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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 13 Stunden 19 Minuten

19. April 2021

19. April 2021 - 11:31
1. UN warnen vor Hungerkatastrophe in West- und Zentralafrika

Wie Spiegel, RP-Online, Migazin und Evangelisch.de melden, warnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) vor einer Hungerkatastrophe in West- und Zentralafrika, die mehr als 31 Millionen Menschen bedroht. Das WFP benötige nach eigenen Angaben rund 640 Millionen Euro, um die 19 Länder der Region weiter versorgen zu können. Ein sprunghafter Anstieg der Lebensmittelpreise um bis zu 200 Prozent, der Wirtschaftseinbruch infolge der Coronapandemie und gewaltsame Konflikte in der Region haben dazu geführt, dass in diesem Jahr 30 Prozent mehr Menschen von Hunger bedroht seien als im vergangenen Jahr. 

2. West- und Zentralafrika: Wiederwahl der Amtsinhaber

West- und Zentralafrika hat ein ernüchterndes Superwahlhalbjahr hinter sich, schreibt Dominic Johnson in der Tageszeitung (taz). Guinea machte im Oktober 2020 den Anfang, es folgten bis Ende 2020 die Elfenbeinküste, Burkina Faso, Ghana und Niger, dann kamen in den ersten Monaten 2021 noch Benin, Kongo-Brazzaville und zuletzt Tschad dazu. Es sei eine „einmalige Häufung autokratischer Machtdemonstrationen“ gewesen, so der Autor. Denn alle Amtsinhaber wurden wiedergewählt – im Ausnahmefall Niger gewann der Wunschnachfolger des scheidenden Präsidenten – und die meisten erhöhten ihre Stimmenanteile. Deutschlandfunk meldet, dass sich nach der Parlamentswahl im westafrikanischen Inselstaat Kap Verde heute auch der amtierende Regierungschef Correia e Silva zum Sieger erklärt hat. Seine Partei  gewann nach Auszählung fast aller Stimmen 36 von 72 Mandate in der Nationalversammlung. 

3. Gleichberechtigung der Geschlechter in weiter Ferne

Stefan Seewald schreibt in der Welt am Sonntag, dass die Bundesregierung sich mehr für das UN-Nachhaltigkeitsziel Gleichberechtigung einsetzen will. Frauen und Mädchen werden noch immer in fast allen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen benachteiligt und diskriminiert. Unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im vergangenen Jahr sei der dritte „Aktionsplan zur Gleichberechtigung der Geschlechter in den Außenbeziehungen“ als wichtiger Bezugsrahmen für die deutsche Entwicklungspolitik entstanden. Frauen leisten in vielen Ländern die Hauptlast der Arbeit, zugleich seien sie aber am stärksten von Armut betroffen, so Entwicklungsminister Gerd Müller. 

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Meet the talent – Die Stimmen hinter Pandemica

16. April 2021 - 17:57

#Pandemica unsere schaurig animierte Content-Serie gibt einen Einblick in eine Welt, in der die Pandemie nie enden wird. Sie zeigt eine Welt, in  der das Horten von Impfstoffen zum Alltag gehört und das Covid-19-Virus so weiter mutieren kann. Pandemica beleuchtet die Realität, die Milliarden von Menschen gerade erleben. Denn nicht mal 1% der weltweit verabreichten Impfdosen hat Menschen erreicht, die in von Armut betroffenen Ländern leben. Und zeigt gleichzeitig die Zukunft, die uns bevorsteht, wenn wir es nicht schaffen alle Menschen überall mit einem Zugang zum Impfstoff zu versorgen. Denn die Pandemie endet erst, wenn alle überall Zugang zum Impfstoff haben.

Jeder Folge zeigt eine Reihe von Figuren, die in der Pandemie-Hölle leben. Kamen dir die Stimmen der Figuren bekannt vor? Dabei sind die Comedians Carolin Kebekus, Michael
Mittermeier, Özcan Cosar, Fabio Landert, Simon Stäblein, Negah Amiri und Atze Schröder, Moderatorin Jeannine Michaelsen, YouTuberin Selfie Sandra sowie Arzt, Kabarettist und Autor Eckart von Hirschhausen. Herzlichen Dank für die Unterstützung unserer Kampagne! 

Triff fünf der Prominenten hinter den Stimmen und lerne ihre Motivation kennen:

Michael Mittermeier

Der langjährige ONE-Unterstützer und Comedian Michael Mittermeier hat in der Vergangenheit bei vielen Kampagnen mit ONE zusammengearbeitet. Während der  der #PasstheMic-Kampagne  überließ er seine Social-Media Accounts Prof. Kekulé und Dr. Tlaleng Mofokeng. In Pandemica leiht er in der ersten Folge “Island Nation” seine Stimme einem jungen aufgeweckten Inselbewohner. Michael Mittermeier ist der Meinung: “Sobald wir können, sollten wir deshalb auch Impfstoffe an Ländern abgeben, die nicht so reich sind wie wir”.  

Carolin Kebekus

Die Komikerin und Schauspielerin unterstützte ONE schon seit 2005. Sie macht sich für unsere deutschen ONE Kampagnen und unsere Advocacy-Arbeit stark. Insbesondere für Frauenrechte und Gleichberechtigung setzt sie sich ein. Auch nahm Carolin Kebekus an unserer #PasstheMic-Kampagne teil. Sie übergab ihre Social Media Accounts an Dr. Marylyn Addo und Naomi Tulay-Solanke. In ihrer neuesten Rolle ist sie die Stimme des Lamas in der Episode “Island Nation”. 

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Jeannine Michaelsen

Die Schauspielerin, Radio- und TV-Moderatorin setzt für einen weltweit fairen Zugang zu Impfstoffen ein. Michaelsen unterstützte uns unter anderem bei unserer Kampagne “Armut ist sexistisch”. In der dritten Folge “Elfenbeintürme” leiht sie ihre Stimme einer Figure.  Michaelsen ist der Meinung, dass Pandemica ziemlich genau das abbildet was gerade passiert. Und das möchte sie verhindern!

Culcha Candela

Die Hip-Hop-Band kämpft seit vielen Jahren mit ONE für Gleichberechtigung.  Vor allem durch ihre Unterstützung bei der ONE Vote-Kampagne 2014 und durch ihre Arbeit zur Bekämpfung übertragbare Krankheiten in Ländern mit niedrigem Einkommen. Bandmitglied Chino, der einen der Bergsteiger in “Package” spielt, hat sich auch für unsere Gavi-Kampagne eingesetzt. Die Bandmitglieder Don Cali und Mateo setzten ihr Talent als die beiden anderen Stimmen der Bergsteiger in “Package” ein. Während Johnny Strange den COVID-19-Virus verkörperte. 

Eckart von Hirschhausen

Der Arzt, Autor und Kabarettist unterstützt ONE bei der Pandemica Kampagne das erste Mal. Er spricht in der letzten Folge “Covid-20” den Nachrichtensprecher. Eckart von Hirschhausen fordert daher: “Lasst uns schlauer, solidarischer und menschlicher sein als jedes Virus und seine fiesen Mutanten!”  

 

 

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16. April 2021

16. April 2021 - 11:09
1. COVAX erhält weitere 400 Millionen US-Dollar

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Evangelische berichten, haben Regierungen und private Geber dem UN-Programm COVAX weitere 400 Millionen US-Dollar für Covid-19-Impfstoffe zugesagt. COVAX fehle noch zwei Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr, um das Ziel von 1,8 Milliarden Impfdosen für Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien zu erreichen. In ökonomisch benachteiligten Ländern seien bisher nur 0,2 Prozent aller Vakzine verabreicht worden. Mehr als 170 frühere Staats- und Regierungschefs sowie Nobelpreisträger haben deswegen eine Aussetzung des Patentschutzes auf Corona-Impfstoffe in einem offenen Brief an US-Präsident Joe Biden gefordert, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das Ärzteblatt und Yahoo berichten. Das Aussetzen der Patente könne dazu beitragen, die Produktion der Vakzine auf der ganzen Welt zu beschleunigen.

