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Sammlung von Newsfeeds

29 Tote bei Terroranschlag auf Armeebasis im Norden Malis

welt-sichten - 20. März 2020 - 11:05
Bei einem Terroranschlag auf eine Armeebasis im Norden Malis sind 29 Soldaten getötet worden. Fünf weitere wurden verletzt, wie die malische Armee über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Was du über das Coronavirus wissen solltest

ONE - 20. März 2020 - 10:15

Der Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) ist eine unglückliche Erinnerung daran, dass Krankheiten keine Grenzen respektieren. Innerhalb weniger Monate hat das Virus den Erdball überrollt und bereits über 200.000 Menschen in über 100 Ländern infiziert. Die Angst und Unsicherheit stört die Finanzmärkte und beherrscht die Nachrichten. Auch bei uns in Europa gibt es fast kein anderes Thema mehr.

Bei ONE verfolgen wir COVID-19 genau. Der Ausbruch erfordert eine sofortige Reaktion – aber wir sollten auch in die Zukunft schauen und überlegen, was nötig ist, um diese Art von Ausbrüchen zu verhindern.

Hier sind ein paar wichtige Dinge, die du unserer Meinung nach wissen solltest.

Wie sieht es mit einem Impfstoff aus?

Impfstoffe sind der wirksamste Weg, um Infektionen zu verhindern. Derzeit gibt es Impfungen, um einige der tödlichsten und ansteckendsten Krankheiten der Welt, wie Masern, Lungenentzündung, Keuchhusten, Grippe, HPV und Cholera, zu verhindern.

Da es sich bei COVID-19 jedoch um ein neuartiges Virus handelt, gibt es noch keinen Impfstoff. Ein Impfstoff gegen COVID-19 befindet sich in der Entwicklung, wobei mehrere Unternehmen zusammenarbeiten und einige potenzielle Impfstoffe in der Pipeline sind. Es wird jedoch mindestens 12 Monate dauern, bis ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht, da die Zeit für Sicherheitstests, Herstellung und Vertrieb sehr lang ist.

Sobald sich ein Impfstoff als wirksam erweist, könnten internationale Akteure wie die Impfallianz Gavi eine entscheidende Rolle spielen, um sicherzustellen, dass der COVID-19-Impfstoff die Menschen in den ärmsten und am stärksten gefährdeten Ländern erreicht. Der jüngste Impfstoff für den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist ein Beispiel dafür, wie dies funktionieren könnte.

Neugierig, wie Impfstoffe funktionieren? Wir haben fünf Fakten zu Impfungen.

Wie können wir diese Art von Ausbrüchen in Zukunft verhindern?

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Dies trifft besonders auf die Vorbereitung und Reaktion auf Epidemien zu. Zu Recht haben viele Länder und internationale Organisationen schnell reagiert, als sich COVID-19 auszubreiten begann. Aber eine gute Reaktion hängt von einer noch besseren Vorbereitung ab.

Seit Jahren warnen Experten davor, dass die nächste große Pandemie eine Frage des “wann” und nicht des “ob” ist. Diese Warnung wird auch dann noch wahr sein, wenn die unmittelbare Bedrohung durch COVID-19 nachlässt.

Vor diesem Hintergrund muss die internationale Gemeinschaft sicherstellen, dass drei Arten von Finanzierung für COVID-19 und künftige Pandemien zur Verfügung stehen: 1) sofortige Reaktion, 2) Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen und 3) Aufbau der Kapazitäten, die zur Verhütung, Erkennung und Reaktion auf künftige Bedrohungen erforderlich sind.

Alle drei Interventionen werden benötigt, um die Gesundheitssicherheit heute zu verbessern und sicherzustellen, dass wir auf die nächste große Gesundheitsbedrohung vorbereitet sind.

Wir bei ONE setzen uns für starke und effektive Gesundheitssysteme überall ein, um die Menschen gesund, sicher und frei von vermeidbaren Krankheiten zu halten. Wir brauchen eine starke Finanzierung, eine wirksame Politik, den politischen Willen und gezielte Investitionen, um sicherzustellen, dass jeder überall die Gesundheitsversorgung erhält, die er braucht.

Aufklärung gefällig?

Was ist das Coronavirus? Wie wird es verbreitet? Was sind die Symptome? Wie bereite ich mich vor?

Es ist normal, dass man eine Menge Fragen zu COVID-19 hat, besonders wenn sich die Situation von Tag zu Tag ändert. Im Zuge des Ausbruchs und der Entwicklung in Deutschland ist das Robert-Koch-Institut eine gute Anlaufstelle für die aktuellsten Informationen darüber, wie du dich und andere schützen kannst.

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Executive Update: “Uniting Business to Tackle COVID-19 Through the Ten Principles”

Global Compact - 20. März 2020 - 10:13
Lise Kingo, CEO und Exekutivdirektorin des UN Global Compact, ruft in ihrem aktuellen Executive Update dazu auf, diejenigen Unternehmen und ArbeitnehmerInnen zu unterstützen, die am stärksten von den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen sind.
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Ohne Wasser keine Wirtschaft

welt-sichten - 20. März 2020 - 10:11
Aprikosen- und Olivenbäume, denen in ein paar Jahren das Wasser ausgeht: Tunesien gehört zu den Ländern, die wegen des Klimawandels am stärksten unter Trockenheit leiden. Mit deutscher Hilfe sollen die Folgen abgemildert werden.

Privatisierung von Wasser – Wenn Wasser zum Finanzgut wird

EINEWELTblabla - 20. März 2020 - 9:54

Hitzewellen, Dürreperioden und Brandgefahr – die letzten Sommer haben uns klar gemacht, dass es durch den Klimawandel heißer wird! Und mit der Hitze steigt auch die Nachfrage an Wasser an. 70% des Wasser wird weltweit zur Nahrungsmittelproduktion verwendet. Wasser wird für ziemlich alles benötigt und ist damit die begehrteste Ressource auf der ganzen Welt. „Blaues Gold“ wird es mittlerweile sogar betitelt. Wie sollte Mensch darauf reagieren? Die Finanzwelt hat eine Idee: den Wasserpreis erhöhen und Märkte schaffen. Dieser Vorschlag steht im direkten Kontrast zur UN Menschenrechtskonvention, in der seit dem 28. Juli 2010 das Recht auf Wasser als Menschenrecht aufgenommen wurde. 122 Staaten stimmten damals für die Resolution, 44 enthielten sich. Einer der Gründe: viele Länder haben nicht das Geld, um die Wasserversorgung zu verbessern.

