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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 18 Stunden 57 Minuten

13. April 2021

13. April 2021 - 10:44
1. Nigeria & Kongo: Angriff und Proteste gegen UN

Medienberichten von Deutschlandfunk und Spiegel zufolge haben Bewaffnete in der Stadt Damasak im Nordosten Nigerias die Büros mehrerer internationaler Hilfsorganisationen angegriffen. Sie setzten unter anderem das UNO-Zentrum und eine Polizeiwache in Brand. Vier Menschen seien getötet worden. Nach UNO-Angaben muss die Hilfe für zehntausende Menschen nun eingeschränkt werden. Der westafrikanische Ableger der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (Iswap) reklamiere den Angriff für sich. Es war bereits der zweite Angriff auf UNO-Hilfszentren in Nigeria binnen weniger Wochen. Die Tageszeitung (taz), die Neue Züricher Zeitung und Watson melden außerdem, dass im Osten des zentralafrikanischen Staates Kongo während gewaltsamer Proteste gegen die dortige UNO-Friedensmission mindestens zehn Menschen getötet worden sind. Die zunächst hauptsächlich friedlichen Demonstrationen schlugen am Sonntag und am Montag in Gewalt um. Die Jugendlichen protestieren gegen die ständig zunehmende Gewalt und die “Tatenlosigkeit” der UNO-Blauhelme und internationaler Hilfsorganisationen.

2. UNO-Generalsekretär: Sondersteuer für Profiteure der Corona-Krise

Wie Tagesschau.de, Deutschlandfunk, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten, plädiert UN-Generalsekretär Guterres für eine Sondersteuer für Reiche, die während der Corona-Krise Profite erzielt haben. Untersuchungen zeigen, dass das Vermögen der Reichsten der Welt im vergangenen Jahr um fünf Billionen Dollar gestiegen sei, sagte Guterres bei einem Treffen zur Entwicklungshilfe. Er fordere daher die Staaten auf, eine Solidaritäts- oder Vermögenssteuer für diejenigen in Betracht zu ziehen, die während der Pandemie Gewinne gemacht haben. Die Einnahmen aus der Steuer können genutzt werden, um extreme Ungleichheiten zu reduzieren.

3. Uganda und Tansania: Umstrittenes Öl-Projekt von Total

Die ostafrikanischen Länder Uganda und Tansania haben mit dem französischen Energiekonzern Total ein 3,5 Milliarden Dollar schweres Projekt zur Erdölförderung genehmigt. Das thematisieren das Handelsblatt und Tagesspiegel Background. Total halte dabei einen Anteil von rund 57 Prozent. Außerdem beteiligen sich die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) mit einem Anteil von rund 28 Prozent, und die Uganda National Oil Company (UNOC). Seitens Umweltschützer*innen rege sich heftiger Widerstand gegen das Projekt. Sie warnen vor einer Verschmutzung der Seen in Uganda, vor allem des Viktoriasees, und vor der möglichen Zerstörung von Lebensräumen seltener Tierarten. Im März hatten 263 Nichtregierungsorganisationen in einem gemeinsamen Brief dazu aufgerufen, die Finanzierung des Projektes zu stoppen.

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12. April 2021

12. April 2021 - 12:26
1. Wiederwahlen von drei Präsidenten in Afrika

An diesem Wochenende wurden bei den Präsidentschaftswahlen der drei afrikanischen Ländern Dschibuti, Tschad und Benin die Amtsinhaber aller Voraussicht nach wiedergewählt, wie unter anderem Deutschlandfunk berichtet. In Dschibuti holte der 73-Jährige Omar Guelleh 97 Prozent der Stimmen für seine fünfte Amtszeit, schreiben die Tageszeitung (taz) und Yahoo. Guellehs Sieg war so wenig überraschend, dass die Oppositionsparteien darauf verzichtet hatten, eigene Kandidat*innen zu stellen. Dem seit 1999 mit harter Hand regierenden Präsident werde vorgeworfen, die Pressefreiheit und die freie Meinungsäußerung einzuschränken sowie die Opposition bei Protesten gewaltsam niederzuschlagen. Auch im Tschad schied die Opposition nach Unterdrückung vorzeitig aus, wie Tagesschau.de und der Tägliche Anzeiger Holzminden melden. So werde nach 30 Jahren Präsident Idriss Déby Itno, der selbsternannte “Boss im Sahel” wiedergewählt. Auch in Benin gelte die Wiederwahl von Patrice Talon in seine zweite Amtszeit als sicher, berichten die Deutsche Welle und Yahoo. Das Ergebnis werde heute oder morgen erwartet. Bei der gestrigen Präsidentenwahl standen gerade einmal drei Namen auf den Stimmzetteln. Bekannte Oppositionspolitiker*innen wurden im Vorfeld ausgeschlossen. 

2. Lizenzierung für mehr Impfstoff

Im Weltspiegel analysiert Sibylle Licht, wie mithilfe von Lizenzen mehr und schneller Covid-Impfstoffe produziert werden könnten. Hätten die Konzerne im April oder Mai 2020 ihr Wissen geteilt, “wären wir jetzt Monate weiter – stattdessen haben wir zu wenig Impfstoff”, so Brook Baker, Berater der WHO. Viele Hersteller haben das Know-how, die neuen mRNA-Impfstoffe herzustellen. Was es brauche, seien Lizenzierung und Wissenstransfer – beides laufe aber nur langsam an. Viele Pharmakonzern hätten bisher kein Interesse an Lizenzierungen gezeigt. Sie häufen Vermögen und hohe Gewinne an, weil sie die Rechte am geistigen Eigentum, also an Patentrechten, besitzen, so Baker. Damit sei eine Chance vertan, die Welt schneller mit den Corona-Vakzinen zu versorgen.

3. Kongo: Die größte Hungerkrise der Welt

Dominic Johnson thematisiert in der Tageszeitung (taz) die größte Hungerkrise der Welt, die sich in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt hat. 27,3 Millionen Menschen, ein Drittel der kongolesischen Bevölkerung, leiden akut unter Hunger. Kongo sei nun das Land mit der weltweit größten Anzahl von Personen, die Hilfe zur Ernährungssicherheit benötigen. Das zeigt die neue Untersuchung der Regierung und der UN, in der sie gemeinsam halbjährlich die Ernährungslage der Bevölkerung ermitteln. 70 Prozent der Bevölkerung lebe auf dem Land in einer Situation absoluter Armut und Prekarität, heißt es in der Analyse weiter. Gründe dafür seien die Corona-Pandemie, ein dramatischer Wirtschaftseinbruch als auch ein politischer Stillstand auf allen Ebenen. Die Hoffnungen in den neuen Präsidenten Tshisekedi seien verflogen.

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09. April 2021

9. April 2021 - 11:20
1. Weniger als zwei Prozent aller Corona-Impfungen in Afrika

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien an die 1,3 Milliarden Menschen in Afrika bisher weniger als zwei Prozent aller weltweit ausgelieferten Impfdosen verabreicht worden. Das berichten Deutschlandfunk und die Evangelische. David Ehl schreibt in der Deutschen Welle, dass in einigen Ländern die Impfkampagne noch nicht einmal begonnen hat. Laut Clemens Schwanhold, politischer Referent bei der Nichtregierungsorganisation ONE, gebe es mit Blick auf Afrika zwar die gute Nachricht, dass 44 Länder bereits Impfstoff erhalten haben, das bedeute im Umkehrschluss aber auch, dass zehn Länder bisher noch gar keinen Impfstoff erhalten haben. Die WHO befürchtet weitere Verzögerungen der Vakzin-Lieferungen an afrikanische Länder, nachdem Indien den Export von Impfstoffen vorübergehend untersagt habe. Der weltweit größte Impfstoffhersteller habe Probleme, seine eigene Bevölkerung zu impfen, wie David Pfeifer in der Süddeutsche Zeitung thematisiert. Das Serum Institut of India produziere Impfdosen nicht nur für Indien, sondern auch für die 92 ärmsten Länder der Welt. 

