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Aktualisiert: vor 1 Tag 4 Minuten

UNHCR## Rekordwert bei Menschen auf der Flucht

18. Juni 2020 - 11:24

Berlin. - Die Zahl der Menschen auf der Flucht ist im vergangenen Jahr weltweit auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht – mehr als ein Prozent der Weltbevölkerung. Das ist nicht nur ein Anstieg von fast neun Millionen Menschen zum Vorjahr. Es ist zugleich die größte Zahl an gewaltsam Vertriebenen, die UNHCR in seiner 70-jährigen Geschichte je registriert hat.

Nepal## Journalisten nach Berichterstattung über Covid-19 bedroht

18. Juni 2020 - 0:00

Berlin. - Nach mehreren teils massiven Einschüchterungsversuchen gegen Journalistinnen und Journalisten hat Reporter ohne Grenzen (RSF) die nepalesischen Behörden an ihre Pflicht erinnert, die in der Verfassung verankerte Pressefreiheit zu gewährleisten. Seit Ende März wurden in Nepal mindestens zehn Medienschaffende im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung über die Covid-19-Pandemie bedroht, beleidigt, zensiert oder körperlich angegriffen.

"Sustainable Finance"## EU vernachlässigt soziale Nachhaltigkeit

17. Juni 2020 - 11:34

Bonn. - Das EU-Parlament verabschiedet am Mittwoch die EU-Taxonomie für "Sustainable Finance". Alle in der EU angebotenen nachhaltigen Investmentfonds werden zukünftig berichten müssen, wie sehr sie mit dieser Klassifikation für nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten übereinstimmen. Während sich der Entwurf ausführlich mit ökologischer Nachhaltigkeit befasst, wurden soziale Themen nur unzureichend berücksichtigt, kritisiert das SÜDWIND-Institut.

Homeschooling in Äthiopien## CBM hilft mit Bildungsmaterial und Lebensmitteln

17. Juni 2020 - 0:00

Bensheim. - Schon in Deutschland sind die Herausforderungen von Homeschooling in Corona-Zeiten enorm. In Entwicklungsländern aber haben unzählige Kinder überhaupt keine Möglichkeit mehr zu lernen, seitdem die Schulen dort geschlossen sind. Doch für Kinder aus armen Familien bedeutet das nicht nur Unterrichtsausfall, sondern auch Hunger, berichtet die Christoffel-Blindenmission (CBM). Denn für viele ist die Schulspeisung die einzige Mahlzeit am Tag.

Kolumbien## Corona-Krise bedroht den Friedensprozess

16. Juni 2020 - 11:26

Freiburg. - Caritas international beobachtet mit großer Sorge, wie die Corona-Krise den Friedensprozess in Kolumbien dramatisch schwächt. Wegen der Pandemie hat die kolumbianische Regierung ein Ausgehverbot erlassen. Das hat dazu geführt, dass bereits 24 Friedensaktivisten in häuslicher Isolation ermordet worden sind.

Afrika## Wo regelmäßiges Händewaschen kaum möglich ist

16. Juni 2020 - 0:00

Aachen. - Körperliche Distanz und Mund-Nasenbedeckung, Anzahl von Kontaktpersonen reduzieren, Husten- und Niesen-Etikette praktizieren sowie regelmäßig und gründlich die Hände waschen - so lauten in Zeiten der Corona-Pandemie die klaren Vorgaben in Deutschland. Gebote, die zu Hause ebenso gelten wie in öffentlichen Einrichtungen wie etwa Schulen. Aber was ist, wenn man solche Regeln gar nicht umsetzen kann, wie etwa in vielen Ländern Afrikas?

Philippinen## Gericht verurteilt Rappler-Chefredakteurin Ressa

15. Juni 2020 - 11:15

Berlin. - Reporter ohne Grenzen (RSF) ist entsetzt über das harte Urteil eines Gerichts in Manila, das die philippinische Journalistin Maria Ressa am Montag der Verleumdung für schuldig befunden hat. Die Chefredakteurin des Online-Magazins Rappler und ihr Rechercheautor Reynaldo Santos Jr. wurden wegen eines Artikels über einen Geschäftsmann aus dem Jahr 2012 verurteilt und müssen mir einer Haftstrafe von bis zu sechs Jahren rechnen.

