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Aktuelle Meldungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 10 Stunden 26 Minuten

Fotos aus der Welt

13. Oktober 2021 - 16:22
Die World Press Photo Exhibition zeigt die besten Pressebilder weltweit. Foto: Unsplash

Mit dem World Press Photo Award werden jährlich die besten Pressebilder weltweit honoriert. Die nominierten und ausgezeichneten Fotografien zeigen Krisen und Missstände genauso wie Demonstrationen und Hoffnung, sie halten entscheidende Momente fest und präsentieren unterschiedliche Blickwinkel auf das Zeitgeschehen. Bis Sonntag, 24. Oktober 2021, stellt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. in Berlin rund 120 Fotografien aus, die das Jahr 2020 dokumentieren.

4.315 Personen haben mit 74.470 Fotografien am diesjährigen Wettbewerb zum World Press Photo teilgenommen. 45 Fotografinnen und Fotografen wurden in acht Kategorien prämiert. Ihre Einzelbilder und Serien rücken Themen rund um Umwelt- und Klimaschutz oder Flucht und Migration stärker in die mediale Öffentlichkeit. Die Fotografien vermitteln den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung einen Eindruck von der Welt und versuchen zugleich eine Interpretation von Ursachen und Zusammenhängen, zum Beispiel der politischen, ökologischen und sozialen Entwicklungen, zu geben. Im Jahr 2020 gehörte dazu etwa der Klimawandel und seine Folgen, der Einsatz für soziale Gerechtigkeit, die Proteste für die Rechte von Minderheiten und die Folgen der Corona-Pandemie. Gewinner des Wettbewerbs ist die Fotografie „The First Embrace“ von Mads Nissens, das die erste Umarmung einer brasilianischen Pflegeheimbewohnerin nach dem Lockdown abbildet.

Die Ausstellung macht auch deutlich, wie differenziert Berichterstattung sein kann. Zudem bietet sie eine Möglichkeit, sich mit verschiedenen Bereichen von Entwicklungspolitik auseinandersetzen. Darauf aufbauend können Interessierte ab 14 Jahren, Schulklassen und Jugendgruppen zudem Ende Oktober an Workshops teilnehmen. In deren Fokus steht die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen auf der Flucht. Neben den globalen Zusammenhängen von Armut, Klimawandel und Flucht wird auch die mediale Berichterstattung zu entwicklungspolitischen Themen diskutiert.

Unterstützt wird die Ausstellung in diesem Jahr vom Sparkassen-Kulturfond, vom Königreich Niederlande sowie von Engagement Global im Rahmen ihres Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB). FEB fördert in Deutschland durchgeführte Projekte, die lebensnah und anschaulich über entwicklungspolitische Themen aufklären und zeigen, wie sich Bürgerinnen und Bürger entwicklungspolitisch engagieren können.

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Exkursion in die Entwicklungszusammenarbeit

12. Oktober 2021 - 10:53
Einblicke in die Entwicklungszusammenarbeit in Theorie und Praxis. Foto: Christiane Hšhne

„Was ist eigentlich entwicklungspolitisches Engagement?" Mit dieser Frage hat sich am Dienstag und Mittwoch, 6. und 7. Oktober 2021, eine Seminargruppe des Basislehrgangs Stabsoffiziere der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr bei einer Exkursion nach Berlin beschäftigt. Die Außenstellen Berlin und Hamburg von Engagement Global haben für die angehenden Offiziere ein Programm erarbeitet, das Gemeinsamkeiten hervorhebt und Anknüpfungspunkte aufzeigt.

Engagement Global führt im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) an diversen Bundeswehrstandorten Bildungsseminare zu entwicklungspolitischen Themen durch. Ziel der Kooperation ist es, den Mitgliedern der Bundeswehr entwicklungspolitische Themen aufzuzeigen und das Verständnis für die Entwicklungszusammenarbeit voranzubringen.

Nach einer inhaltlichen Einführung in Hamburg haben sich die Teilnehmenden des Seminars im Oktober 2021 in Berlin auf den Weg gemacht, um ein klareres Bild von Aufgaben, Zielen und Strukturen der Entwicklungszusammenarbeit zu gewinnen. „Auf den Weg“ haben sie sich dabei wortwörtlich gemacht, denn am ersten Seminartag waren Kleingruppen quer durch die Stadt zu unterschiedlichen entwicklungspolitischen Akteuren unterwegs, um sich vor Ort zu informieren. Supranationale Organisationen, kirchliche Träger, Nichtregierungsorganisationen, staatliche Durchführungsorganisationen – die besuchten Institutionen waren so vielfältig wie die entwicklungspolitische Akteurslandschaft insgesamt. So lernten die Teilnehmenden „im Feld“ die potentiellen Berührungspunkte mit ihrer Arbeit kennen.

Am zweiten Tag wurden die Gemeinsamkeiten der Akteure beleuchtet. Dabei wurde unter anderem der „Do-No-Harm-Ansatz“ vorgestellt, eines der Leitprinzipien der internationalen Zusammenarbeit auf ziviler Seite. Der Ansatz formuliert laut Venro Grundregeln für eine konfliktsensible Durchführung von Hilfsaktivitäten in Krisengebieten und ist auch in der entwicklungspolitischen Projektarbeit sehr wichtig. Zum Abschluss wurde mit zwei Referierenden, die mit entwicklungspolitischem Hintergrund in Mali tätig waren, über das konkrete Einsatzland diskutiert. Aufgrund der vielfältigen Einsatzerfahrungen der Soldatinnen und Soldaten dort ist Mali ein Schnittstellenthema, das Raum für eine intensive und nutzbringende Debatte bot.

Mehr voneinander zu wissen und dadurch Verständnis für die jeweiligen Aufgaben und Handlungsweisen im Einsatzland zu erlangen, bleibt das wichtigste und von den Teilnehmenden sehr wertgeschätzte Ziel der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

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Mädchen und Frauen stärken

11. Oktober 2021 - 16:08
Mathe Wandou setzt sich seit jahrzehnten für Mädchen und Frauen in Kamerun ein. Foto: Right Livelihood

Seit zehn Jahren wird jedes Jahr am 11. Oktober der Internationale Mädchentag begangen. Ziel des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Aktionstages ist es, auf die weltweite Benachteiligung von Mädchen aufmerksam zu machen, Mädchen durch Bildung zu fördern, die Zwangsehe zu bekämpfen sowie Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen durchzusetzen.

