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Aktuelle Meldungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 10 Stunden 35 Minuten

Profit steht oft über dem Wohl von Mensch und Umwelt

15. September 2020 - 15:32
Die Fotoausstellung „Fairer Handel WELTWEIT“ nimmt die Menschen hinter der Herstellung fairer Produkte in den Fokus. Foto: Alexandra Ehrhardt

Welche nächsten Schritte und Perspektiven gibt es zur Weiterentwicklung des Fairen Handels? Was kann jede und jeder Einzelne tun, um soziale und ökologische Bedingungen in der Produktionsweise zu verbessern? Im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) lud die Außenstelle Mainz von Engagement Global in Kooperation mit der Katholischen Akademie Rabanus Maurus am Samstag, 12. September 2020, in das Haus am Dom in Frankfurt ein, um diese Fragen zu diskutieren.

Aufhänger und visueller Auftakt der Veranstaltung war die Fotoausstellung „Fairer Handel WELTWEIT“ des Duos lobOlmo. Die Foto-Journalistin Dr. Jutta Ulmer und der Foto-Journalist Dr. Michael Wolfsteiner führten im Vorfeld des Themennachmittags durch ihre Ausstellung. Sie erstreckt sich entlang der Flure des Haus am Dom und zeigt Bilder von Menschen und aus den Produktionsprozessen von Produkten des Fairen Handels.

Dr. Georg Horntrich von der Katholischen Akademie Rabanus Maurus und Alexandra Ehrhardt von Engagement Global, gaben zu Beginn einen kurzen Überblick zur Entstehungsgeschichte der Veranstaltung und eine Einordnung des Fairen Handels in das EBD-Programm.

EBD zielt darauf ab, Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu ermutigen. Das Programm wird dezentral von den Außenstellen von Engagement Global umgesetzt, um entwicklungspolitische Beteiligung regional und lokal zu verankern.

„Profit steht über dem Wohl von Mensch und Umwelt“, erklärte Steffen Weber, Geschäftsführer des Weltladen Dachverbands e.V., anschließend in seiner Rede mit dem Titel „Verantwortung und Möglichkeiten des Fairen Handels“. Dabei zeigte er die Geschichte der Fair Handels-Bewegung in Deutschland und die Prinzipien des Fairen Handels auf.

Nachfolgend erfuhren die Teilnehmenden in drei verschiedenen Workshops von spezifischen Herausforderungen in der Textilindustrie, bei Beschaffungen im kirchlichen und kommunalen Bereich sowie in der ökologischen Landwirtschaft der Region. Der Fokus lag dabei auf dem Erfahrungsaustausch und der Erarbeitung konkreter Handlungsoptionen.

Was ist faire Kleidung? Warum sind die meisten Kleidungsstücke nicht fair produziert und wie können wir das ändern? Diesen Fragen gingen die Teilnehmenden des Workshops „Fair Fashion ist möglich – die Textilbranche der Zukunft“ nach. Dr. Hildegard Scheu, Mitglied von FEMNET e.V., zeigte entlang der Produktionskette von der Faser bis zum fertigen Shirt auf, wie die Rahmenbedingungen der Arbeitnehmer vor Ort aussehen: lange Arbeitszeiten, Überstunden, kurzfristige Arbeitsverträge, Gewalt, sexuelle Übergriffe und niedrige Löhne. Inwieweit Textilsiegel ein Schritt hin zu fairen Kleidungsstücken sind und welche weiteren Möglichkeiten Konsumenten haben, sich für Mode mit besseren Sozialstandards einzusetzen, wurde in der Gruppe diskutiert.

Die Interessierten um Dr. Matthias Braunwarth, Bezirksreferent und Leiter des Katholischen Bezirksbüros Main-Taunus, beschäftigten sich mit „Öko-sozialen Beschaffungen im kirchlichen und kommunalen Bereich“. Braunwarth ermutigte dazu, sich mit den Forderungen nach öko-fair produzierten Waren nicht nur an die höchste Leitungsebene im Rathaus zu wenden, sondern auch Stadtverordnete anzusprechen und durch kleine Veränderungen – beispielsweise durch fair gehandelten Kaffee, Tee und Zucker beim Sitzungscatering – einen Beitrag zu leisten. „Es ist immer sinnvoll, einen Beschluss als Beschaffungsgrundlage zu haben“, sagte er in seinem Resümee. Inhaltlich unterstützt wurde er von Dr. Stefan Dietrich des Entwicklungspolitischen Landesnetzwerks ELAN e.V.

Jörg Weber vom Verein „Bürger für Regionale Landwirtschaft e.V.“ leitete den Workshop „Fairer Handel Regional“ und gab einen Einblick in die Lage der ökologischen Landwirtschaft rund um die fünftgrößte Stadt Deutschlands: Frankfurt am Main. Seiner Ansicht nach bietet die Bankenstadt bereits jede Menge Möglichkeiten, sich für eine sozial faire und nachhaltige Landwirtschaft einzusetzen. Beispiele hierfür stellen Solidarische Landwirtschaften, Gemüsekisten oder Urbanes Gärtnern mit Hilfe von Gemüseinseln dar. „Die Welt könnte sich biologisch ernähren“, davon ist Jörg Weber fest überzeugt. Hierfür müsste jedoch der Fleischkonsum drastisch zurückgefahren und stärker regional eingekauft werden. Das Bewusstsein der Menschen müsse weiter gestärkt werden, doch Ökomodellregionen zeigen: Die Zahl an Interessierten steigt und auch „die Wertschätzung gegenüber der regionalen Landwirtschaft wächst.“

Die Fotoausstellung „Fairer Handel WELTWEIT“ ist noch bis Freitag, 9. Oktober 2020, im Haus am Dom frei zugänglich ausgestellt. Mit einer Multivisionsshow von 19 bis 21 Uhr endet die Ausstellung am 9. Oktober im Haus am Dom.

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Der Film „Ein Ball“ feiert Premiere

14. September 2020 - 17:07
Der Film "Ein Ball" soll dazu anregen, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. Foto: René Frampe

Fußbälle unter sozial und ökologisch fairen Bedingungen zu produzieren, ist gar nicht so einfach. Das müssen die Protagonistinnen und Protagonisten des Films „Ein Ball“, Amal, Ruben und Riaz, feststellen, als sie Riaz‘ Onkel davon überzeugen wollen, seine Fußballproduktion umzustellen.

„Ein Ball“ ist eine Doku-Fiktion über die nachhaltige Produktion von Sportbällen, die im Kontext des Programmes Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global für den Einsatz in der Bildungsarbeit entstanden ist. Auf der Nachhaltigkeitsmesse Fair Friends, die von Mittwoch, 16., bis Sonntag, 20. September 2020, in den Dortmunder Westfalenhallen stattfindet, feiert der Film nun Premiere.

Die Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global bietet am Freitag, 18. September 2020, verschiedene Vorträge zum Thema Sport und Fairer Handel an. Dabei wird es unter anderem um die Vorstellung einer Studie zu „Fairen Fanshops“ in der Fußball-Bundesliga sowie um die Aktivitäten der Kampagne #sporthandeltfair gehen. Hinzu kommen der Erfahrungsbericht eines ehemaligen Nähers von Bällen aus Pakistan und die Vorführung des Films „Ein Ball“.

Der Film kann als Einstieg für Workshops mit jungen Sportlerinnen und Sportlern genutzt werden und soll dazu anregen, sich mit dem Thema zu identifizieren, sich kritisch mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen und eigene Handlungsoptionen zu erkennen. Eine didaktische Handreichung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ist derzeit in Arbeit.

Der Film ist als „Film im Film“ konzipiert und spielt in Sialkot, der „Hauptstadt der Fußbälle“, und in Berlin. In Sialkot in Pakistan werden 80 Prozent der weltweit produzierten Fußbälle hergestellt und Riaz‘ Onkel ist einer der Fabrikbesitzer. Unterstützt von der Aktivistin Amal und dem fußballbegeisterten Ruben aus Berlin versucht Riaz seinen Onkel für eine faire Produktion zu gewinnen. Zunächst kämpft Riaz mit den Zweifeln und Zurückweisungen seines Onkels, aber letztlich lässt dieser sich mit Hilfe des Films von Amal und Ruben davon überzeugen, auf faire Produktion umzustellen.

Die Kampagne #sporthandeltfair ist bei der Bildungsarbeit rund um den Film Partnerin der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global.

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Klimaschutz gerecht gestalten

14. September 2020 - 16:18
Das Schwerpunktthema der diesjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements ist Engament und Klimaschutz. Foto: Barbara Frommann

Von der Arktis bis zum Äquator bis zur Antarktis: Niemand kann der weltweiten Klimakrise entgehen. Um sie zu bewältigen, sind alle auf allen Ebenen gefragt – lokal, national und global.

Bei der Online-Veranstaltung „Alle sind gefragt: Klimaschutz gerecht gestalten“, die am Samstag, 19. September 2020, von 14 bis 15.30 Uhr stattfindet, dreht sich alles um die verschiedenen Dimensionen der globalen Klimagerechtigkeit. Dabei wird unter anderem auf folgende Fragen Bezug genommen:

  • Ist es wahr, dass diejenigen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen, am stärksten darunter leiden?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen die Welt und besonders der Globale Süden?
  • Warum tragen die hochindustrialisierten Länder eine besondere Verantwortung und wie können sie diese wahrnehmen?

