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Aktualisiert: vor 1 Stunde 24 Minuten

Drei Fragen an… Anna-Katharina Hornidge

27. März 2020 - 15:47

Seit 1. März 2020 ist Professorin Dr. Anna-Katharina Hornidge neue Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE). Die Newsletter-Redaktion war mit ihr im Austausch darüber, welche ersten Ziele und Herausforderungen sie für ihre Arbeit am DIE sieht und was sie in diesen Tagen bewegt.

Redaktion: Worauf freuen Sie sich am meisten im Rahmen Ihrer neuen Aufgabe als Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE)?

Anna-Katharina Hornidge: Ich freue mich darauf, mit dem gesamten Team am DIE, dieses ganz besondere fachliche und partnerschaftliche Feld, das wir hier am Institut bearbeiten, auszufüllen. Dieses liegt zwischen empirischer Entwicklungsforschung und Theoriediskussion, einem offen kommunizierten Anwendungsbezug, politischer Beratung sowie universitärer Lehre und Ausbildung. Das ist eine breite Aufstellung, die uns die spannende Möglichkeit bietet, uns wissenschaftlich und gegenwartspolitisch immer wieder selbst herauszufordern.

Redaktion: Welche Rolle sehen Sie derzeit für globale Kooperation und Entwicklungsforschung in Zeiten von Corona?

Anna-Katharina Hornidge: Die Coronakrise unterzieht die Strukturen globaler Kooperation und Zusammenarbeit einem Test. Sind sie und der sie definierende Solidaritätsanspruch trag- und arbeitsfähig in Zeiten zunehmender Grenzziehungen? Zahlreiche unserer Partnerländer in Asien, Afrika, Lateinamerika werden massiv von der Krise betroffen sein. Einige sind es bereits. Die Aufgabe von Entwicklungsforschung und -politik ist es, im Sinne eines globalen Gemeinwohls Gesundheitssysteme, Wirtschaft und Sozialsysteme in unseren Partnerländern bei der Bewältigung der Krise zu stützen. Deutschland muss sich fragen, welche Rolle es in und nach der Krise im internationalen Staatengefüge spielen möchte – und entsprechend jetzt handeln. Der Vorsitz Deutschlands im Rat der Europäischen Union, den wir in der zweiten Hälfte des Jahres übernehmen, stellt hier eine Möglichkeit dar, eine entwicklungspolitische Vorreiterrolle zu demonstrieren.

Redaktion: Was würden Sie gerne nach 100 Tagen im Amt sagen können?

Anna-Katharina Hornidge: Meine ursprünglichen Pläne sahen vor, einen Meeresgovernance-bezogenen Forschungsschwerpunkt zu etablieren. Außerdem wollen wir die Drittmittelstrategie am Institut weiter ausbauen. Inhaltlich möchte ich die aktuelle Forschungsstrategie des Institutes gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern reflektieren und wir wollen uns mit der Frage befassen, für welche Wissenschaft, Politikberatung und Ausbildung das DIE unter der neuen Leitung steht. Diese Punkte sind weiterhin wichtig und ich werde sie angehen. Sie wurden aber durch die aktuelle globale Situation ergänzt: Im Moment steht im Fokus, dass wir die Gesundheit und die besonderen Lebensumstände unserer Mitarbeiter*innen im Blick haben und gleichzeitig sicherstellen, dass wir unser Mandat auch unter diesen besonderen Umständen als Institut erfüllen. Ich möchte mich daher an dieser Stelle ganz besonders für das besondere Engagement aller Mitarbeiter*innen des DIE in diesen dynamischen Zeiten bedanken: Ich danke allen im administrativen Bereich, die mich und die Geschäftsleitung darin unterstützen, flexible Lösungen zu realisieren, und allen wissenschaftlichen Mitarbeiter`*innen, die in dieser durch große Unsicherheiten geprägte Situation Forschung, Ausbildung und Beratung des Instituts weiter sicherzustellen. Mein Dank gilt außerdem dem lebendigen Netzwerk des DIE, Ihnen und vielen weiteren Partnern und Freunden des Instituts, die unsere Kooperationen gerade virtuell und kreativ weiter aufrechterhalten. Auf Basis dieser großen Unterstützung blicke ich daher dennoch positiv und mit viel Freude auf die ersten, und folgenden, Wochen im Amt.

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Research Team Botswana continues work virtually

27. März 2020 - 15:39

On 26 January 2020, together with our team leader Sebastian Ziaja, we took off on our research trip to Botswana to investigate e-government and democracy in Botswana. Faster than expected, the Corona developments caught up with us and brought us back to Germany from one day to the next only seven weeks later. However, even though our research stay was shortened by a few weeks, we were able to implement our plans and had a very exciting time in Gaborone.

Research-team Botsuana, ©DIE

Arriving in the capital of Botswana, we were welcomed by bright sunshine. On the same day, we had our first meeting with our project partner Professor David Sebudubudu, Dean of the Faculty of Social Sciences at the University of Botswana. In the following two weeks, further meetings with partners and relevant actors followed, such as Statistics Botswana, Afrobarometer and the Water Utilities Corporation. The goal for our research stay was to conduct an experiment on digital tax returns and a survey on e-government in Gaborone. After the questionnaire had been prepared and we had trained 27 research assistants, our survey was ready to start. In three intensive weeks, we were able to conduct more than 2,123 interviews. Before the survey, we had conducted an information campaign in cooperation with Botswana Unified Revenue Service in order to inform taxpayers in Gaborone about the option of e-filing (filing tax returns over the internet).

In the following week, events took a turn for the worse due to the worldwide corona pandemic. Our planned presentation of our preliminary research results at the University of Stellenbosch had to be cancelled. Likewise, the planned presentation of our final research results at University Botswana, as well as further background interviews should not take place. During the course of March, the decision was made to return to Germany early.

After an intensive time spent together, we are now working on our research report from our homes with regular video conferences. We are very very excited about the results of our analysis and would be happy if you continue to follow us on our Twitter channel: @EgovBotsTeam.

Best greetings and all the best for the time to come.

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Forschungsteam Botswana setzt Arbeit virtuell fort

27. März 2020 - 15:36

Hier ein Erlebnisbericht von den Mitgliedern des Forschungsteams Botsuana:

Das ging schneller als gedacht: Am 26. Januar 2020 starteten wir gemeinsam mit unserem Teamleiter Sebastian Ziaja unsere Forschungsreise zum Thema e-Government und Demokratie in Botsuana. Knappe sieben Wochen später sollten uns die Corona-Entwicklungen einholen und uns von einem auf den anderen Tag zurück nach Deutschland bringen. Doch auch wenn unser Forschungsaufenthalt verkürzt wurde, konnten wir unser Vorhaben umsetzen und hatten eine sehr spannende Zeit in Gaborone.