Privatisierungen in Europa

Gemeinden haben eine jeweils eigene Trinkwasserversorgung. Das ist überall auf der Welt gleich. Sie müssen das Rohrnetzwerk in Stand halten und den Zugang zu sauberem Wasser schaffen. Wen die Kommunen allerdings Geldnot herrscht, denken diese häufig darüber nach, die Wasserversorgung an private Unternehmen zu verkaufen. In Europa fing die Privatisierung des Wassers schon in den 1980er Jahren an und wurde seitdem viel und in unterschiedlichen Modellen kopiert: So beispielsweise in Portugal, Grenoble, Potsdam, Stuttgart, Kiel und Berlin. Um die Gewinnspanne zu erhöhen, wurden nötige Wartungsarbeiten eingespart und stattdessen in die eigene Tasche gewirtschaftet. Verunreinigtes Wasser und/oder extreme Anstiege des Wasserpreises waren die Folgen.

Wenn Wasser zum Finanzgut in der Entwicklungszusammenarbeit wird

Die Weltbank hingegen schätzt die Chancen und Risiken anders ein. Sie macht die Privatisierung des Wassersektors oft zur Auflage für neue Kredite. So auch in Manila auf den Philippinen, wo im Gegenzug zur Privatisierung neue Investitionen in das marode Netz versprochen wurden. Statt den Wartungsarbeiten folgten allerdings Preiserhöhungen. Wer nicht mehr zahlen konnte, wurde vom Netz abgehängt. Ghana ist ein Land, in dem nur in den Städten ein funktionierendes Rohrsystem vorhanden ist. Investitionen lohnten sich finanziell daher nur dort und der notwendige Ausbau von Rohrnetzwerken auf dem Land blieb folglich aus. In Cochamba, Bolivien, führte die Privatisierung zu einem regelrechten Wasserkrieg und Straßenschlachten in Folge der Preiserhöhungen. Aufgrund des Drucks der Bevölkerung wurde die Wasserversorgung schließlich  wieder re-kommunalisiert.

Chile und der Código de Agua

Das extremste Beispiel ist Chile, das einzige Land der Welt, in dem die Wasserversorgung fast vollständig privatisiert ist. Gleichzeitig belegt es laut World Resources Institute Platz 18 der Länder, die am meisten unter Wasserstress leiden. Wasserstress bedeutet, dass mehr Wasser verbraucht wird als auf natürlichem Weg nachkommt, beispielsweise durch Regen. Fast 80% des Wasserverbrauchs wird von der Agrarindustrie genutzt, weshalb es besonders in den Anbaugebieten zu Engpässen kommt. 400.000 Haushalte werden laut Regierung mit Tanklastwagen beliefert. Auch die Kleinbauern*bäuerinnen leiden, da die Plantagenbesitzer*innen den Zugang zum Wasser kontrollieren. Unter der Militärdiktatur Augusto Pinochets wurde mit dem Código de Agua die Vergabe von frei handelbaren Nutzungsrechten des Wassers eingeführt, die kostenlos sind, unbegrenzte Dauer haben und durch Privatpersonen teuer weiterverkauft werden. So konzentrieren sich nun die Wasserrechte in den Händen weniger Großunternehmer*innen.

Besonders hervor sticht der Avocado-Export. 1000 Liter Wasser sind für nur 2,5 Avocados nötig. Und die Nachfrage ist riesig: 2016 wurden alleine in die BRD mehr als 58.000 Tonnen importiert. Der Kurzfilm Secos stellt das Problem dar und veranschaulicht die Auswirkungen für die Bevölkerung.

Nestlés Abpumpen von Grundwasser

Ein Konzern, der immer wieder in die Kritik gerät, ist Nestlé und so auch beim Thema Wasser. In 36 Ländern hat das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz Wasserrechte vom Staat gekauft und darf nun direkt aus dem Grundwasser abpumpen. Das Problem: Bei den Ländern handelt es sich um solche, die sowieso schon Wasserknappheit verzeichnen: Pakistan, Äthiopien und verschiedene Länder aus dem Süden Afrikas. Wenn Grundwasser abgepumpt wird, sinkt der Wasserspiegel. Die Folge: Die Natur leidet und Brunnen trocknen aus. Das Unternehmen verkauft das abgefüllte Wasser anschließend und macht so besonders in Dürrezeiten Gewinn. Ein weiterer Film befasst sich ausführlich mit dem Geschäft von Nestlé mit Wasser: Bottles Life.

Lust aktiv zu werden?

Eine Initiative, die sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen einsetzt, ist Viva con Agua. Über die Hintergründe und wie du sie ganz einfach dabei unterstützen kannst, findest du hier.

Beitragsbild von Imani auf Unsplash

Der Beitrag Privatisierung von Wasser – Wenn Wasser zum Finanzgut wird erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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Globalisierung und die offene arbeitsteilige Weltwirtschaft gehen ihrem Ende entgegen

Weltneuvermessung - 20. März 2020 - 9:33

Globalisierung und die offene arbeitsteilige Weltwirtschaft gehen ihrem Ende entgegen

Gerhard Stahl*

20.3.2020

Gehen die Globalisierung und eine offene arbeitsteilige Weltwirtschaft ihrem Ende entgegen? Welche Auswirkungen haben die internationalen Veränderungen auf Unternehmen? Wie sollen Politik und Wirtschaft darauf reagieren?

Erste Zweifel an den Segnungen der international eng verflochtenen Weltwirtschaft sind im Anschluss an die Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2008 aufgetaucht. Die globale, grenzenlose Finanzwirtschaft hatte zur Folge, dass eine risikoreiche Finanzierung von Hauskäufen in den USA fast zu einer Weltwirtschaftskrise werden konnte. Zum politischen Sprengstoff ist das Thema freier Handel und offene Weltwirtschaft mit der Wahl von Präsident Trump geworden. Seine Ablehnung bisher geltender multilateraler Handelsverträge und die Unterminierung der Welthandelsorganisation erschüttern die Grundfesten der historisch gewachsenen Weltwirtschaftsordnung. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Virus Pandemie hat die Zweifel an der gegenwärtigen Struktur der Weltwirtschaft weiter verstärkt. Arbeitsteilige Zulieferketten, die stark von Zwischenprodukten aus China abhängen, stoppten die Produktion auch von Unternehmen in Europa. Die Knappheit von einigen Gütern wie Atemmasken führte zu Exportverboten und damit einer Abkehr vom internationalen Handel

Angesichts dieser Zweifel lohnt es sich genauer zu analysieren, welche Faktoren zu einer eng verflochtenen Weltwirtschaft geführt haben und welche Entwicklungen für die Zukunft der Weltwirtschaft erkennbar sind.

Die Globalisierung der Lebensverhältnisse kennzeichnete die zweite Hälfte des 20 Jahrhunderts.

Seit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg haben der internationale Handel und Kapitalverkehr stark zugenommen.  Im Verlauf der letzten Jahrzehnte öffneten sich immer mehr Länder der internationalen Wirtschaft. Unternehmen orientierten sich zunehmend am Weltmarkt. Es kam zu Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer, zum Aufbau arbeitsteiliger Zulieferstrukturen und zur Erschließung neuer Märkte. Diese Globalisierung wurde von zwei historischen Entwicklungen besonders gefördert.

