Sie sind hier

SID Blog

Newsfeed SID Blog abonnieren
SID Hamburg bringt Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis für globale Entwicklung zusammen
Aktualisiert: vor 34 Minuten 44 Sekunden

Dumpingpreise zügig verbieten!

7. Mai 2021 - 23:49

Bundestag geht beim Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug

Berlin/ Wuppertal, 07.05.2021 – Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und GEPA – The Fair Trade Company kritisieren, dass das gestern Abend vom Bundestag verabschiedete Gesetz zum Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug geht. Zwar gehe das Gesetz über die Anforderungen der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette hinaus. Zudem sei begrüßenswert, dass sich der Bundestag für eine unabhängige Ombudsstelle ausgesprochen hat, bei der auch Zulieferer aus Nicht-EU-Ländern Beschwerden über unlautere Handelspraktiken einreichen sowie unfaire Preise melden können. Es sei jedoch verpasst worden, existenzsichernde Einkommen und damit eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung im Lebensmittelhandel zu fördern. Die Preise, die Erzeugerinnen und Erzeuger für ihre Produkte erhalten, decken häufig nicht einmal die Produktionskosten. Um dies zu ändern, hätte ein Verbot des Einkaufs unterhalb der Produktionskosten in das Gesetz mitaufgenommen werden müssen, so Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und die GEPA.

„Das sogenannte ‚Gesetz zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich' und die vom Bundestag geforderte Ombudsstelle sind wichtige erste Schritte, um unfaire Praktiken von marktmächtigen Unternehmen in globalen Lieferketten zu unterbinden. Die Bundesregierung muss jetzt die Beschlüsse des Bundestages wirksam umsetzen und ausreichende Kapazitäten für Überwachung und Durchsetzung der Regelungen schaffen", fordert Klaus Seitz, Leiter der Politikabteilung von Brot für die Welt. „Doch leider haben Bundesregierung und Bundestag die Chance verpasst, dem ruinösen Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel einen Riegel vorzuschieben und den Einkauf unterhalb der Produktionskosten als unlautere Handelspraktik in das Gesetz aufzunehmen. Damit bleibt auch vielen Bananenproduzentinnen und –produzenten in Peru beispielsweise der Weg zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen verwehrt."

Aufgrund ihrer Marktmacht können Supermarktketten ihren Lieferanten Preise  diktieren. Der Kosten- und Preisdruck wird so entlang der Lieferkette an die Erzeugerinnen und Arbeiter weitergegeben – in Deutschland und Europa genau wie im Globalen Süden. Die Folge sind Einkaufspreise, die häufig nicht die Produktionskosten decken und damit Produzentinnen und Produzenten in Existenznot bringen und zu Hungerlöhnen bei angestellten Arbeiterinnen und Arbeitern führen. Das neue Gesetz hat diese Lücke nicht geschlossen. „Es muss doch selbstverständlich sein, dass Einkaufspreise die Produktionskosten decken. Immerhin hat der Bundestag trotz viel Gegenwind zumindest beschlossen, ein gesetzliches Verbot des Einkaufs von Lebensmitteln unterhalb der Erzeugerkosten zu prüfen. Die Bundesregierung sollte diese nun zügig durchführen und auch umsetzen, um den regelmäßigen Preiskämpfen der großen Lebensmitteleinzelhändler entgegenzuwirken", fordert Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel.

Produzentinnen und Produzenten kämpfen seit Jahren mit steigenden Produktions-, Lebenshaltungs- und Transportkosten. So ist beispielsweise der EU-Einfuhrpreis von Bananen zwischen 2013 und 2018 um etwa 20 Prozent gesunken. Auch im November 2020 hatte Aldi angekündigt, den Einkaufspreis von Bananen zu senken, und das, obwohl der Lebensmitteleinzelhandel als Gewinner aus der Corona-Krise hervorgeht und seine Umsätze steigern konnte. Zudem hatte der Discounter zusammen mit zahlreichen anderen deutschen Einzelhandelsunternehmen noch im Januar 2020 eine Absichtserklärung unterzeichnet, sich entlang seiner globalen Lieferketten für existenzsichernde Einkommen und Löhne einzusetzen.

„Das Preisdumping im Bananensektor zeigt deutlich, dass Freiwilligkeit nicht ausreicht. Deshalb ist positiv zu bewerten, dass mit der Umsetzung der UTP-Richtlinie unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette in Zukunft auch sanktioniert werden können. Um existenzsichernde Einkommen und Löhne zu ermöglichen, muss aber auch die Preisfrage adressiert werden. Soziale und ökologische Kosten müssen eingepreist werden und die Preise müssen den Erzeugerinnen und Erzeugern und ihren Familien ein existenzsicherndes Einkommen und eine nachhaltige Produktionsweise ermöglichen. Fair-Handels-Unternehmen zeigen, dass faire Konditionen in globalen Lieferketten umsetzbar sind. Es braucht aber verbindliche Regeln für alle Unternehmen, um existenzsichernde Einkommen branchenweit zu ermöglichen", bekräftigt Peter Schaumberger, Geschäftsführer der GEPA.


Welthungerhilfe zum aktuellen Global Report on Food Crisis

6. Mai 2021 - 23:06
(Optional) Dieser Text erscheint NUR in der Vorschau, jedoch nicht der Haupt-E-Mail .

05.05.2021 | Statement Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe

Zu dem heutigen Report erklärt Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe: „Die Zahlen des Global Report on Food Crisis sind alarmierend. Seit fünf Jahren steigt die Zahl der Menschen, die jeden Tag akut unter Hunger leiden. Es ist niederschmetternd zu sehen, dass wir diesen katastrophalen Trend nicht stoppen können. Insbesondere Krisen und Konflikte sind weiterhin die Hungertreiber aber auch der Klimawandel und die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 vernichten Existenzgrundlagen. Deshalb begrüßen wir es, dass Hungerbekämpfung auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im Juni steht und wir hoffen, dass schon heute beim Treffen der G7-Außenminister in London erste Maßnahmen beraten werden. Aus unserer Sicht müssen die G7-Staaten dringend zusätzliche Gelder für Nothilfemaßnahmen bereitstellen und vor allem dazu beitragen, dass friedenssichernde Diplomatie wieder ein größeres Gewicht erhält.“

Laut dem Bericht litten im Jahr 2020 155 Millionen Menschen in 55 Ländern unter akutem Hunger und können ihre Ernährung nicht ohne Hilfe bestreiten. Das sind 20 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor. Zwei Drittel der Hungernden verteilen sich auf nur zehn Länder (D.R. Kongo, Jemen, Afghanistan, Syrien, Sudan, Norden von Nigeria, Äthiopien, Südsudan, Simbabwe und Haiti). Für 133.000 Menschen in Burkina Faso, Südsudan, Jemen waren die Kriterien für eine Hungersnot erfüllt.

Das sind die zentralen Ergebnisse des „Global Report on Food Crisis“, den die UN-Organisationen WFP und FAO mit weiteren Organisationen aus dem Bereich Ernährungssicherung heute vorgelegt haben.

Die Gesamtzahl aller unter- und mangelernährten Menschen lag nach UN-Angaben 2019 bei weltweit 690 Millionen.

Hier finden Sie den Bericht zum Download.

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.


EWIK Newsletter Mai: Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft

5. Mai 2021 - 14:32

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe Mai 2021: Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

zu Beginn des Jahres erschien „Der Fleischatlas 2021 – Jugend, Klima und Ernährung". Besonders beeindruckt hat uns während der Lektüre die Angabe zum Fleischkonsum junger Menschen: „Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung ernähren sich doppelt so viele 15- bis 29-Jährige vegetarisch oder vegan. Für viele junge Erwachsene ist der Verzicht auf Fleisch ein politisches Statement", heißt es in der Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung (www.boell.de/de/de/fleischatlas-2021-jugend-klima-ernaehrung). Damit wird deutlich: Fleischkonsum ist heute ein stark politisches Thema und keine private Geschmackssache mehr. Die junge Generation lehnt die heutige Form der Tierhaltung ab.

Wir haben großen Respekt vor diesen jungen Menschen und unterstützen sie gern in ihrer Haltung. Sie sind besorgt um ihre eigene Zukunft auf diesem Planeten. In unseren BIOPOLI Bildungsveranstaltungen thematisieren wir das Thema „Fleischkonsum" immer wieder: Ganze Schülerschaften haben wir bereits dazu in den Aulen informiert. Ein Austausch zum Thema ist bereichernd, vermittelt Wissen und weckt Empathie für die vegane und vegetarische Ernährungsweise. Beide Aspekte machen die Bildungsarbeit mit jungen Menschen so wertvoll für uns. Und wir bieten diese Themen an, weil sie die jungen Menschen stark bewegen und beschäftigen, bieten Raum, Methode und Expertise.

Laut einer kürzlich veröffentlichten UN-Studie sind der Fleischkonsum und die intensive Landwirtschaft die weltweit größten Naturzerstörer. Nie ist der Verlust von Lebensräumen und biologischer Vielfalt so dramatisch gewesen wie in den vergangenen 50 Jahren, warnen die Autoren. Ihre Forderung ist es, die Ernährung auf pflanzliche statt auf tierische Eiweißträger umzustellen (vgl. www.sonnenseite.com/de/umwelt/un-studie-fleischkonsum-ist-haupttreiber-der-naturzerstoerung/).

Daher brauchen wir zukunftsfähige Konzepte für eine nachhaltige Landwirtschaft. Ein Konzept ist die Agrarökologie. Agrarökologie stellt eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft dar und bietet Lösungen für die grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme. Um Agrarökologie zu stärken, müssen die verfehlten Agrar-, Handels-, Forschungs- und Subventionspolitiken grundlegend und schnell verändert werden.
Agrarökologie ist ein wissenschaftlich fundiertes Konzept, das zugleich auf ökologischen Prinzipien, dem politischen Ansatz der Ernährungssouveränität und dem Recht auf angemessene Nahrung basiert. Bauern und Bäuerinnen, handwerkliche Verarbeiter*innen und Verbraucher*innen stehen im Zentrum. Das Konzept baut auf den grundlegenden Prinzipien des ökologischen Landbaus auf, zu denen vornehmlich der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, der Kreislauf von Boden-Pflanze-Tier und Mensch sowie die Unabhängigkeit der Betriebe von externen Betriebsmitteln gehören.
Eben eine der Lösungen für ein gesundes Morgen für die jungen Menschen und den Planeten!

Wir wünschen Ihnen mit diesem Newsletter eine anregende und spannende Lektüre!

Jana Zotschew und Regina Schrader
Mitarbeiterinnen der Agrar Koordination in Hamburg

EWIK-Kooperationspartner
Aktuelles
VENRO Handreichung „Qualitätskriterien für entwicklungspolitische Bildungsarbeit"

Bildungspraktiker*innen stehen bei der Konzeption und Umsetzung von entwicklungspolitischen Bildungsangeboten vor vielen Fragen: Was zeichnet qualitativ hochwertige entwicklungspolitische Bildung aus? Was müssen Bildungspraktiker*innen bei der Gestaltung ihrer Bildungsangebote beachten? Wie können Bildungsangebote bei der Zielgruppe am besten wirken? Die neuen „Qualitätskriterien für entwicklungspolitische Bildungsarbeit" dienen Bildungspraktiker*innen als Orientierungshilfe für eine wirksame Bildungsarbeit. Sie geben keine einfachen Antworten, unterstützen Bildungspraktiker*innen aber bei der Planung und Vorbereitung, der inhaltlichen Gestaltung und der didaktischen Umsetzung von Bildungsangeboten im Bereich des Globalen Lernens, der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und der entwicklungspolitischen Bildung sowie bei der Kooperation mit Schulen.

Neue, digitale Bildungsmaterialien zum Fairen Handel: Bildungssäule mit Lernsnacks & Podcast fairtont

Die Bildungssäule des Weltladen-Dachverbandes besteht aus Stehsammlern mit Materialien, Medien und didaktischen Anregungen zu den Themen Fußball, Kaffee, Kakao, Handy, Textilien, Fairer Handel & Südfrüchte. Dazu gibt es digitale Lernsnacks wie interaktive Infografiken, Weltkarte, Quiz, Zeitstrahl und Memories. 2021 komplett aktualisiert, ist sie nun auch papierfrei als Digitalpaket erhältlich. Weiterhin im Angebot: der Weltladen-Podcast fairtont mit spannenden Folgen zu Fair Fashion, dem Weltladen-Tag, der Klimakrise und Interviews mit interessanten Gästen.

Aktion #WirSindFansVonNäherInnen

Im Vorfeld der Europameisterschaft 2021 macht die Christliche Initiative Romero (CIR) unter dem Motto #WirSindFansVonNäherInnen auf die Arbeitsrechte von Näher*innen weltweit aufmerksam. Die Näher*innen, die anlässlich der EM Fantrikots für Adidas, Puma, Nike und Co. in riesigen Mengen produzieren, verdienen Applaus für ihren Einsatz. Doch im Zuge der Corona-Pandemie wurden viele von ihnen entlassen oder haben keinen Lohn erhalten. Mit einem Faltblatt, das sich für Multiplikator*innen und Sportvereine eignet, um Sportfans für politisches Engagement zu begeistern, informiert die CIR über den Zusammenhang zwischen Produktionsbedingungen von Trikots und Sport-Großereignissen. 

Wettbewerb „Dein Song für EINE WELT"

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!" verfolgt das Ziel, das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für entwicklungspolitische Themen zu stärken und ihnen und ihren musikalischen Botschaften eine Plattform zu geben. Ab sofort sind Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren aufgerufen, selbstgeschriebene Songs einzureichen, die sich musikalisch mit globalen Themen auseinandersetzen. Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!" ist eine Begleitmaßnahme zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle" und wird von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt. Zu gewinnen gibt es Geld- und Sachpreise. Einsendeschluss ist der 16. Juni 2021.

Learn@Lunch: 17 Ziele kreativ und sichtbar

Zur Lösung der drängenden globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben oder soziale Ungerechtigkeit hat die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 die Agenda 2030 mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) beschlossen. In dem neuen digitalen Format zur Mittagszeit Learn@Lunch geht es um den Stand der Umsetzung einzelner Ziele und um Ideen, wie wir alle dazu beitragen können. Die Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Hochschule Pforzheim durchgeführt.

