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Aktuelle Meldungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 14 Stunden 53 Minuten

Gemeinsam Grenzen überwinden – mit Musik!

21. Januar 2021 - 9:09
Die Band Words Beyond Borders setzt sich für eine gleichberechtigte Begegnung und den EINE WELT-Gedanken ein. Foto: Engagement Global

Der Bandname steht für die persönlichen Erfahrungen der Bandmitglieder wie auch für ihren gemeinsamen Aufruf, Grenzen zu überwinden und Vorurteile abzubauen. Die Mitglieder von Words Beyond Borders kommen aus völlig unterschiedlichen Ländern Europas und Asiens und leben fast alle erst seit einigen Jahren in Deutschland. Das 2017 gestartete Integrationsprojekt förderte ihr gemeinsames Musikmachen. So entstanden beispielsweise Songs, die deutsche, arabische und persische Strophen vereinen – schon beim Songwriting wird damit deutlich, wie ihre Musik Dialog schaffen kann und Menschen miteinander verbindet. Doch nicht nur hinsichtlich ihrer musikalischen Entwicklung unterstützen sich die jungen Erwachsenen wechselseitig, sondern auch beim Ankommen und Zurechtfinden in Deutschland und auf ihren persönlichen Lebenswegen.

Dabei spielen die gemeinsame Verarbeitung von Fluchterlebnissen und das Thema Grenzüberwindung in ihrem Alltag eine entscheidende Rolle – seien es räumliche Grenzen oder solche in den Köpfen von Menschen und Gesellschaft. In ihrer Band und dem Projekt haben die Mitglieder für sich einen Ort innerhalb Deutschlands geschaffen, an dem Grenzen und Unterschiede, wie beispielsweise Sprache und Herkunft, keine Rolle spielen. Mehr noch: Im Zuge des gemeinsamen Musik Machens verschwinden diese gänzlich.

Das Engagement der Band für eine gleichberechtigte Begegnung und für den EINE WELT-Gedanken hat die Jury des Song Contest ausgezeichnet: Ihr Song „Keine Grenzen“ erhielt einen Platz auf dem EINE WELT-Album Vol. 3.

Der Song Contest startet in eine neue Runde

Ab dem 28. Januar 2021 können junge Menschen zwischen 10 und 25 Jahren erneut ihre Songs für die EINE WELT einreichen und zeigen, welche globalen Themen sie beschäftigen. Dann nämlich startet der Song Contest in eine neue Runde.

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Wettbewerbsstart „Hauptstadt des Fairen Handels 2021“

11. Januar 2021 - 10:56
Diese Kommunen waren beim Wettbewerb 2019 erfolgreich. Foto: Jörg Loeffke

Fairer Handel ist wirkungsvolle Entwicklungszusammenarbeit und zugleich Förderung des Gemeinwesens vor Ort. Dabei geht es nicht ohne die Kommunen. Sie übernehmen vielerorts in Deutschland globale Verantwortung und setzen sich gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft für den Fairen Handel oder die Faire Beschaffung ein.

Alle zwei Jahre zeichnet die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global Kommunen für ihr lokales Engagement zum Fairen Handel aus. Der Wettbewerb würdigt global verantwortliches und nachhaltiges Handeln und macht Öffentlichkeit und Medien auf kreative und innovative Beispiele aufmerksam. So wird der Faire Handel als kommunales Thema greifbar und regt zum Mit- und Nachmachen an.

In 2021 geht der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Dr. Gerd Müller in die zehnte Runde. Neu in diesem Jahr: Erstmalig können sich neben Städten und Gemeinden auch Landkreise mit ihren Projekten rund um den Fairen Handel und die Faire Beschaffung am Wettbewerb zu beteiligen. Sie können sich sowohl mit Ihren langfristigen Maßnahmen und Strategien einbringen als auch mit einzelnen außergewöhnlichen Aktionen. Diese müssen bei Einsendeschluss noch in der Umsetzung oder abgeschlossen sein, dürfen aber nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.

Den zehn Gewinnerkommunen stehen Preisgelder im Gesamtwert von 250.000 Euro zur Verfügung. Zudem gibt es Sonderpreise. Diese Preise werden im Rahmen der offiziellen Preisverleihung am 23. September 2021 in Neumarkt in der Oberpfalz, amtierende Hauptstadt des Fairen Handels, unter allen sich beteiligenden Kommunen verlost. Außerdem erhalten alle Kommunen 2022 die Gelegenheit, an zwei von der SKEW organisierten Erfahrungsaustauschen teilzunehmen.

Der Hauptstadtwettbewerb 2021 auf einen Blick!
  • Bewerbungsstart: 4. Januar 2021
  • Einsendeschluss: 2. Juli 2021
  • Preisverleihung: 23. September 2021 in Neumarkt in der Oberpfalz
  • Preisgelder: 200.000 Euro für fünf Preisträger und zusätzlich fünf Sonderpreise à 10.000 Euro

Die Wettbewerbsunterlagen sind über die neue digitale Bewerbungsplattform abrufbar. Ihren Beitrag reichen Sie bitte ausschließlich online ein.

Kontakt

Servicestelle Kommunen in der Einen Welt
Team Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“
Telefon: +49 228 20717-2880
hauptstadtwettbewerb.skew@engagement-global.de

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Erste Ausreisen für Freiwillige 2020

4. Januar 2021 - 13:38
Die Feuerwehr in Matagalpa in Nicaragua hat zwei Feuerwehrfahrzeuge aus Wuppertal erhalten. Foto: Ramón Ausdrúbal Martínez Ochoa

Wenn private deutsche Organisationen oder Verbände Sachspenden wie Rollstühle oder Werkbänke an Einrichtungen im Globalen Süden senden wollen, den Überseetransport aber nicht alleine finanzieren können, können sie bei Engagement Global einen Transportkostenzuschuss (TKZ) beantragen.

Einen TKZ erhalten Organisationen dann, wenn ihre Sachspenden dazu beitragen, die Lebensbedingungen besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen in einem Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern.

Mithilfe des TKZ konnte beispielsweise der „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Wuppertal-Matagalpa und Region e.V.“ zwei ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge der Feuerwehr Wuppertal nach Matagalpa in Nicaragua verschiffen. Im Herbst 2020 sind die Fahrzeuge – ein Krankentransportwagen und ein Löschfahrzeug, das speziell für kleinere Löscheinsätze in unwegsamen Gebieten geeignet ist – in Matagalpa eingetroffen.

Eine weitere Voraussetzung für einen TKZ ist es, dass technische Geräte vor Ort von Fachleuten gewartet und repariert werden können. In einem Workshop wurden die nicaraguanischen Feuerwehrleute deshalb im Umgang mit den Fahrzeugen und ihrer Wartung geschult.

Nach der Übergabe wurden die Autos direkt eingesetzt – unter anderem im November 2020, als zwei Hurrikans in Nicaragua schwere Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht haben.

Der Zuschuss durch Engagement Global beträgt im Regelfall 75 Prozent der Transportkosten – Verpackung, Fracht und Transportversicherung miteingeschlossen. Der Antragsteller muss sich wiederum mit einem angemessenen Eigenanteil von mindestens 25 Prozent an den Transportkosten beteiligen.

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Zwei Feuerwehrautos für Matagalpa in Nicaragua

23. Dezember 2020 - 12:53
Die Feuerwehr in Matagalpa in Nicaragua hat zwei Feuerwehrfahrzeuge aus Wuppertal erhalten. Foto: Ramón Ausdrúbal Martínez Ochoa

Wenn private deutsche Organisationen oder Verbände Sachspenden wie Rollstühle oder Werkbänke an Einrichtungen im Globalen Süden senden wollen, den Überseetransport aber nicht alleine finanzieren können, können sie bei Engagement Global einen Transportkostenzuschuss (TKZ) beantragen.

Einen TKZ erhalten Organisationen dann, wenn ihre Sachspenden dazu beitragen, die Lebensbedingungen besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen in einem Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern.

Mithilfe des TKZ konnte beispielsweise der „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Wuppertal-Matagalpa und Region e.V.“ zwei ausranggierte Feuerwehrfahrzeuge der Feuerwehr Wuppertal nach Matagalpa in Nicaragua verschiffen. Im Herbst 2020 sind die Fahrzeuge – ein Krankentransportwagen und ein Löschfahrzeug, das speziell für kleinere Löscheinsätze in unwegsamen Gebieten geeignet ist – in Matagalpa eingetroffen.