Die europäische Integration hat nationale Barrieren abgebaut, um einen europäischen Binnenmarkt zu schaffen. Aus ursprünglich 6 Gründungsstaaten wurde ein weitgehend einheitlicher Wirtschaftsraum für mehr als 500 Millionen Menschen in 28 europäischen Ländern. Die Europäische Union garantiert dabei nicht nur die Freiheit des Handels und Kapitalverkehrs, sondern auch die Niederlassungsfreiheit für Unternehmen und die Freizügigkeit für Arbeitnehmer.

Die zweite Entwicklung welche die Weltwirtschaft grundlegend veränderte, war die Öffnung Chinas. 1979 wurde unter Deng Xiaoping die erste Sonderwirtschaftszone in Shenzhen geschaffen, welche ausländischen Investoren erlaubte in China zu investieren und zu produzieren. Weitere folgten und ermöglichten den Aufbau einer exportorientierten Industrie. Im Jahre 2001 trat China der Welthandelsorganisation bei und beschleunigte die Marktöffnung und die Integration in die internationale Arbeitsteilung. China wurde zum Wachstumsmotor der Weltwirtschaft und zur wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte.

Lange Zeit wurde diese Entwicklung vor allem positiv gesehen: Millionen von Menschen entkamen der Armut. Dies galt nicht nur für China. Zunehmende Nachfrage nach Rohstoffe förderte auch die Wirtschaftsentwicklung in Teilen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Die entwickelten Volkswirtschaften konnten durch Produktionsverlagerungen von niedrigen Löhnen profitieren und dadurch Wohlstandsgewinne erzielen. Außerdem entstanden durch die aufstrebende Mittelschicht in China neue Absatzmärkte für viele westliche Produkte. Insbesondere die exportorientierte deutsche Wirtschaft profitierte vom großen chinesischen Markt. Für viele Unternehmen, nicht nur in der Autoindustrie ist China zum wichtigsten Absatzmarkt geworden. Die EU wurde zum größten Handelspartner Chinas. Zwischen 2008 und 2018 verdreifachte sich der EU-Export aber auch die deutlich höheren Importe aus China nahmen weiter zu. Es werden inzwischen jeden Tag Waren von mehr als 1 Mrd. Euro ausgetauscht.

Das vorherrschende wirtschaftspolitische Leitbild dieser Jahre war: Abbau der Zölle, Deregulierung, freier Kapitalverkehr, Ausbreitung des Freihandels und Freizügigkeit. Inzwischen verändert sich die Wahrnehmung. Insbesondere in den USA wird von der Politik das wirtschaftspolitische Leitbild immer öfter durch eine geopolitische Sichtweise ersetzt. Wirtschaftliche Sanktionen werden beschlossen, um politische Ziele zu erreichen. Die Beziehung zu China wird als strategischer Konflikt um politischen, militärischen und wirtschaftlichen Einfluss gesehen.

Werden in der ersten Hälfte des 21 Jahrhunderts ein Ende der Globalisierung und einen Rückzug aufs Nationale stattfinden?

Durch wichtige Entwicklungen wird das Leitbild einer offenen internationalen Wirtschaft in Frage gestellt:

  • Mit der Wahl von Präsident Trump in 2017 und seiner „ America First“ Politik hat sich die amerikanische Regierung vom Ziel einer offenen Weltwirtschaft verabschiedet. Eine internationale Handelsordnung, die sich an gemeinsamen Regeln orientiert, wird abgelehnt. Die Funktionsfähigkeit der Welthandelsorganisation wird zerstört, dadurch dass keine Richter mehr für das Streitschlichtungsverfahren benannt werden. Internationale Verträge, die multilateral verhandelt wurden, werden gekündigt. Es wird versucht durch Druck auf einzelne Partner z.B. mittels Zollerhöhungen und durch bilaterales Verhandeln vorteilhaftere Abkommen zu erreichen.
  • Mit dem Brexit scheidet zum ersten Mal ein Mitgliedstaat aus der Europäischen Union aus. Damit werden wieder neue Grenzen innerhalb Europas aufgebaut. Die Zielsetzung der britischen Regierung ist es, nationale Kontrolle zurück zu gewinnen. Es ist bereits erkennbar, dass die Verhandlungen (welche Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen) über Austrittsmodalitäten aus der EU und die zukünftige Zusammenarbeit sehr schwierig werden.  Bisher ist nicht erkennbar wie ein Kompromiss gefunden werden könnte, der auf das britische Verhandlungsziel eingeht: am Binnenmarkt weiterhin teilzunehmen ohne die europäischen Regeln und die europäische Gerichtsbarkeit anzuerkennen.
  • Die USA und China haben in ihrem vorübergehenden Waffenstillstand im Handelskonflikt vereinbart, dass China für zusätzliche 200 Mrd. $ amerikanische Produkte und Dienstleistungen abnehmen wird. Diese Art von dirigistischer Vereinbarung widerspricht den Grundprinzipien des freien Handels und geht zu Lasten Dritter, deren Exporte entsprechend geringer ausfallen werden.
  • Die größte Gefahr für eine offene Weltwirtschaft stellt allerdings der Wettlauf um Innovationen und neue Technologien dar. Wenn die „ Nationalität“ eines Unternehmens, wie im Falle von Huawei von den USA gefordert, das Kriterium wird um ein Unternehmen vom Markt auszuschließen, dann werden neue nationale Grenzen gegen internationale Unternehmen geschaffen.
  • Auch die chinesische “ Made in China 2025 “ Strategie hat zum Ziel chinesische Technologie und Innovationen zu fördern und die Abhängigkeit von ausländischen Technologien und  High Tech Importen zu verringern. Bestimmte Dienstleistungen, wie z.B. “Google search“ sind bereits auf dem chinesischen Markt blockiert.
  • Erschwerend kommt hinzu, dass umfangreiche militärische Forschung insbesondere in den USA und China und entsprechende Auftragsvergabe an nationale Unternehmen in Bereichen wie Flugzeugbau, künstlicher Intelligenz, weltraumgestützte Anwendungen den internationalen Wettbewerb weiter verzerren.  Viele der militärischen Entwicklungen haben eine “Dual Use“ Komponente und können auch zu zivilen Produkten führen.
  • Der Technologie- und Innovationswettlauf zwischen den USA und China birgt die Gefahr, dass wir einen technologischen Nationalismus aufbauen, der den freien Verkehr an Waren, Dienstleistungen und Ideen zunehmend behindert.

Die exportorientierte deutsche Wirtschaft hat von der Globalisierung der letzten Jahrzehnte besonders profitiert. Eingebettet in den europäischen Binnenmarkt und unterstützt durch einen günstigen Euro-Wechselkurs wurde die Außenhandelsorientierung der deutschen Volkswirtschaft weiter ausgebaut. Dies zeigt sich beispielhaft an dem hohen deutschen Leistungsbilanzüberschuss von rd. 7% des BIP. Dieser Überschuss wird jedoch zunehmend von Handelspartnern kritisiert, als eine Ursache für ein Ungleichgewicht der internationalen Wirtschaft.

