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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Aktualisiert: vor 6 Stunden 43 Minuten

Ein Menschenfreund und großherziger Idealist

25. Juni 2022 - 6:00
Wir trauern um unseren Gründer und langjährigen Vorstandsvorsitzenden Erhard Schreiber

Erhard Schreiber war ein echter Menschenfreund, das spürte jeder, auf den der große schlanke Mann mit seinem offenen Lächeln und einnehmender Herzlichkeit zuging. Erst vor wenigen Wochen konnten dies Mitarbeiter, Weggefährten und Gäste erleben, als die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), seine Stiftung, ihren 30. Geburtstag feierte. Niemand ahnte, dass es sein Abschied sein würde. Am 13. Juni ist der Gründungsstifter der DSW im Alter von 82 Jahren in seiner Heimatstadt Hannover gestorben.

Es war ein Zeitungsartikel, der den Ingenieur und Unternehmer einen Stift in die Hand nehmen und eine Kurve zeichnen ließ: Seit seiner Schulzeit, in nur 40 Jahren, hatte sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Erhard Schreiber begann zu recherchieren und stellte fest, dass eine der Kernursachen für diese Entwicklung, ein eklatanter Mangel an sexueller Aufklärung und Möglichkeiten der Verhütung, in der Entwicklungsarbeit Anfang der 90 Jahre überhaupt keinen Platz hatten, weder in der deutschen Politik noch in den Hilfsorganisationen. Das war die Initialzündung für die Gründung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW).

Wegbereiter für einen neuen Ansatz in der Entwicklungsarbeit

Erhard Schreiber war nicht nur erfolgreicher Unternehmer, sondern auch ein großherziger Idealist. Von dem, was er mit der Produktion von Kläranlagen erwirtschaftete, wollte er gerne etwas weitergeben. In Dirk Rossmann, den er für seine Idee begeistern konnte, fand er den geeigneten Partner, um das Fundament für die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung zu legen.

Frauen die Chance der sexuellen Selbstbestimmung zu geben und damit der verantwortungsvollen Familienplanung, war einer der zentralen Ansätze der DSW, die damit zum Wegbereiter für eine am Individuum orientierte Entwicklungszusammenarbeit wurde. Über ein Vierteljahrhundert stand Erhard Schreiber an der Spitze des Vorstands und begleitete den Ausbau nicht nur der Projektarbeit vor Ort in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda, sondern auch der politischen Arbeit, für die mit der Zeit eigene Büros in Berlin und Brüssel eingerichtet wurden.

Für dieses Engagement erhielt Erhard Schreiber gemeinsam mit Dirk Rossmann 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Ehrungen, wie diese, waren aber nicht sein Antrieb. Der kam aus seinem echten Idealismus, der ihn niemals zweifeln ließ, dass auch eine relativ kleine Stiftung wie die DSW Großes bewegen kann, und aus seiner tiefen Menschenliebe. Die erfuhren auch alle Mitarbeiter der Stiftung, wenn Erhard Schreiber auch nach seiner aktiven Tätigkeit noch regelmäßig vorbeischaute, auf keiner Weihnachtsfeier fehlte und jeden Einzelnen mit aufrichtigem Interesse bedachte. Er wird schmerzlich fehlen, doch seine Erinnerung wird Ansporn sein und in der von ihm gegründeten Stiftung weiterleben.

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Referent*in Fundraising (m/w/d)

16. Juni 2022 - 14:24

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung baut ihr Referat Fundraising aus und sucht dafür zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine engagierte, offene und kommunikationsstarke Persönlichkeit als

Referent*in Fundraising (m/w/d)

mit Dienstort Hannover.

Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung bei der Ausarbeitung und Umsetzung einer Fundraisingstrategie;
  • Mitarbeit bei der Entwicklung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen zur Stärkung der öffentlichen Wahrnehmung und Spendengenerierung;
  • Spender*innenpflege und –Gewinnung besonders im Bereich Stiftungs- und Unternehmensfundraising;
  • Texten und Gestalten von Projektanträgen, Projektberichten und weiteren Fundraising-Unterlagen;
  • (Frei-)Anzeigengestaltung sowie texten von Fundraising relevanten Artikeln in Zeitschriften
  • Ausbau der Maßnahmen im Online-Fundraising und Verantwortung für die Inhalte der Fundraising – Unterseiten der DSW-Homepage
Wir erwarten:
  • Ein abgeschlossenes Studium in den Bereichen Kommunikation, Marketing oder Fundraising oder mindestens eine zweijährige Berufserfahrung im Bereich Fundraising;
  • Gute Kenntnisse der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Akteure mit den Schwerpunkten Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Gleichstellung der Geschlechter wünschenswert;
  • Einen selbstständigen, lösungsorientierten Arbeitsstil;
  • Sehr gute Redaktionskenntnisse in Deutsch, Fähigkeit zur zielgruppenadäquaten Ansprache, wünschenswert verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift);
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team;
  • Bereitschaft zu gelegentlichen Dienstreisen (national und international).
Wir bieten:
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld;
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen und motivierten Team;
  • Eine faire Vergütung und Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums;
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima;
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing;
  • Betriebliche Altersvorsorge.
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_10 Fundraising Referent*in” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer „DSW2022_10 Fundraising Referent*in“ in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Die Stelle ist zunächst mit 0,75 % der Arbeitszeit zu besetzen und der Arbeitsvertrag ist zunächst auf 2 Jahre befristet, mit Aussicht auf Verlängerung.

Bewerbungsschluss ist der 1. Juli 2022.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Referent*in der Geschäftsführung in Teilzeit (m/w/d)

16. Juni 2022 - 12:14

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in der Geschäftsführung in Teilzeit (m/w/d)

mit Dienstort Hannover.