Eine weitere Voraussetzung für einen TKZ ist es, dass technische Geräte vor Ort von Fachleuten gewartet und repariert werden können. In einem Workshop wurden die nicaraguanischen Feuerwehrleute deshalb im Umgang mit den Fahrzeugen und ihrer Wartung geschult.

Nach der Übergabe wurden die Autos direkt eingesetzt – unter anderem im November 2020, als zwei Hurrikans in Nicaragua schwere Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht haben.

Der Zuschuss durch Engagement Global beträgt im Regelfall 75 Prozent der Transportkosten –Verpackung, Fracht und Transportversicherung miteingeschlossen. Der Antragsteller muss sich wiederum mit einem angemessenen Eigenanteil von mindestens 25 Prozent an den Transportkosten beteiligen.

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Empowerment von Jugendlichen in Guinea

18. Dezember 2020 - 11:16
Mit Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen soll die Situation junger Guineerinnen und Guineer verbessert werden. Foto: Unsplash

Der 18. Dezember, der Internationale Tag der Migrantinnen und Migranten, soll darauf aufmerksam machen, dass es weltweit Millionen von Menschen gibt, die außerhalb ihres Heimatlandes leben. Zu diesen Migrantinnen und Migranten gehören Menschen, die freiwillig in ein anderes Land gezogen sind, aber auch Personen, die ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Naturkatastrophen verlassen mussten.

Ende 2019 waren laut der Vereinten Nationen knapp 80 Millionen Menschen auf der Flucht. Etwa 300.000 von ihnen suchten Asyl in Deutschland. 85 Prozent aller Geflüchteten leben jedoch in Ländern des Globalen Südens und viele kehren im Laufe ihrer Flucht wieder in ihre Heimatländer zurück – etwa weil sie an Rückkehrer-Programmen teilnehmen, die ihnen Unterstützung bei der Reintegration bieten.

Perspektiven in Guinea schaffen

Das Projekt „Migration und Flucht in der Entwicklungspolitik - Perspektiven in Guinea durch Qualifizierungen im Projektmanagement“ verfolgt das Ziel, Bleibeperspektiven für Jugendliche und junge Erwachsene in dem westafrikanischen Land zu schaffen. Mangelnde Bildungsmöglichkeiten, fehlende Arbeitsplätze sowie politische und wirtschaftliche Instabilität bieten nämlich nur geringe Chancen auf ein gutes Leben.

Mit Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen soll die Situation junger Guineerinnen und Guineer verbessert werden. Im Empowerment-Zentrum „Anlaufstelle zum Empowerment von perspektivlosen Jugendlichen“ im Bezirk Yimbaya finden deshalb Fortbildungen zum Management von Entwicklungsprojekten und Vortragsreihen zum Globalen Lernen statt. Dabei werden Themen wie Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft, Wasser und Hygiene oder Armutsbekämpfung und Frieden aufgegriffen.

Seit Beginn des Projekts im Januar 2020 kommen die teilnehmenden Jugendlichen regelmäßig zusammen, um gemeinsam Ideen zu entwickelt, wie ein Neustart in Guinea gelingen kann.

Das Projekt wird von dem deutschen Verein Yes-Afrikae.V. in Zusammenarbeit mit der guineischen Organisation Services Sans Limite (SSL) durchgeführt und vom Förderprogramm Auslandsprojekte NRW unterstützt.

Förderprogramme des Landes NRW

Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt Mittel für verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, die von der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global betreut werden. Die NRW Förderprogramme richten sich an alle entwicklungspolitisch aktiven und interessierten Netzwerke, Gruppen und Einzelpersonen sowie an die breite Öffentlichkeit im Land.

Mit dem Förderprogramm Auslandsprojekte NRW werden in NRW ansässige Nichtregierungsorganisationen bei Projekten, die in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen im Globalen Süden durchgeführt werden und der Bevölkerung vor Ort direkt zu Gute kommen, unterstützt.

Weitere Förderprogramme sind der Konkrete Friedensdienst NRW, die Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit (EplB) NRW und das Promotorenprogramm NRW.

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Ganzheitliche nachhaltige Mobilität

10. Dezember 2020 - 14:56
Bei der Abschlussveranstaltung ging es um die Frage „Wie muss nachhaltige Mobilität aussehen, um niemanden zurück zu lassen?“. Foto: Engagement Global

Sichere, erschwingliche, zugängliche und nachhaltige Verkehrssysteme sind ein zentraler Schlüsselindikator der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die bis 2030 erreicht werden sollen. Dies griff die diesjährige Ringvorlesung „Transformation unserer Welt – Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ mit ihrem Thema auf: Nachhaltige Mobilität. An sechs Abenden diskutierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit mit dem Publikum ihre Perspektiven dazu.

Die Abschlussveranstaltung fokussierte auf die Frage „Wie muss nachhaltige Mobilität aussehen, um niemanden zurück zu lassen?“ Sie stellte damit den Grundsatz der Agenda 2030 in den Mittelpunkt: „Leave no one behind“.

Weniger Rohstoffe, mehr Verantwortung

„Deutsche Unternehmen inklusive Zulieferer müssten betroffene Menschen miteinbeziehen und auch ein „Nein“ anerkennen, wenn sie andernfalls beispielsweise Indigenen ihre Lebensgrundlage nehmen.“ Lara Siever, Referentin für Ressourcengerechtigkeit beim INKOTA-netzwerk, wies auf die Verantwortung hin, die Deutschland als fünftgrößter Rohstoffimporteur hat. Die Automobilindustrie beziehe Rohstoffe vor allem aus dem globalen Süden. Der Ausbau der E-Mobilität und der Digitalisierung werde den Bedarf insbesondere aus dem Bergbaubereich weiter erhöhen. Damit verbunden seien vor allem hoher Wasserverbrauch, Schadstoffbelastungen und Kinderarbeit. Das INKOTA-netzwerk fordert gemeinsam mit 40 zivilgesellschaftlichen Organisationen eine Mobilitätswende. Basis dafür: geringerer Rohstoffverbrauch, verzahnt mit mehr Verantwortung in der Rohstoffpolitik, etwa durch ein verpflichtendes Lieferkettengesetz mit Haftung und die Ausweitung der EU-Konfliktmineralienverordnung.

Verkehrspolitik für alle

„Mobilität muss mit allen Nutzern im Hinterkopf geplant werden – alle Perspektiven und Bedarfe müssen einbezogen werden“ betonte Daniel Moser, Management Leiter der Initiative für Transformative Urbane Mobilität (TUMI) der GIZ. Er ging darauf ein, dass Frauen und Männer unterschiedliche Bedürfnisse und Barrieren für die Nutzung von Transportmitteln haben. Der männerdominierte Verkehrssektor berücksichtigt bisher in der Verkehrsplanung zu wenig die Bedürfnisse von Frauen, etwa was Nutzungszeiten, Routen oder auch Sicherheit vor Übergriffen betrifft.

Die internationale Konferenz „women mobilize women“ von TUMI war 2018 Auftakt für das Empowerment von Frauen im Verkehrssektor. Unterstützt von TUMI entstanden ein internationales Netzwerk und zwei regionale Netzwerke in Lateinamerika und Ostafrika. Weitere Konferenzen, Seminare und Pilotprojekte folgten. In Bogotá beispielsweise wurden Frauen in Stadtplanungen einbezogen, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu verbessern.

Richtig investieren

„Momentan fließt viel Geld in der Pandemie. Chance und Herausforderung: Das Geld das jetzt da ist, richtig zu investieren. Mit Wirtschaftsinvestitionen den richtigen Rahmen setzen“ forderte Christian Hochfeld, Direktor der Agora Verkehrswende. Aus seiner Sicht ist eine Klimaneutralität bis 2035 in Deutschland nicht mehr möglich. Umso wichtiger, so sein Statement, sei es die globale Verantwortung mitzudenken und zu kooperieren. Andernfalls könnten die Klimaziele nicht erreicht werden.

Ohne Auto ist kein Verzicht

„Mobilität ist nicht bewusst. Mobilität ist ein sehr emotionales Thema. Viele Menschen wissen nicht von nachhaltigen Mobilitätsangeboten, geschweige denn diese zu nutzen“ berichtete Carolin Schröder, Bereichsleiterin für Partizipation im Zentrum Technik und Gesellschaft der TU-Berlin, aus ihren Projekten zu Mobilität in Berlin. Das Projekt „Deine Flotte“ bietet Gelegenheit nachhaltige Mobilität mit Gutscheinen auszuprobieren, während das eigene Auto sechs Wochen stehen bleibt. Rund ein Drittel der Teilnehmenden – zwischen 30 und 60 Jahre alt und überwiegend Hochschulabsolventinnen und Absolventen – hat danach das Auto abgemeldet.

