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Aktualisiert: vor 1 Tag 15 Stunden

Kamerun## Tod eines inhaftierten Journalisten schürt Bürgerkrieg

9. Juni 2020 - 0:00

Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat nach dem mysteriösen Tod eines inhaftierten Journalisten in Kamerun eine unabhängige Untersuchung der Todesumstände gefordert. "Dieser Tod in Haft wird den Bürgerkrieg anheizen, wenn nicht schnell der Verdacht ausgeräumt werden kann, dass der politische Gefangene an Folter gestorben ist. Sollte der Journalist unter Gewalteinwirkung zu Tode gekommen sein, so müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius in Göttingen.

Meerespolitik## Welttag der Ozeane im Zeichen der Corona-Krise

8. Juni 2020 - 11:17

Bremen. - Der 8. Juni ist der Welttag der Ozeane. Auf Initiative der Vereinten Nationen fand der erste World Oceans Day 2009 statt. Weltweit ist dieser Tag seitdem ein Anlass, um den Blick auf die Situation der Ozeane und Meere zu werfen. An sich sollte der Welttag in diesem Jahr in Lissabon zu einem der Höhepunkte der zweiten großen Ozeankonferenz der Vereinten Nationen werden. Doch aufgrund der Corona-Krise musste die Ozeankonferenz abgesagt werden. Jetzt wird nach neuen Wegen gesucht, um die internationalen Debatten zur Zukunft der Meerespolitik fortzuführen.

Gavi-Finanzierungskonferenz## Zusagen der Bundesregierung reichen nicht aus

5. Juni 2020 - 11:15

Berlin. - Bei der Finanzierungskonferenz der Impfallianz Gavi hat Bundeskanzlerin Angela Merkel 600 Millionen Euro für die Arbeit der Impfallianz von 2021 bis 2025 bestätigt, die schon im Januar von der Bundeskanzlerin zugesagt wurden. Darüber hinaus wiederholte sie ihre Zusage vom 4. Mai für weitere 100 Millionen Euro, die explizit für die Corona-Bekämpfung vorgesehen waren. Damit blieb die Bundesregierung hinter den Erwartungen von Nichtregierungsorganisationen zurück. Diese hatten 700 Millionen Euro für Gavis Kernaufgaben gefordert: Routineimpfungen und die Stärkung von Gesundheitssystemen.

Covid-19## 12 Millionen Mütter in Hochrisikoländern bedroht

5. Juni 2020 - 0:00

Bonn. - Infolge der Covid-19-Pandemie gibt es starke Anzeichen dafür, dass sich die Mütter- und Säuglingssterblichkeit in Hochrisikoländern erhöht. Dies geht aus einer Analyse der Hilfsorganisation CARE hervor, die auf Daten des INFORM-Risikoindex beruht. CARE warnt vor katastrophalen Folgen der Pandemie für 12 Millionen Mütter in Ländern mit hohem Risiko.

VENRO## Konjunkturpaket geht an entwicklungspolitischen NGOs vorbei

4. Juni 2020 - 11:34

Berlin. - Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Unterstützung gemeinnütziger Organisationen in der Corona-Krise gehen an der Mehrheit der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen vorbei. Das hat der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) kritisiert. Statt Kredite zu erleichtern, fordert VENRO mehr Flexibilität und eine Senkung des Eigenanteils bei Projektförderungen.

Impfallianz Gavi## NGOs fordern mehr Investitionen von Deutschland

4. Juni 2020 - 0:00

Berlin. - Anlässlich der am Donnerstag stattfindenden Finanzierungskonferenz der Impfallianz Gavi haben sieben Entwicklungsorganisationen die Bundesregierung aufgerufen, den deutschen Beitrag für Gavi von 600 auf 700 Millionen Euro zu erhöhen. Nur durch eine Aufstockung der bereits zugesagten Gelder für Gavi könnten Millionen Kinder auch in den ärmsten Ländern ungeachtet der zusätzlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie gegen vermeidbare Krankheiten geimpft werden. Insgesamt benötige Gavi von 2021 bis 2025 mindestens 7,4 Milliarden US-Dollar, um ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können.