Neben zwei Inputs gibt es bei der Online-Veranstaltung Raum für Fragen und Diskussionen. Außerdem diskutieren in einer Talkrunde Klaus Milke von der Stiftung Zukunftsfähigkeit, Fiona Marker von Fridays for Future und Germanwatch sowie Martin Block von Engagement Global mit den Teilnehmenden darüber, wie ein global gerechter Klimaschutz aussehen kann und was Stiftungen, Vereine, Regierungen und jede und jeder Einzelne dafür tun können.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Einwahl zur Online-Veranstaltung ist am 19. September 2020 ab 13.45 Uhr möglich.

Die Veranstaltung wird von Engagement Global im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements durchgeführt. Die Aktionswoche zum Mitmachen wird vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ausgerichtet und verfolgt das Ziel, ehrenamtliches Engagement sichtbar zu machen und zu würdigen. Die Aktionswoche hat am Freitag, 11. September, begonnen und läuft bis Sonntag, 20. September 2020. Der diesjährige Themenschwerpunkt ist Engagement und Klimaschutz.

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Mehr Nachhaltigkeit durch strengere Rahmenbedingungen

11. September 2020 - 11:40
Die Abendveranstaltung "Großes beginnt im Kleinen" fand im Frankfurter Hof in Mainz statt. Foto: Conrad Costard

Am Freitag, 4. September 2020, fand im Rahmen der Messe „Faire Welten“ in Mainz eine Abendveranstaltung zum Thema nachhaltige Zukunft statt. Die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Großes beginnt im Kleinen“ wurde von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms „Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland“ in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt.

Mit anschaulichen Bildern und konkreten Ideen, wie der Planeten geschützt werden kann, gab Umweltwissenschaftler Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erste Impulse an die rund 90 Teilnehmenden im Frankfurter Hof in Mainz. Laut Kopatz können nur durch andere Rahmenbedingungen Verhaltensänderungen herbeigeführt werden. Als positive Beispiele nannte er die Energiesparverordnung und das Rauchverbot. Es sei wichtig, neue Standards auf europäischer Ebene umzusetzen, um gleiche Voraussetzungen im internationalen Handel zu schaffen. Kopatz sprach sich dafür aus, die Produktionsketten nachhaltiger zu gestalten und regte die Zuhörer dazu an, politischen Protest zu üben, da dieser wirksamer sei als ausschließlich privater Konsumverzicht.

Im Podiumsgespräch verdeutlichte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Bedeutung der Wärmewende in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes hin zu mehr Solarenergie. Daniel Al-Kayal, Co-Autor des Buches „Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen“, wünschte sich, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens auch auf lokaler und regionaler Ebene fester im Blick behalten werden, um die globalen Ziele zu erreichen. „Sonst haben wir ein Rechtfertigungsproblem unseren Kindern gegenüber, wenn die Welt in ein paar Jahren um mehrere Grade heißer ist“, verdeutlichte er.

Auch der Faire Handel fand Eingang in die Diskussion: Seit 2018 veröffentlicht Oxfam Deutschland e.V. einen Supermarkt-Check, bei dem der Fokus auf Arbeitnehmer- und Frauenrechte, aber auch auf Transparenz in der Unternehmensführung gelegt wird. „Supermärkte können Menschenrechte, wenn sie wollen“, betonte Dr. Franziska Humbert, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Oxfam Deutschland e.V. Auch sie sprach sich für das Lieferkettengesetz, strengere gesetzliche Rahmenbedingungen in der Produktion und für mehr Druck seitens der Politik und der Verbraucher aus.

Fair-Handels-Beraterin Lea Zimmermann vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz ELAN e.V. forderte, dass Nachhaltigkeit nicht nur als Verfassungsziel prominenter in Rheinland-Pfalz verankert, sondern auch zentral von der Staatskanzlei koordiniert wird.

Die Frage aus dem Publikum, wie sich Fairer Handel und Kapitalismus miteinander verbinden lassen, beantwortete Dr. Franziska Humpert mit fairen Handelsverträgen und fairen Lieferketten. Ministerin Dreyer sprach sich in diesem Zusammenhang für andere Rahmenbedingungen aus – auch auf den Finanzmärkten.

Prof. Dr. Henning Pätzold von der Universität Koblenz gab den Gästen zum Schluss mit auf den Weg, sich jeden Tag zu fragen, was man anders machen kann, „um der Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele näher zu kommen“.

Die Veranstaltung „Großes beginnt im Kleinen“, die im Livestream rund 100 Aufrufe hatte, ist auch weiterhin auf dem YouTube-Kanal der Messe „Faire Welten“ abrufbar.

Kontakt

Jennifer Ichikawa
Telefon: +49 228 20717-348
jennifer.ichikawa@engagement-global.de

Antje Tumbusch
Telefon: +49 228 20717-627
antje.tumbusch@engagement-global.de

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Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung für alle

8. September 2020 - 14:04
Die Bildungsinitiative Weltgarten Witzenhausen veranstaltet regelmäßig ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder. Foto: Anja Lehmann

Weltweit können über 750 Millionen Menschen, die 15 Jahre oder älter sind, nicht richtig lesen und schreiben. Etwa zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Die Ursachen für Analphabetismus können Armut, schlechte Bildungspolitik oder Geschlechterdiskriminierung sein.

Auch in Deutschland sind etwa 6,2 Millionen Menschen von funktionalem Analphabetismus betroffen. Das heißt, sie können zwar einzelne Sätze lesen und schreiben, den Sinn eines längeren Textes aber nicht oder nicht schnell genug erfassen.

Der Weltalphabetisierungstag macht darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, richtig lesen und schreiben zu können. Denn Alphabetisierung gilt als Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Der Aktionstag wurde 1965 von der UNESCO ins Lebens gerufen und wird seither jedes Jahr am 8. September begangen.

Alphabetisierung und hochwertige Bildung für alle sind auch Anliegen der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Mit Ziel 4 strebt die internationale Staatengemeinschaft die Gewährleistung einer inklusiven, gleichberechtigten und hochwertigen Bildung und die Förderung des lebenslangen Lernens für alle an.

Bildung trifft Entwicklung

Engagement Global fördert verschiedene Bildungsprojekte – beispielsweise über das Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE). BtE engagiert sich für ein Lernen, das Brücken zwischen globalen Zusammenhängen und der Lebenswelt der Lernenden schlägt.

Bei der Wissensvermittlung setzt BtE auf die Erfahrungen zurückgekehrter Fachkräfte und Freiwilliger aus der Entwicklungszusammenarbeit sowie von Menschen aus Ländern des Globalen Südens, die als Referentinnen und Referenten vermittelt werden. Diese machen in verschiedenen Bildungsformaten Fragen der Entwicklungszusammenarbeit für Menschen jeden Alters anschaulich und greifbar.

Forschungswerkstatt: Papier und Zaubertinte in Witzenhausen

Die Bildungsinitiative Weltgarten Witzenhausen veranstaltet regelmäßig ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder – die FerienKinderUni.

Von Montag, 5., bis Mittwoch, 7. Oktober 2020, von jeweils 9 bis 13.15 Uhr, dreht sich im Tropengewächshaus der Universität Kassel in Witzenhausen alles um das Thema Papier und Zaubertinte. Gemeinsam mit der Referentin Ines Fehrmann beschäftigen sich die Kinder mit pflanzlichen Rohstoffen und schöpfen eigenes Papier. Sie schreiben mit Geheimtinte aus Zitronen, Äpfeln und Zwiebeln und finden heraus, wie das alles funktioniert.

Die „Forschungswerkstatt: Papier und Zaubertinte“ richtet sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Die Anmeldefrist endet am Freitag, 2. Oktober 2020. Passende Kleidung ist erwünscht, die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro pro Kind.

Das Ferienangebot ist eine Kooperation der BtE Bildungsstelle Nord, dem Weltgarten Witzenhausen, dem lokalen Bündnis für Familie, dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land und der Volkshochschule Werra-Meißner.

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Festival der Taten - Digital 2.0

1. September 2020 - 17:14
Foto: Engagement Global

Der Open Air Filmabend mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „For Sama“ und einem Gespräch mit dem syrischen Journalisten Dilshad Muhammad zu den Hintergründen des Syrienkriegs zog rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer auf das weitläufige Gelände Odoniens in Köln.

Mit dem Dokumentarfilm „For Sama“ gibt die junge Journalistin Waad al-Kateab einen sehr persönlichen Einblick in den syrischen Bürgerkrieg. Über fünf Jahre dokumentierte sie den Alltag in Aleppo während des Aufstands. In dieser Zeit wird auch ihre Tochter Sama geboren, der dieser Film gewidmet ist. Waad al-Kateab zeigt eine Gesellschaft zwischen Angst und Zweifeln, Tod und Hoffnung, und einen mutigen Kampf für ein Leben in Freiheit. Es ist diese persönliche Perspektive, die dem Film Glaubwürdigkeit und emotionale Wucht verleiht.

