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Aktualisiert: vor 25 Minuten 28 Sekunden

Über 100 Millionäre fordern Vermögenssteuer für die Reichsten

19. Januar 2022 - 1:30

Soziale Ungleichheit

Über 100 Millionäre fordern Vermögenssteuer für die Reichsten

Neue Analyse zeigt: Mindestens 2,5 Billionen US-Dollar Einnahmen möglich

Berlin/Davos, 19. Januar 2022. Eine Gruppe von über 100 Millionär*innen aus neun Ländern fordert in einem offenen Brief von Regierungen eine dauerhafte jährliche Vermögenssteuer für die Reichsten. Dies würde helfen, die extreme Ungleichheit zu verringern und soziale Grunddienste, wie eine öffentliche Gesundheitsversorgung und Bildung, zu finanzieren. Erste Analysen weisen auf ein Steuervolumen von mindestens 2,5 Billionen Dollar pro Jahr hin. Damit wären wesentliche Fortschritte bei Armutsbekämpfung, Covid-19-Impfstoffgerechtigkeit und allgemeiner Gesundheitsversorgung möglich.

Die Unterzeichner*innen schließen sich einem wachsenden Chor von Stimmen aus der ganzen Welt an, die angesichts von Rekordgewinnen der Superreichen im Zuge der COVID-19-Pandemie eine stärkere Besteuerung der Reichsten fordern. In dem Schreiben heißt es, die Welt habe in den vergangenen zwei Jahren großes Leid erfahren, während die Reichsten noch reicher wurden und nur sehr wenige von ihnen – wenn überhaupt – angemessen Steuern bezahlt haben. Die Gruppen Patriotic Millionaires, Millionaires for Humanity und Tax Me Now fordern die Regierungen auf: „Besteuert uns, die Reichen, und zwar jetzt".

Eine neue Analyse unter dem Titel „Taxing Extreme Wealth", die die Fight Inequality Alliance gemeinsam mit dem Institute for Policy Studies, der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam sowie der Patriotic Millionaires vorgelegt haben, zeigt: Eine Vermögenssteuer, die bei Millionär*innen mit nur zwei Prozent jährlich ansetzt und bei Milliardär*innen auf fünf Prozent jährlich steigt, könnte weltweit 2,52 Billionen US-Dollar pro Jahr einbringen. Dies wäre genug, um:

  • 2,3 Milliarden Menschen aus der Armut zu befreien;
  • genügend Covid-19-Impfstoffe für die ganze Weltbevölkerung herzustellen und;
  • eine universelle Gesundheitsversorgung und sozialen Schutz für alle Bürger*innen in Ländern mit niedrigem bzw. mittlerem Einkommen im unteren Bereich (3,6 Milliarden Menschen) zu gewährleisten.

Die Analyse zeigt außerdem, dass weltweit:

  • 3,6 Millionen Menschen über ein Vermögen von mehr als fünf Millionen US-Dollar verfügen; ihr Gesamtvermögen beträgt 75,3 Billionen US-Dollar.
  • 183.000 Menschen 50 Millionen US-Dollar oder mehr besitzen, was einem Gesamtvermögen von 36,4 Billionen US-Dollar entspricht.
  • 2.660 Milliardär*innen über ein Gesamtvermögen von 13,76 Billionen US-Dollar verfügen.

Die Patriotic Millionaires veröffentlichen ihren Brief anlässlich der Veranstaltungsreihe „Davos Agenda" des Weltwirtschaftsforums. Zu den prominenten Unterzeichner*innen gehören die amerikanische Filmproduzentin und Erbin Abigail Disney, der dänisch-iranische Unternehmer Djaffar Shalchi, der amerikanische Unternehmer und Risikokapitalgeber Nick Hanauer sowie die österreichische Studentin und BASF-Erbin Marlene Engelhorn.

Morris Pearl, ehemaliger Geschäftsführer von Blackrock und Vorsitzender der Patriotic Mil-lionaires, sagt: „Ein System, das den Reichtum der reichsten Menschen fortwährend mehrt, während es Milliarden Menschen zu leicht vermeidbarer Armut verdammt, ist nicht zu verteidigen. Wir brauchen einen tiefgreifenden, systemischen Wandel, und der beginnt damit, reiche Leute wie mich zu besteuern."

Gemma McGough, britische Unternehmerin und Gründerin der Patriotic Millionaires UK, sagt: „Ob reich oder arm, für unser aller Wohlergehen ist es an der Zeit, die Ungerechtigkeiten einer ungleichen Welt zu beseitigen. Es ist an der Zeit, die Reichen zu besteuern."

 


Hinweise:

 

Die Reichsten verdoppeln ihr Vermögen – über 160 Millionen zusätzlich leben in Armut

17. Januar 2022 - 2:00

Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit

Die Reichsten verdoppeln ihr Vermögen – während über 160 Millionen zusätzlich in Armut leben

Die einen verdienen, die anderen sterben: Wie die Covid-19-Pandemie Ungleichheit befeuert

Berlin/Davos, 17. Januar 2022. Während der Covid-19-Pandemie konnten die zehn reichsten Milliardäre ihr Gesamtvermögen verdoppeln, auf insgesamt 1,5 Billionen US-Dollar. Gleichzeitig leben über 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut. Ungleichheit ist zudem eine Frage von Leben und Tod: Jedes Jahr sterben Millionen Menschen, etwa weil sie keine adäquate medizinische Versorgung bekommen. Das zeigt der Bericht „Inequality kills", den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich der virtuellen „Davos Agenda" des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht. Oxfam fordert von den Regierungen weltweit, Konzerne und Superreiche zur Finanzierung sozialer Grunddienste stärker zu besteuern, für globale Impfgerechtigkeit zu sorgen und die Wirtschaft am Gemeinwohl auszurichten.

Als Ursache für die wachsende soziale Ungleichheit benennt der Bericht die Profitlogik unserer Wirtschaft: Gewinne für Konzerne und ihre Eigentümer*innen zählen systematisch mehr als der Schutz der Menschenrechte und des Planeten. Politische Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte haben diese Tendenz verschärft. Die Folge davon ist strukturelle wirtschaftliche Gewalt, mit zum Teil tödlichen Konsequenzen:

  • Das kumulierte Vermögen aller Milliardär*innen ist seit Beginn der Pandemie nach Berechnungen von Forbes um beispiellose fünf Billionen US-Dollar gestiegen. Das ist ein größerer Zuwachs als in den 14 Jahren vor der Pandemie zusammen. Gleichzeitig lebte bereits 2019 fast die Hälfte der Menschheit – 3,2 Milliarden Menschen – unterhalb der von der Weltbank definierten Armutsgrenze von 5,50 Dollar pro Tag. Heute sind es 163 Millionen Menschen mehr als vor der Pandemie angenommen.
  • Mindestens 13 Millionen Frauen haben im Zuge der Pandemie Arbeit und Einkommen verloren, allein im Jahr 2020 belaufen sich ihre Verluste auf mindestens 800 Milliarden US-Dollar. Über 20 Millionen Mädchen zusätzlich werden nie wieder eine Schule besuchen. Jeden Tag sterben mindestens 15.000 Menschen, weil ihnen eine adäquate medizinische Versorgung verwehrt ist. Für Menschen, die von Rassismus betroffen sind, ist das Risiko an Covid-19 zu sterben, bis zu drei Mal größer als für weiße Menschen. Und Menschen mit geringem Einkommen haben eine geringere Lebenserwartung als wohlhabende Menschen.
  • Mittlerweile sind über drei Milliarden Menschen zweifach gegen Covid-19 geimpft, doch nur rund neun Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Millionen Menschen, die hätten gerettet werden können, sind wegen der ungerechten Impfstoffverteilung an der Pandemie und ihren Folgen gestorben. Die Impfstoffe müssen als öffentliches Gut behandelt werden, auch weil Regierungen ihre Entwicklung mit viel Steuergeld gefördert haben. Mindestens 120 Unternehmen weltweit könnten in die Produktion einsteigen und ausreichend Impfstoffe zu erschwinglichen Preisen herstellen, würde die Technologie global geteilt. Doch das verhindert der internationale Patentschutz.

Manuel Schmitt, Referent für soziale Ungleichheit bei Oxfam Deutschland, kommentiert: „Für Milliardäre gleicht die Pandemie einem Goldrausch. Regierungen haben Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, doch ein Großteil ist bei Menschen hängengeblieben, die von steigenden Aktienkursen besonders profitieren. Während ihr Vermögen so schnell wächst wie nie zuvor und einige Ausflüge ins All unternehmen, hat die weltweite Armut drastisch zugenommen. Soziale Ungleichheit ist eine schreiende Ungerechtigkeit, und sie tötet Menschen. Das ist ein Zustand, den wir nicht länger hinnehmen dürfen! Die Politik muss die Weichen hin zu einem gerechten und demokratischen Wirtschaftssystem stellen. Im Zentrum wirtschaftlicher Entscheidungen darf nicht länger nur der Profit, sondern muss vor allem das Gemeinwohl stehen."

In diesem Sinne fordert Oxfam Deutschland von der Bundesregierung:

  1. Konzerne und sehr Vermögende stärker in die Verantwortung nehmen und in soziale Grunddienste investieren: Die Vermögenssteuer muss wieder eingeführt werden und es braucht eine einmalige Abgabe auf sehr hohe Vermögen. Zudem muss die globale Mindeststeuer auf 20 bis 25 Prozent angehoben und Steueroasen müssen geschlossen werden.
  2. Patentschutz für Covid-19-Impfstoffe aussetzen und Marktmacht von Konzernen begrenzen: Die Bundesregierung muss den Antrag zur Aussetzung des Patentschutzes von Covid-19-Impfstoffen bei der WTO unterstützen, um schnell eine flächendeckende Impfung aller Menschen zu erreichen. Nur so kann die Pandemie weltweit eingedämmt und das Risiko neuer, impfresistenter Virusvarianten beschränkt werden.
  3. Unternehmen demokratisieren und gemeinwohlorientiert ausrichten: Unternehmen müssen verpflichtet werden, Ziele innerhalb der planetaren Grenzen und unter Beachtung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht festzulegen und umzusetzen. Zudem sollten Unternehmen Strategien veröffentlichen müssen, in denen sie den Investitionsbedarf zur Erfüllung ihrer menschenrechtlichen und ökologischen Verpflichtungen benennen.

Redaktionelle Hinweise:

  • Der Bericht „Inequality kills" und die deutsche Zusammenfassung „Gewaltige Ungleichheit" stehen gemeinsam mit Hinweisen zur Methodik unter SPERRFRIST 17.1.2022, 01:01 MEZ zum Download bereit unter https://oxfam.box.com/v/inequalitykills, Password oxfam_2022
  • In Deutschland haben die zehn reichsten Personen ihr kumuliertes Vermögen seit Beginn der Pandemie von rund 144 Milliarden auf etwa 256 Milliarden US-Dollar gesteigert – ein Anstieg um rund 78 Prozent. Allein dieser Gewinn entspricht annähernd dem Gesamtvermögen der ärmsten 40 Prozent, also von 33 Millionen Deutschen. Währenddessen erreicht die Armutsquote in Deutschland mit 16,1 Prozent einen Höchststand. 13,4 Millionen Menschen leben hierzulande in Armut.
  • Die zehn reichsten Personen weltweit und ihre Vermögensentwicklung seit Beginn der Pandemie waren nach Berechnungen von Forbes:

 

 

Vermögen in Mrd US$, 30.11.2021

Vermögenszuwachs seit 18.3.2020 in Mrd. US$

Vermögenszuwachs seit 18.3.2020 in Prozent

1

Elon Musk

294,2

269,6

1096

2

Jeff Bezos

202,6

89,6

79

3

Bernard Arnault & family

187,7

111,7

147

4

Bill Gates

137,4

39,4

40

5

Larry Ellison

125,7

66,7

113

6

Larry Page

122,8

71,9

141

7

Sergey Brin

118,3

69,2

141

8

Mark Zuckerberg

117,7

63

115

9

Steve Ballmer

104,4

51,7

98

10

Warren Buffett

101,5

34

50

 

  • Die zehn reichsten Personen in Deutschland und ihre Vermögensentwicklung seit Beginn der Pandemie waren nach Berechnungen von Forbes:

Globaler Rang, 30.11.2021

 

Vermögen in Mrd US$, 30.11.2021

Vermögenszuwachs seit 18.3.2020 in Mrd. US$

Vermögenszuwachs seit 18.3.2020 in Prozent

31

Beate Heister & Karl Albrecht Jr.