China hat dagegen seine Exportabhängigkeit bereits deutlich reduziert und erreicht eine annähernd ausgeglichene Leistungsbilanz. Chinas Wirtschaftsmodell ändert sich: von dem Übergewicht des Industriesektors zu einer stärkeren Entwicklung des Dienstleistungssektors, von der Außenhandelsorientierung zum Aufbau der Binnennachfrage. Die Werkbank der Welt für einfache Güter wird zunehmend zum Innovationszentrum für High-Tech Produkte und zur Dienstleistungsgesellschaft.

Wie spiegeln sich diese Entwicklungen in den internationalen Handelsbeziehungen wider?

Bei einer empirischen Analyse stellen wir fest, dass der Höhepunkt der Globalisierung 2007 war. Im Globalisierungsbericht von McKinsey wird berechnet dass der Wert des internationalen Waren- und Dienstleistungsaustausch und der internationalen Finanzströme im Jahre 2007 53% der Weltwirtschaftsleistung entsprach. In der anschließenden Wirtschaftskrise fiel dieser Anteil auf 31%, insbesondere durch den dramatischen Einbruch des internationalen Finanzmarktes. Inzwischen hat sich der internationale Wirtschafts- und Finanzaustausch wieder auf rund 40% stabilisiert. Die letzten Jahre sind aber durch eine deutlich geringere Dynamik als in den Jahrzehnten vor der Finanzkrise gekennzeichnet. Im Jahr 2019 hat durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China und die damit verbundenen Unsicherheiten der Welthandel stagniert. Zu Beginn des Jahres 2020 ist durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie ein Einbruch des Welthandels festzustellen, dessen Ausmaß gegenwärtig noch schwer abzuschätzen ist.

Wie können Wirtschaft und Politik auf die globalen Veränderungen reagieren?

Für deutsche Unternehmen haben sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert durch amerikanischen Protektionismus, durch zunehmende Weltmarktpräsenz chinesischer und asiatischer Konkurrenten und durch politische Kritik an dem hohen deutschen Exportüberschuss. Das exportorientierte deutsche Wirtschaftsmodell muss sich anpassen. Darauf gilt es sich einzustellen.

Es nicht zu erwarten ist, dass sich die chinesische oder amerikanische Politik in nächster Zeit grundlegend ändern wird. Deshalb ist es notwendig, dass Unternehmen durch nationale und europäische Politik in einer Weise gefördert werden, die vergleichbare internationale Wettbewerbsbedingungen gegenüber ihren internationalen Konkurrenten sicherstellen. Zum Leidwesen vieler Ordnungspolitiker müssen wir uns dafür von traditionellen Vorstellungen über die Rollenverteilung von öffentlich und privat verabschieden. Ein unternehmerischer, aktiver Staat auf nationaler und europäischer Ebene ist notwendig, um mit der sozialistischen Marktwirtschaft Chinas und der „America First“ Politik konkurrieren zu können.

Dies bedeutet, dass über Forschungs- und Innovationsförderung, Wettbewerbspolitik, Industriepolitik, Außenhandelspolitik und Normensetzung die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen unterstützt wird.

Um dafür die richtige Weichenstellung zu erreichen, ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Vertretern der Wirtschaft und der Politik notwendig, nicht nur auf nationaler sondern auch auf europäischer Ebene.

Der Aufbau einer Batterieproduktion und der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie für umweltfreundliche Mobilität, die Flugzeug- und Raumfahrindustrie, die Förderung künstlicher Intelligenz sind nur einige Beispiele dafür, dass Industriepolitik für strategische Bereiche auf europäischer Ebene stattfinden muss.

Allerdings müssen sich auch die Unternehmen auf Veränderungen einstellen.

Forderungen an die Politik können keine vorausschauende Geschäftspolitik ersetzen. Während große multinationale Unternehmen den internationalen Markt besser verfolgen können, sind die grundlegenden Veränderungen der Weltwirtschaft eine besondere Herausforderung für mittelständische Unternehmen.

Ein Beispiel: Der Wirtschaftsaustausch Deutschlands mit China

Ich möchte dies am Wirtschaftsaustausch Deutschlands mit China beispielhaft aufzeigen. Mit 1,4 Milliarden Menschen bietet China enorme Marktchancen insbesondere in den Bereichen, wo noch keine wettbewerbsfähigen chinesischen Konkurrenten vorhanden sind. Während im traditionellen Industriebereich chinesische Unternehmen inzwischen wettbewerbsfähig sind und auch seit langem in China etablierten deutschen Unternehmen immer stärker Konkurrenz machen, gilt dies für andere Wirtschaftsbereiche weniger. Die neuen Schwerpunkte für die chinesische Entwicklung bieten Marktchancen in Wirtschaftsbereichen in denen in Deutschland mittelständische Unternehmen stark vertreten sind. Dies gilt z.B. für den Ausbau der Krankenhäuser, für das Bildungswesen, für Umwelttechnologien und für nachhaltigen Städtebau. Für mittelständische Unternehmen ist es jedoch schwierig in China Geschäfte zu machen. Erstens kennen sie die Gepflogenheiten, Regeln und Partner für wirtschaftliches Handeln in China nicht. Zweitens gibt es häufig ein Ungleichgewicht zwischen einer chinesischen Nachfrage nach umfangreichen Leistungen mit einer erheblichen Größenordnung und den begrenzten Kapazitäten eines Mittelständlers. Eine Antwort darauf könnte sein, dass mittelständische Unternehmen mit unterschiedlicher Spezialisierung sich für das China-Geschäft zusammenschließen, um auf dem chinesischen Markt gemeinsam aufzutreten.

Ausblick

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Es ist nicht zu erwarten, dass die internationale Wirtschaftsverflechtung trotz protektionistischer Maßnahmen beendet wird. Dazu ist die Verflechtung zu intensiv. Viele Technologien, Dienstleistungen und auch neue Innovationen erfordern einen großen internationalen Markt um rentabel eingesetzt werden zu können.

Es ist auch im Interesse von Entwicklungsländern stärker am Welthandel teilzunehmen und von den Vorteilen der internationalen Arbeitsteilung zu profitieren. Diesen Ehrgeiz spiegelt das von der Afrikanischen Union am 7.Juli 2019 vereinbarte kontinentale Freihandelsabkommen wider.

Die internationale Welthandelsordnung wird sich allerdings verändern müssen angesichts Klimawandel, makroökonomischer Ungleichgewichte, Wettbewerbsverzerrungen und Risiken der internationalen Arbeitsteilung. Die Umorientierung zu einem sozial- und ökologisch nachhaltigen Wirtschaften wird eine Anpassung nationaler und internationaler Regeln und neue Geschäftsmodelle erfordern. Es kann daher nicht mehr wie in der Vergangenheit mit so hohen Zuwächsen des Welthandels gerechnet werden.