CREACTIV für Klimagerechtigkeit

Im Bildungsprogramm „CREACTIV für Klimagerechtigkeit" befassen sich Hamburger Schüler*innen für die Dauer eines Schuljahres im Austausch mit jungen Künstler*innen aus Ländern des Globalen Südens mit den weltweiten Auswirkungen des Klimawandels. Gemeinsam entwickeln sie künstlerische Präsentationen und kreative Aktionen zum Thema Klimagerechtigkeit. Jährlicher Höhepunkt des Projekts ist der einwöchige Besuch der jungen Künstler*innen an der Schule (im Schuljahr 2021 / 2022 aus Uganda und El Salvador). Projektträger ist das Hamburger Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH. Interessierte Schulen können sich ab sofort für die Teilnahme am Projekt anmelden
Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien
Projektdoppelstunde zum Thema Saatgut als Gemeingut

Im Rahmen des Projektes „Saatgut als Gemeingut" der Aktion Agrar sind diese Materialien entstanden, die sich für die Gestaltung einer Projekt-Doppelstunde mit Berufsschul-Klassen der landwirtschaftlichen Ausbildung zum Thema „Saatgut als Gemeingut - lokale und globale Perspektiven auf Saatgutpolitik und bäuerliche Saatgutsysteme" eignen.

Ergebnisdokumentation: Die globale Perspektive nachhaltiger Ernährung in Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen am Beispiel Soja

Wie können die globalen Auswirkungen des Milch- und Fleischkonsums in der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aufgegriffen werden? In der Dokumentation „Die globale Perspektive nachhaltiger Ernährung in Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen am Beispiel Soja" des Projekts GloPE der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. für Multiplikator*innen der außerschulischen Bildungsarbeit geht es genau darum. Neben Hintergrundwissen zum Thema Soja werden sechs ausgewählte Beispiele aus der Bildungspraxis vorgestellt – von konkreten Methoden über eine Ausstellung bis hin zu Bildungsmaterialien ist alles dabei.
Zukunftsfähige Ernährung am Beispiel der Südpfalz

Unser Landwirtschafts- und Ernährungssystem steht vor großen Herausforderungen: Durch die stetige Industrialisierung und Globalisierung der Landwirtschaft werden wertvolle Rohstoffe ausgebeutet, Böden und Wasser verschmutzt, der Klimawandel wird verstärkt und die Gesundheit der Menschen belastet. Die Handelsstrukturen der Agrarmärkte führen zu einer ständigen Verschärfung globaler Ungleichheiten und zur Verarmung zahlreicher Landwirt*innen weltweit. Dieses Bildungsmaterial thematisiert die Verbindung von globalen Gerechtigkeitsfragen mit konkreten Handlungsalternativen für Schulen und andere Bildungsakteure anhand eines konkreten Beispiels.

Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung: Methoden für die Bildungsarbeit. 18 Ideen für die Gestaltung für den Schulunterricht und von Seminaren

Die Broschüre „Methoden für die Bildungsarbeit. 18 Ideen für die Gestaltung für den Schulunterricht und von Seminaren" bietet auf 75 Seiten Ideen für den Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Mit dem Heft, herausgegeben von der Agrar Koordination, lassen sich einzelne Seminare planen oder - durch die Kombination der Methoden - auch die Durchführung einer ganzen Projektwoche. Das Heft ist für Lehrer*innen und Seminarleiter*innen konzipiert.

Wem gehört das Saatgut? Wie Eigentumsrechte an Saatgut die biologische Vielfalt und Bauern und Bäuerinnen weltweit beeinflussen

Von einstigen 307 Sorten Zuckermais finden wir nur noch 12 auf den Feldern. Wie kommt es, dass von einer enormen Sortenvielfalt nur ein geringer Teil angebaut wird und auf unseren Tellern landet? Wer bestimmt, was gesät wird? Welche Auswirkungen hat dies auf die weltweite Ernährung und Landwirtschaft? Am Beispiel von Saatgut wird die Bedeutung von Agrarvielfalt für die Umwelt und die Ernährungssouveränität weltweit diskutiert.
Die Lernkiste bietet Material, Methodenbeschreibung und Hintergrundinformationen, um einen eigenen Workshop durchzuführen. Ziel ist, dass Teilnehmende die Bedeutung von Biodiversität für die Ernährungssouveränität kennenlernen und sich mit Fragen nach geistigen Eigentumsrechten auf Saatgut auseinandersetzen. Sie werden für globale Ungerechtigkeiten im vorherrschenden Agrarmodell sensibilisiert und lernen Handlungsmöglichkeiten kennen.
People-Led Development – Entwicklung, die vom Menschen ausgeht

Das von Misereor herausgegebene Unterrichtsmaterial beschreibt den Bottom-Up-Entwicklungsansatz People-Led Development am Beispiel der Caritas in Embu, Kenia, die mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern am Mount Kenia im Bereich der Landwirtschaft arbeiten. Es wurde für den Einsatz im Geographie-Unterricht der Sekundarstufe II konzipiert. Es ist als Begleitmaterial zu dem Erklärvideo „Development starts with the human – People-Led Development" zu verstehen.
„Zeit, dass sich was dreht" – Begleithefte für Lehrkräfte und Schüler*innen zur Klimakrise ab Klasse 7

Im Rahmen einer Pilotphase des „changemaker-Projekts" von CARE sind unter dem Titel „Zeit, dass sich was dreht" zwei Hefte zum Themenkomplex Klimakrise für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte entstanden. In der Begleitbroschüre erhalten Lehrkräfte neben einleitenden Hintergrundtexten eine Vielzahl an praktischen Methoden und Übungen, die die verschiedenen Facetten des Themas aufzeigen und insbesondere globale Zusammenhänge der Klimakrise verdeutlichen. Im Fokus stehen dabei die Themen Klimagerechtigkeit und Klimapolitik. Jedes Kapitel ist unabhängig von den anderen anwendbar, sodass einzelne Übungen individuell eingesetzt und zusammengestellt werden können. Die Materialien wurden für den Einsatz im Unterricht ab Klasse 7 konzipiert. Eine zielgruppengerechtes Infohheft für Schüler*innen ergänzt das Material.

Biodiversität im Überblick

Das Manual gibt einen Einblick in das Konzept Biodiversität und erleichtert es, sich mit diesem komplexen Themenfeld auseinanderzusetzen und aktuelle politische Entwicklungen zu beurteilen. Es geht u.a. den Fragen nach, warum wir Biodiversität brauchen, was der Unterschied zwischen genetischer Vielfalt, Artenvielfalt und Vielfalt der Ökosysteme ist, was sich hinter dem Begriff „Hotspots der biologischen Vielfalt" verbirgt und wo sich solche beispielsweise in Deutschland befinden.

Zum Schwerpunkt: Multimediales

Der Klima-Acker-Podcast

Dieser Podcast vom Berliner Weltacker richtet sich an Hörer*innen mit Interesse an Naturwissenschaft und Landwirtschaft. Was ist der Einfluss unserer Ernährung auf die Umwelt? Wie bemisst man Umweltschäden? Was können wir durch unsere Konsumentscheidungen verändern? Der Klima-Acker-Podcast ist die neueste Ergänzung des Weltacker-Programms zur Klima- und Umweltbildung. Es werden die Folgen einer unnachhaltigen Landwirtschaft diskutiert. Unterteilt ist der Podcast in zwei Reihen, die sich gegenseitig ergänzen.

Podcast „Curare, Kautschuk, Stevia – eine koloniale Spurensuche über das Pflanzensammeln" 

Der Verein des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika hat einen Podcast erstellt, bei dem es um die Kolonialgeschichte Botanischer Gärten und des Pflanzensammelns geht. Der Podcast ist für die Sekundarstufe II und die Erwachsenenbildung geeignet. In sechs Folgen werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Unter welchen Bedingungen fand Pflanzensammeln zu Zeiten des Kolonialismus statt? Was haben Botanische Gärten mit der Kolonialzeit und der Ausbeutung der Pflanzenwelt zu tun? Wie wurde mit dem Wissen um die Nutzung der Pflanzen umgegangen? Und welche Personen werden als „Entdecker" geehrt und welche nicht?

Unfairtobacco: Digitale Diashows und Quizze

Zigaretten machen krank – das ist weitgehend bekannt. Bei Unfairtobacco erfahren Kinder und Jugendliche, warum es beim Rauchen nicht nur um ihre eigene Gesundheit geht. Wo wird Tabak angebaut? Wer arbeitet eigentlich auf den Feldern? Wieso soll Tabak der Umwelt schaden? Und wenn das alles so schlimm ist, was kann man dagegen tun? Die kurzen Module eignen sich zum Einsatz in digitalen Lernräumen und als Hausaufgabe im online classroom, die von Lehrkräften selbst vergeben werden kann. Digitale Diashows für unterschiedliche Altersgruppen (Sek I, Sek II) geben einen Einblick in verschiedene Themen. Nach einem kurzen Video zum Abschluss können die Kinder und Jugendlichen ein Quiz machen, um ihr Wissen zu testen.

BIOPOLI: Online-Quizze

Das Jugendbildungsprojekt BIOPOLI von Agrar Koordination stellt Online-Lernangebote in Form von Quizzen, Lernsnacks und Sofa-Rallyes bereit. Neben den Fragen beinhalten die Angebote selbstverständlich auch die Antworten und bieten noch mehr Hintergrundinfos. Alle Online-Lernangebote eignen sich für den Distanzunterricht ab Klasse 9.

Online-Lernangebote aus dem Klimafrühstück von KATE e.V.

Essen und Klima schützen? Wie hängt das miteinander zusammen? Mit dem Bildungsangebot „Das Klimafrühstück - Wie unser Essen das Klima beeinflusst" bringt KATE e.V. diesen Zusammenhang seit 2006 Kindern und Erwachsenen näher. KATE e.V. ist seit über 30 Jahren eine Organisation der nachhaltigen Umweltbildung und des Lernens in globalen Zusammenhängen. Nun hat das Klimafrühstück-Team eine Reihe an Online-Angeboten herausgebracht, die problemlos in den schulischen Alltag oder im Homeschooling integriert werden können, um spielerisch entwicklungspolitische Themen zu behandeln.

Klimawandel macht Hunger! Unterrichtsmaterialien der Welthungerhilfe

Welche Auswirkungen haben unsere Ernährungsgewohnheiten auf den Klimawandel und damit vor allem auf die Lebensgrundlagen von Millionen von armen Menschen im Globalen Süden? Und wie sieht Essen mit Zukunft aus? Mit den neuen crossmedial angelegten Materialien der Welthungerhilfe können hochaktuelle Fridays-for-Future-Themen wie Lebensmittelverschwendung, Fleischkonsum, Saatgut und Landwirtschaft mit Zukunft schülerbezogen und handlungsaktiv im Unterricht aufgegriffen werden. Werden Sie ein Teacher for Future!
Download und kostenlose Bestellung im Klassensatz ist möglich.

Zum Schwerpunkt: Aktionen, Angebote, Fortbildungen
Vielfalt in Natur und Gesellschaft

Vielfalt ist mehr als Biodiversität. Die globale und vernetzte Weltgemeinschaft ist ohne kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt nicht vorstellbar. Mit dem Umweltbildungsprojekt „Faszination Vielfalt" möchte die Tropenwaldstiftung OroVerde junge Menschen befähigen, kulturelle, gesellschaftliche und biologische Vielfalt zu verstehen, zu begreifen und zu respektieren. Mit dem geplanten Projekt bringt OroVerde die Problematik des Biodiversitätsverlustes, aber auch die Chancen der gesellschaftlichen Vielfalt für deren Schutz in das Bewusstsein von Schüler*innen und in die Öffentlichkeit. Das Projekt will die Wichtigkeit des Themas für Schüler*Innen vermitteln und Mut machen, sich für Vielfalt einzusetzen und Verantwortung für globale Themen zu übernehmen.

Online-Workshop Wasser und Landwirtschaft

In dem Workshop „Zukunft ernten" wird die Landwirtschaft als ein Grund und zugleich als Lösung für die Klimakrise betrachtet und der Zusammenhang von Landwirtschaft und Wasserkreisläufen in den Mittelpunkt gestellt. Ausgehend von den eigenen Konsum- und Essgewohnheiten und der schwierigen Situation für deutsche Landwirt*innen, geht der Blick nach Afrika. Dort bringen die Partnerorganisationen des Weltfriedensdienst e.V. in Simbabwe und in Senegal die Wüste zum Blühen. Gemeinsam geht es um eine Analyse der Nebenwirkungen der Intensiv-Landwirtschaft in Süd und Nord und die Suche nach Alternativen. Während des Workshops beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler je nach Klassenstufe und Fachbezug mit der Frage, wie Landwirtschaft nachhaltig gestaltet werden kann.

Acker, Algen, Algorithmen. Der Lyrik- und Poetrywettbewerb

Unter dem Titel „Acker, Algen, Algorithmen" starten das Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie und das Onlinemagazin www.LizzyNet.de einen Lyrik- und Poetry-Wettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene. Gesucht werden Gedichte oder lyrische Kurzformate wie Haikus oder Elfchen von jungen Autorinnen und Autoren von 12 bis einschließlich 26 Jahren, in denen sie sich der Bioökonomie mit sprachlichen Bildern nähern. Ziel ist, sich mit dem Konzept biobasierter Produktions- und Konsumweisen für eine nachhaltigere Zukunft zu beschäftigen und Aspekte daraus unterhaltsam und verständlich einem breiten Publikum vorzustellen.
Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen

Ein starkes Bündnis für biologische Vielfalt

Zum Tag des Artenschutzes am 3. März haben Vertreter*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft den Verein „Food for Biodiversity" gegründet. Eine Million Arten sind laut einem Bericht des Weltbiodiversitätsrates vom Aussterben bedroht. Der Verlust der biologischen Vielfalt gehört neben dem Klimawandel zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Um den Negativtrend zu stoppen und Arten sowie Lebensräume besser zu schützen, haben 13 Unternehmen, Verbände, Standardorganisationen sowie ein Forschungsinstitut den Verein „Food for Biodiversity" gegründet.

Abschlusskommuniqué 2021 Pandemien und Klimawandel: Wie ernähren wir die Welt?

Corona erschwert den Kampf gegen den Hunger - Schätzungen gehen pandemiebedingt von 130 Millionen zusätzlichen Menschen aus, die hungern. 76 Agrarminister haben sich im Januar 2021 bei der 13. Berliner Agrarministerkonferenz beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf ein ambitioniertes Abschlusskommuniqué geeinigt, in der sie sich zu einer gemeinsamen Pandemiebekämpfung verpflichten. Die Erklärung ist ein wesentlicher Beitrag zum Food Systems Summit der Vereinten Nationen 2021.

