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AgrarKoordination

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Aktuelles von der Agrarkoordination
Aktualisiert: vor 2 Tage 3 Stunden

Agrar Koordination unterstützt das Positionspapier: Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel

2. Juli 2020 - 13:08

Die Bundesregierung legt in Kürze einen Gesetzesentwurf vor, um die EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken umzusetzen. Ein breites Bündnis von 49 Organisationen aus dem Umwelt-, Entwicklungs-, Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich fordern mehr Fairness im Lebensmittelhandel. Der angekündigte Gesetzentwurf muss die Einkommenssituation von Erzeugerinnen und Erzeugern und den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung verbessern – in Deutschland, der EU und weltweit. „Verkaufspreise dürfen nicht die Produktionskosten innerhalb der Lieferkette unterbieten“, fordert das Bündnis übereinstimmend in dem heute veröffentlichten Positionspapier „Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel“. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die EU-Richtlinie ein zentrales Instrument gegen die desaströse Billigpreispolitik im Lebensmittelhandel ist und die Bundesregierung den Verkauf von Lebensmitteln zu Dumpingpreisen verbieten muss. Ebenso fordern sie die Einrichtung einer Preisbeobachtungsstelle und einer Ombudsstelle.

Hier geht es zum Positionspapier
Kategorien: Hamburg

Zeit zum Umdenken – EU-Mercosur-Abkommen stoppen!

28. Juni 2020 - 11:27
Zusammen mit 50 Organisationen startet die Agrar Koordination heut mit dem Aufruf gegen das EU-Mercosur-Abkommen, das existenzsichernde landwirtschaftliche Erzeugerpreise in den Mercorsur- und EU-Staaten durch eine exportorientierte Agrarpolitik verhindert. Dadurch gefährdet es auch den Erhalt des tropischen Regenwaldes und begünstigt die Vertreibung von Bäuerinnen und Bauern von ihrem Land. Hier der Aufruf!
Kategorien: Hamburg

Pressemitteilung

22. Juni 2020 - 11:21
Die neue landwirtschaftliche Strategie der Europäischen Kommission „Farm to Fork" („Vom Hof auf den Tisch") kann nur die gewünschte nachhaltige Wirkung entfalten, wenn der bestehende Vorschlag zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Europäischen Union überarbeitet wird. Die Ausstellung der Agrar Koordination „Land und Wirtschaft – wer erntet?" zeigt, dass die bisherige landwirtschaftliche Förderpolitik auf dem Holzweg ist.

Die neue Strategie der Europäischen Kommission „Vom Hof auf den Tisch", die am 20. Mai diesen Jahres veröffentlicht wurde, enthält viele gute Ideen und ist in ihrem Ansatz zu begrüßen. So beinhaltet sie das Ziel, einer Pestizidreduktion bis 2030 um 50 Prozent. Auch synthetische Düngemittel sollen laut Strategie bis 2030 um 20 Prozent reduziert werden. Außerdem sind mit der Strategie eine Reduktion der Nutzung von Antibiotika bei der Tierhaltung bis 2030 um 50 Prozent und eine Ausweitung der Ökologischen Landwirtschaft auf 25 Prozent der europaweit landwirtschaftlich genutzten Fläche bis 2030 verbunden. All diese Zielvorgaben kommen gut an in einer Zeit, in der verstärkt über Wechselwirkungen zwischen Mensch und Tier, funktionierende Ökosysteme und Versorgungsketten nachgedacht wird.

Nicht nur die Herausforderungen des Klimawandels, sondern auch die Auswirkungen aufgrund der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise machen deutlich, dass wir eine gesunde resiliente Lebensmittelerzeugung brauchen. Allerdings darf sich dies nicht in Strategien erschöpfen, sondern muss rechtsverbindlich in der neuen EU-Agrarreform wiederzufinden sein. Dafür sind anders als in den bisherigen Reformentwürfen für die Förderperiode nach 2020/2021 klare ökologische Förderbedingungen nötig, die EU-weit verbindlich in allen Mitgliedstaaten gelten und Landwirte belohnen, die den Weg einer nachhaltigen enkeltauglichen Landwirtschaft einschlagen.

Die Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?" der Agrar Koordination zeigt, dass das bisherige System der EU-Agrarsubventionen nicht zu einer gesunden und nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland und der EU geführt hat. Ökologische Landwirtschaft und deren landwirtschaftliche Forschung werden nicht in dem Maße gefördert, wie die Zielsetzung der neuen Kommissionstrategie es fordert. Kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe kämpfen um ihr Überleben.

