Sie sind hier

Sammlung von Newsfeeds

Berater*in auf Zeit (BaZ) für Wirkungsorientierung in der Entwicklungszusammenarbeit - AGIAMONDO e. V. - Köln

Indeed - 18. Mai 2020 - 21:05
Internationale Beziehungen, Entwicklungspolitik, Betriebswirtschaft, Organisationsentwicklung o.ä.). Berater*in auf Zeit (BaZ) für Wirkungsorientierung in der…
Gefunden bei AGIAMONDO e. V. - Mon, 18 May 2020 19:05:25 GMT - Zeige alle Köln Jobs
Kategorien: Jobs

Voices from the frontline: Maksuma Akter

Devex - 18. Mai 2020 - 19:48
Kategorien: english

Voices from the frontline: Anna Bermudez

Devex - 18. Mai 2020 - 19:48
Kategorien: english

Voices from the frontline: Matías Videla

Devex - 18. Mai 2020 - 19:47
Kategorien: english

Voices from the frontline: Repha Kutai

Devex - 18. Mai 2020 - 19:46
Kategorien: english

Voices from the frontline: Prossie Muyingo

Devex - 18. Mai 2020 - 19:46
Kategorien: english

Merkel verlangt globale Kooperation gegen Corona-Pandemie

welt-sichten - 18. Mai 2020 - 18:12
Auf der Weltgesundheitsversammlung wiederholt die US-Regierung ihre scharfe Kritik: Die Weltgesundheitsorganisation und China seien für die grenzüberschreitende Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich.

Covid-19-Schuldenerleichterungen: Was muss als nächstes passieren?

ONE - 18. Mai 2020 - 18:10

Die Kosten der COVID-19-Pandemie werden gewaltig sein. Nach Schätzungen benötigt allein Afrika 100 bis 200 Milliarden US-Dollar, um die Auswirkungen der Pandemie zu bewältigen. In Ländern mit höherem Einkommen haben die Regierungen Billionen von Konjunkturpaketen geschnürt. Aber die Mehrheit der Entwicklungsländer hat nicht das Geld, um die Folgen dieser Pandemie finanziell zu bewältigen. 

Der Schuldenerlass ist eines der schnellsten und wirksamsten Mittel, um Geld in den Haushalten der Entwicklungsländer freizumachen. Sie müssen dann einen Teil ihrer Schulden für einen bestimmten Zeitraum nicht zurückzahlen – und können die eingesparten finanziellen Mittel an anderer Stelle einsetzen. Die jüngste Vereinbarung der G20, die Schuldenrückzahlungen für die ärmsten Länder für den Rest des Jahres 2020 auszusetzen, wird einige dringend benötigte Mittel freisetzen. Aber das reicht nicht aus. 

Die G20-Vereinbarung betrifft nur bilaterale Schulden, also Darlehen anderer Regierungen wie zum Beispiel Deutschlands, die etwa die Hälfte des gesamten Schuldendienstes für diese Länder ausmachen. Schulden bei multilateralen Institutionen und private Schulden bei Anleihegläubigern und Geschäftsbanken machen weitere 24 Milliarden US-Dollar aus. 

Die Befreiung des restlichen Schuldendienstes ist von entscheidender Bedeutung, um den Regierungen die größtmögliche Flexibilität zu gewähren und um sicherzustellen, dass die durch bilateralen Schuldenerleichterungen eingesparten Gelder nicht zur Finanzierung von Schuldenzahlungen an multilaterale oder private Gläubiger verwendet werden. Kein Land sollte während dieser Pandemie vor die unmögliche Wahl gestellt werden, Leben zu retten oder Schuldenrückzahlungen zu leisten. 

Schuldendienstzahlungen durch Länder der G20-Initiative zur Aussetzung des Schuldendienstes.

Analyse von ONE Campaign auf Basis der Datengrundlage der Weltbank.

So müssen die Schuldenerleichterungen ausgeweitet werden, um mehr Finanzmittel für die Länder freizusetzen, die sie am dringendsten benötigen:  Das Schuldenmoratorium muss bis 2021 verlängert werden und alle afrikanischen Länder abdecken 

Das aktuelle G20-Abkommen deckt nur die verbleibenden acht Monate des Jahres 2020 ab. Es ist aber klar, dass wir nicht so schnell zur Normalität zurückkehren können. 

Das Schuldenmoratorium muss daher auf das gesamte Jahr 2021 ausgeweitet werden, um den Entwicklungsländern mehr Sicherheit und Planbarkeit bei der Verwendung der freiwerdenden Mittel zu geben. Für die 73 Länder, die unter das aktuelle G20-Abkommen* fallen, bedeutet dies zusätzliche 22 Milliarden US-Dollar, die im Rahmen der bilateralen Schuldenaussetzung für 2021 für die Krise zur Verfügung stehen. 

Die Krise trifft alle Länder – unabhängig von ihrem Einkommensniveau. Kein einziges Land hatte mit so einem Schock geplant. Daher sollte sich die Solidarität, wie von afrikanischen Staats- und Regierungschefs gefordert, auf alle Länder Afrikas erstrecken, die sich in Schwierigkeiten befinden. Diese Ausweitung des bilateralen Schuldenmoratoriums auf ganz Afrika würde zusätzliche 7,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 und mindestens 6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 freisetzen. 

Multilaterale Gläubiger müssen der G20-Initiative beitreten 

Die G20 forderten auch multilaterale Kreditgeber auf, ein vergleichbares Schuldenmoratorium zu gewähren. Die gesamten multilateralen Schulden der für Schuldenerleichterungen in Frage kommenden Länder belaufen sich 2020 auf 12 Milliarden US-Dollar. Von etwa einem Drittel ist die Weltbank die Gläubigerin. Entwicklungsländern müssen nach derzeitigem Plan 2021 mindestens 13 Milliarden US-Dollar an multilaterale Gläubiger zurückzahlen. Bei einer Ausweitung auf alle afrikanischen Länder würden diese Länder insgesamt etwa 6,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 und 5,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 selbst nutzen können, statt Schulden zurückzuzahlen. 

