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AgrarKoordination

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Aktuelles von der Agrarkoordination
Aktualisiert: vor 1 Tag 3 Stunden

Biopoli auf der Hamburger Klimawoche

22. September 2020 - 10:35
Einige Veranstaltungen fallen nicht den Hygienemaßnahmen zum Opfer. Dazu gehört die Hamburger Klimawoche mit ihrem bunten Bildungsangebot für Schulen, aber auch den großen zentralen Veranstaltungen für Jedermann und jede Frau auf dem Hamburger Rathaus. Die Agrar Koordination ist wie immer dabei mit mehreren Angeboten für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8.
Kategorien: Hamburg

Biopoli-Workshops bei "Wetter.Wasser. Waterkant.2020" in Hamburg (HafenCity)

21. September 2020 - 10:10
Vom 21. bis 25. September findet auch dieses Jahr wieder die kostenfreie Bildungswoche "Wetter.Wasser.Waterkant.2020" in der Hamburger HafenCity statt. Wetter.Wasser.Waterkant bietet Hamburger Schulen zu Klima, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel über 190 Bildungsangebote.

Buchbare Workshops (90 Minuten) für die Klassenstufen 9-13 in der HafenCity: Mo., 21. September oder Mittwoch, 23. September, von 9:00 bis 12:00 Uhr:
Wo bitte geht es hier zum nächsten Planeten? – Ökologischer Fußabdruck und Ernährung

Di., 22. September von 9:00-12:00 Uhr:
Hitzewelle, Starkregen und Sturmböen – Und was hat das mit mir zu tun? Klimawandel und Landwirtschaft

Do., 24. September oder Freitag, 25. September, von 9:00 bis 12:00 Uhr:
Frisch gekauft und dann ab in die Tonne? – Lebensmittelverschwendung

Eine Anmeldung ist erforderlich! Gebucht werden können die Veranstaltungen ab Montag, den 3. August auf http://www2020.de/anmeldung/
möglich.

Das Programmheft gibt es hier zum Download (die drei Angebote der Agrar Koordination finden Sie auf S. 46-48): http://www2020.de/wp-content/uploads/2020/07/WWW2020_Programmheft.pdf
Kategorien: Hamburg

Land und Wirtschaft - Wer erntet?

20. August 2020 - 9:13
Im Rahmen des Globalen Sommer Open-Air Kinoprogramms im Inselpark zeigt die Agrar Koordination zusammen mit dem Lernort Kulturkapelle am 20.8. um 20.00h den Film Landraub (2016/fsk 14) von Kurt Langbein. In dem aufwendig recherchierten Dokumentarfilm zeigt Langbein wie die Jagdt nach Land und fruchtbaren Böden immer mehr zunimmt und Menschen vertreibt. Vorangestellt wird Sandra Blessin einen Vortrag zu dem aktuellen Projekt "Land und Wirtschaft - wer erntet?" präsentieren, in dem es um europäische und internationale Entwicklungsgelder geht, die fragliche Entwicklungsprojekte in Tansania und anderen afrikanischen Staaten fördern.
Kategorien: Hamburg

"Land und Wirtschaft - Wer erntet?" Kurzvortrag beim Globalen Sommer Open-Air

13. August 2020 - 15:31
Im Rahmen des Globalen Sommer Open-Air Kinoprogramms im Wilhelmsburger Inselpark zeigt die Agrar Koordination zusammen mit dem Lernort Kulturkapelle am 20.8. um 20.00h den Film Landraub (2016/fsk 14) von Kurt Langbein. In dem aufwendig recherchierten Dokumentarfilm zeigt Langbein, wie die Jagdt nach Land und fruchtbaren Böden immer mehr zunimmt und Menschen vertreibt. Vorangestellt wird Sandra Blessin einen Vortrag zu dem aktuellen Projekt "Land und Wirtschaft - wer erntet?" präsentieren, in dem es um europäische und internationale Entwicklungsgelder geht, die fragliche Entwicklungsprojekte in Tansania und anderen afrikanischen Staaten fördern. Das Globale Open-Air-Kino findet  draußen auf der Wiese neben der KulturKapelle im Inselpark Wilhelmsburg statt. Wir bitten Sie eine eigene Decke oder Sitzgelegenheit gern mitzubringen. Bei Regen werden die Filme in der KulturKapelle gezeigt. Aufgrund der Corona-Abstandsregeln sind die Plätze begrenzt. Daher ist eine vorherige Reservierung erforderlich: Voranmeldung bitte per Mail an: info@lernort-kulturkapelle.de Eintritt: 3 € bis 6 € (je nach Selbsteinschätzung)

Mehr Informationen: https://lernort-kulturkapelle.de/globales-open-air-kino/
Kategorien: Hamburg

