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Gefährdete Flüchtlingskinder: perspektivlos und Jahre auf der Flucht

SID Blog - September 19, 2021 - 10:36pm
Weltkindertag am 20. September 

Anlässlich des Weltkindertages am 20. September macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die Notlage der Flüchtlingskinder aufmerksam, die oft unter katastrophalen Bedingungen, recht- und perspektivlos leben müssen. Insbesondere die Kinder leiden unter den Folgen von Gewalt und Vertreibung, vor allem, wenn aus akuten Konflikten Langzeitkrisen werden, für die kein Frieden in Aussicht ist. Aktuell sind 42 Prozent der mehr als 82 Millionen Flüchtlinge Mädchen und Jungen. Rund eine Million Kinder sind zwischen 2018 und 2020 als Flüchtlinge geboren worden.

 

„Flüchtlingskinder brauchen besonderen Schutz. Viele Kinder sind oft jahrelang auf der Flucht, weil die Konflikte immer weitergehen und an eine Rückkehr ins Heimatland nicht zu denken ist. Ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben in Sicherheit sind gering. Um die Situation zu verbessern, müssen wir jetzt unverzüglich handeln", fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

 

Bildung gefährdet

Derzeit ist vor allem die Bildungssituation für Flüchtlingskinder prekär, die sich aufgrund der Corona-Pandemie noch verschlechtert hat. Nach dem aktuellen Bildungsbericht des UNHCR endet die Schulbildung für fast zwei Drittel der Kinder bereits nach der Grundschule, und nur 34 Prozent von ihnen besuchen eine weiterführende Schule. Der UNHCR fordert daher internationale Unterstützung, um Flüchtlingskindern eine weiterführende Bildung zu ermöglichen. Diese trage nicht nur dazu bei, die Berufsaussichten zu verbessern, sondern verhindere auch, dass junge Flüchtlinge zur Kinderarbeit gezwungen werden.

 

UNHCR-Hilfe in Afghanistan

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen geben vor allem die Lebensbedingungen der Kinder in Afghanistan Grund zur Sorge: Etwa 65 Prozent der afghanischen Bevölkerung – innerhalb und außerhalb Afghanistans – sind Kinder und Jugendliche. Neben der lebensrettenden Nothilfe setzt der UNHCR daher im ganzen Land weitere wichtige Programme um. So werden Schulen ebenso wie Frauenzentren, Maßnahmen zur beruflichen Ausbildung und psychosoziale Unterstützungsangebote unterstützt. Der Bau von 19 Schulen, Lernzentren für Jugendliche sowie eines Cafés für Frauen geht aktuell ebenso weiter wie die Errichtung von neun Gesundheitskliniken.

 


Mehr Informationen zum Thema Flüchtlingskinder und Unterstützungsmöglichkeiten unter:

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlingskinder/

PRESSEMELDUNG DER UNO-FLÜCHTLINGSHILFE 32/2021 Bonn, 19. September 2021

„Wir brauchen eine Regierung, die auf uns Kinder – die Zukunft – setzt!“ | Weltkindertag 2021

SID Blog - September 19, 2021 - 10:35pm
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Weltkindertag 2021

„Wir brauchen eine Regierung, die auf uns Kinder – die Zukunft – setzt!"

Statement von Selin Sorushyar, 18 Jahre, Mitglied im UNICEF JuniorBeirat anlässlich des morgigen Weltkindertags

Köln, den 19. September 2021 // „Man sagt uns Kindern häufig wir seien die Zukunft und wenn man mich fragt „Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?", dann finde ich auf diese Frage im Augenblick keine Antwort.

1,5 Jahre schon kämpfen wir Kinder und Jugendliche uns scheinbar allein durch dieCovid-19-Pandemie, die uns psychisch belastet. Noch immer haben viele von uns mit den Folgen des Lockdowns zu tun. Einige von uns schaffen es nicht die Lernlücken zu schließen, andere wissen nicht, was sie nach der Schule machen wollen, weil ihnen die Berufsorientierungsphase fehlt und wieder andere trauern um geliebte Personen, die sie an das Virus verloren haben.

Die Impfung bringt Hoffnung auf ein Ende, aber es gehört eben viel mehr dazu als eine Spritze. Eine Impfung heilt nicht die Wunden, mit denen wir Kinder aus der Pandemie gehen.

Die vergangenen 18 Monate fehlen uns auf dem Weg in unsere Zukunft. Das muss aufgearbeitet werden. Es reicht nicht, dass Schulen wieder öffnen. Das Lehrpersonal muss auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen. Psychologische Betreuung muss leichter zugänglich sein für Kinder und Klausuren müssen an die Situation angepasst werden. Den Weg, der uns aus der Pandemie führt, können wir nur gemeinsam gehen- mit Kindern und Jugendlichen.

Aber selbst mit dem Ende der Pandemie werden unsere Ängste nicht weniger. Tagtäglich sehen wir wie die Welt, unsere Lebensgrundlage, Stück für Stück untergeht. Wir sehen die Folgen der Klimakrise nicht nur. Wir spüren sie auch. Während die Politik nach Ausreden sucht und gleichzeitig die Klimakrise als Wahlkampfthema nutzt, haben wir Angst.

Ich weiß nicht, wo ich mich in zehn Jahren sehe, denn das liegt nicht nur in meiner Hand.

Wir brauchen eine Regierung, die uns hört. Die auf globale Zusammenarbeit setzt. Eine Regierung, die konsequent handelt, um die nachhaltigen Entwicklungsziele umzusetzen. Eine Regierung, die auf uns Kinder - die Zukunft - setzt!"


Globaler Bildungsdialog zu Demokratie und Nachhaltigkeit mit digitalen und analogen Bildungsformaten

EINEWELTblabla - September 17, 2021 - 5:37pm

In dem Projekt OUR VOICES – OUR PLANET arbeiten wir mit Expert*innen aus der ganzen Welt daran, unsere Bildungsarbeit analog und digital so weiterzuentwickeln, dass sie Menschen zu demokratischer Teilhabe an der Gestaltung von Nachhaltigkeit ermutigt und ermächtigt – vor Ort und weltweit.

Hintergrund: Demokratische Teilhabe an Nachhaltigkeitsprozessen

Die Agenda 2030 mit den 17 Nachhaltigkeits-Entwicklungszielen (SDGs) hat einen Handlungsrahmen abgesteckt, der vom Schutz der Grundfreiheiten über die Beteiligung aller gesellschaftlicher Gruppen an politischen Entscheidungsprozessen, von der Schaffung menschenwürdiger Lebensbedingungen und sozialer Gerechtigkeit bis hin zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen reicht. In der Realität beobachten und erleben wir aber Kriege, Armut, Hunger, eine Zunahme von sozialen Ungleichheiten, von Umweltzerstörung und den Auswirkungen des Klimawandels. Fatale Lebensumstände zwingen unzählige Menschen zu Flucht und Migration.

Für die Überwindung dieser Herausforderungen und die Umsetzung der SDGs ist – neben guter Regierungsführung und Rechtsstaatlichkeit sowie einem förderlichen Umfeld auf nationaler und internationaler Ebene – die demokratische Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen unabdingbar.

Zwar gibt es heute fast überall auf der Welt Demokratien, an denen Menschen zum Beispiel durch Wahlen teilhaben. Weltweit sind Einzelpersonen oder zivilgesellschaftliche Organisationen aktiv, um auf soziale, politische und ökologische Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und globalen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit zu initiieren. Doch rechtspopulistische und antidemokratische Bewegungen, nationalistische Abschottung und Menschenfeindlichkeit nehmen zu. Die Wahrung der Grundrechte und der politischen Teilhabe ist vielerorts bedroht – sowohl in Ländern des Globalen Südens, als auch bei uns in Europa. Besonders verletzliche Gruppen sind oftmals von der Beteiligung am politischen Geschehen ausgeschlossen. Weltweit lässt sich eine zunehmende Einschränkung der Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft beobachten: Verbote von NGOs, Restriktionen gegen die Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsäußerungsfreiheit, Aberkennung der Gemeinnützigkeit.

Nachhaltige Entwicklung kann aber nur in einer offenen Gesellschaft erreicht werden, in der Menschen überzeugt und mitgenommen werden, in der sie ihre Vorstellungen aktiv einbringen und in der sie Veränderungen vorantreiben können. Bildung stellt dabei eine Grundlage für die Demokratie und für die Beteiligung an und der Gestaltung von Nachhaltigkeit dar.

Welche Anforderungen stellen aber aktuelle globale Herausforderungen an Beteiligungsprozesse vor Ort und weltweit? Wie muss Demokratie (neu) definiert und gestaltet werden, um Veränderungsprozesse in Richtung globaler Nachhaltigkeit und die aktive Beteiligung aller daran zu ermöglichen?

Our Voices – Our planet – Das Projekt

In dem Projekt OUR VOICES – OUR PLANET diskutieren wir diese und andere Fragen rund um den Themenkomplex Demokratie und Nachhaltigkeit. Wir lernen Akteur*innen aus Demokratie- und Nachhaltigkeitsbewegungen aus aller Welt kennen. Expert*innen aus dem Globalen Süden und Norden entwickeln gemeinsam analoge und digitale Bildungsformate, durch die die Verbindungen von Demokratie und Nachhaltigkeit deutlich und Menschen zur Mitwirkung an Nachhaltigkeits- und Demokratieprozessen ermächtigt werden. Zielgruppen sind interessierte Erwachsene, Jugendliche/junge Erwachsene und Bildungsreferent*innen.