Der*die Referent*in der Geschäftsführung ist an der Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, den inhaltlichen Funktionsbereichen der DSW in Berlin und Hannover, sowie den Länderbüros tätig. Der*die Referent*in unterstützt die Geschäftsführung im allgemeinen Tagesgeschäft, bei der fachlichen Recherche von Inhalten und beteiligt sich an einzelnen Projekten der Geschäftsführung, wie z.B. der Aktualisierung von Compliance – Prozessen.

Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung der Geschäftsführung im operativen Tagesgeschäft: Terminmanagement, Schriftverkehr, Protokollführung, Vorbereitung von Veranstaltungen, Besprechungen, etc.
  • Betreuung der Stiftungsgremien und deren Kommunikation;
  • Unterstützung bei der Koordination von bei der Geschäftsführung liegenden Projekten und eigenständige Übernahme von Projekten im Auftrag der GF;
  • Unterstützung der Geschäftsführung beim Erstellen von Präsentationen, Berichten und Datenanalysen;
  • Entwicklung von Vorlagen zur Entscheidungsfindung auf Geschäftsführungsebene und Dokumentation von strategischen Entscheidungen;
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Sekretariatsbereich der Stiftung (gegenseitige Unterstützung und Vertretung).
Wir erwarten:
  • Hochschulabschluss im Bereich Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Public Health oder eine vergleichbare Qualifikation;
  • Mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in einer vergleichbaren Position;
  • Gute Kenntnisse in Bezug auf Kommunikations- und Präsentationstechniken;
  • Versierten Umgang mit dem MS Office Paket;
  • Gute Kenntnisse in administrativen Prozessen sind von Vorteil;
  • Kenntnisse zu den Themenbereichen der DSW sind erwünscht;
  • Organisationstalent mit einem selbständigen, zuverlässigen und strukturierten Arbeitsstil;
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift);
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen, Durchsetzungsvermögen, diplomatisches Geschick und Teamfähigkeit;
  • Bereitschaft zu nationalen und internationalen Dienstreisen.
Wir bieten:
  • Ein internationales Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team
  • Ein spannendes Themenfeld mit Gestaltungsspielraum
  • Angemessene Vergütung
Bewerbungsverfahren:

Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) bitte mit dem Verweis “DSW2022_11 Referent*in der Geschäftsführung” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org.

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2022_11 Referent*in der Geschäftsführung” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Die vertragliche Arbeitszeit beträgt bis zu 0,75 FTE. Der Vertrag ist zunächst auf 2 Jahre befristet mit Aussicht auf Verlängerung.

Bewerbungsschluss ist der 1. Juli 2022.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Referent*in Zentrales Sekretariat (m/w/d)

25. Mai 2022 - 15:58

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in Zentrales Sekretariat (m/w/d) 

mit Dienstort Hannover.

In dieser Rolle betreuen Sie das Büromanagement unserer Büros in Hannover und Berlin und haben von der Planung von Betriebsausflügen bis hin zur Pflege der Stammakten freie Hand. Eine Anwesenheit im zentralen Sekretariat ist notwendig und kann nicht aus dem Homeoffice erfolgen. Sie sind Teil des Teams Personal & Verwaltung und arbeiten eng mit unserem Finanzteam zusammen. Sie sind erste*r Ansprechpartner*in für externe Dienstleister und allgemeine Anfragen und unterstützen unsere Mitarbeitenden u.a. bei Reisevorbereitungen.

Ihr Aufgabengebiet:
  • Selbständige und eigenverantwortliche Erledigung der Büroverwaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Standort Berlin, dazu gehören u.a. Management der Dienstleisterverträge, Rechnungsbearbeitung, Postein- und –ausgang, Besetzung der Telefonzentrale und Betreuung der allgemeinen E-Mailadresse
  • Bearbeitung von Aufgaben des Reisemanagements
  • Gewährleistung von einwandfreien Büroabläufen, einschließlich des Bürobedarfs
  • Unterstützung der Geschäftsleitung bei Terminanfragen, Reiseplanungen und der Vor- und Nachbereitung von Gesprächen und Treffen sowie Sonderaufgaben
  • Organisation von internen Veranstaltungen
  • Sicherstellung von Dokumentation und Pflege der Stammakten der Stiftung
  • Überwachung der verwaltungsbezogenen Vertragsfristen und deren Erneuerung
  • Koordination von Reparaturen der Haustechnik
Ihr Profil:
  • Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung im Bereich Büromanagement oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung im zentralen Sekretariat oder in vergleichbarer Position
  • Min. drei Jahre Arbeitserfahrung im Bereich Büromanagement
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, sehr gute Kenntnisse in Englisch (in Wort und Schrift)
  • Eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten, sowie selbstständiges Priorisieren von Aufgaben
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen, Freude an der Arbeit im Team, ein adressatengerechtes Auftreten sowie einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen
  • Vielseitige EDV-Kenntnisse (Word, Excel, Outlook)
Wir bieten Ihnen:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie Jobrad-Leasing und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_08 Referent*in zentrales Sekretariat” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2022_08 Referent*in zentrales Sekretariat” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2022.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Junior Referent*in Personal (m/w/d) in Vollzeit

25. Mai 2022 - 15:38

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Junior Referent*in Personal (m/w/d) in Vollzeit

mit Dienstort Hannover oder Berlin.