Biodiversität

Biodiversität spielt beim Funktionieren von Ökosystemen eine große Rolle. Intakte Ökosysteme sorgen für fruchtbaren Boden, liefern uns Nahrung, sauberes Wasser, Holz, Substanzen zur Herstellung von Medikamenten etc. Mit dem Verlust an Biodiversität wird der vielfältige Nutzen geschmälert, den Menschen aus Ökosystemen ziehen. Das Themendossier „Biodiviersität" wurde von éducation21 mit Unterstützung des Forum Biodiversität realisiert. Es ist für alle Stufen einsetzbar.

Doppelstandards und Ackergifte von Bayer und BASF - Ein Blick hinter die Kulissen des internationalen Handels mit Pestizidwirkstoffen

In der neuen Studie des INKOTA-Netzwerks, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und PAN Germany wird gezeigt, dass Bayer und BASF tief im internationalen Geschäft mit hochgefährlichen Pestiziden und Pestizidwirkstoffen stecken. Dabei ermöglichen Doppelstandards den Konzernen die Vermarktung ihrer Pestizide und Wirkstoffe im globalen Süden, auch wenn diese in der EU aus Gesundheits- oder Umweltschutzgründen nicht mehr genehmigt oder verboten sind. Mindestens 33 Pestizidwirkstoffe vermarkten und entwickeln die deutschen Chemiegiganten, die eine akute Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellen. Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik „Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.


Zeitschrift Global Lernen zum Thema Digitalisierung

Die Zeitschrift Global Lernen von Brot für die Welt richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen. In der Ausgabe zum Thema Digitalisierung wird sich dem Thema von verschiedenen Seiten genähert und werden Impulse für eine Auseinandersetzung gegeben. Das Heft bietet analoge und digitale Arbeitsmaterialien für den direkten Einsatz im Unterricht, um diese komplexen Fragen und Diskussionen zum Thema Digitalisierung in die Schule zu bringen. Das Unterrichtsmaterial liegt sowohl in deutsch- als auch in englischsprachiger Version vor.

Zukunft. Global. Denken. SDGs fairbinden!

Im Rahmen des einjährigen Bildungsprojektes „Zukunft. Global. Denken. SDGs fairbinden!" sind insgesamt 24 Unterrichtseinheiten für die Jahrgänge 9 bis 12 entstanden. Das Projekt setzt an der interdisziplinären Schnittstelle zwischen Ethnologie und Soziologie/Umweltsoziologie an. Im Fokus stehen die Themen der Nachhaltigen Weltentwicklungsziele - Sustainable Development Goals (SDGs), die durch eine Kombination aus ethnologischem und entwicklungspolitischem Fachwissen sowie mit den Methoden und Materialien des Interkulturellen und Globalen Lernens behandelt werden.

„Plastic Pirates" auf Mission gegen den Plastikmüll

„Plastic Pirates - Go Europe!" ist eine länderübergreifende Citizen-Science-Aktion der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsministerien Deutschlands, Portugals und Sloweniens und findet im Rahmen ihrer Trio-Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union statt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung und den Schutz von Flüssen als natürliche Ressourcen zu stärken und den Mehrwert internationaler Forschungszusammenarbeit hervorzuheben. Die Aktion ruft Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren dazu auf, sich mit dem Thema Plastikmüll in der Umwelt – insbesondere in und an Gewässern unterschiedlicher Art – auseinanderzusetzen. Der nächste Aktionszeitraum läuft vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2021.

Future Fiction Kreativwettbewerb

Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Was wäre, wenn das die Zukunft ist? Wie sieht diese Zukunft aus? Stellen wir uns kurz vor: wir befinden uns in einem Jahr zwischen 2030 und 2040. Es wurden viele Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und wir haben es geschafft, die Erderwärmung zu stoppen. Wie sieht die Welt nun aus? Im Rahmen des Future Fiction Kreativwettbewerbs werden Menschen zwischen 13 und 23 Jahren gesucht, die ihre Vorstellung in einem Text oder Video darstellen möchten.

Mitreisende gesucht: Nicaragua-Reise im Rahmen der CIR-Klimagerechtigkeitskampagne

Die Christliche Initiative Romero (CIR) sucht Teilnehmer*innen für eine Reise nach Nicaragua im Frühjahr 2022, die im Rahmen der europaweiten Kampagne „Game On – Don't let climate change end the game!" stattfinden wird. Gemeinsam mit Aktiven aus der Klimabewegung aus ganz Europa soll es in dem mittelamerikanischen Partnerland der CIR zum Austausch über sozial gerechte Lösungsansätze im Kampf gegen die Klimakrise kommen. Zurück in Europa werden die Teilnehmer*innen der Reise ein Bewusstsein für die Perspektive der Menschen aus Mittelamerika schaffen. Aktive junge Menschen, die als Klimabotschafter*innen diese wichtige Mission unterstützen möchten, können sich bis zum 11. Mai bei der CIR bewerben.

Neues vom Blog EineWeltBlaBla


EineWeltBlaBla im April 2021

Seit Ende 2019 zerstört die Heuschreckenplage in Ostafrika die Ernten vieler Bäuer*innen. Was sich das kenianische Startup The Bug Picture überlegt hat, um den Bäuer*innen zu helfen und die Plage besser in den Griff zu bekommen, haben wir in unserem ersten Blogbeitrag des Monats erklärt. 

„An Frieden denken, heißt an die Kinder denken." Das hat schon Michail Gorbatschow gesagt. Und doch leben weltweit rund 426 Millionen Kinder in Konflikt- und Krisengebieten – fast jedes 5. Kind. Besonders schlimm ist die Lage in Syrien und im Jemen. Doch was bedeutet es im Bürgerkrieg aufzuwachsen

Vom 19. bis 25. April 2021 fand die diesjährige Fashion Revolution Week statt. Unter dem Hashtag #WhoMadeMyClothes forderten auch dieses Jahr wieder viele engagierte Menschen Unternehmen zu transparenten und verantwortungsvollen Lieferketten auf. Im Rahmen des Blogbeitrags haben wir viele spannende Aktionen vorgestellt und erklärt, wie jede*r Einzelne aktiv werden kann. 

Anlässlich der Veröffentlichung der Waldzerstörungs-Weltrangliste von WWF haben wir einen Blogbeitrag zu den Ursachen von Tropenwaldrodung verfasst. Dabei erklären wir, was Abholzung eigentlich genau mit unserer Ernährung zu tun hat und beleuchten, warum Soja, Palmöl und Rindfleisch die größten Waldzerstörer sind. 

In einem bewegenden Gastbeitrag bekommen wir die Geschichte von Abdulkarim und Wael erzählt. Durch die unermüdliche Unterstützung von Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. haben die zwei den langen Weg von Damaskus nach Mainz geschafft.

Zum Monatsende hin haben wir den Blick auf die Auswirkungen von Corona auf die Entwicklungszusammenarbeit gelegt. In unserem Blogbeitrag berichten wir über die aktuellen Schwerpunkte und Herausforderungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, beleuchten aber auch, wie die Länder des Globalen Südens selbst aktiv geworden sind, um die Auswirkungen der Pandemie abzufangen.

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Hier gelangen Sie zu einer Zusammenstellung aktueller Bildungsmaterialien.

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft

Die Datenbank Eine Welt Medien hat auch zum Schwerpunkt dieses Newsletters eine Empfehlungsliste mit Filmen zusammengestellt. Ob zu Ernährungssicherung, Bienen, Saatgut, Agrargifte oder Widerstand von Kleinbauern – zu sämtlichen Aspekten des komplexen Themenfeldes gibt es sehenswerte Dokumentarfilme. Alle Filme werden jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen aufgeführt.
Veranstaltungen
Digitalisierung verstehen und hinterfragen
05.05.2021 online
Welternährung neu denken. Interaktive Lehrerfortbildung zum weltweiten Ernährungswandel. Ein digitaler Workshop zum SDG2
05.05.2021 online One Health - Gesundheit für alle. Ein digitaler Workshop der DAHW zum SDG3
05.05.2021 online Nachhaltigkeitsziel 4: Bildung für alle – digitale Unterrichtsmaterialien mit offener Lizenz selbst erstellen
11.05.2021 online
Kinderarbeit und Kinderrechte weltweit. Ein Online-Workshop von Brot für die Welt zum SDG8
11.05.2021 online
Selbstreflexion, Intersektionalität und Diversitätsorientierung in der sozialen und pädagogischen Arbeit
11.05.2021 online
Online-Lehrkräftefortbildung: Methoden zur Klimakrise digital anwenden
18.05.2021 online Kinder haben Rechte - hier und überall. Ein Online-Workshop des Kindermissionswerks 'Die Sternsinger' zum SDG10
19.05.2021 online Der Nachhaltigkeit auf der Spur mit digitalen Schnitzeljagden (Actionbounds): Ein Bildungsangebot von Future Fashion zum SDG 11
19.05.2021 online Learn@Lunch: 17 Ziele kreativ und sichtbar - Generation Verantwortung? Youth Leadership und Bildung für Nachhaltige Entwicklung
20.05.2021 online
Online-Workshop zum SDG 4: Teilhabe möglich machen - Konzepte zur Umsetzung von Wirkensräumen von Bildung für Nachhaltige Entwicklung
20.05.2021 online Entwicklungspolitische Diskussionstage 2021
25.05.2021 - 26.05.2021 online Workshop: Kapitalismuskritische Perspektiven auf Globales Lernen
28.05.2021 online
Seminar für Multiplikator*innen: Vom Wissen zum Handeln - jetzt aber wirklich!
11.06.2021 - 13.06.2021 in Halle (Saale) Der Griff nach der Nahrung: Interessen der Märkte im Widerspruch zum Menschenrecht!
28.11.2021 - 03.12.2021 in Hattingen Vorschau Ausgabe Juni 2021: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende Mai 2021 zum Thema

Entwicklungserfolge / Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (SDG 17)

Zusendungen sind bis zum 21. Mai 2021 willkommen.
EWIK-Umfrage: Bitte bewerten Sie uns! Ihre Meinung ist gefragt:
Geben Sie dem Portal Globales Lernen Noten


Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  März 2021 SDG 2 - Hunger beenden

Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
Weitere Informationen und Bestellung Online-Newsletter



 
Der Newsletter informiert monatlich per E-Mail über Neuigkeiten aus dem Bereich der entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit.


Weitere Informationen und Bestellung Redaktion World University Service e.V. –
Eine Welt Internet Konferenz (EWIK)
Goebenstraße 35
65195 Wiesbaden    
                      
Telefon: +49 (0)611-40809694
Fax: +49 (0)611-446489
service@globaleslernen.de
www.globaleslernen.de

Dr. Kambiz Ghawami (V. i. S. d. P)

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des
über den


 



World Fair Trade Day | Unsere Wirtschaft muss sozial und ökologisch zukunftsfähig werden!

3. Mai 2021 - 13:06

Zum World Fair Trade Day fordern Forum Fairer Handel und Weltladen-Dachverband einen Fairen Aufbruch

 

Berlin/ Mainz, 3. Mai 2021 – Anlässlich des Internationalen Tages des Fairen Handels (zugleich Weltladentag) am 8. Mai rufen das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband die nächste Bundesregierung und Legislative zum Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft auf. Aus Sicht des Forum Fairer Handel bedarf es dafür dreier Säulen: einer Wirtschaft, die Menschen und Umwelt vor den Profit stellt; der Herstellung von Klimagerechtigkeit und Förderung bäuerlicher Landwirtschaft weltweit; einer internationalen (Handels)Politik, die ein menschenwürdiges Leben für alle ermöglicht. Unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel" geben hunderte Weltläden an ihrem traditionellen Aktionstag Impulse, wie die grundlegende Transformation unserer Wirtschaft gelingen und der Faire Handel als Kompass dafür dienen kann.

 

Die Welt steht vor enormen Herausforderungen. „Wir beobachten tiefgreifende sozio-ökonomische und ökologische Krisen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden viele davon weiter verschärfen", erklärt Andrea Fütterer, Vorsitzende des Forum Fairer Handel. Die soziale Ungleichheit nimmt immer weiter zu, sowohl global als auch hierzulande, Umweltzerstörung und Klimawandel schreiten voran. „Es ist offensichtlich: Unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist nicht zukunftsfähig. Die Welt braucht einen Tapetenwechsel, und zwar jetzt", konstatiert Anna Hirt, Kampagnenreferentin des Weltladen-Dachverbandes.

 

Ziel des geforderten fairen Aufbruches ist ein resilientes und zukunftsfähiges Wirtschafts- und Handelssystem, welches nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig ist. Die Prinzipien des Fairen Handels können dabei als Blaupause dienen. „Es muss Schluss sein mit dem Mantra der Alternativlosigkeit. Unsere Art des Wirtschaftens ist menschengemacht und kein Naturgesetz. Dass es anders geht, zeigt der Faire Handel. Die Politik kann Weichen für einen Umbau des Wirtschaftens stellen, sie muss nur wollen", betont Fütterer. Das Lieferkettengesetz ist ein erster Baustein auf diesem Weg. „Wir begrüßen die Einigung auf ein Lieferkettengesetz. Allerdings muss klar sein, dass Unternehmen Verantwortung entlang ihrer gesamten Lieferkette übernehmen müssen", fordert Hirt. Da der aktuelle Gesetzentwurf die unternehmerische Sorgfaltspflicht vollumfänglich nur für direkte Zulieferer vorsieht, müssen die Bundestagsabgeordneten den Entwurf zum Lieferkettengesetz dringend nachbessern.

 

Vor diesem Hintergrund laden die Weltläden am 8. Mai bundesweit unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel" dazu ein, selbst aktiv zu werden und den dringend benötigten Wandel mitzugestalten. Im Rahmen der Aktion #GönnDirWandel erhalten Bürger*innen Impulse, wie sie im eigenen Alltag zu mehr Solidarität, Nachhaltigkeit, Respekt, Gleichberechtigung, Transparenz und Dialog beitragen und wie sie sich politisch engagieren können.