2. Rechnungshof fordert Ausgaben-Stopp

Unter anderem Welt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Spiegel melden, dass der Bundesrechnungshof harte Kritik an der Krisen-Finanzpolitik der großen Koalition übt. in Ausgabenmoratorium durch die nächste Bundesregierung sei unausweichlich. Die Kontrolleure des Bundeshaushalts kritisieren, dass in der mittelfristigen Finanzplanung von Finanzminister Olaf Scholz für die Jahre 2023 bis 2025 bereits absehbare Belastungen nur in unzureichendem Maße berücksichtigt sind. Dazu gehören unter anderem in Aussicht gestellte Mittel für die Entwicklungspolitik. So dürfe es in den Einzelplänen für Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit von 2023 an jeweils rund 3 Milliarden Euro im Jahr fehlen. 

3. SADC berät über Kampf gegen Terrorismus

Wie Deutschlandfunk, die Tageszeitung (taz) und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten, haben sich die sechs Staats- und Regierungschefs der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) gestern zu einem Anti-Terror-Gipfel in Mosambiks Hauptstadt Maputo getroffen. Vorausgegangen waren wochenlange Angriffe durch Rebellen auf die Stadt Palma im Norden von Mosambik. SADC habe mit großer Sorge auf die Terrorattacken reagiert und beschloss einen „sofortigen technischen Einsatz“ in Mosambik. Konkrete Schritte dazu sollen auf einem weiteren Krisengipfel Ende des Monats beraten werden. Die Anschläge seien ein „Affront gegen den Frieden und die Sicherheit nicht nur in Mosambik, sondern auch der Region und in der gesamten internationalen Gemeinschaft“, so Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi. 

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08. April 2021

8. April 2021 - 11:40
1. G20 verlängern Schuldenmoratorium

Wie zahlreiche Medien, darunter Tagesschau.de, die Deutsche Welle, Spiegel, das Handelsblatt, Stern und Arte, berichten, haben die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) angesichts der Corona-Krise von Armut betroffenen Ländern einen weiteren Aufschub ihrer Schulden bis Ende 2021 gewährt. So können die betroffenen Staaten nun das Geld für Sozial- und Gesundheitsausgaben zur Bewältigung der Pandemie nutzen. Der Aufschub allein reiche allerdings nicht, betonte Finanzminister Olaf Scholz. Nötig sei auch, manchen Ländern die Schulden zu erlassen. Zudem forderten die G20 den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf, seine Hilfen für ärmere Länder zu erhöhen. Möglich seien neue Sonderziehungsrechte im Umfang von 650 Milliarden Dollar. Darüber hinaus peilen die G20 bis Juli eine weltweite Steuerreform an, wie Italiens Finanzminister Daniele Franco ankündigte. 

2. Tansanias neue Präsidentin Samia Suluhu Hassan zeigt klare Kante

Die Tageszeitung (taz), die Frankfurter Rundschau und Der Standard thematisieren, wie Tansanias neue Präsidentin Samia Suluhu Hassan klare Stellung gegen Korruption und Corona-Krise bezieht. Nach dem Tod ihres Vorgängers John Magufuli Ende März wurde die bisherige Vizepräsidentin unvorbereitet ins höchste Staatsamt berufen, habe aber schnell Handlungsfähigkeit bewiesen. Mit der Verhaftung eines hochrangigen Regierungsbeamten und personellen Veränderungen greife die neue Präsidentin gegen bestehende Machtstrukturen deutlich durch. Zudem erkenne sie die Corona-Krise an und verkündete die Berufung eines Expertengremiums zur Bekämpfung der Pandemie. Magufuli hatte die Existenz des Virus in Tansania geleugnet.

3. Die WTO braucht grundlegende Reformen

Renate Schubert schreibt in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel über notwendige Reformen der Welthandelsorganisation (WTO), vor der die neue nigerianischen Chefin Ngozi Okonjo-Iweala steht. Seit längerem schaffen es die Länder des Nordens und des Südens nicht mehr, gemeinsame Positionen zu erarbeiten. Okonjo-Iweala habe bereits erklärt, erstmals verbindliche WTO-Regeln für den digitalen Handel erarbeiten zu wollen, was angesichts der beschleunigten Digitalisierung in der Corona-Pandemie überfällig sei. Handelsstreitigkeiten zwischen „den Großen“ und wechselseitige Blockaden müssen aufbrechen, die Rahmenbedingungen des weltweiten Handels neu gestaltet werden. Letztlich solle es weniger um Vormachtstellungen und Machtdemonstrationen gehen, sondern darum, die Bevölkerung mit möglichst vielen und qualitativ hochwertigen internationalen Gütern zu versorgen. 

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07. April 2021

7. April 2021 - 10:41
1. Amnesty: Corona-Krise verschlechtert Menschenrechtslage weltweit

Zahlreiche Medien, darunter Tagesschau.de, ZDF heute, Spiegel, Deutschlandfunk, das Redaktionsnetzwerk Deutschland  und Zeit Online, thematisieren heute den Bericht von Amnesty International, welcher eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechtslage für Millionen Menschen weltweit im Zuge der Corona-Krise aufzeigt. Besonders in Afrika südlich der Sahara, wie in Äthiopien, Mosambik, Kamerun und Nigeria, sei die verheerende Auswirkung gewalttätiger Konflikte durch die Corona-Krise verstärkt worden. In Ländern wie Angola, Guinea und Uganda sei der Pandemie-Schutz als Ausrede genutzt worden, um gegen Oppositionelle, Menschenrechtler und Aktivisten vorzugehen. Der Amnesty-Jahresbericht prangert aber noch einen anderen Missstand an, nämlich mangelnde Fairness bei der Impfstoffverteilung seitens reicher Länder. 

2. Die Hälfte der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung

Zum Weltgesundheitstag berichten unter anderem Deutschlandfunk, das Ärzteblatt und das Handelsblatt über weltweite Mängel bei der Gesundheitsversorgung. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) habe die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung. Dabei zeige die Coronapandemie, wie anfällig eine hochmobile Gesellschaft für infektiöse Krankheiten sei, so die DSW. Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung für die Prävention und Eindämmung von Pandemien sei deswegen wichtiger denn je. Medizinische Versorgung muss aus Sicht der WHO im Zuge der Corona-Krise viel gerechter verteilt werden. Globale Gesundheitskrisen verschärfen bestehende gesundheitliche, soziale und geschlechterbasierte Ungleichheiten. Laut WHO werden drei Viertel der verfügbaren Impfdosen in gerade einmal zehn der reichsten Länder verimpft. 

3. Mosambik: 10.000 Menschen ohne Schutz

Tagesschau.de und die Tageszeitung (TAZ) schreiben heute über die Lage in Mosambik, nachdem islamistische Terroristen die Stadt Palma im Norden des Landes angegriffen haben. Inzwischen habe Mosambiks Armee die Stadt Palma von den islamistischen Rebellen zurückerobert, aber zehntausende Menschen leben dort nun ohne Schutz oder seien auf der Flucht. Die humanitäre UN-Koordinationsstelle OCHA habe zuletzt über 9.000 Menschen aus Palma, die Hälfte davon Kinder, in benachbarten Distrikten durch Nothilfeorganisationen registriert. Dass die Probleme in dem rohstoffreichen aber von Armut geprägten Land nicht militärisch gelöst werden können, betont auch Johannes Dieterich in seinem Beitrag in der Frankfurter Rundschau.

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01. April 2021

1. April 2021 - 12:08
1. Welthandel erholt sich schneller als erwartet

Wie Deutschlandfunk, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Zeit Online berichten, erholt sich der Welthandel laut Welthandelsorganisation (WTO) nach der Corona-Krise schneller als gedacht. Die WTO erwarte in diesem Jahr eine Zunahme des globalen Warenverkehrs um 8 Prozent. Gleichzeitig haben vor allem der Nahen Osten, Südamerika und Afrika mit Import-Rückgängen um fast 9 Prozent zu kämpfen. Der Zugang zu Impfstoffen trage am meisten zu einer schnellen Erholung bei, betont WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala. Daher müssen die Kapazitäten zur Herstellung auch in Entwicklungsländern ausgeweitet werden. In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau appellieren auch Lucia Puttrich und Tanja Gönner an eine nachhaltige Unterstützung im Umgang mit der Pandemie und deren Folge. Weil die Voraussetzungen dafür in Afrika ungleich schlechter seien als in Europa, werden die Auswirkungen dort verheerender sein. Das Handelsblatt verweist auf Entwicklungsminister Gerd Müller, der prophezeit, dass an den Folgen der Pandemie mehr Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern sterben werden als an dem Virus selbst.