Zwei Vereine, die sich gemeinsam für die Rechte von Kindern – insbesondere von Mädchen –einsetzen, sind Kinderrechte Afrika e.V. und die kamerunische Organisation ALDEPA (Action Locale pour un Développement Participatif et Autogéré - Lokale Maßnahmen für eine partizipative und selbstverwaltete Entwicklung). Die Vereine engagieren sich zum Beispiel für Kinder in Gefängnissen und auf Polizeistationen sowie für Kinder, die auf der Straße leben. Mit ihren Projekten schützen sie Kinder auch vor Kinderhandel, Ausbeutung, sexueller Gewalt und sexistischer Diskriminierung.

Schwerpunkte der Projektarbeit von ALDEPA liegen auf der Durchsetzung der Gleichstellung der Geschlechter sowie auf der Förderung von Menschen-, Kinder- und Frauenrechten. Dieses Engagement wurde nun belohnt. Mathe Wandou, Koordinatorin bei ALDEPA, erhielt jetzt im Herbst 2021 den Right Livelihood Award, besser bekannt als „alternativer Nobelpreis“. Gewürdigt wurde damit ihr jahrzehntelanger Einsatz für das Wohlergehen von Mädchen und Frauen, konkret „der Aufbau eines modellhaften Gemeinde-basierten Kinderschutzes im Angesicht terroristischer und geschlechtsbasierter Gewalt in der Tschadsee-Region“, so die Jurybegründung. Hinter dem Einsatz für das Wohlergehen von Mädchen und Frauen steht ein ganzheitlicher Ansatz, der auf Bildung, psychosozialer Betreuung und rechtlichem Beistand beruht. Mehr als 50.000 Mädchen haben bisher von der Arbeit von ALDEPA profitiert. Die Wirksamkeit von ALDEPA gründet auch darin, dass die Gemeinschaften als ganze mobilisiert werden, insbesondere Eltern und Kinder aktiv einbezogen sind.

Der Verein Kinderrechte Afrika e.V. wird über das Programm bengo von Engagement Global gefördert. Bengo berät deutsche Nichtregierungsorganisationen zu Fragen rund um die Förderung von Auslandsprojekten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt in allen Phasen eines Projekts: im Vorfeld, während der Antragstellung, bei der Projektdurchführung und beim Abschluss des Vorhabens. Die von bengo geförderten Vereine und Organisationen arbeiten wiederum eng mit Partnerorganisationen im Globalen Süden zusammen.

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Über Menschenrechte und Mode

7. Oktober 2021 - 17:49
Das Thema der Podiumsdiskussion war menschenwürdige Arbeit in der Modeindustrie. Foto: Ajaya Kumar Behera

Was will der Mensch in Zukunft tragen? Um diese Frage ging es bei der Podiumsdiskussion am Mittwoch, 29. September 2021, in Augsburg. Die Frage wurde dabei nicht aus einer künstlerischen Perspektive betrachtet, sondern vor allem in Hinblick auf Arbeitsbedingungen, Ressourcenschutz und Menschenrechte diskutiert. Die Außenstelle Stuttgart von Engagement Global hatte gemeinsam mit der Akademie für Mode und Design (AMD) und dem Mediencampus Bayern in die Ausstellungsräume des Staatlichen Textil- und Industriemuseums in Augsburg eingeladen, um die verschiedenen Perspektiven rund um Mode, Menschenrechte und Umweltschutz zu erkunden. Magdalena Schaffrin und Jennifer Jonat führten als Moderatorinnen durch den Abend.

Expertinnen und Experten der Branche, die an unterschiedlichen Punkten in der Wertschöpfungs- und Lieferkette tätig sind, haben diverse Sichtweisen in die Veranstaltung miteingebracht. Dr. Karl Borromäus Murr, der Direktor des Staatlichen Textil- und Industriemuseums, problematisierte die Fast-Fashion-Industrie, die immer billiger und in schlechterer Qualität produziere. „Was wir auf unserer Haut tragen ist ethisch untragbar und moralisch unerträglich“, erklärt der Professor. Auch über die Kampagne für saubere Kleidung wurde gesprochen, die Missstände der globalen Textilindustrie mit Lobbyarbeit und lokalen Aktionen seit 1996 in den Fokus rückt. Dabei gehe es nicht um Boykott, sondern um eine Sensibilisierung für eine Produktion, die die Menschenrechte achtet und die Umwelt nicht schädigt, erklärte Isabell Ullrich, die Vertreterin der Kampagne. Dass es solche beispielhaften Unternehmen in der Modebranche schon gibt, machte an diesem Abend Christin Schwarzer vom Label MYMARINI deutlich, einem jungen Unternehmen für nachhaltige Bademode mit Sitz in Hamburg und Triberg im Schwarzwald.

Auch das Ende der Wertschöpfungskette wurde in Hinblick auf Entsorgungsprobleme und die mögliche Lösung, das Modell der Kreislaufwirtschaft, von den Expertinnen und Experten besprochen. Damit Kreislaufwirtschaft gelinge, brauche es, wie Arianna Nicoletti von der Nichtregierungsorganisation Circular Berlin betonte, einen regionalen Ansatz. Die gemeinsame historische Betrachtung auf die ehemalige Textilmetropole Augsburg zeige, dass es eine Nähe von Produktion und Konsum brauche, um zu sehen, was die sozialen und ökologischen Auswirkungen sind. Damit hat die Podiumsdiskussion einen Einblick gegeben, der zeigt, worauf der 7. Oktober aufmerksam macht: Menschenwürdige Arbeit ist in vielen Branchen, auch der Modebranche, noch nicht selbstverständlich.

„wear next? Menschenrechte, Recycling und Kreislaufwirtschaft in der Mode“ war eine Kooperation zwischen der Akademie für Mode und Design in München, dem Mediencampus Bayern, dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum in Augsburg und der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) im Hybridformat durchgeführt.

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10 Jahre Klimapartnerschaften in 30 Bildern

7. Oktober 2021 - 16:14
Mario Kolvenbach ist im Team von Engagement Global die meisten Kilometer gefahren. Foto: Privat

Das Fahrrad ist nicht nur Fortbewegungsmittel – es ist auch Freizeitbegleiter, Sportförderer und Klimaschützer. Mehr Radfahren im Alltag kann die individuelle CO2-Emission senken, mit dem internationalen Wettbewerb „Stadtradeln“ wird es zu einem kommunalen Beitrag. Die Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, in 21 Tagen zwischen Mai und September möglichst viele Kilometer auf dem Rad zu fahren. Zum 14. Mal findet der Wettbewerb 2021 statt – mit so vielen radfahrenden Kommunen wie noch nie.