Land und Wirtschaft - Wer erntet? Kurzvortrag beim Sommer-Open-Air

13. August 2020 - 15:22
Im Rahmen des Globalen Sommer Open-Air Kinoprogramms im Inselpark zeigt die Agrar Koordination zusammen mit dem Lernort Kulturkapelle am 20.8. um 20.00h den Film Landraub (2016/fsk 14) von Kurt Langbein. In dem aufwendig recherchierten Dokumentarfilm zeigt Langbein, wie die Jagd nach Land und fruchtbaren Böden immer mehr zunimmt und Menschen vertreibt. Vorangestellt wird Sandra Blessin einen Vortrag zu dem aktuellen Projekt "Land und Wirtschaft - wer erntet?" präsentieren, in dem es um europäische und internationale Entwicklungsgelder geht, die fragliche Entwicklungsprojekte in Tansania und anderen afrikanischen Staaten fördern. Aufgrund der Corona-Abstandsregeln sind die Plätze begrenzt. Daher ist eine vorherige Reservierung erforderlich: Voranmeldung bitte per Mail an: info@lernort-kulturkapelle.de Mehr Informationen: https://lernort-kulturkapelle.de/globales-open-air-kino/
Kategorien: Hamburg

Biopoli-Workshops bei "Wetter.Wasser. Waterkant.2020" in Hamburg

13. August 2020 - 15:07
Vom 21. bis 25. September findet auch dieses Jahr wieder die kostenfreie Bildungswoche "Wetter.Wasser.Waterkant.2020" in der Hamburger HafenCity statt. Wetter.Wasser.Waterkant bietet Hamburger Schulen zu Klima, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel über 190 Bildungsangebote. Änderungen im Programm und in den Vorgaben zur Durchführung der einzelnen Bildungsmaßnahmen sind aufgrund der Corona-Hygiene-Vorgaben möglich.
(Aktueller Status des Veranstalters zu Corona-Vorgaben
)

Buchbare Workshops (90 Minuten) für die Klassenstufen 9-13 in Schulen: Mo., 21. September oder Mittwoch, 23. September, von 9:00 bis 12:00 Uhr:
Wo bitte geht es hier zum nächsten Planeten? – Ökologischer Fußabdruck und Ernährung

Di., 22. September von 9:00-12:00 Uhr:
Hitzewelle, Starkregen und Sturmböen – Und was hat das mit mir zu tun? Klimawandel und Landwirtschaft

Do., 24. September oder Freitag, 25. September, von 9:00 bis 12:00 Uhr:
Frisch gekauft und dann ab in die Tonne? – Lebensmittelverschwendung

Eine Anmeldung ist erforderlich! Gebucht werden können die Veranstaltungen voraussichtlich ab Freitag, den 14. August auf http://www2020.de/anmeldung/.

Das aktuelle Programmheft gibt es hier zum Download (die drei Angebote der Agrar Koordination finden Sie auf S. 46-48): http://www2020.de/wp-content/uploads/2020/08/WWW_Programmheft_Innen_2020_08_10.pdf  
Kategorien: Hamburg

12. Hamburger Klimawoche: Biopoli-Workshops für Schulen

3. August 2020 - 13:37
Die 12. Hamburger Klimawoche steht vor der Tür! Vom 21. bis 25. September 2020 gibt es Workshops und Exkursionen für Schüler*innen.

Was ist die Klimawoche?

Engagierte Akteure*innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft bieten im Bildungsprogramm Workshops und Exkursionen an, in denen Schüler*innen und Kita-Kindern ein eigenes Bewusstsein für die Themen Umwelt-, Klimaschutz und nachhaltiges Zusammenleben entwickeln und Bestehendes hinterfragen können. Die angebotenen Inhalte lassen sich hervorragend mit dem Hamburger Bildungsplan verknüpfen. Lehrer*innen und Erzieher*innen können ihre Gruppen hier ganz einfach online anmelden – das Programm wird laufend ergänzt.

Die Agrar Koordination bietet für Schulen Workshops an, zu den folgenden Themen: 1. Ökologischer Fußabdruck (empfohlen für Klasse 9 - 13)

Jeden Tag verbrauchen wir im Alltag Ressourcen in Form von Wasser, Energie und Rohstoffen. Mit dem Konzept des „Ökologischen Fußabdrucks“ können wir deutlich machen, wieviel Fläche für unsere Ernährung benötigt wird und wieviel Ressourcen wir dabei verbrauchen. Zurzeit verbraucht ein durchschnittlicher Bundesbürger so viele Ressourcen, dass man dafür 3,2 Erden brauchen würde. Was das für unseren eigenen Lebensstil und für andere Menschen auf der Welt bedeutet, wollen wir mit der Veranstaltung „Wo bitte geht es hier zum nächsten Planeten?“ klären. Wir verbinden die Themen Klimawandel, Ressourcenknappheit und Lebensstil miteinander. Spielerisch können mit dem Weltverteilungsspiel oder ähnlichen Gedankenspielen die global unterschiedlichen Beiträge zum Klimawandel verdeutlicht werden. Mit der Berechnung des eigenen Ökologischen Fußabdrucks haben die SchülerInnen die Möglichkeit ihren eigenen Lebensstil ganz konkret zu prüfen.