Der Film gewann zahlreiche europäische Dokfilm-Preise. 2019 eröffnete er das Human Rights Filmfestival Berlin und war – unter anderem – 2020 als bester Dokumentarfilm sowohl für den Oscar als auch die British Academy Film Awards nominiert; bei letzteren wurde er auch ausgezeichnet als bester Dokumentarfilm des Jahres.

Vor der Filmvorführung hatte Moderatorin Sonja Hofmann mit Dilshad Muhammad über Hintergründe des Syrienkriegs gesprochen. Dilshad Muhammad ist syrischer Journalist, lebt seit 2016 in Deutschland und promoviert an der Uni Freiburg. Hier in Deutschland falle es den Menschen schwer sich vorzustellen, was es heißt, in einem autoritären Einparteiensystem zu leben, sagte er. Die Auflehnung dagegen sei unvermeidlich und wichtig gewesen, auch wenn sie unbeschreibliches Leid über das Land gebracht habe. Er betonte, wie vielfältig die syrische Gesellschaft und auch die Widerstandsbewegung gegen die Regierung seien und dass das Regime Assads viel zu lange von westlichen Staaten unterstützt wurde.

Lisa Koch, eine Zuschauerin, die nach dem Film mit ihren Freundinnen noch einmal am Infostand von Engagement Global vorbeikam, formulierte, was sie aus dem Film mitgenommen hat, so: „Es ist so wichtig, dass wir uns vor Augen führen, was dieser Krieg für die Menschen bedeutet und dass wir ihnen gegenüber eine Verantwortung tragen. Der Film erzählt so persönlich und emotional von den Grausamkeiten, die die Menschen dazu bewegt haben ihr zu Hause zu verlassen. … Wenn man nur die Nachrichten hört, begreift man das gar nicht so richtig.“

Global Day im MAKK und neuer Filmpreis

Darum, dass das Erzählen von Geschichten insbesondere durch Filme ein starkes Instrument ist, um entwicklungspolitische Inhalte zu vermitteln, geht es auch beim diesjährigen Global Day. Er findet am 6. Oktober 2020 im MAKK (Museum für Angewandte Kunst Köln) statt und setzt einen Schwerpunkt auf Aktivismus, Protestkultur und entwicklungspolitisches Engagement im Kontext der Digitalisierung.

Im Anschluss an den Global Day wird außerdem zum ersten Mal ein neuer Medienpreis für entwicklungspolitisches Engagement verliehen, der durch die Staatskanzlei NRW gefördert wird. Ausgezeichnet werden herausragende deutschsprachige Bewegtbild-Kampagnen zu entwicklungspolitischem Engagement und der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Die Kooperation mit dem Film Festival Cologne findet bei Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt. Das EBD-Programm bringt mit unterschiedlichen Formaten einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppen entwicklungspolitische Themen nahe. Ziel des EBD-Programmes ist es, eine kritische Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungsthemen zu ermöglichen sowie Menschen zu eigenem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu motivieren

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Wasser ist Leben – Ressource, Gemeingut, Menschenrecht?

27. August 2020 - 17:03
Auch eine Besichtigung der Berliner Wasserbetriebe war Teil der Veranstaltung. Foto: Engagement Global

Bei der SDG-Sommerakademie 2020, die von Dienstag, 18. bis Freitag, 21. August 2020, als Hybridveranstaltung in Berlin stattfand, drehte sich alles um den Themenkomplex Wasser und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Die 17 Ziele sind getragen von der Idee einer gemeinsamen Verantwortung aller für alle Menschen und den Planeten. Ziel 6 steht dabei für die Gewährleistung des Zugangs zu sauberem Wasser und sauberen Sanitäreinrichtungen für alle. Mit Ziel 14 wiederum strebt die internationale Staatengemeinschaft den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Meere an. Wasser als Quelle allen Lebens stand bei der Sommerakademie im Fokus.

30 Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und Dualstudierende der Berliner Wasserbetriebe nahmen an der Präsenzveranstaltung mit Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Bund und kommunalen Wasserversorgern teil. 15 weitere schalteten sich punktuell online dazu.

Die Teilnehmenden gingen in Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Exkursionen der Frage nach, wie ein Wandel zu mehr globaler Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit möglich ist und welche Rolle sie dabei spielen können. Sie diskutierten unter anderem zu den Themen nachhaltiger Umgang mit Wasser, Klimawandel und Wasser, Wasser und Gerechtigkeit und lernten Beispiele guter Praxis aus Ländern des Globalen Südens und Nordens kennen.

Gertrud Falk von der Menschrechtsorganisation FIAN Deutschland bekräftigte zum Auftakt, dass Trinkwasser Voraussetzung für die Verwirklichung vieler Menschenrechte und Nachhaltigkeitsziele sei. Dennoch fehlte 2,2 Milliarden Menschen der ausreichende Zugang zu der lebenswichtigen Ressource. Außerdem machte sie deutlich, dass es sich bei der Verteilungsgerechtigkeit trotz sehr unterschiedlicher Wasservorkommen hauptsächlich um ein politisches Problem handele.

Manuela Helmecke vom Umweltbundesamtes erläuterte die Risiken, die durch den Klimawandel mit Dürrejahren und Starkregen für die Wasserqualität einhergehen. Sie zeigte auch, wie der Bund mit einem Stakeholderprozess dem schädlichen Eintrag von Spurenstoffen entgegenwirkt und gab den Teilnehmenden mit auf den Weg, vor allem Arzneimittelreste nicht in der Toilette zu entsorgen.

In einer Fishbowl-Diskussion diskutierten Vertretende aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wasserbetriebe und indigener Perspektive mit den Teilnehmenden die Fragen: Wie kann Wasser sowie dessen Qualität geschützt werden? Wie kann dessen Verfügbarkeit für die Umwelt sowie für alle Menschen unter Kriterien der globalen Gerechtigkeit sichergestellt werden? Im Zentrum stand in der Gegenüberstellung eines privatwirtschaftlichen zu einem gemeinwohlorientierten Ansatz das positive Beispiel der Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe. Eine Diskussionsteilnehmerin machte warnend auf das Extrem der Kommerzialisierung des Regenwassers in Bolivien aufmerksam. Ein Diskussionsteilnehmer wies unter anderem darauf hin, dass durch die Klimakrise die Wasserknappheit in bestimmten Teilen der Welt noch größer werde, was immer mehr Menschen zur Flucht zwinge.

In einem Design Thinking Workshop konnten die Teilnehmenden ihre Handlungskompetenzen erweitern. So entwickelten sie beispielsweise Ideen zur Sensibilisierung von Konsumentinnen und Konsumenten für ihren virtuellen Wasserkonsum durch die Wahl ihrer Produkte.

Die Veranstaltung wurde von der Außenstelle Berlin von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungspolitische Bildung in Deutschland (EBD) in Kooperation mit dem EPIZ-Zentrum für Globales Lernen e.V. durchgeführt und von den Berliner Wasserbetrieben unterstützt.

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Neu im Blog: Hoffnungslichter für Peru

24. August 2020 - 15:01
Foto: Lucy Contreras

Der Open Air Filmabend mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „For Sama“ und einem Gespräch mit dem syrischen Journalisten Dilshad Muhammad zu den Hintergründen des Syrienkriegs zog rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer auf das weitläufige Gelände Odoniens in Köln.

Mit dem Dokumentarfilm „For Sama“ gibt die junge Journalistin Waad al-Kateab einen sehr persönlichen Einblick in den syrischen Bürgerkrieg. Über fünf Jahre dokumentierte sie den Alltag in Aleppo während des Aufstands. In dieser Zeit wird auch ihre Tochter Sama geboren, der dieser Film gewidmet ist. Waad al-Kateab zeigt eine Gesellschaft zwischen Angst und Zweifeln, Tod und Hoffnung, und einen mutigen Kampf für ein Leben in Freiheit. Es ist diese persönliche Perspektive, die dem Film Glaubwürdigkeit und emotionale Wucht verleiht.

Der Film gewann zahlreiche europäische Dokfilm-Preise. 2019 eröffnete er das Human Rights Filmfestival Berlin und war – unter anderem – 2020 als bester Dokumentarfilm sowohl für den Oscar als auch die British Academy Film Awards nominiert; bei letzteren wurde er auch ausgezeichnet als bester Dokumentarfilm des Jahres.

Vor der Filmvorführung hatte Moderatorin Sonja Hofmann mit Dilshad Muhammad über Hintergründe des Syrienkriegs gesprochen. Dilshad Muhammad ist syrischer Journalist, lebt seit 2016 in Deutschland und promoviert an der Uni Freiburg. Hier in Deutschland falle es den Menschen schwer sich vorzustellen, was es heißt, in einem autoritären Einparteiensystem zu leben, sagte er. Die Auflehnung dagegen sei unvermeidlich und wichtig gewesen, auch wenn sie unbeschreibliches Leid über das Land gebracht habe. Er betonte, wie vielfältig die syrische Gesellschaft und auch die Widerstandsbewegung gegen die Regierung seien und dass das Regime Assads viel zu lange von westlichen Staaten unterstützt wurde.