Um die Menschen zu erreichen seien die Gespräche wichtig; dabei seien Begriffe wie „Verzicht“ hinderlich, erläuterte Carolin Schröder. Mit Blick auf das Motto der Abschlussveranstaltung „Leave no one behind“ bekräftigte sie, dass noch systematische Forschung notwendig sei, um die bei Verkehrsplanungen bisher zu wenig oder gar nicht berücksichtigten Personengruppen besser einzubinden.

Außerdem nennt sie die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, die beispielsweise in Berlin um die Durchsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes in den Bezirken kämpfe. Seit 2018 soll das Berliner Mobilitätsgesetz den Weg hin zu einer nachhaltigen Mobilität weisen. In Deutschland einmalig soll hier der Fuß- und Radverkehr vorrangig vor dem Autoverkehr behandelt werden.

Veranstaltet wird die jährlich stattfindende Ringvorlesung von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Engagement Global mit dem Programm Entwicklungspolitische Bildung in Deutschland (EBD) in Kooperation mit der Freien Universität Berlin (Stabsstelle Nachhaltigkeit & Energie zusammen mit der SUSTAIN IT!-Initiative für Nachhaltigkeit + Klimaschutz).

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Frauenrechte sind Menschenrechte

9. Dezember 2020 - 16:28
Alle Menschen werden frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Foto: Engagement Global

Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die Menschenrechtserklärung schreibt in Artikel 1 fest: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ und gilt laut Artikel 2 für alle Menschen – ganz egal, welche Herkunft, Religion oder welches Geschlecht sie haben. Trotzdem werden Menschenrechte missachtet und Diskriminierung von einzelnen und Gruppen ist in allen Ländern der Welt auch heute noch alltäglich.

„Frauenrechte sind Menschenrechte“ macht auf die Diskriminierung von Frauen aufmerksam. Der Film wurde in einem transdisziplinären Projekt vom Entwicklungspädagogischen Informationszentrum (EPiZ) Reutlingen und der Hochschule Esslingen von Studierenden erstellt. Gefördert wurde die Produktion über Bildung trifft Entwicklung (BtE). Das Projekt „Doing Global Justice – International Dimensions of Social Work“ thematisierte Frauenhandel, Ausbeutung und Femizide. Als Femizid bezeichnet man die Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts.

BtE engagiert sich deutschlandweit für ein Lernen, das globale Zusammenhänge in den Lebenswelten der Lernenden erfahrbar macht. Die Angebote richten sich an schulische und außerschulische Zielgruppen jeden Alters. Das Programm ist dezentral organisiert und wird bundesweit von einem Konsortium aus regionalen Trägern durchgeführt. In Baden-Württemberg ist dies das EPiZ Reutlingen. Die Bundeskoordination von BtE liegt bei Engagement Global in Bonn. Interessierte aus Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und Schule finden ihre Ansprechpersonen für Beratung und Unterstützung in den Regionalen Bildungsstellen und bei den Regionalkoordinationen ihres jeweiligen Bundeslandes.

Die Kooperation zu diesem Film wurde von Gundula Büker, BtE-Referentin und Trainerin, Eine Welt-Fachpromotorin für Globales Lernen und Vorstandsmitglied des EPiZ, unterstützt und koordiniert.

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Digitale Preisverleihung zum Schulwettbewerb

9. Dezember 2020 - 15:39
Bei der Vortragsreihe „Wirtschaften mit globaler Verantwortung“ ging es um nachhaltiges und faires Wirtschaften auf regionaler und globaler Ebene. Foto: Unsplash

Wie kann nachhaltiges und faires Wirtschaften regional und global gelingen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Wirtschaftsakteure, sondern auch Konsumentinnen und Konsumenten. Bei der Online-Vortragsreihe „Wirtschaften mit globaler Verantwortung“ diskutierten die Teilnehmenden an drei Abenden verschiedene Perspektiven aus Forschung und Praxis zu dem Thema. Die Reihe wurde von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) in Kooperation mit dem Institute for Social & Sustainable Oikonomics Koblenz (ISSO) durchgeführt.

Zu Beginn der Vortragsreihe stellte Prof. Dr. Reinhard Loske, Professor für Nachhaltigkeit und Präsident der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Bernkastel-Kues, unter der Überschrift „Lokal. Global. Ganz egal?“ ein neues Leitbild einer zukunftsfähigen Wirtschaft vor: Glokalisierung. Er warnte davor, die globale Dimension der verschiedenen Krisen zu vernachlässigen und in überkommene nationalstaatliche Handlungsmuster zurückzufallen. Im Zentrum seiner Vorschläge zur Bekämpfung der globalen Krisen steht daher neben fairen Weltwirtschaftsbeziehungen und „sauberen“ Lieferketten das Konzept der nachhaltigen Glokalisierung, die sich durch vernetzte Ökonomien und interregionale Kooperation auszeichnet.

Welche Rolle etablierte Familienunternehmen bei der Lösung von sozialen und ökologischen Problemen spielen können, erklärte Prof. Dr. Nadine Kammerlander, Professorin am Lehrstuhl für Familienunternehmen der WHU - Otto Beisheim School of Management, in ihrem Vortrag „Social Entrepreneurship und Family Business in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung“. Dabei ging sie auch auf die Chancen und Herausforderungen von Globalisierung und Digitalisierung ein, mit denen Wirtschaftsakteure sich auseinandersetzen müssen.

Abschließend beleuchtete Tim Zahn, Referent bei Oxfam Deutschland, die Einhaltung von Menschenrechten in globalen Lieferketten – auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise, die schonungslos offengelegt hat, welche prekären Bedingungen besonders in der Bekleidungsindustrie vorherrschen. Ein Lösungsansatz kann hierbei ein Lieferkettengesetz sein. Achim Trautmann, regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz, ergänzte diesen Vortrag anhand des Beispiels „Initiative Lieferkettengesetz“ in Rheinland-Pfalz.

Die Vorträge und anschließenden Diskussionsrunden stehen über YouTube zur Verfügung.

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Wirtschaften mit globaler Verantwortung

9. Dezember 2020 - 14:20
Bei der Vortragsreihe „Wirtschaften mit globaler Verantwortung“ ging es um nachhaltiges und faires Wirtschaften auf regionaler und globaler Ebene. Foto: Unsplash

Wie kann nachhaltiges und faires Wirtschaften regional und global gelingen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Wirtschaftsakteure, sondern auch Konsumentinnen und Konsumenten. Bei der Online-Vortragsreihe „Wirtschaften mit globaler Verantwortung“ diskutierten die Teilnehmenden an drei Abenden verschiedene Perspektiven aus Forschung und Praxis zu dem Thema. Die Reihe wurde von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) in Kooperation mit dem Institute for Social & Sustainable Oikonomics Koblenz (ISSO) durchgeführt.

Zu Beginn der Vortragsreihe stellte Prof. Dr. Reinhard Loske, Professor für Nachhaltigkeit und Präsident der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Bernkastel-Kues, unter der Überschrift „Lokal. Global. Ganz egal?“ ein neues Leitbild einer zukunftsfähigen Wirtschaft vor: Glokalisierung. Er warnte davor, die globale Dimension der verschiedenen Krisen zu vernachlässigen und in überkommene nationalstaatliche Handlungsmuster zurückzufallen. Im Zentrum seiner Vorschläge zur Bekämpfung der globalen Krisen steht daher neben fairen Weltwirtschaftsbeziehungen und „sauberen“ Lieferketten das Konzept der nachhaltigen Glokalisierung, die sich durch vernetzte Ökonomien und interregionale Kooperation auszeichnet.

Welche Rolle etablierte Familienunternehmen bei der Lösung von sozialen und ökologischen Problemen spielen können, erklärte Prof. Dr. Nadine Kammerlander, Professorin am Lehrstuhl für Familienunternehmen der WHU - Otto Beisheim School of Management, in ihrem Vortrag „Social Entrepreneurship und Family Business in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung“. Dabei ging sie auch auf die Chancen und Herausforderungen von Globalisierung und Digitalisierung ein, mit denen Wirtschaftsakteure sich auseinandersetzen müssen.

Abschließend beleuchtete Tim Zahn, Referent bei Oxfam Deutschland, die Einhaltung von Menschenrechten in globalen Lieferketten – auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise, die schonungslos offengelegt hat, welche prekären Bedingungen besonders in der Bekleidungsindustrie vorherrschen. Ein Lösungsansatz kann hierbei ein Lieferkettengesetz sein. Achim Trautmann, regionaler Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz, ergänzte diesen Vortrag anhand des Beispiels „Initiative Lieferkettengesetz“ in Rheinland-Pfalz.