43

9,2

29

35

Klaus-Michael Kuehne

34

19,8

139

49

Dieter Schwarz

29,8

10

51

54

Susanne Klatten

28

11,2

67

68

Andreas Struengmann & family

24,7

15,1

157

68

Thomas Struengmann & family

24,7

15,1

157

83

Stefan Quandt

22,5

10,2

83

89

Theo Albrecht Jr & family

21

4

24

135

Reinhold Wuerth & family

15,6

4

34

161

Ugur Sahin

13,2

2020 nicht auf der Liste

2020 nicht auf der Liste

 

Mehr unter www.oxfam.de

Preise für Nahrungsmittel auf Rekordkurs

13. Januar 2022 - 21:44


Preise für Nahrungsmittel auf Rekordkurs Welthungerhilfe warnt vor Verschärfung des Hungers durch steigende Nahrungsmittelpreise


Bonn/Berlin, 13.01.2022.
Die Welthungerhilfe warnt angesichts weltweit steigender Preise für Nahrungsmittel vor einer Verschärfung des Hungers. Der UN-Preisindex, der die global am meisten gehandelten Nahrungsmittel abbildet, ist 2021 auf den höchsten Stand seit 2011 gestiegen.

„Wir beobachten mit Sorge, dass die Preise für Getreide, Milchprodukte, Speiseöl und andere Grundnahrungsmittel derzeit nur eine Richtung kennen: aufwärts. Alle Warnlampen blinken rot, denn anhaltend hohe Nahrungsmittelpreise können bestehende Hungerkrisen verschärfen. Weltweit hungern schon heute etwa 811 Millionen Menschen", sagt Dr. Rafaël Schneider, stellvertretender Leiter der Politik-Abteilung der Welthungerhilfe. Ursache für den Preisanstieg ist eine Kombination verschiedener Faktoren: Steigende Energiepreise verteuern den Transport und führen zu Preisexplosionen bei den Düngemitteln. Parallel werden durch den Klimawandel zunehmend Ernten infolge von Wetterextremen vernichtet. Hinzu kommen die Folgen der Corona-Pandemie, schlechte Infrastruktur oder gewaltsame Konflikte vor Ort. Auch politische Faktoren erhöhen den Preisdruck, zum Beispiel wenn absehbar ist, dass Getreideexporte aus Ländern wie der Ukraine fehlen könnten.

Die Folgen von teurer Nahrung treffen Menschen weltweit. Auch in Deutschland werden steigende Preise für Nudeln, Kaffee oder Margarine die Haushaltskassen vieler Familien belasten, allerdings geben sie im Schnitt nur etwa 12 % für Lebensmittel aus. Anders ist es in vielen Partnerländern der Welthungerhilfe: „In Sierra Leone hat sich die Zahl der Haushalte, die mehr als 75 % ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben 2021 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt", sagt Schneider. „Steigende Preise führen nicht nur zu Armut, sondern direkt in den Hunger: Familien verzichten auf Mahlzeiten und kaufen billigeres und weniger gesundes Essen. Die Kinderarbeit nimmt zu, wenn Eltern ihre Kinder zum Geldverdienen statt in die Schule schicken müssen."

Es gibt keine Anzeichen, dass sich die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise 2022 stabilisiert, im Gegenteil sind die Ernteaussichten für Hungerregionen in Afrika und Asien düster. „Die betroffenen Länder müssen rasch soziale Sicherungsmaßnahmen vorbereiten, um die Versorgung der Menschen zu gewährleisten. Mittelfristig müssen sie mehr in ihre Landwirtschaft investieren, denn jetzt rächt sich, dass nach den letzten Krisen zu wenig geschehen ist", fordert Schneider. „Länder wie Deutschland sind gefordert ihre Unterstützung für Hungerbekämpfung und ländliche Entwicklung auszubauen. Kurzfristig sollten sie darauf hinwirken, dass Exportstopps für Agrarprodukte vermieden werden."

Für Interviews steht Dr. Rafaël Schneider, stellvertretender Leiter der Politik-Abteilung der Welthungerhilfe, zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030". Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





10 Jahre Engagement Global

13. Januar 2022 - 21:43

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2012 ging Engagement Global an den Start – Umfassender entwicklungspolitischer Service aus einer Hand.

10 Jahre engagiert. Foto: Engagement Global

Bonn, 13. Januar 2022. Entwicklungspolitisches Engagement zu stärken durch Information, Beratung, Vernetzung und finanzielle Förderung – das war die Aufgabe, für die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Jahr 2012 Engagement Global aus der Taufe hob. In diesem Jahr kann die Organisation also auf zehn Jahre entwicklungspolitischen Service zurückblicken.

Mit Zivilgesellschaft und Kommunen, Schulen und Universitäten, Verbänden und Unternehmen hat Engagement Global zahlreiche Kooperationen aufgebaut und Projekte gefördert, um die Agenda 2030 mit ihren nachhaltigen Entwicklungszielen bekannter zu machen und ihre Umsetzung voranzubringen. Differenzierte Angebote und professionelle Beratung, auch über die hauseigenen Programme hinaus, charakterisieren den Service. Gestartet mit rund 150 Mitarbeitenden sorgen heute etwa 800 Menschen dafür, dass Vereine das für sie passende Förderprogramm finden, Jugendliche die geeignete Organisation für einen Freiwilligendienst im Ausland und Kommunen eine Partnerkommune im Globalen Süden. Der Service wird honoriert: Das Fördervolumen ist kontinuierlich gestiegen von knapp 131,5 Millionen Euro im Jahr 2012 auf mittlerweile knapp 389,5 Millionen Euro (2020), die direkt an Zivilgesellschaft und Kommunen weitergegeben werden für Projekte.

Einen Einblick, was in diesen zehn Jahren entwickelt wurde und wie Partnerinnen und Partner das bewerten, finden Interessierte hier: https://10jahre.engagement-global.de/



ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Schulen, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Wir qualifizieren bedarfsgerecht, verbinden Menschen und Institutionen miteinander, unterstützen zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.


ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

www.engagement-global.de


Entwicklungspolitische Termine 2022

5. Januar 2022 - 15:37


Das BMZ-Presseteam hat eine kleine Auswahl bereits heute absehbarer wichtiger entwicklungspolitischer Termine des Jahres zusammengestellt.

 

Alle Termine stehen leider unter Corona-Vorbehalt

 

Am 1. Januar hat Deutschland die G7-Präsidentschaft übernommen.

 

11. bis 12. Februar 2022:

One Ocean Summit – Thema des internationalen Ozeangipfels im französischen Brest wird der bessere Schutz der marinen Biodiversität durch Ergänzung des internationalen Seerechts.

17. bis 18. Februar 2022:

Gipfeltreffen von AU und EU in Brüssel – Die Staats- und Regierungsspitzen der Afrikanischen und Europäischen Union thematisieren die Zusammenarbeit der beiden Kontinente

6. bis 7. März:

Informelles Treffen der EU-Entwicklungsministerinnen und -Minister

14. bis 25. März:

Sitzung der UN Frauenrechtskommission – Thematische Schwerpunkte der 66. Sitzung der UN Frauenrechtskommission werden die Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung aller Frauen und Mädchen im Kontext des Klimawandels sowie Programme zur Umwelt- und Katastrophen-Risikominderung sein (weitere Informationen: https://www.unwomen.de/ )

21. bis 26. März:

Weltwasserforum – Beim Weltwasserforum als weltweit größter Plattform zum Thema Wasser kommen wichtige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, multilateralen Institutionen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zusammen, um langfristige Fortschritte bei den globalen Wasserherausforderungen zu erzielen. Das 9. Weltwasserforum wird in Dakar / Senegal stattfinden (weitere Informationen: https://worldwaterforum.org/en )

29. bis 30. März:

Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) – Der BETD bringt hochrangige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum Austausch von Erfahrungen und Ideen mit Blick auf eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche globale Energiewende zusammen (weitere Informationen: https://2021.energydialogue.berlin/ )

Voraussichtlich im März: Syrien-Konferenz von EU und UN

6. bis 7. April:

UN Women Gebertreffen in Berlin - UN Women engagiert sich für Frauenrechte, Geschlechtergleichstellung und Beendigung von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen

22. bis 24. April:

Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington D.C.

Voraussichtlich im zweiten Quartal:

Weltnaturkonferenz (COP15 Biodiversität) in Kunming –Zweiter Teil der 15. Weltnaturkonferenz in Kunming, China, für den Einsatz gegen die weltweite Naturzerstörung und das Artensterben (weitere Informationen: https://www.cbd.int/ )

Mai:

UNCCD-Vertragsstaatenkonferenz - Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung in den von Dürre und/oder Wüstenbildung schwer betroffenen Ländern. Mit Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen (weitere Informationen: https://www.unccd.int/ )

Juni:

Hochrangige Umsetzungskonferenz zum Erhalt des Kongowaldes – Die Konferenz findet im Rahmen der Vorsitze der Kongobeckenwaldpartnerschaft (CBFP) und der Central African Forest Initiative (CAFI) in Libreville/Gabun statt

26. Juni bis 1. Juli:

UN Ocean Conference – Die Ozeankonferenz in Lissabon bringt globale Akteure zusammen, um gemeinsame Lösungen für unsere Meere voranzutreiben (weitere Informationen: https://www.un.org/en/conferences/ocean2022/about )

5. bis 15. Juli:

High Level Political Forum for Sustainable Development (HLPF) – das HLPF ist die zentrale Plattform der Vereinten Nationen zur Agenda 2030 und den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (weitere Informationen: https://sdgs.un.org/ )

19. bis 26. September:

Generalversammlung der Vereinten Nationen

26. bis 28. September:

G20-Entwicklungsministertreffen in Bali

14. bis 16. Oktober:

Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Marrakesch

16. bis 22. Oktober:

World Health Summit – Das Internationale Forum für globale Gesundheit mit Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft findet in Berlin statt (weitere Informationen: https://www.worldhealthsummit.org/ )

Oktober:

Wiederauffüllungskonferenz für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) - Der Fonds, dessen Gründung auf einen Beschluss der UN-Sondergeneralversammlung zu HIV und Aids im Juni 2001 zurückgeht, finanziert nationale Maßnahmen gegen Aids, Tuberkulose und Malaria (weitere Informationen: https://www.theglobalfund.org/en/ )

7. bis 18. November:

COP27 - UN-Klimakonferenz 2022 - die 27. Tagung der Vertragsstaatenkonferenz (COP 27) der UNFCCC findet in Sharm El-Sheikh, Ägypten, statt (weitere Informationen: https://unfccc.int/ )

Frank Schwabe ist neuer Beauftragter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit

5. Januar 2022 - 14:34
Berlin – Der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe ist neuer Beauftragter der Bundesregierung für die weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Das Bundeskabinett stimmte seiner Ernennung auf Vorschlag von Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze heute zu. Schwabe ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und beschäftigt sich dort schon seit Jahren mit dem Thema Menschenrechte weltweit. Der 51-jährige evangelische Christ tritt die Nachfolge von Markus Grübel an, der das in der vergangenen Legislaturperiode geschaffene Amt seit 2018 innehatte.

 

Frank Schwabe: „Als neuer Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit werde ich mich für ihren Schutz und eine klare Antwort bei Verstößen gegen das Menschenrecht einsetzen. Die Zugehörigkeit zu einer Religion und Weltanschauung sind für viele Menschen integrativer Bestandteil ihrer Identität und verbinden Menschen über Nationen hinweg. Doch die Einschränkung der Gewissens- und Glaubensfreiheit erlebt immer wieder eine erschreckende Renaissance. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Alle friedlichen religiösen Akteure und Gruppen müssen frei ihren Glauben ausleben dürfen. Dafür werde ich mich mit ganzer Kraft einsetzen.