Bisher hat nur der IWF über seinen Catastrophe Containment and Relief Trust Fund (CCRT) einen sechsmonatigen Schuldenerlass für die 25 ärmsten Länder in Höhe von etwa 214 Millionen US-Dollar genehmigt. Dies ist zu begrüßen. Nun muss auch die Weltbank einen vergleichbaren Entschuldungsfonds einrichten. 

Multilaterale Organisationen zögern, sich an einem Schuldenmoratorium zu beteiligen, da sie Bedenken hinsichtlich ihres Cash-Flows und ihrer Kreditwürdigkeit haben. Kurzfristig befürchtet die Weltbank, dass sie ohne Gelder aus der Schuldentilgung nicht in der Lage wäre, neue Kredite und Zuschüsse vorzeitig zu vergeben. Langfristig ist die Bank darüber besorgt, wie sich eine Aussetzung auf ihr Kreditrating und damit auf ihre Fähigkeit auswirken könnte, Geld auf den Märkten zu den niedrigsten verfügbaren Zinssätzen zu leihen und dieses Geld an Entwicklungsländer weiter zu verleihen. Die Rating-Agentur Fitch hat bereits eine Warnung vor einer Aussetzung ohne Entschädigung durch die Aktionäre ausgesprochen. 

Aber: Keiner dieser Bedenken ist unüberwindbar. Die realistischste Option – zur Beruhigung der Rating-Agenturen und zur Gewährleistung eines gesunden Cash-Flows – wäre, dass die Anteilseigner der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie der International Development Association (also deren Mitgliedsstaaten abhängig von der Höhe der Einlagezahlungen) Zahlungen an multilaterale Entwicklungsbanken aufstocken, um die Aussetzung der Schuldenzahlungen zu kompensieren. Zu diesem Zweck könnte die Weltbank einen CCRT-ähnlichen Fonds einrichten, der durch die Hilfe der Geberländer kapitalisiert würde. 

Private Gläubiger müssen nachziehen 

Die privaten Gläubiger müssen nachziehen und sich ebenfalls beteiligen. 2020 müssen die ärmsten Länder mindestens 12 Milliarden US-Dollar an private Gläubiger zurückzahlen. Weitere 13 Milliarden US-Dollar werden von anderen afrikanischen Ländern geschuldet, die nicht in das G20-Abkommen einbezogen sind. Und die Zinszahlungen für private Schulden sind oft viel höher als für öffentliche Schulden. 

Afrikanische Finanzexperten haben einen vielversprechenden Vorschlag für eine Zweckgesellschaft für Afrika vorgelegt, die private Schulden gegen neue konzessionäre Kredite tauschen könnte. Die Zweckgesellschaft muss von einer multilateralen Entwicklungsbank oder Zentralbank verwaltet und teilweise von Gebern kapitalisiert werden. Experten des Centre for Policy Research, einem Think Tank, schlugen vor, dass der IWF oder die Weltbank eine Zentrale Kreditfazilität einrichten solle. Jeder dieser Vorschläge muss von offiziellen Gläubigern unterstützt und von privaten Gläubigern genehmigt werden. 

Bei jeder freiwilligen Initiative könnten sich einige private Gläubiger der Stimme enthalten und es stattdessen vorziehen, Länder zu verfolgen, die einen Staatsbankrott erleiden. Um sicherzustellen, dass Geierfonds säumige Länder nicht verklagen und ihre Vermögenswerte beschlagnahmen können, müsste man sich um Gesetzesänderungen in den wichtigsten Gerichtsbarkeiten bemühen, in denen Schuldverträge vereinbart werden – in erster Linie in den USA und in Großbritannien. 

Was kommt danach? 

Ein Schuldenmoratorium ist ein wichtiger erster Schritt, aber angesichts des Ausmaßes der Krise schiebt er das Problem nur auf die lange Bank. Letztlich bedarf es eines sorgfältig gesteuerten Prozesses zur Umschuldung oder zum Erlass nicht tragfähiger Schulden für Länder, deren Wirtschaft sich nicht schnell erholt. Auch wenn nicht alle Länder einen Schuldenerlass brauchen oder wollen (da dies unweigerlich ihren Zugang zu Krediten in der Zukunft beeinträchtigen wird), muss es dennoch einen umfassenderen und faireren Prozess zur Ermittlung des Umschuldungsbedarfs geben, der nicht für jedes Land unterschiedlich ist. 

Dies sollte Hand in Hand gehen mit der Sicherstellung, dass die Mittel für den Schuldenerlass transparent für die Nothilfe und den sozialen Sektor ausgegeben werden. Das Aussetzungsabkommen der G20 verlangt von den Ländern, dem IWF darüber Bericht zu erstatten, wie sie diese Mittel ausgeben. Es sollte für alle durch Umschuldung oder Schuldenerlass zur Verfügung gestellten Mittel wiederholt werden und die Zivilgesellschaft in die Überwachung und Verfolgung dieser Mittel einbeziehen. 

Vollständige Daten zu Schuldenbeständen und fälligen Schuldendienstzahlungen der afrikanischen und G20-DSSI-Länder finden Sie auf dem Debt Dashboard von ONE.  