Die Vorträge und anschließenden Diskussionsrunden stehen über YouTube zur Verfügung.

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Deutsche Nachhaltigkeitspreis kürt Kommunen

8. Dezember 2020 - 16:57
Über 30 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich. Foto: Unsplash

Die politische Freiwilligenvertretung internationaler Freiwilligendienste (PFIF) setzt sich dafür ein, dass ehemalige Freiwillige mehr Mitspracherecht bei der Weiterentwicklung von verschiedenen Freiwilligenformaten haben.

Mit Freiwilligen sind Menschen gemeint, die beispielsweise über weltwärts, den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), in einem gemeinnützigen Projekt im Globalen Süden arbeiten.

Die Mitglieder von PFIF sind selbst ehemalige Freiwillige und drei von ihnen sitzen im Programmsteuerungsausschuss (PSA) des BMZ. Dort vertreten sie die Interessen ehemaliger weltwärts-Freiwilliger auf politischer Ebene und gestalten die Entwicklung des Programms mit. „Ich denke, weltwärts hat viel Potenzial zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft und lebenswerten Zukunft beizutragen. Vieles macht das Programm schon richtig, aber an einigem muss noch geschraubt werden. Eine stete Weiterentwicklung ist daher unerlässlich,“ sagt Amelie Waßmuth von PFIF.

Carlota Memba Aguado ist Freiwilligenvertreterin im PSA, dem neben den Freiwilligen und Mitarbeitenden des BMZ auch Vertreterinnen und Vertreter der weltwärts-Koordinierungsstelle bei Engagement Global sowie von Interessens- und Qualitätsverbünde angehören. „Der PSA ist ein Konsensgremium. Die meiste Arbeit wird aber in den vom PSA mandatierten Arbeitsgruppen gemacht,“ erklärt Carlota Memba Aguado.

Neben der politischen und partizipatorischen Arbeit engagiert sich PFIF für eine stärkere Vernetzung von internationalen zivilgesellschaftlichen Jugendverbänden. Zudem ist die Initiative in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit aktiv und führt eigene Workshops, Seminare und Tagungen durch.

Im Sommer 2020 veranstaltete PFIF beispielsweise das Online-Seminar „Meine kulturelle Brille – Webinar-Reihe zur Reflexion der eigenen kulturellen Prägung und in Beziehung setzen zu globalen Themen“. Ziel der vierteiligen Reihe war es, den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten der Selbstreflexion zu vermitteln und sie dazu zu befähigen, eigene Sichtweisen, Denkmuster und Bewertungen rund um das Thema Interkulturalität zu hinterfragen.

Im Workshop „Sexualität und Gender“ beispielsweise ging es um Intersektionalität und darum, den Teilnehmenden aufzuzeigen, wie durch neue Perspektiven Konflikte besser verstanden und Aktivismus verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Der Workshop „Rassismuskritische Perspektiven“ behandelte die Entstehung und Kontinuität rassistischer Strukturen in der internationalen Zusammenarbeit und bot den Teilnehmenden die Chance, eigene Denkmuster zu hinterfragen und Handlungsoptionen zu erarbeiten. So wollen die Teilnehmenden zukünftig etwa rassistische und diskriminierende Verhaltensweisen in ihrem aktivistischen Umfeld ansprechen und ihnen so langfristig entgegenwirken.

Laut Amelie Waßmuth ist der Aspekt der Bildungsarbeit sehr wichtig für PFIF. Globales Lernen sei eine super Möglichkeit, die eigenen internationalen Erfahrungen mit anderen zu teilen und diese in die theoretische Auseinandersetzung mit globalen Themen und Zusammenhängen einzubringen.

Gefördert wurde die digitale Veranstaltungsreihe über das Aktionsgruppenprogramm (AGP) von Engagement Global. AGP unterstützt Projekte der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit finanziell.

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Freiwilligenformate weiterentwickeln

7. Dezember 2020 - 14:30
Über 30 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich. Foto: Unsplash

Die politische Freiwilligenvertretung internationaler Freiwilligendienste (PFIF) setzt sich dafür ein, dass ehemalige Freiwillige mehr Mitspracherecht bei der Weiterentwicklung von verschiedenen Freiwilligenformaten haben.

Mit Freiwilligen sind Menschen gemeint, die beispielsweise über weltwärts, den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), in einem gemeinnützigen Projekt im Globalen Süden arbeiten.

Die Mitglieder von PFIF sind selbst ehemalige Freiwillige und drei von ihnen sitzen im Programmsteuerungsausschuss (PSA) des BMZ. Dort vertreten sie die Interessen ehemaliger weltwärts-Freiwilliger auf politischer Ebene und gestalten die Entwicklung des Programms mit. „Ich denke, weltwärts hat viel Potenzial zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft und lebenswerten Zukunft beizutragen. Vieles macht das Programm schon richtig, aber an einigem muss noch geschraubt werden. Eine stete Weiterentwicklung ist daher unerlässlich,“ sagt Amelie Waßmuth von PFIF.

Carlota Memba Aguado ist Freiwilligenvertreterin im PSA, dem neben den Freiwilligen und Mitarbeitenden des BMZ auch Vertreterinnen und Vertreter der weltwärts-Koordinierungsstelle bei Engagement Global sowie von Interessens- und Qualitätsverbünde angehören. „Der PSA ist ein Konsensgremium. Die meiste Arbeit wird aber in den vom PSA mandatierten Arbeitsgruppen gemacht,“ erklärt Carlota Memba Aguado.

Neben der politischen und partizipatorischen Arbeit engagiert sich PFIF für eine stärkere Vernetzung von internationalen zivilgesellschaftlichen Jugendverbänden. Zudem ist die Initiative in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit aktiv und führt eigene Workshops, Seminare und Tagungen durch.

Im Sommer 2020 veranstaltete PFIF beispielsweise das Online-Seminar „Meine kulturelle Brille – Webinar-Reihe zur Reflexion der eigenen kulturellen Prägung und in Beziehung setzen zu globalen Themen“. Ziel der vierteiligen Reihe war es, den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten der Selbstreflexion zu vermitteln und sie dazu zu befähigen, eigene Sichtweisen, Denkmuster und Bewertungen rund um das Thema Interkulturalität zu hinterfragen.

Im Workshop „Sexualität und Gender“ beispielsweise ging es um Intersektionalität und darum, den Teilnehmenden aufzuzeigen, wie durch neue Perspektiven Konflikte besser verstanden und Aktivismus verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Der Workshop „Rassismuskritische Perspektiven“ behandelte die Entstehung und Kontinuität rassistischer Strukturen in der internationalen Zusammenarbeit und bot den Teilnehmenden die Chance, eigene Denkmuster zu hinterfragen und Handlungsoptionen zu erarbeiten. So wollen die Teilnehmenden zukünftig etwa rassistische und diskriminierende Verhaltensweisen in ihrem aktivistischen Umfeld ansprechen und ihnen so langfristig entgegenwirken.

Laut Amelie Waßmuth ist der Aspekt der Bildungsarbeit sehr wichtig für PFIF. Globales Lernen sei eine super Möglichkeit, die eigenen internationalen Erfahrungen mit anderen zu teilen und diese in die theoretische Auseinandersetzung mit globalen Themen und Zusammenhängen einzubringen.

Gefördert wurde die digitale Veranstaltungsreihe über das Aktionsgruppenprogramm (AGP) von Engagement Global. AGP unterstützt Projekte der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit finanziell.

Weitere Informationen
  • Zur Internetseite von PFIF
  • Zum weltwärts-Freiwilligendienst
  • Zum Aktionsgruppenprogramm (AGP)
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Die besonders Gefährdeten unterstützen

3. Dezember 2020 - 10:26

Geflüchtete und Binnenvertriebene sowie die Gemeinden, die sie aufnehmen, bilden die Zielgruppe eines Projektes der Christoffel-Blindenmission e.V. (CBM) in der Diffa-Region im Südosten des Staates Niger. Innerhalb dieser Zielgruppe leben rund 30 Prozent der Menschen mit einer Behinderung.