 

Religion und Glaube geben vielen Menschen weltweit Halt und Orientierung. Aber vor allem ist die Religions- und Weltanschauungsfreiheit ein zentrales Menschenrecht, das mit verschiedenen anderen Menschenrechten im engen Zusammenhang steht. Sie bedingen einander. Wenn eines fehlt, fehlen oft auch andere. Das Recht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist auch eng verbunden mit vielen Fragen und Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit. Was bei uns aber oft selbstverständlich erscheinen mag, ist aus globaler Perspektive stark bedroht. Dabei geht es nie um ein Recht von Religionsführungen, die eine Religion durchsetzen wollen. Ich verstehe das Amt nicht so, dass ich im Sinne von Autoritäten arbeite. Es geht immer um das Menschenrecht von einzelnen: das Recht von Menschen, der ihnen wichtigen Religion oder Weltanschauung anzugehören und sie frei und ohne Furcht vor Repression praktizieren zu können. Jeder Mensch muss auch das Recht haben, zu einer anderen Religion konvertieren zu können bzw. frei zu sein, keiner Religion anzugehören.

Betroffen von Unterdrückungen weltweit sind Angehörige fast aller Religionsgemeinschaften. Christinnen und Christen in großer Zahl, aber längst nicht nur. Auch Muslimas und Muslime, Jüdinnen und Juden oder Angehörige religiöser Minderheiten leiden unter Diskriminierung, Ausgrenzung bis hin zu schlimmer Verfolgung. Es gilt, ein Monitoring zu etablieren, das global ausgerichtet ist, mit dem Ziel, den Opfern religiöser und weltanschaulicher Diskriminierung und Verfolgung eine Stimme zu geben."

 

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze: „Die Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist ein zentrales Menschenrecht. Zur Religionsfreiheit gehört nicht nur die Freiheit, ein religiöses oder weltanschauliches Bekenntnis zu wählen, sondern auch die Freiheit, keiner Religion anzugehören. Die weltweit zunehmende Einschränkung des Grundrechts der Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist ein Grund zur Sorge."

 

Ministerin Schulze und Frank Schwabe werden beim internationalen Engagement der Bundesregierung für die weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit eng mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und der neuen Menschenrechtsbeauftragten Luise Amtsberg MdB zusammenarbeiten. Zu den Aufgaben des Beauftragten für Religions- und Weltanschauungsfreiheit gehören der internationale Dialog zur Religionsfreiheit und Weltanschauungsfreiheit sowie die Erstellung eines Berichts der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit im zweijährigen Rhythmus.

 


UNICEF: Welle schwerer Kinderrechtsverletzungen in Konflikten

31. Dezember 2021 - 18:40
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Weniger als die Hälfte der Konfliktparteien weltweit haben sich zum Schutz von Kindern verpflichtet

Im zu Ende gehenden Jahr gab es laut UNICEF in seit langem andauernden und in neuen Konflikten eine Welle schwerer Kinderrechtsverletzungen. Von Afghanistan bis Jemen, von Syrien bis Nord-Äthiopien haben Tausende von Kindern einen verheerenden Preis für anhaltende bewaffnete Auseinandersetzungen und Gewalt zwischen verschiedenen Gruppen gezahlt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter humanitärer Organisationen waren und sind ständigen Gefahren ausgesetzt.

© UNICEF/UN0309065/Kokic Afghanistan: Abdul Hamid (9) in seinem mit Einschüssen übersäten Klassenzimmer

Erst in der vergangenen Woche waren Berichten zufolge vier Kinder unter den Opfern, als im Bundesstaat Kayah im Osten Myanmars mindestens 35 Menschen getötet wurden, darunter zwei Mitarbeiter von Save the Children.

"Jahr für Jahr zeigen Konfliktparteien eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber den Rechten und dem Wohlergehen von Kindern", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. "Kinder leiden, und Kinder sterben aufgrund dieser Gefühllosigkeit. Es muss alles getan werden, um sie zu schützen."

Für 2021 liegen noch nicht alle Daten vor. Aber allein in 2020 hatten die Vereinten Nationen 26.425 schwere Verstöße gegen Kinder offiziell dokumentiert. In den ersten drei Monaten dieses Jahres ging die Zahl der verifizierten schweren Verstöße zwar leicht zurück, doch die Fälle von Entführung und sexualisierter Gewalt stiegen im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres in alarmierendem Maß an - um mehr als 50 bzw. 10 Prozent.

Die meisten Entführungen gab es in Somalia, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und den Ländern des Tschadseebeckens (Tschad, Nigeria, Kamerun und Niger). Die meisten bestätigten Fälle von sexualisierter Gewalt gab es in der Demokratischen Republik Kongo, Somalia und der Zentralafrikanischen Republik.

Seit 2005 dokumentieren die Vereinten Nationen im Rahmen eines systematischen Überwachungs- und Berichtsmechanismus schwere Kinderrechtsverletzungen in Konfliktgebieten. Seither wurden 266.000 Fälle von schweren Verstößen gegen Kinderrechte in mehr als 30 Konfliktsituationen in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Lateinamerika offiziell verifiziert. Die tatsächlichen Zahlen dürften weit höher liegen.

In Afghanistan ist die Zahl der bestätigten minderjährigen Opfer von Gewalt seit 2005 mit mehr als 28.500 am höchsten - das sind 27 Prozent aller verifizierten Fälle weltweit. In der Region Naher Osten und Nordafrika ist die Zahl der nachgewiesenen Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser seit 2005 am höchsten: Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 22 solcher Angriffe verifiziert.

Im Jemen wurden seit der Eskalation der Kämpfe im März 2015 laut UNICEF 10.000 Kinder getötet oder verstümmelt. Das entspricht vier getöteten oder verstümmelten Kindern pro Tag.

Jenseits der Schlagzeilen haben die Vereinten Nationen schwere Verletzungen der Kinderrechte in Ländern wie Burkina Faso, Kamerun, Kolumbien, Libyen, Mosambik und den Philippinen festgestellt.

Trotz jahrzehntelanger Gespräche mit allen Konfliktparteien und denjenigen, die Einfluss auf sie haben, sowie verbesserter Überwachungs-, Berichts- und Reaktionsmechanismen, tragen Kinder bis heute die Hauptlast von Kriegen. Jeden Tag erleiden Mädchen und Jungen in Konfliktgebieten unaussprechliche Schrecken, die kein Mensch je erleben sollte.

Der Einsatz von Sprengkörpern stellt insbesondere in dicht besiedelten Gebieten eine anhaltende und wachsende Bedrohung für Kinder und ihre Familien dar. Im Jahr 2020 waren Sprengkörper, Blindgänger und Munitionsrückstände für fast 50 Prozent aller minderjährigen Opfer verantwortlich. Mehr als 3.900 Kinder wurden hierdurch getötet oder verstümmelt. Bombenangriffe und Explosivkörper sind eine tödliche Gefahr für Kinder – und sie führen dazu, dass lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen nicht arbeiten können.

In vielen Fällen werden Kinder zum Opfer gleich mehrerer schwerer Verletzungen ihrer Rechte. Im Jahr 2020 führten beispielsweise 37 Prozent der von den Vereinten Nationen verifizierten Entführungen zu einer Rekrutierung der Kinder für den Krieg. In Somalia, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik waren es sogar mehr als 50 Prozent der Fälle.

UNICEF ruft alle Konfliktparteien dazu auf, formale Aktionspläne zum Schutz von Kindern in Kriegsgebieten zu entwickeln und umzusetzen. Dieser Aufruf richtet sich insbesondere an die 61 Parteien, die in den Anhängen des Jahresberichts 2021 zu Kindern und bewaffneten Konflikten des UN-Generalsekretärs aufgeführt sind. Dazu gehören Maßnahmen, um schwere Verstöße gegen die Kinderrechte zu verhindern, Kinder aus bewaffneten Streitkräften und Gruppen zu befreien und sie vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Jegliche Angriffe auf Krankenhäuser und Schulen müssen aufhören.

Seit 2005 wurden nur 37 solcher Pläne von Konfliktparteien unterzeichnet - eine schockierend niedrige Zahl, wenn man bedenkt, was für die Kinder auf dem Spiel steht. "Letztlich werden Kinder im Krieg nur dann sicher sein, wenn die Konfliktparteien konkrete Maßnahmen ergreifen, um sie zu schützen, und keine schweren Verstöße mehr begehen", so Fore. „Zum Jahresende 2021 appelliere ich an alle Konfliktparteien, Angriffe gegen Kinder zu stoppen, ihre Rechte zu schützen und nach friedlichen politischen Lösungen zu suchen."


Einladung zum Filmabend „Mode.Macht.Menschen“

22. Dezember 2021 - 14:47
Welche Macht Mode hat, zeigt sich in Kambodscha: Dort arbeiten drei Millionen Menschen in der Textilindustrie. Kleidungsstücke machen 70 Prozent der Exporte des Landes aus. Den Dokumentarfilm „Mode.Macht.Menschen" zeigt die Außenstelle Mainz von Engagement Global am 20. Januar 2022.  
"Mode.Macht.Menschen" zeigt das Leben in der Textilindustrie Kambodschas. Foto: unsplash

Bonn, 22. Dezember 2021. Der Dokumentarfilm „Mode.Macht.Menschen" spürt der Textilindustrie Kambodschas nach: Drei Millionen Menschen finden dort Arbeit. Kleidungsstücke machen 70 Prozent der Exporte des Landes aus. Was dieses Produktionsvolumen für das Land und die Arbeitskräfte vor Ort bedeutet, zeigt der episodische Film. Er erzählt auch, wie Menschen in Kambodscha ihre Arbeitsbedingungen verändern wollen. Die Außenstelle Mainz von Engagement Global und die Rosa-Luxemburg-Stiftung laden im Rahmen der Frankfurt Fashion Week zu einer Filmvorführung mit Fachgespräch am 20. Januar 2022 ein.  

Die digitale Veranstaltung ist ein offizielles Side Event der Frankfurter Fashion Week, die das Thema „Reform the Future" hat. Von Montag, 17. Januar 2022, bis Freitag, 21. Januar 2022, können Interessierte in Frankfurt nicht nur Einblicke in die internationale Modewelt bekommen, sondern lernen auch Themen rund um Nachhaltigkeit und Fairen Handel kennen. So auch bei der Vorführung von „Mode.Macht.Menschen".

Film über Mode, Macht und Menschen

Im Fokus der Dokumentation stehen die Auswirkungen der Fast Fashion-Industrie auf ein Produktionsland und die Menschen, die in ihm leben. Regisseur Patrick Kohl begleitete Helen Fares und Willy Iffland im Dezember 2019 nach Kambodscha. Die Journalistin und der Influencer unterhielten sich unter anderem mit Näherinnen und Lieferanten über ihre Lebensbedingungen. Sie sprachen aber auch mit lokalen Gründerinnen, die mit ihrem Unternehmen Produktions- und Arbeitsverhältnisse vor Ort verbessern wollen. Der fertige Film bietet einen niederschwelligen Einstieg in Themen wie Gewerkschaften oder Kinderarbeit und liefert zugleich einen nahbaren Eindruck von den Gegebenheiten in Kambodscha.

Produziert wurde der Film von der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Projektleiterin Nadja Dorschner, in der Stiftung mit Südostasien und Südasien befasst, wird die Abendveranstaltung begleiten, Ausschnitte kommentieren und für die Zuschauerinnen und Zuschauer in einen globalen Kontext einordnen. Sie wird für Fragen zum Hintergrund des Films, aber auch zu den Lebensbedingungen in Kambodscha zur Verfügung stehen. Im Anschluss an die Vorführung ergänzen die Modejournalistin Lisa Wagner und Marina Chahboune, Gründerin der Beratungsagentur für angewandte Nachhaltigkeit „Closed Loop Fashion", das Gesehene und Gehörte mit Eindrücken aus ihrer Arbeit in der Modewelt. Auf digitalem Podium werden sie über Trends, Nachhaltigkeit und Fair Fashion im Allgemeinen sprechen.  

Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland

Die Veranstaltung wird im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) angeboten. Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen. Die Außenstelle Mainz plant unter anderem weitere Bildungs- und Informationsangebote rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Modeindustrie für künftige Messen der Frankfurt Fashion Week.