Mit einem Team aus 57 Kolleginnen und Kollegen beteiligte sich Engagement Global in diesem Jahr zum siebten Mal am Wettbewerb. Vom 5. bis 25. September 2021 radelte das Bonner Team insgesamt 16.827 Kilometer – und konnte sich damit im Vergleich zum letzten Jahr um über 4.000 Kilometer steigern. 2.474 Kilogramm CO2 sparten die Kolleginnen und Kollegen und setzten somit ein eigenes Zeichen für Klimaschutz. Insgesamt wurden in der Stadt Bonn 774.392 Kilometer geradelt, im kommunalen Vergleich ist Engagement Global auf Patz 11.

Auf Platz eins im Engagement Global Stadtradeln-Team ist der Mitarbeiter Mario Kolvenbach, der insgesamt 1.381,1 Kilometer zurückgelegt hat. Der Teamsieger verrät seine Lieblingsstrecken: „Im Umland von Bonn gibt es viele tolle abwechslungsreiche Gebiete zum Fahrradfahren. Ich fahre gerne im Kottenforst, in der Siegaue und in der Wahner Heide oder am Rhein.“ Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Ziele der Kampagne sind, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ein Zeichen für eine bessere Radinfrastruktur in den Kommunen zu setzen.

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Ländliche Räume in der Sommerakademie

7. Oktober 2021 - 11:26
Die Teilnehmenden der Sommerakademie auf Exkursionen in der Lausitz. Foto: Engagement Global

35 Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen setzten sich bei der SDG Sommerakademie in diesem Jahr mit der Frage nach der Rolle und Bedeutung von ländlichen Räumen für die Umsetzung und Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals - SDG) auseinander. Sie fragten sich, welche Perspektiven im Verständnis des Themenkomplexes weiterbringen können und welche Ansätze und Initiativen möglich sind, aber auch welche Herausforderungen es im Spannungsfeld zwischen nachhaltiger Entwicklung und ländlichen Räumen im Globalen Norden und Süden gibt. Die Sommerakademie wurde von dem EPIZ Berlin in Kooperation mit der Außenstelle Berlin von Engagement Global organisiert und hat von Montag, 27. September 2021, bis Donnerstag, 30. September 2021, hybrid stattgefunden.

Impulse, Workshops und Exkursionen

Jens Martens führte mit einem Impuls zu „dem vergessenen“ SDG – dem ländlichen Raum – in die Thematik ein. Der Geschäftsführer des Global Policy Forums führte aus, dass auch, wenn die Entwicklung des ländlichen Raums kein eigenes SDG sei, viele SDG auch auf ländliche Räume anwendbar seien. Drei Exkursionen in die Umgebung Brandenburgs boten einen konkreten Einstieg zu verschiedenen Perspektiven auf ländliche Räume, darunter die Bereiche Ressourcen, Umgang mit Land und Leuten, Ernährungssysteme und Biodiversität.

Die Möglichkeiten des Online-Formats nutzend, sind an den weiteren Tagen Referierende aus drei Kontinenten mit Vorträgen und Workshop-Beiträgen zugeschaltet worden und haben mit ihren Impulsen aktiv die Perspektive des Globalen Südens und insbesondere auch die von Frauen eingebracht. Die indigene Umwelt- und Menschenrechtsverteidigerin Patricia Gualinga verdeutlichte, dass das Wissen von Indigenen integriert werden müsse als Bestandteil der Lösung, wie die Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können. Basis dazu sei ihr Verständnis von lebendigen Wäldern und ihre sehr spezielle Beziehung zur Natur. Teilnehmende waren von Patricia Gualingas Vortrag nachhaltig beeindruckt und nahmen die Botschaft in der gemeinsamen Auswertung auf: „Auf in die Praxis. Nicht nur theoretisieren!“

Zum Abschluss: Austausch und Vernetzung

Eine Vernetzungsecke auf dem begleitenden Miro-Board lud zum Austausch und zur gemeinsamen Weiterarbeit ein. Handlungsorientierte Workshops etwa zum Engagement von jungen Erwachsenen oder zum Globalen Lernen ergänzten die Eindrücke. Eine Abschlussrunde führte ins Berliner Global Village und ermöglichte Einblicke in die entwicklungspolitische Akteursszene Berlins sowie in die Arbeit des EPIZ.

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Kilometer für Klimaschutz

6. Oktober 2021 - 15:03
Mario Kolvenbach ist im Team von Engagement Global die meisten Kilometer gefahren. Foto: Privat

Das Fahrrad ist nicht nur Fortbewegungsmittel – es ist auch Freizeitbegleiter, Sportförderer und Klimaschützer. Mehr Radfahren im Alltag kann die individuelle CO2-Emission senken, mit dem internationalen Wettbewerb „Stadtradeln“ wird es zu einem kommunalen Beitrag. Die Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, in 21 Tagen zwischen Mai und September möglichst viele Kilometer auf dem Rad zu fahren. Zum 14. Mal findet der Wettbewerb 2021 statt – mit so vielen radfahrenden Kommunen wie noch nie.

Mit einem Team aus 57 Kolleginnen und Kollegen beteiligte sich Engagement Global in diesem Jahr zum siebten Mal am Wettbewerb. Vom 5. bis 25. September 2021 radelte das Bonner Team insgesamt 16.827 Kilometer – und konnte sich damit im Vergleich zum letzten Jahr um über 4.000 Kilometer steigern. 2.474 Kilogramm CO2 sparten die Kolleginnen und Kollegen und setzten somit ein eigenes Zeichen für Klimaschutz. Insgesamt wurden in der Stadt Bonn 774.392 Kilometer geradelt, im kommunalen Vergleich ist Engagement Global auf Patz 11.

Auf Platz eins im Engagement Global Stadtradeln-Team ist der Kollege Mario Kolvenbach, der insgesamt 1.381,1 Kilometer zurückgelegt hat. Der Teamsieger verrät seine Lieblingsstrecken: „Im Umland von Bonn gibt es viele tolle abwechslungsreiche Gebiete zum Fahrradfahren. Ich fahre gerne im Kottenforst, in der Siegaue und in der Wahner Heide oder am Rhein.“ Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Ziele der Kampagne sind, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ein Zeichen für eine bessere Radinfrastruktur in den Kommunen zu setzen.