Das Projekt begann im September 2019 und adressiert insgesamt 1.200 Haushalte, in denen insgesamt 8.000 Menschen leben; davon haben etwa 2.400 eine Behinderung. Mindestens 1.800 von ihnen sollen am Ende des Projekts 2022 über ein verbessertes Wissen zu ihren Rechten verfügen. Die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen aus der Gruppe der Binnenvertriebenen und Geflüchteten soll zudem messbar verbessert sein. Auch sollen 15 Brunnen barrierefrei gebaut werden, so dass auch Menschen mit geringer körperlicher Kraft sie nutzen können.

Alle Haushalte werden unterstützt durch den Bau von Brunnen, Aufklärung zu Hygiene, Umweltschutz und Ernährung sowie entsprechende Maßnahmen in der Landwirtschaft oder Kleintierhaltung. Das Projekt baut auf den humanitären Hilfsmaßnahmen auf, die CBM gemeinsam mit verschiedenen lokalen Partnern bereits zwischen November 2016 und Januar 2019 in der Diffa-Region umgesetzt hat. So wurden beispielsweise Latrinen, Brunnen und Duschen in den Camps und Aufnahmegemeinden errichtet und dabei auf Barrierefreiheit geachtet. Sechs weitere Hilfsorganisationen konnten für die Belange von Menschen mit Behinderungen so weit sensibilisiert werden, dass sie Maßnahmen zur Inklusion in ihre Hilfsprogramme integrierten.

Für das aktuell bis 2022 laufende Projekt sind die engen Kontakte mit anderen Hilfsorganisationen und den lokalen Behörden, insbesondere mit der Selbstvertretungsorganisation FNPH (Fédération Nationale des Personnes Handicapées) und ihre Mitwirkung bei der Projektplanung sehr hilfreich. Denn neben den angestrebten materiellen Verbesserungen durch Brunnenbau oder Einkommen schaffende Maßnahmen ist es ein Ziel, Menschen mit Behinderung aus der Gruppe der Geflüchteten oder Binnenvertriebenen stärker in die örtlichen Selbstvertretungsorganisationen zu integrieren. So können sie ihre Interessen in den sozialen und politischen Prozessen selbst vertreten.

Finanziert wird das Projekt über das Programm bengo von Engagement Global aus Mitteln der Sonderinitiative Flucht und Migration des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen erinnert seit 1993 immer am 3. Dezember daran, dass das Versprechen der Inklusion, der gesellschaftlichen Teilhabe aller, noch nicht erfüllt ist. Die Vereinten Nationen hatten nach dem Internationalen Jahr der Behinderten 1981 dann das Jahrzehnt der behinderten Menschen (1983 bis 1993) ausgerufen, um aufzuklären und zu sensibilisieren für die Rechte dieser Menschen.

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Musik aus Afrika – Fair behandelt?

2. Dezember 2020 - 18:09
Die Veranstaltung ging der Frage nach, wie fair die Bedingungen für afrikanische Künstlerinnen und Künstler auf dem globalen Musikmarkt sind. Foto: Engagement Global

Die Universitäten sind momentan wie leergefegt– dennoch öffneten sich am 1. Dezember 2020 die Türen eines Online-Hörsaals am Institut für Ethnologie und Afrikastudien (IFEAS) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Bei einer digitalen Roundtable-Veranstaltung wurde live auf YouTube die multimediale Reportage „Fair Trade Music? Afrikanische Musik auf dem Weltmarkt“ vorgestellt. Die Veranstaltung wurde von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) und in Kooperation mit dem Archiv für die Musik Afrikas und dem Institut für Ethnologie durchgeführt.

15 Studierende hatten sich im Sommersemester 2020 unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie fair die Rahmenbedingungen auf dem globalen Musikmarkt sind, besonders für Kunstschaffende aus afrikanischen Ländern. Das Besondere daran war, dass die Studierenden aus ethnologischer Perspektive auf das entwicklungspolitisch zentrale Thema des fairen Handels geblickt und hierzu Agenturinhaberinnen und -inhaber, Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Künstlerinnen und Künstler interviewt haben. Ihre audiovisuellen und schriftlichen Ergebnisse wurden im Format eines „Scrollytelling“ miteinander verwoben. Dieses neue Format wurde nun beider Online-Veranstaltung vorgestellt. Beim Scrollytelling geht es wie beim Storytelling darum, Geschichten zu erzählen – und zwar durch Scrollen.

In der digitalen Diskussionsrunde wurde am Abend deutlich: Live-Auftritte sind für Musikerinnen und Musiker die wichtigste Einnahmequelle, doch stellen Visa-Bestimmungen und Reisekostenstellen große Hürden dar, afrikanische Musik beim deutschen Publikum bekannter zu machen. „Für eine Konzertkarte müssten wir eigentlich deutlich mehr verlangen, um alle Kosten zu decken“, sagte Pedo Knopp, DJ und Veranstalter aus Frankfurt am Main.

Die Diskussionsteilnehmenden fragten gezielt nach objektiven Kriterien, die Fairness im Musikgeschäft gerade für Musikmachende aus afrikanischen Ländern gewährleisten können. Neben einer gerechten Entlohnung, waren sich die Experten einig, sind transparente Handelsbeziehungen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe weitere wichtige Aspekte, um den Gedanken des fairen Handels auch im Musikgeschäft umzusetzen.

Doch was können Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber tun, um sich für mehr Fairness stark zu machen? Konzertveranstalter Jean Trouillet empfahl die Online-Musikplattform „Band Camp“, auf der unabhängige Musikmachende ihre Kunst verkaufen oder kostenfrei zur Verfügung stellen können. Ebenso wichtig sei das „Schneeballprinzip“, wie Jean Trouillet beschrieb: afrikanische Musik bei privaten Zusammenkünften hörbar machen. Hierbei wurde deutlich, dass es Musik aus dem Globalen Süden nur selten in deutsche Radiosendungen und andere Medien schafft. Pedo Knopp schlug deshalb vor, bei Medienanstalten das Abspielen von unbekannteren Titeln einzufordern.

Dr. Hauke Dorsch und Tom Simmert, Dozierende des IFEAS und Leiter der Praxisseminare, fassten zusammen: Gerechte Bezahlung, Wahrnehmung, Wertschätzung, Antidiskriminierung und Diversität sind Säulen, auf denen der faire Handel im Musikgeschäft fußen müsse.

Vor allem in Deutschland werde wenig afrikanische Musik gespielt – aber wie sieht es in anderen Ländern aus, fragte eine Zuschauerin. „Wir bemerken eine ziemliche Sättigung. Der Novelty-Effekt wird eher von einer kleinen Masse genossen, während die breite Masse nur bekannte Hits zu hören bekommt. Daher ist es für Newcomer, gerade aus Afrika, schwierig, überhaupt irgendwo gehört zu werden“, erklärte Jean Trouillet. Wulf von Gaudecker, Inhaber einer Booking-Agentur, pflichtete bei: „Wir haben in Deutschland eine Medienlandschaft, die an unbekannteren Musikmachenden vorbeisehen kann. Am ehesten hört man mal südafrikanische Musik – aber auch das entspricht nur einem Bruchteil der musikalischen Realität vor Ort“. Clinton Heneke, Musiker und Musikpädagoge aus Mainz und gebürtig aus Kapstadt, sorgt sich um die Vielfalt der afrikanischen Musikstile. „Die Musikerinnen und Musiker arbeiten zu bedarfsorientiert. Man hört die musikalischen Unterschiede gar nicht mehr raus.“ Es werde nicht genug Wert auf Tradition gelegt, er stellt ein Aussterben der musikalischen Vielfalt fest.

Pedo Knopp sprach an, dass auch europäische und westliche Künstlerinnen und Künstler afrikanische Musik und deren vielfältige Elemente und Stile für sich entdeckten und adaptierten. Er zeichnete einen schwierigen Balanceakt nach, der entsteht, wenn afrikanische Musik zwar mehr Aufmerksamkeit bekommt, Gewinne aber nur im Globalen Norden erzielt werden, während die Originale weitestgehend ungehört bleiben. Doch auch wenn es Musik aus afrikanischen Ländern nur selten ins Radio schafft – Liebhaber afrikanischer Musik gibt es auch hier: „Der Westen hört nach Afrika“, so Pedo Knopp in der Livestream-Runde, und sehr konkret im Video-Interview: „Africa is the future“.

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Mit fairer öffentlicher Beschaffung gegen Sklaverei

2. Dezember 2020 - 8:31
Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Foto: Pixabay

Diskriminierung von Frauen und Gewalt gegen Frauen sind überall auf der Welt alltäglich. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, riefen lateinamerikanische und karibische Feministinnen im Jahr 1981 – und im Jahr 1999 auch die Vereinten Nationen – den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen aus.

