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Aktualisiert: vor 31 Minuten 10 Sekunden

Gefährdete Flüchtlingskinder: perspektivlos und Jahre auf der Flucht

19. September 2021 - 22:36
Weltkindertag am 20. September 

Anlässlich des Weltkindertages am 20. September macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die Notlage der Flüchtlingskinder aufmerksam, die oft unter katastrophalen Bedingungen, recht- und perspektivlos leben müssen. Insbesondere die Kinder leiden unter den Folgen von Gewalt und Vertreibung, vor allem, wenn aus akuten Konflikten Langzeitkrisen werden, für die kein Frieden in Aussicht ist. Aktuell sind 42 Prozent der mehr als 82 Millionen Flüchtlinge Mädchen und Jungen. Rund eine Million Kinder sind zwischen 2018 und 2020 als Flüchtlinge geboren worden.

 

„Flüchtlingskinder brauchen besonderen Schutz. Viele Kinder sind oft jahrelang auf der Flucht, weil die Konflikte immer weitergehen und an eine Rückkehr ins Heimatland nicht zu denken ist. Ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit sind gering. Um die Situation zu verbessern, müssen wir jetzt unverzüglich handeln", fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

 

Bildung gefährdet

Derzeit ist vor allem die Bildungssituation für Flüchtlingskinder prekär, die sich aufgrund der Corona-Pandemie noch verschlechtert hat. Nach dem aktuellen Bildungsbericht des UNHCR endet die Schulbildung für fast zwei Drittel der Kinder bereits nach der Grundschule, und nur 34 Prozent von ihnen besuchen eine weiterführende Schule. Der UNHCR fordert daher internationale Unterstützung, um Flüchtlingskindern eine weiterführende Bildung zu ermöglichen. Diese trage nicht nur dazu bei, die Berufsaussichten zu verbessern, sondern verhindere auch, dass junge Flüchtlinge zur Kinderarbeit gezwungen werden.

 

UNHCR-Hilfe in Afghanistan

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen geben vor allem die Lebensbedingungen der Kinder in Afghanistan Grund zur Sorge: Etwa 65 Prozent der afghanischen Bevölkerung – innerhalb und außerhalb Afghanistans – sind Kinder und Jugendliche. Neben der lebensrettenden Nothilfe setzt der UNHCR daher im ganzen Land weitere wichtige Programme um. So werden Schulen ebenso wie Frauenzentren, Maßnahmen zur beruflichen Ausbildung und psychosoziale Unterstützungsangebote unterstützt. Der Bau von 19 Schulen, Lernzentren für Jugendliche sowie eines Cafés für Frauen geht aktuell ebenso weiter wie die Errichtung von neun Gesundheitskliniken.

 


Mehr Informationen zum Thema Flüchtlingskinder und Unterstützungsmöglichkeiten unter:

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlingskinder/

PRESSEMELDUNG DER UNO-FLÜCHTLINGSHILFE 32/2021 Bonn, 19. September 2021

„Wir brauchen eine Regierung, die auf uns Kinder – die Zukunft – setzt!“ | Weltkindertag 2021

19. September 2021 - 22:35
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Weltkindertag 2021

„Wir brauchen eine Regierung, die auf uns Kinder – die Zukunft – setzt!"

Statement von Selin Sorushyar, 18 Jahre, Mitglied im UNICEF JuniorBeirat anlässlich des morgigen Weltkindertags

Köln, den 19. September 2021 // „Man sagt uns Kindern häufig wir seien die Zukunft und wenn man mich fragt „Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?", dann finde ich auf diese Frage im Augenblick keine Antwort.

1,5 Jahre schon kämpfen wir Kinder und Jugendliche uns scheinbar allein durch dieCovid-19-Pandemie, die uns psychisch belastet. Noch immer haben viele von uns mit den Folgen des Lockdowns zu tun. Einige von uns schaffen es nicht die Lernlücken zu schließen, andere wissen nicht, was sie nach der Schule machen wollen, weil ihnen die Berufsorientierungsphase fehlt und wieder andere trauern um geliebte Personen, die sie an das Virus verloren haben.

Die Impfung bringt Hoffnung auf ein Ende, aber es gehört eben viel mehr dazu als eine Spritze. Eine Impfung heilt nicht die Wunden, mit denen wir Kinder aus der Pandemie gehen.

Die vergangenen 18 Monate fehlen uns auf dem Weg in unsere Zukunft. Das muss aufgearbeitet werden. Es reicht nicht, dass Schulen wieder öffnen. Das Lehrpersonal muss auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen. Psychologische Betreuung muss leichter zugänglich sein für Kinder und Klausuren müssen an die Situation angepasst werden. Den Weg, der uns aus der Pandemie führt, können wir nur gemeinsam gehen- mit Kindern und Jugendlichen.

Aber selbst mit dem Ende der Pandemie werden unsere Ängste nicht weniger. Tagtäglich sehen wir wie die Welt, unsere Lebensgrundlage, Stück für Stück untergeht. Wir sehen die Folgen der Klimakrise nicht nur. Wir spüren sie auch. Während die Politik nach Ausreden sucht und gleichzeitig die Klimakrise als Wahlkampfthema nutzt, haben wir Angst.

Ich weiß nicht, wo ich mich in zehn Jahren sehe, denn das liegt nicht nur in meiner Hand.

Wir brauchen eine Regierung, die uns hört. Die auf globale Zusammenarbeit setzt. Eine Regierung, die konsequent handelt, um die nachhaltigen Entwicklungsziele umzusetzen. Eine Regierung, die auf uns Kinder - die Zukunft - setzt!"


NGOs fordern: Deutschlands Rolle in der Welt muss Thema werden beim letzten,TV-Triell

17. September 2021 - 17:06


 "Machen Sie die Welt gerechter!" - ONE projiziert Botschaft an Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet vor den Reichstag © ONE

Aufruf an ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins

Berlin, 17. September 2021. In einem gemeinsamen Appell rufen zehn Hilfs- und
Entwicklungsorganisationen die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dazu auf, bei der TV-Debatte der drei Kanzlerkandidat*innen am kommenden Sonntag humanitäre und
entwicklungspolitische Themen wie globale Armuts- und Hungerbekämpfung und den
weltweiten Kampf gegen Krankheiten wie Tuberkulose und Covid-19 zu berücksichtigen. In den bisherigen TV-Triellen mit RTL/N-TV sowie ARD/ZDF waren Pläne zur Bekämpfung globaler Ungleichheit leider nicht Gegenstand der Debatte. Angesichts der großen globalen
Herausforderungen, vor denen die Welt steht, ist dies aber dringend nötig.

Die Nichtregierungsorganisationen ONE Deutschland, CARE Deutschland, Deutsche Stiftung
Weltbevölkerung (DSW), Deutsche Welthungerhilfe, Global Citizen, Oxfam, Plan International,
Save the Children, UNICEF Deutschland und World Vision appellieren gemeinsamen an die
Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins: ,,Die internationale Gemeinschaft und damit auch Deutschland hat sich mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, die Welt bis 2030 gerechter zu machen. Die Bekämpfung von extremer Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit, die Gleichstellung der Geschlechter, der weltweite Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung – das alles sind Themen, die gegenwärtig viel zu kurz kommen. Es bleiben nur noch neun Jahre, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. Die Wähler*innen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst es Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz mit Deutschlands Verantwortung in der Welt meinen. Wer ins Kanzleramt einziehen will, sollte einen Plan haben, wie wir die UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen. Weltweite Armutsbekämpfung muss Chef*innen-Sache werden. Die Wähler*innen sollten wissen, wie der Plan der Kandidierenden aussieht, globale Gerechtigkeit zu erreichen und die UN-Ziele zu verwirklichen."

Global civil society report demands justice beyond rhetoric - Launch of Spotlight on Sustainable Development 2021

17. September 2021 - 16:59

With support of

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Launch of Spotlight on Sustainable Development 2021

Global civil society report demands justice beyond rhetoric 
New York, 17 September 2021

Policy responses to the COVID-19 pandemic and resulting economic crisis have greatly exacerbated national and global inequalities. Blatant examples are the unfair distribution of care work, relying mainly on women and poorly remunerated if at all, and the global disparity in the distribution of vaccines.

So far more than 60 percent of people in high-income countries have received at least one dose of COVID-19 vaccine, but less than 2 percent have done so in low-income countries. In view of this dramatic disparity, the "leave no one behind" commitment of the 2030 Agenda for Sustainable Development remains hollow.

The dominant interests of rich countries, and corporate powers continue to dominate political decision-making. Given the urgency of the COVID-19 crisis and the other unresolved global problems, most notably the climate emergency, it is high time for transformative policies at all levels.
This is the key message of the Spotlight on Sustainable Development Report 2021. The report is launched on the first day of the Global Week to #ACT4SDGS by a global coalition of civil society organizations and trade unions.

According to the report, economic justice based on human rights can be achieved, but the trend towards privatizing, outsourcing and systematic dismantling of public services must be reversed. To combat growing inequality and build a socially just, inclusive post-COVID world, everyone must have equitable access to public services, first and foremost to healthcare and education.

To prevent the COVID-19 pandemic being followed by a global debt and austerity pandemic, governments must be enabled to expand their fiscal policy space and properly tax multinational corporations and wealthy individuals, many of whom pay virtually no income tax at all. Fundamental reforms in the global financial architecture, including a debt workout mechanism beyond piecemeal relief measures for debt servicing, are long overdue.

With a virtual launching event, the key findings of the report will be presented on 17 September, 9am EDT.


Quotes from the authors of the Spotlight Report 2021:


"The COVID-19 pandemic and the climate crisis have reminded the global community of the essentials of reviewing and in many cases rewriting international rules and the urgency of Just Transition strategies to move in this direction.
The scourge of COVID-19 struck an already stark reality of multiple inequalities – in households, across communities, in national context, and among countries. Its waves of devastation have exacerbated pre-existing conditions and disparities as well as creating new ones."
Barbara Adams, Global Policy Forum

"The majority of governments in the world are expected to start austerity cuts with negative social impacts, such as social security/welfare reforms and wage bill adjustments. There are alternatives, even in the poorest countries. Instead of cutting public expenditure and much needed public services, governments must look at new fiscal space and financing sources."
Isabel Ortiz, Global Social Justice Program

"It took a global pandemic to open the world's eyes to the absolutely vital role of education. Free quality inclusive public education for all is imperative to any recovery effort. To make it happen, governments must work with teachers, education personnel, and their representative organisations. They must be supported and empowered to lead the recovery in education."
David Edwards, Education International

"A People's Recovery should be prioritised, we found that 63% of all the recovery money in the global South countries we studied went to big businesses, with only spent on 22% to social protection.  Now people across the world are campaigning to extend and make permanent the grants that were increased during Covid-19, but austerity policies are proposed instead."
Matti Kohonen, Financial Transparency Coalition

"This [UN Food Systems Summit] creates a dangerous precedent in the United Nations, giving corporations a special entry point to global food governance without clear rules, and sidelining existing democratic multilateral and human rights-based bodies such as the Committee on World Food Security (CFS)."
Magdalena Ackermann, Society for International Development & Charlotte Dreger, FIAN International


The annual Spotlight Report has been published since 2016 by the Arab NGO Network for Development (ANND), the Center for Economic and Social Rights (CESR), Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN), Global Policy Forum (GPF), Public Services International (PSI), Social Watch, Society for International Development (SID), and Third World Network (TWN), supported by the Friedrich Ebert Stiftung.


Spotlight on Sustainable Development 2021


Demanding justice beyond rhetoric - Time to overcome contradictions and hypocrisy in the COVID-19 crisis

Global Civil Society Report on the 2030 Agenda and the SDGs

Beirut/Bonn/Ferney-Voltaire/Montevideo/New York/Penang/Rome/Suva, September 2021

www.2030spotlight.org


#SpotlightSDGs




Contributing partners of the Spotlight Report 2021



Agrar Koordination Newsletter September 2021

16. September 2021 - 23:00
 Neues von der Agrar Koordinationt! Donnerstag, 16. September 2021 Biopoli auf der Hamburger Klimawoche | Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ in Leutkirch | Neuer Online-Dialog für Gutes Essen macht Schule  | Veranstaltung zum Lieferkettengesetz | Mitarbeit Buchhaltung & Büroorganisation   Biopoli Was hat meine Ernährung mit dem Klimawandel zu tun?
25.09.2021 | 15.00 - 16:00 Uhr | Workshop mit Sarah Zarin

Vor allem Fleisch und tierische Produkte belasten das Klima. Eine Möglichkeit den klimabelastenden CO2 Ausstoß zu reduzieren ist es, beim Lebensmitteleinkauf auf die Auswahl der Produkte und den Einkaufsort zu achten. In diesem Workshop erhalten Sie Fakten und Hintergrundinfos zum Klimaschutz und Tipps für die Umsetzung bei der eigenen Ernährung.

Auf dem Gelände des ehemaligen Recyclinghofs in Hammerbrook entsteht seit 2019 ein neuer öffentlicher Park. Die Fläche wird am 25.09.2021 zu einem Erkundungsfeld und experimentellem Jahrmarkt für Interessierte an nachhaltiger Ernährung, jungem Engagement und Naturschutz. Auf den 5.200 Quadratmetern könnt ihr euch mit den vielen Initiativen, Stiftungen, Projekten und Vereinen austauschen, an Workshops teilnehmen und das "PARKS"-Gelände erkunden. Den Abschluss macht die Premiere von zwei Kurzfilmen des StadtNatur JugendFilmCamps. Livemusik und veganes Essen der Caval Cantine gibt es oben drauf.