„Es gibt unseren Hof nur noch, weil er so vielfältig ist", sagt die in der Ausstellung porträtierte Demeter-Bäuerin Claudia Gerster. Der Betrieb mit eigenen kleinen Hofladen konnte auch deshalb überleben, weil alle Familienmitglieder mit anpacken. Ähnlich ergeht es dem Landwirt und Milchviehhalter Arne Traupe bei Göttingen, bei dem noch drei Generationen auf dem Hof mitarbeiten und der auf heimisches Futter setzt. Würde man hier jede Arbeitsstunde berechnen, hätte er bei dem niedrigen Milchpreis ein negatives Betriebsergebnis.

„Die Ausstellung der Agrar Koordination zeigt, dass eine europäische Landwirtschaft der Zukunft nur möglich ist, wenn die europäischen Fördergelder eine Landwirtschaft belohnen, die Rücksicht nimmt auf Biodiversität, Boden- und Klimaschutz" sagt Sandra Blessin, Bildungsreferentin bei der Agrar Koordination. Die Kommissionsstrategie hätte diese Wirkung, wenn sie in verbindliche Gesetze und Förderrichtlinien gegossen würde. Daher ist ein neuer ambitionierterer Entwurf für eine zukunftsfähige EU-Agrarpolitik unumgänglich.

Die Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?" kann bei der Agrar Koordination ausgeliehen werden. Im Zusammenhang mit der Ausstellung besteht die Möglichkeit eine Bildungsveranstaltung für Jugendgruppen oder für die Erwachsenenbildung zu buchen. Weitere Informationen unter: www.agrarkoordination.de/projekte/land-und-wirtschaft/

Kontakt:
Agrar Koordination (Forum für internationale Agrarpolitik e.V.)
Sandra Blessin
Tel: 0177-97 28275

E-Mail: sandra.blessin@agrarkoordination.de Hier die Pressemitteilung als PDF
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Webinar "Agrarökologie macht Schule

22. Juni 2020 - 9:15
Was ist Agrarökologie? Was sind ökologisch verträgliche und sozialgerechte Formen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion? Und wie passt Agrarökologie in den Schulunterricht? Themen wie Klimawandel, Artenschwund und soziale Ungerechtigkeit sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Während die Mühlen der Politik langsam mahlen, wächst eine Jugendbewegung, die eine ungewisse Zukunft für ihre Generation nicht hinnehmen will und jetzt konkrete Veränderungen fordert. Hier sieht PAN Germany dringenden Handlungsbedarf – auch im Bildungsbereich. Denn Alternativen zur chemie-intensiven Landwirtschaft und ressourcenverschwendenden Lebensmittelindustrie bestehen: Die Prinzipien und Praktiken der Agrarökologie sind keine Utopien. Bäuer*innen, Landarbeiter*innen, regionale Verarbeiter*innen und Vermarkter*innen beweisen tagtäglich, dass es anders geht. Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, erläutert eingangs, warum Agrarökologie mehr als nur eine Anbaumethode ist, was hinter dem Konzept steht, und welche Bedeutung Agrarökologie für das Klima, die Biodiversität und unser Ernährungssystem hat. Anschließend stellt Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany, die neuen Unterrichtsmaterialien „Agrarökologie macht Schule“ vor und erläutert, wie diese einen konkreten Beitrag zur Ergänzung des schulischen Bildungsbereichs leisten können. Dieses Webinar richtet sich an Lehrer*innen, Bildungsträger, Referent*innen aus dem schulischen und außerschulischen Bildungsbereich und alle Interessierte, die sich über Agrarökologie informieren möchten. Die Unterrichtsmaterialien wurden in erster Linie für die Sekundarstufe II entwickelt. Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany: tamara.gripp@pan-germany.org Bitte melden Sie sich mit diesem Link für das Webinar an: https://register.gotowebinar.com/register/4536134583976833547
Kategorien: Hamburg

Biopoli-Seminar am Samstag, 20.6.20 in Hamburg (neuer Termin!)