Welche längerfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen die Corona Pandemie und die nationalen Stützungsmaßnahmen haben werden ist noch unklar. Allerdings lässt sich eine Schlussfolgerung bereits jetzt ziehen: Die Politik sollte die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion stabilisieren und weiter entwickeln, damit der deutschen Exportwirtschaft in Zeiten internationaler Umbrüche mit einem funktionierenden  gemeinsamen Binnenmarkt eine stabile und berechenbare Basis bleibt.

 

* Gerhard Stahl, ehemaliger Generalsekretär des Ausschusses der Regionen der Europäischen Union, ist Professor an der HSBC Business School der Peking University in Shenzhen in China.

 

 

Corona kennt keine Grenzen: Es braucht eine globale Soforthilfe

Presseportal Afrika - 20. März 2020 - 9:30
medico international [Newsroom]
Frankfurt/Main (ots) - Die Pandemie ist eine Krise der globalen Gesundheit: Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international steht im permanenten Austausch mit weltweiten Partnern und unterstützt ab sofort ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: medico international, übermittelt durch news aktuell

Einfacher Schutz vor dem Coronavirus: So waschen Sie Ihre Hände richtig

Unicef - 20. März 2020 - 9:25
COVID-19 ist eine Atemwegserkrankung, die durch Viren verbreitet wird. Die Verbreitung der Atemwegsviren geschieht meistens durch unsere Hände. Mit Händewaschen können Sie sich und Ihre Liebsten am einfachsten vor dem Coronavirus schützen. Wie es richtig geht und Ihren Kindern Spaß bereitet, zeigen wir Ihnen hier.
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Entwicklungshelfer als Berater (m/w/d) in der Regionalverwaltung DIANA, Schwerpunkt Umwelt-und Ressourcenmanagement (Antsiranana) - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

greenjobs - 20. März 2020 - 9:16
Stelle | Entwicklungshelfer als Berater (m/w/d) in der Regionalverwaltung DIANA, Schwerpunkt Umwelt-und Ressourcenmanagement Jetzt online bewerben : https://jobs.giz.de/index.php?ac=apply&q=0f581426298605a4fb7dc4ce27c88c90bf4937c0 Entwicklungshelfer als Berater (m/w/d) in der Regionalverwaltung DIANA, Schwerpunkt Umwelt-und Ressourcenmanagement Madagaskar Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit [...]
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Wasser spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

GDI Briefing - 20. März 2020 - 9:07

Die Vereinten Nationen widmen den diesjährigen Weltwassertag (22. März) dem Thema Wasser und Klimawandel. Die VN machen damit deutlich: Wasser spielt eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und bei der Minderung klimaschädlicher Emissionen. Dies hat bereits das Pariser Klimaabkommen von 2015 hervorgehoben. Klimaschutz und Anpassung an Klimaveränderungen sind zwar zwei Seiten derselben Medaille. Die Mitgliedsstaaten der VN Klimakonvention müssen dem jedoch mit unterschiedlichen Maßnahmenpaketen begegnen. Das ist alles andere als trivial und wird ohne die Unterstützung internationaler Institutionen nicht zu realisieren sein. Die Länder stehen zudem vor der Herausforderung, die zentrale Rolle der Wasserressource für die Umsetzung der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDG) zu berücksichtigen: Ohne nachhaltiges Wassermanagement ist sowohl die Nahrungsmittelproduktion als auch die Stromerzeugung gefährdet, ganz zu schweigen von der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser.

Der Klimawandel zeigt sich in häufigeren und längeren Dürreperioden, in Überschwemmungen und – ganz generell – in veränderten Niederschlagsregimen.  All das ist hinlänglich bekannt. Deshalb stufen bereits 102 Mitgliedsstaaten den Wassersektor in ihren nationalen Klimaaktionsplänen als anfällig ein. In 93 Klimaaktionsplänen werden Extremwetterbedingungen erwähnt.  97 Länder werten Überschwemmungen und 83 Dürren als Klimarisiko. Über zwei Drittel der nationalen Klimaaktionspläne enthalten Anpassungsmaßnahmen. Bekannt sind, wenn auch nicht immer angewendet, Managementansätze und Techniken für eine zuverlässige Wasserversorgung und Anreize, die zu einer nachhaltigen Nutzung der Ressource führen können.

Am Beispiel der Landwirtschaft zeigen sich die Zusammenhänge zwischen der Klima- und der Nachhaltigkeitsagenda besonders deutlich: das SDG 2 strebt an, Hunger global zu beenden, und das bedeutet implizit, dass sich die Landwirte auf ein zu viel und ein zu wenig an Wasser einstellen müssen, um den globalen Bedarf an Nahrungsmittel zu produzieren. Bereits heute erschweren starke Niederschlagsschwankungen den Anbau von Nahrungsmitteln in den Ländern Sub-Sahara Afrikas. In vielen Gegenden sind die Niederschläge schlicht unzureichend und Dürreperioden üblich. Investitionen in zusätzliche Wasserspeicher und in die Bewässerungsinfrastruktur kann den Anbau von Nahrungsmitteln unabhängig von unzuverlässigen Niederschlägen machen. “ Die Bewässerung ist unsere Versicherung. Wenn der Regen zu spät kommt oder zu früh aufhört, hat das gravierende Folgen. Die Bewässerung beseitigt dieses Risiko” – so ein Landwirt aus Sambia. In diesem Fall ist der Zugang zu Finanzmitteln entscheidend.  

Dabei ist allerdings der wasserrechtliche Aspekt zu beachten. Die nationalen Wasserbehörden müssen bei Genehmigungsverfahren über Wassernutzungen nicht nur auf steigende sektorale Nachfragen, sondern auch auf veränderte Niederschläge flexibel reagieren können ohne deren Rechte zu sehr einzuschränken. Und sie sollten Kleinbauern nicht von Genehmigungen ausnehmen, wie dies in vielen SSA-Ländern der Fall ist, da deren Rechte sonst nicht geschützt sind.

Erfolgreiche nationale Wasserpolitik muss heute vor allem auf folgende Strategien setzen:

Was wir machen, besser machen: Man muss das Rad der Wasserpolitik nicht neu erfinden. Viele technische Lösungen und Managementoptionen zielen auf einen schonenderen und effizienteren Umgang mit der Ressource ab, der Raum schafft für Anpassung an den Klimawandel. Regierungen und der Privatsektor sollten mehr in die Wasserinfrastruktur und alte Anlagen investieren und die Versorgung der Haushalte und der Landwirte ausweiten.