Ort:
In Ihrer Schule.
Beginn des Workshops frei wählbar zwischen 09:00 und 16:00 Uhr. Dauer des Workshops 90 min. Hier geht es zum Bildungsprogramm: http://www.aldebaran.org/klimawoche/



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Neuer Lernsnack online: Gentechnik in der Landwirtschaft

22. Juli 2020 - 20:51
Was ist CRISPR/Cas9? Soviel können wir verraten:
Eine neue Chips-Sorte ist es nicht. Finde es jetzt heraus: https://www.learningsnacks.de/share/61330/4e3a1afd39ae483199d07ddf0b1c531b3d251d57 Für Schüler ab Klasse 9 und Erwachsene.
Vielen Dank an unsere Autorin und Referentin Hanna König! Kennst Du schon unsere anderen Quizze und Lernsnacks?
https://www.agrarkoordination.de/projekte/biopoli/quiz-uebersicht/ Wir wünschen Dir viel Spaß beim Rätseln und Lernen...

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Neues Agrar Info 229 erschienen: Ruanda zu Zeiten von COVID-19

6. Juli 2020 - 12:11
Unser Vorstandsmitglied Alfons Üllenberg lebt seit zwei Jahren in Ruanda und arbeitet dort als Gutachter der Entwicklungszusammenarbeit. In unserem neuen Agrar Info gibt er einen Einblick in die aktuelle Situation vor Ort... Hier können Sie in die aktuelle Ausgabe 229 (Mai/Juni 2020) hineinschnuppern: Agrar Info 229 (Teaser)

Das Agrar Info ist unsere Info- und Mitgliederzeitung und erscheint alle zwei Monate. Sie wollen die ganze Ausgabe lesen?
Dann werden Sie jetzt Mitglied:
https://www.agrarkoordination.de/ueber-uns/mitglied-werden/ Unsere Mitglieder erhalten das Agrar Info kostenlos!


Interessierte Nicht-Mitglieder können das Agrar Info als Abo erwerben, es erscheint 6 x im Jahr:


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Kategorien: Hamburg

Agrar Koordination unterstützt das Positionspapier: Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel

2. Juli 2020 - 13:08

Die Bundesregierung legt in Kürze einen Gesetzesentwurf vor, um die EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken umzusetzen. Ein breites Bündnis von 49 Organisationen aus dem Umwelt-, Entwicklungs-, Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich fordern mehr Fairness im Lebensmittelhandel. Der angekündigte Gesetzentwurf muss die Einkommenssituation von Erzeugerinnen und Erzeugern und den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung verbessern – in Deutschland, der EU und weltweit. „Verkaufspreise dürfen nicht die Produktionskosten innerhalb der Lieferkette unterbieten“, fordert das Bündnis übereinstimmend in dem heute veröffentlichten Positionspapier „Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel“. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die EU-Richtlinie ein zentrales Instrument gegen die desaströse Billigpreispolitik im Lebensmittelhandel ist und die Bundesregierung den Verkauf von Lebensmitteln zu Dumpingpreisen verbieten muss. Ebenso fordern sie die Einrichtung einer Preisbeobachtungsstelle und einer Ombudsstelle.

Hier geht es zum Positionspapier
Kategorien: Hamburg

Zeit zum Umdenken – EU-Mercosur-Abkommen stoppen!

28. Juni 2020 - 11:27
Zusammen mit 50 Organisationen startet die Agrar Koordination heut mit dem Aufruf gegen das EU-Mercosur-Abkommen, das existenzsichernde landwirtschaftliche Erzeugerpreise in den Mercorsur- und EU-Staaten durch eine exportorientierte Agrarpolitik verhindert. Dadurch gefährdet es auch den Erhalt des tropischen Regenwaldes und begünstigt die Vertreibung von Bäuerinnen und Bauern von ihrem Land. Hier der Aufruf!
Kategorien: Hamburg

Pressemitteilung

22. Juni 2020 - 11:21
Die neue landwirtschaftliche Strategie der Europäischen Kommission „Farm to Fork" („Vom Hof auf den Tisch") kann nur die gewünschte nachhaltige Wirkung entfalten, wenn der bestehende Vorschlag zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Europäischen Union überarbeitet wird. Die Ausstellung der Agrar Koordination „Land und Wirtschaft – wer erntet?" zeigt, dass die bisherige landwirtschaftliche Förderpolitik auf dem Holzweg ist.

