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Aktualisiert: vor 1 Stunde 43 Minuten

Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit geht an den Start

21. Juni 2022 - 16:33

Mit einem Netzwerkgipfel am 23.6.2022 in Wolfsburg tritt das neue Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit erstmals an die Öffentlichkeit.

Sein Ziel ist nach eigenen Worten die Bündelung gesellschaftlicher Kräfte, um die Nachhaltigkeitstransformation in Deutschland zum Erfolg zu führen. Das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit versteht sich als offene Plattform. Es wurde von Bund und Ländern initiiert und wird vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) koordiniert. Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategie (RENN) sollen als zentrale Partner*innen für die regionale Einführung und Umsetzung des Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit fungieren.

Das Gemeinschaftswerk wird am 26. September 2022 auf der RNE-Jahreskonferenz in Berlin durch Bundeskanzler Scholz offiziell gestartet.

Nähere Informationen über das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit enthält ein Kurzkonzept. Welche Leitlinien der Arbeit zugrunde liegen, findet man in einer Mitmach-Erklärung. Wie man sich konkret in das Projekt einbringen kann, zeigen die Angebote für Akteure.

Das Programm des Netzwerkgipfels kann hier heruntergeladen werden.

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Ukrainekrieg: Global Crisis Response Group der UN warnt vor historischer Krise der Lebenshaltungskosten

11. Juni 2022 - 2:52

Die im März 2022 von Generalsekretär António Guterres formierte UN Global Crisis Response Group on Food, Energy and Finance (GCRG) hatte bereits im April 2022 erstmals vor den katastrophalen Effekten des Ukrainekriegs auf die weltweite humanitäre Lage gewarnt. In ihrem zweiten Briefing vom 8. Juni 2022 bekräftigt die GCRG ihre Warnung und spricht von der „schwersten Krise der Lebenshaltungskosten seit einer Generation“. Die Gruppe macht vier zentrale Feststellungen zur aktuellen Krise und leitet daraus politische Handlungsempfehlungen ab.

Es handelt sich um eine multiple Krise gestiegener Nahrungsmittel-, Dünger- und Energiepreise, die zueinander in Beziehung stehen und sich in einem Teufelskreis wechselseitig verstärken. Dies ist insbesondere deshalb gefährlich, da sich der fiskalische und sozialpolitische Handlungsspielraum gerade in ärmeren Ländern durch die Pandemie verengt hat. Die GCRG warnt auch davor, dass eine Abwärtsspirale des Lebensstandards sich in politischen Unruhen entladen kann. Die Auswirkungen der multiplen Krise sind zwar global spürbar, betreffen aber nicht jedes Land, jede Gruppe oder Region in gleichem Maße. Weltweit drohen 95 Millionen Menschen durch die Folgen des Ukraine-Krieges zusätzlich in extreme Armut zu rutschen. Dadurch sind auch Fortschritte in Bereichen wie Bildung oder Geschlechtergerechtigkeit ernsthaft bedroht. Insbesondere in ärmeren Ländern und Regionen, die auf Nahrungsmittelimporte angewiesen sind, ist die
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Gebremster Fortschritt bei der SDG-Umsetzung

10. Juni 2022 - 2:45

Das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) hat am 2. Juni 2022 seinen diesjährigen Bericht zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Report 2022) veröffentlicht. Der Bericht warnt, dass die Welt im zweiten Jahr in Folge keine Fortschritte bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) gemacht habe. Die „vielfältigen und gleichzeitigen Krisen“ in den Bereichen Gesundheit, Klima, biologische Vielfalt und Geopolitik hätten die armen und gefährdeten Länder am härtesten getroffen.

Der 500-seitige Bericht nimmt ein Nachhaltigkeitsranking in Form eines „SDG-Index“ für 163 Länder vor. An der Spitze dieses Rankings stehen die skandinavischen Länder Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen, gefolgt von Österreich und Deutschland.

Um positive oder negative externe Effekte zu berücksichtigen, hat SDSN seinen SDG-Index durch einen Spillover-Index ergänzt. Er zeigt, dass die reichen Länder durch ihren Handel und Konsum erhebliche negative sozioökonomische und ökologische Auswirkungen außerhalb ihrer Grenzen (Spillovers) erzeugen. Sie beinträchtigen dadurch die Bemühungen anderer Länder, die SDGs zu erreichen. Auf der Rangliste des Spillover-Index steht Deutschland lediglich auf Platz 149.

Die Autoren des Berichts, SDSN-Präsident Jeffrey Sachs, Christian Kroll, Guillaume Lafortune, Grayson Fuller und Finn Woelm, argumentieren, dass militärische Konflikte, einschließlich des Krieges in der Ukraine, nicht nur massive humanitäre Kosten verursachen, sondern auch die Ernährungssicherheit und die

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Vorbereitungen zum Hochrangigen Politischen Forum (HLPF) 2022

9. Juni 2022 - 2:32

Das Treffen des Hochrangigen Politischen Forums für nachhaltige Entwicklung (HLPF) findet in diesem Jahr vom 5. bis 15. Juli 2022 in New York statt. Das HLPF ist die zentrale Plattform der Vereinten Nationen für das Follow-up und die Überprüfung der Agenda 2030 und ihrer 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Teil des HLPF ist ein dreitägiges Ministertreffen vom 13.-15. Juli 2022.