 

Auch auf europäischer und globaler Ebene ruft die Fair-Handels-Bewegung unter dem Dach der Kampagne #BuildBackFairer zum Fairen Neustart nach der Pandemie auf: „Fair-Handels-Unternehmen setzen Menschen und Umwelt an erste Stelle. Im Sinne der globalen Solidarität haben sie sich dazu verpflichtet, die Welt während und nach der Pandemie gerechter zu gestalten. Nur wenn sich Menschen auf der ganzen Welt dieser Anstrengung anschließen, können wir die Welt wirklich zu einem besseren Ort machen", erklärt Roopa Mehta, Präsidentin der World Fair Trade Organization. 

 

Service

Forderungen des Forum Fairer Handel an Bundestag und Bundesregierung für die Legislaturperiode 2021-2025

Eine ausführliche Erläuterung dieser Forderungen enthält das Papier „Die Transformation fair gestalten – Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft" | Download Langfassung

Für einen schnellen Überblick empfehlen wir die zweiseitige Kurzfassung der Forderungen |  Download Kurzfassung

 

Aktion zum Weltladentag #GönnDirWandel

In Deutschland beteiligen sich am World Fair Trade Day/Weltladentag hunderte Weltläden in ganz Deutschland mit der Aktion „Wandel to go". Ihren nächsten Weltladen finden Sie unter: www.weltladen.de/ueber-weltlaeden/weltladen-finden

Informationen zur Aktion finden Sie unter www.weltladen.de/kampagne.

#BuildBackFairer

Das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband gehören der internationalen zivilgesellschaftlichen Allianz „Build Back Fairer" an. Deren Forderungen für die Transformation der Wirtschaft und des Handelssystems hin zu einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung können Sie hier aufrufen: Build Back Fairer Statement

 

Faire Woche 2021

Auch die Faire Woche 2021 widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit". Sie findet vom 10. bis 24. September statt. Informationen dazu erhalten Sie hier: www.faire-woche.de

  



Veranstaltung (online) "Kann die Religions- und Weltanschauungsfreiheit nachhaltige Entwicklung fördern?" | 17. Mai

3. Mai 2021 - 13:05

Einladung | Veranstaltung (online) "Kann die Religions- und Weltanschauungsfreiheit nachhaltige Entwicklung fördern?" | 17. Mai @font-face { font-family: 'Helvetica Neue LT-Black'; src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Black.eot'); src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Black.eot?#iefix') format('embedded-opentype'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Black.woff2') format('woff2'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Black.woff') format('woff'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Black.ttf') format('truetype'); font-weight: normal; font-style: normal; }@font-face { font-family: 'Helvetica Neue LT-Light'; src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Light.eot'); src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Light.eot?#iefix') format('embedded-opentype'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Light.woff2') format('woff2'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Light.woff') format('woff'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Light.ttf') format('truetype'); font-weight: normal; font-style: normal; }@font-face { font-family: 'Helvetica Neue LT-Medium'; src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Medium.eot'); src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Medium.eot?#iefix') format('embedded-opentype'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Medium.woff2') format('woff2'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Medium.woff') format('woff'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Medium.ttf') format('truetype'); font-weight: normal; font-style: normal; }@font-face { font-family: 'Helvetica Neue LT-Roman'; src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Roman.eot'); src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Roman.eot?#iefix') format('embedded-opentype'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Roman.woff2') format('woff2'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Roman.woff') format('woff'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Roman.ttf') format('truetype'); font-weight: normal; font-style: normal; }@font-face { font-family: 'Helvetica Neue LT-Thin'; src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Thin.eot'); src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Thin.eot?#iefix') format('embedded-opentype'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Thin.woff2') format('woff2'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Thin.woff') format('woff'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-Thin.ttf') format('truetype'); font-weight: normal; font-style: normal; }@font-face { font-family: 'Helvetica Neue LT-BoldOutline'; src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-BoldOutline.eot'); src: url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-BoldOutline.eot?#iefix') format('embedded-opentype'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-BoldOutline.woff2') format('woff2'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-BoldOutline.woff') format('woff'), url('https://proxy.giga-hamburg.de/fonts/HelveticaNeueLT-BoldOutline.ttf') format('truetype'); font-weight: normal; font-style: normal; }p:first-child{margin-top: 0;}p:last-child{margin-bottom: 0;}h1{margin-top: 0;}h2{margin-top: 0;}h3{margin-top: 0;}h4{margin-top: 0;}h5{margin-top: 0;}h6{margin-top: 0;} body{ margin: 0; padding: 0; }img{ border: 0px; display: block; }.socialLinks{ font-size: 6px; }.socialLinks a{ display: inline-block; }.long-text p{ margin: 1em 0px; }.long-text p:last-child{ margin-bottom: 0px; }.long-text p:first-child{ margin-top: 0px; } .ExternalClass, .ExternalClass p, .ExternalClass span, .ExternalClass font, .ExternalClass td, .ExternalClass div{ line-height: 100%; }.yshortcuts a{ border-bottom: none !important; }.vb-outer{ min-width: 0 !important; }.RMsgBdy, .ExternalClass{ width: 100%; background-color: #3f3f3f; background-color: #FAFAFA}[o365] button{ margin: 0 !important; }table{ mso-table-rspace: 0pt; mso-table-lspace: 0pt; }#outlook a{ padding: 0; }img{ outline: none; text-decoration: none; border: none; -ms-interpolation-mode: bicubic; }a img{ border: none; } #ko_doubleArticleBlock_1 .links-color a, #ko_doubleArticleBlock_1 .links-color a:link, #ko_doubleArticleBlock_1 .links-color a:visited, #ko_doubleArticleBlock_1 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: underline }#ko_textBlock_3 .links-color a, #ko_textBlock_3 .links-color a:link, #ko_textBlock_3 .links-color a:visited, #ko_textBlock_3 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: underline }#ko_gigaTitleBlock_5 .links-color a, #ko_gigaTitleBlock_5 .links-color a:link, #ko_gigaTitleBlock_5 .links-color a:visited, #ko_gigaTitleBlock_5 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: none }#ko_gigaTitleBlock_8 .links-color a, #ko_gigaTitleBlock_8 .links-color a:link, #ko_gigaTitleBlock_8 .links-color a:visited, #ko_gigaTitleBlock_8 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: none }#ko_gigaTitleBlock_2 .links-color a, #ko_gigaTitleBlock_2 .links-color a:link, #ko_gigaTitleBlock_2 .links-color a:visited, #ko_gigaTitleBlock_2 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: none }#ko_gigaTitleBlock_3 .links-color a, #ko_gigaTitleBlock_3 .links-color a:link, #ko_gigaTitleBlock_3 .links-color a:visited, #ko_gigaTitleBlock_3 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: none }#ko_gigaTitleBlock_1 .links-color a, #ko_gigaTitleBlock_1 .links-color a:link, #ko_gigaTitleBlock_1 .links-color a:visited, #ko_gigaTitleBlock_1 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: none }#ko_footerBlock_20 .links-color a, #ko_footerBlock_20 .links-color a:link, #ko_footerBlock_20 .links-color a:visited, #ko_footerBlock_20 .links-color a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: underline }#ko_imageBlock_1 a, #ko_imageBlock_1 a:link, #ko_imageBlock_1 a:visited, #ko_imageBlock_1 a:hover{ color: #3f3f3f; color: #0063a8; text-decoration: underline }



Einladung zur digitalen Veranstaltung

Kann die Religions- und Weltanschauungsfreiheit nachhaltige Entwicklung fördern? Inklusive Bildungssysteme im Fokus




Schülerinnen und Schüler beim Unterricht an der öffentlichen Schule in Kwali / Abuja, Nigeria, © Thomas Imo / photothek.net

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bildung, nachhaltige Entwicklung und Religions- sowie Weltanschauungsfreiheit stehen in einer engen, noch wenig untersuchten, Beziehung zueinander. Einerseits soll Bildung Pluralität, Respekt und Toleranz zwischen Angehörigen verschiedener Religionen oder Weltanschauungen fördern. Dies geschieht zum Beispiel durch Aufklärung und Begegnungen, die eine religionsbezogene Diskriminierung, Stereotype und Vorurteile abbauen. Andererseits können Bildungssysteme das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit auch gefährden. Dies gilt etwa dann, wenn Zugangsbeschränkungen zu Bildungssystemen aufgrund einer Religionszugehörigkeit bestehen, Curricula und Bildungsmaterialien zur Dominanz bestimmter religiöser Überzeugungen führen oder sogar eine bestimmte religiöse Bildung für alle Schulkinder verpflichtend ist.  

  • Wie kann das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit in staatlichen Bildungssystemen weltweit gestärkt werden? 
  • Was kann getan werden, damit Religions- und Weltanschauungsfreiheit im Bildungswesen zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele beitragen kann? 
  • Welche Chancen und Herausforderungen bestehen dabei für religiöse und weltanschauliche Gruppen? 
  • Welche Rolle spielen religiöse Akteure im Bildungswesen? 
  • Welche Ansätze können progressive Strömungen von religiösen und weltanschaulichen Gruppen im Bildungswesen stärken? 

Anknüpfend an den zweiten Bericht der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit möchten wir an der Schnittstelle von Politik und Wissenschaft diese und weitere Fragen gern mit Ihnen diskutieren. Wir tun dies in einer Kooperation des Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit mit dem GIGA und laden Sie herzlich zur Teilnahme an dem virtuellen Fachaustausch ein.  

Montag, 17. Mai 2021 | 16:00-17:30 Uhr (MEZ)
GIGA | ONLINE

Referent:innen:
Markus Grübel MdB ist Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit.

Dr. des Amanda tho Seeth ist Post Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitarbeiterin im GIGA Projekt "Freedom and Development? Religious Actors, Freedom of Belief and Religion, and Sustainable Development".

Dr. Hamideh Mohagheghi ist Sprecherin des Rat der Religionen, Hannover und Mitglied des Vorstands von Religions for Peace Deutschland.

Prof. Dr. Matthias Basedau ist Direktor des GIGA Institut für Afrika-Studien.

Moderation:
Dr. Zrinka Štimac ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Eckert-Institut, Leibniz-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GIE).

Hier finden Sie den Teilnahmelink.

Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache abgehalten.

Das GIGA nimmt die Coronavirus-Situation sehr ernst: Bis auf weiteres finden alle Veranstaltungen des GIGA ausschließlich im digitalen Raum statt und das Team GIGA arbeitet von zu Hause aus.

 



 

I


 


 

Frauen verlieren durch COVID-19 weltweit über 800 Milliarden an Einkommen

30. April 2021 - 14:49

Frauen verlieren durch COVID-19 weltweit über 800 Milliarden US-Dollar an Einkommen

Ökonomische Verluste von Frauen entsprechen dem Nationaleinkommen von 98 Ländern

Berlin, 29.04.2021. Weltweit hatten Frauen durch die COVID-19-Krise im vergangenen Jahr Einkommensverluste von mindestens 800 Milliarden Dollar. Das ist mehr als das Bruttonationalkommen von 98 Ländern zusammen. 64 Millionen Frauen verloren ihren Arbeitsplatz, ein Jobverlust von 5 Prozent, verglichen mit 3,9 Prozent bei den Männern. Das zeigt eine Berechnung der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld des diesjährigen 1. Mai. Oxfam fordert mehr Investitionen in öffentliche Systeme für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung.

Oxfams Kalkulation beruht auf Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und ist eine konservative Schätzung. Weltweit arbeiten Frauen überproportional häufig in Berufen, die zwar für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft unerlässlich sind, jedoch häufig schlecht bezahlt, wenig wertgeschätzt und von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen. Dies gilt unter anderem für den Einzelhandel, den Tourismus oder die Gastronomie sowie das Sozial- und Gesundheitswesen. In Südasien, Afrika und Lateinamerika arbeiten Frauen zudem vielfach in informellen Arbeitsverhältnissen, etwa auf Märkten oder als Haushaltshilfen.

Mehr Pflege, weniger Einkommen – Frauen doppelt gestraft

Frauen sind in der Pandemie auch deshalb häufiger von Einkommensverlusten betroffen, weil sie den Löwenanteil unbezahlter Pflege- und Fürsorgearbeit leisten. Sie verkürzen ihre Arbeitszeit oder steigen vorübergehend ganz aus dem Berufsleben aus, um kranke Angehöriger zu pflegen oder während der Schulschließungen ihre Kinder zu betreuen. Schon vor dem Ausbruch des Virus leisteten Frauen und Mädchen täglich 12,5 Milliarden Stunden unbezahlte Betreuungsarbeit.

„Frauen sind in der Pandemie doppelt gestraft. Sie schultern noch mehr unbezahlte Betreuungsarbeit und verlieren gleichzeitig an Einkommen. Wie selbstverständlich springen Frauen ein, wenn Alte und Kranke gepflegt oder Kinder betreut werden müssen. Doch das ist nicht selbstverständlich, sondern eine gesellschaftliche Erwartung, die den Frauen durch sexistische Normen auferlegt wird. Frauen federn die gesellschaftliche Wucht der Pandemie ab – und bleiben dabei selbst auf der Strecke", kritisiert Sandra Dworack, Entwicklungsexpertin von Oxfam Deutschland.

47 Millionen Frauen zusätzlich in extremer Armut

Die Vereinten Nationen schätzen, dass im Jahr 2021 weltweit zusätzlich 47 Millionen Frauen in extreme Armut geraten werden und mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag auskommen müssen. Nach einer Kalkulation des Weltwirtschaftsforums (WEF) wird es eine Generation länger dauern, um den Global Gender Gap zu schließen, der die Unterschiede bei der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Teilhabe von Frauen und Männern bemisst. Dem WEF zufolge wird es wegen der Einbußen von Frauen in der Pandemie statt 99,5 Jahre nun 135,6 Jahre dauern, die Lücke zwischen den Geschlechtern zu schließen.

Obwohl einige Regierungen positive Maßnahmen ergriffen haben, um die wirtschaftliche und soziale Situation von Frauen in der Pandemie zu verbessern, bleibt die Reaktion der meisten Staaten höchst unzureichend: Nur 11 Länder haben für Beschäftige mit Betreuungsaufgaben kürzere oder flexible Arbeitszeitregelungen geschaffen, und 36 Länder bessere Bedingungen für Lohnfortzahlung bei pflegebedingten Arbeitsausfällen.

„Eine Erholung von COVID-19 ist unmöglich, ohne dass sich die Frauen erholen. Es gilt, die Wirtschaft nach der Pandemie geschlechter- und klimagerecht zu gestalten und soziale Ungleichheit insgesamt abzubauen", erklärt Sandra Dworack. Oxfam fordert von den Regierungen weltweit eine Stärkung öffentlicher Bildungseinrichtungen und Gesundheitsversorgung sowie sozialer Sicherungssysteme.