 

* Die G20-Schuldenaussetzung umfasste alle IDA-fähigen Länder (76 Länder) sowie Angola. Allerdings sind nur Länder berechtigt, die keine Zahlungsrückstände gegenüber der Weltbank und dem IWF haben, was Syrien, Sudan, Eritrea und Simbabwe ausschließt. 

 

 

The post Covid-19-Schuldenerleichterungen: Was muss als nächstes passieren? appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Driving Africa’s industrialisation on the back of COVID-19

OECD - 18. Mai 2020 - 17:30
Toyin Abiodun, Industry and Trade Advisor, Rwanda, Maudo Jallow, Industry and Trade Analyst, Ghana and Jonathan Said, Head of Inclusive Economic Growth, Africa, Tony Blair Institute This blog is part of a series on tackling COVID-19 in developing countries. Visit the OECD dedicated page to access the OECD’s data, analysis and recommendations on the health, economic, financial and societal impacts of COVID-19 … Continue reading Driving Africa’s industrialisation on the back of COVID-19
Kategorien: english

"Hungerpandemie in Afrika": Das 3sat-Magazin "makro" über die katastrophalen Folgen von Corona

Presseportal Afrika - 18. Mai 2020 - 17:17
3sat [Newsroom]
Mainz (ots) - Dienstag, 19. Mai 2020, 22.25 Uhr Erstausstrahlung Klimawandel, Dürre und Heuschreckenschwärme haben in Afrika schon vor der Covid-19-Krise Millionen Menschen bedroht. Die Pandemie verschärft die Lage. Das 3sat-Wirtschaftsmagazin ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

UN chief renews call for COVID-19 solidarity as WHO warns ‘majority’ of world still at risk

UN ECOSOC - 18. Mai 2020 - 17:09
A “massive” and combined effort by all countries is needed to tackle the COVID-19 pandemic, UN Secretary-General António Guterres said on Monday, as UN health agency head, Tedros Adhanom Ghebreyesus, insisted that “the majority of the world’s population remains susceptible to this virus”.
Kategorien: english

FIAN-Jahresbericht 2019 erschienen

FIAN - 18. Mai 2020 - 16:36
Die Menschenrechtsorganisation FIAN hat ihren Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Der Bericht beschreibt die wichtigsten Aktivitäten im Vorjahr und gibt einen Überblick über die Finanzen des Vereins.
Im inhaltlichen Teil werden die Fallarbeit zu Sambia, Uganda, Brasilien und Ecuador sowie die Aktivitäten rund um das Jahresthema "Klimawandel und Menschenrechte" beschrieben. Es folgen die wichtigsten Projekte im Vorjahr. Dazu zählt das von FIAN entwickelte Planspiel zu Klimaschutz und Menschenrechten. Dieses ermöglicht es den Teilnehmenden, die Auswirkungen von Klimaschutzprojekten hautnah zu erfahren. Sie nehmen hierbei verschiedene Rollen ein, zum Beispiel von der betroffenen Landbevölkerung, den Medien oder von Investoren. 
Ein weiteres wichtiges Ereignis war die Anhörung "Welternährung und Klimawandel" im Bundestag, zu der FIAN-Agrarreferent Roman Herre als Experte eingeladen wurde. Der Bundestag veröffentlichte auch eine schriftliche Stellungnahme von FIAN. Herre wies in seinem Beitrag darauf hin, dass über 800 Millionen Menschen unter chronischem Hunger leiden, obwohl es prinzipiell genügend Nahrungsmittel für alle gibt. Er plädierte dafür, einen stärkeren Fokus auf Fragen der Verteilung und der sozialen Ungleichheit zu setzen. Eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion würde nur in seltenen Fällen zu einer Linderung führen.
Die Einweihung der neuen Geschäftsstelle mit über 80 Gästen war ein weiteres Highlight 2019. Für die öffentlich gut sichtbaren Räumlichkeiten im belebten Stadtteil Köln-Sülz gab es viel Lob aus den Reihen der Mitgliedschaft.
Weitere Texte erläutern die Personalsituation in der FIAN-Geschäftsstelle, die Aktivitäten der Lokalgruppen, wichtige Veröffentlichungen – darunter die Studie „Agrarkonzerne und Finanzindustrie: Die neuen Lieblinge der Entwicklungszusammenarbeit?" von INKOTA und FIAN – sowie die Beteiligung von FIAN an Kundgebungen und Demonstrationen. Den vollständigen Jahresbericht können Sie hier abrufen.

Menschliche Realität

E+Z - 18. Mai 2020 - 15:33
Zwei Nobelpreisträger fordern von Ökonomen mehr Beachtung der empirischen Wirklichkeit

Titel und Untertitel des Buchs sind programmatisch: „Good economics for hard times – Better answers to our biggest problems“. Die beiden Entwicklungsökonomen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben es geschrieben, bevor sie den Nobelpreis gewannen. Ihrem Urteil nach sollten Volkswirte arbeiten wie Klempner. Der eigentliche Auftrag sei, gesellschaftliche Probleme zu lösen, werde aber meist nicht erfüllt, weil der Wissenschaftsbetrieb vor allem Wert auf ausgeklügelte Modelle und detaillierte Methodendiskussionen lege. Folglich sei das, was in der Öffentlichkeit als Standarderkenntnis gilt, oft falsch und längst überholt. Tatsächlich widerlegten aktuelle Studien oft, was sogenannte Experten zugunsten spezifischer Interessengruppen in den Medien als gesichertes Wissen präsentierten.