20. Juni 2020 - 10:07
Hier geht es zum Programm als pdf. Die Dozentin Marie Heitfeld ist Psychologin und arbeitet bei Germanwatch als Referentin für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Sie ist Mitautorin der Broschüre „Wandel mit Hand und Fuß“zu beziehen unter https://germanwatch.org/de/1204 Die Teilnahmegebühr beträgt 20 €. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, damit wir die Abstände zueinander im Veranstaltungs-Raum einhalten können. Programm:  
Samstag, 20.6.2020
Ab 9:00 Uhr Ankunft 10:00 Uhr Workshopbeginn „Handwerkszeug für Zukunftshandeln“ - Die Idee des Hand Prints im Kontext Nachhaltige Landwirtschaft mit Marie Heitfeld (Germanwatch)
12:30 Uhr Mittagessen mit Pause
13:30 bis 18:00 Uhr Fortsetzung des Workshops
Kategorien: Hamburg

Eine virtuelle (Rad-)Tour vom Hamburger Hafen in die landwirtschaftlich geprägten Vier- und Marschlande

18. Juni 2020 - 14:00
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/2283325418578362892 Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)

Das Webinar findet statt am Donnerstag, den 18. Juni 2020,  17:00 - 18:30 Uhr

Ein Blick vor die eigene Haustür lohnt sich. Kommen Sie mit auf eine virtuelle Rad-Tour – raus aus der Stadt, rein in den landwirtschaftlich geprägten Süd-Osten Hamburgs und darüber hinaus. Gemeinsam entdecken wir die Agrarlandschaft und erfahren Wissenswertes über Pestizide und über Agrarökologie. Der virtuelle Startpunkt liegt zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt nahe des Hafens. Den Elbblick
verbinden wir mit einem Blick auf den Export von Pestiziden. Susan Haffmans, Referentin für Pestizide und Tierarzneimittel bei PAN
Germany, gibt einen Überblick über die Toxizität von Pestiziden und zeigt auf, was der Export hochgefährlicher Pestizide für die Menschen
in den Importländern bedeutet und was sich ändern muss. Weiter entlang des Elberadwegs in Richtung Kirchwerder erkunden wir verschiedene
Strukturen der Agrarlandschaft und beobachten, was wir sehen und was wir nicht sehen. Wie wird das Land bewirtschaftet, was wird angebaut? Wo
fühlen sich Bienen, Schmetterlinge und heimische Vögel wohl? Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany,
erläutert den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und die Bedeutung der Landnutzung für die biologische Vielfalt weltweit.
Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, gibt eine Einführung darüber, was Agrarökologie ist und welche Bedeutung das Konzept für die notwendigen Veränderungen in unserem Ernährungssystem hat. Denn Agrarökologie ist weit mehr als nur
eine Anbaumethode. Agrarökologie ist durch Vielfalt geprägt und zeigt sich in unterschiedlichen Formen.

Dieses Webinar richtet sich an alle Interessierte, die Freude daran haben, das Hamburger Umland zu erkunden und sich über zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Lebensmittelproduktion informieren wollen. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur Teilnahme am Webinar.Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)


Kategorien: Hamburg

Agrarökologie in Brasilien: Familien kämpfen für ein Leben ohne Agrar-Gifte

16. Juni 2020 - 9:55

Anmeldung bis Sonntag, 14.Juni 2020 23:59 unter https://www.kooperation-brasilien.org/de/veranstaltungen/webinar/anmeldung-webinar

Nachdem beim letzten #KoBrinar über die problematischen Auswirkungen des globalen Handels auf Brasilien gesprochen wurde, geht es dieses mal um ein alternatives Modell zur Sicherung der Ernährungssouveränität: Die Agrarökologie. Mireille Remesch berichtet in einem ca. 30 minütigen Vortrag:

In keinem Land der Welt werden so viele Pestizide eingesetzt wie in Brasilien. 35 Prozent der weltweiten Sojaproduktion wird hier geerntet. Und es soll noch mehr werden. Dabei geht es auch ganz anders: Im südbrasilianischen Bundesstaat Paraná hat sich eine starke soziale Bewegung gebildet, die konkrete Alternativen zum agrarindustriellen Modell aufzeigt und Familien mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt, ohne Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln. Eine wichtige Errungenschaft, die unter der jetzigen Regierung von Jair Bolsonaro zerstört werden könnte. Noch funktioniert die agrarökologische Bewegung in Südbrasilien. Der Vortrag zeigt ihre Beweggründe und ihren Kampf um Land und um ein Leben ohne Agrar-Gifte.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu klären und auf die aktuelle Situation vor Ort einzugehen.

Die Referentin: Mireille Remesch ist entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination. Sie war im Oktober 2019 in Paraná und hat in Zusammenarbeit mit Prof. Antônio Inácio Andrioli und Liria Andrioli von der Universität UFFS (Universidade Federal da Fronteira Sul) in Laranjeiras do Sul, Gespräche mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Indigenen und Landlosen geführt.