2. Studie: Mutierter Malaria-Erreger

Arte.de, Deutschlandfunk Nova und Ärzteblatt melden, dass die Ausbreitung resistenter Malaria-Erreger in Afrika erstmals durch eine klinische Studie unterstützt worden ist. Die Studie untersuche im ostafrikanischen Ruanda 224 mit Malaria infizierte Kinder. Mutierte Malaria-Erreger bleiben demnach auch nach dreitägiger Behandlung mit dem gebräuchlichen Medikament Artemisinin im Körper der Betroffenen aktiv. Die partielle Resistenz gegen Artemisinin sei “ein Warnsignal”, so die Autor*innen. 2019 starben weltweit mehr als 400.000 Menschen an Malaria, mehr als zwei Drittel davon waren Kinder unter fünf Jahren.

3. “Afrika muss der grüne Kontinent der erneuerbaren Energie werden”

Entwicklungsminister Gerd Müller erklärt im Interview mit FOCUS Online, warum Entwicklung und Klima zusammengedacht werden müssen und warum in Afrika die größten Chancen für den Kampf gegen den Klimawandel liegen. Es werden vor allem die Menschen in Entwicklungsländern, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, die katastrophalen Folgen tragen müssen, so Müller. Auf dem afrikanischen Kontinent habe die Hälfte der Bevölkerung, 600 Millionen Menschen, noch keinen Zugang zu Elektrizität. Afrika müsse deswegen der grüne Kontinent der erneuerbaren Energie werden. Dafür brauche es eine Investitionsoffensive aus Europa. Müller fordert vor allem von Deutschland, Vorreiter in der Klimapolitik zu werden und in eine globale Energiewende zu investieren.

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15. April 2021

15. April 2021 - 13:16
1. Somalia: Präsident verlängert Amtszeit um zwei Jahre

Mehrere Medien, darunter die Deutsche Welle, Der Standard, Nau.ch und die Junge Welt melden, dass der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed ein umstrittenes Gesetz unterzeichnet hat, mit dem er zwei Jahre länger im Amt bleiben kann. Entgegen dem normalen Prozedere wurde die Resolution nicht dem Oberhaus zur Abstimmung vorgelegt. Die Amtszeit des Präsidenten war am 8. Februar abgelaufen. Wegen politischer Streitigkeiten wurden die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen immer wieder verschoben. Dies habe in dem bereits instabilen ostafrikanischen Staat eine Verfassungskrise ausgelöst. Die internationale Gemeinschaft zeige sich angesichts des umstrittenen Schritts besorgt. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell erklärte, die Resolution werde Somalia spalten und “eine ernsthafte Bedrohung für den Frieden und die Stabilität Somalias und seiner Nachbarn darstellen”. US-Außenminister Antony Blinken rief die Konfliktparteien in Somalia zu Verhandlungen auf. Zudem denke die USA über Sanktionen nach.

2. OECD: Entwicklungsgelder dürften dramatisch sinken

Nachdem 2020 weltweit die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit einen Höchststand erreicht haben, gerade auch für die Corona-Bekämpfung, berichten die Deutsche Welle und Euractiv, dass jetzt ein deutlicher Einbruch drohe.  Von den weltweit im Zusammenhang mit Covid-19 aufgelegten Wirtschaftshilfen von rund 16 Billionen Dollar seien nur ein Prozent dafür eingesetzt worden, um ärmeren Ländern in der Krise zu helfen, so OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Derweil bleibe die COVAX-Initiative deutlich unterfinanziert. Die Entwicklungsgelder werden im kommenden Jahr vermutlich dramatisch einbrechen, weil die Geberländer sich darauf konzentrieren, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie aufzufangen. Entwicklungsminister Gerd Müller warnt für Deutschland, dass die vom Finanzministerium vorgelegte Finanzplanung für die kommende Jahre einen Rückgang der Entwicklungsmittel um rund ein Viertel vorsehen. In anderen Industriestaaten seien ähnliche Kürzungen zu erwarten.

3. Studie: Klimawandel bedroht Kaffeeproduktion in Äthiopien

Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass der Klimawandel den Anbau von Kaffee in Äthiopien bedroht. Das thematisieren unter anderem Spiegel, die Frankfurter Rundschau Deutschlandfunk und Tagesspiegel Background. Demnach würden Anbauflächen für hochwertige Kaffeesorten in Äthiopien durch den Klimawandel deutlich schrumpfen. In dem Land liegt Afrikas größtes Anbaugebiet für Kaffee. Darüber hinaus berichten zahlreiche Medien, wie ZDF.de, Tagesschau.de, und die Süddeutsche Zeitung, über den WWF-Bericht, der die EU als den weltweit zweitgrößten Waldzerstörer darstellt. Die mit Abstand größten Verursacher von Abholzung durch EU-Importe waren dem Bericht zufolge Soja, Palmöl und Rindfleisch, gefolgt von Holzprodukten, Kakao und auch Kaffee. Damit Kunden in europäischen Supermärkten solche Produkte kaufen können, müssen in anderen Weltregionen Wälder weichen.

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14. April 2021

14. April 2021 - 11:18
1. OECD: Deutschland übertrifft 0,7-Prozent-Marke

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, das Handelsblatt, das Ärzteblatt und die Badische Zeitung berichten, dass nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die weltweiten Mittel für Entwicklungszusammenarbeit im Corona-Jahr 2020 einen neuen Höchststand erreicht haben. Deutschland habe mit einem Anteil von 0,73 Prozent am Bruttonationaleinkommen zum zweiten Mal die angepeilte 0,7-Prozent-Marke erreicht. Nachdem 2016 erstmals die 0,7-Prozent-Marke erreicht worden war, war sie in den Folgejahren wieder erheblich gesunken. Die Entwicklungsorganisation ONE lobte die Bundesregierung – die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit seien in Deutschland um 13,7 Prozent gestiegen. Das Ziel für die kommenden Jahre müsse jetzt sein, internationale Verantwortung weiterhin wahrzunehmen und das gesetzte Ziel zu halten.

2. Weltbank und Gavi: Überschüssige Impfstoffe sollen freigegeben werden

Wie die Welt und die Neue Zürcher Zeitung berichten, drängen die Weltbank und die internationalen Impfallianz Gavi alle Länder, die mehr Impfstoffe haben, als sie selbst benötigen, ihre Überschüsse so schnell wie möglich freizugeben. Darüber waren sich der Weltbank-Präsident David Malpass und der Vorsitzende der Gavi José Manuel Barroso nach einem gemeinsamen Treffen einig. Malpass teilte zudem mit, die Weltbank wolle Gavi dabei helfen, Impfstoffe an Entwicklungsländer zu verteilen und dort auch Produktionsstätten für Vakzine aufzubauen. Nach dem Impfstopp von Johnson & Johnson in den USA und der Verschiebung der Auslieferung des Impfstoffes nach Europa, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Spiegel schreiben, pausiert jetzt auch Südafrika die Impfungen mit dem Corona-Vakzin des Pharmaunternehmens. Letzteres melden ZDF.de und Tagesschau.de.

3. UN-Bericht: Frauen können nicht frei über eigenen Körper entscheiden

Deutsche Welle, Spiegel und Der Standard zufolge veröffentlichte der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) gestern seinen Weltbevölkerungsbericht, welcher sich in diesem Jahr vor allem mit der körperlichen Selbstbestimmung und Unversehrtheit von Mädchen und Frauen befasst. Der Bericht zeige, dass Hunderte Millionen Frauen und Mädchen nicht frei über ihre eigenen Körper entscheiden können. Nur 55 Prozent der Frauen in 57 untersuchten Ländern, die von Armut betroffen sind, können selbstständig entscheiden, mit wem sie Sex haben, ob sie verhüten und inwieweit sie medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Zudem gebe es in der Corona-Pandemie einen dramatischen Anstieg von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen, Frühverheiratung und weiblicher Genitalverstümmelung. 