 

Hinweise:

  • Fotos und Geschichten von berufstätigen Frauen und Müttern, die von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie betroffen sind, finden Sie hier.
  • Globale Daten zu Arbeitsplatzverlusten von Frauen und Männern: https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/@dgreports/@dcomm/documents/briefingnote/wcms_767028.pdf (siehe S. 9/10)
  • Daten zu informellen Arbeitsverhältnissen: https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/@dgreports/@dcomm/documents/briefingnote/wcms_743146.pdf
  • Methodische Anmerkungen zur Berechnung der Einkommensverluste: Der oben genannte Gesamteinkommensverlust von Frauen ist eine Schätzung auf Grundlage von Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Um die Einkommensverluste zu ermitteln, hat Oxfam zunächst das durchschnittliche Einkommen von Frauen weltweit geschätzt und diese Zahl mit der Anzahl der in den Jahren 2019 und 2020 arbeitenden Frauen multipliziert. Die monatlichen Verdienstdaten der ILO umfassen fünfzig Länder, die jede Region der Welt repräsentieren. Um den Jahresverdienstwert zu ermitteln, hat Oxfam die monatlichen Durchschnittswerte mit zwölf multipliziert. Es wird dabei ein konstantes durchschnittliches Jahreseinkommen angenommen (2019 ist das letzte Jahr, für das Daten verfügbar sind). Die Kalkulation ist eine konservative Schätzung, da sie informelle Beschäftigungsverhältnisse und Einkommensausfälle aufgrund reduzierter Arbeitszeiten nicht berücksichtigt. Ein blinder Fleck ist außerdem das Ausmaß wirtschaftlicher Ungleichheit unter Frauen. Die ILO weist zudem darauf hin, dass die Daten auf nationalen Statistiken beruhen und deshalb nicht für Ländervergleiche oder Ranglisten verwendet werden sollten.


Corona-Krise in Indien spitzt sich zu

30. April 2021 - 14:47
(Optional) Dieser Text erscheint NUR in der Vorschau, jedoch nicht der Haupt-E-Mail .

30.04.2021 | Pressemitteilung

Welthungerhilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit
Corona-Krise in Indien spitzt sich zu

Bonn/Berlin, 30.4.2021. Die Lage der Menschen in Indien wird täglich verzweifelter. Die Zahl der Infizierten und Toten insbesondere in den Städten steigt dramatisch und das medizinische System ist komplett zusammengebrochen. Auch in den ländlichen Regionen verschlechtert sich die Situation massiv. Die Welthungerhilfe beklagt, dass die Ärmsten in den Städten und auf dem Land erneut am stärksten betroffen sind.

„Gerade die Ärmsten können sich am wenigsten schützen und zu Hause bleiben. Sie müssen täglich auf Arbeitssuche gehen oder auf den Feldern arbeiten, denn sonst haben sie kein Einkommen und keine Nahrung zum Überleben. Gleichzeitig ist auf dem Land die Unwissenheit über das Virus hoch und Schutzregeln werden auch aus der Not heraus nicht befolgt. Aus Angst vor Ansteckung verlieren kranke Familien die Unterstützung und Solidarität der Nachbarn“, beschreibt Nivedita Varshneya, Landesdirektorin der Welthungerhilfe in Delhi die Lage.

Die Welthungerhilfe geht davon aus, dass sich die Krise auf die Nachbarländer ausweitet: In Pakistan, Nepal, und Afghanistan schnellen die Infektions- und Todeszahlen ebenfalls hoch und die Gesundheitssysteme sind überlastet. „Das Virus samt seiner Mutationen macht vor Grenzen nicht halt. Deshalb benötigen wir dringend mehr Impfstoffe in Indien wie auch in allen Ländern des globalen Südens. Ich appelliere auch an die deutsche Regierung, endlich die Patentrechte für die Herstellung der Impfstoffe zeitweise aufzuheben“, fordert Varshneya. 

Die Welthungerhilfe bereitet mit ihren Partnern die Versorgung notleidender Familien durch Nahrungsmittel oder Bargeld vor. Außerdem unterstützt sie in verschiedenen Distrikten die lokalen Stellen bei der Einrichtung von Quarantänestellen sowie bei Aufklärungskampagnen. Gleichzeitig werden Hotlines und Anlaufstellen auf dem Land aufgebaut, um nötige Informationen zum Impfen und anderen Schutzmaßnahmen bereitzustellen.

Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen: https://www.welthungerhilfe.de/corona-spenden/corona-indien

Unsere Landesdirektorin sowie weitere deutschsprachige Mitarbeiter stehen für Interviews zur Verfügung.

Weitere Informationen sowie Fotos zum Download finden Sie unter
www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.



???? Writing the story of 2026, together - CONCORD Newsletter April 2021

30. April 2021 - 14:46
Director's blog WRITING THE STORY OF 2026, TOGETHER

As CONCORD prepares its new four-year strategy, which will run from 2023-2026, I've been giving some thought as to how our external environment is changing. What does that mean for the role of the Confederation and how we may need to adapt to be able to work in that context, especially given our ambition to do more than react to an EU-set agenda?

The pandemic particularly brought to light or reinforced certain changes in the international arena - including the EU's role in that arena - while directly impacting on our ability to realise our most basic rights. All these changes mark a leap towards a future in which transformative, systemic change and the goal of a more equal world become significantly more difficult to achieve.

We must draw the strands together to consider which scenarios are possible – over the years to 2026 – and what role CONCORD should play in ensuring that we can write the future of 2026, together.


Tanya Cox,
CONCORD Director


Read more

CONCORD NEWS OF THE MONTH PRESS RELEASE: EU ODA UP, BUT FAR FROM LEVELS PROMISED AND NEEDED AMID INTERNATIONAL CRISES The figures offer the first tangible evidence of the global pandemic's impact on EU ODA. In absolute terms, according to the OECD DAC, EU aid increased by 7.8% (72.7 billion USD) compared to 2019. But this is not yet a reason to celebrate: EU ODA levels are still very far from the level of development financing required. 

Our press release REACTION TO THE EU TRADE STRATEGY The review of the EU's Trade Strategy was an opportunity for the EU to use its leadership in the multilateral trade system to accelerate worldwide progress on the implementation of the 2030 Agenda and the Paris Agreement. This analysis identifies 12 key improvements to the reviewed EU Trade Strategy to move towards an economy that ensures well-being for the people and planet.

Our analysis REGIONAL ALLIANCES APRIL NEWSLETTER Our work on Regional Alliances aims to ensure the EU and Member States engage with partner regions in human rights-based partnerships that prioritise sustainable development and tackle inequalities, with increased space and role for civil society. In these newsletters, aimed to be shared monthly, you will get the chance to catch up on our advocacy activities and to learn more about what's to come.
  Our newsletter UPDATES FROM OUR NETWORK SOLIDAR OFFICE RENTAL OFFER IN BRUSSELS The pandemic will forever change the world of work and the need to find new office solutions that are flexible enough to offer both stability and creativity for individual and collective processes. SOLIDAR has just entered centrally located, newly renovated offices at Av. des Arts 50 (1000 – Brussels) and are looking for a sister organisation or movement to join them. 

Learn more THE COVID-19 PANDEMIC AND RELATED CRISES CALL FOR HIGHER LEVELS OF ODA In a joint statement, 76 civil society organisations across the world, including CONCORD and many of our members, called on OECD/DAC countries to fulfill and exceed the 0.7% target for ODA and the 0.15% to 0.2% target for Least Developed Countries (LDCs), prioritising unconditional grants and technical support.

Learn more EVENTS Unless stated differently the following events are taking place online. CONCORD FOCUS: EU ODA, MIGRATION AND GLOBAL EUROPE INSTRUMENT


Conditionality on migration remains a controversial discussion, high on the EU political agenda. The findings and recommendations of a new CONCORD's paper regarding the implementation of the Global Europe instrument 10% allocation for migration-related actions will be presented in this webinar. 

When: 5 May 2021, 15:30 - 17:00 (CET)
Registrations: open until 30 April via this link 
Hosted by: CONCORD Europe CONCORD FOCUS: EU BLENDED FINANCE IN THE LEAST DEVELOPED COUNTRIES


As LDCs contexts have been more challenging, blending should not come at the expense of other concessional finances in LDCs and other vulnerable countries. This webinar aims to bring together some key principles that ODA channelled through blending in LDCs must respect. The findings and recommendations of a new CONCORD's paper will be presented.

When: 26 May 2021, 15:30 - 17:00 (CET)
Registrations: open until 7 May via this link 
Hosted by: CONCORD Europe INNOVATIVE PARTNERSHIP IN EU EXTERNAL ACTION: THE ROLE OF SUSTAINABLE AND INCLUSIVE BUSINESSES


CONCORD organises, together with FTAO, WFTO, Cooperatives Europe and other partners, a session during the EU Social Economy Summit. We will discuss with representatives from the European Commission, European Parliament, business and civil society and aim to present the findings and recommendations from our 'Mind our business' report.

When: 26 May 2021, 11:30 - 13:00 (CET)
Registrations: via this link
Hosted by: EU Social Economy Summit   JOB OPPORTUNITIES Advocacy Coordinator
Organisation: EU-CORD
Deadline: 4 May 2021 Communication and Media Assistant
Organisation: CONCORD
Deadline: 9 May 2021 Programme Manager, Coasts and Deltas
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Senior Communications Officer, Mangroves
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Partnerships Manager, Europe
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Partnerships Manager, Africa
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Senior Technical Officer, Wetland Carbon Developer
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Head of Communications and Advocacy
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Advocacy Officer, Climate
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Project Controller
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 CALLS FOR PROPOSALS & OPPORTUNITIES The latest open calls for proposals from DG INPTA

From 24 March 2021 to 24 April 2021 Add your news Want to change how you receive these emails?
You can update your preferences or unsubscribe from this list.
For more information, you can consult our Privacy Policy.

Disclaimer: CONCORD cannot guarantee that information from external sources and links contained on this site is up to date or be responsible for external content contained in website links.





Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde

28. April 2021 - 13:38
Karlsruhe erklärt Klimaschutzgesetz teilweise für verfassungswidrig und stärkt Rechte der jungen Generation... ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
­ News und Hintergründe zu Klima | Landwirtschaft | Unternehmensverantwortung | Bildung ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ EILMELDUNG: Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Pressemitteilung ­ ­ ­ ­ Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Karlsruhe erklärt Klimaschutzgesetz teilweise für verfassungswidrig und stärkt Rechte der jungen Generation ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Berlin (29. April 2021). Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem heutigen Beschluss die Verfassungsbeschwerde von neun Jugendlichen für eine menschenwürdige Zukunft in weiten Teilen akzeptiert: Die Freiheits- und Grundrechte werden bereits heute durch unzureichenden Klimaschutz verletzt. Der Gesetzgeber muss das Klimaschutzgesetz bis Ende nächsten Jahres nachbessern.

Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg), die die jungen Menschen vertritt, kommentiert die Entscheidung: „Das Bundesverfassungsgericht hat heute einen global beachtlichen neuen Maßstab für Klimaschutz als Menschenrecht gesetzt. Es hat die extreme Krisensituation beim Klimaschutz erkannt und die Grundrechte generationengerecht ausgelegt. Der Gesetzgeber hat jetzt einen Auftrag für die Festlegung eines schlüssigen Reduktionspfads bis zur Erreichung der Treibhausgasneutralität. Abwarten und verschieben von radikalen Emissionsreduktionen auf später ist nicht verfassungskonform. Klimaschutz muss heute sicherstellen, dass zukünftige Generationen noch Raum haben."

Sophie Backsen, eine der jungen Beschwerdeführer:innen, erlebt schon heute die Folgen der Klimakrise auf ihrer Heimatinsel Pellworm: „Die Entscheidung der Gerichts ist ein Riesenerfolg für uns junge Menschen, die wir schon jetzt von der Klimakrise betroffen sind - ich freue mich sehr! Es ist klar geworden, dass wesentliche Teile des Klimaschutzgesetzes nicht mit unseren Grundrechten vereinbar sind. Wirksamer Klimaschutz muss jetzt beginnen und umgesetzt werden - nicht erst in zehn Jahren. Nur so kann meine Zukunft auf meiner Heimatinsel gesichert werden. Die Entscheidung gibt mir Rückenwind, weiterzukämpfen."

Luisa Neubauer von Fridays for Future ist ebenfalls eine Beschwerdeführerin: „Klimaschutz ist nicht nice-to-have - gerechter Klimaschutz ist Grundrecht, das ist jetzt offiziell. Ein Riesen Erfolg - für alle und besonders für uns junge Menschen, die seit über zwei Jahren für ihre Zukunft klimastreiken. Wir werden nun weiter kämpfen, für eine generationengerechte 1,5 Grad Politik."

Germanwatch hat die Verfassungsbeschwerde unterstützt.
Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch:
"Das bahnbrechende Urteil des Bundesverfassungsgerichts legt den Schutz der Grundrechte endlich generationengerecht aus. Die Freiheit und Grundrechte von morgen dürfen nicht durch unsere Emissionen heute verheizt werden – es gibt die Verpflichtung, diesen Schutz durch ein wissenschaftsbasiertes Klimaschutzgesetz zu gewährleisten. Der Grundrechtsschutz gilt auch für betroffene Menschen im globalen Süden. Dieses Urteil wird ein zentraler Bezugspunkt für alle Klimaklagen, die weltweit anhängig sind."

Die insgesamt vier Verfassungsbeschwerden richten sich gegen das 2019 verabschiedete Klimaschutzgesetz der deutschen Bundesregierung. Die Kläger:innen sind Jugendliche und Erwachsene aus dem In- und Ausland. Sie werden unterstützt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Solarenergie-Förderverein Deutschland, von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sowie von Greenpeace, Germanwatch und Protect the Planet. Mit ihren Verfassungsbeschwerden verleihen sie ihrer Kritik Nachdruck, dass die Ziele und Maßnahmen des Klimaschutzgesetzes nicht ausreichen, um ihre Grundrechte wirksam vor den Folgen der Klimakrise zu schützen sowie die Verpflichtungen aus dem Pariser Klima-Abkommen zu erfüllen. Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin war vorausgegangen – und lieferte wichtige Grundlagen für das heutige Urteil.