Forschungs-Team Botswana, ©DIE

In der Hauptstadt Botsuanas angekommen, empfing uns strahlender Sonnenschein. Noch am gleichen Tag hatten wir unser erstes Treffen mit unserem Projektpartner Professor David Sebudubudu, dem Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Botsuana. In den kommenden zwei Wochen folgten weitere Treffen mit Partnern und relevanten Akteuren, wie Statistics Botswana, Afrobarometer und der Water Utilities Corporation. Das Ziel unseres Forschungsaufenthaltes war es, ein Experiment zur digitalen Steuererklärung sowie eine Umfrage zu e-Government in Gaborone durchzuführen. Nachdem der Fragebogen überarbeitet und wir 27 Forschungsassistent*innen geschult hatten, konnte unsere Umfrage losgehen. In drei intensiven Wochen führten wir mehr als 2.123 Interviews durch. Vorab organisierten wir in Kooperation mit dem Botswana Unified Revenue Service eine Informationskampagne, um Steuerzahler*innen in Gaborone über die Möglichkeit des e-Filings (elektronische Abgabe der Steuererklärung) zu informieren.

In der folgenden Woche überschlugen sich die Ereignisse aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie. Die erste Vorstellung unserer Forschungsergebnisse an der Universität Stellenbosch musste abgesagt werden. Ebenso sollten die geplante Präsentation an der Universität Botswana sowie weitere Expert*innengespräche nicht mehr stattfinden. Im Laufe des März fiel schließlich die Entscheidung vorzeitig nach Deutschland zurückzukehren.

Nach einer intensiven gemeinsamen Zeit arbeiten wir nun mit regelmäßigen Videokonferenzen weiter an unserem Forschungsbericht. Wir sind gespannt, auf unsere Analyseergebnisse und freuen uns, wenn Sie uns weiterhin auf unserem Twitter-Kanal folgen: @EgovBotsTeam.

Beste Grüße und alles Liebe für die kommende Zeit.

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News from the Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21)

27. März 2020 - 12:54
Events

Panel discussion: The promise of happiness of sustainability, on 12.03.2020 in Duisburg

Käte Hamburger Dialogue, ©DIE

16th Käte Hamburger Dialogue took place as part of the Duisburger Akzente in cooperation with VHS Duisburg and Studio 47.

„There’s not much to happiness,“ is a common saying. But what about happiness at a time when sustainability guides our actions and implicitly calls us to renunciation and moderation? Is „having a lot“ then still possible at all? And in our growth-oriented society, in which, despite all the clichés to the contrary, a life of abundance is still regarded as the ultimate happiness, can satisfaction be achieved despite less consumption? These questions were debated by a round of speakers from the local science and sustainability sector as part of the 16th Käte Hamburger Dialogue at the Duisburg adult education centre. And right at the beginning a lively discussion relaxed about what kind of luxury it really is to be able to afford to do without.

Speakers from the local science and sustainability area during the Käte Hamburger Dialogue, ©DIE

As long as a sustainable lifestyle is reserved for the privileged sections of society, it is out of the question that it can be a recipe for „becoming happy“. There was agreement on the podium, however, that sustainability is not the same as renunciation. Rather, it means a rethinking of the value attributed to certain goods and behaviour. In this way, profits can be made and new products manufactured, also in the sense of a sustainable economy. One difference to conventional value creation, however, is that there is an awareness of the consequences of this action. If, therefore, we consume in the knowledge of our own effectiveness in such a way that we can exert a positive influence on other people and at the same time achieve desirable effects, this will, in doubt, even generate more happiness than if we only reward ourselves with a purchase.

Second annual conference of the Centre on communicative power postponed
Because of the Corona crisis and in accordance with the requirements of the North Rhine-Westphalian state government, the Centre has decided to postpone its 2nd annual conference, which was scheduled for 16 April 2020. A new date – probably in November 2020 – will be announced in time on the Centre’s website.

About: The annual conference will examine the functioning of communicative power as opposed to structural, material and positional power in creating opportunities and obstacles to transnational and global cooperation. A better understanding of the functioning of communicative power is of utmost importance in a context where global cooperation is increasingly controversial despite pressing problems of planetary scope such as climate change. Communicative power is of central importance for processes of criticism and justification of (global) public policy, all the more so in times of often conflicting ideas of world order.

New Fellows

Dr des. Joanna Simonow

Dr des. Joanna Simonow, ©KHK

The historian works on the topics of gender, anti-colonialism and anti-imperialism, humanitarian movements and their history, South Asia, food and hunger relief. After studies in Heidelberg, New Delhi, Groningen, Uppsala and a stopover at the Overseas Development Institute, she completed her doctorate at the Institute of Contemporary History at ETH Zurich. From March 2020 to February 2021, Dr Simonow will be a Postdoctoral Research Fellow in the research group ‚Pathways and Mechanisms of Global Cooperation‘. Her research project is entitled ‚The Private in the Political. Intimacy as a Pathway of Global Cooperation: Feminism, Anti-Imperialism and Indian Nationalism in Europe, North America and South Africa, c. 1900s-1960s‘ and aims to provide a feminist historical investigation of the role of (interethnic) love and sexual intimacy as paths of global cooperation of social and political movements in the first six decades of the twentieth century.

Dr. Umberto Mario Sconfienza, ©KHK

Dr. Umberto Mario Sconfienza

The legal philosopher Umberto Mario Sconfienza works on the environment and climate change from the perspective of political philosophy. He was Postdoctoral Research Fellow at the Cluster of Excellence ‚Normative Order‘ at the Goethe University Frankfurt and is a Postdoctoral Research Fellow at the Käte Hamburger Kolleg in the research group ‚Global Cooperation and Polycentric Governance‘ from January to December 2020. Dr. Sconfienza is developing a theory for the description and better understanding of global environmental policy under the title ‚The Post-Sustainability Trilemma‘.

Publications

Katja Freistein, Frank Gadinger, Christine Unrau
From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language (Global Cooperation Research Papers 24), Duisburg 2020
ISSN: 2198-1949 (Print)
ISSN: 2198-0411 (Online)
DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-24
https://www.gcr21.org/publications/gcr/research-papers/

Publikcation: From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language, ©KHK

Abstract

In this paper, we ask how exactly right-wing populists make anti-globalization appealing. We follow the growing interest in the ambivalent features of populist language and performances by suggesting a methodological framework around narratives, metaphors, and emotions. We argue that right-wing populists skilfully present abstract phenomena of globalization and translate them to individual experiences of ‘ordinary people’. Metaphors play a crucial role in populist storytelling as they make sense of a complex reality through imagery. They mobilize collective emotions and reach a wider audience through a high degree of linguistic adaptability and normative ambiguity.
We demonstrate these narrative operations using two recent cases of ‘successful’ right-wing populist, anti-globalization storytelling, which build on strong metaphors. One is the metaphor of the ‘House’, used by former Italian Deputy Prime Minister and Interior Minister Matteo Salvini, and the other is U.S. President Donald Trump’s metaphor of ‘The Wall’. We argue that these metaphors are used to create an inside/outside distinction that externalizes threats which are possibly internal (e.g. drug consumption) to a polity (e.g. external drug abuse or organized crime) but can be blamed on globalization through the use of metaphors. What is more, metaphors can be utilized to construct a crisis, which in turn makes it possible for populists to adopt the savior-role of an energetic hero, who alone is able to resolve the supposed crisis.