2. China: Knebelkredite für Entwicklungsländer

Eine Studie des Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zeigt, dass China auf Geheimverträge bei Krediten setzt. Das thematisieren untere anderem die Süddeutsche Zeitung, Deutsche Welle, Arte.tv, Spiegel und Welt. Dem IfW liegen 100 eigentlich geheime Kreditverträge Chinas mit 24 Entwicklungsländern in einem Volumen von 36,6 Milliarden Dollar vor. Die Kreditbedingungen erschweren es den Ländern, die sich  wegen der Corona-Pandemie in einer finanziellen Notlage befinden, “ihre Schuldensituation in den Griff zu bekommen”, so die Autor*innen der Studie. Schon länger argumentieren Forscher*innen und Ökonom*innen, dass China vermehrt versuche, Entwicklungs- und Schwellenländer über Kredite abhängig zu machen. So könne sich das Land  leichter Zugang zu Großprojekten wie Häfen und Straßen sichern. 

3. Milliardengewinn mit Corona-Impfstoff

Philip Plickert schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Gewinne der Pharmakonzerne mit dem Corona-Impfstoff. Pfizer prognostiziere 15 Milliarden Dollar Mehrumsatz, Moderna erwarte 18 Milliarden Dollar. AstraZeneca hingegen habe sich vertraglich gebunden, während  der Pandemie keinen Gewinn zu erzielen und verkaufe den Impfstoff zum Selbstkostenpreis. Tatsächlich gelte das AstraZeneca-Vakzin global mit Abstand als das kostengünstigste und sei damit auch für Entwicklungsländer erschwinglich. Bei einer ähnlich hohen Bepreisung seines Impfstoffes hätte AstraZeneca nach Schätzungen mehr als 20 Milliarden Pfund einnehmen können.

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31. März 2021

31. März 2021 - 10:11
1. Kommt ein neues globales System zur Pandemiebekämpfung?

Mehr als zwanzig Staats- und Regierungsoberhäupter sowie Dr. Tedros Ghebreyesus, Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), fordern in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein neues globales System, um in Zukunft besser auf die nächsten Pandemien vorbereitet zu sein. Die Corona-Pandemie mache deutlich, dass niemand sicher ist, solange nicht alle sicher sind. Ein neuer völkerrechtlicher Vertrag könne die internationale Zusammenarbeit deutlich intensivieren, um Warnsysteme, die gemeinsame Datennutzung, die Forschung und die Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten, Diagnostika und Schutzausrüstung zu verbessern. Immunisierung sei ein globales öffentliches Gut. Die Weltgemeinschaft müsse künftig in der Lage sein, Impfstoffe schnellstmöglich zu entwickeln, herzustellen und verfügbar zu machen, so die Autor*innen.

2. Corona verschärft die Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen

Laut einer Analyse der Stiftung des Weltwirtschaftsforums (WEF) werde die Gleichstellung der Geschlechter durch die Corona-Krise um Jahrzehnte zurückgeworfen. Das thematisieren unter anderem Spiegel, Zeit Online und Deutsche Welle. Laut WEF werde es über 135 Jahre dauern, bis Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer. Frauen arbeiten öfter in Branchen, die von der Pandemie betroffen sind und kommen eher für die Betreuung von Kinder und Senioren auf. Es seien deswegen Investitionen im Pflegebereich als auch in der beruflichen Weiterbildung nötig, so die Analyse.

3. Impf-Egoismus wird Nachspiel haben

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung spricht Tankred Stöbe von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen von seinen Erfahrungen mit der Corona-Bekämpfung in Sierra Leone. In Europa sei die Erfahrung mit Pandemien verlorengegangen, so Stöbe. Die Präventionsmaßnahmen in Sierra Leone hingegen seien beeindruckend – nicht zuletzt deshalb, weil das Land eines der Länder gewesen sei, die am schlimmsten von der Ebola-Epidemie vor sechs Jahren betroffenen war. Stöbe fordert, dass Impfstoffhersteller ihre Preisgestaltung offenlegen. Es sei inakzeptabel, dass sich Firmen auf dem Rücken der Pandemie bereichern. Der Impf-Egoismus reicher Länder werde sich rächen, wenn die bereits verimpften Wirkstoffe des Globalen Nordens nicht gegen neue Mutationen anderer Länder helfen. Im Interesse aller müsse global nach gleichen Prioritäten geimpft werden: Erst die Risikogruppen, dann der Rest der Bevölkerung.

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30. März 2021

30. März 2021 - 11:51
1. Mosambik: Blutiger Kampf um die Erdölgewinne

Wie die Tagesschau, die Frankfurter Rundschau, die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle, Deutschlandfunk und der Spiegel melden, sind in der seit Tagen von Milizen belagerten Küstenstadt Palma in Mosambik mindestens sieben Menschen getötet worden. Tausende seien auf der Flucht, von Hunderten fehle jede Spur. Seit Mittwoch belagert „Al-Sunna wa Jama’a“, ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat, die Hafenstadt. Diese liegt nur wenige Kilometer von der Afungi-Halbinsel entfernt, wo derzeit Einrichtungen zur Erdgasgewinnung im Wert von 20 Milliarden US-Dollar entstehen. Der Angriff rücke den Streit um die Einnahmen aus einem der größten Erdgasfelder der Welt damit endgültig ins internationale Bewusstsein. Der französische Mineralölkonzern Total sei in der Region Mehrheitsführer eines Konsortiums ausländischer Konzerne, die derzeit das über zwei Billionen Kubikmeter große Erdgasfeld vor der Küste erschließen. Die muslimische Bevölkerung in der Capo-Delgado-Provinz fühle sich von der vornehmlich christlichen Zentralregierung schon seit Jahrzehnten an den Rand gedrängt und klage, dass die Regierungselite die Gewinne aus der Erdgasförderung an sich reiße. Besorgt über das mögliche Scheitern der Erdgasgewinnung bot Südafrika jetzt Hilfe beim Kampf gegen die Rebellen an. Zugleich warnen Fachleute davor, den Konflikt allein mit militärischen Mitteln lösen zu wollen. 

2. WHO: Zehn Länder sichern sich 76 Prozent der Impfdosen

Mehrere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt berichten, dass 76 Prozent der weltweit verfügbaren Impfdosen von zehn Ländern gesichert wurden. Das gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt. Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die Verteilung von Impfstoffen gestern in Genf. Laut Entwicklungsminister Gerd Müller fehlen für eine weltweite Impfkampagne derzeit 25 Milliarden Euro. Er forderte die Weltgemeinschaft auf, diese Lücke schnellstmöglich zu füllen. Die HIV-Krise der 90er Jahre, bei der die Ärmsten zurückgelassen worden seien, dürfte sich nicht wiederholen, so der Minister.

3. Völkerrechtlichen Vertrag für die Bekämpfung künftiger Pandemien

Mehr als zwanzig Staats- und Regierungschefs aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika schlagen in einem gemeinsamen Aufruf vor, zur Vorbeugung und Bekämpfung künftiger Pandemien einen neuen völkerrechtlichen Vertrag auszuarbeiten. Den Aufruf veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das Handelsblatt, die Tagesschau, der MDR und Nau.ch griffen den Appell auf. Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Ratspräsident Charles Michel und Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa zählen zu den Unterzeichnern. Künftigen Pandemien und schweren Gesundheitskrisen könne sich kein einzelner Staat und keine internationale Organisation alleine stellen. Mehr Zusammenarbeit im Gesundheitswesen sowie eine bessere Verteilung von Medikamenten, Schutzausrüstungen und Impfstoffen solle mit dem Vertrag erreicht werden.