Das Besondere an OUR VOICES – OUR PLANET ist die konsequente Einbeziehung von Perspektiven aus dem Globalen Süden. Das Projekt wird von einer international besetzten Steuergruppe begleitet. In allen Bildungsangebote werden Perspektiven aus dem Globalen Süden einfließen.

Themen des Projekts sind u.a.

  • Teilhabe als Grundvoraussetzung für Demokratie, Nachhaltigkeit und globalen Wandel
  • Schutz und Stärkung demokratischer Handlungsspielräume von Zivilgesellschaft
  • Stärkung der Teilhabe aller und insbesondere von verletzlichen Gruppen
  • Schutz und Nutzung (globaler) Gemeingüter durch Stärkung demokratischer Prozesse
  • Neue Ökonomiemodelle als Voraussetzung für Demokratie und Nachhaltigkeit
  • Nachhaltige Gestaltung von Digitalisierung   

 

Die Umsetzung des Projekts über folgende Maßnahmen.

  1. Die Grundlage des Projekts bildet ein Methodenhandbuch mit Perspektiven und Beispielen aus verschiedenen Ländern und Regionen. Das Handbuch enthält Module zu mit einführenden Informationen, zeigt Herausforderungen und positive Ansätze sowie Beteiligungsmöglichkeiten und Aktionsformen auf. Außerdem stellt es bereits erprobte Bildungskonzepte und -formate vor. Die unterschiedlichen Module können zu inhaltlich und methodisch vielfältigen Workshops und Unterrichtseinheiten zusammengesetzt werden.
  2. Darüber hinaus entwickeln wir neue digitale Bildungsformate: Quizze, Videos von Interviews mit Aktivist*innen, eine digitale Schnitzeljagd sowie eine interaktive Präsentation sollen den Zusammenhang von Demokratie und Nachhaltigkeit verdeutlichen. Einsatzmöglichkeiten der digitalen Elemente werden im Methodenhandbuch beschrieben und in Workshopkonzepten mit analogen Elementen verbunden. Zur Darstellung des entwickelten Angebots wird eine interaktive Präsentation erstellt.
  3. Eine Vielzahl analoger und digitaler Tagesveranstaltungen und Workshops wird angeboten. Es finden thematische Bildungsangebote für interessierte Erwachsene, methodisch-didaktische Fortbildungen für Multiplikator*innen und Workshops für Jugendliche statt. Zusätzlich gibt es eine Online-Diskussionsreihe mit Podiumsdiskussionen und Länder- bzw. inhaltlichen Berichten von Partner*innen aus dem Globalen Süden. Die Diskussionsreihe ist offen für alle Interessierten.
  4. Ergänzend werden zwei größere Bildungsveranstaltungen durchgeführt. Im September 2022 wird eine dreitägige Sommerakademie stattfinden, die als Zwischen-Reflexionsraum dient und zu der auch Gäste aus dem Globalen Süden eingeladen werden. Die zweite größere Veranstaltung, ein dreitägiges Barcamp, wird Anfang 2023 online stattfinden.

 

Weitere Informationen und Kontakt

Wer mehr über das Projekt und das Learn2Change-Netzwerk kennenlernen möchte, ist herzlich am jeweils letzten Donnerstag des Monats zu unseren Learn2Change-Online-Talks eingeladen, bei denen Menschen aus Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika über aktuelle Nachhaltigkeits- und Demokratisierungsprozesse in ihren Ländern berichten.

Gerne berichten wir auch darüber hinaus über das Projekt freuen uns über Kontaktaufnahme unter:

Sarah Laustroer: sarah.laustroer@vnb.de, Gabriele Janecki: gabriele.janecki@vnb.de
www.learn2change-network.org/our-voices-our-planet

Ein Projekt von

Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen VNB e. V. und
Learn2Change – Global Network of Educational Activists

Die Beitragsbilder stammen von VNB e.V.

Der Beitrag Globaler Bildungsdialog zu Demokratie und Nachhaltigkeit mit digitalen und analogen Bildungsformaten erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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NGOs fordern: Deutschlands Rolle in der Welt muss Thema werden beim letzten,TV-Triell

SID Blog - September 17, 2021 - 5:06pm


 "Machen Sie die Welt gerechter!" - ONE projiziert Botschaft an Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet vor den Reichstag © ONE

Aufruf an ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins

Berlin, 17. September 2021. In einem gemeinsamen Appell rufen zehn Hilfs- und
Entwicklungsorganisationen die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dazu auf, bei der TV-Debatte der drei Kanzlerkandidat*innen am kommenden Sonntag humanitäre und
entwicklungspolitische Themen wie globale Armuts- und Hungerbekämpfung und den
weltweiten Kampf gegen Krankheiten wie Tuberkulose und Covid-19 zu berücksichtigen. In den bisherigen TV-Triellen mit RTL/N-TV sowie ARD/ZDF waren Pläne zur Bekämpfung globaler Ungleichheit leider nicht Gegenstand der Debatte. Angesichts der großen globalen
Herausforderungen, vor denen die Welt steht, ist dies aber dringend nötig.

Die Nichtregierungsorganisationen ONE Deutschland, CARE Deutschland, Deutsche Stiftung
Weltbevölkerung (DSW), Deutsche Welthungerhilfe, Global Citizen, Oxfam, Plan International,
Save the Children, UNICEF Deutschland und World Vision appellieren gemeinsamen an die
Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins: ,,Die internationale Gemeinschaft und damit auch Deutschland hat sich mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, die Welt bis 2030 gerechter zu machen. Die Bekämpfung von extremer Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit, die Gleichstellung der Geschlechter, der weltweite Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung – das alles sind Themen, die gegenwärtig viel zu kurz kommen. Es bleiben nur noch neun Jahre, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. Die Wähler*innen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst es Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz mit Deutschlands Verantwortung in der Welt meinen. Wer ins Kanzleramt einziehen will, sollte einen Plan haben, wie wir die UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen. Weltweite Armutsbekämpfung muss Chef*innen-Sache werden. Die Wähler*innen sollten wissen, wie der Plan der Kandidierenden aussieht, globale Gerechtigkeit zu erreichen und die UN-Ziele zu verwirklichen."

Global civil society report demands justice beyond rhetoric - Launch of Spotlight on Sustainable Development 2021

SID Blog - September 17, 2021 - 4:59pm

With support of

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Launch of Spotlight on Sustainable Development 2021

Global civil society report demands justice beyond rhetoric 
New York, 17 September 2021

Policy responses to the COVID-19 pandemic and resulting economic crisis have greatly exacerbated national and global inequalities. Blatant examples are the unfair distribution of care work, relying mainly on women and poorly remunerated if at all, and the global disparity in the distribution of vaccines.

So far more than 60 percent of people in high-income countries have received at least one dose of COVID-19 vaccine, but less than 2 percent have done so in low-income countries. In view of this dramatic disparity, the "leave no one behind" commitment of the 2030 Agenda for Sustainable Development remains hollow.

The dominant interests of rich countries, and corporate powers continue to dominate political decision-making. Given the urgency of the COVID-19 crisis and the other unresolved global problems, most notably the climate emergency, it is high time for transformative policies at all levels.
This is the key message of the Spotlight on Sustainable Development Report 2021. The report is launched on the first day of the Global Week to #ACT4SDGS by a global coalition of civil society organizations and trade unions.

According to the report, economic justice based on human rights can be achieved, but the trend towards privatizing, outsourcing and systematic dismantling of public services must be reversed. To combat growing inequality and build a socially just, inclusive post-COVID world, everyone must have equitable access to public services, first and foremost to healthcare and education.

To prevent the COVID-19 pandemic being followed by a global debt and austerity pandemic, governments must be enabled to expand their fiscal policy space and properly tax multinational corporations and wealthy individuals, many of whom pay virtually no income tax at all. Fundamental reforms in the global financial architecture, including a debt workout mechanism beyond piecemeal relief measures for debt servicing, are long overdue.

With a virtual launching event, the key findings of the report will be presented on 17 September, 9am EDT.


Quotes from the authors of the Spotlight Report 2021:


"The COVID-19 pandemic and the climate crisis have reminded the global community of the essentials of reviewing and in many cases rewriting international rules and the urgency of Just Transition strategies to move in this direction.
The scourge of COVID-19 struck an already stark reality of multiple inequalities – in households, across communities, in national context, and among countries. Its waves of devastation have exacerbated pre-existing conditions and disparities as well as creating new ones."
Barbara Adams, Global Policy Forum

"The majority of governments in the world are expected to start austerity cuts with negative social impacts, such as social security/welfare reforms and wage bill adjustments. There are alternatives, even in the poorest countries. Instead of cutting public expenditure and much needed public services, governments must look at new fiscal space and financing sources."
Isabel Ortiz, Global Social Justice Program

"It took a global pandemic to open the world's eyes to the absolutely vital role of education. Free quality inclusive public education for all is imperative to any recovery effort. To make it happen, governments must work with teachers, education personnel, and their representative organisations. They must be supported and empowered to lead the recovery in education."
David Edwards, Education International

"A People's Recovery should be prioritised, we found that 63% of all the recovery money in the global South countries we studied went to big businesses, with only spent on 22% to social protection.  Now people across the world are campaigning to extend and make permanent the grants that were increased during Covid-19, but austerity policies are proposed instead."
Matti Kohonen, Financial Transparency Coalition

"This [UN Food Systems Summit] creates a dangerous precedent in the United Nations, giving corporations a special entry point to global food governance without clear rules, and sidelining existing democratic multilateral and human rights-based bodies such as the Committee on World Food Security (CFS)."
Magdalena Ackermann, Society for International Development & Charlotte Dreger, FIAN International


The annual Spotlight Report has been published since 2016 by the Arab NGO Network for Development (ANND), the Center for Economic and Social Rights (CESR), Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN), Global Policy Forum (GPF), Public Services International (PSI), Social Watch, Society for International Development (SID), and Third World Network (TWN), supported by the Friedrich Ebert Stiftung.