Brasilien## Corona bedroht indigene Bevölkerung

3. Juni 2020 - 11:26

Berlin. - Brot für die Welt und seine lokalen Partner befürchten verheerende Folgen der Corona-Pandemie für die indigenen Völker in den brasilianischen Amazonas-Gebieten. Die Indigenen leben in entlegenen Gebieten ohne ausreichende medizinische Infrastruktur, ihr Immunsystem ist zudem anfälliger für eingeschleppte Krankheiten. Die häufig weit entfernten Krankenhäuser in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, sind aufgrund der hohen Zahl an Intensiv-Patienten und weniger Intensivbetten vollkommen überlastet.

Klimaschutz## MCC für weniger Autos und mehr Lebensqualität in Städten

3. Juni 2020 - 0:00

Berlin. - Der stetig zunehmende Straßenverkehr ist nicht nur schädlich für das Weltklima, sondern hat auch lokal negative Folgen, etwa in Form von Staus und Luftverschmutzung. Weil diese Folgen vor allem in Ballungsräumen beträchtlich sind – und dort selbst ein Elektroauto insgesamt immer noch vier Fünftel der Folgeschäden eines Benziners verursacht –, muss die Politik bei der Bepreisung von Straßenverkehr geografisch differenzieren. Zu dieser Empfehlung kommt ein Team von Fachleuten, überwiegend vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

Geberkonferenz## Jemen benötigt verlässliche finanzielle Hilfen

2. Juni 2020 - 10:27

Bonn. - Am Dienstag (2. Juni) findet eine virtuelle Geberkonferenz für den Jemen statt. Zu diesem Anlass hat die internationale Hilfsorganisation CARE die deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, ein klares Signal dafür zu setzen, dass die internationale Gemeinschaft die notleidenden Menschen im Jemen nicht alleine lässt. Dafür müssten die Hilfsleistungen mindestens in gleicher Höhe beibehalten werden. Angesichts der aktuellen Covid-19-Pandemie sollten zudem zusätzliche Gelder für den Kampf gegen den Virus bereitgestellt werden.

DR Kongo## Gewalt zwingt 200.000 Menschen in Ituri zur Flucht

29. Mai 2020 - 11:26

Köln. - Gewaltausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Allein in der Provinz Ituri flohen in den vergangenen Wochen mehr als 200.000 Menschen vor der zunehmenden Gewalt verschiedener Milizen. Nach UN-Angaben wurden rund 700 Menschen seit dem Beginn der gewaltsamen Konflikte getötet, Häuser wurden niedergebrannt. Auch eine von Malteser International unterstützte Gesundheitseinrichtung wurde demoliert und geplündert.

WHO-Patentpool für Covid-19-Produkte## Gesundheitsorganisationen fordern Bundeskanzlerin zur Unterstützung auf

29. Mai 2020 - 0:00

Frankfurt/Main. - Am Freitag stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit Costa Rica einen "Call to Action" vor, der zur Schaffung einer weltweiten "Technologie-Plattform" für Covid-19-Produkte aufruft. Die World Health Assembly hatte in ihrer Resolution vom 19. Mai bereits an die Internationale Gemeinschaft appelliert, die Einrichtung eines solchen Patentpools anzugehen. Deutsche Gesundheitsorganisationen haben die Bundesregierung dazu aufgerufen, diese Pläne zu unterstützen.

Hongkong## "Sicherheitsgesetz" bedeutet fundamentalen Angriff auf die Menschenrechte

28. Mai 2020 - 11:35

Berlin. - Das "Sicherheitsgesetz", das am Donnerstag vom chinesischen Nationalen Volkskongress in Peking auf den Weg gebracht worden ist, wird nach Einschätzung von Amnesty International dazu führen, dass die Behörden unter dem Deckmantel angeblicher Sicherheitsinteressen in Hongkong gegen regierungskritische Stimmen vorgehen. Die Bundesregierung müsse Festlandchina und Hongkong an menschenrechtliche Verpflichtungen unter dem UN-Pakt über bürgerliche und politische Rechte erinnern, fordert Amnesty.

Ostafrika## Neue Heuschreckenschwärme drohen Hungerkrise zu verschärfen

28. Mai 2020 - 0:00

Berlin. - Millionen Menschen in Ost- und Zentralafrika, die bereits unter den Folgen von Überschwemmungen und der Corona-Pandemie leiden, drohen Hunger und Armut, weil im Juni neue Heuschreckenschwärme schlüpfen und Ernten zunichtemachen könnten. Davor hat jetzt die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam gewarnt. Oxfam fordert von internationalen Gebern Soforthilfe für die Region.