In dieser Rolle sind Sie zentrale*r Ansprechpartner*in für alle Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Personalfragestellungen. Sie unterstützen unser Personal & Verwaltungs-Team in operativen Personalangelegenheiten sowie im Tagesgeschäft und stellen somit als Team-Member eine erfolgreiche, serviceorientierte Personalarbeit sicher

Ihr Aufgabengebiet:
  • Selbständige und eigenverantwortliche Erledigung administrativer Personalprozesse in enger Zusammenarbeit mit dem Personalteam in Deutschland und Brüssel
  • Unterstützung im Bereich Personalsachbearbeitung bei der Erstellung von Arbeitsverträgen, Zeugnissen, etc.
  • Unterstützung beim Personalrecruiting, beispielsweise durch das Schalten von Stellenanzeigen
  • Ansprechpartner*in für die Mitarbeitenden und Führungskräfte zum Tagesgeschäft im Personalbereich
  • Bearbeitung von Aufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Pflege der Personalakten, einschließlich Vertrags- und Lohnanpassungen für die Büros in Hannover, Berlin und Brüssel
  • Vertrags- und Mitarbeitendendokumentation der DSW Länderbüros in Ostafrikaanfordern und ablegen
Ihr Profil:
  • Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung mit Weiterbildung zum*zur Personalfachkaufmann*frau oder Bachelorstudium der Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Personal, oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung als Personalsachbearbeiter*in in vergleichbarer Position
  • Min. zwei Jahre Arbeitserfahrung im Personalbereich
  • Eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten, selbstständiges Handeln. Weiterhin müssen Sie in der Lage sein, auch in Stresssituationen den Überblick zu behalten und Prioritäten zu setzen.
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen, Freude an der Arbeit im Team, ein adressatengerechtes Auftreten sowie einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
Wir bieten Ihnen:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, Bahn-Card 25, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_09 Junior Referent*in Personal” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer „DSW2022_09 Junior Referent*in Personal“ in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2022.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Kampf gegen Aids, Tuberkulose, Malaria: Haushalt stellt Mittel bereit

20. Mai 2022 - 13:01
Finanzierungslücke schrumpft auf 100 Millionen Euro

Hannover, 20. Mai 2022. Für die Grundfinanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Tuberkulose, Aids und Malaria sind im Bundeshaushalt 1,2 Milliarden Euro vorgesehen. Die Finanzierungslücke für die Wiederauffüllung des Globalen Fonds schrumpft somit auf 100 Millionen Euro. Das gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich der Ankündigung von Entwicklungsministerin Schulze bekannt. Die Bundesregierung kommt damit den Forderungen der Zivilgesellschaft entgegen. Ursprünglich waren im Bundeshaushalt lediglich 630 Millionen Euro für die Grundfinanzierung des Globalen Fonds vorgesehen.

„Wir freuen uns sehr über die Kurskorrektur“, betont Andreas Hübers, Leiter der politischen Arbeit bei der DSW. „Trotzdem ist der Mindestbetrag noch nicht erreicht. Durch die Corona-Pandemie gibt es erstmals seit 20 Jahren Rückschritte bei den jahrzehntealten Pandemien Aids, Tuberkulose und Malaria. Die neue Ausbreitung kann verhindert werden! Bis zur Widerauffüllungskonferenz des Globalen Fonds im September bleibt nun noch Zeit, um die Finanzierungslücke von 100 Millionen Euro zu schließen.“

Trotz der Aufstockung bleibt die Bundesregierung hinter den Forderungen der Zivilgesellschaft eines deutschen Minimalbeitrages von 1,3 Milliarden Euro zurück. Auch das gestrige Kommuniqué des G7-Entwicklungsminister*innentreffens in Berlin stützt diese Forderung.

Über den Globalen Fonds

Der Globale Fonds wurde im Jahr 2002 mit dem Ziel gegründet, die drei Krankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria zu beenden. Seit seinem Bestehen hat der Globale Fonds mit seinen Partnern mehr als 44 Mio. Menschenleben gerettet. Gemeinsam macht sich der Globale Fonds die bestmöglichen Erfahrungen, Erkenntnisse und Innovationen im öffentlichen und privaten Sektor zunutze, um auf Krankheiten zu reagieren und widerstandsfähige und nachhaltige Gesundheitssysteme aufzubauen.

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Pressemitteilung hier als PDF herunterladen.

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UN-Resolution zu „Bevölkerung und nachhaltige Entwicklung“: DSW an Verhandlungen in New York beteiligt

9. Mai 2022 - 12:04

Alisa Kaps (2. v.r.) bei der CPD in New York. Bild: privat.

Jedes Jahr treffen sich Länderdelegierte und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft aus der ganzen Welt zur sogenannten Kommission für Bevölkerung und Entwicklung (Commission on Population and Development, CPD) bei den Vereinten Nationen. Die Kommission überwacht, welche Fortschritte die Staatengemeinschaft bei der Umsetzung des Aktionsprogramms der Weltbevölkerungskonferenz von Kairo (International Conference on Population and Development, ICPD) macht. Als Teil der deutschen Delegation konnte in diesem Jahr Alisa Kaps, entwicklungspolitische Referentin bei der DSW, bei den Verhandlungen dabei sein. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Covid-19 Pandemie fanden diese wieder überwiegend in Person im UN-Hauptquartier in New York statt.

Die diesjährige 55. Tagung der CPD befasste sich mit dem Schwerpunktthema „Bevölkerung und nachhaltige Entwicklung, insbesondere nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum.“ Dabei gelang es zum zweiten Mal in Folge am Ende der Verhandlungen eine Resolution zu verabschieden, die Analysen und Empfehlungen zu nachhaltiger Entwicklung, gerechtem Wirtschaftswachstum und der Erreichung der im Aktionsprogramm von Kairo gesetzten Ziele umfasst. Was im ersten Moment nach keiner großen Sache klingt, ist dabei ein großer Erfolg. Denn wann immer die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen zusammenkommen, um über Themen wie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) und Geschlechtergleichstellung zu diskutieren, sind Meinungsverschiedenheiten programmiert.