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Zusammen an einem Strang ziehen

5. Oktober 2021 - 13:30
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen sollen zukünftig stärker zusammengedacht werden. Foto: René Frampe

Unter dem Schirm der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG – Sustainable Development Goals) sollen Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen stärker zusammen gedacht werden. Das Werkstattgespräch in der Region Barnim bot dafür ein Forum. Auf den Weg gebracht hatten es gemeinsam die Naturparkverwaltung Barnim, die Brandenburger Servicestelle BNE und die Berliner Außenstelle von Engagement Global.

Ende September hatten sie Bildungsträger der BNE sowie der Umwelt- und Wildnispädagogik aus der Region, Vertreterinnen und Vertreter des entwicklungspolitischen Spektrums, der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde und der Kommune in die Kulturbühne Goldener Löwe in Wandlitz eingeladen.

Neben intensiven Gesprächen zu Zielen, Inhalten und Methoden der BNE und des Globalen Lernens standen vor allem das Kennenlernen, der Austausch und die Vernetzung zwischen den Akteuren im Vordergrund. Inhaltliche Anknüpfungspunkte und Möglichkeiten, sich wechselseitig zu unterstützen, wurden gefunden. Vorgestellt wurden auch Förderprogramme und Aktivitäten von Engagement Global, die bei der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele unterstützen – sei es finanziell oder beratend.

Das Werkstattgespräch bringt Akteure mit unterschiedlichem professionellem Hintergrund zusammen. Ziel ist es, dass sie sich gegenseitig inspirieren und gemeinsam weiterentwickeln und so dazu beitragen, dass die Inhalte von BNE und Globalem Lernen breiter bekannt und umgesetzt werden.

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Abschluss der Klimawette

5. Oktober 2021 - 12:56
Die Sommertour „Kickt die Tonne“ ist eine Aktion der Klimawette. Foto: Thomas Ruttke

Mit der Sommertour „Kickt die Tonne“ machte der Verein „3 fürs Klima“ auf die von ihm ausgerufene Wette aufmerksam: Eine Million Menschen können bis zum Start der Weltklimakonferenz am 31. Oktober 2021 eine Million Tonnen CO2 sparen. Für dieses Ziel ist Vorstandssprecher Dr. Michael Bilharz am 23. Juli 2021 in Dessau in die Sommertour gestartet, eine symbolische Tonne CO2 zum „Kicken“ im Gepäck seines Lastenrades. 103 Tage fuhr er damit durch fast 200 Städte, um am Sonntag, 3. Oktober 2021, wieder feierlich in Dessau empfangen zu werden. Weniger als ein Monat bleibt bis zur Weltklimakonferenz. Und auch wenn keine ganze Million eingespart wurde, 165 Städte haben ihre Unterstützung zugesagt, viele Menschen im ganzen Land wurden erreicht und ein Zeichen für Engagement wie Klimaschutz gesetzt.

Auch deswegen hat Engagement Global die Sommertour unterstützt. Die Außenstellen Stuttgart, Mainz und Düsseldorf haben im Juli und August 2021 den Radfahrer in ihren jeweiligen Bundesländern begrüßt und sind über Landesgrenzen hinaus mitgeradelt. Am 25. September 2021 erreichte Dr. Michael Bilharz Werder an der Havel, wo an diesem Tag der Klima-Aktionstag stattgefunden hat, an dem auch die Außenstelle Berlin von Engagement Global mit dem 17-Ziele-Mobil beteiligt war. Gemeinsam mit lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen und anderen entwicklungspolitische Akteuren ermöglichte die Außenstelle den Besucherinnen und Besuchern über Informations- und Mitmachangebote eine Auseinandersetzung mit den Themen Klimaschutz und globale Gerechtigkeit. Von Werder aus radelten Kolleginnen und Kollegen der Berliner Liegenschaft mit Dr. Michael Bilharz bis nach Potsdam. Die Landeshauptstadt hat die kommunale Klimawette angenommen und setzt auf seine Bürgerinnen und Bürger, dass 2.705 Tonnen CO2 einspart werden.

Eine Woche später erwartete die Außenstelle Leipzig von Engagement Global Dr. Michael Bilharz in Wittenberg, von wo aus er in die letzte Etappe nach Dessau startete. An der Stadtgrenze zu Dessau begann mit der Einfahrt eine Fahrraddemo, die den großen Abschluss der Sommertour auf dem Marktplatz Dessaus einläutete. Dort begrüßten unter anderem Oberbürgermeister Robert Reck, Klimaschutzmanager Michael Ahlers sowie Wolfang Scheremet, Leiter der Zentralabteilung des Umweltbundesamtes. Die Stadt Dessau versicherte Unterstützung und kündigte den interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort unter anderem den Bau eines Trinkwasserbrunnens auf dem Markt an. Nach über 7.000 Kilometern auf einem Lastenrad endet die Sommertour von Dr. Michael Bilharz mit dieser letzten Veranstaltung in Dessau.

Claudia Weiß von der Außenstelle Leipzig zeigte sich begeistert über die große Resonanz: „Es ist toll, dass sich hier so viele Menschen für den Klimaschutz einsetzen, denn nur zusammen können wir dies erreichen. Ich freue mich über die vielen Menschen vor Ort und darüber mit Engagement Global auch einen Beitrag dazu leisten zu können.“

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Impulse für Fairen Handel in Kitas

4. Oktober 2021 - 18:48
Reisbällchen mit Geschichten aus dem Fairen Handel beim Kita-Kongress. Foto: FairTrade-Kochshow

Viele hessische Kitas machen sich auf den Weg zu einer nachhaltigeren und fairen Umgestaltung ihrer Einrichtung. Dazu traten Mitarbeitende von Kindertagesstätten und Trägerstrukturen auf dem digitalen Kita-Kongress Hessen am Donnerstag, 30. September 2021, in den Austausch. Erste Schritte werden in den Betreuungseinrichtungen bereits gegangen. „Dennoch ist die Umstellung – gerade für städtische Kitas mit vielen weiteren Einrichtungen, die ein sehr komplexes System bilden – nicht gerade einfach“, beschrieb eine Wiesbadener Erzieherin, die am Workshop „Wie werden wir FaireKita?“ teilnahm.

In weiteren Workshops gaben Expertinnen und Experten Ideen und Impulse in den Bereichen fairer Handel und Globales Lernen – den zentralen Themen des digitalen Kongresses, der von der Außenstelle Mainz von Engagement Global zusammen mit dem Zentrum für Globales Lernen WeltGarten Witzenhausen im Rahmen des Programms „Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland“ (EBD) organisiert worden ist.

Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

Joána Klug, Projektkoordinatorin Rhein.Main.Fair und zuständig für das Projekt der FairenKita, sowie die freie Bildungsreferentin Ines Fehrmann lieferten in ihren jeweiligen Workshops Tipps für eine lehrreiche Vermittlung der Themen an Kinder wie Eltern und Personal. Beim Vernetzungsangebot während der fairen Mittagspause verdeutlichten Gundula Büker und Karin Wirnsberger vom Entwicklungspädagogischen Informationszentrum EpiZ in Reutlingen, dass „bio nicht gleich fair und fair nicht gleich bio ist“. In einem Vortrag über die prekären Produktions- und Lieferbedingungen in der Industrie sensibilisierte Maik Pflaum, Referent für Spielzeug bei der Christlichen Initiative Romer (CIR) für den unterschützten Bereich und stellte die von ihm gegründete Fair Toys Organisation vor, die sich für Fairness in der Spielzeugindustrie stark macht.

Birgit Becker ist Kinderphilosophin und Nachhaltigkeitspädagogin und spielte mit den Teilnehmenden ihres Workshops „Philosophieren mit Kindern zu ‚fair‘ und ‚gerecht‘ ein Schätzspiel. mit Schokolade Dabei lud sie dazu ein, eigene Wertvorstellungen zu überdenken. „Beim Philosophieren mit Kindern müssen wir unsere Moralvorstellungen komplett zurückstellen und den Kindern Raum für ihre Gedanken geben. Und genau das ist auch das Schwierigste dabei“, wusste Birgit Becker.

Das Team der FairTrade-Kochshow kochte live vor den Bildschirmen während der Mittagszeit zwei Gerichte, die sich im Kita-Kontext mit den Kindern zusammen leicht nachmachen lassen, und zeigten zudem Kurzfilme über die verwendeten Produkte und Herkunftsländer. Visuell reisten die Kochshow-Teilnehmenden nicht nur nach Tansania, Kuba, Eswatini (ehemals Swaziland) und Marokko, sondern konnten durch die gefilmten Begegnungen die Menschen hinter den fair gehandelten Produkten kennenlernen und die Bedeutung des fairen Handels einmal mehr verstehen.

Anknüpfend an viele Fragen zu Unterstützungsmöglichkeiten lädt die Außenstelle Mainz von Engagement Global am Donnerstag, 4. November, 17 bis 18:30 Uhr, zum digitalen Infotag „Unsere Kita in der EINEN Welt ein“. Hierbei werden Bildung trifft Entwicklung (BtE) und Aktionsgruppenprogramm (AGP) vorstellen, wie KiTas bei den Programmen finanzielle und fachliche Förderung erhalten können, um Projekte im Bereich Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Anmeldung und weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es per Mail an: aussenstelle.mainz@engagement-global.de

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Einsatz für Frieden

24. September 2021 - 10:44
Am Internationalen Friedenstag am 21. September stand der Austausch im Mittelpunkt. Foto: pixabay

Am 21. September – dem Internationalen Friedenstag – setzt sich die organisierte Zivilgesellschaft jedes Jahr weltweit mit ihrem Beitrag für eine friedliche und gerechte Welt auseinander. Auch in Berlin haben moveGLOBAL e.V. und die Berliner Außenstelle von Engagement Global Interessierte und Engagierte am 40. Jahrestag des Weltfriedenstages zum gemeinsamen Austausch eingeladen. „Why Peace Matters – Frieden auf der entwicklungspolitischen Agenda stärken“ war Titel und Ziel des Treffens am Dienstag, 21. September 2021. Denn schon die Präambel der Agenda 2030 betont, dass Frieden und nachhaltige Entwicklung niemals getrennt voneinander erreicht werden können. Die Agenda 2030 wurde 2015 mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDG) von den Vereinten Nationen verabschiedet.

Rund 20 Teilnehmende diskutierten in mehreren Runden intensiv über die eigenen Handlungsmöglichkeiten im Rahmen ihrer Arbeit sowie die notwendigen politischen Rahmenbedingungen. Auch über die Rolle migrantischer Organisationen wurde gesprochen, um die Anknüpfungspunkte für weiteres gemeinsames Engagement im Kontext von Entwicklung und Frieden herauszuarbeiten. Die Teilnehmenden betrachteten für die Auslandsarbeit vor allem Armutsbekämpfung als ein ihnen nahestehendes, friedensrelevantes und entwicklungspolitisches Handlungsfeld.

Für die Inlandsarbeit stellte sich vor allem die Frage, wie „good practices“ der Friedensarbeit in die Bildungsarbeit integriert werden können, um ein ganzheitliches Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Entwicklung, Frieden und Sicherheit vermitteln zu können. Das einstimmige Ergebnis: Am nächsten Weltfriedenstag sehen wir uns wieder, denn es gibt nicht nur viel zu tun, dass die Welt friedlicher wird, sondern auch viel, was wir dafür tun können!

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Programms „Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland“ (EBD) statt. Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

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Zeitfragen des Jahrhunderts

23. September 2021 - 9:14
Bei dem Podcast kommen viele Stimmen zu Themen der Agenda 2030 zu Wort. Foto: Engagement Global

Entwicklung soll weltweit im Einklang mit der Natur gelingen. Um das zu erreichen, haben sich die UN-Mitgliedstaaten 2015 auf die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung geeinigt. Was wurde bezüglich dieser Ziele bisher erreicht? An welchen Stellschrauben sollte noch gedreht werden? Diesen „Zeitfragen des Jahrhunderts“ widmet sich der gleichnamige ZEIT Studio Podcast von BMZ und Engagement Global.

Zum Podcast

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Für die Rechte der Kinder

20. September 2021 - 18:29
Bei Projekten wie in Bolivien werden die Stärkung von Kinderrechten und Umweltschutz gemeinsam gedacht. Foto: Ayni

Marginalisierung, Klimawandel und Ressourcenabbau bedrohen in besonderem Maße die Lebensweise und -grundlage von indigenen Völkern, also von rund 370 Millionen Menschen weltweit. Unter ihnen sind auch Kinder, die ein besonderes Recht auf den Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, auf eine gesunde Umwelt und kulturelle Praxis haben sollten.

Die Nichtregierungsorganisationen (NRO) Ceprosi in Peru und Ayni in Bolivien haben es sich, in Zusammenarbeit mit terre des hommes, zum Ziel gemacht, die Rechte der indigenen Jugend zu unterstützen. Ein gemeinsames Projekt der NRO, gefördert vom Programm bengo von Engagement Global, verwirklicht Maßnahmen im Bereich interkulturelle Bildung und Gewaltprävention, um die in den Ländern existierenden Gesetze zu stärken.