Lisa Koch, eine Zuschauerin, die nach dem Film mit ihren Freundinnen noch einmal am Infostand von Engagement Global vorbeikam, formulierte, was sie aus dem Film mitgenommen hat, so: „Es ist so wichtig, dass wir uns vor Augen führen, was dieser Krieg für die Menschen bedeutet und dass wir ihnen gegenüber eine Verantwortung tragen. Der Film erzählt so persönlich und emotional von den Grausamkeiten, die die Menschen dazu bewegt haben ihr zu Hause zu verlassen. … Wenn man nur die Nachrichten hört, begreift man das gar nicht so richtig.“

Global Day im MAKK und neuer Filmpreis

Darum, dass das Erzählen von Geschichten insbesondere durch Filme ein starkes Instrument ist, um entwicklungspolitische Inhalte zu vermitteln, geht es auch beim diesjährigen Global Day. Er findet am 6. Oktober 2020 im MAKK (Museum für Angewandte Kunst Köln) statt und setzt einen Schwerpunkt auf Aktivismus, Protestkultur und entwicklungspolitisches Engagement im Kontext der Digitalisierung.

Im Anschluss an den Global Day wird außerdem zum ersten Mal ein neuer Medienpreis für entwicklungspolitisches Engagement verliehen, der durch die Staatskanzlei NRW gefördert wird. Ausgezeichnet werden herausragende deutschsprachige Bewegtbild-Kampagnen zu entwicklungspolitischem Engagement und der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Die Kooperation mit dem Film Festival Cologne findet bei Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt. Das EBD-Programm bringt mit unterschiedlichen Formaten einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppen entwicklungspolitische Themen nahe. Ziel des EBD-Programmes ist es, eine kritische Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungsthemen zu ermöglichen sowie Menschen zu eigenem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu motivieren

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Filmabend „For Sama“

17. August 2020 - 14:00
Der preisgekrönte Dokumentarfilm „For Sama“ bildete den Auftakt der diesjährigen Kooperation zwischen Engagement Global und dem Film Festival Cologne. Foto: Juliane Guder

Der Open Air Filmabend mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „For Sama“ und einem Gespräch mit dem syrischen Journalisten Dilshad Muhammad zu den Hintergründen des Syrienkriegs zog rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer auf das weitläufige Gelände Odoniens in Köln.

Mit dem Dokumentarfilm „For Sama“ gibt die junge Journalistin Waad al-Kateab einen sehr persönlichen Einblick in den syrischen Bürgerkrieg. Über fünf Jahre dokumentierte sie den Alltag in Aleppo während des Aufstands. In dieser Zeit wird auch ihre Tochter Sama geboren, der dieser Film gewidmet ist. Waad al-Kateab zeigt eine Gesellschaft zwischen Angst und Zweifeln, Tod und Hoffnung, und einen mutigen Kampf für ein Leben in Freiheit. Es ist diese persönliche Perspektive, die dem Film Glaubwürdigkeit und emotionale Wucht verleiht.

Der Film gewann zahlreiche europäische Dokfilm-Preise. 2019 eröffnete er das Human Rights Filmfestival Berlin und war – unter anderem – 2020 als bester Dokumentarfilm sowohl für den Oscar als auch die British Academy Film Awards nominiert; bei letzteren wurde er auch ausgezeichnet als bester Dokumentarfilm des Jahres.

Vor der Filmvorführung hatte Moderatorin Sonja Hofmann mit Dilshad Muhammad über Hintergründe des Syrienkriegs gesprochen. Dilshad Muhammad ist syrischer Journalist, lebt seit 2016 in Deutschland und promoviert an der Uni Freiburg. Hier in Deutschland falle es den Menschen schwer sich vorzustellen, was es heißt, in einem autoritären Einparteiensystem zu leben, sagte er. Die Auflehnung dagegen sei unvermeidlich und wichtig gewesen, auch wenn sie unbeschreibliches Leid über das Land gebracht habe. Er betonte, wie vielfältig die syrische Gesellschaft und auch die Widerstandsbewegung gegen die Regierung seien und dass das Regime Assads viel zu lange von westlichen Staaten unterstützt wurde.

Lisa Koch, eine Zuschauerin, die nach dem Film mit ihren Freundinnen noch einmal am Infostand von Engagement Global vorbeikam, formulierte, was sie aus dem Film mitgenommen hat, so: „Es ist so wichtig, dass wir uns vor Augen führen, was dieser Krieg für die Menschen bedeutet und dass wir ihnen gegenüber eine Verantwortung tragen. Der Film erzählt so persönlich und emotional von den Grausamkeiten, die die Menschen dazu bewegt haben ihr zu Hause zu verlassen. … Wenn man nur die Nachrichten hört, begreift man das gar nicht so richtig.“

Global Day im MAKK und neuer Filmpreis

Darum, dass das Erzählen von Geschichten insbesondere durch Filme ein starkes Instrument ist, um entwicklungspolitische Inhalte zu vermitteln, geht es auch beim diesjährigen Global Day. Er findet am 6. Oktober 2020 im MAKK (Museum für Angewandte Kunst Köln) statt und setzt einen Schwerpunkt auf Aktivismus, Protestkultur und entwicklungspolitisches Engagement im Kontext der Digitalisierung.

Im Anschluss an den Global Day wird außerdem zum ersten Mal ein neuer Medienpreis für entwicklungspolitisches Engagement verliehen, der durch die Staatskanzlei NRW gefördert wird. Ausgezeichnet werden herausragende deutschsprachige Bewegtbild-Kampagnen zu entwicklungspolitischem Engagement und der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Die Kooperation mit dem Film Festival Cologne findet bei Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt. Das EBD-Programm bringt mit unterschiedlichen Formaten einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppen entwicklungspolitische Themen nahe. Ziel des EBD-Programmes ist es, eine kritische Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungsthemen zu ermöglichen sowie Menschen zu eigenem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu motivieren

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Jugendliche setzen sich mit globalen Themen auseinander

12. August 2020 - 16:15
Byrd & Ward performen den EINE WELT-Song „Molotov zum Blumenstrauß“ beim Finalentscheid zum Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ © Engagement Global/Thomas Kölsch

Jedes Jahr am 12. August wird der Internationale Tag der Jugend begangen, der 1999 von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde.

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ von Engagement Global, macht seit 2015 auf die Perspektive junger Menschen auf die Welt aufmerksam. Alle zwei Jahre animiert der Wettbewerb Menschen zwischen zehn und 25 Jahren in ganz Deutschland sowie in Ländern des Globalen Südens dazu, sich musikalisch mit aktuellen globalen Themen auseinanderzusetzen und bietet ihnen damit eine Plattform für ihre Gedanken und Ideen.

In den ersten drei Runden des Wettbewerbs sind fast 1.200 bewegende Songs entstanden, in denen Jugendliche ihre Gedanken zu Umwelt- und Klimaschutz, Kinderarbeit, Krieg und Frieden, Flucht und Migration, Gleichberechtigung und vielem mehr Ausdruck verleihen.

„Gegensätze ziehn sich wieder an Weiße Tauben ziehen übers rabenschwarze Land Kiddies tragen Teddy statt Bazooka in der Hand Worte halten Kugeln auf Molotov zum Blumenstrauß“

So lautet der Refrain des aktuellen Gewinnersongs des Song Contests, „Molotov zum Blumenstrauß“, von Byrd & Ward. Die Jugendlichen liefern mit ihrem Song den Gegenentwurf zu der Welt, in der sie aufgewachsen sind: Geld werfen sie auf den Scheiterhaufen, Whistleblower werden als Helden gefeiert, Trump wird zu Mandela.

„Der Song handelt von Weltproblemen, die uns persönlich beschäftigen und die auch andere Jugendliche beschäftigen“, erklärt George Byrd. Auch die eigenen Erfahrungen der beiden Rapper spielten bei der Entstehung des Songs eine tragende Rolle. Mit gerade einmal neun Jahren floh Ward Hanna mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder vor dem Bürgerkrieg in Syrien. Sein Vater folgte ein Jahr später. "Jetzt sind wir hier, aber ich bin noch längst nicht angekommen. Außer der Fam alles verloren, aber Land gewonnen!" – Sätze wie diese zeugen von den Erlebnissen der Flucht, aber auch von den Herausforderungen während der Ankunft in der neuen deutschen Heimat.

Auch George Byrd hat die Konsequenzen des Krieges in seiner Kindheit erfahren. Sein Vater ist US-amerikanischer Soldat und leistete mehrere lange Einsätze im Irak-Krieg ab. Die Musik brachte Byrd & Ward, die – wie sie selbst sagen – aus vollkommen unterschiedlichen Welten kommen, zusammen. Gemeinsam möchten sie nun mit ihrer Musik etwas bewegen. „Wir kommen von zwei vollkommen verschiedenen Kontinenten und wirklich jeder unserer Freunde hat eine andere Nationalität und wir kommen alle damit klar, weil wir den Menschen sehen. Wir sehen nicht die Nationalität oder das, was außendrum ist, sondern die Person, so wie sie ist“, so George Byrd. Beide verbindet der Wunsch eines friedlichen Zusammenlebens. „Ich wünsche mir eine Welt ohne Krieg, eine Welt ohne Gewalt!“, erklärt Ward Hanna.