Kein gerechtes Wirtschaftswachstum ohne sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist, besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen inklusivem – oder auch gerechtem – Wirtschaftswachstum und der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und den damit verbundenen Rechten (SRGR) sowie der Gleichstellung der Geschlechter: Die körperliche Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen ist die Grundlage, damit sich Frauen für die Wirtschaft eines Landes einbringen und diese mitgestalten können. Wenn die UN-Mitgliedsstaaten also nach Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung und gerechtes Wirtschaftswachstum suchen, müssen die Bedürfnisse von Mädchen, Frauen und jungen Menschen mitgedacht werden. Dazu gehört ein guter Zugang zu Gesundheitsdiensten, umfassende Sexualaufklärung (CSE) und die Bekämpfung von Diskriminierung und geschlechtsbasierter Gewalt.

Erfolg mit Abstrichen

Gerade die Themen SRGR, CSE und der Schutz vor (mehrfacher) Diskriminierung führten dabei zu heftigen Diskussionen, was die Verhandlungen auch einmal bis in die Nacht hineinziehen konnte. Die Arbeit hat sich jedoch bezahlt gemacht: Mit der angenommenen Resolution bekräftigen die UN-Mitgliedstaaten ihre Unterstützung für das Aktionsprogramms von Kairo und die politische Bedeutung der jährlich stattfindenden CPD. Gleichzeitig ist es gelungen wichtige Verweise auf die Menschenrechte und die Bedeutung von Bildung einzubringen. Zentrale Bekenntnisse zu SRGR konnten ebenfalls erhalten und gestärkt werden. Die Bedeutung von umfassender Sexualaufklärung, eine stärkere Sprache zur Geschlechtergleichstellung sowie Verweise auf mehrfache und intersektionale Formen von Diskriminierung schafften es dagegen leider nicht in die Resolution.

Auch im nächsten Jahr wird die CPD Fortschritte und Hindernisse bei der Verwirklichung des Aktionsprogramms der Weltbevölkerungskonferenz betrachten. Das Schwerpunktthema steht bereits fest: Bevölkerung, Bildung und nachhaltige Entwicklung.

 

Der Artikel ist eine gekürzte und editierte Fassung eines Blogartikels des Countdown 2030 Europe Netzwerks, an dem die DSW beteiligt ist. Der ursprüngliche Artikel ist hier verlinkt.

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Tabus brechen und die Zukunft gestalten

3. Mai 2022 - 10:07
Naserian und Marian berichten aus den Jugendklubs in Tansania

Als Naserian zum ersten Mal in den Jugendclub kam, traute sie ihren Ohren nicht. Wie konnte man so frei über Dinge sprechen, über die in ihrer Kultur doch nie gesprochen wurde, weder von jungen, noch von älteren Menschen: Frühverheiratung im Kindesalter, Teenager- und generell unbeabsichtigte Schwangerschaften und vieles mehr aus dem weiten Feld der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Zuerst, sagt Naserian, sei sie sehr verlegen gewesen, doch dann fing sie an zu begreifen, wie sehr sie das alles betraf, dass auch sie ein Opfer dieses alten patriarchalischen Systems war, das vor allem die Frauen unterdrückt – und dass sie ein Recht hatte, daran etwas zu ändern.

Aufklärung gegen eine lange Tradition

Naserian kommt aus Engarenaibor, einer Hirtengesellschaft im Distrikt Longido in Tansania, ist heute 22 Jahre alt und hat inzwischen nicht nur gelernt, selbst über die vermeidlichen Tabuthemen offen zu sprechen, sondern gezielte Aufklärungsarbeit zu leisten und damit auch andere zum Sprechen zu bringen. In einem Jugendklub der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) wurde sie zur Beraterin ausgebildet und ist sehr stolz darauf, schon viele Jugendliche aufgeklärt zu haben: „In unserer Kultur ist es normal, dass ein junges Mädchen im Alter von 20 Jahren nicht weniger als zwei Kinder hat und in ein paar Monaten ein weiteres erwartet. Ich sage das, weil ich auch eines der Mädchen bin, die früh verheiratet wurden.“ Damit diese Normen endlich gebrochen werden, ist Naserians großes Ziel, ihr Wissen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Familienplanung so weit wie möglich zu verbreiten. Und alle, die von ihr gelernt haben, sollen weiterziehen, um so wiederum so viele Jugendliche wie möglich über ihre Rechte aufzuklären.

Champions für die Politik

„Stärkung der Jugend“ nennt auch Mariam ihre wichtigste Aufgabe. Sie ist im Distrikt Meru und Longido Projektverantwortliche von „Supporting Youth Initiative for Youth Empowerment Tanzania“. Das kurz SIYET genannte Programm wendet sich gezielt an Jugendliche wie Naserian, die zu Berater*innen ausgebildet werden, damit sie ohne große Hemmschwellen ihre Altersgenoss*innen über Sexualität, die Gefahr von sexuell übertragbaren Krankheiten, über frühe oder unbeabsichtigte Schwangerschaften und die Möglichkeit einer gesunden und selbstbestimmten Familienplanung aufklären. Einige der Jugendlichen, wie Mariam nicht ohne Stolz berichtet, werden auch zu sogenannten „youth champions“ ausgebildet. Sie überzeugen nicht nur ihre eigene Generation, sondern vor allem auch die Älteren, die in Politik und Gesellschaft etwas zu sagen haben, davon, dass die Normen überholt und Veränderungen dringend geboten sind.

Wege zur Eigenständigkeit

Mindestens so wichtig, wie die Aufklärung ist die wirtschaftliche Eigenständigkeit, vor allem für die Mädchen. Dafür werden in den DSW Jugendklubs und sogenannten „Youth Empowerment Centres“ Trainings zur beruflichen Fortbildung und innovativer Unternehmensführung angeboten . „Aktuell sind es leider noch zu wenige“, wie Mariam betont. „Wir bräuchten noch sehr viel mehr.“ Es gibt also noch einiges zu tun, damit Naserian ihr großes Ziel erreicht: dass die Mädchen ihrer Gemeinschaft nicht mehr als Kinder verheiratet und unbeabsichtigt schwanger werden.