Wasser, Klima und SDGs zusammen denken: Knowhow und Instrumente müssen eingesetzt werden, um die Ziele im Klimabereich mit den Anstrengungen zur Umsetzung der SDGs zu verknüpfen. Viele der nationalen Klimaaktionspläne enthalten Vermeidungsmaßnahmen, die mit einem hohen Wasserverbrauch und einem Eingriff in den Wasserhaushalt einhergehen. Dies ist der Fall, wenn neue Wasserspeicher für die Trinkwasserversorgung gebaut werden, ohne zu beachten, dass der verminderte Wasserabfluss Ökosystem und andere Nutzer stromabwärts belastet.

Globale Wasser-Governance holistischer und effizienter gestalten:  Die aktuelle Architektur ist inkohärent, wie unsere Studie zeigt: Innerhalb der Vereinten Nationen befassen sich viele Organisationen mit jeweils spezifischen Aspekten der Ressource Wasser. Zwei Innovationen auf UN-Ebene könnten Abhilfe schaffen: eine zwischenstaatliche Organisation, die Entscheidungen auf UN-Ebene bündelt und koordiniert, und ein Expertengremium, das den Austausch zwischen Forschung und Praxis im Wasserbereich verbessert.

Das Committee on the World Food Security sollte das Thema Water Tenure aufgreifen und Richtlinien formulieren wie die der Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests in the Context of National Food Security.

Machen wir das Wassermanagement ‚fit für die Zukunft‘, indem wir diese Ansätze verfolgen und sie politisch wie auch finanziell unterstützen.

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Wasser spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

DIE - 20. März 2020 - 9:07

Die Vereinten Nationen widmen den diesjährigen Weltwassertag (22. März) dem Thema Wasser und Klimawandel. Die VN machen damit deutlich: Wasser spielt eine zentrale Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel und bei der Minderung klimaschädlicher Emissionen. Dies hat bereits das Pariser Klimaabkommen von 2015 hervorgehoben. Klimaschutz und Anpassung an Klimaveränderungen sind zwar zwei Seiten derselben Medaille. Die Mitgliedsstaaten der VN Klimakonvention müssen dem jedoch mit unterschiedlichen Maßnahmenpaketen begegnen. Das ist alles andere als trivial und wird ohne die Unterstützung internationaler Institutionen nicht zu realisieren sein. Die Länder stehen zudem vor der Herausforderung, die zentrale Rolle der Wasserressource für die Umsetzung der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDG) zu berücksichtigen: Ohne nachhaltiges Wassermanagement ist sowohl die Nahrungsmittelproduktion als auch die Stromerzeugung gefährdet, ganz zu schweigen von der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser.

Der Klimawandel zeigt sich in häufigeren und längeren Dürreperioden, in Überschwemmungen und – ganz generell – in veränderten Niederschlagsregimen.  All das ist hinlänglich bekannt. Deshalb stufen bereits 102 Mitgliedsstaaten den Wassersektor in ihren nationalen Klimaaktionsplänen als anfällig ein. In 93 Klimaaktionsplänen werden Extremwetterbedingungen erwähnt.  97 Länder werten Überschwemmungen und 83 Dürren als Klimarisiko. Über zwei Drittel der nationalen Klimaaktionspläne enthalten Anpassungsmaßnahmen. Bekannt sind, wenn auch nicht immer angewendet, Managementansätze und Techniken für eine zuverlässige Wasserversorgung und Anreize, die zu einer nachhaltigen Nutzung der Ressource führen können.

Am Beispiel der Landwirtschaft zeigen sich die Zusammenhänge zwischen der Klima- und der Nachhaltigkeitsagenda besonders deutlich: das SDG 2 strebt an, Hunger global zu beenden, und das bedeutet implizit, dass sich die Landwirte auf ein zu viel und ein zu wenig an Wasser einstellen müssen, um den globalen Bedarf an Nahrungsmittel zu produzieren. Bereits heute erschweren starke Niederschlagsschwankungen den Anbau von Nahrungsmitteln in den Ländern Sub-Sahara Afrikas. In vielen Gegenden sind die Niederschläge schlicht unzureichend und Dürreperioden üblich. Investitionen in zusätzliche Wasserspeicher und in die Bewässerungsinfrastruktur kann den Anbau von Nahrungsmitteln unabhängig von unzuverlässigen Niederschlägen machen. “ Die Bewässerung ist unsere Versicherung. Wenn der Regen zu spät kommt oder zu früh aufhört, hat das gravierende Folgen. Die Bewässerung beseitigt dieses Risiko” – so ein Landwirt aus Sambia. In diesem Fall ist der Zugang zu Finanzmitteln entscheidend.  

Dabei ist allerdings der wasserrechtliche Aspekt zu beachten. Die nationalen Wasserbehörden müssen bei Genehmigungsverfahren über Wassernutzungen nicht nur auf steigende sektorale Nachfragen, sondern auch auf veränderte Niederschläge flexibel reagieren können ohne deren Rechte zu sehr einzuschränken. Und sie sollten Kleinbauern nicht von Genehmigungen ausnehmen, wie dies in vielen SSA-Ländern der Fall ist, da deren Rechte sonst nicht geschützt sind.

Erfolgreiche nationale Wasserpolitik muss heute vor allem auf folgende Strategien setzen:

Was wir machen, besser machen: Man muss das Rad der Wasserpolitik nicht neu erfinden. Viele technische Lösungen und Managementoptionen zielen auf einen schonenderen und effizienteren Umgang mit der Ressource ab, der Raum schafft für Anpassung an den Klimawandel. Regierungen und der Privatsektor sollten mehr in die Wasserinfrastruktur und alte Anlagen investieren und die Versorgung der Haushalte und der Landwirte ausweiten.

Wasser, Klima und SDGs zusammen denken: Knowhow und Instrumente müssen eingesetzt werden, um die Ziele im Klimabereich mit den Anstrengungen zur Umsetzung der SDGs zu verknüpfen. Viele der nationalen Klimaaktionspläne enthalten Vermeidungsmaßnahmen, die mit einem hohen Wasserverbrauch und einem Eingriff in den Wasserhaushalt einhergehen. Dies ist der Fall, wenn neue Wasserspeicher für die Trinkwasserversorgung gebaut werden, ohne zu beachten, dass der verminderte Wasserabfluss Ökosystem und andere Nutzer stromabwärts belastet.

Globale Wasser-Governance holistischer und effizienter gestalten:  Die aktuelle Architektur ist inkohärent, wie unsere Studie zeigt: Innerhalb der Vereinten Nationen befassen sich viele Organisationen mit jeweils spezifischen Aspekten der Ressource Wasser. Zwei Innovationen auf UN-Ebene könnten Abhilfe schaffen: eine zwischenstaatliche Organisation, die Entscheidungen auf UN-Ebene bündelt und koordiniert, und ein Expertengremium, das den Austausch zwischen Forschung und Praxis im Wasserbereich verbessert.

Das Committee on the World Food Security sollte das Thema Water Tenure aufgreifen und Richtlinien formulieren wie die der Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Tenure of Land, Fisheries and Forests in the Context of National Food Security.

