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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 12 Stunden 23 Minuten

23. Juli 2021

23. Juli 2021 - 15:07

1. Impfstoff “made in Africa”?

Tagesschau.de thematisiert heute die Situation in Senegal, inbesondere mit Blick auf die Corona-Pandemie. Von den rund 17 Millionen Bürger*innen seien erst knapp 700.000 geimpft. Weit über 15.000 Corona-Toten seien bislang offiziell registriert worden. Die Hoffnungen richten sich nun auf eine eigene Impfstoffproduktion. Mit einer dezentralen Produktion in Afrika verbessere sich laut Amadou Alpha Sall, Leiter des Instituts Pasteur in Dakar, die Verfügbarkeit des Impfstoffes. In Afrika Impfstoff für Afrika herstellen zu können sei ein “Schlüsselinstrument” in der Pandemiebekämpfung. “Wir haben die Erfahrung, wir stellen seit 80 Jahren Impfstoffe her”, so Sall. Afrika produziere auch den Impfstoff gegen Gelbfieber, der den Qualitätsansprüchen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspreche und weltweit vertrieben werden könne. 2022 soll ein Corona-Impfstoff für Afrika ausgeliefert werden können. Deutschland unterstütze das Projekt in Senegal mit 20 Millionen Euro.

 

2. Madagaskar: Attentat auf Präsidenten vereitelt

Spiegel.de, ntv.de und Rheinpfalz.de thematisieren das versuchte Attentat auf Madagaskars Staatspräsidenten Andry Rajoelina sowie weitere Regierungsmitglieder. Eine Gruppe madagassischer und ausländischer Staatsangehöriger habe laut Generalstaatsanwältin Berthine Razafiarivony geplant, verschiedene madagassische Persönlichkeiten zu “eliminieren”. Die Verdächtigen seien im Rahmen einer Ermittlung wegen der Gefährdung der Staatssicherheit festgenommen worden. Unter den Festgenommenen seien auch zwei Franzosen. Der 47 Jahre alte Rajoelina sei seit 2019 Präsident von Madagaskar. Zuvor habe es einen jahrelangen Machtkampf gegeben. Bereits während der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag Madagaskars am 26. Juni habe die Polizei verkündet, ein Attentat auf Sicherheits-Staatssekretär Richard Ravalomanana vereitelt zu haben. Der General gelte als rechte Hand des Präsidenten.

 

3. DR Kongo vernichtet massenhaft Corona-Vakzine

Judith Raupp berichtet in der Deutsche Welle über die Corona-Situation in der Demokratischen Republik Kongo. Seit einigen Wochen gebe es vor allem in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu immer mehr Corona-Tote. Grund dafür sei der Ausbruch des Nyiragongo-Vulkans im Mai gewesen. In der Folge haben viele Menschen flüchten mussten und Hygieneregeln nicht mehr beachtet. Kongo habe bis Mitte Juli mehr als 46.000 Corona-Fälle verzeichnet. Den Krankenhäusern gehen Sauerstoff, Masken, Handschuhe und Schutzumhänge aus. Es werde nur wenig getestet. Das Land habe Anfang März im Rahmen der internationalen Impfstoff-Initiative COVAX 1,7 Millionen AstraZeneca-Impfdosen für seine 90 Millionen Einwohner erhalten. Doch der Impfstoff sei vielerorts aufgrund von schlechter Infrastruktur und Zweifeln am Produkt nicht verbraucht worden. Nun müssen die kongolesischen Behörden große Mengen vernichten, da das Haltbarkeitsdatum überschritten worden sei. Kongo sei in einer kritischen Situation, so Stéphane Hans Bateyi, Chefarzt und Verantwortlicher für alle Impfkampagnen der Provinzregierung. Aufgrund der Skepsis seien bisher nur wenige Leute geimpft. Jetzt, da durch die Delta-Variante die Todeszahlen steigen, habe das Land keinen Impfstoff mehr. Es seien inzwischen nochmals fünf Millionen Impfdosen bei der COVAX-Initiative angefragt worden, die Ende des Monats eintreffen sollen.

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22. Juli 2021

22. Juli 2021 - 12:16

1. BioNTech-Impfstoff wird bald in Afrika abgefüllt

Die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt und die Deutsche Welle berichten, dass das südafrikanische Unternehmen Biovac bald den Corona-Impfstoff der Hersteller BioNTech und Pfizer in Kapstadt abfüllen und verpacken wird. Der Technologietransfer beginne sofort. Die ersten Dosen sollen Anfang 2022 ausgeliefert werden. Die Jahreskapazität belaufe sich auf mehr als 100 Millionen Dosen und sei ausschließlich für die 55 Staaten der Afrikanischen Union bestimmt. Die Preise für eine Impfdosis sollen laut Pfizer-Chef Albert Bourla an die Wirtschaftskraft der jeweiligen Länder gekoppelt werden. BioNTech und Pfizer seien nicht die ersten Unternehmen, die einen Corona-Impfstoff in Südafrika herstellen lassen. Schon im November habe der US-Konzern Johnson & Johnson einen Vertrag mit Aspen Pharmacare geschlossen, allerdings habe es Rückschläge in der Zusammenarbeit gegeben. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hatte in der vergangenen Woche bei einem Besuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf die Unterstützung der Bundesregierung beim Aufbau von Impfstofffabriken in Afrika zugesichert.

 

2. Tansania: Schlag gegen Opposition

Die Deutsche Welle und Merkur.de berichten über die Festnahme von Freeman Mbowe und zehn weiteren hochrangigen Mitgliedern der Oppositionspartei Chadema in Tansania. Sie seien in der Nacht zum Mittwoch in der Stadt Mwanza von Polizist*innen festgenommen worden. Während die anderen Parteimitglieder auf eine Wache gebracht worden seien, sei der Aufenthaltsort des Parteichefs Mbowe unklar. Die Partei verurteile die Festnahme scharf. Die Polizeiaktion sei kurz vor einer geplanten Kundgebung erfolgt, in der die Opposition eine Verfassungsreform fordern wollte. Die Behörden hatten die Veranstaltung allerdings aufgrund von Corona-Beschränkungen verboten. Die Chadema sei die größte Oppositionspartei Tansanias. In Tansania regiere seit vier Monaten die Präsidentin Samia Suluhu Hassan. Sie hatte das höchste Staatsamt nach dem Tod ihres Vorgängers John Magufuli im März übernommen. Hassan habe nach ihrer Amtseinführung betont, Demokratie und Grundfreiheiten in Tansania schützen zu wollen. 

 

3. Nigeria: 100 Frauen und Kinder befreit

Evangelisch.de thematisiert heute die Befreiung von 100 Geiseln in Nigeria. Die Frauen und Kinder seien Anfang Juni im Norden Nigerias von einer bewaffneten Bande verschleppt worden. Nach Verhandlungen mit den Entführer*innen seien die Geiseln ohne die Zahlung von Lösegeld bedingungslos freigelassen worden. Zwanzig der 100 freigelassenen Menschen werden im Krankenhaus behandelt. Wer für die Entführung verantwortlich war, sei unklar. In der Region operieren neben zahlreichen lokalen Milizen auch islamistische Gruppen wie Boko Haram. In den vergangenen Monaten habe es im Norden Nigerias vermehrt Entführungen gegeben, bei denen insgesamt mehrere Hundert Menschen verschwanden, darunter auch immer wieder Schulkinder. Bewaffnete Banden fordern von Angehörigen oder vom Staat hohe Beträge an Lösegeld, mit denen sie ihre Aktivitäten finanzieren. Die Regierung habe in der Vergangenheit jedoch immer wieder betont, kein Lösegeld zu zahlen.

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21. Juli 2021

21. Juli 2021 - 10:48

1. Anschlag auf Präsident in Mali

Die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz) und die Deutsche Welle berichten über einen vereitelten Anschlag auf Malis Übergangspräsident Assimi Goïta. Gestern habe ein Attentäter in der Hauptstadt Bamako versucht, Oberst Goïta von hinten mit einem Messer zu attackieren. Der Angreifer, sei von Sicherheitskräften überwältigt worden und habe eine andere Person verletzt. Der Präsident sei unverletzt geblieben. Über die Identität oder das Motiv des Angreifers sei noch nichts bekannt. Die politische Situation in Mali sei seit 2012 instabil. Die meist dschihadistisch motivierte Gewalt habe in den vergangenen Jahren auch die benachbarten Länder in der Sahel-Zone erreicht. Oberst Goïta hatte sich im Mai an die Macht geputscht, was international scharf verurteilt worden sei.

 

2. Corona-Pandemie trifft Kinder besonders hart

Sascha Karberg thematisiert im Tagesspiegel die zunehmende Unterernährung von Kindern, die durch die Pandemie verursacht wurde. Laut einer Modellierungsstudie einer Forschungsgruppe um die Ernährungswissenschaftlerin Saskia Osendarp von der niederländischen Universität Wageningen droht drei Milliarden Menschen infolge der Corona-Pandemie, sich keine ausreichende und gesunde Ernährung leisten zu können. Der moderaten Schätzung zufolge werde es 2022 etwa 9,3 Millionen Kinder mehr als vor Pandemiebeginn geben, die ein zu geringes Gewicht für ihre Größe haben. 2,6 Millionen Kinder werden zu leicht für ihr Alter sein. Um diesen Effekten entgegenzuwirken, seien laut der Forscher*innen bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen jährlichen Investitionen in Ernährungsprogramme nötig. Der Tagesspiegel und die Stuttgarter Nachrichten berichten ferner über eine weitere Folge der Pandemie für Kinder: Laut einer Studie der Forschungsgruppe um Seth Flaxman vom Imperial College in London verloren rund 1,1 Millionen Kinder weltweit mindestens ein Elternteil oder ein für sie sorgendes Großelternteil durch Corona. Dies sei eine bedeutende und bisher wenig beachtete Konsequenz der Pandemie. Laut des National Institute of Health (NIH) müsse eine psychosoziale und wirtschaftliche Unterstützung für diese Kinder eine zentrale Rolle bei der Reaktion auf die Pandemie spielen.

 

3. Südafrika nach den Unruhen

Die Welt, der Tagesspiegel und die Tageszeitung (taz) thematisieren die derzeitige Situation in Südafrika, das in den vergangenen Wochen von schweren Unruhen geprägt war. Langsam kehre die Normalität zurück, die Lebensmittelindustrie beliefere wieder den Handel und geschlossene Autobahnen seien wieder frei. Eine Nahrungsmittelknappheit sei nicht mehr zu befürchten. Sorge bereite unter anderem, dass bei den Unruhen auch über 30 Schulen zerstört wurden. Südafrikas Kinder seien ohnehin besonders stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, warnt die Entwicklungsorganisation Save the Children. 1.718 Schulen seien geschlossen, 750.000 Kinder können keinen Schulunterricht mehr wahrnehmen. Der Vandalismus verschärfe diese Situation noch weiter. Die Massenzerstörungen in Südafrika offenbaren nicht nur die aktuelle Spaltung des regierenden „African National Congress“ (ANC), sondern jahrzehntelanges Versagen der Partei auf allen Ebenen, so Christian Putsch, Afrika-Korrespondent der Welt.