25.09.2021 | 14:00 - 19:00 Uhr
Eat this! – Veränderung geht durch den Magen

Alter Recyclinghof | Alster-Bille-Elbe PARKS: Bullerdeich 6, Hammerbrook

Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Kommt vorbei! Komplettes Programm   Biopoli Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährung – wie hängt das zusammen? 
20.09. bis 23.09.2021 | Wetter.Wasser.Waterkant.2021

Wir sind mit 10 Biopoli-Workshops beim kostenfreie Bildungsprogramm für Hamburger Schulen zu Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel "Wetter.Wasser.Waterkant.2021" dabei! Die Workshops sind bereits ausgebucht.
Komplettes Programm     Land und Wirtschaft – wer erntet? Ausstellung mit Portraits aus Tansania und Deutschland
Unsere Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ Portraits aus Tansania und Deutschland ist ab mitte September in Süddeutschland zu sehen. Die Ausstellung fügt sich ein in den Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nachhaltigkeit hautnah“ der Stadt Leutkirch zu aktuellen Agrar- und Ernährungsfragen.

15.09. - 03.10.2021 Dreifaltigkeitskirche Leutkirch
08.10. - 31.10.2021 St.-Andreas-Kirche Mühlacker-Dürrmenz
05.11. - 21.11.2021 Museum Wasseralfingen


Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, den 16.09.2021 um 19:00 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche, Evangelische Kirchgasse, Leutkirch statt. Teilnahme möglich für Geimpfte, Genesene, Getestete.

Neuer Podcast!
Wir haben mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bauern und Bäuerinnen aus Tansania und Deutschland portraitiert. Auch im Podcast berichten wir über die Situation der Kleinbäuer*innen in beiden Ländern. Jetzt Reinhören     Gutes Essen macht Schule Online-Dialog: Bio-Städte – Pioniere für eine nachhaltige Kita- und Schulverpflegung
28.09.2021 | 18.30 Uhr - 21.00 Uhr | Zoom

Viele Bio-Städte in Deutschland setzen sich für den Bio-Anbau in ihrer Region und für den verstärkten Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen ein. Insbesondere für Kitas und Schulen verfolgen sie das Ziel, den Bio-Anteil schrittweise – teilweise auf bis zu 100% – zu erhöhen. Die Erfahrungen von Bio-Pionieren im Bereich des Schul- und Kitacaterings zeigen: Ein Bio- Mittagessen muss nicht teuer sein.

Wie können sich verschiedene Akteure dafür einsetzen, dass auch Städte in Schleswig-Holstein Bio-Städte werden und die Verwendung von Bio-Lebensmitteln in Kitas und Schulen voranbringen? Wie kann ein kostengünstiger Einsatz von Bio-Lebensmitteln gelingen und lokale Betriebe unterstützt werden? Diese und weitere Fragen werden wir mit Werner Ebert, Koordinator des Bio-Städte-Netzwerks, Kai Vormstein, Geschäftsführer des Bio-Caterers Piratenkombüse und Politiker*innen aus Flensburg und Kiel diskutieren.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugesendet.

Komplettes Programm Gleich anmelden!     Lieferkettengesetz Bitterer Kaffee – 20 Jahre Vertreibung in Uganda zugunsten der Neumann Kaffee Gruppe Hamburg
Gemeinsam mit anderen Hamburger Akteuren laden wir zur Open-Air Veranstaltung ein:
2.10.2021 | 18.00 - 21.00 Uhr | Magellan-Terassen, HafenCity

Dokumentarfilm | »Bitterer Kaffee: Uganda – Bauern kämpfen um ihr Land« von Michael Enger
Musik | Angelina Akpovo, Hamburg
Videobotschaft von Peter Kayiira, Sprecher der Vertriebenen in Uganda
Redebeiträge | Norbert Hackbusch, DIE LINKE | Pastor Siaquiyah Davis, Nordkirche | Gertrud Falk, FIAN Deutschland e.V. | Julia Sievers, Agrar Koordination, Hamburger Initiative Lieferkettengesetz | N.N., el rojito. kaffee solidarisch e.V.
 
Hintergrund der Veranstaltung
Im August 2001 vertrieb die ugandische Armee Bewohner*innen aus vier Dörfern im Bezirk Mubende, weil die Regierung das Land an die Kaweri Coffee Plantation Ltd. verpachtet hat. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe (NKG) mit Sitz in der Hamburger HafenCity. NKG ist weltweit führender Rohkaffeedienstleister. Die Vertriebenen in Uganda wurden bis heute nicht angemessen entschädigt. Seit vielen Jahren läuft ein Gerichtsverfahren. Die Veranstalter*innen unterstützen die Forderungen der Vertriebenen an die Neumann Kaffee Gruppe, eine zügige Beendigung des Gerichtsverfahrens nach rechtsstaatlichen Regeln zu verlangen. Dazu soll sie eine Sondersitzung des Gerichts beantragen, in der Kläger*innen und Beklagte dem Richter ihre Beweise und Argumente präsentieren. Damit könnte das Gerichtsverfahren nach 20 Jahren endlich abgeschlossen werden und es wäre Rechtssicherheit für die Vertriebenen gegeben.     Stellenauschreibung Buchhaltung & Büroorganisation
Für unsere Geschäftsstelle suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Mitarbeiterin Buchhaltung & Büroorganisation (m/w/d) für 5 Std./Woche 

Jetzt noch bis 19.09.2021 per E-Mail bewerben.
Für Rückfragen steht unser Finanzreferent Hannes Heise zur Verfügung.

  Zur Stellenausschreibung
 
      Agrar Koordination
Forum für internationale Agrarpolitik e.V.
Nernstweg 32, 22765 Hamburg, Vereinsregister Hamburg: VR 11633 Vertreten durch: Claudia Leibrock (Vorsitzende), Alfons Üllenberg, Irina Cachay
Telefon: 040-39 25 26, E-Mail: info@agrarkoordination.de

www.agrarkoordination.de

Globale Konferenz Menschenrecht auf hochwertige Bildung vom 21. bis 23. 09. 2021 in Wien

15. September 2021 - 23:55

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Eine globale Konferenz über das Menschenrecht auf hochwertige Bildung findet vom 21. – 23. September 2021 im Festsaal der Universität Wien statt. Sie wird von World University Service (WUS) Austria zusammen mit WUS Deutschland und WUS Kanada in Zusammenarbeit mit der Universität Wien, der Central European University (CEU) und dem Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung veranstaltet. Der Hintergrund der ursprünglich bereits für 2020 geplanten Konferenz durch die drei WUS Komitees an der Universität Wien ist, dass vor 101 Jahren, im Jahr 1920, die Gründung der WUS-Vorgängerorganisation „European Student Relief" aus einer internationalen Hilfsoperation für die Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Wien erfolgte. Diese wurde rasch auf andere notleidende österreichische und europäische Universitäten ausgedehnt.

 

Bis heute befasst sich World University Service mit der Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung mit Hilfe zahlreicher Programme, um dieses Menschenrecht im Kontext von Bildungsmaßnahmen für Flüchtlinge, andere gefährdete Gruppen wie Frauen, Mädchen oder Minderheiten zu ermöglichen. Ebenso geht es um die Unterstützung von in ihren akademischen Freiheiten bedrohten Universitätsangehörigen und Universitäten sowie die Bekämpfung der Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Räume. Auch soll Bildung für nachhaltige Entwicklung, Qualitätssicherung in der Bildung und eine Weltbürgerschaft gefördert werden.

 

Zur Diskussion all dieser Fragen wird an der Universität Wien ein hochrangiges Programm zentrale Akteurinnen und Akteuren sowie Expertinnen und Experten von internationalen Organisationen, NGOs und der Wissenschaft, aber auch Studierende aus einer Vielzahl von Ländern zusammenführen. Die Konferenz wird durch Statements des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, des österreichischen Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung Heinz Faßmann und der österreichischen Justizministerin Alma Zadić, der Vizerektorin Christa Schnabl für die Universität Wien und der neuen Rektorin der Central European University, Shalini Randeria, eröffnet. Daran schließen sich Kurzvorträge von Assistant High Commissioner of Protection des UNHCR, Gillian Triggs, die gegenwärtig mit der Flüchtlingskrise in Afghanistan und anderen Brennpunkten der Welt befasst ist, der Direktorin für die Sonderverfahren im Hochkommissariat für Menschenrechte, Peggy Hicks, der Leiterin der Abteilung für Migration und Entwicklung der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Cécile Riallant, des Leiters der Abteilung für Bildung des Europarates, Sjur Bergan,  und der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Technologie der Republik Kosovo, Arbërie Nagavci. In den Panels und Arbeitsgruppen werden Robert Quinn von Scholars at Risk (USA) wie auch Erhard Busek, früherer österreichischer Vizekanzler und Bildungsminister sowie David Croisier von der Europäischen Kommission, Patrizia Jankovic von der österreichischen UNESCO Kommission und rund 40 Expertinnen und Experten zur Situation in Belarus, Afghanistan, Myanmar und Türkei und zu verschiedenen Bildungsthemen sprechen. Das Programm samt weiteren Informationen findet sich auf der Konferenzwebsite.

 

Die Konferenz wird auch online zugänglich sein. Ein Höhepunkt wird am Nachmittag des 22. September die Präsentation der Festschrift anläßlich des 100-jährigen Bestehens von WUS sein, zu der mehr als 80 ehemalige WUS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beigetragen haben, beginnend mit dem ehemaligen chilenischen Staatspräsidenten Ricardo Lagos. Die Konferenz wird mit der Annahme der „Wiener Erklärung für das Menschenrecht auf hochwertige Bildung" enden, die auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen, Orientierung für die zukünftige Meisterung der Herausforderungen für das Menschenrecht auf Bildung geben wird.

 

 

 

Zurück in die Steinzeit - Taliban verkünden Hochschuldoktrin

15. September 2021 - 0:23

Universitäten und Abschlüsse haben im Vergleich zu Religionsgelehrten keine Bedeutung

 

„Nun ist es auch verkündet, was viele seit der Machtergreifung der Taliban befürchtet haben. Der amtierende Minister für höhere Bildung Abdul Baqi Haqqani erläuterte in einer Pressekonferenz belehrend: ,Mullahs sind besser als ein Arzt oder ein Meister. Sie sehen, dass die Mullahs und Taliban, die an der Macht sind, keinen Doktortitel, keinen Magister oder auch nur einen Highschool-Abschluss haben, aber sie sind die Größten von allen.' Was er nicht sagte, ist, dass die Taliban in den Koranschulen nur vermeintlich den Koran vermittelt bekamen. Vielmehr wurde eine menschverachtende Ideologie, die mit dem Koran überhaupt nichts zu tun hat, gelehrt", so Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des World University Service (WUS).

 

Im offiziellen Erlass Nr. 146 ist seitens der Taliban ein langes Regelwerk mit ihrer Hochschuldoktrin aufgeschrieben. Studentinnen wird der Zutritt zu den Universitäten nur mit einem schwarzem „Niqab" gestattet. Dabei handelt es sich um eine Kopf- und Gesichtsbedeckung, die nur einen schmalen Schlitz für die Augen frei lässt. Darüber hinaus ist ab sofort vorgeschrieben, das Studentinnen und Wissenschaftlerinnen und Frauen in der Hochschulverwaltung räumlich getrennt von Männern „gehalten werden" müssen. Ist dies nicht möglich, müssen Frauen und Männer durch einen Vorhang getrennt werden. Vorlesungen für Studentinnen sollen nur noch von Frauen gehalten werden. Lasse sich dies nicht umsetzen, sei auch die Vorlesung durch einen „alten Mann mit gutem Charakter" ersatzweise möglich. Die Regeln sehen des Weiteren vor, dass Frauen die Vorlesungsräume fünf Minuten vorher verlassen und in speziellen Räumen warten müssen, bis alle Männer das Gebäude verlassen haben. So sollen Begegnungen vermieden werden. Dies gilt auch für den Zugang zu den Räumen.

 

„Wir gehen davon aus, das diese Regelung nur der Beruhigung der internationalen Gemeinschaft für die heutige Geberkonferenz in Genf im Beisein von UN-Generalsekretär António Guterres dient. Die Taliban sind pleite und wollen durch solche Ankündigungen sowohl nach innen gegenüber den Fundamentalisten in ihren eigenen Reihen aber auch gegenüber der internationalen Gemeinschaft sagen, wir haben dazu gelernt und jetzt dürfen auch Frauen bei uns studieren. Dieses durchschaubare Spiel sollte die internationale Gemeinschaft klar benennen und ganz konkrete Bedingungen für ihre Hilfszusagen machen, auch für den Hochschulbereich", so Dr. Ghawami.

 

„Tausende afghanische Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warten immer noch auf eine Gelegenheit, dem Taliban-Regime zu entkommen. Wir, die internationale Academic Community, sind aufgerufen ihnen beizustehen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen", appelliert Dr. Ghawami.

 

„Geisteswissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Disziplinen wird es unter den Taliban nicht mehr geben – sie werden ausschließlich ingenieurwissenschaftliche Studiengänge zukünftig erlauben. Denn auch die Taliban haben erkannt, entgegen dem Überlegenheitsanspruch der Taliban- Mullahs, dass sie besser seien als Akademiker je sein könnten, dass sie für das Staatswesen Fachkräfte benötigen. Der WUS hat daher bereits begonnen, ein Konzept zur Errichtung einer „Afghan Online Exile University" mit afghanischen Exil-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu gründen, die über Online-Angebote ein Minimum an akademischer Bildung in Afghanistan als auch in den absehbaren Flüchtlingslagern in den Nachbarstaaten von Afghanistan gewährleisten könnte. WUS hat bereits sehr positive Rückmeldung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Hochschulen zu diesem Vorschlag bekommen und wir planen hierzu in Kürze eine internationale Konferenz", so Dr. Ghawami abschließend.