Nach der Fragerunde an Mireille (ab ca. 20 Uhr) laden wir euch zu einem „virtuellen Caipi-Abend" ein (ca.30 Minuten), um uns über die Situation in Brasilien auszutauschen. Nun dürfen alle reden! Welche Themen aus Brasilien haben euch erreicht? Und was beschäftigt euch in dem Zusammenhang? Getränke bitte bereithalten!
Kategorien: Hamburg

Virtuelle Lernangebote jetzt online

15. Juni 2020 - 18:15
Wenn ihr mal eine Pause von Euren Arbeitsblättern machen wollt und Euch für Themen rund um nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung interessiert, seit Ihr hier richtig. Ab jetzt findet Ihr hier laufend neue Online-Lernangebote zu Fragen wie:
  • Wieviel Lebensmittel schmeißen die Deutschen jedes Jahr weg?
  • Was hat es mit den neuen Gentechnik-Methoden auf sich?
  • Wie kann ich durch mein Essen den Klimwandel beeinflussen?
Diese und viele andere Fragen werden in unseren Online Quizzen, Lernsnacks oder unserer Sofa-Rallye behandelt. Klickt Euch durch und ihr werdet noch schlauer!
Kategorien: Hamburg

Eine virtuelle (Rad-)Tour vom Hamburger Hafen in die landwirtschaftlich geprägten Vier- und Marschlande

15. Juni 2020 - 9:03
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/2283325418578362892 Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)

Das Webinar findet statt am Donnerstag, den 18. Juni 2020,  17:00 - 18:30 Uhr

Ein Blick vor die eigene Haustür lohnt sich. Kommen Sie mit auf eine virtuelle Rad-Tour – raus aus der Stadt, rein in den landwirtschaftlich geprägten Süd-Osten Hamburgs und darüber hinaus. Gemeinsam entdecken wir die Agrarlandschaft und erfahren Wissenswertes über Pestizide und über Agrarökologie. Der virtuelle Startpunkt liegt zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt nahe des Hafens. Den Elbblick
verbinden wir mit einem Blick auf den Export von Pestiziden. Susan Haffmans, Referentin für Pestizide und Tierarzneimittel bei PAN
Germany, gibt einen Überblick über die Toxizität von Pestiziden und zeigt auf, was der Export hochgefährlicher Pestizide für die Menschen
in den Importländern bedeutet und was sich ändern muss. Weiter entlang des Elberadwegs in Richtung Kirchwerder erkunden wir verschiedene
Strukturen der Agrarlandschaft und beobachten, was wir sehen und was wir nicht sehen. Wie wird das Land bewirtschaftet, was wird angebaut? Wo
fühlen sich Bienen, Schmetterlinge und heimische Vögel wohl? Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany,
erläutert den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und die Bedeutung der Landnutzung für die biologische Vielfalt weltweit.
Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, gibt eine Einführung darüber, was Agrarökologie ist und welche Bedeutung das Konzept für die notwendigen Veränderungen in unserem Ernährungssystem hat. Denn Agrarökologie ist weit mehr als nur
eine Anbaumethode. Agrarökologie ist durch Vielfalt geprägt und zeigt sich in unterschiedlichen Formen.

Dieses Webinar richtet sich an alle Interessierte, die Freude daran haben, das Hamburger Umland zu erkunden und sich über zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Lebensmittelproduktion informieren wollen. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur Teilnahme am Webinar.Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)


Kategorien: Hamburg

Koalitionsvertrag lässt ambitionierte Ziele für eine zukunftsfähige Ernährung in Hamburg vermissen

5. Juni 2020 - 9:41
Hamburg, den 4.6.2020

„Wir schaffen ein House of Food. [...] Den Bioanteil in den Schulen und Kitas erhöhen wir auf 100 % bis 2025 [...]."[1]
„Dies steht unter dem Stichwort Ernährung im neuen rot-grünen Koalitionsvertrag, aber nicht in dem von Hamburg, sondern seit dem 3.Mai in dem von München,“ sagt Astrid Matthiae vom Ernährungsrat Hamburg. Rot-Grün hätte die Corona-Krise dazu nutzen können, mutige und zukunftsweisende Zielvorgaben für eine nachhaltige Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung und Ernährung in der Hansestadt Hamburg im vorliegenden Koalitionsvertrag festzuschreiben. Stattdessen bleibt es bei vagen Absichtserklärungen und Empfehlungen, so das Fazit des Verbraucher*innen Bündnis Bio-Stadt Hamburg. Das Bündnis steht für einen zivilgesellschaftlichen Dialog bereit, um aus dem Papiertiger verbindliche Ziele und konkrete Umsetzungspläne Wirklichkeit werden zulassen. Denn wir sind uns sicher, Hamburg kann mehr.