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Neues aus dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21)

27. März 2020 - 12:26
Events

Podiumsdiskussion: Das Glücksversprechen der Nachhaltigkeit, am 12.03.2020 in Duisburg

Käte Hamburger Dialog, ©DIE

Der 16. Käte Hamburger Dialogue fand im Rahmen der Duisburger Akzente, in Kooperation mit VHS Duisburg und Studio 47, statt.

„Es gehört nicht viel zum Glücklichsein“ – so lautet eine gängige Redensart. Wie verhält es sich aber mit dem Glück in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit unsere Handlungen leitet und uns implizit zu Verzicht und Mäßigung auffordert? Ist „viel haben“ dann überhaupt noch möglich? Und kann sich in unserer auf Wachstum fixierten Gesellschaft, in der allen anderslautenden Floskeln zum Trotz ein Leben im Überfluss immer noch als das ultimative Glück gilt, Zufriedenheit trotz weniger Konsum einstellen? Über diese Fragen debattierte eine Runde von Referent*innen aus dem lokalen Wissenschafts- und Nachhaltigkeitsbereich im Rahmen des 16. Käte Hamburger Dialogues in der Duisburger VHS.

Referent*innen aus dem lokalen Wissenschafts- und Nachhaltigkeitsbereich während des Käte Hamburger Dialogs, ©DIE

Gleich zu Beginn entsponn sich eine angeregte Diskussion darüber, was für ein Luxus es tatsächlich ist, sich einen Verzicht überhaupt leisten zu können. Solange nämlich eine nachhaltige Lebensweise nur den privilegierten Teilen der Gesellschaft vorbehalten bleibt, ist ohnehin ausgeschlossen, dass es als Rezept zum „Glücklich-Werden“ taugt. Einigkeit herrschte indes auf dem Podium darüber, dass Nachhaltigkeit nicht mit Verzicht gleichzusetzen ist. Vielmehr bedeute es, dass ein Umdenken darüber stattfindet, welchen Stellenwert bestimmte Güter und Verhaltensweisen zugeschrieben bekommen.

So können auch im Sinne einer nachhaltigen Konjunktur Gewinne erwirtschaftet und neue Produkte hergestellt werden. Ein Unterschied zur konventionellen Wertschöpfung liegt jedoch darin, dass ein Bewusstsein für die Konsequenzen dieses Handelns herrscht. Wenn wir demnach im Wissen unserer eigenen Wirkmächtigkeit so konsumieren, dass wir damit einen positiven Einfluss auf andere Menschen ausüben und gleichzeitig wünschenswerte Effekte erzielen können, erzeugt dies im Zweifel sogar mehr Glück, als wenn man mit einem Kauf nur sich selbst belohnt.

Zweite Jahreskonferenz des Kollegs zu kommunikativer Macht wird verschoben
Entsprechend den Vorgaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Corona-Krise hat das Kolleg beschlossen, seine zweite Jahreskonferenz, die für den 16. April 2020 geplant war, zu verschieben. Ein neuer Termin – voraussichtlich im November 2020 – wird rechtzeitig auf der Website des Kollegs bekannt gegeben.

Zum Thema: Die Jahreskonferenz will die Funktionsweise von kommunikativer Macht im Unterschied zu struktureller, materieller und positioneller Macht bei der Schaffung von Möglichkeiten und Hindernissen für transnationale und globale Zusammenarbeit untersuchen. Ein besseres Verständnis der Funktionsweise von kommunikativer Macht ist in einem Kontext, in dem globale Zusammenarbeit trotz drängender Probleme von planetarischer Tragweite wie dem Klimawandel zunehmend umstritten ist, von größter Bedeutung. Kommunikative Macht ist zentral für Prozesse der Kritik und Rechtfertigung (globaler) öffentlicher Politik, und dies umso mehr in Zeiten oft gegensätzlicher Weltordnungsvorstellungen.

Neue Fellows

Dr des. Joanna Simonow, ©KHK

Dr des. Joanna Simonow

Die Historikerin arbeitet zu den Themen Gender, Anti-Kolonialismus und Anti-Imperialismus, Humanitäre Bewegungen und ihre Geschichte, Südasien, Nahrung und Hungerhilfe. Nach Stationen in Heidelberg, New Delhi, Groningen, Uppsala und einer Zwischenstation am Overseas Development Institute promovierte sie am Institut für Zeitgeschichte der ETH Zürich. Dr Simonow forscht von März 2020 bis Februar 2021 als Postdoc Research Fellow in der Forschungsgruppe „Pfade und Mechanismen globaler Kooperation“. Ihr Forschungsprojekt unter dem Titel „The Private in the Political. Intimacy as a Pathway of Global Cooperation: Feminism, Anti-Imperialism and Indian Nationalism in Europe, North America and South Africa, c. 1900s-1960s“ will eine feministische historische Untersuchung der Rolle von (interethnischer) Liebe und sexueller Intimität als Wege der globalen Zusammenarbeit sozialer und politischer Bewegungen in den ersten sechs Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts liefern.

Dr. Umberto Mario Sconfienza, ©KHK

Dr. Umberto Mario Sconfienza

Der Rechtsphilosoph Umberto Mario Sconfienza arbeitet zu den Themen Umwelt und Klimawandel aus der Perspektive der politischen Philosophie. Er war Postdoctoral Research Fellow am Exzellenzcluster „Normative Ordnung“ der Goethe-Universität Frankfurt und forscht von Januar bis Dezember 2020 als Postdoc Research Fellow am Käte Hamburger Kolleg in der Forschungsgruppe „Globale Kooperation und polyzentrische Governance“. Dr. Sconfienza entwickelt am Kolleg eine Theorie zur Beschreibung und für ein besseres Verständnis globaler Umweltpolitik unter dem Titel ‚The Post-Sustainability Trilemma‘.

Publikationen

Publikation: From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language, ©KHK

Katja Freistein, Frank Gadinger, Christine Unrau
From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language (Global Cooperation Research Papers 24), Duisburg 2020
ISSN: 2198-1949 (Print)
ISSN: 2198-0411 (Online)
DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-24
https://www.gcr21.org/publications/gcr/research-papers/

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Workshop on Approaches in Small Farmer Promotion

27. März 2020 - 11:59

Small farmers still constitute the majority of the population in the Global South and are disproportionately affected by poverty. While there is consensus that SDG 2 (Zero Hunger) and other development goals cannot be achieved without promoting small farmers, there are different and often controversial opinions about the best approaches to do so.

The team during the workshop, ©DIE

On 4 March2020, the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), in collaboration with “Netzwerk entwicklungspolitischer Fachleute” (a network of independent development professionals) carried out a non-public workshop which aimed at fostering exchange and dialogue among development agencies to eventually overcome stereotyped antagonisms on this important issue. Altogether 25 participants took part, representing 12 organisations (GOs, NGOs and private sector) active in this field, particularly members of the support group of the German Special Initiative “A World Without Hunger” (SEWOH), plus some free-lance experts.