Die neue Strategie der Europäischen Kommission „Vom Hof auf den Tisch", die am 20. Mai diesen Jahres veröffentlicht wurde, enthält viele gute Ideen und ist in ihrem Ansatz zu begrüßen. So beinhaltet sie das Ziel, einer Pestizidreduktion bis 2030 um 50 Prozent. Auch synthetische Düngemittel sollen laut Strategie bis 2030 um 20 Prozent reduziert werden. Außerdem sind mit der Strategie eine Reduktion der Nutzung von Antibiotika bei der Tierhaltung bis 2030 um 50 Prozent und eine Ausweitung der Ökologischen Landwirtschaft auf 25 Prozent der europaweit landwirtschaftlich genutzten Fläche bis 2030 verbunden. All diese Zielvorgaben kommen gut an in einer Zeit, in der verstärkt über Wechselwirkungen zwischen Mensch und Tier, funktionierende Ökosysteme und Versorgungsketten nachgedacht wird.

Nicht nur die Herausforderungen des Klimawandels, sondern auch die Auswirkungen aufgrund der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise machen deutlich, dass wir eine gesunde resiliente Lebensmittelerzeugung brauchen. Allerdings darf sich dies nicht in Strategien erschöpfen, sondern muss rechtsverbindlich in der neuen EU-Agrarreform wiederzufinden sein. Dafür sind anders als in den bisherigen Reformentwürfen für die Förderperiode nach 2020/2021 klare ökologische Förderbedingungen nötig, die EU-weit verbindlich in allen Mitgliedstaaten gelten und Landwirte belohnen, die den Weg einer nachhaltigen enkeltauglichen Landwirtschaft einschlagen.

Die Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?" der Agrar Koordination zeigt, dass das bisherige System der EU-Agrarsubventionen nicht zu einer gesunden und nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland und der EU geführt hat. Ökologische Landwirtschaft und deren landwirtschaftliche Forschung werden nicht in dem Maße gefördert, wie die Zielsetzung der neuen Kommissionstrategie es fordert. Kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe kämpfen um ihr Überleben.

„Es gibt unseren Hof nur noch, weil er so vielfältig ist", sagt die in der Ausstellung porträtierte Demeter-Bäuerin Claudia Gerster. Der Betrieb mit eigenen kleinen Hofladen konnte auch deshalb überleben, weil alle Familienmitglieder mit anpacken. Ähnlich ergeht es dem Landwirt und Milchviehhalter Arne Traupe bei Göttingen, bei dem noch drei Generationen auf dem Hof mitarbeiten und der auf heimisches Futter setzt. Würde man hier jede Arbeitsstunde berechnen, hätte er bei dem niedrigen Milchpreis ein negatives Betriebsergebnis.

„Die Ausstellung der Agrar Koordination zeigt, dass eine europäische Landwirtschaft der Zukunft nur möglich ist, wenn die europäischen Fördergelder eine Landwirtschaft belohnen, die Rücksicht nimmt auf Biodiversität, Boden- und Klimaschutz" sagt Sandra Blessin, Bildungsreferentin bei der Agrar Koordination. Die Kommissionsstrategie hätte diese Wirkung, wenn sie in verbindliche Gesetze und Förderrichtlinien gegossen würde. Daher ist ein neuer ambitionierterer Entwurf für eine zukunftsfähige EU-Agrarpolitik unumgänglich.

Die Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?" kann bei der Agrar Koordination ausgeliehen werden. Im Zusammenhang mit der Ausstellung besteht die Möglichkeit eine Bildungsveranstaltung für Jugendgruppen oder für die Erwachsenenbildung zu buchen. Weitere Informationen unter: www.agrarkoordination.de/projekte/land-und-wirtschaft/

Kontakt:
Agrar Koordination (Forum für internationale Agrarpolitik e.V.)
Sandra Blessin
Tel: 0177-97 28275

E-Mail: sandra.blessin@agrarkoordination.de Hier die Pressemitteilung als PDF
Kategorien: Hamburg

Webinar "Agrarökologie macht Schule

22. Juni 2020 - 9:15
Was ist Agrarökologie? Was sind ökologisch verträgliche und sozialgerechte Formen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion? Und wie passt Agrarökologie in den Schulunterricht? Themen wie Klimawandel, Artenschwund und soziale Ungerechtigkeit sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Während die Mühlen der Politik langsam mahlen, wächst eine Jugendbewegung, die eine ungewisse Zukunft für ihre Generation nicht hinnehmen will und jetzt konkrete Veränderungen fordert. Hier sieht PAN Germany dringenden Handlungsbedarf – auch im Bildungsbereich. Denn Alternativen zur chemie-intensiven Landwirtschaft und ressourcenverschwendenden Lebensmittelindustrie bestehen: Die Prinzipien und Praktiken der Agrarökologie sind keine Utopien. Bäuer*innen, Landarbeiter*innen, regionale Verarbeiter*innen und Vermarkter*innen beweisen tagtäglich, dass es anders geht. Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, erläutert eingangs, warum Agrarökologie mehr als nur eine Anbaumethode ist, was hinter dem Konzept steht, und welche Bedeutung Agrarökologie für das Klima, die Biodiversität und unser Ernährungssystem hat. Anschließend stellt Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany, die neuen Unterrichtsmaterialien „Agrarökologie macht Schule“ vor und erläutert, wie diese einen konkreten Beitrag zur Ergänzung des schulischen Bildungsbereichs leisten können. Dieses Webinar richtet sich an Lehrer*innen, Bildungsträger, Referent*innen aus dem schulischen und außerschulischen Bildungsbereich und alle Interessierte, die sich über Agrarökologie informieren möchten. Die Unterrichtsmaterialien wurden in erster Linie für die Sekundarstufe II entwickelt. Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany: tamara.gripp@pan-germany.org Bitte melden Sie sich mit diesem Link für das Webinar an: https://register.gotowebinar.com/register/4536134583976833547
Kategorien: Hamburg

Biopoli-Seminar am Samstag, 20.6.20 in Hamburg (neuer Termin!)