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Wie eine Frau in Südafrika sich den Geschlechterrollen der Landwirtschaft widersetzt

20. Juli 2021 - 16:09

Unsere Gastautorin Megan Gieske ist eine Schriftstellerin und Fotografin, die in Kapstadt, Südafrika lebt.

Eine Autostunde von Johannesburg entfernt, werden der Beton und die Wolkenkratzer der Großstadt von einer bernsteinfarbenen Hügellandschaft abgelöst. Hier liegt Tarlton. In dieser kleinen Provinzstadt hat sich Vutlhari Chauke, die Frau hinter dem landwirtschaftlichen Betrieb VT Harvest, dem Kampf gegen traditionelle Geschlechterrollen und Disempowerment verschrieben – und sie nimmt andere Frauen mit auf ihre Reise.

Entlang einer langen staubigen Straße zeichnen sich zehn Gewächshäuser vor dem Licht der schräg stehenden Nachmittagssonne ab. Frauen beugen sich über Rucola, Minze, Koriander, Petersilie und Beete mit Paprika und Knoblauch. Sie jäten Unkraut, bereiten die kommende Ernte vor und pflanzen neue Setzlinge.
Für Vutlhari bietet die Landwirtschaft Frauen die Möglichkeit, unabhängig zu werden, ihre Familien zu versorgen und einen Beitrag zu ihren Gemeinden zu leisten. Genau das treibt Vutlhari in ihrer Arbeit an.

„Hilfst du einer Frau, hilfst du ihrer Familie“

Vutlharis Motto lautet: „Hilfst du einer Frau, hilfst du ihrer Familie“. Deshalb beschäftigt sie ausschließlich Frauen. Vier Frauen arbeiten regelmäßig für sie; fünf weitere kommen während der Pflanzsaison dazu. „Weil ich eine Frau bin, möchte ich viel mehr Frauen einstellen, weil ich weiß, dass sie von dem wenigen Geld, das sie bekommen, Maismehl, Milch und Schuhe [für ihre Familien] kaufen werden“, sagt Vutlhari. „Das hat einen positiven Einfluss auf Generationen“.
Wenn eine Frau in der Lage ist, sich selbst und ihre Familie zu versorgen, verändert sich alles. Studien zeigen, dass Frauen bis zu 90 Prozent ihres Einkommens in ihre Familien und Gemeinden reinvestieren, Männer dagegen nur 35 Prozent. Mütter sorgen für eine bessere Ernährung und Gesundheitsversorgung und geben mehr Geld für ihre Kinder aus. Dadurch ergeben sich langfristig soziale und wirtschaftliche Vorteile. Laut einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, gäbe es weltweit 150 Millionen weniger hungernde Menschen, wenn Frauen denselben Zugang zu landwirtschaftlichen Ressourcen hätten wie Männer.

Vutlhari weiß um diese Auswirkungen der Landwirtschaft auf Frauen und Familien. Davon ist sie inspiriert. Deshalb ist ihr Agrarbetrieb VT Harvest speziell auf die Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet. An manchen Tagen bringt Vutlhari sogar ihren zweijährigen Sohn mit zur Arbeit. Vor der Hütte, in dem das Büro untergebracht ist, liegen noch Bälle und Spielzeug von seinem Besuch am Vortag. Manchmal bindet Vutlhari ihren Sohn mit einem Handtuch auf ihren Rücken, während sie die anderen Frauen – ebenfalls Mütter – bei der Arbeit beaufsichtigt. „Die meisten der Frauen sind alleinerziehend. Wenn ich ihnen die Möglichkeit gebe, gut für ihre Kinder zu sorgen, hat das enorme Auswirkungen auf die nächste Generation dieser Familien“, sagt Vutlhari.

Die Landwirtschaft ist noch immer hauptsächlich eine Männerdomäne. Das habe Vutlhari ermutigt, anderen Frauen – vor allem Schwarzen – die Chance zu geben, in diesem Sektor beruflich Fuß zu fassen. Auch wenn 60 bis 80 Prozent der Kleinbauer*innenn in den Ländern südlich der Sahara Frauen sind, machen sie nur 15 bis 20 Prozent der Grundbesitzer*innen aus. Zudem befinden sich 70 Prozent der Agrarflächen in Südafrika laut einer Erhebung aus dem Jahr 2017 im Eigentum der weißen Bevölkerung des Landes, obwohl 90 Prozent der südafrikanischen Bevölkerung People of Color sind. „Wir haben die Chance, die nächste Generation von Landwirtinnen heranzuziehen“, sagt Vutlhari.

Geschlechterrollen in der Landwirtschaft hinterfragen

In den Folientunneln hängen, geschützt vor der heißen südafrikanischen Sonne, Trauben von Tomaten an dicken Pflanzen, die bis zur Decke ranken. In Gummistiefeln und Gartenhandschuhen kämpft Vutlhari gegen typische Geschlechterrollen in der Landwirtschaft, indem sie mit ihren Betrieb generationsübergreifenden Wohlstand schafft – für sich und ihren Sohn, aber auch für die Frauen, die für sie arbeiten. Ihre Botschaft an andere Frauen lautet: „Ihr könnt das auch“.

„Wer als Frau in der Landwirtschaft Fuß fassen möchte, kann das schaffen“, sagt Vutlhari. Sie wuchs als einziges Mädchen von fünf Geschwistern in der ländlich geprägten Provinz Limpopo in Südafrika auf. „Schon als kleines Mädchen wusste ich, dass ich eines Tages Unternehmerin werden wollte“, sagt sie. „Ich hatte große Träume“. Spätestens mit 30 wollte sie selbständig sein. Als ihr 30. Geburtstag näherkam, bereitete sie sich darauf vor, ihren Beruf als Produktentwicklungsmanagerin in einem Unternehmen in Sandton an den Nagel zu hängen. Als sie in verschiedenen Branchen speziell nach Möglichkeiten für Schwarze Frauen suchte, bot sich in erster Linie die Landwirtschaft an.

 

 

„Der erste Betrieb, [den ich besuchte,] wurde von einer Frau geführt“, erzählt Vutlhari. Das habe ihr die Zuversicht gegeben, dass auch sie es schaffen könne, in der Landwirtschaft erfolgreich zu sein. „Wenn diese Frau es geschafft hatte, was sollte mich daran hindern?“, sagt Vutlhari.

Drei Monate lang besichtigte sie jede Woche landwirtschaftliche Betriebe außerhalb von Johannesburg, bis ein Landwirt bereit war, ihr ein Stück Land für ihre ersten fünf Folientunnel zu verpachten. „Solange hat es gedauert“, sagt sie. „Ich musste mich erst beweisen, bevor die Leute mich ernst nahmen“.

Heute, vier Jahre später, beliefert sie Restaurants und große Ketten wie McDonald‘s mit Tomaten – auch dank einem Global Gap Certificate für nachhaltige Landwirtschaft. Außerdem beliefert sie Straßenhändler*innen direkt mit den gewünschten Erzeugnissen. „Wenn ich diesen Menschen die Produkte liefern kann, die sie benötigen, um ihre Familien zu versorgen, ergibt sich eine Art positiver Dominoeffekt“, sagt Vutlhari. „Die indirekten Beschäftigungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft sind enorm.“

„Weil es nur wenige Frauen in der Landwirtschaft gibt, sind Unternehmen eher bereit, Betriebe zu unterstützen, die ihre Ressourcen nutzen, um zu einer besseren Gesellschaft beizutragen. So öffnen sie beispielsweise Märkte für dich, die eigentlich bestimmten Kund*innen vorbehalten sind.“

Viele Leute seien überrascht und eher bereit zu helfen, wenn sie im Agrarsektor einer Frau begegnen. Als Frau hebe man sich vom Wettbewerb ab und dadurch entstehe die Chance für andere Frauen, ebenfalls einen Fuß in die Tür zu bekommen.

„Irgendwann erkannte ich, dass es besser ist, einen eigenen Tisch zu decken, anstatt darauf zu warten, an einem fremden Tisch Platz nehmen zu dürfen. Ich bin eine gebildete Schwarze Frau“, sagt Vutlhari, die einen Master of Business Administration absolviert hat. „Das war der Punkt, an dem es für mich begann.“ „Wenn ich meinen eigenen Tisch decke, kann ich selbst entscheiden, wer daran Platz nehmen darf, und in meinem Fall ist das wahrscheinlich eine andere Frau“.

Was würde Vutlhari anderen jungen Frauen und Mädchen raten, die den Sprung in eine “Männerdomäne” wagen wollen?

„Scheut euch nicht davor, klein anzufangen. Auch ich habe klein angefangen. Alles begann mit ein paar Topfpflanzen bei mir zu Hause. Dadurch habe ich erkannt, dass ich einen grünen Daumen habe.“ In ihrer Muttersprache Xitsonga bedeutet Vutlhari „Weisheit“ und genau die gibt sie an Frauen weiter, die ebenfalls in der Landwirtschaft Fuß fassen möchten. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, sagt sie. „Klein zu träumen war noch nie meine Stärke. Wer seine Ziele erreichen will, muss groß träumen und klein anfangen – egal, wo man steht.“

 

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20. Juli 2021

20. Juli 2021 - 11:00

1. Corona: Lage in Afrika weiterhin bedrohlich 

Pamela Dörhöfer berichtet in der Frankfurter Rundschau über die immer weiter ansteigenden Corona-Infektionen in Afrika. Die Zahl der Corona-Toten sei dort laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb einer Woche um mehr als 40 Prozent von 4.384 auf 6.273 pro Woche (Stand 11. Juli) gestiegen. Immer mehr Menschen kämen zudem wegen schwerer Covid-Verläufe ins Krankenhaus. In einigen Ländern werden Sauerstoff und Intensivbetten knapp. Von der dritten Welle besonders stark betroffen seien Namibia, Südafrika, Tunesien, Uganda und Sambia. Als Gründe für diese dramatische Entwicklung führt die WHO ineffektive Maßnahmen sowie eine allgemeine „Müdigkeit“ in der Bevölkerung an, sich an Schutzmaßnahmen zu halten. Ein weiterer Grund für den starken Anstieg der Infektionen sei die wachsende Verbreitung von Virusvarianten, insbesondere der Delta-Variante. In Afrika seien noch immer weniger als zwei Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Sowohl das Redaktionsnetzwerk Deutschland als auch Zeit Online berichten über die Lieferung einer halben Million Impfstoffdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson nach Äthiopien. Insgesamt solle das Land innerhalb der nächsten zwei Wochen 1,2 Millionen Dosen von den USA erhalten.