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29. März 2021

29. März 2021 - 11:21
1. Eritrea will Truppen aus Tigray abziehen

Im Tigray-Konflikt will Eritrea nach Angaben der äthiopischen Regierung seine Truppen aus Äthiopien abziehen, berichten unter anderem die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle, der Spiegel und n-tv. Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed bestätigte letzte Woche erstmalig, dass eritreische Truppen in Tigray präsent gewesen seien. Seit Monaten seien Internet- und Telefonverbindungen gekappt, während humanitäre Helfer kaum Zugang zu der Region erhalten haben. Betroffen seien nicht nur die Bewohner*innen von Tigray, sondern auch eritreische Geflüchtete. Zwei der Geflüchtetenlager, die etwa 20.000 Menschen beherbergt haben, seien zerstört und geplündert aufgefunden worden, teilte das UN-Geflüchtetenhilfswerk UNHCR mit, wie der Spiegel meldet. Die UNHCR-Mitarbeiter*innen haben die Lager im Norden der Region erstmals seit Monaten erreichen können.

2. Ebolavirus überlebt im Körper von Genesenen

Kai Kupferschmidt thematisiert in der Frankfurter Allgemeine Zeitung den erneuten Ausbruch von Ebola in Guinea. Laut Sebastian Calvignac-Spencer vom Robert-Koch-Institut sei das Virus nicht “aus der Natur neu auf den Menschen übergesprungen”. Stattdessen müsse sich das Virus der Epidemie in in Westafrika jahrelang im Körper der Menschen gehalten haben. Das Virus könne neuen Erkenntnissen zufolge mehr als fünf Jahre nach Infektion im Körper von Genesenen nachgewiesen werden. Zwar gebe es Medikamente und einen Impfstoff gegen das Virus, aber keine Behandlung, um das Virus in Überlebenden auszumerzen. Ebola hatte zwischen 2013 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen getötet.

3. Corona-Pandemie fördert weiterhin Ungleichheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut dazu aufgerufen, ökonomisch benachteiligte Ländern Corona-Impfstoffe zu spenden, wie unter anderem Tagesschau.de, Deutsche Welle und Watson berichten. Umgehend benötigt werden zehn Millionen Impfdosen für rund 20 Länder, die bislang ohne jeden Impfstoff seien. Mehrere internationale Nichtregierungsorganisationen, darunter ONE, appellieren an US-Präsident Joe Biden, den Erfolg seiner Impfkampagne zu teilen. Die EU wolle laut der Frankfurter Allgemeine Zeitung den Export von Corona-Impfstoffen in Drittländer besser kontrollieren, aber kein generelles Exportverbot beschließen. Die EU habe der internationalen Impfstoff-Initiative COVAX zwar eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt, aber kaum Impfstoffe. Die 77 Millionen Dosen, die die EU bislang exportiert habe, seien vor allem an Industrieländer gegangen.

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26. März 2021

26. März 2021 - 14:59

1. Indien blockiert Impfstoffexporte
Indien schränkt vorübergehend den Export von Corona-Impfstoffen des Unternehmens Astra-Zeneca ein und sorgt damit für deutliche Verzögerungen in der weltweiten Auslieferung. Das thematisieren die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tagszeitung (taz), das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sowie das Ärzteblatt. Das Serum Institute of India stelle mehr als die Hälfte aller globalen Impfstoffe her. Angesichts stark steigender Infektionszahlen und der Angst vor Doppelmutationen wolle das Land zuerst den Eigenbedarf decken. Dies habe insbesondere Folgen für die internationale Impfstoff-Initiative Covax. Diese plane, , von März bis Mai insgesamt 237 Millionen Impfdosen an ärmere Länder auszuliefern. Mehr als 100 Millionen Dosen davon sollen vom indischen Serum-Institut, dem weltweit größten Produzenten von Vakzinen, hergestellt werden. In den vergangenen Tagen habe es beim indischen Hersteller bereits Verzögerungen bei Lieferungen an Großbritannien, Brasilien, Marokko und Saudi-Arabien gegeben.

2. Kriege nehmen wieder zu
Erstmals seit sechs Jahren gebe es wieder mehr Kriege auf der Welt. Das hat das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIK) in seinem neuesten Bericht feststellt, der unter anderem vom ZDF, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Frankfurter Rundschau und der Rheinpfalz aufgegriffen wurde. Die Region mit den meisten Kriegen sei Subsahara-Afrika mit fünf neuen und sechs fortgeführten Kriegen. Besonders betroffen seien Südsudan, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Mosambik, Somalia und Äthiopien. Gestritten wurde vor allem über die ideologische, religiöse, rechtliche oder sozioökonomische Ausrichtung des politischen Systems.

3. Neuer Vorstand bei der KfW
Christiane Laibach, Chefin der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), wurde in den Vorstand der staatlichen Förder- und Entwicklungsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) berufen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dort sei sie ab Juni dafür verantwortlich, dass die finanziellen Investitionen der Bundesregierung in Länder des Globalen Südens dort ankommen, wo sie sollen, und so wirken wie gewünscht. Im vergangen Jahr habe die Bank eine Rekordsumme in Höhe von 12,4 Milliarden Euro vergeben.

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Wie wäre es mit einem Pandemica Bildschirmhinterhintergrund? Jetzt herunterladen!

25. März 2021 - 18:04

ONE-Unterstützer*innen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, unseren Zielen und Forderungen Gehör zu verschaffen. Dank euch bringen wir Regierungsvertreter*innen und Politiker*innen dazu zu handeln oder schaffen es, die Episoden unserer neuen animierten  “Pandemica” Serie weltweit zu teilen. Für eure harte Arbeit haben wir ein kleines Dankeschön parat: Unsere Pandemica Bildschirmhintergründe.

Über die Hintergründe

Pandemica mag vielleicht kein realer Ort sein, aber für Milliarden von Menschen ist er Realität. Nicht mal ein Prozent der weltweit verabreichten Corona-Impfdosen hat Menschen erreicht, die in Ländern leben, die stark von Armut betroffen sind. Gleichzeitig haben sich eine Handvoll reicher Staaten genug gesichert, um eine Milliarde Menschen mehr zu impfen als in ihren Ländern leben. Deswegen brauchen wir deine Hilfe, um zu verhindern, dass Pandemica weltweit zur Realität wird.

Ganz egal, ob du deine Freund*innen oder Kolleg*innen in einem Zoom-Call verzücken willst, deinen Desktop verschönern oder einen neuen Smartphone Hintergrund brauchst, wir haben die passenden Pandemica Hintergründe für dich bereit. Teile unsere Nachricht mit der Welt – denn die Pandemie endet erst, wenn alle überall Zugang zum Impfstoff haben.

Zeige deine Unterstützung

HANDY | DESKTOP

Tauche ein in die Welt von Pandemica auf unserem YouTube Kanal.

Die Pandemica Serie ist illustriert von Andrew Rae, animiert von Titmouse, mit Musik & Sound von father und kreiert und produziert von hive und ONE.

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25. März 2021

25. März 2021 - 11:46
1. 140 Millionen Euro im Kampf gegen Tuberkulose

Wie das Handelsblatt und die Deutsche Welle berichten, stellt Deutschland zusätzliche 140 Millionen Euro im Kampf gegen Tuberkulose bereit. Die Corona-Krise führe zu großen Rückschritten bei der Ausrottung der Krankheit. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien im Pandemie-Jahr 2020 etwa 1,4 Millionen Tuberkulose-Erkrankte weniger behandelt worden als noch im Vorjahr. Fast zwei Drittel der Behandlungsprogramme seien unterbrochen, was zu 400 000 zusätzlichen Todesfällen weltweit führen könnte, so Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. “Alle 22 Sekunden stirbt ein Mensch an Tuberkulose, 95 Prozent davon in Entwicklungs- und Schwellenländern“, erinnerte Müller am gestrigen Welt-Tuberkulose-Tag. Das müsse verhindert werden, denn die Lungenkrankheit sei mithilfe von Antibiotika heilbar. 