Aktenzeichen: 1 BvR 288/20 ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Folgen Sie uns auf: ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Germanwatch e.V. | info@germanwatch.org | www.germanwatch.org
Büro Bonn: Dr.Werner-Schuster-Haus | Kaiserstr. 201
D-53113 Bonn | Tel. +49 (0)228 / 60 492-0
Büro Berlin: Stresemannstr. 72 | D-10963 Berlin | Tel. +49 (0)30 / 28 88 356-0
Vereinsregistereintrag: 20 VR 6173, Bonn | St.Nr.: 205/5783/2229 ­ SPENDEN - Ihre Spende an Germanwatch e.V. kann steuerlich geltend gemacht werden.
Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft AG | IBAN: DE33 1002 0500 0003 2123 00 ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Gerechte Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut zu verringern

27. April 2021 - 18:54

Das UN-Ziel zur Beseitigung extremer Armut bis 2030 wird bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung deutlich verfehlt.
  • Ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen und die Reduktion extremer Armut können Hand in Hand gehen.
  • Hierfür ist eine Kombination aus nationaler Umverteilung von Einnahmen aus Emissionspreisen und internationaler Klimafinanzierung notwendig.

Gerechte Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut zu verringern

Ambitionierte Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut in Entwicklungsländern zu reduzieren. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von Forschenden des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) - ein Ergebnis, das im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme steht, dass die Eindämmung des Klimawandels mit einem Kompromiss bei der Bekämpfung von Armut einhergeht. Um Klimapolitik und Armutsbekämpfung zu einer Win-Win-Situation für Planet und Mensch zu machen, sind eine progressive Verteilung der Einnahmen aus Emissionspreisen und eine faire internationale Lastenteilung entscheidend.

"Klimapolitik schützt die Menschen vor den Folgen des Klimawandels wie extremen Wetterereignissen oder Ernteausfällen. Sie kann aber auch zu höheren Energie- und Nahrungsmittelpreisen führen", so Bjoern Soergel vom PIK, Hauptautor der Studie. "Dies könnte eine zusätzliche Belastung vor allem für arme Bevölkerungsschichten weltweit darstellen, die ohnehin schon anfälliger für Klimafolgen sind. Armutsbekämpfung muss daher in die Gestaltung der Klimapolitik einbezogen werden."

In der Studie, die in Nature Communications veröffentlicht wurde, berechnen die Potsdamer Forscher, dass im Jahr 2030 noch etwa 350 Millionen Menschen in extremer Armut (d.h. mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag) leben werden, wenn die derzeitige sozioökonomische Entwicklung anhält - und diese Zahl berücksichtigt noch nicht einmal die COVID-19-Pandemie oder die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Das UN-Ziel für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goal, kurz SDG), extreme Armut bis 2030 zu beseitigen, wird damit deutlich verfehlt. Bei einer ehrgeizigen Klimapolitik, die dem 1,5°C-Ziel aus dem Pariser Abkommen entspricht, könnten sogar zusätzliche 50 Millionen Menschen in extremer Armut verbleiben.

"Um dies zu vermeiden sollten wir die Bepreisung von Emissionen mit einer progressiven Verteilung der Einnahmen daraus kombinieren", so Soergel weiter. Dies könnte über eine Klimadividende" erreicht werden: Die Einnahmen werden zu gleichen Teilen an alle Bürger zurückgegeben, wodurch ärmere Haushalte mit typischerweise geringeren Emissionen insgesamt profitieren. Zusätzlich empfiehlt die Studie internationale Klima-Finanztransfers von Industrieländern an Entwicklungsländer. „Zusammengenommen könnte dies tatsächlich den Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Armutsbekämpfung auflösen und in eine Synergie verwandeln", so Soergel. 

Mit oder ohne? Die Auswirkungen nationaler Umverteilungspolitik auf die Armut

Um zu diesen Ergebnissen zu kommen, modellierten die Forscher zunächst eine globale Klimapolitik bestehend aus höheren Emissionspreisen in Industrieländern und zunächst niedrigeren Preisen in Entwicklungsländern. Weiterhin untersuchten sie, wie sich die globale Armut ohne und mit progressiver Verteilung der Einnahmen aus den Emissionspreisen entwickelt.

Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Umverteilung dieser Einnahmen die negativen Auswirkungen von Klimapolitik auf Armut abmildern kann. Insgesamt würde dies sogar zu einer Reduzierung von extremer Armut um etwa 6 Millionen Menschen im Jahr 2030 führen.  Es zeigt sich aber auch, dass die nationalen Einnahmen in den meisten Ländern in Subsahara-Afrika nicht ausreichen würden, um die Auswirkungen ambitionierter Klimapolitik auszugleichen – also gerade in der Weltregion, in der auch extreme Armut am weitesten verbreitet ist.

Finanztransfers von Industrie- zu Entwicklungsländern

In einem zweiten Schritt betrachteten die Wissenschaftler deshalb die internationale Lastenteilung. Ko-Autor Nico Bauer erklärt: "Um die Kosten des Klimaschutzes gerecht zu verteilen, sollten Industrieländer Entwicklungsländer finanziell unterstützen." Laut der Studie würde bereits ein kleiner Teil der Einnahmen aus den Emissionspreisen (ca. 5%) der Industrieländer ausreichen, um die negativen Auswirkungen von Klimapolitik auch in Subsahara-Afrika mehr als auszugleichen. Diese finanzielle Transferleistung könnte zu einer Reduktion der globalen Armut um rund 45 Millionen Menschen im Jahr 2030 führen. "Die Kombination von nationaler Umverteilung der Einnahmen aus Emissionspreisen mit internationalen Finanztransfers könnte somit ein wichtiger Ansatzpunkt für eine faire und gerechte Klimapolitik in Entwicklungsländern sein", folgert Elmar Kriegler, Ko-Autor der Studie. "Dabei ist wichtig, auch über das Jahr 2030 hinauszuschauen und langfristig darauf hinzuarbeiten, extreme Armut zu beseitigen."


Artikel: Bjoern Soergel, Elmar Kriegler, Benjamin Leon Bodirsky, Nico Bauer, Marian Leimbach, Alexander Popp (2021): Combining ambitious climate policies with efforts to eradicate poverty. Nature Communications. DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-021-22315-9

Weblink zum Artikel, sobald er veröffentlicht ist: https://www.nature.com/articles/s41467-021-22315-9  

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), 27.04.2021

Deutschland und die Welt rüsten hemmungslos auf - trotz Corona und Klimakatastrophe

26. April 2021 - 22:55
Deutschland und die Welt rüsten hemmungslos auf - trotz Corona und Klimakatastrophe: Netzwerk Friedenskooperative fordert Umdenken Das Netzwerk Friedenskooperative kritisiert die weltweit zunehmenden Militärausgaben, die laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI auch 2020 erneut gestiegen sind und 1.981 Milliarden US-Dollar betrugen. Auch Deutschland beteiligte sich im vergangenen Jahr an dieser Rüstungsspirale und hob seine Ausgaben auf über 52 Milliarden US-Dollar an.

Das Netzwerk Friedenskooperative fordert die jetzige und besonders die kommende Bundesregierung auf, der Aufrüstung ein Ende zu setzen, der 2% Zielvorgabe der NATO eine klare Absage zu erteilen und Schritte hin zu einer konsequenten Abrüstung einzuleiten. Dies würde Gelder freigeben für Investitionen, die es dringend braucht in zivilen Bereichen, wie dem Bildungs- oder Gesundheitssektor oder für den Klimaschutz und die Armutsbekämpfung.

Weitere Aufrüstung ungeachtet der globaler Krisen
1.981 Milliarden Dollar für Rüstung auszugeben bedeutet, dass 2,4 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung für Rüstungsgüter verschwendet werden. Zum Vergleich: Der Haushalt der Vereinten Nationen beträgt lediglich rund 3 Milliarden US-Dollar im Jahr. Auch Deutschland trägt dazu bei, dass sich die Rüstungsspirale immer schneller dreht und gab 2020 rund 52,8 US-Dollar für Krieg und Militär aus, was einer Steigerung von 5,2 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Angesichts globaler Krisen setzen viele Staaten mit einer Erhöhung der Rüstungsausgaben komplett falsche Prioritäten. So nimmt beispielsweise die Zahl von hungernden Menschen weltweit zu. Im Jahr 2019 litten laut UNICEF rund 690 Millionen Menschen Hunger, Tendenz steigend. Statt Geld auszugeben um sich gegenseitig zu bekämpfen, sollten die Staaten mit diesem Geld besser Hunger, Pandemien und den Klimawandel bekämpfen.

Aktiv für Abrüstung einsetzen
Die Friedensbewegung wird sich im Jahr der Bundestagswahl vielfältig für Abrüstung einsetzen und so den Druck auf die Politik erhöhen, damit diese konkrete Schritte hin zu einer konsequenten Abrüstung umsetzt. Ein Großteil der Bevölkerung lehnt Rüstungsprojekte, wie beispielsweise die Beschaffung neuer atomwaffenfähiger Kampfflugzeuge, ab. So ist für Anfang September eine Menschenkette am Atomwaffenstandort Büchel geplant. Aktuell läuft bereits eine Plakataktion des Netzwerk Friedenskooperative um darauf aufmerksam zu machen, dass vielen Menschen das Thema Abrüstung wichtig ist.

Weitere Hinweise
Weitere Infos zum SIPRI-Bericht sind zu finden unter:
https://sipri.org/media/press-release/2021/world-military-spending-rises-almost-2-trillion-2020

Veranstaltungshinweis: Webinar zu den SIPRI-Zahlen 2020; am 28.04.2021von 16 bis 17 Uhr via Zoom; Veranstalter: IPB und Global Campaign on Military Spending. Weitere Infos unter: https://www.friedenskooperative.de/termine/online-sipri-zahlen-2020-zu-weltweiten-und-deutschen

Weitere Veröffentlichungen aus der Friedensbewegung Pressemitteilung
IPPNW, IALANA und IPB vom 26-04-2021: Abrüstung ist das Gebot der Stunde – Plädoyer für eine neue Sicherheitspolitik: https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/abruestung-ist-das-gebot-der-stunde.html

Überschwemmungen: Es trifft die ärmsten Familien

26. April 2021 - 22:52
Überschwemmungskatastrophen nehmen weltweit zu. Kinder brauchen schnelle Hilfe. Be Liebe*r UNICEF-Freund*in,

die Sandsäcke konnten das Wasser nicht abhalten, sie wurden einfach überschwemmt. Das Foto, das Sie oben sehen, ist kürzlich in Burundi entstanden. Schwere Regenfälle ließen dort Flüsse über die Ufer steigen, ganze Dörfer standen unter Wasser. Infolge des Klimawandels nehmen Überschwemmungskatastrophen wie in Burundi zu. Familien bleibt oft nichts als die Flucht. Sie stehen nach der Flut vor dem Nichts.
Ich möchte helfen Ob in Burundi, Kambodscha oder Mosambik, es trifft die ärmsten Familien. Ihre Häuser halten den Fluten nicht stand, werden zerstört oder weggeschwemmt. Ernten auf den Feldern verderben.

„Kinder haben nichts mehr zu essen, kein sauberes Wasser und können nicht mehr zur Schule gehen"
, berichtet UNICEF-Helfer Daniel Spalthoff in unserem Video aus Burundi, das Sie hier anschauen können.

Bei Überschwemmungskatastrophen brauchen Familien deshalb schnelle Hilfe. Jetzt spenden & helfen UNICEF versorgt Kinder rasch mit dem Nötigsten, beispielsweise mit Trinkwasser. Das ist wichtig, denn im angespülten Wasser breiten sich oft lebensgefährliche Krankheitserreger aus. Liebe*r UNICEF-Freund*in, in vielen Regionen Asiens drohen im Sommer in der Monsunzeit bereits neue Fluten. Bitte leisten Sie jetzt einen Beitrag, um die Kinder zu schützen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Herzliche Grüße Ihr
Klas Libuda UNICEF Deutschland Reinigungstabletten  10.000 Reinigungstabletten für sauberes Trinkwasser 34 € Jetzt spenden Wassereimer  8 Wassereimer mit Deckel für je 20 Liter Wasser 50 € Jetzt spenden Krisenpakete 5 Krisenpakete, u.a. mit Decken und Wasserreinigungstabletten 90 € Jetzt spenden Über uns |Spenden |UNICEF-Pate werden |Grußkartenshop Deutsches Komitee für UNICEF e.V. | Höninger Weg 104 | 509 69 Köln, Vereinsregisternummer: VR 50 68 | USt-Id-Nr.: DE 123 049 237 Zuständiges Gericht: Amtsgericht Köln | Vorstandsvorsitzender: Georg Graf Waldersee Geschäftsführer: Christian Schneider Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00 | BIC BFSWDE33 Telefon 0221-93650-0 Fax 0221-93650-279 Website www.unicef.de E-Mail mail@unicef.de Abbestellen |Kontakt |Presse |Impressum |Datenschutz                                                            

Die ganze Lieferkette im Griff = Unternehmerische Verantwortung

26. April 2021 - 22:52
Berlin, 22.04.2021 – Anlässlich der heutigen ersten Lesung zum Lieferkettengesetz im Bundestag betont das Forum Fairer Handel, dass die Einigung auf ein Lieferkettengesetz ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit in globalen Lieferketten ist. Für mehr Wirksamkeit muss der vorliegende Entwurf jedoch dringend nachgebessert werden. Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel, kommentiert:

 

„Unternehmen müssen Verantwortung für die Arbeiter*innen entlang ihrer gesamten Lieferkette übernehmen. Entsprechend müssen die Sorgfaltspflichten vollumfänglich für die gesamte Lieferkette und nicht nur, wie derzeit im Gesetzentwurf vorgesehen, für direkte Zulieferer – also Vertragspartner – gelten. Es ist völlig inakzeptabel, dass rückwärtsgewandte Unternehmensverbände sagen, dass das Lieferkettengesetz in der jetzigen Form für Unternehmen nicht umsetzbar sei. Globale Lieferketten können durchaus so gestaltet werden, dass sie menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten Rechnung tragen. Das ist eine Frage des Willens, nicht der Machbarkeit.