 

 

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Referent*in Finanzen (m/w/d)

14. April 2022 - 9:11

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Neben ihrem Hauptsitz in Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten. Mehr Informationen unter www.dsw.org.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in Finanzen (m/w/d) 

mit Dienstort Hannover oder Berlin.

Der*die Referent*in wird an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung mitwirken und insbesondere die finanzielle Entwicklung, Begleitung und Abrechnung von Projekten und Programmen übernehmen.

Er*Sie wird als Mitglied der Abteilung Finanzen eng mit den Kolleg*innen aus den Teams Institutionelle Geber und Partnerschaften (IGP) und Projekt Management (PM) sowie den Kolleg*innen in den Partnerländern zusammenarbeiten.

Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung und fachliche Beratung von Länderbürokolleg*innen und Partnerorganisationen bei der Entwicklung von Projektbudgets unter Berücksichtigung entsprechender Geldgeber-regularien, insbesondere BMZ und EuropeAid
  • Koordination und Abstimmung von Budgetentwicklungen bei Konsortialprojekten in engem Austausch mit den Teams IGP und PM
  • Eigenverantwortliche finanzielle Betreuung von zugewiesenen Projekten in engem Austausch mit dem Kollegium in den Länderbüros und Partnerorganisationen sowie den Projektverantwortlichen mit Sitz in Hannover und Berlin
  • Regelmäßiges finanzielles Monitoring von Projekten und Programmen
  • Erstellung und Abstimmung von Finanzberichten und finanziellen Verwendungsnachweisen
  • Unterstützung der Länderbüros/Partner bei der Definition und Weiterentwicklung von finanziellen Berichtsformaten unter Berücksichtigung der DSW-spezifischen Anforderungen
  • Regelmäßige Abstimmung der Projektberichterstattungen mit der Buchhaltung
Wir erwarten:
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium im Finanzbereich oder vergleichbare Qualifikation (kaufmännische Ausbildung und mehrjährige einschlägige Berufserfahrung)
  • Nachgewiesene praktische Erfahrung mit der Anwendung insbesondere von BMZ und EuropeAid Regularien von der Projektentwicklung bis zur Abrechnung
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, um intern und extern aktiv Austausch zu fachlichen Themen gestalten zu können
  • Routinierter Umgang mit relevanter Buchungs- und Bürosoftware, insbesondere MS Excel
  • Hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zu Dienstreisen
Wir bieten:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_07 Referent*in Finanzen” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org.

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2022_07 Referent*in Finanzen” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden können.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Bewerbungsschluss ist der 30. April 2022. Die Auswahlgespräche werden voraussichtlich in der Woche vom 2.-6. Mai 2022 stattfinden. Wir behalten uns aber vor, auch schon vor Ablauf der Bewerbungsfrist Gespräche zu führen.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

Der Beitrag Referent*in Finanzen (m/w/d) erschien zuerst auf DSW.

Kategorien: Ticker

Zivilgesellschaft mahnt Entwicklungsministerin Schulze zur Umsetzung der angekündigten feministischen Entwicklungspolitik

13. April 2022 - 11:32

Ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen kritisiert in einem heute veröffentlichten offenen Brief an Bundesministerin Svenja Schulze die Entscheidung der Bundesregierung, in diesem Jahr ihre Beiträge zu einem zentralen Instrument für die Gesundheitsversorgung von Frauen, Kindern und Jugendlichen weltweit einzustellen. Der Brief wurde unterzeichnet von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen Deutschland, ONE, Save the Children und World Vision Deutschland. 

Konkret geht es um die Beiträge Deutschlands für die “Global Financing Facility for Women, Children and Adolescents (GFF)”. Die GFF wurde 2015 als eine Finanzierungspartnerschaft bei der Weltbank gegründet mit dem Ziel, die gesundheitliche Versorgung von Frauen, Kindern und Jugendlichen in Ländern des globalen Südens zu stärken. 

Deutschland war der GFF im Jahr 2018 beigetreten und hatte die Organisation bisher mit insgesamt 50 Millionen Euro unterstützt. Im aktuellen Entwurf des Bundeshaushalts 2022 sind jedoch keine Gelder zur Unterstützung der GFF vorgesehen.  Im offenen Brief an die Entwicklungsministerin weist das Bündnis darauf hin, dass das Einstellen der Gelder für die GFF der von der Bundesministerin angekündigten feministischen Entwicklungszusammenarbeit zuwiderläuft.  

„Die GFF ist ein Schlüsselinstrument für eine feministische Entwicklungszusammenarbeit“, erklärt Marionka Pohl von Save the Children. „Denn es ist das einzige internationale Finanzierungsinstrument, welches die Gesundheit von Frauen, Kindern und Jugendlichen integriert fördert.“   

Die GFF unterstützt global 36 Partnerländer dabei, Angebote für z. B. Schwangerschaftsbegleitung, Familienplanung oder die Impfung von Kindern zu verbessern und auszubauen – immer abhängig von den lokalen Bedürfnissen und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren.  

Im Zuge der COVID-19-Pandemie ging die gesundheitliche Versorgung von Frauen, Kindern und Jugendlichen um 25 % zurück. Die Weltbank geht davon aus, dass dies den Tod von zusätzlich zwei Frauen und Kindern auf jeden offiziell gemeldeten COVID-19-Todesfall zur Folge hatte. Um die Auswirkungen der Pandemie aufzufangen, hatte die GFF seine Investoren um eine zusätzliche Finanzierung von 1,2 Milliarden US-Dollar für die Jahre 2021-2023 gebeten. Gemessen an seiner wirtschaftlichen Stärke läge Deutschlands Anteil bei 100 Millionen Euro.  