Malaysia## Greenpeace entdeckt deutschen Plastikmüll

27. Mai 2020 - 11:26

Kuala Lumpur. - Illegale Mülldeponien in Malaysia stellen ein enormes Risiko für Umwelt und Gesundheit dar. Das zeigen die Auswertungen von Wasser- und Bodenproben, die ein internationales Team von Greenpeace an mehreren Standorten des Landes entnommen hat, an denen importierter Plastikabfall - unter anderem aus Deutschland – lagert. "Malaysia darf nicht länger als Müllkippe der Welt herhalten. Länder wie Deutschland müssen die Verantwortung für ihren Müll selbst tragen, anstatt sie abzuschieben", sagte Heng Kiah Chun von Greenpeace Malaysia.

Ziviler Friedensdienst## Neues Portal zur Friedensarbeit in Corona-Zeiten

27. Mai 2020 - 0:00

Berlin. - Das Konsortium Ziviler Friedensdienst veranschaulicht in einem neuen Bereich auf seiner Webseite, wie Projekte der Friedensförderung und Gewaltprävention auf die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie reagieren. Mit beeindruckender Flexibilität leisten die lokalen Partner vielerorts einen essentiellen Beitrag zur Bewältigung der Krise.

Venezuela## Geberkonferenz soll Nothilfe für Flüchtlinge finanzieren

26. Mai 2020 - 11:32

Berlin. - Gemeinsam mit Spanien richtet die Europäische Union am Dienstag eine Online-Geberkonferenz für venezolanische Flüchtlinge aus. An der Konferenz nehmen neben UN-Organisationen rund 40 Staaten teil. Die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, mahnte rasches, entschiedenes und großzügiges Handeln der internationalen Gemeinschaft an, da die Notsituation der Venezolaner im Inland und in den Nachbarländern, wo sie Zuflucht gesucht haben, sich während der Corona-Pandemie täglich verschärfe.

Freiwilligendienst## Bewerbungsphase für "kulturweit" verlängert

26. Mai 2020 - 0:00

Berlin. - Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die Bewerbungsphase für ihren internationalen Freiwilligendienst kulturweit verlängert. Noch bis zum 30. Juni können sich junge Menschen auf www.kulturweit.de für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland bewerben. Der Freiwilligendienst beginnt am 1. März 2021, sofern zu diesem Zeitpunkt keine Reisebeschränkungen bestehen.

Ostafrika## Zehntausende flüchten vor Fluten in Kenia und Uganda

25. Mai 2020 - 11:12

Friedrichsdorf. - Starke Regenfälle in Ostafrika haben Häuser und Felder von zehntausenden Menschen zerstört. Die Überschwemmungen treffen die Bevölkerung umso stärker, da sie neben den Folgen von Covid-19 auch noch mit einer zweiten Welle von Heuschreckenschwärmen zu kämpfen hat. Allein in Kenia mussten mehr als 150.000 Menschen ihre Dörfer nach sintflutartigen Regenfällen verlassen, berichtete das Hilfswerk World Vision.

Zyklon Amphan## Katastrophenvorsorge rettete viele Menschenleben

22. Mai 2020 - 11:20

Berlin. - Nachdem der Zyklon Amphan über einige Regionen in Indien und Bangladesch gezogen ist, haben internationale Hilfsorganisationen damit begonnen, das Ausmaß der Schäden zu eruieren und erste Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Rund 2,4 Millionen Menschen waren in Schutzräumen untergebracht worden, bevor der Zyklon auf Land traf. Dadurch konnte der Verlust an Menschenleben reduziert werden, berichteten die Hilfswerke. In einigen küstennahen Regionen verhinderten vorgelagerte Mangrovenwälder Schlimmeres.

Geschlechtergerechtigkeit## VENRO startet Mentoring-Programm

22. Mai 2020 - 0:00

Berlin. - Frauen in Führungspositionen sind in Verbänden, Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen nach wie vor unterrepräsentiert. Frauen stellen mehr als 70 Prozent der Belegschaft, sie sind aber nur zu knapp 40 Prozent in Vorständen und Geschäftsführungen vertreten. Mit einem Pilotprogramm zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit reagiert der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) auf diese Schieflage.

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