Das zeigen Fair-Handels-Unternehmen seit fast 50 Jahren und rufen in einem gemeinsamen Statement mit anderen Unternehmen dazu auf, ein wirkungsvolles Lieferkettengesetz zu verabschieden. Nur vollumfängliche Sorgfaltspflichten entlang der gesamten Lieferkette können Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung effektiv und präventiv bekämpfen. Unternehmen hatten zehn Jahre Zeit, die Sorgfaltspflichten in den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen umzusetzen. Wir reden hier also nicht von völlig unvorhersehbaren Anforderungen, sondern von einem internationalen Standard, der mit Blick auf ausbeuterische Kinderarbeit, Hungerlöhnen und anderen Menschenrechtsverletzungen in globalen Lieferketten eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Die Bundestagsabgeordneten müssen den Entwurf zum Lieferkettengesetz dringend nachbessern, damit Deutschland nicht hinter internationalen Standards zurückbleibt. Menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfalt darf in globalen Lieferketten nicht länger die Ausnahme sein,  sondern muss zur Norm werden."

 

Service

 

·       Das Forum Fairer Handel ist Trägerorganisation der Initiative Lieferkettengesetz.

·       Pressemitteilung des Bündnisses zur Protestaktion anlässlich der ersten Lesung im Deutschen Bundestag am 22.04.2021 zum Download

·       Statement von Unternehmen für ein wirkungsvolles Lieferkettengesetz zum Download

·       Stellungnahme des Forum Fairer Handel zur Einigung der Bundesregierung auf ein Lieferkettengesetz zum Download

    

Lieferkettengesetz sollte Kinder wirksam schützen | UNICEF & andere Organisationen

26. April 2021 - 22:51
p {padding-bottom: 1em; margin-top: 0;} body {margin: 0; padding: 0; font-family: Arial, sans-serif; background-color: rgb(245,245,245);} a:link {color: black;} a:visited {color: black;} a:hover {color: black;} a:active {color: black;} ul, ol {list-style-position: outside;}

Lieferkettengesetz sollte Kinder wirksam schützen

Organisationen fordern Nachbesserung im Regierungsentwurf zum Sorgfaltspflichtengesetz

© UNICEF/UN064360/Feyizoglu

Berlin, den 22. April 2021 // Der Bundestag sollte die Rechte von Kindern im geplanten Sorgfaltspflichtengesetz stärker berücksichtigen. Das fordern Human Rights Watch, Kindernothilfe, Plan International Deutschland, Save the Children, UNICEF Deutschland und World Vision Deutschland in einem gemeinsamen Appell. Anlässlich der für heute geplanten 1. Lesung im Bundestag rufen die Organisationen zu dringenden Nachbesserungen im aktuellen Regierungsentwurf auf, um Mädchen und Jungen weltweit vor Kinderrechtsverletzungen in globalen Lieferketten wirksam zu schützen. 

„Es liegt jetzt in den Händen der Parlamentarier*innen, die Weichen für verantwortungsvolles globales Handeln zu stellen und die Umsetzung von Menschenrechten, Kinderrechte eingeschlossen, in allen Stufen der Wertschöpfungskette zu einem gesetzlichen Erfordernis für Unternehmen zu machen", so heißt es in der gemeinsamen Erklärung der Organisationen. „Ein solches Gesetz ist zwingend notwendig, um alle Menschen, und insbesondere Kinder, beispielsweise vor Ausbeutung und Gesundheitsschäden, wirksam zu schützen."

In ihrem Appell fordern die Organisationen unter anderem, den Anwendungsbereich des Gesetzes auf Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden und auf besonders risikobehafteten Branchen auszuweiten. Der aktuelle Gesetzentwurf sieht vor, in einem ersten Schritt nur etwa 600 deutsche Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden dazu zu verpflichten, die geplanten Maßnahmen umzusetzen.

Die Größe eines Unternehmens sei jedoch nicht in jedem Fall aussagekräftig. Auch kleinere Unternehmen in Risikobranchen, wie dem Textilsektor oder in der Landwirtschaft, können zu schweren Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden beitragen. Daher ist aus kinderrechtlicher Sicht ein risikobasierter Ansatz zielführender, als die ausschließliche Konzentration auf die Größe der Unternehmen.

Zudem fordern die Organisationen den Geltungsbereich der Sorgfaltspflicht auf die gesamte Lieferkette auszuweiten. „In unserer täglichen Arbeit vor Ort sehen wir eine Vielzahl von Kinderrechtsverletzungen in globalen Wertschöpfungsketten," so die Organisationen. „Die meisten dieser Rechtsverletzungen, darunter auch Kinderarbeit, finden am Beginn der Wertschöpfungskette statt, wie in Minen und in der Landwirtschaft. Deshalb sollte ein Sorgfaltspflichtengesetz den gesamten Lebenszyklus eines Produkts oder einer Dienstleistung und deren umfassende Wertschöpfung einbeziehen."

Der aktuelle Regierungsentwurf verpflichtet Großunternehmen lediglich dazu, menschenrechtliche Risiken in ihren eigenen Betrieben und bei ihren direkten Zulieferern zu bewerten und auf solche Risiken zu reagieren. Bei Zulieferern, die weiter unten in der Lieferkette angesiedelt sind, sieht das Gesetz vor, dass Unternehmen nur eine „anlassbezogene" menschenrechtliche Sorgfaltsprüfung durchführen müssen, sobald sie „substantiierte Kenntnisse" von potenziellen Menschenrechtsverletzungen haben. Eine solche Regelung würde hinter die UN Leitprinzipien zurückfallen, wie auch hinter die kürzlich vom EU Parlament verabschiedeten „Empfehlungen an die EU-Kommission zur Sorgfaltspflicht und Rechenschaftspflicht von Unternehmen".

In einem gemeinsamen Positionspapier haben die Organisationen bereits Ende letzten Jahres ihre Forderungen für ein robustes Lieferkettengesetz formuliert, das den internationalen und nationalen kinderrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands nachkommt. 

 » Der gemeinsame Appell der Organisationen steht hier zum Download zur Verfügung.


Oxfam Umfrage: Mehrheit hält Wirtschaftssystem für ungerecht

21. April 2021 - 0:30

Repräsentative Umfrage

Zum World Earth Day analysiert ein neuer Bericht die Gerechtigkeitslücken der europäischen Wirtschaft / Start einer europaweiten NGO-Kampagne

Berlin, 21.04.2021. Nur jeder Fünfte in Deutschland ist davon überzeugt, dass unser Wirtschaftssystem sozial gerecht ist, eine Mehrheit verlangt umfassende Reformen. Das zeigt eine große repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research im Auftrag von Oxfam Deutschland. Anlässlich des morgigen World Earth Day veröffentlichen Oxfam, das Europäische Umweltbüro (EEB) und das „forum für internationale entwicklung und planung" (finep) einen Bericht, der die Ursachen von Ausbeutung und Naturzerstörung in der europäischen Wirtschaft analysiert. Die Organisationen fordern eine Abkehr von der Fixierung auf Wachstum und eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft.

Für die Umfrage wurden in Deutschland Anfang April 1001 Menschen ab 18 Jahren befragt. Einige zentrale Ergebnisse:

  • Nur jeder Fünfte Befragte (21 Prozent) hält das Wirtschaftssystem in Deutschland für sozial gerecht. 56 Prozent sind der Meinung, dass kleine Veränderungen nicht ausreichen, sondern die Wirtschaft umfassend reformiert werden muss.
  • Nur 13 Prozent sind der Meinung, dass Einkommen und Vermögen in Deutschland gerecht verteilt sind. Männer (16 Prozent) und Menschen mit sehr hohem Einkommen (20 Prozent) sind davon allerdings etwas häufiger überzeugt als Frauen (9 Prozent) und Menschen mit niedrigem Einkommen (10 Prozent).
  • Kritik gibt es auch daran, wer von Unternehmensgewinnen profitiert: Nur 12 Prozent der Befragten meinen, diese seien gerecht verteilt.
  • Über dreiviertel der Befragten (77 Prozent) finden zudem, dass große Konzerne zu viel Einfluss auf die Politik ausüben und 71 Prozent wollen, dass die Politik die Macht großer Unternehmen begrenzt. 
  • Ähnlich viele Befragte (78 Prozent) meinen, dass die Politik das Wirken großer Unternehmen auf die Umwelt stärker regulieren muss und 59 Prozent finden, dass Umweltverschmutzung von Unternehmen nicht ausreichend geahndet wird.

„Die Mehrheit in Deutschland verlangt mehr Gerechtigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Menschen haben genug von Profiten um jeden Preis, die zu Ungleichheit und Naturzerstörung führen. Doch machen wir uns nichts vor: Eine Minderheit profitiert von diesen Verhältnissen und niemand gibt gerne freiwillig Macht und Privilegien ab. Deshalb braucht es tiefgreifende politische Reformen – und soziale Bewegungen, die diese Veränderungen einklagen und vorantreiben", sagt Barbara Sennholz-Weinhardt, Wirtschaftsexpertin bei Oxfam Deutschland.

Wirtschaft demokratisieren, Fixierung auf Wachstum überwinden

Was im Einzelnen nötig ist, um unsere Wirtschaft sozial und ökologisch gerecht zu gestalten, beschreibt ein neuer Bericht, den Oxfam, EEB und finep anlässlich des morgigen World Earth Day veröffentlicht. In „Towards a Wellbeing Economy" beschreiben die beiden Organisationen die systemischen Ursachen von Ausbeutung und Naturzerstörung: historisch und politisch bedingte soziale Ungleichheit, die Konzentration von Macht und Reichtum und die Abhängigkeit unserer Wirtschaft von Wachstum. Die Zusammenhänge zeigt der Bericht anhand von vier Sektoren beispielhaft auf: Landwirtschaft, Textilien, Gebäude und Digitalwirtschaft.

Um diese ausbeuterischen Strukturen zu überwinden, fordern Oxfam, EEB und finep unter anderem eine Abkehr von der Wachstumsfixierung, die Umwelt und Menschen schädigt, sowie den Aufbau einer klimagerechten und demokratischen Wirtschaft. Dafür muss die Politik der fortschreitenden Machtkonzentration in Märkten und von Konzernen ein Ende setzen.

Bundesregierung muss Unternehmen stärker regulieren

Die nächste Bundesregierung muss dringend das Wettbewerbs- und Kartellrecht verschärfen und Mitspracherechte aller Interessengruppen sowie Gemeinwohlorientierung in der Geschäftsführung von Unternehmen stärker gesetzlich verankern, damit sich Unternehmensentscheidungen nicht vor allem an Profiterwartungen ausrichten. „Wir müssen die wirtschaftliche und politische Macht in viele statt in wenige Hände legen. Und wir müssen unsere Wirtschaft so gestalten, dass sie ein gutes Leben für alle ermöglicht, egal ob sie wächst oder nicht", fordert Sennholz-Weinhardt.

Oxfam Deutschland, EEB und finep sind Teil eines Bündnisses aus 16 Nichtregierungsorganisationen aus 13 europäischen Ländern, das am World Earth Day die europaweite Kampagne #ClimateOfChange startet.

 

Redaktionelle Hinweise:

 

Klimawandel sorgt für chaotischen Monsun in Indien

16. April 2021 - 22:57
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Neue Studie zeigt, dass Sommermonsun-Regenfälle in Indien stärker und unberechenbarer werden
  • Für jedes Grad Celsius Erwärmung werden die Monsunregenfälle wahrscheinlich um etwa 5% zunehmen
  • Seit 1980 ist die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung der entscheidende Treiber für stärkere und unbeständigere Monsunperioden

14.04.2021

Klimawandel sorgt für chaotischen Monsun in Indien 

Wenn die globale Erwärmung ungebremst weitergeht, werden die Sommermonsun-Regenfälle in Indien stärker und unberechenbarer. Das ist das zentrale Ergebnis einer Analyse eines deutschen Forscherteams, das mehr als 30 aktuelle Klimamodelle aus aller Welt verglichen hat. Die Studie sagt für die Zukunft mehr extrem nasse Jahre voraus – mit potenziell schwerwiegenden Folgen für das Wohlergehen, die Wirtschaft und das Nahrungsmittelsystem von mehr als einer Milliarde Menschen.

„Wir haben robuste Beweise für eine exponentielle Abhängigkeit gefunden: Für jedes Grad Celsius Erwärmung werden die Monsunregenfälle wahrscheinlich um etwa 5% zunehmen", sagt Erstautorin Anja Katzenberger vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). „Damit konnten wir frühere Studien bestätigen und zusätzlich zeigen, dass die globale Erwärmung die Monsun-Regenfälle in Indien noch stärker erhöht als bisher angenommen. Sie dominiert die Monsun-Dynamik im 21. Jahrhundert."

Zu viel Niederschlag schadet Reispflanzen

Mehr Niederschlag ist nur bedingt gut für die Landwirtschaft in Indien und die Nachbarländer. Wie Co-Autorin Julia Pongratz von der LMU erklärt: „Nutzpflanzen brauchen vor allem in der ersten Wachstumsperiode Wasser, aber zu viel Regen in den anderen Wachstumsstadien kann den Pflanzen schaden – auch dem Reis, von dem sich ein Großteil der indischen Bevölkerung ernährt. Das macht die indische Wirtschaft und das Nahrungsmittelsystem sehr empfindlich gegenüber schwankenden Monsunmustern."

Ein Blick in die Vergangenheit unterstreicht, dass menschliches Verhalten hinter der Intensivierung der Regenfälle steckt. Seit den 1950er Jahren haben menschengemachte Einflüsse begonnen, die langsamen natürlichen Veränderungen, die über viele Jahrtausende hinweg stattfanden, zu überholen. Zunächst führten hohe, das Sonnenlicht blockierende Aerosol-Belastungen zu einer gedämpften Erwärmung und damit zu einem Rückgang der Niederschläge, doch seit 1980 ist die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung der entscheidende Treiber für stärkere und unbeständigere Monsunperioden.

Eine Bedrohung für das Wohlergehen des indischen Subkontinents

 „Wir sehen mehr und mehr, dass es beim Klimawandel um unvorhersehbare Wetterextreme und deren schwerwiegende Folgen geht", kommentiert Gruppenleiter und Co-Autor Anders Levermann vom PIK und der Columbia University, New York/USA, die Ergebnisse der in der Zeitschrift Earth System Dynamics veröffentlichten Studie. „Denn was wirklich auf dem Spiel steht, ist das sozioökonomische Wohlergehen des indischen Subkontinents. Eine chaotischere Monsunzeit stellt eine Bedrohung für die Landwirtschaft und Wirtschaft in der Region dar und sollte ein Weckruf für die Politik sein, die Treibhausgasemissionen weltweit drastisch zu reduzieren."