Veranstaltungsdaten

  • Digitaler Filmabend „Mode.Macht.Menschen" am Donnerstag, 20. Januar 2022, Beginn: 18:30 Uhr
  • Die Außenstelle Mainz bittet um Anmeldung unter Angabe des vollen Namens bis Mittwoch, 19. Januar 2022. Kontakt: aussenstelle.mainz@engagement-global.de
  • Die Veranstaltung findet digital über das Conferencing-Tool Webex statt. Weitere Informationen und die Zugangsdaten werden vor der Veranstaltung per Mail verschickt.

Hintergrundinformationen 

Zur Filmwebsite "Mode.Macht.Menschen"

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ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Schulen, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Wir qualifizieren bedarfsgerecht, verbinden Menschen und Institutionen miteinander, unterstützen zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.

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Not in Afghanistan: „Wenn wir jetzt nicht rasch handeln, werden viele Kinder den Frühling nicht erleben“

22. Dezember 2021 - 14:47
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Not in Afghanistan: „Wenn wir jetzt nicht rasch handeln, werden viele Kinder den Frühling nicht erleben"  

Wintereinbruch und Unterbrechung lebenswichtiger Ernährungs- und Gesundheitsdienste bedrohen Gesundheit von Kindern / Kinder am Hindukusch leiden an Lungenentzündung, Masern und akuten Durchfallerkrankungen  

© UNICEF/UN0562566/Romenzi

Kabul/Köln, den 22. Dezember 2021 // Kinder in Afghanistan sind aufgrund der tödlichen Kombination aus Mangelernährung, einer noch nie dagewesenen Hungerkrise, Dürre, sinkenden Temperaturen, Wassermangel sowie der Unterbrechung lebenswichtiger Gesundheits- und Ernährungsdienste zunehmend anfällig für lebensbedrohliche Krankheiten. 

Vor dem Hintergrund der sich zunehmend verschlechternden humanitären Lage gefährden Krankheitsausbrüche das Leben der Kinder in Afghanistan. Seit Beginn des Jahres wurden bereits mehr als 66.000 Masernfälle gemeldet und vier Infektionsfälle mit dem Polio-Wildvirus Typ 1 (WPV-1) bestätigt. Gleichzeitig breiten sich Dengue-Fieber, akute Durchfallerkrankungen und Malaria weiter aus.

Durch das harte Winterwetter, das in vielen Gebieten Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erreicht, steigt das Risiko von Lungenentzündungen und akuten Atemwegserkrankungen. Gleichzeitig haben die Menschen Mühe, ihr Zuhause zu heizen und ihre Kinder warm zu halten. Kinder, die in höher gelegenen Regionen leben, sind besonders gefährdet und benötigen dringend lebensrettende Winterhilfe, einschließlich wärmender Winterkleidung, Decken und Brennstoff zum Heizen. Schätzungsweise 25-30 Prozent der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren sind auf Infektionen der Atemwege zurückzuführen, 90 Prozent davon auf Lungenentzündungen.

„Wir nähern uns einem kritischen Punkt für Kinder in Afghanistan, denn der Winter bringt eine Vielzahl von Gefahren für ihre Gesundheit mit sich", sagte Abdul Kadir Musse, UNICEF-Leiter in Afghanistan. "Wir dürfen keine Zeit verlieren. Wenn wir jetzt nicht rasch handeln – und sicherstellen, dass uns die Mittel zur Verfügung stehen, um zusätzliche finanzielle Hilfen und Wintervorräte bereitzustellen – werden viele Kinder den Frühling nicht erleben."

Mehr als 24 Millionen Menschen am Hindukusch sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Hälfte davon Kinder. Anfang Dezember hat UNICEF seinen Nothilfeaufruf für Afghanistan veröffentlicht – den bisher größten Aufruf für ein einzelnes Land. UNICEF benötigt im kommenden Jahr zwei Milliarden US-Dollar, um den drohenden Zusammenbruch grundlegender und lebenswichtiger Dienste für Kinder und Familien abzuwenden. 

Im vergangenen Monat hat UNICEF unter anderem:

  • die Gehälter von mehr als 10.000 Gesundheitsfachkräften in über 1.000 Gesundheitseinrichtungen bezahlt und mehr als 1.000 Gesundheitseinrichtungen mit medizinischen Hilfsgütern und Heizmaterialien unterstützt;
  • die grundlegende Gesundheitsversorgung unterstützt, einschließlich Impfungen, auch durch den Einsatz von mobilen Gesundheits- und Ernährungsteams; 
  • rund 105.000 Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren mit Masernimpfungen erreicht; 
  • eine Impfkampagne gegen Polio für 8,5 Millionen Kinder unterstützt – davon zwei Millionen Kinder in bisher unzugänglichen Gebieten; 
  • 37.000 Kinder mit schwerer akuter Mangelernährung behandelt; 
  • 22.000 Menschen mit Trinkwasser erreicht und
  • Bargeldbeiträge sowie Winterkleidung in die ärmsten und am stärksten vom Winter betroffenen Provinzen gebracht. 

UNICEF geht davon aus, dass im kommenden Jahr eins von zwei Kindern unter fünf Jahren von akuter Mangelernährung betroffen sein werden. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wird auch im nächsten Jahr weiter auf der Basis der humanitären Grundprinzipien lebensrettende Hilfe für Kinder leisten, dazu beitragen, grundlegende Dienste aufrechtzuerhalten und gleichzeitig hart erkämpfte Fortschritte verteidigen, einschließlich der Rechte von Frauen und Mädchen.  

UNICEF zählt auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, Ausnahmen von Sanktionen zu erleichtern, damit Kinder in Afghanistan rechtzeitig mit Hilfsgütern und lebenswichtigen Diensten erreicht werden können.  



VENRO mit neuer Doppelspitze

21. Dezember 2021 - 19:48

VENRO informiert! Ausgabe Nr. 9/2021

Nr. 9 / 2021

THEMENSCHWERPUNKT

VENRO mit neuer Doppelspitze
 

Liebe Leser_innen,

 

VENRO hat zwei neue Vorstandsvorsitzende. Am 14. Dezember hat die Mitgliederversammlung Mathias Mogge von der Welthungerhilfe und Martina Schaub von OroVerde - Die Tropenwaldstiftung in ihr neues Amt gewählt. Damit wird VENRO erstmals in seiner Geschichte von einer Doppelspitze geführt. Im Interview erläutern die neuen Vorsitzenden, was sie sich für ihre gemeinsame Arbeit im Zweierteam vorgenommen haben und welche Erwartungen sie an die neue Bundesregierung stellen.

 

Entwicklungsministerin Svenja Schulze gab in ihrem Grußwort auf unserer Mitgliederversammlung einen ersten Einblick in ihre Regierungsvorhaben. Sie unterstrich die Notwendigkeit einer globalen Sozialpolitik und versprach, gemeinsam daran zu arbeiten, die Agenda 2030 Realität werden zu lassen. Welche Möglichkeiten der Koalitionsvertrag bietet, um weltweit Hunger und Armut zu bekämpfen, haben wir in einer Stellungnahme analysiert und bewertet.

 

Auf unserem diesjährigen VENRO-Forum diskutierten wir die Bedeutung der Corona-Pandemie für die entwicklungspolitische und humanitäre Arbeit. Dr. Wolfgang Jamann, Geschäftsführer des International Civil Society Centers und Impulsgeber auf dem VENRO-Forum, zeigt in seinem Blogbeitrag auf, was sich durch die Pandemie verändert hat und welche neuen Herausforderungen sich dadurch für die zivilgesellschaftliche Entwicklungszusammenarbeit ergeben.

 

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

 

Herzliche Grüße

 

Heike Spielmans
Geschäftsführerin

 

Rubriken dieses Newsletters

   

„Die Doppelspitze wird den Verband noch schlagkräftiger machen"

 

Mathias Mogge und Martina Schaub bilden gemeinsam den neuen Vorstandsvorsitz von VENRO. Im Interview erläutern sie die Vorteile einer Doppelspitze und werfen einen kritischen Blick auf die Stärken und Schwächen des Koalitionsvertrags.

  Zum Interview
   

Komplementiert wird das Vorstandsteam um die neue Doppelspitze durch die stellvertretenden Vorsitzenden Angela Bähr (Deutsche Stiftung Weltbevölkerung) und Carsten Montag (Kindernothilfe) sowie Gudrun Schattschneider (World Vision Deutschland) als Schatzmeisterin und Michael Herbst (Christoffel Blindemission).

 

Neu hinzugekommen sind Dr. Ilona Auer-Frege (MISEREOR), Tatjana Hübner (Eine Welt Netz NRW), Kayu Orellana Mardones (Help – Hilfe zur Selbsthilfe) und Sabine Wilke (CARE Deutschland).

  Zur Pressemitteilung

Bewertung des Koalitionsvertrags

 

„Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit" lautet der Titel des Koalitionsvertrags von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Doch sind darin Fortschritte für eine global gerechte und nachhaltige Politik erkennbar? Wir haben den Koalitionsvertrag analysiert und in einer Stellungnahme bewertet.

      Zur Stellungnahme (PDF)

Welche Lehren zieht die internationale Zivilgesellschaft aus der Corona-Pandemie?

 

Die COVID-19-Pandemie bedeutet weitaus mehr als eine globale Gesundheitskrise. Neben enormen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen hat sie weitgehende Auswirkungen auf die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele und des Pariser Klimaabkommens. Dr. Wolfgang Jamann, Geschäftsführer des International Civil Society Centers, hat auf dem VENRO-Forum 2021 die Bedeutung der Corona-Pandemie für die entwicklungspolitische Zivilgesellschaft erläutert und seine Beobachtungen in einem Blogbeitrag zusammengefasst.

  Zum Blogbeitrag

Eine Aufzeichnung des Gesprächs zwischen Dr. Wolfgang Jamann und unserer Vorstandsvorsitzenden Martina Schaub auf dem VENRO-Forum finden Sie auf YouTube.

  Zu YouTube
 

Spannende Diskussionen über eine nachhaltige Politikgestaltung auf der machbar-Konferenz 2021

 

„Das große Ganze – wie wir Ernährung, Gesundheit und Klima zusammendenken können" lautete der Titel unserer diesjährigen machbar-Konferenz. Dort führten wir mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft spannende Diskussionen darüber, wie wir zu einer gesunden, klimafreundlichen und global nachhaltigen Ernährung kommen.

Interessante Impulse für eine Politik, die unseren Planeten und unsere Gesundheit schützt, gaben Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, und der Koch, Moderator und Autor Christian Rach. Wer die machbar-Konferenz verpasst hat, kann sich auf YouTube die Aufzeichnung ansehen. Reinschauen lohnt sich!

  Zu YouTube   Zum machbar-Bericht

Das hat die Entwicklungspolitik nicht verdient!

 

Misstrauen säen, Vorurteile bestärken, Fakten ignorieren – die vergangenen vier Jahre haben gezeigt, wie die AfD im Bundestag Entwicklungspolitik betreibt. Nun wurde bekannt, dass sie den Vorsitz im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernehmen soll. Für die Entwicklungspolitik erwarten wir dadurch einen massiven Schaden.

  Zur Pressemitteilung
Leben in Trockengebieten: Mit Handarbeit und Honig gegen Klimakatastrophe und Hunger  

In Somaliland leisten die Menschen einen greifbaren Beitrag zum Klimaschutz, indem sie mit minimalen Maßnahmen Hunderttausende Tonnen CO2 dauerhaft mit Natur-basierten Methoden einlagern. Thomas Hoerz, Agraringenieur der Welthungerhilfe, erklärt, wie in Trockengebieten Armut bekämpft und gleichzeitig natürliche Lebensgrundlagen geschützt werden können.

  Zum Blogbeitrag 17.01.2022 - 28.01.2022, Institute for International Law of Peace and Armed Conflict (IFHV) / VENRO, Online
  The Use of Geoinformation in (Anticipatory) Humanitarian Action  

The use of geodata in humanitarian action holds great potential, for example in the context of thorough risk analysis. Against this background, the analysis of geodata has also become a core component of anticipatory humanitarian approaches, such as Forecast-based Financing (FbF), which seek to reduce the negative impacts of disasters by providing assistance to populations before predicted crises.