Spotlight on Sustainable Development 2021


Demanding justice beyond rhetoric - Time to overcome contradictions and hypocrisy in the COVID-19 crisis

Global Civil Society Report on the 2030 Agenda and the SDGs

Beirut/Bonn/Ferney-Voltaire/Montevideo/New York/Penang/Rome/Suva, September 2021

www.2030spotlight.org


#SpotlightSDGs




Contributing partners of the Spotlight Report 2021



PRESS RELEASE: Launch of Spotlight on Sustainable Development 2021

Global Policy Watch - September 17, 2021 - 4:07pm

Global civil society report demands justice beyond rhetoric

New York, 17 September 2021

Policy responses to the COVID-19 pandemic and resulting economic crisis have greatly exacerbated national and global inequalities. Blatant examples are the unfair distribution of care work, relying mainly on women and poorly remunerated if at all, and the global disparity in the distribution of vaccines.

So far more than 60 percent of people in high-income countries have received at least one dose of COVID-19 vaccine, but less than 2 percent have done so in low-income countries. In view of this dramatic disparity, the “leave no one behind” commitment of the 2030 Agenda for Sustainable Development remains hollow.

The dominant interests of rich countries, and corporate powers continue to dominate political decision- making. Given the urgency of the COVID-19 crisis and the other unresolved global problems, most notably the climate emergency, it is high time for transformative policies at all levels.

This is the key message of the Spotlight on Sustainable Development Report 2021. The report is launched on the first day of the Global Week to #ACT4SDGS by a global coalition of civil society organizations and trade unions.

According to the report, economic justice based on human rights can be achieved, but the trend towards privatizing, outsourcing and systematic dismantling of public services must be reversed. To combat growing inequality and build a socially just, inclusive post-COVID world, everyone must have equitable access to public services, first and foremost to healthcare and education.

To prevent the COVID-19 pandemic being followed by a global debt and austerity pandemic, governments must be enabled to expand their fiscal policy space and properly tax multinational corporations and wealthy individuals, many of whom pay virtually no income tax at all. Fundamental reforms in the global financial architecture, including a debt workout mechanism beyond piecemeal relief measures for debt servicing, are long overdue.

Download the Press Release here (PDF version). More information can be found here.

The annual Spotlight Report has been published since 2016 by the Arab NGO Network for Development (ANND), the Center for Economic and Social Rights (CESR), Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN), Global Policy Forum (GPF), Public Services International (PSI), Social Watch, Society for International Development (SID), and Third World Network (TWN), supported by the Friedrich Ebert Stiftung.

Spotlight on Sustainable Development 2021
Demanding justice beyond rhetoric – Time to overcome contradictions and hypocrisy in the COVID-19 crisis
Global Civil Society Report on the 2030 Agenda and the SDGs
Beirut/Bonn/Ferney-Voltaire/Montevideo/New York/Penang/Rome/Suva, September 2021
www.2030spotlight.org
#SpotlightSDGs

For media requests please contact:

Tobias Gerhartsreiter
Global Policy Forum
Coordinator – Public Relations
Email: media@globalpolicy.org

Some quotes from the Spotlight Report 2021:

“The COVID-19 pandemic and the climate crisis have reminded the global community of the essentials of reviewing and in many cases rewriting international rules and the urgency of Just Transition strategies to move in this direction.
The scourge of COVID-19 struck an already stark reality of multiple inequalities – in households, across communities, in national context, and among countries. Its waves of devastation have exacerbated pre-existing conditions and disparities as well as creating new ones.”
Barbara Adams, Global Policy Forum

“The majority of governments in the world are expected to start austerity cuts with negative social impacts, such as social security/welfare reforms and wage bill adjustments. There are alternatives, even in the poorest countries. Instead of cutting public expenditure and much needed public services, governments must look at new fiscal space and financing sources.”
Isabel Ortiz, Global Social Justice Program

“It took a global pandemic to open the world’s eyes to the absolutely vital role of education. Free quality inclusive public education for all is imperative to any recovery effort. To make it happen, governments must work with teachers, education personnel, and their representative organisations. They must be supported and empowered to lead the recovery in education.”
David Edwards, Education International

“A People’s Recovery should be prioritised, we found that 63% of all the recovery money in the global South countries we studied went to big businesses, with only spent on 22% to social protection. Now people across the world are campaigning to extend and make permanent the grants that were increased during Covid-19, but austerity policies are proposed instead.”
Matti Kohonen, Financial Transparency Coalition

“This [UN Food Systems Summit] creates a dangerous precedent in the United Nations, giving corporations a special entry point to global food governance without clear rules, and sidelining existing democratic multilateral and human rights-based bodies such as the Committee on World Food Security (CFS).”
Magdalena Ackermann, Society for International Development & Charlotte Dreger, FIAN International

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Demanding justice beyond rhetoric

#2030Agenda.de - September 17, 2021 - 3:34pm

Time to overcome contradictions and hypocrisy in the COVID-19 crisis

Policy responses to the COVID-19 pandemic and resulting economic crisis have greatly exacerbated national and global inequalities. Blatant examples are the unfair distribution of care work, relying mainly on women and poorly remunerated if at all, and the global disparity in the distribution of vaccines.

So far more than 60 percent of people in high-income countries have received at least one dose of COVID-19 vaccine, but less than 2 percent have done so in low-income countries. In view of this dramatic disparity, the "leave no one behind" commitment of the 2030 Agenda for Sustainable Development remains hollow.

The dominant interests of rich countries, and corporate powers continue to dominate political decision-making. Given the urgency of the COVID-19 crisis and the other unresolved global problems, most notably the climate emergency, it is high time for transformative policies at all levels.
This is the key message of the Spotlight on Sustainable Development Report 2021. The report is launched on the first day of the Global Week to #ACT4SDGS by a global coalition of civil society organizations and trade unions.

According to the report, economic justice based on human rights can be achieved

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Kinder verpassen weltweit 1,8 Billionen Stunden Präsenzunterricht

Unicef - September 17, 2021 - 3:00pm
Vor der UN-Vollversammlung und dem Weltkindertag am Montag ruft UNICEF Regierungen mit der Installation „No time to lose” dazu auf, Schulen schnellstmöglich wieder zu öffnen
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17. September 2021

ONE - September 17, 2021 - 11:19am

1. Französisches Militär tötet IS-Anführer

Frankreich ist beim Anti-Terror-Einsatz in der Sahelzone ein wichtiger Schlag gegen den Sahara-Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (ISGS) gelungen. Präsident Emmanuel Macron verkündete in der Nacht zum Donnerstag die “Neutralisierung” des Anführers der Gruppierung. Darüber berichten die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, die Stuttgarter Nachrichten und die Deutsche Welle. Adnan Abu Walid al-Sahrawi sei nach einem Drohnenangriff der französischen Barkhane-Truppen Mitte August im Osten Malis seinen Verletzungen erlegen, so Verteidigungsministerin Florence Parly. Dem ISGS werden die meisten Anschläge in der Region zwischen Mali, dem Niger und Burkina Faso zugeschrieben. Der Kampf gegen den Terrorismus soll fortgesetzt werden, so Parly. Ziel sei es zu verhindern, dass der IS und Al-Kaida die Sahelzone als Rückzugsraum nutzen.

 

2. Regierung in Burundi foltert und tötet Oppositionelle

Eine UN-Untersuchungskommission wirft der Regierung Burundis schwere Verletzungen der Menschenrechte und Verbrechen vor. Darüber berichten Deutschlandfunk und evangelisch.de. Sicherheitskräfte sollen seit August vergangenen Jahres Oppositionelle verschleppt, gefangen genommen, gefoltert und getötet haben. Präsident Évariste Ndayishimiye habe seine Versprechen bei seiner Amtseinführung im Juni 2020 nicht eingelöst. Der Amtsinhaber habe damals angekündigt, einen funktionierenden Rechtsstaat aufzubauen, politischen Wandel einzuleiten und Frieden herbeizuführen. Der Bevölkerung werden aber laut des Berichts weiterhin grundlegende demokratische Freiheiten vorenthalten. Ndayishimiye wurde nach dem Tod des damaligen Präsidenten Pierre Nkurunziza zum neuen Staatsoberhaupt Burundis vereidigt. Der Ex-Rebellenführer Nkurunziza hatte einen autoritären Kurs verfolgt und Proteste gegen ihn brutal niedergeschlagen. Viele Menschen seien in Nachbarstaaten geflohen.