Artikel: Anja Katzenberger, Jacob Schewe, Julia Pongratz, Anders Levermann: Robust increase of Indian monsoon rainfall and its variability under future warming in CMIP-6 models. Earth System Dynamics. DOI: 10.5194/esd-2020-80.

Weblink zum Artikel: https://esd.copernicus.org/articles/12/367/2021/

Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen

16. April 2021 - 22:56
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Die geeignete Fläche für hochwertige Kaffeesorten in Äthiopien könnte signifikant schrumpfen, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht.
  • Gleichzeitig könnte die Fläche zunehmen, die für durchschnittlich schmeckenden Kaffee geeignet ist.
  • Im schlimmsten Fall könnten einzelne hochwertige Kaffeesorten bis zum Ende des 21. Jahrhunderts bis zu 40 % ihrer Anbaufläche in Äthiopien verlieren.

14.04.2021

Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen 

Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie eines internationalen Forschungsteams, das die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrikas größtes Anbaugebiet für Kaffee untersucht hat. Ihre Ergebnisse sind sowohl für die Millionen von Kleinbauern des Landes, die mit Spezialitätenkaffee mehr verdienen als mit normalem Kaffee, als auch für Baristas und Kaffeegenießer auf der ganzen Welt relevant.

„Der Klimawandel hat widersprüchliche Auswirkungen auf die Kaffeeproduktion in Äthiopien. Die Fläche, die für durchschnittlichen Kaffee geeignet ist, könnte nach unseren Computersimulationen bis in die 2090er Jahre tatsächlich allmählich zunehmen", sagt Erstautor Abel Chemura vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Doch mehr ist nicht unbedingt besser. Denn auf der anderen Seite wird die geeignete Fläche für hochwertige Spezialitätenkaffeesorten, die für ihre blumigen, fruchtigen und würzigen Noten geschätzt werden, wahrscheinlich schrumpfen, wenn der Klimawandel ungebremst weitergeht. Das ist nicht nur ein Problem für Kaffee-Liebhaber, sondern vor allem auch für die lokale landwirtschaftliche Wertschöpfung."

Die geeigneten Flächen in Äthiopien für Spezialitätenkaffee schrumpfen

In verschiedenen Szenarien untersuchten die Forscher, wie sich insgesamt 19 Klimafaktoren auf den Anbau von fünf verschiedenen Kaffeespezialitäten in der Zukunft auswirken werden, darunter die mittlere Temperatur, die jährliche Niederschlagsmenge und die Saisonalität. Wird es zum Beispiel wärmer, reift die Kaffeekirsche schneller als die Entwicklung der Bohne, was wiederum zu qualitativ schlechterem Kaffee führt. Erhöhte Niederschläge wiederum begünstigen die Kaffeeproduktion im Allgemeinen, sind aber für einzelne Kaffeespezialitäten nicht unbedingt von Vorteil.

So gehen die Forscher davon aus, dass die Anbauflächen für vier von fünf Kaffeespezialitäten zurückgehen werden, wobei einige stärker betroffen sind als andere. Der berühmte Yirgacheffe beispielsweise, eine der ältesten und begehrtesten Kaffeesorten der Welt, die im Südwesten Äthiopiens angebaut wird, könnte im schlimmsten Fall bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mehr als 40 % ihrer Anbaufläche verlieren.

Ein Schlag für Äthiopiens Wirtschaft

Davon wären nicht nur die Kaffeetrinker weltweit betroffen, welche anspruchsvolle Mischungen bevorzugen – es hätte auch Folgen für Äthiopiens Wirtschaft. „Wenn eine oder mehrere Kaffeeregionen aufgrund des Klimawandels ihren Spezialitätenstatus verlieren, hat das potenziell schwerwiegende Folgen für die Kleinbauern in der Region", sagt Co-Autor Christoph Gornott vom PIK und der Universität Kassel. „Wenn sie gezwungen wären, auf den Anbau konventioneller, weniger schmackhafter und eher bitterer Kaffeesorten umzusteigen, würden sie plötzlich mit industriellen Produktionssystemen konkurrieren, die anderswo effizienter sind. Für das Äthiopien, in dem der Kaffeeexport etwa ein Drittel aller Agrarexporte ausmacht, könnte sich das als fatal erweisen."

Allerdings gibt es Möglichkeiten, diesen Trend zu stoppen. „Da die verschiedenen Kaffeespezialitäten stark von unterschiedlichen lokalen klimatischen, räumlichen und bodenbezogenen Faktoren beeinflusst werden, braucht es Anpassungsmaßnahmen, die auf die jeweilige Region zugeschnitten sind", ergänzt Christoph Gornott. „Unsere Studie unterstreicht die Bedeutung einer lokalisierten Anpassungsplanung und -reaktion. Wir zeigen, wie sich der Klimawandel ganz konkret auf die Verfügbarkeit und den Geschmack eines der beliebtesten Getränke der Welt auswirkt und – was noch wichtiger ist – auf die Wirtschaft der lokalen Gemeinden des globalen Südens."

Artikel: Abel Chemura, Bester Mudereri, Amsalu Woldie Yalew & Christoph Gornott (2021): Climate change and specialty coffee potential in Ethiopia. Nature Scientific Reports.

Link zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s41598-021-87647-4

Die Studie wurde im Rahmen des Agrica Projekts durchgeführt.

Einladung zu den Entwicklungspolitischen Diskussionstagen 2021

16. April 2021 - 22:53
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie/Euch auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zu den
Entwicklungspolitischen Diskussionstagen (EPDT) von SLE und Heinrich-Böll-Stiftung
einladen. Die EPDTs finden vom 25.-26. Mai 2021 statt und feiern ihr 20-jähriges
Jubiläum! Aus gegebem Anlass findet die Veranstaltung als Online-Podiumsdiskussion und
erstmals auf Deutsch und Englisch statt (Simultanübersetzung).

Das Programm hier auf einen Blick:

Dienstag, 25. Mai 2021 (09.30 - 11.30 Uhr, CET)
Partners in climate? Die Rolle afrikanischer Energiepartnerschaften im Europäischen
Green Deal

Dienstag, 25. Mai 2021 (15.00 - 17.00 Uhr, CET)
Spielball oder Sprungbrett - Digitalisierung kleinbäuerlicher Landwirtschaft in
Subsahara-Afrika

Mittwoch, 26. Mai 2021 (09.30 - 11.30 Uhr, CET)
Des Kaisers faire Kleider - Mit Siegeln und Sorgfaltspflicht zu mehr Nachhaltigkeit?

Nähere Informationen entnehmen Sie/entnehmt Ihr bitte dem beigefügten
Veranstaltungsflyer. Unter finden
https://calendar.boell.de/de/event/tag1-entwicklungspolitische-diskussionstage-2021-1
ist der Link zur kostenfreien Anmeldung zur ersten Online-Podiumsdiskussionen.

Mit den besten Grüßen
Simone Aubram


Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE)
Humboldt-Universität zu Berlin
Hessische Straße 1-2
10115 Berlin
Tel.: 030-2093 46890
www.sle-berlin.de
www.facebook.com/sleBerlin

weltwärts trotz(t) Corona

16. April 2021 - 22:50

p {padding-bottom: 1em; margin-top: 0;}body {margin: 0; padding: 0; font-family: Arial, sans-serif; background-color: rgb(245,245,245);}a:link {color: black;}a:visited {color: black;}a:hover {color: black;}a:active {color: black;}ul, ol {list-style-position: outside;}

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist die Entscheidung für weltwärts eine gute. Denn die Hoffnung bleibt groß, dass im Laufe des Jahres wieder vermehrt Freiwilligendienste stattfinden können – sowohl in Deutschland als auch im Globalen Süden.

Marie und Edgar haben ihren Freiwilligendienst 2018/2019 in einem Schildkrötenschutzprojekt in Vietnam absolviert. Foto: Engagement Global

Bonn, 16. April 2021. Die seit nun mehr als einem Jahr grassierende Corona-Pandemie hat das Leben und den Alltag vieler Menschen weltweit fest im Griff. Auch das weltwärts-Programm stand und steht immer noch unter dem Eindruck der Pandemie. Nach der erfolgreichen Rückholaktion aller Nord-Süd-Freiwilligen im letzten Jahr ist die Maßgabe weiterhin, weltwärts aufrecht zu erhalten – trotz geschlossener Grenzen, Reisewarnungen sowie hoher Infektionszahlen in Deutschland und weltweit.

Dies ist im letzten Jahr im Rahmen des Möglichen gut gelungen: Zwar mussten die allermeisten Freiwilligen ihren Dienst abbrechen oder absagen, und auch für die zivilgesellschaftlichen Organisationen ist die Situation – nicht nur finanziell –  äußerst herausfordernd. Es wurde jedoch vieles dafür getan, weltwärts weiter möglich zu machen – wenn auch etwas anders als üblich. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich früh sehr deutlich für eine Weiterführung des Programms ausgesprochen und mit verschiedenen Maßnahmen die beteiligten Organisationen unterstützt. Viele Freiwillige haben zudem die extra geschaffene Möglichkeit in Anspruch genommen, ihren Dienst in Deutschland zu beginnen. Sie haben sich hierzulande bis zu sechs Monate entwicklungspolitisch engagiert, während sie auf die Ausreise gewartet haben. Außerdem konnten Süd-Nord-Freiwillige den Dienst in Deutschland verlängern, wenn eine Rückreise in ihre Herkunftsländer nicht möglich war.

Es geht voran – mit kleinen Schritten

Seit Dezember 2020 können wieder Nord-Süd-Freiwillige ausreisen: Mit Ruanda, Uganda und Thailand sind es aktuell drei Länder, in denen sich weltwärts-Freiwillige aktuell engagieren. „Die Hoffnung, dass es im Laufe der nächsten Monate deutlich mehr werden, ist groß. Auch Einreisen internationaler Freiwilliger nach Deutschland finden wieder statt – genau wie die Ausreisen der Freiwilligen aus Deutschland unter strengsten Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen. Dass die Sicherheit und Gesundheit der Freiwilligen dabei immer an erster Stelle steht und Freiwilligendienste nur dort stattfinden, wo es die Lage zulässt, ist selbstverständlich", sagt Astrid Neumann, Abteilungsleiterin der Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global.

Für den aktuellen Jahrgang wird alles dafür getan, dass so viele Freiwilligendienste wie möglich stattfinden können. Auch in diesem Jahr wird es für die Nord-Süd Freiwilligen die Option geben, ihren Dienst in Deutschland zu beginnen, wenn sich – bedingt durch das Infektionsgeschehen – die Ausreise verzögern sollte. Das Interesse an einem weltwärts-Freiwilligendienst ist ungebrochen groß: Viele Organisationen berichten von hohen Bewerbungszahlen.  

Entsendeorganisationen helfen weiter

Es gilt also weiterhin für alle Interessierten, dass es auch „trotz Corona" eine gute Idee ist, sich über die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes zu informieren. Dafür sind die weltwärts-Entsendeorganisationen die beste Ansprechstelle und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Über weltwärts

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren, die für eine längere Zeit im Ausland leben und sich engagieren möchten. Globales Lernen, interkultureller Austausch und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung stehen dabei im Vordergrund. weltwärts wird als Gemeinschaftswerk von rund 160 gemeinwohlorientierten Trägern in Deutschland und circa 2.000 Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien umgesetzt. Die Beratung und Unterstützung der beteiligten Akteure sowie die administrative und finanzielle Koordination verantwortet die Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global. Gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Zu den weltwärts-Entsendeorganisationen

***

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Schulen, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Wir qualifizieren bedarfsgerecht, verbinden Menschen und Institutionen miteinander, unterstützen zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.

***

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

Sitz der Gesellschaft: Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 40
53113 Bonn
Telefon +49 228 20 717-0
Telefax +49 228 20 717-2150

info@engagement-global.de
www.engagement-global.de


Deutschland darf die 0,7-Marke auch nach der Pandemie nicht reißen

13. April 2021 - 20:56
Oxfam zu den OECD-Zahlen zur Entwicklungszusammenarbeit

Berlin, 13.04.2021. Laut den heute von der OECD veröffentlichten Zahlen zur weltweiten Entwicklungszusammenarbeit 2020 hat die Bundesregierung zum zweiten Mal in 50 Jahren das Ziel erreicht, 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens für Entwicklung auszugeben (2019: 0,61 Prozent, 2020: 0,73 Prozent). Dies erklärt sich aus einem Anstieg der Entwicklungsgelder von 24,2 Milliarden US-Dollar (2019) auf 27,5 Milliarden US-Dollar (2020) - allerdings auch aus dem Rückgang des Bruttonationaleinkommens im Zuge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr. Oxfam fürchtet eine Kürzung des Entwicklungsetats bereits ab dem nächsten Jahr und warnt davor, die Länder des globalen Südens mit den Auswirkungen der Pandemie alleinzulassen.

Tobias Hauschild, Oxfams Experte für Entwicklungsfinanzierung, kommentiert:

„Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Ländern des Globalen Südens drohen die Erfolge in der Armutsbekämpfung zunichte zu machen. Das verlangt ein entschiedenes Handeln seitens der Industrieländer. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr richtig reagiert und zusätzliche Gelder für Entwicklung bereitgestellt.

Das Erreichen der 0,7-Prozent-Marke darf keine historisch bedingte Ausnahme bleiben. Vielmehr muss es selbstverständlich sein, dass Deutschland seinem internationalen Versprechen auch nach der Pandemie nachkommt. Es ist angesichts der Corona-Herausforderungen für wirtschaftlich benachteiligte Länder daher ein fatales Signal, dass der Entwicklungsetat laut dem jüngsten Eckwertbeschluss des Kabinetts schon ab dem kommenden Jahr sinken und bis 2024 um rund ein Viertel gekürzt werden soll. Statt bei den Ärmsten zu sparen, muss die Bundesregierung die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren konsequent aufstocken, um auch zukünftig ihren internationalen Verpflichtungen nachzukommen und den weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen."

Oxfam fordert die 0,7-Prozent-Marke durch die Erhöhung der Investitionen in Gesundheits-, Bildungs- und soziale Sicherungssysteme im Globalen Süden langfristig zu halten und dafür unter anderem die Mittel aus der lange geplanten Finanztransaktionssteuer zu nutzen. 


Mehr unter www.oxfam.de

Seiten