Das gilt beispielsweise für Migration. Das Autorenpaar kritisiert die weit verbreitete Vorstellung, Einwanderer machten ungelernten Einheimischen auf dem Arbeitsmarkt Konkurrenz und drückten Löhne. So werde zwar Ausländerfeindlichkeit erklärt, Realität sei es aber nicht. Ungelernte Migranten verrichteten schließlich meistens Arbeit, für die sich gar keine Einheimischen finden ließen. Es gebe auch kein Nullsummenspiel, bei dem das Geld, das Migranten verdienten, anderen Arbeitnehmern entgehe. Vielmehr steige dank der Einwanderer die gesamtgesellschaftliche Nachfrage, wodurch neue Chancen entstünden. Wenn Migranten im Team mit heimischen Kollegen integriert würden, stiegen zudem Letztere oft in der formalen Hierarchie auf.

Das miteinander verheiratete Autorenpaar stört zudem, dass die konventionelle Volkswirtschaft Arbeit als eine Art Rohstoff behandele, bei dem es nur auf den Preis ankomme. Auch das stimme einfach nicht, weil in Beschäftigungsverhältnissen persönliches Vertrauen wesentlich sei. Obendrein arbeiteten Menschen nicht nur, um Geld zu verdienen, denn Arbeit habe psychologisch für Selbstverständnis, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl große Bedeutung.

Daraus leiten die beiden VWL-Professoren sozialpolitische Konsequenzen ab. Die Vorstellung, dass Arbeitslosengeld und andere Sozialleistungen die Arbeitsbereitschaft minderten, sei empirisch falsch. Menschen wollten vielmehr etwas Sinnvolles tun und Beiträge zum gesellschaftlichen Leben leisten.

Wachstum gilt generell als wichtigstes Politikziel. Auch hier widersprechen die beiden MIT-Gelehrten. Richtig sei, dass kaum entwickelte Länder Wachstum brauchten, weil es ihnen allenthalben an Mitteln fehle. In hochentwickelten Ländern dagegen habe Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren der großen Mehrheit der Bevölkerung nichts gebracht. Nur eine kleine Minderheit habe profitiert. Die Politik solle sich deshalb statt auf Wachstum darauf konzentrieren, die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

Dass der Markt immer bessere Ergebnisse als Staatshandeln liefere, ist ein weiteres Klischee, das Banerjee und Duflo nicht akzeptieren. Tatsächlich gebe es Felder, auf denen der Staat überlegen sei. So sei etwa ein gutes öffentliches Schulsystem unverzichtbar, weil private Bildungseinrichtungen als Zielgruppe vor allem zahlungskräftige, privilegierte Schichten bedienten.

Das Ökonomenpaar lehnt auch die Grundannahme ab, dass Menschen feste und unveränderliche Präferenzen hätten. Das sei eine Fiktion, die nützlich sei, um in ökonomischen Modellen Akteure als vollkommen rational zu konzipieren. Sie habe aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun, denn Menschen änderten Einstellungen ständig. Einflussreich seien dabei nicht nur Personen, mit denen sie regelmäßig zu tun hätten, sondern auch Medien sowie Moden und Trends. Folglich seien persönliche Präferenzen nicht sakrosankt, und die Politik dürfe durchaus versuchen, auf sie Einfluss zu nehmen.

Banerjee stammt aus Indien, Duflo aus Frankreich. Beide arbeiten in den USA. Ihr Werk profitiert davon, dass sie sowohl reiche Nationen als auch Entwicklungsländer gut kennen. Ihr Buch verdient breite öffentliche Beachtung und sollte zur Pflichtlektüre im VWL-Grundstudium werden. Politiker, die Wert auf Ökonomenrat legen, sollten es ebenfalls zur Kenntnis nehmen.

Methodenkritik

Ein Schwachpunkt ist indessen, dass Banerjee und Duflo sich fast ausschließlich auf eine einzige Forschungsmethode stützen: randomisierte Kontrollstudien (randomised controlled trials – RCTs). RCTs zeigen, wie sich eine bestimmte Intervention auf eine soziale Gruppe auswirkt, in dem Daten in zwei Vergleichsgruppen erhoben werden, von denen eine den Eingriff erfährt und die andere nicht. Wenn die Vergleichsgruppen sehr ähnlich sind, lassen sich unterschiedliche Ergebnisse dann kausal auf die Intervention zurückführen.

Das Ehepaar verdankt sein wissenschaftliches Ansehen und den Nobelpreis der Entwicklung und Anwendung von RCTs. Ihr Forschungsinteresse gilt dabei besonders der Armutsbekämpfung. Allerdings beweisen sie mit RCTs auch immer wieder Dinge, die in anderen Sozialwissenschaften längst selbstverständlich sind. Dass Märkte nur auf kaufkräftige Nachfrage, aber nicht auf menschlichen Bedarf reagieren, sagen Soziologen und Politologen schon lange.

Zu einem großen Teil besteht die Leistung von Banerjee und Duflo somit nicht darin, die Schwächen der konventionellen VWL aufzudecken, sondern diese in einer Weise auszuformulieren, die Ökonomen nicht leicht von der Hand weisen können. Angesichts der großen politischen Bedeutung dieser Disziplin ist das sehr wichtig. Leider dürften die beiden aber kaum die Fernseh-Ökonomen überzeugen, die von der Perpetuierung längst widerlegter Plattitüden leben.

Buch
Banerjee, A., and Duflo, E., 2020: Good economics for hard times. Better answers for our biggest problems. London: Allen Lane.

Kategorien: Ticker

Count in human beings

D+C - 18. Mai 2020 - 15:33
Two Nobel laureates want economists to focus more on empirical reality

The book’s title is “Good economics for hard times” and the subtitle is “Better answers to our biggest problems”. The two professors from the Massachusetts Institute of Technology (MIT) wrote the book before winning the Nobel prize last year. In it, they argue that economists should be like plumbers who solve problems society is facing. In their eyes, their colleagues put too little effort into doing so, but focus too much on explaining models and methodology to peers. The result is that what the general public believes is standard economics is often outdated and wrong. Empirical research actually proves wrong many of the platitudes that constitute the conventional wisdom. Supposed experts reiterating it on TV often serve vested interests.