 

2. Äthiopien: Umstrittener Nil-Staudamm aufgestaut

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, Deutschlandfunk und die Tageszeitung (Taz) berichten darüber, dass die zweite Auffüllstufe des neu errichteten Staudamms in Äthiopien erreicht wurde. Die nächste Etappe sei der Beginn der Stromerzeugung im Wasserkraftwerk. Die 1,8 Kilometer lange und 145 Meter hohe Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre (GERD) soll mit 5000 Megawatt Jahresleistung eines der größten Wasserkraftwerke Afrikas werden und sei derzeit das wichtigste Infrastrukturprojekt Äthiopiens. Äthiopien habe eine rund 650 Kilometer lange Stromnetzleitung fertiggestellt, um den erzeugten Strom zu transportieren. Das Land plane, während der Regenzeit bis zu 18,4 Milliarden Kubikmeter Wasser zu speichern. Mit den Nil-Anrainerstaaten Ägypten und Sudan gebe es seit Jahren Streit um das Projekt. Sie fürchten um ihre eigene Wasserversorgung. Auf ein Abkommen, wie der Staudamm betrieben werden soll, haben sich die drei Länder bisher nicht einigen können.

 

3. Weltbank wirbt für “Global Skill”-Partnerschaften

Frank Specht thematisiert im Handelsblatt eine aktuelle neue Studie der Weltbank und des Center for Global Development (CGD) zum Fachkräfte-Pakt namens “Global-Skill”-Abkommen. Reiche Länder investieren dabei in die Ausbildung junger Fachkräfte in Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese können wiederum dazu beitragen, um dem Fachkräftemangel zum Beispiel in Deutschland entgegenzuwirken – eine “Win-win-Situation”. In ihrer Studie sei unter anderem eine Partnerschaft zwischen Deutschland und Nigeria im Bausektor durchgespielt worden. Weitere Länder, die für eine Kooperation infrage kommen, seien Jordanien, Indonesien, Indien, Vietnam, Mexiko und Kolumbien. “Global Skill”-Partnerschaften können einen Ausweg aus der rückläufigen Nettozuwanderung der EU-Staaten darstellen. Zudem werde durch sie in den Aufbau eines globalen Talentpools investiert. Allerdings gebe es auch Bedenken: Kosten, Risiko und Zeit des Ansatzes können auf Arbeitgeber*innen entmutigend wirken. Außerdem sei die Zuständigkeit für Entwicklungspartnerschaften oft zwischen verschiedenen Ministerien verteilt. Verhandlungen gestalten sich oft schwierig und langwierig.  Zudem müsse verhindert werden, dass die Abwanderung die Fachkräftebasis im eigenen Land abbaue.

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19. Juli 2021

19. Juli 2021 - 12:05

1. Der Kampf gegen vermeidbare Krankheiten in Zeiten von Corona

In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeine Zeitung thematisieren UNAIDS-Chefin Winnie Byanyima und der Virologe Hendrik Streeck die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bekämpfung von HIV/Aids. Bisher habe das HI-Virus ca. 36 Millionen Menschen das Leben gekostet. Trotz guter Erforschung des Virus gestalte sich die Suche nach einem Impfstoff noch immer schwierig. Im Jahr 2020 haben 37,7 Millionen Menschen mit HIV leben müssen. 10,2 Millionen von ihnen haben keine lebensrettende Behandlung bekommen. Die Corona-Pandemie habe sich negativ auf die HIV-Pandemie ausgewirkt, gleichzeitig aber auch gezeigt, was mit politischem Willen im Kampf gegen HIV möglich ist. Die HIV-Forschung müsse durch Investitionen in den Bereichen Behandlung, Prävention, Pflege und vor allem Impfstoffe als globale öffentliche Güter beschleunigt werden, fordern die beiden Autor*innen. Kaja Klapsa berichtet in der Welt über die Auswirkungen der Pandemie auf weltweite Impfkampagnen. Im vergangenen Jahr haben 23 Millionen Kinder weltweit routinemäßige Impfungen verpasst. Durch den Wegfall des Impfschutzes für vermeidbare Krankheiten wie Keuchhusten, Masern oder Tetanus drohe ein Anstieg der Infektionszahlen und damit auch der Todesfälle. Die Entwicklungsorganisation ONE plädiert angesichts der Zahlen für eine „grundlegende Reform“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese benötige mehr finanzielle Mittel und “Handlungsspielraum”, damit sie ihrem Auftrag gerecht werde, so Karoline Lerche, Interims-Direktorin von ONE Deutschland. Teil der Reformen müsse eine Erhöhung der Pflichtbeiträge der WHO-Mitgliedsstaaten sein, die seit 1990 nicht verändert wurden.

 

2. Südafrika: Unruhen am Mandela-Gedenktag

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Stern.de, die Neue Zürcher Zeitung und rtl.de thematisieren den gestrigen Mandela-Gedächtnis-Tag, der in Südafrika von Gewalt überschattet wurde. Der Tag erinnere an den Geburtstag Nelson Mandelas, dem ersten schwarzen Präsidenten der Kap-Republik, sowie an sein Versöhnungswerk nach Abschaffung der rassistischen Apartheid in Südafrika. Dieses Jahr sei das Motto des Gedenktages ”Gesetz, Rechtsstaatlichkeit und Essen für alle”. Er solle zudem an die Verabschiedung der Landesverfassung vor 25 Jahren erinnern, die als eine der fortschrittlichsten der Welt gelte. Trotzdem herrschen in dem Land noch immer eine extreme Ungleichheit und weit verbreitete Armut. Dies sei wie “eine tickende Zeitbombe”, so Sello Hatang von der Mandela-Stiftung. Diejenigen, die die Werte Mandelas missachten und mit Füßen treten, müssen zur Verantwortung gezogen werden. Nach einer Woche der Gewalt mit mehr als 200 Toten in Teilen Südafrikas habe sich die Sicherheitslage nach der Mobilisierung von 25.000 Soldaten stabilisiert. Zahlreiche Freiwillige haben in den betroffenen Provinzen mit Aufräumarbeiten begonnen.

 

3. Mali: Guterres fordert mehr Truppen für UN-Mission

Die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online und der Deutschlandfunk berichten über einen internen Brief des UN-Generalsekretärs António Guterres an den UN-Sicherheitsrat. Nach einem Anschlag mit zwölf verletzten Bundeswehrsoldat*innen in Mali wolle er die Minusma-Mission in dem westafrikanischen Land ausweiten und bitte um eine deutliche Aufstockung der Truppen. Konkret fordere er weitere 2069 Uniformierte – darunter 1730 Militärkräfte und mehr als 300 Angehörige von Polizeieinheiten. Laut Guterres werden die Herausforderungen vor Ort immer komplexer und die terroristische Bedrohung nehme zu. Lücken gebe es vor allem bei der Unterstützung aus der Luft und im medizinischen Bereich. Ein Selbstmordattentäter, vermutlich ein Anhänger der islamistischen Terrorgruppe JNIM, hatte vor gut drei Wochen nordöstlich der Stadt Gao eine Patrouille mit einer Autobombe angegriffen.

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Wer ist dein*e Lieblingsaktivist*in?

16. Juli 2021 - 18:51

Aktivismus ist das Herzstück der Arbeit von ONE. Wir arbeiten jeden Tag mit unseren ONE-Aktivist*innen zusammen, um die Welt zum Besseren zu verändern. In unserer Arbeit lassen wir uns aber gern inspirieren von großen Aktivist*innen aus der ganzen Welt.

Dazu wollen wir von dir hören, wer für dich aktuell der * die inspierenste Aktivist*in ist.

Bevor du deine Stimme abgibst, kannst du hier noch mehr über alle erfahren:

Malala Yousafzai – pakistanische Aktivistin und Friedensnobelpreisträgerin, die sich für die Bildung von jungen Frauen und Mädchen einsetzt

Malala Yousafzai wurde am 12. Juli 1997 in Mingora, Pakistan, geboren. Malalas Vater, ein Lehrer, der eine Mädchenschule leitete, war sehr daran interessiert, seiner Tochter alle möglichen Chancen zu geben. So besuchte sie die Schule, bis die Taliban die Kontrolle über ihre Stadt übernahmen und Mädchen den Schulbesuch untersagten.

Malala beschloss, sich öffentlich gegen dieses Verbot auszusprechen und das machte sie zur Zielscheibe der Taliban. Im Oktober 2012 überlebte sie im Alter von 15 Jahren ein Attentat. Auf dem Heimweg von der Schule wurde ihr in die linke Seite ihres Kopfes geschossen.

Nach monatelangen Behandlungen und Krankenhausaufenthalten in Großbritannien, wo sie behandelt wurde, gründete Malala den Malala Fund. Die Wohltätigkeitsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem Mädchen die Möglichkeit zu geben, eine selbstbestimmte Zukunft zu erreichen. 2014 erhielten Malala und Kailash Satyarthi gemeinsam den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für die Rechte von Kindern.

Nelson Mandela – südafrikanischer Anti-Apartheid-Revolutionär, politischer Aktivist, Präsident und Philanthrop

Nelson Rolihlahla Mandela wurde am 18. Juli 1918 in Mvezo, Südafrika, geboren. Während seines Lebens und seiner Gefangenschaft wurde Mandela zu einem Symbol des Widerstands und der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika. Später im Leben, am 10. Mai 1994, wurde Mandela als erster Schwarzer Präsident des Landes vereidigt. Während seiner Präsidentschaft setzte sich Mandela für die Versöhnung des Landes und den Schutz der südafrikanischen Wirtschaft ein. Gleichzeitig schrieb er eine neue Verfassung, die eine starke Zentralregierung auf der Grundlage eines Mehrheitsprinzips etablierte und sowohl die Rechte von Minderheiten als auch die Meinungsfreiheit garantierte.

Nachdem er sich 1999 aus dem politischen Leben zurückgezogen hatte, engagierte sich Mandela weiterhin, um Geld für den Bau von Schulen in Südafrika zu sammeln und engagierte sich im Kampf gegen AIDS, nachdem sein Sohn an der Krankheit verstorben war. Mandela starb am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Johannesburg, Südafrika, aber sein Vermächtnis lebt durch seine lebenslange aktivistische Arbeit weiter.

Greta Thunberg – schwedische Umweltaktivistin und Gründerin der Fridays For Future Bewegung

Greta Thunberg war 15, als sie einen Aufsatzwettbewerb über den Klimawandel in ihrer Lokalzeitung gewann. Kurz darauf protestierte sie, um Druck auf das schwedische Parlament auszuüben, damit es das im Pariser Abkommen festgelegte Ziel für Kohlenstoffemissionen einhält. Von diesem Moment an verzichtete sie regelmäßig freitags auf ihren Schulunterricht, um zu protestieren und ermutigte Schüler auf der ganzen Welt, das Gleiche zu tun.