Mit ihrer starken Botschaft sicherten sich Byrd & Ward beim Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ den Hauptgewinn. Ihr Song ist der aktuelle EINE WELT-Song und erhielt neben einem Platz auf dem EINE WELT-Album Vol. 3 zusätzlich einen professionellen Musikvideodreh. Vielfalt, Partizipation, Gleichberechtigung, Gewaltlosigkeit und Frieden – so vielfältig wie die Songs im Rahmen des Song Contests sind auch die Wünsche der Jugendlichen für die EINE WELT, die sie in ihren Texten verarbeiten. Es lohnt sich ihnen zuzuhören.

Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Auch du interessierst dich für Musik und globale Themen und willst etwas in der EINEN WELT bewegen? Dann mach mit! Die neue Runde des Song Contests startet Anfang 2021! Weitere Infos findest du auf der Webseite des Song Contests.

Zur Internetseite des Song Contests

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Globale Nachhaltigkeitsziele auf Schwäbisch

3. August 2020 - 8:00
Mit Abstand wurde auf dem Rottenburger Marktplatz über die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung gesprochen. Foto: Engagement Global

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich das 17 Ziele-Mobil am 1. August 2020 in neuem, bunten Design auf dem Marktplatz in Rottenburg am Neckar. Der Anlass: Die Bierdeckel mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen auf Schwäbisch werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Moderator wartete den Gongschlag des Doms ab, dann legte er los: „Legt euch einen Bierdeckel unter die Kaffeetasse, „von hier aus gehen heute die 17 Ziele auf schwäbisch in die Welt!“ Und während die Engagierten der Initiative N! auf die Bürgerinnen und Bürger zugingen und hier ein Päckchen Bierdeckel in den Fahrradkorb und dort in den Einkaufskorb legten, suchte der Radiomoderator Edi Graf noch nach dem richtigen Begriff für diese Veranstaltung. „Ein Launch lässt sich ja noch auf Schwäbisch aussprechen – Lohnsch - aber es bleibt trotzdem ein englisches Wort; was wir hier machen ist ein Jetzetle!“ und damit hatte er den Begriff des Tages geprägt.

Hinter dem Launch steckte die Rottenburger Initiative N!.Sie brachte aktive Bürgerinnen und Bürger, Sportvereine, den Weltladen, Fair Trade Schools und die Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz der Stadt in dem mobilen Zelt auf dem Rottenburger Marktplatz zusammen. Hier konnten alle Interessierten die kleinen Päckchen mit den 17 Bierdeckeln abholen, lokal Gespräche über Globales führen und dem vier Stunden dauernden Bühnenprogramm lauschen. Vor der Kulisse des 17 Ziele-Mobils nahmen 17 Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele in den Fokus und stellten sich einem kurzen Interviewdazu.

So betonte Prof. Bastian Kaiser, Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft und zuständig für Internationale Entwicklungszusammenarbeit, dass die Grundlage für die Erreichung aller Ziele die Bildung sei: „Wenn wir es nicht schaffen, die Menschen mit Bildung zu erreichen, wird es uns nicht gelingen, die anderen Ziele umzusetzen“. Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch humorige Einlagen der schwäbischen Comedienne Dietlinde Ellsässer, die tief in die schwäbische Seele blicken ließen. Der Mundartinterpret Peter Nagel stellte die schwäbischen Sprüche auf den Bierdeckeln gar in eine Tradition mit den Gedichten von Sebastian Blau, Ehrenbürger der Stadt, der schon vor 100 Jahren die Nachhaltigkeit auf Schwäbisch beschrieben hatte. Für die Ausarbeitung der Bierdeckel hatten sich zur Initiative N! noch zwei Brauereien, ein Sprudelhersteller und der Förderverein Schwäbischer Dialekt gesellt, dessen Vorsitz Oberbürgermeister Stephan Neher hat. Er kam selbstverständlich auch auf den Marktplatz und kündigte an, ab Herbst an einem Stadtentwicklungskonzept „Rottenburg 2030“ mit breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger arbeiten zu wollen, das die 17 Ziele auf die kommunale Ebene herunterbrechen wird.

Die Initiative N! ist aus der Lokalen Agenda hervorgegangen, für die der Stadtrat im Jahr 1999 einen Beschluss gefasst hat. Seither werden die engagierten Gruppen und Vereine mit ein paar Tausend Euro im Jahr unterstützt „An Ideen und Geld hat es uns nie gefehlt“, blickt Lioba Weingärtner zurück, seit vielen Jahren ist sie engagiert. Und auf die Frage, ob es genügend Nachwuchs gäbe, reagiert sie gelassen: „Wir haben drei Fair Trade Schools und eine Fair Trade Hochschule, da geht der Nachwuchs nicht aus“. Alle Nachhaltigkeitsziele bieten überdies konkrete Anknüpfungspunkte im lokalen Geschehen. Bei der Bierdeckelaktion wurde zum Beispiel Ziel 3 (Gesundheit für alle) anhand von Sport und Bewegung dargestellt und schon waren die Sportvereine aktiviert und unterstützten die Kampagne.

Die 17 Ziele-Bierdeckel haben bereits eine dreijährige Tradition. Studierende der Rhein FH Köln haben die Idee 2017 im Rahmen eines Praxissemesters in Kooperation mit dem Projekt #17Ziele von Engagement Global entwickelt. Mit den Bierdeckeln sollen die Menschen mit Leichtigkeit und Humor erreicht werden. Der lokale Dialekt und das Motiv machen neugierig, zeigen aber auch die lokale Bedeutung der Themen auf. Auf der Rückseite sind die Icons der 17 Ziele abgebildet und das vorderseitig behandelte Ziel wird in einem Satz erläutert. So wird das Lokale visuell und thematisch mit dem Globalen verbunden. Mittlerweile gibt es die Bierdeckel in 15 lokalen Dialekten.

Auch das 17 Ziele-Mobil ist seit 2017 im Einsatz. Mit interaktiven Elementen und Aktionen zieht es auf Festivals, Stadtfesten oder Messen die Aufmerksamkeit der Vorbeigehenden auf sich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Engagement Global informieren am Mobil über die 17 Ziele und erläutern in Gesprächen, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele leisten kann. Nach drei Jahren und beinahe 50 Einsätzen wurde das auffällige, bunte Design des ehemaligen Schäferwagens nun überarbeitet und neu gestaltet.

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Neues Begleitheft zum Lateinamerika-Puzzle

23. Juli 2020 - 15:55
Die Puzzles aus Holz machen die Länder der Kontinente buchstäblich begreifbar. Foto: René Frampe

Das Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE) von Engagement Global engagiert sich deutschlandweit für ein Lernen, das globale Zusammenhänge in der Lebenswelt der Lernenden erfahrbar macht. Die unterschiedlichen Angebote richten sich an schulische und außerschulische Zielgruppen jeden Alters.

Auf der Webseite von BtE stehen zahlreiche didaktische Materialien zum Globalen Lernen bereit – zum Download, zur Bestellung oder als Leihgabe. Dazu gehören Weltkarten, Spiele und Puzzles, die zum Perspektivwechsel anregen.

Neu ist das Begleitheft zum Lateinamerika-Puzzle. In sechs Kapiteln gibt die Handreichung verschiedenen Perspektiven und Stimmen Raum und sensibilisiert für ökologische, wirtschaftliche, politische, kulturelle und soziale Fragen rund um den Kontinent Lateinamerika. Das Puzzle und die Übungsanregungen unterstützen eine kritische Auseinandersetzung mit globalen und für den Kontinent relevanten Themen wie Klimawandel, indigene Völker, Kolonialisierung und Abholzung des Regenwaldes.

Das Puzzle ist aus Holz und stellt flächentreu die Länder Lateinamerikas und der Karibik dar. Es kann über die BtE-Webseite ausgeliehen werden.

Auch zu dem Kontinent Afrika gibt es ein Puzzle mit Handreichung.

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Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern

17. Juli 2020 - 8:29
Gerechtigkeit für alle ist auch ein Anliegen der Agenda 2030. Foto: Priscilla du Preez

Der 17. Juli, der Tag der Gerechtigkeit, wird jedes Jahr dazu genutzt, um auf Ungerechtigkeiten in allen möglichen Lebenssituationen sowie auf Verstöße gegen die Menschenrechte aufmerksam zu machen.

Außerdem erinnert der Tag an den 17. Juli 1998, als die Vollversammlung der Vereinten Nationen das Römische Statut und damit die vertragliche Grundlage des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) mit Sitz in Den Haag unterzeichnete. Der IStGH befasst sich mit Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen der Aggression.

Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Gerechtigkeit für alle ist auch ein Anliegen der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Ziel 16 steht für Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Ziel ist es, friedliche und inklusive Gesellschaften zu fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz zu ermöglichen sowie leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufzubauen. Menschen auf der ganzen Welt sollen frei von Angst vor Gewalt leben können und sich unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrem Glauben oder ihrer sexuellen Orientierung sicher fühlen.

Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die Meinungsfreiheit gewährleistet wird, Gesetze ohne Diskriminierung angewendet werden und Institutionen grundlegende Dienstleistungen ohne die Notwenigkeit von Bestechungsgeldern erbringen.

Wie eine friedliche und inklusive Gesellschaft Wirklichkeit werden kann

Das Projekt „Weltoffen-Solidarisch-Dialogisch“ (WSD) der Stiftung Nord-Süd-Brücken hat Menschen in Ostdeutschland gefragt, was für sie eine friedliche und inklusive Gesellschaft ist und unter welchen Bedingungen für sie das Ziel 16 vor Ort Wirklichkeit wird. In einem Video sind die Antworten ganz unterschiedlicher Menschen zu sehen. Für eine Aktivistin etwa wird eine inklusive Gesellschaft dann Wirklichkeit, wenn sich alle Menschen gegenseitig so akzeptieren, wie sie sind. Für einen Aktivisten bedeutet ein friedliches Miteinander beispielsweise die Abwesenheit von physischer und psychischer Gewalt. Andere wiederum wünschen sich einen fairen Umgang miteinander und gleiche Chancen für alle.

WSD wird vom Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB) von Engagement Global gefördert. Ziel des Projekts ist es, Dialogbereitschaft, Weltoffenheit und Solidarität im Sinne einer friedlichen Gesellschaft zu stärken. Populismus, Rassismus und Nationalismus sollen hingegen aufgebrochen werden. 15 Fachstellen bei entwicklungspolitisch und zivilgesellschaftlich aktiven Vereinen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nehmen sich dieser Aufgabe an. Sie gehen vor allem auf Zielgruppen zu, die bisher wenige Berührungspunkte zu diesen Themen haben.

WSD und die Fachstellen beziehen auch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in ihre Arbeit ein, um eine nachhaltige, tolerante und nicht-rassistische Gesellschaft zu fördern.

Gefördert über FEB wird auch die redaktionelle Arbeit von Uwe Flurschütz, einer WSD-Fachkraft vom Verein Arbeit und Leben Thüringen e.V., die in Kooperation mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken und Radio F.R.E.I aus Erfurt den Podcast „Corona Global“ ins Leben gerufen hat. In den einzelnen Sendungen kommen Menschen aus dem Globalen Süden zu Wort, die über die Auswirkungen des Virus in ihrer Heimat berichten. Durch das verbindende Thema „Corona“ sollen Anknüpfungspunkte für Empathie und internationale Solidarität geschaffen werden. Der Podcast bietet die Chance, globale Zusammenhänge zu erläutern und entwicklungspolitischen Fragestellungen nachzugehen.

FEB fördert in Deutschland durchgeführte Projekte, die lebensnah und anschaulich über entwicklungspolitische Themen aufklären und zeigen, wie sich Bürgerinnen und Bürger entwicklungspolitisch engagieren können.

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Literarischer Zugang zu Flucht und Migration

14. Juli 2020 - 17:33
Ziel der Vernstaötungsreihe war es, sich dem Thema Flucht und MIgration durch verschiedene Perspektiven zu nähern. Foto: Eldar Bock

Die Ringvorlesung „Flucht + Migration“ bot Studierenden der Universität Stuttgart die Möglichkeit, gemeinsam mit internationalen Referentinnen und Referenten über Flucht und Migration zu sprechen sowie über mögliche Formen des globalen Miteinanders nachzudenken.

Literatur, Theater und Film standen im Mittelpunkt der zehnteiligen Veranstaltungsreihe, die von April bis Juli 2020 online stattfand. Autorinnen und Autoren, Regisseurinnen und Regisseure, Dozentinnen und Dozenten, die selbst geflüchtet sind oder sich mit Flucht, Migration und Exil befassen, kamen dabei zu Wort und wurden unter anderem aus Ouagadougou, Burkina Faso, oder Toronto, Kanada, zugeschaltet. Zugehört und mitdiskutiert haben rund 500 Menschen.

Der eritreische Autor Sulaiman Addonia etwa sprach mit den Teilnehmenden über sein Buch „Silence is My Mother Tongue“, das in einem Geflüchtetenlager im Sudan spielt. Der Roman handelt von der Hauptfigur Saba, die an ihrem Wunsch nach Freiheit, Bildung und selbstbestimmten, nicht-normativen Geschlechterrollen festhält.

Die Regisseurin Lourdes Picareta wiederum zeigte ihren Dokumentarfilm „Vor uns die Sintflut“, der vom Klimawandel betroffene Menschen aus Bangladesch zu Wort kommen lässt und diskutierte mit den Studentinnen und Studenten über das Thema Umweltmigration.

Die Theatermacherin Uta Plate stellte ihr Projekt „Servus Salam“ mit jugendlichen Geflüchteten und Münchner Seniorinnen und Senioren vor. Sie machte deutlich, dass Verständigung einen Prozess darstellt, der nicht selbstverständlich, sondern das Resultat der Arbeit aller Beteiligten ist.

Der literarische Zugang zu den globalen Phänomenen Flucht und Migration wurde gewählt, weil Filme und Bücher Geschichten erzählen können, die der Vielschichtigkeit von Migration und Flucht angemessen sind und die Menschen hinter den Zahlen und Statistiken sichtbar machen. Nur mit Geschichten können Menschen für ein Thema gewonnen werden, so die Regisseurin Lourdes Picareta. Geschichten können auch dazu beitragen, Klischees entgegenzuwirken und Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen eine Stimme zu geben.

Veranstaltet wurde die Ringvorlesung von der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) in einer Kooperation mit dem Institut für Literaturwissenschaft der Universität Stuttgart.

Neben Studierenden richtete sich die Veranstaltungsreihe an die interessierte Öffentlichkeit sowie an Lehrende und Bildungsschaffende in der Erwachsenenbildung und im Bereich des Globalen Lernens.

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NachhaltigkeitsCamp Bonn zum Mitmachen

2. Juli 2020 - 11:00
In drei Online-Seminaren beschäftigten sich Studierende mit der Frage, was der Sport zu einer gerechten Welt beitragen kann. Foto: René Frampe

Eigentlich sollten im Juni und Juli 2020 die Themenwochen „Sport. Global. Nachhaltig“ stattfinden - parallel zur Fußball Europameisterschaft und den Olympischen Spielen in Japan. Nun gibt es diesen Sommer weder große Sportevents noch Präsenzveranstaltungen an der Deutschen Sporthochschule Köln. Um trotzdem über Themen wie den ökologischen Fußabdruck von internationalen Sportorganisationen oder die Produktionsbedingungen von Sportartikeln aufzuklären, organisierte die Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global gemeinsam mit dem Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung eine Seminarreihe im Bereich der Online-Lehre.

Während Ende Mai bereits eine digitale Einführung in das Thema der Agenda 2030 und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung für Studierende der Bachelorstudiengänge stattfand, vertieften am 10. Juni vorwiegend Masterstudierende Fragen rund um das Ziel 13, den Klimaschutz. Julian Ekelhof von CO2OL Climate Solutionserklärte, in welchem Bereichen im internationalen Sportgeschäft die größten klimarelevanten Emissionen entstehen, welche Daten für die Messung und Analyse des CO2-Fußabdrucks von Bedeutung sind und welche Maßnahmen ihn effektiv reduzieren können. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, dass der CO2-Fußabdruck der Fußball Weltmeisterschaft 2018 dem Fußabdruck des Fan-Reiseaufkommens von zehn Bundesliga-Saisons entsprochen hat.

Am 18. Juni vermittelte der Sportwissenschaftler Enrique Zaragoza, welche Chancen mit einer nachhaltigen und fairen Produktion von Sportartikeln verbunden sein können. Er ging dabei der Frage nach, wieso es im Sport global einheitliche Regelwerke für nahezu alle Disziplinen gibt, in der Herstellung von Sportartikeln weltweit jedoch gravierende Unterschiede bei Standards und Regeln gelten. Die Studierenden wollten wissen, wie sie bei Unternehmen zwischen Greenwashing und echtem Engagement unterscheiden und welchen Siegeln sie vertrauen können. Es wurde darüber diskutiert, dass Vergleichsportale wie Siegelklarheit für motivierte Konsumentinnen und Konsumenten hilfreich sind, eine weitreichende Veränderung jedoch nur über gesetzliche Vorschriften wie das geplante Lieferkettengesetz erzielt werden könnte.

Das Thema der globalen Verantwortung des Sports greift auch die Kampagne #sporthandeltfair auf, ein Zusammenschluss aus Nichtregierungsorganisationen, Sportvereinen, Verbänden und Kommunen, die sich bundesweit aktiv für die Themen Sport, Fairer Handel und Nachhaltigkeit einsetzen. Die Kampagne wird von Engagement Global unterstützt.