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Melde dich! – Meine Eindrücke vom U.S. Power Summit 2021

14. April 2021 - 10:05

Unser Jugendbotschafter Patrick hat im Frühjahr 2021 am Power Summit unserer US-amerikanischen Kolleg*innen teilgenommen und berichtet hier von seinen Eindrücken. 

Zwischen den Klausuren einen Abend lang seine Berliner Wohnung verlassen und an einem Event in den USA teilnehmen? Die Vorstellung gefiel mir und ich sagte dem Event, mit vielen verschiedenen Vorträgen über die Entwicklungszusammenarbeit, zu.

Die Welt bei mir zuhause

Der Abend begann mit amerikanischer Countrymusik, die aus dem Zoomcall auf meinem iPad erschallte und für gute Stimmung bis zum Start sorgte. Es war eine Mischung aus klassisch amerikanischer Countrymusik und R&B, die an diesem Montagabend, zusammen mit dem Schneetreiben auf der Straße, für eine gemütliche Stimmung sorgte.

Das schöne im Lockdown ist, man kann sich die ganze Welt nach Hause holen und für eine bessere Zukunft engagieren, ohne vor die Tür treten zu müssen.

Nach dem musikalischen Intro startete der Abend, mit einem ersten Vortrag zum Engagement und mit Beispielen von erfolgreichen Jugendbotschafter*innen aus der ganzen Welt. Eine Reihe von bekannten Aktivist*innen entpuppte sich ebenfalls als Mitstreiter*innen von ONE. So zum Beispiel Luisa Neubauer oder Ali Can, die beide politische Debatten prägen.

Global Activist Präsentation beim Power Summit 2021

Als nächstes folgte ein spannender Vortrag von den Vereinten Nationen. Dort wurde der Frage nachgegangen, wie der US-amerikanische Kongress in Zeiten einer neuen US-Administration im Sinne des Gemeinwohls beeinflusst werden kann. Hierbei wurden eifrig Fragen gestellt, da es vor allem als Vorbereitung für die amerikanischen ONE-Aktivist*innen gedacht war, die am kommenden Tag mit Treffen ihren Abgeordneten im Kongress ausgemacht hatten.

Bildungspolitik im Schneetreiben

Nach einer kleinen musikalischen Pause, die ich gemütlich mit meinem Tee am Fenster sitzend, dem Schneetreiben in der Hauptstadt zusehend verbrachte, ging es nun weiter mit der Globalen Bildungspolitik. Hier wurde uns  die Global Partnership for Education (GPE) vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Gremium das aus der Wirtschaft, von Privatpersonen und Staaten finanziert wird, um Schulbildung in allen Regionen der Welt zu ermöglichen. Damit Kinder überall eine Chance auf das Erlangen von Wissen und Teilhabe haben.

Die momentan laufende Kampagne nennt sich „Raise your hand“ auf Deutsch „Melde dich“ und spielt dabei auf das Handheben im klassischen Frontalunterricht an.

Bei GPE arbeiten staatliche und privatwirtschaftliche Akteure zusammen. Das ist sinnvoll, denn gemeinsam verfügen sie über viel mehr Wissen und Mittel, als wenn jeder für sich alleine versucht etwas umzusetzen. Das ist ähnlich wie bei Gruppenreferaten. Im Team mit klaren Absprachen schafft man deutlich mehr, in kürzerer Zeit, mit einer inhaltlich besseren Qualität, da jeder seine Stärken einbringt und man zusammenarbeitet.

Es geht nur gemeinsam  

Nun lauschte ich diesem Vortrag und mir wurde bewusst, dass selbst dieses Vorgehen, sofern es denn erfolgreich sein wird, frühestens zu Lebzeiten von meinen Kindern seine Früchte tragen wird… Was mich umso nachdenklicher stimmte, da viele Schüler*innen im Globalen Süden heutzutage wohl der Chance beraubt sind Schreiben und Lesen zu lernen. Diese Tatsache lag mir schwer im Magen und ich empfand es als ungerecht. Denn so werden sie nie selbst Texte lesen können, in denen ihnen jemand zum Beispiel aus Berlin vom Schnee und der idyllischen Stimmung, die sich in der ganzen Stadt breit machte, erzählt. Dafür können wir, wenn wir uns gemeinsam zusammentun, zuhören und bei Bedarf unterstützen. Es ihnen ermöglichen, dass vielleicht ihre Kinder es ihnen zu Lebzeiten vorlesen können. Für mich ist das Ansporn genug, gemeinsam politisch dafür zu kämpfen, ihnen die schönen Wintertage in Berlin literarisch erlebbar zu machen. Für dich auch?

Falls ja, melde dich! Nicht deine Hand aber bei deinem Abgeordneten per Mail und unterstütze uns dabei, dass die heutige Entwicklungszusammenarbeit auch ihren Herausforderungen gerecht wird.

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13. April 2021

13. April 2021 - 10:44
1. Nigeria & Kongo: Angriff und Proteste gegen UN

Medienberichten von Deutschlandfunk und Spiegel zufolge haben Bewaffnete in der Stadt Damasak im Nordosten Nigerias die Büros mehrerer internationaler Hilfsorganisationen angegriffen. Sie setzten unter anderem das UNO-Zentrum und eine Polizeiwache in Brand. Vier Menschen seien getötet worden. Nach UNO-Angaben muss die Hilfe für zehntausende Menschen nun eingeschränkt werden. Der westafrikanische Ableger der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (Iswap) reklamiere den Angriff für sich. Es war bereits der zweite Angriff auf UNO-Hilfszentren in Nigeria binnen weniger Wochen. Die Tageszeitung (taz), die Neue Züricher Zeitung und Watson melden außerdem, dass im Osten des zentralafrikanischen Staates Kongo während gewaltsamer Proteste gegen die dortige UNO-Friedensmission mindestens zehn Menschen getötet worden sind. Die zunächst hauptsächlich friedlichen Demonstrationen schlugen am Sonntag und am Montag in Gewalt um. Die Jugendlichen protestieren gegen die ständig zunehmende Gewalt und die “Tatenlosigkeit” der UNO-Blauhelme und internationaler Hilfsorganisationen.

2. UNO-Generalsekretär: Sondersteuer für Profiteure der Corona-Krise

Wie Tagesschau.de, Deutschlandfunk, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten, plädiert UN-Generalsekretär Guterres für eine Sondersteuer für Reiche, die während der Corona-Krise Profite erzielt haben. Untersuchungen zeigen, dass das Vermögen der Reichsten der Welt im vergangenen Jahr um fünf Billionen Dollar gestiegen sei, sagte Guterres bei einem Treffen zur Entwicklungshilfe. Er fordere daher die Staaten auf, eine Solidaritäts- oder Vermögenssteuer für diejenigen in Betracht zu ziehen, die während der Pandemie Gewinne gemacht haben. Die Einnahmen aus der Steuer können genutzt werden, um extreme Ungleichheiten zu reduzieren.

3. Uganda und Tansania: Umstrittenes Öl-Projekt von Total

Die ostafrikanischen Länder Uganda und Tansania haben mit dem französischen Energiekonzern Total ein 3,5 Milliarden Dollar schweres Projekt zur Erdölförderung genehmigt. Das thematisieren das Handelsblatt und Tagesspiegel Background. Total halte dabei einen Anteil von rund 57 Prozent. Außerdem beteiligen sich die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) mit einem Anteil von rund 28 Prozent, und die Uganda National Oil Company (UNOC). Seitens Umweltschützer*innen rege sich heftiger Widerstand gegen das Projekt. Sie warnen vor einer Verschmutzung der Seen in Uganda, vor allem des Viktoriasees, und vor der möglichen Zerstörung von Lebensräumen seltener Tierarten. Im März hatten 263 Nichtregierungsorganisationen in einem gemeinsamen Brief dazu aufgerufen, die Finanzierung des Projektes zu stoppen.