Im August 2019 nahm sie sich offiziell ein Jahr Auszeit von der Schule, um sich auf ihren Aktivismus zu konzentrieren. Sie nahm an Konferenzen teil, schloss sich Protesten auf der ganzen Welt an und traf wichtige Führungspersönlichkeiten, um das Bewusstsein für den Klimawandel und seine Auswirkungen auf Länder des Globalen Südens zu schärfen. Im Jahr 2019 hielt sie während der UN-Klimakonferenz ihre berühmte Rede zum Klimawandel. Jetzt, während der Covid-19-Pandemie, führt sie ihren Aktivismus online fort.

Martin Luther King Jr. – Baptistenpfarrer, Bürgerrechtler und bekanntester Vertreter des US-amerikanischen Civil Rights Movements

Martin Luther King, Jr. wurde im Januar 1929 in Atlanta, Georgia, geboren und engagierte sich zeitlebens in der Bürgerrechtsbewegung. Insbesondere führte er im Dezember 1955 die erste gewaltfreie Demonstration in den Vereinigten Staaten gegen die Rassentrennung an: ein Busboykott, der 382 Tage lang andauerte. Zwischen 1957 und 1968 reiste King durch die USA, um gegen Ungerechtigkeit zu protestieren und Maßnahmen zu fordern. 1963 leitete er den historischen Marsch in Washington, D.C. an, wo er seine berühmte “I Have a Dream”-Rede hielt. Am 4. April 1968 wurde King jedoch auf dem Balkon seines Motelzimmers in Memphis, Tennessee, ermordet. Doch sein Vermächtnis lebt durch die Arbeit vieler Aktivist*innen weiter.

Der 14. Dalai Lama – das höchste spirituelle Oberhaupt Tibets und Fürsprecher für mehr globale Gleichberechtigung

Der 14. Dalai Lama, der als Reinkarnation des 13. Dalai Lama anerkannt ist, ist das geistige Oberhaupt Tibets und hat sich für den Friedens- und Demokratisierungsprozess in Tibet eingesetzt. Durch seinen Aktivismus und während seiner gesamten Karriere hat er einen Fünf-Punkte-Friedensplan vorgeschlagen, um Frieden nach Tibet zu bringen, und hat mehrfach vor der UNO und dem Europäischen Parlament gesprochen. Er wurde 1989 mit dem Friedensnobelpreis für seinen gewaltfreien Einsatz zur Befreiung Tibets ausgezeichnet und ist bekannt für seine Sorge um die Klimakrise. Im Jahr 2011 beendete er die 368 Jahre alte Tradition Tibets, in der der Dalai Lama als zeitliches und spirituelles Oberhaupt Tibets fungierte, nachdem er ein Dokument unterzeichnet hatte, das seine Autorität formell an einen demokratisch gewählten Führer übertrug.

Luisa Neubauer ist eine deutsche Klimaaktivistin und ehemalige ONE-Jugendbotschafterin

Luisa gehört zu den deutschen Hauptorganisatorinnen von Fridays for Future. Luisa tritt für einen Kohleausstieg bis 2030 in Deutschland und eine Klimapolitik ein, die mit dem Übereinkommen von Paris vereinbar sind. Ferner äußert sie Wachstumskritik und engagiert sich in verschiedenen Organisationen, bei denen sie sich unter anderem für Generationengerechtigkeit und gegen weltweite Armut einsetzt.

Joshua Wong – Hongkonger politischer Aktivist und Politiker, der für demokratische Reformen in Hongkong kämpft

Bis Juni 2020 war er Generalsekretär der Hongkonger Partei Demosistō („Steh für das Volk“), bis diese sich nach der Umsetzung des nationalen Sicherheitsgesetzes in Hongkong am 30. Juni 2020 auflöste. Er war Mitbegründer der 2011 gegründeten Aktivist*innengruppe der Oberschüler*innen und Studierenden Scholarism in Hongkong. 2014 war er einer der Wortführer der Proteste in Hongkong. Wongs zentrale Rolle in der Regenschirm-Bewegung führte dazu, dass das Magazin Time ihn als den einflussreichsten Teenager des Jahres 2014 bezeichnete und als Person des Jahres 2014 nominierte. Außerdem wurde er 2015 vom Fortune-Magazin als einer der „größten Persönlichkeiten der Welt“ bezeichne und 2017 für den Friedensnobelpreis nominiert.

Carola Rackete – deutsche Menschenrechtsaktivistin und ehemalige Kapitänin des Rettungsschiffs Sea-Watch 3

Carola erlangte internationale Bekanntheit, als sie im Juni 2019 als Kapitänin der Sea-Watch 3 insgesamt 53 aus Libyen kommende Geflüchtete bzw. Migrant*innen im Mittelmeer aus Seenot rettete. Nach wochenlangem Warten auf eine Genehmigung lief sie in der Nacht zum 29. Juni, trotz eines Verbots durch italienische Behörden, den Hafen der Insel Lampedusa an.

Chimamanda Ngozi Adichie – nigerianische Autorin und feministische Aktivistin, die für die Gleichstellung der Geschlechter kämpft

Chimamanda lebt heute teils in Nigeria, teils in den USA. Ihr Werk wurde vielfach international ausgezeichnet und gilt als herausragendes Beispiel junger afrikanischer Literatur. Bekannt geworden ist die bekennende Feministin durch ihre Romane Purple Hibiscus (2003), Half of a Yellow Sun (2006) und Americanah (2013). Durch ihre Bücher und Reden hat sie viele Denkprozesse im Bereich Gleichberechtigung und zur Darstellung des afrikanischen Kontinents in westlichen Medien angestoßen. Zudem setzt sie sich auch für die Rechte der LGBTQIA+ Community ein. Chimamanda selbst bezeichnet sich allerdings nicht als Aktivistin, sondern als eine “Person mit einer Meinung”.

Mahatma Gandhi- indischer Anwalt, Politiker und sozialer Aktivist, der für seine gewaltfreie Philosophie des passiven Widerstands berühmt wurde

Gandhi war ein indischer Jurist, antikolonialer Nationalist und politischer Ethiker,[3] der mit gewaltfreiem Widerstand den erfolgreichen Kampf für die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Herrschaft anführte. Damit inspirierte er Bewegungen für Bürgerrechte und Freiheit in der ganzen Welt.

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5 Gründe für globale Bildung: Alli Neumann und Victoria Ibiwoye

16. Juli 2021 - 14:34

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag der GPE. Die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) setzt sich für die Finanzierung und Transformation von Bildung in 90 einkommensschwachen Ländern ein. Für die Arbeit in den Jahren 2021-2025 soll der GPE-Fonds um 5 Milliarden US-Dollar aufgefüllt und über innovative Instrumente weitere 3 Milliarden mobilisiert werden. Im Rahmen der aktuellen RAISE YOUR HAND Kampagne, kommen Menschen zu Wort, die sich für globale Bildung engagieren.

Victoria Ibiwoye, Aktivistin: Ist als Jugendvertreterin Mitglied im ED2030 Global Steering Committee, dem weltweiten Gremium zur Umsetzung des UN-Nachhaltigkeitsziels für Bildung (SDG4). Zudem ist sie Direktorin der Stiftung OneAfricanChild Foundation for Creative Learning, einer von Jugendlichen geführten Nichtregierungsorganisation.

Alli Neumann, Künstlerin: Ist eine aufstrebende deutsche Schauspielerin und Sängerin. 2018 sah man Alli erstmals im Spielfilm ‚Wach‘. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste EP ‚Hohes Fieber‘, 2019 folgte ihre zweite EP ‚Monster‘. 2020 war sie im Film ‚ Wir können nicht anders‘ zu sehen. Alli nutzt die Reichweite ihrer Kunst, um sich für ihre Herzensthemen Gleichstellung der Geschlechter und Frauenrechte einzusetzen.

1. Die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) setzt sich für inklusive, gerechte und hochwertige Bildung für alle ein, insbesondere für die am stärksten benachteiligten Kinder, etwa in Krisenregionen. Victoria und Alli, was bedeutet qualitativ hochwertige Bildung für euch?

Victoria: Qualitativ hochwertige Bildung bedeutet, dass allen Kindern die gleichen Chancen geboten werden – unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrem sozialen Hintergrund oder ihrem Wohnort. Alle sollen lernen und die Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Bildung geht über das Betreten eines Klassenzimmers hinaus. Es geht darum, Chancen für Jungen und Mädchen zu schaffen und sie so zu befähigen, unabhängige, kritische Denker*innen zu werden, die aufklären und Probleme lösen.

Alli: Qualitativ hochwertige Bildung ermöglicht es uns, uns ständig weiterzuentwickeln und anzuerkennen, dass wir es nicht immer am besten wissen. Der Lernprozess ist nie vorbei. Es geht nicht darum, Recht zu haben und die eigene Meinung durchzusetzen, sondern darum, anderen zuzuhören und gemeinsame Lösungen zu finden. Bildung öffnet uns die Augen und den Blick für das Ganze. Sie ermöglicht es uns, offen für Neues zu bleiben.

2. Was hat euch dazu bewogen, mit der GPE zusammenzuarbeiten?

Alli: Die GPE leistet Arbeit in Ländern, in denen die westliche Welt ein soziales und wirtschaftliches Ungleichgewicht verursacht hat, das wir wieder ausgleichen sollten. Viele dieser Ungerechtigkeiten sind das Resultat einer früheren Unterdrückung, von der die meisten von uns auch im Hier und Jetzt noch profitieren. Es ist an uns, das wieder gut zu machen, indem wir die Komplexität der Welt durchdringen. Wir sollten uns damit auseinandersetzen, wie viel wir anderen Menschen genommen haben. Deshalb möchte ich, dass Menschen weltweit ihre Hand heben und die GPE unterstützen.

Victoria: Obwohl aktuell in vielen Orten die Schulen wieder geöffnet haben, werden nach der Corona-Pandemie einige Kinder nicht in den Unterricht zurückkehren können. Das betrifft vor allem Mädchen in unterversorgten Regionen. Genau das beleuchtet die “Raise Your Hand”-Kampagne der GPE. Wir müssen Menschen mit Hilfe von Bildung dabei unterstützen, komplexe Probleme wie diese Auswirkungen der Krise anzugehen. Ein Freund sagte mir neulich: „Erfolge gibt es nur, wenn in Bildung investiert wird.“

3. Alli, du setzt dich für die Rechte anderer Menschen, insbesondere von Mädchen, ein. Inwiefern hat Bildung deinen Aktivismus geprägt und beeinflusst?

Alli: Ein Lehrer von mir sammelte ehrenamtlich Spenden, mit denen er den Bau von Schulen in wirtschaftlich benachteiligten Ländern unterstützte. Er ermutigte uns, uns mit kreativen Mittel an der Spendenaktion zu beteiligen. Er gab uns das Gefühl, dass unser Einsatz wichtig ist. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur auf mich selbst zu achten, sondern auch auf andere – auch über mein direktes Umfeld hinaus. Dadurch habe ich angefangen globaler zu denken und mich mit Menschen weltweit verbunden zu fühlen. Ich bin mit dem Gefühl aufgewachsen, dass ich alles werden kann, was ich will. Und das wünsche ich mir auch für andere Menschen.