 



PRESSEMITTEILUNG

13.09.2021

 

 

 

Deutschland tritt der von Indien initiierten International Solar Alliance bei und baut Zusammenarbeit bei Klimapolitik und erneuerbarer Energien aus

15. September 2021 - 0:22

BERLIN/NEU DELHI – Die Parlamentarischen Staatssekretäre beim Bundesentwicklungsministerium, Dr. Maria Flachsbarth und Norbert Barthle, haben auf ihrer Indien-Reise die Zusammenarbeit bei der Klimapolitik und dem Ausbau erneuerbarer Energien ausgebaut. Diese erste Auslandsreise der Parlamentarischen Staatssekretäre seit Beginn der Corona-Pandemie unterstreicht die Bedeutung Indiens als strategischer Partner Deutschlands für die Erreichung globaler Umwelt- und Entwicklungsziele.
Parlamentarische Staatssekretärin Frau Dr. Flachsbarth: „Klimapolitik umfasst neben der Senkung von Treibhausgasen gerade auch in Indien die Anpassung an den Klimawandel. Was wir diesen Sommer an Überflutungen erlebt haben in Deutschland, das erleben die Menschen in Indien jedes Jahr in Form von Zyklonen und Starkregen, aber auch in Form von Dürren und Hitzewellen. Wir haben deshalb sowohl mit der Katastrophenschutzbehörde und dem Umweltministerium als auch dem Finanzministerium vereinbart, die Zusammenarbeit zur Anpassungsplanung fortzuführen und insbesondere Finanzierungslösungen zum besseren Schutz vor Klimakatastrophen auch für die ärmsten Menschen voranzutreiben. Die indische Seite prüft derzeit den Beitritt zur InsuResilience Global Partnership, die sich als G20-Initiative unter meiner Führung insbesondere für Anpassungs- und Versicherungslösungen engagiert."

Parlamentarischer Staatssekretär Norbert Barthle: „Wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz gehen Hand in Hand - wenn die Politik den richtigen Rahmen setzt. Das haben wir intensiv mit dem Energieminister und dem Minister für berufliche Bildung diskutiert. In Indien erleben wir einen Boom der Solarenergie. Die Kohleverstromung muss schrittweise durch Erneuerbare Energien abgelöst werden. Deshalb arbeiten wir mit zinsverbilligten Krediten, technischer Beratung und Berufsbildung im Solarsektor eng mit Indien zusammen. Damit helfen wir, den Weg zur Klimaneutralität auch in Indien möglich zu machen und gleichzeitig Arbeit und Zukunftschancen für die 1,4 Milliarden Inderinnen und Inder zu sichern."

Die Parlamentarischen Staatssekretäre konnten während ihres Aufenthalts die vom Bundespräsidenten gezeichnete deutsche Beitrittserklärung zur International Solar Alliance übergeben.

Norbert Barthle: „Mit dem Beitritt zu dieser von Indien angeführten internationalen Organisation zur Förderung der Solarenergie unterstreicht Deutschland seine Unterstützung für eine weltweite

Energiewende, die dafür notwendige Technologie- und Marktentwicklung und den Fokus auf eine engere Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern."

In den vergangenen Jahren hat Deutschland jährlich Zusagen von über einer Milliarde Euro an Indien gemacht überwiegend in Form von zinsverbilligten Krediten, aber auch Beratungsleistungen. Ziel ist der Klimaschutz, die Bewältigung der Folgen des Klimawandels und die Erreichung der SDGs, insbesondere in den Bereichen Energiewende, grüne urbane Mobilität und resiliente Städte sowie Schutz von Wald, Boden und Wasser in Zusammenarbeit mit der meist sehr armen ländlichen Bevölkerung. Auch 2021 sind Zusagen in ähnlicher Höhe geplant. Die Reise diente zur politischen Vorbereitung dieser Zusagen.

Ein weiteres wichtiges Thema der Reise war die Verstärkung der Zusammenarbeit zu agrarökologischer Landwirtschaft - insbesondere die wissenschaftlichen Unterlegung ihrer Beiträge für Ernährungssicherung, Steigerung der Einkommen armer Bäuerinnen und Bauern und der Abmilderung der Konsequenzen von Dürren und Starkregen.

 

Maria Flachsbarth: „Wir können mit unserer Zusammenarbeit auf eine dynamische soziale und politische Bewegung zu Agrarökologie in Indien aufbauen. Diese braucht aber mehr internationale Unterstützung, Zugang zu Finanzierung und Märkten. Dies wollen wir mit einem breiten Spektrum von indischen Partnern von der Zivilgesellschaft über Verbände, Banken und Start-up Unternehmen unterstützen. Dabei bauen wir auch auf die notwendige Führungsrolle des indischen Landwirtschaftsministeriums, die Minister Tomar schon im April dieses Jahres angekündigt hat."

 

Im Rahmen von weiteren Terminen mit indischen Wissenschaftseinrichtungen berichteten diese ausführlich über die Erfolge und Herausforderung Indiens bei der Bewältigung der COVID-19 Pandemie, aber auch über gute Erfahrungen Indiens im Bereich One Health. In diesem Zusammenhang hob UNICEF besonders die schnelle und effektive Unterstützung des Entwicklungsministeriums zu Beginn der Krise hervor.

 

Maria Flachsbarth: "Es ist ein großer Erfolg, dass unsere Soforthilfe von 40 Millionen Euro schnell und unmittelbar bei den besonders Bedürftigen und in armen ländlichen Region angekommen ist. Mit dem für November geplanten Einsatz der Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit (SEEG) knüpfen wir an diesen Erfolg an."

 

In Gesprächen mit Menschen aus der indischen Zivilgesellschaft wurde deutlich, dass die Freiräume zivilgesellschaftlicher Akteure zur Arbeit mit marginalisierten Bevölkerungsgruppen und Minderheiten als auch breiteren Themen der nachhaltigen Entwicklung zunehmend eingeschränkt werden. Die Parlamentarischen Staatssekretäre brachten im Gespräch mit dem Außenministerium die deutsche Besorgnis darüber zum Ausdruck.

 

Das hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit u.a. in Indien bislang erreicht:

-                       Installation von 3,37 GW Erneuerbaren Energien in Indien unterstützt.

-                       Durch Beratung und Investitionen trägt die deutsche EZ jährlich zu einer Einsparung von etwa 83 Mio. t CO2 ein (etwa die Emissionen Chiles) - ein Großteil davon durch das Energieeffizienz-Handelssystem industrieller Großverbraucher Perform Achieve and Trade (PAT).

-                       Rund 2 Mio. Hektar Land- und Waldflächen werden nachhaltig und klimaangepasst bewirtschaftet

-                       Rund 2 Mio. Menschen profitieren von verbesserten Lebensgrundlagen und gesteigertem Einkommen aufgrund nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung

 

Bildunterschrift: Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth und Parlamentarischer Staatssekretär Norbert Barthle mit Energieminister der Metropolregion Delhi bei der Eröffnung einer Solaranlage mit Speicher und Ladesäulen.

Fotocredit: BMZ


140 ehemalige Regierungschef*innen und Nobelpreisträger*innen appellieren: Impfpatente sollten aufgehoben werden

15. September 2021 - 0:21
Offener Brief an deutsche Kanzlerkandidat*innen

Berlin, 14.09.2021. Mehr als 140 ehemalige Staats- und Regierungschef*innen sowie Nobelpreisträger*innen fordern in einem offenen Brief die Kanzlerkandidat*innen Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet auf, sich für den Verzicht auf geistige Eigentumsrechte und den Transfer von Technologien für Covid-19-Impfstoffe auszusprechen und "dies zur politischen Aufgabe einer künftigen Regierungskoalition zu machen". Die Unterzeichnenden betonen, dass ein Ende der deutschen Blockade gegen den Verzicht auf Patente von entscheidender Bedeutung für die Überwindung von Impfstoffmonopolen, den Transfer von Impfstofftechnologie und die Ausweitung der Impfstoffherstellung in der ganzen Welt sei, um weitere Millionen Todesfälle durch Covid-19 zu verhindern.

Ehemalige Staats- und Regierungschef*innen, darunter der ehemalige französische Präsident François Hollande, der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown, der ehemalige kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos, die ehemalige Präsidentin von Malawi Joyce Banda sowie Nobelpreisträger*innen wie Professor Joseph Stiglitz, Professor Francoise Barre-Sinoussi und Elfriede Jelinek bringen in dem Brief zum Ausdruck, sie seien "zutiefst besorgt darüber, dass Deutschland nach wie vor eine vorübergehende Aussetzung der Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) für geistiges Eigentum ablehnt", und das zu einer Zeit, in der "die künstliche Beschränkung der Herstellung und damit des Angebots täglich zu Tausenden vermeidbarer Todesfälle durch COVID -19 führt." In Ländern mit niedrigem Einkommen sind weniger als zwei Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft, während es in Ländern mit hohem Einkommen fast 50 Prozent sind.

Die Unterzeichnenden fordern die drei Kandidierenden nachdrücklich auf, eine weitreichende und umfassende Ausnahmeregelung vom TRIPS-Abkommen zum Schutz geistigen Eigentums für alle COVID-19-bezogenen Technologien bei der WTO zu unterstützen und sich damit mehr als 100 Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten und Frankreich, anzuschließen. Deutschland lehnt weiterhin eine Ausnahmeregelung vom TRIPS-Abkommen für Covid-19-Impfstoffe und Behandlungen in der WTO ab. Die TRIPS-Ausnahmeregelung wurde erstmals im Oktober 2020 von Indien und Südafrika vorgeschlagen und wird inzwischen von mehr als 100 Ländern unterstützt. Frankreich und die Vereinigten Staaten haben zu Beginn des Jahres ihre Unterstützung angekündigt.

Die Unterzeichnenden betonen in dem offenen Brief: "Deutschland hat zur Entwicklung der erfolgreichsten Impfstofftechnologie gegen das Coronavirus COVID-19 beigetragen. Und es kann entscheidend dazu beitragen, diese Pandemie zu beenden, wenn es sich jetzt über Pharma-Monopole hinwegsetzt und darauf besteht, dass diese Technologie geteilt wird." Neben der Unterstützung der TRIPS-Ausnahmeregelung fordern sie die nächste Bundesregierung auf, dafür zu sorgen, dass deutsche Pharmaunternehmen die lebensrettende mRNA-Impfstofftechnologie schnell und transparent mit qualifizierten Herstellern in der ganzen Welt teilen.

Helen Clark, ehemalige Premierministerin von Neuseeland, sagt:

"Die Unterstützung Deutschlands für eine TRIPS-Ausnahmeregelung unter den außergewöhnlichen Umständen durch die COVID-19-Pandmie würde ein klares Signal aussenden, dass alle Menschen in der Lage sein sollten, schnell von verfügbaren Impfstoffen und Therapeutika zu profitieren. Eine flächendeckende Impfung jetzt und eine weitere Ausweitung der Impfstoffproduktion werden eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen."

Joseph Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreisträger, sagt:

"Der oder die neue deutsche Bundeskanzler*in wird die außerordentliche Macht haben, das Blatt bei dieser schrecklichen Pandemie zu wenden. Die nächste Bundesregierung kann die sein, an die man sich erinnert, Millionen von Leben gerettet zu haben. Es ist an der Zeit, dass Deutschland den Transfer von Impfstofftechnologien sicherstellt und sich dem Rest der Welt anschließt, indem es sich bei der Welthandelsorganisation für eine vorübergehende Ausnahmeregelung einsetzt".

Während die Staats- und Regierungschef*innen und Nobelpreisträger*innen an die Kanzlerkandidat*innen schreiben, rufen Aktivist*innen auf der ganzen Welt zu Protesten auf, um die deutsche Regierung aufzufordern, die Bemühungen für Zugang zu Impfstoff auf der ganzen Welt nicht länger zu blockieren. Die Proteste werden von Nairobi bis zum Opernhaus in Sydney in Australien, von den Union Buildings in Pretoria bis zu Brasiliens berühmter Cristo Rei Statue und der berühmten Golden Gate Bridge in San Francisco stattfinden.

Der Brief, der von der People's Vaccine Alliance, einem Zusammenschluss von mehr als 70 Organisationen, darunter Club de Madrid, Oxfam und UNAIDS, koordiniert wurde, warnt davor, dass die extreme Ungleichheit bei der Impfstoffversorgung so lange anhalten wird bis es eine nennenswerte Steigerung der Impfstoffproduktion geben wird. Während Länder mit hohem Einkommen jetzt damit beginnen, ihren Bürgern Auffrischungsimpfungen anzubieten, reicht das weltweite Angebot bei weitem nicht aus, um eine flächendeckende Impfung zu gewährleisten.

Hinweise:

  • Lesen Sie hier den vollständigen Brief und die Liste der Unterzeichner hier
  • Der Brief wurde von der People's Vaccine Alliance koordiniert, einem Zusammenschluss von mehr als 70 Organisationen, darunter Club de Madrid, Physicians for Human Rights, Oxfam, UNAIDS, Nizami Ganjavi International Center, Global Justice Now, Yunus Centre und Avaaz.

 


 

Deutschland darf Aufhebung der Impfpatente nicht weiter blockieren

13. September 2021 - 13:24
Weltweite Aktionswoche für einen TRIPS Waiver

Berlin, 13.09.2021. In Deutschland und den meisten Industrieländern erkranken immer weniger Menschen schwer an COVID-19, in Ländern mit niedrigem Einkommen sterben Menschen, weil sie keinen Zugang zu Impfstoffen haben. Während einer weltweiten Aktionswoche vom 14. bis 21. September ruft das Bündnis „People's Vaccine Alliance" politische Entscheidungsträger*innen auf, eine Aufhebung des TRIPS-Abkommens über geistiges Eigentum für alle COVID-19-bezogenen Technologien bei der WTO und den Transfer von Impfstofftechnologien zu unterstützen.

Jeden Tag sterben weltweit 10.000 Menschen an den Folgen von COVID-19. Während Länder mit hohem Einkommen nun damit beginnen, ihren Bürgern Auffrischungsimpfungen anzubieten, reicht das weltweite Angebot bei weitem nicht aus, um flächendeckende Impfungen zu gewährleisten.