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12. April 2021

12. April 2021 - 12:26
1. Wiederwahlen von drei Präsidenten in Afrika

An diesem Wochenende wurden bei den Präsidentschaftswahlen der drei afrikanischen Ländern Dschibuti, Tschad und Benin die Amtsinhaber aller Voraussicht nach wiedergewählt, wie unter anderem Deutschlandfunk berichtet. In Dschibuti holte der 73-Jährige Omar Guelleh 97 Prozent der Stimmen für seine fünfte Amtszeit, schreiben die Tageszeitung (taz) und Yahoo. Guellehs Sieg war so wenig überraschend, dass die Oppositionsparteien darauf verzichtet hatten, eigene Kandidat*innen zu stellen. Dem seit 1999 mit harter Hand regierenden Präsident werde vorgeworfen, die Pressefreiheit und die freie Meinungsäußerung einzuschränken sowie die Opposition bei Protesten gewaltsam niederzuschlagen. Auch im Tschad schied die Opposition nach Unterdrückung vorzeitig aus, wie Tagesschau.de und der Tägliche Anzeiger Holzminden melden. So werde nach 30 Jahren Präsident Idriss Déby Itno, der selbsternannte “Boss im Sahel” wiedergewählt. Auch in Benin gelte die Wiederwahl von Patrice Talon in seine zweite Amtszeit als sicher, berichten die Deutsche Welle und Yahoo. Das Ergebnis werde heute oder morgen erwartet. Bei der gestrigen Präsidentenwahl standen gerade einmal drei Namen auf den Stimmzetteln. Bekannte Oppositionspolitiker*innen wurden im Vorfeld ausgeschlossen. 

2. Lizenzierung für mehr Impfstoff

Im Weltspiegel analysiert Sibylle Licht, wie mithilfe von Lizenzen mehr und schneller Covid-Impfstoffe produziert werden könnten. Hätten die Konzerne im April oder Mai 2020 ihr Wissen geteilt, “wären wir jetzt Monate weiter – stattdessen haben wir zu wenig Impfstoff”, so Brook Baker, Berater der WHO. Viele Hersteller haben das Know-how, die neuen mRNA-Impfstoffe herzustellen. Was es brauche, seien Lizenzierung und Wissenstransfer – beides laufe aber nur langsam an. Viele Pharmakonzern hätten bisher kein Interesse an Lizenzierungen gezeigt. Sie häufen Vermögen und hohe Gewinne an, weil sie die Rechte am geistigen Eigentum, also an Patentrechten, besitzen, so Baker. Damit sei eine Chance vertan, die Welt schneller mit den Corona-Vakzinen zu versorgen.

3. Kongo: Die größte Hungerkrise der Welt

Dominic Johnson thematisiert in der Tageszeitung (taz) die größte Hungerkrise der Welt, die sich in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt hat. 27,3 Millionen Menschen, ein Drittel der kongolesischen Bevölkerung, leiden akut unter Hunger. Kongo sei nun das Land mit der weltweit größten Anzahl von Personen, die Hilfe zur Ernährungssicherheit benötigen. Das zeigt die neue Untersuchung der Regierung und der UN, in der sie gemeinsam halbjährlich die Ernährungslage der Bevölkerung ermitteln. 70 Prozent der Bevölkerung lebe auf dem Land in einer Situation absoluter Armut und Prekarität, heißt es in der Analyse weiter. Gründe dafür seien die Corona-Pandemie, ein dramatischer Wirtschaftseinbruch als auch ein politischer Stillstand auf allen Ebenen. Die Hoffnungen in den neuen Präsidenten Tshisekedi seien verflogen.

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09. April 2021

9. April 2021 - 11:20
1. Weniger als zwei Prozent aller Corona-Impfungen in Afrika

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien an die 1,3 Milliarden Menschen in Afrika bisher weniger als zwei Prozent aller weltweit ausgelieferten Impfdosen verabreicht worden. Das berichten Deutschlandfunk und die Evangelische. David Ehl schreibt in der Deutschen Welle, dass in einigen Ländern die Impfkampagne noch nicht einmal begonnen hat. Laut Clemens Schwanhold, politischer Referent bei der Nichtregierungsorganisation ONE, gebe es mit Blick auf Afrika zwar die gute Nachricht, dass 44 Länder bereits Impfstoff erhalten haben, das bedeute im Umkehrschluss aber auch, dass zehn Länder bisher noch gar keinen Impfstoff erhalten haben. Die WHO befürchtet weitere Verzögerungen der Vakzin-Lieferungen an afrikanische Länder, nachdem Indien den Export von Impfstoffen vorübergehend untersagt habe. Der weltweit größte Impfstoffhersteller habe Probleme, seine eigene Bevölkerung zu impfen, wie David Pfeifer in der Süddeutsche Zeitung thematisiert. Das Serum Institut of India produziere Impfdosen nicht nur für Indien, sondern auch für die 92 ärmsten Länder der Welt. 

2. Rechnungshof fordert Ausgaben-Stopp

Unter anderem Welt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Spiegel melden, dass der Bundesrechnungshof harte Kritik an der Krisen-Finanzpolitik der großen Koalition übt. in Ausgabenmoratorium durch die nächste Bundesregierung sei unausweichlich. Die Kontrolleure des Bundeshaushalts kritisieren, dass in der mittelfristigen Finanzplanung von Finanzminister Olaf Scholz für die Jahre 2023 bis 2025 bereits absehbare Belastungen nur in unzureichendem Maße berücksichtigt sind. Dazu gehören unter anderem in Aussicht gestellte Mittel für die Entwicklungspolitik. So dürfe es in den Einzelplänen für Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit von 2023 an jeweils rund 3 Milliarden Euro im Jahr fehlen. 

3. SADC berät über Kampf gegen Terrorismus

Wie Deutschlandfunk, die Tageszeitung (taz) und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten, haben sich die sechs Staats- und Regierungschefs der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) gestern zu einem Anti-Terror-Gipfel in Mosambiks Hauptstadt Maputo getroffen. Vorausgegangen waren wochenlange Angriffe durch Rebellen auf die Stadt Palma im Norden von Mosambik. SADC habe mit großer Sorge auf die Terrorattacken reagiert und beschloss einen „sofortigen technischen Einsatz“ in Mosambik. Konkrete Schritte dazu sollen auf einem weiteren Krisengipfel Ende des Monats beraten werden. Die Anschläge seien ein „Affront gegen den Frieden und die Sicherheit nicht nur in Mosambik, sondern auch der Region und in der gesamten internationalen Gemeinschaft“, so Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi. 

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08. April 2021

8. April 2021 - 11:40
1. G20 verlängern Schuldenmoratorium

Wie zahlreiche Medien, darunter Tagesschau.de, die Deutsche Welle, Spiegel, das Handelsblatt, Stern und Arte, berichten, haben die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) angesichts der Corona-Krise von Armut betroffenen Ländern einen weiteren Aufschub ihrer Schulden bis Ende 2021 gewährt. So können die betroffenen Staaten nun das Geld für Sozial- und Gesundheitsausgaben zur Bewältigung der Pandemie nutzen. Der Aufschub allein reiche allerdings nicht, betonte Finanzminister Olaf Scholz. Nötig sei auch, manchen Ländern die Schulden zu erlassen. Zudem forderten die G20 den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf, seine Hilfen für ärmere Länder zu erhöhen. Möglich seien neue Sonderziehungsrechte im Umfang von 650 Milliarden Dollar. Darüber hinaus peilen die G20 bis Juli eine weltweite Steuerreform an, wie Italiens Finanzminister Daniele Franco ankündigte. 