Seit Februar 2016 haben sich Städte in Deutschland zum Netzwerk der Biostädte zusammengeschlossen. Hamburg ist im Herbst 2016 dem Netzwerk beigetreten und nennt sich seitdem Bio-Stadt.

Im neuen Hamburger Koalitionsvertrag finden sich zum Thema Ökologisierung der Landwirtschaft zwar auch Zahlen – so sollen bis 2025 20 – 25% der landwirtschaftlichen Flächen erfreulicherweise ökologisch bewirtschaftet werden. Wer die ökologisch angebauten Produkte denn abnehmen soll, dazu machen die Hamburger Koalitionspartner*innen aber zu vage Angaben.
Im Koalitionsvertrag heißt es nur:


„Wir werden in dieser Legislaturperiode den Einsatz von Ökoprodukten insbesondere regionaler Herkunft in öffentlichen Einrichtungen der Stadt stärken und kontinuierlich erhöhen.“[2] Eine „Umstellung auf den ökologischen Landbau [soll] marktgerecht ermöglicht werden“[3].



„Dass der „Markt“ es im notwendigen Maße aber eben nicht richtet, haben die vergangenen Jahrzehnte gezeigt. Probleme, wie das Artensterben, der Klimawandel und Nitrat im Grundwasser, an denen die Landwirtschaft ihren Anteil hat, werden seit Jahren größer“, sagt Sebastian Wenzel von Slowfood Hamburg.

 „Es braucht daher auch in Hamburg einen konkreten Anstieg des Bio-Anteils in öffentlichen Kantinen. Auch Hamburg sollte dem Beispiel des Kopenhagener „House of Food“ folgen und die notwendige Fortbildungs- und Beratungsarbeit für eine kostengünstige Umstellung auf Bio-Lebensmittel in öffentlichen Kantinen finanzieren“, fordert Julia Sievers von der Agrar Koordination.

Das Verbraucher*innenbündnis setzt sich dafür ein, dass in den öffentlichen Kantinen der Stadt Hamburg 30% Bio-Lebensmittel bis Ende 2021 und mindestens 90% Bio-Lebensmittel bis 2026 eingesetzt werden. Hamburger Caterer, die zum Teil seit Jahrzehnten beispielsweise Kitas kostenneutral mit 100% Bio-Essen beliefern, zeigen, dass es geht.
Das Bündnis weist darauf hin, dass Städte wie München, Bremen und Berlin sich bereits mit ambitionierten Mengenzielen für einen überschaubaren Zeitrahmen auf den Weg gemacht haben. Unser nördlicher Nachbar Kopenhagen ist ein besonderes Vorbild - die Metropole hat rund 900 städtische Kantinen fast komplett auf Bio umgestellt. Auf der Veranstaltung „100% Bio: Was tut die Hamburger Politik für gesundes und umweltfreundliches Essen?“ vor der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft hat das Verbraucher*innenbündnis Bio-Stadt Hamburg über diese Beispiele informiert.



Bei aller Kritik hebt das Verbraucher*innenbündnis auch positive Aspekte im Koalitionsvertrag hervor:
"Wir freuen uns, dass Hamburg, wie von uns vorgeschlagen, die Ressorts Umwelt und Klima mit der Landwirtschaft in einer Behörde zusammenfasst. Senator Kerstan bieten wir eine konstruktive, ambitionierte Zusammenarbeit an, damit Hamburg in naher Zukunft den Titel Bio-Stadt zu Recht trägt“, sagt Alexandra Wandel, Vorstandsvorsitzende der Stiftung World Future Council.

„Wir begrüßen die Absicht der Koalition die Einhaltung des Hamburger Mindestlohns ‘auch für Auftragnehmer*innen bei städtischen Vergaben‘ gelten zu lassen. Nicht zuletzt Billigfleisch und die damit verbundenen mehr als fragwürdigen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie wären damit vom Tisch.“, hofft Astrid Matthiae vom Ernährungsrat Hamburg.