  Zur Veranstaltung

17.02.2022 - 19.02.2022, Engagement Global, Berlin

 

Der Weg zum Auslandsprojekt - Richtlinien, Antragstellung und Projektabwicklung

 

Das Seminar richtet sich an Träger, die bereits mindestens eine Projektförderung aus dem Haushaltstitel "Förderung entwicklungswichtiger Vorhaben privater deutscher Träger" erhalten haben. Erfahrene Antragstellende, die ihre Kenntnisse auffrischen oder vertiefen möchten, sind ebenso willkommen wie neue Mitarbeitende der privaten Träger.

  Zum Seminar
04.03.2022 - 05.03.2022, W. P. Schmitz-Stiftung, Regensburg  

Was ist ein gutes Auslandsprojekt?

 

In diesem Seminar werden die Teilnehmenden in die Planung, Begleitung und Antragstellung für Auslandsprojekte eingeführt. Es richtet sich an gemeinnützige Organisationen, die Kontakte in Länder des globalen Südens haben und ein Partnerschaftsprojekt durchführen möchten. Methoden und Instrumente der Projektentwicklung und -begleitung werden vorgestellt und praktisch eingeübt. Die Teilnehmenden gehen auch der Frage nach, wie Erfolge im Projekt nachgewiesen werden können.

  Zur Veranstaltung

VENRO sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine_n studentische_n Mitarbeiter_in für die Stabstelle Kommunikation in der Geschäftsstelle in Berlin.

 

Germanwatch sucht eine_n Referent_in für Social Media Management mit Schwerpunkt politische Kommunikation (w/m/div).

 

Handicap International sucht eine_n Senior Acquisitions and Sales Manager_in Deutschland.

 

Kinderrechte Afrika sucht eine*n Projektreferent*in (m/w/d) in Teil- oder Vollzeit.

 

Handicap International sucht ab sofort eine_n Referent_in Institutionelles Fundraising.

 

Opportunity International sucht eine_n Projekt-Controller_in.

 

Der Weltfriedensdienst sucht eine_n Landeskoordinator_in für Guinea 2022 (m/w/d).

  Alle Stellenangebote
  Besuchen Sie uns auf    

sekretariat@venro.org

www.venro.org

Tel.: 030 2639299-10

 

Über Venro

Impressum

Datenschutz

 

VENRO – Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe

Stresemannstraße 72

10963 Berlin

 

Redaktion: Janna Völker

Fotos: Matthias Jung (Header); Christoph Papsch/Welthungerhilfe; Matzke/OroVerde; Shutterstock/Angelina Bambina; Thomas Hoerz;

© 2021 VENRO

   

Agrar Koordination für faire Lieferketten!

21. Dezember 2021 - 19:47
Noch nicht am Ziel, aber endlich am Start: Das Lieferkettengesetz
Dienstag, 21. Dezember 2021
  Liebe Unterstützer*innen,

2021 haben wir einen großen Erfolg gefeiert: Lange galt hierzulande ein Lieferkettengesetz als unvorstellbar – jetzt ist es da!

Zwei Jahre haben wir gemeinsam mit anderen Akteuren darauf hingewirkt – mit Veranstaltungen, Aktionen und zahlreichen Lobbygesprächen.

Wir sind überzeugt: Mit diesem Erfolg darf unser Einsatz für faire Lieferketten nicht enden. Denn das deutsche Lieferkettengesetz ist erst ein Anfang. Wir müssen auf eine ambitionierte Umsetzung dringen und ein starkes Lieferkettengesetz muss auch für die EU Wirklichkeit werden.

Deshalb planen wir
  • Gespräche mit Hamburger Abgeordneten des Europaparlaments 
  • Fachgespräche zu den besonders problematischen Lieferketten Fleisch und Kaffee
  • eine Open-Air-Veranstaltung in der Hamburger HafenCity im Sommer 2022, um Druck auf Kaffee-Konzerne aufzubauen, endlich mehr Verantwortung für Menschenrechte zu übernehmen
Dafür benötigen wir Eure Spende! Unterstützt die Arbeit der Agrar Koordination zu fairen Lieferketten per PayPal, Formular, Überweisung oder mit Eurer Mitgliedschaft. Jetzt spenden
GLS Bank              
IBAN DE 29 4306 0967 2029 563500              
BIC GENODEM1GLS
Verwendungszweck: "Spende Lieferkettengesetz" (+E-Mail-Adresse, wenn Ihr eine Spendenbescheinigung braucht)

Vielen Dank, mit Eurer Unterstützung wird auch das kommende Jahr ein Erfolg! Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und alles Gute für 2022.

Julia Sievers
Projektreferentin Initiative Lieferkettengesetz

Initiative Lieferkettengesetz auf agrarkoordination.de
Initiative Lieferkettengesetz
  Für unsere Arbeit zu fairen Lieferketten spenden Agrar Koordination
Forum für internationale Agrarpolitik e.V.
Nernstweg 32, 22765 Hamburg, Vereinsregister Hamburg: VR 11633 Vorstand: Claudia Leibrock (Vorsitzende), Alfons Üllenberg, Irina Cachay
Telefon: 040-39 25 26, E-Mail: info@agrarkoordination.de

www.agrarkoordination.de

UNO-Flüchtlingshilfe: Unternehmerische Verantwortung im Umbruch

21. Dezember 2021 - 19:45
Studie zum CSR-Management in deutschen Unternehmen

 

Gesellschaftliche Verantwortung und Unternehmertum gehen Hand in Hand. Dies zeigt die von der UNO-Flüchtlingshilfe, dem deutschen Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und GAULY am 21.12.2021 veröffentlichte Studie „CSR-Management in deutschen Unternehmen: Determinanten unternehmerischer Verantwortung". Dazu wurden 30 Gespräche mit Unternehmensvertreter*innen aus unterschiedlichen Branchen geführt. Ziel war es herauszufinden, wie Corporate Social Responsibility (CSR) in verschiedenen Unternehmensformen und Geschäftsfeldern gedacht und praktiziert wird und welche Trends sich für die Zukunft abzeichnen.

 

Unternehmerische Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt ist als Leitbild für unternehmerisches Handeln bereits in der uralten Idee des „ehrbaren Kaufmanns" verankert. Nun gewinnt dieses Leitbild wieder an Bedeutung: Unternehmen begreifen ihre Verantwortung zunehmend als Querschnittsaufgabe für alle Managementbereiche und schreiben ihr eine essenzielle Bedeutung für das Geschäftsmodell zu. In die Praxis umgesetzt, bedeutet dies ein intensiveres Einbringen in Hilfsprojekte, eine strategischere Herangehensweise an CSR und eine Professionalisierung innerhalb der Unternehmensstrukturen.

 

Kunden und Mitarbeitende machen Druck

Neben den wachsenden Anforderungen an Unternehmen im Bereich der Lieferketten und Nachhaltigkeit steigen auch die Ansprüche der Belegschaft. Mitarbeitende und potenzielle Bewerber*innen erwarten zunehmend, dass Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Auch die Kundschaft sucht nach „Brand Purpose" und richtet ihre Kaufentscheidungen entsprechend aus. „Es gibt ein tiefgreifendes Umdenken im Bereich der Verantwortung und das geschieht nicht nur auf Druck von Regularien, sondern vor allem aufgrund einer sich wandelnden Mitarbeiterschaft und Kundschaft, die ihre Ansprüche immer selbstbewusster formulieren", so Prof. Dr. Torsten Oltmanns, Autor der Studie.

 

Philanthropie in der Unternehmenskultur

Gleichzeitig zeigt sich auch, dass viele Unternehmen den gesetzlichen Rahmenbedingungen weit voraus sind und ihre Verantwortung auch aus einer philanthropisch verwurzelten Eigenmotivation heraus praktizieren. Besonders in eigentümergeführten Unternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung oft eine „Herzensangelegenheit".

 

„Was uns wirklich überrascht hat, ist, wie stark die philanthropische Motivation in manchen Unternehmen verankert ist. Dort gehört es zur Unternehmensphilosophie, sich gesellschaftlich zu engagieren und wird auf Initiative des Managements vorangetrieben", sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

 

Die Studie „CSR-Management in deutschen Unternehmen: Determinanten unternehmerischer Verantwortung" finden Sie zum Download unter:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/unterstuetzen/unternehmenskooperationen/kooperationsideen

 


Bis 20. Januar beim ASA-Programm bewerben!

16. Dezember 2021 - 11:28

 

Onlinebewerbungen für die Teilnahme am ASA-Programm sind bis zum 20. Januar möglich unter: https://asa.engagement-global.de/start.html

 

Das ASA-Programm von Engagement Global ist ein Qualifizierungsangebot für junge Menschen, die sich für eine gerechtere Welt stark machen. Es fördert internationale Lerngemeinschaften und Engagement im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Die ASA-Teilnahme umfasst Live-und Online-Seminare, eine drei- oder sechsmonatige Projektphase und Impulse für Reflexion und langfristiges Engagement.

 

Sie sind zwischen 21 und 30 Jahren alt? Sie studieren in Deutschland, haben in den letzten 18 Monaten Ihren Bachelor abgeschlossen oder bringen eine abgeschlossene Berufsausbildung mit? Seien auch Sie dabei!

 

Ihnen fallen auf Anhieb Menschen ein, die interessiert sein könnten? Dann sind wir sehr dankbar, wenn Sie über Ihr Netzwerke auf das ASA-Programm aufmerksam machen!

 

Online oder in Präsenz: Perspektivwechsel wagen

Nachdem alle Projekte und Seminare des ASA-Jahrgangs 2021 erfolgreich digital umgesetzt wurden, können wir auch 2022 sicherstellen, dass das ASA-Programm stattfindet. Denn ein Großteil der Projekte kann für den kommenden Jahrgang, je nach Pandemielage, flexibel in Präsenz oder Online umgesetzt werden. Auch die Seminarphase findet sowohl Online als auch in Präsenz statt.

 

In den Projekten geht es zum Beispiel um:

 

… transformatives Wirtschaften:

Brasilien: Kleinbäuerliche Kooperativen durch bilaterale Lieferbeziehungen stärken (Präsenz oder digital)

Kamerun: Mapping Women's Economic Empowerment Kamerun (Präsenz oder digital) Mexiko: Durch finanzielle Bildung und Professionalisierung Zugang zu Finanzdienstleistungen verbessern (Präsenz oder digital)

Sri Lanka: Eine Kooperation im Kunsthandwerk fördern, um Textillieferketten nachhaltig zu gestalten  (Digital)

Uganda: Marketing und Geschäftsentwicklung für dekoloniale und machtkritische Bildung und Partnerschaften mitgestalten (Präsenz oder digital)

… Geschlechtergerechtigkeit:

Ecuador: Eine Initiative für Frauenrechte beim strategischen Aufbau neuer Kooperationen unterstützen (Digital)

Jordanien: Konfliktlösung, Vielfalt, Geschlechtergleichheit und interreligiösen Dialog fördern (Präsenz oder digital)

Mexiko: Klimawandel aus Genderperspektive: Ein Strategiepapier für eine staatliche Umweltbehörde verfassen (Präsenz oder digital)

Ruanda: Fairer Kaffeehandel und Empowerment von Frauen: Das Marketing und die Geschäftsentwicklung einer Direkthandelspartnerschaft unterstützen (Präsenz oder digital)

Togo: Sensibilisierungsprogramme im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt durchführen  (Präsenz oder digital)

…Gesundheit und Medizin:

Kolumbien: Ein Forschungsprojekt zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten durch Mücken unterstützen (Präsenz oder digital)

Nepal: Den Umgang mit einer parasitären Infektionskrankheit verbessern (Digital)

Peru: Let's make people walk: Entwicklung und Vermarktung einer Oberschenkelprothese (Präsenz)

Sambia: Ausbau einer digitalen Lernplattform für Studierende der Gesundheitswissenschaften unterstützen (Präsenz oder digital)

Tansania: Jungen ohne Obdach: Vielfältig zur Veränderung der Lebensrealität beitragen (Präsenz oder digital)

… nachhaltige Landwirtschaft:

Bolivien: Zwei partizipative Untersuchungen zum Nutzen des urbanen Gärtnerns für Mensch und Natur umsetzen (Präsenz oder digital)