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) ist so ein Fall von Gewalt gegen Frauen. In einigen Gegenden in Sierra Leone in Westafrika beispielsweise sind 95 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren davon betroffen. Das Bewusstsein für die körperlichen und psychischen Folgen ist sehr gering, die Anreize, die Praxis fortzuführen sind hingegen groß: Frauen, die sich keiner Genitalverstümmelung unterziehen, werden stigmatisiert und ausgegrenzt. Beschneiderinnen verlieren ihr Ansehen und ihre Einnahmen.

Die sierra-leonische Frauenrechtsorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) hat es sich zum Ziel gemacht, Genitalverstümmelung entgegenzuwirken. AIM verfolgt dabei einen integrativen Ansatz: Sie wenden sich nicht nur an die unmittelbar Beteiligten wie Beschneiderinnen, Mädchen und Eltern, sondern binden in ihre Aufklärungsarbeit auch Gesundheitspersonal, Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte sowie in der Gemeinschaft respektierte Führungspersonen ein.

Gemeinsam mit dem deutschen Verein PfefferminzGreen e.V. und gefördert durch das Programm bengo von Engagement Global hat AIM das Projekt „Wasserbrunnen gegen Genitalverstümmelung (FGM)“ ins Leben gerufen. Mit dem Projekt gehen die Beteiligten gleich vier Probleme an: ungenügende Wasserversorgung, mangelhafte hygienische Bedingungen, Armut und Genitalverstümmelung.

Um Verbesserungen in diesen Bereichen zu erzielen, wurden 30 Wasserbrunnen in 30 Dörfern gebaut, die alle Bewohnerinnen und Bewohner mit fünf Litern Wasser pro Person und Tag versorgen. Die Brunnen wurden mit einfachen, leicht zu bedienenden Handpumpen ausgestattet. Für den Betrieb ist die Dorfgemeinschaft verantwortlich, Reparaturen und die Instandhaltung übernehmen 60 eigens dafür ausgebildete Fachkräfte für Mechanik.

Workshops, Gruppendiskussionen und kulturelle Aktivitäten vermittelten, wie Hygienestandards dauerhaft verbessert werden können, um den Ausbruch und die Verbreitung von Krankheiten zu reduzieren. Zudem wurden die Menschen sensibilisiert, welche negativen Folgen die Genitalverstümmelung für die Gesundheit von Mädchen und Frauen dauerhaft hat. Den Beschneiderinnen wurden Einkommensalternativen geboten wie zum Beispiel Landwirtschaftskurse oder andere Qualifizierungen.

Am Ende der Projektlaufzeit organisierte AIM im Dorf Mathaska im Port Loko Distrikt die allererste „Bondo without blood“-Zeremonie des Landes. Die Aufnahme junger Frauen in die Bondo Society, sogenannte Frauengeheimbünde, erfolgt üblicherweise durch das Ritual der Beschneidung. Zu Beginn der alternativen Zeremonie erklärten 40 Beschneiderinnen, dass sie ihre Messer und Klingen niederlegen und sich für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen werden. Auch tauschten die Beschneiderinnen ihre traditionell rot-weiße Kopfbedeckung gegen eine blau-gelbe, die seither für einen unblutigen Initiationsritus steht. 70 Mädchen über 18 unterzogen sich der alternativen Initiation: Sie gingen für 15 Tage in den Busch, lernten etwas über ihr kulturelles Erbe, traditionelle Medizin, aber auch über Körperpflege und Hauswirtschaft.

Über bengo

Bengo berät deutsche Nichtregierungsorganisationen zu Fragen rund um die Förderung von Auslandsprojekten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt in allen Phasen eines Projekts: im Vorfeld, während der Antragstellung, bei der Projektdurchführung und beim Abschluss des Vorhabens

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1. Dezember 2020 - 14:29
Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Foto: Pixabay

Diskriminierung von Frauen und Gewalt gegen Frauen sind überall auf der Welt alltäglich. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, riefen lateinamerikanische und karibische Feministinnen im Jahr 1981 – und im Jahr 1999 auch die Vereinten Nationen – den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen aus.

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) ist so ein Fall von Gewalt gegen Frauen. In einigen Gegenden in Sierra Leone in Westafrika beispielsweise sind 95 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren davon betroffen. Das Bewusstsein für die körperlichen und psychischen Folgen ist sehr gering, die Anreize, die Praxis fortzuführen sind hingegen groß: Frauen, die sich keiner Genitalverstümmelung unterziehen, werden stigmatisiert und ausgegrenzt. Beschneiderinnen verlieren ihr Ansehen und ihre Einnahmen.

Die sierra-leonische Frauenrechtsorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) hat es sich zum Ziel gemacht, Genitalverstümmelung entgegenzuwirken. AIM verfolgt dabei einen integrativen Ansatz: Sie wenden sich nicht nur an die unmittelbar Beteiligten wie Beschneiderinnen, Mädchen und Eltern, sondern binden in ihre Aufklärungsarbeit auch Gesundheitspersonal, Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte sowie in der Gemeinschaft respektierte Führungspersonen ein.

Gemeinsam mit dem deutschen Verein PfefferminzGreen e.V. und gefördert durch das Programm bengo von Engagement Global hat AIM das Projekt „Wasserbrunnen gegen Genitalverstümmelung (FGM)“ ins Leben gerufen. Mit dem Projekt gehen die Beteiligten gleich vier Probleme an: ungenügende Wasserversorgung, mangelhafte hygienische Bedingungen, Armut und Genitalverstümmelung.

Um Verbesserungen in diesen Bereichen zu erzielen, wurden 30 Wasserbrunnen in 30 Dörfern gebaut, die alle Bewohnerinnen und Bewohner mit fünf Litern Wasser pro Person und Tag versorgen. Die Brunnen wurden mit einfachen, leicht zu bedienenden Handpumpen ausgestattet. Für den Betrieb ist die Dorfgemeinschaft verantwortlich, Reparaturen und die Instandhaltung übernehmen 60 eigens dafür ausgebildete Fachkräfte für Mechanik.

Workshops, Gruppendiskussionen und kulturelle Aktivitäten vermittelten, wie Hygienestandards dauerhaft verbessert werden können, um den Ausbruch und die Verbreitung von Krankheiten zu reduzieren. Zudem wurden die Menschen sensibilisiert, welche negativen Folgen die Genitalverstümmelung für die Gesundheit von Mädchen und Frauen dauerhaft hat. Den Beschneiderinnen wurden Einkommensalternativen geboten wie zum Beispiel Landwirtschaftskurse oder andere Qualifizierungen.

Am Ende der Projektlaufzeit organisierte AIM im Dorf Mathaska im Port Loko Distrikt die allererste „Bondo without blood“-Zeremonie des Landes. Die Aufnahme junger Frauen in die Bondo Society, sogenannte Frauengeheimbünde, erfolgt üblicherweise durch das Ritual der Beschneidung. Zu Beginn der alternativen Zeremonie erklärten 40 Beschneiderinnen, dass sie ihre Messer und Klingen niederlegen und sich für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen werden. Auch tauschten die Beschneiderinnen ihre traditionell rot-weiße Kopfbedeckung gegen eine blau-gelbe, die seither für einen unblutigen Initiationsritus steht. 70 Mädchen über 18 unterzogen sich der alternativen Initiation: Sie gingen für 15 Tage in den Busch, lernten etwas über ihr kulturelles Erbe, traditionelle Medizin, aber auch über Körperpflege und Hauswirtschaft.

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Wasserbrunnen gegen Genitalverstümmelung

25. November 2020 - 11:57

Diskriminierung von Frauen und Gewalt gegen Frauen sind überall auf der Welt alltäglich. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, riefen lateinamerikanische und karibische Feministinnen im Jahr 1981 – und im Jahr 1999 auch die Vereinten Nationen – den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen aus.

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) ist so ein Fall von Gewalt gegen Frauen. In einigen Gegenden in Sierra Leone in Westafrika beispielsweise sind 95 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren davon betroffen. Das Bewusstsein für die körperlichen und psychischen Folgen ist sehr gering, die Anreize, die Praxis fortzuführen sind hingegen groß: Frauen, die sich keiner Genitalverstümmelung unterziehen, werden stigmatisiert und ausgegrenzt. Beschneiderinnen verlieren ihr Ansehen und ihre Einnahmen.