Kontakt:


Agrar Koordination, Julia Sievers, Tel.: (040) 39 25 26, julia.sievers@agrarkoordination.de

Ernährungsrat, Astrid Matthiae, Mobil: 0152/179 58 105, astridmatthiae@gmx.de

World Future Council, Alexandra Wandel, Mobil: 0172 748 39 53, alexandra.wandel@worldfuturecouncil.org 

HIER finden Sie weitere Informationen zum Verbraucher*innenbündnis Bio-Stadt Hamburg.

[1] „Mit Mut Vision und Zuversicht: Ganz München im Blick – Koalitionsvereinbarung für die Stadtratsperiode 2020-2026“, S.10

[2] „Zuversichtlich, solidarisch, nachhaltig – Hamburgs Zukunft kraftvoll gestalten; Koalitionsvertrag über die Zusammenarbeit in der 22. Legislaturperiode der Hamburgischen Bürgerschaft“, S. 58

[3] Eben da

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Neu zum Hören: Was ist Agrarökologie?

4. Juni 2020 - 11:03
Unsere Audiotexte "Was ist Agrarökologie" und "Die 10 Prinzipien der Agrarökologie" können jetzt angehört werden.
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Blick auf Brasilien: Lokale Ernährungssysteme sind in einer globalen Krise am tragfähigsten

27. Mai 2020 - 9:17
Blick auf Brasilien: Lokale Ernährungssysteme sind in einer globalen Krise am tragfähigsten (PM als pdf) Hamburg, 27. Mai 2020 // Die Corona-Pandemie offenbart die Schwachstellen in unserer globalisierten Welt. Das betrifft keinen Sektor mehr als den Ernährungsbereich. In der jetzigen Krise zeigt sich, wie fragil unsere globalen Lieferketten sind. Der Handel mit Obst, Blumen und Gemüse – ob Fair Trade oder nicht – bricht zurzeit aufgrund des Corona-Virus zusammen, weil Flugzeuge nicht mehr fliegen oder Arbeitskräfte fehlen. Nun wird die Abhängigkeit vieler Schwellen-und Entwicklungsländer deutlich und bedroht die Menschen durch den plötzlichen Verlust ihres Einkommens. Das Welternährungsprogramm warnt vor einer Hunger-Pandemie infolge von Corona. Bedroht sind besonders die Menschen, die bereits jetzt am Existenzminimum leben und kein Geld haben, um sich Lebensmittel leisten zu können. Auch Brasilien ist von der Pandemie stark getroffen, die Corona-Fallzahlen steigen weiter an. Mehr als 23.000 Corona-Totewerden aktuell in Brasilien vermeldet. Betroffen sind vor allem die Amazonasregion, einige Nordoststaaten sowie die Großstädte Rio de Janeiro und Sao Paulo. Der Süden Brasiliens ist derzeit wenig betroffen, steht jedoch auch vor der Herausforderung, die Einkommen von Kleinbäuer*innen zu sichern und die Menschen mit bezahlbaren Nahrungsmitteln zu versorgen. Brasiliens Landwirtschaft ist stark vom Weltmarkt abhängig. Das Land hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit zum größten Exporteur von Soja, Zucker, Kaffee, Orangensaft, Hühner-und Rindfleisch entwickelt. Mireille Remesch, Referentin für Entwicklungspolitik beim Hamburger Verein „Agrar Koordination“, war im vergangenen Oktoberauf einer Recherchereise zum Thema „Agrarökologie“ im Bundesstaat Paraná im Süden Brasiliens und hat dort viele Familien besucht und interviewt: „Wie wichtig eine lokale und nachhaltige Lebensmittelproduktion für die Ernährungssicherung ist, zeigt sich in der aktuellen Situation. In Südbrasilien beispielsweisekonnte sich in den letzten 10 Jahren eine kleinbäuerliche Landwirtschaft entwickeln, die ohne den Einsatz von Pestiziden heimische Nahrungsmittel produziert.“ In der Corona-Krise sind sie es, die zur Versorgung der lokalen Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln beitragen. Obwohl derzeit Bauernmärkte und Schulen geschlossen sind, wird der Verkauf über Bestellungen per Handy organisiert. Die Schulverpflegung, die in Brasilien kostenlos ist und entsprechend des Schulspeisungsgesetzes von der kleinbäuerlichen Familienlandwirtschaft produziert wird, wird derzeit direkt an die Familien nach Hause geliefert. Dies ist jedoch nur möglich, weil die soziale Bewegung in Brasilien viele Jahre für diese Strukturen gekämpft hat. Globale Handelsabkommen wie das umstrittene MERCOSUR-Abkommen verschärfen die Ernährungslage der Armen und marginalisierten Bevölkerungsschichten. Die Ausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion auf Exportmärkte setzt Kleinbauern unter enormen Preisdruck und zerstört nicht selten mühsam aufgebaute lokale Strukturen. Mireille Remesch fordert deshalb: „Die Entwicklungszusammenarbeit ist in erster Linie auf lokale Lösungen und regionale Märkte auszurichten und nicht auf die Anknüpfung von Bäuerinnen und Bauern an den Weltmarkt. Hier muss eine Neuausrichtung geschehen, um aus der Pandemie zu lernen.“
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Simple Show zum Thema "Lebensmitteilverschwendung"

