jugendlichen und Jungerwachsenen ansprechen. Das kommt den Jugendlichen in ihrer gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung direkt zugute! Die SAfA ist ein tolles Modell für nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, die auch die Fragen der Bevölkerungsdynamik aufgreift. Ich freue mich auf die kommenden vier Jahre und hoffe auf viele weitere.“

SAfA setzt auf Zusammenarbeit mit den Regionalregierungen

In Amhara und Oromia leben viele junge Menschen. 70.000 von ihnen sollen Zugang den Angeboten des Projekts bekommen. Damit das gelingt, müssen die Entwicklungsorganisationen auch regionale Behörden von ihren Aktivitäten überzeugen und gut mit ihnen zusammenarbeiten. Entsprechend lang war die Gästeliste für den Eröffnungsworkshop in Bahir Dar. 58 Teilnehmende nahmen in den Stuhlreihen des Veranstaltungsraumes Platz. Neben Mitarbeitenden der Bündnispartner waren auch Repräsentant*innen des äthiopischen Gesundheitsministeriums, dem Ministerium für Frauen, Kinder und Jugend und der amharischen Regionalverwaltung vor Ort. Sie bekamen nicht nur eine Einführung in das Konzept, sondern erfuhren auch, welche konkreten Maßnahmen die ausführenden Organisationen umsetzen. Ein Überblick, wie die Projektpartner ihre Erfolge messen, bildete den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

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Jugendliche kämpfen für Zugang zu Verhütung

11. Oktober 2021 - 16:58

Dieser Blogbeitrag, wurde erstmals am 22. September 2021 auf der englischen Website der DSW veröffentlicht. Er ist ein gemeinsamer Beitrag mit IPPF unter dem Dach von Countdown2030 Europe.

Jedes Jahr wird der Weltverhütungstag am 26. September auf der ganzen Welt begangen. Der Tag wurde im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Er soll das Bewusstsein für moderne Verhütungsmittel und das Recht jedes*r Einzelnen stärken, selbst zu entscheiden, ob, wann und mit wem er*sie Kinder haben möchte. In den letzten Jahrzehnten gab es zwar erhebliche Fortschritte beim Zugang zu Verhütungsmitteln und in der Forschung, die die Möglichkeiten des*r Einzelnen, Entscheidungen über die eigene sexuelle und reproduktive Gesundheit zu treffen, erweitert haben, aber es bleibt noch einiges zu tun. Deswegen setzt sich die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) jeden Tag aufs Neue dafür ein, dass mehr Jugendliche, insbesondere in Ostafrika, Zugang zu Verhütungsmitteln erhalten. Denn fast jede zweite Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren in Afrika südlich der Sahara, die eine Schwangerschaft verhindern möchte, kann nicht verhüten.

Die Versorgung und der Zugang zu Verhütungsmitteln waren während der Coronapandemie unterbrochen. Junge Menschen waren davon besonders betroffen.  Am Weltverhütungstag feiern wir gemeinsam mit unseren internationalen Partnern, wie z.B.  der International Planned Parenthood Federation (IPPF) oder dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund, UNFPA) junge Menschen von Malawi bis Jamaika, Uganda bis Mali, die ihre Altersgenossen dabei unterstützen, informierte Entscheidungen über ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit zu treffen.

 

Kondwani (22) von der Youth Action Movement (YAM), Family Planning Association Malawi. Foto © IPPF/Tommy Trenchard

„Die meisten von ihnen kommen wegen Kondomen her, aber ich verteile sie nicht einfach. Ich frage sie: Wie benutzt man ein Kondom? Welchen Nutzen hat es, welche Vorteile bietet es?“

In Chigude, einem ländlichen Dorf in Malawi, informieren Kondwani und andere Freiwillige Jugendliche über sexuelle und reproduktive Gesundheit. Die Freiwilligen wollen ihr Wissen mit Gleichaltrigen teilen. Sie treffen sich regelmäßig und wenden sich an junge Menschen in Schulen, Universitäten und in den sozialen Medien.

Lesen Sie hier mehr über Kondwanis Arbeit (in Englisch).

 

Abdoulaye Camara, Leiter des Youth Action Movement (YAM) Dance Troupe, Bamako, Mali. Foto © IPPF/Xaume Olleros

 

 

„Wir lenken sie mit Tanz und Humor ab und vermitteln ihnen dann wichtige Botschaften über Sex, ohne ihnen zu nahe zu treten. Wir machen deutlich, dass es nicht darum geht, sie zu beschämen oder sie vorzuführen, sondern einfach zu erklären, wie diese Dinge passieren.“

Abdoulaye ist Leiter der Tanztruppe des Youth Action Movement, einer  Jugendbewegung, die zur Association Malienne pour la Protection et la Promotion de la Famille (AMPPF) gehört. Sie nutzen Tanz und Comedy, um über Sex zu sprechen und einem Publikum, das oft mit solchen Themen überfordert ist und sich dafür schämt, Botschaften zu vermitteln, die von der Verwendung von Kondomen bis zur Warnung vor der Einnahme gefälschter Antibiotika reichen.