Von Nairobi bis zum Sydney Opera House in Australien, von den Union Buildings in Pretoria bis zum berühmten Cristo Rei in Brasilien sowie der Golden Gate Bridge in San Francisco werden Aktivist*innen auf der ganzen Welt am 14. September Aktionen veranstalten, um Bundeskanzlerin Merkel und die Kanzlerkandidat*innen Annalena Baerbock, Olaf Scholz und Armin Laschet aufzufordern, die Bemühungen für Zugang zu Impfstoff auf der ganzen Welt nicht länger zu blockieren. Angesichts der Tatsache, dass weiterhin täglich Tausende von Menschen an COVID-19 sterben, fordern die Aktivist*innen Deutschland auf, sich mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft zu solidarisieren.

Am 20. September werden sich im Rahmen der globalen Aktionswoche Menschen vor der UN-Vollversammlung in New York versammeln, um US-Präsident Biden und die Staats- und Regierungschef*innen der Industrieländer aufzufordern, die Produktion von COVID-19-Impfstoffen unverzüglich auszuweiten, Pharmamonopole zu brechen, die gemeinsame Nutzung von Produktionstechnologien sicherzustellen und die künstliche Knappheit zu beenden, die diese Pandemie aufrechterhält.

Deutschland muss den TRIPS Waiver jetzt unterstützen

Die Tatsache, dass eine kleine Anzahl von Impfstoffherstellern monopolistisch kontrolliert, wie viel Impfstoff produziert wird und wo er produziert wird, hat zu einem ernsthaften Mangel an Impfstoffdosen geführt. Deutschland und einige andere Länder blockieren weiterhin den TRIPS Waiver und die gemeinsame Nutzung des COVID Technology Access Pool (C-TAP) der WHO, was täglich zu Tausenden von unnötigen Todesfällen und der Gefahr neuer Mutationen führt, die Leben und wiedergewonnene Freiheiten auch in Deutschland und Europa bedrohen. Das Ende der deutschen Blockade gegen den Verzicht auf Patente ist von entscheidender Bedeutung für die Überwindung von Impfstoffmonopolen, den Transfer von Impfstofftechnologie und die Ausweitung der Impfstoffherstellung auf der ganzen Welt, um Millionen weiterer Todesfälle durch Covid-19 zu verhindern.

Die „People's Vaccine Alliance" ist ein Zusammenschluss von mehr als 75 Organisationen, darunter Club de Madrid, Yunus Centre, Oxfam, Bot für die Welt, UNAIDS, Physicians for Human Rights, Nizami Ganjavi International Center, Global Justice Now und Avaaz mit dem gemeinsamen Ziel, sich für einen frei zugänglichen Impfstoff gegen COVID-19 einzusetzen.

Hinweise:

Bundestagswahl 2021: #Kinderrechtechampion | UNICEF

13. September 2021 - 13:23
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Mehr als 300 Politiker*innen wollen sich in der nächsten Legislaturperiode für Kinderrechte einsetzen

Bundestagswahl 2021

© National Coalition Deutschland

Köln, 13. September 2021 // 304 Kandidat*innen für die Bundestagswahl wollen sich in der nächsten Legislaturperiode für Kinder und ihre Rechte einsetzen und als #KinderrechteChampion in den neuen Bundestag ziehen.

Die Kampagne #KinderrechteChampion wurde von zehn Kinderrechtsorganisationen gestartet, um die Kinderrechte bei der Bundestagswahl auf die Agenda zu setzen und langfristig zu stärken. Auch über den Wahltag hinaus können sich Bundestagskandidat*innen und Abgeordnete des neuen Bundestages der Aktion anschließen, um sich im neu gewählten Bundestag für die Umsetzung der Kinderrechte einzusetzen. UNICEF Deutschland unterstützt die Kampagne. 

„Das große parteiübergreifende Interesse, Kinderrechte auf die politische Agenda zu setzen, freut mich sehr. Ich hoffe, dass aus dem Bekenntnis auch ein entschlossenes Handeln für Kinder und mit ihnen folgt. Denn angesichts der großen Herausforderungen, vor denen junge Menschen heute stehen, kommt es mehr denn je darauf an, unseren grundlegenden Werten zu folgen und einen klaren Kompass zu haben: das Wohl unserer Kinder und die Verwirklichung ihrer Rechte", so Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland.  

Alle #KinderrechteChampion wollen in der kommenden Legislaturperiode die Beteiligung von Kindern fördern, Investitionen in Bildung stärken sowie Kinderarmut und Ungleichheit bekämpfen. Fortschritte in diesen Bereichen sind dringend notwendig, um die Kinderrechte in Deutschland und weltweit zu verwirklichen und Kindern eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

Eine vollständige Liste der mitwirkenden Kandidat*innen und weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Website: kinderrechtechampion.de 


Welthungerhilfe zur Geberkonferenz Afghanistan

12. September 2021 - 17:20


Welthungerhilfe zur Geberkonferenz Afghanistan Die notleidende Bevölkerung braucht schnelle Hilfe

Bonn/Berlin, 12.09.2021. Mehr als die Hälfte der Menschen ist auf humanitäre Hilfe angewiesen, also auf Nahrung, Trinkwasser, medizinische Versorgung und Unterkünfte. 13,2 Mio. Menschen haben nicht ausreichend zu essen, d.h. jeder Dritte Einwohner des Landes hungert. Seit Beginn 2021 sind 590.000 Menschen wegen der Kämpfe im Land aus ihren Dörfern geflohen, viele nach Kabul. Vor allem in den ländlichen Regionen ist die Not groß. Erkundungsmissionen von lokalen Mitarbeitern der Welthungerhilfe in den letzten beiden Wochen im Norden Afghanistans (Privinzen Jawzjan, Balkh, Samargan) zeigen die dramatische humanitären Lage.

Viele Häuser wurden durch die Kämpfe zerstört und müssen vor dem anstehenden Winter repariert werden, um Schutz vor der Kälte zu bieten. Die Mehrheit der besuchten Dörfer hat keinen Zugang zu Trinkwasser, d.h. die Menschen sind entweder abhängig von Wasserlieferungen oder sie trinken Wasser aus ungeschützten Quellen oder Flüssen. Viele Frauen leben allein mit ihren Kindern, im Durchschnitt betrifft das jeden vierten Haushalt. Die Männer sind entweder gestorben, leben als Flüchtlinge in den Nachbarländern oder sind an Kämpfen beteiligt gewesen. Je nachdem, was die Taliban anordnen, ist es für diese Frauen schwierig, das Haus zu verlassen. Viele von ihnen wissen nicht, wie sie Lebensmittel bezahlen sollen. Viele Dörfer sind sehr abgelegen, zum nächsten Markt sind es oft 10 Kilometer oder mehr. Das ist vor allem für alleinstehende Frauen enormes Problem. Keines der Dörfer erhält derzeit Nahrungsmittelhilfe von außen: Staatliche Hilfen und Lebensmittelverteilungen durch die UN sind eingestellt worden.

Die humanitäre Hilfe muss dringend fortgesetzt und aufgestockt werden, um Menschenleben zu retten. Die Welthungerhilfe ist im Land und will diese dringend benötigte Unterstützung leisten. Die Rahmenbedingen, unter denen diese Hilfe geleistet wird, müssen mit der neuen Regierung verhandelt werden. Dazu gehört der freie und ungehinderte Zugang zu den Bedürftigen, die Neutralität der humanitären Hilfe und Sicherheitsgarantien für die Helfer. Diese Verhandlungen sollten die Bundesregierung und auch die internationale Staatengemeinschaft weiterführen. Die humanitäre Hilfe hat eindeutig Priorität. Unter welchen Bedingungen und wann die bilaterale staatliche Entwicklungshilfe fortgeführt werden kann, muss in einem zweiten Schritt entschieden werden. Auch hier sollte es klare Bedingungen geben.

Weitere Informationen unter https://www.welthungerhilfe.de/aktuelles/blog/2021/unsere-arbeit-in-afghanistan-geht-weiter/

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





Germanwatch: Klimaschutz ist Freiheitsschutz

10. September 2021 - 16:33
die nächste Regierung muss endlich klare Konzepte für den Schutz von Klima, Artenvielfalt und... ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
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News und Hintergründe zu Klima | Landwirtschaft | Unternehmensverantwortung | Bildung ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Klimaschutz ist Freiheitsschutz ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Hallo, ­ die nächste Regierung muss endlich klare Konzepte für den Schutz von Klima, Artenvielfalt und sozialer Gerechtigkeit auf den Weg bringen.

In unserem heutigen Statement zur Bundestagswahl mache ich u. a. mit Dr. Eckart von Hirschhausen (Arzt und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen), Dr. Antje von Dewitz (VAUDE), Pirmin Spiegel (MISEREOR) und Pierre Baigorry („Peter Fox") auf den so wichtigen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Freiheit aufmerksam: Je später wir handeln, desto kleiner wird unser Handlungsspielraum. Damit die Maßnahmen dann noch rechtzeitig Wirkung zeigen, werden sie tiefgreifender und radikaler ausfallen müssen. Handelt die kommende Regierung nicht oder nur halbherzig, hätte das den Verlust von Freiheit und die Einschränkung zentraler Grundrechte zur Folge.

Noch haben wir die Wahl. Für ein gutes Leben jetzt und in der Zukunft, für unsere Gesundheit und die des Planeten – und für eine freiheitliche Gesellschaft. ­ ­ Ihre Silvie Kreibiehl
Vorstandsvorsitzende von Germanwatch ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Zum Statement "Klimaschutz ist Freiheitsschutz" ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 10 Kernforderungen zur Bundestagswahl ­ Im Rahmen umfassender Reformen muss die nächste Bundesreigerung Deutschland gerechter, nachhaltiger und international verantwortungsvoller machen. Diese 10 Aufgaben müssen aus unserer Sicht jetzt angepackt werden. ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Themenseite zur Bundestagswahl ­ Appelle, offene Briefe und Aktionen: In den letzten Wochen haben wir uns immer wieder zusammen mit weiteren NGOs und Verbänden zu Wort gemeldet. Auf unserer Themenseite finden Sie alle Positionen und Forderungen rund um die Wahl. ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Machen Sie die Wahl zur Abstimmung für's Klima! ­ Versprechen Sie in dieser digitalen Aktion Ihre Stimme der Partei, die aus Ihrer Sicht die besten Ideen für Klimaschutz hat und reden Sie darüber: mit Freund:innen, der Familie, am Arbeitsplatz, ... ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Weitere aktuelle Themen ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Hintergrundpapier ­ ­ ­ Kontrovers diskutiert: Antibiotika in der Tierhaltung ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Werden bestimmte Antibiotika in Zukunft allein den Menschen vorbehalten und in der Veterinärmedizin verboten? Ein entsprechender Rechtsakt wird aktuell im EU-Parlament diskutiert. Dieses Hintergrundpapier fasst die Fakten, Standpunkte und Entwicklung der aktuellen Debatte zusammen. ­ Zum Hintergrundpapier ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Blogbeitrag ­ ­ ­ Gerechtigkeit als energiepolitisches Ziel verankern ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit - innerhalb dieses Zieldreiecks wird in Deutschland über energiepolitische Maßnahmen entschieden. Den Anforderungen des Klimaschutzes wird das Dreieck jedoch nicht gerecht. Es muss um die Dimension Gerechtigkeit erweitert werden, plädieren Eva Schmid und David Frank. ­ Zum Blogbeitrag ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Interview ­ ­ ­ "Unser Kampf für Umwelt und Menschenrechte ist gefährlich" ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Die junge Brasilianierin Giulia Dias setzt sich mit Fridays for Future Amazônia für den Schutz des Regenwalds und die Rechte indigener Gemeinschaften in ihrem Land ein. Lesen Sie das vollständige Interview in unserem aktuellen WEITBLICK, den wir den komplexen Zusammenhängen zwischen Welthandel und Waldvernichtung gewidmet haben. ­ Zum Interview ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ▶ Alle aktuellen Meldungen, Publikationen und Pressemitteilungen finden Sie auf unserer Webseite.   ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Termine ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 14.09.2021 ­ ­ ­ Digitales Seminar ­ Ausbeutung in der Landwirtschaft - Die Schattenseiten der Agrar-Lieferketten ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 16.09.2021 ­ ­ ­ Konferenz - Bonn und digital ­ Global Renewable Energy Forum 2021 ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 24.09.2021 ­ ­ ­ Demonstration - verschiedene Städte weltweit ­ Klimademo #AlleFürsKlima ­ Weitere Germanwatch-Termine ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ In eigener Sache ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Neuer Newsletter: „Transformation gestalten lernen" ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Bildungsakteur:innen aufgepasst: Unser Team "Bildung für nachhaltige Entwicklung" informiert ab jetzt mehrfach im Jahr über aktuelle Debatten, spannende Veranstaltungen und neue Publikationen und Materialien rund um Bildung und Engagement für die Transformation. ­ Jetzt Newsletter abonnieren! ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Folgen Sie uns auf: ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Germanwatch e.V. | info@germanwatch.org | www.germanwatch.org
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Staatliches Textilsiegel Grüner Knopf feiert zweiten Jahrestag

10. September 2021 - 1:45

150 Millionen verkaufte Textilien – Anzahl der Unternehmen verdreifacht

 

Berlin - Das staatliche Siegel feiert heute seinen zweiten Jahrestag. Entwicklungsminister Müller gratuliert:

„Der Grüne Knopf ist eine Erfolgsgeschichte: Vor zwei Jahren sind wir mit 27 Unternehmen gestartet. Heute hat sich die Zahl fast verdreifacht: 78 Unternehmen machen mit. Hundert weitere haben das Siegel beantragt. 40 Prozent der Deutschen kennen den Grünen Knopf. Das Interesse zeigt sich auch an der Ladentheke: Bislang wurden 150 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft. Im letzten Halbjahr so viele wie noch nie – trotz Corona! Wenn Sie sich andere Nachhaltigkeitssiegel anschauen, werden Sie wenige finden, die sich so schnell am Markt etabliert haben.