Kasachstan: Aufbau und Stärkung bilateraler Beziehungen durch Wissenstransfer im organischen Landbau (Präsenz)

Gambia: Nachhaltige Landwirtschaft: Bildungsprogramm für junge Gewerbetreibende mitgestalten (Präsenz oder digital)

Tansania: Förderung von Ernährungs- und Nahrungsmittelbewusstsein in einer Gemeinde (Präsenz oder digital)

Uganda: Die Effizienz kleiner landwirtschaftlicher Betriebe mit Hilfe von Softwarelösungen steigern (Präsenz oder digital)

Sudan: Soziale und ökologische Aspekte von Aufforstung als Instrument zur Bekämpfung von Wüstenbildung im Sudan (digital)

Neugierig? Onlinebewerbungen für die Teilnahme am ASA-Programm sind bis zum 20. Januar möglich unter: https://asa.engagement-global.de/start.html

 

Suchen. Bewerben. Teilnehmen: Alle ASA-Projekte setzen unterschiedliche Fach- und Sprachkenntnisse voraus. Das passende Projekt für sich finden Sie im „Projektfinder": https://asa.engagement- global.de/projektfinder.html

 

Kontakt

Bei Fragen zur Online-Bewerbung wenden Sie sich an: bewerbung_asa@engagement-global.de

 

Telefonsprechstunde während der Bewerbungsphase: Montag, & Dienstag: 09.00 – 13.00 Uhr, Mittwoch, Donnerstag & Freitag: 15.00 – 19.00 Uhr unter +49 30 254 82-3477

 


 

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH

F13 I ASA

Lützowufer 6-9

10785 Berlin

 

www.engagement-global.de

www.facebook.com/engagement.global

www.asa-programm.de

 


Eine-Welt-Newsletter Nr. 17/2021 Mecklenburg-Vorpommern

16. Dezember 2021 - 11:28

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Eine-Welt-Newsletter 17/2021 14. Dezember 2021 

Liebe Mitglieder und Interessierte,

ein krasses Jahr liegt fast hinter uns. Ein Jahr, geprägt von einer nicht enden wollenden Pandemie, vom Kollaps in Afghanistan, von Klimakrise und von unglaublichen Dramen an Europas Grenzen. Es gibt noch so viel zu tun auf dem Weg zu globaler Gerechtigkeit. Immerhin haben wir in unserem Bundesland MV aber auch im Bund nun endlich wieder handlungsfähige Regierungen. In den Koalitionsverträgen finden sich Andockpunkte für zukunftsfähiges entwicklungspolitisches Handeln und für die Eine-Welt-Arbeit. Wir bleiben dran, auch 2022. Bis dahin wünschen wir uns allen erholsame Feiertage und Zeit für die Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Viele Grüße vom Team des Eine-Welt-Landesnetzwerks M-V

ÜBERBLICK

Neues aus dem Netzwerk
Podcast 13: Landwirtschaft und Kirche in Norddeutschland 

Globale Partnerschaften

Afrozensus: Studie über Rassismus gegen Schwarze in Deutschland

Aktuelles: Thematische Förderausschreibung für Diaspora Organisationen 2022
Hörtipps: Mekong in Gefahr: "Mutter allen Wassers" droht zu versiegen

Termine
Mi 15. Dezember - BNE in Transformation
Workshop / online 
Mi 15. Dezember - Die Ozeane und Meere unter steigendem Druck - Zwischen Klimawandel und neuen Nutzungsinteressen
Konferenz / online 
Sa 15. Januar - Multi-Weiterbildung: Rostock fair!? Eine GPS-Rallye zu fairem Handel und nachhaltigem Konsum
Workshop / Rostock
Mi-Fr, 04.-06. Mai - WeltWeitWissen2022 für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung
Bundeskongress

Tipps und Hinweise
Spenden: Mach mit beim Impfsoli
Projekte und Bedarf anmelden - Geld ist noch da! Jahresabschluss
Stellenausschreibung: Landeskoordinator*in des Beteiligungsnetzwerkes M-V

NEUES AUS DEM NETZWERK
Podcast 13: Landwirtschaft und Kirche in Norddeutschland 
Eine neue Folge von GlobalLokal ist online! Es geht um die Kirche und die Landwirtschaft in Norddeutschland. Kaike Brand, unsere Expertin zum Thema Landwirtschaft im Landesnetzwerk, hat mit dem Landwirtschaftsreferenten des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Nordkirche Jan Menkhaus gesprochen. Themen waren die Verpachtung von Kirchenland, Glyphosat, das Sorgfaltspflichtgesetz und die Frage, wie eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Norddeutschland aussehen kann. Zum hören: Hier
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GLOBALE PARTNERSCHAFTEN Afrozensus: Studie über Rassismus gegen Schwarze in Deutschland
Gerade frisch erschienen ist die größte jemals durchgeführte Befragung unter Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Menschen in Deutschland zu Engagement, Diskriminierungserfahrungen in 14 Lebensbereichen, Anti-Schwarzen Rassismus, Umgang mit Diskriminierung sowie Resilienz und Empowerment erschienen – alles sehr gut präsentiert auf einer lebendigen Internetseite: Hier
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Aktuelles: Thematische Förderausschreibung für Diaspora Organisationen 2022
Das Programm Migration und Diaspora (PMD)/Diaspora 2030 der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat diese Ausschreibung lanciert. Im Fokus der Förderung steht der Austausch von Wissen zwischen Diaspora-Organisationen in Deutschland und ihren Herkunftsländern. In dieser thematischen Ausschreibung werden ausschließlich Projekte gefördert, deren Hauptziel der Wissensaustausch im Bereich „Green Diaspora Innovation" ist. Das können beispielsweise innovative Projektideen im Bereich der Bekämpfung des Klimawandels oder der Erhal-tung von Ökosystemen sein. Die Frist für die Einreichung einer Projektskizze ist der 3.1.2022. Weitere Infos
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Hörtipps: Mekong in Gefahr: "Mutter allen Wassers" droht zu versiegen
Der Mekong fließt von Tibet und China über Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam ins Südchinesische Meer. Er bringt Nahrung, ist Transportmittel und Wohnstatt. Aber durch Chinas Staudämme gerät der Rhythmus des Flusses durcheinander. Zum hören: Hier
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TERMINE
Mi 15. Dezember - BNE in Transformation
Workshop
10-17 Uhr, online
In dem eintägigen Workshop "BNE in Transformation" beschäftigen wir uns mit der Frage was sich hinter dem Schlagwort „sozial-ökologische Transformation" verbirgt und wie gesellschaftliche Transformationsprozesse hin zu einem nachhaltigeren und gerechteren Zusammenleben mit und durch BNE umgesetzt werden können. Wir werden genauer unter die Lupe nehmen, welche Möglichkeiten von transformativer Bildung in unterschiedlichen Bildungskontexten schon erprobt werden. Wir fragen zudem nach Potentialen der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Bildungsakteuren und Bündnissen, die auch über den Bildungsbereich hinaus geknüpft werden können. Mehr Infos und Anmeldung: an l.dessoy@weltgarten-witzenhausen.de  
Mi 15. Dezember - Die Ozeane und Meere unter steigendem Druck - Zwischen Klimawandel und neuen Nutzungsinteressen
Konferenz
10:30-17:15 Uhr, online
Zum Abschluss des Jahres 2021 möchten wir von Brot für die Welt, Fair Oceans und dem Forum Umwelt und Entwicklung Sie mit Blick auf die Vielzahl der im kommenden Jahr anstehenden Ereignisse zu unserer Konferenz zur internationalen Meerespolitik auf Zoom einladen. Für Infos und Anmeldung: Hier
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Sa 15. Januar - Multi-Weiterbildung: Rostock fair!? Eine GPS-Rallye zu fairem Handel und nachhaltigem Konsum 
Workshop
10-17 Uhr, Ökovilla, Hermannstr. 36, Rostock
Kleidung, Lebensmittel, Smartphones, Reisen – die Produkte unseres Wohlstands umgeben uns überall. Dies verdeutlichen ausgewählte Orte, welche die Teilnehmenden auf einer GPS-Tour durch die Stadt entdecken. Doch wie steht es dabei um Fairness und Nachhaltigkeit? An jedem Ort werden Fragen und Aufgaben zum Themengebiet gestellt. Sie regen zum Nachdenken über die eigenen Konsumgewohnheiten und über historische und aktuelle Machtverteilungen im globalen Handel an. Im Workshop lernst du die Rallye durch Rostock kennen und wie du sie selbst mit Schüler:innen und andern Gruppen durchführen kannst. Danach kannst du für Ökohaus gegen ein Honorar Projekttage zu diesem Thema durchführen. Tablets sowie das Tool Actionbound werden dafür bereitgestellt. Mehr Infos und Anmeldung 
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Mi-Fr, 04.-06. Mai - WeltWeitWissen2022 für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung
Bundeskongress
Unter dem Motto „KlimaGerechtigkeit" wird vom 04. - 06. Mai 2021 in Halle(Saale), Leipzig und digital der Bundeskongress WeltWeitWissen für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung stattfinden. Der gesamte Kongress wird hybrid sein. Die 200 präsenten und 200 digitalen KongressteilnehmerInnen werden soweit wie möglich gleichberechtigt interagieren. Das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt (ENSA), das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen, das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung SachsenAnhalt (LISA) und die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke (agl) als VeranstalterInnen laden Sie/Euch herzlich ein, ein Projekt, Veranstaltungsformat oder Bildungsangebot für den Bildungsmarkt vorzuschlagen. Nutzen Sie/Nutzt die Möglichkeit, Ihr/Euer Projekt einem bundesweiten Fachpublikum zu präsentieren und darüber mit den BesucherInnen ins Gespräch zu kommen. Mehr Informationen auch zum aktuellen Programm erhalten Sie/erhaltet Ihr auf unserer Homepage: www.weltweitwissen2022.de
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TIPPS UND HINWEISE Spenden: Mach mit beim Impfsoli
Den Schutz der Impfung kannst du nicht teilen. Aber mit einer Spende kannst du einen Beitrag für gerechte Gesundheitssysteme weltweit leisten. Mit dem Impfsoli unterstützt du die Arbeit unserer Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika im Kampf um Gesundheitsversorgung für alle und eine global gerechte Impfstoffverteilung. Mehr Infos 
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Projekte und Bedarf anmelden - Geld ist noch da! Jahresabschluss
Nach "weltwechsel" geht es weiter!
Fördermöglichkeit bis zu 200€ und Beratung für deine entwicklungspolitischen Aktionsideen mit dem Jungen Engagement !!! Du kennst das JUNGE ENGAGEMENT NOCH NICHT?  www.bildung-trifft-entwicklung.de Stell ein Antrag und bekomm bis zu 200€ für deine Aktionsidee! Ich bin für euch via social-media-Chat erreichbar: 015751060862 Jannes Umlauf: beratung@jannes-umlauf.de, Beratung und Koordination Junges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. 
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Stellenausschreibung: Landeskoordinator*in des Beteiligungsnetzwerkes M-V
Der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und Jugendringe in Mecklenburg-Vorpommern. Der Landesjugendring arbeitet landesweit, vertritt jugendpolitische Interessen und bietet Dienstleistungen für Jugendverbände und –organisationen in Mecklenburg-Vorpommern an. Wir suchen zum 1. April 2022 eine:n Landeskoordinator:in des Beteiligungsnetzwerkes M-V (m/w/d). Mehr Infos
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Der nächste Newsletter wird voraussichtlich Anfang Januar 2022 versendet.

 









Weltnaturerbefonds verstärkt Unterstützung für zwei artenreiche Schutzgebiete in Afrika

16. Dezember 2021 - 11:27
Berlin,16.12.2021 Das Kuratorium des Weltnaturerbefonds hat am Mittwochabend die Finanzierung von zwei global bedeutsamen Schutzgebieten beschlossen: Der Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo und der Gonarezhou-Nationalpark in Simbabwe – zwei  der artenreichsten Naturräume weltweit – werden nun über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren mit jährlich einer Million US-Dollar pro Park gefördert. So leistet der im Dezember 2020 gegründete Fonds („Legacy Landscapes Fund") einen Beitrag zur grundlegenden Finanzierung des Managements von bedeutenden Schutzgebieten und deren Pufferzonen. Alle Gebiete sind als UNESCO-Welterbestätten ausgewiesen. Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) gehört zu den wichtigsten Geldgebern des Fonds.