4. Victoria, du hast die Organisation „One African Child“ gegründet, eine von jungen Menschen geführten NGO, die durch Globales Lernen und politische Bildung Ungleichheit im Bildungssektor bekämpfen will. Was sind deiner Meinung nach die drastischsten Auswirkungen von COVID-19 in ländlichen Regionen?

Victoria: Wir arbeiten in einigen der am stärksten benachteiligten Regionen, in einkommensschwachen Ländern, in denen es schon vor der Pandemie viele Kinder keinen Zugang zu Bildung hatten. Es gibt oft zu wenige Lehrerinnen und Lehrer, so dass im Durchschnitt auf 150 Schüler nur eine Lehrkraft kommt. Es fehlt an digitaler Infrastruktur und an Geräten. Da viele Familien durch die Pandemie ihre Arbeit verloren haben, verlassen viele Kinder die Schule, um ihre Eltern dabei zu unterstützen den Lebensunterhalt zu verdienen. Diese Pandemie ist ein Aufruf zum Handeln. Regierungen und Menschen, die die Macht haben, die Investitionen in gute Bildung zu erhöhen, sollten dies nun tun.

5. Woran erinnert ihr euch zuerst, wenn ihr an eure Schulzeit zurückdenkt? Gab es bestimmte Momente oder Lehrer*innen, die einen besonderen Eindruck bei euch hinterlassen haben?

Alli: Lehrer*innen können einen großen Einfluss auf dich haben – sowohl negativ als auch positiv. Als ich sechs Jahre alt war, bin ich von Polen nach Deutschland gezogen, ohne die Sprache zu sprechen. Meine damalige Lehrerin sagte mir, dass ich es in Deutschland nicht schaffen würde. Sie meinte, dass meine Mutter mir auch nicht helfen könnte, weil sie ebenfalls kein Deutsch sprach, und dass Pol*innen besser Hilfsarbeiterjobs annehmen sollten. Aus diesem Grund hatte ich lange Zeit mit meiner polnischen Identität zu kämpfen. Aber ich habe auch positive Erfahrungen gemacht. Ich hatte einen Lehrer, der bemerkte, dass ich Musik machen wollte und erkannte, dass ich ein Talent dafür hatte. Er ermutigte mich, im Chor der Schule mitzumachen und bei Schulaufführungen zu singen. Er hat an mich geglaubt, und ich werde ihn immer in guter Erinnerung behalten.

Victoria: Meine Mutter hatte einen großen Einfluss auf mein Leben. Sie führte mir immer Beispiele erfolgreicher Frauen aus unserer Gemeinde vor Augen, auch wenn wir nicht viele davon hatten. Sie sagte so etwas wie: “Sie ist in der Lage, ihre Familie zu unterstützen. Wenn du eine Ausbildung hast, wirst du die Möglichkeit haben, zu träumen und unabhängig zu werden. Genau wie diese Frauen.” Ich werde auch nie meinen Mathelehrer vergessen. Ich war schlecht in der Schule und er mir Mathe so beigebracht, dass es mir Spaß gemacht hat. Er nahm sich die Zeit, mich zu unterstützen.

Wie gut würdest du heute im Klassenzimmer abschneiden? Die meisten 10-Jährigen sollten in der Lage sein, dieses Quiz zu bestehen – kannst du das auch?

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16. Juli 2021

16. Juli 2021 - 12:09

1. Corona-Todesfälle in Afrika steigen

Wie der Stern, die Welt, Deutschlandfunk und die Rhein-Zeitung berichten, sind die Todesfälle aufgrund von Corona-Erkrankungen in Afrika innerhalb einer Woche um 43 Prozent gestiegen. Die Corona-Sterblichkeitsrate des Kontinents liege nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei 2,6 Prozent, während der weltweite Durchschnitt 2,2 Prozent betrage. Die Hauptgründe für den starken Anstieg seien der Mangel an Sauerstoffgeräten und freien Krankenhausbetten. Laut der Afrika-Direktorin der WHO, Matshidiso Moeti, hätten die Krankenhäuser ihre Belastungsgrenzen erreicht. Zusätzlich sei die hochansteckende Delta-Variante derzeit in 21 der 55 afrikanischen Länder nachgewiesen worden und treibe die dritte Welle weiter vorwärts. Bisher konnten nur 18 Millionen Menschen der 1,2 Milliarden Afrikaner*innen gegen Covid-19 geimpft werden.

 

2. Spahn kündigt mehr Geld und Impfdosen für WHO und Covax an

Die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk, Aerzteblatt.de, und die Berliner Morgenpost thematisieren den Besuch von Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in Genf. Deutschland stelle der WHO weitere 260 Millionen Euro im Kampf gegen die Corona-Pandemie zur Verfügung. Der Betrag sei Teil der seitens Deutschland bereits angekündigten 2,2 Milliarden Euro für das internationale Programm “Access to Covid-19 Tools Accelerator” (ACT-A). Die Mittel sollen der Entwicklung, Herstellung und Verteilung von Corona-Tests, Behandlungsmethoden und Impfstoffen dienen. Spahn betonte, dass ein Virus immer nur international und gemeinsam erfolgreich bekämpft werden könne. Gleichzeitig verteidige er aber Deutschlands Blockade einer vorübergehenden Patentfreigabe für Corona-Impfstoffe. Nachdem sich US-Präsident Joe Biden sowie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für eine Freigabe ausgesprochen hatten, gelte Deutschland als einer der letzten gewichtigen Gegner der Maßnahme. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bezeichnete die jetzige Situation, bei der wenige Industrieländer ausreichend und Länder mit geringerem Einkommen kaum mit Impfstoff versorgt seien, als Marktversagen. Er appellierte vor allem an die reichen G20-Staaten, vermehrt Impfdosen zu spenden.

 

3. Millionen Kinder verpassen Impfung

Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Deutschlandfunk berichten, dass wegen der Corona-Krise Millionen Kinder nicht oder nur ungenügend gegen andere Infektionskrankheiten geschützt sind. Laut UN-Organisationen stieg die Zahl der Kinder, die keine einzige Impfdosis gegen Krankheiten wie Diphtherie, Tetanus oder Keuchhusten erhielten, 2020 weltweit auf mehr als 17 Millionen an. Außerdem nahm die Zahl der verpassten Teilimpfungen zu. Geld und Personal für Routineimpfungen seien vielerorts zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt worden. Eltern seien mit geschlossenen Gesundheitseinrichtungen und Ausgangssperren konfrontiert gewesen und hätten teilweise aus Angst vor einer Corona-Infektion ihre Kinder nicht impfen lassen. “Wir müssen jetzt handeln, um diese Kinder zu schützen”, so Katherine O’Brien, Leiterin der Impf-Abteilung der WHO.

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15. Juli 2021

15. Juli 2021 - 12:49

1. UNAIDS: Corona erschwert Kampf gegen HIV

Tagesschau.de, der Tagesspiegel, die Ärztezeitung und Evangelisch.de berichten über eine neue Studie des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS). In großen Teilen des südlichen Afrikas habe die Pandemie die Fortschritte der HIV-Bekämpfung um bis zu zehn Jahre zurückgeworfen. Wegen der coronabedingten Einschränkungen wurden insgesamt weniger Menschen auf HIV getestet und weniger HIV-positive Menschen medizinisch behandelt. Um die Gesundheitssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern zu entlasten, fordere UNAIDS eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfstoffe. Zwei Drittel aller HIV-positiven Menschen leben in Subsahara-Afrika, wo erst drei Prozent der Bevölkerung geimpft seien. Die Impfstoffe könnten Millionen von Leben retten, würden aber von Industrieländern und Konzernen zurückgehalten, kritisierte das Hilfsprogramm. Bei der weltweit größten HIV-Wissenschaftskonferenz kommenden Sonntag in Berlin stehe der Einfluss der Corona-Pandemie auf den weltweiten Kampf gegen Aids im Mittelpunkt.

 

2. Doppelt so viele Tote auf Mittelmeerroute

Das Handelsblatt, die Tageszeitung, ZDF.de und die Stuttgarter Nachrichten thematisieren die Zahlen der Todesopfer unter den Geflüchteten auf der Mittelmeerroute. Wegen der Corona-Pandemie sei im vergangenen Jahr die Zahl der Menschen, die übers Mittelmeer Europa erreichen wollten, zurückgegangen – doch in diesem Jahr sei der Pandemie-Effekt deutlich geringer. Auf den Migrationsrouten seien nach UN-Zahlen von Januar bis Ende Juni mehr als doppelt so viele Menschen ums Leben gekommen wie im gleichen Zeitraum in 2020. Gleichzeitig versuchten bislang 58 Prozent mehr Menschen, das Mittelmeer Richtung Europa zu überqueren. Die nordafrikanischen Länder stoppten fast 37 Prozent mehr Flüchtende auf ihrem Weg nach Norden. Die UN-Organisation für Migration (IOM) beklage, dass die zivilen Hilfsorganisationen weiterhin mit “erheblichen Hindernissen” konfrontiert seien, da die meisten ihrer Schiffe in europäischen Häfen festgesetzt werden.

 

3. Rufe nach Patentaussetzung werden lauter

Die Diskussion um die Aussetzung der Patente für Corona-Impfstoffe thematisieren heute die Frankfurter Rundschau, Tagesschau.de und Evangelisch.de. Viele Nichtregierungsorganisationen und mehr als 130 Staaten fordern die vorübergehende Freigabe der Patente, damit die Vakzine weltweit so schnell wie möglich in ausreichendem Umfang produziert werden kann. Einige Länder, dazu zähle auch Deutschland, seien bisher dagegen. Die Bundeskanzlerin treffe sich heute mit US-Präsident Joe Biden – der Patentschutz könne dabei eine Rolle spielen. Außenminister Heiko Maas habe sich dem Thema gegenüber bereits offen gezeigt. Die Priorität liege kurzfristig aber bei der Verbesserung von Lieferketten und dem Aufbau von Produktionsstätten in Ländern mit geringerem Einkommen. Ohne Solidarität bei der Impfstoffverteilung werde, so Maas, “Delta nicht die letzte Variante gewesen sein, die wir besiegen müssen.”

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14. Juli 2021

14. Juli 2021 - 12:45

1. Dutzende Tote nach Unruhen in Südafrika

Seit der Inhaftierung des ehemaligen Präsidenten Zuma gibt es großflächige Ausschreitungen in mehreren Regionen Südafrikas, über deren Verschärfung unter anderem die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung, der Tagesspiegel und die Deutsche Welle berichten. Mittlerweile gebe es mehr als 70 Tote durch gewalttätige Proteste. Plünderungen und Brandstiftungen haben wichtige Lieferketten unterbrochen und können Südafrika einem “großen Risiko von Lebensmittel- und Medikamentenunsicherheit” aussetzen, so Präsident Cyril Ramaphosa. Besonders während der Corona-Pandemie könne das lebensbedrohliche Folgen haben. Südafrika sei das am schwersten von dem Virus betroffene afrikanische Land. Die Pandemie habe die Wirtschaft in eine schwere Krise gestürzt und zu steigenden Arbeitslosenzahlen geführt.