One example is migration. It is widely believed that the immigration of unskilled foreign workers increases labour-market competition to the detriment of unskilled domestic workers. The scenario is used to explain xenophobia. As Banerjee and Duflo point out, the empirical reality is normally quite different. Unskilled immigrants typically do work that people from the host country refuse to do. Moreover, immigrants do not only earn money in a zero-sum game that would mean someone else is deprived of that money. Immigrants are consumers who increase aggregate demand, which in turn creates new opportunities. When immigrants join established teams, moreover, some of their domestic colleagues typically rise to a higher rank in the company hierarchy.

The two Nobel laureates find it irritating that, in conventional economics, labour is a mere commodity, with pay being the only thing that supposedly matters to employers and employed. Once again, the empirical reality is different. Labour relations are always personal relations, and trust is essential.

Moreover, people do not only work because they need money. Work has a bearing on people’s sense of identity, self-confidence and self-esteem.

This has implications for social-protection policies. The conventional wisdom is that unemployment benefits and other forms of governmental support for poor people thwart recipients’ willingness to work. Once again, the empirical evidence speaks a different language. Banerjee and Duflo insist that human beings want to do something meaningful.

According to the conventional wisdom, growth is the all-important policy goal. The two MIT scholars disagree. While least-developed countries which generally lack resources do need growth, it has not made a difference in most people’s lives in rich nations in recent years, since only a privileged few raked in the profits. Banerjee and Duflo insist that people matter – and that policymakers should focus on increasing welfare, not gross domestic product.

Another cliché is that market dynamics always deliver better results than government action. Reality is more complicated. As the scholars point out, government agencies perform better in some fields. For example, government schools are needed to ensure opportunities throughout a nation because private schools tend to cater only to privileged communities.

At a very fundamental level, Banerjee and Duflo disagree with the idea that a person’s preferences are fixed permanently. This fiction is useful because economic theory is to a large extent based on the notion of homo economicus – an entirely rational being that maximises personal utility. In truth, people keep changing their minds about many things. They are influenced by who they interact with, by the media and by various kinds of trends and fashions. Preferences are therefore not sacrosanct, write Banerjee and Duflo, and there is no reason why policymakers should accept them as such.

The book benefits from the fact that Banerjee is from India and Duflo from France, with both working in the USA. They have a good understanding of both advanced nations and developing countries. Their work deserves wide attention. It should be made required reading for undergrad students of economics. Policymakers who prefer economists’ advice to those of other experts should read it too.

Method of choice

That said, the approach Banerjee and Duflo take is almost entirely based on a single research method: randomised controlled trials (RCTs). RCTs test how a specific intervention affects a specific community by collecting data from one group of people who are exposed to the intervention and another who are not. If the two groups are otherwise very similar, different outcomes are obviously caused by the intervention.

Developing and using this methodol-ogy has made the married couple prominent. They have applied it extensively to find out what works best in the fight against poverty. That kind of work is what they won the Nobel Prize for. On the other hand, some of the things they reveal by the means of RCTs have long been understood by other social sciences. Psychologists have known for decades that work and self-esteem are closely interrelated. Sociologists and political scientists have argued for a long time that markets do not respond to human need, but only to purchasing power.

To a large extent, the merit of Banerjee’s and Duflo’s work is not to discover these things, but only to prove them in a way other economists will find hard to deny. That is important, of course, because economics is the politically most influential social science. Unfortunately, TV economists peddling platitudes are unlikely to pay attention.

Book
Banerjee, A. and Duflo, E., 2020: Good economics for hard times. Better answers for our biggest problems. London: Allen Lane.

Kategorien: english

Marginalised women’s plight

D+C - 18. Mai 2020 - 15:14
Women’s stressful duty of procuring water

Typically, women are responsible for ensuring that families have water. In urban and rural areas, it is common to see women and especially girls carrying pots of water. Last year, the effects of the water shortage were felt acutely by women from marginalised communities. They are doubly disadvantaged due to gender and caste.

Even in normal times, they stand in long queues as the day grows hot. Quarrels are so common in these queues that our local dialect has a phrase “kozha adi sanda”. It literally means “fight near the water tap” and stands for useless bickering. The reality, however, is that the women are under a lot of pressure. They often worry about not getting enough water. The longer they stand in line, the less time they have for other chores. Depending on the length of the queue, women decide how many pots to fill. Clashes erupt when someone exceeds an unspoken limit. It adds to the tensions that they have to get up very early since the water truck may arrive as early as 5 am in the morning.

Fetching water is thus stressful even in good times. Drought makes things worse. The lines are longer, the water deliveries are less frequent and reliable, and poor families struggle to afford the higher cost for this indispensable resource.

Kategorien: english

E+Z/D+C 2020/06 – sw – Krupa Ge – Chennai – Box

E+Z - 18. Mai 2020 - 15:14
Women’s stressful duty of procuring water

Typically, women are responsible for ensuring that families have water. In urban and rural areas, it is common to see women and especially girls carrying pots of water. Last year, the effects of the water shortage were felt acutely by women from marginalised communities. They are doubly disadvantaged due to gender and caste.

Even in normal times, they stand in long queues as the day grows hot. Quarrels are so common in these queues that our local dialect has a phrase “kozha adi sanda”. It literally means “fight near the water tap” and stands for useless bickering. The reality, however, is that the women are under a lot of pressure. They often worry about not getting enough water. The longer they stand in line, the less time they have for other chores. Depending on the length of the queue, women decide how many pots to fill. Clashes erupt when someone exceeds an unspoken limit. It adds to the tensions that they have to get up very early since the water truck may arrive as early as 5 am in the morning.