Marwin Meier von World Vision Deutschland betont: „Deutschlands Unterstützung für die GFF wäre aktuell wichtiger denn je. Mit einem Ausscheiden aus der GFF würde die Ministerin ihre feministische Agenda selbst infrage stellen.“  

Aktuell ist Deutschland noch Mitglied der GFF Investorengruppe und kann damit ein entscheidendes Instrument für eine feministische Gesundheitspolitik weltweit mitgestalten. Ohne eine weitere Förderung geht Svenja Schulze damit eine wichtige Möglichkeit zur Umsetzung ihrer politischen Ziele verloren.  

Die fünf Organisationen fordern die Ministerin deshalb zu einer Kurskorrektur in den aktuellen Haushaltsverhandlungen auf.   

Weitere Informationen:

Offenen Brief an Entwicklungsministerin Schulze hier herunterladen.

Pressekontakte:

Monika Schröder, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), pressedwsw.org

Claudia Kepp, Save the Children Deutschland, claudia.kepp@savethechildren.de

 

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Weltgesundheitstag: Das wichtigste Instrument zur Bekämpfung von Armutskrankheiten

6. April 2022 - 6:00
Erstmals seit seiner Gründung hat der Globale Fonds Rückschritte zu verzeichnen

Hannover, 6. April 2022. Zwei Drittel der Menschen mit HIV leben in Afrika südlich der Sahara. Dort treten sechs von sieben Neuinfektionen unter Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren bei Mädchen auf. Weltweit infizieren sich pro Woche insgesamt rund 5.000 junge Frauen (15 bis 24 Jahre). Bei jedem dritten mit Aids in Verbindung stehenden Todesfall ist die Ursache Tuberkulose. Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) darauf aufmerksam, dass dies die häufigste Todesursache bei Menschen mit HIV ist.

Eines der wichtigsten Finanzierungsinstrumente für Programme zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria ist der Globale Fonds, dessen Wiederauffüllungskonferenz im Herbst dieses Jahres ansteht. 44 Millionen Menschenleben konnten bis Ende 2020 durch Programme gerettet werden, die der Globale Fonds unterstützt. In seinen Partnerländern ging die Zahl der durch Aids, Tuberkulose und Malaria verursachten Todesfälle seit 2002 um 46 Prozent zurück. Doch zum ersten Mal in der Geschichte des Globalen Fonds gibt es Rückschritte bei der Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria. Grund dafür ist nicht zuletzt die Covid-19-Pandemie, aber auch andere Krisen und Kriege, wie aktuell in der Ukraine, spielen eine erhebliche Rolle.

Um diese Rückschritte wieder aufzuholen benötigt der Globale Fonds mindestens 18 Milliarden US Dollar. „Deutschland ist einer der wichtigsten Geber für den Globalen Fonds und wir erwarten, dass dies auch so bleibt“, fordert Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW, und weist darauf hin, dass der laut Haushalt geplante Beitrag von 630 Millionen Euro weit unter dem liege, was Deutschland bislang beiträgt. „Er liegt auch weit unter dem, was Deutschland gemessen an seinem Bruttonationaleinkommen beisteuern sollte“, betont Kreutzberg. „Ich hoffe auf eine Kurskorrektur: Das deutsche Engagement gegen die Pandemien Aids und Tuberkulose muss gestärkt werden.“ „Der Globale Fonds“, so fügt er abschließend hinzu, „ist eines der wichtigsten Instrumente, um die drei großen armutsassoziierten Krankheiten zu bekämpfen, Corona weiter einzudämmen und weiteren Pandemien vorzubeugen. Er bündelt das Wissen der internationalen Partner und setzt sich zudem für eine geschlechtergerechte Verteilung der gesundheitlichen Versorgung ein.“

Weitere Informationen

Blogartikel „7 Fragen – 7 Antworten zu Armutskrankheiten“

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Diese Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

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Weltbevölkerungsbericht 2022: Jede zweite Schwangerschaft ist unbeabsichtigt

30. März 2022 - 14:30

Berlin, 30. März 2022. Weltweit sind 121 Millionen Schwangerschaften jedes Jahr unbeabsichtigt. Das entspricht einem Anteil von 48 Prozent aller Schwangerschaften. 257 Millionen Mädchen und Frauen, die eine Schwangerschaft verhüten möchten, haben außerdem einen ungedeckten Bedarf an Verhütungsmitteln. Weil sich die Versorgung mit Verhütung in humanitären Krisen verschlechtert, sind diese immer auch ein Treiber von unbeabsichtigten Schwangerschaften. Zu diesem Ergebnis kommt der Weltbevölkerungsbericht 2022 des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA). „Verborgenes sehen: Die Krise der unbeabsichtigten Schwangerschaften“ lautet der Titel der deutschen Kurzfassung, welche die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) gemeinsam mit UNFPA und der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) heute in der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt hat.

Dr. Natalia Kanem, Exekutivdirektorin von UNFPA: „Dieser Bericht ist ein Weckruf. Die erschütternde Zahl unbeabsichtigter Schwangerschaften ist ein weltweites Versagen bei der Wahrung der grundlegenden Menschenrechte von Frauen und Mädchen.“ Weil jedes Jahr Millionen Mädchen und Frauen wegen einer Schwangerschaft die Schule nicht beenden oder ihrer Arbeit nicht nachgehen können, hemmen unbeabsichtigte Schwangerschaften zudem die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern.