 

3. Tigray: Eine der schlimmsten Hungerkrisen seit Jahrzehnten

Fritz Schaap thematisiert auf Spiegel.de die Folgen der “De-facto-Blockade” des Bundeslandes Tigray, welche seit Monaten von der Regierung in Addis Abeba aufrechterhalten wird. Die Blockade habe Ende Juni begonnen, nachdem die Truppen von den Tigray Defense Forces (TDF) aus Ost- und Zentraltigray gedrängt wurden. Die Regierung von Abiy Ahmed setzte damit eine Strategie fort, die sie und ihre Verbündeten fast seit Beginn des Krieges einsetzen: das Aushungern des Feindes. Im schlimmsten Fall könne Abiy dadurch Hunderttausende Menschen in den Hungertod treiben. Laut des geschäftsführenden Leiters des Uno-Nothilfebüros OCHA in Äthiopien hänge das Leben von Millionen von Zivilist*innen in Tigray und den benachbarten Regionen Afar und Amhara davon ab, ob es der Organisation gelinge, sie mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen. Je nach Schätzung leiden in Tigray bereits jetzt zwischen 400.000 und 900.000 Menschen unter einer Hungersnot.

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CIVICUS, CPDE, and Forus International organise forum on human rights and civic space in digital era

CSO Partnership - September 17, 2021 - 11:19am

Global civil society platforms CIVICUS: World Alliance for Citizen Participation, the CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE), and Forus International are joining forces to organise a forum titled Under Pressure: Human rights and civic space in the digital era this 21 September, 4 to 5:30PM GMT. The session is part of a series of events for the Global People’s Assembly, held in time for the United Nations General Assembly.

The activity draws from the civic space situation in many countries around the world, where repressive laws and policies restrict fundamental freedoms of expression, participation, assembly, and association. Despite their vital role in the social and democratic fabric of their countries, civil society networks activists and human rights defenders face intimidation and attacks, both online and offline.

The panel will expound on the said situation, with a specific focus on the digital context. Speakers will discuss how new technologies have helped civil society to grow, activists to mobilise and grassroots movements to unite, and how the attendant risks and opportunities in this domain can be addressed.

Mandeep Tiwana, CIVICUS Chief Programmes Officer, will speak on current global trends relating to civic space and human rights. Biljana Spasovska, CPDE Regional Coordinator for Europe and Executive Director of the Balkan Civil Society Network for Development, will provide an overview of civic space and human rights from the Balkans, as well as how can civil society around the world respond to threats to civic space and human rights.

These will be followed by a segment on The challenge of creating an enabling digital environment for civil society globally, and Innovative global civil society campaigns on civic space and human rights, to be led by Forus’ Deirdre de Burca, Campaigns Coordinator and Bibbi Abruzzi, Communications Officer, respectively.

Finally, an open forum with the participants will revolve around these key questions:

  • What can governments/ civil society/the private sector do to better defend and promote civic space and human rights globally?
  • How can these actors ensure that digitalization does not reduce but rather exapnds civic space online?

The event will be available in English, Spanish, and French.

To register for the events, visit this link.#

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NGOs fordern: Deutschlands Rolle in der Welt muss Thema werden beim letzten TV-Triell

DSW - September 17, 2021 - 10:42am

Aufruf an ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins.

Berlin, 17. September 2021. In einem gemeinsamen Appell rufen zehn Hilfs- und Entwicklungsorganisationen die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dazu auf, bei der TV-Debatte der drei Kanzlerkandidat*innen am kommenden Sonntag humanitäre und entwicklungspolitische Themen wie globale Armuts- und Hungerbekämpfung und den weltweiten Kampf gegen Krankheiten wie Tuberkulose und Covid-19 zu berücksichtigen. In den bisherigen TV-Triellen mit RTL/N-TV sowie ARD/ZDF waren Pläne zur Bekämpfung globaler Ungleichheit leider nicht Gegenstand der Debatte. Angesichts der großen globalen Herausforderungen, vor denen die Welt steht, ist dies aber dringend nötig.

Die Nichtregierungsorganisationen ONE Deutschland, CARE Deutschland, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Deutsche Welthungerhilfe, Global Citizen, Oxfam, Plan International, Save the Children, UNICEF Deutschland und World Vision appellieren gemeinsamen an die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins: ,,Die internationale Gemeinschaft und damit auch Deutschland hat sich mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, die Welt bis 2030 gerechter zu machen. Die Bekämpfung von extremer Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit, die Gleichstellung der Geschlechter, der weltweite Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung – das alles sind Themen, die gegenwärtig viel zu kurz kommen. Es bleiben nur noch neun Jahre, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. Die Wähler*innen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst es Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz mit Deutschlands Verantwortung in der Welt meinen. Wer ins Kanzleramt einziehen will, sollte einen Plan haben, wie wir die UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen. Weltweite Armutsbekämpfung muss Chef*innen-Sache werden. Die Wähler*innen sollten wissen, wie der Plan der Kandidierenden aussieht, globale Gerechtigkeit zu erreichen und die UN-Ziele zu verwirklichen.”

Informationen für Journalist*innen:
  • Interviews möglich: Bei Interesse stehen Ihnen die beteiligten Organisationen für Interviews zur Verfügung. Kontaktieren Sie dafür gerne einen der untenstehenden Pressekontakte.
  • Bildmaterial: “Machen Sie die Welt gerechter!” – diese Forderung projizierte ONE vergangene Woche ans Kanzleramt und vor den Reichstag. Die dazugehörigen Bilder, die Sie kostenfrei verwenden dürfen, finden Sie hier (Fotocredit “ONE”): https://bit.ly/3l2cOW9
  • Mehr Informationen zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen finden Sie hier: https://17ziele.de/

 

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

CARE: 1945 in den USA gegründet, kämpft CARE heute weltweit gegen Not, Armut und Ungerechtigkeit. 100 Millionen CARE-Pakete retteten nach dem Zweiten Weltkrieg Leben. Gespendet von Mensch zu Mensch als Symbol der Versöhnung. In 100 Ländern der Welt setzt sich CARE heute dafür ein, dass Armut überwunden wird und von Katastrophen Betroffene überleben können. Besonders wichtig dabei ist uns die Gleichstellung von Mann und Frau und die besondere Förderung von Frauen und Mädchen – dort, wo sie systematisch benachteiligt sind.

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Die Deutsche Welthungerhilfe e.V. ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030″. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Global Citizen ist eine globale Bewegung engagierter Menschen, die gemeinsam ihre Stimmen nutzen, um extreme Armut bis 2030 zu beenden. Global Citizen bietet hierzu Informationen rund um Kernthemen wie Ernährungssicherheit, Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz und globale Gesundheit – und die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Themen einzusetzen, die einem am Herzen liegen. Auf diesen Wegen mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Darüber hinaus unterstützt Global Citizen die Global Goals mit einzigartigen Event- und Aktionsformaten, wie den Global Citizen Festivals, für die Tickets nicht erwerblich sind, sondern durch politisches und soziales Engagement verdient werden. Seit Global Citizen im Jahr 2009 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 28 Millionen Mal aktiv geworden. Mehr Informationen unter www.globalcitizen.org.

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 21 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 67 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Plan International ist eine unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Mädchen und Jungen sollen weltweit die gleichen Rechte und Chancen haben und ihre Zukunft aktiv gestalten. Um das zu erreichen, setzen wir in unseren Partnerländern effizient und transparent Projekte zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung um und reagieren schnell auf Notlagen und Katastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. In mehr als 75 Ländern arbeiten wir Hand in Hand mit Kindern, Jugendlichen, Unterstützenden und Partnern jeden Geschlechts, um unser globales Ziel zu erreichen: 100 Millionen Mädchen sollen lernen, leiten, entscheiden und ihr volles Potenzial entfalten. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestärken uns in unserem Engagement.

Save the Children: Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren.

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. UNICEF setzt sich in 190 Ländern dafür ein, dass jedes Kind sich gesund entwickeln, geschützt aufwachsen und zur Schule gehen kann – unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Herkunft. Das Deutsche Komitee für UNICEF wurde 1953 als Verein gegründet und ist heute eine der wichtigsten Stützen der weltweiten UNICEF-Arbeit.

World Vision ist eine unabhängige christliche Kinderhilfsorganisation mit über 70 Jahren Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Nothilfe. Unser Fokus liegt darauf, den am stärksten gefährdeten Kindern Chancen zu bieten, ein erfülltes Leben zu führen.  In rund 100 Ländern arbeiten wir mit Spenderinnen und Spendern, Kindern und Jugendlichen, Dorfgemeinschaften, Regierungen und vielen Partnern transparent zusammen, um nachhaltig Armut und Ungerechtigkeiten zu überwinden. World Vision Deutschland e.V. führt derzeit 280 Projekte in 48 Ländern durch und erreicht damit rund 16 Millionen Menschen. Mit der internationalen Kampagne „It Takes a World to end Violence against Children“ setzt sich World Vision dafür ein, Gewalt gegen Kinder in jeder Form zu beenden.