After an introduction by Michael Brüntrup of DIE, Professor Theo Rauch gave a keynote highlighting existing controversies but also areas of common ground with regard to four different dimensions: Integrated vs. product oriented approaches; ecological/low input vs. conventional/high input farming technologies; public vs. private service systems and regional vs. global food systems. In a next step, nine organisations presented their specific experiences, displaying a wide range of approaches, achievements, but also limitations.

The afternoon was dedicated to working groups which took up the first three dimensions sketched out in the keynote and discussed about pros and cons of each approach as well as potential combinations and open questions.

Participants in the final plenary session agreed that the topic was highly relevant and the workshop had been successful in showing the variety of approaches, fostering dialogue and inspiring new insights. Many supported the idea to continue exchange and collaboration.

For further readings on SDG2 please visit our web special: Food security and agriculture for a world without hunger.

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Workshop zu Ansätzen der Kleinbauernförderung

27. März 2020 - 11:54

Kleinbauern und Kleinbäuerinnen stellen weiterhin die Mehrheit der Bevölkerung im globalen Süden dar und sind unverhältnismäßig stark von Armut betroffen. Es besteht zwar Konsens darüber, dass SDG 2 (Kein Hunger) und andere Entwicklungsziele nicht ohne die Förderung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern erreicht werden können. Doch gibt es unterschiedliche und oft konträre Meinungen über die besten Ansätze dazu.

Das Team während des Workshops, ©DIE

Am 4. März 2020 führte das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk entwicklungspolitischer Fachleute einen nicht-öffentlichen Workshop durch. Dieser zielte darauf ab, den Austausch und Dialog zwischen den Entwicklungsorganisationen zu fördern, um stereotype Debatten zu diesem wichtigen Thema zu überwinden. Insgesamt nahmen 25 Personen teil, die zwölf in diesem Bereich tätige Organisationen (Regierungsorganisationen NGOs und Privatwirtschaft) vertraten, insbesondere Mitglieder des Begleitkreises der deutschen Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ (SEWOH), sowie einige freiberufliche Expert*innen.

Nach einer Einführung durch Michael Brüntrup vom DIE hielt Prof. Theo Rauch ein Impulsreferat, in dem er bestehende Kontroversen, aber auch Gemeinsamkeiten in vier verschiedenen Dimensionen hervorhob: Integrierte versus produktorientierte Ansätze; ökologische/low external input versus konventionelle/high external Input -Technologien; öffentliche versus private Dienstleistungssysteme und regionale verus globale Ernährungssysteme. In einem nächsten Schritt stellten neun Organisationen ihre spezifischen Erfahrungen vor und zeigten dabei ein breites Spektrum an Ansätzen, Erfolgen, aber auch Einschränkungen auf.

Der Nachmittag war den Arbeitsgruppen gewidmet, welche die ersten drei der in der Keynote skizzierten Dimensionen aufgriffen und über die Vor- und Nachteile der einzelnen Ansätze sowie über mögliche Kombinationen und offene Fragen diskutierten.

Die Teilnehmer*innen der abschließenden Plenarsitzung waren sich einig, dass das Thema von hoher Relevanz ist und dass es im Workshop gelungen sei, die Vielfalt der Ansätze zu zeigen, den Dialog zu fördern und neue Einsichten zu inspirieren. Viele unterstützten die Idee, den Austausch und die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Erfahren Sie mehr zum Thema in unserem Webspecial: Ernährungssicherheit und Landwirtschaft für eine Welt ohne Hunger.

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News from SDSN Germany

27. März 2020 - 11:19

SDSN Germany has presented five proposals for the structural advancement of the German Sustainable Development Strategy, which were adopted by the Leadership Council in March 2020:

1. Mutual strengthening of both the German Sustainable Development Strategy and the European Green Deal
2. Implementation by focusing on key transformations and overarching levers
3. Using finance as a transformative lever
4. Anchoring the strategy in parliament and society, strengthening of governance
5. Synchronising the cycles of the Sustainable Development Strategy and key political processes

The German Sustainable Development Strategy, which had been updated regularly since 2002, was completely reworked in 2016. This overhaul brought it in line with the 17 Sustainable Development Goals (SDGs) of the 2030 Agenda, which the world’s Heads of State and Government had adopted at a 2015 UN summit. The German strategy was last updated in 2018. Now, its next extensive revision is round the corner in 2020. By presenting its statement, SDSN Germany wants to contribute to this revision process.

The German Sustainable Development Strategy lacks both political relevance and the ability to make a structural impact. At the same time, the international and European context of Germany’s sustainable development policy has seen new strategies and approaches emerge since 2016 that should be factored into the upcoming revision of the German Sustainable Development Strategy. Please find the full statement of our network here.

SDSN Germany initiated an exchange between members and partners from the network to reflect on the consequences of the Corona crisis on national, European and international sustainability and climate policy as well as on global cooperation. The results shall be discussed in the next leadership council meeting in April by defining possible next steps.

The global SDSN started a public opinion survey on progress made and major challenges faced in implementing the SDGs. The results will be included in the 2020 Sustainable Development Report that is published by SDSN and the Bertelsmann Stiftung. Please find more information about the report and the survey here: https://www.unsdsn.org/sdsn-public-opinion-survey-on-sdg-progress-and-challenges. The survey comprises five questions and it should take less than five minutes to respond. Thank you so much for participating!

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Neues von SDSN Germany

27. März 2020 - 11:13

SDSN Germany hat fünf Vorschläge zur strukturellen Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die der Lenkungsausschuss im März 2020 beschlossen hat:

1. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und European Green Deal gegenseitig stärken,
2. Umsetzung durch Fokussierung auf Schlüsseltransformationen und übergreifende Hebel,
3. Den transformativen Hebel Finanzen konsequent nutzen,
4. Strategie in Parlament und Gesellschaft verankern, Steuerung in der Regierung stärken,
5. Zeitliche Rhythmen von Nachhaltigkeitsstrategie und politischen Schlüsselprozessen verknüpfen.

Die seit 2002 regelmäßig fortgeschriebene Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2016 grundlegend überarbeitet. Dabei wurde sie an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der  Agenda 2030 ausgerichtet, die 2015 von den Staats- und Regierungschefs der Welt auf einem Gipfeltreffen bei den Vereinten Nationen beschlossen worden war. Zuletzt wurde die Strategie 2018 aktualisiert. Im Jahr 2020 steht nun die nächste umfassende Überprüfung und Weiterentwicklung an. In diesen Prozess möchte sich SDSN Germany mit seiner Stellungnahme einbringen.

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie konnte bis jetzt zu wenig politische Relevanz und strukturelle Wirkungsmacht entfalten. Gleichzeitig sind seit 2016 im internationalen und europäischen Umfeld der deutschen Nachhaltigkeitspolitik neue Konzepte und Ansätze entstanden, die bei einer Weiterentwicklung der Strategie berücksichtigt werden sollten. Die vollständige Stellungnahme unseres Netzwerks finden Sie hier.