Humanitäre Krisen, Armut und schlechte Bildung sind Treiber von unbeabsichtigten Schwangerschaften

Humanitäre Krisen wie der aktuelle Krieg in der Ukraine sind regelmäßig mit einer Zunahme sexualisierter Gewalt verbunden. Oft werden Massenvergewaltigungen sogar systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Insgesamt treiben prekäre Situationen die Zahl unbeabsichtigter Schwangerschaften in die Höhe: Faktoren wie Armut und schlechte Bildung sind Ursache und Folge zugleich und betreffen Frauen häufiger als Männer.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze: „Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist ein Menschenrecht und muss allen Mädchen und Frauen gewährt werden. Nur wenn Mädchen und Frauen Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihre Lebensplanung selbst treffen können, haben sie eine faire Chance auf soziale und wirtschaftliche Teilhabe. Das ist lebenswichtig für Frauen und Mädchen, aber es macht auch die Gesellschaften insgesamt stärker, nachhaltiger und gerechter.“

Sexualaufklärung und Verhütung sind nicht gewährleistet

Dass Sexualaufklärung und Verhütung in Krisen und prekären Situationen oft nicht gewährleistet sind, hat weitreichende Folgen. Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW: „Sexualaufklärung und eine gute Versorgung mit Verhütungsmitteln sind wesentlich, um unbeabsichtigte Schwangerschaften zu vermeiden. Beides ist in vielen Ländern des globalen Südens nicht sichergestellt. Egal wo auf der Welt, egal welche Krise – Sexualaufklärung und Verhütung sind elementare Menschenrechte!“

Den Weltbevölkerungsbericht können Sie hier herunterladen.

Die Pressemappe können Sie hier herunterladen.

Das Coverbild des Weltbevölkerungsberichts können Sie hier herunterladen. Bitte nur mit folgendem Zusatz verwenden: © UNFPA, Fidel Évora.

Über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist innerhalb der Bundesregierung für die deutsche Entwicklungspolitik zuständig. Den Rahmen für unser Handeln bilden die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen sowie das Pariser Klimaabkommen. Im Mittelpunkt steht dabei das Engagement gegen Armut und Hunger und für gesunde Menschen in einer gesunden Umwelt. Das BMZ versteht sich als Transformationsministerium, das weltweit den Umbau hin zu einer nachhaltigen, klima- und naturverträglichen Wirtschaftsweise voranbringt und zugleich Frieden, Freiheit und Menschenrechte stärkt. Dazu stimmen wir die bilaterale Zusammenarbeit mit unseren Partnerländern weltweit ab und fördern einen starken, an den SDGs orientierten Multilateralismus. Wir wollen im respektvollen Miteinander Strukturen in den Partnerländern und global so verändern, dass ein besseres Leben für alle Menschen möglich ist.

Über die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Über UNFPA

Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) fördert eine Welt, in der jede Schwangerschaft gewollt, jede Geburt sicher und das Potenzial jedes jungen Menschen verwirklicht wird.

 

Pressekontakte:

Nikolai Fichtner: presse@bmz.bund.de; +49 30 18 535-28 70

Monika Schröder: presse@dsw.org; +49 511 94 373 38

Eddie Wright: ewright@unfpa.org, +1 917 831 2074

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5 Fragen – 5 Antworten zu Tuberkulose

24. März 2022 - 8:30

 

1. Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose (TB) wird durch Bakterien verursacht, die in der Regel die Lungen angreifen. Tuberkulose verbreitet sich durch die Luft von Mensch zu Mensch. Wenn Erkrankte mit akuter Lungen-TB husten, niesen oder ausspucken, gelangen TB-Keime in die Luft. Eine andere Person braucht nur ein paar dieser Keime zu inhalieren, um sich anzustecken. Häufige Symptome der akuten TB sind Husten mit Auswurf und teilweise auch Blut, Schmerzen in der Brust, Schwäche, Gewichtsverlust, Fieber und Nachtschweiß. Diese Symptome können zunächst über Monate hinweg nur in milder Form auftreten. Das kann dazu führen, dass der Erkrankte zunächst keine medizinische Versorgung in Anspruch nimmt und die Bakterien somit weiter verbreitet. Ohne die richtige Behandlung sterben im Durchschnitt 45 Prozent aller HIV-negativen Menschen an TB, bei HIV-positiven Menschen sind es fast 100 Prozent. Etwa ein Viertel der Weltbevölkerung hat latente TB. Das heißt, dass diese Menschen zwar TB-Bakterien im Körper tragen, aber (noch) nicht an TB erkrankt sind und die Krankheit auch nicht übertragen können. Tuberkulose ist grundsätzlich heilbar und vermeidbar – wenn wirksame Impfstoffe sowie effektive Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten verfügbar sind. 2020 erkrankten nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 10 Millionen Menschen an TB. 1,5 Millionen Menschen erlagen 2020 der Krankheit, das sind etwa drei Menschen pro Minute. 214.000 von ihnen waren gleichzeitig HIV positiv. Damit ist Tuberkulose die zweittödlichste Infektionskrankheit der Welt (nach Covid-19) (Stand 2021).

2. Wer ist besonders gefährdet?

Tuberkulose betrifft vor allem Erwachsene in ihren produktivsten Jahren. Allerdings sind alle Altersgruppen gefährdet. Auch Kinder sind betroffen: Im Jahr 2020 gab es schätzungsweise 1,1 Millionen Tuberkulosefälle bei Kindern unter 15 Jahren. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem – zum Beispiel aufgrund von HIV oder Unterernährung – haben ein deutlich höheres Risiko, an TB zu erkranken, als andere Menschen. Bei Menschen mit HIV ist das Risiko 18-mal so hoch.

3. Wo ist Tuberkulose besonders verbreitet?

TB ist weltweit verbreitet. Im Jahr 2020 entfielen zwei Drittel aller neuen TB-Fälle auf acht Länder: Indien, China, Indonesien, die Philippinen, Pakistan, Nigeria, Bangladesch und Südafrika. Von den geschätzt 10 Millionen TB-Neuerkrankungen in 2020 entfielen 43 Prozent auf Südostasien, 25 Prozent auf Afrika.