 

Pressekontakte

ONE: Scherwin Saedi: 0152 / 03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org

CARE Deutschland: Stefan Brand: 0170 / 74 48 600, brand@care.de

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Anke Witte: 0511 / 94 37332, presse@dsw.org

Welthungerhilfe: Simone Pott, Pressesprecherin: 0172 / 252 59 62, simone.pott@welthungerhilfe.de

Global Citizen: Rick Nagelschmidt: 0177 / 576 95 69, presse@globalcitizen.org

Plan International: Barbara Wessel: 040 / 607 716 204, barbara.wessel@plan.de

Oxfam Deutschland: Steffen Küßner, 0177 / 880 99 77, skuessner@oxfam.de

Save the Children: Claudia Kepp: 0170 / 785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de

UNICEF Deutschland: Christine Kahmann, 0221 / 93 650 315, presse@unicef.de

World Vision Deutschland: Pressestelle: 06172 / 763-151, -153, -155, -156;  presse@wveu.org

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E+Z/D+C 2021/10 – ma – Paul Miller / Hans Dembowski – Interview Afghanistan

E+Z - September 17, 2021 - 10:02am
In regard to Afghanistan, Bush and Obama made three major mistakes

Today, the common narrative is that it was wrong to try to build a modern, democratic Afghan state. As I remember it, however, the necessity of doing so was generally understood 20 years ago. After the attacks on New York and Washington DC of 11 September 2001, the goal was to ensure that Afghanistan would never become a safe haven for terrorists again. The implication was that a power vacuum was unacceptable.
Exactly, there was no other choice. That is what former officials of the Bush administration are still saying today. In 2001/2002 that view was shared internationally, including by NATO leaders and UN officials. Unfortunately, this insight did not make them draft a coherent state-building strategy. State building is a complex challenge and takes a lot of time, however. Institutions have to be established and consolidated step-by-step. Capable staff cannot simply be bought. To earn public trust, officers need training and considerable practical experience. However, we and our allies did not commit to long-term engagement.

To what extent was state building attempted in Afghanistan at all?
It varied from year to year. In the first five years, the focus was on political reconstruction in the sense of holding elections and passing a constitution. Both worked out fairly well. The constitution was based on Afghanistan’s 1964 constitution and updated by Afghans who represented the country’s people and understood its constitutional history. The constitution was Afghan owned rather than imposed by western powers. On the downside, there were no significant efforts to build infrastructure. Afghanistan badly needed roads, hospitals and schools, but also institutions such as law courts and municipal governments. Things changed somewhat in the years 2007 to 2011 when insurgents were gaining strength. In that period, much more was done to ramp up the legal system, develop rural areas and build administrative capacities. However, by that point, reconstruction efforts were rushed and thus often wasteful, the conflict further intensified, and international support later focused almost entirely on the Afghan army and police.

Did western allies fight or foster corruption?
They did both. The core problem was that they tried to do too much too fast, especially in the second phase that I just mentioned. A lot of money suddenly flowed into a very poor country that had recently been the world’s worst failed state and lacked competent institutions. The result was the rule of money. The illegal-drugs trade obviously added to the problems. Poppy cultivation began to expand fast from 2006 on, and by 2009 or so, the Taliban were relying on opium money. Others were involved in the drugs economy too, including influential leaders who officially supported the government. By the end of 2010, a destructive dynamic had set in. The focus was increasingly on fighting insurgents and not on reconstruction. The US administration lost faith in state building, which obviously became more difficult the more the conflict escalated.

Why did things go wrong?
Well, I think there were three major mistakes in the first two presidential administrations:

  • President George W. Bush insisted on a “light footprint” right from the start. One reason was that he had a track record of disparaging notions of nation building. Donald Rumsfeld, his defense secretary, did not like the idea of deploying masses of soldiers for peacekeeping. Some NATO partners, moreover, were uncomfortable with military missions in a far-away country. Germany was a prominent example. As for the UN, its leaders were wary of assuming responsibility for running an entire country the way the UN had done in Cambodia, East Timor and Kosovo. “Light footprint” sounded attractive to all of them.
  • The second major mistake was that Bush started the Iraq war in 2003. It devoured resources that could have been used in Afghanistan. It also distracted attention from Afghanistan, where things seemed to be going well in 2002/2003, though they were really not going well at all.
  • President Barack Obama made the third mistake. Though he correctly promised a “civilian surge” to rebuild the country, he also kept saying he wanted to withdraw our troops. His timetable hurt state building, which requires long-term, open-ended commitment. Obama’s rhetoric, however, told everyone he was losing patience. Both the Taliban and our Afghan allies heard the message and began to plan accordingly. The Taliban became increasingly confident that they would eventually prevail, and our Afghan allies had incentives to hedge by siphoning off as much money as possible, but not to take the state-building agenda seriously.

In the later two administrations, I have nothing good to say about President Joe Biden’s withdrawal or about President Donald Trump’s peace negotiations with the Taliban, which bypassed our Afghan partners and placed no meaningful demands on the Taliban, but several decisive mistakes were made long before Trump or Biden took office.

What role did other western governments play?
Well, Washington basically called the shots. At first, the idea was that individual governments would assume specific responsibilities in Afghanistan, but a sense of frustration set in by 2006. The Bush administration felt that our allies were not doing enough, which was a bit unfair, because it wasn’t doing enough itself.

I find it bewildering that western leaders cared so little about the drugs economy. It accounts for up to 30 % of Afghanistan’s gross national product (GNP). Such a huge black market is incompatible with a modern state and the rule of law.
There were actually many proposals for solving the drugs problem. Some suggested saffron cultivation could be an alternative to poppy cultivation. Others said the international community should simply buy the entire harvest to produce medical morphine. There were attempts to eradicate poppy fields. Everything stayed piecemeal, however. The point is that you cannot make meaningful progress against the drug trade if you do not have a legal system. That is especially true in a war zone. We ended up with a chicken and egg problem. Without peace, you cannot build a legal system and other institutions, but you cannot have peace, unless you have a legal system.

It is also estimated that aid accounted for about 50 % of Afghanistan’s GNP in recent years. There really was not much of an Afghan state.
Well, you have to consider the history of Afghanistan, which has basically been a client state for hundreds of years. For a long time, it depended on the British Empire, later on the Soviet Union. Afghanistan’s official government always relied on outside funding and used that funding to pay off local clients in exchange for their support. Nonetheless, the country was largely at peace thanks to many different compromises and accommodations. That changed with the Soviet invasion of 1979.

Western failure in Afghanistan is now often blamed on Afghans’ supposedly medieval mindset. I find that rhetoric condescending and misleading. The real problem is that Afghan society is controlled by warlords – as medieval Europe was, by the way. People want to survive. They do not care much about whether the armed men in front of them are legitimate in one way or another. The priority is not to get hurt and somehow keep feeding one’s family. Official legislation hardly matters in the rural regions of developing countries, where traditions rule daily life – and it is certainly not relevant in situations of strife.
The Soviets destroyed the structures of Afghan society, such as the tribal networks, landowning khans, and local mullahs. That led to the rise of warlordism and, eventually, the drug economy. After 2001, the international community should not have tolerated power vacuums at the local level. The results were persisting warlordism and opportunities for the Taliban. In the west, everyone knows that Taliban rule was brutal when they controlled the country in the late 1990s. It is less well understood that they nonetheless provided a sense of order, which was obviously very rough. They even banned poppy cultivation for one year, though many observers argue they only did so to drive up the global opium price. What matters now, however, is that Afghans are tired after four decades of war. They long for safety and some believed the Taliban were good at providing it.

And they feel disappointed in western powers. Could the US-led intervention have achieved more?
Well, both Bush and Obama signed agreements with Afghan governments, pledging long-term support. I am convinced we could have done more had we had more patience. State building cannot be done fast and definitely not quickly in a very poor, war-torn country. The depressing truth is that our leaders chose the right words, but did not follow up with action. Our Afghan partners lost faith, and the USA failed to fulfil what our presidents had promised.

Paul D. Miller is a professor of the practice of international affairs at Georgetown University in Washington DC.
millerp1@georgetown.edu

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Deutschlands Rolle in der Welt muss Thema werden beim letzten TV-Triell

Welthungerhilfe - September 17, 2021 - 12:32am
Aufruf an ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins
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Agrar Koordination Newsletter September 2021

SID Blog - September 16, 2021 - 11:00pm
 Neues von der Agrar Koordinationt! Donnerstag, 16. September 2021 Biopoli auf der Hamburger Klimawoche | Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ in Leutkirch | Neuer Online-Dialog für Gutes Essen macht Schule  | Veranstaltung zum Lieferkettengesetz | Mitarbeit Buchhaltung & Büroorganisation   Biopoli Was hat meine Ernährung mit dem Klimawandel zu tun?
25.09.2021 | 15.00 - 16:00 Uhr | Workshop mit Sarah Zarin

Vor allem Fleisch und tierische Produkte belasten das Klima. Eine Möglichkeit den klimabelastenden CO2 Ausstoß zu reduzieren ist es, beim Lebensmitteleinkauf auf die Auswahl der Produkte und den Einkaufsort zu achten. In diesem Workshop erhalten Sie Fakten und Hintergrundinfos zum Klimaschutz und Tipps für die Umsetzung bei der eigenen Ernährung.

Auf dem Gelände des ehemaligen Recyclinghofs in Hammerbrook entsteht seit 2019 ein neuer öffentlicher Park. Die Fläche wird am 25.09.2021 zu einem Erkundungsfeld und experimentellem Jahrmarkt für Interessierte an nachhaltiger Ernährung, jungem Engagement und Naturschutz. Auf den 5.200 Quadratmetern könnt ihr euch mit den vielen Initiativen, Stiftungen, Projekten und Vereinen austauschen, an Workshops teilnehmen und das "PARKS"-Gelände erkunden. Den Abschluss macht die Premiere von zwei Kurzfilmen des StadtNatur JugendFilmCamps. Livemusik und veganes Essen der Caval Cantine gibt es oben drauf.