SDSN Germany hat einen Austausch mit Mitgliedern und Partnern des Netzwerks initiiert, um über die Konsequenzen der Corona-Krise auf nationale, europäische und internationale Nachhaltigkeits- und Klimapolitik sowie globale Zusammenarbeit zu reflektieren und mögliche nächste Schritte abzustimmen. Die Ergebnisse sollen in der nächsten Sitzung des Lenkungsausschusses im April 2020 abschließend beraten werden.

Das globale SDSN hat eine öffentliche Befragung gestartet zur Beleuchtung der Fortschritte und Herausforderungen bei der Zielerreichung der SDGs. Die Ergebnisse dieser öffentlichen Befragung werden in den 2020 Sustainable Development Report einfließen, den das globale SDSN gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung herausbringt. Unter diesem Link können Sie weitere Informationen zum Report finden und noch bis zum 17. April an der Umfrage teilnehmen: https://www.unsdsn.org/sdsn-public-opinion-survey-on-sdg-progress-and-challenges. Die Umfrage umfasst fünf Fragen und sollte eine Bearbeitungszeit von fünf Minuten nicht überschreiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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Sander Chan awarded fellowship at the Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21)

27. März 2020 - 10:57

Sander Chan, ©DIE

Sander Chan, Senior Researcher at the German Development Institute/Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), has been awarded a prestigious research fellowship with the Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21). From September 2020 on, he will conduct research on climate action and radical transformation at the Centre in Duisburg.

Sander Chan’s  research topic is especially relevant in light of the SARS-CoV-2 outbreak. “We must ask what the corona virus outbreak means for climate commitments made in recent years by businesses, local authorities, and civil society. Is such action premised on growth – which has been badly hurt? If so, will low-carbon and climate-resilient development not happen? What alternatives are available to leverage an economic downturn for sustainability?”, Chan highlights.

Since 2012, KHK/GCR21 has been advancing to understand the possibilities and limits of global cooperation, building an interdisciplinary community that explores new options for global public policy. Sander Chan will contribute to the Centre’s focus on global cooperation and polycentric governance.

During his year-long fellowship, Sander Chan aims to develop a consortium of internationally leading researchers. “The complexity of interactions in global governance and knowledge gaps in the study of climate action require interdisciplinary and multi-method approaches. The contributions of many will far exceed those of an individual researcher,” he explains.

Sander remains affiliated with the Copernicus Institute of Sustainable Development at Utrecht University as adjunct assistant professor. He will also continue being at DIE, coordinating work on transnational climate governance under the Klimalog Project, funded by the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ).

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Sander Chan wird Fellow am Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21)

27. März 2020 - 10:53

Sander Chan, ©DIE

Sander Chan, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), erhält ein renommiertes Forschungsstipendium des Käte Hamburger Kolleg/Zentrum für Globale Kooperationsforschung (KHK/GCR21). Ab September 2020 wird er am Zentrum in Duisburg zu Klimamaßnahmen und radikaler Transformation forschen.

Dieses Forschungsthema ist vor allem vor dem Hintergrund des SARS-CoV-2-Ausbruchs relevant. „Wir müssen uns fragen, was der Ausbruch des Coronavirus für die Klimaverpflichtungen bedeutet, die Unternehmen, lokale Behörden und die Zivilgesellschaft in den letzten Jahren eingegangen sind. Ist ein solches Vorgehen auf Wachstum ausgerichtet – das großen Schaden nehmen wird? Wenn ja, wird eine kohlenstoffarme und klimaresistente Entwicklung nicht stattfinden? Welche Alternativen stehen zur Verfügung, um einen wirtschaftlichen Abschwung für die Nachhaltigkeit zu nutzen,“ hebt Chan hervor.

Seit 2012 fördert das KHK/GCR21 Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen der globalen Zusammenarbeit und baut ein interdisziplinäres Netzwerk auf, das neue Optionen für die globale öffentliche Politik erforscht. Chan wird dazu beitragen, dass sich das Zentrum auf globale Zusammenarbeit und polyzentrisches Regieren konzentriert.

Während seines einjährigen Stipendiums will Chan ein Konsortium international führender Forscher*innen aufbauen. „Die Komplexität der Interaktionen in der globalen Regierungsführung und die Wissenslücken bei der Untersuchung von Klimamaßnahmen erfordern interdisziplinäre und multi-methodische Ansätze. Die Beiträge vieler werden die eines einzelnen Forschers bei weitem übersteigen“, erklärt er.

Sander bleibt dem Kopernikus-Institut für nachhaltige Entwicklung an der Universität Utrecht als außerordentlicher Assistenzprofessor verbunden. Er wird auch weiterhin am DIE tätig sein und die Arbeit zur transnationalen Klimagovernance im Rahmen des Klimalog-Projekts koordinieren, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird.

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Dissertation project „Transformative institutions? The impact of national sustainability institutions on countries’ climate performance”

26. März 2020 - 16:18

In her dissertation project, Okka Lou Mathis explores the role that national sustainability institutions – in the sense of political bodies like sustainability councils or commissions for future generations – play in shaping countries’ climate performance. Motivated by the problem that day-to-day politics is structurally blind to the long-term perspective, she examines whether governance bodies that are explicitly created to promote sustainability actually succeed in bringing sustainability into decision-making.

Okka Lou Mathis, ©DIE

Okka Lou Mathis started her dissertation in autumn 2019. She is currently building a global database on national sustainability institutions that will serve as a basis for her research. In her first paper, she clarifies the concept of sustainability institutions and develops an analytical framework for assessing their political impact potential. Subsequently, she will carry out comparative case studies in countries of the Global South and North to better understand how those bodies work in practice and to find causal mechanisms how they influence politics. With the help of a quantitative analysis based on the dataset, she will then assess the link between sustainability institutions and countries’ climate performance. Finally, she will answer the question what makes sustainability institutions effective as well as how to anchor sustainability better in countries’ political systems.

This dissertation project contributes to understanding how global agendas like the Paris Climate Agreement and the 2030 Agenda  for Sustainable Development are implemented at the level of states and how national governance can be strengthened to achieve better outcomes.

Okka Lou Mathis works in the research project “Klimalog” at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) and is a PhD candidate at Leuphana University of Lüneburg. She has a background in political science and public management as well as in development studies.

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Dissertationsprojekt „Transformative Institutionen? Der Einfluss nationaler Nachhaltigkeitsinstitutionen auf die Klima-Performanz von Staaten”

26. März 2020 - 16:14

In ihrem Dissertationsprojekt untersucht Okka Lou Mathis den Einfluss nationaler Nachhaltigkeitsinstitutionen – im Sinne von politischen Gremien wie Nachhaltigkeitsräte oder Kommissionen für zukünftige Generationen – auf die Klima-Performanz von Ländern. Motiviert durch das Problem eines kurzfristigen Planungshorizontsin der Politik will sie herausfinden, ob es den explizit zur Förderung der Nachhaltigkeit geschaffenen Institutionen tatsächlich gelingt, politische Entscheidungsfindung zu prägen.