2. Tansanias neue Präsidentin Samia Suluhu Hassan zeigt klare Kante

Die Tageszeitung (taz), die Frankfurter Rundschau und Der Standard thematisieren, wie Tansanias neue Präsidentin Samia Suluhu Hassan klare Stellung gegen Korruption und Corona-Krise bezieht. Nach dem Tod ihres Vorgängers John Magufuli Ende März wurde die bisherige Vizepräsidentin unvorbereitet ins höchste Staatsamt berufen, habe aber schnell Handlungsfähigkeit bewiesen. Mit der Verhaftung eines hochrangigen Regierungsbeamten und personellen Veränderungen greife die neue Präsidentin gegen bestehende Machtstrukturen deutlich durch. Zudem erkenne sie die Corona-Krise an und verkündete die Berufung eines Expertengremiums zur Bekämpfung der Pandemie. Magufuli hatte die Existenz des Virus in Tansania geleugnet.

3. Die WTO braucht grundlegende Reformen

Renate Schubert schreibt in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel über notwendige Reformen der Welthandelsorganisation (WTO), vor der die neue nigerianischen Chefin Ngozi Okonjo-Iweala steht. Seit längerem schaffen es die Länder des Nordens und des Südens nicht mehr, gemeinsame Positionen zu erarbeiten. Okonjo-Iweala habe bereits erklärt, erstmals verbindliche WTO-Regeln für den digitalen Handel erarbeiten zu wollen, was angesichts der beschleunigten Digitalisierung in der Corona-Pandemie überfällig sei. Handelsstreitigkeiten zwischen „den Großen“ und wechselseitige Blockaden müssen aufbrechen, die Rahmenbedingungen des weltweiten Handels neu gestaltet werden. Letztlich solle es weniger um Vormachtstellungen und Machtdemonstrationen gehen, sondern darum, die Bevölkerung mit möglichst vielen und qualitativ hochwertigen internationalen Gütern zu versorgen. 

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07. April 2021

7. April 2021 - 10:41
1. Amnesty: Corona-Krise verschlechtert Menschenrechtslage weltweit

Zahlreiche Medien, darunter Tagesschau.de, ZDF heute, Spiegel, Deutschlandfunk, das Redaktionsnetzwerk Deutschland  und Zeit Online, thematisieren heute den Bericht von Amnesty International, welcher eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechtslage für Millionen Menschen weltweit im Zuge der Corona-Krise aufzeigt. Besonders in Afrika südlich der Sahara, wie in Äthiopien, Mosambik, Kamerun und Nigeria, sei die verheerende Auswirkung gewalttätiger Konflikte durch die Corona-Krise verstärkt worden. In Ländern wie Angola, Guinea und Uganda sei der Pandemie-Schutz als Ausrede genutzt worden, um gegen Oppositionelle, Menschenrechtler und Aktivisten vorzugehen. Der Amnesty-Jahresbericht prangert aber noch einen anderen Missstand an, nämlich mangelnde Fairness bei der Impfstoffverteilung seitens reicher Länder. 

2. Die Hälfte der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung

Zum Weltgesundheitstag berichten unter anderem Deutschlandfunk, das Ärzteblatt und das Handelsblatt über weltweite Mängel bei der Gesundheitsversorgung. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) habe die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung. Dabei zeige die Coronapandemie, wie anfällig eine hochmobile Gesellschaft für infektiöse Krankheiten sei, so die DSW. Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung für die Prävention und Eindämmung von Pandemien sei deswegen wichtiger denn je. Medizinische Versorgung muss aus Sicht der WHO im Zuge der Corona-Krise viel gerechter verteilt werden. Globale Gesundheitskrisen verschärfen bestehende gesundheitliche, soziale und geschlechterbasierte Ungleichheiten. Laut WHO werden drei Viertel der verfügbaren Impfdosen in gerade einmal zehn der reichsten Länder verimpft. 

3. Mosambik: 10.000 Menschen ohne Schutz

Tagesschau.de und die Tageszeitung (TAZ) schreiben heute über die Lage in Mosambik, nachdem islamistische Terroristen die Stadt Palma im Norden des Landes angegriffen haben. Inzwischen habe Mosambiks Armee die Stadt Palma von den islamistischen Rebellen zurückerobert, aber zehntausende Menschen leben dort nun ohne Schutz oder seien auf der Flucht. Die humanitäre UN-Koordinationsstelle OCHA habe zuletzt über 9.000 Menschen aus Palma, die Hälfte davon Kinder, in benachbarten Distrikten durch Nothilfeorganisationen registriert. Dass die Probleme in dem rohstoffreichen aber von Armut geprägten Land nicht militärisch gelöst werden können, betont auch Johannes Dieterich in seinem Beitrag in der Frankfurter Rundschau.

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01. April 2021

1. April 2021 - 12:08
1. Welthandel erholt sich schneller als erwartet

Wie Deutschlandfunk, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Zeit Online berichten, erholt sich der Welthandel laut Welthandelsorganisation (WTO) nach der Corona-Krise schneller als gedacht. Die WTO erwarte in diesem Jahr eine Zunahme des globalen Warenverkehrs um 8 Prozent. Gleichzeitig haben vor allem der Nahen Osten, Südamerika und Afrika mit Import-Rückgängen um fast 9 Prozent zu kämpfen. Der Zugang zu Impfstoffen trage am meisten zu einer schnellen Erholung bei, betont WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala. Daher müssen die Kapazitäten zur Herstellung auch in Entwicklungsländern ausgeweitet werden. In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau appellieren auch Lucia Puttrich und Tanja Gönner an eine nachhaltige Unterstützung im Umgang mit der Pandemie und deren Folge. Weil die Voraussetzungen dafür in Afrika ungleich schlechter seien als in Europa, werden die Auswirkungen dort verheerender sein. Das Handelsblatt verweist auf Entwicklungsminister Gerd Müller, der prophezeit, dass an den Folgen der Pandemie mehr Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern sterben werden als an dem Virus selbst.

2. China: Knebelkredite für Entwicklungsländer

Eine Studie des Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zeigt, dass China auf Geheimverträge bei Krediten setzt. Das thematisieren untere anderem die Süddeutsche Zeitung, Deutsche Welle, Arte.tv, Spiegel und Welt. Dem IfW liegen 100 eigentlich geheime Kreditverträge Chinas mit 24 Entwicklungsländern in einem Volumen von 36,6 Milliarden Dollar vor. Die Kreditbedingungen erschweren es den Ländern, die sich  wegen der Corona-Pandemie in einer finanziellen Notlage befinden, “ihre Schuldensituation in den Griff zu bekommen”, so die Autor*innen der Studie. Schon länger argumentieren Forscher*innen und Ökonom*innen, dass China vermehrt versuche, Entwicklungs- und Schwellenländer über Kredite abhängig zu machen. So könne sich das Land  leichter Zugang zu Großprojekten wie Häfen und Straßen sichern. 

3. Milliardengewinn mit Corona-Impfstoff

Philip Plickert schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Gewinne der Pharmakonzerne mit dem Corona-Impfstoff. Pfizer prognostiziere 15 Milliarden Dollar Mehrumsatz, Moderna erwarte 18 Milliarden Dollar. AstraZeneca hingegen habe sich vertraglich gebunden, während  der Pandemie keinen Gewinn zu erzielen und verkaufe den Impfstoff zum Selbstkostenpreis. Tatsächlich gelte das AstraZeneca-Vakzin global mit Abstand als das kostengünstigste und sei damit auch für Entwicklungsländer erschwinglich. Bei einer ähnlich hohen Bepreisung seines Impfstoffes hätte AstraZeneca nach Schätzungen mehr als 20 Milliarden Pfund einnehmen können.