4. Wie lässt sich Tuberkulose bekämpfen?

Um die Epidemie zu beenden, braucht es wirksame Impfstoffe sowie effektive Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Weltweit konnten durch Maßnahmen zur Tuberkulosebekämpfung zwischen 2000 und 2020 insgesamt 66 Millionen Menschenleben gerettet werden. Allerdings: Auch wenn die Behandlung von TB unter anderem aufgrund der zunehmenden, schwer behandelbaren Resistenzen gegen Antibiotika lebenswichtig ist und daher dringend mehr in diesen Bereich investiert werden muss – die Epidemie wird durch bessere Behandlungsmöglichkeiten letztlich nicht beendet. Daher sind vor allem mehr Investitionen in die Impfstoffforschung dringend nötig. Der einzige derzeit verfügbare Impfstoff ist bereits 100 Jahre alt – entwickelt im Jahr 1921 – und bietet nur ungenügenden Schutz vor einer Infektion. Außerdem wird die Impfung mit diesem Impfstoff seit 1998 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut nicht mehr empfohlen.

5. Was kostet die Bekämpfung von Tuberkulose?

Der WHO zufolge stehen gerade einmal 50 Prozent der finanziellen Mittel zur Verfügung, die für eine erfolgreiche Bekämpfung von Tuberkulose nötig wären. Jährlich erhält die Forschung 0,9 Mrd. USD (2 Mrd. USD nötig) und 6,5 Mrd. USD (13 Mrd. USD nötig) fließen in die Prävention, Diagnose und Behandlung. Bei den Investitionen in die Bekämpfung der großen drei Infektionskrankheiten, Aids, Tuberkulose und Malaria, erhält Tuberkulose die wenigsten finanziellen Zuwendungen.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 23.04.2016

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Deutsche NGOs warnen vor Mittelkürzung bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe

16. März 2022 - 14:01
Appell an Olaf Scholz: “Rüstungsinvestitionen dürfen nicht zulasten der Armutsbekämpfung gehen”

Sieben deutsche Entwicklungsorganisationen fordern die Bundesregierung in einem gemeinsamen Appell dazu auf, mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftskraft in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Darauf hatten sich SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag verständigt. Dieses Ziel soll sich nicht nur in der diesjährigen Haushaltsplanung wiederfinden, sondern auch in der Mittelfristigen Finanzplanung bis 2026. Die NGOs fordern außerdem, dass die geplanten Mehrinvestitionen für Verteidigung nicht zulasten des Kampfes gegen extreme Armut, Hunger und vermeidbare Krankheiten gehen dürfen. Am 16. März veröffentlicht die Bundesregierung ihren Haushaltsentwurf für 2022 sowie ihre Finanzplanung bis 2026.

Kurz vor Veröffentlichung des Haushaltsentwurfs durch die Bundesregierung richten die Entwicklungsorganisationen Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE, Oxfam, Save the Children und die Welthungerhilfe einen Appell an Bundeskanzler Olaf Scholz: “Wir beobachten mit Schrecken, was derzeit in der Ukraine vor sich geht und unterstützen alle Versuche, so schnell wie möglich Frieden zu schaffen. Gleichzeitig dürfen wir gerade jetzt den Globalen Süden nicht vergessen. Die Corona-Pandemie hat viele ärmere Länder um Jahre zurückgeworfen. Wir beobachten Rückschläge bei Ernährungssicherung, Bildung, Gesundheit und sozialer Teilhabe. Zusätzlich führt der gewaltsame Konflikt in der Ukraine beispielsweise zu steigenden Nahrungsmittelpreisen, was den Kampf gegen den Hunger weiter erschwert. Mehr denn je ist daher eine starke Entwicklungspolitik gefragt. Die Bundesregierung hat versprochen, jährlich mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftskraft in die Bekämpfung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten zu investieren. Herr Bundeskanzler, Sie haben kürzlich versichert, dass der Etat für Entwicklungszusammenarbeit weiter wachsen wird. Wir nehmen Sie beim Wort. Rüstungsinvestitionen dürfen nicht zulasten der Armutsbekämpfung gehen.”

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Global Citizen ist eine globale Bewegung engagierter Menschen, die gemeinsam ihre Stimmen nutzen, um extreme Armut zu beenden – jetzt und überall. Global Citizen bietet hierzu Informationen rund um Kernthemen wie Ernährungssicherheit, Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz und globale Gesundheit – und die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Themen einzusetzen, die einem am Herzen liegen. Auf diesen Wegen mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Darüber hinaus unterstützt Global Citizen die Global Goals mit einzigartigen Event- und Aktionsformaten, wie den Global Citizen Festivals, für die Tickets nicht erwerblich sind, sondern durch politisches und soziales Engagement verdient werden. Seit Global Citizen im Jahr 2009 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 28 Millionen Mal aktiv geworden. Mehr Informationen auf www.globalcitizen.org.

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

DSW: Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Mehr Informationen auf www.dsw.org

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 21 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 67 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Save the Children: Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren. www.savethechildren.de

Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen: Der Klimawandel ist die größte Gesundheitsbedrohung des 21. Jahrhunderts. Bei der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen vermitteln wir die Bedeutung des Klimawandels für unsere Gesundheit. Wir stärken die gesellschaftliche Basis für Klimaschutz, Mensch und Tier und die Bewahrung einer gesunden Erde. Wir machen den Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesundheit, Klimaschutz und Gesundheitsschutz möglichst vielen Menschen bewusst – mit der nötigen Dringlichkeit, aber vor allem zukunftsorientiert und positiv. Wir kommunizieren und wir helfen beim Kommunizieren, wir bringen Menschen zusammen, die etwas bewegen können.

Welthungerhilfe: Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. Mehr Informationen auf www.welthungerhilfe.de

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