20. Juni 2020 - 10:07
Hier geht es zum Programm als pdf. Die Dozentin Marie Heitfeld ist Psychologin und arbeitet bei Germanwatch als Referentin für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Sie ist Mitautorin der Broschüre „Wandel mit Hand und Fuß“zu beziehen unter https://germanwatch.org/de/1204 Die Teilnahmegebühr beträgt 20 €. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, damit wir die Abstände zueinander im Veranstaltungs-Raum einhalten können. Programm:  
Samstag, 20.6.2020
Ab 9:00 Uhr Ankunft 10:00 Uhr Workshopbeginn „Handwerkszeug für Zukunftshandeln“ - Die Idee des Hand Prints im Kontext Nachhaltige Landwirtschaft mit Marie Heitfeld (Germanwatch)
12:30 Uhr Mittagessen mit Pause
13:30 bis 18:00 Uhr Fortsetzung des Workshops
Kategorien: Hamburg

Eine virtuelle (Rad-)Tour vom Hamburger Hafen in die landwirtschaftlich geprägten Vier- und Marschlande

18. Juni 2020 - 14:00
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/2283325418578362892 Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)

Das Webinar findet statt am Donnerstag, den 18. Juni 2020,  17:00 - 18:30 Uhr

Ein Blick vor die eigene Haustür lohnt sich. Kommen Sie mit auf eine virtuelle Rad-Tour – raus aus der Stadt, rein in den landwirtschaftlich geprägten Süd-Osten Hamburgs und darüber hinaus. Gemeinsam entdecken wir die Agrarlandschaft und erfahren Wissenswertes über Pestizide und über Agrarökologie. Der virtuelle Startpunkt liegt zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt nahe des Hafens. Den Elbblick
verbinden wir mit einem Blick auf den Export von Pestiziden. Susan Haffmans, Referentin für Pestizide und Tierarzneimittel bei PAN
Germany, gibt einen Überblick über die Toxizität von Pestiziden und zeigt auf, was der Export hochgefährlicher Pestizide für die Menschen
in den Importländern bedeutet und was sich ändern muss. Weiter entlang des Elberadwegs in Richtung Kirchwerder erkunden wir verschiedene
Strukturen der Agrarlandschaft und beobachten, was wir sehen und was wir nicht sehen. Wie wird das Land bewirtschaftet, was wird angebaut? Wo
fühlen sich Bienen, Schmetterlinge und heimische Vögel wohl? Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany,
erläutert den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und die Bedeutung der Landnutzung für die biologische Vielfalt weltweit.
Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, gibt eine Einführung darüber, was Agrarökologie ist und welche Bedeutung das Konzept für die notwendigen Veränderungen in unserem Ernährungssystem hat. Denn Agrarökologie ist weit mehr als nur
eine Anbaumethode. Agrarökologie ist durch Vielfalt geprägt und zeigt sich in unterschiedlichen Formen.

Dieses Webinar richtet sich an alle Interessierte, die Freude daran haben, das Hamburger Umland zu erkunden und sich über zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Lebensmittelproduktion informieren wollen. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur Teilnahme am Webinar.Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)


Kategorien: Hamburg

Pressemitteilung: Zivilgesellschaft begrüßt Lieferkettengesetz im Hamburger Koalitionsvertrag

16. Juni 2020 - 16:15
Pressemitteilung der Hamburger Initiative für ein Lieferkettengesetz von 16.6.2020: Der Koalitionsvertrag der neuen Rot-Grünen Landesregierung in Hamburg erkennt die Notwendigkeit von stärkeren Regeln zur Beachtung von Menschenrechten bei unternehmerischen Aktivitäten an. Für die Hamburger Initiative für ein Lieferkettengesetz gehen viele Vorschläge in die richtige Richtung, sie müssen aber noch konkretisiert werden. Dazu liefert die Initiative Vorschläge und bietet sich den Koalitionspartnern als kritische und konstruktive Gesprächspartnerin an.
Die Hamburger Initiative für ein Lieferkettengesetz (HILG) ist eine Arbeitsgruppe des Netzwerks hamburg.global, in der verschiedene Hamburger NGOs und engagierte Einzelpersonen mitarbeiten. Die Hamburger Initiative ist Teil der bundesweiten Initiative Lieferkettengesetz. Seit 2019 fordert ein breites Bündnis aus Entwicklungs-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren ein deutsches Gesetz für verbindliche Menschenrechtspflichten in den weltweiten Lieferketten von Unternehmen.