Der Weltkindertag in Deutschland macht jedes Jahr darauf aufmerksam, dass es trotz der Gesetze viele junge Menschen gibt, die unter prekären oder bedrohlichen Bedingungen leben. Kinder und Jugendliche in ohnehin schon marginalisierten Gruppen, wie etwa den indigenen Gemeinden, sind in besonderem Maße von Gewalt und Diskriminierung betroffen. Sie leiden verstärkt unter den Folgen des Klimawandels sowie unter der geringen Wertschätzung ihrer Kultur und dem damit einhergehenden Wissensverlust. Mädchen tragen zudem das Risiko geschlechtsbedingter Diskriminierung.

Einsatz in Peru und Bolivien

Das Projekt der NRO setzt bei dem kulturellen Wissen an. Es integriert die indigene Weltvorstellung und kulturelle Praxis in die einzelnen Maßnahmen des Projektes. Kurse zur Gewaltprävention in Schulen, Empowerment für Mädchen und junge Frauen bauen auf diesem indigenen Wissen auf, ebenso die Kommunikations- und Sensibilisierungsarbeit vor Ort, in der Region Cuzco in Peru und in der Region Cochabamba in Bolivien. Kern des Projektes ist es, Strukturen zur besseren Vernetzung für die Länder zu schaffen, gute Beispiele auszutauschen und interkulturelle Bildung unter Berücksichtigung der Genderperspektive zu stärken.

Projekte wie diese stellen über den Weltkindertag hinaus die nächste Generation in den Mittelpunkt und signalisieren den Jüngsten weltweit, dass ihre Rechte zählen. Mehr über das bis 2023 laufende Projekt erzählt Josephine Wragge von terre des hommes im Interview mit Engagement Global.

Bengo steht deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO) als Beratungsstelle für Fragen rund um die entwicklungspolitische Projektarbeit in Ländern des Globalen Südens zur Seite. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt den NRO zur Unterstützung dieser Arbeit Fördermittel bereit, die von Engagement Global verwaltet werden.

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Mitmachaktionen bei der Gartenschau Lindau

15. September 2021 - 17:18
Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, Thomas Gehring und Hep Monatzeder, Abgeordnete des Bayerischen Landtags, beteiligen sich an den Mitmachaktionen. Foto: Engagement Global

Das große Jenga Spiel des 17 Ziele Mobils von Engagement Global war eine von vielen Mitmachaktionen, die den Besucherinnen und Besuchern der Gartenschau in Lindau zu den Aktionstagen zur Nachhaltigkeit geboten wurde. Zusammen mit der Ausstellung „FRIEDENSKLIMA! 17 Ziele für Gerechtigkeit und Frieden“ und dem Weltspiel, bereitgestellt durch das Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE), bildeten sie den Mittelpunkt des Mitmachmarktes am Samstag, 10. und Sonntag, 11. September 2021. Am Ufer des Bodensees konnten sich Interessierte so spielerisch mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und besonders mit den Themen Frieden, Klima und Ökologie auseinandersetzen.

Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, besuchte die Gartenschau in seiner Heimatstadt und beteiligte sich gemeinsam mit den bayerischen Landtagsabgeordneten Thomas Gehring und Hep Monatzeder auch an den Mitmachaktionen. Die drei Politiker zeigten sich begeistert vom Engagement der Akteure. „So viele lokale Initiativen in der Friedensregion Bodensee und so viel ehrenamtliches Engagement bei den Aktionstagen zu sehen, beeindruckt und motiviert mich“, so Pius Bandte.

Von diesem Engagement konnte sich auch Elmar Stegmann, Landrat des Landkreises Lindau, überzeugen, der sich Zeit nahm, die verschiedenen Organisationen und Initiativen kennenzulernen. Gefragt, welche Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit die Politiker in ihrem Umfeld als nächstes umsetzen möchten, wurde einstimmig die Umstellung des Verwaltungswesens auf eine faire Beschaffung genannt.

Die Aktionstage zur Nachhaltigkeit fanden erstmalig auf der Gartenschau in Lindau statt und wurden gemeinsam veranstaltet von lokalen und regionalen Initiativen, Vereinen und Organisationen wie Amnesty International Lindau, BUND Naturschutz Bayern e.V. Kreisgruppe Lindau, Außenstelle Stuttgart von Engagement Global, Eine Welt Netzwerk Bayern im Rahmen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“, Friedensregion Bodensee e.V., friedens räume Lindau mit pax christi Diözese Augsburg e.V., Lokale Agenda 21 Stadt Lindau und Parents For Future Lindau.

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Gesicht zeigen für die 17 Ziele

6. September 2021 - 15:17
Die Außenstelle Mainz informiert kreativ auf der „Meile der Nachhaltigkeit". Foto: Birgit Steck

Wie wollen wir morgen leben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Agenda 2030-Sonnenmarkts mit der "Meile der Nachhaltigkeit", der am Samstag, 4. September 2021, in Mainz stattfand. Insgesamt 33 Vereine und Institutionen präsentierten ihre Visionen eines nachhaltigen und global gerechten Miteinanders entlang der Ludwigsstraße sowie auf dem Bischofsplatz. Für Aufmerksamkeit und Zulauf sorgte ein buntes Programm aus Musikgruppen, Clowns auf Stelzen sowie anregende Spiele der Ausstellenden.

Die Koordinatorin der Veranstaltung, Dr. Sabine Gresch vom Agenda-Büro der Stadt Mainz, ermutigte, in der Pandemie auch eine Chance zu sehen: „Vielleicht entwickeln wir durch diese Krise eine andere Sicht auf die Welt und unsere Rolle darin. Globale Solidarität bekommt einen anderen Stellenwert.“

Foto-Mitmachaktion zu SDG

Die Frage, welche Rolle jede und jeder einelzene bei der Erreichung der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung einnehmen kann, stand auch im Fokus der Foto-Mitmachaktion am Stand der Außenstelle Mainz von Engagement Global. Ausgerüstet mit Kreidetafeln und den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDG) stand dem Publikum die Möglichkeit offen, sich mit ihren Vorsätzen direkt vor Ort ablichten zu lassen, um diese anschließend mit nach Hause zu nehmen und dort in das alltägliche „Tun“ zu integrieren. So konnten die Besucherinnen und Besucher ihre individuellen Statements für ein global gerechtes Miteinander festhalten und sich nebenbei zu den vielfältigen Angeboten und Programmen von Engagement Global informieren.