 

2. UN-Studie warnt vor weltweiter Bildungsschere

Tagesschau.de und Deutschlandfunk thematisieren eine neue UN-Studie, die Bildungsunterschiede verschiedener Länder aufgrund pandemiebedingter Schulschließungen aufzeigt. In weniger als einem Drittel der Länder mit geringem oder mittlerem Einkommen seien alle Schüler*innen in den Unterricht zurückgekehrt. Die Gefahr von Bildungsrückständen und Schulabbrecher*innen sei groß. Vor allem Mädchen in Entwicklungsländern würde drohen, aus dem Bildungssystem herauszufallen. In den Daten aus 142 Ländern zeige sich teils ein erheblicher Unterschied in der Dauer des Schulausfalls und der Ersatzformen für Präsenzunterricht. In reichen Staaten seien die Schulen 2020 im Durchschnitt 53 Tage geschlossen geblieben, in Staaten mit einem mittleren Einkommen dagegen 115 Tage. Doch laut dem für Bildung zuständigen Unicef-Direktor Robert Jenkins genüge es nicht, die Klassenräume erneut zu öffnen. Es seien Förderprogramme nötig, um Rückstände aufzuarbeiten und besonders Mädchen und vulnerablen Kindern zu helfen.

 

3. Müller fordert Weitergabe von überschüssigen Impfdosen

Wie die Welt und die Rheinische Post berichten, sollen Industriestaaten Deutschlands Beispiel folgen und Impfdosen an von Armut betroffene Länder abgeben. Das fordere Entwicklungsminister Müller. Die ungleiche Verteilung der Impfstoffe weltweit gefährde den globalen Kampf gegen die Pandemie. Deswegen müsse das Impftempo weltweit mit Hilfe der Industrieländer erhöht werden. Auch der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann halte es für nicht verantwortbar, Dosen im Land verfallen zu lassen, während weltweit Millionen Menschen keinen Zugang zu Impfstoffen haben. Das Land NRW wolle deswegen bis Ende Juli 20.000 Dosen AstraZeneca mit baldigem Verfallsdatum abgeben.

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13. Juli 2021

13. Juli 2021 - 12:39

1. Gerd Müller zum neuen Chef der UN-Industrieagentur gewählt

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wird Chef der UN-Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO), berichten die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Zeit Online. Müller sei damit der erste Kandidat aus einem Industrieland, der für den Posten vorgeschlagen wurde. Ende November werde der neue Generaldirektor von der UNIDO-Vollversammlung aller Mitgliedstaaten offiziell bestellt. Der Organisation mit Sitz in Wien gehören 170 Staaten an. Sie kümmere sich um die industrielle Entwicklung in Entwicklungsländern und habe dabei Armutsbekämpfung und ökologische Nachhaltigkeit im Blick. Müller bezeichne die Corona-Pandemie als “Weckruf”. Die Bekämpfung der Corona-Pandemie und des Klimawandels erfordere “eine stärkere Verpflichtung der Industrieländer zur Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern.”

 

2. Pandemie steigert Hunger in der Welt

Die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Hamburger Abendblatt thematisieren den durch die Pandemie steigenden Hunger in der Welt. 811 Millionen Menschen seien im vergangenen Jahr unterernährt gewesen. Das UN-Ziel der Agenda 2030, bis zu jenem Jahr den Hunger überall zu besiegen, liege damit weit entfernt von der Realität. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) prognostiziere bei Fortführung der bisherigen Tendenzen im Jahr 2030 eine Zahl von rund 660 Millionen Menschen. Die Pandemie decke Schwächen der Ernährungssysteme auf, die das Leben und die Lebensgrundlagen von Menschen rund um den Globus bedrohen. Zudem seien Folgen des Klimawandels wie nie zuvor Treiber von Hunger. Insbesondere die Zahlen zu Kindern seien bestürzend: Mehr als 149 Millionen Kleinkinder zeigen Wachstumsstörungen, mehr als 45 Millionen seien zu dünn. Somalia sei mit knapp 60 Prozent das Land mit dem höchsten Anteil der Hungernden in der Bevölkerung.

 

3. EU schickt Militärmission in Krisen-Provinz nach Mosambik

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, berichten heute über den Start des Militäreinsatzes der EU im Norden Mosambiks. Nach Beschluss der EU-Außenminister*innen vom Montag werden EU-Soldat*innen Mosambiks Streitkräfte ausbilden, damit diese die Zivilbevölkerung im Kampf gegen islamistische Milizen besser schützen können. Der Einsatz sei auf zwei Jahre angesetzt und habe das Ziel, vor allem in der Provinz Cabo Delgado für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Die Soldat*innen werde vor allem Portugal stellen, da das Land  die Streitkräfte in Mosambik bereits unterstützt. Deutschland wolle sich bis auf Weiteres nicht beteiligen. Die Lage in Mosambik habe sich seit 2017 kontinuierlich verschlechtert. Laut EU gebe es wegen eskalierender Gewalt momentan mehr als 700.000 Geflüchtete.

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12. Juli 2021

12. Juli 2021 - 12:31

1. Äthiopiens Ministerpräsident im Amt bestätigt

Die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die tageszeitung und die Stuttgarter Nachrichten berichten über die Parlamentswahl in Äthiopien. Die Partei von Ministerpräsident Abiy Ahmed habe die Wahl sehr wahrscheinlich mit einer klaren Mehrheit gewonnen. Die Oppositionsparteien hatten die Abstimmung am 21. Juni allerdings boykottiert, weil im Vorfeld ihre Büros verwüstet und ihre Anführer*innen verhaftet worden waren. Die USA hatten im Vorfeld gravierende Mängel im Wahlkampf beklagt; die EU hatte aufgrund von Uneinigkeiten mit der Regierung keine Wahlbeobachter*innen geschickt. Insbesondere die Konflikte in der Unruheregion Tigray überschatteten die Wahl. Abiy Ahmed hatte im November eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die bis dahin an der Macht war. Nach Angaben der Vereinten Nationen sollen hier inzwischen mehr als 400.000 Menschen von akutem Hunger betroffen sein. 

2. Tote und Verletzte bei Anschlägen in Mogadischu

Mehrere Medien, darunter die Stuttgarter Nachrichten, die Neue Zürcher Zeitung, die Hannoversche Allgemeine und die Deutsche Welle, thematisieren zwei Anschläge der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia am Samstagabend. Seit der Verschiebung von Neuwahlen im Februar stecke Somalia in einer schweren Krise. Terrorgruppen kontrollieren weite Teile des Südens und des Zentrums und verüben immer wieder Anschläge. Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk und die Rheinische Post lassen den Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, zu Wort kommen, der vor einem Wiedererstarken islamistischer Gruppen warnt. Dies sei insbesondere dort der Fall, wo “staatliche Autorität und Strukturen fehlen” und betreffe vor allem den Nahen und Mittleren Osten, die Länder der Sahelzone und zunehmend das südliche Afrika. Dagegen helfe laut Kahl nur, Wirtschaft und Infrastruktur so zu stärken, dass der wachsenden Bevölkerung genug Perspektiven geboten werden, “die Terrorismus und Migration überflüssig machen”.

3. G20 beraten über die Verteilung von 650 Milliarden Dollar

In einem Interview mit Achim Steiner, Leiter des UN-Entwicklungsprogramms, thematisiert ZEIT Online die Verteilung der Sonderziehungsrechte (SDR) des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 650 Milliarden Dollar. Die Gelder sollen die wirtschaftliche Entwicklung nach der Pandemie sicherstellen. Dazu sei es laut Steiner notwendig, dass die G20-Länder einen Teil ihrer SDR den Entwicklungsländern zur Verfügung stellen. Denn auch diese stünden jetzt vor der Herausforderung, “Pandemiebekämpfung, Verschuldung, Wiederaufbau und Klimaschutz” zugleich zu meistern. Christian Wermke berichtet im Handelsblatt ebenfalls über die finanziellen Folgen der Pandemie. Es seien Milliardeninvestitionen ins globale Gesundheitssystem nötig. Ein internationales Expert*innengremium fordere 15 Milliarden Dollar jährlich für die kommenden fünf Jahre. Während es nie zu früh sei, sich auf künftige Pandemien vorzubereiten, warnt die Entwicklungsorganisation ONE vor Liquiditätskrisen in von Armut betroffenen Ländern. Die dritte Corona-Welle überrolle Afrika und fordere eine klare Redaktion, “nicht irgendwann, sondern jetzt.”

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09. Juli 2021

9. Juli 2021 - 13:34
1. Merkel sagt nigrischem Präsidenten Unterstützung gegen Terror zu

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, Welt, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle, berichten über das gestrige Treffen zwischen dem nigrischen Präsidenten Bazoum und Bundeskanzlerin Merkel. Grund war die seitens Deutschlands zugesicherte Unterstützung in Niger. Trotz der als stabil geltenden Regierung gehöre Niger zu einem der ärmsten Länder der Welt. Merkel betonte, dass vor allem der Zugang zur Gesundheitsversorgung für Frauen verbessert werden müsse, lobte aber den bereits vorhandenen Fokus auf Bildung für Mädchen. Allerdings gebe es aufgrund von islamistischen Kämpfer*innen und Milizen drei Konfliktregionen – darunter die unsichere Grenze zu Libyen im Norden, die Tschadsee-Region im Südosten und die Grenzregion zu Mali und Burkina Faso im Westen. Im Kampf gegen den Terror hat sich Niger mit Mali, Mauretanien, dem Tschad und Burkina Faso zur G5-Sahel-Gruppe zusammengeschlossen. Mit deren Staatschefs berät sich Frankreichs Präsident Macron diesen Freitag über den geplanten Teilabzug französischer Truppen aus der Sahelzone.

2. Staatsversagen im Südsudan

Die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die Neue Zürcher Zeitung thematisieren heute die Situation im Südsudan. Zehn Jahre sind seit der Unabhängigkeit vergangen, doch vom Aufbau eines funktionierenden Staates sei das Land weit entfernt. Stattdessen gebe es ethnische Rivalitäten, einen politischen Verteilungskampf und andauernde Gewalt und Unsicherheit. Zudem herrschte zwischen 2013 und 2018 ein Bürgerkrieg, bei dem rund 400.000 Menschen starben. Das sozioökonomische Niveau sei eines der niedrigsten der Welt und im Antikorruptionsindex von Transparency International belege das Land den vorletzten Platz. Gründe für das Staatsversagen seien unter anderem die Vernachlässigung des Staates seitens internationaler Gemeinschaften, das eigennützige Verhalten der Führungselite und der ungelöste Machtkampf zwischen Präsident Kiir und Vizepräsident Machar. Hoffnung auf Besserung liege in den für 2023 angesetzten Neuwahlen und internationaler Unterstützung durch die USA und die EU.