2. Begrenzung der EU-Impfstoff-Exporte nicht für arme Länder

Tagesschau.de und die Deutsche Welle melden, dass der Export der knappen Corona-Impfstoffe aus der Europäischen Union noch schärfer kontrolliert werden soll. Das beschloss die EU-Kommission. Neue Kriterien sollen es erlauben, Impfstoffe zurückzuhalten, wenn Verhältnismäßigkeit und Gegenseitigkeit nicht gewahrt seien. Generelle Exportverbote solle es aber nicht geben. Die Ausfuhren an 92 ökonomisch benachteiligte Länder über die COVAX-Initiative seien davon nicht betroffen. Insgesamt seien aus Fabriken in EU-Staaten bislang 43 Millionen Dosen an 32 Länder geliefert worden.

3. Weg frei für Restitution von Benin-Bronzen

Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk, WDR, Zeit Online und der Tagesspiegel thematisieren die Debatte um die als Raubgut der Kolonialzeit geltenden Benin-Bronzen in deutschen Museen. Außenminister Heiko Maas habe sich für Restitutionen stark gemacht. Die Rückgabe von Kulturgütern gehöre zu einem aufrichtigen Umgang mit der Kolonialgeschichte, so Maaß. Der von Bund und Ländern besetzte Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ebnete nun den Weg für mögliche Rückgaben der umstrittenen Bronzen. Laut Außenminister sei man mit Nigeria im Gespräch. Die aktuelle Debatte dreht sich vor allem um die geplante Präsentation im Berliner Humboldt Forum. Das Ethnologische Museum verfügt über rund 530 historische Objekte aus dem Königreich Benin, darunter etwa 440 Bronzen.

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Pandemica – eine Welt, in der die Pandemie ewig weitergeht

25. März 2021 - 10:51

Willkommen in Pandemica! In dieser Hölle auf Erden wird das Corona-Virus niemals besiegt, sondern kann ungehindert mutieren und sich weltweit weiterverbreiten. Dieser schreckliche Ort kostet doppelt so viele Menschen das Leben, verursacht der Weltwirtschaft zusätzliche Kosten in Höhe von 9,2 Billionen US-Dollar und ist ein Ort, an dem die Pandemie ewig weitergeht. Kommt dir das bekannt vor?

Wir alle sind in Pandemica gefangen. Um herauszukommen, müssen wir jetzt handeln. Es ist ein historischer Erfolg der Wissenschaft. Denn schon innerhalb eines Jahres sind nach den ersten gemeldeten Corona-Fällen mehrere sichere und wirksame Impfstoffe vorhanden. Doch ohne globalen Zugang zu diesen Impfstoffen wird die Pandemie nicht aus der Welt zu schaffen sein.

Was ist Pandemica?

Pandemica ist eine neue Zeichentrickserie von ONE. Wir wollen hiermit zeigen, wie wichtig es ist, dass weltweit alle Länder schnellstmöglich Zugang zu Covid-19-Impfstoffen bekommen. Diese animierte Corona-Hölle auf Erden voller Monster und Kreaturen zeigt die Lebenswirklichkeit der Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen, die noch keinen Zugang zu den Covid-19-Impfstoffen haben.

Hier kannst du dir alle Folgen unserer Pandemica Serie anschauen und erleben, warum Pandemica einer der schlimmsten Orte von allen ist.

Mit Zeichnungen des Illustrators Andrew Rae und den geliehenen Stimmen unserer talentierten Freund*innen wie ONE-Mitbegründer Bono, Penélope Cruz, Michael Mittermeier, Carolin Kebekus, Jeannine Michaelsen, Culcha Candela und vielen mehr. Die Zeichenserie mahnt, dass wir alle uns dafür einsetzen müssen, dass weltweit alle Menschen Zugang zu Impfstoffen erhalten.

Wie ist das Leben in Pandemica?

Pandemica mag vielleicht kein realer Ort sein, aber für Milliarden von Menschen ist er Realität. Nicht mal ein Prozent der weltweit verabreichten Corona-Impfdosen hat Menschen erreicht, die in Ländern leben, die stark von Armut betroffen sind. Gleichzeitig haben sich eine Handvoll reicher Staaten genug gesichert, um eine Milliarde Menschen mehr zu impfen als in ihren Ländern leben.

Dieses Horten von Impfstoffen in Ländern mit hohem Einkommen könnte dazu führen, dass mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung – also 4,68 Milliarden Menschen – erst 2022 oder später Zugang zu einem Corona-Impfstoff bekommen.

Wenn du in einem Land lebst, in dem  Menschen bereits geimpft werden, heißt es aber nicht, dass du sicher bist. Es gibt mehr als 4.000 Varianten des Corona-Virus und einige davon sind ansteckender als andere. Je länger sich das Virus ungehindert ausbreiten kann, desto häufiger kann es mutieren. Das gefährdet das Leben von allen Menschen in Pandemica.

Außerdem fordert Pandemica einen extrem hohen Preis – egal, in welchem Land du lebst. Die ungerechte Verteilung von Impfstoffen kostet die Weltwirtschaft 9,2 Billionen US-Dollar. Und wenn die Länder mit dem niedrigsten Einkommen zunächst von der Impfkampagne ausgeschlossen werden, tragen die Länder mit hohem Einkommen 75 Prozent des weltweiten wirtschaftlichen Schadens.

Wie verhindern wir Pandemica?

Die Pandemie wird erst enden, wenn weltweit alle Menschen, die darauf angewiesen sind, Zugang zu einem Covid-19-Impfstoff haben.

Wenn reiche Länder wie bisher die ersten verfügbaren Impfstoffdosen aufkaufen und horten und somit verhindern, dass diese weltweit gerecht verteilt werden, wird die Pandemie noch viel länger dauern. Denn so kann sich das Virus weiter ungehindert ausbreiten und mutieren und weltweit alle Menschen gefährden. Deshalb brauchen wir einen Plan für eine global gerechte Impfstoffverteilung.

Eine handvoll reicher Länder haben genug Covid-19-Impfdosen gekauft, um ihre gesamte Bevölkerung fast dreimal zu impfen. Fordere mit uns diese Regierungen auf, ihre überschüssigen Dosen dringend mit den Ländern zu teilen, die bisher kaum oder keine Impfdosen erhalten haben. Hier geht’s zur Petition.

 

Die Pandemica Serie ist illustriert von Andrew Rae, animiert von Titmouse, mit Musik & Sound von father und kreiert und produziert von hive und ONE.

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24. März 2021

24. März 2021 - 12:11
1. Terror und Machtvakuum im Niger

Über die jüngsten Anschläge im Niger, bei den mindestens 137 Menschen starben, berichten unter anderem ZDF, Zeit Online, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel und Bild. Der Regierung zufolge griffen Bewaffnete mehrere Dörfer in der Region Tahoua nahe der Grenze zum Nachbarland Mali an. Wer für die aktuellen Anschläge verantwortlich ist, sei noch unklar. Im Niger und anderen Ländern der Sahelregion seien mehrere Terrorgruppen aktiv. Hinzu kommt, dass im Niger derzeit ein staatliches Machtvakuum herrsche, wie Dominic Johnson in der Tageszeitung (taz) kommentiert. Der bisherige Präsidenten Mahamadou Issoufou trat bei den Wahlen im Februar nicht mehr an und sein gewählter Nachfolger Mohamed Bazoum sei noch nicht im Amt. Die Opposition kenne Bazoums Wahlsieg bisher nicht an. Dabei brauche Niger bei über 200 Terroropfern in nur zehn Tagen gerade jetzt eine klare Führung, so der Autor.  

2. WTO: Mit mehr Handel schneller aus der Corona-Krise

Laut Welthandelsorganisation (WTO) kann gesteigerter Handel eine Chance für Länder des Globalen Südens sein, um sich von den ökonomischen Folgen der Pandemie zu erholen, schreiben die Deutsche Welle und das Handelsblatt. Während der Corona-Krise seien die ärmsten Länder besonders hart getroffen gewesen. Bei ihnen sei der Handel im vergangenen Jahr noch stärker eingebrochen als im weltweiten Durchschnitt. Nach Überzeugung der neuen Chefin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, müssen Programme für die Eröffnung von neuen Handelswegen gerade jetzt finanziell gestärkt werden. Kristalina Georgieva, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), unterstreicht, dass Handel Arbeitsplätze schaffe, Familien aus der Armut helfe und den Lebensstandard hebe. “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Reduzierung von Zöllen und den Abbau von regulatorischen Beschränkungen”, fordert der Chef der Weltbank, David Malpass. 