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31. März 2021

31. März 2021 - 10:11
1. Kommt ein neues globales System zur Pandemiebekämpfung?

Mehr als zwanzig Staats- und Regierungsoberhäupter sowie Dr. Tedros Ghebreyesus, Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), fordern in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein neues globales System, um in Zukunft besser auf die nächsten Pandemien vorbereitet zu sein. Die Corona-Pandemie mache deutlich, dass niemand sicher ist, solange nicht alle sicher sind. Ein neuer völkerrechtlicher Vertrag könne die internationale Zusammenarbeit deutlich intensivieren, um Warnsysteme, die gemeinsame Datennutzung, die Forschung und die Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten, Diagnostika und Schutzausrüstung zu verbessern. Immunisierung sei ein globales öffentliches Gut. Die Weltgemeinschaft müsse künftig in der Lage sein, Impfstoffe schnellstmöglich zu entwickeln, herzustellen und verfügbar zu machen, so die Autor*innen.

2. Corona verschärft die Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen

Laut einer Analyse der Stiftung des Weltwirtschaftsforums (WEF) werde die Gleichstellung der Geschlechter durch die Corona-Krise um Jahrzehnte zurückgeworfen. Das thematisieren unter anderem Spiegel, Zeit Online und Deutsche Welle. Laut WEF werde es über 135 Jahre dauern, bis Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer. Frauen arbeiten öfter in Branchen, die von der Pandemie betroffen sind und kommen eher für die Betreuung von Kinder und Senioren auf. Es seien deswegen Investitionen im Pflegebereich als auch in der beruflichen Weiterbildung nötig, so die Analyse.

3. Impf-Egoismus wird Nachspiel haben

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung spricht Tankred Stöbe von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen von seinen Erfahrungen mit der Corona-Bekämpfung in Sierra Leone. In Europa sei die Erfahrung mit Pandemien verlorengegangen, so Stöbe. Die Präventionsmaßnahmen in Sierra Leone hingegen seien beeindruckend – nicht zuletzt deshalb, weil das Land eines der Länder gewesen sei, die am schlimmsten von der Ebola-Epidemie vor sechs Jahren betroffenen war. Stöbe fordert, dass Impfstoffhersteller ihre Preisgestaltung offenlegen. Es sei inakzeptabel, dass sich Firmen auf dem Rücken der Pandemie bereichern. Der Impf-Egoismus reicher Länder werde sich rächen, wenn die bereits verimpften Wirkstoffe des Globalen Nordens nicht gegen neue Mutationen anderer Länder helfen. Im Interesse aller müsse global nach gleichen Prioritäten geimpft werden: Erst die Risikogruppen, dann der Rest der Bevölkerung.

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30. März 2021

30. März 2021 - 11:51
1. Mosambik: Blutiger Kampf um die Erdölgewinne

Wie die Tagesschau, die Frankfurter Rundschau, die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle, Deutschlandfunk und der Spiegel melden, sind in der seit Tagen von Milizen belagerten Küstenstadt Palma in Mosambik mindestens sieben Menschen getötet worden. Tausende seien auf der Flucht, von Hunderten fehle jede Spur. Seit Mittwoch belagert „Al-Sunna wa Jama’a“, ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat, die Hafenstadt. Diese liegt nur wenige Kilometer von der Afungi-Halbinsel entfernt, wo derzeit Einrichtungen zur Erdgasgewinnung im Wert von 20 Milliarden US-Dollar entstehen. Der Angriff rücke den Streit um die Einnahmen aus einem der größten Erdgasfelder der Welt damit endgültig ins internationale Bewusstsein. Der französische Mineralölkonzern Total sei in der Region Mehrheitsführer eines Konsortiums ausländischer Konzerne, die derzeit das über zwei Billionen Kubikmeter große Erdgasfeld vor der Küste erschließen. Die muslimische Bevölkerung in der Capo-Delgado-Provinz fühle sich von der vornehmlich christlichen Zentralregierung schon seit Jahrzehnten an den Rand gedrängt und klage, dass die Regierungselite die Gewinne aus der Erdgasförderung an sich reiße. Besorgt über das mögliche Scheitern der Erdgasgewinnung bot Südafrika jetzt Hilfe beim Kampf gegen die Rebellen an. Zugleich warnen Fachleute davor, den Konflikt allein mit militärischen Mitteln lösen zu wollen. 

2. WHO: Zehn Länder sichern sich 76 Prozent der Impfdosen

Mehrere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt berichten, dass 76 Prozent der weltweit verfügbaren Impfdosen von zehn Ländern gesichert wurden. Das gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt. Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die Verteilung von Impfstoffen gestern in Genf. Laut Entwicklungsminister Gerd Müller fehlen für eine weltweite Impfkampagne derzeit 25 Milliarden Euro. Er forderte die Weltgemeinschaft auf, diese Lücke schnellstmöglich zu füllen. Die HIV-Krise der 90er Jahre, bei der die Ärmsten zurückgelassen worden seien, dürfte sich nicht wiederholen, so der Minister.

3. Völkerrechtlichen Vertrag für die Bekämpfung künftiger Pandemien

Mehr als zwanzig Staats- und Regierungschefs aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika schlagen in einem gemeinsamen Aufruf vor, zur Vorbeugung und Bekämpfung künftiger Pandemien einen neuen völkerrechtlichen Vertrag auszuarbeiten. Den Aufruf veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das Handelsblatt, die Tagesschau, der MDR und Nau.ch griffen den Appell auf. Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Ratspräsident Charles Michel und Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa zählen zu den Unterzeichnern. Künftigen Pandemien und schweren Gesundheitskrisen könne sich kein einzelner Staat und keine internationale Organisation alleine stellen. Mehr Zusammenarbeit im Gesundheitswesen sowie eine bessere Verteilung von Medikamenten, Schutzausrüstungen und Impfstoffen solle mit dem Vertrag erreicht werden.

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29. März 2021

29. März 2021 - 11:21
1. Eritrea will Truppen aus Tigray abziehen

Im Tigray-Konflikt will Eritrea nach Angaben der äthiopischen Regierung seine Truppen aus Äthiopien abziehen, berichten unter anderem die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle, der Spiegel und n-tv. Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed bestätigte letzte Woche erstmalig, dass eritreische Truppen in Tigray präsent gewesen seien. Seit Monaten seien Internet- und Telefonverbindungen gekappt, während humanitäre Helfer kaum Zugang zu der Region erhalten haben. Betroffen seien nicht nur die Bewohner*innen von Tigray, sondern auch eritreische Geflüchtete. Zwei der Geflüchtetenlager, die etwa 20.000 Menschen beherbergt haben, seien zerstört und geplündert aufgefunden worden, teilte das UN-Geflüchtetenhilfswerk UNHCR mit, wie der Spiegel meldet. Die UNHCR-Mitarbeiter*innen haben die Lager im Norden der Region erstmals seit Monaten erreichen können.

2. Ebolavirus überlebt im Körper von Genesenen

Kai Kupferschmidt thematisiert in der Frankfurter Allgemeine Zeitung den erneuten Ausbruch von Ebola in Guinea. Laut Sebastian Calvignac-Spencer vom Robert-Koch-Institut sei das Virus nicht “aus der Natur neu auf den Menschen übergesprungen”. Stattdessen müsse sich das Virus der Epidemie in in Westafrika jahrelang im Körper der Menschen gehalten haben. Das Virus könne neuen Erkenntnissen zufolge mehr als fünf Jahre nach Infektion im Körper von Genesenen nachgewiesen werden. Zwar gebe es Medikamente und einen Impfstoff gegen das Virus, aber keine Behandlung, um das Virus in Überlebenden auszumerzen. Ebola hatte zwischen 2013 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 11.000 Menschen getötet.