Am Thema Nachhaltigkeit kommt niemand mehr vorbei. Der Grüne Knopf ist im Markt angekommen: Marken wie Trigema, Jack Wolfskin und Esprit machen mit genauso wie große Handelsketten, etwa Tchibo, Aldi, Lidl oder Rewe. Sie zeigen auch, dass nachhaltig produzierte Kleidung nicht teuer sein muss. Auch bei der Beschaffung setzen immer mehr auf den Grünen Knopf: Caritas und Diakonie wollen alle 56.000 Einrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime mit ihren 2,2 Millionen Betten auf Grüne Knopf-Textilien umstellen. Die Deutsche Bahn hat bereits die neuen Outfits für 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zertifiziert. Ebenso wie viele Fankollektionen von Bundesliga-Vereinen. Das sind tolle Zeichen der Verantwortung. Darüber freue ich mir sehr.

Bei der nachhaltigen Beschaffung erfüllt der Bund  seine selbst gesetzten Ziele nicht. Unser Ziel muss deshalb sein: Den Grüne Knopf zur Standardmarke der öffentlichen Beschaffung zu machen, sowohl in allen Kommunen als auch staatlichen Betrieben."

 

Vor zwei Jahren, am 9. September 2019, hat Entwicklungsminister Gerd Müller den Grünen Knopf gestartet.

  • Seitdem wurden 78 Unternehmen zertifiziert. Dreimal mehr als beim Start.

 

Der Grüne Knopf ist auf Mode, Outdoor-Bekleidung, Heimtextilien und Berufsbekleidung zu finden.

  • Vom 1. Januar 2020 bis zum 30.6.2021 wurden ca. 150 Millionen Textilien mit dem Siegel verkauft:

o   Halbjahr 2020: 50 Millionen Textilien

o   Halbjahr 2020:  39 Millionen Textilien

o   Halbjahr 2021: 57 Millionen Textilien

  • Die Gesamtzahl verkaufter GK-zertifizierter Textilien stieg im 1. Halbjahr 2021 um 45% im Vergleich zum 2. Halbjahr 2020.
  • In der Produktgruppen Bekleidungstextilien stieg im Vergleich erstes Halbjahr 2021 zu zweitem Halbjahr 2020 die Anzahl verkaufter GK-zertifizierter Produkte um 49%, in der Gruppe Heim-&Haustextilien um 32% und in der Gruppe Textile Schuhe und Accessoires um 50%.

Laut einer repräsentativen GfK-Umfrage kennen 40 Prozent der Deutschen den Grünen Knopf und von diesen haben fast die Hälfte bereits ein Produkt mit dem Siegel gekauft.

Der Grüne Knopf ist mittlerweile international aufgestellt: Der Green Button ist eine geschützte EU-Marke - große deutsche Einzelhändler mit Filialen in ganz Europa nutzen ihn bereits.

Auch ausländische Unternehmen können ihre Produkte mit dem Siegel zertifizieren. 

Als erstes staatliches Siegel stellt der Grüne Knopf aber nicht nur Anforderungen an das Produkt (T-Shirt, Bettwäsche), sondern auch an das Textilunternehmen.

46 Sozial- und Umweltkriterien müssen für den Grünen Knopf eingehalten werden, wie die Zahlung von Mindestlöhnen, das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit und das Verbot gefährlicher Chemikalien.

 



Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika #AGRA gescheitert

9. September 2021 - 21:07

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Einladung

Ein Stachel im AGRA-Märchen

Unabhängige Expert*innenbewertung bestätigen das Scheitern der Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA)

Präsentation & Diskussion 

14.09.2021, 16:00 - 18:00 Uhr
online (via zoom) 
Anmeldung: zoom.us/webinar/register/WN_wbDq9UPNRp-

Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) und ihre Fixierung auf technische Lösungen zur Hunger- und Armutsbekämpfung spielen eine Schlüsselrolle auf dem UN-Welternährungsgipfel im September dieses Jahres. Die AGRA-Präsidentin, Dr. Agnes Kalibata, ist beispielsweise Sondergesandte des Gipfels. AGRA, registriert in den USA, wurde 2006 unter anderem von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung mit der Vision gegründet, die landwirtschaftlichen Erträge und Einkommen von 30 Millionen kleinbäuerlichen Haushalten zu verdoppeln und damit sowohl Hunger als auch Armut in 20 afrikanischen Ländern bis 2020 zu halbieren. In ihrem kürzlich erschienenen Hintergrundpapier entlarven zivilgesellschaftliche Organisationen aus Burkina Faso, Deutschland, Kenia, Mali, Nigeria, Tansania, Uganda und Sambia den Mythos um AGRA: Der AGRA-Ansatz ist gescheitert.

Vertreter*innen aus verschiedenen afrikanischen Ländern, Deutschland und den USA werden bei der Online-Veranstaltung über die Bedrohungen durch AGRA für kleine Lebensmittelerzeuger*innen berichten und erläutern, warum das milliardenschwere Programm gescheitert ist.

Sprecher*innen:

Million Belay AFSA, Uganda
Timothy Wise IATP, USA
Anne Maina BIBA, Kenia
Mariann Bassey ERA/FoEN, Nigeria
Lena Bassermann INKOTA-netzwerk, Deutschland
Roman Herre FIAN, Deutschland 

Moderation:
Jan Urhahn, Rosa Luxemburg Stiftung
Josephine Koch, Forum Umwelt und Entwicklung

Sprachen:
Deutsch, Englisch und Französisch (mit Simultanübersetzung).

14.09.2021, 16:00 - 18:00 Uhr
online (via zoom) 
Anmeldung: zoom.us/webinar/register/WN_wbDq9UPNRp- Diese Veranstaltung gehört zu der 4-teiligen Veranstaltungsreihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Unser Essen, unsere Story – Das Narrativ um Ernährungssysteme zurückerobern".




LHÜ-Info August 2021

9. September 2021 - 21:06


LHÜ-INFO August 2021

AKLHÜ-Feature Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT 2021: Personelle Zusammenarbeit ist wichtiger denn je!

„Ich kann junge Menschen nur ermutigen, einen Auslandsaufenthalt anzugehen. Ein Einsatz im Globalen Süden ist prägend. Es gibt mir die Gelegenheit, mit tollen Menschen zusammenzuarbeiten. Ich bin dabei weltoffener und bewusster geworden. Dafür bin ich sehr dankbar"

– Tobias Kühner, 41 Jahre, ehemalige Fachkraft, aus: AGdD. Entwicklungsdienst. Mehr als nur ein Job! Bonn 2021.

Am 23.Oktober 2021 veranstaltet der AKLHÜ die diesjährige Messe ENGAGEMENT WELTWEIT, die bundesweit einzige Fachmesse zur internationalen personellen Zusammenarbeit (IPZ). Die Messe bietet Interessierten die ideale Plattform, um erste Schritte in Richtung IPZ zu gehen oder sich vertiefend mit verschiedenen Organisationen und Themen zu beschäftigen.

→ Zum LHÜ-Feature

   

Personelle Zusammenarbeit (PZ) Die VENRO Kampagne #weltweitwichtig - Was internationalen Fach- und Freiwilligendiensten wirklich wichtig ist

Am 26. September wählen die Bürgerinnen und Bürger eine neue Regierung. VENRO möchte mit der Kampagne #weltweitwichtig die Bundestagswahlen nutzen, um den Kandidatinnen und Kandidaten aller Parteien aufzuzeigen, was den Menschen #weltweitwichtig ist! Wir haben einige Stimmen der internationalen Fach-, Entwicklungs- und Freiwilligendienste gesammelt.

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  Politisch dranbleiben und Partner nicht im Stich lassen - Lehren aus dem Afghanistaneinsatz nach dem Truppenabzug

In einem Blog-Beitrag für das forumZFD berichtet Winni Nachtwei, ehemaliger Abgeordneter im Deutschen Bundestag und Mitglied im Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung der Bundesregierung, über die Situation vor Ort und die notwendige personelle Unterstützung, die u.a. aus Deutschland kommen sollte.

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  Deutsch-Afrikanisches Jugendwerk - Gemeinsam lernen und handeln

Der Senior Experten Service (SES) ist einer der zentralen Partner im neuen Deutsch-Afrikanischen Jugendwerk (DAJW). Mit „Team works! Fachkräftebegegnungen für nachhaltige Entwicklung" führt der SES eine von zwei Programmlinien des am 24. Juni im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin vorgestellten Jugendwerks durch.

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  Welttag der humanitären Hilfe: Die Arbeit von ADRA geht weiter!

Weltweit sind jedes Jahr tausende humanitäre Helferinnen und Helfer im Einsatz, die dazu beitragen, das Leben von Millionen von Menschen zu bewahren und zu verbessern. Am 19. August, dem Welttag der humanitären Hilfe, wird an die schwierige Arbeit in den Krisengebieten dieser Welt gedacht.

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Tipps & Termine Die neue AGdD Ausgabe transfer ist online zum Thema: Arbeiten als Führungskraft

Im Entwicklungsdienst erwerben Fachkräfte vielfältige fachliche und soziale Kompe­tenzen, die sie für ihre weitere berufliche Entwicklung nutzen können – darunter auch solche, die für Führungspositionen hilfreich sind.

→ Mehr Infos

   




UNICEF: „Die Kinder in Afghanistan jetzt nicht allein lassen!“

9. September 2021 - 21:05
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UNICEF: „Die Kinder in Afghanistan jetzt nicht allein lassen!" 

UNICEF Deutschland zur Lage der Kinder in Afghanistan vor der internationalen Hilfskonferenz am 13. September in Genf 

© UNICEF/UN0498793/UNICEF Afghanistan

Köln, den 9. September 2021 // Vor der internationalen Afghanistan-Hilfskonferenz am kommenden Montag in Genf ruft UNICEF die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Hilfe für Kinder fortzusetzen und keine weitere Verschärfung der humanitären Krise zuzulassen. Gewalt, Dürre und die Covid-19-Pandemie haben in den vergangenen Monaten bereits zu einer deutlichen Verschlechterung der Lage der Kinder geführt. 

So sind nach Schätzung von UNICEF bereits jetzt allein 10 Millionen Mädchen und Jungen in Afghanistan auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bis Ende des Jahres könnten eine Million Kinder so schwer mangelernährt sein, dass ihr Leben in Gefahr ist. UNICEF setzt mit einem großen Team die Arbeit im Land fort und weitet trotz der unsicheren Situation seine Hilfe für Kinder und Frauen aus. Dazu werden allein bis Ende des Jahres 192 Millionen US-Dollar nur für Maßnahmen der humanitären Hilfe benötigt. UNICEF Deutschland ruft auch die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger dringend zu Spenden auf.

„Wir dürfen die Kinder in Afghanistan in dieser sehr unsicheren Situation nicht allein lassen. Die lebensrettenden Maßnahmen, ohne die die schon verzweifelte Lage vieler Mädchen und Jungen noch schlimmer wird, müssen dringend fortgesetzt werden. Dabei ist strikt darauf zu bestehen, dass finanzielle Mittel genau wie vorgesehen eingesetzt werden", sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. 

UNICEF ruft die neuen Machthaber dazu auf, überall sicheren, schnellen und ungehinderten Zugang zu notleidenden Menschen zu garantieren. Alle humanitären Akteure in Afghanistan müssen ihre Arbeit nach den internationalen Grundprinzipien von Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit leisten können. Die Fortschritte beim Zugang zu Bildung für Kinder – insbesondere für Mädchen – müssen bewahrt werden und alle Kinder wie auch ihre Lehrerinnen und Lehrer sich sicher fühlen. 

Bereits vor dem in wenigen Wochen beginnenden Winter ist die Not der Kinder und Familien in vielen Regionen groß: 

  • Allein seit Ende Mai hat sich die Zahl der Menschen, die innerhalb Afghanistans vertrieben wurden, auf mehr als 550.000 Menschen verdoppelt – mehr als die Hälfte davon sind Kinder;
  • Viele Eltern wissen schon jetzt nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Eine Million Mädchen und Jungen unter fünf Jahren drohen bis Ende des Jahres schwer mangelernährt zu sein;
  • Nach aktuellen Schätzungen sind bisher weniger als 1,3 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft;
  • In mehr als 320 Distrikten stieg die Zahl von Masernerkrankungen in den ersten sechs Monaten des Jahres exponentiell an;
  • Angesichts der großen Lebensmittel- und Wasserknappheit in 25 Provinzen wurde im Juni der Dürre-Notstand ausgerufen. Dadurch steigt auch die Gefahr von Krankheiten. Bereits jetzt leiden vier von fünf Kindern unter fünf Jahren in den Dürregebieten an Durchfallerkrankungen;
  • Schätzungsweise 4,2 Millionen Kinder – 60 Prozent Mädchen – gehen schon jetzt überhaupt nicht zur Schule, insbesondere in schwer zugänglichen Gegenden. Hinzu kommen allein 9,5 Millionen Mädchen und Jungen, die aufgrund der pandemiebedingten Schließungen von öffentlichen Schulen nicht lernen können;
  • UNICEF ist zudem besorgt über die Zunahme schwerer Menschenrechtsverletzungen, insbesondere über die Rekrutierung von Kindern durch bewaffnete Gruppierungen. Zahlreiche Kinder sind zutiefst traumatisiert, weil sie Zeuge schrecklicher Gräueltaten wurden. Auch die Gefahr durch Minen und Blindgänger ist hoch.