Die sierra-leonische Frauenrechtsorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) hat es sich zum Ziel gemacht, Genitalverstümmelung entgegenzuwirken. AIM verfolgt dabei einen integrativen Ansatz: Sie wenden sich nicht nur an die unmittelbar Beteiligten wie Beschneiderinnen, Mädchen und Eltern, sondern binden in ihre Aufklärungsarbeit auch Gesundheitspersonal, Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte sowie in der Gemeinschaft respektierte Führungspersonen ein.

Gemeinsam mit dem deutschen Verein PfefferminzGreen e.V. und gefördert durch das Programm bengo von Engagement Global hat AIM das Projekt „Wasserbrunnen gegen Genitalverstümmelung (FGM)“ ins Leben gerufen. Mit dem Projekt gehen die Beteiligten gleich vier Probleme an: ungenügende Wasserversorgung, mangelhafte hygienische Bedingungen, Armut und Genitalverstümmelung.

Um Verbesserungen in diesen Bereichen zu erzielen, wurden 30 Wasserbrunnen in 30 Dörfern gebaut, die alle Bewohnerinnen und Bewohner mit fünf Litern Wasser pro Person und Tag versorgen. Die Brunnen wurden mit einfachen, leicht zu bedienenden Handpumpen ausgestattet. Für den Betrieb ist die Dorfgemeinschaft verantwortlich, Reparaturen und die Instandhaltung übernehmen 60 eigens dafür ausgebildete Fachkräfte für Mechanik.

Workshops, Gruppendiskussionen und kulturelle Aktivitäten vermittelten, wie Hygienestandards dauerhaft verbessert werden können, um den Ausbruch und die Verbreitung von Krankheiten zu reduzieren. Zudem wurden die Menschen sensibilisiert, welche negativen Folgen die Genitalverstümmelung für die Gesundheit von Mädchen und Frauen dauerhaft hat. Den Beschneiderinnen wurden Einkommensalternativen geboten wie zum Beispiel Landwirtschaftskurse oder andere Qualifizierungen.

Am Ende der Projektlaufzeit organisierte AIM im Dorf Mathaska im Port Loko Distrikt die allererste „Bondo without blood“-Zeremonie des Landes. Die Aufnahme junger Frauen in die Bondo Society, sogenannte Frauengeheimbünde, erfolgt üblicherweise durch das Ritual der Beschneidung. Zu Beginn der alternativen Zeremonie erklärten 40 Beschneiderinnen, dass sie ihre Messer und Klingen niederlegen und sich für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen werden. Auch tauschten die Beschneiderinnen ihre traditionell rot-weiße Kopfbedeckung gegen eine blau-gelbe, die seither für einen unblutigen Initiationsritus steht. 70 Mädchen über 18 unterzogen sich der alternativen Initiation: Sie gingen für 15 Tage in den Busch, lernten etwas über ihr kulturelles Erbe, traditionelle Medizin, aber auch über Körperpflege und Hauswirtschaft.

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Bengo berät deutsche Nichtregierungsorganisationen zu Fragen rund um die Förderung von Auslandsprojekten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt in allen Phasen eines Projekts: im Vorfeld, während der Antragstellung, bei der Projektdurchführung und beim Abschluss des Vorhabens

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Toiletten dürfen keine Utopie sein

18. November 2020 - 16:44
Einheimische bauen einen Wassertank. Foto: Arde Kubaho

Hygienische Sanitäranlagen und der Zugang zu sauberem Wasser sind Basis für ein gesundes Leben und für Wohlbefinden. Einige werden es von ihren Urlaubsreisen kennen - in südlichen Ländern ist die Situation oft prekär. Teilweise reicht das Wasser nicht nur mengenmäßig nicht aus, sondern auch die Qualität ist ungenügend. Es mangelt an Brunnen und Pumpen. Deshalb ist der Welttoilettentag am 19. November auch ein Appell der Vereinten Nationen, die weltweit 4,2 Milliarden Menschen ohne sichere Sanitärversorgung zu unterstützen.

Wasser- und Sanitärversorgung in Sheli, Ruanda

„Mindestens 20 Liter Wasser benötigt ein Mensch durchschnittlich pro Tag im Haushalt.“, erklärt die Länderreferentin Raphaela Betz von Hoffnungszeichen e.V. in Konstanz. Sie arbeitet in einem großen Team daran, die Wasserinfrastruktur in Ruanda zu verbessern. Ein Projekt konnte bereits nachhaltig in der Gemeinde Sheli, in der Nähe der ruandischen Hauptstadt Kigali, realisiert werden. Drei Jahre lang wurde hier zusammen mit den Einheimischen geplant, organisiert, Quellen erschlossen und Leitungen verlegt, um Wassertanks, Wasserkioske und Latrinen zu bauen. Aufgrund der geografischen Lage war es laut Raphaela Betz nicht einfach, die insgesamt 12.000 Einwohner der Gemeinde Sheli mit Wasser zu versorgen: „Ruanda ist das Land der 1.000 Hügel. Es gibt zwar Quellen, die meisten führen aber nur wenig Wasser. Das Oberflächenwasser ist meist nicht sauber und liegt in den Tälern. Insgesamt 5,7 km lange Wasserleitungen haben wir über Berge und Täler gelegt.“

Das Projekt in Sheli lief von Oktober 2016 bis Juli 2019 und wurde finanziell von dem Programm bengo von Engagement Global unterstützt. Die 13 errichteten Latrinen, Urine Diverting Dry Toilets (UDDT), waren pilotiert. Raphaela Betz weist auf die Besonderheiten dieser Toiletten hin: „Sie sind so konzipiert, dass Urin und Kot getrennt gesammelt werden und nach unterschiedlichen Wartezeiten zum Abbau von Risikostoffen jeweils als Dünger genutzt werden können. Dieses Konzept bedarf einer sorgsamen Einführung, weil es kulturell nicht immer akzeptiert ist, menschliche Fäzes zum Düngen zu nutzen. Außerdem muss die sichere Handhabung geübt werden, zum Beispiel, dass die Wartezeiten eingehalten werden. Vorteil ist, dass kein Abfall anfällt und man den entstehenden Dünger landwirtschaftlich nutzen kann. Wir haben die Einführung der Latrinen gemeinsam mit Küchengärten gemacht, für die der Dünger genutzt werden kann.“

Insgesamt wurden sechs Wasserkioske gebaut, die auf Privatgrundstücken stehen. Dort können sie die Menschen Wasser holen, aber auch kioskübliche Waren kaufen. Zudem wurde mit dem Train the Trainers-Ansatz eine Verhaltens- und Bewusstseinsänderung in der Zielbevölkerung im Bereich Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen bewirkt.

Die neue Wasserversorgung hat weitreichende positive Effekte, nicht nur auf die Hygiene, sondern es wurden auch Arbeitsplätze zum Beispiel an den Wasserkiosken geschaffen. Mädchen und Frauen, die in afrikanischen Ländern oft für die Wasserversorgung zuständig sind, profitieren von der Zeitersparnis: Sie müssen nicht mehr kilometerweit zum Wasserholen laufen, sondern können stattdessen die Schule besuchen oder einen Gemüsegarten anlegen. Gemäß dem Sphere Handbuch soll die Zeit zum Wasserholen maximal 30 Minuten betragen. Zudem haben sich in Sheli Kleinunternehmen wie Hoteliers angesiedelt und reichere Familien sind zugezogen. Kurz: Es ist eine neue Dorfinfrastruktur mit neuen Möglichkeiten und einer höheren Lebensqualität entstanden.

An der erfolgreichen Realisierung des Projektes waren laut Raphaela Betz eine Partnerorganisation vor Ort, einheimische Ingenieurinnen und Ingenieure, Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter, der District, die Gemeindeverwaltung, sowie das örtliche Wasserversorgungsunternehmen beteiligt. Auch viele Privatpersonen aus Sheli haben mit angepackt.

Die Wasserversorgung richtet sich insbesondere an die verletzlichen Personen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist von mehreren sozialen und/oder ökonomischen Faktoren wie zum Beispiel Krankheit, Ausgrenzung oder Erwerbslosigkeit betroffen sind. Langfristig zu gewährleisten, dass das Wasser vor allem diese Zielgruppe erreicht, war ein letzter Schritt - vielleicht der wichtigste – in diesem Projekt. Denn die reicheren Familien, die nach Sheli zugezogen sind, möchten Privatleitungen kaufen. Wenn viele Leitungen privatisiert sind, verringert sich der Wasserdruck an den Kiosken. Gemeinsam mit dem District von Sheli wurde deshalb entschieden, die Privatanschlüsse zu limitieren, um solche Folgen zu vermeiden. Vorrang bei der Wasserversorgung hat die breite Bevölkerung. „Der letzte Schritt vom Projekt in Sheli war der erste Schritt bei den Folgeprojekten, die wir bereits initiiert haben: Die Limitierung der Privatanschlüsse wird bereits mit Projektbeginn vertraglich festgehalten,“ betonte Raphaela Betz im Interview.