Besonders SDG 4 „Hochwertige Bildung“ wurde von vielen der Passantinnen und Passanten als Schlüssel eines global gerechten und nachhaltigen Miteinanders gesehen. Und gerade jüngere Generationen und Familien sprachen sich dafür aus. Eine Resonanz, die das Team der Außenstelle gerne aufgenommen hat und zu entsprechenden Angeboten und Programmen von Engagement Global, wie Bildung trifft Entwicklung (BtE) und den Orientierungsrahmen, beraten hat.

Die Teilnahme der Außenstelle Mainz wurde im Rahmen des Service-Angebots von Engagement Global durchgeführt und bewegt sich mit der Mitmachaktion im Themenfeld „Agenda 2030“.

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Radtour für's Klima

16. August 2021 - 9:31
Dr. Michael Bilharz stellt in Mainz-Kastel die Klimawette vor. Engagement Global ist mit einem Stand dabei. Foto: Klaus Neuhaus

Die Sommertour der „Klimawette“ hat Halbzeit. Viele Kilometer wurden geradelt, häufig gegen die symbolische Tonne gekickt und schon einige echte Tonnen CO2 gespart. Um das erklärte Ziel der „Klimawette“, die Einsparung einer Million Tonnen CO2 bis zur Weltklimakonferenz am 1. November 2021, zu erreichen, braucht es noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer. Diese Woche hat Initiator Dr. Michael Bilharz einige von ihnen im Zuge seiner 100-tägigen Sommertour durch Deutschland unter anderem in Wiesbaden, Darmstadt und Frankfurt am Main getroffen. Die Außenstelle Mainz von Engagement Global radelte mit.

Diskussion zum Klima

Klimaschutz-Engagierte aus Wiesbaden und Mainz haben gemeinsam am Sonntag, 8. August 2021, dazu eingeladen, im Wiesbadener Ortsbezirk Mainz-Kastel die Tonne zu kicken – und viele Interessierte kamen. Radfahrer Dr. Michael Bilharz wurde mit seiner symbolischen Tonne CO2 nicht nur von der Wiesbadener Stadträtin Dr. Tilli Reinhardt und Janina Steinkrüger, designierten Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr Mainz, am Kasteler Kransand-Ufer empfangen, auch acht Bundestagskandidatinnen und -kandidaten aus den beiden Landeshauptstädten waren vor Ort. Zuvor hatten diese bei einer zweistündigen Podiumsdiskussion Themen rund um Klimaschutz auf Stadt- und Landesebene besprochen. Stellvertretend hat Stadträtin Dr. Tilli Reinhardt die Wette für die Stadt Wiesbaden angenommen.

Mit der Sommertour „Kickt die Tonne!“ fährt Dr. Michael Bilharz für einen ambitionierten Klimaschutz, das 1,5-Grad-Ziel und CO2-Vermeidung durch rund 200 Städte in Deutschland. Die Aktion soll auf die Klimawette aufmerksam machen, die der Verein „3 fürs Klima“ im Jahr 2020 ausgerufen hat und dessen Vorstandssprecher Dr. Michael Bilharz ist. Der Verein, der von Umweltexpertinnen und -experten gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu unterstützen, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, Reste zu kompensieren und das persönliche Umfeld ebenfalls dazu zu motivieren.

Die Außenstelle Mainz signalisierte vor Ort Unterstützung für Projekte und Initiativen für ein gerechtes und nachhaltiges globales Miteinander. „Dazu gehört auch, dass im Sinne der Klimagerechtigkeit dafür gesorgt werden muss, dass die heute ungleiche Verteilung der Folgen der globalen Erwärmung unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips ausgeglichen wird“, betont Birgit Steck, Leiterin der Außenstelle Mainz, in einem Redebeitrag. „Gerade die Bevölkerung des globalen Südens, die am wenigsten zum Klimawandel beiträgt, hat oftmals am stärksten und ungeschütztesten unter seinen Folgen zu leiden.“

Radtour durch Hessen

Theresa Holzer und Kathrin Hammes vom Außenstellen-Team radelten von Mainz aus gemeinsam mit Dr. Michael Bilharz in die nächsten Städte weiter. In Darmstadt wurden die Radfahrerinnen und Radfahrer am Montag, 9. August 2021, von Vertreterinnen und Vertretern von lokalen Institutionen sowie von Oberbürgermeister Jochen Partsch vor dem Rathaus begrüßt, der die ambitionierte Klimawette für seine Stadt akzeptierte. Die Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt am Main bekamen am selben Tag wenige Stunden später die Gelegenheit, gemeinsam mit dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.), der das Rahmenprogramm gestaltete, auf dem Opernplatz gegen die CO2-Tonne zu kicken. Aus der Satteltasche heraus informierte die Außenstelle Mainz, wie auch bei den anderen Stopps, über Angebote und Programme von Engagement Global sowie die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Am Sonntag, 22. August 2021, wird auch die Außenstelle Düsseldorf zu dieser Aufgabe beitragen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wird die Außenstelle Dr. Michael Bilharz in der Landeshauptstadt in Empfang nehmen. Beim Halt der Klimawette in Werder am Samstag, 25. September 2021, zum Aktionstag „Werder for Future“ ist die Außenstelle Berlin mit dabei – mit dem 17-Ziele-Mobil und vielen Mitmachangeboten. Anschließend radeln sie mit Dr. Michael Bilharz nach Potsdam, um auch dort die Klimawette zu begleiten. Weitere Stationen der Sommertour, bei denen Engagement Global vertreten sein wird, sind Hamburg und Dessau.

Die nächsten Stopps der Sommertour, bei denen Engagement Global voraussichtlich dabei sein wird:

  • Sonntag, 22. August 2021, 17:00 Uhr: Düsseldorf, Rathaus
  • Freitag, 17. September 2021, 13:00 Uhr: Hamburg
  • Samstag, 25. September 2021, 14 Uhr: Werder
  • Sonntag, 3. Oktober 2021, 19:00 Uhr: Dessau
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Digitales Quiz zur Fashion Week

12. Juli 2021 - 16:04
Auch beim Kleidungskauf ist Fairness wichtig. Das verdeutlichte das Fashion Quiz den Teilnehmenden spielerisch. Foto: Bildschoen13

Ob der durchschnittliche Weg einer Jeans eher der Route eines Weißstorchflugs oder Angela Merkels Dienstreisen in 2019 nahekommt, beantworteten 42 Ratende beim Digitalen Fashion Quiz am 7. Juli 2021. Engagement Global hat viele Informationen rund um „Fairness beim Kleiderkauf“ in diesem Quiz aufgegriffen. Anlass war die vom 5. bis 9. Juli 2021 stattfindende „Frankfurt Fashion Week“, bei der mit dem überwiegend digitalen Programm ein Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung gelegt wurde.