3. Frontex-Chef: Pandemie sorgt für Wiederanstieg der Geflüchtetenzahlen

Der Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, rechnet mit einer steigenden Zahl von Migrant*innen. Das sagte er im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschlands (RND), über das auch die Welt berichtet. Mit den Corona-Auflagen nehmen die Migrant*innenzahlen an den EU-Außengrenzen zwar ab, Frontex erwarte nach der Pandemie aber eine deutliche Zunahme von Geflüchteten – auch weil sich die Fluchtursachen in den vergangenen Monaten verschärft haben. Die Vorwürfe, Frontex sei in illegale Pushbacks von Geflüchteten verwickelt, streitet Fabrice Leggeri im Interview ab. Laut einer gemeinsamen Recherche von ARD und Spiegel sollen Flüchtlingsboote in der Ägäis zurückgedrängt worden sein, anstatt die Insassen zu retten. Das EU-Parlament habe laut Spiegel daraufhin die Bestätigung des Budgets von Frontex verweigert. 

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23. März 2021

23. März 2021 - 11:28
1. Sahelzone: AKK fordert vernetzten Ansatz von Sicherheits- und Entwicklungspolitik

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, plädiert Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für einen „vernetzten Ansatz“ von Militär und Entwicklungszusammenarbeit in der westafrikanischen Sahelzone. In der Region gebe es zwar eine Terrorbekämpfung durch französische Soldat*innen, aber die Streitkräfte Malis müssen mit militärischen Mitteln dazu befähigt werden, selbst für die Sicherheit ihres Landes zu sorgen, so die Ministerin. Das sei nötig, um die Region auf Dauer voranzubringen und zu befrieden. Allerdings betonte sie, dass die Sahelregion auch „im Sinne der Entwicklungszusammenarbeit“ aufgebaut werden müsse. Luxemburgs Verteidigungsminister François Bausch, der Kramp-Karrenbauer gestern zu einem Arbeitsbesuch in Luxemburg empfing, betonte, der eigentliche Hintergrund der Konflikte in der Sahelzone seien Wasserknappheit und der Mangel an fruchtbarem Boden.

2. Welt-Tuberkulose-Tag: Drei Todesfälle pro Minute

Wie Mehrere Medien, darunter das Redaktionsnetzwerk Deutschland, Deutschlandfunk und der Bayerische Rundfunk, melden, wirkt sich die Corona-Krise nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) negativ auf die Bekämpfung der Tuberkulose aus. Im Vergleich zum Vorjahr seien 2020 rund 1,4 Millionen weniger Tuberkulose-Erkrankte behandelt worden, erklärte die WHO anlässlich des morgigen Welt-Tuberkulose-Tags. Tuberkulose sei eine Infektionserkrankung, die in der Regel gut behandelbar sei. Trotzdem sterben pro Minute drei Menschen daran. Damit gehöre sie zu einer der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt.

3. Weltwassertag: UN warnt vor weltweiter Wasserknappheit

Bei der Vorstellung ihres Weltwasserberichts, den die UNESCO gestern anlässlich des Weltwassertages veröffentlichte, fordern die Vereinten Nationen (UN), mehr in die lebenswichtige Ressource zu investieren. Das schreiben unter anderem Tagesschau, MDR, Rheinische Post Online, das Nürnberger Blatt und Heise Online. Wasser werde weltweit knapper und zu oft privatisiert, kommerzialisiert, verschmutzt und verschwendet. Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser und zu Hygieneeinrichtungen. Dabei sei gerade Handhygiene äußert wichtig, um die Ausbreitung von Pandemien wie Covid-19 zu verhindern. Auch Entwicklungsminister Gerd Müller und Umweltministerin Svenja Schulze warnen vor einer globalen Wasserkrise. Am 1. Juli solle es eine internationale Minister*innen-Konferenz geben, um die für 2030 vereinbarten Entwicklungsziele in Bezug auf Wasser noch zu erreichen.

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22. März 2021

22. März 2021 - 13:43
1. Überschattete Wahl in der Republik Kongo

Mehrere Medien, darunter Deutschlandfunk, die Deutsche Welle und die Tageszeitung (taz), berichten von der gestrigen Präsidentschaftswahl in der Republik Kongo. Beobachter*innen rechnen mit einem Sieg des amtierende Präsident Denis Sassou-Nguesso, der bereits seit 36 Jahren an der Macht sei. Der stärkste Oppositionskandidat Guy-Brice Parfait Kolélas sei am Tag der Präsidentenwahl an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben, melden Deutschlandfunk und Spiegel. Kolélas seien keine Chance gegen Nguesso eingeräumt worden:  Der Präsident regiere das Land autokratisch. Die größte Oppositionspartei boykottierte aus Protest gegen fehlende Transparenz die Wahl. In der Hauptstadt Brazzaville sei zum Wahltag am Sonntag das Internet abgeschaltet worden, um die zu erwartenden Proteste zu erschweren.

2. Schutzzonen in Ozeanen sollen Nahrung sichern

30 Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen, könne die Menge an gefangenen Fisch um mehr als acht Millionen Tonnen steigern und somit Nahrung für mehr Menschen sichern. Das schreibt der Tagesspiegel und bezieht sich dabei auf die neue Studie der “National Geographic Society” in den USA. Der Vorschlag, vier Mal so große Schutzzonen wie bisher einzurichten, könne gegen die Klimakrise und das Artensterben helfen. Wissenschaftler*innen sprechen wegen dem dramatischen Rückgang von Tier- und Pflanzenarten seit Jahren von einem sechsten “Massensterben”. Fangnationen reagieren auf den Rückgang der Bestände mit neuen Technologien und immer weiteren Fahrten. Ihre eigenen Küsten sind oft leer gefischt, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit wachsender Weltbevölkerung wachse auch der Bedarf an Protein.

3. Umstrittene Ausstellung der Benin-Bronzen im Berliner Humboldt Forum

Zahlreiche Medien, darunter Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Zeit Online, die Frankfurter Rundschau und das Monopol Magazin, thematisieren die umstrittene Ausstellung der Benin-Bronzen im Berliner Humboldt Forum. Das Ethnologische Museum verfüge über rund 530 historische Objekte aus dem Königreich Benin, darunter etwa 440 Bronzen, die weitgehend als Objekte aus Unrechtskontexten kolonialer Zeiten gelten. Die Kunsthistorikern Bénédicte Savoy spricht sich erneut gegen eine Präsentation der Benin-Bronzen aus. Zur geplanten Eröffnung 2019 sei eine Präsentation gerade noch denkbar gewesen, „aber mit jedem Monat, mit jedem Tag sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Bronzen gezeigt werden können, ohne sich zu blamieren“, sagt Savoy dem Spiegel. Sie und andere Aktivist*innen fordern die Rückgabe der Benin-Bronzen.

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19. März 2021

19. März 2021 - 10:29
1. Tansania bekommt neue Präsidentin

Nach dem Tod von Präsident John Magufuli wird die ehemalige Vizepräsidentin Samia Suluhu laut Verfassung nun das neue Staatsoberhaupt der Republik Tansania, wie die Süddeutsche Zeitung und Der Tagesspiegel berichten. Sie sei damit die erste Frau in ihrem Amt. Ihr Vorgänger sei am Mittwoch nach offiziellen Angaben an einem Herzversagen gestorben. Viele vermuten jedoch eine Corona-Erkrankung als Ursache. Magufuli habe die Gefahr der Pandemie geleugnet und unter seiner Regierung keine Angaben zu Infektionszahlen veröffentlicht. Suluhu gelte nicht nur deswegen als Hoffnungsträgerin. Als Muslimin aus Sansibar könne sie den Konflikt mit der größtenteils von Muslim*innen bewohnten Inselgruppe befrieden. Hier sei es nach Wahlbetrugsvorwürfen gegenüber Magufuli Ende Oktober zu Gewalt und Toten gekommen.