Engagement Global nutzt den Sport, um bei der breiten Zielgruppe der Sportbegeisterten durch Ansätze des Globalen Lernens einen Perspektivwechsel anzuregen. Die Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

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ENSA Tagebuch - Erfahrungen erlebbar machen

1. Juli 2020 - 15:02
In drei Online-Seminaren beschäftigten sich Studierende mit der Frage, was der Sport zu einer gerechten Welt beitragen kann. Foto: René Frampe

Eigentlich sollten im Juni und Juli 2020 die Themenwochen „Sport. Global. Nachhaltig“ stattfinden - parallel zur Fußball Europameisterschaft und den Olympischen Spielen in Japan. Nun gibt es diesen Sommer weder große Sportevents noch Präsenzveranstaltungen an der Deutschen Sporthochschule Köln. Um trotzdem über Themen wie den ökologischen Fußabdruck von internationalen Sportorganisationen oder die Produktionsbedingungen von Sportartikeln aufzuklären, organisierte die Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global gemeinsam mit dem Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung eine Seminarreihe im Bereich der Online-Lehre.

Während Ende Mai bereits eine digitale Einführung in das Thema der Agenda 2030 und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung für Studierende der Bachelorstudiengänge stattfand, vertieften am 10. Juni vorwiegend Masterstudierende Fragen rund um das Ziel 13, den Klimaschutz. Julian Ekelhof von CO2OL Climate Solutionserklärte, in welchem Bereichen im internationalen Sportgeschäft die größten klimarelevanten Emissionen entstehen, welche Daten für die Messung und Analyse des CO2-Fußabdrucks von Bedeutung sind und welche Maßnahmen ihn effektiv reduzieren können. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, dass der CO2-Fußabdruck der Fußball Weltmeisterschaft 2018 dem Fußabdruck des Fan-Reiseaufkommens von zehn Bundesliga-Saisons entsprochen hat.

Am 18. Juni vermittelte der Sportwissenschaftler Enrique Zaragoza, welche Chancen mit einer nachhaltigen und fairen Produktion von Sportartikeln verbunden sein können. Er ging dabei der Frage nach, wieso es im Sport global einheitliche Regelwerke für nahezu alle Disziplinen gibt, in der Herstellung von Sportartikeln weltweit jedoch gravierende Unterschiede bei Standards und Regeln gelten. Die Studierenden wollten wissen, wie sie bei Unternehmen zwischen Greenwashing und echtem Engagement unterscheiden und welchen Siegeln sie vertrauen können. Es wurde darüber diskutiert, dass Vergleichsportale wie Siegelklarheit für motivierte Konsumentinnen und Konsumenten hilfreich sind, eine weitreichende Veränderung jedoch nur über gesetzliche Vorschriften wie das geplante Lieferkettengesetz erzielt werden könnte.

Das Thema der globalen Verantwortung des Sports greift auch die Kampagne #sporthandeltfair auf, ein Zusammenschluss aus Nichtregierungsorganisationen, Sportvereinen, Verbänden und Kommunen, die sich bundesweit aktiv für die Themen Sport, Fairer Handel und Nachhaltigkeit einsetzen. Die Kampagne wird von Engagement Global unterstützt.

Engagement Global nutzt den Sport, um bei der breiten Zielgruppe der Sportbegeisterten durch Ansätze des Globalen Lernens einen Perspektivwechsel anzuregen. Die Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

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Nachhaltigkeit im Sport fördern

23. Juni 2020 - 16:03
In drei Webinaren beschäftigten sich Studierende mit der Frage, was der Sport zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen kann. Foto: René Frampe

Eigentlich sollten im Juni und Juli 2020 die Themenwochen „Sport. Global. Nachhaltig“ stattfinden - parallel zur Fußball Europameisterschaft und den Olympischen Spielen in Japan. Nun gibt es diesen Sommer weder große Sportevents noch Präsenzveranstaltungen an der Deutschen Sporthochschule Köln. Um trotzdem über Themen wie den ökologischen Fußabdruck von internationalen Sportorganisationen oder die Produktionsbedingungen von Sportartikeln aufzuklären, organisierte die Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global gemeinsam mit dem Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung eine Webinarreihe im Bereich der Online-Lehre.

Während Ende Mai bereits eine digitale Einführung in das Thema der Agenda 2030 und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung für Studierende der Bachelorstudiengänge stattfand, vertieften am 10. Juni vorwiegend Masterstudierende Fragen rund um das Ziel 13, den Klimaschutz. Julian Ekelhof von CO2OL Climate Solutionserklärte, in welchem Bereichen im internationalen Sportgeschäft die größten klimarelevanten Emissionen entstehen, welche Daten für die Messung und Analyse des CO2-Fußabdrucks von Bedeutung sind und welche Maßnahmen ihn effektiv reduzieren können. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, dass der CO2-Fußabdruck der Fußball Weltmeisterschaft 2018 dem Fußabdruck des Fan-Reiseaufkommens von zehn Bundesliga-Saisons entsprochen hat.

Am 18. Juni vermittelte der Sportwissenschaftler Enrique Zaragoza, welche Chancen mit einer nachhaltigen und fairen Produktion von Sportartikeln verbunden sein können. Er ging dabei der Frage nach, wieso es im Sport global einheitliche Regelwerke für nahezu alle Disziplinen gibt, in der Herstellung von Sportartikeln weltweit jedoch gravierende Unterschiede bei Standards und Regeln gelten. Die Studierenden wollten wissen, wie sie bei Unternehmen zwischen Greenwashing und echtem Engagement unterscheiden und welchen Siegeln sie vertrauen können. Es wurde darüber diskutiert, dass Vergleichsportale wie Siegelklarheit für motivierte Konsumentinnen und Konsumenten hilfreich sind, eine weitreichende Veränderung jedoch nur über gesetzliche Vorschriften wie das geplante Lieferkettengesetz erzielt werden könnte.

Das Thema der globalen Verantwortung des Sports greift auch die Kampagne #sporthandeltfair auf, ein Zusammenschluss aus Nichtregierungsorganisationen, Sportvereinen, Verbänden und Kommunen, die sich bundesweit aktiv für die Themen Sport, Fairer Handel und Nachhaltigkeit einsetzen. Gefördert wird die Kampagne unter anderem von Engagement Global.

Engagement Global nutzt den Sport, um bei der breiten Zielgruppe der Sportbegeisterten durch Ansätze des Globalen Lernens einen Perspektivwechsel anzuregen. Die Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

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Flucht und Migration

19. Juni 2020 - 9:13
Mit der Karikaturenausstellung "Ein Ort. Irgendwo" sollen die Themen Flucht und Migration in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden. Foto: Thomas Keydel

Über 70 Millionen Menschen sind momentan weltweit auf der Flucht. Die allermeisten finden Zuflucht im eigenen Land oder in Nachbarstaaten. Tagtäglich sind es durchschnittlich 37.000 Menschen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen.

Seit 2001 macht der Weltflüchtlingstag am 20. Juni auf diese Menschen und ihre Schicksale aufmerksam. Die Gründe für Flucht und Migration sind vielfältig. Dazu gehören politische, ethnische oder religiöse Verfolgung, kriegerische Konflikte oder Naturkatastrophen. Auch der Klimawandel zwingt immer mehr Menschen zur Flucht, weil er ihre Lebensgrundlage bedroht.

Kommunales Know-how für Tepebaşı

Aufgrund des andauernden Bürgerkriegs suchen allein in den NachbarländernSyriens mehr als 6,7 Millionen Menschen aus Syrien Schutz . Für die Aufnahmeländer, vor allem für die Kommunen, ist die Aufnahme so vieler Menschen eine große und kaum zu bewältigende Herausforderung.

Die Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global initiiert und fördert kommunale Projektpartnerschaften zwischen deutschen Kommunen und den Aufnahmekommunen in Jordanien, im Libanon und in der Türkei. Durch den Austausch von kommunalem Fachwissen und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe entwickeln die Projektpartner lokale Lösungsansätze, die Einheimischen und Geflüchteten zu Gute kommen.

Die Bezirke Eskişehir-Tepebaşı in der Türkei und Treptow-Köpenick in Berlin pflegen seit drei Jahren eine Städtepartnerschaft. Berlin und Eskişehir sind moderne, weltoffene Großstädte und dynamische Wirtschafts- und Bildungsstandorte mit einer vielseitigen Kreativszene. Doch die Arbeitslosenzahlen unter jungen Menschen mit Migrationshintergrund sind hoch. Insbesondere in Eskişehir-Tepebaşı betrifft die hohe Arbeitslosigkeit auch gut Ausgebildete aus sozialen und kreativen Berufen.

Im Mittelpunkt des Kooperationsprojekts stand daher ein sozial- und kreativwirtschaftliches Existenzgründungszentrum in Tepebaşı. Dessen Kursangebot und inhaltliche Ausrichtung für Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte wurde im Jahr 2018 mit Unterstützung der SKEW konzipiert und wird inzwischen erfolgreich umgesetzt. Außerdem erarbeiteten die Projektpartner Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gründungszentrums und für Ehrenamtliche in der Geflüchtetenarbeit.