Aktionstag am Sonntag## Gemeinsam gegen Rassismus in Deutschland und weltweit

12. Juni 2020 - 11:25

Berlin. - Der gewaltsame Tod von George Floyd bei einem Polizeieinsatz bringt nicht nur in den USA, sondern auch weltweit Menschen dazu, gegen Rassismus auf die Straße zu gehen. Auch in Deutschland ist Rassismus in gesellschaftlichen Strukturen verankert. Die Diakonie Deutschland und Brot für die Welt haben sich jetzt gemeinsam gegen Rassismus ausgesprochen und unterstützen den Aufruf zum #unteilbar-Aktionstag am Sonntag.

Nigeria## Islamisten töten mehr als 140 Menschen

12. Juni 2020 - 0:00

Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat islamistischen Extremisten in Nigeria vorgeworfen, die Religion für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit an der Zivilbevölkerung zu missbrauchen. Islamistische Terroristen hatten am Dienstag die Bevölkerung des Nomadendorfes Faduma Kolomdi im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias zum Gebet zusammengerufen und sie dann standrechtlich erschossen. Mindestens 81 Menschen starben im Feuer der Maschinenpistolen, unter ihnen auch viele Frauen und Kinder.

Klimaziele## Germanwatch begrüßt Priorität für grünen Wasserstoff

11. Juni 2020 - 11:22

Berlin. - Nach langwierigen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung auf eine nationale Wasserstoffstrategie geeinigt. Für die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ist die Strategie eine gute Basis für Fortschritte bei Deutschlands Ausstieg aus Öl und Erdgas – allerdings mit noch unerledigten Hausaufgaben.

Kinderarbeit## 152 Millionen Kinder weltweit werden ausgebeutet

11. Juni 2020 - 0:00

Aachen. - Anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni hat das katholische Hilfswerk MISEREOR die Wirtschaft dazu aufgefordert, ihre Anstrengungen im Kampf gegen diese Form moderner Sklaverei zu intensivieren. Global gesehen verrichten rund 152 Millionen der fünf- bis 17-Jährigen ausbeuterische Kinderarbeit, obwohl diese nach dem Willen der Vereinten Nationen bis 2021 abgeschafft sein sollte.

CARE-Bericht## Frauen fehlen in Covid-19-Krisenstäben

10. Juni 2020 - 11:23

Bonn. - Ein neuer Bericht der Hilfsorganisation CARE zeigt: Je ausgewogener das Geschlechterverhältnis in Covid-19-Krisenstäben ist, desto spezifischer gehen die Hilfsprogramme darauf ein, die Auswirkungen der Pandemie auf Frauen und Kinder im jeweiligen Land zu berücksichtigen. Im CARE-Bericht, der 30 Länder untersucht, erreicht nur Kanada eine positive Genderbalance in seinem Covid-19-Krisenstab.

Corona-Krise## Welthungerhilfe stellt globales Covid-19 Programm vor

10. Juni 2020 - 0:00

Berlin. - Die Covid-19 Pandemie trifft die Ärmsten am stärksten und trägt zu einer Verschärfung der weltweiten Hungersituation bei. Um die verheerenden Folgen für die Ärmsten abzumildern, hat die Welthungerhilfe ein globales Covid-19 Programm erarbeitet, mit dem sie fünf Millionen Menschen in 36 Ländern für die kommenden zwei Jahre unterstützen will. Dafür bittet sie die Bundesregierung, Europäische Union sowie andere institutionelle und private Geber um 100 Millionen Euro Unterstützung.

Überwachungsexporte## EU-Kommission muss auf Menschenrechtsschutz bestehen

9. Juni 2020 - 11:31

Berlin. - Reporter ohne Grenzen (RSF), Amnesty International, Human Rights Watch und weitere Menschenrechtsorganisationen haben die Europäische Kommission aufgerufen, bei der stockenden Reform der EU-Exportkontrollen für Überwachungstechnologie auf einem strikten Menschenrechtsschutz zu bestehen. In einem offenen Brief an Handelskommissar Phil Hogan warnten die Organisationen davor, die Position der Kommission in den Verhandlungen über eine neue Dual-Use-Verordnung zugunsten von Industrieinteressen aufzuweichen.