3. Corona-Pandemie fördert weiterhin Ungleichheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut dazu aufgerufen, ökonomisch benachteiligte Ländern Corona-Impfstoffe zu spenden, wie unter anderem Tagesschau.de, Deutsche Welle und Watson berichten. Umgehend benötigt werden zehn Millionen Impfdosen für rund 20 Länder, die bislang ohne jeden Impfstoff seien. Mehrere internationale Nichtregierungsorganisationen, darunter ONE, appellieren an US-Präsident Joe Biden, den Erfolg seiner Impfkampagne zu teilen. Die EU wolle laut der Frankfurter Allgemeine Zeitung den Export von Corona-Impfstoffen in Drittländer besser kontrollieren, aber kein generelles Exportverbot beschließen. Die EU habe der internationalen Impfstoff-Initiative COVAX zwar eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt, aber kaum Impfstoffe. Die 77 Millionen Dosen, die die EU bislang exportiert habe, seien vor allem an Industrieländer gegangen.

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26. März 2021

26. März 2021 - 14:59

1. Indien blockiert Impfstoffexporte
Indien schränkt vorübergehend den Export von Corona-Impfstoffen des Unternehmens Astra-Zeneca ein und sorgt damit für deutliche Verzögerungen in der weltweiten Auslieferung. Das thematisieren die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tagszeitung (taz), das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sowie das Ärzteblatt. Das Serum Institute of India stelle mehr als die Hälfte aller globalen Impfstoffe her. Angesichts stark steigender Infektionszahlen und der Angst vor Doppelmutationen wolle das Land zuerst den Eigenbedarf decken. Dies habe insbesondere Folgen für die internationale Impfstoff-Initiative Covax. Diese plane, , von März bis Mai insgesamt 237 Millionen Impfdosen an ärmere Länder auszuliefern. Mehr als 100 Millionen Dosen davon sollen vom indischen Serum-Institut, dem weltweit größten Produzenten von Vakzinen, hergestellt werden. In den vergangenen Tagen habe es beim indischen Hersteller bereits Verzögerungen bei Lieferungen an Großbritannien, Brasilien, Marokko und Saudi-Arabien gegeben.

2. Kriege nehmen wieder zu
Erstmals seit sechs Jahren gebe es wieder mehr Kriege auf der Welt. Das hat das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIK) in seinem neuesten Bericht feststellt, der unter anderem vom ZDF, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Frankfurter Rundschau und der Rheinpfalz aufgegriffen wurde. Die Region mit den meisten Kriegen sei Subsahara-Afrika mit fünf neuen und sechs fortgeführten Kriegen. Besonders betroffen seien Südsudan, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Mosambik, Somalia und Äthiopien. Gestritten wurde vor allem über die ideologische, religiöse, rechtliche oder sozioökonomische Ausrichtung des politischen Systems.

3. Neuer Vorstand bei der KfW
Christiane Laibach, Chefin der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), wurde in den Vorstand der staatlichen Förder- und Entwicklungsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) berufen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dort sei sie ab Juni dafür verantwortlich, dass die finanziellen Investitionen der Bundesregierung in Länder des Globalen Südens dort ankommen, wo sie sollen, und so wirken wie gewünscht. Im vergangen Jahr habe die Bank eine Rekordsumme in Höhe von 12,4 Milliarden Euro vergeben.

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Wie wäre es mit einem Pandemica Bildschirmhinterhintergrund? Jetzt herunterladen!

25. März 2021 - 18:04

ONE-Unterstützer*innen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, unseren Zielen und Forderungen Gehör zu verschaffen. Dank euch bringen wir Regierungsvertreter*innen und Politiker*innen dazu zu handeln oder schaffen es, die Episoden unserer neuen animierten  “Pandemica” Serie weltweit zu teilen. Für eure harte Arbeit haben wir ein kleines Dankeschön parat: Unsere Pandemica Bildschirmhintergründe.

Über die Hintergründe

Pandemica mag vielleicht kein realer Ort sein, aber für Milliarden von Menschen ist er Realität. Nicht mal ein Prozent der weltweit verabreichten Corona-Impfdosen hat Menschen erreicht, die in Ländern leben, die stark von Armut betroffen sind. Gleichzeitig haben sich eine Handvoll reicher Staaten genug gesichert, um eine Milliarde Menschen mehr zu impfen als in ihren Ländern leben. Deswegen brauchen wir deine Hilfe, um zu verhindern, dass Pandemica weltweit zur Realität wird.

Ganz egal, ob du deine Freund*innen oder Kolleg*innen in einem Zoom-Call verzücken willst, deinen Desktop verschönern oder einen neuen Smartphone Hintergrund brauchst, wir haben die passenden Pandemica Hintergründe für dich bereit. Teile unsere Nachricht mit der Welt – denn die Pandemie endet erst, wenn alle überall Zugang zum Impfstoff haben.

Zeige deine Unterstützung

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Tauche ein in die Welt von Pandemica auf unserem YouTube Kanal.

Die Pandemica Serie ist illustriert von Andrew Rae, animiert von Titmouse, mit Musik & Sound von father und kreiert und produziert von hive und ONE.

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25. März 2021

25. März 2021 - 11:46
1. 140 Millionen Euro im Kampf gegen Tuberkulose

Wie das Handelsblatt und die Deutsche Welle berichten, stellt Deutschland zusätzliche 140 Millionen Euro im Kampf gegen Tuberkulose bereit. Die Corona-Krise führe zu großen Rückschritten bei der Ausrottung der Krankheit. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien im Pandemie-Jahr 2020 etwa 1,4 Millionen Tuberkulose-Erkrankte weniger behandelt worden als noch im Vorjahr. Fast zwei Drittel der Behandlungsprogramme seien unterbrochen, was zu 400 000 zusätzlichen Todesfällen weltweit führen könnte, so Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. “Alle 22 Sekunden stirbt ein Mensch an Tuberkulose, 95 Prozent davon in Entwicklungs- und Schwellenländern“, erinnerte Müller am gestrigen Welt-Tuberkulose-Tag. Das müsse verhindert werden, denn die Lungenkrankheit sei mithilfe von Antibiotika heilbar. 

2. Begrenzung der EU-Impfstoff-Exporte nicht für arme Länder

Tagesschau.de und die Deutsche Welle melden, dass der Export der knappen Corona-Impfstoffe aus der Europäischen Union noch schärfer kontrolliert werden soll. Das beschloss die EU-Kommission. Neue Kriterien sollen es erlauben, Impfstoffe zurückzuhalten, wenn Verhältnismäßigkeit und Gegenseitigkeit nicht gewahrt seien. Generelle Exportverbote solle es aber nicht geben. Die Ausfuhren an 92 ökonomisch benachteiligte Länder über die COVAX-Initiative seien davon nicht betroffen. Insgesamt seien aus Fabriken in EU-Staaten bislang 43 Millionen Dosen an 32 Länder geliefert worden.

3. Weg frei für Restitution von Benin-Bronzen

Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk, WDR, Zeit Online und der Tagesspiegel thematisieren die Debatte um die als Raubgut der Kolonialzeit geltenden Benin-Bronzen in deutschen Museen. Außenminister Heiko Maas habe sich für Restitutionen stark gemacht. Die Rückgabe von Kulturgütern gehöre zu einem aufrichtigen Umgang mit der Kolonialgeschichte, so Maaß. Der von Bund und Ländern besetzte Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ebnete nun den Weg für mögliche Rückgaben der umstrittenen Bronzen. Laut Außenminister sei man mit Nigeria im Gespräch. Die aktuelle Debatte dreht sich vor allem um die geplante Präsentation im Berliner Humboldt Forum. Das Ethnologische Museum verfügt über rund 530 historische Objekte aus dem Königreich Benin, darunter etwa 440 Bronzen.