UNICEF bleibt in Afghanistan, um die Kinder zu unterstützen

Trotz der schwierigen Bedingungen stockt UNICEF seine Hilfe in Afghanistan weiter auf. Wo immer es möglich ist, sorgt das Kinderhilfswerk zusammen mit seinem großen Netzwerk an Partnern für sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen, versorgt mangelernährte Kinder mit lebensrettender Erdnusspaste und impft Babys und Kleinkinder, insbesondere in Lagern für Binnenvertriebene. UNICEF hilft auch, kinderfreundliche Orte, Ernährungszentren sowie Schulen auszustatten. 


EWIK Newsletter September: Demokratische Teilhabe / Pressefreiheit weltweit

9. September 2021 - 21:05

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe September 2021: Demokratische Teilhabe / Pressefreiheit weltweit

Liebe Leser*innen,

in einer Welt, in der sich Wissen und Werte unaufhörlich verändern und in rasender Geschwindigkeit neue Technologien erfunden werden, muss das Recht auf Pressefreiheit immer wieder neu erstritten und verteidigt werden.

Allerdings lässt sich gegenwärtig weltweit eine unerfreuliche Tendenz beobachten: Unterschiedliche Weltanschauungen, wirtschaftliche Zwänge und das Verbot religiöser Darstellungen grenzen seit Jahren die Pressefreiheit ein. Zudem hat die Corona-Krise gravierende negative Auswirkungen auf die Pressefreiheit. Die Berichterstattungen mancher Regierungen wurden teilweise manipuliert, indem Zensurregeln verschärft, Informationen zurückgehalten und unabhängige Journalist*innen eingeschüchtert oder sogar inhaftiert wurden. Darüber hinaus führen Desinformationskampagnen und Fake News, die insbesondere in sozialen Netzwerken verbreitet werden, dazu, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien stark abgenommen hat.

Was bedeutet diese Entwicklung für das Zusammenleben unserer Gesellschaft und wie können wir dem entgegenwirken? Eine freie und unabhängige Medienlandschaft ist eine wichtige Grundvoraussetzung unserer Demokratie und somit die Basis für die politische Willensbildung und demokratische Teilhabe jedes Einzelnen. Damit alle Bürger*innen ihre unterschiedliche Meinung einbringen können, muss der freie Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen und eine offene und faire Diskussion möglich sein. Hierfür bedarf es einerseits unabhängige Journalist*innen und andererseits Bürger*innen, die Meldungen kritisch hinterfragen und falsche Informationen als solche erkennen können.

Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, die Themen Pressefreiheit und demokratische Teilhabe sowie die Mechanismen von Fake News im Schulunterricht zu behandeln und Schüler*innen diesbezüglich aufzuklären. Wir von ARTE Education sehen es als unsere Aufgabe, Lehrkräfte bei dieser Mission bestmöglich zu unterstützen. Mit unserer Plattform Educ'ARTE möchten wir allen Schüler*innen, unabhängig ihrer Herkunft, über digitale Tools den Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen ermöglichen. Als geschlossene Plattform verfügen wir ausschließlich über geprüfte Quellen und entlohnen die Autor*innen für ihre audiovisuelle Arbeiten. Unser Katalog von über 1400 Videos bietet nicht nur geballtes Wissen, sondern fördert gleichzeitig die Medienkompetenz der Schüler*innen und Lehrkräfte. In unserer Auswahl mit dem Besten von ARTE befinden sich zahlreiche Materialien, die sich für eine Behandlung der Themen im Unterricht ideal eignen - diese sind, unter anderem, in den Themenlisten „Medien und Gesellschaft" und „Was sind Fake News?" zu finden (*). Hinsichtlich der gestiegenen Relevanz dieser Themen bieten wir in diesem Schuljahr in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk ein gemeinsames pädagogisches Projekt zum Thema „Fake-News" an. Hier geht's zur Projektausschreibung.

Dieser Newsletter stellt Ihnen verschiedene Lehr- und Lernmaterialien, Veranstaltungen und weiterführende Ressourcen zu diesen für die Schulbildung unerlässlichen Themengebieten vor. Wir wünschen eine interessante und kurzweilige Lektüre!

Das Team (Mathilde Saxe und Tanja Braun) von ARTE Education

EWIK-Kooperationspartner

(*) Educ'ARTE ist als Abonnement für Bildungseinrichtungen verfügbar. Mit einem Klick auf unsere Website www.educarte.de können Sie Ihren unverbindlichen Testcode anfordern, um die Schulmediathek einen Monat lang kostenlos zu testen und Zugang zu den oben erwähnten Themenlisten erhalten.

Aktuelles

Überarbeitet: Konzept „Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit"


Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat am 30. August 2021 das aktualisierte Konzept „Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit" veröffentlicht. Es geht auf einen intensiven Konsultationsprozess, u. a. mit den Deutschen Ländern sowie mit Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft, zurück. Das Konzept ist die Grundlage für die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit des BMZ und der aus Mitteln des BMZ unterstützten Maßnahmen, Aktivitäten und Programme.
Das Konzept aktualisiert das Vorgängerkonzept 159 aus dem Jahre 2008. Es liegt als PDF und in Kürze in gedruckter Form vor.
  Global Education Week - Digitales Lernen weltweit fair gestalten! Machen Sie mit!

Das Ziel 4 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sieht vor, dass alle Menschen weltweit Zugang zu hochwertiger Bildung und lebenslangem Lernen erhalten. Da die Digitalisierung gegenwärtig alle Formen des Lernens und Lehrens verändert, steht jetzt eine Verständigung darüber an, wie eine digitale Transformation von Bildung aussehen kann. Für die Global Education Week 2021 lädt die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd des World University Service e.V. zum Austausch über diese Themen ein. Die Informationsstelle freut sich über die Zusendung von Projekten aller Art, die Bildung, Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung kritisch und kreativ verbinden. Das Format kann frei gewählt werden.

Doku-Fiktion "Ein Ball" mit begleitender Handreichung


Der Film Ein Ball informiert über die Produktion von Sportbällen und die zugehörigen Rahmenbedingungen, benennt Missstände und zeigt Handlungsalternativen auf. Mit der zugehörigen Handreichung zum Download eignet er sich auch gut für den Unterricht. Die Handreichung enthält Anregungen für Workshop-Einheiten zum Einsatz in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, in Seminaren mit Studierenden sowie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Arbeit in Sport- und Freizeiteinrichtungen, Vereinen oder Nichtregierungsorganisationen.  

Globales Lernen in Berlin

Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern kann im Bereich des Globalen Lernens / der Bildung für nachhaltige Entwicklung wichtige Impulse setzen. Nichtregierungsorganisationen (NRO) bringen eine spezifische Expertise zu globalen und nachhaltigen Fragen und Herausforderungen mit, fördern den Blick über den „eigenen Tellerrand" und zeigen neue Perspektiven auf. Oftmals ermöglichen sie auch das Lernen an außerschulischen Lernorten.
Die Senatsverwaltung Berlin hat in Kooperation mit BtE Berlin Brandenburg eine neue Broschüre herausgegeben: Darin finden sich Angebote außerschulischer Kooperationspartner für alle Jahrgangsstufen an Schulen in Berlin und Brandenburg im Themenbereich Nachhaltige Entwicklung / Leben in Globalen Zusammenhängen.


Über 200 kostenfreie Unterrichtsbeispiele zu BNE


Im Rahmen der sächsischen Länderinitiative „Erstellung von Unterrichtsbeispielen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung" sind mittlerweile über 200 Unterrichtsbeispiele zu den Themenbereichen des Orientierungsrahmens entstanden. Für sächsische Oberschulen und Gymnasien gab es bereits Broschüren mit je 12 ausgewählten BNE-Unterrichtsbeispielen. Mit passgenauer Anbindung an die sächsischen Lehrpläne stehen jetzt alle 209 Unterrichtsbeispiele seit April 2021 frisch gelayoutet und zum kostenlosen Download auf dem BNE-Portal Sachsen zur Verfügung. Die Unterrichtsbeispiele sind natürlich auch in allen anderen Bundesländern uneingeschränkt anwendbar.

 

Neuauflage: Wegweiser durch das Label-Labyrinth

Das Label-Labyrinth kann Verbraucherinnen und Verbraucher ganz schön orientierungslos zurücklassen: Es gibt zahlreiche Zertifikate, die biologische und faire Produktion bescheinigen - aber längst nicht alle halten, was sie versprechen. Die Christliche Initiative Romero (CIR) hat für die Neuauflage ihres beliebten Handbuchs „Wegweiser durch das Label-Labyrinth" 60 gängige Siegel, Logos und Labels für Lebensmittel und Kleidung auf ihre sozialen und ökologischen Standards sowie ihre Glaubwürdigkeit überprüft. Mit dem Wegweiser sind Interessierte bestens informiert, ob ein Label tatsächlich bei ethischem und nachhaltigem Konsum unterstützt, oder nur so tut als ob.


Über die urbanen Monster einer imperialen Lebensweise


Begeben Sie sich mit diesem Material auf die Suche nach urbanen Monstern in der eigenen Stadt und erforschen Sie die materiellen und mentalen Infrastrukturen einer imperialen Lebensweise, die Wachstum und Wohlstand nur auf Kosten anderer ermöglicht!
Das neue Unterrichtsmaterial, entwickelt am Fachbereich Didaktik der politischen Bildung an der Uni Kassel, stellt Unterrichtsmodule und Bausteine eines fächerübergreifenden Projektvorhabens zur Verfügung und erläutert den kreativen didaktischen Ansatz, der die Potenziale politischer, kultureller Bildung und künstlerischer Intervention vereint und das am Orientierungsrahmen für den Lernbereich globale Entwicklung ausgerichtet ist.
 

Neue Materialien der Agrar Koordination: Erklärfilm zur Nachhaltigen Ernährung und Podcast zu "Land und Wirtschaft - wer erntet?"

Im Jugendbildungsprojekt BIOPOLI wurde ein neues Video zur Nachhaltigen Ernährung produziert. Im Video gehen Jonas und Julia der Frage nach, wie sie ihre eigene Ernährung umstellen können, um einen Beitrag für die eigene Gesundheit und den Klimaschutz zu leisten.
Mit der Fotoausstellung "Land und Wirtschaft – wer erntet? hat die Agrar Koordination und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft  Bauern und Bäuerinnen aus Tansania und Deutschland portraitiert. In einem neuen 15-minütigen Podcast wird über die Situation der Kleinbäuerinnen und -bauern in beiden Ländern informiert.

Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien

Fokuscafé Lateinamerika - Werkheft Demokratie


Bei diesem Werkheft des Vereins Informationsbüro Nicaragua liegt der Fokus nicht auf dem klassischen Demokratieverständnis mit Wahlsystem oder Gewaltenteilung. Das Heft beleuchtet vielmehr eine Nische im Demokratiekonzept und betrachtet alternative Formen und Konzepte von Demokratie. Dabei werden Impulse gegeben, Demokratie aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es wird ein machtkritischer Blick auf das Thema geworfen, durch diverse Methoden sollen die Konflikthaftigkeit und die Dilemmata demokratischer Prinzipien erfahrbar gemacht werden. Es werden Zusammenhänge kritisch hinterfragt und neue Perspektiven aufgezeigt. Das Heft richtet sich an Multiplikator*innen, politischen Bildner*innen und Lehrer*innen.  
Praxisimpulse Demokratiebildung:
Neue Publikation der UNESCO-Projektschulen


Mit Beispielen aus über 40 UNESCO-Projektschulen gibt die Publikation einen facettenreichen und aktuellen Einblick zur Demokratiebildung in den Schulen des Netzwerks.
Die einzelnen Praxisbeispiele werden dabei mit ihren Schnittstellen – zum Beispiel im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung, des digitalen Lernens oder der kulturellen Bildung – vorgestellt und entfaltet. Damit bietet der Band auf 146 Seiten in zehn Kapiteln Anregungen und Impulse, die zum Mitmachen, Vernetzen und Nachdenken einladen.
Wie wollen wir zusammen leben? Demokratie und Mitbestimmung

Der dritte Teil der Reihe "Wie wollen wir zusammen leben?", die Attac in Kooperation mit dem Humanistischen Landesverband Berlin-Brandenburg veröffentlicht, beschäftigt sich mit dem Thema "Demokratie und Mitbestimmung".
In acht Übungen können Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 zunächst lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden und anzuerkennen, dass es unterschiedliche Ansichten zur gleichen Frage geben kann. Sie können üben, ihre eigenen Standpunkte zu vertreten und diese zu verändern, wenn es gute Argumente dafür gibt. Zudem lernen sie gemeinsame Regeln für faires Streiten zu entwickeln und sich daran zu halten. Die Materialien erscheinen sowohl online als auch gedruckt.
 
Weltkarte der Pressefreiheit


Pressefreiheit? Was ist das? Reporter ohne Grenzen hat eine Weltkarte für Lehrkräfte entwickelt, die Interessierten einen Handlungsfaden für Themen wie Medienkompetenz, Pressefreiheit und Umgang mit sozialen Medien im Unterricht bereitstellt. Auf der Vorderseite ist eine Weltkarte abgebildet, die einen guten Überblick darüber gibt, wie es weltweit um die Pressefreiheit bestellt ist. Die Rückseite bietet neben Informationen zu den angesprochenen Themenfeldern auch Vorschläge für eine weitergehende Beschäftigung mit dem Komplex Presse- und Informationsfreiheit: Spiele, Grundlagentexte und die vollständige Rangliste der Pressefreiheit.