25.09.2021 | 14:00 - 19:00 Uhr
Eat this! – Veränderung geht durch den Magen

Alter Recyclinghof | Alster-Bille-Elbe PARKS: Bullerdeich 6, Hammerbrook

Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Kommt vorbei! Komplettes Programm   Biopoli Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährung – wie hängt das zusammen? 
20.09. bis 23.09.2021 | Wetter.Wasser.Waterkant.2021

Wir sind mit 10 Biopoli-Workshops beim kostenfreie Bildungsprogramm für Hamburger Schulen zu Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel "Wetter.Wasser.Waterkant.2021" dabei! Die Workshops sind bereits ausgebucht.
Komplettes Programm     Land und Wirtschaft – wer erntet? Ausstellung mit Portraits aus Tansania und Deutschland
Unsere Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ Portraits aus Tansania und Deutschland ist ab mitte September in Süddeutschland zu sehen. Die Ausstellung fügt sich ein in den Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nachhaltigkeit hautnah“ der Stadt Leutkirch zu aktuellen Agrar- und Ernährungsfragen.

15.09. - 03.10.2021 Dreifaltigkeitskirche Leutkirch
08.10. - 31.10.2021 St.-Andreas-Kirche Mühlacker-Dürrmenz
05.11. - 21.11.2021 Museum Wasseralfingen


Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, den 16.09.2021 um 19:00 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche, Evangelische Kirchgasse, Leutkirch statt. Teilnahme möglich für Geimpfte, Genesene, Getestete.

Neuer Podcast!
Wir haben mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bauern und Bäuerinnen aus Tansania und Deutschland portraitiert. Auch im Podcast berichten wir über die Situation der Kleinbäuer*innen in beiden Ländern. Jetzt Reinhören     Gutes Essen macht Schule Online-Dialog: Bio-Städte – Pioniere für eine nachhaltige Kita- und Schulverpflegung
28.09.2021 | 18.30 Uhr - 21.00 Uhr | Zoom

Viele Bio-Städte in Deutschland setzen sich für den Bio-Anbau in ihrer Region und für den verstärkten Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen ein. Insbesondere für Kitas und Schulen verfolgen sie das Ziel, den Bio-Anteil schrittweise – teilweise auf bis zu 100% – zu erhöhen. Die Erfahrungen von Bio-Pionieren im Bereich des Schul- und Kitacaterings zeigen: Ein Bio- Mittagessen muss nicht teuer sein.

Wie können sich verschiedene Akteure dafür einsetzen, dass auch Städte in Schleswig-Holstein Bio-Städte werden und die Verwendung von Bio-Lebensmitteln in Kitas und Schulen voranbringen? Wie kann ein kostengünstiger Einsatz von Bio-Lebensmitteln gelingen und lokale Betriebe unterstützt werden? Diese und weitere Fragen werden wir mit Werner Ebert, Koordinator des Bio-Städte-Netzwerks, Kai Vormstein, Geschäftsführer des Bio-Caterers Piratenkombüse und Politiker*innen aus Flensburg und Kiel diskutieren.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugesendet.

Komplettes Programm Gleich anmelden!     Lieferkettengesetz Bitterer Kaffee – 20 Jahre Vertreibung in Uganda zugunsten der Neumann Kaffee Gruppe Hamburg
Gemeinsam mit anderen Hamburger Akteuren laden wir zur Open-Air Veranstaltung ein:
2.10.2021 | 18.00 - 21.00 Uhr | Magellan-Terassen, HafenCity

Dokumentarfilm | »Bitterer Kaffee: Uganda – Bauern kämpfen um ihr Land« von Michael Enger
Musik | Angelina Akpovo, Hamburg
Videobotschaft von Peter Kayiira, Sprecher der Vertriebenen in Uganda
Redebeiträge | Norbert Hackbusch, DIE LINKE | Pastor Siaquiyah Davis, Nordkirche | Gertrud Falk, FIAN Deutschland e.V. | Julia Sievers, Agrar Koordination, Hamburger Initiative Lieferkettengesetz | N.N., el rojito. kaffee solidarisch e.V.
 
Hintergrund der Veranstaltung
Im August 2001 vertrieb die ugandische Armee Bewohner*innen aus vier Dörfern im Bezirk Mubende, weil die Regierung das Land an die Kaweri Coffee Plantation Ltd. verpachtet hat. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe (NKG) mit Sitz in der Hamburger HafenCity. NKG ist weltweit führender Rohkaffeedienstleister. Die Vertriebenen in Uganda wurden bis heute nicht angemessen entschädigt. Seit vielen Jahren läuft ein Gerichtsverfahren. Die Veranstalter*innen unterstützen die Forderungen der Vertriebenen an die Neumann Kaffee Gruppe, eine zügige Beendigung des Gerichtsverfahrens nach rechtsstaatlichen Regeln zu verlangen. Dazu soll sie eine Sondersitzung des Gerichts beantragen, in der Kläger*innen und Beklagte dem Richter ihre Beweise und Argumente präsentieren. Damit könnte das Gerichtsverfahren nach 20 Jahren endlich abgeschlossen werden und es wäre Rechtssicherheit für die Vertriebenen gegeben.     Stellenauschreibung Buchhaltung & Büroorganisation
Für unsere Geschäftsstelle suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Mitarbeiterin Buchhaltung & Büroorganisation (m/w/d) für 5 Std./Woche 

Jetzt noch bis 19.09.2021 per E-Mail bewerben.
Für Rückfragen steht unser Finanzreferent Hannes Heise zur Verfügung.

  Zur Stellenausschreibung
 
      Agrar Koordination
Forum für internationale Agrarpolitik e.V.
Nernstweg 32, 22765 Hamburg, Vereinsregister Hamburg: VR 11633 Vertreten durch: Claudia Leibrock (Vorsitzende), Alfons Üllenberg, Irina Cachay
Telefon: 040-39 25 26, E-Mail: info@agrarkoordination.de

www.agrarkoordination.de

UNGA76 Side Event titled Multi-lateralism & Multi-stakeholderism: Where does accountability for the corporate sector fit in?

Global Policy Watch - September 16, 2021 - 7:40pm

We are thrilled to invite you to a UNGA76 Side Event titled Multi-lateralism & Multi-stakeholderism: Where does accountability for the corporate sector fit in?

When September 24th at 8:00 AM New York / 8:00 PM Beijing / 2:00 PM CET

What An event exploring corporate influence across the United Nations System, and identifying ways in which civil society and all actors can resist corporate influence with a view to build a more accountable and equitable system that operates in the interests of people and planet, rather than profit.

Register bit.ly/AccountabilityForCorporateSector

Interpretation Available in French and Spanish

Corporate influence across the UN system manifests in many ways and these methods/means are increasing. From the introduction of Public-Private Partnerships (PPPs) to newer language regarding “multistakeholderism” and “networked multilateralism”, corporations are being offered varying levels of status and access to many policymaking spaces. At the same time, pushes to democratize these spaces and to be inclusive of all partners appear to be leaving behind civil society, specifically the most marginalized civil society organizations including feminist and grassroots women-led organizations, and movements from the Global South.

At large, this corporatization of the UN legitimizes the importance of the business and corporate sector in international decision-making, bringing business closer to the values of the UN. Some specific cases include the UNâ€s MOU with the World Economic Forum (WEF) from the S-Gâ€s office, the International Chamber of Commerce (ICC) and its observer status in the General Assembly and the Global Compact and its “10 Principles” for corporate sustainability.

This joint event, held in the margins of the 76th Session of the UNGA and the SDG Moment will explore this “dark side” of multistakeholderism at the United Nations and in other intergovernmental fora, and identify ways in which civil society and all actors can resist corporate influence with a view to build a more accountable and equitable system that operates in the interests of people and planet, rather than profit.

Help us spread the word:

Share the event on your Twitter using the sample tweet below and the graphic attached!

Sample Tweet:
What’s up with #CorporateInfluence in the @UN?
Join @globalpolicy, @Women_Rio20 & @Global_Demands for a #UNGA76 side event you don’t want to miss!

📅 Sept 24 at 8am New York / 8pm Beijing / 2pm CET

📲 Register: bit.ly/AccountabilityForCorporateSector

#FeministsWantSystemChange

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Engagement Global weiht neuen Hauptsitz ein

Engagement Global Presse - September 16, 2021 - 5:07pm
Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter im BMZ, sowie Ingrid Arenz, administrative Geschäftsführerin, und Dr. Jens Kreuter, Hauptgeschäftsführer von Engagement Global, bei der Einweihung der neuen Geschäftsräume. Foto: Jo Hempel

Seit neun Jahren arbeitet Engagement Global von Bonn und sechs Außenstellen aus für ein gerechtes und nachhaltiges globales Miteinander – mit verschiedenen Förderprogrammen sowie zahlreiche Projekten, Initiativen und Angeboten. Mit dem Umzug in die Friedrich-Ebert-Allee (FEA) sind erstmals alle Bonner Liegenschaften der gemeinnützigen Gesellschaft des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter einem Dach vereint. Das feierten um die 300 von inzwischen fast 800 Kolleginnen und Kollegen bei einem Festakt in der FEA – für viele war es das erste Wiedersehen in Präsenz seit fast anderthalb Jahren.

Bereits im November 2020 ist Engagement Global in das vierstöckige Gebäude gezogen. Die Einweihungsfeier wurde pandemiebedingt verschoben, damit möglichst viele Kolleginnen und Kollegen, auch aus den sechs Außenstellen, bei dem Ereignis dabei sein können.