Okka Lou Mathis, ©DIE

Okka Lou Mathis hat ihre Dissertation im Herbst 2019 begonnen. Sie ist derzeit dabei, eine globale Datenbank über nationale Nachhaltigkeitsinstitutionen aufzubauen, die als Grundlage für ihre Forschung dient. In ihrem ersten wissenschaftlichen Artikel definiert sie ihr Verständnis von Nachhaltigkeitsinstitutionen und entwickelt einen Analyserahmen zur Bewertung ihres politischen Wirkungspotenzials. Danach wird sie mehrere vergleichende Fallstudien in Ländern des globalen Südens und Nordens durchführen, um kausale Mechanismen zu finden, wie sie die Politik beeinflussen. Mit Hilfe einer quantitativen Analyse auf der Grundlage des Datensatzes will sie daraufhin den möglichen Zusammenhang zwischen nationalen Nachhaltigkeitsinstitutionen und der Klima-Performanz von Ländern schätzen. Schließlich will sie die Frage beantworten, unter welchen Bedingungen Nachhaltigkeitsinstitutionen einen politischen Einfluss haben und wie das Nachhaltigkeitsprinzip generell besser im politischen System verankert werden kann.

Dieses Dissertationsprojekt soll zum Verständnis beitragen, wie globale Agenden wie das Pariser Klimaabkommen und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung auf der Ebene der Staaten umgesetzt werden und wie nationale Governance gestärkt werden kann, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Okka Lou Mathis arbeitet im Forschungsprojekt „Klimalog“ am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und schreibt ihre Dissertation an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat Politik- und Verwaltungswissenschaften sowie Entwicklungsstudien studiert.

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Call for Papers: Social contracts in the MENA region

26. März 2020 - 15:58

After its extensive work on social contracts in the Middle East and North Africa (MENA) region and the obligations these state-society-contracts entail in different countries and sectors, the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) is now interested in advancing research on the actors and processes involved in changing these contracts. With the notable exception of Tunisia, and efforts of updating existing social contracts in Morocco and Jordan, social contracts in the region remain largely dysfunctional like in Iraq, or brought authoritarian regimes back to the front, like in Egypt.

Both, scholarly and development policy-guiding publications are now available that use the social contract ‘lens’ for framing state-society-relations, and their transformation. Challenges arise not only from assessing the transformations from one contract to a new one, but also from understanding the normative implications of new contracts in the making.

The German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) will therefore host a workshop on 23 – 25 November 2020 to discuss methodological avenues –both qualitative and quantitative– and empirical insights to:

– identify drivers of contemporary transformations of social contracts, both structural and actor-centered, in the MENA-region
– assess/measure/model the drivers’ respective contribution to change – both ‘objectively’ and in the perception of the social contract stakeholders.

The empirical research of the expected contributions will focus on comparisons between countries, between MENA and another world region, between policy fields, or on the trajectory of specific social contracts over time. Domestic drivers – or, by extension, ‘spoilers’ – of change and their (dis-)incentives will mostly stand at the center of analysis. However, the significance of enabling/disabling regional and global structures and/or actors will most likely also have to be taken into account.

We invite researchers in any country and from any relevant discipline (sociology, economics, political science, law studies etc.) to submit abstracts, please check the details here.

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Call for Papers: Gesellschaftsverträge in der MENA-Region

26. März 2020 - 15:54

Das MENA-Team am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Forschung zu den Gesellschaftsverträgen in der Region des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) und den wechselseitigen Verpflichtungen von Staat und Bürgern hierbei betrieben, und dies in verschiedenen Ländern und Sektoren untersucht. Vor diesem Hintergrund möchte das Team nun die Forschung zu den Akteuren und Prozessen des Wandels dieser Verträge noch stärker vorantreiben. Mit der bemerkenswerten Ausnahme Tunesiens und den Bemühungen um die Aktualisierung bestehender Gesellschaftsverträge in Marokko und Jordanien sind die Sozialverträge in der Region nach wie vor weitgehend dysfunktional, wie im Irak, oder haben autoritäre Regime wieder an die Front gebracht, wie in Ägypten.

Inzwischen gibt es sowohl wissenschaftliche als auch entwicklungspolitisch orientierte Publikationen, die die „Brille“ des Gesellschaftsvertrags für die Analyse der Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft und deren Transformation nutzen. Herausforderungen ergeben sich nicht nur aus der Bewertung der Transformationen von einem Vertrag zu einem neuen, sondern auch aus dem Verständnis der normativen Implikationen neuer Verträge.

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) veranstaltet daher am 23. bis 25. November 2020 einen Workshop, um sowohl qualitative als auch quantitative methodische Forschungsansätze und empirische Erkenntnisse zu diskutieren. Ziel ist dabei:

– die Triebkräfte der gegenwärtigen strukturellen und akteurszentrierten Transformationen von Sozialverträgen in der MENA-Region zu identifizieren;
– den jeweiligen Beitrag einzelner Treiber des Wandels zu analysieren/messen/modellieren – sowohl „objektiv“ als auch in der Wahrnehmung der Parteien des Gesellschaftsvertrags.

Beiträge zum Workshop können dabei empirische Untersuchungen sein, die Vergleiche zwischen Ländern, zwischen MENA und einer anderen Weltregion, zwischen Politikfeldern oder den Verlauf spezifischer Sozialverträge im Laufe der Zeit untersuchen. Dabei können inländische Triebkräfte – oder im weiteren Sinne „Spoiler“ – des Wandels und ihre Motive im Zentrum der Analyse stehen. Die Bedeutung regionaler und globaler Strukturen und/oder Akteure in diesen Prozessen kann jedoch ebenfalls berücksichtigt werden.

Wir laden Forscher*innen aus allen Ländern und aus allen relevanten Disziplinen (Soziologie, Wirtschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften usw.) ein, Vorschläge für Beiträge einzureichen. Weitere Details sind hier abrufbar.

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Julian Bergmann as expert speaker in the Sub-Committee on Civilian Crisis Prevention

26. März 2020 - 15:50

On 9 March 2020, the German Bundestag’s sub-committee on “Civilian Crisis Prevention, Conflict Management and Comprehensive Approach” held a public meeting on “Peace mediation: How can Germany strengthen its capacities?”. Julian Bergmann from the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) participated as an invited expert speaker in this debate.

Julian Bergmann during the hearing, ©Bundestag

In his statement, he argued for strengthening the European dimension of Germany’s engagement in peace mediation and for fostering the coherence between mediation initiatives by the member states and EU institutions. In the ensuing debate, the invited experts and the Members of the German Bundestag discussed ways to improve the effectiveness of German peace mediation efforts and how to promote parliamentarians’ active support for mediation processes.

A video documentation of the public debate can be accessed via the media centre of the German Bundestag (in German only).

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Julian Bergmann als Sachverständiger im Unterausschuss Zivile Krisenprävention

26. März 2020 - 15:41

Am 9. März 2020 nahm Julian Bergmann als Sachverständiger an einer öffentlichen Anhörung des Unterausschusses „Zivile Krisenprävention, Konfliktbewältigung, Vernetztes Handeln“ des Deutschen Bundestages zum Thema „Friedensmediation: Wie kann Deutschland seine Fähigkeiten weiter ausbauen?“ teil.