Die Hamburger Initiative begrüßt, dass Grüne und SPD in ihrem Koalitionsvertrag ankündigen, sich auf Bundesebene für ein Lieferkettengesetz einzusetzen (S. 198). Nach Thüringen ist die Hamburger Regierungskoalition damit die zweite, die sich explizit im Koalitionsvertrag für ein solches Gesetz ausspricht.
Aus Sicht der HILG enthält der Koalitionsvertrag gute Vorschläge, die im Sinne der Initiative Lieferkettengesetz sind, bei denen wir aber noch Konkretisierungen für nötig halten:
• Die Koalitionspartner planen, als Pilotprojekt bei einem öffentlichen Unternehmen Prozesse menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht einzuführen, um das nach einer positiven Evaluierung auf alle öffentlichen Unternehmen auszudehnen (S. 21).
• Die Koalitionspartner wollen gerechte und nachhaltige Arbeits- und Produktionsverhältnisse im Ausland zum Kriterium in der öffentlichen Beschaffung machen (S. 84) und durch eine Reform des Hamburger Vergabegesetzes soziale, beschäftigungspolitische, umwelt- und nachhaltigkeitsbezogene Kriterien in die Beschaffung einführen (S. 117).

Damit fördern die Koalitionspartner das Ziel der Beachtung der Menschenrechte in der öffentlichen und privaten Wirtschaft, so wie es die UN Leitprinzipien und der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte vorsehen. Hamburgs öffentliche und private Unternehmen werden so auf ein zukünftiges Lieferkettengesetz vorbereitet und der positive Einfluss der öffentlichen Hand auf die Menschenrechtslage in ihren Produktionsketten wird gestärkt. Daniel Schönfelder erläutert den aus Sicht der Hamburger Initiative Lieferkettengesetz bestehenden Nachbesserungsbedarf: “Warum nur bei positiver Evaluierung die Einführung von Prozessen menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht bei allen öffentlichen Unternehmen vorgesehen wird, erschließt sich nicht. Denn laut dem Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte sind alle Unternehmen aufgerufen, Prozesse menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht einzuführen.”
“Auch bleibt unklar, wieso im Bereich der öffentlichen Beschaffung nicht direkt die Einhaltung von Prozessen menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in globalen Lieferketten als Kriterium eingefordert wird und stattdessen auf gerechte und nachhaltige Verhältnisse abgestellt wird. Als anerkannter Standard, der zukünftig durch verpflichtende Regeln an Relevanz gewinnen dürfte, wäre eine Orientierung an der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht sinnvoller”, stellt Thomas Dürmeier von Goliathwatch fest.
Die Koalitionspartner bewegen sich mit den genannten Forderungen in die richtige Richtung, damit der Gesetzentwurf der Bundesregierung im Bundesrat eine Zustimmung erfährt. Im Juli soll der Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in den Bundestag eingebracht werden.
Kategorien: Hamburg

Agrarökologie in Brasilien: Familien kämpfen für ein Leben ohne Agrar-Gifte

16. Juni 2020 - 9:55

Anmeldung bis Sonntag, 14.Juni 2020 23:59 unter https://www.kooperation-brasilien.org/de/veranstaltungen/webinar/anmeldung-webinar

Nachdem beim letzten #KoBrinar über die problematischen Auswirkungen des globalen Handels auf Brasilien gesprochen wurde, geht es dieses mal um ein alternatives Modell zur Sicherung der Ernährungssouveränität: Die Agrarökologie. Mireille Remesch berichtet in einem ca. 30 minütigen Vortrag:

In keinem Land der Welt werden so viele Pestizide eingesetzt wie in Brasilien. 35 Prozent der weltweiten Sojaproduktion wird hier geerntet. Und es soll noch mehr werden. Dabei geht es auch ganz anders: Im südbrasilianischen Bundesstaat Paraná hat sich eine starke soziale Bewegung gebildet, die konkrete Alternativen zum agrarindustriellen Modell aufzeigt und Familien mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt, ohne Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln. Eine wichtige Errungenschaft, die unter der jetzigen Regierung von Jair Bolsonaro zerstört werden könnte. Noch funktioniert die agrarökologische Bewegung in Südbrasilien. Der Vortrag zeigt ihre Beweggründe und ihren Kampf um Land und um ein Leben ohne Agrar-Gifte.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu klären und auf die aktuelle Situation vor Ort einzugehen.

Die Referentin: Mireille Remesch ist entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination. Sie war im Oktober 2019 in Paraná und hat in Zusammenarbeit mit Prof. Antônio Inácio Andrioli und Liria Andrioli von der Universität UFFS (Universidade Federal da Fronteira Sul) in Laranjeiras do Sul, Gespräche mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Indigenen und Landlosen geführt.