Tandems für Engagement: Welt-Flucht-Sichtwechsel

Das Angebot Globale Entwicklung in der Schule (GES) von Engagement Global unterstützt die Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schule – unter anderem mit dem Orientierungsrahmen Globale Entwicklung (OR). BNE meint eine Bildung, die Menschen dazu befähigt, zukunftsfähig zu denken und zu handeln.

Mit der von GES geförderten Länderinitiative „Tandems für Engagement: Welt – Flucht – Sichtwechsel“ die Umsetzung des OR durch qualifizierte junge Menschen mit und ohne

Oder ist gemeint: Die von der GES geförderte Länderinitiative „Tandems für Engagement: Welt – Flucht – Sichtwechsel“ bindet qualifizierte junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung ein, um die Ideen des Orientierungsrahmens in Schulen umzusetzen. Ein Beispiel ist „Flucht und weltweite Migration“. Bei diesem Projekt haben Tandems aus aus geflüchteten und nicht-geflüchteten jungen Menschen jeweils ein Kurzprojekt für Schulen entworfen und durchgeführt. Sie wurden dabei von geschulten Lehrkräften, Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen sowie Schulbegleiterinnen und -begleitern des Projekts „Lernen durch Engagement“ (LdE) beraten und unterstützt. Die Tandems wurden in Klassen oder Projektgruppen eingeladen und konnten auch ganze Projekttage initiieren und begleiten.

Ziel der Initiative war es, den beteiligten Schulen neue Impulse zu geben, Flucht und Migration zu thematisieren. Dazu wurden auch Materialien erarbeitet, die über das Projekt hinaus eingesetzt werden können. Lehrkräfte und Jugendliche konnten sich mit dieser Initiative qualifizieren. Sie sorgen nun als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dafür, dass der OR umgesetzt wird und schülergesteuerte Engagement-Projekte gestärkt werden.

Wanderausstellung „Ein Ort. Irgendwo“

Die Karikaturenausstellung „Ein Ort. Irgendwo“ verdeutlicht, dass hinter den wachsenden Geflüchtetenzahlen persönliche Schicksale, Erfahrungen und Hoffnungen stehen. Sie wurde von Engagement Global im Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) und in Kooperation mit EXILE e.V. 2007 initiiert. Das EBD-Programm bringt mit unterschiedlichen Formaten einer breiten Öffentlichkeit deutschlandweit entwicklungspolitische Themen nahe.

Weltweit waren Künstlerinnen und Künstler dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen, Eindrücke und Sichtweisen zu Flucht und Migration in Form von Karikaturen darzustellen. Diesem Aufruf sind über 300 Menschen aus 64 Ländern gefolgt. Die eingesendeten Karikaturen thematisieren die Schwierigkeiten, Hürden und den Schmerz, die Heimat und die Familie zu verlassen. Sie zeigen aber auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft sowie die Unterstützung und Akzeptanz während und nach der Flucht.

Mit der Wanderausstellung, für die 82 Karikaturen ausgewählt wurden, will Engagement Global Menschen dazu anregen, über die Inhalte der Kunstwerke ins Gespräch zu kommen und die Themen Migration und Flucht in den öffentlichen Diskurs einzubringen.

An folgenden Orten kann die Ausstellung kostenlos besucht werden:

Bis 31. Juni 2020
ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Außenstelle Leipzig
Markt 10 (4.OG)
04109 Leipzig

Bis 24. Juli 2020
Bildungszentrums Kirkel der Arbeitskammer des Saarlandes
Am Tannenwald 1
66459 Kirkel

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Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben

15. Juni 2020 - 16:35
Engagement Global setzt sich dafür ein, die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben nachhaltih zu gestalten. Foto: Bernadett Yehdou

Engagement Global erhielt im Zuge einer Re-Auditierung am 31. Mai 2020 erneut und damit zum dritten Mal das Qualitätssiegel berufundfamilie für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik. Das Zertifikat vergibt die berufundfamilie gGmbH, eine Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Die feierliche Zertifikatsübergabe erfolgte am 15. Juni 2020.

Im Juni 2014 war Engagement Global erstmals für ihre familienbewusste Personalpolitik mit dem Zertifikat zum Audit berufundfamilie ausgezeichnet worden. Das Zertifikat dokumentiert einen erfolgreichen Audit-Prozess. Das Audit erfasst, was die Organisation bereits zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie unternimmt, entwickelt systematisch das organisationseigene Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Organisationskultur verankert werden.

Umgesetzt hat Engagement Global in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen. So hat die Organisation beispielsweise ein Mentoring-Programm für neue Führungskräfte aufgelegt und einen externen Familienservice unter Vertrag genommen, der kostenfrei berät zu den Themen Kinder, Pflege, schwierige Lebenslagen. Mobiles Arbeiten wird nicht erst seit der Corona-Pandemie unterstützt. In Teilzeit zu arbeiten nehmen knapp die Hälfte der 641 Beschäftigten wahr, nämlich 293 Personen, darunter auch Führungskräfte. Ihnen erlaubt das Modell des „Job-Sharing Plus“, dass sich zwei Personen eine Führungsposition teilen und dies mit einem zeitlichen Gesamtumfang von mehr als 100 Prozent. In der Führung arbeitet fast die Hälfte (10 von 24) der Abteilungsleiterinnen und etwa ein Fünftel (3 von 14) der Abteilungsleiter in Teilzeit; von den 17 Gruppenleiterinnen arbeitet ein Drittel (6) in Teilzeit, von 8 Gruppenleitern einer (Stand Personalzahlen: 31.12.2019).

Auch im internen Austausch hat die Vereinbarkeitspolitik Gewicht: Seit der Erstzertifizierung arbeitet eine Projektgruppe Beruf & Familie. Im Intranet informiert eine eigene Team-Site zu relevanten Themen, etwa zu Leistungen des Familienservice, und gibt Tipps.

Engagement Global gehört zu den 104 Arbeitgebern, die 2020 das Audit berufundfamilie erfolgreich durchlaufen haben. Das Zertifikat attestiert Engagement Global, dass die Organisation sich für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik einsetzt und einen strategischen Prozess nutzt, um die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben nachhaltig zu gestalten. Zu den Messgrößen ihres Engagements zählen in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats vor allem ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen und Handlungsprogramme. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft.

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10 Jahre und 50 Ausgaben Socialbar Bonn

9. Juni 2020 - 14:52
Die Jubiläumsausgabe der Socialbar Bonn fand virtuell statt. Foto: Ute Lange

Unter dem Motto „Die 3 K’s – Kuchen – Krone – Kaltgetränk“ fand am Montag, 8. Juni 2020, die 50. Socialbar Bonn statt. Bei der virtuellen Geburtstagsausgabe wurde nicht nur auf 10 Jahre und 50 Ausgaben Socialbar Bonn zurückgeblickt, sondern auch angemessen gefeiert.

Vor der Party haben die beiden Referenten, die auch 2010 bei der ersten Socialbar Bonn dabei waren, ihre Vorträge gehalten. Gerald Neu hat erneut über sein Projekt „das-ist-drin – gemeinsam besser leben“ gesprochen und erzählt, wie es sich in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. „Das ist drin“ ist ein Verbraucherportal für mehr Transparenz im Supermarktregal. Auf der Webseite können sich Verbraucherinnen und Verbraucher beispielsweise darüber informieren, welche Inhaltsstoffe verschiedene Lebensmittel enthalten oder was sich hinter welchem Siegel verbirgt. Das Ziel von Gerald Neu und seinem Team ist es, eine digitale Ernährungsberatung auf individueller Ebene durchzuführen, ohne dabei zu werten.

Daniel Kraft hat darüber berichtet, wie es dazu kam, dass er plötzlich (doch) Politiklehrer geworden ist und was es mit der „Politikstunde“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) auf sich hat. Seit den coronabedingten Schul- und Universitätsschließungen im März 2020 streamt die bpb regelmäßig eine Schulstunde lang live. Gemeinsam mit Professorinnen und Professoren, Youtube-Stars und Studierenden spricht Daniel Kraft während der virtuellen Schulstunden über aktuelle politische Themen oder geht mit den Zuschauerinnen und Zuschauern auf „Klassenfahrt“, zum Beispiel nach Tiflis in Georgien.

Nach den Vorträgen blieb wie immer Zeit, sich in Kleingruppen in sogenannten Breakout-Sessions über das gehörte auszutauschen und im Plenum offene Fragen zu stellen. Mit Unterstützung von Unity Effect, einem Bonner Startup, blickten die Organisatorinnen und Organisatoren der Socialbar Bonn zwischendurch gemeinsam mit den knapp 30 Teilnehmenden auf 10 Jahre Socialbar Bonn zurück. Um die Rückschau zu ermöglichen, hatten alle Interessierten vorab an einer Umfrage zu ihren Socialbar-Erfahrungen teilgenommen.

Zum Abschluss der Jubiläumsausgabe legte Michael Münz aka DJ Michael Marten Musik auf, zu der mit Kuchen, Krone und Kaltgetränk gefeiert wurde.

Die nächste Socialbar Bonn findet am Montag, 7. September 2020, statt. Ob analog oder digital, steht noch nicht fest. Es wird sich jedoch alles um uns Thema „Digitales Storytelling“ drehen.

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