3. Schnelle Corona-Hilfen für Namibia gefordert

Die Tageszeitung (taz), Deutsche Welle und Migazin berichten über die katastrophale Pandemiesituation in Namibia. Das Land habe eine fünffach höhere Mortalitätsrate als das ebenfalls hart getroffene Nachbarland Südafrika. Mehr als 250 Personen und Organisationen fordern von der Bundesregierung deshalb eine schnellere und umfassendere Unterstützung. Deutschland trage gegenüber Namibia aufgrund der kolonialen Vergangenheit eine besondere historische und politische Verantwortung. Auch die Entwicklungsorganisation ONE fordere vor dem Treffen der G20-Finanzminister*innen laut Handelsblatt, Welt und Kurier  Milliardenhilfen und mehr Impfstoff für arme Länder, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden. Neben der Pandemiebekämpfung gelte beim G20 Treffen eine globale Mindeststeuer als wichtigstes Thema, schreiben Tagesschau.de und Deutschlandfunk.

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08. Juli 2021

8. Juli 2021 - 12:11
1. Dritte Welle in Namibia

Mehrere Medien, darunter Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, T-online und das Ärzteblatt, thematisieren heute die dritte Corona-Welle in Namibia. Das Land verzeichne die vierthöchste Corona-Inzidenz weltweit. Gestern habe deswegen das größte Frachtflugzeug der Welt vom Flughafen Leipzig/Halle aus Hilfsgüter zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Namibia gebracht. Der erste von drei Hilfsflügen aus Deutschland werde heute Mittag in der Hauptstadt Wind­huk erwartet. Die namibische Regierung hatte sich angesichts eines dramatischen Anstiegs der COVID-19-Infektionen mit einem Hilferuf an die internationale Gemeinschaft gewandt. Seit vergangener Woche seien Erstimpfungen nicht mehr möglich, weil die Impfstoffvorräte ausgegangen seien. Namibia sei zu arm, um selbst flächendeckend zu impfen, gelte aber als zu reich, um von Spenden der internationalen Impfinitiative COVAX zu profitieren. Vor allem die Armen treffe die Krise hart – das könne auch Folgen für den andauernden Völkermord-Streit mit Deutschland haben, so Paul Starzmann im Tagesspiegel

2. Chinas Afrika-Strategie

In einem Gastkommentar im Handelsblatt und im Tagesspiegel, thematisiert Günther H. Oettinger Europas und Chinas Strategie in Afrika. Der afrikanische Kontinent gerate immer stärker unter chinesische Kontrolle. Auch die Corona-Pandemie stärke China geopolitisch: Während sich die reichen Industrieländer 70 Prozent aller verfügbaren Impfdosen gesichert haben, teile China den eigenen Impfstoff mit der Welt. Ein weiterer Unterschied: Peking betrachte Afrika nicht als Problem- sondern als Chancenkontinent. Chinas Strategie könne womöglich die Machtverhältnisse in allen afrikanischen Ländern verschieben. Auch Friederike Böge schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie Europa von Chinas Ansatz in Armutsbekämpfung in Afrika oder dem Projekt Neue Seidenstraße lernen kann. 

3. Steigende Lebensmittelpreise & Inflationsraten

Das Handelsblatt berichtet, wie Lebensmittelpreise in Schwellen- und Entwicklungsländern rasant teurer werden. Der Lebensmittelpreisindex der Vereinten Nationen sei im Mai auf den höchsten Stand seit fast einem Jahrzehnt gestiegen. Die Preissteigerungen treffen Länder ohne sozialen Schutz besonders hart. In Nigeria beispielsweise, wo die Hälfte der Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt sind, sei die Teuerungsrate für Lebensmittel auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Die Inflation bei Nahrungsmitteln betrage fast 25 Prozent. Gleichzeitig wird im Stern die Inflationsrate der Währung in Simbabwe thematisiert – dort habe die Zentralbank die Einführung einer neuen 50-Dollar-Banknote angekündigt, der wertvollste Schein des Landes. Doch die Einwohner*innen können sich damit noch nicht einmal einen Laib Brot kaufen. Umgerechnet sind die 50 Simbabwe-Dollar rund 50 Euro-Cent wert.

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07. Juli 2021

7. Juli 2021 - 10:57
1. Rückschritte bei der Agenda 2030

Joachim Wille thematisiert in der Frankfurter Rundschau, wie die Corona-Pandemie die Bemühungen, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDG) bis 2030 zu erreichen, stark zurückgeworfen hat. Das zeige ein offizieller UN-Bericht, der gestern veröffentlicht wurde. So seien rund 120 Millionen Menschen in die Armut zurückgedrängt worden, 255 Millionen Arbeitsplätzen verloren gegangen und die Zahl der Hungernden habe sich um 83 bis 132 Millionen erhöht. Die Rückschritte in der Bekämpfung von Hunger auf der Welt thematisiert auch Matthias Koch im Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Pandemie mache Nahrung teurer denn je und das Corona-Virus sei zum “Hungervirus” mutiert, so Marlehn Thieme, Chefin der Welthungerhilfe. Doch auch die Auswirkungen des Klimawandels seien verheerend. Besonders alarmierend sei die Situation im Inselstaat Madagaskar, wo viele Menschen die fünfte Stufe der Nahrungsmittelknappheit, den baldigen Hungertod, erreicht haben. 

2. Spannungen in und um Äthiopien

Wie der Deutschlandfunk, Yahoo Nachrichten und der Tägliche Anzeiger Holzminden berichten, hat Äthiopien nach ägyptischen Angaben erneut das Becken des umstrittenen Staudamms am Blauen Nil geflutet. Das zuständige ägyptische Ministerium erklärte, das Auffüllen des Staubeckens sei ein schwerwiegender Verstoß gegen internationale Regeln und bedrohe die Sicherheit und den Frieden in der Region. Nun befasse sich der UNO-Sicherheitsrat mit dem Thema. Die tunesische Delegation habe einen entsprechenden Entwurf eingereicht. Demnach soll die Regierung in Addis Abeba aufgefordert werden, das Befüllen des Staubeckens einzustellen. Über die Spannungen innerhalb Äthiopiens berichtet Elona Evelins in der Tageszeitung (taz). Mit dem einst als Hoffnungsträger geltende Präsident Abiy Ahmed entluden sich lang unterdrückte Spannungen. Im ganzen Land sei es zu ethnischen Zusammenstößen und Angriffen gekommen, besonders gegen die tigrayische Bevölkerungsgruppe. 

3. Bundeswehr führt EU-Mission in Mali

Wie Tagesschau.de, das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Deutsche Welle melden, übernimmt die Bundeswehr ab heute wieder die Kommando der Ausbildungsmission “EUTM Mali“. Von den 950 Soldat*innen in der EU-Mission habe Deutschland derzeit rund 110 Männer und Frauen im Einsatz. Gleichzeitig fordere Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Schärfung der Ziele der Mali-Einsätze, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland und der Deutschlandfunk scheiben. Nötig sei eine Debatte darüber, was die internationale Gemeinschaft in der Sahelzone realistischerweise erreichen könne, so die CDU-Politikerin. Darüber hinaus berichten RP-Online und der Deutschlandfunk, dass nach dem Bombenanschlag auf deutsche Soldat*innen in Mali die Bundeswehr nun ein im Internet verbreitetes Bekennerschreiben der islamistischen Terrorgruppe JNIM prüft.

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06. Juli 2021

6. Juli 2021 - 11:37
1. Erneut über 100 Schüler in Nigeria entführt

Mehrere Medien, darunter Zeit Online, Tageszeitung (taz), Tagesschau.de, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle berichten, dass in Nigeria bewaffnete Angreifer erneut bis zu 140 Schulkinder entführt haben. Die Attacke ereignete sich auf ein Internat im Bundesstaat Kaduna. Rund 25 Kindern der Bethel Baptist High School sei die Flucht gelungen. In Nigeria werden immer wieder Kinder und Jugendliche aus Schulen entführt, um Lösegeld zu erpressen. Dies sei bereits der zehnte Angriff mit Massenentführungen seit Dezember im Nordosten des Landes. In Kaduna habe es allein in den vergangenen drei Tagen drei Großangriffe gegeben, darunter am Sonntag auf ein Krankenhaus.

2. Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Afrika

Die Tageszeitung (taz), Stern.de, Arte.tv und der Deutschlandfunk melden, dass in Afrika in der vergangenen Woche eine Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen registriert worden ist. Zwischen Montag und Sonntag wurden auf dem Kontinent täglich mehr als 36.000 Neuinfektionen nachgewiesen, wie eine AFP-Zählung auf der Grundlage von Behördenangaben ergab. Am schwersten betroffen sei Südafrika, wo sich die Delta-Variante des Coronavirus derzeit stark ausbreite. Der Kampf gegen die Pandemie werde in Afrika durch den Mangel an Corona-Impfstoffen erschwert. Darüber hinaus thematisiert Dominic Johnson in der Tageszeitung (taz), wie die Bundesregierung auf die Forderungen Namibias nach  Hilfe gegen die aktuelle Covid-19-Welle reagiert: Die Bundesregierung schicke Schutzmasken, geforderte Impfdosen bleiben jedoch aus.

3. Merkel, Macron und Xi beraten über Afrika-Kooperation

Kanzlerin Angela Merkel hat sich offen für internationale Kooperationen gemeinsam mit China zur Entwicklung des afrikanischen Kontinents gezeigt. Das schreiben das Handelsblatt und Finanztreff.de. Sie sehe es erstmal positiv, dass die chinesische Seite bereit sei, bei tri- oder multilateralen Projekten in Afrika zusammenzuarbeiten, sagte Merkel am Montag in Berlin nach einer gemeinsamen Videokonferenz mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und dem französischen Präsident Emmanuel Macron. Xi hatte eine gemeinsame Plattform mit Deutschland, Frankreich und anderen Ländern zur Entwicklung des afrikanischen Kontinents ins Gespräch gebracht. Merkel verwies auf die 2017 unter der deutschen G20-Präsidentschaft ins Leben gerufene Initiative “Compact with Africa” als guter Anknüpfungspunkt für China, sich einzubringen.