Nach der Fragerunde an Mireille (ab ca. 20 Uhr) laden wir euch zu einem „virtuellen Caipi-Abend" ein (ca.30 Minuten), um uns über die Situation in Brasilien auszutauschen. Nun dürfen alle reden! Welche Themen aus Brasilien haben euch erreicht? Und was beschäftigt euch in dem Zusammenhang? Getränke bitte bereithalten!
Kategorien: Hamburg

Virtuelle Lernangebote jetzt online

15. Juni 2020 - 18:15
Wenn ihr mal eine Pause von Euren Arbeitsblättern machen wollt und Euch für Themen rund um nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung interessiert, seit Ihr hier richtig. Ab jetzt findet Ihr hier laufend neue Online-Lernangebote zu Fragen wie:
  • Wieviel Lebensmittel schmeißen die Deutschen jedes Jahr weg?
  • Was hat es mit den neuen Gentechnik-Methoden auf sich?
  • Wie kann ich durch mein Essen den Klimwandel beeinflussen?
Diese und viele andere Fragen werden in unseren Online Quizzen, Lernsnacks oder unserer Sofa-Rallye behandelt. Klickt Euch durch und ihr werdet noch schlauer!
Kategorien: Hamburg

Eine virtuelle (Rad-)Tour vom Hamburger Hafen in die landwirtschaftlich geprägten Vier- und Marschlande

15. Juni 2020 - 9:03
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/2283325418578362892 Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)

Das Webinar findet statt am Donnerstag, den 18. Juni 2020,  17:00 - 18:30 Uhr

Ein Blick vor die eigene Haustür lohnt sich. Kommen Sie mit auf eine virtuelle Rad-Tour – raus aus der Stadt, rein in den landwirtschaftlich geprägten Süd-Osten Hamburgs und darüber hinaus. Gemeinsam entdecken wir die Agrarlandschaft und erfahren Wissenswertes über Pestizide und über Agrarökologie. Der virtuelle Startpunkt liegt zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt nahe des Hafens. Den Elbblick
verbinden wir mit einem Blick auf den Export von Pestiziden. Susan Haffmans, Referentin für Pestizide und Tierarzneimittel bei PAN
Germany, gibt einen Überblick über die Toxizität von Pestiziden und zeigt auf, was der Export hochgefährlicher Pestizide für die Menschen
in den Importländern bedeutet und was sich ändern muss. Weiter entlang des Elberadwegs in Richtung Kirchwerder erkunden wir verschiedene
Strukturen der Agrarlandschaft und beobachten, was wir sehen und was wir nicht sehen. Wie wird das Land bewirtschaftet, was wird angebaut? Wo
fühlen sich Bienen, Schmetterlinge und heimische Vögel wohl? Tamara Gripp, Referentin für Landwirtschaft und Umwelt bei PAN Germany,
erläutert den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und die Bedeutung der Landnutzung für die biologische Vielfalt weltweit.
Mireille Remesch, entwicklungspolitische Referentin der Agrar Koordination, gibt eine Einführung darüber, was Agrarökologie ist und welche Bedeutung das Konzept für die notwendigen Veränderungen in unserem Ernährungssystem hat. Denn Agrarökologie ist weit mehr als nur
eine Anbaumethode. Agrarökologie ist durch Vielfalt geprägt und zeigt sich in unterschiedlichen Formen.

Dieses Webinar richtet sich an alle Interessierte, die Freude daran haben, das Hamburger Umland zu erkunden und sich über zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Lebensmittelproduktion informieren wollen. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur Teilnahme am Webinar.Veranstalter: PAN Germany e.V. (Pestizid Aktionsnetzwerk e.V.)


Kategorien: Hamburg

Koalitionsvertrag lässt ambitionierte Ziele für eine zukunftsfähige Ernährung in Hamburg vermissen

5. Juni 2020 - 9:41
Hamburg, den 4.6.2020

„Wir schaffen ein House of Food. [...] Den Bioanteil in den Schulen und Kitas erhöhen wir auf 100 % bis 2025 [...]."[1]
„Dies steht unter dem Stichwort Ernährung im neuen rot-grünen Koalitionsvertrag, aber nicht in dem von Hamburg, sondern seit dem 3.Mai in dem von München,“ sagt Astrid Matthiae vom Ernährungsrat Hamburg. Rot-Grün hätte die Corona-Krise dazu nutzen können, mutige und zukunftsweisende Zielvorgaben für eine nachhaltige Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung und Ernährung in der Hansestadt Hamburg im vorliegenden Koalitionsvertrag festzuschreiben. Stattdessen bleibt es bei vagen Absichtserklärungen und Empfehlungen, so das Fazit des Verbraucher*innen Bündnis Bio-Stadt Hamburg. Das Bündnis steht für einen zivilgesellschaftlichen Dialog bereit, um aus dem Papiertiger verbindliche Ziele und konkrete Umsetzungspläne Wirklichkeit werden zulassen. Denn wir sind uns sicher, Hamburg kann mehr.