„Es ist mir eine besondere Freude, so viele Kolleginnen und Kollegen nun endlich wieder persönlich begrüßen zu können und mit ihnen gemeinsam unsere neuen Räumlichkeiten einzuweihen und zu erkunden“, betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Kreuter. „Das neue Gebäude ist auch ein Symbol dafür, wie viel wir mit vereinten Kräften und gemeinsam mit unseren Partnern erreichen können.“

Auch die dreiteilige Kunstinstallation „bigger picture“, die auf der Feier gemeinsam mit Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter im BMZ, enthüllt wurde, spiegelt die Vielfalt wie auch das Wachstum der Organisation wieder. Alle jetzigen und zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können an eine der drei Stahlfiguren, die das Logo von Engagement Global repräsentieren, selbstbemalte kleine Tafeln anbringen. Zusammen bilden sie eine Kunstinstallation, die zukünftig das Foyer der Organisation schmücken wird. Ihre Botschaft: Bei Engagement Global haben alle einen Anteil am großen Ganzen.

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“Es zeigte mir die Macht junger Menschen” – eine ehemalige Jugendbotschafterin berichtet

ONE - September 16, 2021 - 3:47pm

Die ehemalige Jugendbotschafterin Vanessa berichtet von ihren Erfahrungen bei ONE.

Als Kind binationaler Herkunft, der deutschen Unterschicht entsprungen und als Erste in meiner Familie die studiert hat, musste ich viel Durchhaltevermögen und Entschlossenheit beweisen, um im Leben voranzukommen. In meiner Kindheit und Jugend, habe ich aus erster Hand erfahren, wie homogen öffentliche Diskussionen sind. Und wie dies zu uniformen Entscheidungen führt, die zu oft nicht repräsentativ für die Menschen sind, die sie betreffen. Die Erfahrung von materieller Knappheit, Armut und der daraus resultierenden Stigmatisierung haben mich und die Menschen um mich herum geprägt. Auf Grund der von mir selbst erlebten Ungleichverteilung von wichtigen Ressourcen, wurde mir schnell klar, dass sich diese Umstände sowohl innerhalb als auch zwischen Staaten finden lassen. Mein Aufwachsen in Deutschland stellte sicher, dass meine Grundbedürfnisse befriedigt wurden. Wäre ich jedoch in Sierra Leone geboren, wäre mein Leben ganz anders verlaufen. Der Geburtsort meines Vaters gilt trotz seines Ressourcenreichtums als eines der ärmsten Länder der Welt. 60 % der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze und 70 % aller jungen Menschen sind entweder unterbeschäftigt oder arbeitslos.

Mitmachen und Einmischen

Schon als Kind spürte ich Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten, seien sie in unmittelbarer Nähe oder auch in der Ferne, weit weg von Zuhause. Rückblickend hat mich meine Unzufriedenheit mit dem Status quo dazu bewogen, Psychologie zu studieren. Es trieb mich an, menschliches Verhalten zu erforschen und zu verstehen, den öffentlichen Diskurs neu zu gestalten und letztlich die richtigen psychologischen Werkzeuge einzusetzen, um die Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Ebenso engagiere ich mich seit jeher im Kampf gegen (globale) Ungleichheiten, was mich dazu veranlasste, zwischen 2016 und 2018 am Jugendbotschafter*innen Programm von ONE teilzunehmen.

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Meine Zeit als Jugendbotschafterin

Gemeinsam mit vielen anderen jungen und engagierten Aktivist*innen setzte ich mich für Maßnahmen ein, die auf die Beendigung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten, die wirtschaftliche Stärkung von Mädchen und Frauen sowie eine nachhaltige Entwicklung insbesondere in Afrika südlich der Sahara abzielen. Ich traf mich mit nationalen wie auch globalen Führungspersönlichkeiten und politischen Entscheidungsträger*innen und diskutierte die Bedeutung von Entwicklungsinstrumenten wie dem Globalen Fonds. Ich sprach mit Mitbürger*innen und Journalist*innen über die Auswirkungen extremer Armut, um das Bewusstsein zu schärfen und zu diskutieren, wie Ressourcen umverteilt werden können und sollten. Ich forderte die Menschen auf, Petitionen zu unterschreiben, nahm an Protesten teil und war Teil verschiedener Medienauftritte, die dazu beitrugen, die Korruption und die Notwendigkeit einer hochwertigen Bildung zu beleuchten. Und dadurch konnte ich mir eine unschätzbare Menge an Wissen und Soft Skills aneignen, die mich auf spätere Abschnitte meines Lebens vorbereiteten.

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Mein persönliches Highlight? Die deutsche Jugend beim Youth 7 2018 – einem formellen G7 Engagement Group Summit – in Ottawa, Kanada, vertreten zu dürfen (ich habe hier zusammen mit meiner mit-Alumna Luisa darüber geschrieben). 32 Jugenddelegierte aus der gesamten G7 hatten die Aufgabe, konkrete Politikempfehlungen in den Bereichen Gleichstellung der Geschlechter, Zukunft der Arbeit und Klima & Umwelt zu formulieren. Ich vertrat die deutsche Jugend zum Thema Geschlechtergleichstellung – eine herausfordernde Aufgabe, auf die ich mich nicht ausreichend vorbereitet gefühlt hätte, wäre ich nicht so stark in die #povertyissexist-Kampagne von ONE eingebunden gewesen. Der Prozess war unglaublich anregend, anspruchsvoll, aber auch erfreulich, denn am Ende erkannten die Y7, dass Mädchen und Frauen, die in extremer Armut leben, am stärksten von Geschlechterungleichheiten betroffen sind. Konkret schlugen wir vor, dass die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit unseres jeweiligen Landes 0,7 % des Bruttonationaleinkommens betragen sollte und dass sich die Vergabe der Mittel in erster Linie darauf konzentrieren sollte, Frauen die grundlegenden Menschenrechte zu gewähren, indem systematische Hindernisse für grundlegende Finanzdienstleistungen, hochwertige Bildung und Landbesitz beseitigt werden.

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Die Zeit danach

Meine offizielle Zeit als Jugendbotschafterin endete, als ich meinen Bachelor-Abschluss in Psychologie machte und nach Costa Rica zog, um im Entwicklungssektor zu arbeiten. Ich half bei der Konzeption einer regionsweiten Strategie für die Jugendarbeit, unterstützte und leitete verschiedene Strategieprozesse zur Stärkung kleiner Unternehmen und der lokalen Wirtschaft und arbeitete an Initiativen zur Katastrophenvorsorge und Resilienz in den informellen Siedlungen von Portmore, Jamaika. Heute lebe ich in London, wo ich derzeit im Rahmen eines M.Sc. in Psychology of Economic Life an der London School of Economics and Political Science die Schnittmenge von Verhaltenswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftstheorie erforsche. Neben meinem Studium bin ich Gastwissenschaftlerin an der Harvard Business School, wo ich mich besonders auf wirtschaftliche Ungleichheiten und Intergruppenbeziehungen konzentriere. Das bedeutet: Ich habe endlich einen Weg gefunden, meine Liebe zur Psychologie mit meinem tief verwurzelten Wunsch zu verbinden, den sozialen Wandel hin zu inklusiveren und egalitäreren Gesellschaften voranzutreiben. Nach der LSE werde ich als Mercator Fellow on International Affairs an der Gestaltung von evidenzbasierten und menschenzentrierten Lösungen für sozialpolitische und armutsbekämpfende Initiativen arbeiten.

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Rückblickend ist mir klar, dass das ONE Jugendbotschafter*innen Programm eine große Rolle für meine persönliche und berufliche Entwicklung gespielt hat. Es hat mir geholfen, meine Berufung zu finden und mich als Aktivistin zu identifizieren – eine aktive Teilnehmerin in der gesellschaftspolitischen Landschaft. In vielerlei Hinsicht hat mich diese Reise darin bestärkt, dass Veränderungen möglich sind, wenn genug Menschen sie fordern. Die Zeit bei ONE hat mir die notwendigen Werkzeuge und das Wissen vermittelt und das richtige Netzwerk von Gleichgesinnten gegeben, um uns gegenseitig zu unterstützen. Es zeigte mir die Macht junger Menschen und motivierte mich, andere zu inspirieren und zu befähigen, sich dem Kampf gegen Ungleichheiten und ungerechte Systeme anzuschließen.

Kurzum, wenn du dies liest, etwas verändern willst, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst: ONE könnte genau dieser Ort des Handelns für dich sein. Viel Glück auf deinem Weg!

 

Möchtest du mehr über das Jugendbotschafter*innen Programm erfahren? Dann schaue hier nach: https://www.one.org/de/mach-mit/jugendbotschafter-innen/ 

 

 

 

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Learning from the Afghanistan debacle – But what exactly?

DIE Blog - September 16, 2021 - 2:00pm

With the takeover of Afghanistan by the Taliban only a few weeks after the withdrawal of international troops, the mission failed to leave behind stable functioning state structures which would be resilient enough to withstand military pressure from the Taliban, care for the population and be respected by it.