Entwicklungsministerin Svenja Schulze: "Die Vielfalt von Arten und Lebensräumen ist die Lebensgrundlage auch für uns Menschen. Darum ist es so wichtig, die Natur und ihre Vielfalt zu schützen, gerade in den artenreichsten Regionen der Welt. Naturschutz senkt auch das Risiko künftiger Pandemien. Denn Viren springen vor allen dann von der Tierwelt auf die Menschen über, wenn vorher unberührte Natur zerstört wird und Ökosysteme aus dem Gleichgewicht geraten. Mit dem Weltnaturerbefonds unterstützen wir herausragende Naturräume weltweit. Die Schutzgebiete in Entwicklungsländern brauchen eine verlässliche langfristige Finanzierung und Verwaltung, für Natur- und Klimaschutz, aber auch als Lebensunterhalt für die Menschen vor Ort. Es ist gut, dass der Legacy Landscapes Fund nun zwei weitere Schutzgebiete fördert."

Die langfristigen Programme werden von erfahrenen Organisationen wie der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in Gonarezhou und dem African Parks Network in Odzala-Kokoua gemeinsam mit Schutzgebietsbehörden und lokalen Gemeinschaften durchgeführt.

Der Odzala-Kokoua-Nationalpark liegt im Herzen des Kongobeckens, dem zweitgrößten Regenwald der Welt nach dem Amazonas, und ist Heimat einer einzigartigen Vielfalt von Arten wie Tüpfelhyänen, Gorillas, Waldelefanten und Schimpansen. Auch der Gonarezhou-Nationalpark beherbergt eine Vielzahl von Tierarten, ist aber vor allem für seine Elefantenpopulation berühmt – in der lokalen Sprache wird der Park "Ort der Elefanten" genannt. Alle Parks arbeiten eng mit der lokalen Bevölkerung und den angrenzenden Gemeinden zusammen. Zum Beispiel stammen in Gonarezhou etwa drei Viertel der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus einem Umkreis von 15 Kilometern um die Parkgrenze. Naturschutz kann so insbesondere in abgelegenen Gebieten eine wichtige Einkommensquelle sein.

Der Legacy Landscapes Fund ist ein internationaler öffentlich-privater Fonds, der als unabhängige gemeinnützige Stiftung nach deutschem Recht gegründet wurde. Seine finanziellen Mittel stammen aus öffentlichen und auch aus privaten Quellen. Neben der Finanzierung durch das BMZ über die KfW Entwicklungsbank haben alle Standorte einen philanthropischen Finanzierungspartner. Die beiden neuen Schutzgebiete werden so auch von der Rob and Melani Walton Foundation und der Wyss Foundation unterstützt.

Mit der Entscheidung des Aufsichtsrates unterstützt der Fonds nun insgesamt vier Standorte. Der North Luangwa National Park in Sambia und der Madidi National Park in Bolivien wurden bereits im Oktober genehmigt. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 mindestens 30 global bedeutsame Naturschutzgebiete  zu fördern. Die erste Ausschreibung für die Förderung weiterer Gebiete wird 2022 gestartet und auf der Webseite des Fonds veröffentlicht: www.legacylandscapes.org




LHÜ-Info November/Dezember 2021

14. Dezember 2021 - 15:48


LHÜ-INFO November / Dezember 2021

AKLHÜ-Feature IVCO 2021 Konferenz: Inklusive Freiwilligenarbeit für globale Gerechtigkeit

Ein Beitrag von Regina Fuchs - Koordinatorin für inklusives Auslandsengagement bei bezev

Die weltweit größte internationale Konferenz mit Fach- und Freiwilligenorganisationen (sog. IVCO) befasste sich vom 18.-20. Oktober zweieinhalb Tage intensiv mit der Frage, wie Freiwilligenarbeit möglichst inklusiv gestaltet werden kann. Dabei umspannte dies nicht nur das Ansinnen einer höheren Diversität von internationalen Volunteers, sondern öffnete auch der Dekolonialisierungsdebatte den Raum.

→ Zum LHÜ-Feature

 

Wir wünschen allen Leser*innen ein frohes Weihnachtsfest und ein ebenso friedvolles wie gesundes neues Jahr!

   

Personelle Zusammenarbeit (PZ) AGDF-PM zum Koalitionsvertrag: Licht und Schatten im Programm der Ampel-Koalition

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) bewertet den Koalitionsvertrag aus friedenspolitischer Sicht und der Perspektive von internationalen Freiwilligendiensten. Dabei begrüßt sie die in der neuen Koalitionsvereinbarung beschriebene Absicht internationale Freiwilligendienste zu stärken und Plätze nachfragegerecht auszubauen. Darüber hinaus sehen die Vereinbarungen vor, dass das Taschengeld erhöht, Teilzeitmöglichkeiten verbessert und das „FSJ digital" aufgebaut werden soll. Ferner zieht sie eine gemischte Bilanz zu den friedenspolitischen Themen.

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  Eine starke Kooperation für inklusive Katastrophenvorsorge

Menschen mit Behinderung sind in Notsituationen besonders gefährdet und werden häufig nicht berücksichtigt. AWO International möchte diese Situation in Mittelamerika ändern und setzt sich gemeinsam mit ihren Partnern für ein inklusives Katastrophenmanagement ein.

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  "Ich gebe Bolivien ein Gesicht" – Engagement für Klimagerechtigkeit beim Bistum Hildesheim / Eindrücke einer AGIAMONDO-Fachkraft

Nachhaltigkeit und Umweltschutz erfordern für die Diözesanstelle Weltkirche in Hildesheim globale und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Noelia Crespo Calatayud aus Bolivien teilt diese Überzeugung. Als Süd-Nord-Fachkraft macht sie die Auswirkungen unseres Handelns auf ihre Heimat deutlich und engagiert sich für gemeinsame Lösungen.

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  International Volunteer Day 2021

On 5. December the global community celebrated International Volunteer Day (IVD) 2021 for millions of volunteers across the world to recognize and support the spirit of volunteerism to help create a better future for all – people and the planet.

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Tipps & Termine PM der AGdD: Mehr bewegen: neues Informationsangebot zum Entwicklungsdienst www.entwicklungshelfer.de

Bonn, 05. Dezember 2021 - Seit 35 Jahren ist der 5. Dezember weltweit der Tag des Ehrenamtes. Die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste e.V. (AGdD) kümmert sich um ein ganz besonderes Engagement auf Zeit: den Entwicklungsdienst. Es geht um Gerechtigkeit und Frieden, Solidarität und Partnerschaften – Entwicklungsdienst findet weltweit im Rahmen von Entwicklungszusammenarbeit statt. Hierfür hat die AGdD ein neues Web-Angebot für Interessierte entwickelt.

→ Mehr Infos

  Intercultural Trainer Academy - virtuelle Edition | 10. - 26. Januar 2022

Durch Migrationsbewegungen wird unsere Gesellschaft kulturell immer vielfältiger und interkulturelle Kompetenz wird zunehmend wichtiger. Doch wie können wir Menschen dabei unterstützen, interkulturelle Kompetenz zu entwickeln? Vor allem Menschen, die innerhalb ihrer Arbeit unmittelbar mit anderen kulturellen Werten und Kommunikations- und Konfliktstilen konfrontiert werden, können in interkulturellen Trainings lernen, auf diese besonderen Herausforderungen professionell und reflektiert reagieren zu können.

→ Mehr Infos

   

IMPRESSUM
Herausgeber: AKLHÜ e.V. – Netzwerk und Fachstelle für Internationale Personelle Zusammenarbeit
Redaktion: Wanja Amling, Tel.: 0228-9089914, aklhue@entwicklungsdienst.de 
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 21.01.2022

Bildnachweis: Oben: Forum, Mitte: Pixabay License, Unten: Unsplash License


Ministerin Svenja Schulze: „Deutschland wird sein Engagement für weltweite nachhaltige Entwicklung verstärken“

11. Dezember 2021 - 16:34

Berlin/Liverpool, 11. Dezember – Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze reist heute zusammen mit Entwicklungsstaatssekretär Jochen Flasbarth ins britische Liverpool zum Treffen der G7-Außen- und Entwicklungsminister. Auch Außenministerin Annalena Baerbock nimmt an dem Treffen teil und war schon zuvor zu den Gesprächen angereist. Im Fokus der ersten Auslandsreise der Entwicklungsministerin stehen Themen wie die globale Verteilung von COVID-19-Impfstoffen, die Entwicklungsfinanzierung und die Geschlechtergerechtigkeit. Treffen und bilaterale Gespräche finden bis Sonntag statt.

 

Entwicklungsministerin Schulze: „Deutschland bleibt mit der neuen Bundesregierung nicht nur ein verlässlicher Partner für weltweite Entwicklung, sondern wird sein politisches Engagement ausweiten. Wir haben enorm viel aufzuholen, um die Ziele der Entwicklungsagenda 2030 zu erreichen. Die G7 haben als reichste Staaten unserer Erde eine besondere Verantwortung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und des Klimawandels, und sie müssen globale Solidarität mit den Ärmsten zeigen. Genau dafür werde ich in Liverpool eintreten. Im kommenden Jahr übernimmt Deutschland den Vorsitz der G7. Diese Präsidentschaft wollen wir nutzen, um bei der Bekämpfung der aktuellen Krisen voranzukommen. Gegen die Corona-Pandemie hilft langfristig nur eine gerechte globale Impfstoffverteilung. Beim weltweiten Klimaschutz ist mein Leitbild die „Just Transition" als Teil einer globalen gestaltenden Strukturpolitik. Es geht darum, die Transformation zur Klimaneutralität mit sozialem Ausgleich zu verbinden. Beim Übergang weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu erneuerbaren Energien und guter Arbeit wollen wir die Entwicklungs- und Schwellenländer mit vereinten Kräften unterstützen."

 

Im Mittelpunkt der Gespräche in Liverpool steht die Umsetzung der bereits beim G7-Gipfel im Juni beschlossenen Ziele zum weltweiten Einsatz gegen die Corona-Pandemie, gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern.

 

Die G7 sind ein Forum der Staats- und Regierungschefs aus sieben Industrieländern. Das Vereinigte Königreich hat 2021 den G7-Vorsitz inne. Nach dem Treffen im Mai in London ist dies das zweite Treffen der G7-Außen- und Entwicklungsminister in diesem Jahr. Deutschland übernimmt am 1. Januar 2022 den G7-Vorsitz vom Vereinigten Königreich.

 



Menschenrechte enden nicht an den Grenzen der Europäischen Union!

11. Dezember 2021 - 16:33

terre des hommes zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

Osnabrück (ots) Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte fordert terre des hommes einen stärken Einsatz für die Rechte geflüchteter Kinder und Jugendlicher. "Die neue Bundesregierung muss nun zeigen, dass sie die Kinderrechte ernst nimmt. Ein erster Schritt wäre die Aufnahme von Kindern und ihren Familien, die gegenwärtig an den europäischen Grenzen zu Polen und Kroatien aufgehalten werden und denen der Zugang zu einem ihnen zustehenden Asylverfahren verwehrt wird", forderte Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes.

An den europäischen Außengrenzen finden weiterhin Push-Backs und gewaltsame Zurückweisungen von geflüchteten Menschen statt, von denen immer auch Kinder und Jugendliche betroffen sind. Sowohl an den Landgrenzen zu Belarus und Bosnien-Herzegowina als auch am Mittelmeer versucht die Europäische Union, flüchtende Menschen aufzuhalten. Die Menschenrechte werden in vielfach auch dokumentierten Fällen nicht berücksichtigt. "Der internationale Tage der Menschenrechte ist eine Mahnung, die überall gültigen Menschenrechte zu wahren und zu einem Leitmotiv der Politik zu machen. Die Einhaltung der Menschenrechte darf nicht an den Grenzen der EU enden", erklärte Birte Kötter.