Workshop: Pressefreiheit aus internationaler Perspektive

In diesem Workshop, angeboten von SPIEGEL Ed, setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung von Pressefreiheit als zentrales Element von Demokratien auseinander. Ziel des Workshops ist es, den Schülerinnen und Schülern das Privileg der Pressefreiheit bewusst zu machen und dazu anzuregen, sich weiter mit dem Thema und der Situation einiger als Beispiele gewählter Länder zu befassen. Das Modul richtet sich an Lehrkäfte aller Schulformen, empfohlen wird es ab Klassenstufe 9.  Zum Schwerpunkt: Multimediales


Die Klimadebatte

"Was hat die Klimafrage mit Demokratie zu tun?" Jeden Donnerstag veröffentlicht Mehr Demokratie e.V. einen neuen Podcast, um unterschiedlichen Stimmen zu 15 Themen rund um die Verbindung von Klimaschutz und Demokratie Raum zu geben. Der Journalist Timo Rieg spricht mit ganz unterschiedlichen Menschen über die Klimafrage. Es geht um Fakten, Perspektiven und Gefühle und letztlich um die Frage: Wie können wir als Gesellschaft das 1,5-Grad-Ziel einhalten – und was hat Demokratie damit zu tun?

Lernplattform „Wimmelbild online" für die Demokratiebildung an Schulen

Ein neuartiges digitales Angebot für die Demokratiebildung an Schulen hat die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) entwickelt. Die Lernplattform „Wimmelbild online" nutzt spielerische, aus der Kinderbuchliteratur bekannte Elemente für die pädagogische Arbeit. Das großformatige „Wimmelbild" zeigt eine städtische Szene aus der Vogelperspektive. Es lädt zum Entdecken ein. Viele kleine Alltagssituationen zeigen Begegnungen und auch Konfliktsituationen, die zu weiteren Fragen führen.

 

Pressefreiheit grenzenlos - Der Podcast von Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen setzt sich weltweit für Presse- und Informationsfreiheit ein und unterstützt Medienschaffende, die in Not geraten sind. In einem neuen Podcast stehen die Menschen im Fokus, für die sich die Organisation tagtäglich einsetzt. Bis jetzt sind vier Folgen erschienen, die Aspekte und Schwierigkeiten journalistischer Arbeit in Kolumbien, Belarus, Deutschland und Bangladesch beleuchten.

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Demokratische Teilhabe und Pressefreiheit weltweit

Themen wie Klimagerechtigkeit und die Umsetzung der 17 Ziele der SDGs fordern besonders auch junge Menschen heraus, ihr Recht auf Teilhabe und Meinungsäußerung in Anspruch zu nehmen.
Die Datenbank Eine Welt Medien hat zum Schwerpunkt dieses Newsletters eine interessante Empfehlungsliste mit Filmen zusammengestellt. Alle Filme werden jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen aufgeführt.
 Zum Schwerpunkt: Aktionen, Kampagnen, Angebote
OUR VOICES – OUR PLANET. Internationaler Dialog und Globales Lernen zu Demokratie und Nachhaltigkeit

In dem Projekt OUR VOICES - OUR PLANET lernen die Teilnehmenden Akteurinnen und Akteure aus Demokratie- und Nachhaltigkeitsbewegungen aus aller Welt kennen. Expertinnen und Experten aus dem Globalen Süden und Norden entwickeln gemeinsam analoge und digitale Bildungsformate, durch die die Verbindungen von Demokratie und Nachhaltigkeit deutlich und Menschen zur Mitwirkung an Nachhaltigkeits- und Demokratieprozessen ermächtigt werden. Zielgruppen sind interessierte Erwachsene, Jugendliche/junge Erwachsene und Referentinnen und Referenten des Globalen Lernens und der Bildung für Nachhaltige Entwicklung.  

Kampagne #weltweitwichtig

Am 26. September wählen die Bürgerinnen und Bürger eine neue Regierung. VENRO möchte mit der Kampagne #weltweitwichtig die Bundestagswahlen nutzen, um den Kandidatinnen und Kandidaten aller Parteien aufzuzeigen, was den Menschen #weltweitwichtig ist! Globale Gerechtigkeit und internationale Zusammenarbeit sollen wieder stärker in den politischen Fokus rücken. Es sollen deshalb möglichst viele Menschen dazu motiviert werden, in Statements, Videos oder Fotos unter dem Hashtag #weltweitwichtig ihre Erwartungen an die neue Regierung zu posten.

Jugend-Task-Force der Globalen Bildungskampagne zur Bundestagswahl

Die Jugend-Task-Force der Globalen Bildungskampagne ist ein Zusammenschluss engagierter Jugendlicher und junger Erwachsener, die sich aktiv für das Grundrecht auf Bildung einsetzen und für alle Menschen global einfordern. Sie wollen die deutsche Gesellschaft und Politik darauf aufmerksam machen, dass noch mehr getan werden muss, um das Grundrecht auf Bildung bis 2030 zu erreichen. Aktuell wurde eine E-mail-Aktion zur Bundestagswahl entwickelt, mit der den Kandidierenden im eigenen Wahlkreis auf den Zahn gefühlt werden kann und sie dazu aufgefordert werden, sich für gute Bildung weltweit stark zu machen.  Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen


Themenseiten des BMZ zu Demokratie und Meinungs- und Pressefreiheit

Deutschland hat mit mehr als der Hälfte seiner Kooperationsländer eine Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit dem Schwerpunkt "Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung (Governance)" vereinbart. Auf den Themenseiten des BMZ finden sich ausführliche Informationen zu Merkmalen und Verbreitung von Demokratie und den Maßnahmen des BMZ zur Förderung politischer Teilhabe. Eine wichtige Säule der deutschen Demokratie- und Governance-Förderung ist die EZ im Bereich der Meinungsfreiheit und Medienentwicklung. Auf der BMZ-Website gibt es entsprechend auch dazu umfangreiche Informationen, etwa zur La­ge der Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit in der Welt, aktuell mit besonderem Blick auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Medienfreiheit in globaler Perspektive.


Zustand der Demokratie - Thema des Heftes "Aus Politik und Zeitgeschichte"


Über den Zustand der Demokratie wurde in jüngerer Vergangenheit häufig geklagt. Seien es die Veränderungen im Parteiengefüge, der grundlegende Wandel der politischen Öffentlichkeit oder der Ruf nach innovativen Formen politischer Beteiligung: Die Beschaffenheit demokratischer Institutionen ist in Veränderung begriffen. Wohin diese führen werden, ist Gegenstand der politischen wie wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Eine Bestandsaufnahme zum Themenkomplex liefert die Ausgabe 26-27/2021 des Heftes APuZ - "Aus Politik und Zeitgeschichte".  

Reporter ohne Grenzen: Länder-Ranking und -berichte zum Thema Pressefreiheit

In unregelmäßigen Abständen werden auf www.reporter-ohne-grenzen.de ausführliche Bestandsaufnahmen zu Einschränkungen der Medien und Verfolgung von Medienschaffenden in einzelnen Ländern oder zu staatenübergreifenden Entwicklungen mit negativen Folgen für die Pressefreiheit veröffentlicht.
Weiterhin findet man auf der Website das jährliche Länder-Ranking in Bezug auf Pressefreiheit, eine laufende Statistik "Barometer der Pressefreitheit" sowie eine interaktive Weltkarte der Pressefreiheit, die anschaulich den Grad der Informationsfreiheit in 180 Ländern zeigt. Die Karte und weiteres Informationsmaterial sind zudem gegen eine Versandkostenpauschale kostenlos zu beziehen.

Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik „Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.



Praxisbuch „Zukunftsesser: Klimafreundliche Ernährung im Unterricht und Schulalltag"

Anregungen, Hintergrundinformationen und passende Materialien zur Vermittlung des Themas „Klimafreundliche Ernährung" bietet das neue Praxisbuch „Zukunftsesser" der Verbraucherzentrale NRW. Es wendet sich an Lehrkräfte von weiterführenden Schulen sowie an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Ernährungsbereich. Neben ausführlichen Planungshilfen und Anleitungen beinhaltet das Praxisbuch alle nötigen Materialien zur Umsetzung einer Unterrichtseinheit für die 7. bis 10. Klassen sowie Aktionen in der Schule für alle Jahrgänge von der 5. Klasse bis zur Oberstufe („Zukunftsesser in Aktion").

 

Was!Wir!Euch!Zu!Sagen!Haben! -
Botschaften für eine bessere Welt


Unter dem Motto „Was!Wir!Euch!Zu!Sagen!Haben!" hatte der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) im Vorfeld des Eine-Welt-Tages Schülerinnen und Schüler aus Niedersachsen und Bremen aufgerufen, ihre Wünsche für eine nachhaltige Zukunft zu formulieren.
In Videos, Podcasts, Fotos, Plakaten und Poetry Slams machten sie deutlich, was sie bewegt und was sie sich von Politik und Gesellschaft wünschen. 130 Schülerinnen und Schüler haben sich beteiligt, über 60 Botschaften wurden eingesendet. Die darin angesprochenen Themen reichen von nachhaltigem Konsum, Klima- und Meeresschutz über Geschlechtergerechtigkeit bis zu Bildungspolitik.

Der politische Handabdruck

Klimagerechtigkeit und ein gutes Leben für alle erfordern eine Menge Veränderung. Privat auf faire und ökologische Optionen zu achten, genügt nicht. Für vieles gibt es ja noch gar keine fairen Optionen. Es kommt darauf an, als Gesellschaft die Strukturen zum Beispiel bei der Ernährung, bei der Mobilität, beim Energieverbrauch und in der Arbeitswelt so zu ändern, dass Nachhaltigkeit zum Standard wird. Sich dafür wirksam einsetzen – dafür steht der Handabdruck. Der Handabdruck-Test von Brot für die Welt und Germanwatch macht zahlreiche Handabdruck-Ideen bekannt, ermutigt zum Engagement und unterstützt bei den ersten Schritten. Im Test führen sechs Fragen zu einem konkreten Vorschlag für eine Handabdruck-Aktion.

 

Bildungsmaterial zum Film „Rafaël" – eine Liebesgeschichte in Zeiten von Flucht und Migration

Der Spielfilm „Rafaël" erzählt eine dramatische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings und der Bootsflüchtlinge auf der Mittelmeerroute. Brot für die Welt hat zum Film „Rafael" Begleitmaterial herausgegeben, das eine Fülle von Informationen und Impulse für die Schul- oder Gemeindearbeit gibt.

Neues vom Blog EineWeltBlaBla


EineWeltBlaBla im Sommer 2021

Anfang Juli haben wir uns mit einer Alternative zu bisherigen Solaranlagen beschäftigt und dabei die Erfindung des philippinischen Studenten Carvey Ehren Maigue vorgestellt: Solaranlagen aus Biomüll, die ohne Sonneneinstrahlung funktionieren.

Barrierefreies Kommunizieren mit Alltagsmaske ist für gehörlose Menschen gar nicht so einfach. Wir haben Juliet Namujjus Fashionlabel Kimuli Fashionability in Uganda vorgestellt. Sie stellt nachhaltige und inklusive Alltagsmasken mit Sichtfenster aus Plastikabfall her.

Ende Juli war Earth Overshoot Day. Der Tag, an dem alle Ressourcen aufgebraucht sind, die die Erde in diesem Jahr regenerieren könnte. Zu diesem Anlass haben wir über globale Klimaungerechtigkeit berichtet und unter #movethedate zur Veränderung aufgerufen.

Im Kontext der steigenden Corona-Infektionen im Globalen Süden und ausbleibenden Impfstoffen haben wir uns mit der Frage beschäftigt, warum wir globale Impfsolidarität anstatt Wohltätigkeit brauchen. Dabei haben wir uns auch mit dem Streit um Patente beschäftigt.

Einen Blick über den Tellerrand wagten wir im August, indem wir die Problematik unfairer Lieferketten anhand dreier konkreter Lebensmittel aufzeigten.

Im August thematisierten wir außerdem die restriktive Migrationspolitik der EU in Libyen. In einem informativen Gastbeitrag fragt die Autorin, ob diese mit dem außenpolitischen Ziel der Demokratieförderung vereinbar ist.

Und schließlich beschäftigten wir uns unter dem Titel "Sprichst du afrikanisch?" mit Ignoranz, Stereotypen und gefährlichem Halbwissen in Bezug auf Afrika. In diesem Zusammenhang stellten wir das Institut „Africa Policy Research" vor, das dieses Problem angehen und zu einem realistischen Afrikabild beitragen möchte.  