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Fürs Klima aufs Rad steigen

17. November 2020 - 11:32
Das Team von Engagement Global legte 12.500 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Foto: Engagement Global

Auch in diesem Jahr hat Engagement Global mit einem Team am bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“ teilgenommen. Bei dem Wettbewerb legen die Teilnehmenden an 21 Tagen möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurück.

Zwischen dem 20. September und 10. Oktober 2020 fuhren die Mitglieder des Teams von Engagement Global insgesamt 12.500 Kilometer mit dem Fahrrad und sparten somit 1.838 Kilogramm CO² ein. Damit erreichte Engagement Global in Bonn den 8. Platz. Das erfolgreichste Teammitglied legte eine Strecke von 1173,5 Kilometern zurück. Bonn hat mit 506.421 Kilometern und 2.894 Radelnden insgesamt 74 Tonnen CO² eingespart.

Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Ziele der Kampagne sind, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ein Zeichen für eine bessere Radinfrastruktur in den Kommunen zu setzen.

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Wie ein nachhaltiges Leben zum Normalfall werden kann

13. November 2020 - 16:38
Nachhaltigere Produktionsabläufe können nachhaltiges Handeln im Alltag erleichtern. Foto: Engagement Global

Wieso tun wir oft nicht das, was wir für richtig halten? Und wie können wir das in Zukunft ändern? Über diese und ähnliche Fragen diskutierten Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, und die rund 70 Teilnehmenden beim fünften und letzten Zukunftsforum 2020 am 11. November 2020 digital.

Michael Kopatz stellte bei der Abschlussveranstaltung „Vom Wissen zum Tun: Wie ein nachhaltiges Leben zum Normalfall werden kann“ sein Konzept der Ökoroutine vor. Die Idee dahinter ist, lokale, nationale und globale Strukturen und Verhältnisse dahingehend zu ändern, dass es für alle im Alltag leichter wird, nachhaltig zu handeln. Michael Kopatz plädiert dafür, dass sich nicht nur die Menschen, sondern auch die politischen und wirtschaftlichen Strukturen ändern müssen. In der Praxis bedeute dies: Statt moralischer Appelle an die Bürgerinnen und Bürger, sollten gesetzliche Standards erhöht und Produktionsabläufe und Produkte effektiver und nachhaltiger gestaltet werden.

Als konkretes Beispiel führt er an, dass man den Mindestlohn für eine Näherin verdreifachen könnte, ohne dass es den Konsumentinnen und Konsumenten auffallen würde. Denn: Der Anteil der Lohnkosten einer Näherin am Gesamtpreis eines T-Shirts betrage in Deutschland lediglich 1%. Das Ergebnis sei Folgendes: “Wir können nachhaltig leben, ohne uns tagtäglich mit Klimawandel oder Massentierhaltung befassen zu müssen.“

Sind die richtigen Strukturen geschaffen, so der Umweltwissenschaftler, kann ein umweltbewusstes Verhalten ohne große Anstrengungen zur Routine werden. Es müsse sich besser anfühlen, das Richtige zu tun. Dann würden Menschen auch entsprechend handeln. Als Beispiel hierfür nennt er den Ausbau von Radwegen und Busspuren, um es für den Menschen attraktiver zu machen das eigene Fahrzeug stehen zu lassen. Solange Menschen mit dem Auto schneller in der Stadt sind und es überall Parkplätze gibt, während der Bus nur zweimal am Tag kommt und es keine sicheren Radwege gibt, haben die Menschen laut Michael Kopatz nur wenige Anreize, das eigene Auto stehen zu lassen.

Trotzdem hätten auch Bürgerinnen und Bürger eine Verantwortung. Für Michael Kopatz gilt jedoch: „Politischer Protest ist wichtiger als die Veränderung des Konsumverhaltens“. Damit appellierte er an die Teilnehmenden des Zukunftsforums sich zu engagieren – sei es durch die Teilnahme an Demonstrationen oder in dem sich die Teilnehmenden vor Ort beispielsweise für die Umwandlung von Parkplätzen in Grünflächen oder Radwege einsetzen.

Das Zukunftsforum ist eine Kooperation der Hochschule Harz, der Stadt Wernigerode und Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD). Es bringt Expertinnen und Experten sowie lokale Akteure und Interessierte miteinander ins Gespräch. Ziel des Zukunftsforums ist die Sensibilisierung für und Auseinandersetzung mit der Agenda 2030 und ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung.

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Fair macht Schule

30. Oktober 2020 - 12:36
Ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit: Jede Ananas, die an Berliner Schulen verzehrt wird, kommt aus Fairem Handel. Foto: Pixabay

Der jährlich am 31. Oktober stattfindende Welttag der Städte wurde ins Leben gerufen, um eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern. Nachhaltige Stadtentwicklung meint, dass Städte und Kommunen ökologisch effektiv, sozial gerecht und wirtschaftlich wirkungsvoll geplant werden.
Ein Weg, der zu Nachhaltigkeit beiträgt, ist eine faire öffentliche Beschaffung. Durch den Einkauf fair produzierter Lebensmittel können Kommunen entlang der Lieferketten nämlich zu existenzsichernden Löhnen, der Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutz, der Existenz von Gewerkschaften sowie zum Umweltschutz beitragen.

Berlin kauft faire Lebensmittel ein

Reis, Bananen und Ananas gehören zu den Nahrungsmitteln, die in Deutschland häufig und gerne konsumiert werden. Doch wie viele andere weitgereiste Produkte führen sie zahlreiche Probleme im Gepäck: ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, zu geringe Preise für die Produzierenden oder Pestizide, die in der Europäischen Union (EU) verboten sind. Im Kampf gegen diese Missstände stehen auch Kommunen in der Verantwortung. Ob bei Ausschreibungen oder Pachtverträgen: Durch den Einkauf großer Mengen fair gehandelter Produkte können sie die Bedingungen beeinflussen, unter denen Menschen Lebensmittel produzieren.
Die Stadt Berlin geht hier mit gutem Beispiel voran. Mit einem geschätzten Einkaufsvolumen von 30 Tonnen Reis und fast einer halben Million Bananen pro Monat setzt die Berliner Verwaltung mit den Einkäufen für das Schulessen auf dem Markt für Lebensmittel ein Signal: Fair geht auch. Denn lange war allein der Preis bei öffentlichen Beschaffungen ausschlaggebend. Seit 2014 erlauben die EU-Vergaberichtlinien jedoch die Aufnahme von umwelt- und sozialrechtlichen Kriterien in öffentliche Ausschreibungen.

Mit Unterstützung der Christlichen Initiative Romero e. V. haben sich die Berliner Bezirke für eine faire Schulverpflegung eingesetzt. Das Ergebnis: Die Produkte Reis, Bananen und Ananas werden für die Grundschulen der Hauptstadt ausschließlich aus Fairem Handel bezogen. Und zwar in allen Berliner Bezirken an allen Grundschulen, die Mittagessen über Caterer anbieten.

Auf Basis einer sorgfältig vorbereiteten Musterausschreibung haben sich sämtliche Berliner Bezirke beteiligt. Die Ausschreibung wurde unter anderem von den Berliner Koordinatorinnen und Koordinatoren kommunaler Entwicklungspolitik von der „Kompetenzstelle Faire Beschaffung Berlin“ vorangetrieben, deren Personalstellen von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global bezuschusst werden.

Am Ende hat es Berlin gestemmt: Jedes Reiskorn, jede Banane und jede Scheibe Ananas, die ein Berliner Grundschulkind mittags isst, wird unter gerechteren Bedingungen hergestellt. Mit der Kampagne #fairmachtschule wird zusätzlich umfangreiche Informationsarbeit für alle Beteiligten geleistet.

Der Kompass Nachhaltigkeit

Die Berliner Ausschreibungen sind, repräsentiert durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, im Kompass Nachhaltigkeit zu finden.
Der Kompass Nachhaltigkeit bündelt alle wichtigen Informationen zur fairen und nachhaltigen öffentlichen Beschaffung zentral auf einer Internetseite. Er ist ein Projekt der SKEW in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) unterstützt entwicklungspolitisches Engagement von Kommunen inhaltlich und organisatorisch sowie durch finanzielle und personelle Maßnahmen.

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