Das Moderatoren-Duo Tom und Darren aus Hamburg führte die Teilnehmenden durch das thematisch passende Fashion Quiz von Engagement Global. Die drei Fragerunden orientierten sich an den ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit. Aufgelockert wurde das Quiz durch zwei Filme, die die Akademie Mode & Design (AMD) am Standort Wiesbaden als Kooperationspartner der Veranstaltung beigesteuert hatte: Im „Ateliergespräch mit AMD-Studierenden zu nachhaltiger Mode“ gaben die Modermacherinnen und -macher der Zukunft einen Einblick in ihr kreatives Schaffen und zeigten, wie sie sich während des Sommersemesters 2021 mit Nachhaltigkeit in der Mode auseinandergesetzt hatten. So war nicht nur eine kleine Kollektion entstanden, sondern auch das fiktive Label „Greenix“, das auf einem gemeinsam erarbeiteten Manifest basiert, in dem sich die Studierenden zu einer nachhaltigen Modeschöpfung bekennen.

In der zweiten Rundenpause hatten die AMD-Modedesignerinnen und -designer Dr. Kristina Nolte, Leiterin des Bereichs Kommunikation in der Geschäftsstelle des Grünen Knopfs, interviewt. „Es gibt einen Siegel-Dschungel und selbst für informierte Verbraucherinnen und Verbraucher ist es schwierig zu sehen, welches Siegel für welche Standards stehen. Der Grüne Knopf schafft als Metasiegel einen Überblick und sortiert. Er berücksichtigt soziale und ökologische Kriterien und – im Unterschied zu anderen Siegeln – nimmt auch die Unternehmen in den Fokus bezüglich der Risiken.“ Hinter dem Grünen Knopf steht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Siegelgeber.

Gefragt nach der größten Selbstkritik des Siegels sagte Nolte, dass der Grüne Knopf seit seinem Start Ende 2019 46 Anforderungen an die zu zertifizierenden Textilien stelle. Diese konzentrieren sich momentan auf die Produktionsstufen Nähen und Zuschneiden, sowie Bleichen und Färben. „Aber auch in den anderen Lieferkettenstufen gibt es prekäre Arbeitsverhältnisse und Umweltverschmutzungen. Hier werden wir in den nächsten Jahren nachschärfen. Wir sind kurz davor, den neuen Standard öffentlich zur Diskussion zur stellen. Zukünftig werden beispielsweise existenzsichernde Löhne eine größere Rolle spielen.“ Das Fashion Quiz wurde von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) durchgeführt.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

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Mobilisierung der Wirtschaft für globale Nachhaltigkeit

6. Juli 2021 - 13:15
Mit einem moderierten Gespräch der Expertinnen und Experten am Mittwochabend endeten die Koblenzer Werkstatttage. Foto: Engagement Global

Wie Unternehmen erfolgreich geführt und gleichzeitig globale Nachhaltigkeitsziele im Auge behalten werden, zeigten die Koblenzer Werkstatttage „Wirtschaften mit globaler Verantwortung“ mit vier digitalen Workshops und einer hybriden Abendveranstaltung. Sie wurden am 29. und 30. Juni 2021 von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), in Kooperation mit dem ISSO Institut Koblenz durchgeführt.

Vier digitale Workshops – für Wirtschaft mit Nachhaltigkeit

Im ersten Workshop am Dienstagvormittag verdeutlichte Mathias Brandt von der IHK Koblenz, wie mit Kommunikation und Kooperationen Brücken geschlagen werden können zwischen privatwirtschaftlichen Investitionen und den Zielen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Auch staatliche Stellen beteiligen sich. Prof. Dr. Clemens Wollny von der TH Bingen zeigte dies an dem Beispiel einer Machbarkeitsstudie zu einer Kompostierungsanlage in Kigali, Ruanda, die von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) finanziert wurde. Mit dem „SDG Compass“ präsentierte Doreen Hermann von CQC Consult im zweiten Workshop am Nachmittag ein Werkzeug für Firmen, mit dem aus den Sustainable Development Goals (SDG) konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können.

„Jetzt stellen sich die Weichen für viele Unternehmen, ob sie in zehn oder 20 Jahren noch dieselben Marktanteile haben werden wie heute. Für ein verantwortungsvolles Handeln ist die Verankerung der Sorgfaltsprozesse sinnvoll und als langfristige Investition zu sehen“, machte Erik Wessels vom Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte im Workshop „Global verantwortlich in Rheinland-Pfalz. Menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse im Unternehmen verankern“ am Mittwochvormittag deutlich. Carolin Seeger, ebenfalls Expertin beim Helpdesk, nahm den Teilnehmenden die Sorge vor komplizierten Verfahren: „Man fängt nie bei null an. Es gibt immer schon bestehende Prozesse, auf die aufgebaut werden kann.“

Im vierten Workshop gab Prof. Dr. Nadine Kammerlander von der WHU in Vallendar am Nachmittag Impulse zum „Verantwortungsvollen Wirtschaften eines jeden Einzelnen – mit Konsequenzen in alle Richtungen“. Im Workshop wurden drei zentrale Thesen erarbeitet: Der Mensch müsse im Mittelpunkt wirtschaftlicher Aktivitäten stehen, Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gelte es zu vernetzen sowie das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele ernsthaft zu verfolgen.

Hybrider Abschluss – mit Keynote und Expertengespräch

Während der hybriden Abendveranstaltung zum Abschluss der Werkstatttage erläuterte auch Prof. Christian Berg in seiner Keynote „Global nachhaltige Wirtschaften – Verantwortung und Chance zugleich“, dass es zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele keine punktuellen Lösungen gebe. Vielmehr müsse systemisch gedacht, Zielkonflikte vermieden und Synergien genutzt werden.

Im Gespräch mit Moderatorin Ulrike Nehrbaß gefragt nach konkreten Maßnahmen sollte er je Wirtschaftsminister werden, würde Berg eine Erhöhung des CO2-Preises durchsetzen und sich für mehr Transparenz stark machen. Obwohl Berg mehrfach auf die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen hinwies, betonte er auch, dass ein integrativer Ansatz und globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen nötig seien.

Die Abendveranstaltung wurde live übertragen und kann weiterhin online abgerufen werden.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

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