2. Kommt eine Kapitalspritze für arme Länder?

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben sich die sieben führenden Industriestaaten (G7) wohl darauf geeinigt, den Internationalen Währungsfonds (IWF) mit frischem Kapital in Höhe von 650 Milliarden Dollar auszustatten. Diese sollen über sogenannte Sonderziehungsrechte geschaffen werden, einer Art künstliche Währung des IWF. Die Mittel sollen insbesondere ärmeren Ländern zugutekommen, um sich gegen die Folgen der Corona-Krise stemmen zu können. Zuletzt seien die IWF-Mittel 2009 im Zuge der globalen Finanzkrise um 250 Milliarden Dollar erhöht worden. Heute tagen die G7-Finanzminister*innen und beraten unter anderem zum Thema Sonderziehungsrechte.

3. Niger kämpft weiterhin gegen den Terror

Philipp Sandner thematisiert in der Deutschen Welle den verzweifelten Kampf der nigrischen Regierung gegen den Terrorismus und die ethnische Gewalt. Am vergangenen Montag habe es in Niger einen Anschlag gegeben, bei dem 58 Menschen auf ihrem Heimweg vom Markt erschossen worden seien. Das Massaker habe sich in der Grenzregion zu Mali und Burkina Faso ereignet. Auch auf malischer Seite seien am Mittwoch elf Soldaten bei einem Angriff getötet worden. Das Dreiländereck sei im Zuge der internationalen Anti-Terror-Bemühungen im Sahel militärisch aufgerüstet worden. UN-Generalsekretär Antonio Guterres habe die Angriffe am Mittwoch verurteilt. Die Vereinten Nationen würden das Land weiter im Kampf gegen den Terror, für sozialen Zusammenhalt und eine nachhaltige Entwicklung unterstützen.

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Der EU-Haushalt: Eine Kampagne auf Achterbahnfahrt

19. März 2021 - 8:32

ES IST GESCHAFFT! Mit der Schlussabstimmung des Europäischen Parlaments im Dezember 2020 wurde der nächste Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) der EU verabschiedet. Der MFR legt den europäischen Haushalt für die nächsten sieben Jahre von 2021 bis 2027 fest. Das Ganze bedeutete für uns nicht ein, nicht zwei, sondern ZWEI EINHALB JAHRE Kampagnenarbeit – begleitet von unzähligen Diskussionen der EU-Staats- und Regierungsvorsitzenden, Verhandlungsrunden zwischen dem Europäischen Parlament und den Mitgliedsstaaten, zwei Vorschlägen der Europäischen Kommission, Vetos der Mitgliedsstaaten und einer globalen Pandemie, die die Welt, in der wir leben, auf den Kopf gestellt hat…

959 Tage, in denen unsere Aktivist*innen und Unterstützer*innen zu keinem Zeitpunkt die Hoffnung und Entschlossenheit verloren haben, sich für ein Budget der EU einzusetzen, das niemanden zurücklässt.

Wie unsere Unterstützer*innen diese lange Kampagne ins Ziel gebracht haben

Es führt kein Weg daran vorbei: Mit 71,8 Milliarden Euro ist das internationale Entwicklungsbudget im nächsten MFR weniger ambitioniert als das, was wir als ONE gefordert haben. Gerade in Anbetracht der aktuellen COVID-19-Pandemie, die droht jahrzehntelange Fortschritte im Kampf gegen extreme Armut zurück zu werfen, hatten wir uns ein mutiges Budget für die Entwicklungszusammenarbeit der EU erhofft. Denn das bildet die Grundlage, um die eventuell größten Herausforderungen der kommenden Generationen zu meistern: von globaler Ungleichheit über zukünftige Pandemien bis hin zur Klimakrise. Darum konnten wir das Ergebnis der Haushaltsvereinbarung, auf das sich die EU-Regierungen im Juli geeinigt haben, nicht hinnehmen.  Es sah eine tiefgreifende Kürzung der Mittel für die internationale Entwicklungszusammenarbeit in den nächsten sieben Jahren vor.

ONE-Jugendbotschafter*innen bei einer Aktion vor dem Brandenburger Tor.

Kürzungen während einer globalen Pandemie – die Katastrophe ist vorprogrammiert

Doch unsere Aktivist*innen und Unterstützer*innen waren in ihren Bemühungen unermüdlich: Seit Juli verschafften sie sich Gehör bei den wichtigen Entscheidungsträger*innen im EU-Haushaltsprozess, um so die bisherigen Einigungen noch zu ändern. Und was ist passiert? Wie immer hat sich die Mühe am Ende ausgezahlt.

ONE-Jugendbotschafter*innen übergeben Petition an Außenminister Heiko Maas.

In der letzten Verhandlungsrunde zwischen dem Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten Mitte November machten die Mitgliedsstaaten schließlich erhebliche finanzielle Zugeständnisse in Bezug auf Ausgaben innerhalb des MFR. Darunter eine weitere Milliarde Euro für die Entwicklungszusammenarbeit der EU (JA!) und zusätzliche 3,4 Milliarden Euro für das EU4Health-Programm (DOPPEL JA!). Diese Gelder können zur Finanzierung neuer Verpflichtungten der EU verwendet werden, um COVID-19-Impfstoffe und -Behandlungen weltweit verfügbar zu machen.

Das bedeutet mehr Geld, um den Schulunterricht für Kinder zu gewährleisten, jungen Menschen zu helfen, ihre volles Potenzial auszuschöpfen und um sicherzustellen, dass mehr Menschen die Gesundheitsversorgung erhalten, die sie benötigen. Mit anderen Worten: mehr Geld, um einer stärkere, widerstandsfähigere Welt zu schaffen und zukünftige Krisen zu verhindern.

Wie konnten wir das erreichen? An unseren Forderungen war online und offline nicht vorbeizukommen

ONE-Aktivist*innen und Unterstützer*innen versenden tausende Postkarten an Entscheidungsträger*innen für ein starkes und ehrgeiziges Budget in Entwicklungszusammenarbeit im Vorfeld einer wichtigen Abstimmung.

Im Vorfeld einer besonders wichtigen Abstimmung schickten ONE-Unterstützer*innen und -Aktivist*innen unzählige Postkarten an Entscheidungsträger*innen. Sie riefen zur Unterstützung eines ehrgeizigen EU-Budgets für die Entwicklungszusammenarbeit auf.

Insgesamt wurden unsere Unterstützer*innen und Aktivist*innen über 100.000 Mal aktiv, indem sie zahlreiche Emails, Briefe und Tweets and Entscheidungsträger*innen verfassten und unsere Petition mit ihrem Namen unterstützten.

Und unsere Forderungen kamen an! EU-Ratspräsident Charles Michel antwortete persönlich auf einen offenen Brief, den die ONE-Unterstützer*innen an ihn gerichtet hatten. Er dankte ihnen für ihr Engagement zur Beendigung der extremen Armut.

Wir sprachen mit wichtigen Entscheidunsträger*innen

ONE Jugendbotschafter*innen sprechen mit der “CODEV Gruppe” über unsere Forderungen.

Mitarbeiter*innen und Aktivist*innen von ONE führten über 380 Gespräche mit EU-Politiker*innen. Darunter waren Mitglieder des Europäischen Parlaments, EU-Kommissar*innen und Minister*innen der Mitgliedsstaaten.  Darüber hinaus präsentierte eine Gruppe von ONE-Aktivist*innen den Vertreter*innen der 27 EU-Mitgliedstaaten, die sich speziell mit Fragen in der Entwicklungszusammenarbeit beschäftigen (“CODEV-Gruppe”), die Empfehlungen von ONE zum EU-Budget.

Wir waren auf der Straße unterwegs

ONE-Aktivist*innen bringen Plakate im Europäischen Viertel in Brüssel im Vorfeld eines Treffen des Europäischen Rates an.

ONE-Aktivist*innen in Aktion im Berliner Regierungsviertel.