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05. Juli 2021

5. Juli 2021 - 9:51
1. Impfstoff-Revolution für Afrika

Die Deutsche Welle thematisiert die Herausforderungen der Impfstoffproduktionen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Länder Afrikas seien bislang nahezu vollständig auf Impfstoff-Importe aus Nordamerika, Europa und Asien angewiesen – und das nicht nur im Kampf gegen Corona, sondern auch gegen Krankheiten wie Masern, Tetanus oder Tuberkulose. Lediglich rund ein Prozent aller verabreichten Impfstoffe werden in Afrika hergestellt. Die Afrikanische Union (AU) hat sich daher zum Ziel gesetzt, bis 2040 60 Prozent der benötigten Impfstoffe selbst herzustellen. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung appelliert Thabo Makgoba, Erzbischof von Kapstadt, an reiche Industriestaaten und ihr Verständnis von Gerechtigkeit, Gleichheit und Effektivität – mit der Bitte, Impfstoffe mit ärmeren Ländern zu teilen. Afrika werde nicht vergessen, wer sich “in der Stunde der Not” gegen den Kontinent gestellt hat. Über Unmut berichtet auch die Frankfurter Rundschau. Der “grüne Pass”, der für die Einreise in die Europäische Union nötig sei, listet Covishield nicht als zulässige Vakzine. Dabei werde Covishield wie Astrazeneca vom Serum Institut in Indien hergestellt und sei als Impfstoff identisch – eine Genehmigung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) sei aber noch nicht beantragt.

2. Fluchtursache mit Berufsperspektiven bekämpfen

Der Kampf gegen Fluchtursachen komme in in Westafrika nur langsam voran, berichtet Martin Franke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die deutsche Wirtschaft mache um den afrikanischen Kontinent einen großen Bogen, sagt Ingo Badoreck, Leiter des Rechtsstaatsprogramms Westafrika der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Dakar. Allein das Außenhandelsvolumen zwischen Deutschland und der Slowakei sei größer als mit Subsahara-Afrika insgesamt. Die Bevölkerung des afrikanischen Kontinents könne sich bis 2050 verdoppeln – das könne von wirtschaftlichem Nutzen sein. Laut Badoreck werde die Zeit, um Wohlstand zu schaffen, bevor zu viele alte Menschen zu ernähren sind, aber knapp. Es brauche deswegen Programme zur Familienplanung, die über Entwicklungszusammenarbeit finanziert werden sollen. Viele Millionen Euro an Hilfsgeldern “zeigen nicht ihren direkten Mehrwert” und landen “unkonditioniert” im Staatshaushalt. Den Menschen vor Ort werde damit wenig geholfen.

3. Mali und Frankreich kooperieren wieder

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung und Deutsche Welle berichten, nimmt Frankreich sein militärisches Engagement in Mali wieder auf. Paris hatte Anfang Juni seine gemeinsamen militärischen Einsätze mit Mali zeitweise ausgesetzt und nach dem jüngsten Putsch Zusicherungen für den politischen Übergang gefordert. Diese Garantien liegen jetzt vor. Die Einsätze spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Dschihadisten in der Sahelzone. Frankreich habe rund 5.100 Soldaten in Mali, dem Tschad, Niger, Burkina Faso und Mauretanien stationiert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Zeit Online und Deutschlandfunk berichten ferner, dass Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach dem Selbstmordanschlag auf deutsche Soldat*innen das Feldlager der UN-Mission Minusma in Gao besucht hat. Bei dem Anschlag seien zwölf deutsche Soldat*innen und ein belgischer Blauhelm-Soldat verletzt worden.

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02. Juli 2021

2. Juli 2021 - 9:44
1. “Explosive” Corona-Entwicklung in Afrika

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante in Afrika und des langsamen Impffortschritts vor einem „gefährlichen Moment“ für Afrika. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Bisher seien weniger als ein Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Der Corona-Sonderbeauftragte der Afrikanischen Union, Strive Masiyiwa, kritisiert die Europäische Union, weil sie keine Impfstoffdosen abgegeben, sondern die afrikanischen Länder lediglich an Indien verwiesen hatte. Masiyiwa fordert: „Jetzt ist es an der Zeit für Europa, die Produktionsstätten zu öffnen.“ Von den für dieses Jahr geplanten 700 Millionen Impfstoffdosen seien erst 65 Millionen auf dem Kontinent angekommen. Besonders Subsahara-Afrika werde noch stärker darunter leiden, von der globalen Wirtschaft abgehängt zu werden, so der IWF.

2. Proteste gegen Afrikas letzte absolute Monarchie

In Eswatini fordern Demonstrierende eine Abkehr von der absoluten Monarchie, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die tageszeitung und die Neue Zürcher Zeitung berichten. Die zumeist Jugendlichen wollen politische Reformen, darunter ein Mitspracherecht über den neuen Premierminister und ein Mehrparteiensystem. Dafür liefern sie sich blutige Kämpfe mit Sicherheitskräften. König Mswati III. soll unbestätigten Meldungen zufolge außer Landes geflohen sein. Er geriet wiederholt wegen seines autoritären Führungsstils in die Kritik. Zuletzt waren Lehrkräfte und Studierende gegen Polizeibrutalität auf die Straße gegangen, nachdem Sicherheitskräfte einen Studenten im Mai erschossen hatten. Eswatini verzeichnet die weltweit höchste HIV-Infektionsrate und ist geprägt von Jugendarbeitslosigkeit und Hunger. Die riesige Großfamilie des Königs lebe dagegen in Wohlstand und falle durch Abwesenheit und Schweigen auf.

3. Globale Erderwärmung senkt Produktivität

Stuart Braun thematisiert in der Deutschen Welle die Auswirkungen von extremer Hitze auf die Arbeitsleistung. In Südafrika werde das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 20 Prozent sinken, wenn die Erderwärmung bei den prognostizierten 3,5 Grad Celsius bleibt. Das gehe aus einer Studie des Euro-Mediterranean Center on Climate Change (CMCC) hervor. “Geringqualifizierte sind den Elementen stärker ausgesetzt”, sagt Shouro Dasgupta des CMCC. Durch kürzere Arbeitszeit können Geringverdienende außerdem noch weniger Geld durch ihre Arbeit verdienen. In den meisten afrikanischen Ländern südlich der Sahara und im südlichen Asien gebe es keinen Schutz vor Belastung durch Hitze, so Shouro Dasgupta weiter. “Die Menschen werden aus heißeren und ärmeren Gebieten in reichere und kühlere Gebiete ziehen.” Den Klimaschutz zu beschleunigen sei deswegen im nationalen Interesse der Länder, die viele Treibhausgase emittieren.

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Pride Month – von der Christopher Street auf die Straßen der ganzen Welt

1. Juli 2021 - 19:34

Jährlich wird im Juni der in der ganzen Welt Pride Month gefeiert. Insbesondere in den letzten Jahren wurden die Pride-Paraden in aller Welt oft als große Party der LGBTQIA+-Community wahrgenommen. Das stimmt teilweise auch, aber im Ursprung und das ist auch heute wichtig, handelt es sich um Demonstrationen und Proteste. Daher ist der Pride Month bis heute politisch. LGBTQIA+ (englisch Abkürzung für: Lesbisch, Gay, Bisexuell, Transgender, Queer, Intersexuell und Asexuell/Aromantisch) steht für alle Menschen die sich als Teil der queeren Gemeinschaft verstehen.  

Die Geschichte des Pride Month beginnt 1969 in der Christopher Street 

Der Ursprung liegt im Juni 1960 in New York City. In dieser Zeit halten Homosexuelle oder Trans-Menschen galten damals noch als “geisteskrank” und wurden wegen vermeintlicher Unzucht in Gefängnisse gesperrt. Neben den rechtlichen Konsequenzen wurden sie zudem auch von der Gesellschaft ausgegrenzt. Dies war in Deutschland genauso der Fall, wie in den USA.   

In der Christopher Street gab es die Bar Stonewall Inn. Dieses wurde in den 1960er eine Gay-Bar, also eine Bar, die sich explizit an Menschen aus der LGBTQIA+ Community richtet. Die Menschen fanden hier einen relativ sicheren Ort. Viele der Besucher*innen der Bar waren hauptsächlich von Latinos und Afroamerikanern, lesbischen Frauen sowie von auf der Straße lebenden Jugendlichen, die nach ihrem Outing zu Hause rausgeschmissen worden waren. Die Besucher des Stonewall Inns bildeten eine Randgruppe in der Randgruppe. 

Häufig gab es Polizeirazzien und Polizeigewalt im Stonewall Inn, denn galt Homosexualität als Straftat. Dazu kam auch noch, dass die Bar keine Ausschankgenehmigung hatte. Daher kam die Polizei, um Alkohol zu beschlagnahmen und vor allem um Gäste zu verhaften. Damals war es üblich, die Festgenommenen am nächsten Tag namentlich in der Zeitung zu erwähnen – samt „Verbrechen“ (Homosexualität). Normalerweise fanden die Razzien schon früh statt, sodass später am Abend noch weiter gefeiert werden konnte.  

Am 28. Juni 1969 war die Situation jedoch eine andere. Bei einer Polizeirazzia weit nach Mitternacht, wehrten sich die Gäste in erstmals vehement gegen Polizeigewalt. Führende Personen in der Bewegung waren Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera.  

Das Ereignis markierte den Wendepunkt im Kampf der Schwulen- und Lesbenbewegung um Gleichberechtigung. Die Unruhen im Stonewall Inn lösten weitere Proteste und Demonstrationen aus und gaben den Anstoß für die LGBTQIA+ Bewegung.  

Die Bedeutung des Pride Months 

Die Bezeichnungen „Pride Month“ oder „Gay Pride“ sind dabei bewusst gewählt: „Pride“ ist das englische Wort für Stolz und soll signalisieren, dass sich queere Menschen nicht dafür schämen sollten, so zu sein, wie sie sind. Der Pride Month steht für Stolz, Toleranz und Selbstbewusstsein – und kämpft damit gegen Kriminalisierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung. 

Vielerorts finden im Juni anlässlich des Pride Months Veranstaltungen von und mit Menschen aus der LGBTQIA-Gemeinde statt. Einerseits soll all jenen gedacht werden, die ihr Leben im Kampf für die Rechte von queeren Menschen gelassen haben. Andererseits soll dieser Monat auch auf noch immer bestehende Ungerechtigkeiten hinweisen. Nicht zuletzt soll der Pride Month auch die Vielfalt der Gesellschaft feiern, queere Menschen mit Stolz erfüllen und alle zu einem friedlicheren Miteinander bewegen. 

Obwohl sich seit 1969 viel getan, haben die Demonstrationen immer noch ihre Berechtigung. In vielen Ländern der Welt ist Homosexualität auch heute noch strafbar. Auch in Deutschland gibt es nach wie vor Gewalt gegen Menschen der LGBTQIA+ Community. Während zudem sowohl Diskriminierungen im Alltag als auch struktureller Natur nach wie vor die Norm sind, die es zu ändern gilt.

Organisationen wie ABqueer e.V. und viele mehr kämpfen für die Gleichberechtigung der LGBTQIA+ Community nicht nur im Juni, sondern das ganze Jahr über.

Themen wie Gerechtigkeit und Freiheit sind dir wichtig? Trage dich hier in unseren Verteiler ein und werde Teil unserer Bewegung für weltweite Gerechtigkeit. 

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