Fetching water is thus stressful even in good times. Drought makes things worse. The lines are longer, the water deliveries are less frequent and reliable, and poor families struggle to afford the higher cost for this indispensable resource.

Kategorien: Ticker

Teamleiter/in Exitländer (60-70 %) (Luzern)

epojobs - 18. Mai 2020 - 15:01

 

Das Richtige tun. In der Schweiz und in rund 20 Ländern auf vier Kontinenten. Engagieren Sie sich mit uns für die Vision einer solidarischen Gesellschaft, als

Teamleiter/in Exitländer (60-70 %)

Caritas Schweiz ist ein führendes Hilfswerk im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe. Unser oberstes Ziel ist die Armutsbekämpfung. Die Programme der Internationalen Zusammenarbeit konzentrieren auf die Themen Einkommensschaffung, Klima und Migration. Wir sind in rund 20 Ländern tätig. Caritas Schweiz will ihr Engagement zugunsten benachteiligter Menschen in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Die Programme werden in den Ländern durch Landesgesellschaften und in der Schweiz durch Programmverantwortliche begleitet. 

Die Teamleitung Exitländer unterstützt die Operative Leitung der Ländergruppe I bei der Führung der Exitprogramme des Bereichs Internationale Zusammenarbeit.

Ihre Aufgaben

  • Verantwortung für die Umsetzung der Bereichsstrategie
  • Führung von Mitarbeitenden in der Ländergruppe I und Verantwortung für die komplette Abwicklung der Ausstiegsprogramme und Exit-Ländergesellschaften
  • Rekrutierung und Einführung der direkt unterstellten Mitarbeitenden der Ländergruppe I
  • Mitarbeit bei der Koordination zum Thema Budget/Abrechnungen in Bezug auf die operative Umsetzung inkl. Budgetplanung, Q-Abschlüsse, Budgetharmonisierung, Stellenpläne 
  • Zuständigkeit für die Koordination zum Thema HR in Bezug auf die operative Umsetzung 
  • Verantwortung mit Programmverantwortlichen für Projektakquise und Mittelbeschaffung 
  • Ggf. Dienstreisen 
  • Weitere Aufgaben zur Entlastung des Operativen Managementteams. 
  • Erarbeitung Lessons Learned Exitländer im Hinblick auf Prepardeness

Unsere Anforderungen

  • Mindestens fünf Jahre Erfahrung in der Internationalen Zusammenarbeit, inkl. Auslanderfahrung
  • Führungserfahrung inkl. Erfahrung in der Führung per Distanz
  • Hochschulstudium Stufe Master, verschiedene Fachrichtungen möglich oder gleichwertige Ausbildung
  • Analytische und konzeptionelle Fähigkeiten und vernetztes Denken.
  • Sozialkompetenz, Kritikfähigkeit und Konfliktfähigkeit, ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit.
  • Fähigkeit, komplexe Sachverhalte klar und verständlich darzustellen, ausgezeichnete redaktionelle Ausdrucksfähigkeit
  • Lösungsorientierte Arbeitsweise
  • Selbständiges, verantwortungsvolles Arbeiten und Handeln, hohe Eigenmotivation
  • Sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch;  Französischkenntnisse von Vorteil.

 

Arbeitsort ist Luzern.
Arbeitsbeginn: 01.07.2020 oder nach Vereinbarung.

Caritas bietet attraktive Anstellungsbedingungen und ein offenes Arbeitsklima in einem internationalen Umfeld.

Auskünfte zu dieser Stelle erteilt Ihnen gerne Frau Martina Weber, Operative Leitung IZA, Telefon +41 41 419 24 56 .

Wir danken Ihnen für das Interesse und freuen uns auf Ihre Bewerbung bis am 5. Juni 2020 über das Online-Portal. Hier bewerben.


Caritas Schweiz, Adligenswilerstrasse 15, 6002 Luzern
www.caritas.ch

Kategorien: Jobs

Pressemitteilung: Mehr Naturschutz bedeutet mehr Sicherheit vor Pandemien und mehr Klimaschutz

Forum Umwelt & Entwicklung - 18. Mai 2020 - 15:00

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
Mehr Naturschutz bedeutet mehr Sicherheit vor Pandemien und mehr Klimaschutz

 

Berlin, 18.05.2020 – In einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin anlässlich des Weltbiodiversitätstags am 22. Mai erwarten namhafte Wissenschaftler, Vertreter von Stiftungen, Unternehmer, Prominente und NGOs ein konsequentes Handeln bei der Verabschiedung des „European Green Deals“ und der neuen Biodiversitätsstrategie der UN- Konvention zum Schutz über die der Biologischen Vielfalt (CBD). Die enge Verbindung zwischen dem Verlust Biologischer Vielfalt und dem Auftreten von Pandemien zeige mit beispielloser Klarheit die Folgen für die Menschheit, wenn intakte Lebensräume mit hoher Artenvielfalt weiter ungebremst zerstört würden.

 

Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag der Campaign for Nature sind die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Bundesregierung eindeutig:

 

  • 95 Prozent halten die Bekämpfung des Artensterbens für wichtig oder sehr wichtig,
  • 86 Prozent wollen den verstärkten Schutz intakter Naturräume, um damit die Übertragung infektiöser Krankheiten von Tieren auf Menschen zu reduzieren,
  • vier von fünf wünschen sich, dass bei den Konjunkturprogrammen jene Unternehmen und Industrien bevorzugt werden, die ehrgeizige Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzziele verfolgen,
  • 84 Prozent aller Befragten möchten, dass die Bundesregierung den Schutz von Klima und Natur zu einem Schwerpunkt macht.