ONE-Aktivst*innen in ganz Europa sammelten Hunderte von Unterschriften für unsere Petition bei Veranstaltungen und Festivals und führten spektakuläre Kampagnen-Stunts durch – auch wenn das bedeutete, um 5 Uhr morgens aufzustehen, um vor wichtigen Treffen der europäischen Staats- und Regierungschef*innen Plakate vor den Regierungsgebäuden zu platzieren!

Wir waren mit unserer Botschaft auch in den Medien vertreten

Medienberichterstattung über einen italienischen Jugenbotschafter in der seiner lokalen Zeitung: Der Titel lautet “Mehr Geld, um Extreme Armut zu beseitigen”

393 Mal! So oft waren wir den Medien vertreten! In lokalen Medien in ganz Europa sprachen wir über die Notwendigkeit eines ehrgeizigen EU-Budgets für Entwicklungszusammenarbeit. Damit machten sie auf die unglaublichen Ergebnisse im EU-Haushaltsprozess aufmerksam.

Und auch wenn es manchmal sehr anstrengende Zeiten waren, kam der Spaß nicht zu kurz!

https://cdn.one.org/de/wp-content/uploads/2021/02/23114442/YA-Group-Boomerang-2.mp4 Was kommt als nächstes?

Nachdem sich auf das Budget für die Entwicklungszusammenarbeit einigen konnten, wird nun darüber verhandelt, wie dieses Geld eingesetzt werden soll.

Wir fordern, die Investitionen in den Ländern zu priorisieren, in denen der Bedarf am größten ist. Wir fordern Investitionen in die Gleichstellung der Geschlechter, im Gesundheitswesen, in der Bildung und in den Kampf gegen gegen extreme Armut. Darüber hinaus verabschiedet die EU jedes Jahr ein Budget, das innerhalb der vom MFR vorgegebenen Ausgabengrenzen bleiben muss. Da bleiben wir dran! Wir werden uns dafür einsetzen, den Kampf gegen extreme Armut ganz ob der Agenda EU zu platzieren. Wir wollen die Entscheidungsträger*innen dazu bewegen, sich mit den am meisten gefährdeten Ländern zu solidarisieren.

Liebe EU-Politiker*innen seid gewarnt: Unsere Aktivist*innen beobachten euch!

Wir haben die vergangenen zweieinhalb Jahre in einem Video zusammengefasst! Schaut es euch an und folgt uns auf Twitter @ONEDeutschland!

Alle Bilder, die eine Ansammlung von Menschen zeigen, wurden 2018/19 aufgenommen – vor Beginn der Pandemie.

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18. März 2021

18. März 2021 - 11:56
1. Tansanias Präsident John Magufuli ist tot

Zahlreiche Medien, darunter Tagesschau.de, Welt, Spiegel und die Deutsche Welle, melden, dass Tansanias Präsident John Magufuli tot ist. Der 61-Jährige sei am Mittwoch in einem Krankenhaus in der Stadt Daressalam an Herzversagen gestorben, wie die Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan mitteilte. Ende Februar sei der Präsident des ostafrikanischen Landes zuletzt in der Öffentlichkeit gesehen worden. Seit Tagen habe es deswegen Gerüchte gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Magufuli habe die Corona-Pandemie lange heruntergespielt und das Land nach dreitägigen Gebeten für Corona-frei erklärt. Seit Mai seien keine Zahlen zu Infektionen und Todesfällen veröffentlicht worden. 

2. Große Chancen für erneuerbare Energien in Afrika

Jens Thurau und Michael Springer thematisieren in der Deutschen Welle und bei Spektrum die Chancen erneuerbarer Energien für Afrika. Darum ging es unter anderem bei dem virtuellen Kongress über die globale Energiewende, an dem 50 Energie- und Umweltminister*innen teilnahmen. Die Regionen mit den stärksten Emissionen – Nordamerika, Europa und China – haben sich vorgenommen, ab Mitte des Jahrtausends klimaneutral zu sein. Umweltaktivist*innen aus Afrika machten auf der Konferenz auf die erhebliche Lücke zwischen diesem Anspruch und der Realität aufmerksam. Der afrikanische Kontinent trage nur wenig zum globalen Treibhauseffekt bei, leide aber besonders darunter. Große Chancen bieten erneuerbare Energien in Afrika, besonders die Geothermie und Solarenergie. 60 Milliarden Dollar seien notwendig, um beide Energiequellen voranzubringen. Auch Forscher*innen empfehlen gezielt eingesetzte Finanzmittel der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und die konsequente Förderung durch die jeweilige Regierung. Dann könnten viele Länder des Erdteils die Phase fossiler Stromversorgung überspringen und gleich auf erneuerbare Energien setzen.

3. Anti-Piraterie-Einsatz “Atalanta” am Horn von Afrika verlängert

Wie die Süddeutsche Zeitung und die Badische Zeitung berichten, will das Bundeskabinett die deutsche Beteiligung an den zwei Marine-Einsätzen der Europäischen Union (EU), “Operation Irini” im Mittelmeer und “Atalanta” am Horn von Afrika, um ein weiteres Jahr verlängern. Für beide Missionen sollen jeweils bis zu 300 Soldat*innen entsandt werden können. Bei der Mission Atalanta vor der Küste Somalias, die bereits seit 2008 laufe, gehe es darum, die Piraterie in diesem Gebiet zu bekämpfen und die Seehandelsrouten zu schützen. Die Linke-Abgeordnete Ulla Jelpke kritisierte die Entscheidung im Neuen Deutschland. Die Piraterie sei vor allem eine Folge der illegalen Ausbeutung der somalischen Gewässer durch ausländische Großfischfangschiffe, die damit einheimischen Fischer*innen die Lebensgrundlage entzogen haben.

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17. März 2021

17. März 2021 - 10:48
1. COVAX nicht von AstraZeneca-Sorgen betroffen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfehlen trotz Berichten über Nebenwirkungen mit dem Impfen des AstraZeneca-Vakzins fortzufahren. Das schreiben die Tagesschau, das ZDF, die Deutsche Welle und die Frankfurter Rundschau. Die Vorteile des Einsatzes würden deutlich die Risiken überwiegen, so die WHO. Neben vielen EU-Ländern haben aber auch die Demokratische Republik Kongo, Indonesien und Thailand den Beginn ihrer Impfkampagne mit AstraZeneca verschoben. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland bleibt die weltweite Verteilung von Impfdosen über COVAX nach Ansicht der WHO unberührt von den wachsenden Sorgen. Die Dosen für die Impfinitiative würden in Indien und Südkorea produziert. Die Debatte über Sicherheit betreffe Dosen, die in Europa hergestellt würden. Das Mittel von AstraZeneca spiele für das COVAX-Programm eine wesentliche Rolle. Bis Ende Mai sollen über die Initiative mehr als 200 Millionen Dosen verschifft werden.

2. Mehr als 50 Tote bei Anschlag im Niger

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Deutsche Welle und NDR Info melden, dass bei einer Anschlagsserie im westafrikanischen Niger 58 Menschen getötet worden sind. Die Angriffe ereigneten sich am Dienstag in der Unruheregion Tillabéri nahe der Grenze zu Mali. Bewaffnete Männer auf Motorrädern überfielen zunächst einen Reisebus. Zudem seien mehrere Dörfer in der Region attackiert worden. Bisher habe sich niemand zu dem Angriff bekannt. Jedoch seien in der Region Tillabéri Ableger der Terrorgruppe Islamischer Staat aktiv. Bereits Anfang Januar waren in der Region bei Angriffen auf zwei Dörfer etwa hundert Menschen getötet worden. 

3. Entscheidung im Grenzstreit zwischen Somalia & Kenia

Wie Deutschlandfunk und Euronews berichten, hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag Somalia erlaubt in einem bestimmten Gebiet an der Grenze zu Kenia weiter zu fischen. Seit elf Jahren streiten sich die Nachbarländer um den Grenzverlauf im indischen Ozean. Das Gebiet soll reich an Fischen sein und möglicherweise erhebliche Rohölreserven aufweisen.

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