Machen wir das Wassermanagement ‚fit für die Zukunft‘, indem wir diese Ansätze verfolgen und sie politisch wie auch finanziell unterstützen.

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Corona-Pandemie: Warum wir jetzt ein Lieferkettengesetz brauchen

INKOTA - 20. März 2020 - 8:24
Mit der Corona-Krise ist auch das Wort „Lieferkette“ in aller Munde. Es geht um Störungen, neue Lieferländer, um die Verlagerung der Produktion zurück nach Europa – aber viel zu selten geht es um die Verantwortung der Unternehmen gegenüber ihren Arbeiter*innen in der globalen Lieferkette. Die INKOTA-Mitarbeitenden Berndt Hinzmann und Anne Neumann waren im Februar in Indien und haben sich ein Bild von der dortigen Schuhindustrie gemacht. In diesem Text erklären sie, warum menschenrechtliche Verantwortung in Lieferketten immer und gerade auch in Wirtschaftskrisen so wichtig ist. Arbeiter*innen aus Gerbereien und Schuhfabriken berichteten uns von ihrem größten Problem: Sie haben häufig gar keinen Nachweis darüber, dass sie in der Fabrik arbeiten, in die sie täglich gehen. Zwar sitzen sie jeden Morgen pünktlich an ihrem Platz, falten Leder, nähen Schuhschäfte, verpacken fertige Schuhe. Doch ein Arbeitsvertrag, Lohnzettel oder wenigstens Fabrikausweis? Fehlanzeige! Sie sind jederzeit von willkürlicher Entlassung bedroht. Das zeigt sich auch jetzt in der durch die Corona-Pandemie einsetzende Wirtschaftskrise: Käufer aus Ländern wie Deutschland, Italien, den USA aber auch China stornieren ihre Aufträge und wollen, dass die Auslieferung bereits fertiger Waren zurückgehalten wird. Es ist auch ein Spekulieren mit dem Preisverfall aufgrund der schlechte Marktstimmung. Die Produktion wird außerdem insgesamt runtergefahren, da für das Gerben wichtigen Chemikalien wie Natriumsulfid aus China fehlen. Die zahlreichen Tagelöhner*innen der Gerbereien haben somit kein Einkommen. Schon vor der Krise lebten deren Familien an der Existenzgrenze, an Ersparnisse für schlechte Zeit war nicht zu denken. Jetzt fallen sie ins Bodenlose. Heimarbeiterinnen warten vergeblich auf Zwischenhändler Von der Krise sind auch die angrenzenden informellen Bereiche drastisch betroffen: Die Heimarbeit - die überwiegend von Frauen erledigt wird - ist von den Hochs und Tiefs der Auftragslage extrem beeinflusst. In guten Zeiten, wenn die Fabrik viel Arbeit hat, bekommen sie Schuhteile nach Hause geliefert. Sie nähen von Hand, je nach Aufwand zwei bis drei Paar Schuhe in der Stunde und verdienen gerade einmal bis zu acht Eurocent pro Schuh. Je nachdem, wie gut die Augen im schummrigen Licht sehen und die Gelenke mitmachen, fällt dann entsprechend der Tageslohn aus. Die Arbeit wird über Zwischenhändler organisiert: Sie bringen die Schuhteile, holen die fertigen Paare, zahlen den Stücklohn des jeweiligen Tages. Die Frauen und die Besitzer der Fabriken kennen sich allerdings nicht. Jetzt in der Wirtschaftskrise kommen die Zwischenhändler einfach nicht mehr. Die Frauen werden ihrem Schicksal überlassen. Ansprüche auf Arbeit und Lohn haben sie nicht. Und sie haben keine Absicherung, wenn die Arbeit ausbleibt. Kündigungsfristen, Arbeitslosenunterstützung, Anspruch auf die Zahlung ausstehender Löhne aus dem Vermögen und Konkurs eines Unternehmens - prinzipiell gibt es all das auch in Indien. Aber wie soll irgendwer diese Rechte durchsetzen, wenn das Grundlegendste fehlt: der Nachweis für das Arbeitsverhältnis. Wie einen Nachweis bekommen, wenn Gewerkschaften fehlen, die den Arbeiter*innen den Rücken gegenüber dem Unternehmen oder Gerichten stärken ? Wie Recht bekommen: Wenn Gewerkschaften in der Fabrik nicht aktiv sein dürfen? Wenn noch nicht einmal gestattet wird, mit den eigenen Kolleg*innen zu sprechen? Und dennoch: Die Frauen und Männer, die in den Schuhfabriken Indiens arbeiten, sind so stolz auf ihren Beruf. Mit ihrer Kraft und ihrem Einsatz wird aus Tierhäuten Leder. Mit ihrem Geschick und ihrer Ausdauer wird aus Einzelteilen ein Mokassin. Die Heimarbeiterinnen tragen wesentlich zum Familieneinkommen bei und sorgen so dafür, dass ihre Kinder einmal eine bessere Zukunft haben. Deutsche Schuhunternehmen: Wo bleibt die Hilfe für Arbeiter*innen in Indien Deutsche Schuhfirmen dürfen jetzt keine Unternehmensentscheidung treffen, ohne abzuwägen: Was bedeutet das für die Arbeiter*innen in meinen Zulieferbetrieben? Sie müssen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen und zwar entlang der gesamten Lieferkette. Genau deshalb brauchen wir ein Lieferkettengesetz! So würde auch das Risiko für Arbeiter*innen im globalen Süden geringer, in der Krise leer auszugehen. Gerade wird von politischer Seiten viel über solidarisches Handel gesprochen, und dass wir nur gemeinsam die globale Pandemie besiegen können. Der Einzelhandel fordert finanzielle Hilfspakete. Doch wo bleibt die Hilfe für die Arbeiter*innen in Indien? Globale Verantwortung und Sorgfalt ist hier ebenso von den Handelshäusern gefragt, wie für die Beschäftigten in Deutschland. Die Corona-Krise zeigt einmal mehr: Ein Lieferkettengesetz zum Schutz der Menschen und ihrer Rechte sowie der Umwelt bleibt weiterhin dringend notwendig! Unterzeichnen Sie jetzt die Petition für ein Lieferkettengesetz Spenden Sie für unsere indischen Partnerorganisationen Lesen Sie unser Factsheet "Zeigt her eure Schuhe" über Menschenrechtsverletzungen in der Schuh- und Lederindustrie
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Demographic change as a driver of economic growth

D+C - 20. März 2020 - 8:13
Will Africa really profit from a demographic dividend?

In such a setting, young workers can accumulate assets, and if the savings are productively invested in the country, the economy grows.

Several things must happen for a demographic dividend to materialise. It is not enough to have a comparatively small share of dependent people who need support. There must also be enough jobs for the large demographic group of 15- to 65-year-olds. Only then will increasing disposable incomes lead to higher savings.