 

Die Unterzeichner fordern eine ressortübergreifende und wirksame Politik zum Schutz der Biodiversität, die auf klaren, ehrgeizigen Zielen und Positionen basiert. Zentraler Bestandteil dieser Politik sollte unter anderem sein, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeres- und Landfläche der Erde unter Anerkennung und Unterstützung der Rechte indigener Völker effektiv zu schützen.

 

Der Schutz von mindestens 30 Prozent Fläche sei ein dreifacher Gewinn für unseren Planeten, unterstreichen die Unterzeichner des offenen Briefes. Wissenschaftler gingen davon aus, dass bei effektiver Umsetzung etwa 70 Prozent der biologischen Vielfalt und der grundlegenden Ökosystemleistungen für die Menschheit erhalten bleiben. Ein gestärkter und erweiterter Schutz natürlicher Lebensräume, insbesondere in den Tropenwäldern, würde gleichzeitig für uns Menschen auch einen natürlichen Schutzschild gegen weitere Pandemien bilden. Und, indem natürliche Kohlenstoffsenken erhalten und Emissionen gebunden werden, würden wesentliche Beiträge zum Klimaschutz geleistet sowie die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel gestärkt.

 

Die gegenwärtige Pandemie zeigt uns auf erschreckende Weise, wie stark unsere Gesundheit und letztlich unser Überleben von einem gesunden Planeten abhängig sind. Gleichzeitig bietet sie die einmalige Chance, die unabdingbar grundlegenden Änderungen in unseren Wirtschafts- und Finanzsystemen einzuleiten, um die Zukunftsfähigkeit der Menschheit zu sichern.

 

Im offenen Brief heißt es: „Der European Green Deal, einschließlich der EU-Biodiversitätsstrategie, zeigt die Richtung an, wie ein transformativer Wandel in Europa eingeleitet werden muss. Wir erwarten daher von der Bundesregierung in Vorbereitung auf die am 1. Juli beginnende Ratspräsidentschaft:

 

  • sich national und auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, das jetzige Niveau des European Green Deals mindestens beizubehalten und eine konsequente und zeitnahe Umsetzung zu unterstützen,
  • die Planung und Umsetzung der Konjunkturprogramme an den Kernelementen des European Green Deal auszurichten. Es wäre fatal, jetzt den Lobbyisten nachzugeben und damit gestrige Wirtschaftsweisen und -modelle festzuschreiben oder schwierige Transformationsprozesse angesichts der aktuellen Krise zu verschieben. Dazu gehört insbesondere die umgehende Neuausrichtung der Landwirtschaft als Hauptursache für den Verlust der Biologischen Vielfalt,
  • sich umgehend auf ehrgeizige und konkrete Ziele zum Schutz der Biologischen Vielfalt zu verpflichten und diese national, innerhalb der EU und international zu vertreten. Damit verbunden ist ein klares Bekenntnis zu dem Ziel, bis 2030 global mindestens 30 Prozent der Meeres- und Landfläche unter wirksamen Schutz zu stellen und sich maßgeblich an der Mobilisierung der zur Umsetzung notwendigen Finanzmittel zu beteiligen.“

 

Der offene Brief an die Bundeskanzlerin zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt wurde gezeichnet von:

 

  • Olaf Bandt, Vorsitzender Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
  • Dr. Detlev Drenckhahn
  • Jürgen Heraeus
  • Hannes Jaenicke, Schauspieler, Autor, Dokumentarfilmer
  • Martin Kaiser, Geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland
  • Klaus Milke, Stifter / Vorsitzender Stiftung Zukunftsfähigkeit & Chair Foundations 20
  • Dr. Kai Niebert, Präsident Deutscher Naturschutzring DNR
  • Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
  • Dr. Manfred Niekisch
  • Christof Schenck, Geschäftsführer Zoologische Gesellschaft Frankfurt
  • Georg Schwede, Representative Europe, Campaign for Nature
  • Ernst-Christoph Stolper, Sprecher des Leitungskreises Forum Umwelt & Entwicklung
  • Dr. Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin
  • Hansjörg Wyss, Chairman Wyss Foundation

 

 

 

Fachliche Nachfragen

  • Ilka Dege, Koordinatorin Biodiversitätspolitik des DNR e. V., Dege@dnr.de, Tel. 0162 986 95 60
  • Klaus-Henning Groth, Communications, klaus-henning@campaignfornature.com, Campaign for Nature, Tel. 0172 449 3366
  • Nicola Uhde, BUND-Expertin für Waldpolitik und internationale Biodiversitätspolitik, Tel. 0151 141 482 67, uhde@bund.net
  • Friedrich Wulf, Koordinator der AG Biodiversität des Forums Umwelt und Entwicklung, Wulf@freenet.de, Tel. 0162 7480899 bzw. 07664/9209859

 

 

 

Pressekontakt
Ramona Bruck | Forum Umwelt & Entwicklung: | Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit | +49 (0)30 – 678 1775 910 | bruck@forumue.de
@ForumUE

Das Forum Umwelt & Entwicklung (www.forumue.de) wurde 1992 nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung gegründet und koordiniert die Aktivitäten deutscher Nichtregierungsorganisationen in internationalen Politikprozessen zu nachhaltiger Entwicklung.

Kategorien: Ticker

No water – or too much of it

D+C - 18. Mai 2020 - 14:52
2019 Chennai suffered a terrible drought – after devastating flooding four years earlier

Every year, as summer arrives, we brace for uncertainty in our city that was formerly known as Madras. In normal, pre-pandemic times, the main roads were a happy sight, with street vendors selling thinly sliced raw mangoes slathered in chillies and salt. During the hottest months – March to May – they also sell juicy water melon, ice apples and tender coconut water.