18. Mai 2020 - 11:42
Noch immer aktuell: Unsere Simple Show zum Thema "Lebensmittelverschwendung" https://www.youtube.com/watch?v=9pviwWLKcak Agrar Koordination erklärt: Lebensmittelverschwendung – und was wir dagegen tun können!


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Biopoli: Erster Lernsnack zum Thema "Lebensmittelverschwendung" online

13. Mai 2020 - 10:05
Derzeit sind wir in unserem Biopoli-Projekt dabei, unsere Inhalte für Schüler in kleinen, informativen "Häppchen" aufzubereiten. Unser erster Lernsnack zum Thema Lebensmittelverschwendung ist jetzt online! Das Angebot ist gedacht für Schüler ab Klasse 9 und Erwachsene. Viel Spaß! https://www.learningsnacks.de/share/55143/517f2d14ef3aef7105ced3ac21b59dc9a0b8c1a5 Vielen Dank an unsere Autorin und Referentin Maike Strietholt! Weitere Lernsnacks sind in Arbeit, wir werden in den News immer daraus hinweisen, wenn etwas Neues online ist.

Übrigens: Die Anregung zu den digitalen Lernsnacks stammt von "hamburg mal fair", wo ihr noch weitere Lernsnacks findet: hamburgmalfair.de
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Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und Umweltstandards in Lieferketten gesetzlich verankern

8. Mai 2020 - 16:12
Pressemitteilung der Hamburger Initiative Lieferkettengesetz Hamburg, den 8. Mai 2020 – Die Corona-Krise führt uns auf dramatische Weise vor Augen, in welchem Maße Transparenz und Sorgfalt in globalen Lieferketten in unser aller Interesse liegen. Die Krise verdeutlicht: Wir brauchen ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen verpflichtet, die Einhaltung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten und Umweltstandards in ihren globalen Lieferketten sicherzustellen. Dafür treten wir als Hamburger Initiative Lieferkettengesetz auch im Hinblick auf die aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen in Hamburg ein. Die Forderungen, die SPD und Grüne in den Programmen für die Bürgerschaftswahlen in Bezug auf ein Lieferkettengesetz aufgestellt haben, werden von uns befürwortet. Wir appellieren an die Verantwortlichen für die Koalitionsverhandlungen, ihre Forderungen nun zu konkretisieren und im Rahmen der Koalition umzusetzen.

Der Koalitionsvertrag sollte ein klares Bekenntnis zum Lieferkettengesetz und zum entsprechenden Engagement dafür im Bundesrat beinhalten. Und Hamburg sollte mit gutem Beispiel vorangehen – gerade in der öffentlichen Beschaffung besteht hier noch Handlungsbedarf.

Julia Sievers, Referentin der Agrar Koordination und Vertreterin der Hamburger Initiative Lieferkettengesetz: „Die Vorgaben für die öffentliche Beschaffung in Hamburg müssen im Hinblick auf Sorgfaltspflichten für Menschenrechte und Umweltstandards konkretisiert und verschärft werden. Internationale Standards wie zum Beispiel die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sollten eine verbindliche Grundlage sein.“

Christine Priessner, Projektkoordinatorin „Fair Trade Stadt Hamburg“ und Vertreterin der Hamburger Initiative Lieferkettengesetz: „Wir begrüßen die zukünftige Berichtspflicht der Öffentlichen Unternehmen der Stadt Hamburg gemäß Deutschem Nachhaltigkeitskodex (DNK). Die Berichtspflicht alleine ist jedoch zu wenig, um der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht zu genügen. Öffentliche Unternehmen müssen zu weiteren Maßnahmen verpflichtet werden – u.a. einer Risikoanalyse, Maßnahmen zur Minimierung menschenrechtlicher Risiken, einem entsprechenden Beschwerdemechanismus und einem Mechanismus zur Reparation.“