The failure in Afghanistan casts doubts over the usefulness of military interventions and state-building driven from the outside. However, assuming that not all interventions are doomed to fail, what lessons can be drawn for ongoing counter-terrorism coalitions in the Sahel or Lake Chad region as well as for peacekeeping operations encountering terrorist and militant groups? I propose five reflection points:

Debating interventions

We need an open, honest and nuanced debate around the effectiveness of military interventions which includes peacekeeping operations and counter-terrorism coalitions. Simplistic messages like ‘peacekeeping works’ or ‘military interventions are generally harmful’ are not helpful at all! It is neither acceptable to let terror groups spread without militarily containing them nor can we simply turn away from the deadlock situation in which many international mission find themselves in.
Peacekeeping operations are increasingly deviating from basic principles such as host-country consent, minimum use of force and political neutrality. This results from the splintering of militant groups, increased terrorism and often weak domestic governance structures. The majority of recent missions (Central African Republic, DRC, Mali, South Sudan, Somalia) face an environment displaying persistently high degrees of violence (even after years of deployment) and no clear exit strategy. Such a situation is not sustainable! The risk of donor fatigue in the civilian sector, a gradual withdrawal of troops and losing support from the local population increases over time.
Comprehensive mandates comprising of a mix of peace-building, peacekeeping and nation-building instruments are often desirable but not implementable in the medium term. Realistic achievable mandates need to be designed which should not be seen as a form of downsizing or anti-liberal defeat. It is rather a question of what goals should be prioritized and can be achieved realistically. As the UN Secretary-General aptly formulated it by “attempting too much we dilute our efforts and weaken our impact.”¹ Mandating 209 tasks for the UN Mission in South Sudan is over burdening the operation. “Mandate inflation” needs to end.

Resources don’t fix everything

The amount of resources spent for conflict resolution matters far less than the ability to have broad-based local buy-in for international operations. Simply said, no amount of resources (military or civilian) is likely to override local ‘deficits’. Broad-based host-country consent which extends beyond domestic elites, cannot be bought through international aid. If the impression of predominance of external interests prevails, programmes are merely executed on the population but not developed with them. Where it is lacking, sustainability of progress is in jeopardy. Past debates around peacekeeping effectiveness have concentrated too much on resource supply and too little on ownership.

Raising Awareness

Most peacekeeping missions and counter-terrorism coalitions are in deep crisis but this has not triggered much concern among troop contributing countries or multilateral organizations. As of now there is too little awareness of the fragile situation in which we are in. In the Sahel the security situations has not improved markedly since the setting up of the G5 Sahel Joint Force. In the Lake Chad Basin, the fight against Boko Haram is not progressing further despite initial gains. In Somalia, Al-Shabaab cannot be defeated militarily. As long as military operations continue, much needed governance reforms are often marginalized. Excessive investment in armed forces is upsetting the military/civilian balance to the advantage of the former. In extreme cases political systems get militarized resulting in unnecessary use of force against civilians or increasing the likelihood of coup d’états (Mali 2021). In both cases national forces turn out to be threats to the population which they are sponsored and trained to protect while at the same time the terrorist threat is not dissolving.

The Double Governance Crisis

There is a real crisis of governance. This crisis does not only manifest itself at the local level (the inability of host-countries to erect stable and fair governance institutions) but is also a crisis of the international community which fails in state-building. Even less military heavy UN peacekeeping operations are hardly able to kick start country-wide governance improvements.² In other words these missions are not able to deliver. In the long-run the absence of profound governance improvements bears the risk of relapsing into armed conflict. The goal should be to support building communities which are able manage conflicts on their own.

Accepting Complexity

The character of many conflicts is shaped by complexity which means a high degree of uncertainty over outcomes and non-linearity. These kind of conflicts often do not produce clear winners. Influencing them from the outside is possible, but steering capacities remain limited. However, the response to conflicts is often guided by the implicit belief that, only with the right instrument and enough resources available, a solution can be enforced or administrated. Such a thinking is not likely to succeed. Instead of delivering solutions, these need to be generated within the specific conditions in which conflicts are taking place. In the end, conflict resolution is shaped by self-organization. Accepting these realities by international donors of not being the key drivers of change but merely the facilitators of slow gradual change often clashes with the too high expectations international organizations have created in order to receive donor support.

In Conclusion

The overall situation is uncomfortable, but not hopeless. There are no quick or easy solutions and no deployment can guarantee success. Critical for progressive change is the awareness that the underlying problems cannot be fixed through throwing more resources at conflicts. The very nature of the problem only allows external interveners limited impact. Instead of working with too comprehensive mandates missions need to focus on achievable goals and manage international and host-country expectations accordingly. Achieving military goals such as pushing back militants are not sustainable if governance structures are not embedded in society. The problem is that train-and-equip programmes for national armed forces often seem to deliver quick results while governance and societal support and domestic transformation are lagging behind considerably. Bridging this time gap should be prioritized.

¹ Antonio Guterres, Remarks to Security Council High-Level Debate on Collective Action to Improve UN Peacekeeping Operations, New York 28. 03.2018. https://www.un.org/sg/en/content/sg/speeches/2018-03-28/collective-action-improve-un-peacekeeping-operations-remarks

² Brosig, M. &  Sempijja, N. (2017) “What Peacekeeping Leaves behind: Evaluating Multi-dimensional Peace Operations in Africa” Conflict, Security & Development 17 (1) 21-52.

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“Building Back Better” through social protection

DIE - September 16, 2021 - 1:39pm

Social protection plays a critical role in responding to the immediate effects of the Covid-19 pandemic and in supporting socio-economic recovery efforts. In parallel, current calls for Building Back Better have emphasized that the climate  crisis  needs  to  be  considered  in  Covid-19  recovery  plans  through enhanced climate change adaptation and mitigation action. In recent years, social  protection  has  gained  importance  in  addressing  climate  change risks  and  facilitating  a  just  transition  to a  green economy.  Therefore,  the momentum for Building Back Better during and after the pandemic offers a unique opportunity to integrate social protection into green and resilient recovery strategies which should not be wasted. Against this background, this article describes the role of social protection in buffering economic and social impacts of the pandemic and emphasizes the importance of linking social protection systems with climate action to address the global climate crisis.

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16. September 2021

ONE - September 16, 2021 - 12:44pm

1. Von der Leyen kündigt weitere Impfdosen für globalen Süden an

Die EU-Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen verwies in ihrer Rede zur Lage der EU mit Blick auf die Corona-Impfquoten auf weltweite Ungerechtigkeit. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Hannoversche Allgemeine. Priorität müsse es sein, das Impfen weltweit zu beschleunigen. Deshalb werde die EU bis Mitte 2022 weitere 200 Millionen Impfstoffdosen spenden. Damit verdopple sie ihre Spendenzusagen nahezu auf insgesamt 450 Millionen Impfdosen. Von der Leyen habe in diesem Zusammenhang von einer „Investition in die Solidarität“ und in die „weltweite Gesundheit“ gesprochen. Die Bewältigung der Corona-Pandemie in der EU habe sie als Erfolg gewürdigt, zugleich jedoch zu weiteren Anstrengungen aufgerufen. Die EU habe als einzige Region weltweit mehr als 700 Millionen Impfstoffdosen an mehr als 130 Länder weitergegeben. „Wir haben es richtig gemacht, weil wir es auf die europäische Weise gemacht haben”, so Von der Leyen.

 

2. Russische Söldner in Mali

Die Bundesregierung ist besorgt über eine sich anbahnende Zusammenarbeit der Militärjunta im westafrikanischen Mali mit Söldnern der russischen Militärfirma Wagner. Darüber berichten mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz), der Tagesspiegel und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Sollte sich die Zusammenarbeit von Mali mit russischen Söldnertruppen bestätigen, stelle das die Grundlage des Mandats der Bundeswehr für die UN-Truppe Minusma und der EU-Mission EUTM in Frage. Gemeinsam mit dem Bundestag müsse man Konsequenzen ziehen, warne Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit Blick auf die zwei Einsätze in Mali. Die Söldnertruppe agiere als privates Sicherheitsunternehmen, gelte aber als Instrument getarnter russischer Kriegsführung. Frankreich hatte schon am Dienstag den Rückzug seiner Truppen aus dem westafrikanischen Land angedroht. Aktuell seien etwa 1200 deutsche Soldat*innen Teil von Minusma und EUTM. Ziel der Missionen sei die Stabilisierung des Landes und die Befähigung malischer Streitkräfte, islamistischen Terror abzuwehren.

 

3. Zahl der Hungernden steigt wieder

Die Weltgemeinschaft droht an ihrem 2015 gesetzten Nachhaltigkeitsziel “Null Hunger bis 2030” zu scheitern. Das thematisiert Christiane Grefe in der Zeit. In Industrienationen werde das Problem nicht ausreichend wahrgenommen, dabei sei ausgerechnet seit 2015 die Zahl der Hungernden wieder angestiegen. Laut UN gebe es 811 Millionen akut Hungernde, das ist fast ein Zehntel der Weltbevölkerung. Gleichzeitig gebe es 1,9 Milliarden Übergewichtige. Ein derart fehlgesteuertes globales Ernährungssystem schade nicht nur unmittelbar den Menschen, es zerstöre auch ökologische Grundlagen, so Grefe. Hauptgründe für den zunehmenden Hunger seien die Unberechenbarkeit des Wetters und die Häufung von Naturkatastrophen als Folgen des Klimawandels, Kriege und Konflikte und die Corona-Pandemie. Letztere brachte im Jahr 2020 fast 100 Millionen Menschen zusätzlich in akute Not. Man müsse sich für einen gerechten Zugang zu Nahrungsmitteln und Land einsetzen, fordert Grefe. Darüber hinaus müsse an der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und an der Wiederbelebung der natürlichen Ressourcen gearbeitet werden.

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