Julian Bergmann bei der Anhörung, ©Bundestag

In seiner Stellungnahme argumentierte er dafür, das deutsche Engagement im Bereich der Mediation noch stärker in einen europäischen Zusammenhang zu stellen und die Aktivitäten der Mitgliedstaaten untereinander und mit der Europäischen Union noch besser zu verzahnen. Die geladenen Sachverständigen und Bundestagsabgeordneten diskutierten zudem, wie das deutsche Engagement in der Friedensmediation noch größere Wirkung entfalten könnte und, wie sich Bundestagsabgeordnete stärker in Mediationsprozesse einbringen könnten.

Eine vollständige Videoaufzeichnung des öffentlichen Fachgesprächs ist in der Mediathek des Deutschen Bundestages verfügbar.

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A quid pro quo to save the WTO’s Appellate Body

18. März 2020 - 14:00

Emerging countries such as Brazil, Mexico, India, China, Korea, Thailand, Indonesia and to a lesser degree, Vietnam and Turkey have actively and successfully invoked the World Trade Organization (WTO) dispute settlement system (DSS) to defend their commercial interests. With increased participation in world trade, their stake in an effective compulsory and binding mechanism for resolving conflicts becomes even more relevant to enforce the rules and uphold foreign market access. In a global context of great trade frictions, the preservation of such a mechanism, including the quasi-automatic adoption of reports under the reversed-consensus rule, which means that actions can go ahead unless there is a consensus of WTO members not to do so, becomes a first-order priority. The mechanism could be perfected further to level power imbalances. But the task at hand now is more fundamental: to unblock the impasse of the Appellate Body (AB). While this crisis is not of the emerging countries’ making, they may hold a key to unlock it: they could give up their prerogative to “special and differential treatment” (SDT) in future trade negotiations in return for a commitment by the United States to restore the AB.

The WTO dispute settlement system has worked for the larger developing economies

Figure 1. Source: Author, based on WTO, https://data.wto.org

Since 2000, developing countries’ share in world merchandise trade has increased from 34.7 percent to 47.8 percent in 2017 driven mostly by China, which accounts for about a third of that growth, and by 14 other developing economies: Korea, Hong Kong, Mexico, Singapore, United Arab Emirates, India, Thailand, Saudi Arabia, Malaysia, Brazil, Vietnam, Indonesia, Turkey and South Africa. With 35.5 percent of global merchandise exports in 2017, up from 22.7 percent in 2000, these economies account for some three-quarters of all developing countries’ exports of goods.

With such a remarkable trade performance comes increased potential for trade conflict. It is thus no surprise that with a cumulative participation as parties in a total of 328 cases during the 1995-2019 period, the 15 larger developing countries (DgC15) have actually become the main users of the DSS (see figure 1).

Among the DgC15, China, India, Brazil, Mexico and Korea have participated in a total of 249 cases as complainants and respondents, which accounts for about three-quarters of this group’s participation (see table 1). They are also the most active third parties. Indonesia, Thailand and Turkey, with 25, 18 and 17 cases each, emerge as important users of the system, though not as active as the first group. The rest of the countries have participated in a limited number of disputes, ranging from 1 to 5.

Table 1. Source: WTO

The system has worked well for the DgC15. As complainants, they have won, partially won or reached a mutually agreed solution in 48 percent of cases (excluding ongoing cases), whereas as respondents the comparable figure is 25 percent. This is in line with the view that there is a process of self-selection of disputes, with countries normally activating the system to pursue cases they consider potential winners.  In both cases, some 40 percent of conflicts have been terminated, withdrawn or dropped for unknown reasons.  The “losing” record is higher when these countries participate as respondents, with some 35 percent of cases lost, than when they initiate a case, where some 13.5 percent of cases are lost. Even when a respondent “loses” a case in the legal sense it most frequently “wins” in economic terms by defeating domestic protectionist interests and restoring its own commitment to non-discrimination and open markets.

A deal to restore the Appellate Body

In negotiations, expanding the scope of the discussion sometimes helps to reach a bargain. In this case, another source of US frustration with the WTO is the perception that larger developing countries are exploiting the multilateral trading system unfairly because of advantages conferred to them under the SDT they may claim in negotiations. While the content of SDT is determined in the context of each WTO agreement, as a result of a negotiating process, typical SDT may include preferential market access or technical assistance, or it may allow exceptions to specific rules and liberalization commitments. The flexibilities accruing to developing country status are useful mostly for smaller and poorer countries, which may need them to implement complex agreements and to prepare to leverage the opportunities of international trade. But the evidence is mixed on the overall effectiveness of “special and differential” benefits. Lack of reciprocal engagement in negotiations has resulted in continued constraints for export sectors where developing countries typically possess comparative advantage, like agriculture or apparel. And by sometimes exempting themselves from reciprocal commitments, developing countries have missed opportunities to foster domestic reforms to support integration into global markets. Thus while  the benefits accrued under the SDT are at best mixed, the loss of the WTO compulsory third-party adjudication regime is significant and real.

A quid pro quo, where the larger developing countries proactively propose to drop their request for SDT in ongoing and future negotiations in exchange for the US agreeing to the nomination of AB members could be the starting point of a bargain to preserve and improve the appeals procedure. Building on the decisions of Brazil and Korea to forego SDT, a broader group of emerging economies could come together to craft such a deal. Lifting the blockage of the AB nominations could pave the way for reasserting its role in the system.

But this bargain cannot work without the US engagement. It would remain to be seen if in the face of a deal, the United States will be ready to negotiate.

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Europe’s development model: The Third Generation

4. März 2020 - 14:00

After World War II, Europe still felt it had a message to the world: Overcome the divides of sovereign nation states by creating a supranational, law-based conflict solving governance structure. Now, in its third generation, Europe’s economic success is the very cause for the need of an alternative.

European integration has all good reasons to trust in the benefits of switching to a sustainable development policy, for its own sake: Sustainable Development, at the difference of neo-liberalism, is again an integrative project, emphasizing solidarity (among generations, among nations), calling for federal governance, reinforcing the centripetal forces in society and politics. No other policy project serves European integration – and arguably the global common good – this much!

First Generation: The “Golden Age

European Integration coincided with the dawn of the “Golden Age of Capitalism”, the “Thirty Glorious” years from a Western perspective. This first post-WWII generation in Europe was marked by the desire to overcome the divides of the past, to prosper together, to reconcile former enemies, to integrate – at all levels, within the societies and among the nations. Decolonisation happened in parallel – and often at the margin of Europeans’ awareness. It was eclipsed (or compensated) by breathtaking growth over a whole era, which enabled nearly the whole of Europe’s society to live a life without shortages, supported by a Welfare State, which balanced the benefits among most of the members of society. In this era, centripetal forces, pushing towards an “ever closer union”, where predominant.