Auch in Deutschland besteht Handlungsbedarf. In den AnkER-Zentren zur Aufnahme von geflüchteten Menschen kommt es regelmäßig zur Einschränkung und Verletzung von Kinderrechten. "Die neue Bundesregierung hat deswegen im Koalitionsvertrag festgelegt, das Konzept der AnkER-Zentren nicht mehr weiterzuverfolgen. Aus den guten Worten sollten schnell gute Taten werden, um die Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu verbessern", so Birte Kötter.

Oxfam zur Kanzlerwahl: Ende von Armut und Hunger braucht globale Impfgerechtigkeit

9. Dezember 2021 - 21:33
Ohne Aussetzung des Patentschutzes auf COVID-19-Impfstoffe gibt es kein Ende der Pandemie, Armut und Hunger würden zu- statt abnehmen

Berlin, 08.12.2021. Das Bekenntnis der Ampelkoalition zur Überwindung von Armut und Hunger verlangt nach wirksamen Maßnahmen für globale Impfgerechtigkeit. Darauf weist die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation anlässlich der heutigen Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler hin. Denn der ungleiche Zugang zu COVID-19-Impfstoffen verlängert die Pandemie, in deren Folge Armut und Hunger zu- statt abnehmen. Um globale Impfgerechtigkeit zu erreichen, müsste der Patentschutz ausgesetzt werden. Doch darauf wollte sich die Koalition noch nicht einigen.

Marion Lieser, Vorstandsvorsitzende von Oxfam Deutschland, kommentiert:

„Im Koalitionsvertrag finden sich positive entwicklungspolitische Akzente, von der Stärkung der Agrarökologie über Menschenrechte in globalen Lieferketten bis zu mehr Klimaschutz. Auch bekennt sich die Ampelkoalition klar und deutlich zu den nachhaltigen Entwicklungszielen und somit zur Abschaffung extremer Armut und Hunger bis 2030. An diesen Versprechen werden wir die künftige Regierung messen."

„Umso schwerer wiegt eine sträfliche Leerstelle: kein Wort verlieren die Koalitionäre über die dringend notwendige Aussetzung des Patentschutzes für COVID-19-Impfstoffe. Monopolkonzernen könnten so weiterhin allein entscheiden, wie viel Impfstoff wo produziert wird. Menschen in einkommensschwachen Ländern würden dann noch viele Jahre auf ihre vollständige Impfung warten. Das wäre eine entwicklungspolitische Katastrophe."

„Ohne globale Impfgerechtigkeit gibt es keinen Weg aus der Pandemie. Und eine Pandemie in Dauerschleife würde Entwicklungserfolge der vergangenen Jahre, etwa im Bildungsbereich, zunichtezumachen. Armut und Hunger nähmen weiter zu, statt bis 2030 überwunden zu sein. Die nachhaltigen Entwicklungsziele rückten so in weite Ferne."

„Doch dazu muss es nicht kommen: der designierte Wirtschafsminister und Vizekanzler Robert Habeck sowie der künftige Gesundheitsminister Karl Lauterbach, selbst Mediziner und Gesundheitsökonom, haben sich für die Aussetzung des Patentschutzes ausgesprochen. Hoffentlich finden ihre Argumente am Kabinettstisch Gehör. Olaf Scholz muss als neuer Bundeskanzler dafür sorgen, dass Deutschland in dieser Frage auf der richtigen Seite der Geschichte steht. Es ist seine Verantwortung, schnellstmöglich den Weg für globale Impfgerechtigkeit freizumachen."

„Die Omicron-Variante zeigt überdeutlich: Nur wenn alle Menschen weltweit rasch Zugang zu lebensrettenden Impfstoffen erhalten, kann die Pandemie überwunden werden, und nur dann kann die Umsetzung langfristiger Entwicklungsziele Erfolg haben."

 

Weiterführende Informationen:

Eine erste Analyse des Koalitionsvertrages aus entwicklungs- und menschenrechtspolitischer Perspektive finden Sie auf unserer Webseite: https://www.oxfam.de/blog

 

Brasilien: Behörde erklärt Landkäufe der westfälischen Ärzteschaft für illegal

9. Dezember 2021 - 21:32

FIAN: Finanzministerium NRW muss endlich seiner Aufsichtspflicht nachkommen
Die brasilianische Landbehörde bewertet Landkäufe des US-amerikanischen Finanzdienstleisters und Rentenversorgungswerks TIAA in der ökologisch sensiblen Cerrado-Region als illegal. Seit 2012 kritisiert die Menschenrechtsorganisation FIAN die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) für ihre Beteiligung an den Landkäufen von TIAA über einen Investmentfonds. Ein aktuell veröffentlichter Bericht bestätigt, dass das brasilianische Institut für Agrarreformen (INCRA) seit 2019 eine Annullierung von Landtiteln fordert. Dass die Behörde die Landkäufe von TIAA als illegal eingeschätzt hat, sollte nicht überraschen: Schon 2015 hat FIAN die ÄVWL mit rechtlichen Problemen konfrontiert. Dennoch hält die Ärzteversorgung weiter an den Investitionen fest.
2015 hatte FIAN zusammen mit Partnerorganisationen vor Ort die Überprüfung der Landtitel durch das INCRA angestoßen. Die Ergebnisse aus der INCRA-Stellungnahmen werden nun in einem Bericht der Partnerorganisationen von FIAN detailliert dargestellt. Demnach kommt INCRA zu dem Schluss, die Landkäufe „erfüllten nicht die Voraussetzungen, um von öffentlichem Land in Privateigentum umgewandelt zu werden." Die Behörde fordert demnach eine Annullierung. Weiter hält die Behörde fest, dass die Landkäufe über verschachtelte Unternehmensstrukturen faktisch durch ausländisch kontrollierte Firmen getätigt wurden, was zur Zeit der Landkäufe gesetzlich verboten war.
Mehrere der Farmen von TIAA wurden dem INCRA-Bericht zufolge von dem verurteilten Landgrabber Euclides de Carli gekauft. Im Bericht wird eine ganze Reihe dieser Farmen als „illegal aufgekauft" benannt. Der ÄVWL sind diese Vorgänge zwar lange bekannt. Gegenüber kritischen Nachfragen – auch aus der Ärzteschaft – erklärt sie jedoch, sie gehe davon aus, „dass der Fonds irrtümlich für ein mögliches Fehlverhalten anderer Akteure vor Ort mitverantwortlich gemacht wird."
Angesichts der politisch extrem schwierigen Arbeit der brasilianischen Behörden, welche gegen Korruption und Repressalien aus der mächtigen Agrarindustrie zu kämpfen haben, ist dies ein bemerkenswerte Entwicklung. „Wir gehen davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Versuche von ländlichen Gemeinden, zu ihrem Recht zu kommen, durch Repression und Gewalt im Keim erstickt wird", erklärt Roman Herre, Agrarreferent von FIAN Deutschland. „Sich in diesem Kontext viele Jahre lang alleine auf brasilianische Gerichte zu verlassen, wie es die Position der Ärzteversorgung ist, ist realitätsfern".
Anscheinend um die Annullierung der Landtitel zu verhindern, wurden am 31. Oktober 2019 bei den betreffenden Tochterfirmen Tellus und Radar Veränderungen in der Zusammensetzung der Firmenanteile vorgenommen. 2020 wurde der Fall der Rechtsabteilung der Behörde vorgelegt. Dort versuchten die Vertreter der beiden TIAA-Töchter der Strafverfolgungsbehörde darzulegen, dass die Firmen zum brasilianischen Agrarkonzern Cosan gehörten. Die Bewertung der Illegalität bezieht sich jedoch auf die Firmenstruktur zum Zeitpunkt des Kaufs der riesigen Landflächen.
Die größte Gewerkschaft der amerikanischen Hochschulen und Universitäten United University Professions (UUP) hat TIAA im Januar aufgefordert, sich von den Investitionen in Brasilien zu trennen. Nun hat auch die State University of New York (SUNY) eine ähnliche Resolution verabschiedet. Der Druck in den USA auf diese Landinvestitionen wächst stark. „Auch die Ärzteversorgung sollte mehr als zehn Jahre nach ihrer fatalen Investitionsentscheidung endlich umdenken", so Roman Herre von FIAN Deutschland. „Obwohl wir in all den Jahren immer neue Informationen und Probleme aufgezeigt haben, scheinen die ÄVWL und ihre Aufsichtsgremien kein Interesse an einer echten Aufarbeitung zu haben." FIAN erwartet von der Aufsichtsbehörde der ÄVWL, dem Finanzministerium NRW, endlich die Untätigkeit aufzugeben und substantielle Untersuchungen einzuleiten, um den augenscheinlichen Rechtsverstößen durch die Investitionen aus Deutschland inklusive Menschenrechtsverstößen nachzugehen.

Hintergrund:

• TIAA (ehemals TIAA-CREF) ist eines der größten Versorgungswerke weltweit und verwaltet die Renten von Lehrern und Professoren sowie von Arbeiter*innen in der Unterhaltungsbranche in den USA. 2012 legte es unter dem Namen TIAA-CREF Global Agriculture LLC (TCGA) einen zwei Milliarden US-Dollar schweren Fonds zum Kauf von Farmland weltweit auf. Neben der ÄVWL haben weitere Versorgungswerke weltweit Gelder in den Fonds angelegt. 2015 folgte ein zweiter, drei Milliarden US-Dollar schwerer Farmland-Fonds (TCGA II). Heute werden beide Fonds von der TIAA-Tochter nuveen verwaltet.

• Die ÄVWL ist ein berufsständisches Versorgungswerk, welches für die Alterssicherung von mehr als 50.000 Ärzt*innen und ihrer Familienangehörigen zuständig ist. Es verwaltet ein Vermögen von über 10 Milliarden Euro und hat sich 2012 mit etwa 80 Millionen Euro (100 Millionen USD) an dem Farmland-Fonds TCGA beteiligt.

• Die Region Cerrado in Südost-Brasilien ist eine große artenreiche Savannenregion und das zweitgrößte Ökosystem Brasiliens nach dem Amazonas. Das Savannengebiet verfügt über ein großes und für Brasilien wichtiges Grundwasserreservoir. Die in dem Gebiet lebende Bevölkerung, unter ihnen mehr als 80 indigene Gruppierungen, betreibt vor allem Viehzucht und Landwirtschaft. Durch die zunehmende Erschließung für Rinderfarmen und industrielle Monokulturen für Mais, Soja und Baumwolle ist ein großer Teil der Region bedroht oder bereits zerstört.

• Land als Spekulationsobjekt: Pensionskassen legen mittlerweile über 47 Billionen US-Dollar an, um Rendite für ihre Pensionäre zu erwirtschaften. Auf der Suche nach Diversifizierung ihrer Portfolios und attraktiven, risikoarmen Anlagemöglichkeiten investieren sie zunehmend in Agrarland. Diese neue Jagd nach Land wird auch „Landgrabbing" bezeichnet.

• Die für die ÄVWL zuständige Aufsichtsbehörde, das Finanzministerium NRW, weigerte sich mehrfach, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und setzt damit ein katastrophales Zeichen in Sachen Menschenrechtspolitik. Auch angesichts der Debatten um nachhaltige Finanzen und Lieferkettengesetz ist dies ein Armutszeugnis.

• „Null Entwaldung"?: Nuveen hatte angesichts anhaltender Kritik 2018 eine Richtlinie zu „Null Entwaldung" in Brasilien veröffentlicht. Die Richtlinie hört sich gut an, ist jedoch geschickt formuliert. Sie gilt nur für Landflächen, die ab 2018 erworben werden. Dabei hatten die beiden großen Landfonds von nuveen 2018 ihre Investitionen schon vollständig getätigt. Ein substantieller Zukauf von Flächen ist nicht zu erwarten. Zudem werden keine Restriktionen formuliert bezüglich der weiteren Entwaldung von schon erworbenen Flächen. Die Richtlinie ist somit kaum mehr als ein Lippenbekenntnis und ohnehin nicht rechtlich einklagbar.

Weitere Informationen:
- Ausführlicher Bericht  zu den Recherchen des INCRA
- FIAN-Studie zum Fall: Brasilien – Pensionskassen machen Geschäfte mit Ackerland
- FIAN Infografik zur Investitionskette

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