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Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Demokratische Teilhabe und Pressefreiheit weltweit

Themen wie Klimagerechtigkeit und die Umsetzung der 17 Ziele der SDGs fordern besonders auch junge Menschen heraus, ihr Recht auf Teilhabe und Meinungsäußerung in Anspruch zu nehmen.
Die Datenbank Eine Welt Medien hat zum Schwerpunkt dieses Newsletters wieder eine interessante Empfehlungsliste mit Filmen zusammengestellt. Alle Filme werden jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen aufgeführt.
 Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Eine Auswahl aktueller Neuerscheinungen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Faire Woche 2021 zum Thema #fairhandeln für Menschenrechte weltweit
10.09.2021 - 24.09.2021 bundesweit Weiterbildung: Online-Projektwoche Zukunft selbst gestalten – Bei mir. Bei dir. Weltweit.
16.09.2021 - 19.09.2021 in Rostock Klimakatastrophe, Lebensmittelverschwendung und Ernährung
17.09.2021 - 19.09.2021 in Lindlar Perspektivwechsel Globaler Süden: Globaler Norden
17.09.2021 - 18.09.2021 in Marburg
Workshop: Klimawandel - Ein Blick auf sozial-ökonomische Ungleichheiten, Macht und transformative Lösungsansätze
18.09.2021 online Frieden und Gerechtigkeit mit dem Fokus Flucht - Eine globale Perspektive und ein Blick in deutsche Klassenzimmer
22.09.2021 online Netzwerktagung: „Nachhaltigkeit in der Freien Wohlfahrtspflege – Auf dem Weg zu einer sozialökologischen Transformation''
22.09.2021 online Zukunft.Fair.Medien - Barcamp für nachhaltige Medienbildung in Sachsen
23.09.2021 in Dresden Hands On! H5P-Tools selbst erstellen
23.09.2021 online Interkulturelle Woche 2021 #offengeht
26.09.2021 - 03.10.2021 bundesweit
Fachtagung „Globales Lernen - Inspirationen für den transformativen Unterricht"
28.09.2021 in Ludwigsfelde Workshop: Klimawandel verschärft Schuldenkrisen
30.09.2021 in Stuttgart Das Spiel in der Bildungsarbeit. Workshop für Lehrkräfte, Multikplikatorinnen und Multiplikatoren und Studierende
01.10.2021 in Kassel Multiplikator*innenseminar: FIAN-Bildungsmethoden zum Menschenrecht auf Wasser
01.10.2021 in Bad Honnef Seminar zu machtkritischen Konzepten des Globalen Lernens - Demokratie und Soziale Bewegungen
01.10.2021 - 02.10.2021 in Köln Weiterbildung: Von 1,5 °C bis zu Klimagerechtigkeit – Wege zu einem Klima des Wandels
07.10.2021 - 10.10.2021 in Rostock Vorschau Ausgabe Oktober 2021: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende September 2021 zum Thema

Sustainable Development Goals (SDG)

Zusendungen sind bis zum 23. September 2021 willkommen.
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  Juni 2021 Ziel 3 der Agenda 2030:
Gesundheit und Wohlergehen

Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
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FIAN gewinnt Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank

9. September 2021 - 21:04

Pressemitteilung vom 09. September 2021 Im Kampf gegen den Hunger: FIAN Deutschland gewinnt Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank
  • Die deutsche Sektion der Menschenrechtsorganisation FIAN belegt den 3. Platz im bundesweiten Nachhaltigkeitswettbewerb 
  • Im Fokus des EB-Nachhaltigkeitspreises stehen die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (SDGs)
  • An die ersten drei Plätze gehen insgesamt 20.000 Euro
Köln, 9. September 2021: Die Evangelische Bank (EB) hat die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland mit dem 3. Platz des Nachhaltigkeitspreises 2021 gewürdigt. Platz 1 geht an die Werkstattkirche Gießen, Platz 2 an die Initiative GeLeNa der Evangelischen Kirche in Mannheim. Insgesamt haben sich 46 Initiativen beworben. Die diesjährige Auslobung stand unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Christian Stäblein, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die Preisverleihung fand am Nachmittag des 2. September 2021 pandemiebedingt digital unter www.eb.de/preisverleihung-nachhaltigkeitspreis statt.

Das Motto „Zukunft geht nur nachhaltig – Agenda 2030, fertig, los" greift den Gedanken der im Jahr 2015 verabschiedeten Agenda 2030 auf. Die Umsetzung der Agenda in Verbindung mit dem Pariser Klima-Abkommen – ebenfalls aus dem Jahr 2015 – bietet die große Chance, den Wandel hin zu nachhaltigen und emissionsarmen Lebens- und Wirtschaftsweisen weltweit zu schaffen. Eine Welt ohne extreme Armut, frei von Hungersnöten, mit eingedämmten Umweltrisiken und Klimabedingungen, die keine globalen Risiken für das Leben von Mensch und Tier überall auf der Erde mit sich bringen – für diese Vision stehen die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.

Warum schreibt die EB den EB-Nachhaltigkeitspreis nunmehr zum fünften Mal aus und unter-streicht damit ihr Engagement als „nachhaltige Bank"? Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, hält dazu fest: „Wir alle sind gefragt, den abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit mit Leben zu füllen. Jeder muss hier seiner Verantwortung gerecht werden. Wir in der Evangelischen Bank wollen eine lebenswerte Zukunft für nachfolgende Generationen sicherstellen und laden über unseren Nachhaltigkeitspreis auch andere dazu ein."

Renommierte Experten entscheiden über Vergabe des Preisgeldes
Mit dem ausgelobten Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro, wovon 10.000 Euro an den ersten, 7.000 Euro an den zweiten und 3.000 Euro an den dritten Platz gehen, unterstützt die Evangeli-sche Bank eine Weiterführung des sozialen Engagements der Gewinner. Darüber hinaus bietet die Bank eine Plattform, sich zu präsentieren, zu vernetzen und die Sichtbarkeit als Vorbild für andere zu erhöhen. Die Gewinnerprojekte ermittelte eine Jury aus hochrangigen Experten: Prof. Dr. Christian Klein, Professor für Sustainable Finance an der Universität Kassel, Jörg Weber, Journalist, Volljurist und Chefredakteur von ECOreporter, sowie Ingo Grastorf, Leiter des Zentrums Engagement, Demokratie und Zivilgesellschaft der Diakonie Deutschland, haben durch ihr Wissen und ihre Erfahrung drei Sieger ermittelt, die durch ihren ganzheitlichen nachhaltigen Projektansatz überzeugen konnten. Zum dritten Sieger ernannte die Jury FIAN Deutschland e.V.

Ziel 2 für nachhaltige Entwicklung: Kein Hunger
FIAN Deutschland setzt sich seit 1986 für die weltweite Durchsetzung des Rechts auf Nahrung ein. FIAN ist unabhängig von Parteien und Regierungen und besitzt offiziellen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. Die engsten Kooperationspartner sind das Forum Menschenrechte, das Forum Umwelt und Entwicklung, Brot für die Welt und Misereor. Aktuell beschäftigt sich FIAN Deutschland u. a. mit Menschenrechtsverletzungen in Brasilien, Paraguay, Ecuador, Sambia, Uganda und Kambodscha. Diese stehen meist im Zusammenhang mit Landkonflikten und Wassermangel, die durch die industrielle Agrarproduktion verursacht werden.

FIAN ist vor allem in drei Bereichen tätig: Der Verein recherchiert Menschenrechtsverstöße und unterstützt Betroffene dabei, Zugang zu Gerichten oder Entscheidungsträgern zu erhalten. Darüber hinaus reicht FIAN Fallberichte beim UN-Sozialausschuss oder dem UN-Menschenrechtsrat ein und setzt sich für eine Stärkung des UN-Menschenrechtssystems ein. Ein dritter Schwerpunkt liegt im Bereich des Netzwerkens und der Öffentlichkeitsarbeit. FIAN steht im Austausch mit der Bundesregierung (z. B. im Arbeitskreis Welternährung), informiert die Öffentlichkeit und führt Bildungsarbeit durch. Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland, erläutert: „Menschenrechte sind eine historische Errungenschaft. Sie schützen den Einzelnen vor Repression von Staaten oder privaten Akteuren, schützen aber auch vor Hunger und Not. Die Menschenrechte zu verteidigen und zu stärken ist daher unser wichtigstes Ziel." Und weiter: „Anders als oftmals dargestellt ist der Grund für Hunger in den seltensten Fällen Nahrungsmangel, sondern meist Diskriminierung, Armut und Ungerechtigkeit. Hier setzt die Arbeit von FIAN an, indem wir uns für die Stärkung, Erhaltung und Weiterentwicklung von Menschenrechten einsetzen und damit gegen Hunger, Armut und Ungleichheit kämpfen."

„Als ein Unternehmen, das sich am christlichen Wertekanon orientiert, sehen wir uns in der Evangelischen Bank gleichermaßen in der Pflicht, eigene Beiträge zu leisten und bemerkenswerte Leistungen anderer zu fördern", begründet Sebastian Schneider, Vertriebsdirektor der Evangelischen Bank, im Rahmen der regionalen Preisübergabe das Engagement der Bank. „Das unermüdliche und unerschrockene Engagement, mit dem sich FIAN dem Welthunger entgegenstellt, ist überaus beeindruckend. Das wollen wir mit der Verleihung unseres Preises entsprechend würdigen."

Film zeigt Engagement des Vereins auf
Von allen drei Siegerprojekten, so auch von FIAN Deutschland, hat die EB professionelle Filme produzieren lassen. Sie sind ebenso wie Kurzporträts aller Projekte, die ins Rennen gegangen waren, unter www.eb.de/nachhaltigkeitspreis abrufbar.

Evangelische Bank – Die Nachhaltigkeitsbank
Die Evangelische Bank eG ist als genossenschaftlich organisiertes, modernes Kreditinstitut die nachhaltig führende Spezialbank für Kunden aus Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie für alle privaten Kunden mit christlicher Werteorientierung.

Als spezialisierter Finanzdienstleister bietet die Evangelische Bank neben dem exzellenten Branchen-Know-how auch umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 8,38 Mrd. Euro ist sie aktuell die größte Kirchenbank und zählt zu den größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland. In ihrem Kerngeschäft finanziert sie soziale Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Altenpflege, Jugend- und Behindertenhilfe, Bildung, bezahlbarer Wohnraum sowie privater Wohnbau und investiert in Vorhaben, Unternehmen und Institutionen, die zur Bewahrung der Schöpfung einen positiven Beitrag leisten. Als DIE Nachhaltigkeitsbank richtet die Evangelische Bank ihr unternehmerisches Handeln nach den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) und nach den anspruchsvollen EMASplus- Kriterien aus. Zur EB-Gruppe gehören die EB-Sustainable Investment Management (EB-SIM), die EB Consult, die EB-Kundenservice, der Change Hub in Berlin, die HKD Handelsgesellschaft für Kirche und Diakonie sowie die EB-Sustainable Real Estate (EB-SRE).



www.eb.de


 


 

Schutzkonferenz zum afrikanischen Regenwald: Entwicklungsminister Müller fordert ‚New Deal‘ für Waldschutz

9. September 2021 - 21:04
Berlin – Ziel der Tropenwald-Konferenz ist ein besserer Schutz der Regenwälder weltweit. Im Kongobecken steht der zweitgrößte Regenwald der Erde. Gemeinsam mit Vertretern der zehn Anrainerstaaten hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller verstärkte Schutzmaßnahmen vereinbart.


Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

 „Das Klima und die Artenvielfalt sind ohne die Tropenwälder nicht zu retten.  Sie speichern etwa 20 Prozent des Kohlenstoffs an Land. 75% der Tier- und Pflanzenarten leben dort. Aber die Grünen Lungen des Planeten sind in Gefahr. Alle vier Sekunden wird weltweit Wald von der Größe eines Fußballfeldes vernichtet. Die Zerstörung der Regenwälder durch Brandrodung etwa im Amazonas, in Indonesien, oder im Kongo-Becken macht elf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus!

Experten schätzen, dass im Kongobecken bis 2100 kein Regenwald mehr übrig sein wird.  Das hat dramatische Konsequenzen für die gesamte Menschheit. Denn das Kongobecken ist hinter dem Amazonas-Regenwald der zweitgrößte Tropenwald und die größte CO2-Senke der Erde. Die afrikanischen Regenwälder binden mehr CO2 als alle anderen Wälder."

 „Wir müssen Brandrodung und Waldzerstörung sofort stoppen", so Müller weiter. „Wir brauchen einen ‚New Deal' für den Waldschutz. Auf der Berliner Tropenwald-Konferenz  haben sich heute alle zehn Anrainerstaaten des Kongo-Regenwaldes verpflichtet, den Waldschutz und die nachhaltige Forstwirtschaft zu verstärken. Die Deklaration wurde gemeinsam mit Wissenschaftlern und der Zivilgesellschaft der Anrainerländer erarbeitet. Wir unterstützen diesen Prozess über die zentralafrikanische Waldinitiative CAFI. Ziel ist es, 127 Millionen Hektar Wald bis 2030 zu schützen und wiederherzustellen - das ist die dreifache Größe Deutschlands. Zu den Schutzmaßnahmen gehören transparente Lieferketten für Holz aus der Region, wirtschaftliche Alternativen für die Menschen und eine enge Einbindung der indigenen Bevölkerung als den ‚Hütern der Wälder'."

 „Darüber hinaus dürfen keine Regenwälder brennen, um neue Ackerflächen zu gewinnen für das weltweit boomende Geschäft mit Soja oder Palmöl. Wir brauchen endlich eine streng überwachte Zertifizierung. Ich bin für ein EU-Importverbot für Palmöl und Soja, das auf gerodeten Waldflächen angebaut wurde."

 

  • Das Entwicklungsministerium hatte bereits im Mai 2021 den Weltnaturerbe-Fonds gegründet. Bis 2030 soll ein Kapitalstock von 1 Milliarde Dollar aufgebaut werden, um die Grundfinanzierung 30 der wichtigsten Naturschutzgebiete zu ermöglichen. Der Fonds wird dann die weltgrößte Naturschutzstiftung sein. Deutschland hat eine Anschubfinanzierung von 100 Millionen Dollar bereitgestellt.
  • Insgesamt unterstützt das Entwicklungsministerium 670 Schutzgebiete weltweit mit einer Gesamtfläche sechs Mal so groß wie Deutschland und hat zum Schutz von über 130 Millionen Hektar Wald beigetragen – einer Fläche fast vier Mal so groß wie Deutschland. 
  • Weltweit sind 420 Millionen Hektar Wald in den letzten 30 Jahren verloren gegangen – das entspricht fast der Fläche der EU. Aktuell verschwinden jährlich rund zehn Millionen Hektar Wald von der Erde – vor allem für riesige Soja- und Palmölplantagen.

 

Das Bundesentwicklungsministerium hält derzeit die rotierenden Präsidentschaften der Kongobeckenwald-Partnerschaft (Congo Basin Forest Partnership) der zentralafrikanischen Waldinitiative (Central African Forest Initiative, CAFI). Aus diesem Anlass hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller Vertreter der zehn Anrainerstaaten des Kongobeckens zu einem hybriden Tropenwaldsymposium eingeladen, in dessen Rahmen am Dienstag, den 7.9.2021 die Deklaration zum Schutz des Regenwaldes unterzeichnet wurde. 
Kern der Deklaration sind mehr Anstrengungen der Anrainerstaaten bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Waldschutz. Im Gegenzug verpflichten sich Staaten wie Deutschland zu verstärkter Unterstützung der Tropenwaldländer in Zentralafrika. 



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