Unfortunately, the hot months are also when most smaller roads are crowded with people in queues waiting to fill pots and containers with water. Commercial and government tankers bring water to parched homes in the dead of the night or in the midst of a busy work day. No one knows when exactly they will arrive.

Water is scarce, so our agglomeration of 10 million people must get through the hottest, most humid days with as little water as possible. May is the worst month. This year, we are also in the midst of a nationwide lockdown because of the novel Coronavirus.

Many recall the frightful drought of 2019. Chennai’s municipal water-supply network went dry. For me personally, that was ironic. Lack of water affected us in the weeks before the release of my book on the catastrophic floods of 2015. At every book event I was asked whether I will write about the drought as well. I am not sure if I want to write about it yet. The truth is that Chennai is neither designed to cope with floods nor with droughts, but the climate crisis is making both ever more likely.

Chennai’s water comes from four reservoirs that are located a little outside the city. They are rain-water fed, which means that, when the monsoons fail, water shortages paralyse the city.

Chennai is the capital of the Indian state of Tamil Nadu. In 2017 and 2018, state politics was chaotic. Infighting kept our leaders so busy that they failed to notice the insufficient rainfall. The reckoning came in 2019 when the biggest reservoir, Chembarambakkam, went completely dry. News screens showed images of dead fish on the reservoir bed.

The irony was that the same reservoir had caused the 2015 floods. Back then, it had rained so hard it could not contain the water. Hundreds of families living along urban waterbodies were relocated to faraway places in suburban areas. They lost their possessions overnight, and then their claim to the city. During last year’s drought, the same families then had to spend a fourth of their daily incomes to buy water. The infrastructure of their new informal settlements is particularly poor.

Depending on Monsoon rain

Chennai receives most of its water from the northeast monsoon (about 60 %) in the months September to November. Last year, however, the northeast monsoon brought only 45 % of the long-term average. Because of that deficit, the city’s water-supply system failed.

Normally, the municipal corporation provides water to people, and we pay separate water taxes for that service. Last summer, we only got water once in 15 days where I live – and only for five minutes. The situation was even worse in other parts of the city.

When the pipes go dry, we can normally rely on borewell water which we source from the land our building stands on. Last summer, however, borewells dried out too. For the first time in nearly 17 years, the pump did not yield any water at all.

Like most of urban India, Chennai depends on groundwater for daily needs. In some places, this resource is over-used. For this reason, Tamil Nadu was one of the first states to make rain water harvesting compulsory in the city. The rule applies to all buildings – whether commercial or residential. When the rains fail, however, there is not much to harvest.

Borewell drilling was frantic last summer, sometimes with neighbours competing for groundwater. In several places people had to dig to a depth of more than 200 meters to even find water. According to official data, groundwater was vastly depleted in 22 of Tamil Nadu’s 38 districts. The hectic drilling was a scary glimpse of what the future will hold if the climate crisis escalates further.

At some point last year, everyone in Chennai had to buy water commercially. This struck a hard blow to the urban poor. The state government’s metropolitan water department, which normally provides water free of charge, sold this essential resource at a price of 700 rupees (the equivalent of about nine euros) per 9,000 litres. The price may seem low – and it was indeed the cheapest water available. The problem was that one had to wait for a long time to get it. The tanker we ordered only arrived after 20 days.

Everyone eventually had to turn to private suppliers. The price soared from 2,600 rupees for 9,000 litres in the beginning of the summer to a peak of 4,600 rupees. It sounds ridiculous in hindsight, but there was an extra charge for ‘clean water’. Otherwise the tanker dumped silted water into people’s home water storage area. This sharp rise in the cost of commercialised water hit the city’s poor and marginalised the most. Women were affected in particular (see box).

The state government was obviously unprepared. SP Velumani, its minister for municipalities and rural administration, even said that the drought was a rumour manufactured by the press. Soon after, Chennai had water shipments brought in by train.

Water is always a highly emotive issue in Tamil Nadu. State elections are fought over and won by who can bring irrigation water to the farmlands. Tamil Nadu is embroiled in fights over dams, reservoirs and river water with neighbouring states. A long-standing dispute with Karnataka can be traced back to the 19th century and concerns the river Cauvery. Last year, Kerala, another neighbour, offered extra water, but our state government turned it down, choosing politicking over people’s welfare.

Our ministers love photo opportunities when water is released from reservoirs and claim to personally have made it happen. Quick to take credit for success, they do not accept blame when a flood or drought occurs.

To tackle the problems long term, the city needs to improve its infrastructure. It is essential to rehabilitate hundreds of water bodies that have been encroached upon legally and illegally in the city. That would contribute to recharging groundwater and improving water tables in densely populated neighbourhoods.

Our ancient poets praised Tamil kings for the tanks they built. Unlike our politicians today, they understood how important water management is.

It is true that impacts of climate change are hard to predict – and it is even harder to build the infrastructure they make necessary. However, the time to prepare is now. It is a good sign that the state government has expressed awareness of the challenge. Its recent disaster-management plan mentions “climate change” 55 times. It proposes to restore damaged ecosystems and takes into account floods, droughts and other climate impacts. The assurances are still vague, but they do show that policymakers have noticed the problems.

That is not enough, of course. They must solve them, taking action in particular to protect the most vulnerable people. Chennai needs a water-management policy that serves the needs of the marginalised and oppressed communities. Piped water should not be a privilege of the rich.

Krupa Ge is a Chennai-based journalist. Her book “Rivers remember – #Chennairains and the shocking truth of a man-made flood” was published last summer (Delhi, Context).  
krupa.ge@gmail.com

Kategorien: english

Seiten

SID Hamburg Aggregator abonnieren