Kamerun## Tod eines inhaftierten Journalisten schürt Bürgerkrieg

9. Juni 2020 - 0:00

Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat nach dem mysteriösen Tod eines inhaftierten Journalisten in Kamerun eine unabhängige Untersuchung der Todesumstände gefordert. "Dieser Tod in Haft wird den Bürgerkrieg anheizen, wenn nicht schnell der Verdacht ausgeräumt werden kann, dass der politische Gefangene an Folter gestorben ist. Sollte der Journalist unter Gewalteinwirkung zu Tode gekommen sein, so müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius in Göttingen.

Meerespolitik## Welttag der Ozeane im Zeichen der Corona-Krise

8. Juni 2020 - 11:17

Bremen. - Der 8. Juni ist der Welttag der Ozeane. Auf Initiative der Vereinten Nationen fand der erste World Oceans Day 2009 statt. Weltweit ist dieser Tag seitdem ein Anlass, um den Blick auf die Situation der Ozeane und Meere zu werfen. An sich sollte der Welttag in diesem Jahr in Lissabon zu einem der Höhepunkte der zweiten großen Ozeankonferenz der Vereinten Nationen werden. Doch aufgrund der Corona-Krise musste die Ozeankonferenz abgesagt werden. Jetzt wird nach neuen Wegen gesucht, um die internationalen Debatten zur Zukunft der Meerespolitik fortzuführen.

Gavi-Finanzierungskonferenz## Zusagen der Bundesregierung reichen nicht aus

5. Juni 2020 - 11:15

Berlin. - Bei der Finanzierungskonferenz der Impfallianz Gavi hat Bundeskanzlerin Angela Merkel 600 Millionen Euro für die Arbeit der Impfallianz von 2021 bis 2025 bestätigt, die schon im Januar von der Bundeskanzlerin zugesagt wurden. Darüber hinaus wiederholte sie ihre Zusage vom 4. Mai für weitere 100 Millionen Euro, die explizit für die Corona-Bekämpfung vorgesehen waren. Damit blieb die Bundesregierung hinter den Erwartungen von Nichtregierungsorganisationen zurück. Diese hatten 700 Millionen Euro für Gavis Kernaufgaben gefordert: Routineimpfungen und die Stärkung von Gesundheitssystemen.

Covid-19## 12 Millionen Mütter in Hochrisikoländern bedroht

5. Juni 2020 - 0:00

Bonn. - Infolge der Covid-19-Pandemie gibt es starke Anzeichen dafür, dass sich die Mütter- und Säuglingssterblichkeit in Hochrisikoländern erhöht. Dies geht aus einer Analyse der Hilfsorganisation CARE hervor, die auf Daten des INFORM-Risikoindex beruht. CARE warnt vor katastrophalen Folgen der Pandemie für 12 Millionen Mütter in Ländern mit hohem Risiko.

VENRO## Konjunkturpaket geht an entwicklungspolitischen NGOs vorbei

4. Juni 2020 - 11:34

Berlin. - Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Unterstützung gemeinnütziger Organisationen in der Corona-Krise gehen an der Mehrheit der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen vorbei. Das hat der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) kritisiert. Statt Kredite zu erleichtern, fordert VENRO mehr Flexibilität und eine Senkung des Eigenanteils bei Projektförderungen.

Impfallianz Gavi## NGOs fordern mehr Investitionen von Deutschland

4. Juni 2020 - 0:00

Berlin. - Anlässlich der am Donnerstag stattfindenden Finanzierungskonferenz der Impfallianz Gavi haben sieben Entwicklungsorganisationen die Bundesregierung aufgerufen, den deutschen Beitrag für Gavi von 600 auf 700 Millionen Euro zu erhöhen. Nur durch eine Aufstockung der bereits zugesagten Gelder für Gavi könnten Millionen Kinder auch in den ärmsten Ländern ungeachtet der zusätzlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie gegen vermeidbare Krankheiten geimpft werden. Insgesamt benötige Gavi von 2021 bis 2025 mindestens 7,4 Milliarden US-Dollar, um ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können.

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