Lesen Sie hier mehr über Abdoulayes Arbeit (in Englisch).

 

Lucy Melvin (22) von der Link Empowerment Initiative in Githurai, Nairobi (Kenia).

„Ich habe das Gefühl, dass sich seit dem Beginn der Pandemie vieles verändert hat. Zuerst wurden viele Aktivitäten, die wir früher im Jugendzentrum durchgeführt haben, eingestellt. Der Zugang zu Diensten und Informationen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit hat sich im Folgenden ebenfalls verschlechtert, und deshalb werden viele junge Menschen, vor allem Mädchen, schwanger, weil niemand da ist, der sie anleitet und mit ihnen über Familienplanung und die Verwendung von Verhütungsmitteln spricht.“

Lucy ist Mitglied der Link Empowerment Initiative und beteiligt sich an Aktivitäten, die darauf abzielen, junge Menschen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sowie Verhütung und Familienplanung aufzuklären. Sie erreicht viele Jugendliche in der Gemeinde mit den richtigen Informationen und vermittelt ihnen Fähigkeiten, die sie nutzen können, um ihr Leben zu verbessern.

Candice (18) von der Youth Advocacy Movement YAM), Jamaica Family Planning Association. Foto © IPPF/Ryan Riley

„Ich habe gesehen, wie Teenager schwanger wurden, weil sie nicht wussten, wie sie eine Schwangerschaft verhindern konnten. Ich dachte mir, ich könnte helfen, indem ich mich selbst informiere, es auf mich anwende und mit den Menschen um mich herum spreche und sie über sexuelle Gesundheit und Rechte aufkläre. Ich wollte einfach für mich selbst lernen und das Wissen weitergeben.“

Candice nutzt ihr Wissen und ihr Engagement beim Youth Advocacy Movement (YAM), um Gleichaltrige über ihre sexuelle Gesundheit und ihre Rechte aufzuklären, in der Hoffnung, dass sie eine informierte Entscheidung treffen, wenn sie Sex haben wollen.

Lesen Sie hier mehr über Candices Arbeit (in Englisch).

 

John Jessy (22) DSW – Action4Health Uganda, Youth Champion, Uganda.

„Es ist sehr wichtig junge Menschen mit genauen Informationen zu versorgen, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können. Es hat sich als wirksames Mittel erweisen, wenn in Geseundheitseinrichtungen sogenannte Jugendbereiche – also Räume, in denen junge Menschen Gesundheitsdienste, einschließlich Dienste der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Anspruch nehmen können – eingerichtet werden. So können junge Menschen besser erreicht werden.“

Lesen Sie hier mehr über John Jessys Arbeit (in Englisch).

 

 

Jüngste Daten von UNFPA haben gezeigt, dass in einem Jahr der Coronapandemie fast 12 Millionen Frauen weltweit der Zugang zu Verhütungsmitteln verwehrt blieb, was zu 1,4 Millionen ungewollten Schwangerschaften führte. Vor diesem Hintergrund geben die Ergebnisse des Berichts Donors Delivering for SRHR 2021, der jährlich gemeinsam von der DSW und dem Europäischen Parlamentarischen Forum für sexuelle und reproduktive Rechte (EPF) veröffentlicht wird, Anlass zur Sorge. Der Bericht zeigt, dass bereits vor der Coronapandemie die ODA-Zahlungen der OECD-DAC-Geber für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sanken. Im Jahr 2019 fielen sie um mehr als eine Milliarde US-Dollar geringer aus als 2018.

Angesichts der pandemiebedingten Rückschritte in diesem Bereich müssen die Geber jetzt mehr denn je aktiv werden und zusammenarbeiten, um die Finanzierungslücke zu schließen und damit gerechte und dauerhafte Fortschritte für alle zu erzielen. Die jüngsten Schritte der Europäischen Union, die Bedeutung von SRGR in ihrem neuen Gender-Aktionsplan (GAP III) anzuerkennen, sind zwar ein wichtiger Schritt nach vorn, doch es ist von entscheidender Bedeutung, dass die EU nun konkrete Schritte unternimmt, um die Zusagen in höhere Auszahlungen umzuwandeln und die Bereitstellung von SRGR-Diensten für junge Menschen in vulnerablen Situationen in der ganzen Welt zu unterstützen.

Lesen Sie hier mehr über Empfehlungen des Countdown2030 Europe (in Englisch).

 

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