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Pandemica – eine Welt, in der die Pandemie ewig weitergeht

25. März 2021 - 10:51

Willkommen in Pandemica! In dieser Hölle auf Erden wird das Corona-Virus niemals besiegt, sondern kann ungehindert mutieren und sich weltweit weiterverbreiten. Dieser schreckliche Ort kostet doppelt so viele Menschen das Leben, verursacht der Weltwirtschaft zusätzliche Kosten in Höhe von 9,2 Billionen US-Dollar und ist ein Ort, an dem die Pandemie ewig weitergeht. Kommt dir das bekannt vor?

Wir alle sind in Pandemica gefangen. Um herauszukommen, müssen wir jetzt handeln. Es ist ein historischer Erfolg der Wissenschaft. Denn schon innerhalb eines Jahres sind nach den ersten gemeldeten Corona-Fällen mehrere sichere und wirksame Impfstoffe vorhanden. Doch ohne globalen Zugang zu diesen Impfstoffen wird die Pandemie nicht aus der Welt zu schaffen sein.

Was ist Pandemica?

Pandemica ist eine neue Zeichentrickserie von ONE. Wir wollen hiermit zeigen, wie wichtig es ist, dass weltweit alle Länder schnellstmöglich Zugang zu Covid-19-Impfstoffen bekommen. Diese animierte Corona-Hölle auf Erden voller Monster und Kreaturen zeigt die Lebenswirklichkeit der Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen, die noch keinen Zugang zu den Covid-19-Impfstoffen haben.

Hier kannst du dir alle Folgen unserer Pandemica Serie anschauen und erleben, warum Pandemica einer der schlimmsten Orte von allen ist.

Mit Zeichnungen des Illustrators Andrew Rae und den geliehenen Stimmen unserer talentierten Freund*innen wie ONE-Mitbegründer Bono, Penélope Cruz, Michael Mittermeier, Carolin Kebekus, Jeannine Michaelsen, Culcha Candela und vielen mehr. Die Zeichenserie mahnt, dass wir alle uns dafür einsetzen müssen, dass weltweit alle Menschen Zugang zu Impfstoffen erhalten.

Wie ist das Leben in Pandemica?

Pandemica mag vielleicht kein realer Ort sein, aber für Milliarden von Menschen ist er Realität. Nicht mal ein Prozent der weltweit verabreichten Corona-Impfdosen hat Menschen erreicht, die in Ländern leben, die stark von Armut betroffen sind. Gleichzeitig haben sich eine Handvoll reicher Staaten genug gesichert, um eine Milliarde Menschen mehr zu impfen als in ihren Ländern leben.

Dieses Horten von Impfstoffen in Ländern mit hohem Einkommen könnte dazu führen, dass mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung – also 4,68 Milliarden Menschen – erst 2022 oder später Zugang zu einem Corona-Impfstoff bekommen.

Wenn du in einem Land lebst, in dem  Menschen bereits geimpft werden, heißt es aber nicht, dass du sicher bist. Es gibt mehr als 4.000 Varianten des Corona-Virus und einige davon sind ansteckender als andere. Je länger sich das Virus ungehindert ausbreiten kann, desto häufiger kann es mutieren. Das gefährdet das Leben von allen Menschen in Pandemica.

Außerdem fordert Pandemica einen extrem hohen Preis – egal, in welchem Land du lebst. Die ungerechte Verteilung von Impfstoffen kostet die Weltwirtschaft 9,2 Billionen US-Dollar. Und wenn die Länder mit dem niedrigsten Einkommen zunächst von der Impfkampagne ausgeschlossen werden, tragen die Länder mit hohem Einkommen 75 Prozent des weltweiten wirtschaftlichen Schadens.

Wie verhindern wir Pandemica?

Die Pandemie wird erst enden, wenn weltweit alle Menschen, die darauf angewiesen sind, Zugang zu einem Covid-19-Impfstoff haben.

Wenn reiche Länder wie bisher die ersten verfügbaren Impfstoffdosen aufkaufen und horten und somit verhindern, dass diese weltweit gerecht verteilt werden, wird die Pandemie noch viel länger dauern. Denn so kann sich das Virus weiter ungehindert ausbreiten und mutieren und weltweit alle Menschen gefährden. Deshalb brauchen wir einen Plan für eine global gerechte Impfstoffverteilung.

Eine handvoll reicher Länder haben genug Covid-19-Impfdosen gekauft, um ihre gesamte Bevölkerung fast dreimal zu impfen. Fordere mit uns diese Regierungen auf, ihre überschüssigen Dosen dringend mit den Ländern zu teilen, die bisher kaum oder keine Impfdosen erhalten haben. Hier geht’s zur Petition.

 

Die Pandemica Serie ist illustriert von Andrew Rae, animiert von Titmouse, mit Musik & Sound von father und kreiert und produziert von hive und ONE.

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24. März 2021

24. März 2021 - 12:11
1. Terror und Machtvakuum im Niger

Über die jüngsten Anschläge im Niger, bei den mindestens 137 Menschen starben, berichten unter anderem ZDF, Zeit Online, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel und Bild. Der Regierung zufolge griffen Bewaffnete mehrere Dörfer in der Region Tahoua nahe der Grenze zum Nachbarland Mali an. Wer für die aktuellen Anschläge verantwortlich ist, sei noch unklar. Im Niger und anderen Ländern der Sahelregion seien mehrere Terrorgruppen aktiv. Hinzu kommt, dass im Niger derzeit ein staatliches Machtvakuum herrsche, wie Dominic Johnson in der Tageszeitung (taz) kommentiert. Der bisherige Präsidenten Mahamadou Issoufou trat bei den Wahlen im Februar nicht mehr an und sein gewählter Nachfolger Mohamed Bazoum sei noch nicht im Amt. Die Opposition kenne Bazoums Wahlsieg bisher nicht an. Dabei brauche Niger bei über 200 Terroropfern in nur zehn Tagen gerade jetzt eine klare Führung, so der Autor.  

2. WTO: Mit mehr Handel schneller aus der Corona-Krise

Laut Welthandelsorganisation (WTO) kann gesteigerter Handel eine Chance für Länder des Globalen Südens sein, um sich von den ökonomischen Folgen der Pandemie zu erholen, schreiben die Deutsche Welle und das Handelsblatt. Während der Corona-Krise seien die ärmsten Länder besonders hart getroffen gewesen. Bei ihnen sei der Handel im vergangenen Jahr noch stärker eingebrochen als im weltweiten Durchschnitt. Nach Überzeugung der neuen Chefin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, müssen Programme für die Eröffnung von neuen Handelswegen gerade jetzt finanziell gestärkt werden. Kristalina Georgieva, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), unterstreicht, dass Handel Arbeitsplätze schaffe, Familien aus der Armut helfe und den Lebensstandard hebe. “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Reduzierung von Zöllen und den Abbau von regulatorischen Beschränkungen”, fordert der Chef der Weltbank, David Malpass. 

3. Frontex-Chef: Pandemie sorgt für Wiederanstieg der Geflüchtetenzahlen

Der Chef der EU-Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, rechnet mit einer steigenden Zahl von Migrant*innen. Das sagte er im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschlands (RND), über das auch die Welt berichtet. Mit den Corona-Auflagen nehmen die Migrant*innenzahlen an den EU-Außengrenzen zwar ab, Frontex erwarte nach der Pandemie aber eine deutliche Zunahme von Geflüchteten – auch weil sich die Fluchtursachen in den vergangenen Monaten verschärft haben. Die Vorwürfe, Frontex sei in illegale Pushbacks von Geflüchteten verwickelt, streitet Fabrice Leggeri im Interview ab. Laut einer gemeinsamen Recherche von ARD und Spiegel sollen Flüchtlingsboote in der Ägäis zurückgedrängt worden sein, anstatt die Insassen zu retten. Das EU-Parlament habe laut Spiegel daraufhin die Bestätigung des Budgets von Frontex verweigert. 

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