Weiterführende Informationen (Link zum Positionspapier):

http://www.agrarkoordination.de/fileadmin/dateiupload/PDF-Dateien/Positionspapiere/Positionierung_Lieferkettengesetz_Koalitionsverhandlungen_final.pdf

Pressekontakt:
Christine Priessner

Projektkoordinatorin „Fair Trade Stadt Hamburg“/Hamburger Initiative Lieferkettengesetz

Tel.: 040 - 881 566 89

E-Mail: info@fairtradestadt-hamburg.de

Julia Sievers

Agrar Koordination/Hamburger Initiative Lieferkettengesetz

Tel.: 040 - 600 617 26

E-Mail: julia.sievers@agrarkoordination.de 

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#NetzstreikFürsKlima - Am Freitag, 24.4. um 12:00 online mitstreiken!

23. April 2020 - 15:32
Die aktuelle Virus-Pandemie zeigt uns: Um Krisen zu bewältigen ist es entscheidend, auf die Wissenschaft zu hören, solidarisch zusammenzustehen und entschlossen zu handeln. Genau dies gilt auch für die Klimakrise. Am 24.4. wären wir mit Fridays For Future zum globalen Klimastreik auf die Straßen gegangen - nun verlegen wir die Demonstration ins Netz. Beim Livestream for Future werden wir von zu Hause aus und doch alle gemeinsam laut fürs Klima! (Klick´ hier, um zum Stream zu gelangen) Die Antworten der Politik auf die Krise müssen so gestaltet werden, dass sie unsere Wirtschaft und Gesellschaft langfristig gerechter, widerstandsfähiger und nachhaltiger machen. Wenn jetzt Hunderte Milliarden fließen, dann muss jedes Konjunkturpaket auch gezielt den Klimaschutz voranbringen. 

Wenn Du das genauso siehst, dann sei am 24. April um 12:00 Uhr beim großen Online-Streik von Fridays for Future dabei!
Kategorien: Hamburg

Corona-bedingte Veranstaltungs-(Zwangs)pause!

20. April 2020 - 17:08
Wir arbeiten aber mit Hochdruck daran, dass hier bald wieder Termine stehen... Bleiben Sie gesund!
Kategorien: Hamburg

Jetzt online: "Land ist unser Leben"

16. April 2020 - 9:48
Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, war im Oktober 2019 in Paraná und hat in Zusammenarbeit mit Prof. Antônio Inácio Andrioli und Liria Andrioli von der Universität UFFS (Universidade Federal da Fronteira Sul) in Laranjeiras do Sul, Gespräche mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Indigenen und Landlosen geführt. Begleitet wurde sie von Jaine Amorin, die Fotos und Videos erstellt hat. Hier geht es zur Online-Reportage: Land ist unser Leben
Kategorien: Hamburg

Deutschland muss endlich nachhaltig werden

14. April 2020 - 10:44
Zur Erreichung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung sollte die bisherige Nachhaltigkeitsstrategie der Regierung beitragen. Besondere Relevanz hat das Erreichen der SDGs im politischen Alltag aber nicht. In dieser Weise weiter zu arbeiten, wird nicht dazu führen, die Ziele zu erreichen, denn ein Drittel der Zeit ist schon abgelaufen. Inder Corona Pandemie scheint es andere Prioritäten zu geben. Dabei ist Gesundheit für alle eines der wichtigsten Ziele. Das Hintergrundpapier des Forums Umwelt und Entwicklung zeigt die Schwachstellen auf. download hier
Kategorien: Hamburg

Bundesregierung muss Lebensmittelversorgung und Landwirtschaft global krisenfester machen

1. April 2020 - 11:38
Die Corona-Pandemie, klimabedingte Wetterextreme und das Artensterben zeigen, wie krisenanfällig das auf den Weltmarkt orientierte Ernährungs- und Agrarsystem derzeit ist. Das stellt ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 54 Organisationen anlässlich der Veröffentlichung eines Bilanzpapiers der vergangenen zwölf Monate zur Stärkung der Agrarökologie seitens der Bundesregierung fest. Das Bündnis begrüßt darin erste positive Schritte des Bundestags und des Bundesentwicklungsministeriums für die Agrarökologie. Zugleich kritisieren die Organisationen aber die fehlende grundlegende Neuorientierung in der Agrar-, Klima- und Bioökonomiepolitik. Das Bündnis fordert mehr Politikkohärenz und eine stärkere Berücksichtigung von Agrarökologie bei der Umsetzung der Agenda 2030.
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