This model plunged into a deep crisis in the 70s, triggered by external events, like the end of the Dollar as the anchor currency, and the oil price shocks; the real problem, however, was affluence: The Europeans had nearly all of what was on offer; “saturated markets” led to the “stagflation crisis”, which put an end to the trust in the Welfare state, and in European integration, too.

Not surprisingly, this “age” was not entirely “golden” – it had a dark side: The exponential growth of production and consumption lead to pollution of water and air, exhaustion of soil and other resources, reduced biodiversity – the “limits to growth” appeared at the horizon, as the alert of the Club of Rome report in 1971 announced. The question of how to reconcile the right of further “development”, in the Global South, and the need for preserving the “environment” arose.

Second Generation: the “Silver Age”

The way out of this crisis was found in the United States, a twofold way: One was the high-tech revolution, which made devices available and desirable, until then considered as science fiction, like cell phones and personal computers; it launched a whole new spectrum of economic activities based on the virtues of these goods, in particular in the field of financial markets. The other one was a new model of economic politics, neo-liberalism. As Ronald Reagan put it in 1981: “Government is not the solution, government is the problem.” Deregulation, privatization, liberalization became the mark of the new era also in Europe.

Europe had to accommodate to this “solution” of the crisis – by finally implementing the Common Market, by conferring on the EU the ungrateful tasks of organizing competition and deregulation. The EU became the agent of the neoliberal age, i.e. a promotor of a model of society marked by individualism, and in its degenerating version egoism, by centrifugal forces, encouraging everyone – at all levels, individuals as well as states – to go their own way. European integration was caught by an intrinsic contradiction: How to pursue a project of political integration by means of a policy of societal disintegration?

The second post-war generation stumbled into its own crisis, the financial, economic and state debt crisis – often mistakenly dubbed “Euro-Crisis” – from 2008 on. Again, the setting of the whole era, with its deregulated financial markets, its lack of solidarity, its egoisms proved to be unable to solve this crisis: it may be “under control”, but there is no solution at hand.

In the meantime, the twofold “solution” of the crisis of the 70s – “Chip”-revolution and neo-liberalism – deliberately ignored the “limits to growth”, which were already well-known when this way out of the crisis was chosen. Despite the knowledge of the time, despite the UN (the Brundtland-) Report “Our Common Future”, which in 1987 spelled out the concept of “Sustainable Development”, renewed (quantitative) growth was considered as the way to “solve” crisis.

Third Generation: the “Green Age”!

In Europe and globally, we must face now the ever more pressing challenges of what was already well known a generation ago: the perilous effects of our generational and regional egoism, i.e. of the uncontrolled growth of production and consumption, on the planet and the conditions for life this planet provides us with. No longer can Europe ignore that we will reach the limits to growth, that we have to change to altogether different patterns of production and consumption – not because this is a political choice, much less an ideological one, but simply because the facts oblige us to do so: Climate is changing at accelerated pace, which endangers the livelihood of billions of humans and will trigger migrations at an unprecedented scale, biodiversity is being reduced at a breathtaking pace, impoverishing irreversibly the biosphere etc. etc.

The challenge is therefore to solve the crisis of the Second Post-War Generation by the deliberate and decisive switch to a way into the future which reconciles our needs with the needs of future generations, and which allows to share equitably the available resources among all nations, and individuals, all over the globe, in other words: to finally take seriously what the UN report of 1987 already recommended in a dramatic appeal to the Second Post-War Generation: go for “Sustainable Development”!

The EU must engage on this path towards a promising future. The question must not be what the cost of this change maybe for us – the question is what the cost will be if we don’t manage that change: Many times higher than the cost of change here and now.

Against this background, the “European Green New Deal” is a promising attempt to engage on such a path. It is for the first time a political priority in line with Sustainable Development, despite its shortcomings: It focusses too much on the present topic of climate change, which is by far not the only ecological damage we triggered. Sustainable Development taken seriously is indeed a holistic, all-embracing, integrative approach, which touches upon the economy, ecology, society and politics, at all levels of government. The EU should assume the driving seat in this profound change. The Conference on the Future of Europe should focus on this overarching Task!

In other words: Sustainable Development is the ideal political project for the EU, because it opens Europeans’ eyes for the most urgent real challenges which lie ahead; because it requires federal governance, which is the original destiny of European integration, and it demands a clarification for (and of) the EU’s global relations.

The Third Post-War Generation in Europe must be one of the “Green Age”!

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Konferenz „Afrikas Beschäftigungsperspektiven bis 2040“

2. März 2020 - 9:57

Panel während der Konferenz „Afrikas Beschäftigungsperspektiven bis 2040“ am DIE, ©DIE

Am 17. und 18. Februar 2020 war das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) Gastgeber der internationalen Konferenz „Afrikas Beschäftigungsperspektiven bis 2040“, ein gemeinsames Unterfangen mit anderen weltweit führenden Think Tanks. Zu den Hauptrednern gehörten Vera Songwe, John Page, Stefan Dercon, Carlos Lopes und Justin Lin.

Subsahara-Afrika muss 13 neue Millionen Arbeitsplätze schaffen, um die Menschen zu beschäftigen, die zum ersten Mal in die Arbeitswelt eintreten – und etwa doppelt so viele, wenn es innerhalb der nächsten 30 Jahre gelingen soll, den 360 Millionen informell und meist prekär beschäftigten Afrikaner*innen eine angemessene formelle Beschäftigung zu ermöglichen. Woher könnten all diese Arbeitsplätze kommen?

Ausgehend von der Beobachtung, dass sich die Weltwirtschaft in mehrfacher Weise im Umbruch befindet, fragten wir, wie diese im Jahr 2040 voraussichtlich aussehen wird und, wie sich die afrikanischen Volkswirtschaften in einer solchen Wirtschaft positionieren könnten. Rund 50 eingeladene Expert*innen erörterten zunächst in Fachgruppen einzelne Megatrends und deren Auswirkungen auf Strukturwandel und Arbeitsmärkte in Afrika und anschließend die Wechselwirkungen zwischen diesen Trends, potenzielle Entwicklungspfade sowie damit einhergehende neue Anforderungen an die Regierungsführung. Relevante „Game Changer“ sind digitale Technologien; steigende weltweite Nachfrage nach hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten; Dekarbonisierung und der Ersatz fossiler Ressourcen durch Biomaterialien; Chinas neue Rolle als Land mit hohem Einkommen, aus dem arbeitsintensive Leichtindustrien abwandern; Afrikas rasche Urbanisierung; und verstärkte Handelsintegration unter anderem in Afrika.

Insgesamt brachte die Konferenz viele vielversprechende Mikrodynamiken zum Vorschein, auf denen die afrikanische Wirtschaft aufbauen kann. Allerdings gibt es kaum Hinweise auf DEN großen „Game Changer“, der einen tiefgreifenden und inklusiven Strukturwandel ermöglichen könnte (so wie die exportorientierte Leichtindustrie in Ostasien). Afrikas Wachstumsdynamik wird wohl eher von der Urbanisierung, und ggf. der innerafrikanischen Handelsintegration herrühren als von großen Zuwächsen im Export.

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