Governments can benefit from such an economic boon and harness it for development. Higher productivity and higher incomes can then facilitate more elaborate care for the elderly. In the long term, though, the ageing of society means that a diminishing share of working people has to support a growing number of pensioners, so new problems arise. Whether African countries will benefit from demographic dividends remains to be seen.

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Wirtschaftswachstum durch veränderte Bevölkerungsstruktur

E+Z - 20. März 2020 - 8:13
Ob Afrika von einer demografischen Dividende profitieren kann, ist noch nicht klar

Dann können junge Erwerbstätige Vermögen bilden. Wenn diese Ersparnisse produktiv im Land angelegt werden, wächst die Wirtschaft.

Damit die demografische Dividende eintritt, müssen allerdings mehrere Voraussetzungen gegeben sein. Es reicht nicht, dass nur eine vergleichsweise kleine Zahl von abhängigen Kindern und Senioren versorgt werden müssen, sondern es muss auch genügend Arbeitsplätze für die große Gruppe der 15- bis 65-Jährigen geben. Nur dann steigt das Einkommen, das die Familien zur Verfügung haben, so dass sie Ersparnisse bilden können.

Der Staat kann von dieser volkswirtschaftlichen Verbesserung profitieren und sie für die Entwicklung nutzen. Höhere Produktivität und gestiegene Einkommen ermöglichen dann auch eine aufwändigere Versorgung von Senioren, allerdings kann langfristig die gesellschaftliche Alterung auch zu Problemen führen, wenn immer weniger Berufstätige eine wachsende Zahl von Rentnern finanzieren muss. Ob Afrika allerdings überhaupt von ­einer demografischen Dividende profitieren kann, ist noch nicht klar.

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Reality of Aid – Asia Pacific urges governments to hear peoples’ demands and protect their rights

Reality of Aid - 20. März 2020 - 7:10

The world is in a state of calamity. From Asia Pacific to the Americas; from Europe to Africa, the COVID-19 pandemic shook national governments to respond abruptly and proactively. In response to the hourly escalation of cases, national governments implemented drastic measures in the attempt to contain the spread of the virus. Governments with well-planned measures such as South Korea, Singapore, and Cuba were able to achieve this overtime, but this is not the case […]

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"Times of India": Vier Mörder einer Studentin hingerichtet

welt-sichten - 20. März 2020 - 5:56
2012 löste der brutale Mord an einer Frau in Indien Bestürzung im ganzen Land aus. Jetzt wurden die Täter hingerichtet.

Weltwassertag## Klimakrise verschärft Wasserungerechtigkeit

epo.de - 20. März 2020 - 0:00

Köln. - Anlässlich des Weltwassertages am 22. März hat FIAN Deutschland vor den dramatischen Folgen der Erderhitzung auf die ohnehin unzureichende Wasserversorgung von Milliarden Menschen gewarnt. Während reiche Länder die steigenden Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser schultern können, stehen vor allem die Länder des globalen Südens den Folgen zurückgehender Wasserreserven schutzlos gegenüber.

Covid-19: five lessons from Ebola

ODI - 20. März 2020 - 0:00
Five lessons to take forward from the Ebola crisis in tackling the coronavirus pandemic.
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Senior Impact Evaluation specialist (m/f/d) (Basel)

epojobs - 20. März 2020 - 0:00

The Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH) is a world-leading institute in global health with a particular focus on low- and middle-income countries. Associated with the University of Basel, Swiss TPH combines research, services, and education and training at the local, national and international level. About 850 people from more than 80 nations work at Swiss TPH focusing on infectious and non-communicable diseases, environment, society and health as well as health systems and interventions.

The Swiss Centre for International Health (SCIH) of the Swiss TPH conducts consultancy, project management, training and applied research work in international health. Within our health sector portfolio, we emphasize in evaluation, impact evaluation, health impact assessment, data quality review, health facility assessment, and surveys including both qualitative and quantitative approaches.

 

Senior Impact Evaluation specialist (100%)

 

To best fit into our active, interdisciplinary team we are looking for candidates with a strong interest and solid proven experience in Evaluation especially in Impact Evaluation in low and middle income countries (LMIC).

 

The successful candidate is expected to:

  • Be experienced in public health / development project and program evaluations as we as impact evaluations and health impact assessments linked to relevant conceptual frameworks (e.g. theory of change (ToC))
  • Provide the technical lead for impact assessment portfolio
  • Co-develop appropriate methods, tools and protocols, design a rigorous impact evaluations and frame key evaluation questions to robustly assess contribution to complex, long-term change processes, including constructing and reconstructing ToCs.
  • Follow up on implementation of evaluations and evaluation recommendations, ensure collection and analysis of evidence so to make policy recommendations for optimal use of evaluation findings by project teams and future project designs
  • Be able to analyze, present and defend robust impact evaluation findings, including analysis and make strategic recommendations as part of the evaluation process
  • Identify, attract and collaborate in competitive bids for projects in the above mentioned areas

 

To best fit into our active, interdisciplinary team we ask for the following requirements:

  • Minimum of Master degree in public health, social sciences, health economics, epidemiology and/or a related field; a PhD is an asset
  • At least 10 years of working experience (with at least 5 of them in a leading position) of conducting large-scale evaluations including impact assessments, and applying evaluation methodologies in relation to Value for Money and experience of their application in the context of global health/international development
  • Experience in developing evaluation frameworks and methodologies
  • Superior knowledge of best practices and current trends in large project portfolio management, monitoring and evaluation
  • Experience working with bilateral and international overseas development assistance funded projects
  • Excellent command English (speaking & writing) required, another language (French, Spanish or Portuguese) is a further asset
  • Ability to adapt quickly and manage clients independently
  • Willingness and availability to frequently travel to LMIC countries
  • Proficiency in statistical software (e.g. R, STATA, SPSS)
  • High level of commitment and flexibility, good communication skills, strong spirit of team work, capacity to take initiative and ability to work independently with professionals in multi-cultural contexts.

An initial contract of two years will be offered with possibility of renewal based on performance.

In case of interest, please send your CV (maximum 3 pages) and covering letter including your expected salary and three (3) references in English via our online recruiting tool: https://recruitingapp-2698.umantis.com/Jobs/All. Applications via e-mail or external recruiter will not be considered. Deadline of application is 19 April 2020. Note that only shortlisted candidates will be contacted.


Job Profile
Start of employment:
as soon as possible
Location: Basel, Switzerland
Duration: initial period of two years, with possibility of renewal based on performance
Percentage: 100%
Travel required: frequently travel to LMIC countries

For further information please consult our website: http://www.swisstph.ch/swiss-centre-for-international-health.html

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Head of UN economic and social body underscores priority of health, safety during ‘unprecedented’ COVID-19 challenges

UN #SDG News - 19. März 2020 - 23:13
Confronted with widespread human, social, and economic ramifications surrounding COVID-19, the President of the United Nations Economic and Social Council (ECOSOC) stressed the priority of ensuring “the health and safety of people”.
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