Das Thema des diesjährigen Forums lautet „Building back better from the coronavirus disease (COVID-19) while advancing the full implementation of the 2030 Agenda for Sustainable Development”. Auf der Tagesordnung stehen insbesondere die SDGs 4 (Bildung), 5 (Geschlechtergleichstellung), 14 (Ozeane), 15 (Landökosysteme) und 17 (Globale Partnerschaft). Außerdem werden 45 Länder ihre freiwilligen Staatenberichte über die Umsetzung der Agenda 2030 (Voluntary National Reviews) präsentieren.

Grundlage der Diskussionen ist unter anderem der jährliche SDG-Fortschrittsbericht des UN-Generalsekretärs, der in einer unredigierten Vorabfassung vorliegt.

Weitere Informationen inkl. des HLPF-Programms gibt es auf der neuen Website https://hlpf.un.org/

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Konferenz „Stockholm+50“: Jubiläumsveranstaltung der globalen Umweltpolitik

31. Mai 2022 - 13:51

Zum fünfzigsten Jubiläum der ersten globalen Umweltkonferenz der UN in Stockholm sowie der Gründung ihres Umweltprogramms UNEP im Jahre 1972 startet am 2. Juni 2022 eine zweitägige Konferenz unter dem Motto „Stockholm+50“. In der schwedischen Hauptstadt sollen unter anderem effektive Strategien zur Umsetzung bereits beschlossener globaler Nachhaltigkeitsziele und -abkommen – wie etwa des Pariser Klimaabkommens von 2015 und der Konvention über Biologische Vielfalt – im Mittelpunkt stehen. Weitere Schwerpunktthemen der Konferenz sind die Bedeutung eines gesunden Planeten als Lebensgrundlage aller Menschen sowie die Perspektiven einer ökologisch nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung nach der COVID-19-Pandemie. Die drei thematischen „Leadership Dialogues“ werden von zahlreichen Vertreter*innen aus der globalen Politik und Zivilgesellschaft geführt. Zu den Teilnehmenden gehören neben dem deutschen UNDP-Administrator Achim Steiner auch der US-Sondergesandte für Klimapolitik und ehemalige Außenminister John Kerry sowie die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate.

Die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen, die vom 5. bis 16. Juni 1972 in Stockholm stattfand, gilt bis heute als entscheidender Moment und Gründungsmythos globaler Umweltpolitik. Das fünfzigjährige Jubiläum der Konferenz zum Anlass zu nehmen, die vielfältigen ökologischen Bedrohungen der Gegenwart zu diskutieren, birgt daher eine besondere symbolische Kraft. Darüber, wie das vergangene halbe Jahrhundert globaler Umweltpolitik zu bewerten ist, herrscht jedoch

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Global Crisis Response Group der UN warnt vor Kaskadeneffekten des Ukrainekriegs

27. April 2022 - 21:35

Im März 2022 hat UN-Generalsekretär António Guterres die Gründung einer Global Crisis Response Group on Food, Energy and Finance (GCRG) angekündigt. Sie soll den Ländern dabei helfen, Strategien zu entwickeln, um die miteinander verknüpften Auswirkungen des Ukrainekriegs zu bewältigen. Als „Champions“ der Gruppe fungieren die Staats- und Regierungschef*innen von Bangladesch, Barbados, Dänemark, Indonesien und Senegal sowie Bundeskanzler Olaf Scholz.

Koordiniert wird die Global Crisis Response Group von einem Steering Committee unter Leitung der Stellvertretenden UN-Generalsekretärin Amina Mohammed, dem die Spitzen zahlreicher UN-Organisationen und Entwicklungsbanken, aber auch der Generalsekretär der International Chamber of Commerce angehören.

Am 13. April 2022 hat die Gruppe ein erstes Briefing veröffentlicht, in dem sie die vielfältigen, globalen und interdependenten Auswirkungen des Krieges auf Ernährung, Energie und Finanzen beschreibt und einige Handlungsempfehlungen ausspricht.

Zu den Kernbotschaften dieses Briefings gehört insbesondere der Appell an alle Staaten, sich weiterhin in multilateralen Foren zu engagieren und die kommenden Herausforderungen in ihrer globalen Dimension anzuerkennen. Bestehende Mechanismen sollten sofort und unbürokratisch genutzt werden und alle Akteur*innen, staatliche und zivilgesellschaftliche, seien gut beraten, ihre Anstrengungen besser zu koordinieren. Die GCRG wird stellenweise auch etwas konkreter und schlägt im Bereich der Ernährung etwa die Stabilisierung von Frachtpreisen und die Eindämmung von Spekulationsgeschäften und

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