Seit Februar 2016 haben sich Städte in Deutschland zum Netzwerk der Biostädte zusammengeschlossen. Hamburg ist im Herbst 2016 dem Netzwerk beigetreten und nennt sich seitdem Bio-Stadt.

Im neuen Hamburger Koalitionsvertrag finden sich zum Thema Ökologisierung der Landwirtschaft zwar auch Zahlen – so sollen bis 2025 20 – 25% der landwirtschaftlichen Flächen erfreulicherweise ökologisch bewirtschaftet werden. Wer die ökologisch angebauten Produkte denn abnehmen soll, dazu machen die Hamburger Koalitionspartner*innen aber zu vage Angaben.
Im Koalitionsvertrag heißt es nur:


„Wir werden in dieser Legislaturperiode den Einsatz von Ökoprodukten insbesondere regionaler Herkunft in öffentlichen Einrichtungen der Stadt stärken und kontinuierlich erhöhen.“[2] Eine „Umstellung auf den ökologischen Landbau [soll] marktgerecht ermöglicht werden“[3].



„Dass der „Markt“ es im notwendigen Maße aber eben nicht richtet, haben die vergangenen Jahrzehnte gezeigt. Probleme, wie das Artensterben, der Klimawandel und Nitrat im Grundwasser, an denen die Landwirtschaft ihren Anteil hat, werden seit Jahren größer“, sagt Sebastian Wenzel von Slowfood Hamburg.

 „Es braucht daher auch in Hamburg einen konkreten Anstieg des Bio-Anteils in öffentlichen Kantinen. Auch Hamburg sollte dem Beispiel des Kopenhagener „House of Food“ folgen und die notwendige Fortbildungs- und Beratungsarbeit für eine kostengünstige Umstellung auf Bio-Lebensmittel in öffentlichen Kantinen finanzieren“, fordert Julia Sievers von der Agrar Koordination.

Das Verbraucher*innenbündnis setzt sich dafür ein, dass in den öffentlichen Kantinen der Stadt Hamburg 30% Bio-Lebensmittel bis Ende 2021 und mindestens 90% Bio-Lebensmittel bis 2026 eingesetzt werden. Hamburger Caterer, die zum Teil seit Jahrzehnten beispielsweise Kitas kostenneutral mit 100% Bio-Essen beliefern, zeigen, dass es geht.
Das Bündnis weist darauf hin, dass Städte wie München, Bremen und Berlin sich bereits mit ambitionierten Mengenzielen für einen überschaubaren Zeitrahmen auf den Weg gemacht haben. Unser nördlicher Nachbar Kopenhagen ist ein besonderes Vorbild - die Metropole hat rund 900 städtische Kantinen fast komplett auf Bio umgestellt. Auf der Veranstaltung „100% Bio: Was tut die Hamburger Politik für gesundes und umweltfreundliches Essen?“ vor der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft hat das Verbraucher*innenbündnis Bio-Stadt Hamburg über diese Beispiele informiert.



Bei aller Kritik hebt das Verbraucher*innenbündnis auch positive Aspekte im Koalitionsvertrag hervor:
"Wir freuen uns, dass Hamburg, wie von uns vorgeschlagen, die Ressorts Umwelt und Klima mit der Landwirtschaft in einer Behörde zusammenfasst. Senator Kerstan bieten wir eine konstruktive, ambitionierte Zusammenarbeit an, damit Hamburg in naher Zukunft den Titel Bio-Stadt zu Recht trägt“, sagt Alexandra Wandel, Vorstandsvorsitzende der Stiftung World Future Council.

„Wir begrüßen die Absicht der Koalition die Einhaltung des Hamburger Mindestlohns ‘auch für Auftragnehmer*innen bei städtischen Vergaben‘ gelten zu lassen. Nicht zuletzt Billigfleisch und die damit verbundenen mehr als fragwürdigen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie wären damit vom Tisch.“, hofft Astrid Matthiae vom Ernährungsrat Hamburg.



Kontakt:


Agrar Koordination, Julia Sievers, Tel.: (040) 39 25 26, julia.sievers@agrarkoordination.de

Ernährungsrat, Astrid Matthiae, Mobil: 0152/179 58 105, astridmatthiae@gmx.de

World Future Council, Alexandra Wandel, Mobil: 0172 748 39 53, alexandra.wandel@worldfuturecouncil.org 

HIER finden Sie weitere Informationen zum Verbraucher*innenbündnis Bio-Stadt Hamburg.

[1] „Mit Mut Vision und Zuversicht: Ganz München im Blick – Koalitionsvereinbarung für die Stadtratsperiode 2020-2026“, S.10

[2] „Zuversichtlich, solidarisch, nachhaltig – Hamburgs Zukunft kraftvoll gestalten; Koalitionsvertrag über die Zusammenarbeit in der 22. Legislaturperiode der Hamburgischen Bürgerschaft“, S. 58

[3] Eben da

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